Vergewaltigung, das besondere Verbrechen

Eine schöne Zusammenfassung und Kritik feministischer Positionen zur Vergewaltigung gibt es bei Roman Roter Mann in dem Artikel „Das besondere Verbrechen.Tilt

Dabei werden unter anderem folgenden Punkte aufgegriffen: (Links auf Artikel von mir zum gleichen Thema)

Meiner Meinung nach muss sich der Feminismus dringend ein sachlicheres Verhältnis zur Vergewaltigung zulegen. Die Ausgestaltung als Unterdrückungsmittel und schlimmstes Verbrechen der Welt, das mit keinem anderen vergleichbar ist, ist nicht mehr zeitgemäß. Auch der in Teilen deutlich werdende Männerhass sollte dringend überarbeitet werden. Das es Falschbeschuldigungen gibt und das Frauen diese taktisch einsetzen sollte ebenso klar sein, wie es Männerrechtlern klar sein sollte, dass es Vergewaltigungen gibt. Der Feminismus sollte sich zudem einen faireren Umgang mit der weiblichen und männlichen Sexualität zulegen. Das Konsensprinzip ist in der Gesellschaft nicht vermittelbar und auch nicht erwünscht. Ich halte auch die Bezeichnung „Survivor“ für einen reinen Kampfbegriff, die die Vergewaltigung in die Nähe des Mordes rückt. Nicht jede Vergewaltigung hat aber die gleichen schrecklichen Folgen.
Advertisements

191 Gedanken zu “Vergewaltigung, das besondere Verbrechen

  1. Die Pathologisierung der männlichen Sexualität ist eine Konstante des Feminismus in all seinen Ausformungen. Ist im feministischen Diskurs – und der Diskurs in den Massenmedien ist fast ausschliesslich ein feministischer – vom Mann und seiner Männlichkeit die Rede, so ist Vergewaltigung und Pädophilie stets Bestandteil der diffamierenden Charakterisierung des Mannes.

    Seit 40 Jahren wird wird „Männlichkeit“ diffamiert, verhöhnt, dekonstruiert. Dekonstruktion im feministischen Sinne, in diesem Kontext heisst, jedes positive männliche Selbstverständnis zu zerstören. Ist dieses teilweise gelungen, wird höhnisch von der „Krise der Kerle“, der „Krise der Männer“, dem „Auslaufmodell Mann“ schwadroniert. Ist die Identität zertrümmert, so die menschenverachtende Theorie des Feminismus, kann dem Mann sein „neues Rollenbild“, seine „neue Männlichkeit“ übergestülpt werden.

    Die neue Männlichkeit aber richtet sich nicht nach den Bedürfnissen des Mannes, sondern orientiert sich an seinem Nutzen, den er für andere generiert, insbesondere für die bürgerliche Frau, die unemanzipiert, wie sie ist, ihr geschütztes Refugium von „Heim und Herd“ in den ausserhäuslichen Bereich transformiert sehen will. Der Mann ist und bleibt das Objekt, dessen Wert sich einzig und allein an seinem ökonomischen Nutzwert, an seiner ökonomischen Verwertbarkeit misst.

    Die menschenverachtende Logik zeigt sich hier – ausser für den konformistischen, opportunistischen Gummihals – überdeutlich. Das ideologische Grundgerüst des Feminismus pathologisiert ein natürliches sexuelles Bedürfnis. Gemäss feministischer Theorie kontrollierte und unterdrückte das Patriarchat die Frau, indem der Mann u.a die Sexualität der Frau einschränkte und seiner Kontrolle unterwarf. Was liegt da näher als der Gedanke, den Mann mittels der Kontrolle über seine Sexualität zu beherrschen und zu kontrollieren, indem seine Sexualität pathologisiert wird. Nur bornierte, PSEUDOLINKE Ignoranten vermögen nicht zu erkennen, welch faschistischer Geist dem Feminismus eigen ist.

    • @Peter:

      Du solltest Feminismus, den es außerdem gar nicht gibt, nicht mit Alice Schwarzers ewig gestrigen Ansichten verwechseln. Zumal für Schwarzer Frauen nie wirklich wichtig waren, sondern nur ihre eigene Karriere.

      • Du solltest Feminismus, den es außerdem gar nicht gibt, nicht mit Alice Schwarzers ewig gestrigen Ansichten verwechseln.

        Man soll etwas, das es gar nicht gibt, nicht mit etwas verwechseln *lol*

        Widdewiddewitt wie sie gefällt..

      • @Nick:

        Dass du ständig gegen nen Pfosten rennst, ohne es offenbar zu spüren, ist einerseits bewunderungswert andererseits erklärt es deine eingeschränkte Wahrnehmung. Dein Kopf muss ja folglich eine einzige Beule sein. 😛

    • Ja Peter, den! Feminismus gibt es gar nicht, wenn er negativ besetzt ist. Wenn er positiv besetzt ist, hat der! Feminismus für die Frauen viel erreicht – warum eigentlich der 😉

      • @Beender:

        Es haben einzelne Feministinnen viel für alle Frauen erreicht. Die Betonung liegt auf Einzelne, oder ist dir schon mal das Manifest des Feminismus begegnet? Wenn ja, bitte ich um Quellenangabe.

      • @ lutschia
        Dann reden wir doch tacheles. Das, was bis dato erreicht wurde, wurde von engagierten Frauenrechtlerinnen unter sehr starker männlicher Beteiligung erreicht. No feminism at all!
        Die Jobmärchen – Bevormundung durch den Ehegatten – der Schwarzer aus den 70ern, welche schon in den 50ern unter der konservativen Regierung getilgt wurden sind genauso an den Haaren herbeigezogen wie so manch Anderes.

        Und ich sage es ein letztes Mal, schreib terminator, falls das eine Spanierin kann.

  2. @Christian:

    Meiner Meinung nach muss sich der Feminismus dringend ein sachlicheres Verhältnis zur Vergewaltigung zulegen. Die Ausgestaltung als Unterdrückungsmittel und schlimmstes Verbrechen der Welt, das mit keinem anderen vergleichbar ist, ist nicht mehr zeitgemäß.

    Wieso reduzierst du das auf den Feminismus? Die Berichterstatter in den Medien sind ja wohl nicht alle Feministinnen. Die Medien bagatellisieren Vergewaltigung ja im viel größeren Umfang. Also müsste deine Kritik an die bzw. an die gesamte Gesellschaft gehen. Einäugigkeit macht Diskurse zu niemanden nützenden Monologen.

    • „Die Berichterstatter in den Medien sind ja wohl nicht alle Feministinnen.“

      Natürlich sind sie das. Feminist zu sein ist heute eine Grundbedingung um zum gesellschaftlichen Mainstream zu gehören.

      „Die Medien bagatellisieren Vergewaltigung ja im viel größeren Umfang“

      Wie denn?

      • @Adrian
        Das meinst du doch nicht ernst, oder?
        Natürlich sind sie das. Feminist zu sein ist heute eine Grundbedingung um zum gesellschaftlichen Mainstream zu gehören.

        Dann wundert mich der Widerstand gegen „den Feminismus“ gar nicht mehr. Einfach dem Motto folgen „Alles Feministinnen, außer Mutti“ *kopfschüttel*

      • Wer heutzutage noch behauptet, dass die MS-Medien nicht in der überwiegenden Mehrheit gleichgeschaltet sind, der hat in meinen Augen einen an der Klatsche.

        Nehmen wir Österreich: Von der/die/das Standard, über die Wienerzeitung, über Profil, News, Falter, Österreich, den Großteil der „regionalen“ Zeitungen, wie „Tiroler Tageszeitung“ „Salzburger Nachrichten“, bis hin zum „Wirtschaftblatt“ alle, in meinen Augen unreflektiert, pro feministisch. Vielleicht manche Artikel in „Die Presse“ nicht, das war es dann auch schon.

        Ich erinnere mich an einen kritischen Artikel in „Der Standard“, der von der feministischen Front niedergemäht wurde, sodass sich sogar Professor Aigner veranlasst sah, eine Replik zu senden.

        In Deutschland nicht viel besser, FAZ, Taz, Süddeutsche alle zutiefst feministisch. Vielleicht, als Ausnahme, „Die Welt“.

        Auf welchem Planeten lebst du, Khaos.Kind?

      • Ja ich bin sehr verblendet und paranoid, wenn ich jeden zweiten Tag lese, was für mindere Gestalten Männer doch sind, nicht multitasking-fähig, von gestern, lieblos, gewaltbereit, Vergewaltiger, Witzfiguren, ein Geschlecht ohne Zukunft etc etc. Aber vielleicht liest du ja wirklich nur die „Spatzenpost“, dann nehme ich alles zurück 🙂

      • @Nick
        Eine negative Darstellung von Männern hat nichts mit Gleichschaltung zu tun (was machen überhaupt immer diese ganzen Nazi-Begrifflichkeiten im Geschlechterdiskurs) und liegen nicht unbedingt am Feminismus.
        Das mag in D so wirken, weil Feminismus v.a. über Schwarzer symbolisiert wird und dies nunmal prägende Aussagen von ihr waren (bei weitem nicht die wichtigsten aber das mit den argumentativen Triggern, die alles andere nebensächlich erscheinen lassen, kennen wir ja alle)

      • @Khaos.Kind:

        „Gleichschaltung“ ist tatsächlich der falsche Begriff, man müsste eher von Zeitgeist oder vom kulturell vorherrschendem Männerbild sprechen.

        und liegen nicht unbedingt am Feminismus.

        ..natürlich nicht. Feminismus hat auch nur alte (viktoriansiche) Vorstellungen wiederaufgenommen und umgedeutet.

        Das mag in D so wirken, weil Feminismus v.a. über Schwarzer symbolisiert wird und dies nunmal prägende Aussagen von ihr waren..

        Eben. Prägend.

      • @ Khaos.Kind

        *Das mag in D so wirken, weil Feminismus v.a. über Schwarzer symbolisiert wird und dies nunmal prägende Aussagen von ihr waren (bei weitem nicht die wichtigsten aber das mit den argumentativen Triggern, die alles andere nebensächlich erscheinen lassen, kennen wir ja alle)*

        Es ist ja nicht nur Schwarzer, es geht weit darüber hinaus.

        Es gibt, fürchte ich, eine „Urmisandrie“ in vielen, vielleicht allen Frauen, so wie es eine „Urmisogynie“ in vielen, vielleicht allen Männern gibt, überlagert von Begehren, Liebe, Abhängigkeit, Neid, Bewunderung, Verachtung in komplizierter Duchmischung und im Widerstreit.

        Hier 2 Beispiele aus der jüngsten Zeit

        Luise Pusch (auch Kommentare lesenswert)

        http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/meiler-und-keiler-abschalten-fukushima-dsk-und-was-zu-tun-ist/

        und auf Spiegel online

        Frau Sibylle Berg:

        http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,764589,00.html

        Was glaubt Frau Berg, wie sehr ich Frauen wie sie satt habe?

        Das interessiert aber weder Frau Berg noch SPON.

        Auf Gay West wurde dazu allerdings alles gesagt, was dazu zu sagen ist:

        http://gaywest.wordpress.com/2011/05/25/sibylle-hat-es-satt/#more-14676

      • @terminator
        „Wer heutzutage noch behauptet, dass die MS-Medien nicht in der überwiegenden Mehrheit gleichgeschaltet sind, der hat in meinen Augen einen an der Klatsche. …“

        ich gebe dir da uneingeschrenkt recht.

        @nick

        „„Gleichschaltung“ ist tatsächlich der falsche Begriff, man müsste eher von Zeitgeist oder vom kulturell vorherrschendem Männerbild sprechen….“

        die überwiegende mehrheit schreibt links/grün daraus resultiert das was du zeitgeist nennst. es ist der gefühlte zeitgeist der medienmacher.

        ob sich das auch so in der ddr angefühlt hat?

      • die überwiegende mehrheit schreibt links/grün daraus resultiert das was du zeitgeist nennst. es ist der gefühlte zeitgeist der medienmacher.

        Im diesem Sinne ist das ja nicht „links“, sondern misandrisch. Und das durchzieht das gesamte politische Spektrum. Historische Ursache ist imho ein „Wissenschaftlicher Diskurs“, der von radikalen Feministinnen bestimmt wurde (und z.T. noch wird) – „neuste Studien aus Amerika“ sozusagen.

        Es haben sich bestimmte Bilder habitualisiert, über die niemand mehr nachdenkt.

        Betroffen sind zwar fast alle Medien, ist aber der Dämlichkeit, Feigheit und Faulheit der Medienmacher geschuldet.

        Gleichschaltung wäre es, wenn andere Berichterstattung mit Sanktionen belegt wäre.

      • @nick
        mit sanktionen, wie in der ddr ist die berichterstattung sicher nicht belegt,
        aber kann man nicht von einer selbstzensur reden, die dann am ende so aussieht als wäre alles gleichgeschaltet?

      • @holger:
        aber kann man nicht von einer selbstzensur reden, die dann am ende so aussieht als wäre alles gleichgeschaltet?

        Bei Medienmachern, die sich dem Feminismus verbunden fühlen denke ich schon. Feminismus hat oft Selbstzensurmechanismen. Und dem Feminismus fühlen sich eben viele verbunden, wer will denn nicht Gerechtigkeit?

        Da Feminismus sich ab 1975 auf sexuelle Gewalt konzentrierte gilt dies im besonderem Maße: Das Vertreten einer differenzierten Ansicht gilt sehr schnell als „Täterschützerdiskurs“. In den 1980ern/1990ern kam das Tabuthema „sexueller Mißbrauch von Kindern“ ins Spiel, was das Ganze noch weiter verschärfte. Wer wollte sich auch nur dem leisen Verdacht aussetzen, mit Kinderschändern gemeinsame Sache zu machen? Wer wollte nicht Frauen, und erst recht Kinder, schützen?

        Um eine möglichst große Öffentlichkeitswirkung zu erzielen wurden „politische Zahlen“ gezielt erfunden (z.B. Wildwasser ev, eigene Angabe), die sexuellen Mißbrauch als allgegenwärtiges Massenphänomen darstellten. Die Dunkelziffer stieg inflationär immer weiter:

        1983 ging das Bundeskriminalamt von einer sechs- bis achtfachen Dunkelziffer aus. 1985 steigerte die Bundesregierung die Hell-/Dunkelfeld-Relation auf 1:8 bis 1:15. Dabei blieb es nicht. Die baden-württembergische Landesregierung hält neuerdings 1:20 für möglich. Als Rita Süssmuth noch Bundesgesundheitsministerin war, setzte ihr Ministerium in die Welt, es würden in der Republik „bis zu 300 000 Kinder im Jahr“ sexuell mißbraucht. Die Relation der Hell- zur Dunkelziffer – errechnet aus dem Verhältnis von rund 1500 verurteilten Tätern zu 300 000 Opfern – betrüge demnach 1:200.

        (Spiegel 48/1992, s.u.)

        Es brach in westlichen Gesellschaften eine regelrechte Hexenjagd aus, mit selbsternannen „Aufdeckerinnen“ – deren Hauptqualifikation darin bestand, die feministische Sexualitätsanalyse verinnerlicht zu haben und für die jeder Mann sowieso ein Vergewaltiger ist.

        Allerdings regte sich auch Kritik aus feministischen Kreisen, was wiederum auch vereinzelt eine differenzierte Berichterstattung ermöglichte. (Eine Frau unterliegt ja nicht dem Generalverdacht)

        Katharina Rutschky:

        „Alle Zahlen sind Fiktion“, urteilt Katharina Rutschky. Sie sollen die Gesellschaft „anfällig machen für eine ganz und gar phantastische Welt, in der die Sexualität der Feind Nummer eins im Leben der Kinder (und Frauen) ist“.

        Die Entwicklung habe, sagt Autorin Rutschky, außerdem ökonomische Effekte. Seit der sexuelle Mißbrauch diskutiert wird, expandieren auch die „einschlägigen Forschungsvorhaben und therapeutischen Einrichtungen“.

        Quelle: Spiegel 48/1992; http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13681761.html

        Auf der anderen Seite hat es der feministische Diskurs nicht geschafft, Pornografie einzudämmen und die „Nackedeis“ aus den Revolverblättern zu verbannen.

        Insgesamt ist die Entwicklung imho zu vielschichtig, um als Gleichgeschaltet zu gelten.

        Allerdings lässt sich eine durchgängiges männerfeindliches Ressentiment feststellen, das auf männerfeindliche Ideen des radikalen Feminismus (der ab mitte der 1970er ja kein „Gleichheitsfeminismus“ mehr war) aufbaut. Das Tabuthema sexuelle Gewalt war dabei das größte Einfallstor zur Massenwirkung.

    • Es verhält sich in meinen Augen so. Einerseits wird nach dem Diktum gehandelt, dass jeder alles machen können soll, und wer sich dagegen äußert, über repressive Toleranz zum Schweigen gebracht werden kann. Das geht stark auf den Marxismus, die Frankfurter Schule zurück. Diese repressive Toleranz wurde sehr wohl von den „Linken“, sozialmarxistischen Strömungen einerseits für Minderheiten ausgeschlachtet und andererseits für die damalige Frauenbewegung. Durch die stärker werdende Umweltbewegunge wurde das matriarchale im Sinne vom an die Natur bindenden weiter in den Vordergrund, und das „männliche“, Schaffende weiter abgewertet – zumindest in den westelichen Industrienationen, an den Universitäten und der Presse, wo der Diskurs letztlich entsteht. Sogesehen wurde es zum Zeitgeist Frau, das Weibliche als besser, das Männliche als schlechter zu sehen, etwas gegenteiliges zu behaupten ein Tabu. Dies wurde ans Toleranz“paket“ gekoppelt, sodass einen eine Form der repressiven Toleranz überkommt, wenn er sich gegen den Feminismus wendet.

      Gleichschaltung ist in diesem Sinne schon eine Möglichkeit. Denn für den Großteil der Menschen gilt, dass es gar nicht anders in ihren Köpfen ist, und dieser Zustand wurde, wie bei der lächerlichen 2-3% Quote der Falschaussagen bei Vergewaltigungen, in ihre Köpfer sprichwörtlich reingehämmert. Man muss es nur immer wieder wiederholen, dann bleibt es hängen, wusste schon Le Bon.

      Ihr dürft bitte nicht vergessen, dass diese Gleichschaltung schon seit langem versucht wird auch politisch über Gesetze zu sichern. „Positive Diskriminierung“ ist nur ein Beispiel. „Hate speech“ ein zweites. In einer demokratischen Gesellschaft dürfte es eine solche Form von Diskriminierung, aufbauend auf einer Ideologie, der wissenschaftlich widersprochen wird, nicht geben. Sogesehen ist der europäische Menschenrechtsgerichtshof, die EU ein Lobbyingverein, ein Witz.

  3. Vergewaltigung muss schlimmer als der Tod sein Christian, wäre dem nicht so, würden Floskeln, wie sie während des Bosnien- oder Kosovokrieges von heimischen Feministinnen getätigt wurden, der Maskulist hat es in seinem Buch aufgegriffen, ohne Sinn. Sogesehen sind Frauen, die vergewaltigt wurden immer größere Opfer, als 13jährige Jungen, denen man den Kopf abschnitt oder die man „humaner“ exekutierte.

    Ich zitiere:
    „Mütter von Soldaten haben eine Initiative gestartet, um eine weitere Eskalation des Krieges zu verhindern. Wir unterstützen diese Initiative und rufen alle Frauen auf, dazu beizutragen, die Gewaltspirale zu beenden. In brutaler Weise zeigt auch dieser Krieg im Herzen Europas: Es sind wieder einmal die Frauen und Mädchen, die Opfer von Mord, Vergewaltigung und Vertreibung werden …“

    Ne ne, die weit über 90% männlichen Opfer sind keine Opfer 🙂 Die stichhaltige Analyse solcher Aussagen in Xenos: Medusa schenkt man keine Rosen, S. 84.

  4. @ Christian
    „wie es Männerrechtlern klar sein sollte, dass es Vergewaltigungen gibt.“

    Schön, dass du das wenigstens so am Rande in einem Nebensatz erwähnst. Warum geht also dein Appell nicht gleichermaßen an den Maskulismus und an die Massenmedien, die dieses Verbrechen in hübscher Regelmäßigkeit leugnen, verharmlosen und dem Opfer mindestens eine Mitschuld, wenn nicht sogar die Hauptschuld geben, wie ich auch selbst schon darüber berichtet habe?
    http://onyx0815.wordpress.com/2011/02/24/uber-die-besonderheit-von-vergewaltigungen/

  5. Die Staatsanwaltschaft hat, im Fall Kachelmann, das mediale Reigen um die öffentliche Urteilsfindung begonnen.

    Offenbar hat sie mit einer breiten Vorverurteilung des Angeklagten gerechnet, was ihre erbärmlich schlechte Arbeit erfolgreich vertuscht und ihnen als oberste Frauenschützerbehörde einen Heldenstatus verliehen hätte.

    Wenn die Öffentlichkeit über Schuld und Unschuld diskutiert, dann selbstverständlich auch darüber, ob das mmO lügt. Der feministische Diskurs versucht, diese Diskussion partiell zu unterbinden, was darauf hinausläuft dass jeder Angeklagte in einem Vergewaltigungsprozess nur vorverurteilt werden kann

    Womit das totalitäre Ziel „Definitionsmacht“ schon fast erreicht wäre.

    Breitgetreten wurde das Sexualleben des Angklagten, und nicht das des Opfers. Es war auch nirgendwo die Rede davon, dass sie „es doch eigentlich gewollt hätte“

    Es war gezielte Strategie, den Angeklagten ob seines Sexuallebens vorzuverurteilen. Es ist wohl einmalig in der Prozessgeschichte, dass zunächst Zeuginnen zum Sexualleben des Angeklagten befragt wurden, und erst dann die Hauptbelastungszeugin.

  6. Ich hab bis hierher gelesen
    Meiner Meinung nach muss sich der Feminismus dringend ein sachlicheres Verhältnis zur Vergewaltigung zulegen.
    und dann wars auch wieder vorbei.

    Über Vergewaltigung kann mensch nicht sachlich i.S. von unbeteiligt und gefühlsarm reden.
    Das können Vergewaltigte nicht und nicht solche, die sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren – weil sie diese Erfahrung haben, das können Menschen (m/w) nicht, die diese Erfahrung nicht gemacht haben – weil sie nur schwer erfassen können, welch Überwältigung und Eingriff in die Persönlichkeitsrechte das sein kann, das können Vergewaltiger nicht, weil – ok, das ergibt sich eigentlich von selbst.
    Beim Roten Mann und auch hier kocht doch gleich die Emotion, weil ihnen vorgeworfen werden könnte, sie könnten Vergewaltiger sein oder werden. Weil manche sagen, dass alle Männer Vergewaltiger oder potentielle Vergewaltiger sind.
    – was redet ihr überhaupt mit solchen Menschen, die so undifferenziert polemisieren
    – setzt euch halt GEGEN Vergewaltigungen ein anstatt „Die lügt“ zu schreien
    Falls es euch hilft
    – alle Menschen sind potentielle Vergewaltiger/innen und/oder potentielle Mörder/innen, nur in unterschiedlichen Graden

    • @ Khaos.Kind

      Ich stimme Dir zu, wenn Du davon ausgehst, dass ein vergewaltigter Mensch keine sachliche Einstellung zu Vergewaltigung entwickeln kann.

      Aber die allermeisten „Believe-the-victim“-Propagandisten, die mit bewusst fehl interpretierten Statistiken hausieren gehen und damit implizit die Abschaffung der Unschuldsvermutung fordern, wurden nicht vergewaltigt, sollten fähig sein – und diese Sachlichkeit fordere ich ein! – auch das hohe Ausmaß an Falschbeschuldigungen zur Kenntnis zu nehmen.

      Auch falsch beschuldigte Männer sind Opfer einer Straftat, die das weitere Leben vernichtend überschatten kann.

      Die kommen, wie üblich, im feministischen Opfergeschwalle nie vor.

      • Roslin
        „Auch falsch beschuldigte Männer sind Opfer einer Straftat,“

        Für die der Falschbeschuldigung angeklagten Frauen gibt es aber keine Unschuldsvermutung. Der Kachelmannfall hat das klar gezeigt. Bewiesen wurde gar nichts. Weder für den einen, noch den anderen. Aber es steht fest, dass sie eine Falschbeschuldigerin ist, und damit eine Straftäterin. Komisch, nicht?
        Das kommt im maskulistischen Geschwalle ebenfalls nicht vor.

      • Der Kachelmannfall hat das klar gezeigt.

        Habe ich etwas verpasst? Wurde das mmO angeklagt und verurteilt?

        Ich höre immer nur: bereits die Vermutung, sie könnte falsch ausgesagt haben sei Skandal, eine täterschaftliche Förderung der „rape culture“

        Zitat Mädchenmannschaft:

        Es ist nicht das erste Mal, dass ein solcher Prozess von einem Diskurs begleitet wird, der Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung betont, die Glaubwürdigkeit der mutmaßlichen Opfer in Frage stellt und das Sexleben von mutmaßlichem Täter und Opfer ausschlachtet.

        Falsch ausgesagt sie nachweisbar, sie hat den „Er schläft mit ihr“-Brief Monate vorher auf einem anderen Drucker ausgedruckt und dann behauptet, sie hätte ihn am Tage der mutmaßlichen Vergewaltigung im Briefkasten gefunden. Sie hat keine plausible Erklärung dafür abgeben, warum sie das getan hat – sie blieb bei ihrer nachweislich falschen Version.

        Auf solche Tatzeugen kann sich gem. ständiger Rechtsprechung des BGH und BVerfG eine Anklage alleine nicht stützen, und das war auch der eigentliche Hauptpunkt der Kritik, die nun für viele als „parteiisch für den Täter“ gilt. Wenn keine weiteren Beweise vorliegen, dann darf eigentlich in so einem Fall gar nicht erst Anklage erhoben werden.

        (Dementsprechend die Aufhebung der U-Haft durch das OLG)

        Was nun tatsächlich vorgefallen ist, das wissen nur Kachelmann und das mmO.

    • @Khaos.Kind:
      Über Vergewaltigung kann mensch nicht sachlich i.S. von unbeteiligt und gefühlsarm reden.
      Das können Vergewaltigte nicht und nicht solche, die sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren – weil sie diese Erfahrung haben, das können Menschen (m/w) nicht, die diese Erfahrung nicht gemacht haben – weil sie nur schwer erfassen können, welch Überwältigung und Eingriff in die Persönlichkeitsrechte das sein kann, das können Vergewaltiger nicht, weil – ok, das ergibt sich eigentlich von selbst.

      Gesellschaftliche und rechtliche Normen müssen immer intersubjektiv Vermittelbar sein, d.h. du sagst eigentlich nichts anderes als dass Moral und Recht per se nicht funktionieren können.

      Damit landest du zwangsläufig beim definitionsmacht-Konzept, und damit bei der Aufhebung elementarster Grundsätze von Recht und Moral.

      Wenn für das Vergewaltigungsopfer gilt: „Die Erfahrung ist nicht intersubjektiv vermittelbar“, dann muss das wohl ebenso für die Sanktion des Vergewaltigers gelten. Wer hat schon im Knast gesessen und kann beurteilen, wieviel Jahre angemessen sind?

      Was dann übrig bleibt ist eine primitive Gesellschaft, in der das Recht desjenigen gilt, der der Stärkste ist. Und ewig sich fortsetzende Rache.

      Es geht nicht ohne intersubjektiv vermittelbare Prinzipien, und diese beruhen auf intersubjektiv vermittelbare Erkenntnisse z.B. darüber, was eine Vergewaltigung für das Opfer bedeutet.

      Und es ist auch sehr wohl möglich, die Folgen von Vergewaltigung sachlich zu untersuchen und z.B. in Relation zu anderen Verbrechen zu stellen.

  7. @ Khaos.Kind

    Es gibt keinen Widerstand gegen den Feminismus. Man sollte die paar Blogs nicht überbewerten.

    „Über Vergewaltigung kann mensch nicht sachlich i.S. von unbeteiligt und gefühlsarm reden.“

    Natürlich kann man das. Mensch redet ja auch sachlich und gefühlsarm über Morde, Körperverletzung und Kindesmissbrauch.

    „- setzt euch halt GEGEN Vergewaltigungen ein anstatt „Die lügt“ zu schreien“

    Das eine schließt das andere ja nicht aus.

    • @Adrian
      Es gibt keinen Widerstand gegen den Feminismus.
      Kannst du mir dann erklären, woher die antifeministische Bewegung ihre Motivation nimmt, wenn nicht aus dem Widerstand gegen Feminismus?

      Natürlich kann man das. Mensch redet ja auch sachlich und gefühlsarm über Morde, Körperverletzung und Kindesmissbrauch.
      Wär mir auch neu, dass in nur irgendeiner Weise darüber sachlich gesprochen würde.
      Gibts nen Amoklauf werden unsinnigerweise Computerspiele als Ursache deklariert (anstatt Waffengesetze zu verschärfen bzw. die Kontrollen zu verstärken), tritt Missbrauch in der Kirche auf gehts um das Zölibat und andere Dogmen, findet man tote Kinder in Kühltruhen werden die Vorsorgen für junge Mütter aufgestockt (obwohl derartige Fälle überwiegend von Frauen begangen werden, die bereits Kinder haben) etc.
      Da ist nichts sachlich oder angemessen, sondern alles emotionsgeladen. Manche Lobbyist/innen stellen sich dagegen etc.

      Das eine schließt das andere ja nicht aus.
      Nein tut es nicht. Nur wüsste ich noch von keiner Demo von Männern gegen Vergewaltigung und Gewalt an Schwächeren (die keiner offensichtlichen Minderheit angehören). Das muss eben nicht nur veral geäußert, sondern auch entsprechend medial rübergebracht werden.

      • „Nur wüsste ich noch von keiner Demo von Männern gegen Vergewaltigung und Gewalt an Schwächeren“

        Liegt vermutlich daran, dass Männer sich nicht als kollektive Täter sehen.

      • @ Adrian
        Es erscheint nicht sehr logisch, dass sich engagierte Menschen (wofür oder wogegen auch immer) automatisch als Täter sehen müssen.

      • @ Khaos.Kind

        *Nein tut es nicht. Nur wüsste ich noch von keiner Demo von Männern gegen Vergewaltigung und Gewalt an Schwächeren (die keiner offensichtlichen Minderheit angehören). Das muss eben nicht nur veral geäußert, sondern auch entsprechend medial rübergebracht werden.*

        Ich fühle mich auch nicht herausgefordert, gegen Morde, Raubüberfälle, Körperverletzungen zu demonstrieren.

        Was soll das denn bringen?

        Mich mit einem Schild aufzubauen auf dem geschrieben steht: „Bitte nicht morden. Morden ist böse und schadet der Gesundheit des Opfers!“

        Als ob sich Vergewaltigungen, Morde, Raubüberfälle etc. durch Demonstrationen beeinflussen ließen, als ob Mörder und Vergewaltiger durch Demonstranten von ihren Taten abzuhalten wären.

        Wenn ich darauf verzichte, an offensichtlichem Unsinn teilzunehmen, bedeutet das nicht, dass ich die Taten billige oder verharmlose, gegen die sich der unsinnige Aktivismus richtet.

      • Es erscheint nicht sehr logisch, dass sich engagierte Menschen (wofür oder wogegen auch immer) automatisch als Täter sehen müssen.

        Natürlich nicht. Es ging ja auch nicht um engagierte Menschen, sondern um die Motivation dafür, sich evtl. zu engagieren.

        Sich von einem Generalverdacht zu exkulpieren kann nun mal niemals ein ehrliches Motiv sein.

      • @Adrian
        Es geht nicht um Demo gegen kollektive Annahmen, sondern um Widerstand gegen die, die es eben betrifft und zwar nachweisbar.
        Oder gegen die abstrahierte Tat an sich, gegen z.B. sexuelle/sexualisierte Gewalt oder gegen Vergewaltigung/Misshandlung von Männern in Gefängnissen.

    • Adrian
      „Natürlich kann man das. Mensch redet ja auch sachlich und gefühlsarm über Morde, Körperverletzung und Kindesmissbrauch.“

      Nein, tut man nicht. Nirgendwo, wo Menschen Opfer von Gewalt werden, wird sachlich diskutiert. Das ist auch normal, denn wir sind soziale und emotionale Wesen und die wenigsten können sich davon ausreichend distanzieren, um wirklich „sachlich“ zu bleiben. Unterschiede gibt es nur im Ausmaß der emotionalen Erregung.

    • Wenn die ersten Feministinnen gegen falsch-positive Vergewaltigungvorwürfe durch Frauen und für eine strikte Anwendung von geltendem Recht bei Falschaussage auch für Frauen, in diesen Fällen, auf die Straße gehen, werde auch ich gegen Vergewaltigung protestieren gehen – weiß zwar nicht was das bringen soll, das eine ist kühle Berechnung, das andere in den meisten Fällen eine triebgesteuerte Affekthandlung, aber was solls 🙂

  8. Über den total entspannten Umgang von Antifeministen mit Vergewaltigungen klärt uns heute das bzgl. seiner Gewalterfaurhung nicht ganz so ehrliche Gewaltopfer T.R.E. Lentze auf:

    • Ja Frau Fritz, Männer sind Täter, fahren in fremde Länder und kaufen sich kleine Mädchen und Frauen und/oder vergewaltigen sie. Frauen sind Opfer. Punkt.

      Nur, was ist das? „Von 1982 bis 2007 sind nach Schätzungen 600 Tausend westliche Frauen als Sextouristen gereist.[6] [7] Die jährliche Zahl nordamerikanischer und europäischer Frauen, die als Sextouristen nach Jamaica reisen wird auf 80 Tausend geschätzt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Bumster

      Khaos.Kind hat zu recht auf ihrem Blog den männlichen Sextourismus angeprangert. Zu recht einen abschreckenden Film verlinkt. Aber es sind nicht nur die 17! jährigen Mädchen, die mit Schokolade „gelockt“ werden, es sind auch die 15, 16 jährigen Massai“krieger“, welche mit Geldgeschenken von reifen Europäerinnen zu sexuellen Aktivitäten verführt werden, und diese dann, mit Alkohol und Drogen verdrängen. http://antimisandry.com/deutsch-german/weiblicher-sextourismus-17225.html

      Ob es schlimmer ist als 15jähriger mit einer 70jährigen, nach deren Vorstellung Verkehr zu haben oder als 15jährige mit einem 70jährigen, nach dessen Vorstellungen, das wage ich nicht zu beurteilen – Sie etwa?

      Es ist alles nicht so einfach, wie Sie und andere „Feministinnen“ – ich habe gelernt, dass es Feminismus nicht gibt, also kann es die Abwandlung, „Feministin“ auch nicht geben – es uns weismachen wollen:

      Böser Mann, gute Frau!

  9. ‚Meiner Meinung nach muss sich der Feminismus dringend ein sachlicheres Verhältnis zur Vergewaltigung zulegen‘ – Feminismus ist eine Ideologie/Religion. Derlei schließt Sachlichkeit bekanntlich aus. Insbesondere bei sinnstiftenden Themen. Man würde einem gläubigen Christen auch kaum nahelegen, das mit der Wiederauferstehung doch beitteschön sachlicher zu betrachten.

    @lucia:
    Selbstverständlich gibt es feministische Manifeste – das ‚Manifest zur Vernichtung der Männer‘ (Solanas) und natürlich ‚Der kleine Unterschied …‘ vom Fräulein Schwarzer.

    • @Wolfgang Gogolin:

      das ‘Manifest zur Vernichtung der Männer’ (Solanas) und natürlich ‘Der kleine Unterschied …’ vom Fräulein Schwarzer.

      Ach, das sind doch keine Manifeste, die für alle Feministinnen bindend gelten, wie bspw. das Kommunistische Manifest für Kommunisten, sondern nur zwei Ansichten. Zumal nicht mal Simone de Beauvoirs Ansicht, als solches gilt. Wer daraus feministische Manifeste macht, hat schlicht und ergreifend keine Ahnung von der Sache. Denn gerade die vielfältigen Ansichten sind es, die mehr Erfolg hatten und haben, als jeder organisierte Feminismus je haben könnte.

      • ..es bedarf auch keiner Manifeste, Feminismus lässt sich – wie jede Bewegung oder Strömung – untersuchen, wobei durchaus eine Hauptströmung sowie vorherrschende und prägende Ideen auszumachen sind. Es gibt in dem Sinne auch kein nationalsozialistisches Manifest.

        Nix mit mystischer und unergründlicher Frau, sorry, this game is over.

  10. @ onyx
    „Es erscheint nicht sehr logisch, dass sich engagierte Menschen (wofür oder wogegen auch immer) automatisch als Täter sehen müssen.“

    Und warum sollte man speziell gegen Vergewaltigung demonstrieren? Ist das in irgendeiner Weise ein Problem, welches so häufig vorkommt, dass man es als gesamtgesellschaftlich brisant einstufen könnte? Ist es ein Problem, dass nicht gehört wird, für das es keinen Straftatbestand gibt und das tabuisiert ist?

    • @ Adrian
      Die netdoktor schreibt hierzu z.B. für Österreich:
      „1999 kamen in Österreich 535 Vergewaltigungen zur Anzeige. Davon waren 134 versuchte Vergewaltigungen, 428 Fälle konnten aufgeklärt werden. Dabei wird eine zehnmal so hohe Dunkelziffer angenommen, somit liegt die Zahl der geschätzten Vergewaltigungen pro Jahr bei ca. 5.000.“

      http://www.netdoktor.at/sex_partnerschaft/fakta/vergewaltigung.shtml

      Mir fehlt da das „mutmaßlich“, aber ist ja egal, eine getätigte Anzeige mit dem Vorwurf der Vergewaltigung ist schon eine Vergewaltigung.

      Ja, und wenn wir eine 100 mal so hohe Dunkelziffer annehmen, kommen wir auf 50.000. Das erinnert mich an die Aussage einer Frau vom Fach, in „Hart aber Fair“, sie sprach von ein paar 100 Prozent Dunkelziffer und davon, dass rund 60% der Frauen, der Dunkelziffer wohl gemerkt!, überhaupt mit gar Niemanden über diese schrecklichen Erfahrungen sprechen würden, also auch nicht mit ihr, der Ollen, die das behauptet.

      Ich mag zwar ein Dummerle sein, aber woher haben die dann die Infos?

      Es verhält sich wohl eher so:
      http://fathersforlife.org/fv/fbi_rape_stats.htm
      25-40% Falschbeschuldigungen werden angenommen

      Oder hier:
      http://www.foxnews.com/story/0,2933,194032,00.html

      Oder hier, denn Frauen machen keine Falschbeschuldigungen, außer sie möchten einen Tag frei bekommen 🙂
      http://www.kswo.com/story/9247223/woman-falsely-reports-rape-to-get-day-off-from-work?redirected=true

      Oder mal hier, guckst du:

      Have a nice day!

    • @Adrian
      Und warum sollte man speziell gegen Vergewaltigung demonstrieren? Ist das in irgendeiner Weise ein Problem, welches so häufig vorkommt, dass man es als gesamtgesellschaftlich brisant einstufen könnte? Ist es ein Problem, dass nicht gehört wird, für das es keinen Straftatbestand gibt und das tabuisiert ist?
      Wäre es kein gesamtgesellschaftlich-brisantes Thema – was denkst du warum wurde es dann in die Straftatbestände aufgenommen? Also in staatliche Verantwortung übernommen, dagegen vorzugehen?
      Meinst du das kommt von irgendwoher, aus einem Kopf der meinte „Hey, lass uns das mal staatlich und exekutiv verfolgen, könnte lustig sein“.

      Also ein bisschen Logik möcht ich hier schon erwarten können.

  11. @ Adrian
    „Ist das in irgendeiner Weise ein Problem, welches so häufig vorkommt, dass man es als gesamtgesellschaftlich brisant einstufen könnte?“

    Gewalt ist ja wohl durchaus ein häufiges Problem. Und selbst wenn es nicht so wäre, wäre trotzdem jeder Gewaltakt einer zuviel. Aber scheinbar stufst du ja Gewalt allgemein als wenig brisant ein.

    „Ist es ein Problem, dass nicht gehört wird,“

    Wenn man bedenkt, dass lediglich ein kleiner Bruchteil aller Straftaten überhaupt zur Anzeige gebracht werden, und die dann nicht selten nur aus Beweismangel ad acta gelegt werden, obwohl die Tat stattgefunden hat, kann man das durchaus so sagen, ja.

    • „Gewalt ist ja wohl durchaus ein häufiges Problem.“

      Nein, ist es nicht.

      „wäre trotzdem jeder Gewaltakt einer zuviel.“

      Ja, das ist natürlich eine schöne Kuschelfloskel, gegen die man nichts sagen kann. Aber was folgt daraus? Das man jetzt jeden Tag gegen Gewalt demonstrieren soll? Und das wenn man das nicht tut, Gewalt gut heißt?

      „Wenn man bedenkt, dass lediglich ein kleiner Bruchteil aller Straftaten überhaupt zur Anzeige gebracht werden,“

      Niemand kann wissen, ob es überhaupt eine Straftat gab, wenn sie nicht angezeigt wird.

      „und die dann nicht selten nur aus Beweismangel ad acta gelegt werden, obwohl die Tat stattgefunden hat,“

      Niemand kann wissen, ob die Tat stattgefunden hat, wenn es nicht genügend Beweismittel gibt.

      • @Adrian
        Gewalt ist ein häufiges Problem.

        Niemand kann wissen, ob es überhaupt eine Straftat gab, wenn sie nicht angezeigt wird.
        Dafür gibts die Dunkelfeldforschung. Überaus spannend. Beweist nichts, soll sie aber auch nicht. Sie gibt in etwa eine Ahnung darüber, wie oft eine bestimmte bereits im Strafkatalog erfasste Tat irgendwas hat (wie oft sie in etwa vorkommt, wie oft verfolgt wird, welche Motive etc.)

  12. „Nur ein kleiner Bruchteil der von Frauen sexuell genötigten Männer gehen vor Gericht, die Scham ist noch zu groß. Die Dunkelziffer liegt wohl im 1000 fachen Bereich, wie uns der Maskulist terminator mitteilte“.

    So what, behaupten kann man alles. Eine Straftat muss erst festgestellt werden, davor ist es eine Behauptung mehr nicht!

  13. @ onyx

    ‚Wenn man bedenkt, dass lediglich ein kleiner Bruchteil aller Straftaten überhaupt zur Anzeige gebracht werden, und die dann nicht selten nur aus Beweismangel ad acta gelegt werden, obwohl die Tat stattgefunden hat‘ – gibt es für diese kühnen Behauptungen belastbare Belege oder handelt es sich lediglich um intensiv gefühlte Dunkelziffern?

    Im Jahre 2006 wurden in ganz Deutschland 8.118 Vergewaltigungen angezeigt, es gab 13% Verurteilungen. Diese Zahlen lassen eher einen Rückschluss auf viele Falschbeschuldigungen zu, siehe auch http://www.polizei.bayern.de/content/4/3/7/vergewaltigung_und_sexuelle_n_tigung_in_bayern_bpfi.pdf

  14. „Im Jahre 2006 wurden in ganz Deutschland 8.118 Vergewaltigungen angezeigt, es gab 13% Verurteilungen. Diese Zahlen lassen eher einen Rückschluss auf viele Falschbeschuldigungen zu“

    Und welchen? Dass es sich bei den restlichen 87% alle um Falschbeschuldigungen handeln soll? Wenn das Thema nicht so ernst wäre, könnte man fast drüber lachen.

    • „… und welchen“
      Dass die Gesellschaft, anhand des Rechtssystemes, welches wir uns geben, rund 1056 Männer – wo sind die weiblichen Täterinnen? – für schuldig befunden hat, eine Vergewaltigung begangen zu haben.

      Nehmen wir rund 34 Millionen Männer im Alter von 16+ an (https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/gm.html), dann sind das rund 0,003 %, also 3 von 100.000 Männern, ein wahrlich schwerwiegendes Problem!!

      Wir sind alle potentielle Vergewaltiger.

      • @ terminator
        Findest du es wirklich angemessen, das Thema mit deinem Zynismus ins Lächerliche zu ziehen? Auch 0,003% verurteilte Vergewaltiger sind zuviel. Und vergessen wir nicht, dass da die nicht verurteilten und die gar nicht erst angezeigten nicht inbegriffen sind.

      • Ich finde es gelinde gesagt eine Frechheit auf diesem Thema seit 40 Jahren eine kontinuierliche Demütigung am bzw. Entwürdigung des männlichen Geschlechtes festzumachen. Und ja, angesichts der Zahlen ist es lächerlich die Hälfte der Bevölkerung zu diskriminieren.

        Übrigens der Witz wird nicht besser, wenn man ihn immer und immer wieder wiederholt.

      • So so, das eine ist eine Frechheit und das andere lächerlich. Ich sehe es ähnlich, nur andersrum.

        Es ist lächerlich, aus Kritik an sexueller Gewalt und dem Umgang mit den Tätern eine Diskriminierung zu zaubern, und eine Frechheit, sexuelle Gewalt lächerlich zu machen.

    • @ Onyx

      *Und welchen? Dass es sich bei den restlichen 87% alle um Falschbeschuldigungen handeln soll? Wenn das Thema nicht so ernst wäre, könnte man fast drüber lachen.*

      Das Schluss, dass die restlichen 87% der Fälle alle Falschbeschuldigungen seien, ist ebenso unzulässig wie der Schluss, alle diese Fälle seien Vergewaltigungen, die nur nicht erweisbar waren.

      Mit genau dieser Behauptung gehen aber Opfergruppen hausieren, wenn sie z.B. davon reden, nur 3 % der Anschuldigungen seien Falschbeschuldigungen.

      Der Anteil dürfte eher bei 40-50 % liegen, es gibt ja Anhaltspunkte und sogar vereinzelte Studien

      http://www.theforensicexaminer.com/archive/spring09/15/

      40-50 % Falschbeschuldigungen, das halte ich für realistisch, absoltut kein Thema im feministischen Diskurs, dem es in der Tat weniger um Wahrheit oder Opfer geht als um Diffamierung von Männlichkeit, siehe Peters hervorragenden Eingangskommentar.

      Das Spiel, das hier feministischerseits gespielt wird, ist mir auch vom Thema „Häusliche Gewalt“ her wohl bekannt.

  15. Eine Einschätzung von Prof. Püschel aus einem Bericht von Sabine Rückert in der ZEIT:

    „Bedauerlicherweise, sagt Püschel zu den Mannheimer Landrichtern, habe man in den letzten Jahren einen starken Anstieg sogenannter Fake-Fälle verzeichnen müssen, bei denen Personen sich selbst zugefügte Wunden präsentieren und behaupten, einem Verbrechen zum Opfer gefallen zu sein. Früher sei man in der Rechtsmedizin davon ausgegangen, dass es sich bei fünf bis zehn Prozent der vermeintlichen Vergewaltigungen um Falschbeschuldigungen handelte, inzwischen aber gebe es Institute, die jede zweite Vergewaltigungsgeschichte als Erfindung einschätzten.

    In Püschels Opferambulanz haben sich im Jahr 2009 genau 132 Vergewaltigte vorgestellt: Bei 27 Prozent der Frauen hielten die Ärzte die Verletzungen für fingiert, bei 33 Prozent für echt. Bei den restlichen 40 Prozent haben die Hamburger Rechtsmediziner nicht ermitteln können, wer der Urheber der Blessuren war: der beschuldigte Mann oder das Opfer selbst … “

    http://www.zeit.de/2011/09/WOS-Kachelmann/seite-1

    • @Wolfgang
      Darf ich dezent daran erinnern, dass Vergewaltigungen nicht immer mit Verletzungen einher gehen? (s. KO-Tropfen)
      Ist totaler Blödsinn eine „echte“ Vergewaltigung vom Grad der Verletzung abhängig zu machen und was eben keine „fremdzugefügte“ Verletzung ist, war keine Vergewaltigung. Das eine hängt mit dem anderen nur bedingt zusammen.

      Das Opferambulanzen das willkürlich zusammenbringen halte ich für überaus fatal.

      • Das eine hängt mit dem anderen nur bedingt zusammen.

        Wohl eher doch. Wenn ein Tathergang behauptet wird, der so nicht stattgefunden haben kann, dann liegt die Vermutung eines Fakens sehr nahe.

        Wenn jemand zur Polizei geht und behauptet: Man hat mir die Brieftasche geraubt. Dazu hat mir der Täter dieses blaue Auge hier gehauen!“

        ..und sich das blaue Auge als anders verursacht herausstellt, dann wird man wohl die Glaubhaftigkeit der Angaben des mmO in Frage stellen.

        Dann macht die Opferambulanz nichts Falsches, wenn sie davon ausgeht dass das mmO nicht die Wahrheit gesagt hat.

      • Ich sag dir mal hier tschüss, ich hab genug von diesem einäugigen gefakten Evolutions-Blog samt denen, die sich hier wohlfühlen.
        Wir lesen uns sicherlich woanders wieder.

        Wünsche dir noch ein schönes entspanntes Restwochenende.

      • @Lucia
        Dir auch noch ein schönes WE.
        Zum quatschen haben wir ja noch deine Blogs und sobald mein Studium mir wieder etwas mehr Luft lässt, schreib ich auch selbst wieder mehr 🙂 Und würd mich da natürlich über Meinung und Kritik von deiner Seite immer freuen!

        @Nick
        Darum bedingt. Kann, muss aber nicht.

      • @ Khaos.Kind

        Das, was in der Öffentlichkeit als K.O.-Tropfen-Anwendung herumgeistert, hat sich noch regelmäßig als zu viel Alkohol in Kombination mit anderen SELBST eingenommenen Drogen herausgestellt, meist übrigens ganz einfach zu viel Alkohol.

        Und vor Freunden/Bekannten/Eltern verfällt die junge Dame darauf, von K.O.-Tropfen zu schwadronieren, um ihr ganz und gar nicht damenhaftes Verhalten im Nachhinein zu rechtfertigen (häufig auch Motiv für eine Falschbeschuldigung!).

        Hier wird das „K.O.-Tropfen-Phänomen“ als urbane Legende bezeichnet:

        http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/crime/6440589/Date-rape-drink-spiking-an-urban-legend.html

        All das schließt nicht aus, dass vereinzelt K.O.-Tropfen eingesetzt werden.
        Nur ist mir kein einziger Fall bekannt, wo dies nachweisbar der Fall gewesen wäre.

      • @ Lucia

        *Khaos.Kind ist gemeint*

        Nur Khaos.Kind?

        Schade.

        Jetzt hatte ich mich bereits gefreut beim Runterscrollen.

        Muss ich jetzt Strafe zahlen in Deine Kaffeekasse wg. unautorisierten Freuens?

        Na egal, das Mädchen auf Deinem Avatar hat trotzdem ein schönes Lachen, über das ich mich freue, also: Dir ein schönes Wochenende!

        @Khaos.KInd

        Dann stellt sich aber die Frage der Mit-und Eigenverantwortung, denn meistens sind in solchen Fällen BEIDE betrunken, der Mann nicht weniger als die Frau.

        Nur:: Wenn sie wieder nüchtern ist und erkennt, mit wem sie da im Bett gelandet ist, darf er die Vergewaltigungsanzeige fürchten und ist plötzlich, ganz Mann, der Verführer der unschuldigen Frau, die selbstverständlich OPFA ist: des Alkohols, des Mannes, aber doch nie ihrers eigenen Handelns, Saufens, ihrer eigenen Sexualität.

        Trotzdem: auch dem Khaos.Kind mit dem trotzig-tapfer gereckten Kinn ein schönes Wochenende.

        Passt auf Euch auf.

        Und auf die Männer, die ihr liebt.

        Falls ihr welche liebt.

      • @Roslin
        Dann stellt sich aber die Frage der Mit-und Eigenverantwortung, denn meistens sind in solchen Fällen BEIDE betrunken, der Mann nicht weniger als die Frau.
        Je nach Grad fällt das dann unter „nicht schuldfähig“. Aber das ist jetzt nicht Thema.

        Dir auch ein schönes Wochenende und auch deiner Tippse. Pass auf sie auf, wenn sie wieder auf die Waage steigt und tröste sie ggf 😉

      • Es ist eigentlich ganz einfach.
        Alkohol enthemmt, d.h. auch schüchterne Frauen kommen in der Regel mehr aus sich raus, werden aktiver.

        Tut sie das nicht, liegt sie regungslos unter dir, evtl. an der Grenze zur Bewußtlosigkeit, dann LASS ET SEIN!
        Auch wenn sie selbst den 3. Wodka bestellt hat.

    • @Khaos.Kind:

      Darum bedingt. Kann, muss aber nicht.

      Eben doch. Püschel spricht ausschließlich von Frauen, die zur Opferambulanz kommen mit Verletzungen, die angeblich oder tatsächlich von einer Vergewaltigung herrühren.

      Du bezichtigst gerade einen anerkannten Gutachter eines ganz banalen Fehlers..

  16. Warum braucht es ein Sexualstrafrecht? Ist eine Vergewaltigung nicht eine Körperverletzung? Ich hab mit 18 mal im Ausgang auf die Fresse bekommen (leichte Körperverletzung), und litt ca. ein Jahr seelisch.

    • @ Messi

      *Meine Frage war nicht retorisch! Was meinst Du, Alexander?*

      Ich sehe keinen vernünftigen Grund für ein besonderes Sexualstrafrecht.
      Alle dort gefassten Straftatbestände ließen sich auch anderswo unterbringen, scheint mir, als juristischem Laien.

      Trotzdem ist seine Existenz nicht per se sexistisch, denn es schützt ja auch vergewaltigte Jungen/Männer, bestraft vergewatigende Frauen.

      Allerdings sind Teile sexistisch gefasst (Exhibitionismus).

      Gravierender ist die zunehmende De-facto-Beweislastumkehr bei Vergewaltigungsanschuldigungen, das was Gisela Friedrichsen meint, wenn sie davon redet, die Unschuldsvermutung werde durch die Opfervermutung ersetzt.

      Heute gilt von vorneherein die Anschuldigung einer Frau, sie sei vergewaltigt worden, zunächst einmal als absolut glaubwürdig.

      Was bei 40-50 % Falschanschuldigungen nicht gerechtfertigt ist.

      Der Mann muss quasi seine Unschuld beweisen, um rehabilitiert zu werden.

      Außerdem steht die Strafverfolgung und Bestrafung von Falschanschuldigungen, die seelische Vergewaltigungen darstellen, in keinem Verhältnis zum angerichteten Schaden.

      Falsch beschuldigte Männer, die sich manchmal das Leben nehmen, ihre Familien, Frauen, Kinder, Arbeitsplätze, Freunde, alle sozialen Bezüge verlieren, sind als Opfer noch weniger mitleidswürdig für eine femizentrische Öffentlichkeit, die das Wohlergehen und die Sicherheit von Mädchen/Frauen gegenüber der von Jungen/Männern priorisiert, als männliche Opfer gegenüber weiblichen es ohnehin sind.

      Und die Täterinnen kommen mit lächerlichen Strafen davon, falls sie überhaupt angeklagt werden, erfahren statt dessen viel öfter Mitleid und Verständnis.

      Dieser Sexismus liegt nicht in der Existenz eines Sexualstrafrechtes, sondern in unserer Frauenschützer-und Versorgerkultur, die männliches Opfer für weibliches Wohl als selbstverständlich ansieht, die Männer für das Wohlergehen von Frauen mehr in die Pflicht nimmt als Frauen für das Wohlergehen von Männern, eine Kultur, die mir darüber hinaus instinktiv disponiert erscheint, weshalb sie wohl auch nur entstehen konnte und so überaus zählebig ist.

      Diese Umkehr der Verhältnisse

    • @ Messi

      *Meine Frage war nicht retorisch! Was meinst Du, Alexander?*

      Ich sehe keinen vernünftigen Grund für ein besonderes Sexualstrafrecht.
      Alle dort gefassten Straftatbestände ließen sich auch anderswo unterbringen, scheint mir, als juristischem Laien.

      Trotzdem ist seine Existenz nicht per se sexistisch, denn es schützt ja auch vergewaltigte Jungen/Männer, bestraft vergewaltigende Frauen, zumindest theoretisch.

      Unterschiedliches Anzeigeverhalten/Vergewaltigungsempfinden lassen sich damit nicht regulieren, bestünden auch fort, wenn es kein Sexualstrafrecht gäbe.

      Allerdings sind Teile des Rechtes offensichtlich sexistisch gefasst (Exhibitionismus).

      Gravierender ist die zunehmende De-facto-Beweislastumkehr bei Vergewaltigungsanschuldigungen, das was Gisela Friedrichsen meint, wenn sie davon redet, die Unschuldsvermutung werde durch die Opfervermutung ersetzt, war ja im Falle Kachelmann und jetzt wieder im Falle Strauss-Kahn schön zu beobachten.

      Heute gilt von vorneherein die Anschuldigung einer Frau, sie sei vergewaltigt worden, zunächst einmal als absolut glaubwürdig.

      Was bei 40-50 % Falschanschuldigungen nicht gerechtfertigt ist.

      Der Mann muss seine Unschuld beweisen, um rehabilitiert zu werden.

      Außerdem steht die Strafverfolgung und Bestrafung von Falschanschuldigungen, die seelische Vergewaltigungen darstellen, in keinem Verhältnis zum angerichteten Schaden.

      Falsch beschuldigte Männer, die sich manchmal das Leben nehmen, ihre Familien, Frauen, Kinder, Arbeitsplätze, Freunde, alle sozialen Bezüge verlieren, sind als Opfer noch weniger mitleidswürdig für eine femizentrische Öffentlichkeit, die das Wohlergehen und die Sicherheit von Mädchen/Frauen gegenüber der von Jungen/Männern priorisiert als es männliche Opfer gegenüber weiblichen ohnehin sind („Es kamen 40 Menschen um, darunter 9 Frauen“, „Gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder“ usw.).

      Und die Täterinnen kommen mit lächerlichen Strafen davon, falls sie überhaupt angeklagt werden, erfahren statt dessen viel eher Mitleid und Verständnis („die arme Frau, zu solchen Mitteln musste sie greifen, um ein bißchen Liebe und Aufmerksamkeit zu erhalten, man muss ihr helfen!“).

      Dieser Sexismus liegt nicht in der Existenz eines Sexualstrafrechtes, sondern in unserer Frauenschützer-und Versorgerkultur, die männliches Opfer für weibliches Wohl als selbstverständlich ansieht, die Männer für das Wohlergehen von Frauen mehr in die Pflicht nimmt als Frauen für das Wohlergehen von Männern, eine Kultur, die mir darüber hinaus instinktiv disponiert erscheint, weshalb sie wohl auch nur entstehen konnte und so überaus zählebig ist.

      Das ist der eigentliche Sexismus, der nicht davon abhängt, ob ein spezielles Sexualstrafrecht existiert oder nicht.

      • Danke für deine kluge Antwort, Alexander. Trotzdem: ich glaube, dass der spätmittelalterliche (neuzeitliche) Hexenhammer mehr Frauen auf dem Sender hatte als das postmoderne Sexualstrafrecht

  17. @ Khaos.Kind
    Ja, die Dunkelfeldforschung. Kennt man ja: Dann kommen da so lustige Ergebnisse raus wie die, dass jede zweite Frau als Mädchen missbraucht, jede dritte vergewaltigt und jede schon mal sexuell belästigt wurde.

    Niemand hier kann mir weismachen, dass in unsere Gesellschaft Gewalt ein schwerwiegendes Problem ist.

    • @Adrian
      Kennt man ja: Dann kommen da so lustige Ergebnisse raus wie die, dass jede zweite Frau als Mädchen missbraucht, jede dritte vergewaltigt und jede schon mal sexuell belästigt wurde.
      Hast du dafür ne Quelle?

      Mit welcher Gesellschaft vergleichst du „unsere“ denn um zu dem Ergebnis zu kommen, dass Gewalt hier kein Problem ist?

    • Gewalt an Männern, Adrian – im öffentlichen Diskurs nicht, ja. Trotzdem stellen sie rund 2/3 der Opfer an Gewalt. Aber das interessiert doch Frau_Innen nicht 🙂

      • @ Terminator

        *Gewalt an Männern, Adrian – im öffentlichen Diskurs nicht, ja. Trotzdem stellen sie rund 2/3 der Opfer an Gewalt. Aber das interessiert doch Frau_Innen nicht *

        Es interessiert einige wenige Frauen durchaus, auch wenn die meisten Frauen sich in ihrem Opfernarzissmus wohlig eingerichtet haben.
        Nicht verwunderlich, da er allerseits eifrig bedient und gepflegt wird, AUCH UND GERADE VON MÄNNERN!

        Denn die interessieren sich ja selbst nicht für den Zustand ihres Geschlechtes, sind viel eifriger bemüht, Frauen zu helfen als Männern.

        Frauen helfen/schützen/versorgen zu können, macht Männer stolz.

        Männern helfen zu MÜSSEN, ist bestenfalls lästige Pflicht.

        Ein hilfsbedürftiger Mann ist ein Versager, ein unnützer Esser, der seinen Daseinszweck als Mann (Schützen und Versorgen) verfehlt, der seine Existenz nicht rechtfertigen kann.

        Er generiert eher Verachtung als Mitleid.

        Eine hilfsbedürftige Frau ist vor allem das: eine hilfsbedürftige FRAU.

        Frauen sind das Geschlecht mit dem eingebauten Opferappeal, das legitimerweise hilfsbedürftige Geschlecht.

        Eine Frau darf hilfsbedürftig sein, ist darum nicht weniger FRAU, wird darum eher weniger verachtet als ein hilfsbedürftiger Mann, der sein Mannsein verliert, der nicht nur hilfsbedürftig ist, sondern eigentlich lächerlich, quasi kastriert.

        Männliche Eunuchen sind lächerlich, nicht mitleiderregend, tendenziell.

        FÜR FRAUEN UND MÄNNER!

        Weshalb Männer Frauenpolitik machen und Frauen Frauenpolitik machen.

        Jungen-/Männerpolitik macht niemand, auch Männer nicht.

  18. Ja Adrian, viel mehr Gewalt wird in unseren Gesellschaften ausgeübt durch die Behauptung, Angst zu haben, als durch anarchische Gewaltausübung.

    • Hallo messi,

      Fakt ist doch wohl, dass die überwiegende Mehrheit der Opfer von Gewalt Männer sind, das sagt die Mord-, Körperverletzungsstatistik (64%) des BKA. Wo sind die altklugen Demonstrantinnen dagegen? Gegen Gewalt an Männern? 368.000 Fälle im Jahr sind ja nicht viel. Wo sind die Grün_Innen?

      Interessant ist doch auch, dass rund 7,6 % der Fälle als vollendete Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Männern nachgewiesen wurden, für das Jahr 2009. Bei den Straftaten gegen die persönliche Freiheit stellen Frauen rund 48% aller Täter. Weiter:

      „Im Jahr 2009 waren 24,9 Prozent der registrierten Tatverdächtigen Mädchen und Frauen. Bei der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht lag ihr Anteil bei 71,9 Prozent. Auch bei Entziehung Minderjähriger (49,1 Prozent) und bei Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten
      (44,6 Prozent) wiesen Mädchen und Frauen hohe Anteile auf. Es folgen einfacher Ladendiebstahl mit 40,2 Prozent und Waren- und Warenkreditbetrug mit 32,4 Prozent. Bei
      Körperverletzung betrug ihr Anteil 17,5 Prozent.“ Quelle: http://www.bka.de/pks/pks2009/download/pks2009_imk_kurzbericht.pdf

      Wahrlich ein unschuldiges Geschlecht.

  19. „Bei Körperverletzung betrug ihr Anteil 17,5 %“

    Wie hoch mag wohl die Dunkelziffer sein, all jener Männer, die nicht zur Polizei gehen, wenn ihnen ihre Freundin, Frau eine Ohrfeige gibt, sie boxt, die „Brustwarzen verdreht“ (King of Queens), ihnen Wasser ins Gesicht schüttet (Mömax Werbung, ORF), sie beschimpft, Sachen auf sie wirft etc etc.

  20. Pingback: Das Wort AM Sonntag – ¡Hasta nunca jamás! | Love me or leave me – - >

  21. Also: ausser bei der Verletzung der Fürsorgepflicht (es sind ja auch deutlich mehr Frauen fürsorgepflichtig) verstossen die Männer öfter gegen das geltende Recht. Wenn wir davon ausgehen, dass Frauen nicht das (moralisch) bessere Geschlecht sind, haben wir somit ein sexistisches Recht. Und ein Sexualstrafrecht,das Männer sanktioniert, die einer Frau sagen, sie habe geile Titten (die sie unsanktioniert zur Schau stellt) verschärft den Sexismus.

    • @messi
      Sexuelle Belästigung wird im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzt erfasst und nicht im Sexuelstrafrecht.
      In dem wiederum wird Exhibitionismus (§183) und Erregung öffentlichen Ärgernisses (§183a) behandelt.

      • Wo kein Kläger da kein Richter.
        Es steht dir natürlich frei, die Betreffende wgn. Erregung öffentlichen Ärgernisses zu belangen.

        Tut nur kaum einer.

      • Das ändert an der Grundaussage nichts. Bei Männern ist Exhibitionismus eine Straftat, bei Frauen eine Ordnungswidrigkeit. Was sollte es also strafrechtlich bringen, eine Frau wegen Exhibitionismus anzuzeigen? Es wäre kein Straftatbestand erfüllt. Du kannst es noch so schön reden, das ist eine klare Diskriminierung – wenngleich wohl für dich eine „positive“.

      • „Handlungen, die sich unter einen klinischen Begriff von Exhibitionismus subsumieren lassen, sind vor allem in den §§ 183 und 183a StGB normiert. § 183 StGB bestimmt, dass „ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, (…) mit Freiheitsstrafe bis zu einem anderen Jahr oder mit Geldstrafe bestraft“ wird. Es handelt sich grundsätzlich um eine Antragsdelikt, es sei denn, die Strafverfolgungsbehörden hielten ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung für gegeben. Bemerkenswert ist, dass der Straftatbestand des § 183 StGB entgegen der allgemeinen Entwicklung hin zu geschlechtsneutralen Formulierungen so ausgestaltet ist, dass er per definitionem nur von Männern verwirklicht werden kann.“ aus: Görgen: Rückfallgefährdung und Gewaltrisiko bei exhibitionistischen Tätern – Forschungsstand und Forschungsbedarf -, 15 (http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/fb88.pdf)

    • Jetzt verstehe ich dich. Natürlich wird Männlichkeit innerhalb staatlicher Normen mehr eingeschränkt als Weiblichkeit, das ist doch nichts Neues.

    • @messi

      Ja, ja, ich bin immer wieder überrascht, wie wenig Überraschendes es gibt.

      Lucia ging für mich recht eindeutig als Troll durch und hatte ein hohen Fremdschämfaktor und dennoch wird sie von den Frauen hier als eine Art unbedingt zu verteidigendes Teammember behandelt, statt dass selbst einmal eine von ihnen gesagt hätte:“Schalt doch mal bitte einen Gang runter“.

      Wenn ich jetzt deswegen ein klein wenig enttäuscht sein sollte, muss ich mir natürlich schon die Frage gefallen lassen, was ich denn erwartet habe.

      • @ Salvatore
        „Dass Maskulismus gelinde gesagt, nicht gerade die intelligentesten Männer anzieht …“

        „Dass die Dummheit dieses Adrians nur schwer zu toppen ist …“

        „Hegemoniale Sackärsche“

        „Maskulunismus-Kacke“

        „Maskulunismus-Dämlichkeit“

        … zu finden auf ihrem Blog. Ich werde sie auch vermissen, lucia.

        Und onyx meint:
        „Dieser Strang dort ist ein trauriges Zeugnis dafür, wohin es führt, wenn man Maskulisten gewähren lässt wie sie wollen.“

        Ja, genau, der Verfassungsgerichtshof sollte naturwissenschaftliche Kritik an feministischen Theoriengebilden unterbinden!

  22. Liebe Khaos, ich fühle mich bemüssigt, Christian ein Kränzchen zu winden. Er leistet hier grossartige Arbeit und bewirkt, dass Du mich intelligenter darstellst, als ich mich Dir darstelle.

  23. Interessant: Jetzt ist man schon dumm, wenn man meint, unsere Gesellschaft würde nicht nur aus geschlagenen, missbrauchten und vergewaltigten Menschen bestehen.

  24. Zur Zivilisation gehören nun mal missliebige Missen und mistende Mister. Witz beiseite: ich empfinde es als bereichernd, dass hier auch feministische Frauen mitdiskutieren. Vielleicht liegts am biologisch-wissenschaftlichen Licht, das Christian hier verbreitet, welches Mott..eh denkende Menschen an- oder auszieht

    • Wird dir nicht gefallen, aber selbst wenn es sich auf beide Geschlechter beziehen würde, würd das auch nichts an dem Sachverhalt ändern, das sehr viele heterosexuelle Männer weiblichen Exhibitionismus als begrüßenswert erachten.

      • Damit hast Du vollkommen recht, und das passt auch dazu, dass Männer gegenüber Frauen toleranter sind als umgekehrt; statistisch. Wenn ich mich richtig erinnere, hat Christian hier mal eine Studie präsentiert, die meine Behauptung stützt.

      • @Messi

        Nee, mit Toleranz hat das wenig zu tun, die meisten Männer sehen halt gerne Titten.
        Toleranz wäre es, wenn ihnen Brüste zuwider wären.

        @Adrian
        Es würden wenige Männer anzeigen, da sie sich weder davon gestört noch, und das ist wichtiger, bedroht fühlen.

    • @Adrian

      Nun ja, wenn man abends allein am Bahnhof sitzt und auf der anderen Seite der Gleise ein älterer, leicht abgerissener Mann seinen Penis rausholt um zu masturbieren, während er dich dabei anstarrt, ist dat nix Schönes. Wird einem auch ein bisschen anders bei.

      Ist mir mal so passiert. Zum Glück kam noch ein anderes Mädel und wir haben ihn in die Flucht geschlagen. 🙂

      • Maren, eine Frau, die nichts derartiges zu berichten hat, erscheint in unserer Gesellschaft als erlebnisarm, und eine Frau, die sich nicht schon mal von Männern bedroht gedacht hat als gefühlskalt. Dein bahnhöflicher Masturbator gefällt mir, zumal Du Dich durch ihn ja nicht bedroht gefühlt hast. Der arme Kerl hat ja nur sich selbst in Gefahr gebracht; Du fühltest Dich doch nicht ernsthaft begrabscht, oder…

      • Ok, erlebnisarm und gefühlskalt, süß.

        Das ist echt interessant, dass schlechte Erfahrungen in dieser Richtung eher ins lächerliche gezogen werden, als auch nur mal im allerweitesten Sinne zuzugeben, dass ein bestimmtes Verhalten eines Geschlechtsgenossen nicht ok war, ja sogar scheiße.
        Dieser Mann hat nicht das Recht, mich als Wichsvorlage zu benutzen, ich muß ihm auch nicht bei der Erfüllung seiner sexuellen Bedürfnisse zusehen. Punkt.
        Deswegen gibts Gesetze dagegen.

        P.S.
        Oh und ob ich mich bedroht gefühlt hab, so als 15-16jähriges Mädel.
        Er hätte ja nur 2 Treppen gehen müssen um zu mir zu kommen.
        Weg abschneiden wär auch möglich gewesen, wenn ich den Bahnhof hätte verlassen wollen.

  25. Pingback: #37 Vergewaltigung – lose Gedanken(3) « atheist raskalnikow

  26. @Maren

    „Es würden wenige Männer anzeigen, da sie sich weder davon gestört noch, und das ist wichtiger, bedroht fühlen.“

    Nur rechtfertigen irgendwelche „sonstwie“-Verteilungen keine Ungleichbehandlung vor dem Gesetz. Gerade weil ich mich selbst als Feministin bezeichne, muss ich Adrian hiermit

    „Klarer Fall von Sexismus, höchstrichterlich abgesegnet:“

    Recht geben.

    • @ketcar
      Wie gesagt, wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

      Exhibitionismus nach §183 StGB ist eine Straftat, die nur Männer betrifft.
      ABER
      Exhibitionismus einer Frau kann aber nach § 183a – Erregung öffentlichen Ärgernisses – strafbar sein.
      Wiki zu Exhibitionsismus
      Umfasst beide das gleiche Strafmaß, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, im Falle des Exhibitionismus vor Kindern mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren.

      BTW. ist nicht jede Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts eine Diskriminierung oder schlecht. Klingt komisch, ist aber so. (s. Muterschutz)

      • „Exhibitionismus nach §183 StGB ist eine Straftat, die nur Männer betrifft.
        ABER“

        Nix ABER. Es geht um die Botschaft, die mitschwingt und nicht um das Strafmaß.

        Stell dir doch mal vor, du kriegst als Frau etwas der Marke „Eine Frau, die sich der Unterhaltsabzockerei schuldig macht, wird zu einer Geldstrafe…“ zu lesen (hypothetisches Beispiel). Dann möcht ich den Verweis auf das Strafmaß mal sehen.

        Beim Mutterschutz hast du dir nicht unbedingt das beste Beispiel rausgegriffen. Jede Ungleichbehandlung muss sich zwangsläufig woanders bemerkbar machen.

      • PS.: „Ungleichbehandlungen vor dem Gesetz“schließt für mich die Formulierung von Gesetzestexten mit ein. Nur falls das nicht klar geworden sein sollte…

      • @ketcar
        Natürlich geht es um die Botschaft. Die besagt aber nicht, dass Exhibitionismus von Frauen nicht geahndet wird, sondern unter einen anderen Straftatbestand fällt.
        Ja, das ist eine Ungleichbehandlung. Aber keine Ungleichbehandlung vor dem Gesetz, denn das reagiert wie gesagt bei beiden Fällen mit dem selben Strafmaß. Das mit „weiblicher Exhibitionismus ist nur eine Ordnungswidrigkeit“ ist übrigens nicht korrekt.

        Warum das jetzt unterschiedlichen Fällen zugeordnet wird, keine Ahnung. Weiß von den anderen nur auch niemand wirklich.

        Ich will auch nicht sagen, dass ich diese Art der Formulierung befürworte. Es ist nur eben keine Diskriminierung.

      • Es ist nur eben keine Diskriminierung.

        Selbstverständlich ist es auch de facto eine knallharte Diskriminierung.

        Das Rechtssubjekt „belästigte Person“ ist schon mal etwas ganz anderes als das Rechtssubjekt „Öffentlichkeit“.

      • @Nick
        Super, ich hatte gehofft du mischt dich mal ein. 🙂

        Du hast doch MacKinnon gelesen (soweit ich das mitbekommen hab). Und die legt doch wunderbar dar, dass rechtliche nicht unbedingt eine Diskriminierung ist.
        Woran machst du jetzt fest, dass es doch unter (juristisch relevante) Diskriminierung fällt?

      • Du hast doch MacKinnon gelesen (soweit ich das mitbekommen hab). Und die legt doch wunderbar dar, dass rechtliche nicht unbedingt eine Diskriminierung ist.

        Nee, da kann ich mir nur Sekundärliteratur antun.

        MacKinnon legt vor allem dar, dass Heterosexualität die Ursache von Gewalt und Unterdrückung ist. Ich denke das genügt, um ihre Rechtsauffassung ohne weiteres komplett zu verwerfen.

        Zu 183a StGB:

        Ich habe gerade keinen Kommentar zur Hand. Deshalb:

        Von Rechtsanwalt & Fachanwalt für Strafrecht Dr. Böttner – Strafverteidiger, Hamburg

        Durch diese Regelung wird nicht die Würde des Einzelnen geschützt, sondern sein Recht auf Achtung seiner Anschauungen, die durch ungewollte und aufgezwungene intime Verhaltensweisen Fremder verletzt werden.
        [..]

        Zu 183 StGB:

        Von Rechtsanwalt & Fachanwalt für Strafrecht Dr. Böttner – Strafverteidiger, Hamburg

        Durch diese Norm sollen Personen vor Konfrontationen mit sexuellen Handlungen gegen ihren Willen geschützt werden. Die körperliche und psychische Integrität wird vor ungewollten sexuellen Eindrücken geschützt.

        http://rechtsanwalt-sexualstrafrecht.de/strafverteidiger/hamburg/exhibitionistische-handlungen-gem-183-stgb/

      • Ich bin einigermaßen erstaunt darüber, dass du offenbar immer von einer kleinen radikalen Minderheit der Feministinnen sprichst, und dann selber MacKinnon ins Feld führst.

        Scheint wohl doch ziemlich prägend gewesen zu sein, der 2.Welle Feminismus..

      • @Nick
        Magst du das noch ausführen?
        – Wann spreche ich von einer kleinen radikalen Minderheit der Feministinnen?
        – Minderheit bezogen auf was? (radikale Minderheit innerhalb „des Feminismus“ oder feministische Minderheit innerhalb der Gesellschaft)
        – Wie steht MacKinnon in bezug zu dieser Minderheit?
        – Wer sagt, dass „der 2.Welle Feminismus“ nicht prägend war?

        Zuviele Fragezeichen als dass mit deine Anmerkung irgendwas bringen würde.

      • @Khaos.Kind:
        Wann spreche ich von einer kleinen radikalen Minderheit der Feministinnen?

        Es entsteht der Eindruck, dies sei deine Auffassung (deshalb die Formulierung „offenbar“)
        z.B.:
        „Weil manche sagen, dass alle Männer Vergewaltiger oder potentielle Vergewaltiger sind.“

        „Das mag in D so wirken, weil Feminismus v.a. über Schwarzer symbolisiert wird und dies nunmal prägende Aussagen von ihr waren“

        Wenn das anders zu verstehen ist, sag bescheid.

        – Minderheit bezogen auf was? (radikale Minderheit innerhalb „des Feminismus“ oder feministische Minderheit innerhalb der Gesellschaft)

        Die Minderheit wäre bezogen auf Feminismus, der aber den „Mainstream“ stark beeinflusste.

        Wie steht MacKinnon in bezug zu dieser Minderheit?

        Es war ja, ab Mitte der 1970er, keine Minderheit innerhalb des Feminismus, sondern die Hauptströmung. Viele bezeichnen es als „cultural feminism“, so auch die Historikerin Alice Echols:

        Some feminists, most notably Alice Echols and Ellen Willis, held that after about 1975[2] most of what continued to be called „radical feminism“ represents a narrow subset of what was originally a more ideologically diverse movement. Willis saw this as an example of a „conservative retrenchment“[19] that occurred when the „expansive prosperity and utopian optimism of the ’60s succumbed to an era of economic limits and political backlash.“[19] They label this dominant tendency „cultural feminism“[2] and view it as a „neo-Victorian“[39] ideology coming out of radical feminism but ultimately antithetical to it.

        Der überwältigende Fokus dieser Strömung lag auf sexuelle Gewalt, und Heterosex war schon an sich ein sexueller Gewaltakt.

        Catherine MacKinnon: „if sexuality is central to women’s definition and forced sex is central to sexuality, rape is indegenous, not exceptional, to womens social condition“

        Der „cultural feminism“ etablierte sich als „women’s studies“ an den Universitäten und beinflusste dann den Mainstream, z.B. Justiz und Medien.

        Im Ergebnis haben wir heute ein vorherrschendes, sehr negatives Männerbild – wie u.A. Jim R. Macnamara eindrucksvoll empirisch nachweist.

        – Wer sagt, dass „der 2.Welle Feminismus“ nicht prägend war?

        Ich jedenfalls nicht.

      • Und die legt doch wunderbar dar, dass rechtliche nicht unbedingt eine Diskriminierung ist.

        Ja, das tut sie. Unter der Annahme, dass Vergewaltigung der Normalzustand ausnahmslos AllerFrauen ist, erscheint z.B. die Aufhebung der Unschuldsvermutung speziell für Männer nur allzu gerechtfertigt.

      • @ Nick

        *Im Ergebnis haben wir heute ein vorherrschendes, sehr negatives Männerbild – wie u.A. Jim R. Macnamara eindrucksvoll empirisch nachweist.*

        Für noch wichtiger und breiter aufgestellt halte ich die Arbeiten von Paul Nathanson und Katherine Young zu diesem Thema, ein Leitmotiv unserer gegenwärtigen (Populär-)Kultur.

        Spreading Misandry – The Teaching of Contempt for Men in Popular Culture

        http://www.amazon.com/Spreading-Misandry-Teaching-Contempt-Popular/dp/0773522727

        Legalizing Misandry – From Public Shame to Systemic Discrimination Against Men

        Ein weiteres Buch ist 2010 erschienen, habe ich aber noch nicht gelesen (über die Ideologie der Göttin)

        Ein vierter Band soll dieses oder nächstes Jahr erscheinen.

        Für mich ist Misandrie auch ein wesentlicher Faktor für das Abschmieren von Jungen in der Schule, diese Diffamierung und Pathologisierung von Männlichkeit an sich.

        Wer will schon unter-und oberschwllig permanent hören, dass man bemüht ist, zu verhindern, dass er zu einem Monster heranwächst, das ihm inhärent sei?

        Kein Wunder, dass immer mehr Jungs vor dieser misandrischen Realität in virtuelle (Computer-)Welten abdriften, wo sie ganz unbefangen stolz männlich sein dürfen, dort allerdings auf „positive“ Männerbilder treffen, die oft die übelsten Seiten von Männlichkeit „positiv“ darstellen, aber immerhin positiv.

        Wer vermittelt denn Jungs noch Stolz auf Männlichkeit, so wie die Pädagogik heute den Mädchen Stolz auf Weiblichket vermittelt?

        Jeder große Mann der Geschichte, der als Vorbild dienen könnte, wird doch klein geredet von den herrschenden Kleingeistern, wird zunächst mit einem ganzen Rattenschwanz von Negativklischees entwertet (eigentlich war er ein Frrauenfeind, hat seine Geliebten ausgebeutet, eigentlich war die Frau an seiner Seite die Erfinderin, eigentlich war er ein Schwein und weil er so ein Schwein war, war er so erfolgreich usw. und so fort, der ganze misandrisch-medisante Müll der sich zu kurz gekommen Wähnenden).

        Als ob man Nietzsche nachträglich noch einmal bestätigen müsste.

        Erbärmlich.

      • @Roslin: Ja, die Bücher von Nathanson & Young sind hervorragend.

        Allerdings fehlten ihnen leider die Mittel, ihre Arbeit empirisch gründlich zu verifizieren. Was einem dann in der Diskussion mit Feministinnen zumeist prompt under die Nase gerieben wird.

        Jim R. Macnamara liefert die Empirie sozusagen nach, und liefert darüber hinaus eine Argumentationsweise, die aus feministischer Sicht nicht zu wiederlegen ist.

    • Khaos.Kind
      Du legst es dir, wie immer, wie du es grad‘ brauchst. Einmal darf es Ungleichbehandlung nicht geben, beim Mutterschutz ist es OK, dann ist ein Unterparagraf, der auf dem Paragraf 183 juristisch fußt, dann gleichzuwerten wie der Hauptparagraf 183. Wäre es umgekehrt, wäre es wieder ein Skandal, patriarchale Herrschaft über die Strafjustiz.

      Im Übrigen ist die Erregung öffentlichen Ärgernisses, in Österreich, soweit ich mich erinnern kann, an Öffentlichkeit im Sinne von mehreren Personen, gebunden – bin mir aber nicht ganz sicher, was wiederum eine Diskriminierung darstellen würde.

      • @terminator
        Ich weiß du willst mich so verstehen, wie es dir gerade passt.

        Dass Mutterschutz nicht als Ungleichbehandlung zählt und nicht unter das Diskriminierungsverbot fällt, obwohl es nur eins der Geschlechter trifft, ist nicht auf meinem Mist gewachsen und sagt nichts darüber aus, wie ich das finde. (ich finds übrigens blöd und will ein gesetzliche Auszeit für beide Sorgeberechtigten des Nachwuchses, egal ob Mutter, Vater oder gleichgeschlechtliche Partner/innen)

  27. Also mir ist die ganze Diskussion schleierhaft. Wenn man jemanden aufgrund physischer Markmale gegenüber jemand anderem von vornherein als schuldig betrachtet, ist es dann nicht egal, ob das physische Merkmal die Geschlechtszugehörigkeit oder die Hautfarbe ist? Ist nicht beides rassistisch?

  28. Mal ’ne technische Frage:

    Kann man sich die Kommentare auch nach Datum/Uhrzeit sortiert anzeigen lassen? Also neueste oben, oder so? Das würde die Übersicht bei einer sehr großen Anzahl selbiger erheblich erleichtern.

    • @TechnischeFrage
      Wie die Kommentarstruktur verläuft, kann der Blogbetreiber oder die Blogbetreiberin einstellen. Und ja, da gibt es auch die Möglichkeit die neuesten Kommentare ganz oben anzeigen zu lassen. Jedoch auch nur innerhalb der vorhandenen Baumstruktur, ohne Rücksicht auf Uhrzeit/Datum.

      Als Leser/in hast du diese Möglichkeit leider nicht und musst dich mit dem abfinden, was eben eingestellt ist.

  29. Neue (?) Frage: Wie würde ein antifeminines Strafrecht aussehen (das ich mir nicht wünsche, sondern nur gedacht haben will, um einen Kontrast zum von mir behaupteten antimaskulinen zu erhalten)?

  30. Sorry, ich werde impertinent
    Liebe Khaos, welcher Tatbestand, der als sanktionierungswürdig gelten dürfte, könnte mehr Frauen sanktionieren als Männer. Ich bitte um einen Vorschlag.

  31. Ich impliziere doch, dass das Gesetz, insbesondere das Sexualstrafrecht, so formuliert und interpretiert wird, dass Männer öfter bestraft werden. Dich frage ich expliziert (tschuldigung, dass das so exaltiert daherkommt), weil Du vermutlich eine andere Lebenseistellung hast als ich, deswegen interessiert mich deine Antwort

    • Messi, ich sehe nicht, dass das Gesetz so uminterpretiert wird, ich sehe viel mehr, dass die Gesetzestexte bereits auf dies hinauslaufen, wiegleich sie die ander Form der Gewalt, die zumeist von Frauen ausgeübt wird, gar nicht erfassen können. Männer haben sich gesetzlich immer schon selber beschnitten, und Frauen standen besser da. Vergleiche es mit der Natur. Das physisch stärkere Geschlecht beschneidet sich über Gesetze seiner Stärke, sodass das physisch schwächere Geschlecht gleichgestellt ist. Und das war schon vor tausenden von Jahren so. Heute können kleine Mädchen große Männer ohrfeigen und nix passiert.

      Wenn wir wirklich einmal alle Karten auf den Tisch legen würden, für eine Gleichberechtigung und den Frauen alles aufzeigen würden, was sie dazu beizutragen haben, von welchen Sachen sie sich zu trennen hätten – männliche Art des Flirtens wird immer mehr fälschlich als Belästigung tituliert – weibliche Zurschaustellung gefördert.

      Wenn wir das alles einfordern würden, wäre es mit dem Feminismus schnell vorbei – darum machen die Feministinnen das auch nicht, sie sind ja nicht dumm, wissen sie doch, dass ihre Behauptungen nur durch zweierlei Aspekte an Gewicht erlangen:

      1. der Mithilfe der Männer, was wiederum dafür spricht, dass das Behauptete so niemals stimmen konnte. Wäre das Patriarchat das Patriarchat, hätte es den Feminismus niemals gegeben. Wer wirklich der Meinung ist, dass ein paar Weibchen, die sich den BH runtergerissen haben, eine strukturelle Änderung der Macht bewirken konnten, träumt.

      2. der Förderpolitik für Frauen, darum ist das, was in Goslar vorging auch so ein Skandal.

      • @Terminator
        *Heute können kleine Mädchen große Männer ohrfeigen und nix passiert.*
        Richtig, es passiert nichts.
        A) Bezweifele ich,dass ein „kleines Mädchen“ einem „großen Mann“ signifikanten physischen Schaden zufügen könnte (Tatbestand der Körperverletzung fällt also weg, als Beleidigung nach §185 wäre es allerdings anzeigbar) Fragt sich, warum sowas dann nicht häufiger zur Anzeige gebracht wird.

        *männliche Art des Flirtens wird immer mehr fälschlich als Belästigung tituliert *

        Aha. „Hey Süße, willste mal meinen Schwanz polieren“ ist also eine typisch männliche Art de Flirtens? Das war mir neu.

        *weibliche Zurschaustellung gefördert*

        Ja und von wem? Richtig. Männern.

        Mann, wird immer abstruser hier.

    • @messi
      Du beantwortest dir deine Frage eigentlich selbst
      Ich impliziere doch, dass das Gesetz, insbesondere das Sexualstrafrecht, so formuliert und interpretiert wird, dass Männer öfter bestraft werden.
      Wenn es nicht an den Gesetzen an sich liegt, sondern an der Auslegung – dann muss auch dort bei den auslegenden Personen „geschraubt“ werden und nicht an den Gesetzen.

      Wobei es zu beweisen wäre, dass
      – Männer häufiger nach dem Sexualstrafrecht angezeigt/angeklagt/verurteilt werden als Frauen
      – dies an mysandrischer Einstellung liegt
      – dies an mysandrischer Einstellung unter feministischem Einfluss liegt
      Vielleicht liegt es ja auch genau an den Geschlechterklischees. Wenn Sexualität „vom Eindringen (des Mannes) bis zu seinem Orgasmus“ definiert ist (und das war es bis vor wenigen Jahrzehten) – natürlich treffen Sexualstraftatsbelege dann auch nur Männer. Dafür können aber Feminist/innen nicht besonders viel.

      Ein sanktionierungswürdiger Tatbestand, der vorwiegend Frauen trifft?
      Nun, da gibt es den immerwährenden Streit um Abtreibungen (wann, wer, unter welchen Umständen, welchen Indikationen), der je nach Auslegung und moralischer Wertbasis zwischen Grundrecht und Mord schwankt. Der trifft nicht nut überwiegend, sondern NUR Frauen.
      In D fällt Abtreibung übrigens noch unter Straftaten – nur eben straffrei.

      @terminator
      Heute können kleine Mädchen große Männer ohrfeigen und nix passiert.
      Was soll passieren? Abgesehen von Marens Anmerkungen – wäre das „kleine Mädchen“ überhaupt straffähig?

      • @ Khaos Kind:

        Lässt du dich gerne ohrfeigen? Ist es richtig das ein Verhalten derart keine entsprechenden, angebrachten Sanktionen nach sich zieht?

      • @Galloway
        Ich gehe von rechtlichen Sanktionen aus, die es nicht nach sich zieht und ziehen kann, wenn Kinder unter einer gewissen Altersgrenze Erwachsene schlagen.

        Sanktionen auf anderen Ebenen (von Seite der Erziehungsberechtigten oder deren zeitweiligen Vertreter/innen in staatlichen/privaten Institutionen) braucht es selbstverständlich bei jeder Gewaltanwendung.
        Was nicht heißt, dass Erwachsene Kinder „zurückschlagen“ dürfen sollen.

      • @ Khaos Kind:

        Sanktionen auf erzieherischer Ebene waren auch gemeint. Zurückschlagen ist bei Kindern mit Gewalterfahrung zudem meist auch nicht sonderlich effektiv.

      • @ Maren und Khaos.Kind
        Mein Kommentar war eine Bemerkung zu dem vorangehenden Posting von messi. Er sollte die Behauptung des Patriarchats konterkarieren. Wenn Männer in einem patriarchalen System Rechtssysteme geschaffen haben, die natürliche Ungleichgewichte zwischen den Geschlechtern zu Gunsten der Frauen reglementieren, begrenzen bzw. relativieren, dann kann es mit einer patriarchalen „Macht des Stärkeren“ nicht weit her sein. Das wiederum würde nahelegen, dass entgegen der Behauptung eines Patriarchats, das Weibliche immer schon höher geschätzt wurde als das Männliche, was m.E. auch der Fall ist.

        Bezogen auf messi, heißt das, dass das Strafrecht natürlicih mehr weibliche als männliche Interessen schützt, bis hin zur „hate-speech“. Um es auf einen Post von mir verweisend zu sagen: Wenn ein 17jähriges Mädchen mit Schokolade zu Sex verführt wird ist das bedauerlich, ein Skandal „Schwanz ab“, wenn ein 15 jähriger Massaijunge von einer Sextouristin mit Geld geködert wird kräht kein Hahn danach.

        Das Beispiel „großer Mann, kleines Mädchen“ illustriert das und hat sehr wohl Bedeutung! Dadurch, dass man dem großen Mann „Handschellen“ anlegt, kann ihn sogar ein kleines Mädchen ungehindert ohrfeigen. Und die Männer, die allesamt noch im alten, doch so „überholten“ Männerbild gefangen sind, lassen es sich freimütig gefallen, denn wer schlägt schon eine offenkundig körperlich, in den meisten Fällen unterlegene Frau zurück, ohne vor Gericht dann viele Chancen zu haben als Opfer davonzugehen.

      • @ Khaos Kind:

        Es geht mir hauptsächlich darum das Gewalt von Frauen an Männern nicht begatelisiert wird und mit der vermeintlichen Begründung des „geringen“ Schadens abgetan wird. Zugegeben etwas OT aber ich hatte den Eindruck das wird etwas anders vertreten.

      • @Khaos.Kind:

        Ein sanktionierungswürdiger Tatbestand, der vorwiegend Frauen trifft?
        Nun, da gibt es den immerwährenden Streit um Abtreibungen (…) Der trifft nicht nut überwiegend, sondern NUR Frauen.

        Nunja, gerüchteweise sollten an Abtreibungen gelegentlich auch Ärzte beteiligt sein, und das sind mit Sicherheit zu einem signifikanten Teil Männer. Und nur die Ärzte können auch den besonders schweren Fall verwirklichen, während die Schwangeren als Mittäterinnen immer von der deutlich geringeren Strafandrohung des §218 III StGB profitieren.

        In D fällt Abtreibung übrigens noch unter Straftaten – nur eben straffrei.

        Ein beliebter feministischer Mythos. Wenn man die Lektüre des §218a StGB aber nicht schon nach der Überschrift beendet, so sagt dieser ausdrücklich, daß bei Beachtung aller Sicherheitsvorschriften der Tatbestand des §218 nicht verwirklicht, ergo auch keine Straftat begangen wird.
        (Ich bin über die Entstehung des 218a nicht vollständig im Bilde. Die ursprüngliche Fassung nannte den Abbruch nach Beratung wie auch heute noch bei einer medizinischen Indikation „nicht rechtswidrig“, diese Formulierung wurde aber vom BVerfG kassiert. Also haben wir nun diesen seltsamen Zwischenzustand: Rechtswidrig, aber doch keine Straftat.)

        Nett auch §218a IV StGB: Wird die Frist überschritten, macht sich die Schwangere nicht strafbar, der Arzt, den sie bequatscht hat, aber schon. Ich weiß nicht, wer sich das antut. Was, wenn die Frau hinterher Gewissensbisse bekommt und zwecks deren Linderung zur Polizei geht…? Dann beweis‘ mal, daß die Patientin sich damals in „besonderer Bedrängnis“ befunden hat.

        Aber die Frage nach Straftaten (oder Verhalten, das eine Straftat sein könnte, aber nicht ist), die ausschließlich oder zum großen Teil von Frauen begangen werden, ist wirklich eine spannende. Offenbar können wir an „typisch weibliches“ Verhalten tatsächlich kaum in Kategorien von Strafbarkeit denken. Davon, eine Tat überhaupt nur dann als Straftat zu deklarieren, wenn sie von einer Frau begangen wird, mal ganz abgesehen. (Aber da bin ich vermutlich eh der falsche, ich verstehe ja auch das mit dem Exhibitionismus nicht.)

        Laut PKS 2009 ist die einzige Straftat, die zum überwiegenden Teil von Frauen begangen wird, die Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht. Wenn wir die Erziehung hauptsächlich den Frauen zuschreiben, dann ist das tatsächlich eine Norm, primär weibliches Verhalten bestraft. Ein zweites Beispiel wäre die aktuell diskutierte (Oder ist das inzwischen durch?) einseitige explizite Aufführung der Strafbarkeit von Genitalverstümmelungen an Mädchen im StGB; da hat man offenbar auch vor allem weibliche Täter, zumindest bei der traditionellen Begehungsweise.
        Interessant ist, daß in beiden Fällen die möglichen Opfer Kinder (im zweiten sogar nur Mädchen) sein können. Zumindest eine weibliche Straftat, die sich nicht nur gegen Kinder, sondern auch gegen Männer richtet, habe ich dann aber doch noch gefunden, die Personenstandsfälschung: Wer ein Kind unterschiebt (…). Die wird allerdings so selten aufgedeckt oder verfolgt, daß sie in der PKS nur unter „sonstige Straftaten“ auftaucht.

        Bleibt die Frage, welches speziell weibliche Verhalten strafbar sein sollte, aber nicht ist. Das ist tatsächlich eine harte Nuß. Sind Frauen am Ende doch die besseren Menschen, haben wir da alle eine kollektive Denkblockade oder sind Frauen bei deviantem Verhalten doch einfach nicht „speziell“, stellen wie in vielem eher die Mitte als die Extreme?
        Du bist doch der Profi hier: Wie war das denn in den bösen, patriachalen Zeiten vor hundert Jahren; gab es da reine „Frauenstraftaten“?

        (Kurz vor Redaktionsschluß ist mir doch noch was eingefallen: Samenraub. Sollte IMHO eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung sein, wird heute stattdessen aber mit jahrelangen Unterhaltsansprüchen belohnt. Aber auch eine Norm dagegen würde vermutlich keiner frauenspezifisch formulieren, obwohl eine Begehung durch einen Mann schon einen reichlich konstruierten Fall erfordern würde…)

        NAL: Bombe 20

      • @Terminator

        *Wenn ein 17jähriges Mädchen mit Schokolade zu Sex verführt wird ist das bedauerlich, ein Skandal „Schwanz ab“, wenn ein 15 jähriger Massaijunge von einer Sextouristin mit Geld geködert wird kräht kein Hahn danach. *

        Das ist kompletter Blödsinn. Einfach…Blödsinn. Zeig mir einen Menschen, der bei Kinderprostitution nicht austickt.

        *Dadurch, dass man dem großen Mann „Handschellen“ anlegt, kann ihn sogar ein kleines Mädchen ungehindert ohrfeigen. *

        Du hast Recht! Ein Mann sollte das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht haben, ein kleines Mädchen durch eine Tracht Prügel in die Schranken zu verweisen.
        Worauf willst du mit deiner Argumentierung eigentlich hinaus?
        Dass die Handschellen das Gesetz sind, der den großen Mann in Schach hält? Dass er ohne diese die Möglichkeit hätte dem Kind eine zu verpassen, weil er der Stärkere ist?
        Ich glaub du redest dich grad um Kopf und Kragen.

      • @Galloway
        Ich möchte auch nicht, dass Gewalt von Frauen an Männern bagatellisiert wird.

        @Bombe 20
        Du bist doch der Profi hier:
        Wer? Ich?
        Steht hier irgendwo, dass ich Juristin bin oder wie kommst du da drauf? (v.a. nachdem du mir den §218 StGB „erklärt“ hast)

      • Maren du scheinst einige Sachen nicht ganz zu verstehen, das ist aber dein Problem. Es geht doch nicht um einen großen Mann und ein kleines Mädchen, es geht um das Bild, dass der körperlich im Schnitt stärkere Mann seiner Körperlichkeit sogar in einer Abwehrhaltung gegenüber einer FRAU! durch Gesetz und Sitte beraubt ist und er sich diese gesetzliche Regelung, allem Patriarchatsmythos zum Trotz wohl selber abgerungen hat.

        Verstehst du das jetzt endlich, es war ein kontakarierendes Bild. Es geht nicht um kleine Mädchen, Erziehung, etc.

        „Das ist kompletter Blödsinn. Einfach…Blödsinn. Zeig mir einen Menschen, der bei Kinderprostitution nicht austickt.“

        Glaubst du wirklich, dass unsere Gesellschaft Kinderprostitution bei Jungen und Mädchen nicht anders bewertet? Meinst du das wirklich? Spätestens wenn es sich um vorpubertäre Kinder – in Österreich unmündige Minderjährige – handelt trennt sich die Spreu vom Weizen. Kannst du dich noch an den Fall des 13jährigen Jungen und seiner Handballlehrerin erinnern? Was war da? Interviews mit der Frau und lästern über die Zwangsmoral. Meinst du, dass ein Mann, der eine Affäre mit einer 13jährigen hat in alle Qualitätsmedien kommt und als Opfer dargestellt wird? Ich glaube dies nicht.

        Wo sind die Reportagen über weiblichen Sextourismus, ein angeblich immens anwachsender Tourismuszweig? Ich sage dir wo die sind: Im Müll, denn das würde das immerwährende, weibliche Opfer entmythisieren.

        Im Mainstream zeigen, wie eine 65 jährige, reiche weiße Frau ihren Trieben freie Luft lässt und sich an 13, 14 jährigen Jungen vergeht, wird nicht realisierbar sein. Also mach die Scheuklappen auf!

      • *Glaubst du wirklich, dass unsere Gesellschaft Kinderprostitution bei Jungen und Mädchen nicht anders bewertet?*

        Ja das glaube ich. Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind.

        Bzgl. Kind: Wenn du keine kleinen Mädchen meinst, dann sprich auch nicht von welchen.

        *es geht um das Bild, dass der körperlich im Schnitt stärkere Mann seiner Körperlichkeit sogar in einer Abwehrhaltung gegenüber einer FRAU! durch Gesetz und Sitte beraubt ist *

        OMG. Tatsächlich sogar einer FRAU! gegenüber. Na sowas aber auch. Dabei sind Frauen doch dafür bekannt, dass sich sich gut verkloppen lassen. Sind ja auch von der Kraft her mit 8jährigen zu vergleichen.

        Nee, ich klink mich hier aus der Diskussion aus, das führt zu nix, ich werd nur unsachlich.

        Aber interessante Einblicke in dein Weltbild, ich dachte sowat gibbet schon gar nicht mehr.

      • @Khaos.Kind:

        Du bist doch der Profi hier:
        Wer? Ich?
        Steht hier irgendwo, dass ich Juristin bin oder wie kommst du da drauf?

        Sorry, aber Du bist AFAIK nunmal die einzige hier, die beabsichtigt, den Geschlechterkrieg berufsmäßig zu führen. Ich dachte halt, dazu gehörte auch eine skandalisierende Überblicksvorlesung über die Geschichte von 6000 Jahren (Ist das noch der Stand der aktuellen feministischen Forschung?) Frauenunterdrückung.

        (v.a. nachdem du mir den §218 StGB „erklärt“ hast)

        Oh, war das jetzt böses Mansplaining?

        B20

      • “ Glaubst du wirklich, dass unsere Gesellschaft Kinderprostitution bei Jungen und Mädchen nicht anders bewertet?*

        „Ja das glaube ich. Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind“

        Na dann lese mal was bei KhasoKind eine gewisse Sarah zu dem Thema geschrieben hat. Widerlich und Abstossend.

        Mädchen sind schutzbedürftig, Jungen sind in der Gesellschaft der letzte Dreck.

        Ich weiss wovon ich rede.

      • @Bombe 20
        Meine Grundlagen-VO begann bei Olympe de Gouges aber wann jetzt welches Recht welches Landes was regelte, das wär zuviel gewesen.

        Das mit dem Mansplaining hast du jetzt gesagt 😉
        Ich hab nur die Tatsachen wiedergegeben. (die Anführungszeichen waren darauf bezogen, dass du nich den Inhalt, sondern die Lesart des § dargelegt hast)

      • Ich hab nur die Tatsachen wiedergegeben. (die Anführungszeichen waren darauf bezogen, dass du nich den Inhalt, sondern die Lesart des § dargelegt hast)

        Wie kann man denn: „Der Tatbestand des § 218 ist nicht verwirklicht, wenn..“ anders lesen?

      • @ Maren

        *Das ist kompletter Blödsinn. Einfach…Blödsinn. Zeig mir einen Menschen, der bei Kinderprostitution nicht austickt.*

        Wie sehr hier mit zweierlei Maß gemessen wird, zeigte diese Studie in Kanada.

        http://www.canada.com/vancouversun/story.html?id=604d29af-5999-47ec-a156-0f5bc96954f2

        (80 % der sexuell missbrauchten Strassenjungen wurden von Frauen missbraucht)

        Wenn Frauen Jungen kaufen, störte das so wenig, dass es nicht einmal auffiel, all die Jahre.

        Kein Wunder: Mädchen fühlen sich missbraucht, wenn erwachsene Männer sie kaufen.

        Jungen sind sogar noch stolz, wenn erwachsene Frauen sie kaufen.

        Ihre Abwehr, sich als Opfer zu sehen, ist so stark, dass sie eher noch damit prahlen: „Ich (13-, 14-, 15-jähriges Kind, in der Regel psychisch so reif wie ein 11-, 12-, 13-jähriges Mädchen!) habe mit einer erwachsenen Frau geschlafen“, sagen, denken diese Straßenjungen oft.

        Dass sie in Tat und Wahrheit von erwachsenen Frauen benutzt wurden, beschlafen wurden, sie wissen es nicht und weil sie es nicht wissen, will die Gesellschaft es auch nicht sehen, denn schließlich: Wer nicht um Hilfe ruft, der bekommt auch keine.

        Wie praktisch, dass bereits Jungen nicht dazu neigen, um Hilfe zu rufen.

        Es bekäme in ihnen auch schlechter als Mädchen: Hilfsbedürftigsein ist unmännlich, Frauen wissen das, Männer wissen das, bereits Jungen wissen das.

        Unsere Kultur lehrt Jungen das, Mütter lehren Jungen das, Väter lehren Jungen das, ihre Instinkte lehren es sie.

        Und Mädchen wissen, dass sie Hilfe einfordern dürfen, man ihnen eher mit Mitleid begegnet, sie dem legitimerweise hilfsbedürftigen Geschlecht angehören.

        So ist es möglich, dass Männer von fast allem Negativen schlimmer betroffen sind als Frauen und trotzdem Frauen glauben, sie seien die Hauptopfer der Gesellschaft, hätten als erste Hilfe verdient, könnten das Gros an Hilfe beanspruchen, dass eine Gesellschaft zur Verfügung zu stellen vermag.

        So ist es möglich, dass man sich seit Jahren um die sexuelle Ausbeutung von obdachlosen Mädchen sorgt, um ihre sexuelle Ausbeutung durch Männer, und die sexuelle Ausbeutung von Straßenjungen durch Frauen einfach übersehen hat (weniger die durch schwule Männer!).

        Ein Grundmuster in der Geschlechterdebatte: Frauen sind das Geschlecht mit dem inhärenten Opferappeal, bei Frauen und Männern.

        Männer das Geschlecht mit dem inhärenten Täterappeal, bei Frauen und Männern, sogar bei den Straßenjungen selbst („ICH habe mit einer erwachsenen Frau geschlafen!“).

      • @ Alexander
        Nicht zuletzt deswegen sind die Abwehrhaltungen in den feministischen Kreisen, was sexuellen Missbrauch an Jungen, durch Frauen angeht, meiner Erfahrung nach so enorm. Würde auch dieses Thema enttabuisiert, wäre ein dauernder Opferstatus für alle Frauen nicht mehr aufrechtzuerhalten, was dazu führen würde, dass den Feministinnen letztlich die Frauen abhanden kommen würden – denn wer will schon aufs Konto einzahlen, wenn er bis dato Zinsen aus anderen Sparguthaben generieren konnte.

        Ich bin mir dennoch sicher, dass es auch für, sich an Kindern, Jungen vergreifende Frauen eine feministisch-korrekte Erklärung gibt. Das Patriarchat ist schuld, diese Frauen wurden von ihren Vätern misshandelt etc. pp.

        Irgendetwas wird schon passen 🙂

  32. Zum Thema männerfeindliche Werbung:

    http://www.maskulist.de/WERBUNG/Emotionale-Intelligenz-in-der-Werbung:OTTO-VERSAND.

    Die Mömax- und die FIAT-Punto-schlag-den-Kopf-gegen-die-Türe Werbung scheint noch nicht auf youtube zu sein, ich empfehle jedem einfach einmal 2 Stunden am Stück ORF zu gucken, dann kann man sie sehen.

    Aber wir haben ja Frau HH, die sich gegen sexistische, frauendiskriminierende Werbung einsetzt, jedoch den umgekehrten Fall gar nicht kennt 🙂

    Ich liebe es ein Österreicher zu sein.

    • Vielleicht ist es an der Zeit auch ein Männerministerium einzuführen. Eigentlich eine Zitrone wert um es im diestandard.at-Jargon zu formulieren.

      • Ich glaube, das wird auf nicht gerade viel Zuspruch stoßen, viele Faninnen – habe ich jetzt bei einer Bawag-Werbung für mich entdeckt – generieren.

    • Wenn es euch stört (was ich verstehen kann) schreibt an den Werberat.
      Wie es tausende Feministinnen, die dafür als humorlos und verbissen gebrandmarkt wurden („Wat haste denn,ist doch witzig“), auch getan haben.

      Soll auch manchmal funktionieren.
      http://maedchenmannschaft.net/die-geschichte-von-astra-und-dem-lustigen-%E2%80%9Etatsch-screen%E2%80%9C/

      BTW: Wat habt ihr denn, ist doch witzig? 😉
      (Hach ja, irgendwie erfrischend, nachdem man jahrelang die verklemmte Emanze war, die sich von ein bisschen Bikini in der Werbung direkt angegriffen fühlt. Nix für ungut.)

      • Äpfel mit Birnen vergleichen ist immer schön. Ich kenne keine Mainstreamwerbung wo Frauen als Flaschen tituliert wurden – macht aber nix, aber macht nichts, lach du nur. Aber wie heißt es so schön …

      • (Hach ja, irgendwie erfrischend, nachdem man jahrelang die verklemmte Emanze war, die sich von ein bisschen Bikini in der Werbung direkt angegriffen fühlt. Nix für ungut.)

        Tja, dummerweise steht hier die MacKinnonsche Sexual- und Objektivierungslehre gegen eine weit überwiegend negative und unvorteilhafte Darstellung in allen Medien, auch in denen, die als ernsthaft bzw. „wahrheitsvermittelnd“ betrachtet werden. Das verbliebene Positive wird überwiegend ausdrücklich als „weibliche Seite“ dargestellt.

        Aus Sicht der MacKinnonschen Lehre ist das selbstverständlich „erfrischend“, sie besteht bis in den innersten Kern nur aus primitivem Hass, sowohl gegen Heterosexualität als auch gegen alles Männliche.

        Selbstverständlich muss die MacKinnonsche Lehre sich mit dem sich ergebenden Gesamtbild der Darstellung von Frauen gar nicht erst aufhalten, schon jeder Einzelfall stellt eine massive Unterdückung aller Frauen dar.

  33. @terminator:

    Diese repressive Toleranz wurde sehr wohl von den „Linken“, sozialmarxistischen Strömungen einerseits für Minderheiten ausgeschlachtet und andererseits für die damalige Frauenbewegung.

    Die Anfänge der 2.Welle waren sicherlich von Marcuse geprägt. Marcuse hatte auch große Hoffnungen an das revolutionäre Potential der Frauenbewegung.

    Allerdings konnte das, was mitte der 1970er folgte sich diese ganzen mühsamen Verbiegungen und Verknotungen männlicher Ratio komplett sparen.

    Bei solchen Theorien wie die der „Rape Culture“ ist schon das „leugnen“ der Rape Culture ein gefährlicher Ausdruck eben der Rape Culture. Und weil die Rape Culture eine schwerster Eingriff in das Recht aller Frauen auf freie Entfaltung und körperlicher Unversehrtheit ist, sind hohe Sanktionen nur angemessen und stets verhältnismäßig. Für die konkrete Sanktion ist die jeweilige Bettgenossin zuständig, die kennt ja die wunden Punkte am besten. Diese berichtet der lokalen Frauengruppe, und erhält dann dafür im Gegenzug die Auszeichnung „richtige Frau“. Das private ist politisch.

    So einfach geht das – Frauen haben eben manchmal ein gutes Händchen für praktikable Lösungen 😉

  34. Ich glaube wir wurden mit diesem Prozess ALLE gelinkt.

    Kachelmann und Sabine sind schlechte Schauspieler. Irgendwie habe ich es vorher schon geahnt. Ja ich weiss kann man hinterher immer sagen.

    Dieser Prozess soll ablenken…welcher Prozess, der viel wichtiger ist läuft den gerade??? Der wirklich wichtig ist, wo es um sein oder nicht sein geht…jedenfalls für diesen Staat.

    Mann ich habs selbst nicht gerafft. Klop Klopf Klop vorn Tisch.

    Die Kachelmannstory ist eine reine Showeinlage Leute, um vom Buback-Prozess abzulenken, wo ja die Frage im Raum steht inwiefern der Staat selbst der Drahtzieher war und Verena Becker eine Verfassunsgschutzagentin.

    Wie oft war Kachelmann in den Medien, und wie oft Becker?

    DAS ist doch interessanter ein Vergewaltigungsprozess. Eine Agenten-Mord-Story in Real-Live wo der Staat mitdrinhängt.

    Aber ne, es geht um eine „banale“ Vergewaltigung die jeden Tag in Deutschland vorkommt.

    Schlimm für das einzelene Opfer, aber irrelevant zu dem was wirklich abgeht.

    Jedes Wort über diese Schmierenkomödie ist ein verlorenes. Billiges Ablenkungsmanöver, aber ich bin selbst drauf hereingefallen.

    Man wie konnte ich nur so dumm sein.

  35. Weiblichen sexuellen Mißbrauch gibt es öfter als man denkt.

    http://www.zimbio.com/The+50+Most+Infamous+Female+Teacher+Sex+Scandals/articles/7hrWhfmeIcL/50+Most+Infamous+Female+Teacher+Sex+Scandals

    Wenn ich mir die jedoch ansehe hätt ich selber nix dagegen. Ich war als 13 Jähriger auch auf meine Lehrerin scharf, so wie der Großteil der männlichen Klassenmitglieder 🙂 Es wird mit zweierlei Maß gemessen was dies betrifft. female -> male abuse wird gesellschaftlich immer anders bewertet. Es ist nur eine Frage wie sich auch anders auf die Jungen auswirkt? Irgendwer Studien?

    • @ Galloway
      Komisch, dass die alle so ein vorstehendes Kinn haben, oder besser, eine markante Gesichtsknochenstruktur.

      „Ich war als 13 Jähriger auch auf meine Lehrerin scharf, so wie der Großteil der männlichen Klassenmitglieder“

      Wenn ich zurückdenke waren wir auch alle scharf auf eine Lehrerin. Aber ich glaube, man sollte hier die Dinge auseinanderhalten. Im Regelfall ist die Sexualentwicklung eines 13jährigen wohl nicht mit der Sexualität einer erwachsenen Frau zu vergleichen und reden und tun sind zwei paar Schuhe. Ich muss dir ehrlich sagen, ich wüsste aus heutiger Sicht nicht, ob das so ein Segen gewesen wäre, wenn ich damals die Möglichkeit gehabt hätte, mit einer Lehrerin zu schlafen. Mich wundert, dass es dazu wenige Studien gibt. Jedoch ander:
      Pelusa und Putnam gingen schon 1996 davon aus, dass „unwanted sexual contact“ zwischen Frauen und Jungen „relatively common“ wäre.

      http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0890856709634043

      Hetherton schreibt 1999:
      „The paper demonstrates that in the context of what is known about child previous termsexual abuse,next term cultural beliefs which serve to idealize women and minimize their potential harm to children are largely invalid.“

      http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0145213498001197

      • Zumindest werden in Amerika auch die Frauen dafür hart, manchmal sogar zu hart verknackt. Die kennen da keinen Spass.

        Den meistens haben die Jungs ja mehr oder weniger freiwillig mitgemacht und eine Frau dann zu behandeln als wäre sie eine Vergewaltigerin ist zu krass, obwohl sie natürlich weg von der Schule muss.

    • @ Terminator:

      Naja ich glaube nicht das es ein Segen gewesen wäre. Ich hatte mein erstes Mal viel zu früh (mit einer Mitschülerin) und kann nicht sagen das es ein Segen war. Auch kein Fluch aber naja…

      „Komisch, dass die alle so ein vorstehendes Kinn haben, oder besser, eine markante Gesichtsknochenstruktur.“

      Naja die werden ja mehr Testosteron haben und dadurch geiler sein, wie die Bübchen halt ^^

      Zuviel auf einmal ist selten gut und ich glaub nicht das es für Jungen gut ist das „volle Program“ mit einer älteren Dame zu fahren. Vor allem wenns noch keine Vorerfahrungen haben. Die Auswirkungen von weiblicher Pedophilie sind ebenso in die Mainstreammedien zu bringen. Die Folgen werden imho ganz gerne verharmlost.

  36. Pingback: Das Ideal der bürgerlichen Dame | Alles Evolution

  37. Pingback: “Game of Thrones”, Sansa und die Vergewaltigung als das ultimative Böse | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s