Falschbeschuldigung und Vergewaltigung III

Im Rahmen des Kachelmann-Falls gibt es interessante Statistiken zum Thema Falschbeschuldigung und Vergewaltigung: (via Arne Hoffmann)

1000 bis 1500 Geschädigte aus ganz Norddeutschland stellen sich den hanseatischen Medizinern pro Jahr vor, unter ihnen bis zu 150 Frauen, die angeben, vergewaltigt worden zu sein. Bedauerlicherweise, sagt Püschel zu den Mannheimer Landrichtern, habe man in den letzten Jahren einen starken Anstieg sogenannter Fake-Fälle verzeichnen müssen, bei denen Personen sich selbst zugefügte Wunden präsentieren und behaupten, einem Verbrechen zum Opfer gefallen zu sein. Früher sei man in der Rechtsmedizin davon ausgegangen, dass es sich bei fünf bis zehn Prozent der vermeintlichen Vergewaltigungen um Falschbeschuldigungen handelte, inzwischen aber gebe es Institute, die jede zweite Vergewaltigungsgeschichte als Erfindung einschätzten.

In Püschels Opferambulanz haben sich im Jahr 2009 genau 132 Vergewaltigte vorgestellt: Bei 27 Prozent der Frauen hielten die Ärzte die Verletzungen für fingiert, bei 33 Prozent für echt. Bei den restlichen 40 Prozent haben die Hamburger Rechtsmediziner nicht ermitteln können, wer der Urheber der Blessuren war: der beschuldigte Mann oder das Opfer selbst.

Jetzt weiß man natürlich nicht, ob die Frauen ohne Vorprüfung zu dem Institut geschickt werden (wofür einiges spricht, da es sich ja auf eine Spurensicherung spezialisiert hat) oder aber nach einer Vorauswahl, wenn also eher ein Verdacht für eine Falschbezeichnung vorliegt.

Aber es zeigt sich jedenfalls, dass es Falschbeschuldigungen gibt, bei denen die Beschuldiger planmäßig genug vorgehen um Spuren zu fälschen. Der Fall, bei dem der Partner einen Seitensprung mitbekommt und dann eine Vergewaltigung zur Verteidigung vorgebracht wird, ohne das Spuren existieren, erfordert sicherlich eine geringere kriminelle Energie.

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54 Gedanken zu “Falschbeschuldigung und Vergewaltigung III

  1. weils irgendwie zu dem thema passt:

    http://libertyandhumanity.com/freelance-writing/she-wolves-in-sheeps-clothing

    thema des artikels : „In New Zealand, 48% of child abusers are women.“

    @christian

    es ist offensichtlich das die damenmanschaft permanent teilaspekte aus dem zusammenhang löst und dann für ihre zwecke hinstellt. damit absichtlich die realität ignoriert weil sie ihnen nicht in den kram passt.

    die fake rape’s sind da ein nebeneffect an dem sichtbar wird was passiert.

    „an ihren taten sollt ihr sie erkennen“

  2. Einige der wenigen validen Studien zum Thema „Falschbeschuldigung (die 2 von Kanin) kommen zum Ergebnis, dass 40 % (Midwestern town) bzw. 50% (college) der erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe falsch waren (als falsch nur qualifiziert, was von der Beschuldigerin selbst als falsch eingeräumt wurde, also nicht die unklaren Fälle!)

    Diese Studien sind fast 20 Jahre alt.

    Beeindruckt feministische Propaganda aber nicht.

    Sie behaupten nach wie vor, Falschbeschuldigungen kämen so gut wie nie vor, insinuieren, eine hohe Zahl von Falschbeschuldigungen anzunehmen, sei frauenfeindlich, hindere echte Vergewaltigungsopfer daran, sich zu offenbaren (dabei es ist gerade die hohe Zahl an Falschbeschuldigungen, die man genauso gut dafür verantwortlich machen könnte, dass echte Opfer schweigen!), schlimmer noch, sie legen oft nahe, dass Männer das gefälligst hinzunehmen hätten, demit Frauen besser vor Vergewaltigung geschützt werden können.

    FeministInnen ist das Schicksal falsch beschuldigter Männer (das, was man denen antut, ist seelische Vergewaltigung!) seit je herzlich gleichgültig.

    Ein plastisches Beispiel dafür, wie leicht einem eine Falschbeschuldigung über die Lippen gehen kann (kost‘ ja nix), liefert dieses Video.

  3. Gerade wurde in Zürich eine Frau wegen einer Falschbeschuldigung verurteilt:

    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Vergewaltigung-war-erfunden–junge-Frau-fuers-Luegen-verurteilt-/story/23569452

    180 Tagessätze zu 30 Fr. muss sie bezahlen: das ist ja wohl ein Witz… Der Unschuldige Mann wurde sogar zwei Tage in Untersuchungshaft gehalten und wird dafür mit bloss 400 Fr. entschädigt? – Dabei musste er mit der Zerstörung seines ganzen Lebens rechnen!

    • Ich finde es auch schlimm. Man muss ja nur einmal die Berichterstattung zum Fall Assange als Außenstehender beobachten. Bei uns in Österreich hört man immer nur: Mehrfachvorwurf der Vergewaltigung – dass „mehrfach“ hier „zweifach“ heißt und „Vergewaltigung“ in Schweden nicht gleich „Vergewaltigung“ in Österreich ist, interessiert keinen.

      Die MsM sind eindeutig in feministischer Hand, was schade ist. War der Einfluß früher der Kirche geschuldet, jetzt vielleicht noch im Radio Vatikan von Relevanz, ist er jetzt eindeutig dem linksliberalen Feminismus geschuldet.

      OT
      Du bist Biologe. Teilst du meine Ansicht, dass GM gefährlicher für die Naturwissenschaften ist als ID?

      • @Skeptiker

        „Teilst du meine Ansicht, dass GM gefährlicher für die Naturwissenschaften ist als ID?“

        Es betrifft eben beides relativ verschiedene Sachverhalte.
        Grundsätzlich halte ich ID schon für sehr gefährlich, weil es einem Wissenschaftsverbot in sehr vielen Bereichen gleich kommt, wenn sich dieses Denken durchsetzt und religiöse Ansichten statt Wissenschaft gelehrt werden.
        Von ID ist so gesehen die Biologie, die Physik, die Astrologie, die Philosophie betroffen, wobei es gleichzeitig auf den Grad des Vertretens ankommt.
        Die Bibel wörtlich nehmen statt auf Wissenschaft zu vertrauen, wofür ID in gewisser Weise einen Einstieg bietet, halte ich für alle Lebensbereiche für Fatal und ich würde lieber einen gemäßigt-feministischen Bundestag als einen „bibelgläubigen“ Bundestag haben.

        Allein die Chancen sind aber natürlich geringer.

        Und im Bereich der Geschlechter hat GM sicherlich erhebliche Fehlvorstellungen. Der gegenwärtige Einfluss ist aber auch noch nicht übermächtig und wird sicherlich durch Eltern etc auch teilweise ausgeglichen

        Es ist also etwas wie Äpfel und Birnen. Man kann es so gesehen nicht vergleichen

      • @ Christian
        Ich meinte eigentlich Raskalnikov. Nun gut, ich sehe ID nicht als „Bibel wörtlich nehmen“, wie es die Evangelikalen tun. Das ist mir zu billig.

        Interessant finde ich die Frage, ob es schon einer – wie auch immer gearteten – Intelligenz bedarf, um den Output evolutionärer Prozesse deuten zu können. Findet eine solche Erörterung in einem wissenschaftlichen Rahmen statt, habe ich kein Problem damit (So neu ist dies ja alles nicht, man denke nur an Aristoteles, finalem Denken etc.).

        Mein Problem beginnt dann, wenn sich – wie du sagst – Religion und Wissenschaft mischen.

      • @christian

        ID versucht eine brücke zu schlagen zwischen den worten in der bibel und forschung. meiner ansicht nach hat ID nix mit der bibel zu tun.

        entweder nimmt man das buch wörtlich oder nicht. das problem ist der teil, wo christus für unsere sünden gestorben und auferstanden ist.
        wenn ich einen teil vom wort anders als wörtlich nehme kann/muss ich das bei anderen punkten auch und damit kann man den gesamten glauben auch sein lassen.(wer sagt dann was man nicht wörtlich nehmen darf ?)

        „Die Bibel wörtlich nehmen statt auf Wissenschaft zu vertrauen..“

        ich verstehe deinen einwand nicht.du denkst das religion und wissenschaft sich ausschliessen?

      • @Holger

        Ich bin Atheist und gehe davon aus, dass alle lebewesen durch Evolution entstanden sind.

        „Ich verstehe deinen einwand nicht.du denkst das religion und wissenschaft sich ausschliessen?“

        Teilweise ja. Religion verlangt glauben ohne zu hinterfragen, Wissenschaft hinterfragen, ohne zu glauben.

      • @ Christian
        „Teilweise ja. Religion verlangt glauben ohne zu hinterfragen, Wissenschaft hinterfragen, ohne zu glauben.“

        Das ist schon ein wenig platt – sorry. Zumal du genauso vor dem Problem stehst, erst einmal erklären zu müssen, was Evolution ist. Gibt es eine, oder mehrere Evolutionen? Was ist der Unterschied zwischen biologischer und physikalischer – falls es eine solche gibt – Evolution?

        Kommt dir das nicht bekannt vor? Gibt es einen oder mehrere Götter? etc.

      • @Skeptiker

        „Zumal du genauso vor dem Problem stehst, erst einmal erklären zu müssen, was Evolution ist.“

        Die Enwicklung des Lebens durch Mutation und Selektion.

        „Gibt es eine, oder mehrere Evolutionen?“

        Was spielt das für eine Rolle?

        „Was ist der Unterschied zwischen biologischer und physikalischer – falls es eine solche gibt – Evolution?“

        Ich nehme an mit physikalische Evolution meinst du die Entstehung des Kosmos und der Erde? Da würde ich auf die Urknalltheorie verweisen. Was davor lag wird natürlich schwer zu bestimmen sein.

        Kommt dir das nicht bekannt vor? Gibt es einen oder mehrere Götter? etc.

      • Ich glaube, weil es schön ist, weil Glaube, der katholische Glaube schön ist in meinen Augen, weil er seit Jahrtausenden Schönheit produziert.

        Ich kann meinen Glauben nicht vernünftig begründen, sonst glaubte ich nicht, sondern wüsste.
        Glauben ist eine Entscheidung: Credo, quia absurdum.

        Aber es ist schön, zu glauben und bewahrt mich davor, in Verzweiflung zu ertrinken.
        Es ist der Balken, an den ich mich klammere, der mich Schiffbrüchigen über Wasser hält.

        Ansonsten halte ich Naturwissenschaft und Glauben streng getrennt, bin mir sehr wohl bewusst, dass Gott naturwissenschaftlich nicht zu beweisen ist, dass er kein Phänomen ist, nur davon können Naturwissenschaften handeln, von dem, was sich zeigt.
        Der Gott, an den ich glaube, ist aber wesentlich ein verborgener, einer, der sich nur dem intensiv Suchenden zeigt und das in Weisen, die nicht der objektiven Messbarkeit unterliegen, einer, der sich offenbart in Worten und Taten, die nur dem als Offenbarungen Gottes erscheinen, der daran glauben WILL.

        Glauben ist nicht das Nachvollziehen einer vernünftigen Darlegung, sondern ein Willensakt.

        Der gute Gründe hat.

      • @christian

        „Teilweise ja. Religion verlangt glauben ohne zu hinterfragen, Wissenschaft hinterfragen, ohne zu glauben.“

        hm ich denke andersherrum wäre die präziesere formulierung. glauben heisst nicht alle fragen beantworten zu können und offenzulassen und zu glauben.

        in der bibel stehen sätze wie ’seid nüchtern‘ und ‚ prüft‘ das bedeutet hinterfragt alles ob es wahr ist. wäre also das gegenteil von deinem gedanken.

        grundsätzlich habe ich den eindruck das jeder seine eigene religion hat. atheismus ist genau so eine art grundlegende weltanschauung wie PC (kultur relativismus). niemand kann sich davon freimachen.

      • @skeptiker:

        “Teilweise ja. Religion verlangt glauben ohne zu hinterfragen, Wissenschaft hinterfragen, ohne zu glauben.”

        Das ist schon ein wenig platt – sorry.

        Das ist nicht platt, das ist eine extrem kurze Version des Unterschieds zwischen Religion und Wissenschaft.

        Zumal du genauso vor dem Problem stehst, erst einmal erklären zu müssen, was Evolution ist. Gibt es eine, oder mehrere Evolutionen? Was ist der Unterschied zwischen biologischer und physikalischer – falls es eine solche gibt – Evolution?

        Kommt dir das nicht bekannt vor? Gibt es einen oder mehrere Götter? etc.

        Was haben die beiden Sachen miteinander zu tun? In dem einen Fall geht es um Beobachtungen, die tatsächlich gemacht werden, und für diese Beobachtungen versucht man, Begrifflichkeiten und Theorien aufzustellen, in dem anderen Fall geht es um wilde Spekulation, was ist, was sein könnte, ohne große Hoffnung zu haben, dass was dabei herauskommt.

    • Fair wäre es, wenn bei erwiesener Falschbeschuldigung eines solchen Kapitalverbrechens die Frau zu dem verknackt wird, was auch der vermeintliche Täter bekommen hätte. Ein Durchschnitt von Mindest und Höchststrafe also.

      Das Urteil ist wirklich ein Witz. So eine gehört für 2 Jahre in den Knast. Mindestens.

      • Du meinst, ein Vergewaltiger würde 2 Jahre in den Bau gehen und darum sollte eine Falschbeschuldigerin das gleiche Strafmaß bekommen? 2 Jahre Bau entsprechen nicht dem Durchschnitt von Mindest- und Höchststrafe. Aber leider liegst du mit deiner Einschätzung ziemlich nahe an der Realität. Lächerliche 2 Jahre, oft auch zur Bewährung ausgesetzt, findet man in den Urteilen sehr häufig.

  4. „Ich finde es auch schlimm. Man muss ja nur einmal die Berichterstattung zum Fall Assange als Außenstehender beobachten. Bei uns in Österreich hört man immer nur: Mehrfachvorwurf der Vergewaltigung – dass „mehrfach“ hier „zweifach“ heißt und „Vergewaltigung“ in Schweden nicht gleich „Vergewaltigung“ in Österreich ist, interessiert keinen. “

    Wie unterscheiden sich denn Vergewaltigungen in Schweden und Österreich? Ich würde ja meinen, dass Prinzip sei dasselbe.
    Und wo fangen dann mehrfache Vergewaltigungen an? Bei 20 aufwärts?

    • „Wie unterscheiden sich denn Vergewaltigungen in Schweden und Österreich? Ich würde ja meinen, dass Prinzip sei dasselbe.“

      Wo waren Sie denn, als der Fall Assange durch die Medien hinauf- und hinuntergekaut wurde? Augen zu, Ohren zu, „laaalalalaaala“ singen? In Schweden kann man als Vergewaltiger angezeigt werden, wenn sich die Frau nach dem einvernehmlichen Sex „irgendwie unwohl“ fühlt. *Fühlt* wohlgemerkt. Im Fall Assange sind die zwei Damen ja freiwillig mit ihm ins Bett gegangen (klassisches Groupie-Verhalten hat, will ich ja gar nicht kritisieren), und als sie dann gemerkt haben, daß sie für ihn nicht mehr als One-Night-Stands waren (welch Überraschung), haben sie ihn halt der Vergewaltigung bezichtigt, in Schweden geht das. In Österreich sind die Femifaschisten noch nicht ganz so dreist, hoffe ich.

      Auch die Meinung der betreffenden Staatsanwältin, daß man Männer allein aufgrund der Anzeige einer Frau zunächst mal auf unbestimmte Zeit wegsperren sollte (völlig unabhängig davon, ob irgendwelche Beweise oder auch nur Verdachtsmomente vorliegen), damit „die Frau ihren Kopf frei bekommt“, ist offenbar an Ihnen vorbeigegangen.

      Schweden ist nun mal kein Rechtstaat mehr, dank des Staatsfeminismus. Momentan sind halt Männer die Betroffenen, was die Mainstream-Presse dann viel weniger schlimm findet, als wenn in Ost-Burundi ein Ehemann seine Frau verstößt.

      Mein Lösungsvorschlag dazu: schwedische Feministinnen nach Ost-Burundi zum Aufräumen schicken, dann wären alle glücklich.

      • @JP

        Einen guten Überblick liefert meiner Meinung nach dieser Artikel
        http://www.guardian.co.uk/media/2010/dec/17/julian-assange-sweden

        According to the statement, Miss A then realised he was trying to have unprotected sex with her. She told police that she had tried a number of times to reach for a condom but Assange had stopped her by holding her arms and pinning her legs. The statement records Miss A describing how Assange then released her arms and agreed to use a condom, but she told the police that at some stage Assange had „done something“ with the condom that resulted in it becoming ripped, and ejaculated without withdrawing.
        (…)
        Early the next morning, Miss W told police, she had gone to buy breakfast before getting back into bed and falling asleep beside Assange. She had awoken to find him having sex with her, she said, but when she asked whether he was wearing a condom he said no. „According to her statement, she said: ‚You better not have HIV‘ and he answered: ‚Of course not,‘ “ but „she couldn’t be bothered to tell him one more time because she had been going on about the condom all night. She had never had unprotected sex before.“
        (…)
        In submissions to the Swedish courts, they have argued that Miss W took the initiative in contacting Assange, that on her own account she willingly engaged in sexual activity in a cinema and voluntarily took him to her flat where, she agrees, they had consensual sex. They say that she never indicated to Assange that she did not want to have sex with him. They also say that in a text message to a friend, she never suggested she had been raped and claimed only to have been „half asleep“.

        Da beim ersten Mal zugestimmt wurde (oder genehmigt wurde) wäre es meiner Meinung nach keine Vergewaltigung. Die Manipulation des Kondoms ist zum einem nicht nachzuweisen (verdammt, die Dinger können durchaus kaputt gehen) und zum anderen wäre es in Deutschland meines Wissens nach nicht strafbar.
        Beim zweiten Mal halte ich es auch für nach deutschem Recht nicht strafbar, erstens hat sie wiederum zugestimmt und zweitens wäre der Vorsatz beim Versuch morgens mit jemanden Sex zu haben, der zumindest halbwach ist, und mit dem man vorher schon Sex hatte, meiner Meinung nach wohl nicht nachweisbar.

        Wobei allerdings noch verschiedene andere Sachverhaltsschilderungen vorhanden sind. Wenn die abweichen, dann wäre es was anderes.

        Zu den Groupies hatte ich ja schon in „Status macht attraktiv: Julian Assange“ was geschrieben.

      • @ Christian
        „Die Manipulation des Kondoms ist zum einem nicht nachzuweisen (verdammt, die Dinger können durchaus kaputt gehen) und zum anderen wäre es in Deutschland meines Wissens nach nicht strafbar.“

        Ein Gedanke; ich zitiere aus „Medusa schenkt man keine Rosen“, Seite 158:
        Daß allerdings selbst die „tatsächliche Abstammung“, die biologische Vaterschaft, keineswegs der Kompetenz und Entscheidungsfreiheit des Vaters obliegt, zeigte sich im Urteil des Bundesgerichtshofes vom Januar 2001, wonach Väter selbst dann Unterhalt für ihre Ehefrau zahlen müssen, wenn diese sich gegen den erklärten Willen des Mannes mit dessen Samen künstlich befruchten läßt. Zu diesem Urteil hieß es in damaligen Meldungen: „Nach drei erfolglosen Versuchen telt der Mann seiner Gattin mit, daß er keine weiteren Versuche wünsche, da er sich trennen und zu einer anderen Frau ziehen werde. Die Ehefrau entschloß sich dennoch zu einer erneuten künstlichen Befruchtung mit dem tiefgefrorenen Sperma ihres Mannes und wurde dieses mal schwanger. Trotz deser Art von ‚Samenraub‘ muß der geschiedene und wieder verheiratete Mann Unterhalt für seine Ex-Gattin zahlen. Die Frau habe sich durch die Schwangerschaft ,nicht mutwillig über wesentliche Vermögensinteressen des Ehemannes hinweggesetzt‘, entschied der BGH.

        Ne, keine feministische Gesetzsprechung, alles klar 😉

      • @Skeptiker

        Das Urteil kann ich bezüglich des Unterhalts gegenüber der Frau auch nicht nachvollziehen. ich halte es für falsch, ebenso wie die Ansicht des BGHs, dass die Frage der Verhütung immer höchstpersönlich ist und keiner pesönlichen Regelung zugänglich. Das hat zwar den Vorteil, dass man diesen Bereich frei von Rechtsprechung hält, aber bei einem so eindeutigen Verstoß und nach angekündigter Trennung sollte es unproblematisch sein, der Frau hier den Unterhaltsanspruch abzusprechen.
        Es wäre allerdings Aufgabe des Gesetzgebers gewesen, hier nachzubessern.
        Es wäre interessant, ob der BGH es heute noch einmal so erlassen würde.

      • @ Christian
        „Die Enwicklung des Lebens durch Mutation und Selektion.“

        Die ET setzt Leben schon voraus, beginnt bei der ersten „Urzelle“ wenn man so will. Warum aus dem Nichts etwas, aus Materie Leben wurde, ist damit nicht beantwortet. Das ID, wie ich es verstehe, setzt hier an und behauptet, dass hier schon eine dermaßen große Komplexität vorherrschte, dass ein Design dahinter sichtbar wird. Aus Mutation und Selektion ist die erste Urzelle nicht ableitbar.

        „Ich nehme an mit physikalische Evolution meinst du die Entstehung des Kosmos und der Erde? Da würde ich auf die Urknalltheorie verweisen. Was davor lag wird natürlich schwer zu bestimmen sein.“

        Wie ist die Urknalltheorie mit der Evolutionstheorie vereinbar? Wo ist der Übergang zwischen Materie und Leben?

      • @Skeptiker

        „Die ET setzt Leben schon voraus, beginnt bei der ersten „Urzelle“ wenn man so will. Warum aus dem Nichts etwas, aus Materie Leben wurde, ist damit nicht beantwortet. “

        Das ist eine Frage der Chemischen Evolution und auch dazu gibt es eine Vielzahl von Theorien und Experimenten.
        Allerdings setzt auch ein Gott zwangsläufig etwas voraus, er muss ja auch in irgendeiner Weise entstanden sein.
        Da leuchtet es mir nicht ein, dass die Entstehung eines allmächtigen, allwissenden Wesen, dass das Universum schaffen kann möglich sein soll, aber die Schaffung von Leben aus Materie nicht. (was uns zu der Nebenfrage bringen würde: Ist Gott lebendig? Woraus besteht er?)

      • „“Allerdings setzt auch ein Gott zwangsläufig etwas voraus, er muss ja auch in irgendeiner Weise entstanden sein.““

        Nanana, die biblische Exegese überlasst doch besser mir 😉

        Gott erschuf die Zeit. Die Frage nach dem, was vorher war, ergibt keinen Sinn.

      • @Peter Bosshard

        Die Zeit wäre ja als Dimension mit dem Urknall entstanden.

        Das Gott die Zeit erschuf ist jedenfalls kein Argument dafür, dass eine simplere Erklärung (Schaffung einfachen Lebens aus unbelebter Materie) durch eine kompliziertere Erklärung (Ein unendlich Komplexes Wesen hat das Leben erschaffen, dessen Erschaffung ist aber unbekannt) ersetzt wird und dies logischer sein soll.

      • @ Timo Reitz

        Auch ein Atheist glaubt nur an die Nichtexistenz Gottes, die er nicht beweisen kann.

        Nur ein Agnostiker, der die nicht beantwortbare Frage nach der Existenz Gottes offen lässt und sich seines NICHTWISSENS bewusst ist, ist einwahrhaft Ungläubiger.

    • @ skeptiker

      *Warum aus dem Nichts etwas, aus Materie Leben wurde, ist damit nicht beantwortet.*

      Eben.
      Da beginnt es schon: Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?

      Das aber sind Fragen, die nur ein Glaubender beantworten kann (auch Atheisten sind Gläubige!).

      ID behauptet jedoch, mit Wissenschaft Gott beweisen zu können.

      Darum lehne ich ID ab, lasse mir meinen Glauben nicht zum Wissen umdeuten.

      • Nein, in meinen Augen behauptet ID, dass es schon eine Komplexität gegeben haben muss in der ersten Zelle, aus der dann der Rest evolvieren konnte. Intelligenz, Komplexität ist nicht gleich christlicher Gott.

        Ich persönlich glaube an das Me.r – ob Sie hier einen Konsonant oder einen Vokal einsetzen, bleibt Ihnen überlassen 😉

      • „Das aber sind Fragen, die nur ein Glaubender beantworten kann (auch Atheisten sind Gläubige!).“

        Atheismus ist keine hinreichende Bedingung, um gläubig zu sein. Es dürfte sogar eine starke Korrelation zwischen Nichtgläubigen und Atheisten geben. Ist auch nur folgerichtig: Wenn man schon angefangen hat, Unbelegtes und lediglich Behauptetes zu glauben, sollte man damit konsequent fortfahren.

  5. @ Maren
    mehrfach insinuiert imho ein des Öfteren (Duden), zweifach ist in diesem Sinne kein mehrfach.

    „Vergewaltigung“
    Ungefähr so, wie wenn einer pornografische Bilder einer 17jährigen und ein anderer pornografische Bilder einer 5jährigen konsumiert, aber beide letztlich vor dem Gesetz „Kinderpornografie“ konsumiert haben (gültig in manchen Bundesstaaten der USA).

    Sie können sich ja auch schlau-googeln: „Was in Schweden als Vergewaltigung gilt“

  6. Am Anfang hab ich eher gedacht das Kachelmann es war.

    Mittlerweile muss ich jedoch sagen das die Frau Lügen aufgetischt hat und Experimente mit Blutergüssen usw machen sie unglaubwürdig. Die Gutachter entlasten auch eher Kachelmann.

    Dennoch mag ich den Typ nicht.

    Die Frau gehört natürlich ordentlich bestraft, denn hier kommt Freiheitsberaubung ins Spiel. Vielleicht hat so ein Promi-Prozess am Ende noch was gutes, aber nur wenn sie ordentlich verknackt wird und somit abschreckt. Kommt nur den wirklichen Opfern zugute.

    Auf keinen Fall Bewährung.

  7. @ Sebastian

    Kachelmann ist mir auch nicht sympathisch, weil er eingestandermaßen gelogen und betrogen hat.

    Es ist auch ein Verbrechen, einer Frau vorzugaukeln, sie sei die einzige, man wolle sie heiraten, Kinder mit ihr etc.

    Ich glaube zwar, dass er das Opfer eines Racheaktes durch Falschbeschuldigung wurde, aber durch sein Verhalten wird man gerade in diesem Falle die mögliche Falschbeschuldigerin nicht hart bestrafen können, denn sie hat zwar absolut unangemessene Mittel gewählt, sich zu rächen (vorausgesetzt, es ist eine Falschbeschudligung, wovon ich allerdings ausgehe), aber Kachelmanns Verhalten liefert ihr ein nachvollziehbares Tatmotiv und damit kann sie mildernde Umstände geltend machen.

    So, wie auch ein Mann mildernde Umstände geltend machen können muss, der etwa seine Frau, die ihn jahrelang zynisch betrogen hat, verprügelte.

    Auch der gehört bestraft, aber unter Berücksichtigung der Vorgeschichte.

  8. @ Christian

    *Wobei allerdings noch verschiedene andere Sachverhaltsschilderungen vorhanden sind. Wenn die abweichen, dann wäre es was anderes*

    Soweit ich weiß, zeigten sich BEIDE Frauen NACH der vorgeblichen Vergewaltigung noch im besten Einvernehmen mit Assange.

    Die eine twitterte über die tolle Pariy, die sie für ihren „Vergewaltiger“ schmiss, die andere kaufte Brötchen für’s geemeiname Frühstück etc.

    Erst NACHDEM die beiden sich getroffen hatten, erkannt hatten, dass er mit ihnen BEIDEN Sex hatte, waren sie verärgert genug, um gemeinsam zur Polizei zu gehen und „Rat“ zu suchen.

  9. „“Es ist auch ein Verbrechen, einer Frau vorzugaukeln, sie sei die einzige, man wolle sie heiraten, Kinder mit ihr etc.““

    @Alex Roslin
    Nein, das ist kein Verbrechen. Es mag moralisch nicht ganz koscher sein, aber ein Verbrechen ist es nicht. Wenn ich mir so vergegenwärtige, was ich alles so versprochen habe, das Blaue vom Himmel und so, ich kriegte lebenslänglich unter verschärften Haftbedingungen 🙂

    „“aber Kachelmanns Verhalten liefert ihr ein nachvollziehbares Tatmotiv und damit kann sie mildernde Umstände geltend machen.““

    Auch hier bin ich nicht einverstanden. Hätte sie lediglich unmittelbar nach der kachelmannschen Verwandlung vom Wetterprinz zum Kachelfrosch, aus Frust und Enttäuschung, ihn falschbeschuldigt, später ihre Aussage aber korrigiert, dann ja. Wer aber unter Eid an einer Falschaussage festhält und den Falschbeschuldigten im Knast schmoren lässt, der hat keine Milde verdient.

  10. @ Peter Bosshard

    *Nein, das ist kein Verbrechen. Es mag moralisch nicht ganz koscher sein, aber ein Verbrechen ist es nicht. Wenn ich mir so vergegenwärtige, was ich alles so versprochen habe, das Blaue vom Himmel und so, ich kriegte lebenslänglich unter verschärften Haftbedingungen *

    In meiner, katholischen, Welt ist es ein Verbrechen, besser, ein nicht justiziables, eine Sünde.

    Man versündigt sich an einem Menschen, dem man über Jahre hinweg vorgaukelt, man wolle ihn heiraten, Kinder mit ihm, bis dieser Mensch plötzlich feststellt, dass er 37 ist, was für eine Frau gefährlich nahe am Ende ihrer Fruchtbarkeit liegt, feststellt, dass sie über Jahre betrogen wurde, dass man es nie ernst meinte.

    Wer so handelt, betrügt einen Menschen um seine Chance, sich fortzupflanzen.

    Ein schweres Verbrechen in meinen Augen, denn sich leiblich fortzupflanzen, ist ein grundlegendes Menschenrecht, wesahalb mich z.B. auch die Laxheit gegenüber Frauen, die Männer in dem Glauben lassen, ein Kind sei ein leibliches, obwohl das gar nicht stimmt, sehr aufbringt.

    Auch diese Männer werden ja um ihre Chance auf leibliche Fortpflanzung betrogen, wenn sie z.B. in dem Glauben, sie hätten leibliche Kinder, keine Kinder mehr zeugen wollen.

    Es wird hier einfach über eines der grundlegendsten Selbstbestimmungsrechte eines Menschen fremd verfügt: sein Recht, sich um leibliche Kinder zu bemühen.

    Diese Frau hatte also gute Gründe, sich rächen zu wollen.

    Sie hat nur unerlaubte Mittel gewählt, weshalb sie Strafe verdient, aber unter Berücksichtigung der Vorgeschichte.

    Hätte sie sich damit begnügt, eine Pressekonferenz einzuberufen und coram publico Kachelmann und sein Sexleben bloßzustellen, wäre das eine angemessene, erlaubte Form der Rache gewesen.

    Auch das hätte ihn beruflich ruiniert, zu Recht, denn er verdankt ja einen nicht geringen Teil seines Erfolges seiner sympathisch-„ehrlichen“ Art.

    Die offenbar nur Maske war.

  11. „“In meiner, katholischen, Welt ist es ein Verbrechen, besser, ein nicht justiziables, eine Sünde.

    Man versündigt sich an einem Menschen, dem man über Jahre hinweg vorgaukelt, man wolle ihn heiraten, Kinder mit ihm, bis dieser Mensch plötzlich feststellt, dass er 37 ist, was für eine Frau gefährlich nahe am Ende ihrer Fruchtbarkeit liegt, feststellt, dass sie über Jahre betrogen wurde, dass man es nie ernst meinte.““

    Kachelmann ist keine integre Person. Ich verteidige sein Verhalten nicht und ich hab ihn übrigens nie gemocht, nicht wie ihre Durchlaucht Alice Schwarzer. Er ist ein Schleimer.

    Auch hab ich es nicht so dreist getrieben wie J.K. Meine Lügen waren kleine, niedliche. Trotzdem: Ich muss wieder mal zur Beichte.

  12. Diese Kommentarfunktion ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes! Ich würde ja gerne direkt antworten, geht aber nicht.

    @Alexander Roslin:

    Ich selbst bin Atheist, aber ich glaube nicht an die Nichtexistenz Gottes wie ein Monotheist an dessen Existenz. Es ist vielmehr so wie beim Weihnachtsmann, Feen und Geistern – solange sie nicht nachgewiesen sind, werde ich so leben, als gäbe es sie nicht. Mit Gott ist es genauso – vom Fakten-Standpunkt aus gesehen handelt es sich um ein komplett von Menschen erdachtes Konzept. Seine tatsächliche Existenz in einer der behaupteten Formen ist so unwahrscheinlich, dass ich davon ausgehen kann, dass es ihn nicht gibt. Mit Absolutheit weiß ich es natürlich nicht.

    • @ Timo Reitz

      Das bleibt Ihnen doch unbenommen.

      Sie können doch glauben, was Sie wollen, nur sollten Sie mir und anderen Ihren atheistischen Glauben nicht als Wissen verkaufen wollen.

      Auch Ihren Glauben mit einer Wahrscheinlichkeitskalkulation zu verknüpfen, bleibt Ihnen unbenommen.

      Mein Glaube beruht nicht auf einer Wahrscheinlichkeitskalkulation, sondern ist eine ästhetische Entscheidung: Ich glaube, weil es schön ist, weil ich glauben WILL.

      • Ganz offensichtlich haben Sie mich nicht verstanden. Ich wollte Ihnen nur aufzeigen, dass Atheismus eben kein Glaube ist, wie Sie nun wahrheitswidrig erneut geschrieben haben. Wissenschaftlich gesehen, und die Wissenschaft ist keine Religion, auch wenn Anhänger von Religionen das häufig verzweifelt behaupten, ist Atheismus tatsächlich aktueller Stand des Wissens.

        Aber was will ich von jemandem erwarten, der es schön findet, sich eine Wahnvorstellung* auch noch absichtlich einzureden…

        * Der Begriff ist korrekt: „Der Wahn ist eine inhaltlich falsche, die Lebensführung behindernde Überzeugung, an der der Patient trotz der Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität unbeirrt festhält. Somit liegt eine Störung des Urteilens vor.“ (Wikipedia)

      • @ Timo Reitz

        *Wissenschaftlich gesehen, und die Wissenschaft ist keine Religion, auch wenn Anhänger von Religionen das häufig verzweifelt behaupten, ist Atheismus tatsächlich aktueller Stand des Wissens.*

        Wissenschaftlich gesehen lässt sich nur sagen, dass sich kein Anhaltspunkt für die Existenz Gottes finden lässt.

        Darum glaube ich an sie und weiß nicht von ihr.

        Seine Existenz widerlegen lässt sich allerdings aus prinzipiellen Gründen auch nicht.

        So bleibt auch die Überzeugung von seiner Nichtexistenz nur ein Glaube.

        Den Sie ja für weniger wahnhaft halten mögen als meinen „Wahn“.

        Solange ich mich mit diesem Wahn jedoch wohl befinde und dieser Wahn mehr Schönheit produziert als der Ihre, gedenke ich in ihm zu verharren.

      • „Ganz offensichtlich haben Sie mich nicht verstanden. Ich wollte Ihnen nur aufzeigen, dass Atheismus eben kein Glaube ist, wie Sie nun wahrheitswidrig erneut geschrieben haben.“

        @Timo
        Da muss ich widersprechen. Die Naturwissenschaften setzen Axiome nebst einigen Regeln voraus, die durchaus den Charakter von Glaubensgrundsätzen haben. Ausserdem sind formale Systeme unvollständig.

        Mathematik und die Physik, die ohne Mathematik nicht denkbar ist, sind formale Systeme. Sie sind unvollständig, d.h es gibt Aussagen, die sich weder beweisen noch widerlegen lassen.

        Der Gottesglaube lässt sich nicht widerlegen. Somit ist keine Unvereinbarkeit mit der „objektiv nachprüfbaren Realität“ gegeben. Der Atheist kann genau so wenig den „Nichtgottesbeweis“ antreten wie der Gläubige den „Gottesbeweis“. Damit hat A.Roslin recht, wenn er den Atheisten als Gläubigen bezeichnet und den Agnostiker als den wahren „Nichtgläubigen“, denn der Agnostiker sagt: Der Aussage „es gibt (k)einen Gott“ kann weder ein wahr noch ein falsch zugeordnet werden – unentscheidbar.

  13. Pingback: Ist Gott widerlegbar? « Alles Evolution

  14. @Alexander Roslin:

    „Seine Existenz widerlegen lässt sich allerdings aus prinzipiellen Gründen auch nicht.“

    Richtig. Genausowenig lässt sich allerdings die Existenz des fliegenden Spaghettimonsters, des unsichtbaren lila Einhorns, des Weihnachtsmanns und des Osterhasen widerlegen. Insofern herrscht hier völlige Beliebigkeit.

    „So bleibt auch die Überzeugung von seiner Nichtexistenz nur ein Glaube.

    Den Sie ja für weniger wahnhaft halten mögen als meinen „Wahn“.“

    Nein, ist es nicht. Sollte jemand einen Beweis dafür liefern, dass Gott existiert, werde ich das sofort akzeptieren. Demgegenüber kann Ihr Glaube gar nicht widerlegt werden. Und genau das ist der Unterschied.

    „Solange ich mich mit diesem Wahn jedoch wohl befinde und dieser Wahn mehr Schönheit produziert als der Ihre, gedenke ich in ihm zu verharren.“

    Was für Schönheit wird denn explizit von ihrem Wahn (und nicht bloß von Ihnen) produziert?

    Außerdem können Sie das natürlich gerne weiter und weiter behaupten, aber ich unterliege trotzdem keinem Wahn.

    • @ Timo Reitz

      *Was für Schönheit wird denn explizit von ihrem Wahn (und nicht bloß von Ihnen) produziert?*

      Meinen Sie das ernst?

      Oder sind Sie PISA-geschädigt?

      Sind fast 1700 Jahre Kunstgeschichte genug Evidenz?

      Was ist dagegen atheistische Kunst?

      Ein Wurmfortsatz.

      Bestenfalls.

      • „Meinen Sie das ernst?“

        Natürlich.

        „Oder sind Sie PISA-geschädigt?“

        Wohl kaum.

        „Sind fast 1700 Jahre Kunstgeschichte genug Evidenz?“

        Ich dachte, Sie meinten *Ihren* Wahn. Menschen haben in der Tat viele schöne Dinge geschaffen und da es zu dieser Zeit nunmal kaum anders ging, als Thema den damals vorherrschenden Glauben gewählt bzw. wählen müssen.

        „Was ist dagegen atheistische Kunst?

        Ein Wurmfortsatz.

        Bestenfalls.“

        Was verstehen Sie unter „atheistischer Kunst“? Die Mona Lisa? Eine Cäsarenbüste? Mandelbrot- und Juliamengenbilder?

        So einfach ist das nunmal nicht.

  15. „Da muss ich widersprechen. Die Naturwissenschaften setzen Axiome nebst einigen Regeln voraus, die durchaus den Charakter von Glaubensgrundsätzen haben.“

    Was sind denn solche Regeln und Axiome, die auch tatsächlich den Charakter von Glaubensgrundsätzen haben? Gerade in den Naturwissenschaften wird doch alles, was sich nicht mit der Realität in Einklang bringen lässt, verworfen.

    Beispiel: Bauen Sie ein funktionierendes Perpetuum Mobile und die Physik wird den Energieerhaltungssatz streichen. Oder zumindest seine bisher angenommene Allgemeingültigkeit entfernen.

    „Mathematik und die Physik, die ohne Mathematik nicht denkbar ist, sind formale Systeme. Sie sind unvollständig, d.h es gibt Aussagen, die sich weder beweisen noch widerlegen lassen.“

    Danke, das weiß ich. Genauso weiß ich, dass die Aussage bezüglich der Existenz Gottes vermutlich genau eine solche ist und daher nicht widerlegt oder bewiesen werden kann. Das gilt aber für unendlich viele Aussagen (notwendig), aber bei den meisten käme niemand auf die Idee, fest daran zu glauben und sogar sein Leben danach auszurichten.

    „Der Atheist kann genau so wenig den „Nichtgottesbeweis“ antreten wie der Gläubige den „Gottesbeweis“. Damit hat A.Roslin recht, wenn er den Atheisten als Gläubigen bezeichnet und den Agnostiker als den wahren „Nichtgläubigen“, denn der Agnostiker sagt: Der Aussage „es gibt (k)einen Gott“ kann weder ein wahr noch ein falsch zugeordnet werden – unentscheidbar.“

    Sie setzen voraus, dass der Atheist so fest daran glaubt, dass es Gott nicht gibt wie der Gottesgläubige, dass es ihn nicht gibt. Das muss aber nicht zwangsläufig so sein. Stattdessen halten es manche Atheisten – so wie ich – einfach mit dem Konzept Gott so wie mit allen anderen Dingen, die nicht bewiesen sind. Sie werden als irrelevant oder falsch erachtet.

    Der wichtigste Unterschied ist: Beim Gläubigen bestimmt der Glaube sein Weltbild. Alles, was er erlebt, was er sieht, hört, riecht, fühlt und schmeckt muss verbeinbar sein damit. Etwas Ähnliches ist vom Atheismus nicht notwendigerweise gegeben.

  16. Pingback: Vergewaltigung, das besondere Verbrechen « Alles Evolution

  17. Vergewaltigung vor Gericht.

    Beweise für eine Vergewaltigung werden
    nur zugelassen, wenn das Gericht dies erlaubt.
    DNA Spuren, die ohne vorherige richterliche
    Erlaubnis und ohne Kenntnis der eventuellen
    Beteiligten ausgewertet wurden, sind unwirksam!
    Es wird sogar eine Strafe für die Auftraggeber
    dieser Spurensuche ausgesprochen!
    (informationelle Selbstbestimmung des
    Angeschuldigten)
    Die Kosten des Gerichts werden der
    Beschuldigerin auferlegt! Plus der gerechten
    Strafe für „geheime“ Beweisaufnahme.
    Auch sind Schäden, die aus einer erwiesenen
    Tat entstehen nicht bei dem Täter einzuklagen,
    sondern bei Dritten!
    Ausserdem geht der Täter staffrei aus!
    Bis dahin sind Zahlungen an den Täter
    weiter zu leisten.

    Habe mal versucht Kuckuckskinder mit
    Vergewaltigung zu vergleichen?

  18. Ein Artikel von einem Kriminalhauptkommissar a.D. wo ich doch sehr froh bin, dass er nun ausser Dienst ist und somit nur noch ausser Dienst seine einseitige Sichtweise anbringen kann:

    Frauen, die einen Mann bezüglich eines Sexualdelikts falsch beschuldigen (Falschbeschuldigung) sind für ihn nicht nur Täterinnen, sondern auch Opfer. Tio, habe nix dagegen, wenn man dies auch so sehen kann, nur würde ich dann gerne haben, wenn das Gleiche auch für den Mann gilt, der ein Sexualdelikt begangen hat.

    Der Artikel gibt in etwa das Sezenario wider, was wohl im Kachelmann-Prozess gelaufen ist. Dem angeblichen oder mutmasslichen Opfer muss unbedingt geglaubt werden.
    Und, die Quote der Falschbeschuldigung liegt (empirisch nachgewiesen) nur bei 2-5%. Tia da kommen doch gewisse Fachleute zu ganz anderen Zahlen:

    http://wikimannia.org/Falschbeschuldigung#Ausma.C3.9F_des_Problems
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#Falschbeschuldigungen_und_-verd.C3.A4chtigungen

    Man könnte meinen, der Autor, Manfred Paulus, sei ein Alter-Ego von Alice Schwarzer.

    Hier eine gekürzte Fassung des Textes

    Vergewaltigt oder vorgetäuscht?
    Über Kachelmann, Strauss-Kahn und die Misstrauensproblematik bei Vergewaltigungsdelikten

    Der populäre Wettermoderator und der ehemalige IWF-Chef rückten die Misstrauensproblematik bei Vergewaltigungsdelikten wieder einmal in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.
    Der Aufarbeitung des jeweiligen Geschehens durch die Ermittlungs- und strafverfolgungsbehörden kam größte Aufmerksamkeit zu.

    Vergewaltigt oder vorgetäuscht?
    Manfred Paulus
    Erster Kriminalhaupt-
    kommissar a.D.Ulm/Donau

    Dennoch lassen sich Sachverhalte dieser Art zumeist unzweifelhaft klären. Der jeweilige, objektive wie subjektive Tatbefund führt in aller Regel zu eindeutigen Ergebnissen, ohne dass, wie vielfach geglaubt wird, Dritte als Zeugen oder tattypische, äußere Verletzungsbilder zwingend erforderlich wären.

    Allein die psychischen Folgen, die „inneren Verletzungen“ einer vergewaltigten Frau sind zumeist so gravierend und dazu so deliktstypisch, dass sie eine zutreffende Beurteilung des jeweiligen Geschehens ermöglichen und Antwort auf die Frage, vergewaltigt oder vorgetäuscht, geben.

    Es erscheint zudem kaum vorstellbar, dass eine Frau einen Mann zu Unrecht eines Sexualverbrechens bezichtigen und diesen Vorwurf über die kriminalpolizeilichen Ermittlungen und das Gerichtsverfahren hinweg aufrecht erhalten kann, ohne dass das von professioneller Seite aus nicht zu erkennen wäre.
    Wichtig in diesem Zusammenhang erscheint auch die Erkenntnis, dass die wenigen Frauen, die eine Vergewaltigung vortäuschen, häufig nicht nur Täterinnen sondern auch Opfer sind – Opfer eines Ereignisses oder Geschehens, das sie veranlasst oder dazu bringt, eine solche Tat vorzutäuschen. Solche Situationen und Motive gibt es vorwiegend bei sehr jungen Frauen.
    […]
    Nun gibt es neben solchen, alterstypischen Situationen freilich viele andere, denkbare und manchmal auch nur schwer denkbare Ursachen und Gründe für eine Vortäuschung. Unabhängig von der jeweiligen Situation fühlen sich die Täterinnen zumeist dazu genötigt oder gezwungen, die Tat vorzutäuschen. (Vermeintliche) Ausweglosigkeit oder Not, Demütigungen, Verletzungen, fehlende Aufmerksamkeit… So vielfältig solche Motivlagen auch sein mögen, es wird immer auch Bestandteil entsprechender Ermittlungen sein, mögliche Hintergründe dieser Art aufzuhellen. Nur so lässt sich die Frage klären, ob vergewaltigt wurde oder aber vorgetäuscht?
    […]
    Wird im Vorfeld einer Befragung oder Vernehmung vermittelt, warum bestimmte Fragen gestellt werden müssen oder bestimmte Maßnahmen durchzuführen sind, wird eine vergewaltigte Frau Verständnis dafür haben und diese Fragen oder Maßnahmen akzeptieren.
    Geschieht das nicht, kann sich ein fader Nachgeschmack festsetzen, der beim Opfer nicht nur Sekundärschäden verursachen sondern zum totalen Bruch und zum Scheitern eines entsprechenden Verfahrens führen kann.
    Bei den richtungsweisenden und oft alles entscheidenden, polizeilichen Ermittlungen ist vor allem darauf zu achten, dass dieses professionelle Misstrauen niemals in der Anfangsphase oder in der Polizeisprache ausgedrückt, während des „Ersten Angriffs“ spürbar wird oder zum Ausdruck kommt.

    Misstrauen oder Signale des Misstrauens sind zu Beginn eines solchen Verfahrens (nicht zuletzt aufgrund der empirisch nachgewiesenen, äußerst geringen Vortäuschungsquoten) immer unangebracht. Sie können eine fatale und zerstörende Wirkung haben und sind mit nichts zu begründen. Selbst dann, wenn sich gleich zu Beginn eines Ermittlungsverfahrens –vermeintlich- klare Hinweise auf eine Vortäuschung ergeben, kann diesen zu jedem späteren Zeitpunkt immer noch nachgegangen werden, ohne dass dadurch Nachteile entstehen.

    Dem Opfer ist in der Anfangsphase unvoreingenommen zu begegnen, was bedeutet, dass sich der oder die Ermittler(in) bewusst frei macht von den gängigen Vorurteilen und versucht, objektiv zu agieren.
    Dem Opfer ist Verständnis und Mitgefühl entgegenzubringen, Vertrauen zu signalisieren, Hilfe anzubieten. Das ist und bleibt auch dann der einzig richtige Weg, wenn sich dann später doch einmal herausstellen sollte, dass eine Tat vorgetäuscht wurde.
    […]
    Die Folge: Wenn sich bislang von zehn vergewaltigten Frauen möglicherweise nur eine dazu entschließt, sich den Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden anzuvertrauen – was geradezu deprimierend erscheint und zwingenden Handlungsbedarf erkennen lässt – so wird die Quote dadurch noch weiter nach unten und damit in die Nähe eines vollkommenen Vertrauensverlustes gedrückt.

    Zu dieser Negativentwicklung tragen so langwierige und strittige Verfahren wie die gegen Kachelmann und Strauss-Kahn nicht unwesentlich bei. Dabei ist davon auszugehen, dass den Gerichten in beiden Fällen weitestgehend klare Ermittlungsergebnisse vorgelegt wurden und vorliegen.
    Strafverfahren und Prozesse gegen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, scheinen jedoch unter ganz besonderen Vorzeichen zu stehen. Das breite, öffentliche Interesse, die Sensationsgier, die Medienpräsenz und der Medienrummel, die mediale Aufarbeitung eines solchen Geschehens … Das alles ist grundsätzlich äußerst opferfeindlich und bewirkt –bewusst oder unbewusst- einen Prozessverlauf, der sich in seinem Verlauf sehr wesentlich von dem gegen Normalbürger unterscheidet.
    […]
    Die Gerichte, so scheint es, bemühen sich verzweifelt und das Eigentliche und Wesentliche – um die Wahrheitsfindung und um eine Antwort auf die Frage: Vergewaltigt oder vorgetäuscht?
    Eine eindeutige Antwort fällt bei solchen Rahmenbedingungen mit immer wieder neu inszenierten, bewusst oder unbewusst herbeigeführten Irritationen und „Kämpfen auf Nebenkriegsschauplätzen“ trotz klarer und umfassender, polizeilicher Ermittlungsergebnisse aber sehr schwer. Manchmal –so im Fall Kachelmann- ist sie auch schlichtweg nicht möglich.

    Wird diese Frage aber nicht eindeutig beantwortet, so ist das für den oder die jeweils unschuldig Beteiligte(n) nur schwer zu begreifen und zumeist folgenschwer. Das Recht, das einem der Beteiligten zusteht, wurde ihm nicht zugestanden, die Schuld, die einer der Beteiligten trägt, wird nicht gesühnt. Und die Strafverfolgungsbehörden haben in den Augen unbedarfter Beobachter wieder einmal ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt, einen Sachverhalt dieser Art zu klären.
    Die logische Folge davon: Künftige Opfer einer Vergewaltigung werden noch weniger bereit und in der Lage sein, sich den staatlichen Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden anzuvertrauen.
    […]
    Das dramatisch hohe Dunkelfeld wird sich dadurch weiter erhöhen. Und Vergewaltigungsdelikte werden dadurch zunehmen, denn Vergewaltiger sind nicht selten Wiederholungstäter. Ein Teufelskreis! Kachelmann und Strauss-Kahn, ob schuldig oder unschuldig, ob Täter oder Opfer, sie haben dem potenziellen, zukünftigen Vergewaltigungsopfer einen denkbar schlechten Dienst erwiesen. Den Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden auch.“

    http://www.kriminalpolizei.de/articles,vergewaltigt_oder_vorgetaeuscht,1,386.htm

    Kommentar:

    So, so, auch wenn Kachelmann und Strauss-Kahn unschuldig sein sollten, sind sie also die Sündenböcke. Wenn Mann beschuldigt wird, dann bütte, bütte nicht noch aufmurren und doch am besten gleich freiwillig ein falsches Geständnis ablegen und wenn möglich lebenslange Freiheitsstrafe im Prozess beantragen, damit Justiz, Polizei und mutmassliches Opfer eines Sexualdelikts und mutmassliche Falschbeschuldiger ja nicht in ihrer Ruhe gestört werden.
    Unfassbar!

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