Wie Frauen die Rape Culture fördern: Angst vor Vergewaltigung und gute Ratschläge

Anlass der Slutwalks war ja, dass ein Polizist Frauen Tipps gegeben hat, wie sie Vergewaltigungen verhindern können. Der danach folgende Aufschrei war dadurch bedingt, dass man von Opfern nicht erwarten kann, dass sie etwas gegen ihre Benachteiligung tun, sondern die Täter diejenigen sind, die zur Verantwortung gezogen werden müssen und die ihr verhalten ändern müssen. Dies ist insbesondere im Zusammenhang damit zu sehen, dass die Täter nur deswegen vergewaltigen, weil die Gesellschaft überhaupt eine Rape Culture zulässt. Durch Tipps, wie man Vergewaltigungen verhindert, weist man hingegen dem Opfer zumindest indirekt eine Mitschuld zu: Hätte es die Tipps umgesetzt, dann wäre es eben nicht vergewaltigt worden.

Ich hatte zur Rape Culture schon einiges geschrieben

Meiner Meinung nach ist diese Auffassung auch deswegen so lebensfremd, weil ganz überwiegend Frauen genau diesen Gedanken hochhalten. Frauen wollen häufig nicht alleine nach Hause laufen. Eben weil sie Sorgen haben. Ebenso wie Eltern. Sie können sich wohl leichter vorstellen, dass ein Mädchen vergewaltigt wird als das ein Junge zusammengeschlagen wird. Oder sie gehen davon aus, dass ein Junge sich eher wehren kann.

Es mag dazu beitragen, dass ein Vergewaltiger meist ein Ziel hat, dass gerade in der Vergewaltigung liegt, ein Dieb aber meist nur hinter dem Geld her ist, die Gefahr von Gewalt insofern geringere Folgen hat. Hier scheinen mir jedenfalls Frauen und Mütter weitaus deutlicher die “Rape Culture” zu fördern, indem sie so etwas als gefährlich ansehen. Was auch kein Wunder wäre, wenn sie etwa die feministischen Zahlen glauben.

Es ist insofern interessant, dass eigentlich keine Richtung Frauen mehr Angst vor Vergewaltigung macht als der Feminismus und damit indirekt die Rape Culture fördert, wenn es sie den geben sollte. Meine Mutter beispielsweise hat meine Schwestern weitaus häufiger abgeholt als mich, weil ihr nicht wohl dabei war die beiden jeweils durch die Nacht laufen zu lassen, Beide haben das auch durchaus gern angenommen. Meine Position war eher “dann fahrt halt gerade mit dem Rad, um die Zeit ist eh nichts los” was aber mit dem Hinweis “das verstehst du nicht, du bist ein Mann” abgebügelt wurde.

Mitfahrerinnen über die Mitfahrzentrale haben regelmäßig die Nummer meines Autos an eine Freundin gesimmst un das eben recht ausdrücklich, obwohl das Auto drei weitere Mitfahrer hatte, damit mir deutlich gemacht wird, dass man mein Auto zuordnet, wenn sie nicht ankommen. Nach einer Fortbildung, die Samstag an einem frühen Nachmittag endete sass ich mit ein paar Teilnehmern und Teilnehmerinnen noch auf ein Bier an der Hotelbar. Eine etwas dickere Teilnehmerin um die fünfzig, Geschäftsfrau, erklärte, dass sie noch Geld abholen müße, von der Bank 30 Meter von dem Hotel entfernt. Sie erklärte, dass ihr etwas unwohl sei dabei, aber man könne ja nichts machen. Als sie dann in das helle Sonnelicht hinausging meinte eine der bei uns sitzenden Teilnehmerinnen, dass ja wenigstens einer der beiden jungen Männer Gentleman hätte sein können und sie eben hätte begleiten können. Ich erwiderte, dass es hell draussen sei und wir den Bankautomaten von hier aus fast sehen könnten und das Hotel in einer belebten Gegend sei. Sie erwiderte, dass man ja nie sicher genug sein könnte.

Den Vorwurf, vorsichtig zu sein, nun gerade als Förderung der Rape Culture den Männern anzulasten halte ich dann doch für stark überzogen. Dies zeigt eher die besondere Stellung der Vergewaltigung, insofern vergleichbar etwa mit Kinderentführung, bei der trotz sehr geringer Zahlen ebenfalls solche Hinweise erfolgen. Eher wird an diesen Beispielen meiner Meinung nach deutlich, dass ein gewisser Schutz der Frauen erwartet wird und dafür aufgewandte Mühen nicht im Verhältnis zu der Gefahr stehen müssen. Eine Vergewaltigung gilt als eines der Verbrechen, dass man auf jeden Fall verhindern will und vor dem jede Frau zurecht Angst haben darf. Der Hinweis, dass ihre Ängste irreal sind, wird üblicherweise nicht akzeptiert.

Aus dieser Konstellation folgt meiner Meinung nach, dass ein entsprechender Schutz gegen Vergewaltigung als selbstverständlich angesehen wird. Kann ihn niemand aktiv leisten und soll dennoch Vorschläge machen, dann führt das eben zu den Vorschlägen des Polizisten, dass die Frauen selbst aktiv sein sollen. Es ist so gesehen die logische Folge der geäußerten Angst. Wenn an Polizisten die Erwartung herangetragen wird, dass er Vergewaltigungen verhindert, dann folgt darauf logisch auch ein Eigeninteresse des potentiellen Opfers solche Vergewaltigungen zu verhindern.

Es wäre eine gewisse Ironie, wenn der Polizist nur die gute Ratschläge, die seine Mutter seinen Schwestern erteilt hat, an die Frauen weitergegeben hat, und nunmehr deswegen als Aushängeschild des Patriarchats und der Rape Culture gilt. Es ist mir auch nach wie vor unverständlich, wie man von einer extrem hohen Vergewaltigungsrate von „jede 4 Frau“ oder „jede 6 Frau“ ausgehen kann und nicht gleichzeitig erwarten kann, dass Frauen sich schützen und Schutz verlangen sowie das Männer schützen wollen und Schutz anbieten.

Das führt dann bei Anwendung der Theorie zu der etwas bizarren Lage, dass ein Mann immer wieder von Frauen Angst vor einer Vergewaltigung erfahren kann, immer wieder aufgefordert werden kann, Schutz zu bieten, ihnen vielleicht sogar immer wieder sagt, dass sie übertreiben, aber die Rape Culture fördert, wenn er ihnen statt auf seinen Schutz zu vertrauen, die Teilnahme an einem Selbsthilfekurs nahelegt.

52 Gedanken zu “Wie Frauen die Rape Culture fördern: Angst vor Vergewaltigung und gute Ratschläge

  1. finde ich gut, dass du so mal ansprichst. bei frauen in meinem freundinnenkreis erlebe ich auch eher das umgekehrte: sie haben keine lust mehr auf so gedanken wie „als frau kann ich nicht alleine im dunkeln joggen“ usw und erzählen mir auch, wie befreiend es für sie ist, dieses „ich muss in dieser welt angst haben“ abzustreifen.

    ich habe leider auch immer mehr das gefühl, dass netz-feministische texte „die angst“ schüren.

    gruppenpsychologisch ist das nicht unverständlich. jeder feministische text, der die welt möglichst frauenfeindlich darstellt,
    wird von anderen feministinnen gelobt, die autorin bekommt positives feedback; ihre zugehörigkeit zur feministischen gruppe ist gestärkt.

    würde eine autorin mal schreiben: „als frau bist du im dunkeln nicht in größerer gefahr als andere“, hätte das garantiert ein nachspiel und ihre ansehen als feministin wäre in gefahr.

    deine passage zur anders-behandlung deiner schwestern ist übrigens auch eine diskussion wert. es sollte mal objektiv untersucht werden in wie weit diese besondere fürsorglichkeit gegenüber frauen auch mit zu den wünschen nach besonderen förderprogrammen, quotenregelungen etc beiträgt

    • Ich stimme zu, dass die feministischen Texte Angst schüren.
      Angst war ja schon immer ein beliebtes Herrschaftsinstrument, und das ist der Feminismus ja im Endeffekt meiner Meinung nach, eine Herrschaftsideologie, welche die Kontrolle erlangen möchte. Über Frauen, und Männer.

  2. Nun, eigentlich müsste man ja sich mal mit dem Begriff und Kontext von Rape Culture umfassend auseinandersetzen, aber dazu fehlt wie immer und überall die Zeit. Aber mir ist hier ad hoc wieder mal Folgendes aufgefallen: Unter Rape Culture wird ja offenbar auch verstanden, wenn man Frauen/Mädchen ev. auch Knaben/Männern folgende präventive Ratschläge gibt:

    „Rape Culture erklärt Mädchen und Frauen vorsichtig zu sein, was man anzieht, wie man es anzieht, wie man auftritt, wohin man geht, wann man dort hin geht, mit wem man geht, wem man vertraut, was man tut, wo man es tut, mit wem man es tut, was man trinkt, wieviel man trinkt, ob man Augenkontakt herstellt, ob, man allein ist, ob man mit einem Fremden zusammen ist, ob man in einer Gruppe ist, ob man in einer Gruppe Fremder ist, ob es dunkel ist, ob die Gegend nicht vertraut ist, ob man etwas trägt, wie man etwas trägt, was für Schuhe man trägt für den Fall dass man weglaufen muss, was für eine Tasche man mitnimmt, welchen Schmuck man trägt, wie spät es ist, welche Straße es ist, welches Umfeld es ist, mit wievielen Leuten man schläft, mit was für Leuten man schläft, wer deine Freunde sind, wem du deine Nummer gibts, wer anwesend ist wenn der Lieferservice kommt, ein Apartment zu bekommen wo man sieht wer an der Tür ist bevor man aufmacht, zu gucken bevor man dem Lieferservice die Tür aufmacht, einen Hund oder eine Maschine die Hundegeräusche macht zu besitzen, sich eine/n Mitbewohner/in zu suchen, Selbstverteidigungskurse zu machen, immer wachsam und aufmerksam zu sein und immer die Augen aufzuhalten und immer die Umgebung wahrnehmen, und nie unachtsam sein für einen Moment damit du nicht sexuell angegriffen wirst, und wenn doch und du wirst und du hast nicht alle Regeln befolgt, ist es dein Fehler.“

    http://sanczny.wordpress.com/2012/09/17/was-ist-rape-culture/

    Nun werden wohl in vielen Bereichen des Strafrechts Kriminalprävention betrieben und diese Kriminalprävention setzt u.a. auch bei den möglichen zukünftigen Geschädigten/Opfern an. Das Strafrecht ist z.B. ein Mittel unter anderen, das primär bei zukünftigen TäterInnen ansetzt.

    Bei der Betrugskriminaliät gibt es in der Schweiz z.B. folgende Kriminalprävention, die bei den zukünftigen Opfern ansetzt und dort heisst es dann:

    „Erstaunlicherweise sind die meisten Betrugsopfer extrem anfällig für Betrugsversuche
    aus dem Internet. Alle Vorsicht wird da vergessen und
    freiwillig werden Adressdaten, Kontodaten und viele intime Kenntnisse
    weitergegeben, um an vermeintlich grosse Gewinne zu gelangen. Dabei
    vergessen die Opfer dann, dass die Täter diese Informationen weitergeben
    können und sie dadurch noch einmal bedeutend anfälliger für neue
    Betrugsaktionen sind: Die Täter können eine grosse Vertrautheit mit dem
    Opfer vorlügen, und das Opfer wähnt sich in vermeintlicher Sicherheit.

    (…)

    Obschon wir keine statistischen Daten über den Umfang der Betrugsvorfälle
    besitzen, stellen wir immer wieder fest, dass viele Menschen Opfer eines
    Betrugsfalls geworden sind. Wir können nicht mehr über alle Betrugsdelikte
    informieren, es sind mittlerweile zu viele. Deshalb haben wir uns überlegt,
    wieso Menschen zu Betrugsopfern werden: Es ist immer eine Kombination
    von Betrugsmerkmalen, -situationen und Persönlichkeitsmerkmalen, welche
    eine Person für einen Betrugsversuch verwundbar machen.“

    http://www.skppsc.ch/1/downloads/de/betrugspraevention_den_trick_kenne_ich_.pdf

    Analog können wir nun daraus schliessen, dass wir in einer „Betrugs-Kultur“ leben. Im Prinzip kann man daraus folgen. Jegliche Kriminalprävention, die auch bei den zukünftigen Opfern ansetzt, fördert quasi eine „Kriminalitäts-Kultur“.

    Somit müsste nun also jegliche Kriminalprävention subito abgeschafft werden, die bei zukünftigen Opfern ansetzt, weil diese fördert ja eine Kriminalitäts-Kultur oder aber, gewisse FeministInnen sollten mal über die Bücher gehen und ev. zur Kenntnis nehmen, dass Kriminalpräventionsstrategien, die auch beim zukünftigen Opfer ansetzen, bei den unterschiedlichsten Deliktarten eingesetzt werden und somit nicht zum eigentlichen Ziel haben, den die Opfer zum Täter zu machen, sondern zu schauen, dass ein potenzielles Opfer nicht zum tatsächlichen Opfer wird.

    • Ja gut, dennoch kann diese Art von Prävention auch dazu dienen, die Sexualität von Frauen unter Kontrolle zu halten (Das ist glaube ich der theoretische Hintergrund)
      Verschleierte Frauen in islamisch geprägten Ländern sind da wahrscheinlich das extremste Beispiel.
      In einem von Paranoia geprägten Polizei und Überwachungsstaat zu leben, wo jeder jeden verdächtigt kann auch keine Alternative im Umgang mit Kriminalität sein.

      • @BasementBoi

        Richtig! Deshalb hat m.E. die Kriminalprävention bei potenziellen Opfern und potenziellen TäterInnen anzusetzen und eben nicht nur einseitig. Was aber dann eben auch impliziert, dass Kriminaliitätsprävention, die auch bei den potenziellen Opfern ansetzt, nicht einfach als Opfer-Täter-Umkehr verteufelt wird (Behauptung, durch Kriminalprävention beim Opfer würde das Opfer quasi zum Täter gemacht).
        Und vor allem sollte die Kriminalprävention bei potenziellen Opfern dort ansetzen, wo Präventionsmassnahmen tatsächlich effektiv sind und eben nicht irgendwelche Vergewaltigungsmythen bedienen, wenn solcherart Prävention überhaupt keine Taten verhindert.

        Aber ich finde, Du hast noch was anderes angesprochen, das ich wichtig finde und zwar den Sicherheitsstaat und das Vertrauen und Misstrauen. Ich habe das in diesem Blog schon einmal erwähnt, Bei uns in der Schweiz gibt es zwei wichtige fundamentale Prinzipien im Recht und die heissen:

        – Treu und Glaube sowie
        – Sorgfaltspflicht

        Treu und Glaube heisst, man soll dem anderen Menschen grundsätzlich vertrauen können, das heisst, Rechtsbeziehungen zwischen den Menschen sollen grundsätzlich auf diesem Prinzip von Treu und Glauben beruhen: Wenn ich ein Auto kaufe, dann darf ich davon ausgehen, dass alle Angaben richtig sind, die mir der Autohändler über das Auto gegeben hat. Aber: HIer kommt nun eben die Sorgfaltspflicht ins Spiel und die besagt: Man darf auch nicht stroh dumm sein, sondern eine gewisse Eigenverantwortlichkeit für das eigene Handeln muss verlangt werden können. Und da bin ich eben der Meinung, dass diese zwei Prinzipien, quasi in ihrer Dialektik sehr sinnvoll sind.

        Das Prinzip der Sorgfaltspflicht soll eben auch verhindern, dass das einzelne Individuum quasi vollständig die Verantwortung für das Handeln dem Staat abgibt und das Individuum quasi für sein Handeln, auch wenn es gesetzeskonform ist, keine Verantwortung mehr übernimmt. Ich denke, mit diesen zwei Prinzipien wollte man eine Balance finden, wie sie m.E. eben auch bei der Kriminalitätsprävention angewendet wird: auf der einen Seite Prävention bei potenziellen Opfern und auf der anderen Seite Prävention bei den potenziellen TäterInnen.

        • „Deshalb hat m.E. die Kriminalprävention bei potenziellen Opfern und potenziellen TäterInnen anzusetzen und eben nicht nur einseitig. Was aber dann eben auch impliziert, dass Kriminaliitätsprävention, die auch bei den potenziellen Opfern ansetzt, nicht einfach als Opfer-Täter-Umkehr verteufelt wird (Behauptung, durch Kriminalprävention beim Opfer würde das Opfer quasi zum Täter gemacht).
          Und vor allem sollte die Kriminalprävention bei potenziellen Opfern dort ansetzen, wo Präventionsmassnahmen tatsächlich effektiv sind und eben nicht irgendwelche Vergewaltigungsmythen bedienen, wenn solcherart Prävention überhaupt keine Taten verhindert.“
          Interessant. Wie genau finde ich denn die Zielgruppe, d.h. die Personen heraus, die „potenzielle“ Täter sind?
          Ich lasse dann mal einen emotionale Absatz…

          Eben – in einer freiheitlichen Ordnung geht genau das eben nicht, potenziellen Tätern – und Täterinnen nachzusteigen.

          Was wäre die Alternative? Situationen und Gelegenheiten zu vermeiden, die Straftaten führen, d.h. anstatt Menschen
          als Präventionsziel zu nehmen, wäre es besser Situationen und Umstände als Präventionsziel zu nehmen.

          Letzten Endes muß man sich aber darüber im Klaren sein, daß es völlige Sicherheit nicht gibt.

          • @Dummerjan

            „Wie genau finde ich denn die Zielgruppe, d.h. die Personen heraus, die “potenzielle” Täter sind?
            Ich lasse dann mal einen emotionale Absatz…“

            Der Feminismus beantwortet die Frage mit „Männer“. Deswegen ja die Tipps wie hier:

            http://www.hawkeyelounge.com/showthread.php?t=86870

            Denn ein System, dass Opfern sagt, wie sie sich Verhalten sollen ist rape culture, das kann man nur umgehen durch Hinweise an die Opfer.

            Wie schon beim „Feminism for Dudes“ gilt: Wenn du nicht vergewaltigst, dann fühle dich nicht angesprochen.

            Beim Oktoberfest hatte die Polizei wohl die folgenden Tipps gegeben:

            Polizei gibt Präventionstipps

            Um sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen, gibt die Polizei München folgende Hinweise, die laut Polizeisprecher Beck unbedingt beherzigt werden sollten:

            – Beherzigen Sie den Grundsatz „Gemeinsam hin – gemeinsam heim“.

            – Seien Sie generell aufmerksam, achten Sie auf Ihr Bauchgefühl, insbesondere bei Zufallsbekanntschaften.

            – Treten Sie selbstbewusst und selbstsicher auf. So vermeiden Sie den Anschein eines leichten Opfers.

            – Leisten Sie verbale Gegenwehr durch das Setzen klarer Grenzen wie „Ich will das nicht!“ und schreien Sie notfalls laut.

            – Sprechen Sie andere Personen direkt an und bitten Sie um Hilfe.

            – Setzen Sie sinnvolle Hilfsmittel wie Trillerpfeife, Schrillalarm, Schlüsselbund, Handtasche oder Schirm ein.

            Auch hier wurde natürlich vermisst, dass man sich an die Täter richtet, daher die folgende Aktion:

            . Leider fehlen auch hier Plakate, die sich an diejenigen Menschen richten, die das Geschehen wortwörtlich in der Hand hätten: die potenziell Übergriffigen. Dies verstärkt leider erneut das Bild von sexuellen Übergriffen als etwas, was nachts alleine im Park mit Messer an der Kehle oder allein auf dem Weg von der Wiesn nach Hause von Fremden und Unbekannten verübt wird und irgendwie vermeidbar wäre. Den Freund, der vor johlenden Kumpels seine Freundin küsst, ihr den Rock hochschiebt und ihr Nein einfach missachtet, spricht diese Kampagne nicht an. Ebensowenig macht sie den zahlreichen Grapschern bewusst, dass es eben nicht okay ist und auch nicht „dazu gehört“, andere Menschen ohne ihre Zustimmung zu berühren, noch dazu an meist sehr intimen Stellen. Und dass man diese Szenen auch nicht nicht durch lautstarkes Anfeuern und Fotografieren unterstützt. Die Kampagne spricht nicht die Menschen an, die sich an ihren wehrlosen alkoholisierten Bekannten zu schaffen machen und nicht realisieren, was sie ihnen damit gerade antun oder die, die andere Wiesnbesucher_innen mit herabwürdigenden sexualisierten Kommentaren belästigen. [2]

            Außerdem missachtet die Kampagne, wie schwer es vielen Frauen und Mädchen fällt, überhaupt klar NEIN zu sagen: auch heute noch wird ihnen beigebracht, dass Frauen gefällig zu sein haben, zuvorkommend, nett, diplomatisch, angenehm. Abweichendes Verhalten wird bestraft: Eine Frau, die klare Ansagen macht, wird oft nicht als starke Frau wahrgenommen, sondern diffamiert, angegriffen/gemaßregelt und als humorlos und frigide beschimpft.

            Wir, Kathy/@totalreflexion und Lotte/@lotterleben hätten uns eine Kampagne gewünscht, die Betroffenen natürlich Hilfe leistet und den Rücken stärkt (das steht vollkommen außer Frage), das Augenmerk aber auch darauf legt, dass die einzige Person, die die Schuld und Verantwortung für einen Übergriff trägt die Übergriffige Person ist. Und deshalb haben wir ein bisschen was gebastel

            Die Bilder zeigen dann Lebkuchenherzen mit „Selbstverpflichtungen zum konsensualen Umgang“
            „I mog di, derf I?“ etc

  3. @ Christian

    „Mitfahrerinnen über die Mitfahrzentrale haben regelmäßig die Nummer meines Autos an eine Freundin gesimmst un das eben recht ausdrücklich, obwohl das Auto drei weitere Mitfahrer hatte, damit mir deutlich gemacht wird, dass man mein Auto zuordnet, wenn sie nicht ankommen.“

    Ja schmeichelhaft, nicht wahr?

    Erinnert mich an den Satz, über den sich mal jemand ich glaube im gelben Forum vor längerer Zeit beschwert hat, ein Satz von seiner eigenen Mutter:

    „Dass Du mir ja keine Frau vergewaltigst!“

    Tolle Erziehung – am besten redet man den Männern solange ein, für Frauen eine Gefahr zu sein, bis sie wirklich eine sind.

    • Nachtrag: Hinweis an alle Frauen:

      Seid doch nicht beleidigt, wenn euch ein Polizeibeamter erklärt, wie man sich vor Sexualstraftätern schützt.

      Wenn er euch erklärt, wie man sein Haus einbruchsicher macht, macht ihr doch auch keinen Hauseigentümer-/Mieter-Marsch.

  4. Ich halte es für völlig legitim, wütend zu sein, wenn ein Polizist erklärt, Frauen sollten sich halt nicht zu sexy kleiden, dann würden sie auch nicht vergewaltigt.

    Ich hätte auch keinen Bock darauf, wenn mir ein Polizist erklärt, dass ich halt nicht mit meinem Freud Händchen halten soll, wenn ich nicht von Schwulenfeinden zusammengeschlagen werden will.

    • „…dass ich halt nicht mit meinem Freund Händchen halten soll“

      Setze nicht Dinge in Relation, die nichts miteinander zu tun haben. „Händchen halten“ und in obszöner, nuttenhafter Kleidung herumrennen hat absolut gar nichts miteinander zu tun, letzteres kann sehr wohl zu einer Belästigung für andere Menschen werden. Ich finde dies nicht deshalb unangebracht, weil Frauen dadurch angeblich Vergewaltigungen provozieren, sondern weil es, *wenn es ein bestimmtes Maß übersteigt*, eine Belästigung für mich (und andere) darstellt. Eine Gesellschaft lebt von *gegenseitiger* Rücksichtnahme und Toleranz.

      • „letzteres kann sehr wohl zu einer Belästigung für andere Menschen werden.“

        Es gibt auch Menschen, die ersteres für eine Belästigung halten.

        „sondern weil es, *wenn es ein bestimmtes Maß übersteigt*, eine Belästigung für mich (und andere) darstellt“

        Weil es dich geil macht?

        „Eine Gesellschaft lebt von *gegenseitiger* Rücksichtnahme und Toleranz.“

        Es gibt wohl nichts, was harmloser ist, als Bekleidung. Wer sich von Kleidung provoziert fühlt, hat tatsächlich ein Problem.

        • „Es gibt auch Menschen, die ersteres für eine Belästigung halten.“

          Ich hatte, glaube ich klar zum Ausdruck gebracht, dass ich das nicht so sehe. Wenn du mit deinem Freund „händchenhaltend“ herumläufst, stört mich das nicht.

          „Weil es dich geil macht?“

          Weil ich keine Lust habe, mich mit unerwünschten „erotischen“ Reizen gegen meinen Willen und meine freie Entscheidung belästigen zu lassen. Wenn diese „Reize“ keine Wirkung hätten, würden sie nicht so penetrant angewandt.

          „Es gibt wohl nichts, was harmloser ist, als Bekleidung. Wer sich von Kleidung provoziert fühlt, hat tatsächlich ein Problem.“

          Das ist nun von nicht mehr zu überbietender Naivität. Imion hat darauf die richtige Antwort gegeben.

    • @Adrian :
      Wütend zu sein ist ok, aber doch nicht auf den Polizisten.
      Wenn schon, dann vielleicht auf die Menschheit, deren Entwicklungsstand oder auf die Umgebung bzw. das Land in dem man lebt.
      Job des Polizisten ist es nicht für gesellschaftlichen Wandel zu sorgen, sondern Verbrechen zu bekämpfen bzw. zu verhindern.

      Das Ponyhof-Land ist halt noch nicht erfunden, in dem dem Bürger alle Sorgen und Probleme vom Staat abgenommen sind.
      Ein wenig Vorsicht und Gehirn einschalten schadet nicht.

      • Hallo Clochard,

        informiere Dich mal, wie die Situation konrekt war. Der Polizist hat nicht allgemein einen Vortrag zu Tipps, wie man sich vor Vergewaltigungen schützt, gehalten. Er hat als (zuhörender) Gast bei einem wisschenschaftlichen Vortrag zur präventiven Verbrechensbekämpfung gesagt: dass „Frauen vermeiden sollten, sich wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer zu werden“. Im konkreten Diskussionskontext traf er damit die Gleichsetzung
        Vergewaltigte Frau = angezogen wie eine Schlampe –> Mitschuld.

        Das ist etwas völlig anderes als allgemein Tipps zu geben, wie man sich vor Vergewaltigungen schützen kann.
        Übrigens gilt jedenfalls für Deutschland, dass die Gefahr, Opfer einer Vergewaltigung zu werden, nicht statistisch signifikant mit der Freizügigkeit des Kleidungsstils korreliert.

        • “Frauen vermeiden sollten, sich wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer zu werden”

          ich finde, da ist durchaus was wahres dran. ob man daraus eine mitschuld ableiten kann, halte ich für fragwürdig. es handelt sich dabei um prävention (wie oben ausgeführt sorgfaltspflicht).

          eine schuld daraus abzuleiten in in zweierlei hinsicht fatal, denn das würde bedeuten, frauen könnten tun & lassen, was sie wollen. es hätte keine konsequenzen. sie hätten nach dieser „logik“ aber auch keine möglichkeit, etwas für ihren eigenen schutz zu unternehmen. jede form der prävention wäre eine schuldzuweisung. in letzter konsequenz werden frauen durch dieses verquere konzept konstruierter mit schuld entmündigt.

        • “Frauen vermeiden sollten, sich wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer zu werden”

          ich finde, da ist durchaus was wahres dran. ob man allrdings eine mitschuld daraus ableiten kann, halte ich für eine gewagte these. es habdelt sich um prävention, also, wie oben bereits augeführt, um sorgfaltspflicht.

          das konzept einer mitschuld transportiert überdies 2 fatale botschaften. frauen wären demnach für ihr verhalten nicht verantwortlich, sie könnten tun & lassen. was sie wollen und hätten auch keine möglichkeit, vorkehrungen für ihre eigene sicherheit zu treffen, denn was immer sie auch tun würden, es wäre eine schuldzuweisung. mit dieser verqueren logik werden frauen entmündigt und wieder einmal in die opferecke verbannt. vom feminismus!

          • Ich könnte mir ja vorstellen, dass es stark auf den „Vergewaltigertyp“ ankommt.

            Der Sadist will vielleicht gerade das unschuldige Opfer, das dann nicht so sexuell gekleidet ist.
            Der unsicherer, verklemmte vielleicht auch, weil er meint, dass sie sich weniger wehrt, wenn sie unsicherer wirkt.

            Derjenige, der ein sexy Outfit als Provokation ansieht, weil die Frau ihm nur zeigt, was er nie bekommen kann, ihn geil macht und dann abweist, und der sich gerade deswegen rächen will, Macht demonstrieren will, der wird dann vielleicht ein Frau suchen, die besonders sexy ist.

            Derjenige, der einfach extrem geil ist und diese Lust nicht kontrollieren kann oder will, wird vielleicht auch mehr auf sexuelle Reize achten, sich dadurch angestachelt fühlen.

    • @adrian
      „Ich hätte auch keinen Bock darauf, wenn mir ein Polizist erklärt, dass ich halt nicht mit meinem Freud Händchen halten soll, wenn ich nicht von Schwulenfeinden zusammengeschlagen werden will.“
      So hat der Polizist das auch nicht gesagt. Um bei deinem Beispiel zu bleiben, wäre es so:“Wenn ihr beiden Händchenhaltend durch die Stadt lauft und von weitem schon eine Gruppe Nazis seht, wäre es für euch im eigeninteresse angebracht, für den Moment, an dem ihr an dieser Gruppe vorbeilauft, nicht Händchen zu halten, erst wieder, wenn diese Gruppe auser sicht ist.“

      Es wird weder die Tat beschönigt noch sonst irgendwas, es wird nur gesagt, das Polizisten nicht jeden überall beschützen können, weil sie nicht zeitgleich überall sein können und es nunmal Arschlöcher gibt, die frei drausen rumlaufen.

      „Es gibt wohl nichts, was harmloser ist, als Bekleidung. Wer sich von Kleidung provoziert fühlt, hat tatsächlich ein Problem.“
      Nein, gerade weibliche Kleidung hat ja nur den einzigen zweck, bei Männern etwas zu Provozieren, und das wissen Frauen auch.

      • „Nein, gerade weibliche Kleidung hat ja nur den einzigen zweck, bei Männern etwas zu Provozieren, und das wissen Frauen auch.“

        Und deshalb müssen Männer vergewaltigen?

        Ich sehe jeden Sommer tausende scharfe Männer durch die Stadt wandern, käme aber nie auf die Idee, denen vorzuwerfen, dass sie sich aufreizend kleiden.

        • „Und deshalb müssen Männer vergewaltigen?“

          natürlich müssen sie nicht. das ist aber nicht der punkt.
          wer z.b. klauen will, sucht sich ein leichtes opfer. einen ungesichterten laden, eine unaufmerksame person usw.
          wenn jemand eine frau auf der straße belästigen will, dann wird er ebenfalls nach „geeigneten“ opfern suchen.
          mir kann keine frau erzählen, dass sie nicht genau weiß, welche botschaften sie mit kleidung aussendet. und wer kopulationsbereitschaft signalisiert, riskiert, von den falschen verstanden zu werden.

        • @adrian
          „Und deshalb müssen Männer vergewaltigen?“
          Nein, das war nicht der Punkt. Es war rein auf deine Aussage bezogen.

          „Ich sehe jeden Sommer tausende scharfe Männer durch die Stadt wandern, käme aber nie auf die Idee, denen vorzuwerfen, dass sie sich aufreizend kleiden.“
          Weil du es nicht schwer hast, an Sex zu kommen. Als Heteromann ist das ein wenig schwieriger und leider immer mit dem bezahlen von Geld verbunden. Es ist amtlich, das heutige Heteromänner 70% weniger Sex haben, als vor vierzig Jahren, werden aber tausendmal mal mehr aufgegeilt, permanent überall, das Kotzt einen nur noch an. Vor allem, wenn man weis, warum Frauen das tun.

    • Wäre auch ein dummer Vorschlag. In bestimmten Gegenden, bestimmte Kleidung aber nicht zu tragen, macht ja durchaus Sinn. Wenn du beispielsweise in den USA ins Ghetto fährst, lässt man vlt. den schicken feinen Anzug im Schrank und zieht eher etwas neutraleres an. Wenn man ihn dann doch anzieht, muss man evtl. damit rechnen, dass man überfallen werden kann, wenn man Abends unterwegs ist. Das ist zwar ein extremes Beispiel aber es zeigt doch, dass es eine Vorsichtsmaßnahme sein kann, sich entsprechend anzukleiden. Kleidung hat ja zudem die Funktion, etwas zu signalisieren. So kann man ja schnell sehen, wer was mit seiner Kleidung und seinem Kleidungsstyle signalisieren möchte. Es gibt die typischen Schnösel, mit hellblauem Poloshirt, natürlich einen Pullunder auf die Schultern gelegt und weißer Hose. „Ich bin was besseres als ihr und spiele außerdem jedes Wochenende Golf ihr Penner“. Dann gibt es die Dann gibt es die typischen „Playboys“, die meist südländischen Ursprungs sind, mit Muskelshirt, enger Jeans (selbstredend nur Markenklamotten) und kurzen Haaren, und unglaublich viel Parfüm. „Ich bin hübscher als alle hier! Und lege jede flach ihr Wichser! Ich habe zwar nichts zu Essen im Kühlschrank aber dafür einen Mercedes“. Dann wären doch die, die sich so anziehen als würde ihnen Kleidung rein gar nichts bedeuten und es ist meistens auch so. „Kleidung ist bloß Kleidung und ich brauche das nicht um mich nach außen so und so zu präsentieren. Ich liebe Fencheltee und wähle die Grünen“. Und da sind eben auch manche Frauen, die sich sehr extrem schminken, sehr kurze Röcke tragen und ihre Brüste zu präsentieren wissen. „Man sieht die billig aus, dass Oberteil hat sie bestimmt von H&M, was bildet die sich ein. An alle Männer hier: ICH bin die hübscheste und geilste hier!“. Im Club, in Kombination mit Alkohol und Testosteron, darf sie sich also nicht wundern von jedem angebaggert zu werden und in den meisten Fällen nicht auf Männer zu treffen, die auf eine Beziehung aus sind, sondern eher auf Sex von hinten. Wenn sie dann nach der Disco in den abgelegensten dunkelsten Gossen unterwegs sein sollte, ist das schon etwas tollkühn. In sofern sollte sich frau dann schon überlegen vlt. ein Taxi zu nehmen. Im übrigen gilt für Männer ja das selbe, wenn sie nicht wie Chuck Norris aussehen. Wir haben als Männer ja ein viel höheres Risiko Nachts überfallen zu werden, als das eine Frau in der Gosse vergewaltigt wird. Die Statistiken, sagen ja auch das glaube ich über 90% der Vergewaltigungen im Bekanntenkreis vorkommen. Dieser Spruch von dem Polizisten aus Kanada, ist schon echt sehr dumm. Er hätte vorher wissen müssen, dass danach im ganzen Land die Alarmsirenen aufleuchten. Das er, wie ich finde aus oben genannten Gründen mit seinen Aussagen aber auch z.T. recht hat, finde eiglt, nur logisch. Die Reaktion der Slutwalks, finde ich diesbezüglich auch sehr übertrieben. Zum Ende noch ein kleines Zitat von dem schlimmsten Chef der Welt: „Wenn im Wald ein Wolf, einem Wolf begegnet, denkt der Wolf sicher. Aaah- ein Wolf. Wenn im Wald ein Mensch, einem Mensch begegnet, denkt der Mensch sicher. Ohh- ein Mörder“.

      • mein Kommentar ging ich eiglt. an Adrian zu seinem Kommentar:

        „Ich halte es für völlig legitim, wütend zu sein, wenn ein Polizist erklärt, Frauen sollten sich halt nicht zu sexy kleiden, dann würden sie auch nicht vergewaltigt.

        Ich hätte auch keinen Bock darauf, wenn mir ein Polizist erklärt, dass ich halt nicht mit meinem Freud Händchen halten soll, wenn ich nicht von Schwulenfeinden zusammengeschlagen werden will.“

  5. Rape Culture?

    Feminismus ist eine Abwehrreaktion auf die Entwertung der Frau, auf die Entwertung der Frauenrolle (Mutter, Familie). Es ist auch eine Abwehrreaktion auf die Konkurrenz durch Parallelgesellschaften und ausländische Gesellschaften was das Preis/Leistungsverhältnis der Kinderproduktion angeht. Unsere Frauen sind hier kaum noch Konkurrenzfähig, wie viele Produkte importieren wir auch Kinder oder deren Arbeitsleistung oder lassen sie von Parallelgesellschaften Produzieren. Es ist auch daran erkennbar wie wenig Kinder die deutsche Frau ohne Migrationshintergrund hat. Nur wenige, wenige Männer, wollen sich diesen „Luxus“ noch leisten.
    Die Frau muss nun mit dem Mann im Wirtschaftsleben konkurrieren, das ist für sie mühsam bis aussichtslos und daher sind auch Quotenforderungen für Vorzugsjobs so populär um WählerInnen zu gewinnen.

    Rape Culture ist ein Teil der „feminstischen“ Abwehrreaktion.

    Die Frau gibt sich der Phantasie hin dass sie so Begehrt ist dass jeder Mann sie vergewaltigen wollte und dass ja jede 4. Frau vergewaltigt wird. Je unattraktiver die Frau tatsächlich ist (wie die alte, übergewichtige im Beispiel), desto stärker der Drang sich mit dieser Phantasie aufzuwerten.
    Einem Mann dann gleich (bei einer Mitfahrgelegenheit in seinem Auto) mit einer theatralischen Show zu unterstellen er wäre ein Vergewaltiger ist die gleiche Aufwertungsstrategie.
    Ich hätte die Frau übrigens in so einem Fall sofort rausgeschmissen und hätte sie verdächtigt sie wäre eine krankhafte Verleumderin.

    Das wird Mädchen ja evtl. schon von der Mutter so eingeimpft. Fühlt sich die Mutter unbegehrt und wertlos so ist die Rape Culture eine Gegenreaktion die den Wert der Tochter steigern soll.

    • @ el_mocho

      hier eine weitere quelle

      „…On Friday, as tens of thousands converged on the main Egyptian square in Cairo, more and more reports of sexual assaults against women once again came to fruition….“

      http://www.bikyamasr.com/81525/near-tahrir-3-women-have-clothes-ripped-off-chased-by-mob/

      ihr habt doch sicher mitbekommen das reporterrinnen immer wieder auf dem tahir platz in dieser form ‚angegriffen‘ wurden.

      ich weiss zumindest von 2, bei der einen fanden die umstehenden männer es wohl lustig das sie um hilfe geschrien hat.. so zumindest ihr augenzeugen bericht.

      genauso wie es tausende von berichten gibt von christlichen mädchen die entführt werden zwangsislamisiert und zwangsverheiratet. die behörden schauen zu und tun oft nix. das kann jeder nachprüfen nur mal auf die webseiten der copten klicken. (copten sind die ureinwohner in ägypten der rest sind naja….)

      • Natürlich, es ist schon recht befremdend, dass garde die Muslime, die sich den Ungläubigen gegenüber so überlegen dünken, hier so einschelchtes Bild abgeben.

        Es gibt ein schönes Wort von Nietzsche:

        Den Reinen ist alles rein, und den Schweinen ist alles Schwein.

    • Diskussion von deren Meinung ist da offensichtlich nicht gewünscht…
      Sollen die Männer doch zappeln. Wollen Sie die Frauen auf dem Heimweg beschützt wissen, sind sie Machos, wenn nicht, unterstützen sie Vergewaltigungen… die ja, wie „Steinmädchen“ betont, sowieso hauptsächlich nicht in den Parks stattfinden. Aha.

      Lass die Leute reden.

    • Ich frage mich wie verwunderlich ist, wenn diese Hinweise von Typen kommen, die noch nicht die Erfahrung gemacht, wie sehr sie auf Grund ihres Geschlechtes objektivierbar und sexualisierbar sind – das lernen Frauen schon von Kindesbeinen an. Blicke, Kommentare, Medien, Erwartungen, Körpernormierungen – das alles sexualisiert den weiblichen Körper. Natürlich wirkt sich das aus auf ein Bedrohungsgefühl, selbst wenn die konkrete Situation vor der sich gefürchtet wird, nicht realisitisch ist.

      Meine Güte! S.e.x.u.a.l.i.s.i.e.r.t !111! Erwachsene Menschen! Unschuldige, aus innerster Seele reine, weiße Frauen!

      Unsere „Antirassistin“ blendet vollkommen aus, dass der historische Vergewaltiger-aus-dem-Busch immer entweder der schwarze Mann war, oder wahlweise der schöckliche ungehobelte Kerl aus dem Armenviertel.

      Klar, dass sie die wesentlichste historische Funktion dieses Mythos ausblendet. Es könnte sich ja sonst deutlich werden, dass Frauen maßgeblich an dem Mythos mitgestrickt haben, und zwar aus rein egoistischen Motiven / aus purem sozialen Distiktionsbedürfnis.

      Als ob der pöse weiße Mann den Mythos von dem reinen, unschuldigen, schwachen weißen Weib, welches vor innerster Güte nur so strotzt, welches beschützt werden muss vor den notgeilen Halbmenschen, ganz alleine erfunden hätte.

      Das arme, schwache und gütige weiße Weib konnte wohl nur tatenlos zusehen, wie es zum armen, schwachen und gütigen Weib „gemacht“ wurde 😀

      • Further, in this version of feminism, many feminists (male and female) have explicitly linked the practice of lynching to rape culture and have detailed in some depth the way the same ideologies inherent in this lynching culture have historically enabled racialized violence (including racialized rape). This brand of feminism locates the roots of state-sanctioned and individual acts of violence against African American MEN (and women) in what bell hooks has called “white supremacist capitalist patriarchy.” Accordingly, white supremacist capitalist patriarchy has placed white women on a pedestal, constructing them as always-helpless soon-to-be victims who cannot live safely without the protection of white men. This „protection“ exists in the form of the white patriarchy that supposedly shelters white femininity by reinforcing a culture of fear, in which white women are penalized (sometimes by rape) for stepping outside dominant norms of „womanhood,“ and violence against black men is justified as a necessary measure to protect „helpless“ white women from the “uncivilized” sexual urges of the darker races.

        http://www.rolereboot.org/culture-and-politics/details/2011-09-not-my-feminism

        Das arme weiße Weib war eben auch nur Opfer. Der böse weiße Mann hat ihr ganz doll Angst gemacht vor dem schwarzen Mann. Soviel Angst, dass sie sich unter seinen Schutz stellte.

        Und wenn sie sich keine Angst hat einjagen lassen, dann wurde sie zur Strafe vergewaltigt.

        Frauen können doch keine Rassistinnen sein, sie können doch unmöglich von dem Mythos des aus dem Busch springenden schwarzen Mannes profitiert haben, denn dieser war ja zu ihrem Nachteil!

        Sie hatten soviel Angst, dass sie sich massenweise in „Wohltätigkeitsvereinen“ engagierten, die es zum Ziele hatten, das ganze Frauenvolk zur korrekten Weiblichkeit zu erziehen.

        Feminismus ist so dämlich, dass es nur noch weh tut.

  6. Ich möchte einigen (insbesondere einem) der Kommentatoren empfehlen, sich einen Therapeuten zu suchen. Wer der Meinung ist, dass er Sex nur gegen Bezahlung bekommt und die bösen Schlampen-Frauen sich absichtlich nur so nuttig anziehen, um ihn mit seiner mangelnden Erfolgsquote (oder seinem zu kleinen Geldbeutel) zu verhöhnen; wen das dann noch ankotzt und wer ein gewisses Grundverständnis für eine Vergewaltigung aufbringt; der sollte sich überlegen, ob seine Einstellung zu Frauen noch gesund ist.

    Kein Täter werden ist das Stichwort.

    „Weil du es nicht schwer hast, an Sex zu kommen. Als Heteromann ist das ein wenig schwieriger und leider immer mit dem bezahlen von Geld verbunden. Es ist amtlich, das heutige Heteromänner 70% weniger Sex haben, als vor vierzig Jahren, werden aber tausendmal mal mehr aufgegeilt, permanent überall, das Kotzt einen nur noch an. Vor allem, wenn man weis, warum Frauen das tun.“

  7. Pingback: Externalisierung von Gewalt gegen Frauen | Identitätskritik

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  9. Ich habe diesen Blog auch mal gelesen und die Kommentare dazu und frage mich bei einigen, ob es überhaupt ein Grundverständnis von Vergewaltigung gibt. Vergewaltigung ist nicht gleich Sex. Vergewaltigung benutzt Sex als Mittel um eine Frau zu demütigen, Macht über sie zu bekommen um eigene kranke Bedürfnisse zu befriedigen, die weniger mit einer Lust auf Sex als mit mit dem Ausüben von Macht gegenüber einer anderen Person zu tun hat. Das ist auch der Grund warum Kinder, Jugendliche, Männer, Frauen, alte Menschen ect. vergewaltigt werden. Die meisten Vergewaltigungen finden im sozialen Umfeld statt. Also wenn diese ganzen Überzeugungen von Kleidung und Reizen und Provokationen stimmen sollten frage ich mich, warum Kindern so oft Opfer sind. Und da gibt es übrigens keinen großen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen. Wenn Frauen sich reizvoll Kleiden weil sie signalisieren wollen, dass sie leichten Sex haben wollen und Männer darauf anspringen, ist doch alles in Ordnung. Es passiert einvernehmlich. Wenn Frauen sich reizvoll Kleiden und Männer denken, sie können jetzt mit ihr machen was sie wollen und verletzen dadurch ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, ist das nicht zu entschuldigen. Ich sehe Männer nicht als trieb gesteuerte Ungeheuer, die jegliche Kontrolle über ihren Körper verlieren, nur weil eine Frau gerne mit ihren Reizen spielt. Zwischen Vergewaltigung und einvernehmlichen Sex liegen Welten und das sollte hier nicht vergessen werden.

  10. Pingback: Aufschrei bei ZDFlogin mit Laura Dornheim, Anne Wizorek und Maximilian Pütz « Alles Evolution

  11. > Als sie dann in das helle Sonnelicht hinausging meinte eine der bei uns sitzenden Teilnehmerinnen, dass ja wenigstens einer der beiden jungen Männer Gentleman hätte sein können und sie eben hätte begleiten können.

    hättest mal erwidern sollen, dass Sie doch zur Sicherheit mitgehen kann – als ob sich Frauen nicht wehren könnten.

  12. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

  13. Pingback: “Die Rape Culture Theorie behindert die Bekämpfung sexueller Gewalt” (RAINN) | Alles Evolution

  14. Pingback: Wo sind die Feminazis? | Alles Evolution

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