Wie Feministinnen deutlich machen, dass sie nicht männerfeindlich sind

In Diskussionen, in denen es darum geht, ob Feminismus Männerfeindlichkeit ist, stelle ich häufig eine Frage:

 

Kannst du mir einen Artikel zeigen, der die positive Sicht des Feminismus auf Männer darstellt?

 

Hierauf kommt meistens erschreckend wenig, viele retten sich in ein  „Such doch selbst“

Mein Hinweis darauf, dass es doch nicht schwierig sein kann einen solchen Artikel zu finden, wenn der Feminismus tatsächlich nicht männerfeindlich ist, wird üblicherweise unfreundlich aufgenommen. (für die Gegenfrage: zB hier)

Tatsächlich habe ich aber als Reaktion hierauf noch keinen wirklich positiven Artikel gezeigt bekommen. Die Artikel haben eher den folgenden Inhalt:

  • Wir hassen Männer nicht, wir glauben ja, dass Männer besser werden können.
  • Wir hassen Männer nicht einige Männer sind gut
  • Wir hassen Männer nicht, man kann sie umerziehen
  • Wir hassen Männer nicht, wir sind bereit Ihnen zu verzeihen im wenn sie hinreichend büßen und sich ändern
  • Mir persönlich bekannte Männer sind durchaus gut, leider sind nicht alle so
  • Männer sind nicht das Problem sondern die Männlichkeit, also das Verhalten des typischen Mann
  • Wie du als Mann aufhören kannst ein schrecklicher Mann zu sein indem du ein feministischer Ally wirst und deine Privilegien hinterfragst

Es gibt keine tatsächlich positiven Artikel darüber im Feminismus was Männer machen. Es gibt allenfalls Ausführung dazu, wie Männer besser werden können oder dass es einige gute Männer gibt. Selbst selbst die Artikel in denen es darum geht, dass es gute Männer geben sollte haben meistens den Ausgang, dass Männer leider doch schlecht sind obwohl man hohe Erwartungen an sie hatte. Diese hohen Erwartungen, dass Männer doch besser sein können, werden dann üblicherweise enttäuscht, dienen aber als Nachweis dafür dass man doch eigentlich auf gute Männer hoffte, ihn also gut sein zugesteht.

Aus meiner Sicht sind das Artikel, die eher das Gegenteil davon belegen, was sie eigentlich zeigen sollten: Wer einen der oben genannten Ansätze bringt, der macht damit eher deutlich, dass er gegenwärtig Männern gegenüber nicht positiv eingestellt ist (was nicht unbedingt hassen sein muss, aber doch eine gewisse Männerfeindlichkeit beeinhaltet).

Natürlich: Wenn eine mitlesende Feministin mir hier einen feministischen Artikel mit einer positiveren Sicht auf Frauen darstellen kann, dann würde ich mich freuen.

 

 

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42 Gedanken zu “Wie Feministinnen deutlich machen, dass sie nicht männerfeindlich sind

  1. Hier die ganze Wahrheit:

    http://maedchenmannschaft.net/wir-mogen-manner/

    Hier die noch bessere Wahrheit:

    Kinostart 2019: Harrison Ford kehrt als „Indiana Jones“ zurück

    🙂

    Der Text von der Mädchenmannschaft ist wirklich unsagbar peinlich. Ich bin immer wieder schockiert darüber, was Feministinnen für einen inkonsistenten, selbstgerechten Quatsch zusammenfaseln.

    In dem Text kommt die männerliebende Jessica Valenti vor, und man weicht von der eigentlichen Frage nach der Männerliebe ab und surft sich quietschvergnügt und möglichst schräg auf eine Pseudoebene:

    Wir lieben Männer, weil wir sie von den Rollenstereotypen befreien, unter denen sie so sehr leiden.

    Man flüchtet sich also auf eine allgemeine, abstrakte Ebene, die schlicht irrelevant ist.

    Meine Frauenliebe drückt sich übrigens darin aus, daß ich die mir bekannten Frauen ständig dazu ermutige, MINT-Fächer zu studieren. 🙂

    Ist das nicht wahre Liebe?

  2. Erinnert in der Form doch stark an den berühmten Satz „Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber…“. Das aber ist genau das Problem, eine Rechtfertigung, die als Begründung getarnt wird. Ich bin noch nichtmal sicher ob durch Boswillen oder Unvermögen.

    • Da im Maskulismus üblicherweise keine alleinige schuld der Frau für die Geschlechterrollen und keine Unterdrückung durch die Frau angenommen wird ist die Basis da deutlich günstiger.
      Warren Farrell beispielsweise finde ich sehr frauenfreundlich

        • Aber ganz ernsthaft, viele Maskulisten kommen ja aus dem Bereich „Feminismus“. Sie haben mit der Zeit gemerkt dass da gewaltig was schief läuft. Philantropen sind per Definition auf Feministen im ursprünglichen Sinn, denke ich jedenfalls …

        • Also ich komme bestümmt nicht aus dem Bereich Feminismus.

          @ Anno Nühm

          Es gibt durchaus freundliche Texte von Maskulanern über Frauen. Z.B. folgender amüsanter Text von mir. Da rede ich durchaus positiv über die weiblichen Talente. Das erwähne ich hier auch manchmal, wenn es um die Alice-Miller-Leghastenie insbesondere von Männern geht. Frauen sind da etwas intelligenter. Dafür können sie sich nicht abstrakt orientieren oder Schach spielen. 🙂

          http://www.gender-ideologie.de/artikel/die-polaritaet-mann-frau.html

        • Wie kommst du darauf, dass Frauen nicht Schach spielen können?
          Unter den besten 100 Schachspielern der Welt sind derzeit immerhin 2 Frauen (Hou Yifan und Judith Polgar)

          Ich würde lediglich zustimmen, dass es deutlich weniger Frauen in die Weltspitze schaffen (auch wenn man bedenkt dass nur 10 prozent aller Spieler weiblich sind), und dass die meisten Frauen Schach einfach langweilig finden.

        • @irenicus

          Das ist auch ungefähr das ergebnis, welches man bei Normalverteilungen mit unterschiedlichen Mittelwerten im Spitzenbereich erwartet. Es spricht dafür, dass Frauen im Schnitt deutlich schlechter schachspielen.
          Das ist ähnlich wie bei der Körpergröße:

        • @Irenicus
          Und wieso sind nur 10% aller Spieler weiblich? Vielleicht weil sie es schlechter können und daher die Lust am spielen verlieren?

          Das Witzige ist ja, dass wenn ich mich an meine Kindheit zurück erinnere, eigentlich nur Mädchen Schach gespielt haben, während die Jungs draußen bolzen und in den Bäumen klettern waren. Häusliche Spiele waren zumindest in meinem Umfeld eindeutig keine Jungen-Domäne.

  3. Die Tendenz, Männer ändern zu wollen, „ihn zu ändern“, gibt es ja weiß Gott nicht nur im Feminismus. Vielleicht haben Feministinnen/Frauen tatsächlich ein anderes Konzept von „mögen“?

  4. Feministinnen glauben doch, sie seien männerfreundlich, wenn sie darauf verzichten, den Kerl seiner gerechten Bestrafung der Penisamputation zuzuführen.

    Ach ja: Ich habe zwei Bilder auf der Platte, die ich gerne für einen Blogbeitrag zum Stichwort „Misandrie“ verwenden würde, das Problem ist, sie sind recht radikal, und ich weiß nicht, ob das zu Ärger mit meinen Bloganbieter „Blogspot“ geben könnte. Das eine zeigt eine Penisamputation (sehr, sehr blutig – Hach, was man alles findet, wenn man tiefer in die feministische Szene eintaucht…) das andere zeigt eine Frau, die einen erigierenden Penis liebkost (nicht in herkömmlicher Porno-Manier). Sie stellen also einen Kontrast dar, den ich gerne für einen Artikel verwenden würden.

    Kann mir jemand sagen, ob das der Bloganbieter erlaubt? Nicht dass mir der Blog gesperrt wird…

    • Du kommst in den feministischen Gulag auf Lesbos!!!

      Dort greifen dich dann „Aktivisten“ auf und ziehen dich durch ein reißendes Flußbett, weil sie dein Bestes wollen. 🙂

      Also, das wird wohl so wie mit WordPress sein: Du darfst alles posten, was du willst, Holocaustleugnungen, Hakenkreuze, Hitlergrüße etc.

      Es darf nur niemand kommen und sich beim Anbieter beschweren. Von sich aus werden die eigentlich nicht aktiv. Mir wurde mal zeitweise der Zugang zu meinem Blog verwehrt bzw. das Artikel-schreiben, weil ich ein Foto von Antje Schrupp gepostet hatte, dessen Rechte ich dummerweise nicht innehatte.

      Das Schrupp-Wesen hatte sich da wohl bei WordPress beschwert.

      Hattest du eigentlich damals einen Kommentar von mir freigeschaltet? Du bist ja als Gemäßigter recht paranoid und denkst, so jemand wie ich kann eigentlich nur „rechts“ sein. Ich kann dich beruhigen. Ich bin links, gehöre also zu den Guten und Demokraten.

      Ich halte halt nur manches im linken Spektrum für Bullshit.

      Wexle endlich zu WordPress. Blogspot ist Bullshit, abweisend und ewiggestrig. Da stellst du dir selbst ein Bein.

      • Worin drückt sich denn Dein Linkssein aus, Kirk? Dass Du Dich so beschreibst, weiß ich, aber ich habe dafür noch kein Anzeichen gesehen (Für Rechtssein nun auch nicht, das mal am Rande bemerkt).

        • Ich bin für:

          gewaltfreie Erziehung

          mehr Radwege

          stärkere soziale und ökologische Leitplanken der Marktwirtschaft

          ein egalitäres Schulsystem wie in der DDR

          Abschaffung der privaten Krankenkassen (= es läßt sich nicht wirklich begründen, warum einem Reichen eine bessere Gesundheitsversorgung zustehen soll als einem Armen, jedenfalls in einer zukünftigen gereifteren Welt)

          eine „Verlangsamung“ der Ökonomie, Verringerung der Konkurrenzintensität, die mehr als offensichtlich destruktiv ist

          Bio-Landwirtschaft

          Vegetarismus

          Und vieles mehr.

          Ich bin allerdings kein Linksdepp. Nicht nur Feminismus und Gender sind linke Folklore, sondern auch Nazi-Paranoia, Islamophilie, Kulturrelativismus, Deutschland-Haß, Refjudschie-Psychose etc .- eben links Spießertum.

          Ich finde, da läßt sich doch sehr leicht die Spreu vom Weizen trennen.

          Leider betreiben die meisten Leute Politik als Religion und verschreiben sich linken oder rechten Pathologien, geben also ihre geistige Unabhängigkeit mehr oder weniger stark auf.

          Apropos Refjudschie-Psychose:
          https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2016/das-schmutzige-spiel-von-idomeni/
          https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/die-leichen-der-anderen/

          So kapiert hoffentlich auch der letzte was für eine pseudoaltruistische Egozentrik hinter der Refjudschie-Kacke steht.

          Gutmenschentum und moralisches Herrenmenschengetue ist eines der größten Probleme heutiger Linker. Es ist geradezu widerlich, wie in den Parteien linke Werte nur noch als formale Wichsvorlagen funktionieren und überhaupt nicht mehr nachgedacht wird, was eigentlich wirklich für mehr Humanität und Gerechtigkeit in der Welt sorgt.

          Man denkt da sehr oberflächlich und symbolisch, regelrecht plump.

        • Ich reagiere recht reflexhaft ablehnend gegenüber der JF. Obwohl ich einen kenne, der dort Kolumnist ist und nicht ins Schema passt. Nun ja. Wir sind halt Tiere ^^

          Deine Anmerkungen zum „Links-Spießertum“ kann ich so unterschreiben.

          Es ist ja mittlerweile keine ganz unbekannte Kritik, dass der Gender-Feminismus im Grunde die linke Hand des Neoliberalismus ist. Das und ähnliches ist so eine Form des „Links blinken, aber rechts abbiegen“. Im Sinne des Philosophen Robert Pfaller: Feminismus befasst sich mit pseudopolitischen Anliegen wie dem Geschütztwerdenwollen in der öffentlichen Sphäre, während die zentralen politischen Themen wie die Finanzkrise usw. für diese Leute kein Thema sind.

          Pfaller wirft den Folkloristen vor, dass sie mit ihrem Aktivismus im Dienste des Schutzes ihrer Persönlichkeit vor gesellschaftlichen Zumutungen im Grunde den Neoliberalismus stützen.

          Und das klingt im Grunde fast so wie Dein Satz:
          “ Es ist geradezu widerlich, wie in den Parteien linke Werte nur noch als formale Wichsvorlagen funktionieren und überhaupt nicht mehr nachgedacht wird, was eigentlich wirklich für mehr Humanität und Gerechtigkeit in der Welt sorgt.“

        • “ mehr Radwege “
          Auf keinen Fall:
          1) Auf Radwegen ist die Chance auf semi-mobile Hindernisse (andere Radfahrer) zu stoßen höher.
          2) Auf Radwegen ist die Chance auf unmobile Hindernisse (gegnerische Fußgänger) zu stoßen höher
          3) Auf radwegen ist die Chance von mobileren Gegnern (Autos) getroffen (final) zu werden höher
          4) Auf Radwegen ist die Effizienz (Fahrgeschwindigkeit) geringer
          5) Auf Radwegen ist die Materialermüdung aufgrund schlechteren Asphalts höher

          Alles in allem muss man klar sagen:
          Wer sicher, schnell und schnell und sicher fahren will, muss auf die Straße.

        • @Lomi

          Lies die Artikel in der JF und bewerte ihren Inhalt, statt irgendeiner Paranoia zu frönen. Das ist geistige Freiheit.

          @Alex ii

          „Mehr Radwege“ war mehr eine Metapher. Mir sind Radwege sogar völlig unwichtig, aber nur so funktioniert ein Wandel.

          Ich meinte natürlich Radwege auf der Straße.

          Radwege auf Bürgersteigen sind in der Tat totaler Bullshit. Hier wäre es erstes Ziel, jegliche Benutzungspflicht aufzuheben.

          Also, ich kenne mich mit der Materie schon aus. 🙂

          Man muß halt die „antiautoritäre Stadt“ unterstützen. Das wird die zukünftige Entwicklung.

          Ich kann ja in die Zukunft schauen, und mit dieser Fähigkeit ist es schon frustrierend zu sehen, wie das Unausweichliche versucht wird zu verhindern, und wie lange das bißchen Fortschritt alles noch dauern wird. Unsere Städte werden immer lebenswerter, und man wird sich mal wundern darüber, was für Wege man früher mit dem Auto gefahren ist und was für sinnlosen Lärm und Dreck man sich damit aufgehalst hat, obwohl es alles sehr viel besser und gesünder geht. 🙂

          Eigentlich hirnrissig.

          Ist so wie mit allem. Man wundert sich heute auch, warum es Kinderarbeit geben konnte oder man sich in Europa ständig bekriegte.

      • Hattest du eigentlich damals einen Kommentar von mir freigeschaltet?

        Bei mir gibt es nur Nach-, keine Vor-Zensur. Ich schalte keine Beiträge frei, da alle Beiträge sofort nach Verfassen automatisch freigeschaltet werden. Zensiert, also gelöscht, werden bei mir Beiträge nur im Nachhinein, also zum Beispiel klar rechtswidrige Beiträge wie Holocaustleugnung oder kommerzielle Werbung.

        Der Grund, warum ich nicht zu WordPress wechsle, ist, dass dieser Anbieter bei einem bestimmten Volumen kostenpflichtig wird. Ich verwende auch gerne Bilder in meinen Postings, und da wäre die Grenze schnell gesprengt.

        • Hm.

          Jetzt habe ich mich bei Blogspot so schön eingerichtet.

          Kannst Du mir noch mal den Link geben, welcher einem einen Umzug nach WordPress ermöglicht? Das bisher geschriebene würde ich gerne mittnehmen…

          Ich sehe ja ein, dass bei Blogspot das Kommentieren recht schwierig ist.

          Herzlicher Gruß
          yx

        • Das Kommentieren bei Blogspot ist Folter. Ich hatte es mal bei dem Jüngling versucht und habe ständig bei den Bildern danebengehauen, weil die viel zu diffus waren.

          Solch eine Spam-Mauer wünscht man sich für Europa in der Fl**htlingsfrage, aber nicht fürs Kommentieren.

          Du bringst dich mit Blogspot einfach um mehr Traffic und Kommentare, lebst in einem Tal der Ahnungslosen.

  5. Dieser Männerhass ist doch nur eine Projektion des Selbsthasses. Man möchte eine Mann sein, wird aber nur zur billigen Kopie davon. Dazu halten Männer auch weiterhin auf praktisch allen Gebieten die Spitzenposition. Muss ziemlich frustrierend sein.

  6. Pingback: Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 14 | Geschlechterallerlei

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