„Die haben angefangen und deswegen darf ich Männer hassen“

Ich hatte schon einen Kommentar unter dem Artikel von Lucas Schoppe besprochen, jetzt zu einem Absatz aus seinem Artikel:

Es geht in dem Artikel um Pauline Harmage, die einen Buch dazu veröffentlicht hat, in dem es um ihren Hass gegen Männer geht.

Lucas schreibt:

Wie aber kann politischer Hass in einem demokratischen Kontext beworben werden?

„Männerhass ist eine befreiende Form der Feindseligkeit.“ So überschreibt ZEITCampus, das Unimagazin des Zeit-Verlags, Carla Baums Interview mit der französischen Feministin Pauline Harmange.

Nun ist es ja durchaus nachvollziehbar, dass offen vorgetragener Hass etwas Befreiendes hat: Er befreit von zivilen Erwartungen, von Selbstkontrolle, von moralischen Vorgaben. Eben darum hat er aber auch erhebliche Legitimationsprobleme.

Das ist in der Tat das Schöne an Identitätstheorien: Sie erlauben ein sehr einfaches Denken, da die Bösen, hier die Guten. Die darf man hassen, die sind an allem Schuld. Sündenböcke, auf die man alle Verantwortung abwälzen kann. Das kann in der Tat befreiend sein und war schon immer etwas, was Identitätspolitik interessant gemacht hat

Für Harmange aber reicht es, auf eine klassische Legitimation politischer Feindschaft zurückzugreifen, und die Interviewerin der universitären Zeit souffliert ihr dabei. Sie fragt, ob es denn eine gute Idee wäre, „Hass mit Hass“ zu bekämpfen – und Harmange nimmt die Vorlage an, beschreibt ihren Hass als „Gegenreaktion“, die gar nicht nötig wäre, „wenn Frauenhass nicht systematisch existierte“.

Die andern haben angefangen.

Natürlich könnte die Interviewerin der universitären Zeit bei dieser Gelegenheit einfach einmal fragen, wann denn in den letzten Jahrzehnten irgendein Mann einen Bestseller geschrieben hätte, der offen zum Hass auf Frauen aufruft – oder wann denn Frauenhass in bildungsbürgerlichen Zeitungen offen propagiert worden wäre. Stattdessen gibt sie weitere Vorlagen und fragt, ob das alles denn wirklich einen „generellen Hass auf Männer, auf alle Männer“ rechtfertigen würde. Als wäre es unwidersprochener Konsens, dass Hass auf Männer ganz okay wäre, während nur noch die Frage irgendwie strittig ist, ob es denn wirklich alle treffen müsse.

Es wäre wirklich erfrischend, wenn es konservative oder liberale Journalisten gäbe, die sich gegen so etwas stellen. Aber vermutlich würde Harmange auch mit so einem nicht reden.

„Die haben angefangen“ ist kombiniert mit einer Identiätstheorie, die Individuen nicht kennt und Erbschulden anhand der Gruppenzugehörigkeit zuweist ein Vorhalt, der recht einfach zu konstruieren ist.

Es ist wirklich erstaunlich, dass das nicht hinterfragt wird. Der Unterschied zwischen „einige Männer hassen Frauen“ und „alle Männer hassen Frauen“ und „Frauen hatten bestimmte Nachteile in der Vergangenheit“ sowie „Männer sind heute noch für diese Nachteile aus der Vergangenheit verantwortlich und hatten selbst gar keine Nachteile aufgrund ihres Geschlechts“ ist eigentlich recht einfach.

 

58 Gedanken zu “„Die haben angefangen und deswegen darf ich Männer hassen“

  1. „Der Unterschied zwischen „einige Männer hassen Frauen“ und „alle Männer hassen Frauen“ und „Frauen hatten bestimmte Nachteile in der Vergangenheit“ sowie „Männer sind heute noch für diese Nachteile aus der Vergangenheit verantwortlich und hatten selbst gar keine Nachteile aufgrund ihres Geschlechts“ ist eigentlich recht einfach.“

    Dieser Unterschied ist auch einfach zu verstehen – wenn man ein Mann ist 🙃

    • Das Gefühl beschleicht mich immer wieder.
      Gewisse Frauen sind einfach langsam im Denken. 😉

      Das wäre ja nicht das Problem. Auch unter Männern gibt es echt viele Blitzbirnen.

      Der Unterschied ist nur: Männer verdienen mit hasserfüllter Dummheit in Bezug auf das andere Geschlecht kein Geld und werden auch nicht wohlwollend in den Olymp der Feuilletons gehoben.

      Ein Buch mit dem Titel:
      „Women are a pile of shit and that’s all they are“
      Würde in der deutschsprachigen Medienlandschaft nur semi-gut aufgenommen. 😄

    • Unterschied verstehen ja. Ich verstehe allerdings nicht, wann Männer mal keine Nachteile aufgrund ihres Geschlechts hatten. Achso ja, sich in Kriegen abschlachten zu lassen ist ja kein Nachteil sondern ein Privileg.

      Ansonsten kenne ich „Er hat angefangen.“ eher von Dreijährigen als von erwachsenen Menschen.

  2. „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgehasst.“

    Eigentlich sind solche Bücher, die ganz offen zum Hass gegen Männer aufrufen was tolles. Wer Bock darauf hat sich über Frauen auszulassen, über Frauen im Allgemeinen und diese Frauen im Besonderen, der kann einfach auf diese Bücher verweisen.
    Und noch viel besser: die wohlwollenden Reaktionen in den Medien.

    Da macht sich doch eine Männerpolitik die endlich mal auf Konfrontation geht wo Konfrontation nötig/sinnvoll ist ganz von selbst.

    Oder um es mit den Worten von Volker Pispers zu sagen:
    „Feministinnen zitiere ich am Liebsten wörtlich. Ich habe noch keine bessere Möglichkeit gefunden sie zu beleidigen.“

    • „Feministinnen zitiere ich am Liebsten wörtlich. Ich habe noch keine bessere Möglichkeit gefunden sie zu beleidigen.“

      Das Problem dabei ist, dass Feministen und Mainstreammedien in dieser Hinsicht inzwischen vollkommen schmerzbefreit sind. Die nehmen diese Ironie oder „Beleidigung“ gar nicht wahr. Die sind so in ihren Gut-Böse-Schubladen gefangen und bekräftigen sich darin permanent gegenseitig, dass beim Öffnen dieser Echokammern sofort die halbe Welt erfüllt ist von Hass und der unbändigen Abwertung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Da hilft kein Lüften mehr.

      Auffällig finde ich jedoch, wie extralang der Langmut der Männer dabei ist. Ich vermute inzwischen, dass diese Akzeptanz gegenüber genderfaschistischen Ausstößen eine Folge des feminisierten Erziehungs- und Bildungswesens ist. Wer schon als Kleinkind erfährt, dass er weniger wert ist, der wird sich später nicht immer daran stoßen.

      • „Auffällig finde ich jedoch, wie extralang der Langmut der Männer dabei ist“

        Männer wissen, dass

        1. egal, was sie tun, Frauen nie zufrieden sind.

        2. Frauen emotionale Stimmungsschwankungen haben.

        3. es unterscheide gibt, zwischen dem, was Frauen sagen und dem, was sie tun.

        Kurzum, die meisten Männer nehmen Frauen nicht wirklich ernst. Aus Erfahrung.

        • „Kurzum, die meisten Männer nehmen Frauen nicht wirklich ernst. Aus Erfahrung.“

          Aber dann sollten sie doch besonders vorsichtig sein, solche Wankelmütigen in zentrale gesellschaftliche Entscheidungspositionen zu befördern. Sonst wird die Welt ja noch unberechenbarer und launischer als unter Trump. Und da Männer Kinder und Frauen beschützen wollen und sollen, dürften sie das nicht zulassen.

          • Männer wollen keine Frauen beschützen, sondern Frauen vögeln. Das Beschützen ist nur ein Nebeneffekt des geringeren weiblichen Sexualtriebs.

          • Meine Weltsicht ist nicht so sexualisiert. Wenn ich mir die Feldpostbriefe meines Opas durchlese, die er an der Ostfront im Schlamm liegend geschrieben hat, dann gab es da durchaus eine andere Motivation als Sex. Die Liebe zu Kind und Frau hat ihn aufgebaut, nicht die Perspektive auf einen wohligen schnellen Stich.

          • Der ist nicht aus Liebe zu Frau und Kind in den Krieg gezogen. Er hat im Krieg jedoch entdeckt, das Frau und Kind für ihn die zentrale Lebensmotivation sind.

            Und das war die Arschkarte. Abgesehen davon, dass er eh nie zurückgekehrt ist, wären Frau und Kind ohnehin weg gewesen.

            Wenn er also heute leben und versuchen würde, wenigstens sein Kind zu behalten, dann müsste er dringend gegen feministische Allmacht ankämpfen.

          • „Die Liebe zu Kind und Frau hat ihn aufgebaut, nicht die Perspektive auf einen wohligen schnellen Stich.“
            Ja, die Selbstlüge war schon immer vorhanden. Deswegen halte ich auch nichts von der konservativen Sichtweise. Ohne Frau und Kind wäre es nämlich gar nicht notwendig gewesen diese Feldpost zu schreiben, vor allem Männer die glauben Frau und Vaterland verteidigen zu müssen, gehen in solche Kriege. Ohne Kind und Frau hätte dein Opa auch einfach einen schlanken Fuß ins Ausland machen können und hätte auf Führer und Volk einen großen Haufen geschissen.
            Die Vorstellung, dass wir die Familie beschützen müssen, hat uns immer schon verwundbar gemacht und uns zum Spielball der verschiedensten Ideologien gemacht. Wenn dir hingegen alles egal ist, dann bist du, zumindest ideologisch, unverwundbar. Klimawandel, Reichtum, soziale Gerechtigkeit, Frauen, Kinder, Führer, Vaterland, Prophet, Gott – wen interessiert es?
            Frage nicht, was du für andere tun kannst, frage dich eher, was du selbst für dich tun kannst.

          • Das stimmt. Zumal meine Oma ihn mit einem Nazifotografen hinterging, während er im Dreck lag und der Bleistift immer wieder abbrach. Er ist dann in Kriegsgefangenschaft gestorben mit starken Gefühlen für seine Frau, die ihn aber schon längst in den Wind geschossen hatte. Als MGTOW wäre sein Leben sicher besser gelaufen.

          • BTW: Der Nazifotograf war aber besonders scharf auf meine Mutter, von der er immer erotische Fotos machen wollte. Meine Oma hat dann ihr Kind aufgefordert, zu dem Mann „sehr lieb“ zu sein, damit der schön da bleibt.
            So eine Art Kinderpornoring, bei dem meine Oma das Geschehen steuerte.

        • @pfefferundsalz:
          „Wenn dir hingegen alles egal ist, dann bist du, zumindest ideologisch, unverwundbar.“
          Mit dieser nihilistischen Einstellung bist Du nicht unverwundbar, ganz im Gegenteil; im schlimmsten Fall stehst Du dann allein da und springst als erster über die Klinge.

          Wer sich nicht einbringt, keine Motivation hat, keine Verantwortung übernehmen will und immer sein eigenes Wohl über das anderer stellt, trägt weder zur gesellschaftlichen noch zur eigenen Entwicklung bei und hat für die Gemeinschaft schlussendlich wenig Wert. Wir sind als Menschheit soweit gekommen, weil wir, aller inhärenten Hässlich-, Dumm- und Grausamkeit zum Trotz, gelernt haben, zusammenzuarbeiten, das eigene Wohl auch mal zurückzustellen und als Gemeinschaft zu funktionieren. Das heißt nicht, dass man seine Individualität aufgeben und als eusoziale Arbeitseinheit sein Leben fristen soll, wie es sich manche totalitären Regime vorstellen. Es bedeutet aber auch nicht, dass man sich von allen gesellschaftlichen Verpflichtungen einfach so defätistisch verstecken kann. Und selbst diejenigen, die sich hier als harte Arschlöcher präsentieren, können sich, wenn sie mal zu sich selbst ehrlich sind, dem nicht völlig entziehen. Pathophysiologisch Erkrankte einmal ausgenommen, aber die sind gottseidank nicht die Norm.
          Auch ich habe die Feldpost meiner männlichen Vorfahren aus WW 1 und 2 gelesen (mein Vater hat hier vieles gesammelt). Basierend darauf und basierend auf meinen eigenen Erfahrungen mit meiner Familie, auch in Krisenzeiten, kann ich für mich bestätigen: die Liebe für meine Familie und für das Leben gibt es, und sie ist für mich eine deutlich stärkere Motivation als Sex. Und das ist gut so. Wer sein Leben anders, nur im eigenen Sinne, leben will, dem sei es ungenommen; er sollte nur nicht glauben, dass dieser Fokus auf sich selbst für alle der richtige Weg ist. Und sich vielleicht nicht ganz so ernst nehmen. 😉

          • „Wer sich nicht einbringt, keine Motivation hat, keine Verantwortung übernehmen will und immer sein eigenes Wohl über das anderer stellt, trägt weder zur gesellschaftlichen noch zur eigenen Entwicklung bei und hat für die Gemeinschaft schlussendlich wenig Wert.“
            Darum geht es sich nur, dass du einen Wert für andere hast. Nun, ich habe in erster Linie einen Wert für mich, alles andere ist Mimikry, ich bin problemlos in der Lage anderen etwas vorzuspielen aber ich verpflichte mich zu nichts, ich sehe keinen Vorteil darin, für andere den Deppen zu spielen. Opfer dich für deine Gemeinschaft, für deine Ideologie oder für was auch immer, ich hingegen überlebe und lache als letzter.
            Ob die Gesellschaft vorankommt ist mir übrigens gleichgültig, ich habe nur dieses eine Leben und was danach kommt kümmert mich nicht.
            „basierend auf meinen eigenen Erfahrungen mit meiner Familie, auch in Krisenzeiten, kann ich für mich bestätigen: die Liebe für meine Familie und für das Leben gibt es, und sie ist für mich eine deutlich stärkere Motivation als Sex. “
            Kann man machen aber dann bitte nicht darüber jammern, wenn man enttäuscht wird und alles verliert. Muss jeder selbst wissen wie wichtig einen die Selbstlüge ist.

          • @Pfefferundsalz: Jammern liegt mir nicht, Belügen (ob mich oder andere) noch weniger. Insofern liegst Du hier komplett falsch. Und schlussendlich belügst allenfalls Du Dich nur selbst. Solange Du nicht abgelegen als autarker Eremit lebst, bist Du von der Gesellschaft abhängig; ihrer Bewertung entkommst Du nicht. Das merkst Du spätestens, wenn es Dich mal ernsthaft gesundheitlich erwischt.Und das ist nur eine Frage der Zeit. Dass Du Dir das nicht selbst eingestehen kannst, zeigt nur, dass Du bei weitem nicht so schlau bist, wie Du hier vorgibst.
            Ich habe nicht vor, mich für irgendetwas zu opfern. Sollte es aber für meine Familie und mein Lebenswerk notwendig sein, werde ich mich nicht auf irgendwelchen egozentrischen Vorwänden rausreden. Ob das Dich amüsiert oder nicht, tangiert mich nur peripher; das wird meine Entscheidung sein, und da bin ich mir nur selbst Rechenschaft schuldig.
            Du weißt anscheinend auch nicht, was Mimikry bedeutet, oder? Wer nur falsch spielt, fliegt irgendwann damit auf.

            Stimmt, wir haben nur ein Leben und auch ich habe keine Lust, meines unnötig zu verschwenden. Für mich bedeutet das aber, die Welt besser zu machen, als nur darin zu leben. Und sei es nur im Kleinen. So dass ich zumindest etwas Positives geschaffen habe und etwas Gutes hinterlasse. Dahingehend bin ich auf einen guten Weg und ziehe mein Ding, ohne deswegen einen auf Arschloch machen zu müssen. Hauptsächlich durch meine eigene Anstrengung, aber auch dank der Hilfe und Unterstützung meiner Familie und meines Netzwerks, was sich schon in tatsächlichen Krisenzeiten bewährt hat. Leb Du Deine Lebenslüge; ich lebe meine, und das gut.

          • „Solange Du nicht abgelegen als autarker Eremit lebst, bist Du von der Gesellschaft abhängig; ihrer Bewertung entkommst Du nicht. Das merkst Du spätestens, wenn es Dich mal ernsthaft gesundheitlich erwischt.Und das ist nur eine Frage der Zeit. Dass Du Dir das nicht selbst eingestehen kannst, zeigt nur, dass Du bei weitem nicht so schlau bist, wie Du hier vorgibst.“
            Aber nein, du verstehst mich absichtlich falsch. Ich habe geschrieben, dass ich mich keiner Gruppe verpflichte, ich bin aber, wenn es die Notwendigkeit erfordert, in der Lage so zu tun als würde ich dies tun. Egal welche Gruppe es ist, ich bin mir nicht zu fein mich jeder Idee öffentlich anzuschließen aber am Ende arbeite ich halt nur für mich selbst, die Gruppe ist nur Mittel zum Zweck. Und das unterscheidet mich von denen, die für ihre Ideologie in den Tod oder ins Gefängnis gehen. So etwas würde ich nie machen.

            „Ich habe nicht vor, mich für irgendetwas zu opfern. Sollte es aber für meine Familie und mein Lebenswerk notwendig sein, werde ich mich nicht auf irgendwelchen egozentrischen Vorwänden rausreden. Ob das Dich amüsiert oder nicht, tangiert mich nur peripher; das wird meine Entscheidung sein, und da bin ich mir nur selbst Rechenschaft schuldig.“
            Das ist der Unterschied zwischen uns, ich würde dies nicht tun. Aber ich bin ehrlich mir gegenüber – ich will gar keine Familie.

            „Du weißt anscheinend auch nicht, was Mimikry bedeutet, oder? Wer nur falsch spielt, fliegt irgendwann damit auf.“
            Das ist ein ziemlich abgedroschener Satz, meinst du nicht? Die guten Falschspieler werden im Allgemeinen eher reich und mächtig. Und ich muss nicht einmal falsch spielen, ich betreibe ein ideologisches Mimikry nur dann, wenn es notwendig ist. Solange man mich in Ruhe lässt, lasse ich die anderen in Ruhe, so einfach ist das.

            “ Für mich bedeutet das aber, die Welt besser zu machen, als nur darin zu leben. Und sei es nur im Kleinen. So dass ich zumindest etwas Positives geschaffen habe und etwas Gutes hinterlasse.“
            Und? Was hast du davon? Wenn du tot bist, dann hast du auch nichts davon. Und wenn es nur um das gute Gefühl geht, dann kannst du dir das auch einfach einreden, das Gefühl hast du dann ja trotzdem.

            Das Leben ist sinnlos, es gibt keinen höheren Zweck oder Sinn. Die Fortpflanzung ist ebenfalls nur nützlich für die Spezies aber auch die ist sinnlos. Der einzige Sinn für das Individuum besteht im hier und jetzt. Mache das was dich glücklich und zufrieden macht, dann hast du zumindest für dich selbst einen Sinn gehabt. Wenn du tot bist ist eh alles egal.

          • „PfefferundSalz“ ist schon eine arme, verzweifelt Bestätigung suchende Sau.
            Wenn es nicht so wäre, würde er drauf pfeifen, hier auch nur eine Silbe zu kommentieren.
            Er würde es nicht mal lesen …
            q.e.d. 😉

        • <>

          GAANZ großer Fehler ! Frauen wissen das trefflich auszunutzen , das wollte ich spontan schreiben.

          Aber ist es wirklich so einfach ??

          Die meisten Männer die ich kenne mögen vielleicht Frauen nicht ernst nehmen. Deren oft impliziten Forderungen, Erwartungen, Befehle nehmen sie aber schon ernst und versuchen sie nach Kräften, beinahe hätte ich geschrieben unter Einsatz ihres Lebens zu erfüllen.

  3. Also ich bitte Menschen, die ich „hasse“, nie um einen Gefallen, um Hilfe, meide jeden Smalltalk, lächle nicht.
    Ich hoffe, sie ist genauso konsequent, und packt nicht die „Ich-bin-doch-nur-ein-Mädchen“- Nummer aus, wenn der Reifen mal gewechselt werden muss.

    Lesen sie auch Pauline Harmanges nächstes Werk „Wie mich mein Hass schöner, beliebter, und erfolgreicher machte“

    • Irgendwo habe ich gelesen, Pauline sei verheiratet und lebe mit ihrem Ehemann zusammen. Keine Ahnung ob das stimmt, aber möglich wäre es schon.

      Frau kann durchaus pragmatisch und flexibel hassen und am Ende ist ein zwingend nötiger Mann für den Reifenwechsel auch nur ein Grund mehr, Männer zu hassen („Ich hasse Männer dafür weil ich ab und zu welche brauche“).

      • „Irgendwo habe ich gelesen, Pauline sei verheiratet und lebe mit ihrem Ehemann zusammen.“

        Ist korrekt, irgendwo schreibt sie auch darüber, warum sie da eine Ausnahme machen kann/darf, und dazu kam hier auch schon die naheliegende Frage auf, was das für ein Typus von Mann sein muss.

      • Der Einsicht, dass die meisten Frauen nicht viel für Männer übrig haben, verschließen sich Männer (vermutlich aus Selbstschutz) beharrlich.

        Frauen lieben Männer nicht in dem Maße, wie Männer Frauen lieben. Ein Mann ist für eine Frau stets eine Kosten-Nutzen-Kalkulation.
        Deshalb testen sie Männer ständig.
        Deshalb lästern sie ständig über sie.
        Deshalb sticheln sie, greinen, quengeln. Bringt er es noch? Wird er auch noch der unsinnigsten Forderung nachkommen?

        Frauen schreiben keine Liebesbriefe an Männer. Sie komponieren keine Lieder für Männer. Sie schreiben keine Gedichte über Männer; preisen niemals ihre Stärke, ihre Coolness, die Glätte ihrer Muskeln.
        Sie tun eigentlich überhaupt nichts für Männer, da ihre Existenz ja bereits Lohn genug für jeden Mann sei.

        • Du übertreibst. Allein ich kenne Dutzende Liebesbriefe von Frauen an Männer. Und für jemanden, der sich besser in Popmusik auskennt als ich, sollte es ein leichtes sein, Dir Dutzende von Liebesliedern von Frauen für Männer zu nennen.

          • von Frauen gesungen, aber von Frauen komponiert ?????

            by the way
            Jo

            22. November 2020 um 6:12 pm

            @dr. caligari: Welches Mengenwort du nun bevorzugen würdest, ist wurscht;

            eben nicht ! genau das, die Menge, entscheidet wesentlich mit über das gesellschaftliche Klima

        • Adrian,

          „Der Einsicht, dass die meisten Frauen nicht viel für Männer übrig haben, verschließen sich Männer (vermutlich aus Selbstschutz) beharrlich.“

          Nicht unbedingt. Zum einen ist es für das männliche Ego doch sehr schmeichelhaft wenn frau alle Männer hasst, aber für den einen eine Ausnahme macht. Insofern kann das gut als Instrument der Frau zur Bindung des Mannes an sie genutzt werden.

          Und der zweite Punkt ist, dass es die männliche Angst vor der weiblichen Untreue (Kuckuckskind) dämpfen kann wenn frau dem einen glaubhaft weismacht, sie würde alle Männer hassen. Da trickst frau dann die männliche Logik aus „Wenn sie alle Männer hasst bis auf mich, dann steigt sie bestimmt nicht mit anderen in die Kiste“.

          • @Adrian: Ich habe gesehen, wie meine Mutter, aller sonstigen Zänkerei zum Trotz, sich um meinen Vater gekümmert hat, als es ihm gesundheitlich dreckig ging.
            Ich habe erlebt, wie sich meine Frau um mich gekümmert hat, als ich einen schweren Unfall hatte. Wie wir in wirklich beschissenen Zeiten zusammengehalten haben. Und genug ähnliche Beispiele im persönlichen Umfeld bei anderen gesehen. Das mag man meinetwegen als anekdotische Evidenz abtun, aber zu behaupten, dass Frauen nicht ebenso ihre Männer lieben wie vice versa, ist mEn Humbug. Gegenseitiges Nörgeln, Lästern, Sticheln usw. habe ich übrigens bei befreundeten schwulen Paaren oft genug miterlebt.

            Weiteres Bsp. aus der Popmusik: die Beziehung zw. Dolly Parton und Porter Wagoner – „I will always love you.“

        • Oh, ein schwuler Frauenverleumder/-hasser. Vielleicht stimmt die Theorie ja doch … oje.

          Du tust vielen Frauen unrecht; es gibt auch viele, die nicht so narzisstisch gestört sind (das, was du beschrieben hast, ist narzisstisch gestörtes Verhalten), selbst wenn auf sie die Aussage deines zweiten Satz zutreffen sollte.

          • Man sollte Adrians Kommentar nicht so schnell abtun, einfach mal ganz in Ruhe drüber nachdenken,

            Also ich würde eher sagen er tut einigen Frauen unrecht, nicht vielen Frauen

            …..

          • @dr. caligari: Ich hatte drüber nachgedacht. Viel brauchte ich nicht drüber nachzudenken, um zu den Schlüssen zu kommen, die ich niederschrieb – und die korrekt sind. Welches Mengenwort du nun bevorzugen würdest, ist wurscht; es würde nichts am Rest meiner Aussagen ändern. Dass Adrian in bezug auf viele/einige Frauen richtig liegt, enthält meine Antwort übrigens implizit.

    • Würde sie dann die gerechtfertigte Ablehnung der Männer erfahren, wäre das ohnehin nur eine Bestätigung über die Rechtmäßigkeit ihres Hasses auf Männer.
      Glücklicherweise sind Männer ja anders gestrickt und helfen einer Frau im Regelfall, wenn diese sie um Hilfe bittet.

      Gerade läuft übrigens eine Doku auf ZDF Info über Kindheit im Dritten Reich. Mahnend wird daran erinnert wie Juden früher für alles Übel der Welt die Schuld gegeben wurde, wie man sie zunächst erst verächtlich machte, sie ausgrenzte als weniger lebenswerte Menschen diffamierte.
      Mahnend auch die Warnung, dass böse Worte zu bösen Taten führen könnte bzw. würde.
      Schluss-Resümee nach dem dritten Teil der Doku wird vermutlich sein, dass sich so etwas niemals wiederholen dürfe.

      Ohje, was fällt mir wohl ganz spontan ein, wenn ich von „kill all men“ oder dem „berechtigten Hass auf Männer“ lese?

  4. Ich verstehe nicht, warum es niemand auffällt, dass das schlicht und einfach Faschismus ist. Man hasst eine Gruppe vor Menschen, weil deren Vorfahren vor lange Zeit einem (angeblich) etwas angetan haben.
    Als wenn man sie dafür verantwortlich machen könnte.

    Man setze für Männer Juden. Es gibt auch genug Leute, die meinen, dass die Juden für alles Unglück der Vergangenheit verantwortlich sind, von der Hinrichtung Jesu bis zum Börsencrash von 1929.

    • Weil viele Menschen nicht fähig sind Dinge abstrakt zu sehen, sie sehen den spezifischen Fall aber können nicht das Muster dahinter erkennen. Das erfordert ein bestimmtes Denken, das aber viel Arbeit zum erlernen voraussetzt. Unsere Schulen helfen da wenig. Ich fand immer das Montessori Konzept gut, da es zumindest teilweise in die Richtung geht. Allerdings hat auch dieses Konzept Grenzen. Und zudem sind viele Menschen entweder eingeschüchtert oder sie sind opportunistisch. Das war im 3 Reich genauso.
      Deswegen sage ich, dass wir als Bevölkerung nur wenige Lehren aus der NS-Zeit gezogen haben. Wir werden mit den Gräuel dieser Zeit dermaßen zugebombt, dass wir vergessen, das größere Muster zu betrachten, welches dahinter steht. Diejenigen die das Muster sehen und darüber sprechen gelten als Revanchisten, die diese Zeit relativieren wollen.

    • „dass das schlicht und einfach Faschismus ist“

      Nix für ungut, aber ich würde einbißchen aufpassen mit den Begriffen. Faschismus ist eine Herrschaftsform einer Regierung / Diktatur, für die z.B. das Führerprinzip wesentlich ist.

      Die Haltung bzw. Ideologie, die hier (und in großen Teilen des Feminismus) vorliegt, kann man als faschistoid bezeichnen, weil sie anhand von biologischen Merkmalen einen Teil der Menschhheit zu hassenswerten, moralisch minderwertigen Untermenschen macht. Komplementär dazu machen sich die Vertreter der Ideologie zu Übermenschen, zur neuen die „Herrenrasse“.

    • „Ich verstehe nicht, warum es niemand auffällt, dass das schlicht und einfach Faschismus ist.“

      Ich halte ihre Einstellung auch für faschistisch. Ich bin kein Faschismus-Experte. Gab es Faschisten, die einfach nur reinen Hass beworben haben? Also die Sith machen sowas ;-), ich meinte aber eher die Nazis oder dergleichen. Falls ich mich nicht irre, war deren Masche sowas wie „kauft nicht bei Juden, die betrügen“ und nicht „wir sollte jetzt alle mal den ganzen Tag Juden hassen“.
      Oder liege ich da tatsächlich falsch?

  5. Ach ja, wie befreiend war es doch, als Jugendlicher beim Auswärtsspiel den gegnerischen Anhängern zuzurufen:

    „Wir haben euch was mitgebracht – Hass! Hass! Hass!“

    Es war ein spielerischer Hass, der auf Fussball beschränkt blieb. Denselben Menschen, die man im Stadion noch beschimpft hat, hat man auf dem Parkplatz vor dem Stadion Starthilfe angeboten, wenn sie sie brauchten. Kleine verbale Nickeligkeiten ob des Spielergebnisses („Warum heißt Schalke 0:4 eigentlich Schalke 0:4?“) inbegriffen.

    Ich schätze, Frau Harmange wird auch schon bald auf dem geistigen Niveau halbstarker Fußballproleten ankommen. Prima. Ich kann’s kaum erwarten, mehr von ihr zu hören, wenn sie erwachsen ist.

  6. Ich war auf ZON online als der Artikel aufpoppte. Ich lass, kommentierte und wollte ihn dann als pdf speichern, aber leider war er dann hinter der Bezahlschranke.

    Diesen Artikel zu lesen war echte Überwindung. Ich lass, ersetzte Männer durch Juden, Muslime, Schwarze und sah dann, wie sich das Foto der Autorin veränderte, wie sich langsam um ihren Körper eine SS Uniform bildete, mit höchsten Auszeichnungen versehen, den Scheitel von einer Totenkopfmütze bedeckt. Es passte einfach zu gut, dieses Bild einer Menschenhasserin.

    Was hat sich für mich verändert: 1. Feminismus ist für mich noch mehr eine Ideologie geworden, die mit allen Mittel an der Ausbreitung verhindert werden muss. Das Buch und die öffentliche Inszenierung haben Schranken niedergerissen. 2. Das niederreissen dieser Schranken bedeutet, dass die subversiven Versuche seitens „Männerrechtler“ gescheitert sind, mit rationalen Mittel etwas zu bewirken. Ich schätze Christian, Arne und Lucas und alle anderen Blogs, Autoren und Meinungbildner, die sich sehr bemühen hier ausgleichend zu wirken, macht bitte weiter so. Es scheint nur nichts zu nützen. Rationalität wird durch Hass ersetzt. 3. Ich kann auch hassen und das werde ich jetzt ohne Hemmnisse machen.

    • Sie ist ja nicht mal die erste Feministin die ihr Recht auf Männerhass in den Medien verteidigt.

      https://www.chronicle.com/article/a-scholar-asked-why-cant-we-hate-men-now-she-responds-to-the-deluge-of-criticism/

      Ich wette sie ist trotzdem für Hate Speech Gesetze zum Schutz von Frauen… because equality. Wobei Hate Speech dann sowas ist wie zu sagen das Frauen zu emotional sind. Kill All Men und blanken Hass auf Männer ist dann aber wieder kein Hass. Vielleicht ist es positiver Hass, so wie positive Diskriminierung, beides darf auch immer nur Männer treffen.

      • „nicht mal die erste Feministin die ihr Recht auf Männerhass in den Medien verteidigt.“

        Mit Sicherheit. Das war der Fall der Gender-Studies-Professorin Suzanna Danuta Walters. Nach meinem Bauchgefühl gab es, wenn man zeitlich etwas zurückblickt, Dutzende Fälle von prominenten Feministinnen, die ihren Haß öffentlich kundgetan haben. Gibt es eigentlich irgendwo ein Verzeichnis dieser Vorfälle?

        • Vor ein paar Jahren gab es die Femitheistin, die in vice ihre ‚Thesen‘ verhaßbratzte. Die gehört zu denen, die Männer um 90% dezimieren wollen.
          Die Idee dazu hatte sie vermutlich von Sally Miller Gearhart und/oder anderen abgekupfert.

          Hier ist eine Liste mit liebevollen Zitaten unserer Haßbratzen
          Auf Medium.com ansehen

          Von Manndat zitiert von einigen ihr sanftes, zugewandtes Wesen ebenfalls
          https://manndat.de/geschlechterpolitik/bundeszentrale-fuer-politische-bildung-als-geschlechterkriegstreiberin.html
          [em]Im Feminismus tummeln sich auch öffentlich akzeptierte Vertreterinnen, die u. a. Männer in Gaskammern sehen wollen (Valerie Solana), den Männeranteil in der Bevölkerung auf 10 Prozent reduzieren möchten (Sally Miller Gearhart) oder „einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen” möchten, „mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins“ (Andrea Dworkin)[/em]

          Aber das sind eher Ältere (es kursierte auch eine umfangreichere deutsche Liste im Netz, finde ich aber nicht mehr). Von den jüngeren (Stokowski, Schrupp, Wiezcorek, Schick o.a.) habe ich noch keine Liste gefunden.

          Dann gibts noch ein Buch einer unbekannten, amerikanischen Urheberin, dessen Titel ich vergaß. In dem geht es um eine präzise Anleitung zur Falschbeschuldigung und zum Fertigmachen von Männern (Entfernung aus Jobs etc.). Eine Art Nachfolger von SCUM, irgendwas mit NOW.

    • Daher ist es wichtig, dem entgegengesetzte Propaganda zu betreiben/unterstützen – und sich zu vernetzen/organisieren, um was aufzubauen (ein metapolitisches – echt-liberales bis konservatives – Milieu), das der feministischen Übermacht standhalten und sie überleben (oder gar überwinden) kann. Ich empfehle hier mal folgendes Video (ebenfalls vom 21.11.2020), das das im hiesigen Blogartikel von Christian Gesagte in generellen Zusammenhängen dargestellt enthält und sich super zur Verbreitung eignet (wie auch viele andere Videos dieses Formats der Liberty Academy):

      „Postmoderne Selbstzerstörung: Wie wir das Steuer noch umreißen können (Liberty Academy 19)“

      • Warum willst du das Steuer rumreißen? Ich fände es viel amüsanter, wenn wir das Tempo erhöhen und den Laden endlich gegen die Wand fahren lassen. Alleine die dummen Gesichter all der Gutmenschen, wenn ihr Wohlstand sich in Rauch auflöst und sie merken, dass sie weniger Wert sind als die Nahrung, die sie aufnehmen müssen um zu überleben wäre mir das wert.

  7. Pingback: „Warum der Rückfall ins Autoritäre männlich ist“ | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.