„Mutter Mythos“-Feminismus

Eine Spielart des Feminismus ist der „Mütterverherrlichungsfeminismus“. Er wird meiner Meinung nach eher von sehr weibliche denkenden Personen, häufig eben Müttern, vertreten.

Kennzeichen sind eine verherrlichung der Mutter und Frau als Quelle alles Guten und Schöpferin des Lebens, die auch gerne in eine spirituelle Sichtweise abdriftet und einen Göttinenkult begründet.

Ein Beispiel zeigt sich meiner Meinung nach gerade in einem Gastartikel bei der Mädchenmannschaft von Kirsten Armbruster

Ich zitiere einfach mal:

Wenn du als Mutter, dein Maul aufmachst, um bittere Wahrheiten auszusprechen, die aber im Patriarchat niemand hören will, kriegst du eine auf´s Maul.
Mütter, die unsichtbare Macht hinter allem Leben! Denn kommt durch unsere Fotze nicht das neue Leben in die Welt und nähren wir mit unseren Titten nicht eben dieses neue Leben? Diese Diskrepanz zwischen der wahren Lebensmacht von Müttern und ihrer gleichzeitigen Machtlosigkeit im Patriarchat, das ist das, was uns zu Recht bitter macht!

Oder auch:

Mütter und Macht, scheint das nicht ein Widerspruch an sich? Ach wie gut, dass keine weiß, dass Macht ursprünglich ein altes Wort für Scheide, also Fotze ist. Wir kennen diese alte Bedeutung kaum mehr, und nur noch indirekt begegnen wir sprachlich dieser uralten Müttermacht, nämlich in dem Wort Gemächte für das männliche Glied.

Oder eben:

Schon der Begriff work-life-balance in Verbindung mit Müttern ist eine patriarchale Lüge, tatsächlich müsste es heißen: work-work-imbalance, denn Mütter arbeiten doppelt und bekommen besonders wenig Geld: als Teilzeitkräfte, aus geschlechtlicher Benachteiligung bei den Löhnen und weil ihre Familienarbeit als nicht geldwert erachtet wird. Würde es sich wirklich um work-life-balance handeln, würden Männer Schlange stehen beim Putzen, Bügeln, Kochen, Einkaufen, Kinder und ältere Menschen Versorgen! Doch da hilft nur eins, liebe Mütter: Werdet euch endlich wieder eurer Lebensmacht bewusst, der Macht neues Leben zu gebären. Streikt und weigert euch unter diesen Bedingungen Kinder zu bekommen und die, die bereits Kinder haben, nutzt euren weiteren Machtbereich, die Arbeitsmacht.

Und im spirituellen Bereich:

Boykottiert patriarchale Strukturen, tretet endlich aus den Kirchen aus, holt euch unsere uralte mütterliche Geschichte zurück, denn die erste Kulturstufe des Menschen war eine mütterliche Kulturstufe und dort finden wir auch die Wurzeln einer richtigen Religion, die sich mit der Erde und der Landschaft zurückbindet, denn von religio kommt das Wort Religion. Tretet in den Gebärstreik und fangt mit einem Arbeitsstreiktag pro Woche an. Diese neu gewonnene Zeit verwendet darauf euch wieder mit unseren menschlichen Wurzeln zu beschäftigen. Dann werdet ihr wieder starke,lebensmachterfüllte Mütter sein, und die Ohnmacht hinter euch lassen.

Mir persönlich wird dabei erst einmal schlecht, wenn ich diesen Lobgesang auf die selbstlose Mutter lese. Die Übertragungsleistungen der Männer, die gerade in der Ehe enorm sind (Unterhalt, Zugewinn, Versorgungsausgleich) bleiben ausgeblendet, ebenso der Anteil der Arbeit, den Männer kostenlos erledigen. Ich hatte dazu schon mal etwas in „Unbezahlte Arbeit in der Familie“ geschrieben. Aber nicht nur das, auch „die Macht der Fotze“ und die Rückbesinnung auf den idyllischen Urzustand des Matriarachats tragen dazu bei. Als Atheist habe ich eh nicht viel für Religionen übrig, insofern macht  eine neue Frauenreligion, in der „das Weibliche“ bzw. „die Mutter“ angebetet wird, da auch keinen Unterschied.

Immerhin regt sich auch in den Kommentaren bei der Mädchenmannschaft einiges an Widerstand.

139 Gedanken zu “„Mutter Mythos“-Feminismus

  1. Hm, ich dachte immer, der Feminismus wollte die Frauen von der Herrschaft der Biologie befreien, indem er sie in Diskurse und Konstruktionen auflöst?

    • @El Mocho

      Der Gleichheitsfeminismus will dies wohl, der Differenzfeminismus hingegen zieht meist eher das positive aus der Frauenrolle und nimmt sie als das positive Vorbild für eine bessere Welt durch Martriarchat. Dazu passt natürlich die Überbewertung der Frauenrolle und auch der Mutterrolle.
      Die Autorin vertritt hier denke ich eher einen Differenzfeminismus, was sie aber leider nicht thematisiert. Aber da der Mutterrollenfeminismus ja eh meist recht spirituell ist würde sie ihn wahrscheinlich mit „dem Wesen der Frau“ oder „der weiblichen Essenz“ oder ähnlichen begründen.

      • Stimmt, es gibt da wohl zwei unterschiedliche ideologische Strömungen. Mit Parolen wie „Mein Bauch gehört mir“ ist sowas ja wohl kaum zu vereinbaren.

      • @El Mocho

        Die Position der Mutterfeministen zur Abtreibung könnte durchaus auch sehr zurückhaltend sein, wäre interessant, was sich da für ein Trend ergeben würde.
        Andererseits: Dass das Kind der Mutter gehört würden sie wahrscheinlich in Abwandlung dieses Spruchs schon eher billigen.

  2. ..man kann ja fast zusehen wie der real existieriende Feminismus täglich weiter degeneriert. Ähnlich wie 1975 igelt sich der klägliche Rest ein und sucht sein Heil in der Romantik.

    Vor einem Jahr hätte man aus allen Mädchenmannschaftsmegafonen lautstark lamentiert, dass es sowas blödes doch nur früher gab, und dass doch um Gottes Willen nicht der „neue Feminismus“ daran zu messen sei – das sei doch wohl eine Diffamierungskampagne.

  3. (anders als 1975 wird man aber heutzutage sich nicht mehr weiter in den Universitäten etablieren können, um so später in den Maistream einzudiffundieren)

  4. Der Artikel ist ja unfassbar larmoyant. Was für ein Opfergehabe. Dabei sind eventuelle Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit der Realität rein zufällig.

    Der Gebärstreik wird ausser unseren SozialpolitikerInnen auch niemanden hintern Ofen vorholen und der Arbeitsstreik von einem Tag pro Woche? Prima, ich dehn ihn gerne aus, auf 7 Tage pro Woche.

    Da fällt mir eine kleine Geschichte ein: Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Job auf dem Bau. Es war ein warmer sonniger Tag. Während wir(nur Männer) auf einem Dach Holzbohlen für den Dachstuhl zurecht sägten, konnte man sehen, wie unten auf dem Hof Kinder spielten und die dazugehörigen Mütter entspannt auf Liegestühlen in der Sonne lagen und ein Schwätzchen hielten. Einer der Arbeiter sagte: „Nu kiek dir dit an. Wir sind hier am schindern und die Weiber liejen inner Sonne.“ Daraufhin ich: „Die liegen nicht in der Sonne, die leisten unbezahlte Reproduktionsarbeit.“ Ich habe später nie wieder in einer solchen Männerrunde einen derartigen Lacherfolg erzielt.

    • @Salvatore

      „konnte man sehen, wie unten auf dem Hof Kinder spielten und die dazugehörigen
      Mütter entspannt auf Liegestühlen in der Sonne lagen und ein Schwätzchen hielten.“

      Ja, in der Bewertung der Mutterarbeit fließen die ruhigeren Zeiten bei älteren Kindern meist nicht ein. Sondern eher die Anfangszeiten, bei denen die Kinder nicht durchschlafen und man sie rund um die Uhr versorgen muss (dabei wird ein Anteil des Vaters nach der Arbeit auch gerne fallen gelassen).

      Auch die Mütter, die zum Mittagessen ein Fertiggericht in den Ofen hauen und dabei mit den Kindern Talkshows gucken (natürlich gibt es viele Mütter, die ganz vorbildliche Arbeit leisten) bleiben gerne unberücksichtigt.

  5. @ Christian

    * Dann werdet ihr wieder starke,lebensmachterfüllte Mütter sein, und die Ohnmacht hinter euch lassen.*

    Der ganze Artikel enthüllt in meinen Augen eine starke Triebkraft feministischen Denkens, diese Mischung aus tiefer Selbsverachtung, Selbstmissachtung des Weiblichen (Titten, Fotze etc.), unheilbarem weiblichen Minderwertigkeitskomplex (hinter all der Pauerwummen-alpha-Mädchen-Pauer lugt das Künstliche, das Aufgeblasene, das Unechte dieses „Selbsbewusstseins hervor, ein Piekser genügt und pffffffffffff, die Luft ist raus, das Selbstbewusstsein sackt in sich zusammen, aus Pauer-Wummen werden wieder Pauer-Wimmen, die mann mit Mühe aufrichten/aufblasen muss), die kompensatorische Überhöhung des Mütterlich-Weiblichen bei gleichzeitiger Abwertung/Diffamierung des beneideten, bewunderten Männlichen (bei Männern laufen oft analoge Prozesse ab, gerade bei Frauen verachtenden Männern, aber deren Ideologie ist im Augenblick nicht an der Macht, vielleicht in 50 Jahren wieder, dann wäre ich Feminist, heute regieren die MänenrverächterInnen).

    @ Salvatore

    *Der Artikel ist ja unfassbar larmoyant. Was für ein Opfergehabe. *

    Frauen zeigen oft eine frenetische Lust am Klagen, Ausdruck ihrer masochistischen, leidenslüsternen Grundtendenz, auch wieder eine Übersteigerung natürlich sinnvoller Disposition: Schwangerschaft ist eine Zumutung, Stillen ist eine Zumutung. Es ist verständlich, dass das Geschlecht, dass das hinnehmen muss, dem das aufgegeben wurde, von der Natur mit „Duldungslust“, Leidenslust „belohnt“ wurde, will sagen, duldungslustige Frauen pflanzten sich erfolgreicher fort als weniger duldsame.

    @Nick

    *..man kann ja fast zusehen wie der real existieriende Feminismus täglich weiter degeneriert. Ähnlich wie 1975 igelt sich der klägliche Rest ein und sucht sein Heil in der Romantik.*

    Ich denke, der Differenzfeminismus wird immer stärker werden, der ja untergründig auch allem propagierten Gleichheitsfeminismus uneingestanden zugrundeliegt.

    Auch GleichheitsfeministInnen kommen ja nicht an der Realität vorbei, dass Frauen sich auch und gerade bei Gleichberechtigung (die für Männer nicht, also eigentlich überhaupt nicht, existiert) ganz anders verhalten als Männer, dass die vorausgesetzte Gleichartigkeit der Geschlechter Humbug ist.

    So ist die „Matriarchalisierung“ des Feminismus zwangsläufig, will er noch einige Zeit weitermachen können.

    aus dem Artikel

    *denn die erste Kulturstufe des Menschen war eine mütterliche Kulturstufe*

    Und sie wäre ohne das Patriarchat auch die letzte Kulturstufe der Menschheit geblieben.

    Matriarchat, das bedeutet Grashütte, Komforthöhle, Primitivität.

    Der Palast ist männlich, der Fortschritt ist männlich, Hochkultur ist männlich, lebt von dem, was vor allem hochmotivierte Männer an Surplus erarbeiten, erfinden, erobern, verteidigen.

    Matriarchate können ihre Männer nicht so gut motivieren wie Patriarchate.

    Darum gingen sie unter, sterben ab, bleiben rückständig, vegetieren in entlegenen Weltgegenden vor sich hin, dort, wo niemand etwas von ihnen wollte, zu uninteressant, um erobert zu werden.

    Matriarchat = Niedergang und mangelnde Selbstbehauptung.

    Ich denke, der Westen, die westliche Zivilisation, wird das in den kommenden Jahrzehnten bestätigen.

    Es deutet sich an, seit Jahrzehnten.

    Wir verfressen das Guthaben patriarchalerer Zeiten.

  6. Wenn es eine Konstante in der Geschichte gibt, dann die immer wieder auftauchenden weiblichen Typen, die ich hier mal als weibliche Archetypen bezeichne, die da wären;

    – die makellose Mutter
    – die Hure
    – die Heilige
    – und das Klageweib

    manchmal alle Typen in einer Person vereint. Mittlerweile werden auch die Huren zu den Heiligen gezählt. Die Mutti aber hat in der Postmoderne beträchtlich an Prestige eingebüsst, was die selbsternannte Bitterfotze zu derselben werden liess. Diagnose für die Bitterfotze: total bescheuert. Prognose: fortschreitende Demenz bis zur völligen Verblödung.

  7. „“Sie ist ja nicht die „Bitterfotze“, sie antwortet ihr nur. Sie wäre die „Tittenmutter“““

    Ja. Ist aber genau so verbittert und vulgär.

  8. Liebe Männer,

    dacht ich mir´s doch. Frau nehme die Wörter Titten und Fotze in den Mund und sofort fangen Männer an mitzudiskutieren über wichtige Zusammenhänge zwischen den Geschlechtern. Wunderbar, Ziel erreicht! Aber nun mal im Ernst: Ich erkenne an eurer Diskussion, dass es euch erstens trifft im Sinnen von betreffen und ich sehe auch ein bestimmtes Grundwissen, das verzweifelt nach Schubladen sucht wie Matriarchat, Gleichheitsfeminismus und Differenzfeminismus. Auf meiner website http://www.edition-courage.de könnt ihr hierzu einiges finden z.B. den Grundsatzartikel „Die Mütter im Focus menschlicher Geschichte und die Untauglichkeit des Matriarchatbegriffs“ oder den Satz, der meinem Buch „Das Muttertabu oder der Beginn von Religion“ vorangestellt ist: “ Es ist an der Zeit, dass Frau und Mann wieder in Partnerschaft leben. Dazu müssen wir unsere Geschichte kennen, denn die Ursozialisationsform des Menschen war Hunderttausende von Jahren eine partnerschaftliche. Erst vor 6000 Jahren fiel der Mensch in die zerstörerischen Tiefen des Patriarchats: In die Herrschaft der Väter“.

    Auch dem Begriff Feminismus setze ich den Begriff Patriarchatskritik entgegen, um Männer mit einzuschließen. Das könnt ihr unter http://www.fr.blog.de nachlesen, denn der Kampf zwischen den Geschlechtern ist ein strukturelles Problem und das Patriarchat schadet allen, Männern und Frauen.

    Die wissenschaftliche Grundlage, dass wir heute von einer vorpatriarchalen mütterlichen Kulturstufe ausgehen können, hat übrigens ein Mann gelegt und ihr findet mehr dazu unter http://www.gerhardbott.de

    Ich bin seit 21 Jahren mit einem partnerschaftlich gesinnten Mann verheiratet und wir haben vier gemeinsame Kinder, einen Jungen und drei Mädchen. In unserem Alltag sind wir auf die patriarchalen Strukturen gestoßen, die uns das Leben unnötig schwer gemacht haben und an denen viele Bezihungen scheitern. Deshalb kämpfe ich /wir dafür, dass sich diese Strukturen ändern. Es grüßt euch herzlich
    Kirsten Armbruster

    • @Kirsten Armbruster
      Hallo Kirsten, schön, dass du dich meldest.

      „Es ist an der Zeit, dass Frau und Mann wieder in Partnerschaft leben.“

      Dein Beitrag klingt für mich aber nicht nach einer Partnerschaft, sondern gerade darum die Macht der Frau zu verstärken. Ich finde du hast ein eher negatives Bild von Männern.

      „Dazu müssen wir unsere Geschichte kennen, denn die Ursozialisationsform des Menschen war Hunderttausende von Jahren eine partnerschaftliche. Erst vor 6000 Jahren fiel der Mensch in die zerstörerischen Tiefen des Patriarchats: In die Herrschaft der Väter“.“

      Vor 6.000 Jahren? Was war denn da für ein Ereignis, dass das Patriarchat begründete? Die Sesshaftigkeit setzt ja früher ein, etwa vor 12.000 Jahren.

      Ich finde es interessant, dass du das Patriarchat als Mutterfalle ansiehst, aber dich gleichzeitig doch recht deutlich in diese „Mutterfalle“ begeben hast.
      Du hast deinen Beruf trotz langer Ausbildung und Promotion aufgegeben und dich auf den Bereich Kinder gestützt. Ich nehme stark an, dass dein Mann, der ja wohl eine Bauunternehmen hat, wenn ich das im Internet richtig zuordne, dir dabei finanziell den Rücken freigehalten hat. Bei deiner Ausbildung wäre es doch das beste gewesen einen Mann zu heiraten, der die Kinderbetreuung übernimmt, dann hättest du deine Karriere weiter verfolgen können, So hättest du aus dem patriarchischen System ausbrechen können und auch aus der Mutterfalle.

      Ich sehe in deinen Artikeln keine Definition des Patriarchats. Da es viele verschiedene Verwendungsweisen gibt würde mich interessieren, welche du zugrunde legst und worauf du sie zurückführst.

  9. @ Kirsten Armbruster

    *Die wissenschaftliche Grundlage, dass wir heute von einer vorpatriarchalen mütterlichen Kulturstufe ausgehen können, hat übrigens ein Mann gelegt und ihr findet mehr dazu unter http://www.gerhardbott.de*

    Wissenschaftliche Grundlagen?

    Wo?

    Das ist femizentrische Esoterik, aber keine Wissenschaft.

    Empfehle Ihnen die Lektüre dieses Buches: Göttinnendämmerung, übrigens von Frauen verfasst, die sich selbst als feministisch verstehen.

    http://www.amazon.de/Göttinnendämmerung-Das-Matriarchat-archäologischer-Sicht/dp/3933939275

    Das fasst zusammen, was die Archäologie über Ihre Matriarchatsträumereien zu sagen hat.
    Das ist Wissenschaft, die nicht nur spekuliert, sondern auch belegt.

    • @Roslin

      Ja, die feministische Matriarchatsforschung ist meiner Meinung nach auch sehr unwissenschaftlich.
      Dazu heißt es ja auch sehr schön in der Wikipedia:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Matriarchatsforschung

      In der universitären Wissenschaft wird die Matriarchatsforschung durchweg als pseudowissenschaftlich abgelehnt. Kritisiert werden von dieser Seite nicht nur nachweislich falsche Ansichten über die menschliche Ur- und Frühgeschichte, sondern auch der hohe Anteil von wissenschaftlichen Laien an der Theoriebildung, sowie die ideologische Instrumentalisierung. Die Vertreter der Matriarchatsforschung sehen sich daher oft durch die etablierte Wissenschaft verfolgt und diskriminiert, ähnlich wie dies auch in anderen pseudowissenschaftlichen Kreisen wie beispielsweise der Intelligent Design-Bewegung der Fall ist.

      Ein anderes Buch dazu:
      The Myth of Matriarchal Prehistory
      http://en.wikipedia.org/wiki/The_Myth_of_Matriarchal_Prehistory

      The Myth of Matriarchal Prehistory: Why An Invented Past Will Not Give Women a Future is a book by Cynthia Eller that deconstructs the theory of a prehistoric matriarchy. This hypothesis developed in 19th century scholarship and taken up by 1970s second wave feminism following Marija Gimbutas. Eller, a professor of Women’s Studies and Religious Studies at Montclair State University, argues in the book that this theory is mistaken and its continued defence as harmful to the feminist agenda.
      Eller sets out to debunk what she describes as feminist matriarchism as an „ennobling lie“.[1] She argues that the feminist archaeology of Marija Gimbutas had a large part in constructing a myth of historical matriarchy by examining Eastern Europe cultures that she asserts, by and large, never really bore any resemblance in character to the alleged universal matriarchal suggested by Gimbutas or Graves. She asserts that in „actually documented primitive societies“ of recent (historical) times, paternity is never ignored and that the sacred status of goddesses does not automatically increase female social status, and believes that this affirms that utopian matriarchy is simply an inversion of antifeminism.
      Eller concludes that „inventing prehistoric ages in which women and men lived in harmony and equality is a burden that feminists need not, and should not bear.“ In her view, the „matriarchal myth“ tarnishes the feminist movement by leaving it open to accusations of „vacuousness and irrelevance that we cannot afford to court.“
      Marler (2003) bemoans that Eller, who in her 1993 Living in the Lap of the Goddess had been „hailed by leading spiritual feminists as an illuminating study of the feminist spirituality movement in America“ with her 2000 book contributed to „eviscerating“ the same movement.

      Aber warum sich auch von störenden Fakten das Weltbild verderben lassen?

      • @ Christian

        Matriarchatsforschung – Erika von Däniken „Waren die Göttinnen Astronautinnen?“

        Na hoffentlich, dann kann mann sie auf den Mond schießen.

        Tut mir leid, das Ganze ist so weit weg von jeder ernstzunehmenden Empirie, das ich eigentlich gar keine Lust habe, mich damit ernsthaft zu beschäftigen.

        Wunschdenken, zusammenfabulierte, genehme Vergangenheiten OHNE BELEG, das ist für mich Zeitverschwendung, rangiert auf der Stufe von Hohlweltgläubigen und eben Däniken.

      • Nichts gegen Däniken er regt zum nachdenken an. Auch wenn viele behaupten er sei ein Spinner: Bisher hat mir noch niemand plausibel erklären können, wieso es in Südamerika Tempelanlagen gibt, die die Sonne und ihre 9 Planeten darstellen…und das vor Tausenden von Jahren…Uranus und Neptun wurden erst im 19. Jahrhundert entdeckt, Pluto erst in den 30ern des 20. Jahrhunderts.

        ( Ja ich weiss, Pluto gehört nicht mehr dazu)

        Bezüglich der weißen Linien in Peru soll mir auch mal jemand erklären wie man das gemacht hat, da sie erst in großer Höhe sichtbar werden.

      • @Sebastian

        Wie sind denn die Namen dieser Tempelanlagen?

        Zu den Nazca Linien:
        http://en.wikipedia.org/wiki/Nazca_Lines

        Scholars have theorized the Nazca people could have used simple tools and surveying equipment to construct the lines. Studies have found wooden stakes in the ground at the end of some lines, which support this theory. One such stake was carbon-dated and the basis for establishing the age of the design complex. Researcher Joe Nickell of the University of Kentucky has reproduced the figures by using tools and technology available to the Nazca people. The National Geographic called his work „remarkable in its exactness“ when compared to the actual lines.[3] With careful planning and simple technologies, a small team of people could recreate even the largest figures within days, without any aerial assistance.[4] Most of the lines form a trench about six inches deep.

      • > Tut mir leid, das Ganze ist so weit weg von jeder ernstzunehmenden Empirie, das ich eigentlich gar keine Lust habe, mich damit ernsthaft zu beschäftigen.

        Und das auf einer Seite, die sich die Evolutionspsychologie auf die Fahnen geschrieben hat. *G*

      • @Bad Hair Days

        „Und das auf einer Seite, die sich die Evolutionspsychologie auf die Fahnen geschrieben hat. *G*“

        Mal Interesse halber: Hast du dich eigentlich schon einmal mit (wissenschaftlicher) Evolutionspsychologie beschäftig?
        Also Dawkins, Buss, Miller, Geary etc?

  10. @ Kirsten Armbruster

    Ihre Analyse krankt schon an der Behauptung, die Fürsorgearbeit der Frauen sei im Patriarchat kostenlos.

    Die war nicht kostenlos, ist nicht kostenlos.

    Sie wird bei verheirateteten Müttern vom Partner bezahlt, der ja Geld für die Familie heranschafft und nicht bloß für sich und bei Alleinerziehenden bezahlt auch der oft genug entsorgte Expartner und darf zum Dank dafür nicht selten seine Kinder nicht mehr sehen oder der Staat bezahlt, wie ja der ganze Sozialstaat eher ein Frauen-als ein Männerversorgungsstaat ist, den aber hauptsächlich Männer finanzieren müssen.

    So erlaubt der Sozialstaat die hypergame Alleinerziehendenselbstverwirklichung der Frau und spannt dazu alle Männer als Beta-Zwangsversorger ein (sie werden gezwungen über Steuern und Sozialabgaben für Kinder und Frauen zu zahlen, die sie nicht einmal kennen), beschneidet damit die Chancen dieser Männer auf eigenen Nachwuchs, in den sie ihre Ressourcen womöglich viel lieber investierten.

    Denn Frauen denken ja nicht daran, für Männer erwerbsarbeiten zu gehen, die dafür die Familie versorgen.
    Auch eine Erfahrung, die Männer mit Frauen machen: Frauen erwarten ganz selbstverständlich, dass Männer für sie zahlen, sind aber nicht bereit, für Männer zu zahlen.

    Das halten sie für eine Zumutung.

    Zudem ist der Sozialstaat noch in anderer Hinsicht der neue „Versorgerehemann“ der Frau: Er schafft all die wunderbar konkurrenzarmen Frauenarbeitsplätze im Öffentlichen Dienst, der sich seine entspannte Unproduktivität nur leisten kann, weil er das Geld, das er verbrät, nicht selbst verdienen, sondern via Zwangskontribution bei seinen Untertanen eintreiben kann, vor allem bei Männern, die den Löwenanteil dieser Kosten erarbeiten müssen in der stramm konkurrenzbetonten und daher hochproduktiven Privatwirtschaft mit entsprechend viel Stress und Leistungsdruck, die Frauen sich gerne ersparen.

    Warum, glauben Sie, Frau Armbruster, leben Frauen im Schnitt 6 Jahre länger als Männer?

    Weil sie so sehr viel mehr leisten müssen als Männer?

    So arbeiten im Emanzenwunderland Schweden – Bitterfotzigkeit hin oder her – 75 % aller berufstätigen Frauen kaffemaschinennah und Teilzeit im ÖD.
    75 % aller berufstätigen Männer müssen dafür in der Privatwirtschaft unter Stress und Leistungsdruck das Geld heranschaufeln, um den Wasserkopf dieser Frauenbeschäftigungstherapie zu finanzieren, was ihnen aber nicht gelingt, weshalb die Verschuldung wächst, Jahr für Jahr für Jahr, seit 40 Jahren.

    Was glauben Sie, wie lange das noch gut geht?

    Wie lange werden Männer noch einen Sozialstaat finanzieren, die ganzen Transferleistungen vom Mann zur Frau hin finazieren, die der Sozialstaat organisiert, vom Gesundheitssystem bis zur Rente, um dabei zu erleben, wie dieser Staat sie als Männer mehr und mehr diskriminiert, mehr und mehr zu einem Staat von Frauen für Frauen wird, von Männern bezahlt, in einer Kultur, die Männer und Männlichkeit mehr und mehr verhöhnt?

    60% der neu geschaffenen Stellen in diesem Lande seit 1970 entstanden im ÖD, 60 % wurden an Frauen vergeben, von einem Staat, der es nicht einmal mehr für nötig hält, seine Jungen angemessen auszubilden.

    Es wird Zeit, dass Männer bitterschwänzig werden, um unsere luxurierenden Bitterfotzen auf den Boden der ökonomischen Tatsachen ihrer sanften Bettung zurückzuholen.

    Das ist das real existierende Matriarchat, das Männer ertragen müssen, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Es wird Zeit, dass der Ochse das Joch abwirft.

  11. @ Sebastian

    *die die Sonne und ihre 9 Planeten darstellen…und das vor Tausenden von Jahren…Uranus und Neptun wurden erst im 19. Jahrhundert entdeckt, Pluto erst in den 30ern des 20. Jahrhunderts.*

    Tun sie das wirklich oder sieht nur Erich von Däniken die 9 Planeten und andere nicht?

    So funktioniert auch Matriarchatsforschung: ForscherInnen sehen, was andere beim besten Willen nicht sehen.

    Man könnte auch sagen: Es gibt Menschen, die sehen, was sie sehen wollen und übersehen, was das erwünschte Bild stört.

    Die werden dann meist Privatgelehrte und sind dort, in ihrer privaten Gelehrsamkeit, vor der eingebauten, systematischen Kritik, die den offiziellen Wissenschaftsbetrieb auszeichnet, geschützt.

    Dort fühlen sie sich dann, je nach Gusto, missverstanden oder verfolgt, vom Patriarchat z.B.

    Oder man schafft es, in der offiziellen Academia einen kleinen feinen politisch kohärenten, selbstreferentiellen Zirkel zu etablieren., der, weil selbstreferentiell und unter FreundInnen bleibend, ebenfalls von Kritik abgeschottet, vor sich hin theoretisieren kann.

    Das haben die queeren Genderisten und FrauenforscherInnen geschafft.

    Bei den Queeren scheint zusätzlich noch Schwul- oder Lesbischsein als erkenntnisfördernde Voraussetzung nötig, was den Kreis der möglichen Kritiker auch dankenswerterweise klein hält.

    Man bleibt unter sich, zitiert sich gegenseitig, publiziert in einer Sprache, die eh niemand versteht, außer den Eingeweihten natürlich, die möglicherweise verstehen, dass man gar nicht verstanden werden will.

    Alles bestens, solange die Grünen und die SPD-Frauen die nötigen Gelder fließen lassen.

    Da kann man unbeschwert Kakteen züchten und sich gegenseitig promovieren.

  12. „“Es wird Zeit, dass Männer bitterschwänzig werden, um unsere luxurierenden Bitterfotzen auf den Boden der ökonomischen Tatsachen ihrer sanften Bettung zurückzuholen.““

    Bitterschwänzig ? LOL.
    Männer sollten sich dem System verweigern. Warum arbeiten gehen, wenn kein Zugewinn resultiert ? Auf einen Erkenntnisgewinn der feministischen Betonschädel warten ? Das ist wie „Warten auf Godot“. Da kommt nichts. Asozial ist geil !! Es gibt doch so viele starke Frauen, die das System mit links durch ihre Leistungen finanzieren können. Frauen an die Arbeitsfront, und mit Arbeitsfront sind nicht primär die Verwaltungsratssitze und Jobs in den Büros gemeint, sondern die wahren männlichen Domänen, die schweren körperlichen Arbeiten, wo lackierte Fingernägel eher selten bis nie anzutreffen sind.
    Nehmen wir die Feministen doch mal ernst, obwohl es schwerfällt. Jetzt wird gleichgestellt. 40 % Frauen in die Müllabfuhr, und zwar beim Einsammeln der Müllsäcke. Strassenbau ? Noch so eine männliche Domäne, die geschleift werden muss. Diese Männerkungelei muss ein Ende haben !
    Frauenquote für Verwaltungsratssitze, für die Vorstandsetagen ? Einverstanden, aber parallel und gleichzeitig dazu 40 % Frauenquoten für Müllabfuhr, Strassenbau, Schlachthöfe. Lastwagenchauffeure werden, um die Gleichstellungspolitik umfassend und nachhaltig zu impplementieren, zu Kosmetikern umgeschult, Kosmetikerinnen, die augenscheinlich nach wie vor in altbackenen Geschlechterklischees gefangen sind, werden top down zur Müllabfuhr kommandiert. Das funktioniert todsicher !

    • > Frauenquote für Verwaltungsratssitze, für die Vorstandsetagen ? Einverstanden, aber parallel und gleichzeitig dazu 40 % Frauenquoten für Müllabfuhr, Strassenbau, Schlachthöfe. Lastwagenchauffeure werden, um die Gleichstellungspolitik umfassend und …

      bitte auch eine Männerquote für Raumpfleger, Pflegeberufe und vor allem: Prostitution.

      • @Bad Hair Day

        Ja, auch die sind dringend nötig.

        Wobei es männliche Stricher für die Schwulenszene ja durchaus gibt. Allerdings mit einem etwas begrenzteren Kundenkreis.

        Wir brauchen dann aber auch staatliche Subventionen damit die männlichen Prostituierten durchhalten bis entweder die Zwangsheterosexualität durchbrochen ist oder aber die Frauen endlich gleichberechtigt ihre Nachfrage auf dem Gebiet erhöhen.

  13. Lieber Christian, Alexander, Sebastian und alle anderen,

    Ja, ich finde auch, es ist an der Zeit, dass der Ochse das Joch abwirft und seine Bitterschwänzigkeit artikuliert. Der Weg dazu ist Patriarchatskritik. Das Patriarchat zu beschreiben ist komplex und ich habe dem in meinem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet. Zur Patriarchatskritik gehört zu erkennen, dass unsere Geschichtsschreibung falsch ist, es gehört eine Herrschaftskritik dazu, es gehört eine Kapitalismuskritik dazu und eine Kritik an den Politischen Theologien, die den Namen Religionen gar nicht verdienen. Ich stimme mit euch überein, dass die Matriarchatsforschung wissenschaftlich auf wackligen Füßen steht, weswegen sich ja gerade auch Marija Gimbutas immer ganz klar von dem Begriff Matriarchat distanziert hat, wie eben auch Gerhard Bott und auch ich, nachdem ich mich intensiv mit der Thematik befasst habe. Matriarchat als Umkehrung des Patriarchats hat es nie gegeben. Neueste Forschungen, gerade auch von Männern wie Gerhard Bott und Harald Haarmann belegen aber, dass die Forschungen von
    Marija Gimbutas wissenschaftlich richtig sind und es handelt sich sicherlich nicht um feministische Esoterik.

    Ja, lieber Christian, es geht darum, die mütterliche Lebensmacht in unserer Gesellschaft zu stärken, da Macht heute nur als Herrschaftsmacht verbunden mit strammer Konkurrenzsituation, viel Stress und Leitungsdruck wahrgenommen wird, was zu einer Schieflage unserer Gesellschaft und zu diesen Verwerfungen zwischen den Geschlechtern geführt hat. Eine postpatriarchale Partnerschaftsgesellschaft kann nur entstehen, wenn wir ein politisches und volkswirtschaftliches Mütterbewusstsein entwickeln, denn die Nichtanerkennung der Caringarbeit in monetärer Form in einer Gesellschaft, die heute nun mal vor allem von Müttern geleistet wird, die sogenannte Mütterfalle also, trifft schließlich ja auch die Männer, nämlich spätestens bei einer Trennung oder Scheidung. Darin resultiert ja schließlich auch die Bitterschwänzigkeit von Alexander.

    Also liebe Leute: Versteht, dass der Geschlechterkampf ein patriarchales Strukturproblem und kein privates Problem zwischen Frau und Mann ist und lasst uns gemeinsam daran arbeiten eine moderne postpatriarchale Partnerschaftsgesellschaft aufzubauen, damit es uns miteinander besser geht. Woher ich das Wissen um die Vision nehme, dass dies möglich ist? Einmal aus einer intensiven Beschäftigung mit unserer patriarchatsbereinigten Alten Geschichte, aber auch aus meiner Leiberfahrung als Mutter. Wir Mütter gebären Jungen und Mädchen und wir haben beide gleich gern und in der Mutter findet kein Geschlechterkampf statt.

    P.S. Mein Mann ist kein Bauunternehmer und ich habe mich bei 4 Kindern nach 7 Jahren nebenberuflich selbstständig gemacht und verdiene also mein eigenes Geld.

    • @Kirsten Armbruster

      „Ja, ich finde auch, es ist an der Zeit, dass der Ochse das Joch abwirft und seine Bitterschwänzigkeit artikuliert. Der Weg dazu ist Patriarchatskritik.“

      Der Weg dahin ist meiner Meinung nach eher sich die Verschiedenheit von Mann und Frau im Schnitt bewusst zu machen und auf diesem Wege auch Verständnis für das Handeln des anderen Geschlechts zu erlangen. Dann erst kann man auf Grundlage dieser beiderseitigen Präferenzen eine für beide Geschlechter gerechte Lösung finden.

      “ Das Patriarchat zu beschreiben ist komplex und ich habe dem in meinem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet.“

      Mir würde es schon reichen, wenn sie erst einmal das Patriarchat definieren.
      1. Herrschaft der Männer über Frauen
      2. Vorherrschaft einiger Männer und einiger Frauen über Männer und Frauen
      3. Anwendung „männlicher Prinzipien“, wobei dies Verhaltensweisen sind die sowohl von Männer als auch von Frauen ausgeübt werden können und die nur als „Männlich“ angesehen werden.

      “ Zur Patriarchatskritik gehört zu erkennen, dass unsere Geschichtsschreibung falsch ist“

      Das klingt immer etwas nach Verschwörungstheorie. Die Matriarchatsforschung wird in weiten Teilen ja wie sie den oben stehenden Kommentaren entnehmen können, als unseriös angesehen und ist wohl eher ein Wunschtraum oder etwas anders ausgedrückt, eine Geschichtsfälschung aus ideologischen Gründen. Das geben sie unten selbst zu. Wo sind denn die weiteren Fehler?

      „es gehört eine Herrschaftskritik dazu“

      Da wäre es eben wichtig den Anteil der Frauen an dieser Herrschaft nicht aus den Augen zu verlieren.

      „es gehört eine Kapitalismuskritik dazu“

      Ich glaube die meisten Frauen leben gerne in einem Kapitalismus. Sie mögen die Erzeugnisse des Kapitalismus genauso gerne wie Männer und wollen Luxus zu einem geringen Preis.

      „und eine Kritik an den Politischen Theologien, die den Namen Religionen gar nicht verdienen.“

      Das meinetwegen, allerdings möchte ich deswegen noch lange nicht eine neue Mutterreligion

      „Matriarchat als Umkehrung des Patriarchats hat es nie gegeben. Neueste Forschungen, gerade auch von Männern wie Gerhard Bott und Harald Haarmann belegen aber, dass die Forschungen vonMarija Gimbutas wissenschaftlich richtig sind und es handelt sich sicherlich nicht um feministische Esoterik.“

      Anscheinend schon:

      http://en.wikipedia.org/wiki/Marija_Gimbutas

      David Anthony, professor of anthropology at Hartwick College, disputed Gimbutas’s assertion that there was a widespread matriarchal society prior to the Kurgan incursion, and pointed out that Europe had hillforts and weapons, and presumably warfare, long before the Kurgan.[13]
      Andrew Fleming, in „The Myth of the Mother Goddess“ (World Archaeology 1969),[14] disagreed with Gimbutas’s idea that Neolithic spirals, circles, and dots were symbols for eyes; that eyes, faces, and genderless figures were symbols of a female; or that certain of Gimbutas‘ female figures were symbols of a goddess or goddesses. Critics also point to grave goods as characterizing more familiar Neolithic gender roles, for which they allege Gimbutas did not account, and question her emphasis on female figures when many male or asexual figures were also found at archaeological sites. Peter Ucko[15] speculated that Gimbutas’s alleged fertility figures were nothing more than Neolithic dolls and toys.
      Gimbutas‘ attempts at deciphering Neolithic signs as ideograms, in The Language of the Goddess (1989), received the stiffest scholarly resistance of all her speculations.

      Und deinen Mann als wissenschaftliche Quelle – naja, ich wüsste nicht, dass seine Forschungen anerkannt sind. Sie scheinen mir auch eher die für diesen Bereich typische Laienmeinungen zu sein.

      „Ja, lieber Christian, es geht darum, die mütterliche Lebensmacht in unserer Gesellschaft zu stärken,“

      Die mütterliche Lebensmacht. Die weibliche Lebensmacht reicht also nicht? Muss jede Frau nach Möglichkeit Mutter sein, damit sie von der mütterlichen Lebensmacht profitiert?

      „da Macht heute nur als Herrschaftsmacht verbunden mit strammer Konkurrenzsituation, viel Stress und Leitungsdruck wahrgenommen wird“

      Die Gründe allerdings hierfür sind meiner Meinung nach nicht so einfach zur Seite zu schieben. Leistung setzt sich eben durch. Die Konsumenten, auch die Frauen, wollen die passenden Produkte. Die Bürger wählen und unterstützen lieber Politiker, die auf jedem Dorffest dabei sind und ihnen in ihrem Kaninchenverein die Hand geschüttelt haben. Wer eine Firma beauftragt den interessiert wenig, ob die Sachbearbeiterin gerade ihr Baby abholen musste. Die Leistungsgesellschaft leistet eben auch. Sie hat in der Regel eine höhere Inovationsleistung und mehr technischen Vorsprung. Deswegen wanden Leute in solche Länder ab und nicht in ärmere Länder mit einer geringeren Leistungsbereitschaft.

      „was zu einer Schieflage unserer Gesellschaft und zu diesen Verwerfungen zwischen den Geschlechtern geführt hat.“

      Und du meinst mit einem Streik der Mütter und einer Abwertungen der Leistungen des Mannes wird das Verhältnis besser?

      „Eine postpatriarchale Partnerschaftsgesellschaft kann nur entstehen“

      Da wäre ersteinmal noch die Frage, ob wir überhaupt eien patriarchalische Gesellschaft haben. Meiner Meinung nach steht das nicht so ohne weiteres fest und hängt sehr von der Definition ab.

      „wenn wir ein politisches und volkswirtschaftliches Mütterbewusstsein entwickeln, denn die Nichtanerkennung der Caringarbeit in monetärer Form in einer Gesellschaft“

      Das Konstrukt zur Anerkennung der Mutterarbeit in der heutigen Gesellschaft ist zum einen die Ehe, bei der erhebliche Ausgleichsleistungen fließen (Es gilt der Halbteilungsgrundsatz) und zum anderen Betreuungsunterhalt etc.
      Zudem ist auch zu Bedenken, dass die Mutterarbeit auch häufig darüber ausgeglichen wird, dass die Mutter im Gegensatz zum Vater gerade außerhalb der Ehe die Hauptbezugsperson des Kindes ist. Ich denke viele Frauen würden sich das nicht mit Geld aufwiegen lassen und viele Männer viel dafür geben.
      Vielleicht ist es eher die Väterarbeit die gesellschaftlich wenig anerkannt wird, weil sie nicht nur in Karrierearbeit besteht.

      „die heute nun mal vor allem von Müttern geleistet wird, die sogenannte Mütterfalle also“

      Allerdings werden Kinder ja auch älter. Hiernach nimmt die diesbezügliche Arbeit deutlich ab. Der Mann bleibt insoweit in der „Erwerbsfalle“.

      “ Einmal aus einer intensiven Beschäftigung mit unserer patriarchatsbereinigten Alten Geschichte“

      Die nach wissenschaftlicher Ansicht reine Fiktion ist.

      „aber auch aus meiner Leiberfahrung als Mutter“

      Dann muss es wahr sein, wenn es eine Muttererfahrung ist.

      „Wir Mütter gebären Jungen und Mädchen und wir haben beide gleich gern und in der Mutter findet kein Geschlechterkampf statt.“

      Oho, da findet einiges an Geschlechterkampf statt, schon auf genetischer Ebene werden diverse Gene zum Vorteil des Mannes bzw. der Frau geschaltet, die Kinder kämpfen um Ressourcen, die Eltern wollen sie möglichst gleichmäßig verteilen. Man macht sich diese Kämpfe vielleicht nicht bewußt, aber sie existieren.

      „Mein Mann ist kein Bauunternehmer“

      Oh, dann hatte ich den falschen Franz Armbruster. Ich bitte um Entschuldigung.

  14. @ P. Bosshard

    Ich bin auch mittlerweile der Meinung, dass Männer sich dem Frauenversorgerstaat, von dem sie nicht mehr profitieren, verweigern sollten.

    Do ut des, ein Prinzip, das gerade Frauen nicht zu verstehen scheinen.

    Also: nach Möglichkeit nicht Vater werden > im Lande der Kinderbesitzerinnen liefern sich Männer, die Kinder zeugen, auf Gedeih und Verderb der Mutter dieser Kinder aus.

    Der femizentrische Staat schützt sie vor nichts, verbündet sich noch mit der dyfunktionalsten Kindesmutter gegen den Vater.

    Kinder werden zu umso wirksameren Hebeln der Erpressung des Vaters durch die Mutter, je mehr er diese Kinder liebt.

    Deshalb besser keine Kinder.

    Nur noch so viel arbeiten, wie für den eigenen Lebensunterhalt nötig, also halbtags wenn irgend möglich.
    Wenn mann keine Frau und Kinder versorgen muss, kann man davon auskömmlich leben, vermeidet die Abgabenprogression, die dem Unterhalt eines Frauenversorgerstaates dient mit seinem Frauen-ÖD, der Männern kaum dient.

    Kommt die Frauenquote auch in der Privatwirtschaft, wird männliche Leistung such dort nicht mehr angemessen honoriert werden.

    Warum sich ein Bein ausreißen, wenn mann das falsche Geschlecht hat und doch nur noch den Quotensänften hinterherhumpeln kann.

    Dann lieber Dienst nach Vorschrift, innerlich kündigen, die Quotenuschis machen lasssen, das Leben genießen ohne Verpflichtungen und gelassen Latte macchiato schlürfen, während dieses Frauenversorgersystem in Konkurs geht.

    Obendrein senkt man den Stress, erhöht seine Lebenserwartung, was allerding wieder die Rentenversicherung in Schwierigkeiten bringt, wenn die Männer plötzlich fast so alt werden wie die unter ihrer Doppoelbelastung zusammenbrechenden Frauen.

    Die Rentenversicherung rechnet ja fest mit unseren Beiträgen und unserem sozialverträglichen Frühableben, den Frauen zuliebe.

  15. @ Kirsten Armbruster

    Wie gesagt: Fürsorgearbeit von Frauen wurde und wird nicht kostenlos geleistet.
    Das ist bereits Ihr erster Irrtum.

    Ihr zweiter Irrtum ist, mir stünde als Mann der Sinn danach, ein Mütterlichkeitsbewußtsein zu entwickeln.
    Wenn ich etwas entwickeln will, dann ein Väterlichkeitsbewußtsein, das ich mir gewiss nicht von einer Frau ausformulieren lasse.

    Aber das nicht in einer femizentrischen Gesellschaft, die Männlichkeit diffamiert und Väter sowie deren Leistungen missachtet.

    Über Ihren Geschichtsrevisionismus kann ich mich nicht äußern, da ich nicht weiß, wo die offizielle Geschichtsschreibung falsch liegen soll.

    Was schwebt Ihnen da denn so vor?

  16. @ BHD

    *bitte auch eine Männerquote für Raumpfleger, Pflegeberufe und vor allem: Prostitution.*

    Lasse mich mal theoretisch als prinzipieller Quotengegner, die ja in Wahrheit wettbewerbsmindernde und damit effizienzmindernde planwirtschaftliche Eingriffe darstellen, auf Quoten ein und sage ja zu Ihren Quotierungsvorschlägen.

    Was machen wir aber, wenn den männlichen Nutten die weiblichen Kunden ausbleiben?

    Werden 40 % männliche Nutten allein von den Homosexuellen leben können?

    Ich bezweifle das, stellen doch Homosexuelle bestenfalls 5 – 10 % der Bevölkerung.

    So ergibt sich zwingend auch eine Kundinnenquote oder der Staat muss das Überangebot der männlichen Nutten durch Subventiionierung ihres Lebensunterhaltes im Bestand erhalten.

    Sie sehen, da beginnen dann bereits die sattsam bekannten Schwierigkeiten einer Planwirtschaft: Ich muss Menschen zwingen, für etwas Geld herzugeben, das sie eigentlich gar nicht wollen oder brauchen.

    Das demotiviert, das mindert die Leistungsbereitschaft, die der Nutten, die dumm herumstehen und für’s Nichtstun, weil doch überflüssig, bezahlt werden und die der Zwangszahler, die nicht einsehen, warum sie etwas leisten = etwas verdienen sollen, wenn sie das Verdiente dann doch hergeben müssen für etwas, was sie gar nicht wollen/brauchen.
    Schon treten wir ein in den Selbstverzehr, den Marasmus der Planwirtschaften, der zu allen Zeiten dafür sorgte, dass sie gegenüber wettbewerbsorientierten Marktwirtschaften unterliegen.

    Das wird bei der Genderquotenplanwirtschaft, auf die wir zusteuern, nicht ander sein.

    • Und schon haben sie den Grund, warum man ganz unten keine Quote fordern kann. Für den einzelnen Bergarbeiter oder Müllmann wäre sicher noch ein gutbezahltes Plätzchen in der Prostitution zu finden (körperliche Unzulänglichkeiten sind dabei übrigens weniger von Bedeutung als sie vielleicht denken).
      Aber die haben doch noch etwas mehr Status als sich zu Prostituieren. Deswegen kann ich solches Gejammere wegen den angeblich so schlechten Jobs, zu denen Männer angeblich gezwungen werden, nicht mehr hören.

      • Wenn man unten keine Quoten fordern kann, kann man oben erst recht keine fordern.

        Unten schadet Effizienzminderung nicht viel, aber oben.

      • @Bad Hair day

        Klar, wenn man meint, dass sie einfach nur Aufschneider sind.
        Aber viele Karrieremenschen leben für ihren Beruf, lieben den Wettbewerb, sind bereit viel zu arbeiten, weil sie besser sein wollen als der Konkurrent, brauchen das Gefühl zu gewinnen und wollen die besten Umsatzzahlen haben.

        Das kann sich eben auch positiv auswirken.

      • @CEO

        Es gibt sicherlich verschiedene Formen davon. Aber ich denke, dass er gut daran tut eine gewisse Autorität und ein gutes Selbstbewußtsein auszustrahlen, mit Mitarbeitern umgehen kann, klare Vorstellungen von Zielen hat und ein gutes Fachwissen in seinem Bereich. Entscheidungsfreudigkeit und der Wille sich mit den Fakten zu beschäftigen, aber sicherlich auch die Kunst des Delegierens (wobei man häufig auch hier noch einen gewissen Überblick haben muss).

        Ich denke es ist auch wichtig, dass er ein gutes Vorbild ist. Ich habe Leute schon mit Bewunderung von Chefs reden können, die viel gearbeitet haben und dennoch verträglich waren, die hohe Anforderungen gestellt haben, aber auch an sich selbst.

      • Ach, das waren noch Zeiten, als es so etwas noch gab. Das waren aber auch eher die Unternehmer. Ein CEO ist eigentlich nur noch jemand, der die Interessen von Aktionären auszuführen hat. Und die orientieren sich nicht an „Gesunden Werten“, sondern auf kurzfristige Gewinne. Versuche, andere Kennzahlen zu Nutzen (vgl. Balanced Scorecard) scheitern regelmässig an diesem Problem.

  17. @BHD
    „“bitte auch eine Männerquote für Raumpfleger, Pflegeberufe und vor allem: Prostitution.““

    Jaja, das Klischee, dass die Putzarbeiten fast ausschliesslich von Frauen übernommen werden, ist schlicht falsch. Schau Sie sich mal an den Universitäten um, wer da die Reinigungsmaschinen bedient. Es bräuchte wahrscheinlich eine Frauenquote.

    Die Prostitution des Mannes ist nicht so ohne weiteres mit der Prostitution der Frau gleichzusetzen, ist doch der männliche Beitrag beim heterosexuellen Akt von einer Erregung als notwendige Voraussetzung abhängig. Wenn ich mir den Kundenkreis – frustrierte Altemanzen mit Gesichtern wie ausgelatschte Fussabtreter so vorstelle – könnte ich den Auftrag auch mit bestem Willen nicht erfüllen. Es würde von mir ja etwas mehr verlangt, als bloss die Beine zu spreizen und ein bisschen zu stöhnen.

    Was die homosexuelle Dienstleistung anbelangt: Wäre angesichts des oben dargestellten Horrorszenarios eine bedenkenswerte Alternative, auch wenn es den heterosexuellen Mann eigentlich in seiner sexuellen Selbstbestimmung missachtet.

  18. > Wenn ich mir den Kundenkreis – frustrierte Altemanzen mit Gesichtern wie ausgelatschte Fussabtreter so vorstelle – könnte ich den Auftrag auch mit bestem Willen nicht erfüllen.

    Der Kundenkreis von männlichen Prostituierten sind fast ausschliesslich Männer.

  19. „“Der Kundenkreis von männlichen Prostituierten sind fast ausschliesslich Männer.““

    @BHD
    Ist wohl so. Damit ist die Forderung einer Quote im Bereich der Prostitution endgültig ad absurdum geführt.

    Es gibt aber einen ausserhäuslichen Bereich, wo Frauen einen bedeutenden Beitrag leisten, der grösser als derjenige der Männer ist, und das ist die Pflege. Das anerkenne ich. Allerdings ist es auch eine Tatsache, dass beispielsweise in der Alterpflege sich eine pflegebedürftige Frau in der Regel aus einem Schamgefühl resultierend nicht von einem Mann waschen lassen will. Dafür habe ich Verständnis, und die Missachtung dieses Schamgefühls wäre inakzeptabel.

    Aus den dargelegten Gründen wird ersichtlich, dass ihre Gegenbeispiele sehr schlecht gewählt sind, weil sie Bereiche ansprechen, wo Scham und Sexualität, welche nicht so einfach abgelegt werden können, wichtige Aspekte der Arbeit sind. Es gibt aber keine schwerwiegenden Gründe, warum eine kräftige Frau (kräftig, nicht stark) nicht eine Schaufel in die Hand nehmen könnte.

    • > Es gibt aber keine schwerwiegenden Gründe, warum eine kräftige Frau (kräftig, nicht stark) nicht eine Schaufel in die Hand nehmen könnte.

      Im Normalfall ihre potentiellen Kollegen. Weil LKW Fahrer als Beispiel angesprochen wurde. Dafür ist auch keine besondere(!) Körperkraft vonnöten. Das ist nicht das Hinderniss. Die „Einsamkeit“ hinterm Steuer? Handy, CB-Funk, nutzen ja auch männliche Fahrer gerne. In den Pausen lernt man einen haufen Leute kennen. Überwiegend sitzende Tätigkeit.

      Warum gibt es nicht mehr Frauen die es machen? Biologistische Erklärungen abseits vom Thema Ruf greiffen nicht, zumindest nicht ausreichend.

      • @Bad Hair day

        Die Einsamkeit des Berufs schreckt Frauen denke ich schon mehr ab. Eine Gasthoffreundschaft ist nicht das gleiche wie eine echte Freundschaft.

        Zudem sind die Arbeitszeiten schlecht, der Beruf ist nicht Kinderfreundlich, es ist wenig planbar.

      • > Zudem sind die Arbeitszeiten schlecht, der Beruf ist nicht Kinderfreundlich, es ist wenig planbar.

        Ja, der Lebensmitteleinzelhandel ist da um einiges Besser *G*. Glaubst du ernsthaft, Frauen suchen bei der Arbeit vorrangig Freundschaft?

      • @Bad hair day

        „Ja, der Lebensmitteleinzelhandel ist da um einiges Besser *G*.“

        Sicher ist er das. Man weiß, wie lange man arbeitet (im Geschäft kann man nicht im Stau stehen) und wann der Laden zumacht. Danach kann man nach Hause und nicht in ein Hotel, wie bei vielen Fernfahrern. Es ist auch wesentlich einfach im Lebensmitteleinzelhandel Teilzeit zu arbeiten oder sich bei einem Notfall des Kindes vertreten zu lassen (die Fernfahrerin ist gerade in Budapest). Man kann mit den Kolleginnen zur Not noch einmal einen netten Plausch halten. Als Fernfahrer sind die Kollegen hingegen viel anonymer.

        „Glaubst du ernsthaft, Frauen suchen bei der Arbeit vorrangig Freundschaft?“

        Ich glaube, dass sie eine freundliche Arbeitsatmosphäre durchaus schätzen. Und das Fernfahrer sein erleichtert Freundschaften außerhalb der Arbeit auch nicht unbedingt.

      • @BHD

        Aber was mich abgesehen davon mal interessieren würde:

        Wie stehst du eigentlich zu den Thesen von Frau Armbruster? sind sie für dich ein Feminismus in die richtige Richtung oder eher kontraproduktiv?

        Da würde mich ja die Meinung von Frauen wirklich interessieren. Ich war überrascht, dass sie für ihr Mutterlob so viel positives Feedback bei der Mädchenmannschaft bekommen hat (gut, sie wird ihre Fans mitgebracht haben, aber dennoch)

    • „Allerdings ist es auch eine Tatsache, dass beispielsweise in der Alterpflege sich eine pflegebedürftige Frau in der Regel aus einem Schamgefühl resultierend nicht von einem Mann waschen lassen will.“

      Aha, und wie sieht es mit dem Schamgefühl des Mannes aus? Das müsste doch erheblich seinen Status untergraben, wenn er sich auf einmal von einer fremden Frau den Hintern abwischen lassen muss.

      Und wie siehts aus in der Pflege von geistig Behinderten? In der Krankenpflege? In der Psychiatrie?
      Normalerweise wird in der Pflege so geplant, dass männliche und weibliche Pfleger zusammen Dienst haben. Sofern es genügend männliche Pfleger gibt natürlich.

  20. @ BHD

    *Also. Aufschneider mit Ellebogen und grossen Eigeninteressen sind am Geignetsten die Firma an die Wand zu fahren, äh zu führen?*

    Sind das die Gründe, warum deutsche Firmen auf dem Weltmarkt ganz ohne Frauenquote Spitze sind?

    Ja, wenn das so ist, noch besser können wir kaum werden, also never change a winning team.

    Machen wir weiter mit den groooßsprecherischen Egoisten, die solche Erfolge erzielen.

    Warum aber arbeiten dann so viele Männer UND Frauen viel lieber für männliche Chefs?

    http://www.dailymail.co.uk/femail/article-1302096/Men-best-bosses-Women-just-moody.html

    • > Machen wir weiter mit den groooßsprecherischen Egoisten, die solche Erfolge erzielen.

      Hm.. Mal sprechen sie von der Kriese, jetzt ist wieder alles in Ordnung? Schwankt ganz schön, je nach Argument.

      > Warum aber arbeiten dann so viele Männer UND Frauen viel lieber für männliche Chefs?

      Da gibt es eine Vielzahl von Gründen für. Alle Lösbar, wenn man sich ihrer Bewusst wird. (Das Buch, dass ich schon mal angesprochen habe; „Gelassen und Souverän führen, die Stärken des weiblichen Führungsstils“ sollte wirklich in den Schulunterricht aufgenommen werden )

      • @ BHD

        *Hm.. Mal sprechen sie von der Kriese, jetzt ist wieder alles in Ordnung? Schwankt ganz schön, je nach Argument.*

        Unsere Wirtschaft ist ja auch nicht in der Krise, die funktioniert noch ganz prächtig.

        Unser Staat ist in der Krise: Trotz brummender Wirtschaft ein horrendes Anwachsen des Defizits.

        Unsere Gesellschaft geht in die Krise: Demographischer Absturz in Form von rapider Vergreisung > weniger Arbeitsfähige, weniger Kreative, mehr Pflegebedürftige, mehr Kosten pro Arbeitsfähigem, weniger Binnenkonsum, höhere Exportabhängigkeit bei höheren Kosten und damit geminderter Wettbewerbsfähigkeit bei stärker werdender Konkurrenz (China!, Indien).

        So wird sich die Krise der Gesellschaft wahrscheinlich auf die Wirtschaft ausweiten.

        Es sei denn, wir steuern mit Begabteneinwanderung gegen.

        Falls wir die überhaupt noch bekommen.
        Denn die führen besser damit, gleich nach Australien, Kanada, USA, Neuseeland zu gehen, die vor den gleichen demographischen Problemen stehen, aber den Arbeitenden mehr Netto vom Brutto lassen.

        *„Gelassen und Souverän führen, die Stärken des weiblichen Führungsstils“ sollte wirklich in den Schulunterricht aufgenommen werden *

        Wo kann ich denn diesen tollen weiblichen Führungsstil beobachten?

        Wenn ich der Umfrage unter den 3000 britischen Arbeitnehmern Glauben schenke, immerhin ein repräsentatives Sample, ist es damit jenseit(feministischer?) Buchweisheit nicht weit her.

        Was ich von der halte, wissen Sie ja.

        Wo also ist die Empirie, die die Behauptung stützt?

        Wenn ich der Soziologin Catherine Hakim, die sich seit Jahrzehnten mit Frauen auf dem Arbeitsmarkt und ihren Karrieren beschäftigt, zuhöre, finde ich auch keine stütze für meine zugegebenermaßen schwache Glaubensbereitschaft.

        Ihr zufolge gibt es keinen spezifisch weiblichen Führungsstil.

        Erfolgreiche Managerinnen führen nicht anders als erfolgreiche Manager.

        Wenn es also weniger erfolgreiche Managerinnen als Manager gibt, dann deshalb, weil Frauen im Schnitt schlechter führen, wie das ja auch die Umfrage nahelegt?

        Warum gibt es so wenige Frauenunternehmen, von Frauen gegründet, von Frauen nach weiblicher Methode (wie immer die aussehen soll) zum Erfolg geführt?

        Warum sehe ich davon so wenig?

        Ich ungläubiger Thomas würde ja glauben, wenn ich SEHEN könnte oder den Finger in die Wunde legen.

        Aber vielleicht tue ich das ja und glaube gerade deshalb nicht.

        Kommen sie, dann wohl nur aus islamischen Ländern.

        Und bringen ihre Kultur und ihre Religion mit.

        Das ist ihr gutes Recht.

  21. „“„Gelassen und Souverän führen, die Stärken des weiblichen Führungsstils“ sollte wirklich in den Schulunterricht aufgenommen werden““

    Aus dem Bereich der Fantasy-Literatur. Danke für den Lesetipp. Vorerst komm ich aber nicht dazu, das vorgeschlagene Buch zu lesen. Ich hab noch einen Stapel alter Perry Rhodan Hefte auf dem Estrich, die ich noch nicht gelesen habe.

    • @ P. Bosshard

      Das Buch, von 2 Frauenberaterfrauen verfasst (Empauerment-Expertinnen, nehme ich an) ist in jeder Frauenbibliothek ausleihbar (bestätigt mir Google).

      Was in meinen Augen (entschuldige, BHD, auch ich pflege meine Vorurteile) nicht gerade für das Buch spricht.

      Ich weiß nicht, ob sie Dich, Peter, da reinlassen.

      An der Mainzer Uni machen sie das jedenfalls nicht, die Pauerfrauen von der Frauenbibliothek, aber vielleicht gibt es Fernleihe?

      Ich sehe ja Feministinnen auch, wenn schon, dann lieber von weitem.

      Kann es ihnen also gar nicht übel nehmen, dass es denen mit Männern genauso geht.

      • Warum eigentlich? Wenn Herr Bosshard das Bedürfnis hätte, sich 15 Minuten als Frau zu fühlen, nein, Frau zu sein!, dann müssten diese Gleichstellungsfeministinnen ihn doch hineinlassen – oder? Lassen Sie sich da nicht diskriminieren. Ich würde mich mit normalem Namen vorstellen und das böse Patriarchat dafür verantwortlich machen, dass es die Unterteilung in Männer- und Frauennamen gab und gibt, dann kommen Sie sicher hinein 🙂

  22. @ BHD
    ‚Wie stellst du dir einen guten CEO vor?*

    Wie Josef Ackermann.

    Arrogant (Male Privilege!) und erfolgreich.

    Dann darf man’s auch sein.

    In der Krise Milliarden für den Staat und die Aktionäre verdienen, das hat was.
    Und keinen Rettungsschirm in Anspruch nehmen.

    So muss das sein.

    • > Und keinen Rettungsschirm in Anspruch nehmen.

      http://www.humane-wirtschaft.de/deutsche-bank-brauchte-stuetze-von-der-fed-290-milliarden-us-dollar/
      „Interessant für uns ist aber auch die Tatsache, dass die Deutsche Bank alleine 290 Milliarden US-Dollar für “Wertpapiere” von der FED kassiert hat, die unter Garantie so nicht heißen dürften. Würde man einmal zusammenzählen, welche Summen die Deutsche Bank direkt und über Umwege aus den Rettungspaketen, die von den Staaten und Notenbanken aufgelegt wurden, kassiert hat unter anderem auch von den deutschen Steuerzahlern -, dann müsste doch diese Bank nur noch dafür gelobt werden, wie großartig sie im Verkaufen von Wertlosem Zeug zu überteuerten Preisen ist. Wer auf einem marokanischen Basar von einem Händler über den Tisch gezogen wurde, hat dabei wenigstens noch die Erinnerung an ein kurzweiliges Gefeilsche“

    • @ BHD

      Ja, die Finanzkrise.

      Aber die ist für den produzierenden Teil der deutschen wirtschaft vorbei.

      Haben Sie das noch nicht bemerkt?

      • @ BHD
        Sie scheinen ja in allen Gebieten firm zu sein, wenn man Sie so als Insiderin – oder Insider – in allen Lebenslagen liest. Ich hoffe einmal, dass Sie nicht zu oft gegen Windmühlen reiten. Als Expertin sollten Sie allerdings wissen, dass sich Makroökonomik nicht auf Keynes oder besser auf den Neukeynesianismus beschränkt (Neuklassische Schule etc. pp.). Und, dass der gute Keynes dann noch für die heutige Wirtschaftspolitik herhalten soll, schon ein bisserl viel verlangt, für einen längst Verstorbenen.

      • Wenn das aktuelle Finanzwesen auf Keynes (hier kommt die Intersektionalität:) Workaround aufbaut, dann sollte man ihn vielleicht auch ernst nehmen. Ob er nun mittlerweile Verstorben ist oder nicht. Was man mit der Bankenrettung eigentlich gar nicht getan hat.
        Das Problem der Kommentatoren hier, ist dass sie einfache Betriebswirtschaftliche Kenntnisse auf Volkswirtschaft übertragen wollen.

        Und zurück zur Interesektionalität: Ob man den Bug Fix jemals macht? Ich vermute selbst nach der nächsten massiven Sachkapitalvernichtung gehts nach altem Schema weiter. Und am Anfang funktionierts ja auch immer ganz toll. Und später können die Konservativen dann sagen: Früher war alles besser, dann kam „Platzhalter für was immer einem nicht passt“ und seitdem gehts bergab.

    • Ja, „mittlerweile“ seit knapp 65 Jahren. Vielleicht sollten Sie eher mit Nobelpreisträgern verkehren, da hier ja nur Unwissende kommentieren – mich einbezogen natürlich. Vielleicht langts dann auch zu ’nem ganzen wissenschaftlichen Artikel.

  23. „“Aha, und wie sieht es mit dem Schamgefühl des Mannes aus? Das müsste doch erheblich seinen Status untergraben, wenn er sich auf einmal von einer fremden Frau den Hintern abwischen lassen muss.““

    Es geht doch nicht um Status, auch wenn sie „Männer“ nicht ohne „Status“ zu assoziieren denken können. Das Schamgefühl des Mannes ist genauso Realität wie das der Frau, nur sind die Befindlichkeiten eines Mannes nichts, worauf Rücksicht genommen werden muss. Das wird jedem Mann schon von Kindesbeinen an durch die Erziehung der Mütter beigebracht. Die weibliche Befindlichkeit ist alles, was zählt. Ich allerdings hab mich davon befreien können, dem Herr und Vater im Himmel sei Dank !

    • Also würden Männer sich per se über andere Männer freuen, die sie im Alter oder bei Krankheit pflegen?

      Also bei allem Respekt, ich habe noch nie erlebt, dass auf meine frauentypischen Befindlichkeiten (was meinen Sie eigentlich genau damit, ist ja relativ weitgesteckt), besonders Rücksicht genommen wurde…
      PMS ist ja ein Running Gag unter Männern, besonders wenn eine Frau mal ihre Meinung etwas deutlicher äussert, Menstruation wird gerne mal totgeschwiegen oder euphemisiert (der Tampon in der Hand in der Werbung plus blaue Flüssigkeit), und Arbeitgeber sollen ja tatsächlich nicht darauf bestehen, dass eine Frau mit der ersten Schwangerschaftswoche in den Mutterschutz entweicht.
      Also, was meinen Sie?

    • Naja. Was die Empfindsamkeiten von Männern angeht, so ist es eher so, dass sie sich ebenfalls lieber von Frauen pflegen lassen. Pflegen lassen heist Schwäche Zeigen, und das macht Mann ungerne vor einem anderen Mann.

  24. „Der Kundenkreis von männlichen Prostituierten sind fast ausschliesslich Männer.“

    Stimmt so nicht. Diejenigen mit männlichen Kunden heissen meistens Stricher und stehen weit unten. Diejenigen mit weiblichen Kunden heissen meistens Callboys(etwas antiquiert auch Gigolo), egal wie alt sie sind. Und, das wundert uns jetzt gar nicht, es ist ein eher erlauchter Kreis, vergleichbar mit teuren Escorts. Diese Männer sind ebenso teuer und der Job ist wirklich lukrativ. Allerdings müssen sie die Fähigkeit haben, die Fiktion aufrecht zu erhalten, als begehrten sie die Frau wirklich. Also blödes Prollgequatsche a la „50 mit Kondom ohne das Doppelte“ läuft nicht. Es gibt ja auch weiblichen Sextourismus, der sich allerdings partout sich nicht so nennen mag.

    Quotieren kann man den Job aus sehr nahe liegenden Gründen nicht. Ganz im Gegensatz zu Müllwerker, da ist es für die Nachfrage egal, ob ein Mann oder eine Frau den Müll wegschafft. Da diese Jobs auch noch oft städtisch sind, steht einer Quotierung auch praktisch kaum etwas im Wege, außer , dass sich nicht genug Frauen dafür finden lassen. Aber das ist ja bei Vorstandsjobs genau so und stört die Quotenfans auch nicht.

    LKW Fahrer ist eine Ausnahme. Dieser Job hat für Männer einen romantischen Aspekt. Ich hab den Job mal eine Zeit lang gemacht und ich muss zugeben: Ich habs gemocht. Die Bezahlung war mir nur zu schlecht.

    Noch ein Wort zum Pflegepersonal: Man denkt ja, die Krankenschwester ist fast immer eine Frau. Nun hatte ich das Pech, mitten in der Nacht wegen eines Unfalls in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Berlin Kreuzberg zu müssen. Dort traf ich auf ein echtes Panoptikum. Es wurde mehrfach auf den Boden gekotzt, fast alle Patienten waren volltrunken, es wurde geschimpft und gepöbelt. Das Pflegepersonal tat seine Arbeit mitten in der Hölle. Und: Es bestand ausschließlich aus Männern.

  25. @ BHD

    Unsere Verschuldung hat nur zum geringeren Teil mit der jüngsten Finanzkrise zu tun.
    Diese hat den Schuldenhimalaya, auf dem wir bereits VOR der jüngsten Finanzkrise saßen nur um ein paar weitere hundert Meter aufgestockt.

    Krisen wie die letzte Finanzkrise sind im Rahmen des kapitalistischen System unvermeidlich, kehren alle paar Jahre wieder.

    Wie ihnen zu begegnen wäre, dafür liefert der Keynesianismus eine gute Handhabe.

    Den können wir aber nicht mehr sinnvoll anwenden wegen des seit Jahrzehnten andauernden STRUKTURELLEN Defizits, das es verhindert, dass in Aufschwungphasen jene Finanzreserven gebildet werden bzw. die Schulden abgebaut werden, die zuführbar wären in der nächsten Krise bzw. die von der Bewältigung der letzten Krise übrig geblieben sind.

    Trotz zyklischer Krisen ist der Kapitalismus die einzige Wirtschaftsform, die bewiesen hat, dass sie in der Lage ist, Massenwohlstand zu generieren.

    Alle bisher erprobten Alternativen haben bisher nur bewiesen, dass sie in der Lage sind, die zyklische Krise durch die Krise in Permanenz zu ersetzen.

    Die Schwächen des Kapitalismus wären reparaturfähig, wenn man denn nur die Reparaturanleitungen zur Gänze umsetzte und nicht nur die Hälfte, die aus Deficit Spending besteht.

    Das betreiben wir seit 40 Jahren, weil keine Regierung den Mut hat, in konjunkturellen Hochzeiten das in der Krise investierte Geld wieder einzusammeln, sprich ernsthaft zu sparen.

    Die ewig wachsende Verschuldung wird durch Gelddrucken der Notenbanken „bewältigt“, die so Geldblasen produzieren, die immer wieder Spekulationsblasen auf den Finanzmärkten erzeugen oder eben unausweichlich Inflation.

    Ich muss nicht den Kapitalismus abschaffen abschaffen (wodurch dennauch, durch den Sozialismus des 21 Jhdts. wie in Venezuela?), sondern das unverantwortliche Finanzgebaren der Politik, die sich dadurch selbst abschafft, weil sie ja kaum noch Spielraum hat.

    Aus der Rückschau betrachtet, wäre es mir lieber gewesen, man hätte etliche Großbanken samt ihrer Aktiionäre in Konkurs gehen lassen, anstatt sie mit Riesensummen über den selbstverschuldeten Bankrott hinwegzutragen, aber in der Krise, nicht ahnend, wie schlimm es denn tatsächlich noch werden kann, sieht man die Dinge etwas anders.

    • Das sind nicht die Kriesen, von denen ich spreche. Ich meine die grossen Zusammenbrüche. Dann werden die paar Jahrzehte Wohlstand mit Sach- und Lebensvernichtung bezahlt.

      Und es geht nicht anders, die Staaten müssen sich Aufgrund des Designs des aktuellen Geldsystems immer stärker verschulden (bis es nicht mehr geht – da fängts dann eben mit den ganz grossen Kriesen an).

      Sozialismus oder Kommunismus sind nicht die einzigen Alternativen. Sylvio Gesell hat da ein ganz gutes Konzept aufgebaut, dass allerdings jetzt dann etwas älter als 100 Jahre ist und nicht 1:1 umgesetzt werden kann, weil es keine lokalen Wirtschaftskreisläufe mehr gibt. Es müsste also mal aktualisiert werden. Das ganze nennt sich natürliche Wirtschaftsordnung.

      Ich kann mir aber Vorstellen, dass sie es nicht mögen. Es sieht vor, Gewinne aus Landverpachtung (es darf keinen privaten Landbesitz mehr geben) an die Mütter weiterzugeben.

      • „Es sieht vor, Gewinne aus Landverpachtung (es darf keinen privaten Landbesitz mehr geben) an die Mütter weiterzugeben.“

        Warum gerade nur an Frauen? An Eltern, die aktuell Kinder versorgen könnte ich ja noch verstehen, aber nur Frauen wäre ja auch kein nachvollziehbares System, da ja Frauen nicht zwangsläufig Mütter oder gar aktive Mütter sind.

        Im übrigen würde es in Deutschland wohl an Art. 14 GG scheitern, wenn man das Land enteignen will.

  26. @ Salvatore

    *Das Pflegepersonal tat seine Arbeit mitten in der Hölle. Und: Es bestand ausschließlich aus Männern*

    Das ist ja auch ein wachsendes Ärgernis, wenn Männer und Frauen im gleichen Job zusammenarbeiten, dass die wirklich schweren, unangenehmen Arbeiten dann windersamerweise mehrheitlich den Männern zufallen, weil Frauen sich immer darauf verlassen können und auch verlassen, dass Männer ritterlich sind bzw. sich auch innerhalb der gleichen Berufssparte so positionieren, dass sie in den weniger fordernden Sektoren landen.

    Unfallchirugie/Notfallchirurgie mit langen Bereitschaftsdiensten – fast rein männlich.

    Schönheitschirurgie – zunehmend fast rein weiblich.

    Notfallsanitäter – fast nur Männer, desgleichen Notfallmediziner

    Tierärzte – Landtierärzte (Großtierversorgung auf den Bauernhöfen, anstrengend, u.U. schmutzig, nachts raus um Geburtshilfe bei Pferd und Kuh zu leisten), fast nur Männer, Kleintierärztin in der Stadt – mehr und mehr Frauen.

    80% der Veterinärmedizinstudenten sind mittlerweile weiblich.
    Was zur Folge hat, dass Veterinärmediziner auf dem Land keine Nachfolger mehr finden, denn die Absolventinnen denken nicht daran, auf’s Land zu gehen, drängen in die Stadtpraxen für Goldhamster, Hund und Katz.

    In den nächsten 20 Jahren wird die veterinärmedizinische Versorgung auf dem Land flächendeckend zusammenbrechen, wenn sich da nichts ändert.

    Analog in der Humanmedizin: Wir werden einem Unfallchirurgenmangel entgegengehen, werden viel mehr Ärzte brauchen als bisher, wenn die Medizin weiblich wird (3 Ärztinnen erledigen den Arbeitsumfang von 2 Ärzten > mehr Ärzte pro Patient erforderlich und das bei wachsender Patientenzahl, Stichwort Überalterung, das bei eh schon unterbezahlten Krankenhausärzten – massenhafte Abwanderung in’s nähere oder fernere Ausland garantiert, bereits jetzt laufend, gibt auch noch ein übles Erwachen, von wegen weiblicher Work-Life-Balance)

    Wenn Männer dann ebenso lässig arbeiten, mehr und mehr auf Sozialstaatsalimentation angewiesen sind (weil sie mangels Bildung in einem personell und ideologisch – didaktisch feminisierten Bildungswesen nicht mehr adäquat ausgebildet werden), mehr und mehr arbeitslos werden, dann will ich sehen, woher das Geld kommen soll, um all das zu finanzieren. Noch mehr Schulden geht nicht, also: WER SOLL ES ERARBEITEN?

    Frauen tun es bisher nicht. Die dominieren – noch – unter den Kostgängern des Sozialstaates oder im Kostgänger Öffentlicher Dienst.

    Männer dominieren – noch – unter den Nettofinanzierern des Sozialstaates, aber schlechter und schlechter ausgebildet brechen sie allmählich weg.

    Mit Germanistinnen, Kulturanthropologinnen, Schönheitschirurginnen, Kleintierärztinnen etc. lässt sich dieser Sozialstaat aber weder betreiben noch finanzieren und die stärker werdende chinesische Konkurrenz auch nicht aus dem Feld schlagen.

    Diese Entwicklungen meinte ich, wenn ich vom harten Bums auf den Boden der ökonomischen Tatsachen sprach, der diesem Frauenförder-/Frauenprivilegierungs-/Frauenversorgungsstaat innerhalb der nächsten 20 Jahre bevorsteht.

    Bei jetzt schon astronomisch hoher Überschuldung.

    Das wird ein heißer Ritt.

    • Hmm, ich weiß ja nicht woher sie ihre Erkentnisse haben, Herr Roslin (Statistiken?)
      aber da sowohl meine Mutter als auch meine Schwester arbeiten in der Pflege, daher hör ich da ab und zu mal was.
      Meine Mutter (geschlossene Jugendpsychiatrie Akutstation) beschwert sich gern mal darüber, dass die wenigen männlichen Kollegen sich gern mal zusammen für Nachtschichten bzw. Schlafbereitschaft eintragen lassen, damit sie abends, wenn die Patienten im Bett sind Playstation spielen können, während meine Mutter (stramm an der Rente) zusammen mit 2 FSJlerinnen und einer ebenso alten Frau tagsüber die verrückten Kinder mit Krampfanfällen etc. fixieren darf, wo also ein männlicher Kollege dringend fehlt!
      Meine Schwester (Wohngruppe Menschen mit Behinderungen) erzählt ab und an mal,dass ein Kollege gern mal bei den Mahlzeiten Aufschnitt und Margarine rationiert, einfach weil ers kann…

      Es ist wirklich lächerlich und unhaltbar, was sie hier von sich geben, dass Männer wenn sie mit Frauen zusammenarbeiten, quasi die Welt retten, während die Frauen dann permanent in Kaffeepause sind.

      • @ Maren

        Z.B. und auf die Schnelle (ich sammele keine Links, um sie irgendwann in Foren posten zu können!)

        Zu den Landtierärzten:

        *Im Jahr 2009 war nur jeder vierte der Tierärzte, die Großtiere behandeln, weiblich – obwohl 85 Prozent der Veterinärmedizin-Studenten Frauen sind. *

        Quelle (hab extra eine frauenfreundlichen Artikel ausgesucht – was allerdings leichtfällt, andere gibt’s ja nicht):

        http://wissen.dradio.de/tiermedizin-beide-haende-in-der-kuh.39.de.html?dram:article_id=5367&sid=

        zur Chirurgie

        *Außerdem gilt die Chirurgie als traditionelle Männerdomäne. Der steigende Anteil an Medizinstudentinnen spielt deshalb ebenfalls ein Rolle: Meiden die Absolventinnen das Fach weiterhin, hat die Chirurgie zukünftig noch weniger Zulauf.*

        Quelle: http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-37318.html

        Interessant für den Denkduktus unserer Zeit: MAN MUSS DAS FACH FÜR STUDENTINNEN ATTRAKTIVER MACHEN.

        Warum fragt eigentlich niemand, wie man das Medizinstudium für Männer wieder attraktiver machen kann, die dank Jungendiskriminierung in der Schule viel häufiger am NC scheitern > mehr Männer im Studium > mehr Ärzte für die Schwerstarbeit, die Frauen scheuen, Analoges gilt für die Veterinärmediziner.

        Aber Männerförderung kommt ja unserer Frauenfördererrepublik nicht in den Sinn, es sei denn, Männer übernehmen Arbeiten, die Frauen nicht mehr wollen und daher an Männer abzutreten wünschen.

        Dorthinein kann man dann Männer fördern, denn das nützt ja Frauen, siehe „Neue Wege für Jungs“, wo man Jungs Berufe vorstellt, von denen man Mädchen abrät.

        Nicht, dass noch jemand auf die Idee käme, Mädchen in die Müllabfuhr hineinzufördern, um Männer zu entlasten.

        Gott bewahre.

      • Hmm, warum sind sie eigentlich nicht bei der Müllabfuhr? Scheint ja der Place to be zu sein, wo die richtig wichtigen Entscheidungen getroffen werden, wo quasi die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Und warum hört man so selten von Jungs in der Orientierungsphase „Hey, Müllmann, das isses!“
        Wenn die Jungs da soviel Unterstützung brauchen, könnte man ja mal so nen Orientierungstag für Boys und Girls machen, mir schwebt da sowas vor wie „Garbage Day“

        Ja warum rät man denn wohl Frauen von den typischen Frauenberufen (Pflege, Erzieherin,Lehrer) ab? Weil die Jungen „versagen“, weil, besonders aus ihrem Dunstkreis nach männlichen Vorbildern geschrieen wird, weil die Jungs feminisieren oder so. Aber ganz profan den Arsch von Oma Greta abputzen wollen sie dann auch nicht, geht ja auch gar nicht, wgn dem Schamgefühl.
        Mehr als Parolen, Unterstellungen und billige Ausreden haben Sie doch auch nicht!

  27. @ BHD

    *Ich kann mir aber Vorstellen, dass sie es nicht mögen. Es sieht vor, Gewinne aus Landverpachtung (es darf keinen privaten Landbesitz mehr geben) an die Mütter weiterzugeben.*

    In der Tat, vergessen Sie’s.

    Für romantische Frauenverkitschung à la „Die Frau, das edlere, selbstlosere, fairere Wesen“, dafür bin ich nicht zu gewinnen, dafür gibt es keinerlei empirischen Beleg.

    Auf eine so geartete mit treuherzigem Augenaufschlag vorgebrachte Behauptung hin ein ganzes großes Wirtschaftssystem umzubauen, nein danke.

    Die Empirie spricht da eine ganz andere, ganz und gar unromantische Sprache, die Frauen nicht gefällt.
    Wenn schon Generalisisierung, dann gilt eher „Die Frau, das versorgtere, das faulere, das risikoscheuere, das unkreativere Wesen“.
    Dafür gibt es eine Fülle von Belegen.

    • Tja, nur das es Gesell gar nicht darum geht, den Frauen einen Gefallen zu tun. Aber schön dass sie mir mal wieder die Ausrichtung ihrer Scheuklappen demonstriert haben.

      > „Die Frau, das versorgtere, das faulere, das risikoscheuere, das unkreativere Wesen“.

      Aber sie glauben im Leben nicht, dass eine Frauen bei Bewerbungen benachteiligt werden. Vorurteile? Sind doch alle wahr. Jaja.

  28. @ BHD

    *Tja, nur das es Gesell gar nicht darum geht, den Frauen einen Gefallen zu tun.*

    Eine solche Regulierung macht nur Sinn, wenn ich davon ausgehe, dass Mütter mit dem Land und den daraus resultierenden Pachteinnahmen verantwortlicher-sozialer umgehen als Väter, eine typisch Denkfigur der „Women – the fairer sex“-Schule, die empirisch unbelgter Unsinn ist.

    *Aber sie glauben im Leben nicht, dass eine Frauen bei Bewerbungen benachteiligt werden. Vorurteile? Sind doch alle wahr. Jaja.*

    Das glaube ich in der Tat nicht.

    Denn diese generalisierenden Aussagen sind Aussagen über den Schnitt, über DIE Frauen als Gruppe und die Daten decken sie ab: Frauen gründen weniger effektiv, kleinere Firmen mit weniger Beschäftigten als Männer, erfinden weniger, arbeiten weniger, sind eher auf der Versorgtenseite des Sozialstaates zu finden als auf der Versorgerseite, werden viel häufiger materiell versorgt als sie versorgen, arbeiten im viel eher im unproduktiven, versorgten ÖD als in der diesen tragenden , konkurrenzbetonten, hocheffizienten Privatwirtschaft.

    Eingestellt werden aber nicht DIE Frauen, sondern immer nur Individuen, die ich nicht nach den Durchschnittseigenschaften der Gruppe beurteilen kann, der sie angehören, sondern nach ihren individuellen Merkmalen, ihren Zeugnissen, dem Engagement, das sie persönlich an den Tag legten beurteilen muss.

    Schließlich gibt es in jeder Gruppe viele, mal wenige, mal sehr viele, je nach Gruppe, die von den Eigenschaften des Durchschnitts der Gruppe, der sie angehören, sehr stark abweichen.

    Und genau das geschieht auch, denn Unternehmen wollen Gewinne machen und es ist ihnen völlig gleichgültig, ob sie die mit einer Frau oder einem Mann machen.

    Auch der schlimmste Macho will Gewinn machen, muss Gewinn machen, will er sich am Markt behaupten.
    Er wird den Teufel tun, eine fähige Frau nicht zu nehmen, mit der er Gewinn machen könnte und statt dessen einen unfähigen Mann zu befördern/einzustellen, der ihm Verluste bringt.

    Marktwirtschaft ist die beste Versicherung gegen Diskriminierungen jedweder Art, denn die, die nicht die optimalen, leistungsgerechtesten Lösungen suchen und anwenden, gehen über kurz oder lang Konkurs, stellen sich selbst vom Platz.

    Schlimm wird es nur dann, wenn man Folgen von Leistungsgerechtigkeit als Folgen von Diskriminierungen verkennt und gläserne Decken „sehen“ muss, gerade weil man sie nicht sieht, aber die Folgen von Leistungsgerechtigkeit nicht akzeptieren will und damit Gegenmaßnahmen fordert und implementiert, die Leistungsgerechtigkeit zerstören und damit IMMER auch die Leistungsbereitschaft.

  29. @ BHD

    Dann müsste es einen großen Pool hoch befähigter, hoch qualifizierter Frauen geben, die wütend mit den Hufen scharren, weil sie nicht adäquat beschäftigt sind.

    Warum ist davon nichts zu sehen?

    Jedes Unternehmen, dem es gelänge, diesen Pool anzuzapfen, gewönne gegenüber Konkurrenten einen riesigen Wettbewerbsvorteil.

    Warum geschieht das nicht?

    Die Banken müssten überquellen von vor Energie berstenden, unterforderten Frauen, die wütend sind darüber, dass sie unter gläsernen Decken darben und nun ihre eigenen Unternehmen gründen wollen, WEIL sie so führungsstark und unterfordert sind, dafür Kredite brauchen

    Warum sehe ich davon nichts?

    Vielleicht weil es den Pool unterforderter Frauen, die ganz dringlich wollen, aber wegen böser Männer nicht dürfen, gar nicht gibt?

    Nur ein weiterer Propagandamythos der feministischen Ideologie?

    „Frauen wollen wohlhabende Ehemänner, keine eigene Karriere“ Neue Studie behauptet, dass Streben von Frauen nach Gendergleichstellung ist ein Mythos

    http://www.dailymail.co.uk/femail/article-1343899/Gender-equality-myth-Women-want-rich-husbands-careers.html

    Ja, ja, ideologisches Wunschdenken und die Empirie, die Wunschdenken gnadenlos zerschießt.

  30. Naja, Feminismus entsteht ja aus dem Luftleeren Raum.

    > Die Banken müssten überquellen von vor Energie berstenden, unterforderten Frauen, die wütend sind darüber, dass sie unter gläsernen Decken darben und nun ihre eigenen Unternehmen gründen wollen, WEIL sie so führungsstark und unterfordert sind, dafür Kredite brauchen

    Also hier in der Schweiz tun sie das. Frauen gründen häufiger und erfolgreicher (Quelle: „gründen 2.0“)

    • @ BHD

      Tatsächlich?

      Was heißt das?

      Frauen gründen häufiger „Unternehmen“ als Männer: Unternehmen mit meist genau 1 1/2 Beschäftigten, nämlich der Gründerin (Nagelstudio, Fußpflegerin, Friseuse auf Hausbesuch, Halbtagsboutique, die nur Di., Mi. und Do. zwischen 12 und 14 geöffnet ist usw. mit einer Hilfskraft ?

      Unternehmen, die auch Arbeitsplätze für andere schaffen, werden meist von Männern gegründet.

      Ja, Frauenunternehmen gehen seltener Konkurs (Frauen sind vorsichtiger, weniger positiv formuliert und genauso richtig: risikoscheuer, ängstlicher), dafür wachsen sie aber auch sehr viel langsamer als Männerunternehmen.

      In Summe schaffen Männer mehr Arbeitsplätze und Wohlstand als Frauen.

      Also, wie sieht’s konkret aus in der Schweiz?

      Wo kann ich die Studie einsehen (Link?)

      PS:

      Hab gerade ein wenig gegoogelt.

      Das klingt nicht nach Ansturm:

      *. Erfreulicherweise werden 36 % aller Unternehmen durch Frauen oder mit Beteiligung von Frauen gegründet.*

      http://www.gruenden.ch/als-Frau.29.0.html

      MIT BETEILIGUNG von Frauen, was heißt das?

      Dass die Ehefrau mit unterschrieben hat?

      Und trotzdem nur knapp mehr als ein Drittel?

      Was sind das für Unternehmen, die Frauen alleine gründen?

      Nagelstudios, Friseursalons, Boutiquen sind nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass hier die angeblich unter gläsernen Decken Schmachtenden gründen.

      Putzig auch die empauernden Formulierungen, die mir auf solchen Seiten immer wieder begegnen: „erfreulicherweise“.

      Ich vermisse das übliche „bereits“.

      In einem High Tech Bereich heißt das z.B. in einem Dokument des Bundesforschungsministeriums, das „bereits ca. 10 % aller Biotechfirmen von Frauen gegründet ODER MITgegründet werden.

      Das beeindruckt mich natürlich.

      Bereits 10%.

      Mitgegründet.

      Fast so eindrucksvoll wie die 5 % Patentanmelderinnenquote.
      Ja, ja, auch Männer lernen, zwischen den frauenfördernden Zeilen zu lesen.

      Bereits 10, obwohl fast alle Bio-Studiengänge, aus denen heraus Biotech-Firmen gegründet werden können, ausgesprochene Frauenstudiengänge sind (Biologie, Pharmazie, Medizin).

      Und darum auch satte 10 %.

      Mit Mitgründerinnen.

      Frauen bersten vor Energie und Tatendrang.

      Wie mann sieht.

      Oder ahnt?

      Oder hofft?

      Richtig, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • @BHD

      „Also hier in der Schweiz tun sie das. Frauen gründen häufiger und erfolgreicher (Quelle: „gründen 2.0″)“

      http://www.gruenden.ch/fileadmin/user_upload/dateien/gruenden-Broschuere/Gruenden2.0_net.pdf

      Ich nehme an, du meinst den Kasten auf Seite 8 links?
      Da heißt es

      Rund ein Sechstel aller Unternehmen wird von Frauen gegründet. (…) Denn von Frauen gestartete Unternehmen scheitern deutlich seltener als die von Gründern.(…) so planen die Gründerinnen die Selbständigkeit sorgfältiger und gehen kleinere finanzielle Risiken ein.

      Was ja auch zu Risikobereitschaft und Testosteron passt.
      Wie Roslin schon sagte steht da wenig zu Unternehmensgröße, Anzahl der Beschäftigten etc.
      Ein Sechstel ist ja auch keineswegs ein „häufiger gründen“. Sondern eher ein „deutlich weniger gründen“. Etwas unter 17% eben.

      • > Was ja auch zu Risikobereitschaft und Testosteron passt.

        Also ist sorgsame Planung und Nachhaltigkeit etwas schlechtes? Sturm und Drang Gründungen haben vor allem in der IT schon ein paar Weltbekannte Unternehmen hervor gebracht. (Google, Youtube, Blogspot, MySpace) Dem gegenüber stehen aber tausende von solchen Gründungen die schiefgelaufen sind und die Mitarbeiter dann mit in den Untergang gerissen haben.

        Wieso kommt mir da nur die Pippi Langstrumpf Melodie in den Sinn.

      • @Bad hair day

        „Also ist sorgsame Planung und Nachhaltigkeit etwas schlechtes?“

        Nein, keineswegs. Schreibe ich ja auch nicht. Ein Risiko eingehen kann gut oder schlecht sein, dass ist ja genau das Definitionsmerkmal eines Risikos.
        Wenn es klappt, dann ist es gut, wenn nicht, dann ist es schlecht. Deswegen bleiben ja auch mehr „männliche Unternehmen“ auf der Strecke. Aber es überleben eben auch wesentlich mehr männliche Unternehmen.

        Übervorsichtig sein kann schlecht sein. Ebenso wie Überplanung und Übernachhaltigkeit. Ob Frauen dazu neigen wäre dann eine weitere Studie wert.

        „Sturm und Drang Gründungen haben vor allem in der IT schon ein paar Weltbekannte Unternehmen hervor gebracht. (Google, Youtube, Blogspot, MySpace)Dem gegenüber stehen aber tausende von solchen Gründungen die schiefgelaufen sind und die Mitarbeiter dann mit in den Untergang gerissen haben.“

        Das ist eben die Frage, die Mitarbeiter können ja durchaus einen neuen Job annehmen und haben Arbeitserfahrung gesammelt. Und es ist gut, dass sie gegründet worden sind.
        Und „Tausende, bei denen es schief gelaufen ist“ müßtest du dann erst einmal in die Insolvenzquote der männlichen Firmen einrechnen. Da geht ja auch nicht jede pleite.
        Immerhin sind auch die meisten bestehenden und funktionierenden Firmen von Männern gegründet worden oder siehst du das anders? Ich denke die Quote paßt durchaus zur Quote der Gründungen. (interessanterweise kenne ich auch einige Männer, die mit ihrer Firma pleite gegangen sind, daraus gelernt haben, eine neue Firma von ihrer Frau haben gründen lassen (weil sie in einem Insolvenzverfahren steckten) und dann mit dieser weitergemacht haben, den anderen Fall kenne ich allerdings nicht).

        „Wieso kommt mir da nur die Pippi Langstrumpf Melodie in den Sinn.“

        Vielleicht weil du dir meine Kommentare immer in eine negative Richtung schön denkst?
        Und Studien anscheinend ja auch.
        Immerhin sind wir gerade von „Frauen gründen Firmen häufiger“ zu „Frauen gründen Firmen wesentlich seltener“ gekommen. Also zum genauen Gegenteil. Wenn das nicht die Welt machen, wie sie einem gefällt ist, dann weiß ich es auch nicht.

      • Ja, häufige Wechsel im Lebenslauf machen sich immer gut.

        Wenn Ackermann besonnen durch die Kriese kommt, ist das ein Zeichen für besonnenes Männerhandeln. Wenn Frauen sich im allgemeinen dadurch auszeichen, wird es als etwas schlechtes hingestellt.

        Das ist das Problem, nicht die Tatsache an sich.

        Ach, wenn ich da an Wiedeking denke… Er schreibt sicher gerade ein Buch: „Wie ich meinen Porsche beim Glücksspiel verlor“.

      • Auch der Bias gegen Kleinunternehmen ist aus Volkswirtschaftlicher sicht ziemlich hohl. Was uns fehlt, sind gerade diese kleinen Wirtschaftskreisläufe. Grosse Kapitalkonzentrationen sind alles andere als Gesund und auch selten Innovativ. Was in der Biotechnologie allerdings ein entscheidender Faktor ist. Für Ausgründungen ist viel Kapital nötig. Würden Rosslin oder Bosshard es einer Frau anvertrauen, die gerade Frisch mit guten Noten von der Uni kommt? Nach den ganzen Aussagen?

      • @Bad Hair day

        Wenn ich mich richtig erinnere waren auch Frauen als Managerinnen an der Finanzkrise bezeichnet. Dennoch hieß es im wesentlichen „die Männer sind schuld
        Das Verantwortung abgeben funktioniert also in beide Richtungen, bringt aber auch nicht weiter.

        Ich lese gerade „Das Geschlechterparadox“ von Susan Pinker. Eine ihrer Thesen ist, dass Frauen gerade weil sie im Schnitt empathischer sind eher nicht so stark an Karriere interessiert sind, sondern an den Menschen um sie herum. Sie führt recht viele Frauen an, die sich bewußt gegen Karriere entschieden haben oder Beförderungen nicht angenommen haben. ZB weil sie dann erst hätten umziehen müssen und in weiteren 4 Jahren noch einmal hätten umziehen müssen. Und das wollten sie weder sich noch ihren Kindern noch ihren Ehepartnern antun.
        Es passt meiner Meinung nach auch durchaus zu den Fragen, die im Emphatietest (EQ) gestellt worden sind. Ein hoher EQ ist ja nicht einfach nur ein Wert, sondern führt auch zu gewissen Entscheidungen und wenn man die Aussage, dass Frauen im Schnitt einen höheren EQ haben ernst nimmt, dann muss man eben auch schauen, ob dies dazu führt, dass sie eher Entscheidungen gegen eine Karriere und hin zum emotionsträchtigeren Feld Karriere hin treffen.

        Da fällt dann schon einmal einiges an Diskriminierung weg.

        Mit der Risikobereitschaft ist es ähnlich. Ich gehe davon aus, dass du die Auffassung, dass Testosteron die Risikobereitschaft erhöht durchaus teilst oder?
        Wenn das aber so ist, dann sind Personen mit einem hohem Testosterongehalt auch ehe bereit die Risiken einer höheren Position und einer Firmengründung auf sich zu nehmen, während solche mit einem niedrigeren Spiegel dies nur dann tun, wenn die Bedingungen sehr günstig sind.
        Das führt dann zu weniger Firmengründungen.
        Die Rolle des Chefs hat ja zudem neben dem Finanziellen noch andere Risiken: Werden sie mich als Chef akzeptieren? Werde ich die richtigen Mitarbeiter finden? Werde ich passende Reden halten können? Werden die Geschäftspartner positiv auf mich reagieren? Auch wenn man hier nicht bereit ist dieses persönliche Risiko auf Ablehnung einzugehen, kann einen das ausbremsen und zu weniger weiblichen Firmengründungen führen.

      • Der „Zockerverhalten“ von Männern steht aber nicht Ängstlichkeit bei Frauen gegenüber, wie hier suggeriert wird. Und wie du weist, sehe ich noch einen weiteren Grund für die grössere Nachhaltigkeit „weiblicher“ Gründungen. Selbst das spiegelt sich übrigens in dem Artikel von „Gründen 2.0“ (nicht dem Kasten, dem Artikel)

      • @Bad Hair day

        http://techcrunch.com/2010/08/28/women-in-tech-stop-blaming-me/

        That WSJ article also criticizes Y Combinator for having just 14 female founders out of their 208 startups to date. But I know that Y Combinator wants – really, really wants – female founders and that there just aren’t very many of them. I know this because Y Combinator cofounder Jessica Livingston has told me how excited they are to get applications from women, and that they want to do everything they can to get more female applicants. What they probably won’t admit, but I suspect is true anyway, is that the rate of acceptance for female applicants is far higher than for male applicants.
        The problem isn’t that Silicon Valley is keeping women down, or not doing enough to encourage female entrepreneurs. The opposite is true. No, the problem is that not enough women want to become entrepreneurs.(…)

        Women are really tough. I have no idea why. We invited a team founded by a woman to Disrupt. But they canceled. There just aren’t a lot of female tech entrepreneurs out there relative to the number of men, I think. We celebrate the ones we find whenever we find them. There’s a chance we’ll write about what they’re doing, simply because they’re a fairly rare thing in our world. But it is really hard to find female entrepreneurs in tech, in my experience. I really think this is an industry-wide problem.(…)
        There’s a fascinating company, Zivity, it’s a venture-funded, adult photography community — yes, they put up pictures of naked women online — it was co-founded and is run by a woman, Cyan Banister. She wrote me in response to a post about women who are entrepreneurs, saying, basically, though these are not her exact words, women [stink] as entrepreneurs a lot of the time because they are nurturing and not risk-taking enough by nature. She also said when men roll the dice and take risks, that society doesn’t punish them at all, and it’s in their nature to take stupid risks.

      • Es ist schon eine gewisse Ironie zu beobachten, wenn du mich blöd anmachst, weil dir mein Material zu Anektodisch ist.

        > She also said when men roll the dice and take risks, that society doesn’t punish them at all, and it’s in their nature to take stupid risks.

        Die Betonung liegt auf „stupid“

      • @Bad Hair Day

        Eine Statistik wäre mir auch lieber gewesen, aber ich habe keine. Anders als bei deiner These kann ich allerdings darauf verweisen, dass die meisten Firmen von Männern gegründet werden, dass Männer überall mehr Risiken eingehen und das auch die meisten bestehenden Firmen von Männern geführt werden, also anscheinend überleben.
        Ich kann auf Pinker verweisen, die Studien darstellt, nach denen die Frauen weniger Interesse an Karriere haben.
        Ich kann dies auf ein Grundlage zurückführen, nämlich den Umstand, dass Testosteron die Risikobreitschaft und den Wttbewerbswillen erhöht. Zudem kann ich die Betrachtung anführen, dass Männer über Statusgewinn mehr zu gewinnen haben als Frauen. Ich kann nun zudem eine Expertenmeinung anführen (anders als du bei deiner These), nach der folgendes zutrifft
        – die Rate der akzeptierten Anträge von Frauen ist sogar höher, diese stellen aber weniger Anträge, selbst wenn Frauen gesucht werden
        – das ist auf das Risikoverhalten der Frauen zurückzuführen und darauf, dass diese nicht unternehmer sein wollen.

        Ich würde also sagen, dass meine These zumindest etwas besser aufgebaut ist.

        „Die Betonung liegt auf „stupid““

        Nein, die Betonung ist hier darauf, dass sie überhaupt das Risiko eingehen und damit durchkommen. Und das sie darauf ausgelegt sind, sogar blöde Risiken einzugehen. Sie fordert ja vorher ausdrücklich mehr Risikobereitschaft bei den Frauen.

      • Was du hier ausdrückst, ist nichts anderes, als das was ich sage.

        Wirtschaft ist zum Spielplatz maskuliner Balz verkommen. Mädchen, die Mitspielen wollen, sind ein Störfaktor, der (durchaus unterbewusst, das gestehe ich ja zu) bekämpft wird.

        Die Regeln, die dabei im Spiel sind, sind nirgens aufgeschrieben, Männer haben sie instinktiv.

        Nur sage ich auch, dass diese ständige Rationalisierung dieses Gebarens nichts daran ändert, dass es letztlich Gesellschaftlich schädlich ist.

      • @Bad Hair day

        „Wirtschaft ist zum Spielplatz maskuliner Balz verkommen. Mädchen, die Mitspielen wollen, sind ein Störfaktor, der (durchaus unterbewusst, das gestehe ich ja zu) bekämpft wird.“

        Inwiefern den bekämpft, wenn ihre Anträge bevorzugt bearbeitet werden? Und wenn es nur ein Ausbremsen durch die Männer ist: warum machen es dann die Frauen selbst nicht anders? Auch weiblich geführte Firmen agieren ja auf die gleiche Weise.

        „Die Regeln, die dabei im Spiel sind, sind nirgens aufgeschrieben, Männer haben sie instinktiv.“

        Es gibt genug Bücher darüber. Die Frage dürfte eher sein, ob Frauen nach den Regeln spielen wollen.

        „Nur sage ich auch, dass diese ständige Rationalisierung dieses Gebarens nichts daran ändert, dass es letztlich Gesellschaftlich schädlich ist.“

        Das ist deine Auffassung. Allerdings spricht dagegen eben, dass die Staaten, die sie befolgen, durchaus wirtschaftlich erfolgreich sind und auch mehr technischen Fortschritt produzieren. Was ja Frauen ebenso anzieht und was sie über Einkäufe auch nachhaltig unterstützen.

        Es ist ja auch nicht so, dass es weibliche Konkurrenzmodelle gibt, wo die Mitarbeiter mit der Hälfte der Stunden auskommen und die gleichen Ergebnisse liefern.

        Was sind denn deine Argumente dafür, dass es Gesellschaftlich schädlich ist und insbesondere dafür, dass es auch anders laufen könnte?

      • > Allerdings spricht dagegen eben, dass die Staaten, die sie befolgen, durchaus wirtschaftlich erfolgreich sind und auch mehr technischen Fortschritt produzieren

        Endet Gesellschaft an Staatsgrenzen?

      • @Bad Hair Day

        Mein Argument ist nicht, dass die Gesellschaft an der Staatsgrenze endet, sondern dass das System zu funktionieren scheint, Fortschritt erzeugt, weil die Staaten, in denen es verwendet wird, durchaus attraktiv sind.

        Was also meinst du genau mit deinem Argument?

      • Anders ausgedrückt:

        Wenn der weibliche Weg oder gar das Matriarchat genauso effektiv ist bei geringerer Belastung, warum wird es dann nirgendwo auf der Welt erfolgreich (witschaftlich erfolgreich) praktiziert?
        Ich sehe die Beweislast dafür, dass ein anderes System genau so effektiv und attraktiv ist, zunächst bei dem, der es befürwortet, insbesondere wenn es sonst nicht angewendet wird.
        Sprich: ich fordere mal wieder ein paar Belege für deine Ansichten.

      • Und warum glaubst du, ich stelle dem ganzen das Matriarchat entgegen? Habe ich hier jemals die Einführung des Matriarchats gefordert?

        Ich hab aber vergangene Nacht etwas angesprochen. Wollte man sich nicht ansehen. Das mal auf Volkswirtschaftlicher Seite.

      • @Bad Hair Day

        Ich habe ja auch vom „weiblichen Weg“ gesprochen, du kannst auch gerne nur zu diesem Stellung nehmen.

        Meinst du dein Modell der Verpachtung? Dazu hatte ich was geschrieben.

        Auch da wäre aber neben der Frage, ob man es überhaupt einführen sollte, noch die Frage der Effektivität.

      • (headbang)

        Ich sprach von der natürlichen Wirtschaftsordnung nach Sylvio Gesell, die aber an aktuellere Bedinungen angepasst werden müsste.

        Aber die Herren haben es ja nicht mal nötig, sich schlau zu machen. „Ach es geht um Verpachtung von Land zugungsten von Frauen? Mehr muss ich nicht hören“.

      • Was aber Frauen und Beruf betrifft, so sehe ich etwas ganz anderes in der Notwendigkeit. Nämlich das nicht nur Unterschiede, die den Status Quo schützen, anerkannt werden, sondern speziefisch feminine Vorteile genutzt werden. Hier zeichnet sich aber deutlich ab, das man davon nichts hören will. Nur das maskuline Prinzip verspricht zyklische Kriesen und daraus resultierend Krieg, Massenarbeitslosigkeit, Umweltzerstörung und die Reisen zu fremden Sternen. Achso, nur das letztere, das erstere wird ja ausgeblendet. Hat man nacher wenigstens einen Grund von der Müllhalde zu flüchten.

      • @Bad Hair Day

        Richtig, wenn wir die von dir gegebenen Informationen verwenden und nicht noch um deine Kommentare herum lesen, dann sind wir schuld, wenn wir dich nicht richtig verstehen.

        Und das uns ein vages Konzept wie „Irgendwie Gesell aber modifziert“ auch nicht laut aufjauchzen lässt und wir reumütig unsere Fehler (und die der „männlichen Instinkte“) gestehen ist auch unsere Schuld.

        Das Gesells Antizinspolitik dazu führen würde, dass Risikokapital überhaupt nicht mehr bereits gestellt werden würde (Wikipedida „Es entging Gesell jedoch, dass auch sein Darlehenszins ein produktionsbedingter Zinsanteil ist, ein Mehrwert des produktiven Kapitals. Er glaubte, der Darlehenszins könne nach Einführung des Freigeldes völlig zum Verschwinden gebracht werden, weil schließlich das Angebot von Krediten die Nachfrage danach übersteigen und dadurch der Darlehenszins zu null werde. Er verkannte, dass stets neuartige Investitionsbedürfnisse auftreten, die zu neuer Kreditnachfrage führen.“) und das seine Mütterrente schlicht sexistisch ist, dass ist ja nicht so schlimm, da wirst du darauf verweisen, dass du ja extra gesagt hast, dass du es noch modifizieren willst.

        Letztendlich sagst du ja nur, dass du gegenwärtig kein System kennst, dass das bestehende ersetzen könnte (denn die Modifizierungen stehen ja noch nicht fest).

      • Da hast du ja schnell die erste Kritik herauskopiert, die du finden konntest. Antizinspolitik ist im Zusammenhang mit Krediten schlicht falsch.

        Da ich um die Sexismuskritik wusste, habe ich mich gestern Nacht natürlich köstlich amüsiert, als Roslin direkt darauf angesprungen ist.

        Aber jetzt mal ehrlich. Würdest du einem Fix- und fertigen Konzept von mir trauen? Ist vielleicht eine etwas grosse Anforderung für eine Blogdiskussion?

      • @BHD

        Ich finde die Kritik recht passend. Was sind denn deine Gegenargumente („schlicht falsch“ ist kein Argument)?

        Es ist ja in der Tat sexistisch. Würdest du es denn rausnehmen oder bliebe es Bestandteil?

        Einem Konzept sollte man nie einfach so trauen, wenn es von dir als Person ohne BWL-Hintergrund und ohne praktische Erfahrung kommt, dann noch weniger.
        Bei so etwas braucht man einen Praxistest. Volkswirtschaften sind zu komplex um ansonsten vorhersagen zu machen.

        Wir halten aber fest: Du hast gegenwärtig kein besseres Konzept, dass funktionieren könnte, nur vage Vorstellungen wie es vielleicht aussehen könnte. Dann kannst du natürlich auch nur schwer Änderungen verlangen.

      • > „schlicht falsch“ ist kein Argument?

        Was willst du eigentlich? Ein Argument-Sparring?

        >>Er glaubte, der Darlehenszins könne nach Einführung des Freigeldes völlig zum Verschwinden gebracht werden, weil schließlich das Angebot von Krediten die Nachfrage danach übersteigen und dadurch der Darlehenszins zu null werde

        Nein. Der Zins kann null sein. Muss aber nicht. Gerade grosse Kredite mit der nötigen Risikoabsicherung würden wohl immer Positivzins haben.

  31. „“Also bei allem Respekt, ich habe noch nie erlebt, dass auf meine frauentypischen Befindlichkeiten (was meinen Sie eigentlich genau damit, ist ja relativ weitgesteckt), besonders Rücksicht genommen wurde““

    Das liegt höchstwahrscheinlich an ihrer Wahrnehmung. Die (männliche) Rücksichtnahme ist für Frauen derart selbstverständlich, dass sie diese gar nicht mehr als solche wahrnehmen.

    Wenn Sie zweifeln: Schauen Sie sich mal den alltäglichen Medienzirkus unter Genderaspekten an, die subtil wirkende Indoktrination mittels der Massenmedien und deren Bilder. Nur mal so als Beispiel: Spielfilme, Kino, Fernsehen.

    Der Frau in Not-Movie
    Typisch ist der allseits beliebte „Frau in Not“- Movie. Der Handlungsstrang ist einfach und schnell erzählt. Eine Frau wird bedroht, meist von übelwollenden, finsteren männlichen Gestalten. Die Gute ist natürlich völlig makellos, aber auch hilflos. Doch Hilfe naht in der Gestalt des männlichen Retters, der sogleich beginnt, sämtliche Bösewichte, alle männlich, über den Haufen zu knallen. Am Ende liegt die Schöne in seinen Armen, nachdem der Held so etwa ein Dutzend Männer entsorgt und ins Nirwana befördert hat, was beim Publikum angesichts der von den männlichen Bösewichten zu verantwortenden lädierten Frisur der armen Frau auf grosse Zustimmung stösst. Die Moral von der Geschicht: Wer einer Frau die Frisur ruiniert, der hat den Tod verdient, aber hallo !

    Zweites Beispiel; Geld oder Liebe.
    Eine Schöne steht vor der schweren Entscheidung, für welchen Mann sie ihre Bei … sie ihr Herz schenken soll. Da ist einerseits der sympathische, aber mittellose Mann, andrerseits der steinreiche, aber nicht ganz so sympathische Nebenbuhler. Aber nach zahllosen Komplikationen und Verwirrungen entscheidet sich die Schöne für den mittellosen Mann und weist den reichen, mit Status gesegneten Mann wegen seiner charakterlichen Mängel ab. Denn Frauen, so die Moral von der Geschicht, schauen nicht aufs Geld, sondern die aufrichtige, selbstlose Liebe ist das Wesen der Frau. LOL … so ganz aus dem Leben gegriffen!

    Weitere typische Darstellungen einer feministisch indoktrinierten Filmindustrie liessen sich darstellen, geht aber hier zu weit.

    @Christian
    Die Darstellung von Männern und Frauen in Film und Fernsehen, das wär ein Thema für sich !

  32. „“Hmm, ich hab auch schon mal einen Film gesehen, wo ein 3m großer Affe aufs Empire State Building klettert. Diese Story hat sich auch einer ausgedacht…““

    Auch in dem Film ist ein klassisches Motiv erkennbar .. nicht das Vordergründige ist interessant.

  33. @BHD

    „Was aber Frauen und Beruf betrifft, so sehe ich etwas ganz anderes in der Notwendigkeit. Nämlich das nicht nur Unterschiede, die den Status Quo schützen, anerkannt werden, sondern speziefisch feminine Vorteile genutzt werden.“

    Dann mal los. Kann ja gerne gemacht werden. Frauen gründen wie du sagtest „schon überwiegend Firmen“ die dann auch noch seltener Pleite gehen.
    Wenn es Vorteile auf dem Markt gibt, dann haben die Frauenfirmen ja nur einen weiteren Marktvorteil.

    “ Hier zeichnet sich aber deutlich ab, das man davon nichts hören will. Nur das maskuline Prinzip verspricht zyklische Kriesen und daraus resultierend Krieg, Massenarbeitslosigkeit, Umweltzerstörung und die Reisen zu fremden Sternen.“

    Welch sexistische Aussage. Eigentlich in der Tat ein netter Differenzfeminismus, den du da vertrittst. Der Mann als der böse, die Frau als das Gute, leben erschaffende und bewahrende.
    Umweltzerstörung wird auch genug von Frauen ausgeübt. Sie haben schließlich einen gleichen Anteil an der Konsumgesellschaft und das Kriege häufig genug auch von Frauen begünstigt wurden hatten wir hier ja auch schon häufiger. Sicherlich, die Gesellschaften, die eher nach einem weiblichen Prinzip leben, haben weniger Wirtschaftskrisen. Allerdings auch nur, weil sie in der Regel keine moderne Wirtschaft haben, die eine Krise haben könnte.
    Und Massenarbeitslosigkeit geht auf Kosten des männlichen Prinzips? Da fehlen auch mal wieder die Belege (klar, in einer Jäger und Sammler Gesellschaft herrscht immer Vollbeschäftigung).
    Was da die fremden Sterne für eine Rolle spielen sehe ich zwar nicht. Aber da wirst du wahrscheinlich die Zusammenhänge mal wieder besser erkannt haben.

    • und das Kriege häufig genug auch von Frauen begünstigt wurden hatten wir hier ja auch schon häufiger.

      Nicht nur begünstigt. Ohne die massive ideelle, logistische und wirtschaftliche Unterstützung von Frauen wäre kein Krieg jemals führbar gewesen. Vergleiche „Frauen und Krieg“ von Martin van Creveld.

  34. Pingback: Feminismus als Verstärkung des Männlichen in der Frau « Alles Evolution

  35. @ BHD

    *Würden Rosslin oder Bosshard es einer Frau anvertrauen, die gerade Frisch mit guten Noten von der Uni kommt? Nach den ganzen Aussagen?*

    Käme auf die Frau an.

    Aber hier ein bißchen Statistik aus dem Mikorzensus 2008 (hab keinen Link, bitte meinen süßen blauen Augen trauen!):

    4, 1 Mio. Selbständige gibt es in Deutschland, 2,8 Mio. Männer, 1,3 Mio. Frauen.

    Männliche Selbstständige verdienen im Schnitt rund 3000 Euro, weibliche 1700 Euro.

    Im übrigen, BHD, ich kann’s nicht mehr hören.

    Warum machen Frauen es uns nicht vor, gründen Unternehmen nach eigenem Gusto, geführt nach weiblichem Prinzip, sind damit erfolgreich?

    Vielleicht weil’s nicht geht?

    Vielleicht, weil’s lukrativer ist, sich mit Macht in die bösen, von Männern aufgebauten Strukturen hineindiskriminieren und -privilegieren zu lassen als selbst welche aufzubauen?

    Es sind die bösen Patriarchen in den Banken, die Frauen ihr Geld nicht anvertrauen wollen?

    Warum gibt es keine feministische Bank, die von Frauen für Frauen durch Frauen Kredite organisiert?

    All die vielen feministischen Lehererinnen, Medienschaffenden, Genderprofessorinnen, die müssten doch allein von ihrem Ersparten eine kleine Bank mit einem Startkapitlal von sagen wir 3 Mio. Euro gründen können.

    Und bei all den vielen tollen Fraueneigenheiten, die Du uns hier vor Augen stellst (na ja, so richtig sichtbar sind sie nicht, aber ich ahne, was Du damit meinen könntest, allein mir fehlt der Glaube > Finger in die Wunde legen!), ist das doch ein risikoloser Selbstläufer.

    Warum gibt es die Bank nicht?

    Riskieren FeministInnen nicht mal ihre eigenen Kröten für ihre Glaubensüberzeugungen?

    Sollen das auch noch die Männer machen?

    3 Mio. aufzutreiben, das sollte doch kein Problem sein: jede gutverdienende bundesdeutsche Feministin gibt 500 Euro aus ihrem Ersparten.
    Ist doch nicht verloren, sie erwirb damit Geschäftsanteile an der Bank, die FRAUENUNTERNEHMEN kreditiert, die, wie Du ja sicher weißt, krachend erfolgreich sein werden.

    Warum also so wenig Mut?

    Traut man der eigenen Ideologie nicht?

  36. @ BHD

    Noch ein Vorschlag: Warum übernimmt nicht irgendein Hexenkonvent, Matriarchenklüngel was auch immer eine marode Ex-LPG im Ostland und erprobt das Pachtmodell?

    30-40 Frauen samt unterwerfungswilliger Männer werden sich doch finden lassen.

    Also los.

    Das Ding wird zum Erfolg!

    In 10 Jahren stehen hunderte, ach was, tausende Frauen und Männer am Zaun und brüllen „Lasst uns rein!“.

    Sogar ich werde ganz demütig und kleinlaut um Einlass flehen, Dir sogar die Füsse küssen, solltest Du dort in leitender Position tätig sein, und um ein Plätzchen hinter’m Ofen bitten, wenn ich denn nur endlich SEHEN könnte.

    Das würdest Du mir doch zugestehen, ja, einkleines Plätzchen hinter’m Ofen, ein Ränftlein Brot auf meine alten Tage?

    Nur um des Vergnügens willen, mein Elend jeden Tag mitansehen zu können.

    Also, AVANTI DILETTANTI!

    Macht es besser.

    Ich will endlich was sehen!

  37. > Warum
    Weil sie nach Gleichberechtigung und nicht nach Krieg suchen

    > Riskieren FeministInnen nicht mal ihre eigenen Kröten für ihre Glaubensüberzeugungen?

    Neben Punkt 1? Weil sie gar nicht so viele Finanzielle mittel haben. Für die 500 Euro Variante müsste man erstmal Punkt 1 ignorieren.

    Der Gleichheitsfeminismus würde nie auf die Idee kommen, das Frauen etwas besser können. Nur Männer auch nicht.

    Ich sehe sehr wohl Unterschiede, weiter oben habe ich ja gesagt, warum ich, im Gegensatz zu Ihnen und anderen Kommentatoren hier die Meinung nicht Teile, dass das bestehende System wirklich Ideal ist. Allerdings werden ja mit interessanten Konstrukten (die Konsumenten sind Schuld an allem Übel) Scheuklappen aufgelegt.

    Also um es kurz zu fassen:
    – Sie meinen, das System wäre Ideal, wenn die Frauen nicht stören würden.
    – Ich sage, das System ist auf zyklischen Zusammenbruch ausgelegt, und das schon ganz tief im Volkswirtschaftlichen Kern.

    Und da liegt eben schon ein wesentlicher Unterschied. Für Männer gibt es meist nur eine Blickrichtung: Nach vorne. Es braucht die Frauen, weil die tiefer hineinschauen.
    Sie meinen, es gibt keine Matriarchate, weil Männer ja am Schluss doch die Entscheidungen treffen. Dabei wäre das gar kein Problem. Ich sehe das hier mehr als eine Schiedsrichterfunktion. Bevor man vom 100stel ins 1000stel kommt, darf ruhig mal jemand einen Schnitt machen. Aber aktuell gibts quasi nur Binäres. Das ganze ist Einseitig geworden. Und der aktuelle Zinsdruck lässt ja nicht mal eine Atempause zu, immer weiter und weiter … in den Untergang.

    • @ BHD

      *Das ganze ist Einseitig geworden. Und der aktuelle Zinsdruck lässt ja nicht mal eine Atempause zu, immer weiter und weiter … in den Untergang.*

      Aha, in den Untergang.

      Verstehen Sie mein Problem?

      Sie führen mich auf einen hohen Turm, von dem aus Sie eine leuchtende Zukunft sehen, ein gelobtes Land, eine Eia-Popeia-Frauengesellschaft, ich sehe nur einen gähnenden Abgrund.

      Sie verlangen nun von mir, ich solle Ihnen vertrauen und vom Turm springen, ich würde dann schon fliegen und im gelobten Land landen.

      Ich verlange doch nur, dass Sie vor mir springen.
      Ich gucke dann, wo und wie sie landen.

      Solange das nicht passiert, bleibe ich im Warmen hocken, risikoscheu, schüchtern und ängstlich wie ich bin, überlasse es den kühn voranstürmenden Frauen, die Pionierarbeit zu leisten und wenn der Wald gerodet, das Häuschen gebaut, das Gärtchen gepflanzt ist, ja, dann fahre ich vor, trete an den Zaun, stelle meine 25 1/2 Koffer ab, schelle an der Pforte und will einziehen.

      Soviel Weiblichkeit im Mann sollte Ihnen doch sympathisch sein!

      * Es braucht die Frauen, weil die tiefer hineinschauen.*

      Wo „hinein“?

      In die Röhre?

      So habe ich die Problematik noch nicht betrachtet.

      Das erklärte natürlich sehr viel.

  38. @ BHD

    Aber das ist doch ein Witz, dass feministische Frauen keine 3 Mio. Euro Startkapital zusammenbekommen sollten.

    Wir haben 250 Genderprofessuren hierzulande, unzählige Journalistinnen, Alice Schwarzer, bestsellende Frauenratgeberfrauen, Minsterinnen, Staatssekretärinnen, Ulla Schmidt, wir haben Frauen, die 80 % der Konsumausgaben dieses Landes bestimmen, Frauen für die 4 mal so viel Verkaufsfläche vorgehalten wird als für Männer und die bekommen nicht mal 3 Mio. zusammen?

    Die gibt Euch doch alleine Frieder Burda, wenn Maria ihn nett darum bittet.

    Ich würd’s ja tun, hätte ich bloß 30 Mio., nur um meine Ruhe zu haben, denn dass ich das Geld je wiedersähe, das allerdings hoffte ich nicht.

    Ich bin allerdings auch kein Feminist, kann man mir nun wirklich nicht vorwerfen.

    Und natürlich ist das System der sozialen Marktwirtschaft alles andere als ideal.

    Aber, ÜBERRASCHUNG: Es gibt keine idealen Systeme. Überall, wo Menschen werkeln, geht es höchst unvollkommen zu. Wir bringen nur „schlecht“ oder „nicht ganz so schlecht“ zuwege.
    Vor dem, was Menschen in den letzten 3000 Jahren zuwege gebracht haben (und da war Mannigfaltiges dabei, nur über diesen Zeitraum können wir einigermaßen sichere Aussagen machen), ist das System der sozialen Marktwirtschaft mit weitem Abstand und konkurrenzlos das Beste, was wir je hatten.

    Wie gesagt: MACHT ES BESSER unter Verzicht auf faule Ausreden à la „Wir sind so arm, wir kriegen nicht mal das Startkapital für’ne kleine, feine Frauenbank zusammen“.

    Dann geht sammeln, strippt, tanzt an der Stange, es ist doch für den guten Zweck und in ein 100 Jahren leben wir im Matriarchat!

    DAS RECHTFERTIGT JEDEN EINSATZ.

    Schaut Euch die Bonobo-Damen an, die wissen, wie man Männer überzeugt.

    • Jetzt habe ich ihnen gerade gesagt, dass ich denke, dass es beide braucht. Das ist der ganze Grund, warum gemischte Teams besser sind, als eingeschlechtliche…

      Und ihre Antwort ist, das man doch bitte erst mal ein anderes eingeschlechtliches Wirtschaftsexperiment machen.

      • „gemischte Teams besser sind, als eingeschlechtliche“

        Das wäre mir aber neu. Gibt es dazu einwandfreie Evidenz oder nur bezahlte Studien.

  39. > Aber, ÜBERRASCHUNG: Es gibt keine idealen Systeme.

    Eine interessante Behauptung.

    Legen sie mal ihre Frau / Mann Brille beim Thema ab. Das „Sozial“ in soziale Marktwirtschaft ist es doch, was sie immer als Problem sehen.

    Die Probleme sind doch viel fach andere. Sie interessieren sich für Biotechnologie, dann sollten sie doch Wissen, wie viele Innovationen nie zur Marktreife kommen, weil sie nicht schnell genug oder nicht ausreichende Rendite bringen.

    Ich verrate ihnen was. Nach der nächsten Kriese, nach dem nächsten Reset, würde das erstmal wieder gehen, bis der Zinseszinseffekt wieder immer mehr ausbremst.

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