Falschbeschuldigungen: Ein paar Fälle

Falschbeschuldigungen wegen Vergewaltigungen waren schon häufiger Thema hier:

Hier ein paar Fälle aus Zeitungen, damit das ganze mal etwas plastischer wird (Nein, Einzelfälle belegen nicht viel, aber sie sind mitunter doch ganz interessant für das Drumherum):

Ein sehr krasser Fall aus England:

A woman who cried rape was jailed yesterday after a court heard it was her eleventh false claim. Compulsive liar Elizabeth Jones, 22, was exposed when CCTV footage disproved her allegation against a man she ‘did not like any more’. She had made her first false rape claim in 2004 when she was just 13, Southampton Crown Court heard. Between 2005 and 2007 she made another eight allegations which police investigated and dismissed, although she was not prosecuted. In 2009 she was sentenced to a ten-month detention and training order for a similar offence. Jones’s latest victim was a boyfriend against whom she made the allegation after the pair had an argument. (…)

Miss Rickman said: ‘There is a history of her making false allegations of this nature and this is the 11th incident. Police had to take her allegation seriously and carried out an appropriate investigation.‘She was later arrested and accepted she had lied about being raped. She said she did it because she did not like him.’ Jones admitted to attempting to pervert the course of justice and was jailed for 16 months.

Judge Derwin Hope said the offence was not only serious because of ‘the terrible emotional experience’ the man she accused had to endure, but also because it struck at the heart of the criminal justice system. In mitigation, Megan Topliss said Jones had had a disturbed childhood and had been in care. (…)

Detective Constable Blanche added: ‘After the previous ten false allegations, Judge Hope felt that it was the final straw. ‘The evidence in the case was so conclusive as the CCTV images were so clear. I imagine that with the previous allegations the evidence hasn’t been there. ‘We take rape allegations very seriously and those that make false claims need to face the consequences. ‘False allegations completely undermine the work that the police have done and make it harder for genuine rape victims to come forward.’

Hier finde ich es interessant, dass es anscheinend 11 falsche Beschuldigungen und einen Kamerabeweis benötigte, damit sie eine höhere Strafe bekommt. Natürlich wird betont, dass man es hauptsächlich macht, weil falsche Beschuldigungen die Polizeiarbeit behindern und es Vergewaltigungsopfern erschwert wird, eine Tat anzuzeigen. Das scheint sie so weit getrieben zu haben, dass sie das Risiko bereits eingeht, weil sie ihn nicht mag.

Und ein Fall vor dem Landgericht Klagenfurt:

Wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage vor der Polizei steht eine junge Frau aus Faak am See vor dem Landesgericht in Klagenfurt. Die 19-Jährige, die zum Tatzeitpunkt in einer Beziehung war, traf im September des Vorjahres einen Bekannten in einem Lokal, der mehr als freundschaftliches Interesse an ihr zeigte. Im Anschluss kam es zwischen der Frau und dem Mann zu sexuellen Handlungen, in beiderseitigem Einverständnis.

Lüge mit Folgen

Am nächsten Tag geriet die Angeklagte, die eine Lehre zur Restaurantfachfrau absolviert, ihrem Freund gegenüber in Erklärungsnot. Als dieser mit seinen Fragen nicht locker ließ, behauptete sie, der andere Mann hätte sie vergewaltigt. „Er sagte, wenn das stimmt, müssen wir zur Polizei gehen“, so die Angeklagte. „Ich verstrickte mich aber zunehmend in Widersprüche. Die Polizei glaubte mir nicht mehr und wusste, dass ich gelogen habe“, gibt sie während der Hauptverhandlung zu Protokoll. Der vermeintliche Vergewaltiger wurde zwar nicht verhaftet, aber von der Polizei befragt. Mit ihrem Freund ist die Frau mittlerweile nicht mehr zusammen.

Strafe auf Bewährung

Richterin Michaela Sanin verurteilt die geständige Angeklagte zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung und zum Tragen der Verfahrenskosten. Die Angeklagte nimmt das Urteil an.

Hier sieht man gut, wie es zu so etwas kommen kann. Man kann einen Seitensprung nicht erklären, also wandelt man die eigene Täterstellung in eine Opferstellung um. Eigentlich will man das nur vor dem Freund machen, aber der besteht darauf, dass man die Sache der Polizei mitteilt. Schon kann man nicht mehr zurück.

Hier ein weiterer Fall:

Wegen einer vermeintlichen Vergewaltigung einer Jugendlichen in der Würzburger Posthalle saß ein 21-jähriger Mann seit Rosenmontag in Untersuchungshaft. Seit Dienstag (19.02.13) ist der Mann wieder frei: Die 15-Jährige hatte gelogen.

Im Zuge der Ermittlungen förderte die Würzburger Kriminalpolizei immer mehr Hinweise zutage, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit des 15-jährigen Mädchens aufkommen ließen. Schließlich räumte das vermeintliche Opfer ein, dass ihre Anschuldigungen gegen den 21-jährigen Würzburger nicht der Wahrheit entsprochen hatten. Der Mann wurde sofort aus der Haft entlassen. Gegen die 15-Jährige ermittelt die Polizei nun wegen Vortäuschens einer Straftat.

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156 Gedanken zu “Falschbeschuldigungen: Ein paar Fälle

  1. Der krasseste Fall ist mal wieder aus den USA: die Brian-Banks-Story. Einfach mal googeln, dagegen sind diese Fälle ehrlich gesagt harmlos.

    • @Frauenopfer

      Ja, harte Geschichte:

      http://www.stern.de/sport/sportwelt/nfl-die-ungewoehnliche-geschichte-des-brian-banks-1836828.html

      Mit 16 Jahren lebte Brian Banks das Leben, das viele US-Kids sich erträumen: Er war gefeierter Football-Star an der Long Beach Poly High School und hatte eine College-Karriere an der University of Southern California vor Augen, die eventuell in der NFL münden könnte. Doch dann beschuldigte ihn die ein Jahr jüngere Wanetta Gibson der Entführung und Vergewaltigung.
      Banks Karriere und sein Leben waren abrupt zu Ende, fünf Jahre ging er ins Gefängnis, weitere fünf verbrachte er mit einer elektronischen Fußfessel. Er verdingte sich mit Hilfsarbeiterjobs und musste sich – als verurteilter Sexual-Straftäter – von Schulen fernhalten, ehe sich im letzten Jahr sein vermeintliches Opfer bei ihm per Facebook meldete.

      Sie erklärte sich zu einem Treffen mit Banks und einem Privatdetektiv bereit. Der fragte sie ob Banks sie wirklich vergewaltigt hatte und sie antwortete laut latimes.com: „Nein, nein das hat er nicht gemacht.“ Mit Hilfe dieser heimlich gefilmten Aussage schaffte es Banks vor anderthalb Wochen freigesprochen zu werden.

      Gibsons Aussage hatte sich bereits über die Jahre immer wieder verändert, doch es war Banks damaliger Anwalt, der letztlich seinen Klienten dazu bewog, die Vergewaltigung zuzugeben. Denn eine langwierige Gerichtsverhandlung vor Geschworenen hätten eine Gefängnisstrafe von bis zu 41 Jahren bedeuten können. So kostete Banks Gibsons Falschaussage „nur“ zehn Jahre.

      Alles auf Anfang

      Die Rücknahme ihrer Vergewaltigungs-Aussage möchte Gibson nach einem Bericht der Los Angeles Times übrigens nicht vor einem ordentlichen Gericht wiederholen – müsste sie doch unter anderem die als Entschädigung vom Schulbezirk gezahlten 750.000 US Dollar zurückgeben. Zudem könnte der Staat sie weiter zur Kasse bitten, wenn Banks mit seiner Klage auf Haftentschädigung durchkommt.

      Laut latimes.com hat er nach dem Gesetz des Staates Kalifornien Anrecht auf 100 US Dollar pro Gefängnistag – da dürfte eine stattliche Summe auf den ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Bundesstaat zukommen.Doch die Haftentschädigung könnte nicht der letzte Geldsegen im Hause Banks sein. Tatsächlich spielt der Linebacker bei vier NFL-Teams vor.

      Schicksalserfüllung mit zehn Jahren Verzögerung – die NFL

      Dabei könnte er tatsächlich seine Pläne von 2002 genau an der Stelle wiederaufnehmen, wo sie ihr abruptes Ende fanden. Zwar mit der Tatsache, dass er nicht für die USC Trojans und im College spielen wird, der Coach Pete Carroll könnte allerdings derselbe sein. Der wechselte nämlich 2010 zu den Seattle Seahawks und ist der erste, der die jetzigen Football-Künste Banks begutachten darf. „Lasst mich zeigen, was ich kann“, hatte Banks vor den Einladungen in NBCs Today Show gesagt. „Die Teams, die mir eine Chance geben, werden sehr beeindruckt davon sein, was ich tun kann.“ Laut espn.com trainiert Banks bereits seit Herbst letzten Jahres im Hinblick auf eine doch noch mögliche NFL-Karriere.

      Die könnte er nicht nur in Seattle, sondern auch in Washington starten. „Ich habe Banks angerufen und ihn zum vorspielen eingeladen“, so Redskins Coach Mike Shanahan gegenüber nfl.com. „Jemand der so etwas wie er durchgemacht hat, soll eine Chance bekommen, sich zu beweisen. Der Junge verdient eine Chance.“ Derselben Meinung sollen nach übereinstimmenden Medienberichten auch die Kansas City Chiefs und Miami Dolphins sein.

      Von der High School in die NFL – geht das?

      Bei allem Verständnis für eine Wohlfühlgeschichte mit Happyend streiten nun bereits Experten, ob ein solcher Übergang vom High School- zum NFL-Football, dazu noch nach zehn Jahren Pause, überhaupt möglich ist. Banks Anwalt glaubt an seinen Klienten: „Er hat die Geschwindigkeit und die Stärke. Und defintiv den Willen“, zitierte sports.yahoo.com Justin Brooks. Demnach will Banks dem bekannten NFL-Fitnesscoach Travelle Gaines arbeiten. Gaines arbeitet in der Offseason mit einigen Pro Bowlern und College-Spielern zusammen.

      Sollte die NFL-Karriere übrigens nicht klappen, wäre nach einem Bericht von Fox Sports Arizona auch eine Laufbahn in der MLB drin. „Ich dachte, der junge braucht einen Neustart“, erklärte der Präsident und Geschäftsführer der Arizona Diamondbacks, Derrick Hall, foxsportsarizona.com. Und so schrieb er ihm ein Blanko-Stellenangebot. „Es ist an der Zeit, dass ihm gute Sachen widerfahren“, so Hall weiter. Sollte sich Banks NFL-Traum nicht bewahrheiten, würden die Diamondbacks warten. Keine schlechte Aussichten für einen, der vor zehn Jahren sein Leben bereits am Ende wähnte.

    • Die Fälle sind natürlich relativ harmlos, weil sie eben aufgeflogen sind und es keine Verurteilung gab.

      Den Fall Horst Arnold finde ich schon weniger harmlos, und kein Mensch weiß, wie viele solcher Fälle nicht aufgeflogen sind.

      Unsere Justiz tut sehr viel dafür, Wiederaufnahmeverfahren möglichst im Keim zu ersticken.

      • Offenbart sich hier vielleicht die von feministischer Seite propagierte, hohe „Dunkelziffer“ bei Vergewaltigungen als Projektion unentdeckter Falschbeschuldigung und Verleumdung?

      • Frauen falschbeschuldigen nicht, weil sie Macht ausüben oder jemandem schaden wollen, sondern in erster Linie, weil sie Opfer sind. Es ist ihr letzter Rettungsanker. Das sollte bei einem Urteil berücksichtigt werden.

        • *… sondern in erster Linie, weil sie Opfer sind.*

          Aber Frauen sind doch fast immer Opfer.

          Opfer ihrer enttäuschten Erwartungen, Opfer ihres Scheiterns, Opfer von zu viel Alkohol, Opfer eines Fremdficks, Opfer eines Eisprungs, Opfer einer Verführung …

  2. Wie kann es eigentlich sein, dass manche Frauen mit dem Thema so nachlässig umgehen und es in Kauf nehmen, das Leben eines Menschen, oder auch mehrerer z. B. seiner Familie, aufs Spiel zu setzen, nur um eine Ausrede zu haben?

    Könnte es daran liegen, dass Falschaussagen als eine Art lässliches Delikt betrachten werden und ohnehin mit kleinen Bewährungsstrafen geahndet werden.

    Wenn man den Schaden sieht, den solche Falschaussagen anrichten können, sollte das Thema eigentlich etwas ernsthafter behandelt werden. Eine nachgewiesene Falschaussage, z. B. durch Film- oder Videoaufnahmen, sollte zwingend zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung führen, dann würde manche vielleicht nicht ganz so leichtfertig handeln.

    • Es geht um das Opfer-Monopol…Männer, die aus verletztem weiblichen Stolz, Bedürfnis nach Öffentlichkeit, ökonomischen Interessen oder im Kampf um das Sorgerecht von Frauen durch Falschbeschuldigungen ihrer bürgerlichen Existenz beraubt und den voreingenommenen Mühlen der deutschen Justiz zugeführt werden, sind Opfer.

      Das geht nun mal gar nicht.

      Eine Ideologie, die davon phantasiert, dass bis zu 80% aller Frauen irgendwann einmal sexuell „mißbraucht“ werden und in „therapeutischen “ Settings unzählige „verdrängte“ Mißbrauchserlebnisse aufdeckt, sieht in der Thematisierung dieser Falschbeschuldigungen ein gefährliches Tool der Relativierung.

      Diese Relativierung wiegt so schwer gegenüber den Opferinteressen, dass es das kleinere Übel ist, auf eine Thematisierung zu verzichten, so die Binnenlogik. Ein paar männliche Opfer (die eh eigentlich Täter sind) spielen angesichts der Masse von weiblichen Opfern keine Rolle…wo gehobelt wird, fallen Späne.

      Wer schon mal eine enttäuschte Frau, am Hals hatte, weiss, was alles geht.Da geht fast alles. Eigentlich spricht es für die prinzipielle männliche Selbstkontrolle, dass da nicht mehr passiert.

      Diese Form von Gewalttätigkeit gilt aber als legitim… als Selbstermächtigung der Frauen.

      Im Netz werden sogar lustige Handlungsanweisungen gegeben, womit man dem Ex am nachhaltigsten schaden könne. Darüber wird gegrinst.

      Das durchaus profunde destruktive Potential vieler Frauen (das nur anders ausgelebt wird, als das vieler Männer) wird entweder geleugnet oder entweder als Notwehr oder Emanzipationsphänomen rationalisiert.

      Ein Gespür für die Neurotisierung des Gegenübers ist schon bei einem ONS sehr hilfreich….von tiefergehenden Verbindungen mal ganz zu schweigen….

    • @ Salavator

      Man sollte den Frauen mindestens!!! die Hoechststrafe aufdruecken die der Mann auch bekommen haette.

      Es ist im Moment fuer Frauen ziemlich risikofrei sowas abzuziehen, die gehen meistens nicht mal in den Knast, eher wird das Verfahren eingestellt.

  3. Für mich stellt sich die Frage, wie denn die Verteidiger von „Definitionsmacht“ für Vergewaltigungsopfer mit solchen Fällen umgehen? Gibt´s da irgendwelche Äußerungen?

    • Gibt´s da irgendwelche Äußerungen?

      Meines Wissens kommt dann immer wieder die apodiktische Behauptung, dass doch wohl keine Menschin sich die Tortur und das Stigma des „blamed victims“ antun würde, wenn es keinen Grund dazu gäbe.

      Ist die Falschbeschuldigung beim besten Willen nicht mehr zu bestreiten, dann sind das eben „extrem seltene Ausnahmefälle“, die man eben im Kampf gegen die Rape-Culture in Kauf nehmen müsse.

      Wo gehobelt wird, fallen eben Späne – wie Ratloser zutreffend festgestellt hat. Das Problem ist eben gesamtgesellschaftlich derart gravierend, dass das Recht des Individuums zurücktreten muss.

      In dieser Geisteswelt sind ohnehin AlleMänner Täter, weil doch AlleMänner davon profitieren dass die Angst vor Vergewaltigungen AlleFrauen in einer inferioren gesellschaftlichen Position hält..

      • @nick

        „Das Problem ist eben gesamtgesellschaftlich derart gravierend, dass das Recht des Individuums zurücktreten muss.“

        Was letztendlich auch eine Folge davon ist, dass man es als einen Gruppenkampf Männer gegen Frauen wahrnimmt. Das entmenschlicht letztendlich das Individuum, weil es immer Teil der „Tätergruppe“ bleibt.
        Man betrachtet es dann nicht als einen Unschuldigen, sondern nur in dieser Gruppe und verweist darauf, dass sonst eben 50 andere Unbestraft geblieben wären.

        • @ christian

          Im übrigen Merkmale einer totalitären Ideologie:

          – Kollektivierung von Gut und Böse
          – Inkaufnahme von allerlei Kollateralschäden und Leid für das Erreichen des übergeordnet Guten

    • @El Mocho

      Ich kenne in dem Zusammenhang nur die „Rechtsstaatsdebatten“, die ja im Prinzip diesen Bereich betreffen.

      Ich hatte dazu angesichts einer Diskussion zwischen Udo Vetter und Lantzsch mal das folgende geschrieben:

      https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/19/rechtsstaat-und-vergewaltigung-warum-udo-vetter-und-nadine-lantzsch-evtl-an-einander-vorbeireden/

      Die zweite Auffassung folgt poststrukturalistischen Ansätzen und ordnet die Vergewaltigung in einen Machtkampf zwischen den Gruppen Mann und Frau ein. Dabei ist die Vergewaltigung ein Mittel der Gruppe Mann um Macht über die Gruppe Frau zu erlangen. Dazu errichtet sie eine Kultur, aus der heraus der Einsatz dieser Machtmittel wahrscheinlicher erfolgt, eben indem die Sexualität der Gruppe Frau eingeschränkt wird und die Frau innerhalb dieser Machtgruppe als ein Objekt der sexuellen Befriedigung dargestellt wird. Aus diesen Sichtweisen heraus begeht der Täter dann die Vergewaltigung und setzt damit gleichzeitig genau das um, was die Gruppe Mann (oder deren Anführer im Sinne einer hegemonialen Männlichkeit) benötigt um sein Machtmittel aufrechtzuerhalten.

      Der effektivste Weg zur Reduzierung oder gar Beseitigung von Vergewaltigungen ist damit eine gesellschaftliche Beeinflussung, die sich gegen die damit verbundenen Machtstrukturen richtet, also gegen hegemoniale Männlichkeit bzw. das Patriarchat oder die Phallokratie. Dazu ist es erforderlich das Machtmittel zu erkennen und als solches unwirksam zu machen. Dazu gehört dann eben auch, dass eine Vergewaltigung stets geandet wird, aber auch eine Umerziehung der potentiellen Täter, nämlich der Männer, indem sie Lernen die Strukturen, die die Vergewaltigungskultur bilden, effektiv und gerade auch bei sich selbst zu bekämpfen. Da die Vergewaltigung ein Machtmittel ist erscheint auch zugleich jede Maßnahme, die eine Nichtbestraftung eines Täters zur Folge hat, als weiteres Machtmittel zur Absicherung des anderen Machtmittels. Wenn das Rechtsstaatsprinzip also die Verurteilung von Vergewaltigern erschwert, dann muss er Teil des Machtapparats, also der Vergewaltigungskultur sein. Die Aufhebung dieses Prinzips für die Vergewaltigung verhindert in diesem Kontext andere Vergewaltigungen, weil es die Vergewaltigungskultur selbst bekämpft, die auf den Säulen “Erleichterung der Vergewaltigung durch Schaffen eines entsprechenden Klimas” und “Nichtbestrafung der Vergewaltigung” besteht. Im Rahmen der Gruppeninteressen der Frau kann das eh zu unrecht eingesetzte Machtmittel “Vergewaltigung” eben nur durch eine Lockerung des Rechtsstaats bekämpft werden und dass dabei einzelne Falschbeschuldigte auf der Strecke bleiben ist irrelevant, weil die andere Seite bei Einsatz des Machtmittels “Vergewaltigung” auch keine Rücksicht auf die Opfer nimmt.

      Hinweise gegenüber dem Opfer, doch bitte vorsichtig zu sein, sind vergleichbar damit, jemanden, dessen Kopf man regelmäßig unter Wasser drückt den guten Hinweis zu geben, doch bitte zu lernen länger die Luft anzuhalten.

      • @Christian
        „…dass dabei einzelne Falschbeschuldigte auf der Strecke bleiben ist irrelevant, weil die andere Seite bei Einsatz des Machtmittels “Vergewaltigung” auch keine Rücksicht auf die Opfer nimmt.“

        Ich finde das eine sehr interessante Diskussion, weil sie viel über das Staatsverständnis hinter den Positionen aussagt. Die Unschuldsvermutung ist ja kein Täterschutz (wie Lantzsch, Schwarzer und andere suggerieren), nichtmal in erster Linie Schutz der falsch Beschuldigten – sondern einfach eine Begrenzung staatlicher Willkürrechte. Wenn der Staat Gewaltmittel gegen Einzelne anwendet, dann muss er nachweisen, dass diese Gewaltmittel gerechtfertigt und nötig sind – anstatt dass ein Opfer staatlicher Gewalt beweisen müsste, dass die Gewalt zu Unrecht angewandt wurde.

        Für Lantzsch und andere hingegen ist der Staat gleichsam ein Superheld, der seine überlegene Macht einsetzt, um den in Bedrängnis Geratenen zu helfen. Wenn der Staat sich im Einsatz seiner überlegenen Kräfte freiwillig begrenzt, dann kommt das einer unterlassenen Hilfeleistung gleich.

        Allerdings sind die meisten Superhelden-Comics, die ich kenne, deutlich reflektierter als die Superhelden-Konzeption des Staates, die Lantzsch vorlegt. Schon ein Klischee-Satz wie „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“ ist ja deutlich reflektierter als die Position, staatliche Gewalt müsse unbegrenzt eingesetzt werden können, solange sie nur das Gute wolle.

        • @Schoppe
          “ Die Unschuldsvermutung ist ja kein Täterschutz (wie Lantzsch, Schwarzer und andere suggerieren), nichtmal in erster Linie Schutz der falsch Beschuldigten – sondern einfach eine Begrenzung staatlicher Willkürrechte. Wenn der Staat Gewaltmittel gegen Einzelne anwendet, dann muss er nachweisen, dass diese Gewaltmittel gerechtfertigt und nötig sind.“

          Genau so ist es. Wer das über Bord wirft, muss auch zwingend das staatliche Gewaltmonopol über Bord werfen.
          Und dann landen wir beim Faustrecht. Etwas, was Frauen sich eigentlich nicht wünschen sollten.

          Aber auch hier gilt das antik-griechische Motto: Wen die Götter strafen wollen, dem erfüllen sie seine/ihre Wünsche.

        • @Schoppe

          Ich finde es auch erstaunlich, dass in diesen Kreisen die Unschuldvermutung und ihre Bedeutung als Vorbeugung gegen Mißbrauch von Staatsmacht nicht verstanden wird. Ich hatte es ja in dem Verlinkten Artikel auch genauso dargestellt.

          Es ist ein Mechanismus, der meiner Meinung nach darin begründet ist, dass man Einschränkungen im Kampf gegen vergewaltigung nicht aufzeigen darf, wenn man sich nicht vorwerfen lassen will, nicht voll hinter der Sache zu stehen.

          Vielleicht kann man es intern damit rechtfertigen, dass „das Patriarchat“ wohl eh kaum durch solche Prinzipien beeinträchtigt ist, wenn es Leute ausschalten will und die Unschuldsvermutung daher in diesen Bereichen eh nur ein Scheinargument ist, dass hauptsächlich zu Lasten der vergewaltigten Frauen geht. Ein weiteres Gegenargument ist eben, dass man ja gerade ein faires Verfahren will, welches den vergewaltigten Frauen gerade nicht gegeben wird. Diese werden ja quasi aus dieser Sicht schuldig gesprochen, wenn man den Täter nicht verurteilt.

          Letztendlich ist dies eine Krankheit jeder Ideologie, die aus einer Gruppenbetrachtung heraus eine bessere Welt errichten will, indem es eine Gruppe zur bösen Gruppe und die andere Gruppe zur guten Gruppe erklärt. Den dann liegen Beeinträchtigungen der einen Gruppe zulasten der anderen Gruppe nahe und das Individuum zählt nicht mehr viel.

          Das haben radikaler Feminismus, Maskulismus, Kommunismus, Nationalismus etc insofern gemein und es führt letztendlich zu den gleichen Problemen.

        • @Christian
          „Letztendlich ist dies eine Krankheit jeder Ideologie, die aus einer Gruppenbetrachtung heraus eine bessere Welt errichten will, indem es eine Gruppe zur bösen Gruppe und die andere Gruppe zur guten Gruppe erklärt.“

          Dazu passt, dass eine der prominentesten Forderungen nach einer Umkehr der Beweislast bei Vergewaltigungen Susam Brownmiller in „Gegen unseren Willen“ war, das 1975 erschienen ist. Diese Forderung verbindet sich dort ja mit der These, dass eine Vergewaltigung de facto zu Lasten aller Frauen und zu Nutzen aller Männer sei, auch der nicht direkt Beteilgten. Es gibt also nur ein Entweder-Oder – entweder man gehört zur Kultur der Gewalt, oder man ist entschieden dagegen. Eine dritte Position – so wie die, dass möglicherweise eine Gewalttat begangen wurde, diese aber nachgewiesen werden müsse – ist nach dieser Logik lediglich eine Illusion, die der Aufrechterhaltung bestehender Machtverhältnisse diene.

          @virtual-cd
          „Und dann landen wir beim Faustrecht. Etwas, was Frauen sich eigentlich nicht wünschen sollten.“ Oder wir landen bei der unbegrenzten Macht des Staates, der die „patriarchale Ordnung“ repräsentiert. Es ist ja schließlich nicht plausibel, wie es mit der Vorstellung einer allgegenwärtigen männlichen Herrschaft zusammenpasst, dass ausgerechnet der Staat, die mächigste Institution dieser Herrschaftsordnung, entschlossen auf der Seite der Frauen stehen soll. Die Rede vom Patriarchat ist eben wohl eher ein politischer Kampfbegriff, aber innen hohl, als Mittel einer ernst gemeinten Analyse gesellschaftlicher Strukturen.

    • @El_Mocho:

      »Für mich stellt sich die Frage, wie denn die Verteidiger von “Definitionsmacht” für Vergewaltigungsopfer mit solchen Fällen umgehen? Gibt´s da irgendwelche Äußerungen?«

      Nach meinen Erfahrungen werden solche Fälle durch „angemessen“ selektive Wahrnehmung abgehandelt.

      Bei „meiner“ Falschbeschuldigung konnte ich durch mehrere extrem glückliche Zufälle jede einzelne Behauptung des „Opfers“ positiv widerlegen.

      Als ich dann endlich die Einstellung des Verfahrens (nach § 170 Abs. 2 StPO, kein Tatverdacht, keine Beweise) in der Hand hatte und Anzeige wegen falscher Beschuldigung erstatten wollte, wurde mir bedeutet, dass der Fall „juristisch erledigt sei“ weil „auch das Opfer (sic!) kein Interesse an der weiteren juristischen Aufarbeitung des Falles habe“.

      Um diese Begründung richtig würdigen zu können, muss man wissen, dass die Dame, NACHDEM die Mehrzahl ihrer Behauptung widerlegt waren, per Schreiben an die Polizei versucht hat, ihre Anzeige zurückzuziehen. Was zwar bei einem Offizialdelikit natürlich absolut keine Auswirkungen hat aber doch richtig gut aussieht.

      Mit anderen Worten: Irgendeine Schuld muss ich ja haben, sonst hätte eine Frau (wir erinnern uns: von Natur aus Edel, Hilfreich, Gut, Empathisch, Selbstlos, Hilflos dem Wüten männlicher Gewalt ausgesetzt, nur auf den Schutz ihrer nicht-vorhandenen Kinder bedacht, …) ja keine Anzeige erstattet.

      Mir fallen zum Thema Falschbeschuldigung nur noch zwei Zitate ein:
      1. „Audacter calumniare, semper aliquid haeret.“ (Verleumde nur dreist, etwas bleibt immer hängen.) von Francis Bacon.
      2. „Lassen Sie niemals zu, dass Tatsachen die Wahrheit verbergen“ von Dr. Cal Lightman in „Lie to me“.

      • ergänzend:

        Die von Feministinnen und lila Pudeln gerne genannte Zahl von etwa „nur“3% Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen sind das Produkt allerlei kreativer Statistikexegese.

        http://femokratie.com/luege-studie-vergewaltigungen/06-2011/

        Ein wichtiger Punkt bei der Minimierung der Zahl falscher Beschuldigungen ist aber der, dass von vielen nur rechtskräftig als „falsche Beschuldigung“ anerkannte Fälle als solche gelten.

        Eine rechtskräftige Verurteilung einer Frau wegen dieser Straftat aber ist so gut wie nie zu erwarten, weil die Justiz die Hemmschwelle für Frauen, Anzeige zu erstatten, möglichst niedrig halten möchte und kein Richter und auch kein Staatsanwalt es sich leisten kann, vorgeworfen zu bekommen, er verfolge auch noch die Opfer sexueller Gewalt.

        Wieder das Prinzip der „Güterabwägung“.

        In der Weltwoche war anläßlich der Kachelmannaffäre ein Bericht über das Phänomen, in denen Kriminalisten zitiert wurden, die von einer Häufigkeit von Falschbeschuldigungen von deutlich über 25% ausgingen. Leider finde ich den Artikel online nicht.

      • @B.E.
        „dass der Fall “juristisch erledigt sei” weil “auch das Opfer (sic!) kein Interesse an der weiteren juristischen Aufarbeitung des Falles habe”.“

        Unglaublich. Hattest du keine Möglichkeit, eine Strafverfolgung zu erzwingen?
        Ich weiß nicht, welche Stgb-Paragrafen in Betracht kommen, aber Falschbeschuldigung einer Straftat ist ja theoretisch keine Lappalie.
        Gab’s da keine Möglichkeit?

        (Abgesehen davon, dass das Strafmaß manchmal auch ein Witz ist: Neulich las ich, dass jemand durch eine Falschbeschuldigung 4 Wochen in Haft war. Die verurteilte Falschbeschuldigerin erhielt drei Wochen – so was geht irgendwie auch nicht …)

        • @ seitenblick

          Es ist eine Sache, juristisch festzustellen, dass eine Schuld nicht nachgewiesen werden kann und eine andere, nachzuweisen, dass eine vorsätzliche Falschbeschuldigung stattgefunden hat.

          Dazwischen gibt es oft ein juristisch weites Feld. Auf Falschbeschuldigung wird quasi nur erkannt, wenn ein Geständnis des Falschbeschuldigenden vorliegt oder aber Dokumente vorliegen, in denen der Falschbeschuldigende gegen über Dritten die Falschbeschuldigung ankündigt oder erwähnt hat.

          In den allermeisten anderen Fällen wird die Justiz auf die Verurteilung wegen Falschbeschuldigung verzichten.

          Das ist das Infame an solchen Beschuldigungen (wie auch mit dem Vorwurf des Kindesmißbrauchs in Sorgerechtsprozessen), sie sind formal (!) in den meisten Fällen nicht als Falschbeschuldigungen zu belegen.

        • »Hattest du keine Möglichkeit, eine Strafverfolgung zu erzwingen?«

          Ich habe nach längerem Nachdenken das volle juristische Programm _nicht_ durchgezogen.

          Zum einen weil mir dieser Satz klar klar gemacht hat, dass, egal was ich mache oder beweise, das „Opfer“ immer die Frau bleiben wird.

          Zum anderen weil mir klar geworden ist, dass ich das Risiko eingehe, erneut falsch beschuldigt zu werden. Sozusagen aus „Notwehr“ oder was frau eben als solche empfindet. Dann allerdings höchstwahrscheinlich wenn ich nicht gerade kurzfristig für knappe zwei Monate ans andere Ende Welt geschickt wurde.

          Ich hatte das seltene Glück meine Unschuld positiv beweisen zu können, ich hatte das seltenere Glück, dass mein Alibi eine Dienstreise war, so dass mein Arbeitgeber wusste, dass die Anschuldigungen nicht stimmen können und ich meinen Job behalten habe und daher das Geld hatte, mir diesen Beweis auch leisten zu können.

          So dicke Kartoffeln hat normalerweise nicht mal der allergrenzdebilste Bauer.

          Mann soll sein Glück nicht herausfordern. Ich habe überlebt (im Gegensatz Horst Arnold), mein Fall hat es nicht in die „Qualitätspresse“ geschafft (im Gegensatz zu Assange, Kachelmann oder Türck) und daher stehe ich inzwischen auf dem Standpunkt: Ja, es gibt ein Leben nach der Falschbeschuldigung und ich gedenke, es zu behalten.

          Mein Tipp an jeden Betroffenen: Still halten, Maul halten, Faust nur in der Tasche ballen, Lutscher kaufen, Beaker (…mimimi…) beneiden, Gras wachsen lassen, #aufschrei oder Wunderomas Märchen lesen und sich überlegen, wie krank oder boshaft frau sein muss, um von einer rape culture schwadronieren zu können oder wie dämlich mann sein muss, wenn er solchen Rotz glaubt.

        • „Unglaublich. Hattest du keine Möglichkeit, eine Strafverfolgung zu erzwingen?“
          Mit dem Erzwingen ist das so eine Sache. Die Staatsanwaltschaft kann, solange kein Verbrechen vorliegt (dies wäre der Fall bei einer mehr als eine Woche dauernden Untersuchungshaft), das Verfahren mangels Tatverdacht oder wegen Geringfügigkeit einstellen. Gegen die Einstellung wegen Geringfügigkeit gibt es überhaupt keine Rechtsbehelfe; gegen die Einstellung mangels Tatverdacht kann man Beschwerde einlegen und danach ggf. eine gerichtliche Entscheidung beantragen. Die Erfolgsaussichten bei einem solchen Verfahren sind aber sehr gering, da die Anforderungen hier viel höher sind als bei der Zulassung einer Anklage der StA.

          Ich würde mir aber in keinem Fall ausreden lassen, eine Anzeige zu erstatten, da sonst das Problem niemals in der Kriminalstatistik sichtbar wird. Weigert sich die StA wegen angeblicher Geringfügigkeit, ein Verfahren einzuleiten, so liegt die Führung eines Zivilprozesses zumindest sehr nahe.

          „Abgesehen davon, dass das Strafmaß manchmal auch ein Witz ist: Neulich las ich, dass jemand durch eine Falschbeschuldigung 4 Wochen in Haft war. Die verurteilte Falschbeschuldigerin erhielt drei Wochen – so was geht irgendwie auch nicht.“

          Das ist noch viel schlimmer, als Du denkst. Der Umstand, dass sie überhaupt gesessen hat, ist nämlich der Tatsache zu verdanken, dass die Täterin Jugendliche war. Bei einer erwachsenen Frau wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine Bewährungsstrafe herausgekommen und sie hätte nicht einen Tag sitzen müssen. Bislang ist -jedenfalls soweit aus Medienberichten ersichtlich- noch nie eine Frau zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Selbst eine Frau, die einen Unschuldigen für 8 Monate in U-Haft gebracht hat, ist mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Vor diesem Hintergrund darf man auf den Prozess gegen Heidi Külzer gespannt sein.

        • Unglaublich. Hattest du keine Möglichkeit, eine Strafverfolgung zu erzwingen?
          Ich weiß nicht, welche Stgb-Paragrafen in Betracht kommen, aber Falschbeschuldigung einer Straftat ist ja theoretisch keine Lappalie.
          Gab’s da keine Möglichkeit?

          Erzwingen? Der Fall ist noch krasser – Falsche Verdächtigung ist ein Offizialdelikt. Wenn die Strafverfolgungsbehörden davon Wind kriegen, müssen sie ermitteln.

          Allerdings kann ich nachvollziehen, warum sie es häufig nicht tun und warum auch mit Strafantrag am Ende nicht unbedingt eine Verurteilung stehen würde. Denn um die Frau zu verurteilen, reicht nicht aus, dass eine Vergewaltigung nicht bewiesen werden kann, der Richter müsste vielmehr zweifelsfrei davon überzeugt sein, dass gar keine Vergewaltigung stattgefunden haben kann.

          Halte ich übrigens für völlig korrekt, denn auch ein echtes Vergewaltigungsopfer könnte nach einer Anzeige in die Situation kommen, dass keine Beweise existieren und nach einer Vergewaltigung, die straffrei blieb, auch noch selbst verurteilt zu werden, ist nun wirklich nicht akzeptabel.

          • @GodsBoss

            „Denn um die Frau zu verurteilen, reicht nicht aus, dass eine Vergewaltigung nicht bewiesen werden kann, der Richter müsste vielmehr zweifelsfrei davon überzeugt sein, dass gar keine Vergewaltigung stattgefunden haben kann.“

            Verständnisfrage: Muss wirklich nachgewiesen sein, dass gar keine Vergewaltigung stattgefunden haben kann?
            Was ist, wenn für den angeblichen Hergang wesentliche Angaben der Anzeige ganz eindeutig falsch sind – ein Beispiel war: eine Person befindet sich zur Tatzeit auf einem anderen Kontinent! ?
            Werden diese Angaben nicht auch unter Eid gemacht?

            Und würde das nicht erst mal den Anfangsverdacht für eine bewusste Falschaussage – und damit für eine Straftat – liefern?

            Weiß da jemand mehr drüber?

          • „Verständnisfrage: Muss wirklich nachgewiesen sein, dass gar keine Vergewaltigung stattgefunden haben kann?
            Was ist, wenn für den angeblichen Hergang wesentliche Angaben der Anzeige ganz eindeutig falsch sind – ein Beispiel war: eine Person befindet sich zur Tatzeit auf einem anderen Kontinent! ?“

            Das würde ausreichen, um wegen falscher Verdächtigung verurteilt zu werden. Es kommt meines Wissens nach auf eine Straftat im prozessualen Sinne (= einheitlicher Lebenssachverhalt) an. Die konkrete Tat muss erfunden sein. Diese wird wesentlich durch den Tatzeitpunkt bestimmt. Es muss allerdings auszuschließen sein, dass es sich lediglich um einen Irrtum bezüglich der Tatzeit handelt. Insoweit muss also eine Festlegung erfolgt sein.

            „Werden diese Angaben nicht auch unter Eid gemacht?“

            Nein, denn der wird -wenn überhaupt- erst vor Gericht geleistet. Eine (vorsätzlich) falsche Aussage vor Gericht zu machen, ist aber -ob mit oder ohne Eid- immer strafbar. Hier würden also Lügen beim „Randgeschehen“ genügen, bei Polizei und StA hingegen nicht.

            „Und würde das nicht erst mal den Anfangsverdacht für eine bewusste Falschaussage – und damit für eine Straftat – liefern?“

            Doch, eigentlich schon. Es gibt aber offensichtlich eine hartnäckige Verweigerungshaltung der Staatsanwaltschaften, in nicht 100%ig aufgeklärten Fällen gegen mutmaßliche Lügnerinnen zu ermitteln. Hieraus resultiert eine Art von Narrenfreiheit, die sich aus meiner Sicht nicht damit rechtfertigen lässt, dass für eine (möglicherweise) falsch beschuldigende Frau auch die Unschuldsvermutung gelten muss. Denn die gilt erst bei Verurteilungen oder Zwangsmaßnahmen, rechtfertigt aber nicht das Ausbleiben jeglicher Ermittlungen.

  4. Danke für die umfangreichen Antworten. Das sind schon erschreckende Perspektiven. Andererseits aber auch wieder konsequent, wenn man als Frau grundsätzlich Opfer der Rape Culture ist und damit immer im Recht.

  5. „Natürlich wird betont, dass man es hauptsächlich macht, weil falsche Beschuldigungen die Polizeiarbeit behindern und es Vergewaltigungsopfern erschwert wird, eine Tat anzuzeigen.“

    Eben – das Schicksal des falschbeschuldigten und zerstörten Mann ist denen schließlich völlig wurscht. Und mit der Gefahr eines Selbstmordes oder Amoklaufes des Mannes argumentieren die auch so leicht nicht. Amoklauf? Gegen das diesbezügliche Risiko helfen ja schließlich nur Verbote von typisch männlichen Hobbies wie z. B. des Schießsports. Die wahren Ursachen werden nicht angegangen.

    „Am nächsten Tag geriet die Angeklagte, die eine Lehre zur Restaurantfachfrau absolviert, ihrem Freund gegenüber in Erklärungsnot. Als dieser mit seinen Fragen nicht locker ließ, behauptete sie, der andere Mann hätte sie vergewaltigt. “

    An diesem Fall sind zwei Dinge beeindruckend: Sie zerstört lieber Leben, als einen Seitensprung zuzugeben. Und das in einem Zeitalter, wo sie durch das Zugeben dieses Seitensprunges höchsten ihren Partner selbst verlieren kann, ansonsten aber keine Repressalien zu fürchten hat. Beeindruckend auch ihre Naivheit, zu glauben, der eigene Freund würde ein Kapitalverbrechen, das an ihr vermeintlich begangen wurde, nicht um jeden Preis zur Anzeigen bringen wollen.

    Was den Fall mit der 15jährigen angeht: Da steht leider nichts von ihren Motiven, außer dass sie und der angebliche Täter alkoholisiert waren. Alkohol und alles rund um die Sexualität vertragen sich halt nicht. Der Fall kann einem Lust aufs Karneval feiern und überhaupt aufs Feiern verderben.

    Am besten macht man(n) nur noch einen ganz großen Bogen um DIESE Frauen. Da man aber nicht weiß, wer DIESE sind, und Falschbezichtigerinnen in der Minderheit unter allen Frauen sein müssen, kann man nur einen Bogen um alle machen, wenn man kein Risiko haben will.

    Und aufwendig Pick Up erlernen und anwenden ist im Endergebnis nichts weiter als die Grundsteinlegung zur Zerstörung des eigenen Lebens durch Scheidungskriege, Falschbezichtigungen usw. – das hat alles keinen Sinn mehr.

    Liebe kann auf einem Pulverfass nicht funktionieren.

    • Ach Matthias, das Problem an der ganzen Sachlage hat mal wieder zwei Seiten. Frauen die falsch beschuldigen und Männer, die Frauen alles glauben, nur weil sie zwei hübsche Brüste haben.

      Wieso kommt der bei Dir benannte Freund der angeblich Vergewaltigten überhaupt auf die Idee, sie könnte tatsächlich vergewaltigt worden sein? Es wäre doch tatsächlich logischer davon auszugehen, sie hätte ihn betrogen und belogen und wolle das jetzt vertuschen, weil auch sie nur ein Mensch ist und mit nur einem Schwanz im Bett nicht immer ganz glücklich ist.

      Aber nein: Sie stellt für ihn einen Engel dar, ein reines, unschuldiges Wesen, das ihn gar nicht mit reinem Gewissen belügen könnte. Und natürlich niemals betrügen, denn er ist ja der beste im Bett. Das hat sie ihm schließlich immer gesagt, nicht wahr?

      So dumm wie Männer in Bezug auf Frauen sind Frauen in Bezug auf Männer nicht. Oder anders interpretiert: So sehr lassen sich Frauen ihren Verstand nicht durch Liebe vernebeln.

      Man mag mich gefühlskalt nennen, aber wenn mir eine Frau berichtet, sie sei vergewaltigt worden, wäre ich erst einmal ungläubig. Da mögen Feministen von einer Vergewaltigungskultur reden, wie sie wollen: Das Verbrechen ist einfach zu selten als dass man von einem Vorfall im eigenen Umfeld ausgehen könnte.

      • @Adrian

        „Aber nein: Sie stellt für ihn einen Engel dar, ein reines, unschuldiges Wesen, das ihn gar nicht mit reinem Gewissen belügen könnte“

        Eine andere Dynamik wäre, dass er sagt „gut, wenn es tatsächlich so war, dann machen wir eine Anzeige!“ als Test, ob sie das durchzieht. Ihre Anzeige dient sozusagen als „Costly Signal“ dafür, dass es tatsächlich so war. Macht sie sie, dann glaubt er ihr eher. Macht sie sie nicht, dann ist er mißtrauischer.

        Quasi:

        „Also was nun: Enweder er war ein Schwein, das dich gegen deinen Willen gezwungen hat, dann gehört er bestraft oder er ist kein Schwein, weil es gar nicht so schlimm war und er dich nicht so stark gezwungen hat, dann hast du mich betrogen“

        (spieletheoretische ein „schlauer Zug“ des Partners, weil es üblicherweise tatsächlich eine zusätzliche Hemmschwelle ist und zudem jede Zuneigung zwischen den beiden zerstört, Gruppensolidarisch zu anderen Männern hingegen gefährlich, aber wir denken eben nicht gruppensolidarisch)

        • Und was, wenn sie aus Scham oder Angst nicht zur Anzeige gehen will? Gerade bei Opfern einer Vergewaltigung, sowohl männlichen, als auch weiblichen spielt Scham eine große Rolle, bei Männern sogar noch mehr, kann ich mir vorstellen. Wenn euer Kumpel, bzw. Adrian, dein fester Freund, zu euch kommt, und euch erzählt, er sei vergewaltigt worden, und verneint dann euren Vorschlag, zur Polizei zu gehen, bezweifelt ihr dann auch, was er sagt, oder habt ihr das für Frauen reserviert?

          • @Rex

            Kann es natürlich geben. Will ich gar nicht absprechen. Es kann Scham sein oder die Auffassung, dass sie es eh nicht beweisen kann.

            Aber dennoch kann es für ihn dann, wenn er Zweifel hat, dass es sich so abgespielt hat (und das sind eben die Fälle der Falschbeschuldigung) ein guter Test sein. Weil er so ihre Geschichte eben mit Kosten belegt. Er kann immer noch testen, wie sie sich dazu verhält.

            Spielt sie die Tat runter? Oder will sie nicht, dass alle es erfahren, weil es ihr peinlich ist? Das können ja durchaus Indizien sein.

        • @ Rex
          „Wenn euer Kumpel, bzw. Adrian, dein fester Freund, zu euch kommt, und euch erzählt, er sei vergewaltigt worden, und verneint dann euren Vorschlag, zur Polizei zu gehen, bezweifelt ihr dann auch, was er sagt, oder habt ihr das für Frauen reserviert?“

          Reden wir hier von einer Vergewaltigung durch einen Mann? Wenn ja, dann nenn mich chauvinistsich und sexistisch, aber ich sehe keine Grund, warum mein Freund mir gegenüber sowas erfinden sollte. Weil er fremd gegangen ist und sich schämt? Himmel, er ist ein Mann, ich bin ein Mann, wir erzählen uns gegenseitig, welche anderen Männer wir sexy finden und haben bereits über Dreier spekuliert – und außerdem sind Männer nun mal Männer.
          Einen solchen Verdacht reserviere ich dann in der Tat für Frauen.

          Dennoch: natürlich weiß ich, das es Scham gibt, aber eine grundsätzliche Weigerung zur Polizei zu gehen, würde mich schon skeptisch werden lassen.

        • @rex

          *Und was, wenn sie aus Scham oder Angst nicht zur Anzeige gehen will?*

          Dann wäre kein Unterschied mehr ermittelbar zwischen Realität und der Darstellung der Frau.

          Zugegeben, ein Ideal was viele Frauen anstreben, die perfekte Manipulation.

          *Gerade bei Opfern einer Vergewaltigung, sowohl männlichen, als auch weiblichen spielt Scham eine große Rolle, …*

          Offensichtlich aber selektiv.
          Es denen zu erzählen wo sich Frau einen Gewinn verspricht verhindert die Scham nicht, aber sich der Gefahr aussetzen dass die Lüge auffliegt oder über das Ziel hinausschießt macht zu viel Scham?

          *Wenn euer Kumpel, bzw. Adrian, dein fester Freund, zu euch kommt, und euch erzählt, er sei vergewaltigt worden, und verneint dann euren Vorschlag, zur Polizei zu gehen, bezweifelt ihr dann auch, was er sagt, oder habt ihr das für Frauen reserviert?*

          Dann ist es keine Vergewaltigung sondern eine persönliche Kränkung, ein verlorenes Machtspiel, für das sich das „Opfer“ mitverantwortlich fühlt und deswegen lieber schweigt.

          Frauen tun sich oft schwer das zu unterscheiden, deren Motiv hinter vielen Falschbeschuldigungen.

        • @Rex:

          »Und was, wenn sie aus Scham oder Angst nicht zur Anzeige gehen will? Gerade bei Opfern einer Vergewaltigung, sowohl männlichen, als auch weiblichen spielt Scham eine große Rolle …«

          Ich kann das mit dem Scham und der Angst natürlicherweise nicht nachvollziehen.
          Die Scham nicht weil ich ein männliches Mangelwesen bin.
          Die Angst nicht weil ich patriarchaler Herrscher und geborener Vergewaltiger bin.

          Ich hätte daher eine Gegenfrage, die du mir bitte beantworten könntest:
          Wenn frau so wenig Scham und so wenig Angst empfindet, dass sie falsch beschuldigen kann, warum sollte dann ich annehmen, dass sie so viel Scham und so viel Angst empfindet, dass sie nicht gerechtfertigt beschuldigen kann?

          »Wenn euer Kumpel, bzw. Adrian, dein fester Freund, zu euch kommt, und euch erzählt, er sei vergewaltigt worden …«

          … dann gehe ich mal zwanglos davon aus, dass ich fragen kann: „Und wie sieht der Typ aus?“ und mein Kumpel die Frage richtig verstehen und schmerzvoll grinsend antworten wird: „Die Anwendung von Gewalt wird beweifbar sein.“.

          »bezweifelt ihr dann auch, was er sagt, oder habt ihr das für Frauen reserviert?«

          Brauchst du darauf wirklich eine Antwort?

        • @Christian

          Wenn meine Frau zu mir kommt, sagt, sie sei vergewaltigt worden und ich antworte “gut, wenn es tatsächlich so war, dann machen wir eine Anzeige!” , was glaubst du was dann los ist?

          Ich glaube, Menschen in einer festen Beziehung können sich sowas nicht erlauben. Und genauso wird es auch bei dem Mann im Beispiel gewesen sein.

          • @El Mocho

            „Wenn meine Frau zu mir kommt, sagt, sie sei vergewaltigt worden und ich antworte “gut, wenn es tatsächlich so war, dann machen wir eine Anzeige!”, was glaubst du was dann los ist?“

            Dann sagst man eben „Das Schwein muss büßen! Wie kann er dir so etwas antun! Wir MÜSSEN ihn anzeigen!“

        • @ Bellator

          „dann gehe ich mal zwanglos davon aus, dass ich fragen kann: “Und wie sieht der Typ aus?” und mein Kumpel die Frage richtig verstehen und schmerzvoll grinsend antworten wird: “Die Anwendung von Gewalt wird beweifbar sein.”

          Interessanter Aspekt: Wie wird eigentlich mit einer Vergewaltigungs-Beschuldigung von einem Mann gegen einen Mann umgegangen? Oder kommt sowas nicht vor?

        • Auf „Bellator Eruditus'“ feindseliges Gemotze antworte ich lieber nicht.

          @Christian: natürlich. Wobei man als Laie, der nichts mit Psychologie am Hut hat und den/die Betroffene vielleicht auch nicht so gut kennt, einfach falsch liegen kann.

          @Adrian:

          Reden wir hier von einer Vergewaltigung durch einen Mann?

          Nehmen wir an, es handelt sich beim Täter um eine Frau. Ich habe schon öfter beobachtet, dass zuvor rein-Homosexuelle es sich nicht trauen, zuzugeben, dass sie auch auf das andere Geschlecht stehen, aus Angst, den Rückhalt der „Community“ zu verlieren. Ob das nun berechtigt ist oder nicht. Das wäre ja ein gutes Motiv, eine Vergewaltigung vorzutäuschen.

          @Borat:

          Dann ist es keine Vergewaltigung sondern eine persönliche Kränkung, ein verlorenes Machtspiel, für das sich das “Opfer” mitverantwortlich fühlt und deswegen lieber schweigt.

          Ich hoffe bei Gott, dass du weder Polizist, noch Psychiater bist. Schon mal davon gehört, dass der Täter/die Täterin sich auch z.B. in der Familie oder auf dem Arbeitsplatz befinden kann? In dem Fall will man nicht so ohne Weiteres eine Anzeige machen, auch wenn es nicht bloß ein „verlorenes Machtspiel“ oder eine „persönliche Kränkung“ ist.

          • @Rex

            „Wobei man als Laie, der nichts mit Psychologie am Hut hat und den/die Betroffene vielleicht auch nicht so gut kennt, einfach falsch liegen kann.“

            Was aber ist die Alternative? Man kann ja auch beim „ihr trauen“ falsch liegen.

            Ich denke die meisten Frauen werden umgekehrt ebenfalls sehr mißtrauisch sein, wenn auf einen Verdacht des Fremdgehens eine andere Handlung geschildert wird.

            Wir haben ja folgenden Ausgangsfall:

            Am nächsten Tag geriet die Angeklagte, die eine Lehre zur Restaurantfachfrau absolviert, ihrem Freund gegenüber in Erklärungsnot. Als dieser mit seinen Fragen nicht locker ließ, behauptete sie, der andere Mann hätte sie vergewaltigt.

            Sicherlich würde ein Mann nicht auf eine Vergewaltigung gehen als Ausrede. Aber etwaige andere Schilderungen von Männern in solchen Situationen werden wohl auch ohne weiteres geglaubt werden.

        • @rex

          *In dem Fall will man nicht so ohne Weiteres eine Anzeige machen, auch wenn es nicht bloß ein “verlorenes Machtspiel” oder eine “persönliche Kränkung” ist.*

          Warum nicht? Weil was zu verlieren wäre? Taktieren? Also doch ein Machtspiel?

        • @ Rex
          Vergewaltigung durch eine Frau? Hmmm, ich wäre neugierig, wie Sie das geschafft hätte und würde schon darauf wetten, dass es freiwillig war.

          „Das wäre ja ein gutes Motiv, eine Vergewaltigung vorzutäuschen.“

          Gewagte These. Halte mich für sexistisch, aber diesen Gedankengang, Vergewaltigung vortäuschen um peinlichen ONS zu vertuschen – das klingt nicht nach männlichem Verhalten.

          • @Adrian

            „Vergewaltigung vortäuschen um peinlichen ONS zu vertuschen – das klingt nicht nach männlichem Verhalten.“

            Es klingt halt auch gerade in der „Frau vergewaltigt Mann“-Konstellation eher unlogisch. ich hätte da auch meine erheblichen Zweifel.

            Ein Mann würde wohl eher den Vorfall an sich leugnen. Ist der erfolgsversprechendere Weg.

        • *Ein Mann würde wohl eher den Vorfall an sich leugnen. Ist der erfolgsversprechendere Weg.*

          Also ich würde es so machen:

          Du, Frau, ich hab eine gute und eine schlecht Nachricht.
          Ich hab fremdgefickt, aber ich bin wieder zurückgekommen.

          Meinst du wir können mal Anal versuchen?

          Mann muss doch noch täumen dürfen.

        • Warum nicht? Weil was zu verlieren wäre? Taktieren? Also doch ein Machtspiel?

          Dein Pessimismus und deine negative Grundhaltung sind wirklich bemerkenswert (nicht im positiven Sinne). Abgesehen davon drehst du mir das Wort im Mund um. Richtig: bei Vergewaltigung am Arbeitsplatz kann man den Job (und wenn es blöd hergeht vielleicht sogar die Existenz) verlieren, wenn die Tat nicht bewiesen werden kann. So gesehen ist es ein Machtspielchen von Seiten des Vergewaltigers/der Vergewaltigerin, der/die dem Opfer nicht nur sexuelle Gewalt antut, sondern es auch anderweitig im Griff hat. Du findest also, dass man das dann nicht mehr Vergewaltigung nennen kann, wenn sich ein Arbeitsgeber einem Angestellten gewaltsam aufdrängt, weil dieser ihn rauswerfen kann. Interessant.
          Und was den/die Täter/in in der Familie angeht: kannst du dir vorstellen, dass jemand seinen Vergewaltiger (m/w) trotzdem liebt (oder es sich zumindest einbildet) und schützen will? Nein, du vielleicht nicht. Aber ob du’s glaubst oder nicht, das gibt es durchaus.

          @Christian:
          Wenn sich der Vorfall nicht leugnen lässt?
          Abgesehen davon verwundert es mich schon schwer, dass gerade ihr als Maskulisten Frauen als mögliche Vergewaltiger einfach auszuklammern scheint. Natürlich haben sie es schwerer. Aber eine große, kräftige Frau hat immer noch Chancen gegen einen kleinen, schmächtigen Mann (und wie wir alle sicher wissen, Erektionen passieren und sind nicht unbedingt ein Zeichen sexueller Erregung), und es gibt auch immer noch KO-Tropfen oder „too drunk to consent“.

          • @Christian

            „Wenn sich der Vorfall nicht leugnen lässt?“

            Würdest du denn einem Partner eine Vergewaltigung glauben?

            „Abgesehen davon verwundert es mich schon schwer, dass gerade ihr als Maskulisten Frauen als mögliche Vergewaltiger einfach auszuklammern scheint.“

            Ich will es nicht vollkommen ausschließen, dass es so etwas gibt. Aber es sind schon enorme Einzelfälle. Ich halte es daher für realistisch, da skeptisch zu sein. Zudem bin ich ja sozusagen „Differenz-Maskulist“(wenn auch nur Differenz im Schnitt).

            „Natürlich haben sie es schwerer. Aber eine große, kräftige Frau hat immer noch Chancen gegen einen kleinen, schmächtigen Mann (und wie wir alle sicher wissen, Erektionen passieren und sind nicht unbedingt ein Zeichen sexueller Erregung), und es gibt auch immer noch KO-Tropfen oder “too drunk to consent”.“

            Wenn die verdächtige Frau denn eine große, kräftige Frau ist und er klein und schmächtig. Sie müsste zudem sehr dominant rüberkommen und auch dann würde sich noch fragen, warum sie ausgerechnet ihn vergewaltigen wollte. KO-Tropfen und „Too drunk to consent“ gibt es sicherlich. Hinterlassen beim Mann aber das Problem des steifen Penis. Da fehlen mir jetzt die Grundlagen.

        • @ rex

          Da Dir die weibliche Macht, Männer körperlich zu vergewaltigen, offensichtlich sehr wichtig ist (emotionale Vergewaltigung reicht offenbar nicht), möchte ich Dir noch die Möglichkeit der Benutzung eines strap on´s ans Herz legen. 😉

        • Nachtrag: aber solche Unterstellungen will und muss ich mir nicht gefallen lassen. Ich möchte wissen, wie reagiert würde, wenn ich einem x-beliebigen männlichen Kommentator den Wunsch, eine Frau zu vergewaltigen, unterstellen würde.

          Mir reicht hier. Wenn ich hier derartig ekelhaft von der Seite angelabert werde, dann interessiert mich die Diskussion nicht mehr.

          • @Rex

            Ich verstehe den Kommentar so, dass es nicht um den Wunsch geht, dass du vergewaltigst, sondern den Wunsch, festgestellt zu haben, dass Frauen vergewaltigen können und den Hinweis, dass du da StrapOns als Argument verwenden könntest. Es wäre in der Tat die „einfacherer Vergewaltigung“, weil es keinen steifen Penis erfordert.

        • @Rex:

          »Auf “Bellator Eruditus’” feindseliges Gemotze antworte ich lieber nicht.«

          Damit machst du es dir in dreierlei Hinsicht zu einfach:

          1. Gemotze
          Ich habe nicht gemotzt, sondern eine Frage gestellt. Die Frage war: Wie passt zusammen, dass Scham und Angst NICHT ausreichen um fasche Beschuldigungen zu verhindern, aber ausreichen gerechtfertigte Beschuldigungen zu verhindern?

          Wenn du nicht wenigstens versuchst die Frage zu beantworten, wird das notwendig so interpretiert werden, dass diese Angst-und-Scham-Geschichte frei erfunden ist. Worauf ich natürlich spekuliere.

          2. Feindselig
          Das ist zwar sachlich korrekt, sollte es dir aber doch gerade deswegen leicht machen, mich argumentativ zu widerlegen.

          Wenn du dir das trotz dieser offenen Flanke nicht zutraust, zeigt das nur, dass du von deinen Pseudo-Argumenten ebensoviel hälst wie ich.

          3. Nicht antworten
          Wie gut oder schlecht das Verfahren funktioniert, kannst bei Grinch oder Wundermädchen erfragen.

        • @rex

          *…wenn die Tat nicht bewiesen werden kann.*

          Was ist eine Vergewaltigung, die keine eindeutigen Spuren hinterlässt und nicht bewiesen werden kann? Mobbing?
          Also das wo Frauen besonders gut drin sein sollen?
          Es ist eine erzählte V, mit Worten, es ist eben doch ein Machtspiel.
          Hier muss sich die Frau nicht zum Opfer eines bösen Arbeitgebers machen der sich aufdrängt, obwohl Frauen sich so gerne zum Opfer machen.

          Die Frau weiss meist nur zu genau welcher Situation sie sich aussetzen wird, es gibt eine „Opfer-Täter Dynamik“.

          Vor allem bei dem allgemeinen Klischee des potentiellen Vergewaltigers, des bösen die Schwächen seiner Untergebenen ausnutzenden Arbeitgebers.
          Die allgegenwärtige Alarmierung davor, der #Aufschrei.
          Da muss man es doch schon als Dummheit bezeichnen wenn eine Frau hier sich so einer Situation ausliefert und diese nicht absehen kann.

          Es gibt „böse Arbeitgeber“, heute aber stark dominierend in der allgemeinen Darstellung.

          So ein bedrängender, potentiell vergewaltigender Arbeitgeber hätte es nicht leicht Arbeitnehmer zu finden, denke ich. Er müsste wohl mit hoffnungslosen Fällen von Arbeitsämtern, aus offenem Vollzug, offener Psychiatrie u.ä. rekrutieren, hier käme zusammen was zusammen gehört.

          Dieses schon zwanghafte sich als Opfer darstellen wollen scheint vielen Frauen nicht austreibbar.

          Andersrum ist es wohl meist so dass die Frauen in einem Unternehmen um die Gunst des Chefs buhlen und oft eine Grenzübertetung wagen und mit dem Chef eine Affähre oder Beziehung beginnen. Natürlich können sie das komplett aus der Opferperspektive schildern und keiner würde Widerspruch wagen.

          Und das Opfer einer Falschbeschuldigung?
          Das hat wohl eindeutig die schlechtere Lage.

          * dass jemand seinen Vergewaltiger (m/w) trotzdem liebt (oder es sich zumindest einbildet) und schützen will?*

          Klar, das passiert doch z.B. bei Entführungen.
          Und wieder: Eine Beziehungstat, eine Kränkung, ein Machtspiel oder eine vermeintliche Machtübertretung.

          @ratloser

          *Dir noch die Möglichkeit der Benutzung eines strap on´s ans Herz legen.*

          Meine Erfahrung sagt mir dass der gekonnte Umgang damit nur den wenigsten Frauen liegt.
          Es ist eben doch ein Unterschied zwischen dem Klischee das viele Frauen von einem Mann haben und einem richtigen Mann.

          • @Borat

            „Was ist eine Vergewaltigung, die keine eindeutigen Spuren hinterlässt und nicht bewiesen werden kann? “

            Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung. Das man sie nicht beweisen kann ändert daran nichts für die Personen, die aus eigener Erfahrung wissen, wie es war.

        • @B.E.’s
          „Die Frage war: Wie passt zusammen, dass Scham und Angst NICHT ausreichen um fasche Beschuldigungen zu verhindern, aber ausreichen gerechtfertigte Beschuldigungen zu verhindern?“

          Naja, die Frage enthält aber einen logischen Fehler. Sie unterstellt, dass es sich um die gleiche Person handelt bzw. behauptet eine umfassende Gleichartigkeit. Warum soll es nicht bei Person A keinerlei Hemmungen bei einer Falschbeschuldigung geben und bei B Scham und Angst nach einer Vergewaltigung, die eine Anzeige verhindern?

          Der Punkt ist doch: Jede Seite, Männer wie Frauen, stehen vor einem quasi statistischen Problem. Sie wissen, dass es generell in der Klasse der Männer/Frauen auch Kriminelle gibt (woraus Falschbeschuldigung und Vergewaltigung erwachsen können). Sie wissen oder vermuten zugleich, dass das aber nicht für alle zutrifft.

          Und nun haben sie das Problem, im Vorfeld zu entscheiden, von wem man möglichst frühzeitig die Finger (und mehr) lässt.

        • @christian

          *Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung.*

          Also ist eine Vergewaltigung ein Freibrief sich als Opfer zu Fühlen und Wiedergutmachung zu fordern?

          Schließlich ist es dann ausschließlich durch die Erklärung des vermeintlichen Opfers eine Vergewaltigung, diese ist nicht objektivier- und beweisbar.

          Gestünde man dieses Recht auch Männern zu (auch in der Rechtspraxis, natürlich), würden viele Männer bei Forderungen wegen Kindesunterhalt behaupten es wurde gegen ihren Willen gezeugt.

          Ausserdem denke ich dass die nicht beweisbare Grauzone mit fortschreitender Technik und Beweissicherung zu einer Weißzone (keine Vergewaltigung) wird.

          • @borat

            Wenn jemand vergewaltigt wurde, dann kann er sich natürlich als Opfer fühlen und Wiedergutmachung fordern. Kann er es nicht beweisen, dann wird diese Forderung aber nicht durchsetzbar sein.

            Ob jemand vergewaltigt wurde oder nicht ist ja nicht davon abhängig, ob er es beweisen kann.

            Es ist eine objektive Tatsache, unabhängig von der Beweisbarkeit. Der Beweis konstruiert ja nicht die Tat.

        • @Christians „Es ist eine objektive Tatsache, unabhängig von der Beweisbarkeit. Der Beweis konstruiert ja nicht die Tat.“

          Ja, einerseits ist das richtig. Aber der Beweis konstituiert die Intersubjektivität der Tatsache. Ohne Beweis gibt es nur zwei Menschen, die wissen, ob und wie dieses Ereignis stattgefunden hat oder nicht. Der Rest kann nur vermuten, glauben oder sonst was tun. Für den Rest ist es deshalb solange keine objektive Tatsache – wie sollte es auch?

          • @Seitenblick

            „Aber der Beweis konstituiert die Intersubjektivität der Tatsache“

            Klar. Aber muss sich jemand, der weiß, wie es war, diese Intersubjektivivät anrechnen lassen? Wenn jemand weiß, dass er vergewaltigt wurde oder jemand weiß, dass er nicht vergewaltigt hat, dann kann er sich natürlich aufregen und seine Meinung sagen und fühlt sich zurecht als Opfer.

            Er muss gleichzeitig für die Einschätzung der darauf folgenden Reaktion anderer einkalkulieren, dass diese dieses Wissen nicht haben. Und das er entweder als Lügner oder Vergewaltiger darsteht und deswegen auch seine Äußerungen in einem entsprechenden Licht gesehen werden.

        • „Aber muss sich jemand, der weiß, wie es war, diese Intersubjektivivät anrechnen lassen?“

          Nein, natürlich nicht. Für den- oder diejenige ist ja klar, was passiert ist.
          Aber für die Verarbeitung eines solchen Ereignisses ist es in der Regel hilfreich, wenn es eine intersubjektive Anerkennung des Geschehens gibt.

          Du beschreibst es ja selber: „Er muss gleichzeitig für die Einschätzung der darauf folgenden Reaktion anderer einkalkulieren … das er entweder als Lügner oder Vergewaltiger darsteht“. Ja, derartige Kalkulationen sind dann nötig – und eine zusätzliche Belastung.

          • @Seitenblick

            Ich glaube wir sind uns eigentlich einig.

            Ich wollte auch nur darauf hinaus, dass der Satz „Also ist eine Vergewaltigung ein Freibrief sich als Opfer zu Fühlen und Wiedergutmachung zu fordern?“ von Borat diese Trennung nicht berücksichtigt. Eine Vergewaltigung, die Objektiv besteht (auch wenn man das nicht beweisen kann) gibt einem (persönlich) natürlich das Recht sich als Opfer zu fühlen und eine Wiedergutmachung zu fordern. Man wird sie nur nicht bekommen, wenn man es nicht beweisen kann und muss sich wenn die Lage subjektiv unklar ist oder die Fakten sogar gegen einen sprechen, auch überlegen, ob es schlau ist, dies zu vehement zu vertreten.

        • @Seitenblick:

          »Naja, die Frage enthält aber einen logischen Fehler. Sie unterstellt, dass es sich um die gleiche Person handelt bzw. behauptet eine umfassende Gleichartigkeit.«

          Richtig. Ich unterstelle eine umfassende Gleichartigkeit. Vulgo: Kennste eine, kennste alle.

          Und das ist kein logischer Fehler, denn die Annahme des Gegenteils führt zu dem logischen Problem, dass die Vergewaltiger sich die Schamhaften und Angstvollen als Opfer aussuchen müssten. Tatsächlich wählen Vergewaltiger je nach Kategorie ihre Opfer entweder nach physischen Kriterien (Ähnlichkeit zu einer anderen Frau) oder nach sozialem Stand (eher höhergestellte Frau um sie erniedrigen zu können).

          Klassischer Beweis durch Widerspruch.

        • @ Adrian

          *Reden wir hier von einer Vergewaltigung durch einen Mann? Wenn ja, dann nenn mich chauvinistsich und sexistisch, aber ich sehe keine Grund, warum mein Freund mir gegenüber sowas erfinden sollte. Weil er fremd gegangen ist und sich schämt? Himmel, er ist ein Mann, ich bin ein Mann, wir erzählen uns gegenseitig, welche anderen Männer wir sexy finden und haben bereits über Dreier spekuliert – und außerdem sind Männer nun mal Männer.
          Einen solchen Verdacht reserviere ich dann in der Tat für Frauen.*

          Dein Freund kann ja auch nicht schwanger werden von einer Affäre.

          So entfällt schon einmal ein Hauptmotiv einer Falschbeschuldigung (Verdeckung eines Seitensprunges) und eines Motivs für Eifersucht (Angst des Mannes, ein Kuckuckskind aufzuziehen).

          Hier ein klassischer Fall:

          Er Soldat (USA, gut, kann man sagen, selber schuld, verteidigt ja schließlich freiwillig den feministisch-femizentrischen Saustall, trifft aber eben oft junge Männer, die nur noch als Kanonenfutter für diesen Saustall interessant sind, anderweitig kaum noch ihren Lebensunterhalt verdienen können), sie 19, Verkäuferin.

          Er wird in den Irak und nach Afghanistan geschickt, sie, seine Verlobte vögelt derweil mit einem halben Dutzend Männern.

          Er kommt zurück, sie schlafen miteinander – nach 14 Tagen ist sie schwanger, er der Vater (glaubt er) – es wird geheiratet.

          Nach 5 Jahren erfährt er, dass er nicht der Vater ist.

          Er stellt sie zur Rede – erste Verteidigungslinie: „Ich bin vergewaltigt worden!“

          Anstatt sich stolz und frei als Schlampe zu bekennen und den nächsten Schlampenmarsch in der Nachbarschaft anzuführen.

          Übrigens, der Papa darf zahlen, dazu wurde er gerade verurteilt.

          Nach Strich und Faden betrogen und darf zahlen für ein Kind, dass ihm seine Schlampe untergejubelt hat.

          Da weiß er doch, welche Ordnung er verteidigt.

          Schön auch der Kommentar der Schwiegermutter, die die Schlampe erzogen hat, die ihr geraten hat, doch den Soldaten unter ihren Beischläfern zum glücklichen Papa zu machen:

          *After she had read the result I asked her to tell me the truth. She then began telling me that while I was in Iraq she had been raped. I told her that I did not believe her and to start telling me the truth for [Child’s name – Redacted] sake. I asked her how many men she had slept with while I was on deployment. When she did not answer at first I asked her if it had been more than 2 men and she nodded her head indicating “yes.” I asked her if it was more than 5 and again she nodded her head indicating “yes.” I asked if it was more than 7 men she had slept with. This time she screamed at me that she did not know how many. After she calmed down she told me that in March 2005 [a month before his return] she discovered she was pregnant and told her mother. She said that her mother told her that military spouse benefits were excellent and she should remember that she did not have insurance coverage for the hospital bills.

          When they came into the waiting room [Child’s name—Redacted] came over to me and was talking to me when Crystal’s mother came and grabbed him and pulled him away telling him not to talk to me because I was a stranger now. She also began calling me names. I asked her to please stop cursing at me before the child. This made her really angry and she looked right in my eyes and told me that I should have died in Iraq like I was supposed to do. *

          Und für dieses Pack soll er kämpfen.

          Quelle:

          http://rhinoden.rangerup.com/the-curious-case-of-staff-sergeant-parsons/?utm_medium=referral&utm_source=pulsenews

        • @ B.A.“Richtig. Ich unterstelle eine umfassende Gleichartigkeit. Vulgo: Kennste eine, kennste alle.“

          Zum Glück kann ich das nicht bestätigen. Schon rein empirisch. Es gibt enorme Unterschiede, übrigens ebenso wie zwischen Männern.

          Aber abgesehen von meiner Empirie: Auch der „Beweis durch Widerspruch“ trägt nicht die Beweislast für die behauptete umfassende Gleichartigkeit.

          Spielen wir’s mal durch:
          Die zu beweisende Ausgangsthese ist „die Frauen sind alle gleich und ausnahmslos völlig skrupellos zu Falschbeschuldigungen in der Lage.“ Richtig?

          Jetzt kommt die Annahme des Gegenteils, die zu einem logischen Widerspruch führen soll.
          Das Gegenteil wäre „diese Gruppe ist nicht so homogen, dass alle …“

          Die Widerlegung des Gegenteils soll nun d.E. dadurch entstehen, dass Vergewaltiger ihre Opfer nicht nach Angst und Scham aussuchen, sondern nach anderen Kriterien.

          Das ist aber keine Widerlegung, im Hintergrund steht ein Zirkelschluss. Die Auswahlkriterien eines Vergewaltigers können willkürlich sein, durch Unwissenheit über das Opfer entstehen oder einfach reizgesteuert ablaufen. Als wäre so eine Gestalt dazu in der Lage, vorher eine Abschätzung über Angst und Scham des Gegenübers vorzunehmen.
          Nein, das stellt keinen Beweis für die These der kompletten Homogenität dar.

          Da ich auch mal in eine Falschbeschuldigungssituation geriet (bei der es zum Glück nicht so weit kam wie bei Dir) kann ich allerdings gut nachvollziehen, dass man nach so einer Sache in einer ganz großen Versuchung ist, diese Gleichartigkeit zu behaupten.

          Aber ich vertrete inzwischen eine andere Gleichartigkeitsthese: Das Arschloch- und Kriminaltitätsgen ist geschlechtsübergreifend verbreitet.

          Aber natürlich: Wenn Falschbeschuldigungen nicht strafrechtlich hart angegangen werden, werden sie als Lappalien aufgefasst und verbreiten sich. Das ist fatal.

        • @christian

          *Eine Vergewaltigung, die Objektiv besteht (auch wenn man das nicht beweisen kann) gibt einem (persönlich) natürlich das Recht sich als Opfer zu fühlen und eine Wiedergutmachung zu fordern. Man wird sie nur nicht bekommen, wenn man es nicht beweisen kann *

          Nun, Kachelmann hat wohl ganz schön gelitten.

          Ich denke hier hat das vermeintliche Opfer zu viel ungerechtfertigte „Wiedergutmachung“ bekommen oder zu viel ungerechtfertigten Schaden angerichtet, wie auch immer man es ansieht.

          Genau das ist das Problem, die subjektive Behauptung einer Vergewaltigung ist meist schon „Wiedergutmachung“ und Schaden zu gleich, ohne standhafte Beweise, deswegen ist auch die Drohung ein starkes Manipulationswerkzeug.

          Ich denke Simone D. geht es jetzt auch nicht so gut.
          Ich würde auch sagen sie wurde wohl nicht von Kachelmann „vergewaltigt“ sondern auf jeden Fall von profilierungswütigen Polizisten, Staatsanwälten und Richtern.

          • @Borat

            „Ich denke hier hat das vermeintliche Opfer zu viel ungerechtfertigte “Wiedergutmachung” bekommen oder zu viel ungerechtfertigten Schaden angerichtet, wie auch immer man es ansieht.“

            Du verstehst aber schon die von mir angesprochene Trennung oder? Wenn sie selbst weiß, dass sie nicht vergewaltigt wurde, dann steht ihr natürlich auch vor ihr selbst keine Opferposition zu. Die Bewertung anderer ist es eine andere Sache.

        • @ Roslin
          „Dein Freund kann ja auch nicht schwanger werden von einer Affäre.“

          Dass kann eine Frau auch nicht, wenn sie verhütet.

          Aber sei es drum, diese Geschichte bestätigt wunderbar die Naivität von Männern, was Frauen angeht. Er geht in den Krieg und glaubt, seine Freundin sitzt zu Hause und wartet auf ihn.

          Und dann heiratet er sie auch noch, beraubt sich so aller Rechte. Eigentlich kann er einem leid tun, aber trotzdem: Boing!

          Konklusio: Macht endlich Vaterschaftstest nach einer Geburt obligatorisch.

        • @ Ratloser

          *Aber ich vertrete inzwischen eine andere Gleichartigkeitsthese: Das Arschloch- und Kriminaltitätsgen ist geschlechtsübergreifend verbreitet.*

          Richtig.

          Und das Arschlochgen sorgt für opportunistisches Verhalten, geht, um sich optimal fortzupflanzen, den Weg des geringsten Widerstandes.

          Wo unter Berücksichtigung der gegebenen Umweltbedingungen und Voraussetzungen der größte Gewinn mit dem geringsten Aufwand und Risiko zu erwarten ist, dorthin lenkt es seinen Träger.

          In einer Gesellschaft, in der weibliche Arschlöcher als empauert gelobt werden, als sich selbst verwirklichende Pauerwummen und fast nur noch männliche Arschlöcher als solche bezeichnet, geächtet und bestraft werden, darf man sich nicht wundern, dass weibliche Arschlöcher blühen wie Schimmmelpilz in feuchten, muffigen, schlecht gelüfteten Kabuffs.

          Die feministisch-femizentrische Gesellschaft schafft ihnen ideale Lebensbedingungen und so drängen sie allenthalben an’s Licht.

          Hat aber auch heilsame Wirkungen: Die positiven Vorurteile gegenüber Frauen, die wir aus patriarchaleren Zeiten noch mit uns herumschleppen, werden sukzessive abgebaut, auch wenn die feministisch-femizentrische Propagandamaschine noch so heftig dagegen anschreibt und textet.

          Kein #Aufschrei wird diesen Ernüchterungsprozess aufhalten.

          Es ist nur eine Frage der Zeit.

          • @Roslin

            „und fast nur noch männliche Arschlöcher als solche bezeichnet, geächtet und bestraft werden“

            Ob sie das tatsächlich werden ist ja eine andere Frage. Viele männliche Arschlöcher sind sehr erfolgreich, sowohl beruflich als auch mit Frauen. Und wie groß der Teil der Frauen ist, der sich tatsächlich arschlöchig verhält im Verhältnis zum Gesamtanteil der Frauen wäre auch eine Frage. Die meisten Frauen sind ja nun mal weder radikale Feministinnen noch Falschbeschuldigerinnen.

        • @Borat

          „Offensichtlich aber selektiv.
          Es denen zu erzählen wo sich Frau einen Gewinn verspricht verhindert die Scham nicht, aber sich der Gefahr aussetzen dass die Lüge auffliegt oder über das Ziel hinausschießt macht zu viel Scham?“

          Naja, es ist aber schon ein Unterschied, etwas seinem Partner zu erzählen oder es in der Öffentlichkeit zu wiederholen. Aber wenn halt schon der Verdacht eines Seitensprunges besteht, ist die Bitte um eine Anzeige -wie Christian bereits erwähnt hat- eben doch ein guter Test, um den Wahrheitsgehalt einer solchen Aussage zu prüfen.

        • @ Christian

          *Viele männliche Arschlöcher sind sehr erfolgreich, sowohl beruflich als auch mit Frauen.*

          Das ist ja nicht der Punkt.

          Natürlich gibt es nach wie vor männliche Arschlöcher, die erfolgreich sind.

          Aber wie werden sie bewertet in den Medien, von der (ver-)öffentlichten Meinung?

          Männlicher Erfolg ist ja per se schon verdächtig, kann eigentlich nur durch Betrug, Frauenausbeutung und patriarchales Privileg entstanden sein.

          So dient das erfogreiche männliche Arschloch bestenfalls als Beleg dieser These, ist die Spitze des Eisberges, die Bestätigung der für wahr gehaltenen Regel.

          Das weibliche Arschloch, so es denn als solches überhaupt erkannt und benannt wird, ist die große Ausnahme, die Abweichung von der Regel und überhaupt eigentlich Opfer, nicht wirklich verantwortlich für sein Arschlochsein.

          Und wessen Opfer ist es?

          Na, Opfer des Patriarchates, der korrupten, korrumpierenden Kultur der weißen heterosexuellen Männer, die die wesensmäßig guten Frauen korrumpiert hat, also OPFA der männlichen Arschlöcher.

        • @christian

          *Du verstehst aber schon die von mir angesprochene Trennung oder? Wenn sie selbst weiß, dass sie nicht vergewaltigt wurde, dann steht ihr natürlich auch vor ihr selbst keine Opferposition zu. Die Bewertung anderer ist es eine andere Sache.*

          Wie kann man subjektives „Wissen“ nachvollziehen?

          Ob Jemand Vergewaltigt wurde ist eine subjektive Wertung auf sehr vielen subjektiven Sinneseindrücken basierend, eine erhebliche kognitive Leistung.
          Zumal Wissen also Erfahrungen zum größten Teil unbewusst ist und dem Bewusstsein schwerst zugänglich.

          Das Gehirn ist eine Plausibilitäts-, Assoziations-, Kognitions-, Wertungs- und Entscheidungsmaschine.

          Es kann sich täuschen. Im Dunkeln sieht man nicht immer unbedingt ob es eine Katze oder ein Fuchs ist.

          Anhand dem Kontext und anhand persönlicher Motive, wozu auch die Behauptung der Position in der Gemeinschaft gehört steuert das Gehirn unser Verhalten, Wertet, Entscheidet und Kommuniziert.

          Wenn jemand Katzen hasst dann hat er vielleicht im Dunkeln eine Katze gesehen wegen der er einen Unfall gebaut hat, obwohl es tatsächlich ein Fuchs war.

          Was ich damit sagen will ist: Die subjektive Wertung, das Festlegen auf ein Symbol, die Vereinfachung eines Wusts an Sinneseindrücken ist unscharf, Fehlern und subjektiven Motiven unterworfen. Und das passiert zum größten Teil unbewusst.

          So kann sich eine Frau ganz sicher sein, reinsteigern, sie wurde Vergewaltigt, obwohl es sie eigentlich in eine sehr unangenehme Situation geraten ist, warum auch immer, für die sie eine Erklärung, eine Wertung braucht.

          Stichworte „Autosuggestion“, „induzierte Erinnerungen“.

          Dass hier Frauen die eine falsche Beschuldigung machen sich dessen total Bewusst sind, sich heimlich diebisch über den Schaden den sie Angerichtet haben freuen muss nicht sein, die subjektive Wertung ob es eine Vergewaltigung ist kann großteils unbewusst passieren und ist es auch meist.

          Genau deswegen ist eine Befragung und Beweisaufnahme für Frauen oft so unangenehm, es werden Dinge bewusst die die Frau verdrängt und abgespalten hat, die sie in Rechtfertigungsnot bringen könnten, die sie an die unangenehme Situation erinnern könnten die aber alles mögliche sein kann, mehr oder weniger, natürlich.

          So kann in uneindeutigen Fällen, was wohl die meisten sind, nicht viel auf die subjektive Wertung des vermeintlichen Opfers gegeben werden.

          Die selbstgegebene Opferposition soll aber Aufmerksamkeit und Macht geben? Das Opfer ermächtigen? Zumindest um einen Partner, Freund oder Bekannten zu beeinflussen?

          Das ist wie gesagt heikel wenn eine Beschuldigung erheblichen Schaden erzeugen kann oder zumindest Andere deutlich manipulieren kann, da Macht und Aufmerksamkeit menschliche Motive sind und unser Verhalten großteils unbewusst vom Gehirn gesteuert wird um diese Motive zu erreichen.

        • @Seitenblick:

          Wir sollten zwei Dinge nicht durcheinander bringen. Zuerst ging es um die Nichtanzeige wegen Scham und Angst.

          »Das ist aber keine Widerlegung, im Hintergrund steht ein Zirkelschluss. Die Auswahlkriterien eines Vergewaltigers können willkürlich sein, durch Unwissenheit über das Opfer entstehen oder einfach reizgesteuert ablaufen.«

          Pardon, aber die Auswahlkriterien von Vergewaltigern sind nicht willkürlich. Bitte google mal nach „profile of a rapist“ oder falls dich das Thema wirklich interessiert, lese „Practical Aspects of Rape Investigation“, ISBN 978-1420065046. Es gibt vier klar abgegrenzte Klassen von Vergewaltigern und keine dieser Klassen steht bevorzugt auf die kleine, schüchterne, ängstliche Maus. Die macht solchen Typen keinen Spaß. Die wollen starke Frauen unterwerfen, kleine Mädchen erschrecken ist für diese Type keine Befriedigung.

          Also kann man großzügig davon ausgehen, das die Nichtanzeige einer Vergewaltigung wegen Scham und Angst ein Erfindung interessierter Kreise ist um die „unglaublich niedrige“ Anzeigequote (trotz einer Fantastilliarde Opfer) zu erklären.

          »Nein, das stellt keinen Beweis für die These der kompletten Homogenität dar.«

          Die Homogenität des weiblichen Homo Sapiens ergibt aus evolutionsbiologischen Überlegungen. Unter natürlichen Bedingungen ist eine evolutionär erfolgreiche weibliche Homo Sapiens praktisch ihr gesamtes geschlechtsreifes Leben schwanger oder stillend. Eine evolutionär erfolgreicher männlicher Homo Sapiens ist praktisch sein gesamtes geschlechtsreifes Leben damit beschäftigt Frauen anzugraben, Frauen und Kindern proteinreiche Nahrung zu beschaffen und zu verhindern, dass seine Frauen und Kinder proteinreiche Nahrung werden.

          Eine einheitliche evolutionäre Aufgabe, die genau eine Möglichkeit der erfolgreichen Durchführung hat auf der einen Seite.

          Mehrere, zumindest in der Priorität widerstreitende Aufgaben, die jeweils mehrere Möglichkeiten der erfolgreichen Durchführung bieten, auf der anderen Seite.

          Selbstverständlich müssen Frauen zwangsläufig sehr viel homogener sein als Männer.
          Und wenn es auch selbstverständlich keine „absolute“ Homogenität gibt, so sind die Unterschiede doch hinlänglich gering: Die eine bringt es nicht und die nächste auch nicht.

          »… nachvollziehen, dass man nach so einer Sache in einer ganz großen Versuchung ist, diese Gleichartigkeit zu behaupten.«

          Das klingt ein bisschen wie ich mir einen Therapeuten vorstelle.
          Fakt ist aber, dass ein Mann diese Gleichartigkeit erkennen kann bzw. sich eingestehen kann wenn er sich nicht mehr die tägliche Bettelei um Sex schönreden muss.

          Das ich mir gegenüber diese Gleichartigkeit realisieren kann, hängt mit „meiner“ Falschbeschuldigung nur indirekt zusammen. Ich habe nämlich in der Folge meinen Vertrag mit den Mädels auf Call-by-Call umgestellt und habe seither Sex wann immer ICH will.
          Ich muss mir keine Frau mehr als Hechtin im Karpfinnenteich schönlügen.

        • @B.A.
          „Wir sollten zwei Dinge nicht durcheinander bringen.“
          Da bin ich ein großer Freund von ;-).

          „Zuerst ging es um die Nichtanzeige wegen Scham und Angst.“

          Na, die These war schon etwas differenzierter. Schließlich kommen wir vom Thema Falschanzeige her. Ich zitiere noch mal:
          „Die Frage war: Wie passt zusammen, dass Scham und Angst NICHT ausreichen um fasche Beschuldigungen zu verhindern [hier geht es also um Falschbeschuldigungen], aber ausreichen gerechtfertigte Beschuldigungen zu verhindern?“

          Also: Über die Tatsache, dass es Falschbeschuldigungen gibt, sollte bestritten werden, dass es unterlassene Anzeigen durch Scham und Angst geben kann. Das habe ich richtig verstanden, ja?
          Dass bei der folgenden Argumentation eine Homogenität der Gruppe unterstellt wird, wurde zugegeben.
          („Richtig. Ich unterstelle eine umfassende Gleichartigkeit. Vulgo: Kennste eine, kennste alle.”)

          Kommen wir zum nächsten Schritt. Der Nachweis, dass Scham und Angst bei Frauen prinzipiell nicht als bremsende Faktoren wirken können – weder bei gerechtfertigten, noch bei ungerechtfertigten Anzeigen- , sollte über die Auswahlkriterien von Vergewaltigern laufen. Die würden gerade nicht ängstliche Frauen auswählen, weshalb Angst nicht auftreten kann.

          Hach, alleine hier liegt doch schon ein riesiger Haken: Menschliches Verhalten und Erleben ist nicht nur prinzipiell kontextabhängig. Es ist auch variabel.
          Nehmen wir mal an, dass ein Vergewaltiger ein so guter (instinktiver) Persönlichkeitsdiagnostiker ist, dass er zutreffend unterscheiden kann, ob er es tatsächlich mit einer angstfreien Person zu tun hat oder mit einer Als-ob-Persönlichkeit, die die relative Angstfreiheit sich und anderen nur vortäuscht.

          Dann folgt daraus aber in keinster Weise, dass diese Eigenschaften auch danach unverändert vorhanden sind. Veränderungen von Persönlichkeitsstrukturen durch Ereignisse sind nicht spekulativ, sondern nachgewiesen.

          Somit hätte man selbst im großzügigsten Fall maximal diese Eigenschaften für einen bestimmten Zeitpunkt bewiesen. Mehr aber auch nicht!

          Und für die Homogenitätsthese reicht es prinzipiell nicht aus zu sagen „Die Homogenität des weiblichen Homo Sapiens ergibt aus evolutionsbiologischen Überlegungen.“
          Denn damit wird nur deduziert und nicht empirisch hergeleitet bzw. abgesichert. Man muss erst mal nachweisen, welche Eigenschaften Gemeingut sind (die gehören dann zur Homogenität) und welche individuell schwanken. Angesichts der Variabilität menschlichen Verhaltens wünsche ich dabei viel Spaß.

          Also: Die conclusio halte ich nach wie vor nicht für überzeugend.

        • @BE
          „Also kann man großzügig davon ausgehen, das die Nichtanzeige einer Vergewaltigung wegen Scham und Angst ein Erfindung interessierter Kreise ist um die “unglaublich niedrige” Anzeigequote (trotz einer Fantastilliarde Opfer) zu erklären.“

          Das stimmt, irgendwie müssen enorm hohe Dunkelzifferschätzungen ja begründet werden. Ich würde trotzdem seitenblicks Argumenten zustimmen – es ist ja absolut vorstellbar, dass eine Frau, die Opfer einer Vergewaltigung wurde, deshalb Scham empfindet (Scham zu empfinden ist nun einmal eine mögliche Reaktion auf die Erfahrung von Gewalt), hingegen eine Frau, die einen Mann falsch beschuldigt, nicht.

          Man kann einfach nicht von der Menge der nicht angezeigten realen Fälle auf die Menge der Falschbeschuldigungen schließen, und umgekehrt – das ist keine Frage von rape culture vs. Falschbeschuldigungskultur, sondern eine Frage der logischen Schlüssigkeit. Übrigens war dieser Schluss auch ein Fehler, den die „sprachkritische Aktion“ auch mit ihrer dämlichen Entscheidung gemacht hat, den Begriff „Opfer-Abo“ zum Unwort des Jahres zu erklären. Aus der Tatsache, dass es nicht angezeigte Vergewaltigungsfälle gäbe, schloss die sprachkritische, aber nicht unbedingt logikbegabte Aktion, dass es eigentlich keine Falschbeschuldigungen geben könne.

        • @schoppe
          „das ist keine Frage von rape culture vs. Falschbeschuldigungskultur, sondern eine Frage der logischen Schlüssigkeit. “

          Ja, genau das war mein Problem damit.
          Die sprachkritische Aktion ist übrigens ein Beispiel dafür, wie über misslungene oder vorgetäuschte Logik m.E. auch manipuliert wird. Auf derartige manipulative Fehlschlüsse hinzuweisen rettet wohl nicht die Welt.
          Aber schon als Teil der Psychohygiene finde ich es ganz sinnvoll.

          @BE
          „Das klingt ein bisschen wie ich mir einen Therapeuten vorstelle.“
          Es war lediglich eine Erinnerung daran, wie es mir in einer ähnlichen – allerdings wesentlich kürzeren – Situation ging. Das muss natürlich nicht für andere Menschen gelten.

        • @Seitenblick und Schoppe

          »Der Nachweis, dass Scham und Angst bei Frauen prinzipiell nicht als bremsende Faktoren wirken können – weder bei gerechtfertigten, noch bei ungerechtfertigten Anzeigen-«

          Da liegt ein Missverständnis vor. Ich wollte darauf hinaus, dass Scham und Angst nicht als (nennenswert) bremsende Faktoren bei _gerechtfertigten_ Anzeigen wirken können.

          »Menschliches Verhalten und Erleben ist nicht nur prinzipiell kontextabhängig. Es ist auch variabel.«

          Das ist eine Behauptung, die ich nur unter größten Vorbehalten nicht bestreiten würde. Das Verhalten einer Person ist mit einem Minimum an Kenntnis dieser Person ganz ausgesprochen vorhersagbar. Um so leichter wenn diese Person eine Frau ist. Kleines Beispiel: Man kann praktisch jede Frau damit auf die Palme bringen, dass man ganz sachlich und mit guten Argumenten die Energiewende oder die Euro“rettung“ unserer BundeskanzlerIN kritisiert. Da ist frau ganz schnell mit dem „Argument“ zur Hand, dass man viertklassige Politik doch nur kritisiere weil die BundeskanzlerIN eine Frau ist. Und mit einem klein bisschen Rabulistik bringe ich jede Differenzfeministin dazu Kristina Schröder zu verteidigen.

          »Veränderungen von Persönlichkeitsstrukturen durch Ereignisse sind nicht spekulativ, sondern nachgewiesen.«

          Sicher. Aber nicht innerhalb von Stunden oder Tagen.

          »für die Homogenitätsthese reicht es prinzipiell nicht aus zu sagen “Die Homogenität des weiblichen Homo Sapiens ergibt aus evolutionsbiologischen Überlegungen.”«

          Ich gestehe zu, dass diese These umfassender begründet werden muss. Sie widerspricht zu sehr dem herrschenden Zeitgeist und dem männlichen Bedürfnis, sich die Sexualpartnerin auf Augenhöhe hoch zu lügen, als dass diese wenigen Sätze ausreichen könnten.
          Ein entsprechendes Blog ist bereits in Arbeit (wenn auch krankheitsbedingt verzögert) und ich bin bereits gespannt auf die Diskussionen.

          »Man kann einfach nicht von der Menge der nicht angezeigten realen Fälle auf die Menge der Falschbeschuldigungen schließen, und umgekehrt – das ist keine Frage von rape culture vs. Falschbeschuldigungskultur, sondern eine Frage der logischen Schlüssigkeit.«

          Ich hatte keineswegs die Absicht, von der Menge nicht angezeigter realer Fälle auf die Menge der Falschbeschuldigungen zu schließen.
          Ich wollte vom Mengenverhältnis gerechtfertigter Anzeigen zu Falschbeschuldigungen auf die prinzipielle Eigenschaften des weiblichen Charakters schließen.
          Da das dazu logisch notwendige Bindeglied der ausreichenden Homogenität des weiblichen Charakters aber offensichtlich noch umstritten ist, schlage ich vor zunächst diesen Zwischenschritt zu klären.

        • @Seitenblick
          „Es war lediglich eine Erinnerung daran, wie es mir in einer ähnlichen – allerdings wesentlich kürzeren – Situation ging.“

          Erzähl doch mal.

        • @Bellator Eruditus
          „wenn er sich nicht mehr die tägliche Bettelei um Sex schönreden muss“

          „Ich habe nämlich in der Folge meinen Vertrag mit den Mädels auf Call-by-Call umgestellt und habe seither Sex wann immer ICH will.
          Ich muss mir keine Frau mehr als Hechtin im Karpfinnenteich schönlügen.“

          „dem herrschenden Zeitgeist und dem männlichen Bedürfnis, sich die Sexualpartnerin auf Augenhöhe hoch zu lügen“

          Wenn ich dich so reden höre, bin ich fast froh über den „herrschenden Zeitgeist“.

          • @Stephan

            „Wenn ich dich so reden höre, bin ich fast froh über den “herrschenden Zeitgeist”.“

            Ich auch. Ich möchte auch keine untergeordneten Frauen und ziehe Partnerschaften in diesem Bereich vor. Das bedeutet nicht, dass man nicht auch ein gewisses Bedürfnis nach selbstbewußten Auftreten, dem Alphamann oder sogar einer gewissen Dominanz in sexuellen Bereich befriedigen kann, dass viele Frauen aus meiner Sicht durchaus haben.

        • Roslin: „Natürlich gibt es nach wie vor männliche Arschlöcher, die erfolgreich sind. … Aber wie werden sie bewertet in den Medien, von der (ver-)öffentlichten Meinung?“

          Bellator: „Da ist frau ganz schnell mit dem “Argument” zur Hand, dass man viertklassige Politik doch nur kritisiere weil die BundeskanzlerIN eine Frau ist.“

          Das zweite Statement von Bellator liefert die Erklärung für die völlig zutreffende Beobachtung von Roslin. Die viel größere Bereitschaft von Frauen, andere Frauen um jeden Preis zu verteidigen, teilweise auf die irrationalste Weise, und die vollkommen fehlende, vergleichbare Solidarität unter Männern, führt zu dieser einseitigen Bewertung von Männern und Frauen in den Medien. Die Folgen für unsere politische Kultur (und das Niveau der Medien) sind ekelhaft.

        • @Stephan und Christian

          »Wenn ich dich so reden höre, bin ich fast froh über den “herrschenden Zeitgeist”.«

          Ich wünsche euch ehrlich, dass euch die Fähigkeit, dem “herrschenden Zeitgeist” Gutes abzugewinnen, nicht abhanden kommt.

          • @BA: „Da das dazu logisch notwendige Bindeglied der ausreichenden Homogenität des weiblichen Charakters aber offensichtlich noch umstritten ist, schlage ich vor zunächst diesen Zwischenschritt zu klären.“

            Ok. Meine Rückfragen a la „hab ich das richtig verstanden?“ waren übrigens nur teilweise rhethorisch gemeint. Ich habe versucht, den logischen Schluss zu rekonstruieren, mir war aber nicht immer klar, wie er eigentlich gemeint war.

            Halten wir also erst mal fest, dass es einige Punkte gibt – insbesondere die sog. Homogenitätsthese – , die noch eingehender zu diskutieren wären.

        • Adrian schrieb:
          „Gut, dann machen wir eine Anzeige als Test ob sie das durchzieht“.

          So einen Fall gab es hier vor ein paar Jahren.
          Sie hat das durchgezogen, ist aber dann aufgeflogen weil der angebliche Vergewaltiger
          für die angebliche Tatzeit ein bombenfestes Alibi hatte und sie seine Wohnung, in der die Vergewaltigung stattgefunden haben sollte, nicht
          beschreiben konnte. Ihre Strafe: ein paar Monate auf Bewährung und 800 Euro Geldstrafe.

      • @adrian

        *Frauen die falsch beschuldigen und Männer, die Frauen alles glauben, nur weil sie zwei hübsche Brüste haben.*

        Hast du schon mal erlebt wie böse Frauen darauf reagieren wenn man ihnen nicht glaubt?

        Ich würde sogar schätzen je mehr sie Lügen, also je wichtiger diese Lüge für sie ist, aus welchem Grund auch immer, desto erzürnter sind sie wenn du es nicht glaubst.

        Hast du schon mal eine Heulerpressung wegen einer Nichtigkeit erlebt?

        Du brauchst nur mal einer Frau sagen dass erfahrene Sachbearbeiter bei der Polizei mit 50-90% falschen Vergewaltigungsanzeigen rechnen. Du blickst bestenfalls in kalte, versteinerte Gesichter oder du entfachst eine Furie.

        Das ist so, die Frau ist so, universell.

        Selbst wenn die Frau zustimmt und ganz auf deiner Seite ist spielt das keine Rolle, denn sie tut es nur im Moment gerade – für dich, entscheidend ist die gesellschaftliche Situation die jede Frau nutzen kann, die sich gegen dich wenden kann.

        Wer dieser Gefahr komplett ausweichen will der darf sich an nichts binden auf das er nicht sofort verzichten kann, also auch an keine Frau, die bei uns vor allem wenn Kinder im Spiel sind mit allerlei „rechtlichen Bindungen“ einher geht.

        Leben ist Risiko, doch bei uns ist es das Risiko für Männer nicht wert, auch deswegen haben wir so wenig Kinder und Männer lassen sich nicht auf Frauen ein so wie es sich die Frauen wünschen würden.

        • „Hast du schon mal erlebt wie böse Frauen darauf reagieren wenn man ihnen nicht glaubt?“

          Hab ich.

          „Hast du schon mal eine Heulerpressung wegen einer Nichtigkeit erlebt?“

          Hab ich. Der Trick ist aber recht simpel. Nicht drauf eingehen, kühl bleiben, auf keinen Fall das Gentlemen-Verhalten aktivieren. In meinem Fall hat sich der Spruch, „Du bist erwachsen und willst emanzipiert sein, also benimm Dich auch so“, als recht wirksam erwiesen.

        • Ich vermute, es hat was mit der Fähigkeit zum „magischen Denken“ zu tun. Mit der Fähigkeit, Sachverhalte als unverrückbar real zu erleben, die es nie gegeben hat. Ich glaube, dass nur ein Teil der Falschbeschuldigungen durch Frauen kaltblütige Verleumdung sind. Ein nicht geringer Teil dürfte Ausdruck „gefühlter Wahrheiten“ sein, die wiederum ihre Wurzeln im emotional benötigten haben.

          „Gefühlte Wahrheiten“ sind nun aber in der Tat geschlechtsdifferent verteilt.

        • @christian

          Du hast es als Abwertung verstanden.
          Was ich sagte war:

          Die Frau ist so, der Mensch ist so, weltweit.

          Meine Wertung betraf wohl eher unsere gesellschaftliche Situation, unser „Kultur“.

        • @Christian:

          »Solche pauschalen Abwertungen bringen auch nichts.«

          Das war keine pauschale Abwertung sondern eine nüchterne Feststellung wie: In einem Karpfenteich gibt es keine Hechte.

        • @Adrian:

          »Der Trick ist aber recht simpel.«

          Der Trick ist so simpel, dass ihn jeder Mann garantiert schon zweimal ausprobiert hat: das erste und das letzte Mal.

          Denn natürlich funktioniert er hervorragend und wird deswegen auch (in leichteren Fällen) mit zwei bis vier Wochen Sex-Entzug bestraft.
          In schweren Fällen gibt es Sex sogar erst wieder nach einem Ikea-Samstag.

        • @Adrian:.

          »Aber wozu gibt es Pornos?«

          So einfach und pragmatisch kann also Beziehung sein. Zunehmend häufig beneide ich euch 🙂

          In einer heterosexuellen Beziehung führt der Konsum von Pornos zu zermürben_sten Diskussionen darüber ob man „sie“ etwa nicht mehr attraktiv findet oder den Sex mit ihr etwa nicht mehr schön.
          Die allerallerallerschlechteste Antwort darauf ist: „Ich weiß nicht, das letzte Mal ist schon so lange her“. Diese Antwort ist nur dann gut, wenn das letzte Mal vor max. 15 Minuten war und wird umso schlechter je länger das letzte Mal her ist. Typischerweise führt sie zu einer Verdopplung der bisherigen Wartezeit.

        • @ Christian

          Doch, gewisse Festverdrahtungen sind
          sowohl bei Frauen wie bei Männern
          recht universell. Die Feststellung
          dieser Tatsache hat nichts mit
          Abwertung zu tun.
          Jemand der ein etwas differenziertes
          Weltbild hat, wird neben diesen
          Universalien noch viele andere
          Kriterien zur Beurteilung eines
          Individuums verwenden.
          Wer diese Universalien komplett
          negiert ist halt auf diesem
          Gebiet schon ein wenig naiv.

          • @Red Pill

            Festverdrahtungen nach Phänotyp zu beurteilen ist schwierig. Es sind meist nur Häufungen. Bei dem Beispiel von Borat sehe ich keine Universale. Natürlich werden viele Frauen das anders sehen. Aber sie müssen es natürlich nicht aus biologischen Gründen.

        • @BE: Der Trick ist so simpel, dass ihn jeder Mann garantiert schon zweimal ausprobiert hat: das erste und das letzte Mal.

          Sexentzug durch die Frau funktioniert nur, wenn der Mann keine Alternativen hat (und daran ist er i.A. selber schuld). Ich halte es für keinen großen Verlust, eine Frau zu „entsorgen“, die unfaire Manipulationsmethoden (Heulen, Sexentzug etc.) einsetzt.

      • @Adrian

        „Man mag mich gefühlskalt nennen, aber wenn mir eine Frau berichtet, sie sei vergewaltigt worden, wäre ich erst einmal ungläubig. Da mögen Feministen von einer Vergewaltigungskultur reden, wie sie wollen: Das Verbrechen ist einfach zu selten als dass man von einem Vorfall im eigenen Umfeld ausgehen könnte.“

        Klingt schon sehr hart. Würde ja sicherlich stark auf den Kontext ankommen. Wenn sie es in einer Situation sagen würde, wo man mit dem Mann schon immer eine Affaire vermutet hat und man sie deswegen zur Rede gestellt hat, wäre ich auch sehr misstrauisch.
        In anderen hingegen kann ich mir das durchaus vorstellen. Ich kenne durchaus Frauen, bei denen ich keine Probleme damit hatte es zu glauben.

        • @Christian:

          »Ich kenne durchaus Frauen, bei denen ich keine Probleme damit hatte es zu glauben.«

          Ja, solche Frauen kannte ich auch mal.
          Ich kannte, denn ich habe nach Abschluss „meiner“ Falschbeschuldigung ein paar dieser Geschichten nachgeprüft.
          Damals in der ehrlichen, sozusagen therapeutischen Absicht mein Vertrauen in „die“ Frauen wiederherzustellen.

          Schon die Tatsache, dass du den Plural verwendest, macht es mir leicht, dir dringend nahezulegen die Erzählungen der Damen NICHT zu überprüfen. Nicht wenn du dein Vertrauen in „die“ Frauen behalten möchtest.

        • @m.

          »Wie hast du das denn nachgeprüft, da bin ich ja mal gespannt.«

          Interressant, dass du das fragst.
          Wie überprüft man wohl Behauptungen?

        • @m.

          »Doch nur große Töne gespuckt?«

          Nein. Ich habe nur in Augenblick kein Interesse an einer „Diskussion“ mit dir oder an einer „Diskussion“ darüber wie man Tatsachen-Behauptungen überprüft.
          Es spricht nichts dafür, dass du das nicht selbst weißt. Folglich geht es dir nicht um eine Diskussion, sondern darum wieder mal meine Texte kreativ zu interpretieren. So wie damals als ich von einer Frage nach den Preisvorstellungen einer sexualisiert gekleideten Frau schrieb. Bei dir wurde diese Frage dann zur einer Aklamation eines Rechtes Prostituierte zu vergewaltigen.

          Sorry, sowas ist selbst für einen weiblichen Homo Sapiens allerunterste Schublade.

          Ach ja, ehe ich es vergesse: Dein „OT“ ist keinesfalls Off Topic sondern das Standardverhalten von 99,5% der weiblichen Homo Sapiens: „Verleumde nur eifrig, irgend etwas bleibt immer hängen.“. Auf deutsch: Irgendwas muss ich ja angestellt haben, sonst hätte mich eine Frau (neudeutsch für: fleischgewordener Engel) nicht angezeigt ***gähn***

          Aber den Vogel schießt du ab, wenn du meinst mich mit „Doch nur große Töne gespuckt?“ hinter dem Ofen hervor locken zu können. FYI: Ich bin schon zu Bundeswehr-Zeiten nicht mehr auf „Schaffst du nicht!“ und „Traust dich nicht!“ angesprungen. Das du ernsthaft meinst mich mit Sprüchen für kleine Jungs provozieren zu können, sagt einiges über die Männer in deinem Leben. Da sich Frauen in Sachen Männer gerne ein bisschen nach oben orientieren, sagt es auch einiges über dich.

          Positiv formuliert: Du stehst ganzheitlich zu allen Aspekten deiner Persönlichkeit, auch zu den eher dunklen Gaben der Mutter Göttin.

          Negativ formuliert: Ich kann dich und deinesgleichen ignorieren. Mühelos.

        • Wie schön du doch interpretieren kannst. Hast du diese Gabe auch bei der „Überprüfung“ der Vergewaltigungsgeschichten deiner weiblichen Bekannten genutzt?

          Es hat mich nur interessiert, da selbst die Profis (Polizei und Staatsanwaltschaft) ja oftmals Probleme haben den tatsächlichen Sachverhalt festzustellen.
          Hatte da auf eine „Lentzen und Partner“- mäßige Privatdetektivenstory gehofft, komplett mit illegalen Hausdurchsuchungen und Videoaufzeichnungen. Schade.

        • »… deiner weiblichen Bekannten …«

          Korrektur: meiner weiblichen Ex-Bekannten.

          »Hatte da auf eine “Lentzen und Partner”- mäßige Privatdetektivenstory gehofft, komplett mit illegalen Hausdurchsuchungen und Videoaufzeichnungen.«

          Bedaure. Ich hätte nur seriöse Recherchen in totlangweilig zu bieten. Du wirst deinen Unterhaltungsedarf also auch weiterhin per Vorabendserie decken müssen.

          Tipp für die Suche im Programmteil der OMMA: „Lentzen“ schreibt sich „Lenßen“.

        • *Bedaure. Ich hätte nur seriöse Recherchen in totlangweilig zu bieten*

          Das wirds dann wohl tun müssen. Also bitte, ich höre. Ich bin doch auch bestimmt nicht die Einzige, die an einer Story interessiert ist, wie du denn das grenzenlose Vertrauen in das weibliche Geschlecht verloren hast.

        • @ Maren

          Ich bin auch für mehr Videoaufzeichnungen, damit endlich die ganzen Falschbezichtigungen bezüglich sexueller Gewalt ans Tageslicht kommen.

          Wenn alles Videoüberwacht wäre, also auch jeder Fahrstuhl, jedes Treppenhaus, jeder Winkel, jede Rumpel- und/oder Besenkammer, jedes Bett, jedes Büro, jeder Keller, einfach alles, selbst die Wälder, Auen und Heiden, mit Bild- und Tonaufzeichnung…

          …also ich sag ja nicht, dass ich eins zu eins dafür wäre…

          …aber eins sag ich: Wenn es so wäre, hätte ich eine 100%tige Sicherheit, niemals wegen sexueller Gewalt oder sonstwie körperlicher, illegaler Gewalt gegen Frauen verurteilt zu werden, und Deinen Vergewaltiger hätten sie geschnappt.

      • @ Adrian

        Du hast mal wieder leider Recht.

        Ich wurde auch schon falschbeschuldigt vom meiner Ex und habe mich im Knast gesehen.

        Das Einzige was mich gerettet hat war die Tatsache das die Vorsitzende eine Frau war und die Luegen nicht geglaubt hat und ziemlich krass nachgeharkt hat, so das sich das angebliche Opfer in Widersprueche verwickelt hat.

        Bei einem Mann waere ich hoechstwahrscheinlich verurteilt wurden, weil er das angebliche Opfer mit Sicherheit nicht so hart angefasst haette.

        • Ps:

          Mein maennlicher Anwalt dagegen war eine Pfeife und hat ueberhaupt kaum energisch nachgefragt.

          Verurteilt wurde meine Ex natuerlich nicht.

    • Kafka lässt grüßen.

      Jeder sieht halt nur das, was er sehen will und das, was er sehen kann. Das stimmt nicht immer mit dem überein, was zu sehen ist.

      Der ehemalige Chef der Münsteraner Kinder- und Jugendpsychiatrie war ein großer Anhänger der Theorie, dass sich all überall riesige Netzwerke von privaten und professionellen Kindesmißbrauchnetzwerken bei der Arbeit befinden.

      Er war ein beliebter Gutachter für zartbitter und Co. wenn es ums Aufdecken von Mißbrauchsringen ging.

      Da haben selbst Kriminalisten und Kollegen oft aufgestöhnt, wenn er die durchaus heikle und komplexe Aussagenpsychologie von 4 bis 12 Jährigen nach gusto bog und knetete.

      Aber er war der festen Überzeugung, es sei so, wie er es vermutete.

  6. @ ratloser

    25 % Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungsanzeigen sind noch niedrig geschätzt.
    Wenn man Menschen die Möglichkeit gibt, straflos und damit quasi risikolos ein Verbrechen zu begehen, wird die Zahl derer, die das Begehen dieses Verbrechens nutzen, ihren Egoismus durchzusetzen, in die Höhe schnellen.

    Wenn man dann auch noch ein Klima geschaffen hat, indem das Verbrechen als legitim empfunden wird, der Täter also nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben muss, nicht einmal mit sozialer Ächtung rechnen muss – na, dann geht die Post ab.

    All das trifft auf Falschbeschuldigungen viel mehr zu als auf Vergewaltigungen.

    Wir leben damit viel eher in einer Falschbeschuldigungskultur als in einer Vergewaltigungskultur.

    Dass Feminist.I.nnen behaupten, Männer würden eine Vergewaltigungskultur schaffen, um mit dem Mittel „Vergewaltigung“ eine Terrorherrschaft über Frauen durchzusetzen und aufrechtzuerhalten, ist Projektion.

    Denn die fast völlige Straflosigkeit von Falschbeschuldigungen durch Frauen macht das Mittel zum Herrschaftsmittel, zum Herrschaftsmittel von Frauen zur In-Schach-Haltung der Männer.

    Ein Herrschaftsmittel, das bereits in jeder Ehe als Damoklesschwert über Männern schwebt, auch in Ehen, die nach außen hin unauffällig sind.

    Jeder verheiratete Mann und Vater ist erpressbar, kann REALISTISCH bedroht werden: „Wenn Du nicht so spurst, wie ich es will, dann beschuldige ich Dich falsch, lasse Dich aus der Wohnung werfen (Gewaltschutzgesetze: DAS OPFER bleibt, DER TÄTER GEHT; so dank Zeitgeist und entsprechend „aufgeklärten, geschulten“ Behördenmitarbeitern nur von Frauen nutzbar), lasse mich scheiden, entziehe und entfremde Dir die Kinder und zwinige Dich, mir das Ganze zu finanzieren! Du kannst noch froh sein, wenn dadurch nur Deine bürgerliche Existenz und Reputation ruiniert wird und Du nicht auch noch in den Knast wanderst!“

    So kann „schuldlose“ Scheidung, deren Einführung als Fortschritt gefeiert wird, auch aussehen.

    Allerdings nur für Männer.

    Schuldos ist immer die Frau, schuldig immer der Mann.

    Frauen können sich darauf verlassen, das der feministisch-femizentrische Staat mit ihnen verbündet ist, gegen den Mann.

    Damit ist eine gleichberechtigte Ehe für Männer allein durch dieses Machtprivileg der Frau (das Privileg, straflos falsch beschuldigen zu können) schon nicht mehr führbar.

    Deshalb sollten vorsichtige Männer darauf reagieren: Keine Ehe, keine Kinder unter diesen Bedingungen.

    Wer es trotzdem wagen will, sollte sich wenigstens des Risikos bewusst sein und des Ausmaßes des Problemes, an dessen Verhehlung und Verniedlichung der feministisch-femizentrische Propagandaapparat unserer Müllstrommedien mit Eifer arbeitet.

    Diese wurden von Feminist.I.nnen „erobert“, unsere Qualitätspresse, die Qualität so presst, dass sie durch den feministischen Müllschlucker passt.

    Auch die Sozialwissenschaftler.I.nnen machen einen großen Bogen um die Erforschung des Problemes.

    Linksdogmatisch wie sie weithin sind, wollen sie der „kämpfenden Frauenbefreiungsfront“ nicht in den Rücken fallen, dem „Klassenfeind Weißer Heterosexueller Mann“ nicht beistehen oder haben schlicht Angst, ahnend, dass die Ergebnisse solcher Forschungsarbeiten möglicherweise nicht ideologiekonform ausfallen könnten, haben daher Angst vor dem McCarthyismus von links.

    So lässt man die heiße Kartoffel eben liegen.

    Ganz davon ab, dass es für die Klärung solcher Fragen auch keine Forschungsgelder gibt im feministisch-femizentrischen Staat, siehe das Schicksal der Pilotstudie über Jungen/Männer als Gewaltopfer, die seit 2006 in den Schubladen des Frauenministeriums verschimmelt, ohne dass eine repräsentative Folgestudie in Auftrag gegeben würde.

    So kann man weitherin Propaganda machen mit der allein repräsentativen Studie, in der Frauen nur nach ihren Opfererfahrungen, nicht nach ihrem Täterhandeln gefragt wurden.

    Erforscht man Jungen/Männer, ist man seh r gut beraten, genau umgekehrt vorzugehen.

    Wenn man staatliche Gelder haben will.

    Oder private.

    Frauenförderung ist schick, denn Frauen sind edel, hilfreich und gut, deshalb kann man damit auch als Unternehmen werben.

    Männer sind weder edel, noch hilfreich, noch gut, sondern meistens böse.

    Und gemein zu Frauen, so gemein (Näheres dazu lesen Sie bitte in der staatsgeförderten EMMA oder entnehmen Sie bitte den staatsgeförderten Veröffentlichungen der staatsgeförderten Gender-Studies-Leerstühle. Oder eben den Qualitätsmedien.

    • @ rosin

      Fördermittel und Publikationsmöglichkeiten in den notorischen Geschwätzfächern gibt es heutzutage nur noch, wenn man doppelgleisig fährt:

      Erst Genderdingens und Antifadingens zusammen ergeben eine blühende Soziologen-Karriere.

      Wir hatten letztens hier einen akademisierten lila Pudel im Angebot, den diese beiden Schwerpunkte exemplarisch nach oben gespült hatten.

    • @Roslin
      „25 % Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungsanzeigen sind noch niedrig geschätzt.“

      Wie immer bei Prozentangaben kommt es darauf an, was man als Basis nimmt. Also: % WOVON?

      Wenn man die Fälle von angezeigten Vergewaltigungen nimmt, also was bei der Polizei als anzeigenentgegenehmener Stelle aufläuft – dann ist die Zahl von 25% mit Sicherheit noch seeeehr konservativ geschätzt.
      Warum: Eben gerade WEGEN der sog. Dunkelziffer der nicht angezeigten Fälle.

      Kleine Beispielrechnung. Wir gehen davon aus, dass auf 100 reale Vergewaltigungen vielleicht 10 Falschbeschuldigungen kommen. Weiter gehen wir – ganz feministisch – davon aus, dass die weitaus meisten realen Vergewaltigungen nicht angezeigt werden. Sondern vielleicht nur 10% davon.

      Was läuft bei der Polizei auf?
      Nun: 10% von 100 realen Vergewaltigungen werden angezeigt. Und 100% aller Falschbeschuldigungen werden angezeigt – sonst wäre es ja keine Falschbeschuldigung.
      Also: Real 100 Vergewaltigungen und 10 Falschbeschuldigungen. Bei der Polizei anfallend: 20 Anzeigen, davon 10 mit realem Hintergrund und 10 Falschbeschuldigungen. Ergo: 50% Falschbeschuldigungen in diesem Rechenbeispiel. 50% wovon? Von den angezeigten Fällen.

      Nimmt man die Zahl der „Vorfälle“ in unserem Rechenbeispiel, dann hätten wir 110 Vorfälle als Basis. 20 davon führen zu einer Anzeige. Davon sind 10 Anzeigen Falschbeschuldigungen. Also mit dieser Basis: 9,1% Falschbeschuldigungen.

      Für die Strafrechtspraxis sind aber natürlich nur die angezeigten Fälle relevant. Und bei den getätigten Anzeigen MUSS man von einem recht hohen Anteil an Falschbeschuldigungen ausgehen. Und zwar GERADE WEGEN der – behaupteten oder realen – hohen Quote von nicht angezeigten Vergewaltigungen.

      Das ist etwas, was die Feministinnen, die gerne mit dann wirklich absurd hohen Dunkelziffern um sich werfen – die man nie wirklich belastbar wird überprüfen können – nicht verstehen. Weil sie es mit Logik und auch mit Mathematik nicht so haben.
      Je höher die behauptete Dunkeziffer, desto höher muss der Anteil an Falschbeschuldigungen bei den realt getätigten Anzeigen sein!

      Feministinnen schießen sich eigentlich mit ihren Dunkelziffern, die aus ideologischen Gründen gerne mal recht hoch gegriffen werden, eigentlich selber ins Knie – was die dann gleichzeitig behauptete verschwindend geringe Zahle der Falschbeschuldigungen angeht.
      BEIDES zusammen KANN ich nicht haben. Das ist ein logischer Widerspruch. Nur merkt den kaum jemand.

      • „Wenn man die Fälle von angezeigten Vergewaltigungen nimmt, also was bei der Polizei als anzeigenentgegenehmener Stelle aufläuft – dann ist die Zahl von 25% mit Sicherheit noch seeeehr konservativ geschätzt.“

        Das ist aber die einzig richtige Berechnungsmethode, da es schließlich um falsche Beschuldigungen geht. Wo nicht beschuldigt wird, kann auch nicht falsch beschuldigt werden. Die Einbeziehung einer ominösen und nicht genau ermittelbaren Dunkelziffer ist feministische Propaganda, durch die das Ausmaß des Problems klein geredet werden soll.

        Aus Amerika vorliegende Studien deuten in der Tat darauf hin, dass eine Schätzung von 25% noch äußerst schmeichelhaft ist. Letztlich wäre es zur genaueren Aufklärung erforderlich, eine groß angelegte Studie in Deutschland zu diesem Thema zu machen. Das aber könnte nur eine staatliche Stelle veranlassen, bei denen sich aber das Interesse an einer Aufklärung seeeeehr in Grenzen hält.

      • @virtual-CD

        „Und 100% aller Falschbeschuldigungen werden angezeigt – sonst wäre es ja keine Falschbeschuldigung.“

        Eine Falschbeschuldigung kann ja auch im Freundeskreis erfolgen. Etwa, wenn niemand, dem sie es erzählt, auf der Anzeige besteht oder sie das Gerücht nur so verbreitet/es andeutet. Sie muss ja letztendlich nur ihren Freund/andere Leute, die ihr so etwas vorhalten, überzeugen, um einen Nutzen zu haben. Die Anzeige ist für sie selbst nur dann interessant, wenn sie sich gerade durch das polizeiliche Verfahren und eine evtl Strafe rächen will. Sie kann aber auch darauf setzen, dass er dadurch bestraft wird, dass er im Freundeskreis einen schlechten Ruf bekommt

        Einmal wäre die Falschbeschuldigung also Verschleierung eines eigenen (subjektiven) Fehlverhaltens, dass andere Mal Rache. In beiden Fällen, aber insbesondere im ersteren, kann dies auch ohne Anzeige erreicht werden.

  7. @Bellator Eruditus
    „Mein Tipp an jeden Betroffenen: Still halten, Maul halten, Faust nur in der Tasche ballen, Lutscher kaufen, Beaker (…mimimi…) beneiden, Gras wachsen lassen, #aufschrei oder Wunderomas Märchen lesen und sich überlegen, wie krank oder boshaft frau sein muss, um von einer rape culture schwadronieren zu können oder wie dämlich mann sein muss, wenn er solchen Rotz glaubt.“

    Sehe ich anders. Es besteht die Gefahr, dass die Frau weiterhin lügt und irgendwann tatsächlich einen Unschuldigen in den Knast bringt. Je früher solchem Abschaum Einhalt geboten wird, desto besser. Einer der Hauptgründe für falsche Beschuldigungen ist aus meiner Sicht die de-facto-Straflosigkeit. Die sollte man nicht noch unterstützen. Die Gefahr einer erneuten Falschbeschuldigung besteht zwar theoretisch, ist aber doch sehr gering, wenn man keinen Kontakt mehr zu der Frau hat (und so dämlich kann ja wohl wirklich keiner sein, obwohl: soll es auch schon gegeben haben!).

    • @Sigmundus Alkus:

      »Es besteht die Gefahr, dass die Frau weiterhin lügt und irgendwann tatsächlich einen Unschuldigen in den Knast bringt.«

      Du hast recht, aber, pardon, ich werde diesen Kampf nicht führen. Es hat mich trotz wasserdichtem Alibi acht Monate und knappe zwei Monatsgehälter (netto) gekostet, Schwachsinn der offensichtlichsten Art aus der Welt zu bekommen. Das brauche ich nicht nochmal.

      »Die Gefahr einer erneuten Falschbeschuldigung besteht zwar theoretisch, ist aber doch sehr gering«

      Die Frau kann jederzeit behaupten, dass ich sie während unserer Beziehung vergewaltigt habe. Sie ist dann wieder Zeugin, ich wieder Verdächtiger. Das ist eine ganz schlechte Konstellation, denn gesetzlich sind Zeugen verpflichtet die Wahrheit zu sagen während Verdächtige lügen dürfen. Daher ist gesetzlich die Ausssage eines Zeugen immer mehr wert als die eines Verdächtigen.

      Nenn mich paranoid, aber ich will es nicht riskieren. Nicht nachdem mir ein bundesdeutscher Staatsanwalt erklärt hat, dass „das Opfer kein Interesse an der weiteren juristischen Aufarbeitung des Falles hat.“.
      Das hat zu so einer Art Bandscheibenvorfall an meinem moralischen Rückgrat geführt.

      • Ok, das ist irgendwie verständlich. Man muss schon gut prüfen, ob man die innerlichen Ressourcen für so was hat. Oder ob man nur das eigene Nervenkostüm weit über Gebühr beansprucht. Und ob es einem das Wert ist. Kostet ja auch Lebenszeit und Energie.

        Andererseits ist verdammt viel dran an Sigmundus
        “ Es besteht die Gefahr, dass die Frau weiterhin lügt und irgendwann tatsächlich einen Unschuldigen in den Knast bringt.“ Und das passiert leichter, wenn sie nie in so einem Zusammenhang aktenkundig geworden ist.

        Gibt es im Netz eigentlich eine Art Rechts-FAQ für Falschbeschuldigungsfälle? Kennt jemand so was?

      • Nenn mich paranoid, aber ich will es nicht riskieren. Nicht nachdem mir ein bundesdeutscher Staatsanwalt erklärt hat, dass “das Opfer kein Interesse an der weiteren juristischen Aufarbeitung des Falles hat.”.

        Bei unserer „Justiz“ würde ich auch die Finger davon lassen. Man gerät besser nicht in die Mühlen unserer „Justiz“.

        Es ist wohl eher eine Frage des Zufalls, ob man als Unschuldiger mit einem Freispruch davonkommt, Deutsche Strafrechtsurteile haben keinen nachprüfbaren rationalen Wert. Letzte „Instanz“ ist die Revision beim BGH, und dort wird nur anhand der Urteilsbegründung geprüft.

        Für einen Richter ist es ein Leichtes, eine in sich stimmige Urteilsbegründung zu verfassen, er hat ja gleichzeitig das unanfechtbare Dokumentationsmopol: Wenn er nicht aufschreibt, dass die Zeugin widersprüchliche Angaben gemacht hat, dann hat sie keine widersprüchlichen Angaben gemacht, Punkt. Ein Gegenbeweis darf nicht angetreten werden.

        Weiters kann der BGH einfach ohne jede weitere Begründung die Revision als „offensichtlich unbegründet“ verwerfen.

        Ein Deutscher Richter kann – so er will – jedes Urteil zu ungunsten nach Belieben fällen und „dichtschreiben“, es gibt praktisch keine Handhabe gegen einen rechtsbeugenden Richter. (Beim kassieren von Freisprüchen zieht der BGH freilich in der Praxis ganz andere Seiten auf, da geht dann auf einmal doch einiges)

        Eigentlich müsste die Saatsanwaltschaft von sich aus tätig werden, bei so einer eindeutigen Ausgangslage. Eine falsche Verdächtigung ist meines Wissens kein Antragsdelikt. Allerdings hat auch die Staatsanwaltschaft offenkundig freie Hand bei der Strafvereitelng im Amt.

        Unsere Strafjustiz ist ein einziger Saustall, es geht nur darum, mit möglichst wenig Aufwand die Gefängnisse zu füllen, damit der Bürger das Gefühl hat die Justiz erledige ihre Arbeit.

        Würde man Falschbeschuldiger konsequent verfolgen, würden sich Zeugen generell besser überlegen, ob das was sie aussagen wirklich zu verantworten ist -> mehr Arbeit bei der „Strafverfolgung“

        Deutsche Staatsanwaltschaften wehren sich generell – nicht nur bei Sexualstraftaten – mit Händen und Füßen dagegen, Falschaussager zu verfolgen. Ohne Klageerzwingungsverfahren geht da selten was.

        In diesem Fall würde ich aber evtl. in Erwägung ziehen, wegen Strafvereitelung im Amt gegen die Staatsanwaltschaft vorzugehen. Die kann ja schlecht behaupten, vergewaltigt worden zu sein..

        • Ich denke, der logische Schritt wäre, dass Männer sich organisieren, insbesondere die, die bereits von Falschbeschuldigungen betroffen gewesen sind und Vereine gründen, die Informationen und ggfs. auch Mittel bereitstellen und Kontakt zu versierten Anwälten herstellen können. Kachelmann hat mit seiner Stiftung ja offenbar bereits einen Schritt in diese Richtung getan. Wichtig ist auch, Öffentlichkeit herstellen zu können, denn vor den Augen der Menschen, die so etwas in Zeitungen etc. verfolgen können, ist Rechtsbeugung vielleicht schon nicht mehr ganz so problemlos möglich. So lange ein Mann als Einzelner vor solch einer Situation steht, ist er wahrscheinlich wirklich relativ ohnmächtig. Mit der Unterstützung eines Männerrechtsvereins und dem kritischen Auge der Öffentlichkeit im Rücken könnte Bellator seinen Fall vielleicht unter wesentlich besseren Bedingungen ausfechten.

        • @ Nick

          Der ganz besondere Witz bei Bellator ist ja offenbar, dass der Staatsanwalt, also ein ausgebildeter Jurist, NACH seinem Freispruch 1. Klasse Bellator anschrieb und die mutmaßliche Täterin weiterhin als Opfer titulierte.

          Allerdings dank feministischer Propaganda das übliche Verfahren, zumindest in der breiten (und flachen) veröffentlichten Meinung, aber offenbar auch bei Volljuristen ist durchgesetzt, dass die beschuldigende Frau das Opfer und der beschuldigte Mann der Täter zu sein hat.

          Obwohl der beschuldigte Mann oft genug das Opfer (einer Falschbeschuldigung) und die Frau der Täter (Begeherin einer Falschbeschuldigung) ist.

          Aber selbst das Einfügen des Adjektivs „mutmaßlich“ überfordert die durchideologisierte Journaille und hier auch Justiz bereits.

          So war bei der Berichterstattung über die von Ärztinnen (!) verweigerte Untersuchung einer mutmaßlich Vergewaltigten in Köln an 2 katholischen Kliniken in 2 von 3 Fällen die Rede von einem Vergewaltigungsopfer (ohne mutmaßlich, denn – gelernt ist gelernt – Falschbeschuldigungen kommen im Femist.I.nnenuniversum nicht vor und in allen Fällen, die ich mitbekam, von Arzten).

          Soviel zum deutschen Qualtiätsjournalismus, voll mit Staatsfeminismus bis zum Rand und hält sich doch für kritisch, aufgeklärt und reflektiert.

        • Ja, Chomsky, ich kannte diese Studie einer feministischen Aktivistin (im Nebenberuf hockt sie auch noch auf einem Genderleerstuhl) bereits.

          Als Falschbeschuldigung wertet sie nur die Fälle, die von den Falschbeschuldigenden auch eingestanden wurden, ALLE anderen Fälle (ob Freispruch oder nicht) fallen in die Kategorie echte Vergewaltigung, die von einer patriarchalen Justiz, wenn Freispruch, bloß nicht verfolgt wurden.

          Dieser Mist geht als Expertentum und akademische Forschung über den Ladentisch, diese „Expertise“ beeinflusst Politik und Propaganda.

          Denn als die „Studie“ veröffentlicht wurde, stürzten die Journalist.I.nnen unserer „Qualtiätspresse“ sich darauf wie eine Horde ausgehungerter Säue auf’s schimmelige Brot.

          Wurde darin doch WISSENSCHAFTLICH „bewiesen“, was sie eh glauben wollten: dass Falschbeschuldigungen sooo selten sind.

          Obwohl schon oberflächliches Lesen des Schmarrens die ganze Löchrigkeit und absichtsvolle Verlogenheit der Argumentation entlarvt hätte.

          Unehrenhafte Wissenschaft und unehrenhafte Journaille Hand in Hand.

          Selbst einfachstes Lesen ist schon zuviel erwartet von „Qualitätjournalist.I.nnen“ mit EMMA-Niveau.

          Man betete schlicht die Presseerklärung der wissenschaftlich aktivistischen feministischen Wissenschaftsaktivistin nach und übernahm die Propagandaphraseologie eins zu eins.

        • Mit der Unterstützung eines Männerrechtsvereins und dem kritischen Auge der Öffentlichkeit im Rücken könnte Bellator seinen Fall vielleicht unter wesentlich besseren Bedingungen ausfechten.

          Ja. Letztlich ist es wohl der öffentlichen Bekanntheit des Falles Horst Arnold geschuldet, dass die Staatsanwaltschaft Heidi K. überhaupt anklagt.

          Im Fall Kachelmann hat man offenbar durch exzessiven Ausschluß der Öffentlichkeit versucht, sich Freiräume bzgl. der Dokumentation der Hauptverhandlung zu schaffen. Dummerweise ist aber Schwenn sehr gewieft darin, zu verhindern dass die Richter dem BGH den falschen Film vorspielen.

          Du und ich, ohne Schwenn und öffentliches Interesse, wären gnadenlos >5 Jahre versenkt worden. Der BGH hat zwar Richtlinien für Aussage-gegen-Aussage Konstellationen erlassen, aber ich habe selbst erlebt dass sich ein Gericht einen feuchten Kehhricht darum kümmert, und dabei die Revision zu vereiteln weiß. Da wurde eben einfach die Aussage des einzigen Belastungszeugen falsch dokumentiert, waren doch nur ein paar Jahre Knast.

          Dieses Opfer muss man eben als Staatsbürger bringen, damit unsere Justiz den Anschein eines Funktionierens hat, damit sich schlampig „arbeitende“ StaatsanwältInnen und RichterInnen als große Beschützer profilieren können. Bei FrauenUndKindern als Opfer ist dann alles zu spät, mit kaum etwas kann man sich besser profilieren.

          Was fehlt ist imho ein generelles Bewußtsein für die kastrophalen Zustände in unserer Strafjustiz. Die Staatsanwaltschaft und Richterschaft weiss es effektiv zu verhindern, dass ihre Arbeit überprüft wird. Fehlverhalten wird praktisch nicht sanktioniert, eine Falschdokumentation einer Hauptverhandlung gehört fast schon zum „guten Ton“.

          Ohne Rechtsbeugung wäre Horst Arnold wohl gar nicht erst verurteilt worden: Heidi K. hatte ja behauptet, er hätte sie an einem Tag bedroht an dem er schon längst in U-Haft saß. Folgen für die Amtsträger? Anklage wg. Freiheitberaubung? Fehlanzeige.

          Im Fall Ralf Witte hielt die Staatsanwaltschaft entlastendes Material zurück. Konsequenzen? Keine, obwohl ein unschuldiger Mensch unter übelsten Umstanden fünf Jahre seiner Freiheit beraubt wurde.

          Es ist eben nicht nur so, dass Falschbeschuldigerinnen nicht belangt werden und deshalb kaum ein Unrechtsbewußtsein haben, in unserer Strafjustiz sind Böcke die Gärtner.

          Was nur deshalb nicht bekannt wird, weil die Hürden für Wiederaufnahmeverfahren so hoch hängen, dass dieses Rechtsmittel praktisch nutzlos ist. Was dann auch noch als „Beweis“ für die „Qualität“ unserer Strafjustiz herhalten muss.

          Man kann nur hoffen dass es Kachelmann gelingt, seine Stiftung zum Erfolg zu führen. Eines hat er sicherlich schon erreicht: Man hat einen kurzen Blick auf unsere Strafjustiz werfen können.

        • @Roslin:
          Allerdings dank feministischer Propaganda das übliche Verfahren, zumindest in der breiten (und flachen) veröffentlichten Meinung, aber offenbar auch bei Volljuristen ist durchgesetzt, dass die beschuldigende Frau das Opfer und der beschuldigte Mann der Täter zu sein hat.

          Wenn man das Recht sowieso nach Belieben beugen darf (wenn eine Verurteilung eines Unschuldigen aufgrund der Unterdrückung entlastenden Materiales keine Folgen hat) dann kümmert man sich eben nur noch darum, in der Öffentlichkeit als großer Frauenbeschützer dazustehen. Die Juristenausbildung ist bei der Staatsanwaltschaft offenbar Perlen vor die Säue.

          Hier ziehen fatalerweise mehrere Tendenzen an einem Strang:

          – Die Presse lebt von Skandalen, und fast nichts ist skandalöser als das Leid einer unschuldigen Frau. (genau betrachtet auch nur eine Variante von „Sex sells“)

          – Die Justiz ist natürlich ein Beamtenapparat, der sich proflieren muss. Wenn die Presse schreit steht man natürlich Gewehr bei Fuß. (Als Hitler mehr Todesurteile forderte, lieferte die Deutsche Justiz ja auch willfährig, es mussten dazu kaum Gesetze geändert werden) Wenn der Beamtenapparat sich so profiliert, dann merkt man eben nicht wie schlecht er eigentlich arbeitet. So schafft man es, sich der öffentlichen Kontrolle zu entziehen und kann dann getrost das Recht ignorieren.

          – Der Lynchmob braucht Freaks, um sich von ihnen positiv abzugrenzen, um die dunklen Seiten des eigenen Seins auf Sündenböcke zu projezieren und in die Wüste zu schicken. Sex hat nun mal oft viele „dunkle Seiten“ (wer träumt nicht davon, seine Frau zu betrügen?) weshalb eben alles was als Sexalstraftat gilt Lynchmobinstinkte besonders triggert. (als ob es weniger verwerflich wäre, jemand zum lebenslangen Krüppel zu prügeln, einen Lynchmob wird aber viel eher einen Vergwaltiger „hängen“)

          – FeministInnen hatten noch nie irgendeine Hemmng, sich dieser niederen Instinkte zu bedienen. Feminismus andererseits ist ein hervorragendes Mittel, um solche niederen Instinkte als „humanistisch“ und „progressiv“ zu verbrämen

        • „Es ist wohl eher eine Frage des Zufalls, ob man als Unschuldiger mit einem Freispruch davonkommt, Deutsche Strafrechtsurteile haben keinen nachprüfbaren rationalen Wert. Letzte “Instanz” ist die Revision beim BGH, und dort wird nur anhand der Urteilsbegründung geprüft. “

          Aber nur, wenn die Eingangsinstanz das Landgericht ist. Gegen amtsgerichtliche Urteile gibt es eine Berufungsinstanz. Die allermeisten Anklagen wegen Vergewaltigung ohne Verwendung einer Waffe werden dort landen. Hierdurch hat man eine Instanz mehr, in der Widersprüche aufgedeckt werden können.

          „Für einen Richter ist es ein Leichtes, eine in sich stimmige Urteilsbegründung zu verfassen, er hat ja gleichzeitig das unanfechtbare Dokumentationsmopol: Wenn er nicht aufschreibt, dass die Zeugin widersprüchliche Angaben gemacht hat, dann hat sie keine widersprüchlichen Angaben gemacht, Punkt. Ein Gegenbeweis darf nicht angetreten werden.“

          Das Ziel sollte auch immer sein, es garnicht bis zur Gerichtsverhandlung kommen zu lassen. Immerhin schien ja die Ex vom Bellator nicht besonders helle zu sein (Beschuldigung zu einem Zeitpunkt mit Alibi).

  8. @Rex
    „Wenn sich der Vorfall nicht leugnen lässt?
    Abgesehen davon verwundert es mich schon schwer, dass gerade ihr als Maskulisten Frauen als mögliche Vergewaltiger einfach auszuklammern scheint. Natürlich haben sie es schwerer. Aber eine große, kräftige Frau hat immer noch Chancen gegen einen kleinen, schmächtigen Mann (und wie wir alle sicher wissen, Erektionen passieren und sind nicht unbedingt ein Zeichen sexueller Erregung), und es gibt auch immer noch KO-Tropfen oder “too drunk to consent”.“

    Das ist zwar richtig, aber hast Du mal Medienberichterstattung über Vergewaltigungen von Frauen an Männern verfolgt? Wer sich das allen Ernstes antut, nur um einen Seitensprung zu vertuschen, muss schon sehr hartgesotten sein. Männer ernten -anders als Frauen- eben nicht Mitleid oder Beschützerinstinkt, sondern Misstrauen, Spott und Häme. Die meisten Leute bilden sich ohnehin ein, dass Männer nicht vergewaltigt werden könnten.

  9. @Borat
    „Gestünde man dieses Recht auch Männern zu (auch in der Rechtspraxis, natürlich), würden viele Männer bei Forderungen wegen Kindesunterhalt behaupten es wurde gegen ihren Willen gezeugt.“

    Das Problem ist hier, dass dem Vater dieser Umstand bislang nichts nützt, selbst wenn er unstreitig ist. Eine Vergewaltigung durch die Kindsmutter hätte allenfalls Auswirkungen auf ihren eigenen Unterhaltsanspruch, nicht auf den des Kindes.

    Fazit: Vergewaltigte Frauen können auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse abtreiben, vergewaltigten Männern steht dagegen kein Recht zu, die Vaterschaft zu verweigern. Sie müssen Unterhalt zahlen und können allenfalls versuchen, bei der Mutter Regress zu nehmen. So sieht „rape culture“ in Deutschland aus.

  10. Mal OT:
    Ist es eigentlich Zufall, dass die beiden Kommentatoren, welche hier für das widerwärtigste frauenverachtendste Geschreibsel bekannt sind, erklären sie wären ja schon falsch beschuldigt worden?

    • Mir ist auch schon aufgefallen, dass die hier am aggressivsten auftretenden Feministinnen, die für das männerverachtendste Geschreibsel verantwortlich sind, erklären, früher missbraucht worden zu sein. Persönliche Erlebnisse scheinen das Bild vom anderen Geschlecht in erheblichem Masse zu prägen.

      • @Stephan: Nach manchen Äußerungen von Maren würde ich das eher als Kompliment auffassen ;-).

        @Kareem: Bingo, Ball treffsicher zurückgespielt. 😉

    • Und was Bellator Eruditus betrifft, hat er immerhin die Umstände seines Falls recht nüchtern und faktenbezogen geschildert. Meinst du, er lügt, was seine Angaben zum Verfahren und die Sache mit dem Alibi betrifft?

  11. Merkwürdig, dass dieser Artikel nicht mit dem Schlagwort „Falschbeschuldigung“ getagt ist, sondern mit etwas wie „Alle Gesellschaften dieser Welt unterstützen systematisch die Verharmlosung von Vergewaltigungen“. Ist das ironisch gemeint ?

    Was muss man denn machen, wenn man alle Artikel dieses Blogs suchen will, die sich mit dem Thema Falschbeschuldigung befassen ?

  12. Pingback: Falschbschuldigungsangst und Vergewaltigungsangst im radikalen Maskulismus bzw Feminismus | Alles Evolution

  13. Pingback: Maskulismus, Männerrechte und Familienrecht | Alles Evolution

  14. Pingback: „Wenn die Frauen ihre Furcht verlieren sollen, müssen die Männer diese Furcht erst selbst kennenlernen“ | Alles Evolution

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