Geschlechterunterschiede in den strukturellen Verbindungen des menschlichen Gehirns

Gerade macht eine Studie den Weg durch die Medien über Gehirnscans, die deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen:

Sex differences in human behavior show adaptive complementarity: Males have better motor and spatial abilities, whereas females have superior memory and social cognition skills. Studies also show sex differences in human brains but do not explain this complementarity. In this work, we modeled the structural connectome using diffusion tensor imaging in a sample of 949 youths (aged 8–22 y, 428 males and 521 females) and discovered unique sex differences in brain connectivity during the course of development. Connection-wise statistical analysis, as well as analysis of regional and global network measures, presented a comprehensive description of network characteristics. In all supratentorial regions, males had greater within-hemispheric connectivity, as well as enhanced modularity and transitivity, whereas between-hemispheric connectivity and cross-module participation predominated in females. However, this effect was reversed in the cerebellar connections. Analysis of these changes developmentally demonstrated differences in trajectory between males and females mainly in adolescence and in adulthood. Overall, the results suggest that male brains are structured to facilitate connectivity between perception and coordinated action, whereas female brains are designed to facilitate communication between analytical and intuitive processing modes.

Quelle: Sex differences in the structural connectome of the human brain

Das solche Unterschiede bestehen war hier bereits häufiger Thema:

In einem Spiegelartikel heißt es dazu:

Die Untersuchung haben ergeben, dass männliche Gehirne offenbar für eine Kommunikation innerhalb der Hirnhälften optimiert sind. So besäßen zum Beispiel einzelne Unterbereiche des Gehirns viele Verknüpfungen mit ihren direkten Nachbarbereichen. Es gebe also mehr lokale Verbindungen mit kurzer Reichweite.

Bei Frauen hingegen fanden die Forscher eine größere Zahl längerer Nervenverbindungen vor allem zwischen den beiden Gehirnhälften. Nur im Kleinhirn sei es genau andersherum gewesen: Dort gebe es bei den Männern viele Verbindungen zwischen den, bei Frauen aber innerhalb der beiden Hemisphären. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verstärkten sich im Laufe der Altersentwicklung, zeigte die Untersuchung weiter.

Dass Männer und Frauen ihre Gehirne unterschiedlich nutzen, hatten Wissenschaftler unter anderem bei der Bewertung von Gemälden durch Probanden festgestellt. Frauen nutzten beide Hirnhälften für die Bewertung, Männer nur eine.

In einer früheren Verhaltensstudie mit noch mehr Probanden hatten die Forscher festgestellt, dass Frauen sich besser Wörter und Gesichter merken können, aufmerksamer sind und ein besseres soziales Erkenntnisvermögen haben als Männer. Letztere wiederum könnten räumliche Informationen besser verarbeiten und schnitten in der Bewegungskoordination besser ab. Die beobachteten Unterschiede in der Hirnverknüpfung deckten sich mit diesen Verhaltensweisen, schreiben die Forscher.

Der Spiegel ist insoweit noch recht zurückhaltend und benennt lediglich bestimmte Unterschiede, sagt aber recht wenig zu den Auswirkungen.

Der Guardian wird da schon etwas ausführlicher und zitiert die Forscherin wie folgt:

Ragini Verma, a researcher at the University of Pennsylvania, said the greatest surprise was how much the findings supported old stereotypes, with men’s brains apparently wired more for perception and co-ordinated actions, and women’s for social skills and memory, making them better equipped for multitasking.

„If you look at functional studies, the left of the brain is more for logical thinking, the right of the brain is for more intuitive thinking. So if there’s a task that involves doing both of those things, it would seem that women are hardwired to do those better,“ Verma said. „Women are better at intuitive thinking. Women are better at remembering things. When you talk, women are more emotionally involved – they will listen more.“

She added: „I was surprised that it matched a lot of the stereotypes that we think we have in our heads. If I wanted to go to a chef or a hairstylist, they are mainly men.“

Also das alte Klischee, dass Männer eher auf den logischen Bereich, Frauen eher auf den Sozialen Bereich und das Gedächtnis abgestimmt sind.

Die Forscherin weiter:

The scans showed greater connectivity between the left and right sides of the brain in women, while the connections in men were mostly confined to individual hemispheres. The only region where men had more connections between the left and right sides of the brain was in the cerebellum, which plays a vital role in motor control. „If you want to learn how to ski, it’s the cerebellum that has to be strong,“ Verma said. Details of the study are published in the journal Proceedings of the National Academy of Sciences.

Male and female brains showed few differences in connectivity up to the age of 13, but became more differentiated in 14- to 17-year-olds.

„It’s quite striking how complementary the brains of women and men really are,“ Ruben Gur, a co-author on the study, said in a statement. „Detailed connectome maps of the brain will not only help us better understand the differences between how men and women think, but it will also give us more insight into the roots of neurological disorders, which are often sex-related.“

Also bei Frauen mehr Verbindungen zwischen der linken und der rechten Seite, bei Männern dafür stärkere Verbindungen zwischen bestimmten Zentren. Zudem eine besondere Abstimmung bei Männern auf Bewegungen.

Damit ist natürlich noch nicht der eigentliche Streit gelöst, ob diese Strukturen sich aufgrund unterschiedlicher Lebenserfahrung oder aufgrund der Gene oder Hormone herausbilden. Die oben verlinkte Forschung zu Transsexuellen legt allerdings nahe, dass Hormone und Gene einiges damit zu tun haben. Es bestätigt zudem eine andere Art zu denken von Mann und Frau im Schnitt, die innerhalb der Gehirnstruktur eine Verfestigung erhalten hat und insofern auch bei den jeweiligen Personen nicht so einfach zu ändern sein wird.

65 Gedanken zu “Geschlechterunterschiede in den strukturellen Verbindungen des menschlichen Gehirns

  1. Das Ergebnis ist ja nicht gerade schmeichelhaft für Männer, da die hier bschriebenen weiblichen Stärken bspw. für Führungskräfte tendenziell gefragter sind.
    Das Ergebnis deckt sich allerdings mit der bekanntlich stärken Lateralisierung bei Männern und den neueren Erkenntnissen zum Corpus Callosum, dem Verbindungsstück zwischen den Gehirnhälften:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15891572
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15511657
    http://www.doiserbia.nb.rs/Article.aspx?ID=0042-84500611933S&AspxAutoDetectCookieSupport=1
    http://ieeexplore.ieee.org/xpl/articleDetails.jsp?arnumber=1617119
    http://www.aiimjournal.com/article/S0933-3657%2809%2900079-7/abstract
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1053811903003136

    Früher hielt man es für geschlechtsneutral, da es keine Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern gibt (man könnte ja ein dickeres CC bei Frauen erwarten.

    Ein Beispiel für die Ergebnisse sieht man zum Beispiel in der typisch männlichen Fähigkeit zur feinmotorischen Imitation. Ich behaupte mal nicht, dass Männer besser tanzen können (weiß ich nicht). Aber wer aus eurem Bekanntenkreis legt gelungene Parodien von Mitmenschen aufs Parkett?

    In den nächsten Jahren wird der Trend in den Neurowissenschaften allgemein dahin gehen, dass man mehr Sex-Dimorphismen findet und genauer erklären kann. Vieles was zu Beginn noch gleich aussah, ist bei genauerer, hochauflösenderer Betrachtung wohl dimorph.


    Damit ist natürlich noch nicht der eigentliche Streit gelöst, ob diese Strukturen sich aufgrund unterschiedlicher Lebenserfahrung oder aufgrund der Gene oder Hormone herausbilden

    Dieser Streit wird auch nie ganz zu lösen sein, besteht aber eigentlich auch nur mit Leuten, die die Materie wenig verstehen. Jeder der sich mal ein wenig intensiver mit der Neuroanatomie befasst hat wird es für unmöglich halten, dass die im Schnitt weitgehend sehr ähnlichen Lebensumstände von Männern und Frauen derartige Dimorphismen produzieren könnten. Und das schon in so jungen Jahren.

    • @David

      „Das Ergebnis ist ja nicht gerade schmeichelhaft für Männer, da die hier bschriebenen weiblichen Stärken bspw. für Führungskräfte tendenziell gefragter sind.“

      Es bringt nichts, sich eine Fähigkeit herauszusuchen und deswegen darauf abzustellen, dass ein Geschlecht besser ist. Es muss eben eine gewisse Gruppe an Eigenschaften vorliegen.
      Gut zu erkennen, was Leute wollen, kann eben auch bedeuten, dass man alles ins persönliche zieht und nicht erkennt, dass es für die Leute ein Job ist.

      Das kann (Kann) dann im schlechten Fall dazu führen:

      https://allesevolution.wordpress.com/2010/08/12/weibliche-chefs/

      They are hormonal, incapable of leaving their personal lives at home and only too happy to talk about their staff behind their backs. (…)

      Two-thirds of women said they preferred a male boss because their straight-talking, ‘get to the point’ attitude makes them easier to deal with.

      They are also much less likely to have a hidden agenda, suffer mood swings or get involved in office politics, workers said.

      (…)

      A quarter of women accused female bosses of backstabbing and bringing their personal lives into the office.

      And a third of those polled said women with power are ‘loose cannons’ who often feel threatened by colleagues.

      Fifteen per cent of the workers questioned said female bosses were too ‘sharp tongued’ and a third said it was obvious when it was their ‘time of the month’ because of mood swings.

      Other negative assessments included them being ‘too cliquey’, too competitive and spending too long worrying about their appearance.

      Forty per cent said men were more able to distance themselves from politics and bitching and 14 per cent said they found them more reasonable than women.

      Those who prefer a female boss said they did so because women are more approachable, friendly and understand when workers need time off to look after their children.

      Natürlich kann es auch super laufen und man entwickelt eine Atmosphäre, bei der man auf freundschaftlicher Basis zusammenarbeitet. wie s eben auch in der unteren Zeile des Zitats steht.

    • @ Christian

      In diesem Zusammenhang gibt es zur unterschiedlichen
      Verdrahtung laufend neue Studien.
      Die Interpretationen dazu sind natürlich recht
      unterschiedlich je nach dem aus welcher Ecke
      die üblichen Verdächtigen kommen. Auf jeden
      Fall echt spannend.

      http://heartiste.wordpress.com/2013/12/03/male-and-female-brains-are-wired-differently-alert-the-feminists/#comments

      http://www.theguardian.com/science/2013/dec/02/men-women-brains-wired-differently

    • @David

      „Dieser Streit wird auch nie ganz zu lösen sein, besteht aber eigentlich auch nur mit Leuten, die die Materie wenig verstehen. Jeder der sich mal ein wenig intensiver mit der Neuroanatomie befasst hat wird es für unmöglich halten, dass die im Schnitt weitgehend sehr ähnlichen Lebensumstände von Männern und Frauen derartige Dimorphismen produzieren könnten. Und das schon in so jungen Jahren.“

      Ich halt das auch für unwahrscheinlich, insbesondere wenn man Transsexuelle und Homosexuelle dazu nimmt, bei denen Veränderungen mit anderen Hormonen zusammenfallen.

      Aber im Feminismus wird man wohl einwenden, dass die Geschlechterrollen zu subtilen, aber wirkungsstarken Änderungen führen, indem eben Frauen mehr auf Emotion und das soziale ausgerichtet werden und Männer mehr auf sachen etc.

      Allerdings wäre das immerhin schon ein Fortschritt, man müsste dann Unterschiede im Gehirn, die zu anderen Verhaltensweisen führen, zugestehen. Es wäre dann eine Frage der Plastizität inwiefern man das umtrainieren kann.

      Eher würde man also wohl sagen, dass Gehirnscans allgemein zu vage sind.

        • @Garconne

          Interessanter Artikel:

          „To give a sense of the huge overlap in behaviour between males and females, of the twenty-six possible comparisons, eleven sex differences were either non-existent, or so small that if you were to select a boy and girl at random and compare their scores on a task, the “right” sex would be superior less than 53% of the time.“

          Das die Unterschiede nie absolut sind finde ich jetzt nicht ungewöhnlich. Interessant wäre eben wie „superior“ die 53% jeweils sind. Es kann ja dennoch eine deutliche Verschiebung sein.

          Es ist natürlich auch die Frage, mit welchem Niveau man ran geht. Räumliches Denken in sehr einfacher Form zeigt eben sehr kleine Unterschiede, räumliches Denken in gehobener Form größere Unterschiede.

          „As prominent feminist neuroscientists have noted, the social phenomenon of gender means that a person’s biological sex has a significant impact on the experiences (including social, material, physical, and mental) she or he encounters which will, in turn, leave neurological traces.“

          Die prominente feministische neurowissenschaftlerin ist dann Fausto Sterling. Die hat eher merkwürdige Ideen und in ihrem Buch blendet sie auch so einiges aus. Aber eine feministische Studie, bei der sie Leute auf Hormone, Lebenserfahrung und Gehirnausprägung untersucht würde ich natürlich begrüßen. Mir ist nur keine bekannt.
          Oder sie würden zumindest nachweisen, dass besonders große Frauen tatsächlich andere Gehirne haben, die dann eher männlicher sind als besonders kleine Frauen.

          Auf Seite 6 der Studie sind ja die Werte ersichtlich.


        • Das die Unterschiede nie absolut sind finde ich jetzt nicht ungewöhnlich. Interessant wäre eben wie “superior” die 53% jeweils sind. Es kann ja dennoch eine deutliche Verschiebung sein.

          Nein, eigentlich nicht. Wir gehen ja von Normalverteilungen aus. Diese überlappen sich fast vollständig, der prädiktive Wert des Geschlechts ist mit 53% sehr gering und man benötigt schon ein hohes N, um diesen gegen 50% signifikant zu kriegen, also überhaupt davon ausgehen zu dürfen dass man von 2 verschiedenen Kurven und nicht nur einer sprechen kann.

          Es ist nicht nichts, aber Fine hat recht das mal ein wenig zu relativeren.

          Allerdings führt sie uns hier auch ein wenig in die Irre, da sie sich nun Verhaltensdaten einer bestimmten Skala in einer ganz anderen Studie herausgreift.
          Warum bleibt sie nicht einfach bei dieser Bildgebungsstudie?

          Lustig ist dann in der Tat der Hinweis auf Fausto-Sterling und vor allem der Widerspruch, dass gender-basierte Erfahrungen neurologische Spuren hinterlassen, obwohl doch der daraufhin folgende Link uns noch einmal eindringlich empfiehlt, Gender und Sex, aufgrund ihrer niemals möglichen experimentellen Unabhängigkeit als Einheit zu betrachten.

          Wie immer bietet Fine überwiegend Relativismus, ohne selbst einmal einen Ansatz zu bringen warum ausgerechent postpubertär plötzlich strukturelle Unterschiede genau dieser Art auftreten sollen. Wie genau soll das ertönende Jagdhorn des Patriarchats Jungen denn dazu bringen, plötzlich weniger interhemisphärische Konnektionen aufzubauen?

    • @david

      *…da die hier bschriebenen weiblichen Stärken bspw. für Führungskräfte tendenziell gefragter sind.*

      Ich denke vor allem für das „führen“ von Kindern (oder auch mal das an der Nase herumführen eines Mannes), einfach mal nüchtern in die evolutionäre Vergangenheit der Frauen geblickt.

      Natürlich ist mir völlig klar dass unsere Frauen, die besten der Welt und die bestgebildetste Frauengeneration aller Zeiten, sich von diesem patriarchalen Stigma und ihrer Affinität zu Kindern befreien werden und an ihrer Führungsstärke Staatlich quotiert die Welt genesen wird.

    • @ david

      „Das Ergebnis ist ja nicht gerade schmeichelhaft für Männer, da die hier bschriebenen weiblichen Stärken bspw. für Führungskräfte tendenziell gefragter sind.“

      Frauen sind emotional instabiler (zumindest die prä- und perimenopausalen), tendieren wesentlich stärker zum Rückfall auf die Stufe des magischen Denkens und tragen ihre Konflikte nicht konfrontativ, sondern intrigierend aus.

      Das macht sie als Führungspersönlichkeiten so beliebt und wertvoll, gerade auch bei anderen Frauen.

      räusper

      • Perimenopause – Nennt man das heute nicht Burnout?

        Dann folgt zu oft die Frühverrentung, was eine Verschwendung von Humankapital.

        Die Zeitspanne in der Frauen bei ..räusper.. Führungsaufgaben brillieren scheint zu kurz, wieder so eine strukturell-biologische Unterdrückung.

        Zum Glück gibt es heute medikamentöse Therapien dagegen, diese scheinen uns vor allem die in der Poltik (und bald auch in Aufsichtsräten) so heiß begehrten, segensreichen, loyalen, charismatischen, sinnstiftenden, uns in eine goldene Zukunft führenden weiblichen Führungspersönlichkeiten zu bringen (Auch im mittelständischen Rahmen!).

    • Ich hatte bis jetzt nur eine Chefin daher fehlt mir da der Vergleich aber was ihr verhalten und ihre Art der Führung anging hat sie sich nicht sehr von den guten Chefs unterschieden.

      Ich habe mich jetzt zwar seit dem Ende meines Studiums nicht mehr mit Führungstheorie beschäftigt aber damals ging es weniger um Männer vs Frauen sondern eher um Führungsstill X vs Fürhungsstill Y

      Gute Führung hängt mit der Kombination von Fähigkeiten und Persönlichkeit des Führers und den Erwartungen der Geführten zusammen und das Geschlecht des Führers spielt eher eine untergeordnete Rolle.

      • Ich habe eine Chefin, und komme gut mit ihr aus.

        Sie ist die beste Chefin, die ich bisher hatte, unaufgeregt, sachlich und freundlich.
        Hat den Laden zusammen mit Ihrem Mann aufgebaut, und führt ihn mit ihm zusammen.
        Anders sieht die Sache aber bei der weiblichen Assistenz der Gechäftsführung aus, der gehen alle aus dem Weg.

        Es kommt immer auf die Einzelpersonen an.

  2. Wenn laut Studie „…Male and female brains showed few differences in connectivity up to the age of 13, but became more differentiated in 14- to 17-year-olds…“
    die unterschiede im bis zum beginn der Pubertät weniger ausgeprägt sind, sich aber im alter zwischen 14-17 Jahren verstärken, dann muss man meiner Meinung nach von einem starken hormonell bedingten Einfluss ausgehen.

    Oder mache ich da einen logischen Fehler?

    • Nein, klingt plausibel. Man könnte einwenden, dass es sich um Einflüsse der Peer-Group handelt. Um dies zu verifizieren könnte man nun nach Mädchen suchen, die in diesem Alter männlich sozialisiert wurden und deren Gehirn untersuchen. Aber wer will das schon?

    • Da wohl niemand mit mir spielen will… ich hätte auch auf Dich antworten können @ St. Elmo

      „die unterschiede im bis zum beginn der Pubertät weniger ausgeprägt sind, sich aber im alter zwischen 14-17 Jahren verstärken, dann muss man meiner Meinung nach von einem starken hormonell bedingten Einfluss ausgehen.

      Oder mache ich da einen logischen Fehler?“

      Yep, machst Du. Der Beginn der Pubertät datiert normal auf etwa das 9. Lebensjahr, mit 13 sind Jungs wie Mädchen im Schnitt bereits längst fortpflanzungsfähig, s.u.

      Jetzt wäre eine mögliche Variante, um die These halbwegs zu retten, die, dass die Hormone zunächst nur strikt den Körper und danach dann erst das Gehirn umstrukturieren. Und auch dann bliebe das Problem, dass unser Denken, Fühlen und Handeln rückwirkt auf die Hormonstände und damit nicht zu trennen ist von gesellschaftlichen Einflüssen…

  3. Ich geb ja nicht viel auf diese ganzen durch moderne Analyseverfahren und durch zeitgeistige Interpetationen der Bilder gewonnenen Erkenntnisse über das Gehirn.

    Die althergebrachte Methode durch Beobachtung des Verhaltens hat ein weit überlegenes Kosten/Nutzen-Verhältnis.

    Allzu oft ist es wie am Stromzähler ablesen zu wollen welcher Browser gerade läuft und auf welcher Website er ist.

    Oder zu sagen Elefanten sind Genies weil sie so ein großes Gehirn haben.

    Auf jeden Fall für unseren Journal.I_nnen.smus immer wieder eine gute Geschichte.

    • @ Borat

      *Oder zu sagen Elefanten sind Genies weil sie so ein großes Gehirn haben.*

      Korrigiert auf Muskelmasse/Körpergewicht/Größe der Hautoberfläche sind Elefantengehirne kleiner als Menschengehirne.

      Auch darum bauen Elefanten keine Kathedralen.

      Obwohl sie unter den Säugetieren schon sehr klug sind.

      • „Überrascht darüber, dass die zu Stereotypen geronnenen BEOBACHTUNGEN von Generationen nicht ganz falsch sein können – na toll.“

        Das ist allerdings bemerkenswert, das die Stereotype das macht und die Eigenschaften besitzt, welche von der Stereotype erwartet werden. Sensation!!!

        • @ Matze

          *Das ist allerdings bemerkenswert, das die Stereotype das macht und die Eigenschaften besitzt, welche von der Stereotype erwartet werden. Sensation!!!*

          Versteh‘ ich nicht ganz?

          Wer macht was?

          Machen die Stereotype das Verhalten oder macht das Verhalten die Stereotype?

          Wenn Ersteres, wie sind dann die Stereotype entstanden bzw. wer hat sie geschaffen, warum und wie?

  4. *Ragini Verma, a researcher at the University of Pennsylvania, said the greatest surprise was how much the findings supported old stereotypes, with men’s brains apparently wired more for perception and co-ordinated actions, and women’s for social skills and memory, making them better equipped for multitasking.*

    Ja, ja, mal wieder sind sie „überrascht“. In welchem Wolkenkuckucksheim muss man eingemauert (gewesen) sein, um „überrascht“ zu werden?

    Überrascht darüber, dass die zu Stereotypen geronnenen BEOBACHTUNGEN von Generationen nicht ganz falsch sein können – na toll.

    Realitätsverlust als Bildungsfolge oder -voraussetzung?

    *“It’s quite striking how complementary the brains of women and men really are,” Ruben Gur, a co-author on the study, said in a statement. “*

    Sollten Männer und Frauen tatsächlich komplementär „entworfen“ worden sein?

    Infolge von Arbeitsteilung?

    Das wäre ja eine sensationell neue Erkenntnis!

    Bisher war das doch auch nur ein uraltes, dummes Vorurteil, von unseren Illuminati längst glänzend widerlegt, glänzend.

    @ David

    *Das Ergebnis ist ja nicht gerade schmeichelhaft für Männer, da die hier bschriebenen weiblichen Stärken bspw. für Führungskräfte tendenziell gefragter sind.*

    Wer sagt denn das, David? WER?

    Wo sind die ERGEBNISSE?

    Wo sind die von Frauen in großer Zahl zum Erfolg geführten, von ihnen gegründeten Unternehmen, die viele Arbeitsplätze schaffen, Steuern und Gewinne abwerfen?

    Warum sind Matriarchate so, äh, … – wie sagt man das jetzt höflich und politisch korrekt – nun ja, … ein wenig unterentwickelt?

    *Früher hielt man es für geschlechtsneutral, da es keine Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern gibt (man könnte ja ein dickeres CC bei Frauen erwarten.*

    Dann wollen wir doch mal so uncharmant sein, darauf hinzuweisen, dass weibliche Gehirne rund 10 % kleiner sind als männliche, im Schnitt, auch wenn auf Muskelmasse, Körpergewicht, Größe der Hautoberfläche korrigiert wird.

    Und ja, der IQ korreliert positiv mit der Hirngröße.

    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289604001357

    @ ratloser

    *Frauen sind emotional instabiler (zumindest die prä- und perimenopausalen), tendieren wesentlich stärker zum Rückfall auf die Stufe des magischen Denkens und tragen ihre Konflikte nicht konfrontativ, sondern intrigierend aus.*

    Stereotype, ratloser, nur naive, dumme Stereotype.

    Und wenn sie noch so oft durch Alltagserfahrungen bestätigt werden – sie sind GLÄNZEND widerlegt.

    Schlag nach in den Veröffentlichungen der Gender Studies.

    *Das macht sie als Führungspersönlichkeiten so beliebt und wertvoll, gerade auch bei anderen Frauen.*

    Weshalb die Märkte dieser Welt auch aufgerollt werden von Frauenunternehmen – also aufgerollt würden, wenn, ja wenn die white male heterosexual POWERSTRUCTURE, dieser unheilige Geist der Genderkirche, Frauen nicht daran hinderte, durch sein geheimnisvolles, ungreifbares Wirken, das, wir wir mehr und mehr entsetzt erkennen, bis in die Formung unserer Gehirne hineinwirkt, genau dies verhinderte.

    Noch mehr Gendersensitivitätstraining = Exorzismus durch die Priester.I.nnen der Gendersekte wird’s richten (*überzeugt in die Runde guck*).

    Und natürlich Quoten satt.

    Und vor allem: FRAUENFÖRDERUNG, unbedingt.

    Bis die Schwarte kracht.

    @St Elmo

    *Ich hatte bis jetzt nur eine Chefin daher fehlt mir da der Vergleich aber was ihr verhalten und ihre Art der Führung anging hat sie sich nicht sehr von den guten Chefs unterschieden.*

    Da sie noch nicht durch Quote nach oben gehievt wurde, ist das auch nicht weiter verwunderlich.

    Mit Quote wird das anders.

    *Oder mache ich da einen logischen Fehler?*

    Nein.

    • @Roslin und andere:

      .*

      Wer sagt denn das, David? WER?

      Wo sind die ERGEBNISSE?

      Ruhig. Ich spreche ja nur von der obigen Studie, die Fähigkeiten nennt welche Frauen favorisieren und welche man durchaus mit dem Profil einer Führungskraft gut in Verbindung bringen kann.

      Das heißt ja nicht, dass ich nicht auch anzweifle dass diese basalen Verdrahtungen sich tatsächlich auf Persönlichkeitsebene übersetzen in kompetentere Führungskräfte.
      Solche Ergebnisse wird uns auch kein bildgebendes Verfahren liefern, sondern wir müssen einfach auf die (unkontrollierte) „Studie“ der Realität als bestmögliche Annäherung schauen.

      Dass aber Frauen in manchen kognitiven Bereichen wie Sprachverständnis und Wahrnehmungsgeschwindigkeit vorne liegen, wirst du wohl nicht abstreiten.

      Dann wollen wir doch mal so uncharmant sein, darauf hinzuweisen, dass weibliche Gehirne rund 10 % kleiner sind als männliche, im Schnitt, auch wenn auf Muskelmasse, Körpergewicht, Größe der Hautoberfläche korrigiert wird.

      Und ja, der IQ korreliert positiv mit der Hirngröße.

      Das ist aber auch wieder nur die halbe Wahrheit, wenn du verschweigst dass Frauen eben deutlich mehr IQ-korrelierte weiße Materie haben bzw. nutzen.

      Wir haben nun mal einen IQ-Gleichstand (Varianzunterschiede mal außen vor), damit musst du dich leider abfinden.

      Die intellektuellen Potentiale von Frauen nicht gesellschaftlich zu nutzen und zu fördern, wäre und war dumm.
      Frauen für die besseren Männer zu halten und einseitige Förderung sowie Demoralisierung auf der anderen Seite zu betreiben, ist es aber natürlich ebenfalls.

  5. Das kam ich glaube vorgestern in der Tageszeitung bei uns, dass männliche Gehirne in der einen Hinsicht mehr, in der anderen wenige als weibliche „verdrahtet“ sind.

    Womit war die Meldung übertitelt? Sinngemäß mit „Frauen haben ein besser vernetztes Gehirn“…

    …es ist zum Kotzen. Es ging auch aus dem Text darunter nicht mal hervor, dass ein Geschlecht insgesamt in der Hinsicht besser aufgestellt ist als das andere. Dennoch in der Überschrift der übliche „Frauen sind besser“-Quatsch.

    Wollt ihr Frauen das eigentlich?

  6. Interessantes aber nicht wirklich neues Ergebnis. Ein wenig überrascht bin ich von der Aufteilung der Gehirnhälften. Irgendwann hatte ich mal gehört, dass diese links-rechts-Aufteilung nicht bewiesen werden konnte? Oder ist das inzwischen auch schon wieder veraltet?

    Persönlich sehe ich kein Problem damit, dass es im Mittel Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gehirnen gibt. Obwohl ich glaube, dass die soziale Komponente noch immer großen Einfluss hat, halte ich ein völliges Wegdiskutieren von Biologie für zu ideologisch. Gefährlich wird es nur dann, wenn wir wieder anfangen unsere Stereotypen auf diesen Ergebnissen aufzubauen.

    Männer sind grundsätzlich logisch denkend aber unkommunikativ.
    Alle Frauen sind emphatisch, besitzen aber kaum feinmotorische Fähigkeiten.
    Solche Generalisierungen sind ärgerlich und auch gefährlich, weil sie das Individuum ausblenden und zu falschen Annahmen und Schlussfolgerungen verleiten.

    • Das ganze war 2008, als Susan Pinkers Buch Das Geschlechterparadox erschien, schon mal ein Riesenthema.

      „…. halte ich ein völliges Wegdiskutieren von Biologie für zu ideologisch. Gefährlich wird es nur dann, wenn wir wieder anfangen unsere Stereotypen auf diesen Ergebnissen aufzubauen.“

      Wenn man eine maskulistische Theorie aufstellen wollte, dann wären das sicher 2 Ausgangsprämissen. Genauer gesagt:

      1. einzelne Personen sind durch ihre biologischen Gegenbenheiten in signifikantem Umfang (natürlich nicht ausschließlich) intellektuell (insb, Talente) und sozial vorgeprägt, insb. auch in ihrer sexuellen Orientierung, die nicht „umerziehbar“ ist.

      2. Männer und Frauen haben nicht unbedingt bei allen vorgeprägten intellektuellen oder sozialen Merkmalen die gleichen Verteilungen (im mathematischen Sinn z.B. beim klassischen IQ wo Männer bzw Frauen zwar den gleichen Durchschnitt, Männer aber eine höhere Varianz haben).

      3. Stereotype im Sinn von Beobachtungen kann man nicht unterdrücken.
      Daß Jungen mehr Interesse an Technik und Mathe entwickeln oder lieber als Mädchen Action-Filme ansehen, sollte man einfach als gegeben akzeptieren. Erst indem man verkrampft versucht, diese Unterschiede durch Umerziehung und Gehirnwäsche auszumerzen, schafft man die Probleme. Ich bin sogar überzeugt, Männer und Frauen bzw. Jungen und Mädchen *wollen* verschieden sein. Das geht am einfachsten, wenn beide Seiten gleichmäßig verschieden sind. Zumal die biologische Unterschiede massig Ausgangspunkte liefern um unterschiedliches Sozialverhalten zu generieren.

      • „3. Stereotype im Sinn von Beobachtungen kann man nicht unterdrücken.
        Daß Jungen mehr Interesse an Technik und Mathe entwickeln oder lieber als Mädchen Action-Filme ansehen, sollte man einfach als gegeben akzeptieren. Erst indem man verkrampft versucht, diese Unterschiede durch Umerziehung und Gehirnwäsche auszumerzen, schafft man die Probleme. Ich bin sogar überzeugt, Männer und Frauen bzw. Jungen und Mädchen *wollen* verschieden sein. Das geht am einfachsten, wenn beide Seiten gleichmäßig verschieden sind. Zumal die biologische Unterschiede massig Ausgangspunkte liefern um unterschiedliches Sozialverhalten zu generieren.“

        Hier muss ich widersprechen.
        Ich glaube, dass viele der von dir genannten Unterschiede (Interesse an Technik, Mathematik, Actionfilme) eben nicht rein auf biologischen Unterschieden basieren, sondern tatsächlich sozial beeinflusst werden. Den Satz „Mädchen müssen nicht gut in Mathe sein“ habe ich mehr als einmal gehört und meine Schulzeit ist nicht so lange her. Das prägt durchaus.

        Umerziehung ist nicht zielführend. Jeden Unterschied auf nicht änderbare biologische Gründe zu schieben, ebenfalls. Das Leugnen biologischer Unterschiede ist vermutlich tatsächlich eher ideologisch als wissenschaftlich fundiert. Der Hang des Maskulismus, sich auf biologische Unterschiede zu stützen geht jedoch in eine ähnlich extreme Richtung.
        Weshalb sollte man Unterschiede fördern, wenn noch immer nicht geklärt ist, ob diese tatsächlich „naturgegeben“ sind? Das bedeutet doch nur wieder eine Einengung des Individuums, sozusagen eine Vorverurteilung aus Basis des Geschlechts. Ich finde, einem Mädchen klarzumachen, dass es genauso viel Talent für Mathe haben kann wie ein Junge, und einem Jungen zu zeigen, dass dieser eine sprachliche oder soziale Begabung haben kann, ist kaum als Gehirnwäsche zu bezeichnen.

        (Zu deinen im letzten Kommentar verlinkten Artikeln werde ich mich später direkt melden :))

        • Finde immer wieder innteressant wie aus einer leben-und-leben lassen Argumentation ein „fördern“ wird. Da werden unbewusste Ängste sichtbar.

          Hier wird meist dafür argumentiert, dass man keine Barrieren aufbauen sollte und den progressiv ideologisch-utopistischen und übergriffigen Nötigungs- und Bevormundungsdrang, dass es doch besser wäre wenn … nicht so gern hat.

          Die Menschen suchen sich ihr Glück schon selbst. Auch die Mädchen.

          Denny, Du scheinst hier bei Dir selbst einen blinden Fleck zu haben. Wahrscheinlich siehst Du Dich selbst als souverän progressiv. Aber obig angeführte Wahrnehmung Deinerseits bereitet mir unbehagen und ruft bei mir den Impuls einer sog. „Gutmenschen“ Kategorisierung hervor (für Definition siehe einer der letzten sciencefiles.org Beiträge).

          Aber viellecht ist das nur meine eigene Disposition und alles doch nicht so.

        • „Finde immer wieder innteressant wie aus einer leben-und-leben lassen Argumentation ein “fördern” wird. Da werden unbewusste Ängste sichtbar.“

          Och, die sind gar nicht so unbewusst. Ich schrieb ja, dass mir der Satz „Mädchen müssen kein Mathe können“ mehrfach unterkam. Übrigens wurde mir auch gesagt, ich könne mir ja viel für meine berufliche Zukunft wünschen, würde dann aber ohnehin mit Ehemann und Kindern hintern Herd enden. Das ist nichts anderes als Beeinflussung, die beinahe dazu geführt hätte, dass ich mein Glück eben nicht gefunden hätte.

          Mir ist auch nicht klar, was an „fördern“ so negativ sein soll. Es geht ja nicht darum, jetzt alle Mädchen zu großen mathematischen Leistungen zu zwingen und Jungen grundsätzlich in sprachliche Förderprogramme zu stecken. Vielmehr sollte dafür gesorgt werden, dass Beeinflussungen wie oben genannt weitestgehen reduziert werden (ganz abschaffen wird man sie wohl nie können) und sich so jeder frei entfalten kann.

          Wo da jetzt mein „blinder Fleck“ sein solle sehe (ha ha) ich gerade nicht.

        • @denny

          „ich könne mir ja viel für meine berufliche Zukunft wünschen, würde dann aber ohnehin mit Ehemann und Kindern hintern Herd enden“

          JaJa.
          Das ist die übliche Selbstrechtfertigung für eigene schlechte Leistungen, für die trotz multipler Förderungen (siehe Girls-Day) falsche Berufswahl, für die nicht vorhandene Leistungsbereitschaft im späteren Beruf.

          Schuld sind immer die Anderen (sprich: die Männer oder das immaginierte Patriarchat))

          Außerdem:

          Der Herd steht zwar einerseits als Metapher für alles Negative, für alles die Frau auf eine traditionelle Rolle Festlegendes (außer Männer kochen), andererseits sind Frauen selten bereit, sich selbst zu versorgen, machen selten jenseits der Quoten aus eigener Kraft Karriere (wie z.B. Merkel)

          Ergo:
          Frauen fordern für sich immer mehr Rechte bei gleichzeitiger Entpflichtung, während sie hingegen Männer immer mehr verpflichten wollen bei weitreichender Entrechtung.

          Deshalb hat deine Feminismusdefinition (Gleichberechtigung ) auch nichts mit der Realität zu tun, sondern ist eine willkürliche kontrafaktische Umdefinition.

          Es ist der Versuch, unter dem Label der Gerechtigkeit eigene Privilegien weiter auszubauen vor dem Hintergrund der Vorstellung einer weiblichen Suprematie

        • Mit dem vorletzten Absatz kann ich leben, wenn der auch tatsächlich verinnerlicht ist und in diesem Sinne ernst gemeint. Es geht immer um Wahlfreiheit wobei auch gesehen werden muss, das Mann wie Frau nicht alles haben kann. Das wäre Leben ohne entscheiden zu müssen, ohne sich etwas verdienen zu müssen etc. …. Dsneben gibt es dann noch die jedem Menschen in jedem Alter zu gewährende und zu beachtende persönliche Achtung, die aber nicht identisch mit Recht auf … ist.

          Es gibt männliche und weibliche Gewaltdispositionen und die weibliche hat in ihrer Form eben auch viel mit ihren eigenen Projektionen zu tun. Der Feminismus ist m.E. Ausdruck davon und sollte als Ideologie verschwinden, da er u.a. Vertauen vernichtet und z.B. mit ursächlich für mein Misstrauen ist.

          Damit bin ich nicht allein. Das passiert derzeit offenbar in der westlichen Welt weltweit – insbesondere junge oder werdende Männer fangen an das kritisch zu hinterfragen und Frauen grundsätzlich in ihrem Verhalten zu beurteilen. Ich deute das als Folge feministischer Hetze.

        • „‚ich könne mir ja viel für meine berufliche Zukunft wünschen, würde dann aber ohnehin mit Ehemann und Kindern hintern Herd enden‘

          JaJa.
          Das ist die übliche Selbstrechtfertigung für eigene schlechte Leistungen, für die trotz multipler Förderungen (siehe Girls-Day) falsche Berufswahl, für die nicht vorhandene Leistungsbereitschaft im späteren Beruf.

          Schuld sind immer die Anderen (sprich: die Männer oder das immaginierte Patriarchat)“

          Nichts für ungut aber das ist Unsinn. Weder habe ich mit diesem Satz meine eigene schlechte Leistung erklärt (die ich übrigens nicht erbrachte), noch habe ich jemanden die Schuld für irgendetwas gegeben.
          Wenn ein junges Mädchen das gerade eine gute Leistung erbrachte, jemanden erzählt, dass es später in diesem Bereich arbeiten möchte und als Antwort oben genannten Satz zu hören bekommen, dann darf, soll und muss das kritisiert werden. Der Satz kam übrigens von einer Frau.
          Dass Mädchen von Natur aus schlechter in Mathe seien ist wiederum eine Rechtfertigung, die selten von den Mädchen selbst, sondern von ihrem sozialen Umfeld kommt. Ergo entschuldigen sich hier nicht die Mädchen/Frauen selbst für schlechte Leistungen, sondern werden von anderen dafür entschuldigt. Auch von Männern. Umgekehrt ist das bei Jungen im sprachlichen Bereich zu beobachten.

          „Frauen fordern für sich immer mehr Rechte bei gleichzeitiger Entpflichtung, während sie hingegen Männer immer mehr verpflichten wollen bei weitreichender Entrechtung.“

          Wo du das aus meinem obigen Beitrag rausliest, ist mir schleierhaft. Du darfst die entsprechenden Stellen gerne zu meinem besseren Verständnis zitieren.
          Entgegen mancher Meinungen sind wir Frauen eben nicht alle intrigante Männerhasserinnen mit dem geistigen Horizont eines Kleinkinds.

          Dass meine Definition von Feminismus teilweise stark von derzeitigen Strömungen abweicht ist mir bewusst und das bedaure ich. Den Feminismus deshalb generell zu verteufeln ist aber auch keine Lösung.

        • @petpanther

          „Also doch der typische verantwortungsdeligierende narzisstisch selbstgefällige “Blinde Fleck”. Hier nun für alle gut sichtbar.“

          Ich bitte um nähere Erkärung und entsprechende Zitate meiner Beiträge, denn bisher kann ich diesen Fleck noch immer nicht erkennen.

        • @denny

          Ich habe ihn in meinem ersten hier bezüglichen Beitrag im Zusammenhang erklärt und habe den Eindruck, dass genau bekannt ist was ich damit meine. Wiederholen ist deshalb auch nicht notwendig.

          Zitiert wurde ebenfalls.

        • @petpanther

          Und ich habe bereits in meiner ersten Antwort auf diesen Beitrag geschrieben, dass ich nicht erkennen kann, wo mein blinder Fleck sein soll. Da dieses Argument nun noch einmal aufkam, muss ich eben noch mal nachfragen.

        • Der blinde Fleck liegt ja auch bei petpanther.

          Meine Güte, da lässt jemand sich schon mal mit beachtlicher Offenheit auf eure maskulistische und auch teilweise frauenfeindliche Argumentation ein und ihr habt direkt Schaum vorm Mund und legt ihr irgendwelchen Femikram in den Mund.
          Fail!

          Die Männerbewegung ist leider voll von Leuten, die nicht mal nen Fisch fangen können, der ihnen von selbst aufs Boot hüpft.

  7. Okay, nun wissen wir, wie es im Schnitt um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in den Groß- u. den Kleinhirnen bestellt ist. Immerhin, und es bestätigt vordergründig ein paar überkommene Selbstverständlichkeiten, die hart an der Grenze zum Banalen rangieren.
    Und? Was ist mit Vergleichsgrößen, ohne die das ganze wertlos ist?
    Was ist mit den Unterschieden ( im Schnitt und im Extrem ) innerhalb der Geschlechter? Zwischen verschiedenen Bezugsgruppen?
    Was mit den Unterschieden in den tatsächlichen Auswirkungen im Alltag ( der einzelnen Individuen )?
    Oder versucht man uns wieder ein Gender-Gap zu verkaufen, was ja schon mal ähnlich blödsinnig aufgezogen wurde? Ost-West-Gefälle und Nord-Süd-Gefälle bspw. sind größer als der geschlechtsspezifische Unterschied bei der Bezahlung.
    Warten wir also auf eine vernünftig erhobene, oder zumindest anständig interpretierte Studie.

    • @Claudia

      Ja, sehr guter Artikel. Und auch noch von einer Journalistin.

      *Das heißt aber auch: Verantwortlich dafür, dass sich ein Gehirn so und nicht anders entwickelt, ist nicht die Umwelt, sondern die eigene Begeisterung. Diese Begeisterung ist die Triebfeder, nach welchen Kriterien sich jeder Mensch zu jeder Zeit und an jedem Ort die Aspekte aus seiner Umwelt aussucht. Heraus kommt eine neuronale Straßenkarte, die sich nicht nur im Allgemeinen von Mensch zu Mensch, sondern auch im Besonderen zwischen Männern und Frauen unterscheidet.*

      Nicht in erster Linie die Umwelt (jedenfalls in den entwickelten Staaten), aber doch auch.

      Und weil sich Jungen und Mädchen inhärent von Anfang an IM SCHNITT ein wenig unterschiedlich interessiert zeigen, aufgrund der evolutionär „voreingestellten“ Optimierung auf verschiedene Aufgaben hin (Arbeitsteilung bei der Fortpflanzung) entwickeln sich ihre Gehirne AUSEINANDER im Laufe ihres Aufwachsens.

      Hier ist nicht die böse Kultur primär ursächlich, sondern umgekehrt: Die Kultur ist Ausdruck und Folge dieses primären Unterschiedes, den kulturelle Setzungen nur ein wenig aufspreizen oder vermindern, nie aber beseitigen können.

    • @claudia, die schönheit liegt im auge des betrachters und ich vermisse eine klare argumentationlinie. es mischt sich wunsch und wirklichkeit. ein paar beispiele

      *Er muss sich auf die Suche begeben und seine Rollen neu finden.*

      es sind doch gerade die frauen, die neue rollen suchen und besetzen. obiger satz ist doch eher eine aufforderung an männer es ihnen gleich zu tun, aber geändert hat sich wenig.

      *Alles eine Sache der Gene, heißt es da oft als Erklärung und dankbar wird das Steinzeitmodell herangezogen.*

      dann werden die steinzeitliche rollenbilder beschrieben und festgestellt, dass sie stabil sind. es wird nichts erklärt, nichts begründet.

      weiter geht es mit den 50er jahren und „egoistischen genen“. was für ein zusammenhang, da letztere eine grundaanahme der evolutionsbiololgen sind, die die ganze evolution treiben.

      die nächste überschrift lautet „keine frage der gene“ nur um dann festzuhalten, dass der testosteroneinfluss wichtig ist, dass das natürlich von genen veursacht wird, wird schlichtweg ignoriert, obwohl das y-chromosom besprochen wird.

      das orchsterbild verstehen wir alle

      *Die hormonelle Ausstattung bewirkt allerdings, dass bei den Männern mehr Pauken und Trompeten in der ersten Reihe sitzen, beim weiblichen Geschlecht sind auf diesen Plätzen eher die harmonietragenden Instrumente vertreten.*

      sehr schönes bild, ohne jede begründung. in ihrer zusammenfassung

      *Verantwortlich dafür, dass sich ein Gehirn so und nicht anders entwickelt, ist nicht die Umwelt, sondern die eigene Begeisterung.*

      vergisst sie die gene und das testosteron wieder komplett. jeder halt im rahmen seiner möglichkeiten. aber ich habe schon schlimmeres gelesen, @claudia.

    • @claudia, überleg noch mal, ob es eine ursächlichen zusammenhang zwischen genen und hormonen gibt. da der einfluss der hormone auf das gehirn wohl akzeptiert ist, man nicht doch die „mär von den genen“ nicht radikal neu denken muss.

    • @claudia, ich kann es mir nicht verkneifen – schau’mer mal Mal wie @christian das beurteilt – nach der Lektüre des Artikels das Bild des Orchesters aufzugreifen

      *Hüther vergleicht das Gehirn mit einem Orchester.*

      um festzustellen, dass sich bei mir für die Autorin eben nicht

      *beim weiblichen Geschlecht sind auf diesen Plätzen eher die harmonietragenden Instrumente vertreten.*

      ein wohl orchestriertes harmonisches Bild einstellt, sondern eher
      das Bild einer experimentierenden, vielstimmigen, widersprüchlichen Band, die im Rahmen der Improvisation ihren Weg sucht.

  8. Weil die Gehirne so unterschiedlich sind, haben Frauen und Männer die gleichen Bedürfnisse. Deswegen gibt es Frauenförderung.
    .
    .
    .
    .
    Für wen das Sinn macht, der braucht eigentlich kein Gehirn.

  9. „Der Beitrag diskutiert Gene, Hormone und Lebenserfahrung/Lernen/Verhalten als Ursache von Unterschieden im Gehirn.“
    Nö! Er interpretiert Hüther, noch dazu reichlich einseitig, wie schon aus der Begriffswahl deutlich wird. Zähle mal die Männer, die Frauen und die männlichen, resp. weiblichen Hormone im Artikel und dann zähle nur mal die Gesamtheit aller anderen Einflüsse zusammen. Und da bleibt dann nicht viel übrig.
    Null Diskusson.
    Der Artikel ist Schund!

  10. Einige Anmerkungen:
    „The scans showed greater connectivity between the left and right sides of the brain in women, while the connections in men were mostly confined to individual hemispheres. “
    Wenn man das weiß, hat man dies gewählt und verglichen. Sind die Abweichungen signifikant, d.h. nicht rein zufällig?
    „Verma’s team used a technique called diffusion tensor imaging to map neural connections in the brains of 428 males and 521 females aged eight to 22. “ Das widerspricht dem:
    „Scientists have drawn on nearly 1,000 brain scans to confirm what many had surely concluded long ago: that stark differences exist in the wiring of male and female brains.“
    Der größte Teil der Bevölkerung in Deutschland ist älter als 22… Sicher auch in England, in den USA ist dies auch so.
    „“If you look at functional studies, the left of the brain is more for logical thinking, the right of the brain is for more intuitive thinking.“
    Intuitive thinking ist kein „thinking“ sonst wäre es „logical thinking“ – es ist überhaupt kein Denken. Ansonsten kann es keine functional study für intuitive thinking geben, weil es etwas messen soll, was per definition nicht messbar ist.

    • Dass menschliche Kognition, der assoziative Kortex nicht streng logisch operiert, ist doch trivial (siehe allein mal die ganzen fallacys). Darüber hinaus umfasst Kognition mehr als deduktive und induktive Prozesse, die sich überhaupt am normativem Konzept der Rationalität messen lassen. Auch bildliche Vorstellungen gehören beispielsweise zum Denken.

      Trotzdem wäre hier eine Definition oder Operationalisierung des intuitiven Denkens im Artikel wohl sinnvoll.

      Übrigens wollte ich dir mal sagen, dass ich bei deinen (meist sehr interessanten) Postings immer das Anführungszeichen suchen muss, das Zitat von Kommentar trennt.
      Würde es dich stören, mehr Absätze zu machen? 😉

      • „Würde es dich stören, mehr Absätze zu machen? “
        Nein. ich habe leider eine schwere Sehbehinderung (Vernarbungen auf der Augenhornhaut die ich mir beim Militärdienst zugezogen habe – neben anderen Wehwehchen), das macht manchmal die Fehlersuche nicht eben leicht. Meist schreibe ich mit einer Braillezeile (braille Tablet). bei Programmen meckert der Compiler und das ist leicht zu erkennen.
        Also im Grunde nein, ist aber nicht so ganz einfach es immer zu tun.

        • Oh, das wusste ich nicht.

          (Vernarbungen auf der Augenhornhaut die ich mir beim Militärdienst zugezogen habe – neben anderen Wehwehchen)

          Ich glaube wir hatten es einmal von so etwas, nur dass ich nicht wusste dass du selbst betroffen bist.
          So kann ich deine Haltung natürlich etwas besser nachvollziehen.

          Mir war übrigens nie aufgefallen dass du mehr Fehler machen würdest (ich selbst vertippe mich häufig und korrigiere selten)

      • @ David

        *Trotzdem wäre hier eine Definition oder Operationalisierung des intuitiven Denkens im Artikel wohl sinnvoll.*

        War ja nicht Gegenstand der Untersuchung, die sich nur auf die Feststellung der Konnektivität innerhalb männlicher und weiblicher Gehirne – sondern ist nur die Ad-hoc-Interpretation der Ergebnisse, die der Forscherin (!, ich nehme an, von feministischen Vorstellungen affiziert wie fast alle Akademikerinnen) wohl schwer im Magen lagen („Es ist erstaunlich, wie sehr die Ergebnisse alte Stereotype stützen …“ usw.).

        Etwas einfach so dahinsagen, um einen „Schock“ zu bewältigen, das darf man auch ohne Operationalisierung.

    • @ Dummerjan

      *Der größte Teil der Bevölkerung in Deutschland ist älter als 22… Sicher auch in England, in den USA ist dies auch so.*

      Das Sample soll repräsentativ sein für die entsprechenden Altersgruppen.

      Habe keinen Grund, daran zu zweifeln.

  11. „Damit ist natürlich noch nicht der eigentliche Streit gelöst, ob diese Strukturen sich aufgrund unterschiedlicher Lebenserfahrung oder aufgrund der Gene oder Hormone herausbilden.“

    Außerdem ist wohl noch die Frage offen, mit welcher Trefferwahrscheinlichkeit ein/e erfahrene/r Forscher/in, die/dem man einfach nur Gehirnscans vorlegt, bestimmen kann, ob der Gehirnbesitzer männlich oder weiblich ist…

    „Male and female brains showed few differences in connectivity up to the age of 13“

    Also weitgehende Gleichheit noch in der Hochphase des pubertären Umbaus, der sich in westlichen Gesellschaften kontinuierlich zeitlich nach vorne verschoben hat:

    „Lag das Durchschnittsalter bei deutschen Mädchen zum Zeitpunkt der ersten Periode im Jahr 1860 noch bei 16,6 Jahren, verschob sich dieses Alter in den folgenden Jahren kontinuierlich nach vorn: 1920 lag es bei 14,6 Jahren, 1950 bei 13,1 Jahren und 1980 bei 12,5 Jahren. Für 1994 konnten Wissenschaftler ein Durchschnittsalter von 12,2 Jahren ermitteln. Kluge hat hochgerechnet, dass die Mädchen im Jahr 2010 im Durchschnitt bereits im zehnten oder elften Lebensjahr zum ersten Mal ihre Tage bekommen werden.

    Einen ähnlichen Trend beobachten Wissenschaftler auch bei der Geschlechtsreife von Jungen. So lag das Alter zum Zeitpunkt des ersten Samenergusses 1994 bei 12,6 Jahren, während es 1980 noch bei 14,2 Jahren gelegen hatte. Die Zahlen belegen auch, dass der Entwicklungsunterschied zwischen Jungen und Mädchen im Lauf der Zeit immer geringer geworden ist: Inzwischen liegen zwischen der Geschlechtsreife von Jungen und Mädchen im Durchschnitt nur noch wenige Monate.“

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/neue-studie-jugend-immer-frueher-geschlechtsreif-a-418064.html

    „but became more differentiated in 14- to 17-year-olds.“

    Spricht für mich tendenziell und – given my reputation – wenig überraschend für eine nicht zu unterschätzende Bedeutung sogenannter sozialer Faktoren.

    • @ muttersheera

      Der Umbau der Gehirne in Reaktion auf die veränderten Hormonspiegel braucht Zeit, braucht Jahre.

      Ist ja nicht so wie in einem Schaltkreis, wo man einfach einen Schalter umlegt und schon fließt der Strom sofort in andere Leitungen.

    • Außerdem ist wohl noch die Frage offen, mit welcher Trefferwahrscheinlichkeit ein/e erfahrene/r Forscher/in, die/dem man einfach nur Gehirnscans vorlegt, bestimmen kann, ob der Gehirnbesitzer männlich oder weiblich ist…

      Steht direkt im Abstract der von Christian verlinkten Studie: beachtliche 79% prediction accuracy! Und das ist der erste Versuch mit diesem methodischen Ansatz, der Wert dürfte in den nächsten Jahren weiter steigen.

      Dein Einwand zur Pubertät ist hoffnungslos naiv.

      Man hat hier aus Gründen statistischer Power Gruppen verglichen (alle unter 13 vs. 14-17 vs. Erwachsene), das heißt nicht dass der Dimorphismus bei 13-jährigen nicht schon beobachtbar sei. Der Anstieg des T-Spiegels unterliegt großen interindividuellen Schwankungen, ist aber längst nicht mit Pubertätseintritt abgeschlossen:

      http://www.healthline.com/health/low-testosterone/testosterone-levels-by-age

      Wir sprechen hier von morphologischen Veränderungen. Die finden nicht von heute auf morgen statt.
      Man weiß heute, dass Dimorphismen im Wesentlichen Testosteron-moduliert sind. Siehe auch SDM.

      Aber natürlich weiß muttersheera es besser. Nach der Pubertät werden die armen Kinderchen ganz plötzlich gegendert und die Konnektivität der Hirnhälften verändert sich dadurch grundlegend.
      Die Sozialisation ist so vollkommen unterschiedlich für die beiden Geschlechterkollektive, dass der Effekt selbst Milieu- und kulturbedingte Sozialisationsunterschiede derart überlagert, dass wir Sex mit 80% vorhersagen können.
      Hoffnungslos verblendet trifft es wohl eher.

      • @ david

        Danke für die Zahl und behave!, wenn ich nun wieder mit meinem hoffnungslos naiven Ansatz weiterwurschtel:

        Über den Daumen gepeilt hätte demnach jeder 5.-6. junge Mann ein weibliches Gehirn und umgekehrt?

        Eine Trefferquote weit jenseits der 90 %-Marke hätte mich beeindruckt. Die erwartest für wann etwa?

        „Nach der Pubertät werden die armen Kinderchen ganz plötzlich gegendert und die Konnektivität der Hirnhälften verändert sich dadurch grundlegend.“

        Nö, gegendert werden sie schon von Anfang an.
        Aber erst ab (bei Mädchen) ungefähr dem Einsetzen der Menarche ändert sich z. B. die Selbstkonzeption, slowly but surely. Das sind dann m.B.n. auch die Jahre, in denen Du einer nicht zu verachtenden Anzahl (meines Klientels zumindest) alle paar Monate beispielsweise Bruchrechnung ganz neu beibringen kannst, weil sie scheinbar komplett alles vergessen haben.
        Würde mich interessieren, ob das in reinen Mädchenklassen auch so krass zu beobachten ist.

    • @muttersheera, in einem, der übrigens sehr sehenswerten Videos zum Thema Gehirnwäsche von Harald Eia, wird einer der, dem evolutionsbiologischen Modell zugeneigten Forscher, nachdem er eine Videoaufnahme des Genderisten gesehen hat, gefragt, was er ihn fragen würde. Er antwortet, sinngemäß, dass bei den aktuellen Fortschritten in der biologischen Forschung, er wahrscheinlich noch zu seinen Lebzeiten mit dem Beweis für die Richtigkeit der evolutionsbiologischen Erklärung konfontiert wird und was er dann machen würde. Mit dieser Aussage konfrontiert, gab der Genderist, in diesem Fall ein Mann, seinen Glauben an Nuture auf.

      Wie würdest Du darauf reagieren, @muttersheera? Jetzt mal ganz hypothetisch.

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