Frauenparkplätze sind diskriminierend gegenüber Männern

Gerade fiel mir auf, dass ich in diesem Blog noch gar nichts über Frauenparkplätze geschrieben habe.

Ich verwerte da mal ein paar alte Kommentare von mir:

Was ist eigentlich die Rechtfertigung für Frauenparkplätze, insbesondere in Abwesenheit von vergleichbaren Männerparkplätzen?

Wenn es um den Schutz von Frauen geht, dann ist dem entgegen zu halten, dass Männer auch in Tiefgaragen überfallen werden können und häufig genau so schutzlos sind. Dürfen Männer nicht ängstlich sein? Sind Frauen per se schutzbedürftiger als Männer?

Was haltet ihr von einer Umbenennung in „geschützte Parkplätze“, mit einem Hinweis, dass diese für Personen freigehalten werden sollen, die sich in Tiefgaragen besonders bedroht fühlen?

Ein häufiges Argument ist, dass Frauenparkplätze der Sicherheit der Frauen vor sexueller Gewalt dienen.

Soweit ich weiss sind Vergewaltigungen in Parkhäusern überaus selten. Ist auch ungünstig, da viel offene Fläche und viel Publikumsverkehr.

Deutschland hat eine Vergewaltigungsrate von 11 pro 100.000 Einwohner (Da sind Männer enthalten). Bei dem größten Teil aller Vergewaltigungen kennen sich Täter und Opfer vorher, was bei einer Parkhausvergewaltigung nicht der Fall sein dürfte. Wikipedia spricht davon, dass sich in 2% der Fälle Täter und Opfer vorher nicht kennen. Das macht Parkhausvergewaltigungen bereits aus diesem Grund zu einer geringen Gefahr für Frauen.

Vergewaltiger dürften Waldstücke, abgelegene Strassen und ähnliches bevorzugen. In einem Parkhaus ist eine Frau daher nicht gefährdeter als in anderen öffentlichen Bereichen. Warum sie dann gerade hier besonders geschützt werden sollen, wohingegen ein Schutz vor anderen Gefahren für Männer nicht vorgesehen ist leuchtet mir nicht ein.

Ich sehe auch nicht, warum eine Frau vor einer Vergewaltigung besser geschützt werden muss als ein Mann vor anderen schweren Verbrechen, wie beispielsweise einem brutalen Raubüberfall, der sicher in Tiefgaragen häufiger vorkommt als eine Vergewaltigung.

Die Angst der Frauen vor Tiefgaragen wird durch die Frauenparkplätze wohl eher verschärft als eine tatsächliche Gefahr beseitigt. So wird nämlich eine Gefährungslage vorgegaukelt, die tatsächlich nicht besteht.

Wenn es darum geht Frauen ein Gefühl der Sicherheit zu geben, dann frage ich mich, warum man nicht auch Männern ein Gefühl der Sicherheit geben kann. Es soll tatsächlich auch Männer geben, die ein Parkhaus unheimlich finden.

Im Endeffekt verfestigen Frauenparkplätze, wenn sie mit dem Gefühl der Sicherheit begründet werden, Rollenklischees. Frauen = ängstlich, Männer=mutig. Eigentlich wäre ja ein mutiger „undoing gender“-Ansatz dem entgegenzuwirken und die Frauenparkplätze abzuschaffen.

Frauen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln wäre übrigens auch mit den von mir genannten „Schutzparkplätzen“ möglich. Nur das diese geschlechterneutral sind.

Ich für meinen Teil würde diese eher respektieren als Frauenparkplätze, weil ich bei Frauenparkplätzen weiß, dass sie von Frauen benutzt werden, die keine Angst haben und sich keine Sorgen machen (die gibt es!) und nicht einsehe, warum diese Frauen anderen Frauen die Parkplätze wegnehmen dürfen, ich aber nicht.

Weil es mehr Frauen gibt, die mehr Angst haben gibt es NUR Frauenparkplätze. Das leuchtet nicht ein. Wie wäre es damit zumindest 10 Prozent dieser in „Schutzparkplätze“ umzuwidmen? Warum muss sich ein Mann, der Angst hat, dafür verteidigen?

Würde man Frauen, die keine Angst haben, aber dennoch auf Frauenparkplätzen parken, darauf ansprechen, dass sie ängstlicheren Frauen die geschützten Parkplätze wegnehmen? Würde man Männer darauf ansprechen, warum sie auf einem Frauenparkplatz parken? Was würde als Grund ausreichen, einen Mann dort parken zu lassen?

Interessant auch: Frauenparkplätze gibt es nur in sehr wenigen Ländern. Sie scheinen in anderen Ländern nicht nötig zu sein.

169 Gedanken zu “Frauenparkplätze sind diskriminierend gegenüber Männern

  1. Frauenparkplätze bedienen den Opfernarzissmus von Frauen (Wir sind von allem Schlimmen am Schlimmsten betroffen! Helft uns, uns zu allererst, weil wir von allem Schlimmem am Schlimmsten betroffen sind!), der zwar statistisch unhaltbar ist (von allem Schlimmen sind Männer am Schlimmsten betroffen, in der Regel), der aber sowohl weibliche auch als männliche Instinkte triggert, der darum so willfährig politisch bedient wird (von Männern und Frauen).

    Sie sind nichts anderes als ein neuer Ausdruck des uralten Frauenundkinder-zuerst-Prinzips, das FeministInnen ja im Ernst nicht abschaffen wollen, sondern weiter ausbeuten.

    Denn in Wahrheit ist das Risiko für einen Mann, Opfer einer Gewalttat zu werden, viel höher als das Risiko einer Frau.

    Eigentlich also bräuchten Männer Männerparkplätze viel dringender als die sehr viel weniger gefährdeten Frauen Frauenparkplätze.

    Aber da wir in einer femizentrischen Gesellschaft leben, in der das Wohl von Mädchen/Frauen vor dem von Jungen/Männern rangiert, haben wir Frauenparkplätze, um das Geschlecht weiter zu schützen und zu privilegieren, das real bereits privilegiert und viel weniger gefährdet ist.

  2. @Roslin

    Ich glaube schon, dass viele Frauen meinen, dass sie bedrohter sind und ein Angstgefühl haben. Und das es ein Zugeständnis der Politik ist, im Sinne von schaut her, wir machen was und schützen die Frauen.

    Zumal jeder Plan Frauenparkplätze abzuschaffen oder das Ansinnen, sich gegen sie zu stellen, wahrscheinlich politischer Selbstmord wäre.

    • @ Christian

      *„Sie wollen also, dass Frauen Angst haben/Vergewaltigt werden/nicht geschützt sind!“
      Und dann muss man dagegen argumentieren*

      Ist das so schwer?

      „Sie wollen also, dass Männer, obwohl häufiger Opfer von Gewalttäten als Frauen, schlechter geschützt werden, weil sie die besonders geschützten Plätze nicht benutzen dürfen?“

      „Warum beanspruchen Sie für Frauen mehr Schutz als ihn Männer genießen?
      Sie wollen doch gleichberechtigt sein.
      Oder ist die Sicherheit und der Schutz von Männern weniger wichtig?

      Ist das Leben und die Gesundheit von Männern weniger wertvoll als das Leben und die Gesundheit einer Frau?“

      Man muss doch einfach nur den als selbstverständlich akzeptierten Narzissmus vieler Frauen mit der Realität konfrontieren und so bloßstellen.

      • @Roslin

        Sicher ist das schwer. Sie diskutieren ja nicht mit einer Person, sondern mit der Öffentlichkeit und allen dort umherwandernden Klischees.

        „Ist das Leben und die Gesundheit von Männern weniger wertvoll als das Leben und die Gesundheit einer Frau?““

        Da wäre dann die Antwort wohl „Männer werden ja auch nicht vergewaltigt. Frauen werden vergewaltigt. Wollen sie sichere Plätze für Vergewaltiger schaffen? Was schadet etwas mehr Vorsorge?“

        Da bringt dann eine Diskussion auch wenig. Klar sollte man es dennoch machen. Aber wer würde es einem danken? Die Männer doch wahrscheinlich auch nicht.

  3. Hab mich schon oft daruf gestellt als Mann 😉 ich sehe sowas gar nicht ein.
    Außer natürlich bei Behindertenparkplätzen.

    Habe aber seit 5 Jahren kein Auto mehr.

    • @ Holger

      *Hab mich schon oft daruf gestellt als Mann ich sehe sowas gar nicht ein.*

      Zumal mal Du ja die allerneuesten Gendertheorien auch mal für Dich in Anspruch nehmen kannst.

      Sie müssen ja nicht immer frauenprivilegierend wirken.

      Auf einem Frauenparkplatz zu parken ist für mich ein subversiver Akt gegen die Zwangsheteronormativität.

  4. *lach* Ich habe noch nie so intensiv über Frauenparkplätze nachgedacht. Ich habe mal eine Folge Sopranos gesehen, da wurde die Psychologin vom Mafiaboss vergewaltigt – im Parkhaus (!) und da dachte ich mir: „Hui, wie gut, dass wir Frauenpakrplätze haben.“ Und jetzt lache ich nur noch über mich selbst.

    Aber ich denke mal über die Argumentation nach: Wenn statistisch tatsächlich nur ca. 2 Vergewaltigungen auf 1.000.000 Menschen kommen, wobei sich Opfer und Täter nicht kannten, dann haben wir 160 solcher Vergewaltigungen im Jahr in Deutschland (ich hoffe, ich habe mich nicht verechnet). Nun ist natürlich die Frage welche davon in Parkhäusern geschehen. Aber ganz gleich, denn statistisch können wir hier ohnehin nicht mehr wirklich relevant argumentieren.

    Die Frage stellt sich aber nun, wie es in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Südafrika dabei aussieht. Es könnte ja sein, dass wir in unserer Gesellschaft eine so niedrige Vergewaltigungsrate haben, weil wir alles für den Schutz der Frau aufbieten und damit wären die gemessenen Zahlen nur Resultat unserer Vermeidungsstrategie und Schutzstrategie.

    Dass natürlich auch Männer schützenswert sind, leuchtet mir ein. Vielleicht können wir sogar, wie ihr es ja ungefähr getan habt, die psychischen Folgeerscheinungen eines schweren Gewaltverbrechens mit den Folgeerscheinungen einer schweren Vergewaltigung gegenüberstellen. Dann können wir auch die statistischen Zahlen ins Feld führen, warum Männer eigentlich viel schutzbedürftiger sind, da sie statistisch häufiger Opfer werden (die Gründe dafür müssten wir aber auch erstmal aufklären, kann ja auch wieder ein Selektionsfaktor im Spiel sein).

    Zu all dem fällt mir aber ein, dass es zunächst Aufgabe unserer Gesellschaft ist, die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen herzustellen und damit muss zunächst auf allen Ebenen gegen die Verfügbarkeit der Frau als Ding angegangen werden. Meine These wäre also, dass Frauenparkplätze wenig effektiv sind, wenn es um die Vermeidung von konkreten Vergewaltigungen geht, aber effizient, wenn es um die Einstellungen geht, die wir gegenüber Frauen in unserer Gemeinschaft einnehmen. Das Argument, was ich daraus ableite, lautet dann: Aufgrund vielfältiger Schutzmaßnahmen haben wir in unserer Gesellschaft eine Einstellung erlangt, die Frauen seltener zu Opfern von Sexualstraftaten macht (empirisch zu vergleichen mit Südafrika etc.), daher waren Frauenparkplätze sinnvoll.

    Aber egal: So wie es hier dargelegt ist, bin ich dann auch gegen Frauenparkplätze 😉

    • @Fibonaccie

      „da wurde die Psychologin vom Mafiaboss vergewaltigt – im Parkhaus (!) und da dachte ich mir: „Hui, wie gut, dass wir Frauenpakrplätze haben.““

      Sie wurde in Treppenhaus des Parkhauses vergewaltigt um genau zu sein. Und auf dem Weg zu einem gemieteten Parkplatz. Insoweit hätten ihr Frauenparkplätze nicht viel geholfen.

      „Aber ich denke mal über die Argumentation nach: Wenn statistisch tatsächlich nur ca. 2 Vergewaltigungen auf 1.000.000 Menschen kommen, wobei sich Opfer und Täter nicht kannten, dann haben wir 160 solcher Vergewaltigungen im Jahr in Deutschland (ich hoffe, ich habe mich nicht verechnet). Nun ist natürlich die Frage welche davon in Parkhäusern geschehen. Aber ganz gleich, denn statistisch können wir hier ohnehin nicht mehr wirklich relevant argumentieren.“

      Man müsste wahrscheinlich noch eine Dunkelziffer dazurechnen, aber auch hier wird davon ausgegangen, dass Anzeigen gegen Unbekannte nach überfallartigen Vergewaltigungen recht häufig angezeigt werden. Trotzdem kämen wir da zu einer sehr niedrigen Quote. Die Wahrscheinlichkeit vom einem Blitz getroffen zu werden liegt bei 1:1.000.000, die wahrscheinlichkeit einen tödlichen Flugzeugabsturz zu erleben bei 1: 150.000 pro Flug, die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Verkehrsunfalls bei 1:6000.

      2Es könnte ja sein, dass wir in unserer Gesellschaft eine so niedrige Vergewaltigungsrate haben, weil wir alles für den Schutz der Frau aufbieten und damit wären die gemessenen Zahlen nur Resultat unserer Vermeidungsstrategie und Schutzstrategie.“

      Das ist ein berechtigter Einwand. Allerdings gibt es recht wenig Länder mit Frauenparkplätzen. Ich meine Deutschland, Östereich, evt. die Niederlande und Indonesien (oder kennt jemand noch andere Länder?). Dort ist die Vergewaltigungsrate meines Wissens nach nicht deutlich höher.

      „Meine These wäre also, dass Frauenparkplätze wenig effektiv sind, wenn es um die Vermeidung von konkreten Vergewaltigungen geht, aber effizient, wenn es um die Einstellungen geht, die wir gegenüber Frauen in unserer Gemeinschaft einnehmen.“

      Wobei das, wie in dem Artikel schon angedeutet wurde, ja auch negativ gesehen werden kann. Es macht deutlich, dass Frauen besonderen Schutz brauchen, lässt sie also schwächer dastehen.
      Man könnte Frauenparkplätze unproblematisch unter „wohlwollenden Sexismus“ einordnen.

  5. @ Fibonaccie

    Für mich, Fibonaccie, bist Du kein besonders „schlimmes“, aber deutliches Beispiel für den Femizentrismus unserer Kultur (das Wohlergehen von Mädchen/Frauen steht im Zentrum fast aller Überlegungen, das von Jungen/Männern ist zweitrangig, ja sogar „investierbar“, wenn es denn nur dem Wohlergehen von Mädchen/Frauen dient), der geteilt wird von Frauen UND Männern.

    Zunächts ist bemerkenswert, dass gerade Vereewaltigung, die ein widerliches Verbrechen darstellt, unter allen widerlichen Verbrechen eine so herausgehobene Stellung einnimmt.

    Ist sie denn in ihren Folgen schlimmer als ein Überfall mit schwer verletzenden Folgen für das Opfer?

    Ich denke nicht.

    Vergewaltigung steht auch nur dann im Fokus der femizentrischen Kultur, wenn Frauen die Opfer sind.

    Die Vergewaltigung von Männern löst keine vergleichbaren Anstrengungen aus, scheint weniger schlimm zu sein.

    Deutliches Symptom: In den USA werden mehr Männer als Frauen vergewaltigt durch die rasant hohe Vergewaltigungsrate in US-Gefängnissen.

    Kein Grund, für Politiker und Politikerinnen, für Massenmedien, daraus eine große Sache zu machen oder gar energisch dagegen vorzugehen.

    Warum?

    Ich nehme an, weil Opfer und Täter männlich sind.

    Männliche Opfer erleben ja eine interessante Abwertung ihrer „Mitleidswürdigkeit“, weil sie meist Opfer männlicher Täter werden, als ob etwas von der Schuld des Täters auf das Opfer übertragen würde, als ob der nicht gewalttätige Mann, der Opfer eines gewalttätigen Mannes wird, weniger Zuwendung verdiente, weil er das Geschlecht mit dem Täter teilt.

    Was bei Frauen in der Regel nicht der Fall ist.
    Sie werden meist Opfer männlicher Gewalttäter, weil Männer die Masse der Gewalttäter stellen, aber das hilft ja männlichen Opfern nun nicht, die von männlichen Gewalttätern viel häufiger angegriffen werden als Frauen.

    Als ob hier ein „Recht geschieht ihm“ griffe, als ob man im männlichen Opfer immer ein wenig die Bestrafung des Tätergeschlechtes mit begrüßte.

    Hier wirkt die systematisch betriebene „Gewalt ist männlich“-Propaganda, triumphiert das Denken in Gruppen über die Achtsamkeit gegenüber dem Individuum, auch das typisch für Sündenbockideologien und ihre dehumanisierende Wirkung (obwohl es ja fatal human, typisch human ist, ihnen anzuhängen und sich von ihnen bestimmen zu lassen).

    Jungen/Männer sind weniger mitleidsauslösend als Mädchen/Frauen, stellen einen schwächeren Appell dar an die Hilfsbereitschaft von Männern und Frauen.

    Ich denke, dem liegen nicht nur soziokulturell begünstigende Faktoren zugrunde, sondern auch sehr tief instinktiv verankerte Handlungsmuster, bei Männern und Frauen, auch dem weiblichen Opfernarzissmus, der ja dieses Gefühl „Die Frau als vorrangiges Opfer“ so wunderbar triggert, der durch die übliche Reaktion der Männer auch so wunderbar bedient wird.

    Ein Krieg, bei dem über Jahre Frauen systematisch zum Abschlachten an die Front gezwungen würden, wäre wohl nicht führbar, weil das Männer und Frauen nicht verkrafteten.

    Das mit Männern genau das gemacht wird, gemacht werden kann unter dem einverständigen Hinnehmen der Väter UND Mütter dieser Jungen (mindestens einverständiges Hinnehmen, oft sogar aktives Hineinschämen, Hineindrängen von seiten nicht nur der Gesellschaft, sondern eben auch der Eltern, auch ein Hineinbestärken in die Uniform – Sarah Palin ist ja nicht die einzige Mutter, die öffentlich stolz darauf ist, dass ihr 19jähriger Sohn freiwillig in den Irak geht zum Töten und Verstümmeln, zum Getötet-und Verstümmeltwerden – wie „stolz“ wären solche Mütter, verweigerten sich ihre Söhne bei bestehendem Krieg mit Wehrpflicht?) ist für mich das deutlichste Symptom für diesen unterschiedlichen „Mitleidswert“ der Geschlechter.

    Der eben auch zu so etwas Banalem führt wie Frauenparkplätze für das Geschlecht, das wesentlich weniger gefährdet ist.

    • Ist sie denn in ihren Folgen schlimmer als ein Überfall mit schwer verletzenden Folgen für das Opfer?

      Der Unterschied zwischen einer Vergewaltigung und einem Raubüberfall mit Körperverletzung ist, dass es bei einem Raubüberfall um dein Geld deine Uhr etc geht. Die Körperverletzung ist Mittel zum Zweck.
      Eine Vergewaltigung hingegen hat in erster Linie mit Macht zu tun. Jemand verfügt gegen deinen Willen über deinen Körper , degradiert ihn und somit auch dich zum Gebrauchsgegenstand. Das ist entwürdigend und erniedrigend.
      Viele Opfer haben in der Folge Probleme mit Selbstvertrauen und einem gesunden Verhältnis zu ihrem Körper.
      Dazu kommt, dass in der Gesellschaft immer noch gemutmaßt wird, ob sie es evtl doch wollte, hat sie sich nicht genug gewehrt, truf sie aufreizende Kleidung, war sie gar angetrunken?
      Als ob diese Sachen einem das Recht auf körperliche Unversehrtheit nehmen würden! Das wäre bei einem Raubüberfall so nicht der Fall.

      „Deutliches Symptom: In den USA werden mehr Männer als Frauen vergewaltigt durch die rasant hohe Vergewaltigungsrate in US-Gefängnissen.
      Kein Grund, für Politiker und Politikerinnen, für Massenmedien, daraus eine große Sache zu machen oder gar energisch dagegen vorzugehen.“

      Nun, die Vergewaltiger in Gefängnissen sind die Alphatiere dort, Männer, die schon oft saßen und daher wissen, wie man sich im Gefängnisalltag behauptet.
      Daher sind sie wahrscheinlich mit Gefängnisstrafen schwer abzuschrecken, weil sie wissen, früher oder später lande ich so oder so wieder hier.

      „Männliche Opfer erleben ja eine interessante Abwertung ihrer „Mitleidswürdigkeit“, weil sie meist Opfer männlicher Täter werden“

      Das ist mir bisher nie aufgefallen, haben Sie da Beispiele?

      „Jungen/Männer sind weniger mitleidsauslösend als Mädchen/Frauen, stellen einen schwächeren Appell dar an die Hilfsbereitschaft von Männern und Frauen.“

      Das würde ich wenn überhaupt auf Männer eingrenzen, das ja ein Prinzip der westlichen Moral ist, den körperlich Schwächeren vor Übergriffen eines körperlich Stärkeren zu schützen.

      *Sarah Palin*
      Das dumme Huhn….

      • @Maren

        Bei einer Vergewaltigung geht es meiner Meinung nach nicht nur um Macht, sondern durchaus auch um Sex. Es ist ja auch zB beim „Date rape“ schwer vorstellbar, dass der Mann erst die ganze Zeit Interesse an Sex hat und versucht diesen auf konventionellen Weg zu erhalten und dann plötzlich umschaltet und alle sexuellen Motive hinter sich lässt um einfach nur Macht über die Frau zu bekommen.

        Wer bei einem Raubüberfall zusammen geschlagen wurde oder einfach nur ausgeraubt wurde, der kann natürlich auch einen Schock haben oder ein Trauma. Er kann ebenso Angst vor dunklen Ecken entwicklen und sich nicht mehr aus dem Haus trauen. Natürlich kann auch ein Raubüberfall schwere Verletzungen körperlicher und seelischer Art hervorrufen.

        Selbst wenn die seltener der Fall ist wäre es schon aufgrund der geringen Anzahl von Vergewaltigungen in Parkhäusern nicht gerechtfertigt nur Parkplätze für Frauen vorzuhalten.

        Ich glaube auch nicht, dass eine Frau, die in einem Parkhaus von einem Fremden, mit dem sie nichts zu tun hatte, vergewaltigt wird, irgendwelche Vorwürfe gemacht werden. Das mag bei anderen Vergewaltigungsfällen, die weniger überfallartig sind, der Fall sein, aber hier würde ich diese Gefahr als sehr gering einschätzen

        Und die Vergewaltigungsrate ist meiner Meinung nach in all den anderen Ländern, die keine Frauenparkplätze haben, auch nicht höher.

      • @Christian

        Natürlich geht es auch um Sex, völlig klar. Aber sag mir mal bitte, was ansonsten die Motivation ist, deinem Date KO-Tropfen ins Glas zu schütten, bzw. sie zu zwingen dir einen zu blasen, ansonsten haust du ihr die Fresse ein. Da geht es IMMER auch um Macht, nach dem Motto, die dumme Schlampe kann sich zieren wie sie will, ich bin trotzdem stärker als sie.

        *Raubüberfall*
        Natürlich kann es in schweren Fällen auch zu Traumata kommen, das streite ich ja gar nicht ab, genauso, wie es Frauen gibt, die mit einer Vergewaltigung besser oder schlechter zurechtkommen.
        Ich bin nur der Meinung, dass hier einiges stark verharmlost wird, so nach dem Motto „Frauen und ihre Wehwehchen“.
        Vielleicht können Männer sich das auch wirklich nicht vorstellen, wie das ist, wenn einem die Kontrolle über den eigenen Körper genommen wird und man zu einem Gebrauchsgegenstand degradiert wird.

        „Ich glaube auch nicht, dass eine Frau, die in einem Parkhaus von einem Fremden, mit dem sie nichts zu tun hatte, vergewaltigt wird, irgendwelche Vorwürfe gemacht werden“

        Wie wärs denn mit: „Was geht sie auch nachts allein in ein Parkhaus/eine unbelebte Straße entlang“ etc.

        „Und die Vergewaltigungsrate ist meiner Meinung nach in all den anderen Ländern, die keine Frauenparkplätze haben, auch nicht höher.“

        Gut, und selbst wenn es nur um das Gefühl von Schutz geht, was ist daran verkehrt? BTW, gegen geschlechtsneutrale Schutzparkplätze hätte ich auch nix, aber wahrscheinlich wäre es dann so, dass dann viele Helden aus Faulheit parken, wie soll man auch nachprüfen, ob jemand Schutzbedürftig ist?

      • Vielleicht können Männer sich das auch wirklich nicht vorstellen, wie das ist, wenn einem die Kontrolle über den eigenen Körper genommen wird und man zu einem Gebrauchsgegenstand degradiert wird. “

        Gibt ja auch männliche Vergewaltigungsopfer. Also ich denke so schwer tun die sich dabei nicht sich das vorzustellen. Allerdings kräht auch kaum ein Hahn danach. Schon mal von dem Schrecken von Vergewaltigungen an Männern irgendwo gelesen?

        Der englische Wikipedia-Eintrag benennt den diesbezüglichen Double-Standard sogar beim Namen:

        http://en.wikipedia.org/wiki/Rape#Other

        Im deutschen Artikel wird leider nur wenig belegt:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#Vergewaltigung_von_Jungen_und_von_M.C3.A4nnern

        Es ist zu vermuten das dies auf Grund der gesellschaftlichen Vernachlässigung dieser Thematik so ist. Die Folgen bei Männern sind auch nicht qualitativ anders als bei Frauen. Warum wird dies von vielen Frauen nicht ernst genommen?

      • @Maren

        „Natürlich geht es auch um Sex, völlig klar.“

        ich habe es deswegen noch mal deutlich hingeschrieben, weil nicht wenige feministische Richtungen davon ausgehen, dass es nicht um Sex geht, sondern nur um Macht. Es passt eben gut zu den drei „Grundannahmen des Genderfeminismus“. Darauf baut ja auch der Gedanke der „Rape Cultur“ auf

        „Aber sag mir mal bitte, was ansonsten die Motivation ist, deinem Date KO-Tropfen ins Glas zu schütten, bzw. sie zu zwingen dir einen zu blasen, ansonsten haust du ihr die Fresse ein.“

        ich denke diese Fälle sind nicht die häufigsten, gerade bei KO-Tropfen wird denke ich eher Panik geschürt. Die tatsächlichen Fälle sind demgegenüber recht gering.

        http://de.wikipedia.org/wiki/K.-o.-Tropfen

        n einer 2009 vom British Journal of Criminology veröffentlichten Studie wurden K.-o.-Tropfen als Urban Legend bezeichnet. Der Studie zufolge habe die Polizei keine Hinweise, dass K.-o.-Tropfen regelmäßig bei Vergewaltigungen eingesetzt werden. In den meisten Fällen sei die Ursache stattdessen exzessiver Alkoholkonsum.[7] Im Jahr 2008 wurde in einer australischen Studie festgestellt, dass keiner der 97 Patienten, die in einem Zeitraum von 19 Monaten in einem Krankenhaus in Perth wegen vermeintlichen Konsums von K.-o.-Tropfen behandelt worden waren, diesen tatsächlich ausgesetzt war.[7] Am Münchner Institut für Rechtsmedizin wurden zwischen 1995 und 1998 insgesamt 92 Fälle registriert, bei denen der Verdacht auf Verabreichung von K.-o.-Tropfen bestand. Häufigste Folgestraftat war hier nicht Vergewaltigung (13 % der Fälle), sondern Raub (47,8 %).[8] Einer Studie im Deutschen Ärzteblatt zufolge liege in den untersuchten Fällen häufig eine freiwillige Einnahme vor, in Großbritannien sei in den Jahren 2000 bis 2002 lediglich in 21 von 1014 Fällen eine unfreiwillige Einnahme von K.-o.-Tropfen nachgewiesen worden.[8]

        „Da geht es IMMER auch um Macht, nach dem Motto, die dumme Schlampe kann sich zieren wie sie will, ich bin trotzdem stärker als sie.“

        Das ein Machtfaktor dabei ist würde ich auch nicht bestreiten wollen.
        ich finde diese Auflistung der Typen ganz interessant:
        http://en.wikipedia.org/wiki/Motivation_for_rape
        – Anger rape
        – Power rape
        – sadistic rape
        – sexual gratification

        „Ich bin nur der Meinung, dass hier einiges stark verharmlost wird, so nach dem Motto „Frauen und ihre Wehwehchen“.“

        Ich nehme eine Vergewaltigung als Verbrechen durchaus ernst und möchte es keineswegs verharmlosen. Allerdings ist es eben durchaus ein relativ geringes Risiko, während andere Taten häufiger vorkommen und auch ein erhebliches Schadenspotential haben, vor dem berechtigte Ängste bestehen können.

        „Vielleicht können Männer sich das auch wirklich nicht vorstellen, wie das ist, wenn einem die Kontrolle über den eigenen Körper genommen wird und man zu einem Gebrauchsgegenstand degradiert wird.“

        Ich kann mir vorstellen, dass Frauen das tatsächlich extremer empfinden als Männer.

        „Wie wärs denn mit: „Was geht sie auch nachts allein in ein Parkhaus/eine unbelebte Straße entlang“ etc.“

        Okay, stimmt, dass könnte kommen. Aber bei einem Parkhaus nicht sehr wahrscheinlich. Zu den üblichen Ladenszeiten ist zudem ein Parkhaus eh selten leer.

        „Gut, und selbst wenn es nur um das Gefühl von Schutz geht, was ist daran verkehrt?“

        Das es ein irrationales Gefühl ist und durch dessen Betonung über Frauenparkplätze diese Angst eher noch betont wird und es nur Frauen zugestanden wird.

        “ BTW, gegen geschlechtsneutrale Schutzparkplätze hätte ich auch nix, aber wahrscheinlich wäre es dann so, dass dann viele Helden aus Faulheit parken, wie soll man auch nachprüfen, ob jemand Schutzbedürftig ist?“

        Das gleiche Problem hat man ja jetzt bei Frauen auch. Oder meinst du, dass Frauen ihr eigenes Vergewaltigungsrisiko in Vergleich zu anderen Frauen in die Parkplatzwahl mit einrechnen?

      • „Das es ein irrationales Gefühl ist und durch dessen Betonung über Frauenparkplätze diese Angst eher noch betont wird und es nur Frauen zugestanden wird.“

        Ich hab grad mal spaßeshalber Überfälle Parkhaus gegoogelt. Auch da scheinen Frauen häufiger überfallen zu werden. Vor allem natürlich auch alte Frauen. Da gehts ja dann wohl nicht nur um Vergewaltigung.
        Und selbst wenn es ein irrationales Gefühl ist, es sind meist 3 Parkplätze von 100. Und wenn sich dadurch eine alte Frau oder eine alleinfahrende Frau oder eine Frau die bereits schon mal Opfer von Gewalt wurde sicherer fühlt, ist das doch ne gute Sache!

      • @Maren

        Da müsste man wohl mal eine Statistik haben. Die Frage ist auch wie viel häufiger Frauen in Parkhäusern ausgeraubt werden (wenn es denn so ist) und warum man dann nicht zumindest einen Teil der Parkplätze auch für Senioren bereithält. Vielleicht sind auch nur allgemein Senioren beliebte Ziele und die Frauen in dieser Altergruppe einfach häufiger vertreten, weil die Männer früher sterben.

        Teilweise gibt es gesetzliche Quoten von bis zu 10% für Frauenparkplätze.

        Es wäre ja auch eine gute Sache, wenn sich bestimmte Männer sicher fühlen könnten. Zumal: was für eine Undoing Gender Gelegenheit: Auch Männer dürfen Angst haben!

      • „Vielleicht sind auch nur allgemein Senioren beliebte Ziele und die Frauen in dieser Altergruppe einfach häufiger vertreten, weil die Männer früher sterben.“

        Vielleicht sind Frauen auch beliebte Ziele, weil sie körperlich schwächer sind und daher weniger Gegenwehr zu erwarten ist. Kann beides sein.

        „Teilweise gibt es gesetzliche Quoten von bis zu 10% für Frauenparkplätze.“

        Das wären in einem 300 Plätze PH 30 Plätze. Schonmal so viele gesehen?

        „Es wäre ja auch eine gute Sache, wenn sich bestimmte Männer sicher fühlen könnten. Zumal: was für eine Undoing Gender Gelegenheit: Auch Männer dürfen Angst haben!“

        Jetzt sprechen wir dieselbe Sprache. Wie gesagt, ich fände geschlechtsneutrale Schutzparkplätze völlig ok.

    • „Das würde ich wenn überhaupt auf Männer eingrenzen, das ja ein Prinzip der westlichen Moral ist, den körperlich Schwächeren vor Übergriffen eines körperlich Stärkeren zu schützen.“

      Es ist ja gerade diese Moral die hier kritisiert wird. Ein Verweis darauf ist lediglich redundant. Der Vergewaltigte ist automatisch der Schwächere. Diese Moral, überflüssig.

  6. @ Maren

    *dass es bei einem Raubüberfall um dein Geld deine Uhr etc geht. Die Körperverletzung ist Mittel zum Zweck.*

    Und Sie glauben, dieses Erlebnis der Ohnmacht/Machtlosigkeit gegenüber einem Gewalttäter sei nicht tief demütigend für einen Überwältigten/Beraubten?

    *Viele Opfer haben in der Folge Probleme mit Selbstvertrauen und einem gesunden Verhältnis zu ihrem Körper.*

    Und das gilt für Opfer von Überfällen nicht?

    *Nun, die Vergewaltiger in Gefängnissen sind die Alphatiere dort, Männer, die schon oft saßen und daher wissen, wie man sich im Gefängnisalltag behauptet.*

    Man kann Gefängnisse so anlegen/umbauen, dass Vergewaltigungen sehr erschwert würden.
    Warum macht man sich die Mühe nicht?

    Die Mühe, Frauenparkpllätze anzulegen, macht man sich ja immerhin.

    *Das ist mir bisher nie aufgefallen, haben Sie da Beispiele?*

    Der ganze Umgang unserer Kultur mit Gewalt/Opfern von Gewalt ist ein einziges Beispiel.

    Wieviele Kampagnen zum Schutz von Männern vor Gewalt haben Sie erlebt?

    Wieviele Kampagnen zum Schutz von Frauen vor Gewalt haben Sie erlebt?

    Der Mann als Opfer ist nicht populär.

    Dass Männer 90 % der Vorstandsposten besetzen, macht Elitefrauen zu beachtlichen Opfern, an deren Schicksal die ganze Medienlandschaft Anteil nimmt.
    Man vermutet strukturelle Gewalt.
    Die Quotensänfte soll da helfen.

    Dass Männer 80 % der Obdachlosen, 95 % der Berufsunfalltoten, 80 % der Selbstmörder stellen, ist im Vergleich dazu ein unbeachtliches Thema.
    Kaum einer theamtisiert strukturelle Gewalt, der abzuhelfen wäre.

    *Das würde ich wenn überhaupt auf Männer eingrenzen, das ja ein Prinzip der westlichen Moral ist, den körperlich Schwächeren vor Übergriffen eines körperlich Stärkeren zu schützen.*

    Und körperlich schwache Männer?
    Gibt es die nicht?

    Auf Männer eingegrenzt ist es eben auch nicht, es trifft auch Jungen, z.B. werden Selbstbehauptungskurse/Selbstverteidigungkurse in Schulen in der Regel nur Mädchen angeboten, obwohl auch in der Schule vor allem Jungen Opfer von Gewalt werden.

    Achten Sie auch einmal auf Anzeigen/Broschüren von Hilfsorganisationen (egal ob kirchlich oder säkular):

    Wie oft wirbt ein leidendes Mädchen um Mitleid, wie oft ein Junge, Verhältnis 3 : 1?

    Oder die Berichterstattung über Kriegsgreuel im Kongo z.B.

    Die grauenhaften Vergewaltigungen dort sind Thema.

    Dass die Brüder, Väter, Ehemänner der vergwaltigten Frauen von den Tätern meist umgebracht wurden, bevor die Frauen vergewaltigt wurden, geht dabei völlig unter.

    Dazu ein schönes Beispiel der „Anteilnahme“ einer bekannten feministischen Journalistin, Christine Ockrent, im französischen Fernsehen.

    Nicht ungewöhnlich, wie sie sich äußert, weiblicher Opfernarzissmus pur.

    Ungewöhnlich nur, dass ein Mann den Mut hat, ihrem Opfernarzissmus in die Parade zu fahren.

    Das geschieht viel zu selten.

    *Das dumme Huhn….*

    Es gibt viele dumme Hühner…und Hähne.

  7. „Der Unterschied zwischen einer Vergewaltigung und einem Raubüberfall mit Körperverletzung ist, dass es bei einem Raubüberfall um dein Geld deine Uhr etc geht. Die Körperverletzung ist Mittel zum Zweck.“

    ..da blendest du den Charakter von vermutlich mehr als 99% der Gewalttaten – auch der allermeisten Raubüberfälle – aus.

    Der Räuber der tatsächlich ganz allein auf Geld aus ist wird es auch möglichst nicht körperverletzen. Solche Täter ergreifen auch bei tatsächlicher Gegenwehr zuallermeist die Flucht.

  8. Von den zu Guttenbergs gibt es offenbar doch noch mehr als man vermuten könnte. Denn wer sich hinter der Thematik „Alles Evolution“ versteckt, um schlussendlich nur gegen Frauen zu hetzen, macht ja wohl das Gleiche. Wesentlich effektiver wäre es wohl, wenn sich mit dem offensichtlich vorhandenen Minderwertigkeitskomplex beschäftigt würde, vor dem es hier ja nur so trieft. Aber darauf kann man hier wohl nur vergeblich warten.

    • Nein Christian, sie meint wir seien doch nur Neidisch weil wir niemals die exclusive innere Größe, Reinheit und Anmut neowillhelminischer Bürgersdamen erreichen werden.

    • @ Anna

      *n Frauen zu hetzen, macht ja wohl das Gleiche. Wesentlich effektiver wäre es wohl, wenn sich mit dem offensichtlich vorhandenen Minderwertigkeitskomplex beschäftigt würde, vor dem es hier ja nur so trieft. *

      Messerscharfe Analyse, weiblich, empathisch, gut.

      Kommt gleich noch der Appell an den Kerl im Mann, pardon, Jammerlappen?

      T-I-P-P-S-E !

      Komm‘ mal her!

      Leidest Du unter meinem Minderwertigkeitskomplex?

      Nein? WIE BITTE?! Größenwahn?

      Was heißt hier Größenwahn?!

      Tippse!

      DU KANNST WIEDER GEHEN !!!

  9. ..weiterhin ist „victim blaming“ ein allgemein bekanntes und weit verbreitetes Phänomen. Um „du hast es doch provoziert“ nur bei Vergewaltungsopfern zu hören bedarf es einer ziemlich selektiven Wahrnehmung.

    • „weiterhin ist „victim blaming“ ein allgemein bekanntes und weit verbreitetes Phänomen. Um „du hast es doch provoziert“ nur bei Vergewaltungsopfern zu hören bedarf es einer ziemlich selektiven Wahrnehmung.“

      Das denke ich auch. Es wird in vielen Fällen „eingesetzt“. Von dem reichen Touristen, der sich die Slums anschaut und ausgeraubt wird bis zu dem Mann, der einer jungen attraktiven Frau aufsitzt, die ihn ausnimmt (wie konntest du davon ausgehen, dass sie dich wirklich liebt?).

      Was wären denn andere Bereiche, in denen es häufig auftaucht?

      • ..es geht doch schon damit los dass dem von anderen Jungen verprügelten Jungen gesagt wird: „DU hast dich geprügelt!“

        -„Erst die große Klappe riskieren und dann herumjammern“

        -„Dann musst du dich halt wehren!“

        etc.

        Es ist eben immer das alte Schema, ein Mann ist zum Beschützen da, und nicht zum beschützt werden. Folglich hat ein Mann der Opfer geworden ist regelmäßig in irgendeiner Form versagt.

        Der Pseudogleichheitsfeminismus hat daran natürlich nicht viel geändert. Zum Einen, weil die Biologie da schwer mitmachen will, und zum Anderen weil Feminismus zuallermeist seine kulturelle Wurzel in der Weiblichkeitsverkitschung der Romantik hat.

  10. @ Nick

    *..da blendest du den Charakter von vermutlich mehr als 99% der Gewalttaten – auch der allermeisten Raubüberfälle – aus.*

    Richtig, Gewalt soll demütigen, soll dem Gewalttätigen das Gefühl der Überlegenheit schaffen.

    Natürlich muss man da differenzieren: DAS GILT NUR FÜR MÄNNER!

    Insofern sie Täter sind.

    Als Opfer sind sie eh vernachlässigbar.

    Und wie ist das, wenn das Geschlecht mit dem eingebauten Opfer-Appeal mal gewalttätig wird?

    Was es ja gerade in Beziehungen so häufig wird wie die ansonsten gewalttätigeren Männer.

    Nun, dann ist das super lustig, hintergründig, subtil.

    Nur ein dummes Huhn mehr?

    Bestimmt.

    • @ Alexander Roslin
      Man wird jeden Tag mit unzähligen Szenen konfrontiert, in welchen die Propaganda läuft, schlagen von Männern wäre ok.

      Ein Beispiel:

  11. @Roslin:

    „Und wie ist das, wenn das Geschlecht mit dem eingebauten Opfer-Appeal mal gewalttätig wird?“

    Dann ist das stets ein Aufbegehren gegen die ubiquitären Machtverhältnisse, ein Ausdruck zutiefst innerster und reinster weiblichen Gefühle, die im heiligen Zorn endlich mal – nach Jahrtausenden brutalster Unterdrückung – zum Ausdruck gebracht werden.

  12. *dass es bei einem Raubüberfall um dein Geld deine Uhr etc geht. Die Körperverletzung ist Mittel zum Zweck.*

    Kann sein, muss aber nicht sein. Wir haben in Berlin vermehrt Angriffe von Jugendlichen, bei denen es nur darum geht, das Opfer zu verletzen. Jüngstes Beispiel ist der Malergeselle, der von 4 Jugendlichen zusammengeschlagen wurde, und nun im Koma liegt.

    Etwas sanftere Jungen, die in bestimmten Vierteln wohnen, sind permanenter Gewalt ausgesetzt. Davon, dass die nun irgendeine Lobby hätten, hab ich noch nie gehört. Ich glaube, die Einschätzung, dass die aufgrund ihres Geschlechts mit ihren eigenen Angreifern irgendwie in einen Topf geworfen werden, ist gar nicht so verkehrt. Obwohl das wahrscheinlich kein Verharmloser zugeben würde.

    • @Salvatore

      Es kann ja durchaus gute Gründe dafür geben, dass ein Mann auf einem sicherern Parkplatz parken will.

      Und es wäre interessant, wieviele der Frauen darüber nachdenken, ob sie den Parkplatz für Frauen freihalten sollten, die ihn wirklich brauchen. Würde eine Frauengruppe von 4 Frauen, die auch zusammen wieder fahren will und bereits aufgrund ihrer Größe eine geringe Gefahr der Vergewaltigung hat einen Frauenparkplatz freilassen, damit eine bedürftigere Frau dort parken kann, die evtl alleine ist?

      Auch innerhalb der Gruppe Frau wird so gesehen der Frauenparkplatz nicht ernst genommen würde ich vermuten.

      • ..ich vermute, dass die meisten Frauen gar nicht an eine Vergewaltigungsgefahr denken wenn sie solche Parkplätze begrüßen und benutzen.

        Die meisten werden zunächst unwillkürlich denken, dass sie deshalb existieren weil Frauen das lange tragen des schweren Einkaufs bis zum Auto schwerer fällt (oder weil der Mann, der doch meistens nur sein bisschen Hobbykram einkauft doch weiter laufen kann)

        Vielleicht sollte man diese Parkplätze zu „Familieneinkaufsparkplätzen“ umwidmen..

      • Wenn man sich anschaut, wo Frauenparkplätze normalerweise sind, kommt man auf die Idee, dass sie nicht in erster Linie sicher, sondern bequem und günstig gelegen sind. Zudem ist die Konkurrenz um einen Platz geringer.

        Solche Privilegien nimmt man doch mal gern mit. Ob man deren Sinn nun einsieht oder nicht, ist da doch eher zweitrangig.

      • Jeder Kaufmann weiß halt wer die Kaufentscheidungen trifft, und insofern ist die Schmeichelei ja auch sinnvoll. Frauenparkplätze gibt es soweit ich weiß nur aufgrund von Privatinitiativen von Unternehmern.

        Neulich strafte mich eine Dame mit bösen Blicken, weil ich mich auf einem Frauenparkplatz stellte (es gab auch keinen anderen Parkplatz) Ich war einigermaßen unter Zeitdruck (Selbstständig, das gibt es manchmal auch am Wochenende)

        Sie war völlig relaxed in Begleitung ihres Lebensabschnittsgefährten, beim petit-accesoirshoppen fürs schöner Wohnen. Ich habe ihr nicht einmal einen Parkplatz weggenommen, es waren sogar noch reichlich Frauenparkplätze übrig.

        Ich habe sie direkt und höflich gefragt, ob denn alles in Ordnung sei, und natürlich kam nichts ausser unverständliches und mißmutiges Gegrummel.

        Roslin ist nicht schlecht: Wenn mal doch was kommen sollte werde ich in Zukunft empört einwenden: „Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, dass ich keine Frau bin?“ Gender-Trouble *lol*

      • @Nick

        „Frauenparkplätze gibt es soweit ich weiß nur aufgrund von Privatinitiativen von Unternehmern.“

        Sie sind teilweise für Tiefgaragen gesetzlich vorgeschrieben

        zB § 9 Garagenverordnung NRW

        (3) Allgemein zugängliche geschlossene Großgaragen müssen eine ausreichende Anzahl von Garageneinstellplätzen haben, die ausschließlich der Benutzung durch Frauen vorbehalten sind (Frauenparkplätze). Frauenparkplätze sind als solche kenntlich zu machen. Sie sollen in
        der Nähe der Zufahrt so angeordnet sein, daß sie vom Garagenwart eingesehen oder durch Video-Kameras überwacht werden können. Im Bereich der Frauenparkplätze sind in ausreichender Zahl gut sichtbare Alarm-Melder anzubringen. Die zu den Frauenparkplätzen führenden Treppenräume müssen durch Video-Kameras überwacht werden können.

        evtl ist es inzwischen auch die Sonderbauverordnung NRW
        §125 (gleicher Wortlaut)
        http://www.bge.de/asp/dms.asp?url=/gv/vkvo/nordrhei/125.htm

        Oder in Baden Würtenberg
        http://www.vdiv.de/d/182
        § 4 Garagenverordnung

        (8) In allgemein zugänglichen geschlossenen Großgaragen sind mindestens 10 vom Hundert der Stellplätze als Frauenparkplätze einzurichten. Diese sind ausschließlich der Benutzung durch Frauen vorbehalten. Frauenparkplätze sind in der Nähe der Zufahrten anzuordnen. Frauenparkplätze sind als solche zu kennzeichnen.

        Brandenburg ist sogar noch großzügiger bei der Anzahl
        § 5
        http://www.bravors.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=land_bb_bravors_01.c.16043.de

        2) In Großgaragen müssen mindestens 30 Prozent aller Einstellplätze als Einstellplätze für die Kraftfahrzeuge von Frauen gekennzeichnet werden.

        Und Schleswig-Hollstein
        § 2 GaragenV

        @Nick

        „Frauenparkplätze gibt es soweit ich weiß nur aufgrund von Privatinitiativen von Unternehmern.“

        Sie sind teilweise für Tiefgaragen gesetzlich vorgeschrieben

        zB § 9 Garagenverordnung NRW

        (3) Allgemein zugängliche geschlossene Großgaragen müssen eine ausreichende Anzahl von Garageneinstellplätzen haben, die ausschließlich der Benutzung durch Frauen vorbehalten sind (Frauenparkplätze). Frauenparkplätze sind als solche kenntlich zu machen. Sie sollen in
        der Nähe der Zufahrt so angeordnet sein, daß sie vom Garagenwart eingesehen oder durch Video-Kameras überwacht werden können. Im Bereich der Frauenparkplätze sind in ausreichender Zahl gut sichtbare Alarm-Melder anzubringen. Die zu den Frauenparkplätzen führenden Treppenräume müssen durch Video-Kameras überwacht werden können.

        evtl ist es inzwischen auch die Sonderbauverordnung NRW
        §125 (gleicher Wortlaut)
        http://www.bge.de/asp/dms.asp?url=/gv/vkvo/nordrhei/125.htm

        Oder in Baden Würtenberg
        http://www.vdiv.de/d/182
        § 4 Garagenverordnung

        (8) In allgemein zugänglichen geschlossenen Großgaragen sind mindestens 10 vom Hundert der Stellplätze als Frauenparkplätze einzurichten. Diese sind ausschließlich der Benutzung durch Frauen vorbehalten. Frauenparkplätze sind in der Nähe der Zufahrten anzuordnen. Frauenparkplätze sind als solche zu kennzeichnen.

        Brandenburg ist sogar noch großzügiger bei der Anzahl
        § 5
        http://www.bravors.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=land_bb_bravors_01.c.16043.de

        Und Schleswieg Hollstein
        § 2 GaragV

        (2) In allgemein zugänglichen Großgaragen sollen mindestens 10 % der Garageneinstellplätze ausschließlich der Benutzung durch Frauen vorbehalten sein und sind als solche kenntlich zu machen (Frauenparkplätze). Sie sollen in der Nähe der Zufahrt so angeordnet sein, dass sie von mindestens einer von der Betreiberin oder dem Betreiber zu bestimmenden Person eingesehen oder durch Videokameras und Monitore in ausreichender Zahl überwacht werden können. Zu den Frauenparkplätzen führende Treppenräume müssen ebenfalls eingesehen oder durch Videokameras überwacht werden können. Im Bereich der Frauenparkplätze sind in ausreichender Zahl gut sichtbar Alarm-Melder anzubringen. Eine Unterschreitung des in Satz 1 genannten Anteils an Frauenparkplätzen kann gestattet werden, wenn nachweislich weniger Frauenparkplätze erforderlich sind.

      • @Christian:

        Tatsächlich:

        Im Gegensatz zu Behindertenparkplätzen sind Frauenparkplätze nicht in der Straßenverkehrsordnung vorgesehen und können daher nur auf privaten Stellplätzen ausgewiesen werden. Der Betreiber des Parkplatzes kann als Hausherr jedoch darauf bestehen, dass diese Plätze nur bestimmungsgemäß genutzt werden, soweit er in der Benutzungs- oder Hausordnung nicht darauf verweist, dass auf dem Parkplatz die Regelungen der StVO gelten.

        In einigen deutschen Ländern sind Frauenparkplätze durch die Garagenverordnungen vorgeschrieben.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenparkplatz

        Nun habe ich bisher in jedem Parkhaus ein Schild gesehen, demzufolge die StVO gilt, was demzufolge wohl bedeutet dass jeder sich auf Frauenparkplätze stellen darf.

  13. @Christian: Erstaunlich finde ich, dass gerade in feministischen Kreisen sehr oft gegen Vergewaltigungsmythen vorgegangen wird – mit eben fast genau den Argumenten, die du hier anführst: Nämlich dass der Vergewaltiger in aller Regel eben nicht aus einer dunklen Ecke hervorspringt, sondern sein Opfer vorher persönlich kannte.

    Aber von einem sich nicht zum Feminismus bekennenden hervorgebracht ist das natürlich etwas ganz Anderes..

    Die Forschung belegt eigentlich ganz eindeutig, dass Frauen generell fast ausschließlich Opfer derjenigen Gewalt sind, bei denen der Täter das Opfer vorher kennt.

    • „Die Forschung belegt eigentlich ganz eindeutig, dass Frauen generell fast ausschließlich Opfer derjenigen Gewalt sind, bei denen der Täter das Opfer vorher kennt.“

      … und Kinder, wobei wir nicht vergessen sollten, dass ca. jeder siebte Mord auf das Konto einer weiblichen Täterin geht.

      • „wobei wir nicht vergessen sollten, dass ca. jeder siebte Mord auf das Konto einer weiblichen Täterin geht.“

        Bleiben immer noch 85% die von männlichen Tätern begangen werden

      • Es ist nur die Frage, wie Mord definiert wird. Oder ist etwa nur die Totenkopf-SS für Auschwitz verantwortlich?

        Was Kindestötungen betrifft sind Frauen nach meiner Kenntnis „führend“

        (Aber ich käme deshalb nie auf die strunzdumme Idee, daraus biologisch- oder sozialdeterminsitische Schlüsse auf die gesamte Weiblichkeit zu ziehen)

      • (Aber ich käme deshalb nie auf die strunzdumme Idee, daraus biologisch- oder sozialdeterminsitische Schlüsse auf die gesamte Weiblichkeit zu ziehen)

        Aber das tun sie doch grade.
        Ich muss mich jetzt auch mal als Ab-und-An-Mitleser beim „Gelben Forum“ outen.
        Da jubeln sie und ihre Genossen doch jede weibliche Gewalttat hoch, und finden auch genug Wege, das auf die generelle Verdorbenheit des weiblichen Geschlechts zurückzuführen.

        Das zeugt natürlich auch von erheblicher Größe….

      • „Aber das tun sie doch grade.“

        Ich verstehe nicht ganz: Welchen Determinismus stelle ich auf, wenn ich feststelle dass es auch weibliche Mörder gibt?

        Gibt es dazu auch eine Begründung?

        Ich poste nicht im Gelben Forum, und diejenigen die dort posten würde ich auch nicht unbedingt als Genossen bezeichnen.

        Ich werfe Sie ja auch nicht mit Mary Daly in einen Topf und behaupte, dass „Sie und Ihre Genossinen“ die männliche Erdbevölkerung auf 10% reduziert sehen möchten..

      • @ Nick
        „Im sozialen Nahbereich morden Frauen häufiger als Männer – soweit ich mich erinnere.“

        Dem kann ich nichts hinzufügen.

  14. „Da jubeln sie und ihre Genossen doch jede weibliche Gewalttat hoch, und finden auch genug Wege, das auf die generelle Verdorbenheit des weiblichen Geschlechts zurückzuführen“

    Wie sagte doch der alte Newton? Actio=Reactio.

    Aber ich denke, es geht selbst dort zum großen Teil eher darum, gegen das sorgsam aufgebaute Bild der männlichen Verantwortlichkeit dafür, dass es Gewalt unter Menschen gibt vorzugehen.

    Ist doch eigentlich ein feministisches Anliegen, gegen das Bild der angeblichen männlichen Urheberschaft aller gesellschaftlichen Entwicklungen vorzugehen? Oder gilt das nur für die Entwicklungen, die der Zeitgeist gerade als positv erachtet?

  15. „“Bleiben immer noch 85% die von männlichen Tätern begangen werden““

    Das würde sich aber schlagartig ändern, wenn Mord zu Zellhaufeneliminierung (auch bei den ausgewachsenen Zellhaufen) umgedeutet würde und kein Straftatbestand mehr wäre.

    • Ich denke, es ist klar: Wenn etwas nicht als Straftat gilt dann sind Frauen auch im nichtprivaten Bereich „voll dabei“

      Der NS hat gezeigt, dass dies auch für brutalste Gewalt gilt (KZ-Wärterinnen)

  16. „Bleiben immer noch 85% die von männlichen Tätern begangen werden“

    Ich frage mich, was da jetzt „immer noch“ bleiben soll (daher ja auch der Wink mit dem Zaunpfahl)

    Aber Gott bewahre – Weiblichkeit ist natürlich gegen jegliche deterministische These grundsätzlich immun.

    Da ist der empörte Zeigefinger auf’s Gelbe Forum dann doch mehr als angebracht.

    • @Nick

      Ganz einfach, wenn jeder 7 Mord von einer Frau begangen wird, sind im Umkehrschluß 6 Morde übrig, die von Männern begangen wird.

      Für den unbefangenen Betrachter hieße das jetzt, dass Morde grösstenteils von Männern begangen werden.
      Jedem Menschen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist klar, dass Frauen auch morden und Körper verletzen können.
      Nur, es sind meist Männer, die es dann auch tatsächlich tun. Sorry.

      Ach ja und auf ihren mehr oder weniger dezenten Abtreibungshinweis hin:
      Bis zur 12 Schwangerschaftswoche ist ein Baby wirklich nicht viel mehr als ein Zellhaufen.
      Da finde ich die gezielte Tötung von Mädchen in manchen asiatischen Ländern viel grausamer.

      • ..soweit klar, nur war ja die Frage warum „immer noch“?

        Das besagt in meinen Ohren dass, trotz der Tatsache dass jeder 7.Mord auf eine Frau zurückzuführen ist, „immer noch“ irgend etwas gilt, und naheliegenderweise ist das „dass Mord männlich ist“. Die Geschlechterdebatte bewegt sich nun mal leider in einem historisch-kulturellen Kontext, und der beinhaltet leider den – natürlich logisch falschen – Umkehrschluß „Männlichkeit=Mordtendenz“ Da können Sie den sogenannten „Gesunden Menschenverstand“ leider getrost an den Nagel hängen.

        Mit der (natürlich nicht falschen) Feststellung, dass X>50 Prozent der Straftaten von Ausländern begangen werden muss ich ja auch vorsichtig umgehen, wenn ich damit nicht auch sagen will dass die Eigenschaft „Ausländer“ inhärent einen Hang zur Kriminalität mit sich bringt..

        Aber vielleicht erklären Sie, warum Sie die Feststellung dass die Mehrzahl der Morde von Männern begangen werden für so bedeutsam erachten, dass sie sich genötigt fühlen gesondert darauf hinzuweisen dass sie „immer noch“ gilt.

        Das will sich mir immer noch nicht erschließen, zumal skeptiker ja nicht einmal das Gegenteil behauptet hat.

      • Nun ja, wenn man tatsächlich Mord anthropomorphisieren möchte (und dazu neigen Menschen ja) wäre es tatsächlich so, dass er eher männlich als weiblich wäre.

        „Aber vielleicht erklären Sie, warum Sie die Feststellung dass die Mehrzahl der Morde von Männern begangen werden für so bedeutsam erachten, dass sie sich genötigt fühlen gesondert darauf hinzuweisen dass sie „immer noch“ gilt.“

        Ich denke Sie haben meinen Punkt schon verstanden.

      • @ Maren und Nick
        Es scheint mir hier eine Verzerrung der Wahrnehmung zu geben. Im Öffentlichen Diskurs, bis vor kurzem, stand für mich, also in meiner Interpretation, eindeutig fest, dass Gewalt „männlich“ besetzt ist. Wenn ich mir hier den Hinweis gestatte, dass rund jeder siebte Mord auf das Konto von Frauen geht, dann spricht das nicht gegen das Faktum, dass rund 85% der Morde durch Männer, mehrheitlich an Männern! verübt werden, sondern vielmehr dafür, dass die alleinige Besetzung von Mord und Gewalt mit =“männlich“ so nicht stimmen kann. Bei 2, 3 Prozent weiblicher Straftäterinnen hätte man noch darüber streiten können.

        Dies lässt sich genauso auf das Thema sexuellen Missbrauch umlegen. Auch darin unterscheiden sich die Muster in der Regel. Auch da herrscht immer noch das Dogma vor, dass Frauen nicht missbrauchen – in meiner Wahrnehmung des Zeitgeschehens jedenfalls.

        Ich kenne aus meinen Freundeskreis ein Beispiel, wo der Junge an einer Phimose litt und entsprechende „Übungen“ verordnet bekam; seine Mutter hatte nach einiger Zeit nichts Besseres zu tun, als die Fortschritte ihrer Schwägerin präsentieren zu müssen. Ich nenne dies Missbrauch. Es muss nicht immer ein körperlicher Missbrauch sein!

  17. @skeptiker
    Natürlich gibt es seelischen Mißbrauch, und schlechte Menschen gibt es in beiden Geschlechtern. Mir liegt nichts daran mein Geschlecht zu verherrlichen, aber herabwürdigen lassen möchte ich es auch nicht. Soweit klar? 🙂

    Und jetzt wärs schön wenn wir die „Aber ihr“ Diskussion beenden.

    • @ Maren

      Sie scheinen es immer noch nicht zu verstehen. Soweit klar?

      Es geht nicht darum IHR Geschlecht herabzuwürdigen, es geht darum, erst einmal einen Zugang zu schaffen, dass IHR Geschlecht AUCH gewalttätig ist – was im öffentlichen Diskurs imho bis dato wenig bis gar nicht präsent ist.

      Interessant Ihre Aussage „herabwürdigen lassen möchte ich es auch nicht“. Wenn ich sachlich darauf verweise, dass rund 15 % aller Tötungen auf das Frauenkonto gehen, habe ich – Sarkasmus an – die holde Weiblichkeit – Sarkasmus aus – herabgewürdigt? Klassische Argumentationsweise der Gleichsstellungsfeministinnen, wobei sich hier die Wege mit Differenzfeministinnnen schneiden.

      Wäre der nächste Ansatz, dass, wenn ich dies sachlich behaupte, ich Ihnen „sprachliche Gewalt“ antue, oder ein „Misogyn“, „Sexist“ bin und in den Knast oder die Psychiatrie – jedenfalls gesellschaftlich aussortiert gehöre?

      Scheinbar wird es immer gefährlicher, naturwissenschaftliche Stringenz zu wahren. Dies zeigt auch der hervorragende, neue Artikel auf brainlogs.

      http://www.brainlogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung/2011-02-26/das-taboo-der-gender-theorie.-geisteswissenschaftliche-geschlechterforschung-und-die-biologie

      @ Christian
      So langsam ist es an der Zeit vor GM zu warnen:
      „Was in den Gender Studies über die Biologie gedacht wird und wie man sie zu verändern sucht, offenbart zusammenfassend das „Netzwerk Frauenforschung NRW“ in seinen Vorschlägen zur Revision der Universitäts-Lehrpläne:
      „Im Mittelpunkt der geschlechterperspektivischen Studien der Biologie steht zum einen die Frage, wie gesellschaftliche und kulturelle Vorstellungen von Geschlecht in biologisches Wissen eingeschrieben und naturalisiert werden. Zum anderen wird untersucht, wie biologisches Wissen an der Herstellung, Legitimierung, Aufrechterhaltung und Veränderung der gesellschaftlichen Geschlechterordnung teilhat. Biologisches Wissen ist demnach Teil von Geschlechterpolitik.“
      Kritisch zu untersuchen seien vor allem die
      „biologisch-medizinische Wissensproduktion über vermeintliche Geschlechtsunterschiede des Menschen hinsichtlich Gehirn, Intelligenz, kognitiver und körperlicher Eigenschaften und Geschlechtshormone sowie Geschlechterstudien zur Evolutions- und Soziobiologie und der evolutionären Psychologie.“ Adresse siehe oben

      • Es hat den Anschein, als werde ein auf eine Stufe mit *Männern* stellen als Herabwürdigung empfunden.

        Anders kann ich Maren nicht verstehen.

        Nein, verherrlichen will sie ihr Geschlecht nicht, aber so gewalttätig wie *Männer* ist es deshalb schließlich noch lange nicht..

      • @ Nick

        *Nein, verherrlichen will sie ihr Geschlecht nicht, aber so gewalttätig wie *Männer* ist es deshalb schließlich noch lange nicht..*

        Ist es ja auch nicht.
        Das festzustellen, muss doch möglich sein, ohne dass sich Männer herabgewürdigt fühlen.

        Genauso, wie es möglich sein muss, festzustellen, dass es sehr viel mehr hochintelligente und hochdumme Männer als Frauen gibt, wobei ersteres wohl der Grund dafür ist, dass Männer den kulturellen Hochleistungsbereich dominieren und letzteres wohl mit ein Grund dafür ist, dass sie den kriminellen Sektor dominieren.

        Wir haben uns mit der Realität auseinanderzusetzen, egal ob diese gefällig oder ungefällig ist.

        Wer das nicht will, landet in irgendeiner Form von Ideologie.
        Vor dem bewahrt nur die schonungslose Auseinandersetzung mit dem, WAS IST.

        Und es ist einfach so, dass Männer im Schnitt aggressiver/gewalttätiger sind als Frauen.

        Es ist einfach so, dass Männer im Schnitt erfinderischer sind als Frauen.

        Es ist aber auch so, dass die allermeisten Männer nicht gewalttätig sind, auch wenn sehr viel mehr Männer als Frauen gewalttätig sind.

        Darum ist es diffamierend, zu behaupten, Gewalt sei männlich.

        Es ist aber auch so, dass die allermeisten Männer nicht sonderlich erfinderisch sind, genau wie die allermeisten Frauen, auch wenn sehr viel mehr Männer erfinderisch/genial sind als Frauen.

        Darum ist es „diffamierend“, zu behaupten, Erfindergeist sei männlich.

      • @ Alexander Roslin
        „Darum ist es „diffamierend“, zu behaupten, Erfindergeist sei männlich.“

        Wenn man hier ein „in der Regel“ hinzufügt, würde ich keine Diffamierung sehen. Für ein „sowohl – als auch“ scheint mir die Beleglage zugunsten der Frauen, was Innovation angeht, noch zu dürftig zu sein. Obwohl dies natürlich von Feministinnen gern so gesehen wird. Täter aber im Gegenzug Nobelpreisträgerinnen.

      • @Roslin: Dass es mehr männliche als weibliche Gewalttäter gibt hat doch niemand bestritten.

        Da Maren aber offenbar die Festellung, dass es auch weibliche Gewalttäter gibt, bitter aufstößt ist es naheliegend, dass sie diese Eigenschaft für ihr Geschlecht per se externalisiert („Ausnahmen bestätigen die Regel“)

        Zumindest kann man wohl die Klarstellung erwarten, dass sie eben nicht die Auffassung vertritt dass Männlichkeit und Gewalt in einem ursächlichen Zusammenhang stehen. Diese Haltung ist schließlich weit verbreitet..

        Gut, immerhin kam ja ein Statement, das man mit viel gutem Willen so auslegen kann:

        Nun ja, wenn man tatsächlich Mord anthropomorphisieren möchte (und dazu neigen Menschen ja) wäre es tatsächlich so, dass er eher männlich als weiblich wäre.

        Im übrigen denke ich, dass alle Menschen eine gewisse Gewaltneigung haben, bei Frauen kommt dies nur anders zum Ausdruck. Es gibt weniger Frauen, die sich nicht sozialkonform verhalten.

        Das hat Vorteile (z.B. weniger Straftäterinnen) aber auch Nachteile (z.B. weniger „Nerds“)

        Aufgabe des Feminismus ist es nun mal, die Nachteile der Männlichkeit zuzuordnen belassen und gleichzeitig die Vorteile für die Weiblichkeit zu reklamieren. Je nachdem, was gerade als vorteilhaft betrachtet wird: Gewalt ist ja nicht immer nur negativ, wenn es darum geht einen Tyrannen zu beseitigen ist sie ja sinnvoll.

      • @ Skeptiker

        *Wenn man hier ein „in der Regel“ hinzufügt, würde ich keine Diffamierung sehen.*

        Dann ist aber der Satz, dass physische Gewaltakte in der Regel männlich sind, genauso richtig.

        Aber sowohl das Erfinden/Genial-sein wie das Gewalttägig-sein betrifft doch jeweils nur eine winzige Minderheit der Männer.

        Ca. 95 % der Männer sind nicht gewattätig, ca. 98% nicht erfinderisch, auch wenn es unter den wenigen Gewalttätern in einer Gesellschaft sehr viel mehr Männer als Frauen gibt und unter den wenigen Erfindern noch einmal sehr viel mehr Männer als Frauen.

      • @skeptiker: Das Problem ist imho immer der Umkehrschluß aufs Indiviuum.

        Marie Curie hat es immerhin – was bisher einmalig ist – zu zwei Nobelpreisen in zwei Fachgebieten gebracht (Im Gegensatz zur feministischen Mythenbildung wurde sie aber von ihren Fachkollegen tatkräftigst unsterstützt)

        Es gibt zweifelsohne hochgeniale Frauen, nur offenbar eben etwas seltener als hochgeniale Männer. Frauen tanzen in fast allen Belangen seltener „aus der Reihe“

      • @ Nick
        „Gut, immerhin kam ja ein Statement, das man mit viel gutem Willen so auslegen kann:

        Nun ja, wenn man tatsächlich Mord anthropomorphisieren möchte (und dazu neigen Menschen ja) wäre es tatsächlich so, dass er eher männlich als weiblich wäre.“

        Wobei ich persönlich mit dieser Sicht der Dinge „Mord anthropomorphisieren“ auch meine Probleme habe. Die Ausdehnung des Begriffes „Mord“ auf nicht-menschliches-Leben begegnet mir sehr oft bei Vegetariern und Veganern – zumeist bei Frauen.

      • @skeptiker:

        Ich glaube, mit „antropromorphisieren“ war eher „personifizieren“ gemeint.

        „Nun ja, wenn man tatsächlich Satan personifizieren möchte (und dazu neigen Menschen ja) wäre es tatsächlich so, dass er eher männlich als weiblich wäre.“

        ..ich sage ja, da bedarf es sehr viel guten Willens.

      • @Roslin
        Das „in der Regel“ bezog sich auf die innovativen Leistungen. Diese werden, betrachtet auf die Grundgesamtheit aller innovativen Leistungen, in der Regel von Männern erbracht. 95 zu 5%, wobei hier meines Wissens noch Gruppenpatentschaften inkludiert sind, ist imho etwas Anderes als 85 zu 15 %.

        Dass nur ein geringer Prozentsatz unter den Männern diese Innovationsleistungen erbringt, ändert nichts daran, dass Innovationsleistungen in der Regel von Männern kommen.

        „Dann ist aber der Satz, dass physische Gewaltakte in der Regel männlich sind, genauso richtig.“

        Nein. Wenn, dann wäre der Satz: Physische Gewaltakte werden in der Regel von Männern begangen, richtig. Wobei mir hier, zumindest bei Morden, der Anteil der weiblichen Straftäterinnen an der Gesamtanzahl zu Groß ist, um hier noch von einer Regelhaftigkeit auszugehen. 15% ist doch keine so geringe Zahl mehr.

      • @ Nick
        „Marie Curie hat es immerhin – was bisher einmalig ist – zu zwei Nobelpreisen in zwei Fachgebieten gebracht (Im Gegensatz zur feministischen Mythenbildung wurde sie aber von ihren Fachkollegen tatkräftigst unsterstützt)“

        Linus Pauling hatte glaube ich auch zwei.

        „Es gibt zweifelsohne hochgeniale Frauen, nur offenbar eben etwas seltener als hochgeniale Männer. Frauen tanzen in fast allen Belangen seltener „aus der Reihe““

        Ja, so ist es. Eben auch am Beispiel Curie ersichtlich. Wenn man aus dem Beispiel Curie schließt, dass Frauen in der Regel genauso talentiert für Physik sind, und hier auf den Bereich von extrem begabten PhysikerInnen extrapoliert, dann stimmt das schlichtweg nicht. Schon allein die Evidenz von nur 2 Physiknobelpreisträgerinnen bis dato spricht dagegen.

      • @skeptiker: Linus Pauling hatte einen in Chemie und einen Friedensnobelpreis. Andere haben auch zwei erhalten, aber eben niemand in zwei unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Disziplinen. Andererseits ist Pauling bisher der Einzige, der seine Preise mit niemand teilen musste..

        Das einzige, dass sich aus Marie Curie herleiten lässt ist, dass die Eigenschaft „Frau“ nicht grundsätzlich die Eigenschaft „begabt in Physik“ ausschließt. Soweit bin ich ja auch noch mit dem Feminismus einverstanden.

        Der Umkehrschluß, dass „Frauen“ „ebenso begabt“ sind wie die ebenfalls äußerst seltenen männlichen Physikgenies wäre natürlich komplett falsch.

        Ebenso wie der Umkehrschluß, dass „Männer“ „ebenso gewalttätig“ sind wie die seltenen, meist männlichen dissozialen Persönlichkeitsstörungen.

      • @skeptiker: „Dass nur ein geringer Prozentsatz unter den Männern diese Innovationsleistungen erbringt, ändert nichts daran, dass Innovationsleistungen in der Regel von Männern kommen. “

        Das ist natürlich nicht falsch, hat aber ein Geschmäckle des Reklamierens aller Innovationsleistungen für die gesamte eigene Geschlechtergruppe. Die große Mehrheit der Männer kann sich aber eben nicht diesen Schuh anziehen.

        Wenn man sich diesen Schuh anzieht, dann sollte man sich auch nicht beschweren dass einem der Schuh „Gewalttätigkeit“ angezogen wird – finde ich. Das wäre ja nur konsequent.

      • „“Das ist natürlich nicht falsch, hat aber ein Geschmäckle des Reklamierens aller Innovationsleistungen für die gesamte eigene Geschlechtergruppe. Die große Mehrheit der Männer kann sich aber eben nicht diesen Schuh anziehen.““

        Ja, das ist richtig. Aber es zeigt, dass sich „Gleichstellung“ nur durch Zwangsmassnahmen verwirklichen lässt. Aktuell in dieser Hinsicht ist grade die Quotendiskussion.

        Da sind ein paar wenige hochbezahlte Verwaltungratssitze zu vergeben, für die ohnehin nur eine ganz kleine, ohnehin schon privilegierte Minderheit in Frage kommt, und es wird so getan, als sei dies das grosse gesellschaftlich-soziale Problem, das es zu lösen gälte.

        Die Linke setzt sich neuerdings für die Anliegen einiger weniger Spitzenverdienerinnen ein. Das zeigt sehr schön, wie der Feminismus alles zu seinen Zwecken instrumentalisert und pervertiert. So auch die politische Linke. Und die enthirnten Mädchenmannschaften jubeln mit. Ein Weibsvolk, eine Ideologie, ein Wille.

      • @ Nick
        „Wenn man sich diesen Schuh anzieht, dann sollte man sich auch nicht beschweren dass einem der Schuh „Gewalttätigkeit“ angezogen wird – finde ich. Das wäre ja nur konsequent.“

        Solange sachlich behauptet wird:
        „Dass nur ein geringer Prozentsatz unter den Männern gewalttätig ist, ändert nichts daran, dass Gewalttaten „in der Regel“ von Männern, an Männern ausgeführt werden. “

        Habe ich damit keine Probleme. Natürlich Tötungsdelikte ausgenommen.

      • @skeptiker: Ich habe einfach keine Lust mich in die gleichen feministischen Widersprüchliche zu verstricken, mich als Mitglied eines wie auch immer gearteten Kollektivs „Männer“ zu fühlen und auf „unsere Leistungen“ stolz zu sein. Entweder ICH leiste was, dann kann ich mir auf die Schulter klopfen, oder eben nicht.

        Der größte feministische Unfug ist es imho, überhaupt ein Kollektiv „Frauen“ herbeizuphantasieren. Als ob Lieschen Müller irgendeine Gemeinsamkeit mit Marie Curie hätte..

      • „“War doch deutlich zu sehen, dass dabei nichts Gutes heraus kommt.““

        @BHD
        Könntest du deine Gedanken ein klein wenig ausführlicher erläutern. Es bleibt sonst zu viel Raum für Missverständnisse.

    • @ Skeptiker

      *Schon allein die Evidenz von nur 2 Physiknobelpreisträgerinnen bis dato spricht dagegen.*

      Um das zu erklären, muss eben die Unterdrückungs-/Benachteiligungshypothese herhalten.

      Warum dann eine Marie Curie auf dem Höhepunkt des Patriarchates von den bösen, frauenunterdrückenden Patriarchen gleich 2 Nobelpreise umgehängt bekam (vor dem 1. Weltkrieg!), lässt sich damit nicht schlüssig beantworten.

      Warum seit 1968 keiner Frau mehr der Physiknobelpreis verliehen wurde (Ist das Patriarchat seitdem stärker geworden?) auch nicht.

      Warum die letzten Physiknobelpreisträgerinnen (vor 1968, allesamt Frauen um die 60-70 Jahre alt), im tiefsten Patriarchat geboren, aufwachsend und Karriere machend, das konnten, trotz Patriarchat, genausowenig.

      Konsistenter wäre natürlich die Erklärung, dass es einfach viel weniger Spitzenbegabungen unter Frauen gibt als unter Männern, konsistent mit den Ergebnissen der IQ-Forschung der letzten Jahrzehnte.

      Aber wie gesagt: Für’s weibliche Selbstverständnis und Selbstbewusstsein ist es angenehmer, sich für unterdrückt als für im Schnitt unbegabter zu halten.

      Dass man dafür Männer für inhärent bösartig-unfair gegenüber Frauen halten muss, schadet ja nicht im Rahmen einer Ideologie, deren „Gerechtigkeitstreben“ in ein Bedienen des weiblichen Egoismus, weiblicher Privilegierungs-, Schutz- und Versorgungsansprüche ausmündet.

      Die Männer ertragen, leisten, bezahlen sollen.

      Kann also nur nützlich sein, wenn sie sich schuldig fühlen.
      Dann sind sie willig, die Reparationsleistungen zu erbringen,die frau fordert und via femizentrischem Staat eintreiben lässt.

      Klappt ja bisher auch hervorragend.

      Die männlichen Ochsen nehmen noch weitgehend klaglos ihre frauendienliche Vernutztierung hin.

      • „Warum dann eine Marie Curie auf dem Höhepunkt des Patriarchates von den bösen, frauenunterdrückenden Patriarchen gleich 2 Nobelpreise umgehängt bekam (vor dem 1. Weltkrieg!), lässt sich damit nicht schlüssig beantworten.“

        Ist doch ganz einfach: Sie war so eine starke Persönlichkeit, dass sie das gesamte Patriarchat ausgehebelt hat. Die Männer haben ja versucht sie kleinzukriegen – ging nicht..

      • @Nick
        *Ist doch ganz einfach: Sie war so eine starke Persönlichkeit, dass sie das gesamte Patriarchat ausgehebelt hat. Die Männer haben ja versucht sie kleinzukriegen – ging nicht..*

        Nur böte diese Antwort auch keine Hilfe in der Not, verschöbe nur das Problem (Warum gibt es so wenige Frauen, die wissenschaftliche Spitzenleistungen vollbringen – im Vergleich zu Männern, hin zu Warum gibt es so wenige Frauen nach 1968, die willenstark genug sind, sich gegen die Unterdrückung aufzulehnen, wenn es vorher doch immerhin ein paar gegeben hat?).

        Was ja dann auch die Frage aller Fragen sichtbar werden ließe: Wie war es überhaupt möglich, Frauen jahrtausendelang zu unterdrücken, wenn sie gleichartig den Männern sind?

        Warum haben die Männer plötzlich ihrer jahrtausendelang praktizierten Bosheit abgeschworen und die Frauenemanzipation durchgewunken?

        Oder wollten die Männer Frauen am Ende gar nie unterdrücken?

        Aber was wäre dann mit den Prämissen feministischen Denkens?

      • „“Selbstverständlich wollten sie das nie. Sie entmündigen sie nur stets zu ihrem eigenen Besten.““

        Ich geh mal davon aus, dass es ironisch gemeint war.

        Wer sich während Jahrtausenden entmündigen lässt, der ist nicht mündig. Die Frau als kindliches Wesen, denn mit Erwachsenen wär sowas nicht auf Dauer zu machen. So hilflos, so wehrlos, so schwach, und jetzt, zack, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, Heerscharen von starken Frauen mit überragenden Fähigkeiten, von denen Männer nur träumen können.

        Also, ääähm, klingt phantastisch.

      • @ BHD

        *Selbstverständlich wollten sie das nie. Sie entmündigen sie nur stets zu ihrem eigenen Besten.*

        Warum konnte man Frauen so lange entmündigen?

        Welchen Vorteil zogen Frauen aus ihrer „Entmündigung“?

        Warum fühlten sich so viele Frauen so lange nicht entmündigt bzw. fühlten sich sehr wohl in dieser Entmündigung, so sehr, dass konservative Frauen sehr energisch für die Beibehaltung ihrer Entmündigung kämpften?

        Warum kämpften umgekehrt so viele Männer für die Erlösung von der Last der Vormundschaft, mit reformorientierten Frauen, gegen konservative Männer UND Frauen, die davon nichts wissen wollten?

        Welches Geschlecht hat denn bis weit in die 80’er Jahre hinein mehrheitlich jene Parteien gewählt, die z.B. die Berufstätigkeit der Frau von der Zustimmung des Ehemannes abhängig machten und dafür dem Ehemann lebenslänglich die Pflicht aufbrummten, seine Ehefrau zu versorgen?

        Sollten das etwa Frauen gewesen sein?

        Die für ihre eigene Entmündigung stimmten?

        Wie blöd kann man sein?

        Oder waren die gar nicht so blöd?

      • > Ich geh mal davon aus, dass es ironisch gemeint war.

        Nein, wieso denn? Alexander Roslin bestätigt das doch gerade wieder. Es gibt ein Grund für die Existenz des Begriffs: „Paternalistisch“.

      • @ BHD

        *Nein, wieso denn? Alexander Roslin bestätigt das doch gerade wieder. Es gibt ein Grund für die Existenz des Begriffs: „Paternalistisch“.*

        Und es gibt gute Gründe, warum die paternalistische Ordnung so lange einigermaßen gut funktionierte, getragen von Männern UND Frauen GLEICHERMASSEN.

        Erst als die sozioökonomischen Veränderungen durch technisch-medizinischen Fortschritt die Funktionsbedingungen der paternalistischen Ordnung veränderten, war sie auflösbar und wurde auch aufgelöst > kein Unterdrückungswille der Männer erkennbar.

        Es ist feministischer Geschichtsklitterung gelungen, den Eindruck zu erwecken, als hätten DIE Männer DEN Frauen vergewaltigend die paternalistische Ordnung übergestülpt, um so schuldbewusst gemachte Männer zu Reparationszahlungen an die Frauschaft zu manipulieren, die der femizentrische Staat requiriert und umverteilt, frauenprivilegieren, frauenversorgend, frauenschützend und es sind Männer, die dafür hauptsächlich den Preis zahlen, ohne eine Gegenleistung zu sehen.

      • Sie haben an anderer Stelle aber schon gesagt, dass es Gewalt war, die zum Patriarchat geführt hat. Männer, die um zu geringe Ressourcen kämpften. Kampf. Gewalt.

        Natürliches wurde durch Regelwerke, die es nie schafften, zur Zufriedenheit aller zu funktionieren und Religion überschrieben.

      • @ BHD

        *Sie haben an anderer Stelle aber schon gesagt, dass es Gewalt war, die zum Patriarchat geführt hat. Männer, die um zu geringe Ressourcen kämpften. Kampf. Gewalt.*

        Die Gewalt der Verhältnisse war es, die Gewalt hoher Kindersterblichkeit, härtester physischer Arbeit, fehlender familienunabhängiger Altersversorgung, die Gewalt der Wahl „Besser Eure Kinder verhungern als unsere“, die Gewalt geringer Produktivität, einer Gewalt, der sich die Männer in viel stärkerem Maße ausgesetzt sahen als die „entmündigten“ Frauen.

        Daran hat sich ja nichts geändert.

        Es sind Männer, von denen Frauen erwarten, dass sie ihnen die Welt geschmeidig machen.

      • PS:

        Wenn ich will, dass meine Tippse mich (unter-)drückt, muss ich mich jetzt auch ein wenig ihrer (Unter-)Drückung widmen.

        Es geht ja nichts über eine gut geschulte Tippse.

        Auch wenn’s anstrengend ist, sie durch’s Haus zu peitschen.

        Mann wird ja nicht jünger.

      • ROFL

        Ja. Es war ja nicht viel leichter, die Resourcen beim Nachbarn „einzufordern“.

        > Es sind Männer, von denen Frauen erwarten, dass sie ihnen die Welt geschmeidig machen.

        Und das hier bedeutet, dass sie aus der ehemaligen Position der Macht lustig machen. Wer entmündigt ist, kann nicht mehr selbst für sich sorgen. Also muss er sich versorgen lassen.

        Man muss ja nun wirklich nicht in „feministische“ Geschichtsschreibung schauen. Es reicht ja schon, einen Blick ins verbreitetste Geschichtsbuch zu werfen. Sogar in jedem Hotelzimmer gibt es eine Ausgabe.

      • „“Nein, wieso denn? Alexander Roslin bestätigt das doch gerade wieder. Es gibt ein Grund für die Existenz des Begriffs: „Paternalistisch“.““

        Zunächst einmal: Paternalistisch heisst einerseits „entmündigend“, andrerseits aber auch „auf das Wohl des Anderen gerichtet“.

        Das steht in grossem Widerspruch zur feministischen Geschichtsdeutung, welche den Mann als Unterdrücker der Frau zu eigenem Vorteil diffamiert. Ein wesentlicher Unterschied.

        A.Roslin hat recht (wie meistens, wenn nicht, korrigiere ich ihn), dass die äusseren mstande, der brutale Überlebenskampf, der unerbittliche Kampf um Ressourcen, der aufgezwungene kampf dem Mann die patewrnalistische Rolle zuwies. Das geht völlig konform mit einer die Sozialisation gegenüber der Biologie präferierenden Deutung des Geschlechterverhältnisses in der Geschichte. Ach, wenn die Genderisten doch wenigstens sich selbst ernst nähmen.

      • Es ist schon lustig wie Ideale von Freiheit, die erst zu Zeiten der frz. Revolution entstanden sind offenbar als antropologische Konstanten umgedeutet werden um so eine jahrtausendelange Unterdrückung zu konstruieren.

        Menschen zu Zeiten des Feudalismus konnten wohl eher generell rein gar nichts mit unserem Begriff von Freiheit anfangen. Nun geht man plötzlich her und behauptet einfach, der Leibeigene hätte die Leibeigene schon seit Ewigkeiten entmündigt..

        Es ist bezeichnend, dass die rechtliche „Emanzipation der Frau“ völlig widerstandslos und eigentlich auch fast lautlos vonstatten ging (1950er/1960er), und dass das große Patriarchatsgekreische erst aufkam, als alle bürgerlichen Rechte für Frauen bereits umgesetzt waren.

        Wer hat denn bloß vorher zunächst das katholische Zentrum, teilweise die Nazis, und anschließend fast zwanzig Jahre die Konservativen gewählt?

        Ich vergaß: Die Männer tendenziell eher nichtkonservativ wählenden Männer haben natürlich ihre Frauen am Samstag vor der Wahl grün und blau geprügelt..

      • @BHD: „Sie haben an anderer Stelle aber schon gesagt, dass es Gewalt war, die zum Patriarchat geführt hat. Männer, die um zu geringe Ressourcen kämpften. Kampf. Gewalt.“

        ..und Frauen, denen dann gar nichts anderes übrig blieb als sich den jeweiligen Gewinnern anzuhängen.

        Ja, da haben die Männer in der Tat versagt: Sie haben nicht dafür gesorgt, dass genug Ressourcen da sind, um den Frauen eine freie Wahl zu ermöglichen.

  18. @skeptiker:

    „Bei 2, 3 Prozent weiblicher Straftäterinnen hätte man noch darüber streiten können.“

    Wohl wahr. Die These, dass Erreger X für Krankheit Y verantwortlich sei ist ja auch dann widerlegt wenn bei einer signifikanten Gruppe die Krankheit trotz des Fehlens jeglicher Antikörper zu Erreger X auftritt.

    Frauen sind meistens anders, aber nicht per se weniger gewalttätig.

    @Maren: Nein, ich habe Ihren Punkt ehrlich gesagt nicht verstanden – Es sei denn, Sie wollten sich dagegen verwahren dass Weiblichkeit inhärent gewalttätig sei. Aber belassen wir’s dabei.

  19. „“Bis zur 12 Schwangerschaftswoche ist ein Baby wirklich nicht viel mehr als ein Zellhaufen.““

    Eine rein materialistische Sicht. Für eine Seele ist da kein Platz, und ein schlechtes Gewissen stellt sich auch nicht ein. Sehr praktisch.

    Aber werfen wir mal einen anderen Blick auf die Thematik. Stellen wir uns das Zellhäufchen ein paar Jahre später vor, als Junge oder Mädchen, den Schultornister auf dem Rücken, aufgregt und erwartungsvoll auf dem Weg zur Schule, am ersten Schultag. Das ist nun der sentimentale Blick, der Nichtrationale, oft als typisch weiblich wahrgenommene.

    „Da finde ich die gezielte Tötung von Mädchen in manchen asiatischen Ländern viel grausamer.“

    Noch grausamer ? Das hiesse, Abtreibung empfinden Sie als grausam, aber es gibt Grausameres ?

    Aber lassen wirs gut sein. Ich will hier nicht eine Abtreibungsdebatte vom Zaun brechen. Nur als Schlussfolgerung: Wer Abtreibung als Verbrechen klassifiziert – und es gibt nachvollziehbare Gründe dafür – der wird Frauen in der Verbrechensstatistik vor den Männern führen.

    • @ P Bosshard

      *„“Bis zur 12 Schwangerschaftswoche ist ein Baby wirklich nicht viel mehr als ein Zellhaufen.““*

      In der Tat, eine grauenhafte Sichtweise, die nur dazu dient, das Gewissen der Abreibenden (und damit sind nicht nur die abtreibenden Frauen gemeint, allzu häufig sind ja auch Männer nur allzu einverstanden mit dem „Wegmachen“ des Kindes) zu beruhigen.

      Ich kann Abtreibung nicht als Mord qualifizieren (zumindest nicht bis zur 12. Woche), aber sie bedeutet in JEDEM FALLE die Tötung menschlichen Lebens, wenn auch noch nicht die Tötung eines Menschen (der Entwicklungsgang hin zu einem Menschen wird abgebrochen).

      Allerdings gibt es keine klare Demarkationslinie, ab wann aus dem Zellhaufen, der jedoch schon menschliches Leben darstellt, im vollen Sinne ein Mensch geworden ist wie ihn ein Säugling, der nach 9 Monaten geboren wird, repräsentiert.
      Darum sollte eine Abtreibung in keinem Falle eine leichtfertig getroffene Entscheidung sein, sie bedeutet immer die Tötung menschlichen Lebens.

      Das ist schwerwiegend, in jedem Falle.

      Angesichts von mehreren hunderttausend Abtreibungen pro Jahr in einem der reichsten Länder der Welt, begründet mit diversen sozialen Indikationen, muss Abtreibung jedoch in vielen Fällen Resultat einer leichtfertigen Entscheidung sein, Anzeichen einer Verrohung des öffentlichen Bewusstseins und des Bewusstseins vieler Individuen, Frauen und Männer, Anzeichen einer gründlichen, tiefgreifenden Zerrüttung der Gewissensbildung.

      Vor diesem Hintergrund wird mir das moralisierende Salbadern etlicher, besonders rot-grüner Zeitgenossen, die so gar kein Problem mit Abtreibung haben, besonders unerträglich.

      • Einige Überlegungen:
        – Schwangerschaftsabbruch bei medizinischer Indikation steht für mich außer Frage.
        – In der Tat treten die ersten Synapsenbildungsprozesse im Gehirn wohl nicht vor der 13. Woche beim noch-nicht-Baby ein. Und wenn wir auf die Strukturen abheben wollen, an deren Vorhandensein das Phänomen Bewußtsein geknüpft ist, kommen wir sicherlich bis in die späte Fetalzeit (24. Woche) hinein, erst dort scheint die Hirnrinde einen hinreichenden Reifungsgrad erreicht zu haben und erst dort scheinen die notwendigen Verbindungen mit subkortikalen Zentren ausgebildet zu sein.

        Letztlich würde ich teilweise der Argumentation von Feministinnen folgen, dass der Bauch der Frau ihr Bauch wäre, was letztlich die alleinige Entscheidung in die Hand der Frau legt, aber, was auch heißt, dass ein Mann dann letztlich, gegen seinen Willen, bei Vorsatz der Frau – siehe obiges Beispiel mit der Befruchtung gegen den Willen des Mannes – auch nicht mehr als Zahlesel verpflichtet werden kann. Aus rationalen Überlegungen heraus: Abtreibung ja, bis zumindest in die 12 Schwangerschaftswoche (auch) ohne medizinische Indikation.

        Meine persönliche Meinung würde ich eher bei Herrn Roslins Meinung ansiedeln.

      • „“Vor diesem Hintergrund wird mir das moralisierende Salbadern etlicher, besonders rot-grüner Zeitgenossen, die so gar kein Problem mit Abtreibung haben, besonders unerträglich.““

        Tja, Meister Roslin, das sind die Erben in einer weitgehend säkularisierten Welt, die postmodernen bigotten Pfaffen, die tagsüber Enthaltsamkeit predigen, nachts die Nutte knallen, Pharisäer allesamt. Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe nichts gegen wahrhaft Gläubige, obwohl ich Atheist bin. Der wertekonservative Katholik steht mit ideell näher also diese pseudoprogressiven, kleinkarierten, opportunistischen … ich hätt noch einige Vokabeln parat, lassen wirs ..

      • „“Ich kann Abtreibung nicht als Mord qualifizieren (zumindest nicht bis zur 12. Woche), aber sie bedeutet in JEDEM FALLE die Tötung menschlichen Lebens, wenn auch noch nicht die Tötung eines Menschen (der Entwicklungsgang hin zu einem Menschen wird abgebrochen).““

        @Alex Roslin
        Da Sie sich als Katholik geoutet haben: Zwar bin ich Atheist, doch kenne ich die Bibel besser als so mancher Gläubige, gezwungenermassen, denn ich wurde intensiv unterrichtet. Zu Ihre Aussage ein Zitat aus dem Buch der Bücher:

        Paulus an die Gemeinde der Laodizeaner :

        „“Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der ‚Amen‘, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiss bist. Ach, dass du kalt oder heiss wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiss, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.“ (Off. 3:14-16).““

        Lauwarm gilt nicht.

      • @ P. Bosshard

        *Lauwarm gilt nicht.*

        Doch, lauwarm gilt.

        Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Die Katholische Kirche ist hier eindeutig, nicht lauwarm.

        Ich bin lauwarm, in diesem Punkt nicht einig mit meiner Kirche, weil mein Gewissen mir dazu rät.

        Ich kann Frauen keinem Gebärzwang unterwerfen.

        Neues Leben ist darauf angewiesen, willkommen geheißen zu werden von denen, die es gezeugt haben, besonders von den Frauen, die es in sich tragen.

        Dass Frauen „Mein Bauch gehört mir“ durchgesetzt haben und gleichzeitig das Recht haben, die Verantwortung für die Folgen dieses alleinigen Entscheidungsrechtes mit dem Mann zu „teilen“, das Recht haben, nicht zur Mutterschaft gezwungen werden zu können bei gleichzeitiger Macht, einen Mann gegen seinen Willen zur Vaterschaft zu zwingen, das möchte ich geändert sehen durch ein juristisches „Abtreibungsrecht“ für Männer, ein Recht, ungewollte Vaterschaft zurückzuweisen.

        Elternschaft zu erzwingen, das verbietet mir mein Gewissen.

        Eine Mutter schenkt z.B. Leben.
        Geschenke kann ich nicht erzwingen.

        Wenn so viele Frauen sich nicht einmal in der Lage sehen, ein Kind auszutragen, um es sogleich nach der Geburt zur Adoption freizugeben, dann ist das so, dann muss ich das zur Kenntnis nehmen – Symptom der wilden Egomanie unserer gegenwärtigen, westlichen Kultur, die darüber auch eher über kurz als über lang zugrunde gehen wird.

        Denn sie ist ja in vielerlei Hinsicht nicht nachhaltig.

        Und dabei ist die Tatsache, dass sie mehr und mehr die Solidarität ihrer Männer verliert, die sich in wachsendem Maße aus ihr zurückziehen, ihr Engagement zurückfahren, nur ein Symptom ihres Verfalls.

        Die Geschichte ist Teil des Weltgerichtes.

        Desweiteren weiß ich, wie die Kindheit eines Menschen aussieht, der von seiner Mutter nicht gewollt wurde.

        Es ist weniger grausam, ein solches Leben rasch, schnell und früh zu beenden, bevor es seiner selbst bewusst wird.

    • @alle

      „“Bis zur 12 Schwangerschaftswoche ist ein Baby wirklich nicht viel mehr als ein Zellhaufen.““
      wenn ich sowas lese dann bekomme ich angst.

      in meiner familie gab es den fall einer zwangssterilisation im drittenreich.
      damals wurde auch definiert was leben ist und was nicht. unter anderem wurden geisteskranke in den gaskammern ermordet.

      werden dann in zukunft, weil uns das geld fehlt, demenzkranke auch als zellhaufen definiert ?

      warum trägt frau nicht das ungeborene kind aus und gibt es dann zur adoption frei ? zu unbequem, zu lästig?

      vielleicht ist es gut das die geburtenrate so niedrig ist wenn uns leben sowenig bedeutet.

      Leben ist kostbar. jedes leben.

      „“Bis zur 12 Schwangerschaftswoche ist ein Baby wirklich nicht viel mehr als ein Zellhaufen.““
      wenn ich sowas lese dann bekomme ich angst.

    • Dem „Dunning-Kruger-Effekt“ begegne ich hier des Öfteren. Alle (naturwissenschaftlichen) Erkenntisse, traditionell, kulturellen Überlieferungen sind ungültig; fragt man danach warum, wird man ohne Angabe von Gründen als heterosexistisch – oder auch binär – gebrandmarkt.

  20. Frauenparkplätze sind feministische Mahnmale, die uns an die allgegenwärtige Bedrohung der Frau durch den Mann, präziser, die omnipräsente Bedrohung der Frauen durch die animalische, gewalttätige Sexualität des Mannes gemahnen.

    „Terror strahlt aus vom Mann, Terror erleuchtet sein Wesen, Terror ist sein Lebenszweck“ (Dworkin)

    • @ P. Bosshard

      *Frauenparkplätze sind feministische Mahnmale, die uns an die allgegenwärtige Bedrohung der Frau durch den Mann, präziser, die omnipräsente Bedrohung der Frauen durch die animalische, gewalttätige Sexualität des Mannes gemahnen.*

      Hier sprichst Du an, warum der Feminismus bei modernen Etatisten/Machtstaatlern, deren Bestreben immer dahin geht, die Freiheit des Individuums einzuschränken zugunsten der Macht der Bürokratien, die sie vertreten, als Ideologie so beliebt geworden ist.

      Da der femizentrische Staat nicht geschlechtsneutral agiert, sondern als Privilegierer/Versorger/“Ehemann“/Verbündeter der Frau, der für die als gegenüber dem Mann schwach konstruierte Frau agiert, ihre Interessen wahrt, sie schützt vor dem als inhärent böse konstruierten Mann, lässt sich daraus die Rechtfertigung ableiten für eine immer umfassendere Regelungs-und Kontrollwut des femizentrischen Staates, der immer weitere Bereiche „frauenfreundlich“ reglementieren „muss“, um Frauen vor den ubiquitär sie „bedrohenden“ Männern zu schützen.

      Ein besseres Trojanisches Pferd für jene, die die Gesellschaft immer umfassender staatlicher Macht und Kontrolle unterwerfen wollen, lässt sich doch gar nicht ersinnen.

      Es dient ja dem Schutze der armen Frau vor dem bösen Mann, der unterworfen und kontrolliert werden muss, wenn staatliche Macht immer weiter ausgedehnt wird, in immer privatere und intimere Bereiche.

      Da gewinnt das Diktum des Feminismus „Das Private ist politisch“ einen ganz neuen Klang.

      Der Feminismus ist das Trojanische Pferd eines neuen Totalitarismus, der, wie üblich, wohlwollend daherkommt.

      Aber:

      „Unter allen kalten Ungeheuern ist der Staat das kälteste.“

      Auch der femizentrische.

      • Das Beschützen, insbesondere von Frauen und Kindern, war schon immer die wirkungsvollste Legitimation für Macht.

        Das ist haargenau das Wesen dessen, was Feministinnen so oft als Patriarchart bejammern. Aber solche himmelschreienden Widersprüche stören natürlich die wenigsten Feministinnen.

        Peter Bosshards Analogie bringt es auf den Punkt: Frauenparkplätze sind das Symbol dafür, dass wir unmündig sind, uns von Bürokraten beherrschen lassen müssen.

      • > Das ist haargenau das Wesen dessen, was Feministinnen so oft als Patriarchart bejammern. Aber solche himmelschreienden Widersprüche stören natürlich die wenigsten Feministinnen

        Widersprüche? Was für Widersprüche? Himmel wie soll man die versammelte Mannschaft hier noch ernst nehmen?

      • Da Sie partout keine Motivation für das weibliche Unterstützen und Aufrechterhalten des Patriarchates erkennen können ist Ihr Unverständnis nur folgerichtig.

      • @BHD

        Ich denke mit dem Widerspruch ist gemeint, dass Frauen sich einerseits einen starken Staat im Sinne eines starken Wohlfahrtsystems wünschen, dieser allerdings nur für reiche Staaten zu finanzieren sind, was gegenwärtig wohl,wenn man nicht das Glück erheblicher natürlicher Ressourcen hat, auf Industrie und Wettbewerb hinausläuft, die dann wiederum als „patriarchisch“ bezeichnet werden.
        Zudem können auch andere Aspekte des Wohlfahrts- und Sicherheitsstaats leicht als patriarchische Strukturen angesehen werden.

    • @ Peter Bosshard
      Vielleicht ist das Umschwappen in die Extreme sexueller Betätigung zwischen Mann und Frau in den letzten Dekaden auch dem Umstand feministischer Propaganda gegen einen normalen, sexuellen Umgang von Mann und Frau – heterosexueller Geschlechtsverkehr ist Unterdrückung der Frau etc. – geschuldet.

      Wenn Frau nicht mehr Frau sein darf, Mann nicht mehr Mann – wenn Koketterie, Balzverhalten als kriminelles Verhalten umgedeutet wird, schafft sich der Trieb seien Nieschen.

      Dann ist man eben zu Hause, umso mehr Frau, umso mehr Mann, wenn man es im normalen Umgang schon nicht mehr sein darf. Mir erscheint dies eine nachvollziehende Entwicklung zu sein.

  21. Ach, Frauenparkpläze sind extra für frustrierte Maskulisten eingerichtet. Die können dann da parken und sich einen Ast freuen, weil sie es den Feministinnen jetzt ja so richtig gezeigt haben.

    • ..da haben Sie allerdings Recht, BHD. Zumal der Feminismus derzeit so stark ist wie niemals zuvor und immer klügere und damit unangreifbarere Thesen hervorbringt.

      Was sollte man auch sonst solchen fundierten und diskursiv unangreifbaren Thesen wie z.B. die der Lucia oder die der Armbruster entgegenhalten können?

      Sie wissen ja: Unsere intellektuelle Unterlegenheit bringt Minderwertigkeitskomplexe mit sich. Neid auf Großartigkeit. ICD 10 F60.8

      • ..aber mit Ihrer These „Natürliches wurde durch Regelwerke überschrieben“ stoßen Sie ja ins gleiche Horn.

        Für mich ist das aber eine reichlich romantizistische Naturverklärung. Die Story ist aber immer dieselbe, und es gehört immer auch ein finstrer allmächtiger Bösewicht dazu, der das einfach, urtümlich und glücklich lebende Volk ins Verderben führt..

  22. @Skeptiker
    „“Wenn Frau nicht mehr Frau sein darf, Mann nicht mehr Mann – wenn Koketterie, Balzverhalten als kriminelles Verhalten umgedeutet wird, schafft sich der Trieb seien Nieschen.““

    Die Unterdrückung sexueller Neigungen führt zur Perversion derselben. Ist das deine Aussage ? Das halte ich durchaus für plausibel.
    Schau sich mal einer die emanzipierten Weiber an ! Die Jeans können nicht eng genug sein und die Verbrennung der BHs erscheint in ganz anderem Licht.

  23. Frauenparkplätze schützen Männer (bzw. deren Autos) vor den Einparkversuchen der Frauen. Und zur Belohnung dafür, dass sich die Frauen wie die Schafe zusammentreiben lassen und sich die Autos gegenseitig zu Schrott fahren, dürfen sie etwas näher am Ausgang parken. – Alle anderen Erklärungen sind vorgeschobene Ausreden um politisch korrekt zu sein.

  24. Wenn ich hier die Meinungen mancher Männer lese kommt es mir vor als wollen Männer Frauen sein :))
    Wo sind nur die ganzen echten Männer hin die es gerne haben wenn eine Frau „Frau“ ist und schwächer ist als der Mann?

    • @ Katrina

      Wo sind nur all die Frauen, die wirklich Gleichberechtigung meinen, wenn sie von Gleichberechtigung reden und nicht einfach Gleichberechtigung als Codewort für Vorzugsbehandlung benutzen, die sie hinter dem Wörtchen „Gleichstellung“ verbergen.

      Ein verlogenes Spielchen, katrina, das viele Frauen bewusst oder gedankenlos hier mit Mänern und auf Kosten der Männer spielen.

      Das sorgt für böses Blut, zunehmend, denn immer mehr Männer bemerken allmählich, wie ihnen hier mitgespielt wird.

      Die Zeit der Ritter ist vorbei. Sie setzte die Dame voraus, kann im Zeitalter stolz proklamierten Schlampentums nicht überdauern.

      Aber das versuchen viele Frauen einzufordern: Schlampe sein zu dürfen und doch wie eine Dame behandelt werden, den Männern unter dem Signum der GLEICHBERECHTIGUNG die alten Privilegien zu nehmen, die alten Pflichten zu belassen, selbst aber unter dem Signum der GLEICHSTELLUNG die alten, eigenen Privilegien zu behaupten und neue zu erobern.

    • @Katarina:

      Wo sind nur die ganzen echten Männer hin die es gerne haben wenn eine Frau “Frau” ist und schwächer ist als der Mann?

      Heutzutage sind eben eher sportlichere Schönheitsideale angesagt.

      Da ist niemand mehr der Meinung, dass es einer Frau schaden würde wenn sie ihren Einkauf ein paar Meter weiter trägt, im Gegenteil.

      Ein moderner Gentleman unterstützt Frauen stets dabei, die von ihnen angestrebten Ziele zu erreichen 🙂

    • @Katrina

      Was du meinst sind keine Frauen sondern Mädchen. Könnt ich meine Wasserkästen nich alleine schleppen fänd ich das sehr bedenklich, wär ich auch ziemlich am Arsch. Und Männer die für die Bestätigung ihrer Männlichkeit das Gefühl der körperlichen Überlegenheit mir gegenüber brauchen, halte ich lieber aus meinem Leben raus.
      Generell Menschen die für ihr Wohlbefinden ein Gefühl der Überlegenheit brauchen…

      • Und Männer die für die Bestätigung ihrer Männlichkeit das Gefühl der körperlichen Überlegenheit mir gegenüber brauchen, halte ich lieber aus meinem Leben raus.

        Zur Bestätigung ihrer Männlichkeit. Aha.

        Ich hab das Gefühl, ich hätte zwei Beine. Das brauch ich für die Bestätigung meiner Menschlichkeit. Das Gefühl, ich hätte zwei Ohren hab ich auch. Auch das brauch ich zur Bestätigung meiner Meschlichkeit. Hätt ich nämlich 12 Beine und zwei Fühler, dann würde ich augenblicklich an meiner Menschlichkeit zu zweifeln beginnen.

    • Was du meinst sind keine Frauen sondern Mädchen.

      Vermutlich welche von der danach benannten Mannschaft. Welche, die Ironie und Realsatire nicht so gaanz wirklich auseinanderhalten können..

      Heute also mal keinen Dauerlutscher kaufen.

  25. Ich bin ja nicht für die Gleichberechtigung, ich möchte das die Männer ein klein bisschen mehr das Oberhaupt in der Gesellschaft sind.
    Ich habe es jedenfalls gerne wenn mir ein Mann bei etwas weiterhilft oder tragen hilft usw. bin eben so erzogen worden, zum Glück :))
    Gleichberechtigung in Berufen ist ja ok, wird ja immer ein paar Frauen geben die gerne auch bei Militär arbeiten wollen z.B., aber total vieles ist einfach extrem übertrieben.
    Und wenn ich von einem Mann lese „ich fühle mich von Frauenparkplätzen diskriminiert“ kann ich einfach nur noch die Hände über den Kopf zusammenschlagen.

    • Und wenn ich von einem Mann lese “ich fühle mich von Frauenparkplätzen diskriminiert” kann ich einfach nur noch die Hände über den Kopf zusammenschlagen.

      Heul doch.

      Es scheint, du hast da Schwestern im Geiste.

    • ..die Suchfunktion des Browsers offenbart sehr schnell:

      – das Wort „Diskriminiert“ taucht in dem ganzen Thread bisher genau zweimal auf

      – die Erste Fundstelle ist der Titel des Artikels

      – die zweite ist dein Kommentar, wobei ich fühle mich von Frauenparkplätzen diskriminiert ein herrliches Stilmittel ist

      Tipp: Diskriminierend sind nicht die Frauenparkplätze selbst, sondern der Gedanke, dass wir notgeilen Raubtiere alle in dunklen Parkhäuseren lauern, und dass deshalb die Ordnungsmacht Shutzregelungen treffen muss. (Die natürlich mal wieder nur ganz zufällig so schön bequem sind)

    • @ Katrina

      Du magst ja nicht für Gleichberechtigung sein, aber ich bin für Gleichberechtigung und zwar sehr entschieden.

      Ich bin für mehr Glieichberechtigung als Frauen überhaupt haben wollen, sehe nicht ein, warum ich für Frauen die Kastanien aus dem Feuer holen soll.

      Das können die gerne selbst tun, sie wollen gleichberechtigt sein und sie sollen es auch sein, denn das allein ist gerecht.

      Ich bin nicht mehr verpflichtet, mich für Frauen zu opfern als diese es gegenüber Männern sind.

      Viele Frauen verhalten sich aber so, als seien Männer ihnen gegenüber verpflichteter als Frauen gegenüber Männern.

      Das hätte ich traditionellerweise zu akzeptieren als guter Ritter und Mann.

      Aber, wie gesagt, die Zeiten sind vorbei.

      Frauen wie Du, die nicht gleichberechtigt sein wollen – ich nehme an, vor allem in den Bereichen, die Du als unangenehm erlebst, willst Du nicht glieichberechtigt sein, da können die Männer gerne den Vortritt „genießen“ – werden als Kollateralschäden der Gleichberechtigung zu verbuchen sein.

      Das muss man hinnehmen.

  26. @Alexander nicht falsch verstehen, natürlich nicht nur in diesen Situationen die ich als „unangenehm“ sehe.
    Bei mir verhalten sich aber die Männer zum Glück noch so wie ich es gerne habe, natürlich nicht alle aber sehr viele sind noch sehr Hilfsbereit.
    Auch wenn ihr alle Gleichberechtigung wollt, die Männer werden immer anders als die Frauen bleiben und umgekehrt, das ist seit der Steinzeit so und das wird auch hoffentlich für immer so bleiben.
    Auch dann noch wenn es irgendwann Männerparkplätze im Parkhaus gibt für die armen schwachen Männer 😉

    • für die armen schwachen Männer 😉

      Ach Kleines, damit locktst du doch heute niemand mehr hinterm Ofen hervor.

      Wir wollen keine Männerparkplätze, wir wollen sportliche sexy Frauen 😉

      Und zum Drachentöten sind wir zu faul, das kann Frau doch mit ihrer Sozialkompetenz multitaskingfähig nebenbei alleine viel besser.

      Lieber n Kasten Bier mit Kumpels killen 😉

  27. „für die armen schwachen Männer“

    War nicht ganz meine Meinung, das ist nur das wie ihr euch darstellt, so kommt es jedenfalls rüber.

    • @ Katrina

      „so kommt es jedenfalls rüber“ … tja, dann liegt es vielleicht eher am Empfänger als am Sender.

      Z.B. scheinst du den Unterschied zwischen „diskriminiert werden“ und „sich diskriminiert fühlen“ nicht zu kennen. Diskriminiert (lat. discriminare: unterscheiden) wird jemand, der qua Gruppenzugehörigkeit (hier: Männer) von etwas ausgeschlossen wird. Die Diskriminierung hier ist objektiv, nicht gefühlt. Und Frauenparkplätze sind nicht das zentrale Problem der Gesellschaft, sondern ein Symptom oder Epiphänomen, und daher der Reflexion würdig.

      „Bei mir verhalten sich aber die Männer zum Glück noch so wie ich es gerne habe, natürlich nicht alle aber sehr viele sind noch sehr Hilfsbereit.“

      Hilfsbereitschaft ist doch gut, wenn du sie erwiderst, also den Männern auch bei Gelegenheit beim Tragen von sperrigen Sachen etc. hilfst.

      • Klar bin ich auch bei Männern hilfsbereit, aber die können mehr tragen wie ich 🙂
        Ich verstehe Frauen die Gleichberechtigung wollen auch nicht weil die sich so wiedersprechen.
        Erst wollen sie die komplett gleichen Berechtigungen wie Männer und dann wollen sie wie ihr schon sagtet einen „Sonderbonus“, verstehe das genauso wenig wie ihr.
        Aber das mit Parkhäusernüberfälle ist doch die Wahrheit, passiert vielleicht nicht so oft aber ab und zu schon.

  28. @ Katrina

    Eine bekannte männerrechtliche Formulierung von Arne Hoffmann dazu lautet:

    „Und obwohl weit häufiger Männer Gewalttaten zum Opfer fallen, gibt es Vorkehrungen wie Frauentaxis, Frauenparkplätze etc. allein für das weibliche Geschlecht. Tatsächlich kann ein männlicher Rentner einem Überfall aber weit hilfloser gegenüberstehen als eine weibliche Zwanzigjährige.“

    Findest Du diese Argumentation falsch?

    • Es geht ja um sexuelle Übergriffe und nicht nur um körperliche Übergriffe, Ersteres schadet nicht nur körperlich sondern vor allem Seelisch und das für sehr lange Zeit, Ich denke das war der Sinn daran mit Frauenparkplätzem im Parkhaus so etwa zu verhindern, ob das nun hilfreich oder überflüssig ist weiß ich jetzt nicht.
      Und junge Männer oder mittleren Alters können sich ja meistens auch besser wehren oder findest du nicht?
      Ich glaube ich kenne keinen Mann der mir bei dieser Frage NICHT zustimmen würde 🙂

      • *Ich würde es vorziehen, vergewaltigt zu werden (ohne körperliche Folgeschäden), als zum Krüppel geschlagen. Du nicht?*

        Du weisst nicht wovon du sprichst.

      • @ Katrina

        *Es geht ja um sexuelle Übergriffe und nicht nur um körperliche Übergriffe, Ersteres schadet nicht nur körperlich sondern vor allem Seelisch und das für sehr lange Zeit, Ich denke das war der Sinn daran mit Frauenparkplätzem im Parkhaus so etwa zu verhindern, ob das nun hilfreich oder überflüssig ist weiß ich jetzt nicht.*

        Was veranlasst Dich denn zu glauben, ein körperlich Übergriff, also „nur“ schwere Gewalt, schade „nur“ körperlich und nicht auch seelisch?

        Ich höre da,wie üblich, das gängige Muster weiblicher Argumentation heraus, wenn es gilt, alte Privilegien zu verteidigen und neue einzuheimsen.

        Dann ist frau immer besonders betroffen, besonders schutzbedürftig, besonder zu schonen und bitte schön, Männer sollen das vor allem leisten, ihre eigene Sicherheit, körperliche Unversehrtheit gefährden, um Frauen zu schonen und zu schützen, während selbiges von Frauen zugunsten von Männern nicht erwartet wird.

        Männer sind in Parkhäusern mit Abstand gefährdeter als Frauen.

        Trotzdem haben wir Frauenparkplätze für’s zu fördernde, zu schützende, zu schonende gleicher berechtigte Geschlecht.

        Weist man das gleicher berechtigte Geschlecht darauf hin, folgt unweigerlich das hier:

        *Es sei denn du stellst dich gerne als Schwächling hin und beantragst Männerparkplätze weil du Angst hast überfallen zu werden.*

        Der Appell an den starken Kerl im Mann, der gefälligt kein Schwächling zu sein hat, will er als Mann von Frau ernst genommen werden.

        Frauen erlauben es sich, schwach sein zu dürfen, wenn es darum geht, männliche Hilfe, Rücksichtnahme, Schutz einzufordern oder wenn es darum geht, Unangenehmes auf Männer abzuwälzen oder wenn es darum geht, Männern NICHT helfen zu müssen, weil das mit Risisken für’s eigen Leben, die eigene Gesundheit verbunden ist.

        Wenn es um die Plätze auf den Rettungsbooten geht, wenn die Titanic sinkt, ist frau plötzlich sehr gerne und sehr überzeugt schwach.

        Auch wenn es darum geht, 60 – 80 Stunden /Woche zu schuften, wird Frau plötzlich ganz schwach, verlässt sich darauf, dass schon Männer das leisten, aber wenn es darum geht, die Belohnung für’s Schufen denen zu überlassen, die geschuftet haben, dann will frau plötzlich gleich beteiligt sein, Quote haben, mit der Sänfte nach oben getragen werden, weil frau dann ganz stark ist und nur durch böse Männer am Aufstieg gehindert wird, obwohl sie so stark ist, schaffen die Männer das eigenartiger weise.

        Es sind diese Inkonsistenzen der „Gleichberechtigung“, dieser schamlose Opportunismus feministischer Narrative, die mich wütend machen, die nur in einem konsistent sind: “ Jedem das Seine, für MICH, FRAU, das Leichteste, Beste, Angenehmste, Sicherste, Bequemste, denn es steht mir zu, ich bin ja schließlich Frau, seit Jahrmillionen unterdrückt von DEN Männern und Männer sind für’s doch schließlich für’s Grobe grad gut genug.“

      • @ Maren zum Zweiten

        vielleicht ergänze ich noch etwas, damit mein Kommentar nicht „inhuman“ erscheint (abgesehen davon, dass ich natürlich von MEINER Person gesprochen habe): Katrina schrieb: „Es geht ja um sexuelle Übergriffe und nicht nur um körperliche Übergriffe , Ersteres schadet nicht nur körperlich sondern vor allem Seelisch und das für sehr lange Zeit“
        und unterstellt damit, dass verstümmelnde körperliche Attacken (die nicht aus der Luft gegriffen sind, siehe die berühmten U-Bahn-Attacken, in Brüssel bspw. wurde ein junger Student von Angreifern aus 6 m Höhe auf die Gleise geworfen, wobei er u.a. sein Augenlicht weitestgehend eingebüßt hat) keine seelischen Schäden hinterlassen würden. Die Wahrheit ist: Solche posttraumatischen Schäden kommen zu den körperlichen (die evtl. noch chronische Schmerzen, die ständig mit Morphin behandelt werden müssen) noch hinzu. Ansonsten hängt die Traumabewältigung von vielen Faktoren ab, in Kulturen, in denen Vergewaltigungsopfer ihre „Ehre“ einbüßen, sind die sicher erheblich ungünstiger, als in Kulturen, in denen ihnen Mitgefühl und Solidarität zukommt.
        Ansonsten hat Roslin ja schon etwas dazu geschrieben.

  29. Es gibt ja sowas wie Behindertenparkplätze für Leute mit Behinderung und das ist auch gut so das es sowas gibt, wenn es das da in diesem Bericht nicht gab dann ist das eine andere Sache…
    Es ging ja auch nicht um alte Männer sondern um junge Männer und die mittleren Alters ohne Behinderung, die sich eher wehren können.
    ichichich@ ich denk einfach bei dir als (junger?) Mann sinkt wohl die Chance vergewaltigt zu werden oder zum Krüppel geschlagen zu werden.
    Es sei denn du stellst dich gerne als Schwächling hin und beantragst Männerparkplätze weil du Angst hast überfallen zu werden.

    • Es gibt ja sowas wie Behindertenparkplätze für Leute mit Behinderung und das ist auch gut so das es sowas gibt, wenn es das da in diesem Bericht nicht gab dann ist das eine andere Sache…

      So ein Urteil wird ja nicht aus dem heiteren Himmel gefällt. Dazu bedarf es eben bestimmter, weit verbreiteter Vorurteile.

      Und um die geht es.

      „In Hessen richtete sich im Jahre 2003 lediglich eine von 1000 der in Parkhäusern begangenen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.“

      Was darauf hinausläuft, dass Männer in Parkhäusern eigentlich erheblich gefährdeter sind.

      Ja mei, bevor phlegmatische Prinzessinnen körperlich zusammenbrechen, wenn sie mal ein paar Meter laufen sollen sie um Gottes Namen ihren Parkplatz kriegen. Am besten Rollstuhlgereht 😉

      • Aber wenn es nun nur noch Männerparkplätze anstatt Frauenparkplätze geben würde dann würde ja die Welt über Deutschland lachen 🙂
        Mir ist das ehrlich gesagt egal ob die Frauenparkplätze nun abgeschafft werden oder nicht, habe andere Sorgen, aber ist mal nett darüber zu diskutieren.
        Aber mal ne Frage, hälst du wenigstens deiner Freundin oder Frau (wenn vorhanden) die Türe auf oder lädst sie zum Essen ein ohne das du sie selber bezahlen lässt 🙂 ?
        Oder ist nicht einmal das von einigen Männern in dieser Kultur zu erwarten?

      • @ Katrina

        „Aber wenn es nun nur noch Männerparkplätze anstatt Frauenparkplätze geben würde dann würde ja die Welt über Deutschland lachen“

        Vielleicht könnte man einfach Parkplätze und Behindertenparkplätze einrichten.

        „Aber mal ne Frage, hälst du wenigstens deiner Freundin oder Frau (wenn vorhanden) die Türe auf oder lädst sie zum Essen ein ohne das du sie selber bezahlen lässt 🙂 ?“

        Ich bin zwar nicht Nick, aber a) das Problem mit der Tür stellt sich nicht, weil der Mann vorgeht (zumindest laut Knigge), b) natürlich zahlt die Frau ihren Verzehr selbst, ich bin schließlich ein attraktiver Mann und muss mir keine Frauen kaufen.

  30. Aber wenn es nun nur noch Männerparkplätze anstatt Frauenparkplätze geben würde dann würde ja die Welt über Deutschland lachen

    Die Welt lacht schon genug über die Deutsche, lass mal.

    Wie zum Teufel kommst du nur immer wieder beharrlich darauf, dass jemand hier Männerparkplätze will?

    Aber mal ne Frage, hälst du wenigstens deiner Freundin oder Frau (wenn vorhanden) die Türe auf..

    Türen halte ich für jeden auf, der hinter mir läuft.

    ..oder lädst sie zum Essen ein ohne das du sie selber bezahlen lässt 🙂 ?

    Ich verdiene mehr, insofern bezahle ich meistens.

    Bei einer Italienerin würde ich vielleicht immer bezahlen..

    Ich kann’s nur nicht leiden, wenn erst auf „Gleichberechtigt“ gemacht wird, sich an dem „Macho“ abgearbeitet wird, aber ganz selbstverständlich erwartet wird dass man den weißen Ritter spielt.

    • Ich kann’s nur nicht leiden, wenn erst auf “Gleichberechtigt” gemacht wird, sich an dem “Macho” abgearbeitet wird, aber ganz selbstverständlich erwartet wird dass man den weißen Ritter spielt.

      Deshalb bin ich ja nicht für die doofe Gleichberechtigung.

      Bei einer Italienerin würde ich vielleicht immer bezahlen..

      Und bei einem Russischen Freund muss ich nie zahlen 🙂

      • Deshalb bin ich ja nicht für die doofe Gleichberechtigung.

        Naja, ein unselbsständiges Kind oder eine verzogene Prinzessin will ich auch nicht.

        Aber an solchen Kleinigkeiten macht sich das nicht fest.

  31. Pingback: Männerparkplätze wegen schweren Einparkens « Alles Evolution

  32. Ganz egal ob eine Frau „nur“ überfallen, oder auch vergewaltigt wird..sich als Frau gegen einen Mann zu verteidigen ist nun einfach mal schwieriger als wenn sich ein Mann verteidigen muss.!von daher finde ich diese Parkplätze auch sinnvoll in der Nähe des pförtners oder den Ausgangs. Allerdings bin ich auch für einheitliche, gesonderte Parkplätze die gleichermasen männer wie Fraurn nutzen können.

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