Welche evolutionäre Auswirkung hat die hauptsächliche Betreuung eines Säuglings durch ein Geschlecht?

Ein Kommentar von Syzygy hat mich über Folgendes nachdenken lassen:

 Wenn Frauen während der Entwicklungsgeschichte die Kindererziehung hauptsächlich übernommen haben (wofür neben dem Umstand, dass wir Säugetiere sind auch alle Befunde aus ethnologischen Untersuchungen sprechen), dann werden alle Selektionen begünstigt, die für jemanden, der einen Säugling/ein Kleinkind versorgt vorteilhaft sind.

Dies sind insbesondere all solche Selektionen, die berücksichtigen, dass Säuglinge und Kleinkinder empfindlicher sind, langsamer sind, schwächer sind, verletzlicher sind etc.

Dies könnten beispielsweise sein:

  •  bessere Erkennbarkeit von verdorbenen/reifen Nahrungsmitteln über einen besseren Geschmackssinn (beim Vorkosten) oder bessere optische Mustererkennung
  • geringere Toleranz gegen Verschmutzungen, die Nährboden für Keime und Parasiten sind
  • geringere Risikotoleranz, die auch die Reaktionen des Kindes mit einplant
  • Angst vor Gefahren, die gerade Kinder in diesem Alter betreffen, etwa giftige Tiere, deren Biss einen Säugling gefährden kann (in Afrika insbesondere Schlangen und Spinnen)
  • Meidung von Krankheitsübertragern, zB Ratten
  • Vermeidung körperlicher Auseinandersetzungen
  • Bessere Erkennung eines Gemütszustandes zur früheren Erkennung von Krankheiten und Bedürfnissen (=höhere Empathie)

Klingt wie eine Ansammlung weiblicher Klischees? Vielleicht aus gutem Grund.

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass keine Selektion stattfindet, wenn ein Geschlecht eine Arbeit häufiger übernimmt als das andere Geschlecht. Welche hier stattgefunden hat wäre interessant.

Was meint ihr?

44 Gedanken zu “Welche evolutionäre Auswirkung hat die hauptsächliche Betreuung eines Säuglings durch ein Geschlecht?

  1. moin christian

    bei kognitiven fähigkeiten hat es eine selektioin gegeben und damit ein auseinanderdriften der unterschiedlichen gruppen.
    würde ein gewisses niveau nicht ausreichen um erfolgreich nachwuchs grosszuziehen? also keine notwendigkeit über ein bestimmtes level hinaus fähigkeiten zu entwickeln.

    was mir aufgefallen ist, das vielen männern babys mehr oder weniger ‚egal‘ sind und deren interesse, am kind, erst einige jahre später steigt.
    für frauen baut die schwangerschaft ja schon eine ganz anderes verhältnis zum nachwuchs auf. die beiden sachen würden ja schon ausreichen um aufgaben zu verteilen?

    in letzter zeit lese ich öfters berichte von steigenden zahlen psychisch kanker kinder
    ein bsp.
    http://www.pro-medienmagazin.de/paedagogik.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=4593

    hat der versuch die familie(ehe von mann und frau) als grundlage für erziehung und gesunde entwicklung von kindern abzuschaffen und die ständig wachsende fremdbetreuung da einfluss (den gedanken kann man zumindest sehr oft in artikeln lesen).
    daraus ableitend: könnte man nicht familie als optimierten ort für ‚kinderaufzucht‘ ansehen. und stellt das nicht ganz praktisch die frage ob das egoistische gen auf qualität (familie) anstelle von quantität(soviele samen verteilen wie möglich) setzt.

  2. Woher willst du denn wissen, daß die Frauen sich um die Babys gekümmert haben? Die geschlechtliche Aufteilung der Arbeit kam erst mit dem Patriarchat, also in evolutionsbiologisch nicht relevanten Zeiträumen.

    Davor wurde die Arbeit zwischen den Geschlechtern genau aufgeteilt. Erst durch das Patriarchat wurde diese Egalität abgeschafft. Dein Text ist die übliche Propaganda, in der du vermeintliche Selektionsdrücke konstruierst, die so keineswegs stattgefunden haben müssen und die genau den Unterdrückungsmechanismen des Patriarchats entsprechen. Das Patriarchat ist um ca. 2000 v.u.Z. entstanden.

    P.S.: Zum Verständnis: Ich habe die Seiten gewechselt. Ich habe all meine geistigen Fähigkeiten aufgegeben, jegliches Vermögen, kritisch zu denken, und betrachte die Wirklichkeit von nun an unter alleinig politischen Maßstäben und Zielsetzungen. Ich bin jetzt Feminist.

    • @James

      „Woher willst du denn wissen, daß die Frauen sich um die Babys gekümmert haben? Die geschlechtliche Aufteilung der Arbeit kam erst mit dem Patriarchat, also in evolutionsbiologisch nicht relevanten Zeiträumen.“

      Ich hatte es in dem Artikel ja schon mal kurz angerissen: Weil wir Säugetiere sind spricht eine gewisse Vermutung dafür. Zumal wir das Verhalten eben auch in den allermeisten Kulturen einschließlich der Naturvölker beobachten.

      • @ Christian
        Es spricht Vieles dafür.
        Bsp.Im Allgemeinen sollen Babys Frauenstimmen Männerstimmen vorziehen. Männer nehmen tiefe Geräusche besser wahr als Frauen, diese hohe Geräusche. Babys schreien nicht in der „Bassstimmlage“, wie wir wissen.

      • „Die Grundfrequenz liegt bei Männern im Mittel bei 120 Hertz, bei frauen bei ca. 250 Hertz und bei Kindern bei ca. 400 Hertz, bei Babies bei 1100-1200 Hertz, was mit der natürlichen Länge der Stimmlippen zusammenhängt, die bei Männern in der Regel länger ausgebildet sind als bei Frauen bzw. Kindern.“

        Altmann/Ziegenhain: Phonetik, Phonologie und Graphemik fürs Examen, 25

        Warum kommt das „Pfeifregister“ nur bei Kindern und Frauen vor? Hängt das vielleicht damit zusammen, dass Kinder und Frauen eher um Hilfe gerufen haben als jagende Männer? Oder ist das eine Erfindung des Patriarchats Lucia?

  3. in letzter zeit lese ich öfters berichte von steigenden zahlen psychisch kanker kinder

    hat der versuch die familie(ehe von mann und frau) als grundlage für erziehung und gesunde entwicklung von kindern abzuschaffen und die ständig wachsende fremdbetreuung da einfluss (den gedanken kann man zumindest sehr oft in artikeln lesen).

    Das ist Blödsinn. Sicherlich ist Fremdbetreuung unter 2 Jahren nicht gut. Das sollte man vermeiden. Bei diesen Sachen „das und das steigt“ mußt du berücksichtigen, daß glücklicherweise unsere Sensibilität fü seelische Probleme steigt. Die Erkrankungen werden eher geringer, weil Kinder immer weniger autoritär, mit Schlägen und Respektlosigkeit erzogen werden.

    Dies ist allerdings nur ein relativer Fakt. Es gibt immer noch genug Kinder, die geschlagen oder emotional ausgebeutet werden.

  4. Männer die Angst vor Frauen haben, entwickeln früher oder später eine neurotische Sucht, in allem und jedem ihre Benachteiligung zu suchen. Und auch dieser Artikel dient zu nichts anderem.

    Von Selektion bei einem Baby zu sprechen, dass zum Überleben keine andere „natürliche“ Ernährungsquelle hat als die Muttermilch, ist nicht nur absurd sondern offenbart vor allem, dass der Mann für das Baby unwichtig ist. Seine Unwichtigkeit zu ertragen, ist ihm offensichtlich nicht möglich. Es gibt sogar Männer, die auf das Baby eifersüchtig werden. Wie krank ist das denn?

    Das Argument, dass der Mann beide durch seine Arbeit ernährt, zieht heutzutage nicht mehr. Dass belegen ausreichend Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen. Und zwar auch ohne staatliche Unterstützung. Die herrschenden Hypes um die Wichtigkeit des Vaters sind heiße Luft und dient in einer männlich dominierten Gesellschaft nur zur Aufrechterhaltung der willkürlichen männlichen Dominanz.

    • Lucia: „Männer die Angst vor Frauen haben, entwickeln früher oder später eine neurotische Sucht, in allem und jedem ihre Benachteiligung zu suchen.“
      Ein Lehrbuchbeispiel für Projektion.

    • Das Argument, dass der Mann beide durch seine Arbeit ernährt, zieht heutzutage nicht mehr. Dass belegen ausreichend Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen.

      @ Lucia
      Die alleinerziehenden Mütter werden in fast allen Fällen vom Vater, vom Staat oder von beiden materiell unterstützt. Dein Argument ist nur ein scheinbares.

      Von Selektion bei einem Baby zu sprechen, dass zum Überleben keine andere „natürliche“ Ernährungsquelle hat als die Muttermilch, ist nicht nur absurd sondern offenbart vor allem, dass der Mann für das Baby unwichtig ist. Seine Unwichtigkeit zu ertragen, ist ihm offensichtlich nicht möglich

      Wie bitte? Kann mir mal jemand die Logik dieser Argumentation darlegen? Wenn die Muttermilch für das Baby entbehrlich ist, ersetzt werden kann, dann spricht das für die Unwichtigkeit des Vaters ?? Humm …

      Männer die Angst vor Frauen haben, entwickeln früher oder später eine neurotische Sucht, in allem und jedem ihre Benachteiligung zu suchen.

      Gott sei Dank suchen Frauen niemals nie nie nach Benachteiligungen. Sind viel zu emanzipiert, als dass sie den Mann per se verantwortlich machten!

      • „Die alleinerziehenden Mütter werden in fast allen Fällen vom Vater, vom Staat oder von beiden materiell unterstützt. Dein Argument ist nur ein scheinbares.“

        Und was heißt das jetzt? Schon wieder dass die Frau vom Mann abhängig ist? Wie wäre es denn im umgekehrten Fall? Während ein Mann eventuell in einem Job ist, der sich genügend auszahlt, dass er auf die finanzielle Hilfe der Mutter seines Kindes und/oder die des Staates nicht angewiesen ist, benötigt er dafür jemanden, der auf das Kind rund um die Uhr aufpasst. Denn kein Chef ist entweder bereit, ein Kind am Arbeitsplatz eines Angestellten zu tolerieren, oder diesen Angestellten für 20 Stunden einzustellen und für Vollzeit zu bezahlen (außerdem nehmen alleinerziehende Väter das Kindergeld ganz sicher auch in Anspruch, oder meinst du etwa nicht?).
        Abgesehen davon steht „der Staat“ nicht für männliche Hilfe. Ich bin ebenso ein Steuerzahler, wie jeder Mann, der Vollzeit arbeitet. Jede Frau, die arbeitet, ist Steuerzahlerin (es sei denn, sie arbeitet geringfügig oder schwarz). Auch Männer werden aus den verschiedensten Gründen vom Staat unterstützt. Sie werden es z.B. auch, wenn sie Väter sind, aber nicht genug verdienen, um für dieses Kind aufzukommen.

        „Wenn die Muttermilch für das Baby entbehrlich ist, ersetzt werden kann, dann spricht das für die Unwichtigkeit des Vaters ??“

        Ich bin ziemlich sicher, dass du das falsch gelesen hast. Lucia meint, dass Muttermilch das einzige natürliche Nahrungsmittel für Babys ist.

        @Lucia:
        „Von Selektion bei einem Baby zu sprechen, dass zum Überleben keine andere „natürliche“ Ernährungsquelle hat als die Muttermilch, ist nicht nur absurd sondern offenbart vor allem, dass der Mann für das Baby unwichtig ist. Seine Unwichtigkeit zu ertragen, ist ihm offensichtlich nicht möglich.“

        Nun, theoretisch ist der Vater unwichtig. Theoretisch könnte aber auch die Mutter unwichtig sein – früher wie heute. Früher hatte ein Mann eventuell Schwierigkeiten, ein Baby alleine zu ernähren, aber nachdem oft genug Babys an Klosterpforten abgeliefert wurden, ist zumindest davon auszugehen, dass die Mutter auch nicht zwingend nötig ist. Und heutzutage zur Zeit der synthetischen Babynahrung ist die Mutter erst recht entbehrlich. Theoretisch. Ich glaube, dass Babys im besten Fall eine Mutter *und* einen Vater haben, und dass es für ein Baby (in den meisten Fällen) immer noch günstiger ist, *nur* die Mutter zu haben, als *nur* den Vater, aber trotzdem macht das den Mann ansich nicht völlig entbehrlich.
        Ich liebe jedenfalls meinen Vater sehr, und ich bin sehr froh, dass ich ihn habe, und er bei mir war, als ich ein Kind war.

      • @syzygy:
        „Nun, theoretisch ist der Vater unwichtig. Theoretisch könnte aber auch die Mutter unwichtig sein – früher wie heute. Früher hatte ein Mann eventuell Schwierigkeiten, ein Baby …“
        und
        „Ich liebe jedenfalls meinen Vater sehr, und ich bin sehr froh, dass ich ihn habe, und er bei mir war, als ich ein Kind war.“

        Bitte nicht Kind und Baby verwechseln!

      • Und was heißt das jetzt? Schon wieder dass die Frau vom Mann abhängig ist?

        Nein, Sie ist nicht vom Mann abhängig, wird aber von ihm finanziert. Mit der üblichen feministischen Sosse komm mir bitte nicht. Abhängigkeit suggeriert, dass der entsorgte Vater eine Machtposition inne hätte. Dies zu behaupten ist absurd.
        Ein herzliches Willkommen in der Wirklichkeit, syzygy.

      • Und du komm mir nicht mit der bösen Feministinnen-Keule. Dass der zahlende Vater in einer Machtposition ist, habe ich mit keinem Wort impliziert. Mir ist sehr bewusst, dass das nicht der Fall ist. Die Augen brauchst du mir also nicht zu öffnen, danke.

        Ich wollte nur sagen, dass es umgekehrt dasselbe ist. Wenn ein Vater sein Kind alleine erzieht, wird er üblicherweise ebenso von jemandem finanziert – ob das nun der Staat oder die entsorgte/abgehauene Mutter ist. Und so soll es auch sein. Zwei sind für die Entstehung des Kindes verantwortlich, zwei müssen dafür sorgen, dass es groß wird. In welcher Form auch immer. Und Gott sei Dank fängt einen der Staat auf, wenn dieser Zweite, der abgehauen oder sonstwie abhanden gekommen ist, es nicht kann. Wer würde denn darunter leiden, wenn es nicht so wäre? Sicher nicht hauptsächlich die alleinerziehende Mutter/der alleinerziehende Vater, sondern auch das Kind.

      • @ Syzygy
        Ich wollte nur sagen, dass es umgekehrt dasselbe ist. Wenn ein Vater sein Kind alleine erzieht, wird er üblicherweise ebenso von jemandem finanziert – ob das nun der Staat oder die entsorgte/abgehauene Mutter ist.

        Du hast wie immer (Un)recht.
        So gab es 2010 177.000 Ein-Eltern-Familien mit erhaltenen Kindern unter 27 Jahren (Mütter: 157.800; Väter: 18.700) bzw. 112.500 Alleinerziehende mit Kindern unter 15 Jahren (Mütter: 105.300; Väter: 7.300).

        http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/haushalte_familien_lebensformen/familien/index.html

        11,8% alleinerziehende Väter mit Kind unter 27, 6,9% alleinerziehende Väter mit Kind unter 15. Trend rückläufig. (Würden wir extrapolieren, fänden wir, dass in 12 Jahren nur noch rund 4% alleinerziehende Väter mit Kind unter 15 vorzufinden sein werden – ich tippe sogar auf weniger.)

        „Umgekehrt“ ist schon mal der Schluss vom Regelfall auf den Sonderfall. Ob der Vater dann üblicherweise „ebenso“ von jemandem finanziert wird, ist fraglich.

        Indizien, dass dem nicht so ist, sind zuhauf im Net zu finden:

        http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/vaterkindkur101.html

        Der „Normalfall“ ist hier eher, dass der alleinerziehende Vater noch etwas für seine Ex zu zahlen hat, er im Beruf bleibt und nicht sie ihn unterstützt:

        „Ein möglicher finanzieller Ausgleich durch Alimentationszahlungen der Kindesmutter erwies sich für einen Teil der im Rahmen dieser Studie interviewten Väter als nicht relevant. Zusätzlich waren oft finanzielle Vorbelastungen aus der vorhergehenden Ehe vorhanden, die nun allein abbezahlt werden müssen. Ein verwitweter Vater war durch die Kosten des
        Begräbnisses für seine verstorbene Frau zusätzlich finanziell belastet.“ (9.1. Aspekte der Vereinbarkeitsproblematik für allein erziehende Väter)

        Klicke, um auf alleinerziehendevaeter.pdf zuzugreifen

        sss

      • Und? Was soll mir das jetzt sagen? Dass es keine alleinerziehenden Männer gibt? Ich meine, das „umgekehrt“ scheint dir nicht zu passen, war aber lediglich auf den Fall bezogen, dass statt der Mutter der Vater alleine erzieht.
        Nein, klar. Nur Frauen kriegen Kindergeld vom Staat. Ein Mann muss für sein Blag natürlich ganz allein aufkommen.
        Das Kindergeld steht JEDEM zu, der ein Kind hat. Wenn ein alleinerziehender Vater keines bekommt, dann hat er vergessen, anzusuchen.

        Und diese Net-Indizien kannst du dir getrost schenken, denn man findet im Netz auch zig Fälle, in denen die Mutter keinen Cent von ihrem Ex kriegt.

        Boah. Und sowas Infames aber auch, da stirbt diese Frau einfach! So eine Frechheit! Die war sicher eine Feministin, sonst wäre sie nämlich am Leben geblieben. Und wenn der Mann gestorben wäre, hätte der Staat sicher die ganzen Schulden beglichen!!!

      • @ Syzygy
        Dein Motto scheint zu sein: Troll‘ dir deine Meinung!

        Erstens das Kindergeld steht dem Kind zu nicht dem Vater, nicht der Mutter. Um das ging es nicht. Zweitens gibt es bedeutend weniger alleinerziehende Männer, die zumeist noch Vollzeit arbeiten gehen und nicht selten noch für eine vohergehende Beziehung zahlen müssen. That’s just the way it is. Frauen verlassen sich da in der Regel auf Papa, sorry, Mama Staat.

        Diese Net-Indizien sind von der Statistik Austria erfasste Indices und ein vom Ministerium herausgegebener Sachstandsbericht.

      • Nachtrag:
        Das RECHT auf Unterhalt haben Männer ebenso wie Frauen. Wenn sie es nicht wahrnehmen, ist es ihre Schuld, genau wie im umgekehrten Fall.

      • Hab ich bestritten, dass es weniger alleinerziehende Väter gibt?
        Und ja, richtig, das Kindergeld steht den Kindern zu. Ebenso wie die Alimente bzw. in D der Unterhalt. Darum hat ein alleinerziehender Vater ebenso das Recht darauf, wie eine alleinerziehende Mutter.

    • @ lucia:
      „Von Selektion bei einem Baby zu sprechen, dass zum Überleben keine andere „natürliche“ Ernährungsquelle hat als die Muttermilch, ist nicht nur absurd sondern offenbart vor allem, dass der Mann für das Baby unwichtig ist. Seine Unwichtigkeit zu ertragen, ist ihm offensichtlich nicht möglich.“
      Richtig, unter Urzeitbedingungen ist der Vater für das BABY total unwichtig (in dem Sinne, daß es ohne die Mutter nicht überleben kann). Aber das bedeutet nicht, daß das für Kleinkind/Kind/Jugendlichen genauso gelten muss. Menschen leben schliesslich sozial, wir sind keine Bären, Tiger o.ä. (wo der Vater tatsächlich nicht bei der Kindererziehung auftaucht).

  5. „sondern offenbart vor allem, dass der Mann für das Baby unwichtig ist.“
    Schließe mich lucia an. Kindesunterhalt ersatzlos streichen. Sofort!

  6. @lucia

    zaubert die göttliche Urmutter eigentlich die Milch direkt in die mütterliche Brust oder muß die Mutter dazu Nahrung aufnehmen? Und essen Mütter während Schwangerschaft, Stillen und Kinderbetreuung nicht? Was ist mit nach dem stillen? Fleisch aus von Männern durchgeführter Jagd ist in vielen Naturvölkern eine auch von Frauen genutzte gute Proteinquelle. Schutz kann auch ein wichtiger Faktor sein.

  7. @holger

    auch zum jagen braucht man nicht die menschliche Intelligenz wie viele Raubtiere zeigen.
    Es spricht vieles dafür, dass sich unsere Intelligenz aus Gruppendynamiken und/oder sexueller Selektion (Geoffrey Miller, The Mating Mind) entwickelt hat. Davon profitieren beide Geschlechter.

  8. Männer die Angst vor Frauen haben, entwickeln früher oder später eine neurotische Sucht, in allem und jedem ihre Benachteiligung zu suchen. Und auch dieser Artikel dient zu nichts anderem.

    Von Selektion bei einem Baby zu sprechen, dass zum Überleben keine andere „natürliche“ Ernährungsquelle hat als die Muttermilch, ist nicht nur absurd sondern offenbart vor allem, dass der Mann für das Baby unwichtig ist. Seine Unwichtigkeit zu ertragen, ist ihm offensichtlich nicht möglich. Es gibt sogar Männer, die auf das Baby eifersüchtig werden. Wie krank ist das denn?

    Das Argument, dass der Mann beide durch seine Arbeit ernährt, zieht heutzutage nicht mehr. Dass belegen ausreichend Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen. Und zwar auch ohne staatliche Unterstützung. Die herrschenden Hypes um die Wichtigkeit des Vaters sind heiße Luft und dient in einer männlich dominierten Gesellschaft nur zur Aufrechterhaltung der willkürlichen männlichen Dominanz.

    Liebe Lucia,

    statt uns hier ständig in verschlüsselter Form von deiner Kindheitsgeschichte und der Beziehung zu deinem Vater zu erzählen, könntest du auch mal zur Kenntnis nehmen, daß wenn eine Frau besondere Talente in den von Christian genannten Bereichen entwickelt, ihr Baby und auch sie selbst viele höhere Überlebenschancen haben.

    So geschieht langfristig eine Vererbung dieser Talente.

    Wenn du das verstanden hast, kannst du uns ja mal bescheid sagen.

    Ich fände es außerdem toll, wenn du uns mal etwas von der Beziehung zu deinem Vater erzähltest und wie er dich als Kind behandelt hat.

    Das würde mich sehr interessieren.

    Danke schon mal im voraus.

  9. @Christian: Die Furcht vor Spinnen ist völlig irrational. Bis auf einige wenige Arten sind Spinnenbisse nicht gefährlicher als Insektenstiche. Die mit dem Biss verbundenen Infektionsrisiken dürften bei den sonstigen vielfältigen Infektionsrisiken und im evolutionären Zeitrahmen vernachlässigbar sein.

    @Holger: Die Fremdbetreuung müsste dann gerade in der ehemaligen DDR zu einem Massenausbruch psychischer Krankheiten geführt haben. Bis auf den notorischen Christian Pfeiffer behauptet das aber niemand. Die isolierten Kindesaufzucht nur durch die Eltern ist, gerade in evolutionären Zeiträumen gedacht, eher atypisch. Wahrscheinlicher ist es, dass Kleinst- und Kleinkinder von den Frauen gemeinsam aufgezogen wurden, was der Situation in Kitas eher entspricht als die isolierte Kleinfamilie.

    @Lucia: Das Argument, dass die Frau das Kind durch Stillen ernähren muss, zieht heutzutage nicht mehr. Dass belegen ausreichend Männer, die ihre Kinder alleine großziehen. Und zwar auch ohne staatliche Unterstützung. Der Hype um die Wichtigkeit der Mutter ist nur heiße Luft und dient in einer weiblich dominierten Gesellschaft nur zur Aufrechterhaltung der willkürlichen weiblichen Dominanz.

    • @eric theodore

      Eben genau weil Spinnenangst so irrational ist für unsere Gegend spricht einiges für abgespeicherte Muster.

      Denn in Afrika gibt es einige sehr gefährliche Giftspinnen, gerade für kleine Kinder, so dass eine Angst vor diesen durchaus sinnvoll sein kann.

      Zu der Gefährlichkeit von Spinnebissen für Kinder
      http://en.wikipedia.org/wiki/Spider_bite

      It should also be noted that, for healthy adults, a bite by even the most toxic spiders on the list may require hours before death ensues; if timely appropriate emergency medical treatment is administered, victims may be expected to recover. The scenario given in movies such as Arachnophobia, where bite victims die within minutes, does not occur. One exception to this picture occurs in the case of very small children because the amount of venom dispersed throughout the body is many times the concentration in an adult. There is at least one recorded case of a small child dying within 15 minutes of a bite from a Sydney funnel-web spider; that event occurred before the development of an antivenom. Since the antivenom was developed there have been no fatalities due to this species.

      Experimente mit Affen sind da interessant:

      Affen in Gefangenschaft wurde ein Video von Affen in der Wildnis gezeigt, die eine Schlange entdecken und davor Angst haben. Die Affen erkannten, dass Schlangen eine Gefahr sind und das sehr schnell und man konnte sie bei zeigen von Videos von Schlangen zu ähnlichen Reaktionen bewegen.

      Dann versuchte man das gleiche mit einem Video, wo die Schlange durch eine Blume ersetzt war (die gefangenen Affen hatten bisher weder eine Schlange noch eine Blume gesehen). Das Video war so produziert, dass es so aussah, als würden die wilden Affen Angst vor der Blume haben und diese sei sehr gefährlich. Hier fand allerdings kein Lernverhalten statt. Den Affen war keine Angst vor der Blume beizubringen.

      Das spricht dafür, dass es uns leichter fällt, vor bestimmten Sachen Angst zu haben, ich vermute, dass es insbesondere solche Sachen sind, die einem Muster entsprechen, vor dem es sich seinerzeit lohnte Angst zu haben. Das ist bei Schlangen und Giftspinnen der Fall, bei Blumen aber nicht.

      Es spricht also einiges dafür, dass eine solche Angst eine biologische Komponenete haben kann, die evtl. eine kulturelle Aktivierung benötigt. Diese ist aber um so leichter um so realer die Gefahr früher war.

    • @ Theodor

      Die Furcht vor Spinnen ist völlig irrational. Bis auf einige wenige Arten sind Spinnenbisse nicht gefährlicher als Insektenstiche. Die mit dem Biss verbundenen Infektionsrisiken dürften bei den sonstigen vielfältigen Infektionsrisiken und im evolutionären Zeitrahmen vernachlässigbar sein.

      Was schliesst Du daraus? Dass die Angst vor Spinnen „angelernt“ wird? Ab wann zeigt sich bei Kindern diese Angst? Das müsste eigentlich nachprüfbar sein.

    • „Die Fremdbetreuung müsste dann gerade in der ehemaligen DDR zu einem Massenausbruch psychischer Krankheiten geführt haben. Bis auf den notorischen Christian Pfeiffer behauptet das aber niemand.“

      Pfeiffer hatte 1999 u.A. die Meinung vertreten, dass die DDR-Krippenerziehung die Entstehung rechtsradikaler Gewalt in den Neuen Bundesländern tendenziell begünstigt habe.

      Eine Studie von 2007 aus den USA kommt zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang von Krippenerziehung und einer leicht erhöhten Aggressionsbereitschaft von Kindern gibt:

      http://www.welt.de/wissenschaft/article783763/Aus_Kitakindern_werden_Stoerenfriede.html

      Klicke, um auf NICHDapr07.pdf zuzugreifen

      Folgeuntersuchungen dazu wären interessant.

    • Hier noch ein interessanter Artikel zur Forschung zu Auswirkungen von Kinderkrippen:

      http://www.fr-online.de/medizin/entwicklungspsychologie-erst-krippe–dann-adhs-,5024016,8468076.html

      Ein paar Zitate aus dem Text:

      „Wenn Kinder sehr früh in die Krippe kommen, kann dies später mit einem erhöhten Risiko für Aufmerksamkeitsstörungen einhergehen. Diesen Verdacht legen zwei Studien nahe, die kürzlich im Fachblatt „Allergy“ erschienen sind. Zunächst berichtete dort ein Team um die Düsseldorfer Umweltmedizinerin Claudia Cramer, dass Krippenkinder im Vergleich zu anderen Mädchen und Jungen in den ersten zwei Lebensjahren ein anderthalbfach erhöhtes Risiko tragen, ein Ekzem zu bekommen.“ (…)

      Im März veröffentlichte dann ein Team um den Dresdner Dermatologen Jochen Schmitt ebenfalls in „Allergy“ eine Studie auf Basis derselben Geburtskohorte, die auch die Düsseldorfer Kollegen genutzt hatten. Ergebnis: Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren wegen juckender Ekzeme schlecht schliefen – der Düsseldorfer Studie zufolge waren dies vor allem Krippenkinder -, neigten als Zehnjährige stärker zu Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität.
      Dies könnte womöglich erklären, weshalb ADHS bei ostdeutschen Kindern, vor allem bei den Jungen, häufiger auftritt als in den alten Bundesländern. Denn analog zur Ekzemhäufigkeit und stärkeren Krippennutzung kommen im Osten einer 2007 veröffentlichten Studie der Universität Halle zufolge auf 100.000 Einwohner 25,3 ADHS-Jungen, im Westen dagegen nur 8,7. (…)

      • @ Leszek
        Da ADHD in den USA bei bis zu 1 Million Kindern falsch-positiv diagnostiziert wurde, gebe ich keinen Heller darauf, was irgendeine Studie für Ostdeutschland sagt. Die Diagnose ADHD ist in vielen Fällen dem Zeitgeist geschuldet und diesbezüglich oft gegen Jungen gerichtet. Die Verhältniszahlen zu den Mädchen schwanken meines Wissens zwischen 10 u 3 zu 1.

  10. Christian: „• bessere Erkennbarkeit von verdorbenen/reifen Nahrungsmitteln über einen besseren Geschmackssinn (beim Vorkosten) oder bessere optische Mustererkennung
    •geringere Toleranz gegen Verschmutzungen, die Nährboden für Keime und Parasiten sind
    •geringere Risikotoleranz, die auch die Reaktionen des Kindes mit einplant
    •Angst vor Gefahren, die gerade Kinder in diesem Alter betreffen, etwa giftige Tiere, deren Biss einen Säugling gefährden kann (in Afrika insbesondere Schlangen und Spinnen)
    •Meidung von Krankheitsübertragern, zB Ratten
    •Vermeidung körperlicher Auseinandersetzungen
    •Bessere Erkennung eines Gemütszustandes zur früheren Erkennung von Krankheiten und Bedürfnissen (=höhere Empathie)“
    Alles non-sequitur.

    • @Haselnuss

      Ich habe auch nicht behauptet, dass es zwangsläufige Folgen sind. Und wie Peter anmerkte gibt es für viele Punkte unterschiedliche evolutionäre, aber auch kulturelle Möglichkeiten einer Lösung.

      Allerdings meine ich, dass es mögliche Erklärungen sind. Und das die Übernahme einer bestimmten Aufgabe über lange Zeit durch ein Geschlecht auch immer biologische Anpassungen bei einem Geschlecht hervorrufen wird.

      Welche Anpassungen dies bei einer Kinderbetreuung sein könnten bzw. welche besonderen Selektionsdrücke bestehen, kann man sich in der Theorie durchaus überlegen.

      Man kann sich natürlich auch überlegen, welcher anderen Selektionsdruck der Sache entgegen stehen könnte und zu abweichenden biologischen Selektionen führt.

      Die Anpassungen, die ich oben genannt habe sind dem Grunde nach, also nicht unbedingt den Beispielen nach die dich genannt habe, sinnvoll und wären keineswegs überraschend, sind wir uns soweit einig?

      Die höhere Verletzlichkeit eines Kindes wäre ein Grund für Differenzierungen zwischen den Geschlechtern, insbesondere wenn man die ansonsten recht deutlichen Anzeichen für intrasexuelle Konkurrenz zwischen Männern in unserer Spezies hinzunimmt, die dann quasi in die andere Richtung geht (höhere Risikobereitschaft, höhere Bereitschaft zu körperlichen Auseinandersetzungen, höhere Körperkraft gerade im Öberkörperbereich etc)

      Ob sie eingetreten sind und ob überhaupt eine biologische Komponente gewählt wurde müßte man dann über Experimente feststellen. Vergleiche mit anderen Primaten können da zB interessant sein oder kulturvergleichende Studien.

      Ich halte das Sich-bewußt-machen von auf die Geschlechter wirkenden Selektionsdrücke für sehr interessant für das Verständnis von Unterschieden. Wie heißt es so schön: „Nichts in der Biologie macht Sinn außer im Lichte der Evolution“.

      Es sind natürlich andere Lebensformen und Entwicklungen möglich. Wenn die Kinder zentral durch Personen, die nicht mit ihnen verwandt waren (andere Frauen zB) betreut worden sind, während sich die meisten Frauen auf die Jagd oder auf die Suche nach anderer Nahrung begeben haben, dann würde dies nicht gelten.
      Ebenso, wenn die Babies gleichberechtigt und gleichwertig von Männern und Frauen betreut wurden, die Frauen also lediglich das Stillen übernommen haben, aber die Arbeit sonst geteilt wurde.

      Dagegen sprechen aber andere Fakten. Einmal die körperlichen Unterschiede, die auf eine Arbeitsteilung hindeuten. Gegen die erste Variante auch das Stillen durch die Mutter, dass eine gewisse Nähe zum Kind erfordert und der Umstand, dass ein Kind sehr betreuungsintensiv ist und eine solche umfassende Betreuung schwer sicherzustellen ist und auch schnell zur Vernachlässigung bestimmter Kinder , etwa zugunsten von eigenen und verwandten, führt.

        • @Haselnuss

          Immer diese Einsilbigkeit 😉

          Warum findest du die Beispiele schlecht? Und was genau findest du daran schlecht? Was wären bessere Beispiele?

          Natürlich wird Elternschaft unterschiedlich gelöst. Aber die Gründe hierfür kann man ja meist auch der Biologie entnehmen.
          Wir sind Säugetiere mit einem extrem unselbständigen Nachwuchs. Im Gegensatz zu vielen Primaten kann er sich zB noch nicht einmal an der Mutter festhalten. Zudem spricht vieles für eine starke Arbeitsteilung, schon aufgrund der körperlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern
          Berücksichtigt man diese Unterschiede, dann passen wir durchaus in ein Muster.

      • Christian: „Immer diese Einsilbigkeit“
        UND
        „Warum findest du die Beispiele schlecht? Und was genau findest du daran schlecht? Was wären bessere Beispiele?“

        Mich interessieren die Hilfs- und Stützhypothesen, die dazu dienen die Theorie abzuschirmen, weniger als die Kernhypothesen. Und hier hat Peter (?) durchaus Recht, dein Gedankengang ist:
        ungeprüfte Voraussetzungen:
        1. Merkmale die heute in der Population vorkommen, haben sich „evolutionär bewehrt“/durchgesetzt
        2. der Mensch betreibt Arbeitsteilung
        3. die Frau hat in der Mann/Frau-Arbeitsteilung die Kinderbetreuung der eigenen Kinder übernommen
        Empirische Beobachtung/en (ob wahr oder falsch sei einmal dahingestellt):
        1. wir beobachten bei Frauen Merkmal X, Y und Z
        Conclusion:
        Merkmal X, Y und Z sind bei der Kinderbetreuung evolutionär vorteilhaft und haben sich deshalb durchgesetzt.

        Kurz: Hinten kommt raus, was du a priori vorausgesetzt hast. Natürlich ist das dann plausibel.

    • Erschüternde, herzzereißende Blider.

      Fett und Satt sitzt du in Lutetia, und klagst „die Männer“ an.

      Wieviele Menschen könnten von dem Differenzbetrag zwischen den Kosten eines Studiums in Paris und denen eines Studiums in Lyon so satt werden, dass sie nicht an der Brust ihrer Mutter verhungern müssten?

      Klage mich, zurecht, an: Wie Satt bist du denn, und tust nichts!

      Aber: Wie arrogant bist du denn? Ein Studium in Lutetia hätte mein zeit seines Lebens schwerst arbeitender Vater mir nimmer bezahlen können. Jahrtausendealtes Underdog-Geschlecht.

      Ich brauche ein schmieriges Papier einer „Grand“ Ecole nicht, weil den Luxus meine Zeit hier zu verschwenden habe ich mir nicht damit verdient, dass Pappi mir das Papier irgendeiner aufgeblasenen „Grand“ Ecole finanziert. Sondern damit, etwas für meine Kunden praktisch und auch monetär Nützliches auf die Beine zu stellen.

      Du hast einfach das Problem, dass du mit deinem „Intellekt“ für die Gesellschaft und für das Fortkommen der Welt auch nicht nützlicher bist als jede beliebige Kassiererin bei Lidl. Gäbe man aber der Kassiererin bei Lidl die Möglichkeiten, die Du hast, dann stellte sich das oft (zugegebenermaßen: nicht immer) reichlich anders dar. Irgendwie rechtfertigen musst du deine Privilegien aber schon..

      Wie schön, dass du dich als Opfer sehen kannst, mit deinem Studium an der „Grande“ Ecole in Lutetia. Dein dummes Patriarchatsgeseier hilft der Mutter, die zusehen muss wie ihr Kind an ihrer eigenen Brust verhungert in etwa soviel weiter wie der schmierige Appell der viktoriansischen Bürgersdamen, doch endlich ordentlich zu beten und zu glauben.

      Und haargenau in deren Duktus bewegt sich dein Geseier.

      Im Westen nichts Neues, seit 1890 nicht.

  11. ..dann werden alle Selektionen begünstigt, die für jemanden, der einen Säugling/ein Kleinkind versorgt vorteilhaft sind.

    Ich denke, alle von dir genannten Punkte lassen sich unter dem Punkt „geringere Risikotoleranz“ subsummieren. Auch der Punkt „höhere Empathie“, weil weniger Empathie dazu führt, dass mehr Konflikte eskaliert werden – was ja immer auch soziale Risiken mit sich bringt.

    So spezifisch muss die Evolution imho gar nicht vorgehen: Es ist sinnvoll, dass auch Männer einen Impuls haben, dass Spinnen gefährlich sein können. Wenn aber Männer generell jeden Angstimpuls leichter ignorieren können, dann erfüllt das den gleichen Zweck. Jede zu konkret als Instinkt „implementierte“ Angst bedeutet ja gleichzeitig auch eine Einschränkung der Anpassungsfähigkeit an gegebene Umweltsituationen (wenn uns ein Weberknecht in Angst und Schrecken versetzt, dann haben wir ein ziemliches Lebensfähigkeitsproblem)

    Eine „Globalsteuerung“ zugunsten eines jeden potentiellen Risikos, der ja meistens auch das Potential eines Gewinnes mit sich bringt, reicht völlig aus.

    Wer (zunächst) mehr Ressourcen in den Nachwuchs investiert hat, für den verschiebt sich die Kosten / Nutzenbilanz zuungunsten des Eingehens von Risiken.

    Je gravierender das Investment, desto größer das Kommitment.

    Es ist ja auch interessant zu beobachten, dass Familienväter erheblich Risikoadverser sind als Kinderlose Männer.

    Der biologische Impuls, dass das nackte Überleben das allerwichtigste ist bleibt aber, denke ich, bei Frauen dennoch tendenziell stärker.

    Das hat eben so seine Vor- und Nachteile, Frauen leben statistisch letztendlich auch deshalb länger weil sie Risiken tendenziell eher meiden.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Es gilt gleichzeitig: wer nicht wagt, der nicht verliert. Da gibt es kein „besser“ oder „schlechter“.

  12. [Je gravierender das Investment, desto größer das Kommitment.]

    *rofl*

    ..was aber gleichzeitig bedeutet, dass ein gewisses Kapital angehäuft wurde, das zwangsläufig eine „lukrative“ Investmentmöglichkeit braucht um sich zu rentieren.

    Es kostet ja auch ein gewisses Maß an Ressourcen, das Produktionsmittel Uterus zu betreiben;)

    Theorioegerecht müsste somit die Libido bei Frauen zwar anders, aber keineswegs etwa geringer, sondern eher höher sein.

    So ein durchgeknallter Pfaffe hat bei Roald Dahl hat dazu, meine ich mich zu erinnern, einen Versuch mit Ratten angestellt: Am Ende haben dabei die Männchen den tödichen Elektrozaun akzeptiert, und sich fürs Überleben entschieden. Wohingegen letztendlich durchweg alle Weibchen es nicht lassen konnten, mit vorhersehbar tödlichen Folgen gegen den Zaun anzurennen..

    • „Theorioegerecht müsste somit die Libido bei Frauen zwar anders, aber keineswegs etwa geringer, sondern eher höher sein.“

      Da bin ich mir nicht so sicher. Eine erhöhte – öffentliche! – Libido würde ebenfalls dazu führen, dass die Wahrscheinlichkeit nicht der Erzeuger des Nachwuchses zu sein erhöht wird und somit die Versorgerrolle, evolutionär betrachtet, für die meisten nicht lukrativ wäre. Somit sind die ganzen „Schlampen“märsche kontraproduktiv. Der Status sinkt eher, als dass er zunehmen würde.

      „Im Westen nichts Neues, seit 1890 nicht.“

      Ich fand es letztlich interessant zu beobachten, wie eine gutbürgerlich situierte Studentin (Vater Professor, Mutter Künstlerin) einer linksliberalen Partei in Österreich, Bergbauern Vorwürfe machte, da ihre Lebensweise ihrer Ansicht nach nicht dem Standard des 21 Jh’s entsprechen und sie, insofern nicht BIO-BIO, einer reaktionären ebensolchen frönen würden.

      Genau so ist es, der Strom kommt aus der Steckdose, für die Pille und Kopfwehwehtablettchen mussten keine Tiere sterben, wir verpesten durch unsere Atmung die Luft (Stichwort: CO2), alle sind wir gleichartig außer Frauen, die sind besser und Fleisch darf man nicht, hingegen Fisch schon essen, denn Fische sind ja keine Lebewesen.

  13. • „ bessere Erkennbarkeit von verdorbenen/reifen Nahrungsmitteln über einen besseren Geschmackssinn (beim Vorkosten) oder bessere optische Mustererkennung“

    Möglich, dass das Säugling an den unreflektierten Giften der verantwortlichen erwachsenen Personen stirbt….

  14. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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