Feminismus als Oppositionsbewegung

In einer Analyse einer Rede von Nicole von Horst bei  Lucas Schoppe findet sich unter anderem der folgenden Satz

„Was Feminismus übrigens nicht kann, ist jemanden zu unterdrücken, weil er eine Oppositionsbewegung ist.“ (11:40)

Dass Feminismus gerne eine Oppositionsbewegung wäre, also eine Bewegung im Kampf gegen das Establishment, glaube ich gerne. Es lässt sowohl die eigene Ausrichtung rebellischer und gerechter erscheinen als auch schwieriger.

Gleichzeitig ist der Feminismus eben auch in der Gesellschaft angekommen. Er ist Teil der Frauenverbände der großen Parteien, hat seinen Einfluss in der Gesellschaft und versteckt dort etwas seine verrückte, der Radikalität geschuldeten Irrationalität.

Insbesondere hat der Feminismus eine gewisse vermeintliche moralische Überlegenheit aufgebaut, die es schwierig macht gegen ihn zu argumentieren. Es existiert eine Art Taboo, hinter dem sich der Feminismus versteckt und das darauf aufbaut, dass es schlicht um Gleichheit und den Abbau von Unterdrückung geht ohne dabei die sozialkonstruktivistischen Theorien zu deutlich zu betonen und auch das männerfeindliche und das extreme zu sehr ins Sichtfeld kommen zu lassen. Wer gegen Feminismus ist, der ist gegen Gleichheit, ist ein Frauenfeind, ist rückständig. Das Taboo wackelt dabei gerade etwas, weil viele extreme feministische Aktionen gleichzeitig den Eindruck erweckt haben, dass man es dort übertreibt. Dennoch hält das Taboo noch.

Insofern versucht der Feminismus schon Regeln vorzugeben und wo er dies erfolgreich schafft, kann eben auch eine gewisse Unterdrückung stattfinden.

Zumindest kann aber für den Fall, dass der Feminismus zuviel Einfluss erlangt eine gewisse Unterdrückung stattfinden. Eben indem bestimmte gesellschaftliche Gleichstellungsregeln vorgegeben werden, die auf der fehlerhaften Grundlage beruhen, dass alle Menschen gleich sind, auch was Mann und Frau angeht und die daher immer wieder mit der Realität in Konflikt kommt.

81 Gedanken zu “Feminismus als Oppositionsbewegung

  1. Man keine seine Karriere ganz schnell in die Tonne kloppen, wenn man was gegen Feminismus oder Frauen sagt. Es ist ekelhaft wie ungeniert teilweise gelogen wird.

  2. Aber eine sehr gute ausgestattette Oppositionsbewegung:

    Man achte auf die Tagungsräume.

    Sogar so Opposition, dass die bekannte Oppositionsgruppen UNO und Bundesregierung diesen in Form des Gender Mainstreaming mittragen.

  3. „..kann eben auch eine gewisse Unterdrückung stattfinden.“

    Kann ist gut. Bei den Wahlen zu Gleichstellungsbeauftragten haben Männer kein Wahlrecht. Wenn Frauen ein Wahlrecht abgesprochen würde dann würden Feministinnen sofort Ärger machen.

  4. „Dass Feminismus gerne eine Oppositionsbewegung wäre, also eine Bewegung im Kampf gegen das Establishment, glaube ich gerne“
    ……
    „Gleichzeitig ist der Feminismus eben auch in der Gesellschaft angekommen“
    ……..
    „Insofern versucht der Feminismus schon Regeln vorzugeben und wo er dies erfolgreich schafft, kann eben auch eine gewisse Unterdrückung stattfinden“

    Dieses ist eben auch die zentrale Frage in der Strategie des Umgangs mit dem Feminismus

    Handelt es sich um eine Oppositionsbewegung, damit also um eine Befreiungbewegung, um eine Emanzipationsbewegung (Befreiung wovon ?, Emanzipation wovon ??)

    Oder handelt es sich um eine staatstragende Bewegung, die Macht hat, damit um eine Unterdrückugsbewegungung, um eine Repression

    Kurzum: Emanzipation (Opposition) vs. Repression

    Hieraus resultiert dann auch die Frage nach der Verortung im politischen Spektrum:

    Rechts vs. Links

    Ist der Feminismus eine linke oder eine rechte Bewegung.

    Dieses ist natürlich auch insofern wichtig, weil alles, was irgendwie rechts ist ,stigmatsiert wird (werden kann), alles was links ist, eher als gut ,positiv dargestellt wird, obwohl diese Begrifflichkeiten ja teilweise leere Schachteln sind, außer man definiert sie

    Es wäre ja vielleicht mal interessant, den Feminismus durch eine genauere begriffliche Definition von rechts und links (z.B. autoritär/antiautoritär, hierarchisch/gleich etc)
    Im politischen Spektrum zu verorten

    Das gleiche gilt ja auch für den Maskulismus, dessen Entwertung medial ja v.a. dadurch erfolgen kann, das er als rechts apostrophiert wird (Geschlechterkampf von rechts etc.)

    • „Dieses ist natürlich auch insofern wichtig, weil alles, was irgendwie rechts ist ,stigmatsiert wird (werden kann), alles was links ist, eher als gut ,positiv dargestellt wird“

      Dieser Satz sollte eigentlich jeden erschrecken, der ihn liest. Umso mehr, weil er stimmt.

      Woher kommt eigentlich diese völlige Blindheit auf dem linken Auge? Wieso können Gräueltaten unter linker Doktrin unter dem Radar fliegen, vergleichsweise Lappalien am rechten Ende des Spektrums aber sofort zum Skandal hochstilisiert werden?

      Ich halte es nicht für zielführend mit einer Verortung links oder rechts Stimmung zu machen, nur weil es „die anderen“ auch tun. Links/rechts wird meiner Meinung nach mittelfristig zunehmend an Bedeutung verlieren, die tatsächlichen Inhalte werden stattdessen in den Vordergrund treten. Unabhängig von politischen Lagern oder Parteien.

      • @MD
        „Links/rechts wird meiner Meinung nach mittelfristig zunehmend an Bedeutung verlieren, die tatsächlichen Inhalte werden stattdessen in den Vordergrund treten“

        Das trifft natürlich nicht zu. Links/rechts hat eine zentrale Bedeutung im politischen Diskurs

        Dieses kann man ja auch am Kampf gegen rechts sehen . Wogegen wird denn gekämpft? Aufstand der Anständigen? Alles moralinsaure Floskeln für den Spießbürger

        Und links ? links und frei, wie Willi Brand sagte?
        Die französische Revolution als linke Revolution ? Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?
        oder eher die Oktoberrevolution? Der Stalinismus als „linke“ Diktatur.

        Wann ist z. B. eine Befreiungsbewegung links?

        ES ist deshalb wichtig, weil unserer Kampf gegen rechts eben ein Kampf gegen rechts ist.

        Entspricht mittlerweile der DDR LOgik des antifaschistischen Kampfes

        Natürlich soll mit der Begrifflichkeit auch Stimmung gemacht werden, die eben politisch instrumentalisiert wird.

      • @ MD „Ich halte es nicht für zielführend mit einer Verortung links oder rechts Stimmung zu machen, nur weil es “die anderen” auch tun.“ Die Skepsis gegenüber der Einteilung in rechts und links, gegenüber der „Gesäßgeographie“, hat ja gute Gründe – zum Beispiel, weil links zu sein zwar tatsächlich zur Zeit ein eher positives Image hat, aber nirgendwo ein Linker sichtbar ist, der eine befriedigende Definition liefern könnte, was „links“ eigentlich ist – und was im Unterschied dazu „rechts“ sein soll.

        Nur wird mit der Begrifflichkeit eben tatsächlich auch, wie Step II ja schreibt, Stimmung gemacht – die Einordnung der Männerbewegung als „rechts“ dient eindeutig ihrer Isolierung, einem „Cordon sanitaire“ (Gesterkamp), der um sie gelegt werden solle wie um ein Seuchengebiet.

        Ich halte es für einen schwachen Konter, darauf nur mit dem Hinweis zu reagieren, dass die Einordnung „rechts“ und „links“ doch eh‘ an Bedeutung verlieren würde – wesentlich sinnvoller ist es in meinen Augen, auf die Offensichtlichkeit hinzuweisen, dass diejenigen, die so argumentieren wie Gesterkamp, ihrer eigenen Logik nach in eine rechte Ecke gehören. Denn politische Gegner mit Seuchen zu vergleichen, die – um im Bild zu bleiben – eingedämmt und eliminiert werden müssen, zum Nutzen der ganzen Menschheit: Das ist ganz sicher Gedankengut, das man so normalerweise im rechtsradikalen Spektrum findet. Warum sollte man darauf nicht hinweisen?

  5. „Insbesondere hat der Feminismus eine gewisse vermeintliche moralische Überlegenheit aufgebaut, die es schwierig macht gegen ihn zu argumentieren.“

    Das liegt m. E. aber auch dran, dass die Gegenargumente schwach und tlws. idiotisch vertreten werden.

  6. @ Step II

    Völlig wurscht, ob Feminismus rechts oder links verortet wird. Ist die Staatsmacht links angesiedelt, der Zeitgeist links, wird die Opposition als rechts denunziert und umgekehrt.

    Das ist beliebig und mag von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wechseln.

    Heute verteidigt das Post-68’er-Establishment, das sich als „links“ versteht, seine Hegemonie, indem es gegen Rechts kämpft, Opposition (so nicht ausdrücklich als linksradikal auftretend) als rechts denunziert („Extremismus der Mitte“,“rechtspopulistisch, rechtsknservativ usw.).

    Ist doch erstaunlich, wie staatstragend die Krawallbrüder von 68 geworden sind, nachdem sie den Staat repräsentieren, W3-Professuren ergattert haben usw.

    Sich dabei immer noch für enorm progressiv, rebellisch, oppositionell haltend.

    Was sie nicht daran hindert, gegen ihre Gegner mindestens so intolerant vorzugehen, wie sie einst es selbst erfahren haben mögen.

    McCarthyismus von links haben wir heute.

    Zu diesem linken, sich links dünkenden Establishment gehört auch der etablierte politisch-akademische Feminismus.

    Ist der nun links?

    Vom Anspruch her ja, in der Realität nein, besitzstandswahrend, pfründen-und privilegienverteidigend, seinen Platz an den Nippeln der Staatskuh behauptend.

    Linke Spießer, die es immer noch enorm progressiv und dekonstruierend empfinden, wenn bei Hamlet Nackte über die Bühne des Staatstheaters hüpfen, Sperma, Blut und andere Körpersäfte in den Zuschauerraum des STAATStheaters schwappen.

    Erbärmlich.

    Ach ja, Religionskritik möchte auch noch sein, auch da: je fäkaler und pubertärer, desto progessiver.

    • … der täglich medial hineindrängende spiessig-egonarzissitische-gutmensch-wichtigtuer-mangina-krakehl … je pubertärer desto progressiver …

    • @Meister Roslin
      „Was sie nicht daran hindert, gegen ihre Gegner mindestens so intolerant vorzugehen, wie sie einst es selbst erfahren haben mögen.“

      Das scheint mir ein oft zu beobachtendes Reaktionsmuster zu sein. Eine politische Bewegung verhält sich – sobald sich die Möglichkeit dazu bietet – genau so, wie diejenigen, welche sie bekämpft und für ihr Verhalten kritisiert haben.
      Meine These dazu wäre: Dies deshalb, weil sie von Anfang an dem Bekämpften ähnlich waren. Psychologisch ähnlich. In der inneren Motivation ähnlich.

      Und dann sucht man im Nachhinein ein Rationalisierung dafür. Die Greuel und systematischen Verfolgungen des Stalinismus z.B. werden dann so gerechtfertigt: Ja, das war unschön, aber leider notwendig, weil der junge sozialistische Staat ja so unter Druck war von konterrevolutionären Kräften von innen und außen. Und deswegen konnte man leider nicht so, wie man wollte.
      Und das halte ich für einen ziemlich eitlen Selbstbetrug.

      Ähnlich ist es mit dem Feminismus. Der längst gesellschaftlich hegemonial ist. Es ist alles andere als Opposition, wenn eine politisch-ideologische Bewegung sowohl die Staatsmacht wie auch das „gesunde Volksempfinden“ i.S.e. unhinterfragbaren „common sense“ auf seiner Seite hat. Letzteres allerdings bröckelt seit einiger Zeit u.a. deshalb, weil der Feminismus sich ideologisch in immer abstrusere Thesen verrannt hat, die kaum noch mit dem unmittelbaren Erleben der meisten Menschen vereinbar sind. Wie z.B. die These, die Existenz eines biologischen Geschlechts sei eine reine Fiktion.

      Die Stützung durch die Staatsmacht bröckelt aber sehr viel später als die ideologische Stützung im vorherrschenden Alltagsbewusstsein. Was die Protagonisten immer mehr zwingt, offen autoritär aufzutreten und zu handeln. Mit Verboten (Denk- und Äußerungsverboten) zu arbeiten statt auf Überzeugung zu setzten.

      Man kann daher voraussagen, dass der Feminismus als ideologisches System schon tot ist, fallen wird. Fallen muss, weil die Spannungen zwischen Propaganda und Realität immer auffälliger werden, die Kluft immer schwieriger zu überbrücken ist. Was noch mehr autoritäre Unterdrückung von ideologischen Abweichlern nach sich ziehen muss. Bestrebungen, Ideologiekritik bezüglich des Feminismus zu einem Straftatbestand zu machen, zeigen Zweierlei:
      a) Wie groß die Kluft zwischen „offizieller“ (Staats)Ideologie und Realität schon ist
      b) Wie weit die Bereitschaft zur offen autoritären Unterdrückung schon gediehen ist

      This system will fail. It alredy has.

      Die Frage ist nur: Wird es so vergleichsweise glimpflich wie das Ende der DDR abgehen? Ich hoffe es, befürchte aber etwas anderes.

      • @virtual-cd

        „Die Frage ist nur: Wird es so vergleichsweise glimpflich wie das Ende der DDR abgehen? Ich hoffe es, befürchte aber etwas anderes.“

        Die Analyse des zunehmenden Autoritarismus finde ich sehr zutreffend.

        Interessant in dem Zusammenhang ist ja auch die Entwicklung der Parlamentarisierung der Grünen, die ja den Feminismus (neben Pazifismus, „Ökologismus“ und Basisdemokratie) als einen der 4 Basics betrachteten.

        „This system will fail“
        Welche Entwicklung befürchtest du denn (innerhalb welcher Zeiträume) ?

        Und was kommt nach dem „Zusammenbuch“

        (Der glimpfliche Zusammenbruch der DDR war ja nur möglich, weil der „Klassenfeind“ seine imperialistischen Arme ausgebreitet hat. Krenz hatte ja noch im August 89 über die „chinesische Lösung “ nachgedacht)

        • @Step II
          „Welche Entwicklung befürchtest du denn (innerhalb welcher Zeiträume) ?“

          Meine Schätzung ist: Irgendwas zwischen 20 – 50 Jahre.
          Welches Szenario sich genau einstellen wird? Scheint mir nicht vorhersehbar. Es wird z.B. sehr davon abhängen, ob wir erst peak oil erreichen oder den Zusammenbruch des Finanzsystems oder beides gleichzeitig. Auch davon, ob es zu größeren Ressourcenkriegen kommt, oder ob das kleinere „Scharmützel“ bleiben.

          Jedenfalls: Wenn wir ein Warlord-System bekommen, dann werden unsere Feministinnen am noch mal erleben dürfen, wie ein System sich anfühlt, dass den Namen „Patriarchat“ *wirklich* verdient …

      • @ virtual-cd

        „Die Frage ist nur: Wird es so vergleichsweise glimpflich wie das Ende der DDR abgehen? Ich hoffe es, befürchte aber etwas anderes.“

        Zu den politischen ideologischen
        Konstellationen kommen ja noch
        andere Elemente hinzu die das
        Gemisch noch explosiver machen.
        Ich denke da nicht zu Letzt and
        die massiven demographischen
        Verschiebungen infolge Reproduktions-
        Verweigerung der Indigenen Bevölkerung
        kombiniert mit Masseneinwanderung.
        Kann mir vorstellen, dass es zu
        Konflikten kommen kann die entlang
        von Linien verlaufen die nicht
        mehr viel mit den momentanen
        politischen Trennungslinien zu
        tun haben.
        Und auch wenn wir naiverweise denken
        wir hätten gewisse Dinge definitiv
        hinter uns gelassen, wenn die Hölle
        losbricht, sind hehre Konzepte wie
        Menschenrechte nur noch semantische
        Konstrukte.

        • @RP
          „Zu den politischen ideologischen
          Konstellationen kommen ja noch
          andere Elemente hinzu die das
          Gemisch noch explosiver machen.“

          Ja, klar. Feminismus ist nur die Spitze des Eisbergs.

          Und neben der von dir angesprochenen Demographiproblematik könnte man noch
          – Endlichkeit fossiler Brennstoffe (Peak Oil)
          – Nicht-Nachhaltigkeit unseres Finanzsystems
          – und … und … und
          anführen. Da kommt eine hübsch explosive Gemengelage zustande. Und die Dinge interagieren auch miteinander – und zwar in einer überadditiven Weise.
          (Man nehmen nur mal: Was passiert, wenn die fossilen Energieträger nicht mehr Muskelkraft ersetzten können in dem Masse, wie wir es jetzt haben? Wird DANN die Überalterung als Problem nicht noch ungleich gewichtiger? Nur mal so als Beispiel – pars pro toto.)

        • @ vc

          „Endlichkeit fossiler Brennstoffe (Peak Oil)“

          Obschon die fossilen Brennstoffe endlich
          sind werden sie in den nächsten 50 Jahren
          nicht zum Killer Kriterium.
          Durch die Förderung von Shale Gas wird
          USA zu einem netto Exporteur an fossiler
          Energie. Der Borat kann also noch getrost
          weiterhin mit seinem AMG panty dropper
          durch die Gegend heizen.

        • @vcd

          Und spätestens in etwa fünf milliarden Jahren kommt der Weltuntergang, die Sonne, du weisst.

          Für nur 10e6 EUR kannst du einen Anteil an meinem Fonds zur Rettung der Menschheit vor dem Ende der Sonne erwerben. Wenn das mal keine langfristige, nachhaltige und todsichere Investition ist.

          Wie siehts aus?

        • @ Red Pill

          Panty Dropper?

          Die Red Pill for Feminists (vielmehr Das Rote Tuch)?

          Feministische Analüse hat bewiesen, dass nur ausgesprochen dumme Männer glauben, sie bekämen mehr Pussy für ihr Geld mithilfe von Panty Droppern.

          Die Lebenserfahrung eben dieser Männer spricht zwar gegen die Richtigkeit dieser Anal üse – mit anderen Worten: Sie ist für’n Arsch – aber deren Erfahrungen und die daraus resultierenden Umsätze der Panty-Dropper-Produzenten können getrost ignoriert werden.

          Wg. DEFMA der OPFA, die die TÄTA zum Schweigen bringt.

        • @ Alexander

          Von einem künstlerischen Standpunkt gesehen
          ist das Bild nur teilweise gelungen. Man sagt ja
          auch in der Musik, ein einmal gesetztes
          Thema wird an anderer Stelle wieder aufgenommen.
          Nun in diesem Setting kann ich mir vorstellen,
          dass das Rot des Pantys vom Rot des Bremssattels
          hinter der Felge antizipiert wird.
          Klar das fallende Panty beschleunigt und
          die Bremszangen sind je zum Verzögern da.
          Für den Kenner sind beide Objekte sexy.

        • @roslin, rp

          Ich tue es nicht für die „panty-dropper“, ich tue es für unsere obsoleten PW-Frauen, für unsere besten Frauen der Welt, die zeigen die klimakterischste, neurotischste und schönste Reaktion wenn ich mit meinem König der fahrbaren Geschlechtsorgane posiere und mal aufs Gas trete.

          Auch tue ich es, weil mein Sadismus auch etwas Gleichstellung also „gutes“ braucht für die Männer die glauben ich könnte reihenweise die Girls abgreifen die mich langweilen, anöden oder nerven.

          Vor allem Türkenjungs werden dann ganz nervös.

          Nur ziemlich blöde Männer legen noch Köder für Parasiten aus, naja denken wohl mit dem Schwanz.

          Aber schön dass wir mal drüber gesprochen haben.

        • @Borat
          „Und spätestens in etwa fünf milliarden Jahren kommt der Weltuntergang …“
          Sicher.

          Sind aber keine Zeiträume, die mich persönlich interessieren.

          „Für nur 10e6 EUR kannst du einen Anteil an meinem Fonds zur Rettung der Menschheit vor dem Ende der Sonne erwerben. Wenn das mal keine langfristige, nachhaltige und todsichere Investition ist.“

          Danke, dass du an mich denkst. Finde ich echt kumpelig von dir, echt mal. Und auf der Suche nach „todsicheren“ Investmentgelegenheiten bin ich schon lange.
          In diesem Sinne: Prost!

        • @vcd

          *Sind aber keine Zeiträume, die mich persönlich interessieren.*

          Ja, früher hab ich mich auch noch mit der Prophezeihung von Katastrophen die man noch erleben könnte zufrieden gegeben. Mit dem Alter steigen halt die Ansprüche.

          Aber gern geschehen, hier noch ein Werbevideo meiner Investmentofferte:

  7. Meiner Meinung nach basiert das aber auf einem logischen Fehlschluss. Eine Analogie: Kommunisten haben sich seit jeher den Kampf um die Rechte der Ausgebeuteten auf die Fahne geschrieben. Ein Anti-Kommunist zu sein, bedeutet aber nicht, auch gegen den Kampf gegen die Ausgebeuteten zu sein.

    Das Problem entsteht durch das Deutungsmonopol des Feminismus. Denn alles was Frauenpolitik und Kampf für Frauenrechte ist, ist feministisch. Hierbei handelt es sich aber um eine Selbstzuschreibung.

  8. @roslin
    „Heute verteidigt das Post-68′er-Establishment, das sich als “links” versteht, seine Hegemonie, indem es gegen Rechts kämpft, Opposition (so nicht ausdrücklich als linksradikal auftretend) als rechts denunziert (“Extremismus der Mitte”,”rechtspopulistisch, rechtsknservativ usw.).“

    Genau das ist das heutige machtverschleiernde Herrschaftsinstrument, indem berechtigte Kritik sofort als rechts denunziert wird , v.a. auf Kosten von Pluralismus.

    Genau dieser Technik bedient sich natürlich auch der Feminismus, der ja institutionell bestens verankert ist, sich jedoch als „Patriarchatskritik“ im Kampf gegen eine wie auch immer geartete ominöse Herrschaft (weißer heterosexueller Mann) wähnt.

    Etwas modifiziert ja auch beim Fronteinsatz unserer aller Claudia (Roth) als Oberprotestierende in der Türkei (vor 2/3 Monaten) zu besichtigen, die dann aus ihrem Hotelzimmer per Handy den ÖR mit neuesten Berichten versorgte, dauerempört natürlich.

    Ist jetzt ja „nur“ stellvertretende Bundestagspräsidentin, eine Oppositionelle eben.

    Interessant in diesem Zusammenhang: die Technik der Nazis war ja immer: ein Bein in der Bewegung/auf der Straße, das andere Bein im Parlament.

    Eine links/rechts Kategorisierung macht natürlich aber nur Sinn, wenn man sie begrifflich definiert. Es gibt eben viele Überschneidungen der extremen Rechten/extremen Linken. Ein Lehrstück diesbezüglich immer noch. Nolte und die Historikerdebatte in der alten Bundesrepublik bzgl. der „Kommensurabilität“ der Totalitarismen.

    Interessant auch. Antifaschismus in der DDR. Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Argumentationsmuster (auch im Vergleich mit der Historikerdebatte)

    FAZIT: links/rechts ist trotz seiner jeweiligen begrifflichen Mehrdeutigkeit eine zentrale politische Kategorie/ ein zentrales Machtinstrument, weshalb die Rosenbrock-Strategie ja auch besonders perfide ist

      • „Es sind jedenfalls fast immer Rechte die sagen, die Unterteilung nach rechts und links hätte ihren Sinn verloren“

        Das ist eine Behauptung und nichtsagend, wei sie so auch nicht stimmt.

        Du müßtest, wenn die Aussage nicht nur agitatorisch-polemisch sein soll (im antifaschistischen Politsprech), schon sagen, was dann links/rechts ist und bibchen differenzierter Bezug nehmen

      • @ El Mocho

        Genauso gut könnte ich behaupten, dass es vor allem Linke sind, die auf die Unterscheidung links/rechts noch gesteigerten Wert legen.

        Weil sie hoffen, auf die „gute“ = linke Seite zu fallen.

      • Ist doch ganz einfach: Wenn man davon ausgeht, dass Linke die Gesellschaft verändern wollen und Rechte sie so erhalten wollen wie sie ist (ganz grob gesagt), kommt die Annahme, dass es eigentlich keinen wirklichen Unterschied zwischen beiden Positionen gibt natürlich eher den ersteren zugute, denn sie deligitimiert den Veränderungsanspruch der letzteren.

        • @ El Mocho

          * Wenn man davon ausgeht, dass Linke die Gesellschaft verändern wollen und Rechte sie so erhalten wollen wie sie ist (ganz grob gesagt), kommt die Annahme, dass es eigentlich keinen wirklichen Unterschied zwischen beiden Positionen gibt natürlich eher den ersteren zugute, denn sie deligitimiert den Veränderungsanspruch der letzteren.*

          Was aber, wenn eine linke Elite meint, die Gesellschaft in ihrem Sinne links-positiv verändert zu haben und diese Veränderungen nun als neuer Status-Quo verteidigt wird?

          Dann wollen plötzlich Rechte die Gesellschaft verändern und die Bennung „Du bist rechts!“ delegitimiert den Veränderungsanspruch.

          Ist das dann gut oder schlecht?

          Oder kann es per definitionem keine linken Eliten geben?

        • @roslin
          „Oder kann es per definitionem keine linken Eliten geben?“

          Wenn wir links positiv als Herrschaftskritik verstehen wollen, um im Rahmen eines aufklärerisch-emanzpatorischen Prozesses Gleichheit herzustellen, ist das Linke die Infragestellung, der Prozess selber, die Etablierung einer neuen Avantgarde zur „Machtausübung wäre innerhalb d-i-e-s-e-r Definition dann rechts, weil herrschaftetablierend , auch im Sinne des Herstellens einer neuen Ungleichheit.

          Es beschreibt ja auch das Problem, das ursprünglich basisdemokratische Bewegungen sich im Fall der Parlamentarisierung zwangsläufig oligarchisieren (sehr schön an der Aufgabe des Rotationsprinzips der Grünen bereits in der 1. Legislaturperiode zu exemplifizieren)

        • @El Mocho

          Ich finde ja nach die vor die „tragic vision“ und die „Utopian Vision“ eine gute Theorie, die ja auch in die Richtung geht

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/04/07/biologische-grundlagen-der-politischen-einstellung/

          In the Tragic Vision, humans are inherently limited in knowledge, wisdom, and virtue, and all social arrangements must acknowledge those limits. “Mortal things suit mortals best,” wrote Pindar; “from the crooked timber of humanity no truly straight thing can be made,” wrote Kant. The Tragic Vision is associated with Hobbes, Burke, Smith, Alexander Hamilton, James Madison, the jurist Oliver Wendell Holmes Jr., the economists Friedrich Hayek and Milton Friedman, the philosophers Isaiah Berlin and Karl Popper, and the legal scholar Richard Posner.

          In the Utopian Vision, psychological limitations are artifacts that come from our social arrangements, and we should not allow them to restrict our gaze from what is possible in a better world. Its creed might be “Some people see things as they are and ask ‘why?’; I dream things that never were and ask ‘why not?’” The quotation is often attributed to the icon of 1960s liberalism, Robert F. Kennedy, but it was originally penned by the Fabian socialist George {288} Bernard Shaw (who also wrote, “There is nothing that can be changed more completely than human nature when the job is taken in hand early enough”).10 The Utopian Vision is also associated with Rousseau, Godwin, Condorcet, Thomas Paine, the jurist Earl Warren, the economist John Kenneth Galbraith, and to a lesser extent the political philosopher Ronald Dworkin.

        • @ Step

          *Wenn wir links positiv als Herrschaftskritik verstehen wollen, um im Rahmen eines aufklärerisch-emanzpatorischen Prozesses Gleichheit herzustellen, ist das Linke die Infragestellung, der Prozess selber, die Etablierung einer neuen Avantgarde zur “Machtausübung wäre innerhalb d-i-e-s-e-r Definition dann rechts, weil herrschaftetablierend , auch im Sinne des Herstellens einer neuen Ungleichheit.*

          Wenn, ja, wenn.

          Aber warum soll ich diese Bedingung erfüllen und links positiver verstehen als rechts?

          Weil Linke es gerne so hätten?

          Gut, das ist ein Grund.

          Bloß kein guter.

          Auf der Linken wie auf der Rechten agieren Menschen ihren Egoismus aus.

          Die linken Menschen sind nicht die besseren Menschen, auch wenn Gutmenschen das von sich glauben und behaupten.

          Sie sind nicht nur unfähig, wie Jan Fleischhauer mit Bezug auf S. Gaschke schrieb, das Böse als Wirkmacht in ihrem Umfeld einzukalkulieren.

          Schlimmer noch: Sie kalkulieren nicht einmal das Böse in ihnen selbst in seiner Wirkmächtigkeit ein.

          Der Splitter im Auge der anderen, der Balken in meinem eigenen fällt mir da ein.

        • @ Christian

          Ist George Bernard Shaw nun links oder rechts?

          Ist das

          links oder rechts?

          Oder ist George Bernard Shaw nur dann rechts, wenn er das Vergasen von Menschen für sinnvoll hält?

          • @Roslin

            ich kann mir das Video gerade nicht anschauen, aber Sätze wie

            „I, as a Socialist, have had to preach, as much as anyone, the enormous power of the environment. We can change it; we must change it; there is absolutely no other sense in life than the task of changing it. What is the use of writing plays, what is the use of writing anything, if there is not a will which finally moulds chaos itself into a race of gods.[“

            klingen eher nach einem Utopian View.

            Bei Tötungen würde ich wie folgt unterscheiden:

            Bestimmte Leute sind per se schlecht, das können wir nicht ändern, wir müssen sie umbringen –> tragic view
            Bestimmte Leute müssen entfernt werden, weil sie gegen eine bessere Welt arbeiten und unser Veränderung entgegenstehen –> utopian view

            Natürlich gibt es da überschneidungen. Gerade in dem Wahnsinn eines Massenmordes.

        • „Wenn, ja, wenn.“

          „Aber warum soll ich diese Bedingung erfüllen und links positiver verstehen als rechts?“

          Gut, Gaschke lassen wir mal Gaschke sein. Sie hat immer noch nichts verstanden, konnte vor lauter Testosteronnebel auch kaum noch was erkennen, natürlich immer auf der Suche nach dem Antidot Östrogen

          ad rem: die Infragestellung des Rechts-Links Schemas ist ja nicht neu. Füllt ganze Regalwände.

          Ausgangsfrage bleibt dann bestehen, anhand welcher Kategorien wir überhaupt über Politik sprechen wollen.

          vor allem: der allgegenwärtige Kampf gegen Rechts zeigt ja, wie sehr diese Begriffe gebraucht werden, ohne dass sie noch groß mit Inhalt gefüllt werden müssen.
          Hierdurch erreicht der politische Diskurs eine irrationale Kompenente.
          Da keiner als rechts, schon gar nicht als „Rechter“ stigmatisiert werden möchte, reicht diese unscharfe ZUordnung aus, um gerade im politischen Bereich jemanden mundtot zu machen.

          Die Kausalketten sind immer ähnlich, letztendlich landet Kritik (außer aus der noch egalitäreren Ecke) immer in der rechten, zumindestens aber reaktionären Schublade.

          Genau dieses ist m. E. auch der Grund, warum der Feminismus medial kritikresistent daherkommt: weil er es immer noch schafft, sich zur LInken zu zählen und das LInke ist eher das Gute

          A

        • @roslin

          M.E. wäre der Feminismus, wenn man ihn als rechte repressive auf Privilegiensicherung ausgerichtete Ideologie „stigmatisieren “ könnte, besser zu bekämpfen.

          Solange der Feminismus sich den Hauch der Rebellion im Sinne der Infragestellung bestehender, somit (als Feindbild aufgebauter angeblich) konservativ-reaktionärer Verhältnisse bewahren kann , sich also in der „Linken“ verankern kann, wird dies schwerer sein

        • @El Mocho
          „Wenn man davon ausgeht, dass Linke die Gesellschaft verändern wollen und Rechte sie so erhalten wollen wie sie ist (ganz grob gesagt)“

          Da sieht man das Sprachproblem: die Gesellschaft so erhalten, wie sie ist, läuft für mich unter dem Begriff „Konservativ“.

          „Rechts“ verwende ich erst bei den Leuten, die im Gegensatz dazu die Gesellschaft sehr wohl verändern wollen. Und zwar in eine ganz bestimmte Richtung. Und mit einem ganz bestimmten historischen Bezug.

          Mit meinem dreiwertigen Schema fallen manche Gemeinsamkeiten zwischen Rechts und Links m. E. auch besser auf.

        • @ Step

          *Da keiner als rechts, schon gar nicht als “Rechter” stigmatisiert werden möchte, reicht diese unscharfe ZUordnung aus, um gerade im politischen Bereich jemanden mundtot zu machen.*

          Aber das ist doch auch die Schuld der Stigmatisierten!

          Ich kann doch dieses inhaltsleere Schema nicht entwerten, indem ich seine Anwendung akzeptiere.

          Sondern indem ich auch als „Rechter“ meine Sache, die dann in des Teufels Namen eine „rechte“ ist, so gut argumentativ vertrete wie ich es nur vermag, wenn ich sie denn für richtig halte.

          Dann wollen wir sehen, wer die besseren Argumente hat.

          Dann spielt links-rechts keine Rolle mehr.

          Das spielt nur so lange eine Rolle, solange sich die als „rechts“ Denunzierten beschämt zum Schweigen bringen lassen.

          Das ist die selbe Methode, mit der man als Feminist.I.n argumentfrei Männer zum Schweigen bringt: durch Beschämung.

          Einfach den Schwarzen Peter, den die Linke meint, austeilen zu können, nicht annehmen.

          Oder ihn zurückspielen.

          Um Politik zu beurteilen, brauche ich das Links-Rechts-Schmema nicht.

          Sondern ich muss beurteilen, ob die Politik die Wohlfahrt einer größeren oder einer kleineren Zahl von Menschen befördert oder ob sie das nicht tut.

          Egal, welche Ziele/Absichten die Akteure vorgeben.

          Der Baum ist an seinen Früchten zu erkennen.

          Wenn „linke“ Politik das Unglück der Menschen mehrt, dann zum Teufel mit ihr, wenn „rechte“ Politik das Glück der Menschen mehrt, dann herzlich willkommen.

          Und umgekehrt.

    • @ Step

      *Genau das ist das heutige machtverschleiernde Herrschaftsinstrument, indem berechtigte Kritik sofort als rechts denunziert wird , v.a. auf Kosten von Pluralismus.*

      Ja und?

      Das sollte doch wurscht sein. Ich muss doch nicht die Geschichtslüge der Linken akzeptieren und verinnerlichen, dass Rechts schlimmer sei als Links (weil Links doch irgendwie edel, gut und uneigennützig), wenn ich weiß, dass Links die Massengräber so brutal und konsequent füllte wie Rechts.

      Es gehört zu den Widerwärtigkeiten unserer linksliberalen Zeitgeistschickeria, dass jungendliche Affiliationen zur NPD für den Rest des Lebens schänden, man aber mit Affiliationen zu Mao oder Ho Chi Minh kokettieren kann beim Sektempfang („Hach ja, wir waren jung und so ideaistisch!“).

      Selbstgerechte Heuchler – Gutmenschen wie aus dem Bilderbuch.

      Wenn sie ihre Kritiker rechts nenen, sollen sie doch.

      Mit den Achseln zucken und weiter machen, ob als „Rechter“ oder als „Rassist“ oder als „Sexist“.

      Sie inflationieren durch Übernutzung auch diese Begriffe.

      Sie werden wertlos und damit wirkungslos.

    • @ Step II

      *Es gibt eben viele Überschneidungen der extremen Rechten/extremen Linken. *

      Eben.

      Nur die Unterscheidung freiheitlich/tolerant gegen autoritär/etatistisch/intolerant macht Sinn.

      Links/Rechts – das ist Gesäßgeographie.

      Von mir kann man auch noch unterscheiden zwischen ehrenhaft/ehrlich/idealistisch und unehrenhaft/verlogen/eigennützig.

      Über’s ganze Spektrum verteilt finde ich akzeptable Menschen – nur nicht an den extremen, intolerant-autoritären Rändern.

      Über’s ganze Spektrum verteilt finde ich auch die Inakzeptablen, gerade auch unter den ausgefressenen rot-grünen Spießern mit ihrem Progressismusgerülpse.

      Politische Einordnung ist viel mehr eine Charakterfrage als eine der Gesäßgeographie.

      „Objektive“ Einordnungen anhand einer ideologischen Landkarte sind Makulatur.

      Die schönste edelste Ideologie/Religion wird mühelos zur Rechtfertigung der schlimmsten Verbrechen nutzbar, wenn Räuber sich ihrer bemächtigen.

      Dem menschlichen Egoismus fällt es nicht schwer, sich aus allem die passenden Feigenblätter zu schnitzen.

      • o @roslin
        o „Von mir kann man auch noch unterscheiden zwischen ehrenhaft/ehrlich/idealistisch und unehrenhaft/verlogen/eigennützig.“

        das sind natürlich eher moralischer Kategorien, nach denen ich Menschen beurteilen kann. Moralische Integrität hilft natürlich als politische Kategorie nicht weiter. Wäre eher eine Diskussion im Weber’ schen Sinn zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungethik.
        Idealismus ist ja vielen politischen Bewegungen eigen. Es hat ja gerade zu Beginn auch sehr viele idealistische , auch subjektive ehrliche Nazis gegeben

        • @ Step

          Natürlich helfen moralische Kategorien weiter. Was nützt mir denn die lupenreinste propagierte linke/christliche/buddhistische/was-weiß-ich Gesinnung, wenn der, der sie predigt, durch sein Handeln beweist, dass er ein abgefeimter Egoist ist, der zuallererst an seiner persönlichen Macht und Fettlebe ein Interesse hat.

          Tröstet es einen Menschen, wenn er im Namen der Gerechtigkeit/Freiheit/des Weltfriedens/der Bekämpfung des Hungers/was-weiß-ich an die Wand gestellt wird?

          Oder ist der unglückseliger, dem man mitteilt: „Wir vernichten Dich, weil Du in unseren Augen lebensuwertes, minderwertiges Leben verkörperst, das kein Recht zu existieren hat!“

          Mörder sind die einen wie die anderen.

          Die einen fügen nur noch zur edlen Gesinnung die Sünde abgrundtiefer Verlogenheit und Heuchelei.

          So gesehen ist mir die offenherzige Brutalität der Faschisten fast noch lieber als die silbrige Doppelzüngigkeit der massenmörderischen Linken.

        • @ Step

          * auch sehr viele idealistische , auch subjektive ehrliche Nazis gegeben*

          Ja natürlich. Einer der ehrlichsten und idealistischsten war der größte Führer aller Zeiten.

          Ein Antisemit reinsten Wassers, gläubig bis in den Tod.

          Der sich selbst den Weg zu jedem realpolitischen Kompromiss abschnitt, um ja nicht das große Ziel, Europa „judenfrei“ zu machen, aus den Augen zu verlieren.

          Und?

          Macht sein „Idealismus“ irgendetwas besser?

          Er glaubte „reinen“ Herzens, dass die Juden unser Unglück sind und die Menschheit besser dran wäre ohne sie.

          So reinen Herzens wie manche Bolschewiken daran geglaubt haben mögen, dass es zur Aufrichtung der reinen, unverdorbenen, unkorrupten Zukunftsgesellschaft nötig ist, die falsch sozialisierten Überbleibsel der bürgerlich-korrupt-verderbten Vergangenheit umzuerziehen oder (geht schneller) schlicht auszurotten.

          Sie haben sich für beides entschieden, das Angenehme (Ausbeutung von Sklavenarbeitern) mit dem Nützlichen (Aussonderung und Ausmerzung der bürgerlichen Restbestände, der Menschen mit „falschem“ Bewußtsein) verbindend > den Rassenmorden der Nazis stehen die Klassenmorde der Stalinisten/Maoisten/Pol-Potisten gegenüber.

        • @Step II
          „Moralische Integrität hilft natürlich als politische Kategorie nicht weiter.“

          Sehe ich genau anders. Die Frage zum „weiter helfen“ wäre doch: Weiter als was? Was ist denn hier die Vergleichsbasis? Und wie „weit“ in welcher Raumdimension kommt man mit immoralischem politschem Verhalten?

          Das ist man schnell bei „der Zweck heiligt die Mittel“. Oder auch: „Es ist alles eine Machtfrage!“ Mit der Bedeutung: Wenn die Avantgarde des Proletariats und der Weltgeschichte die Macht hat, dann ist alles gut. Weil es die „richtige“ Macht ist. Dann sind willkürliche Verhaftungen, Lager, Massenmorde „richtig“ – weil gut für die „richtige“ Macht.

          So funktionierten die Rechtfertigungen der Stalinismus …

        • @Step II – Nachtrag

          Ich gebe dir aber sofort zu, dass solche Kriterien wie „moralische Integrität“ natürlich ebenso als Etikett auf Alles, wirklich ALLES gepappt werden können. Und als Wortmarke wertlos sind. (Allenfalls eine innere Haltung beschreiben können.)

          Heinrich Himmler ist schlecht geworden, er musste kotzen, als er einmal selber einer Massenerschießung beiwohnte.
          Und er hat das dann so verarbeitete, die „moralische Integrität“ derjenigen SS-ler zu preisen, denen eben – anders als ihm, dem Schreibtischtäter – NICHT schlecht geworden ist dabei.

          So arbeitet der menschliche Verstand oft genug. Der saugt aus ALLEM noch ein „edles“ Refraiming.

        • @roslin @v- cd

          “Moralische Integrität hilft natürlich als politische Kategorie nicht weiter.”

          Vielleicht ein wenig mißverständlich formuliert.

          Natürlich spielt die „Moralität“ einer Person bezgl. ihres politischen Handelns eine Rolle

          Es spielt z.B. eine große Rolle bzgl. Korrumpierbarkeit, Machtmißbrauch, Vorteilsnahme.

          Macht ist per se natürlich eine Dimension, die auch eine eigentlich moralische Person sehr verführen, oftmals auch korrumpieren kann, letztendlich die Person in toto verändern kann.

          Das ist natürlich eine trivialpsychologische Feststellung, soll jedoch die Schwierigkeit der Kategorie „Moralität“ aufzeigen.

          Inwieweit man der „Moralität“ traut, hängt ja auch vom Menschenbild, von der Anthropologie ab.

          Die Geschichte zeigt ja eher, das man der „Moralität“ in Machtkontexten nicht zu sehr trauen sollte.

          Deshalb rede ich nicht, um es noch mal explizit zu formulieren, der U_N_M_O_R_A_L_I_T_Ä_T das Wort.

          Es ging ja nur ursprünglich darum, inwieweit die Einteilungsprinzipien links und rechts als politische Beschreibungskategorien noch zeitgemäß sind,

          oder ob sie möglicherweise obsolet geworden sind, nur noch „Gesäßgeographie“ aus dem 19.JH. sind

          Und in diesem Kontext kommen wir mit Begrifflichkeiten wie Idealismus ,Ehrlichkeit etc. nicht weiter. Das sind eben eher moralische oder individualpsychologische Kategorien, keine politologischen Einteilungskategorien als politische Zielrichtung

          Es geht ja eher um die Verortung des Feminismus in unserem „Ideensystem“ .

          Desweiteren sollte es natürlich um politische Strategien der Überwindung der feministischen Ideologie gehen. Aber zuvor braucht man eine adäquate Analyse

        • @ Step II

          Meiner Ansicht nach braucht es zur Überwindung des Feminismus nur Rückgrat, Ehrlichkeit und ein Austrocknen seiner Finanzmittel (durch Reduktion der vor allem von Männern erarbeiteten Transfersummen).

          Rückgrat braucht es, um im Angesicht einer geifernden Medienmeute („SEXIST, FRAUENFEIND, WOHL VON VoRGESTERN, KEINE ABBEKOMMEN, ZU KLEINER SCHWANZ, TESTOSTERON GESTEUERT) trotzdem darauf zu beharren, dass Feminismus eine zutiefst verlogene Ideologie ist, die weitgehend empiriefrei behauptet und auch noch, um überhaupt einen Anflug von Plausibilität zu gewinnen, von zutiefst männerfeindlichen Prämissen (meist implizit, darum nicht offen benannt, darum umso wirksamer/heimtückischer) ausgehen muss.

          Ehrlichkeit braucht es, um das auch gegenüber einer vielleicht netten Frau („Ich bin doch für Gleichstellung und daher Feministin!“) auszuführen, zu begründen und darzulegen, dass Gleichstellung mit Gleichberechtigung UNVEREINBAR IST.

          Würde das im realen Leben eine genügend große Zahl von Männern tun, im Büro, in der Partei, unter Freunden – der Feminismus wäre schnell am Ende.

          Aber die allermeisten Menschen sind feige und bequem.

          So ist das finanzielle Austrocknen die Maßnahme, die am wenigsten Mut erfordert und unmittelbare Vorteile (Freizeit) bringt.

          Sie ist zwar individuell die ungefährlichste (braucht keinen Mut), aber für das System die gefährlichste.

          Könnte eben leider Gottes auch dazu führen, dass nicht nur der Feminismus zusammenbricht, sondern auch der an sich sinnvolle Sozialstaat, von dessen Transferleistungen eben auch viele Kranke/Alte leben MÜSSEN, ja mehr noch, dass das ganze System der westlichen Zivilisation zusammenbricht in einer Tiefe und Breite wie beim Zusammenbruch des Weströmischen Reiches.

          Kann sich eigentlich niemand wünschen, da dabei zu sein.

          Aber mein Gott, sollen jene es verantworten, die systematisch und böswillig die falschen Anreize setzen, aus höchst eigennützigen Motiven.

    • @Step II
      „FAZIT: links/rechts ist trotz seiner jeweiligen begrifflichen Mehrdeutigkeit eine zentrale politische Kategorie/ ein zentrales Machtinstrument, weshalb die Rosenbrock-Strategie ja auch besonders perfide ist.“

      Das mag sein als Beschreibung eines Zustandes. Die Frage ist: Wie ist es als Entwicklung, als Trend?

      Ich weiß nicht, wie es „wirklich“ ist. Ich weiß nur, wie es mir geht. Und für mich – und ich bin Marxist – sind diese Kategorien in den letzten Jahren zunehmend bedeutungsloser geworden.
      Wichtiger wären mir Kategorien wie z.B.
      – Offenheit im Diskurs und Meinungsaustausch vs. abgeschlossenes „mind set“
      oder auch
      – bekämpfen wir Ideen / Konzepte vs. bekämpfen wir Menschen
      oder auch
      – Liberalität vs. autoritäre Gewalt

      Wenn politische Gegner in Lager gesperrt werden, gefoltert werden – dann ist es mir schyessegal, ob dies mit einer „linken“ oder „rechten“ ideologischen Rechtfertigung passiert. (Und es passiert sowohl mit „linker“ wie mit „rechte“ wie auch mit „gemäßtiger-politische-Mitte“ Rechtfertigung).

      Wenn Feindbilder aufgebaut werden, Südenbockideologien konstruiert werden, manichäische Deutungssysteme installiert werden (es ist „wir gegen die“ – und „die“ müssen verschwinden, vernichtet werden) – dann ist es mir egal, in welchem ideologischen Gewand das passiert. Ob da nun als Etikett „links“ oder „rechts“ oder „Erdbeermarmelade“ drauf klebt oder darauf geklebt wird, ist mir komplett wurscht. Mich interessiert nur: Wie gehst du mit Menschen um? Wie gehst du mit Argumenten um, die deine konkrete Weltsicht in Frage stellen?
      Was machst du? Versuchst du, solche zu verbieten, zum Schweigen zu bringen? Wenn ja: Dann ist mehr mir egal, wie du deinen Karnevalswagen anmalst, ich werde weder da aufspringen noch von der Seitenlinie zujubeln. Und es ist mir dann auch egal, wie viel Karamellen du wirfst. Ich werde sie nicht zu fangen versuchen.

  9. Ob der Feminismus bei uns immer noch eine Oppositionsbewegung ist, kann man sicherlich in Zweifel ziehen, auch wenn ich nicht die Ansicht teile, wir lebten in einer durch und durch feministischen Gesellschaft.

    Aber selbst, wenn es eine Oppositionsbewegung wäre, bedeutete das doch nicht, dass sie niemanden unterdrücken kann. In diesem Falle würde ihr bestenfalls die Macht dazu fehlen, jedoch nicht notwendigerweise die Absicht. Es gibt genug Oppositionsbewegungen, die sich als das weit größere Übel herausgestellt haben, so bald sie denn genug Macht erlangt hatten und es spricht Vieles dafür, dass das beim Feminismus ebenso wäre.

    Allerdings so machtlos, wie die Dame tut, ist der Feminismus schon jetzt, zumindest in westlichen Gesellschaften, nicht.

    • In diesem Falle würde ihr bestenfalls die Macht dazu fehlen..

      Es gab und gibt meistens jemand, der unter einem steht. Egal, wie gut oder schlecht man als „Gruppe“ dasteht.

      Für Mittelschichtfrauen galt das sowieso schon immer, und sie haben auch ausgiebig Arbeitermänner unterdrücken können.

      Gerade auch unter dem Label Feminismus bzw. Frauenbewegung.

  10. Vor einiger Zeit hatte ich bereits diesen Artikel von Warren Farrell verlinkt, in dem er, der ehemalige führende Feminist, sehr klar die „oppositionelle“ Stellung des heutigen Feminismus benennt, Zitat:

    *From “day one” the leading universities’ women’s studies’ departments had skipped right past that—and into Marxist feminism with its paradigm of males-as-oppressor/females-as-oppressed. Over the past thirty years that model expanded from the politically correct gender framework at the leading universities, whose professors are typically more radical, into more vocationally oriented universities such as Ryerson, who in the past were barely affected by Marxist-type feminism.

    It’s a rich man-poor man gap. Only the feminist-defined men’s issues are receiving funding of any significance from their university or a foundation. Both Stony Brook University and other foundations will be adding additional funding to a $300,000 start-up grant from the John D. and Catherine T. MacArthur Foundation to establish the first Center for the Study of Men and Masculinities. The center will be headed by Michael Kimmel, a male feminist and a Distinguished Professor of Sociology.

    Michael Kimmel’s perspective is indicated by the title of his forthcoming book, Angry White Men. [Natürlich. Das Feindbild des Weißen, heterosexuellen Mannes als Universalsündenbock dieser neuen Linken – es darf auch hier nicht fehlen] As a sociologist, Michael would, were the context different, doubtless be the first to spot the extraordinary wealth of the feminist machine vs. the virtual homelessness of men who wish to define and redefine themselves without the control of the Marxist feminist prism.

    To my knowledge, no person who has taken a non-feminist perspective on these issues has received significant university or foundation funding, or reached Michael’s level of Distinguished Professor in any social science department at any university in the U.S. or world. Neither my contacts nor my emails from readers around the world were able to identify a single men’s studies course—and certainly no program or degree—that was not under feminist control.*

    http://www.avoiceformen.com/education/equity-without-equity-universities-love-hate-relationship-with-men/

    Dieser Feminismus kann elitengedeckt (sowohl politisch als auch finanziell) agieren.

    Solange zumindest er kulturmarxistisch bleibt und nicht tatsächlich die ökonomischen Interessen der Ermöglicher und Finanziers herausfordert, sondern sich darauf beschränkt, das zu promovieren, was auch im konsumkapitalistischen Interesse liegt: Propagierung einer hedonistisch-materialistischen Konsumkultur (Stiftung von Lebenssinn durch Konsum, auch sexuellem), Auflösung der Familie (befeuert den Konsum, vereinzelt den Untertanen, macht ihn verwundbarer und damit abhängiger vom Staat/den großen Korporationen/den Arbeitgebern), Verdünnung der ethnisch bestimmten Nationalstaaten durch Masseneinwanderung und Förderung eines Einschmelzens dieser Nationalstaaten in supranationale Strukturen (fördert die Freiheit des Kapital-und Warenverkehrs, Grenzen werden eingerissen, niemand mehr da, der sie verteidigen will – produziere billig in China zu Hungerlöhnen und verkaufe teuer in der 1. Welt > was da an Defizit aufklafft, wird überbrückt durch Fiat-Money-Politik und Staatsverschuldung, verschiebe Deine privaten Gewinne mühelos dorthin, wo sie sicher zu bunkern sind).

    Da stören alle Solidaritäten jenseits der arbeitgebenden Korporationen nur, als da wären: Zugehörigkeitsgefühle zu Kinder/Familie, extendierter Familie, Nation, Religion.

    Alles Faktoren, die die materielle Verwertung des Menschen erschweren/behindern, in ihrer Totalität einschränken.

    Weshalb es Sinn macht, sie abzubauen/zu dekonstruieren/zu zerstören.

    Damit nur noch die Corporate Identity der Marke bleibt, für die man arbeitet, nur noch der Sinn, der im Konsum als materieller Lebensgenuss erfahren wird („Haste was, dann biste was!“) und der materiellen Umsatz generiert.

    Denn nur aus dem entsteht materieller Gewinn.

    „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles.“

    Sagt der Teufel.

    Den es ja bekanntlich nicht gibt.

    Es ist wichtig, den Menschen in die Materie einzuschmelzen, ihm jede darüber hinausweisende Orientierung/Hoffnung zu nehmen.

    Nützliche Idioten.

  11. Der Feminismus braucht Sterbehilfe, auch ich will das Leiden nicht mehr mit ansehen.

    Jegliche Form des Feminismus, auch der explizite „nicht Feminismus“.

  12. Feminismus – welcher denn? Auch die Bolschewiki waren nur ein kleiner Teil der sozialistischen Bewegung. Bevor diese die Macht an sich rissen war die sozialische Bewegung in Russland so inhomogen wie der sogenannte Feminismus. Solche Bewegungen haben die Tendenz, sich zu radikalisieren.

    Und so wenig es den Bolschewiki um die Interessen der Arbeiter und Bauern ging, so wenig geht es den FeministInnen um die Interessen von Frauen.

    Es geht um Macht. Es geht um Deutungshoheit. Es geht um den neuen Menschen. Es geht um die Bewegung an sich.

    Kommen solche Bewegungen an die Macht, dann fällt die Maske, dann erscheint die Fratze, dann wird viel Rot angerührt.

    Eine solche Bewegung braucht immer neue Feinde, immer noch exaltiertere Ziele. Eine solche Bewegung braucht Bewegung, weil sie in der Ruhe verschwinden würde. Die Kulturrevolution ist so ein Beispiel für ein Relaunch, eine Revolution nach der Revolution. Der Prozess endet letztlich erst durch Erschöpfung.

    Feminismus ist keine Oppositionsbewegung, Feminismus ist Mainstream, schon lange. Aber wie die Bolschewiken schon lange, nachdem sie die Macht inne hatten, stets den Impetus einer verfolgten Oppositionsbewegung pflegten (der Klassenfeind schläft nie), so geriert sich der Feminismus als verfolgt, als Opfer eines ominösen Patriarchats.

    Feminismus ist wie viele Ideologien eine Krankheit, die Gesellschaften in bestimmten Reifegraden befällt. Feminismus gleicht den Pilzen. Er zersetzt morsches Holz, d.h. faulende, absterbende Gesellschaften, und fördert deren Zersetzung, indem er den lebendigen Teil dieser Gesellschaften, nämlich das Geschlechterverhältnis und hier besonders die Familie, zerstört.

    DschinDschin

  13. Ich bin gerade noch mal in mich gegangen und habe darüber nachgedacht und habe im Wald die Stelle besucht an dem meine Mutter vor zehn Jahren spurlos verschwand.

    Auch wenn hier versucht wird den Feminismus zu diskreditieren, so darf nicht vergessen werden wie nötig dieser war, was für einen unschätzbaren Dienst er unseren Frauen geleistet hat.

    Vor ihrer Befeiung hatte fast jede Frau einen tyrannischen Pascha, der sie förmlich an Kind, Haus und Herd gefesselt hat und sich bestimmt noch gelegentlich an ihr oder sogar ihren Kindern vergangen hat.
    Zu Arbeiten hat er ihr auch verboten und Bildung war ein ferner Traum.

    Dass so ein – zum Glück – weitgehend verganenes Schreckenszenario patriarchaler Fruenunterdrückung eine Gegenreaktion auslöst die etwas, wenn auch nicht viel, über ihr Ziel hinausschiesst ist doch nur menschlich.

    Wir sollten die positiven Dinge der Frauenbefreiung dagegen stellen, ihre Alternativlosigkeit und erkennen dass unsere Aufregung hier unangemessen ist.

    Wir sollten das Erreichte würdigen, die bestgebildetste, glücklichste, modernste Frauengeneration aller Zeiten, unser Staat wäre ohne sie nicht mehr der gleiche.

    • @ Borat

      „Ich bin gerade noch mal in mich gegangen und habe darüber nachgedacht und habe im Wald die Stelle besucht an dem meine Mutter vor zehn Jahren spurlos verschwand.“

      Miese Rhetorik oder wahrer Kern?

      • Wie alles was ich sage ein dadaistisch-verbales Splatter–Movie mit wahrem Kern.

        Bald werde ich Seminare Halten wie man Jenseitskontakte zu noch lebenden Familienmitgliedern, Expartner.I.nnen oder auch Feminist.I.nnen aufbaut, da bei vielen die Kommunikation und die Aussöhnung in der Gegenwart scheitert.

        • Lass doch das bemüht passiv-aggressive mal bei Seite und schreib es Dir von der Seele. Ich bin sicher, Alle hier würden es interessiert und mit Anteilnahme lesen. Und Dich vielleicht sogar anfangen zu verstehen. Oder willst Du lieber nicht verstanden werden, weil Dir die Wahrnehmung als frauenfeindliches Stück Scheiße so vertraut ist und Dir diese Rolle deshalb eine gewisse Sicherheit vermittelt?

        • Du hast ja kürzlich zum zweiten Mal das Knorkator-Lied (wir werden alle sterben) verlinkt, ne?
          Beim ersten Mal hab ich es mir angesehen. Hat mich total runtergezogen. Dachte in dem Moment schon, ich müsse Dir irgendeine Rückmeldung dazu geben, denn mich beklomm das diffuse Gefühl einer etwaigen Suizid-Absicht.

          Lass es raus, Mann.
          Schlimmer kanns doch nicht mehr werden.

        • „Lass es raus, Mann.
          Schlimmer kanns doch nicht mehr werden.“

          Er dachte es könnte schlimmer sein.
          Und es kam schlimmer.
          Zynismus vermischt mit einem Schuss
          Selbstironie ist auch eine Methode
          um Scheisse zu verarbeiten. Eher
          für weibliche Wesen nicht so
          nachvollziehbar.

        • @Sheera: Merkst du eigentlich wenigstens manchmal, wie eklig du dich verhältst? (zu deiner Gegenfrage: ich ja)
          Während leiseste Online-Deutungen von Psychotherapeuten im Allgemeinen (bisweilen natürlich zurecht) empört als übergriffig zurückgewiesen werden, haben gewisse Leute, die sich laut eigenen Angaben „mit Psycho-Kram nie befasst haben“ kein Problem damit, in ihren Psychologisierungen heuchlerische Anteilnahme zu angeblicher Suizidalität mit Abwertungen wie „Stück Scheiße“ zu vermengen.

        • @muttersheera

          Um Borat muss man sich keine Sorgen machen. Das Steppenunkraut ist robust.

          Lässt halt nur die besten Frauen der Welt nicht mehr an seinen Luxuskörper und sein Portemonnaie.

          Der ist ein Trendsetter, ein Demolition Man, eine wandelnde Abrissbirne.

        • @david
          „Merkst du eigentlich wenigstens manchmal, wie eklig du dich verhältst?“

          ich habe genau das Gleiche gedacht

          ein widerwärtiger Versuch, sich Vertrauen zu erschleichen

          ein Gespräch von Suizidalem zu Suizidalem sozusagen

          irgendwie skuril

        • @MS

          Du hast gerade so einen weiblich-therapeutischen Helfersyndromanflug.

          Also schreibe ich es mir von der Seele:

          Ich habe einen Stalker der behauptet meine Mutter zu sein.

          Er stalkt mich seit meiner Kindheit, ja fast seit ich denken kann.
          Er kann einfach nicht verarbeiten dass er untypisch für Frauen eine Niederlage im Sorgerechtsstreit erlitt.

          Wie bei einem Patienten der Psychiatrie der glaubt Jesus o.ä. zu sein, davon nicht abzubringen ist, ist auch mein Stalker nicht davon abzubringen mir zu vermitteln dass ich scheiße bin, schuld bin.
          Klar, die Alternative wäre ja dass er selbst schuld ist und sich selbst in den Fuß geschossen hat.

          Also das typisch penetrante Schuldverlagerungs- und Opferprinzip vor allem unserer besten Frauen der Welt.

          Schickt man ihn weg, macht er eine Heulerpressung.
          Verstecken, Flüchten, Vermeidung und passiv-aggressiver Sarkasmus sind die einzigen Optionen die einem übrig bleiben.

          In der Geschlossenen kann man den Leuten wenigstens noch Psychopharmaka geben, sie sind weggesperrt damit sie die anderen nicht nerven. Doch mit Frauen und vor allem Müttern darf man das nicht machen, zu viele dieser Art gehen unbehelligt, ja fast schon mit zeitgeistig-staatlichem Segen Männern auf die Nerven.

          Das traurige daran ist dass es kein Einzelfall ist, gerade bei unseren besten Frauen der Welt scheint das ein mehr oder weniger normales Verhaltensmuster zu sein, was wohl gerade durch die von unserem verweiblicht-feministischen Gutmenschenzeitgeist dämonisierten männlichen Eigenschaften im Zaum gehalten würde die eine Gegenkrafft, Gegengewalt dazu liefern würden.

          Was die Suizidabsicht angeht, könnte es dabei nicht eher sein dass du projizierst?

          Das Knorkatorlied ist für mich ein Schlag ins Gesicht von angstkranken Menschen, von manisch-depressiven Menschen oder Menschen die von den Angstproblemen vieler Menschen profitieren wollen, macht sich lustig über Angst, die Angst vor dem unausweichlichen, dem Tod, den sie für sich verdrängen wollen oder von dem sie „Erlösung“ verkaufen wollen.

          Mir ist nicht mehr zu helfen, weil man nicht mir sondern meinem Stalker (und seinen ganzen Stellvertreter.I.nnen) „Helfen“ müsste, ich habe die Hilfe aufgegeben, dem Tod überlassen, denke lieber egoistisch an meine Zukunft.

          Mein wahrer Makel ist dass ich vor allem „problembeladene“ Frauen so wie auch dich scheinbar anziehe, ich denke weil ich den Eindruck erwecke die Lösung für ihr Problem zu sein, damit so „offensiv“ umgehe, weil sie erhoffen einen Co-Morbiden bei dem sie sich „einnisten“ können gefunden zu haben.

          Wir haben ja auch wirklich keinen Mangel an neurotischen, problembeladenen, obsoleten Wohlstandsfrauen aber ich will mich einfach für die nicht zum Affen machen um von denen dann zum Esel befördert zu werden.

          Ich hab halt Angst vor Frauen, vor allem vor unseren besten Frauen der Welt.

        • @ Borat

          Kleine Logikfrage noch:
          wo sollte sich, in Zusammenhang mit dem Geschilderten, denn bitteschön der wahre Kern der gestrigen Aussage befunden haben?

        • Und übrigens habe ich in der Tat ne Art Faible für Menschen mit außergewöhnlichen, bisweilen auch eher-morbide angehauchten Lebensgeschichten. Das fing schon an mit meinem ersten Knutschfreund, der mir – allerdings erst nachdem ich Schluss gemacht hatte – vor einem Bild-Automaten, eingeleitet durch den sich auf die Tagesschlagzeile beziehenden Satz „der war genauso blöd wie mein Vater“ mitteilte, dass sein Dad sich vor Kurzem erschossen hatte (stilecht bedrohte er seinen Nach-Nachfolger – den davor kriegte er nämlich nicht zu fassen – dann auch mit einer Waffe, schlug ihn aber letztlich bloß zusammen). Es dauerte dann auch kaum mehr als 2 Jahrzehnte, bis er mir das erste Mal ein Foto von ihm zeigte. Ich kann halt auch ziemlich hartnäckig sein.

      • @ Borat

        „Bald werde ich Seminare Halten wie man Jenseitskontakte zu noch lebenden Familienmitgliedern, Expartner.I.nnen oder auch Feminist.I.nnen aufbaut, da bei vielen die Kommunikation und die Aussöhnung in der Gegenwart scheitert.“

        Denke das könnte durchaus ein erfolgreiches
        Geschäftsmodell werden. Klar müsste man
        zuerst eine schlüssige Theorie auf der
        Basis von Retrograden Raumquanten und
        Untertunnelung des Erinnerungshorizontes
        aufstellen. Gerade die Untertunnelung
        der Wand dürfte da eines der grösseren
        Probleme darstellen. Die dabei zu
        öffnenden Zeitfenster dürften dabei
        im besten Fall im unteren Ms Bereich
        liegen.

    • Es hat sich aber über die letzten Jahrzehnte ins Gegenteil verkehrt – bedauerlicherweise. Vielleicht eine Jahrhundert, Jahrtausend … Chance vertan

      … etwas dass jetzt offenbar in ungebremster totalitär rassistischer wie auch dekadenter Arroganz gegenüber Jungen und Männern im Kollektiv … mündet.

      Typisch menschlich oder doch eher ein nun sichtbar werdendes weibliches (Charakter) Merkmal?

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