Selbermach Samstag 316 (21.11.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

170 Gedanken zu “Selbermach Samstag 316 (21.11.2020)

      • arrgg !! zu schnell auf senden gegangen

        das fehlt noch:

        Wirklich mal Frauen direkt fragen was sie von solchen Argumentationen halten, versucht es einfach mal, nur Mut !

        • „versucht es einfach mal, nur Mut !“

          Hab ich schon. Als Sohn einer Frauenrechtlerin der ersten Stunde musste ich schon im Kleinkindalter sehr viel von diesem Mut entwickeln und aufbringen.
          Die Antworten sind sehr vielfältig und oft von der jeweiligen Stimmungslage abhängig. Daher kann ich nur manche wiedergeben:

          „Eine Frau, die ihr Kind tötet, macht das nur aus einer schlimmen Not heraus und ist sich in der Regel der Folgen nicht bewusst“

          „Eine Frau, die ihr Kind umgebracht hat, ist so furchtbar gestraft – die darf man nicht noch zusätzlich strafen“

          „Eine Frau kann keine Mörderin sein, da sie sich seit Jahrtausenden unterwerfen muss und in Zwängen gefangen ist, aus denen sie sich oft nicht anders befreien kann“

          „Es kann nur ein Unfall gewesen sein“

          „Bei dieser heftigen Mental Load und den vielen Anforderungen, die heutzutage an care-arbeitende Frauen gestellt werden, ist schon klar, dass sowas irgendwann passieren muss“

          „Vor der Tat hatte sie bestimmt große Angst und hat geweint – dann wusste sie keinen anderen Ausweg mehr“

          Und mein Favorit:

          „Sie hätte es nie gewollt“

          • Ah, Ok. Das macht tatsächlich Sinn. Frauen werden aus der Not heraus zu Täterinnen, die können gar nicht anders. Männer hingegen sind immer voll verantwortlich. Das hat was mit dem Gender-Empathy-Gap zu tun: Für einen Mann hat man weniger Mitgefühl, man sieht das Böse im ihn; mit der Frau hat man Mitgefühl, man sieht die Not in ihr. Ein Mann, der seine Kinder umbringt, wird nicht mit Samthandschuhen angefasst, Frauen schon.

            Werde mal bei der Schrupp nachfragen, ob sie das meint.

          • „Werde mal bei der Schrupp nachfragen, ob sie das meint.“

            War das nicht die Evangelistin? Die würde ich ja am liebsten fragen, ob die weibliche Seele eigentlich immer keusch und rein ist, oder ob es womöglich auch (natürlich ganz selten und unter widrigen Umständen) Ausnahmen geben könnte.

            Und wenn es auch nur irgendwo eine einzige mögliche Ausnahme gibt, warum diese Ausnahme nicht der Justiz zugeführt werden sollte.

          • Ah, Ok. Das macht tatsächlich Sinn. Frauen werden aus der Not heraus zu Täterinnen, die können gar nicht anders. Männer hingegen sind immer voll verantwortlich.

            Und ich, der Frauen grundsätzlich für genau so mündig und damit verantwortlich hält wie jeder männliche Erwachsene, werde als Frauenfeind beschimpft.

  1. Servus @all,

    eine kurze Frage an euch, die ihr einen so guten Überblick über Studien, etc. habt:

    Was sind außer der schlechten Lesbarkeit und meines persönlichen Hasses auf gegenderte Sprache gute überzeugende Gründe, die gegen Gendern sprechen?

    Frage für eine wissenschaftliche Arbeit.

      • Dankeschön Y,
        das hat meine Gedanken wieder etwas richtung wissenschaftlichkeit bewogen. Manchmal verdeckt das Gefühl die (eigentlich bekannten) Fakten 🙂

        Damit kann ich meine ungegenderte Form besser vertreten.

    • Für mich ist zentrales Kriterium, dass die Form über den Inhalt gestellt wird, dass also die eigentliche Botschaft verblasst. Und um die geht es in der Sprache.
      Wer nicht mehr sagen und schreiben darf, was er denkt und meint, sondern dabei irgendwelche gedanklichen Verrenkungen machen muss, der hört auch irgendwann auf frei und klar zu denken.
      Gendern ist ein Angriff auf den freien Geist.

    • Sprachen haben sich über Zeiträume von Jahrtausenden und unter Mitwirkung von Millionen oder gar Milliarden Menschen entwickelt. Jeder dieser Sprechenden konnte an dieser Entwicklung im ähnlichen Maße teilnehmen. Frauen nicht weniger als Männer, vielleicht sogar im Allgemeinen mehr.
      Aber hey, die waren alle dumm und böse und erst die Genderstudixen dieser Generation haben gemerkt, wie falsch das alles war? 🙂
      Und nach all dieser Zeit, diesem denkbar demokratischsten aller Prozesse, maßt sich jetzt eine kleine Gruppe Menschen die Autorität und Macht an, allen anderen durch Zwang ihre Ansichten aufzudiktieren?

    • Zahllose wissenschaftlich nicht halt- bzw. begründbare Vorannahmen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, dass Geschlechterrollen anerzogen sind und nichts mit Biologie zu tun haben, dass Sprache das Denken bestimmt usw.

      Alles Hokus Pokus.

    • Gendern bewirkt nicht, was es soll.
      (Andernfalls müsste die Türkei viel „geschlechtergerechter“ sein als Deutschland, da das Türkische keinen Genus hat. Oder wenigstens im UK müsste ein Unterschied messbar sein, da im Englischen der Genus eine deutlich geringere Bedeutung hat als im Deutschen. Die „Studien“ für die feministische These, die es gibt – zumindest alle, von denen ich gehört habe – genügen keinen wissenschaftlichen Standards. Grob gesagt: Eine niederländische Genderstudentin fragt zur Bachelorarbeit ein halbes Dutzend ihrer Kommilitoninnen, ob diese nicht auch bei „Bauarbeiter“ eher an Männer denken und führt das dann auf den Genus zurück)

      Es ist linguistischer Unsinn.
      (belleslettres stellt das sehr überzeugend dar, der Link ist oben irgendwo)

      Das Ziel ist sinnlos.
      Wieso soll es wichtig sein, dass Frauen „repräsentiert“ sind?
      Wer will das?
      Die konkreten Frauen, die in einer Position sind, sich für diese Bereiche zu entscheiden, wollen es offensichtlich nicht. Aus nachvollziehbaren Gründen: Diese Bereiche verlangen Opfer und der Status bringt einer Frau längst nicht so viel wie einem Mann.
      Die Sinnfrage ist nicht nur nicht beantwortet, es scheint nicht einmal erlaubt zu sein, sie zu stellen.

      Die Motivation ist fragwürdig.
      Die ursprüngliche* Bedeutung von „Liebe Bürgerinnen und Bürger“ ist: „Liebe Bürger, mit besonderer Nennung der weiblichen Bürger.“
      Der Vorwurf steht im Raum, dass es den Genderbefürworterinnen genau darum geht: Die besondere Nennung. Und nicht Gerechtigkeit.
      Es gibt m.W. bislang keine vernünftige Antwort auf den Vorwurf.
      *) „ursprünglich“, weil die Floskel inzwischen so lange verwendet wird, dass sich die Bedeutung letztlich bereits verschoben hat. Vermutlich ein Grund, weshalb die linguistischen Extrawürste immer ausgefallener werden. De Fischer un siin Fru.

    • Ich halte die Genderei in der Sprache für eindeutig übergriffig. Es ist anmassend, Menschen entgegen ihrem Sprachgefühl vorzuschreiben, wie sie zu reden (oder schreiben) haben. Es geht nicht um Höflichkeit, nicht darum, diskriminierende Sprache zu verhindern, sondern um einen symbolischen Kotau vor einer Ideologie, der sich in der Sprache und deren Struktur manifestieren soll.

  2. Die Kanzlerin (die, der ein Freund reicht) hat sich gemeldet und tingelt durch den ÖRR mit ihrem Videopodcast zum Thema „Gewalt gegen Frauen“.

    https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/mediathek/videos/podcast-gewalt-gegen-frauen-1818528!mediathek?query=

    Ich verstehe aber eine Aussage von ihr nicht, vielleicht könnt ihr sie mir erklären.

    Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen.

    Abgesehen davon, dass das sicher auch so für Männer gilt, verstehe ich die Unterscheidung zwischen physischer und sexualisierter Gewalt nicht. Ich gehe davon aus, dass eine Vergewaltigung, ein Klapps auf den Po oder ein Küssen gegen den merklichen Willen einer Frau physische Gewalt ist.
    Aber was ist denn dann sexualisierte Gewalt? Es kann sich dabei doch nur um verbale Gewalt oder womöglich sogenanntes Hinterherpfeiffen handeln. Oder vielleicht gar der unerwünschte Empfang eines Dickpics.

    Wenn aber diese Fälle auch zu dem Drittel aller Frauen gehören, und das sind sicher nicht allzu wenige, dann kann die physische Gewalthäufigkeit doch eigentlich gar nicht so hoch sein.

    Vermutlich ohrfeigt eine angeblich überforderte Mutter öfter ihr kleines Kind, geschweige denn ihren Partner, als dass es zu realer Gewalt durch Männer kommt, die in der Regel auch eine starke eingebaute Beißhemmung gegenüber Frauen haben und daher selbst erheblich gefährdeter sind, Opfer von Gewalt zu werden.

    • Erinnert ihr euch noch an die Studie, die natürlich nur Frauen befragte, und „Schubsen“ mit schwerster Gewalt in einen Topf schmiss? Vor solchen Hintergründen ist es wirklich sehr verwunderlich, dass man nicht auf 100% betroffener Frauen kommt.

    • @beweis:

      „verstehe ich die Unterscheidung zwischen physischer und sexualisierter Gewalt nicht.“

      Falsche Herangehensweise. Du hängst noch immer der alten patriarchalen Vorstellung an, Worte hätten eine Bedeutung und in einem Gespräch oder einer Diskussion käme es auf diese Bedeutung an. Da ist natürlich falsch. Alles was zählt ist das Gefühl welches transportiert wird. Und da ist es eben hilfreich, wenn man der physischen Gewalt (oh weh, schlimm!) noch die SEXUALISIERTE GEWALT (sexualisiert! Sex! 100 mal schlimmer! *hyperventilier*) zur Seite stellt.

      • @pingpong

        So hatte ich das zunächst auch empfunden. Aber das dann in eine quasi-statistische Formel zu packen, um numerische Schockiertheit hervorzurufen – und auch ziemlich offensichtlich falsch dargestellt, das kommt schon merkwürdig rüber in einer Welt, in der Zahlen zunehmend wichtiger werden als Menschen.

        Empirie verkommt zunehmend zur Nutte – und alle gebrauchen sie für ihre Zwecke.

        • Es ist nicht statistisch.
          Es ist die Drei, die magische Zahl.
          „Jeden dritten Tag jede dritte Frau drei Mal“ ist ein Zauberspruch und keine Tatsachenbehauptung.

          Alternativ wäre die Sieben oder die Zwölf, aber die Drei ist magischer und dramatischer.

          • Das erklärt einiges. Ich hatte mich schon immer gefragt, warum niemand darauf anspringt, dass jeden vierten Tag eine Mutter ihr minderjähriges Kind umbringt.

            Vier ist einfach doof.

          • „Alle zwölf Tagen, werden drei Kinder von ihren Müttern getötet“ ist leider zu komplex für die durchschnittliche Feministin.

          • interessanter Gedanke !, klingt plausibel – magisches Denken hat man bei unserer „Wissenschaftlerin“, wie sie oft von der Journaille hofiert wird öfters. Zumal die Überhöhung von Wissenschaft ja selbst schon wieder was von magischen Denken hat.
            Wie erleben ja gerade bei den Versuchen mit dem neuen Virus umzugehen Sternstunden der Zahlenmagie.
            Ich habe nichts gegen Wissenschaft an sich, nur die quasireligiöse Überhöhung stört mich. Man kann Wissenschaft ja nicht nur als ein Fortschreiten von Erkenntnis sehen, sondern auch als eine Kette einander Ablösender Irrtümer.
            Als Wissenschaftler ist man manchmal ein wenig der Esel, der der Möhre hinterherrennt, die einem die Welt als Kutscher an der Angel vor die Nase hält.

    • Die Erfahrung physischer Gewalt dürften so ziemlich alle Männer machen. Wer ist denn als Kind nicht mal verprügelt worden, bzw. hat sich mit anderen Jung geprügelt? Und wer hat nicht frühzeitig gelernt, dass man Mädchen nicht schlagen darf?

      • Ja, Merkels Videopodcast ist der beste Beweis für den Gender Empathy Gap. Vor allem, weil sie sich bislang eher rausgehalten und nicht stereotyp Männer als das böse Geschlecht bestimmt hatte.

        Und jetzt so ein unqualifiziertes Statement. Sie hat wohl ihr Amt innerlich aufgegeben und ist mittlerweile voll in der Hand ihrer Beraterinnen und Ministerial-Zofen.

        Na dann, tschüss Merkel.

        • „Sie hat wohl ihr Amt innerlich aufgegeben und ist mittlerweile voll in der Hand ihrer Beraterinnen und Ministerial-Zofen.“

          Das Gefühl kriege ich auch. Wann ist die bloß weg.

    • @beweis:

      Abgesehen davon, dass das sicher auch so für Männer gilt, verstehe ich die Unterscheidung zwischen physischer und sexualisierter Gewalt nicht.

      In der BKA-Statistik wird mittlerweile, laut dem ehemaligen Bundesrichter Thomas Fischer, die Verletzung der Unterhaltspflicht unter „häusliche Gewalt“ eingestuft:

      Man würde spontan nicht auf den Gedanken kommen, dass sich unter dem Stichwort ‚häusliche Gewalt‘ oder ‚Beziehungsgewalt‘ Phänomene verbergen wie ‚Zwangsprostitution‘ und ‚Zuhälterei‘. Sie sind aber in der neuen Statistik eingerechnet. Ebenfalls neu hinzugerechnet ist ‚Verletzung der Unterhaltspflicht‘ (§170 StGB, 5550 Fälle).

      Ob das jetzt mehr als physische oder sexualisierte Gewalt zählt, weiss ich auch nicht, aber es ist natürlich Gewalt gegen Frauen.

        • Der Schwachsinn ist ja bereits seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Vormarsch. Wer da nicht inzwischen zum MGTOW geworden ist, der darf sich in meinen Augen nicht beschweren. Er hat dann nämlich nur das bekommen, was er bestellt hat.

    • Heißt doch 67 % aller Frauen gehen völlig unbehelligt durchs komplette Leben, und 33 % bekommen einmal oder öfter was ab . Ich finde das ausgesprochen wenig – keine einzige Erfahrung physischer Gewalt im ganzen Leben kann ich mir bei Männern echt nicht vorstellen

  3. Wie gehabt: die einzige Hilfe die Männer erhalten, ist Hilfe dabei Frauen bei ihren Problemen und Nöten zu helfen

  4. „Liberalism—Decline or Survival“
    https://quillette.com/2020/11/17/liberalism-decline-or-survival/
    „The world is still coming to terms with Charles Darwin. Denial of evolution is usually associated with the evangelical Right—a world entirely and perfectly created in seven days—but the Left is just as fond of disowning conclusions that the application of Darwin’s theory produces when they are ideologically undesirable. The uncomfortable truth is that evolution is not just something that happens to animals at a glacial pace—it is a process that plays out in any system where replication is related to success.
    Human societies are no exception to this rule and bearing this in mind can be surprisingly useful for understanding the world around us. From a Darwinian perspective, the point of a culture is to replicate itself. From this, all else follows. The rules and rites that govern a society fall into shape as systems for maximising the fitness of a culture for surviving its environment: laws reduce and resolve conflict, religious prohibitions on eating “tainted” food maintain hygiene, sexual taboos and morality minimise the spread of disease and ensure that there will, ultimately, be children raised in the faith to pass it on. […]
    At present, while extremely prevalent online, liberalism’s would-be successor ideology is held by a considerably smaller section of the general population. The segments of the population that are growing are often traditionalists; religious women give birth to more children than their secular counterparts, as do conservatives more broadly. We can be confident that, while the future of the West may look quite radically different to that envisaged by current elite opinion, it will also look rather different to its current form. A culture which combines high migration alongside low integration and fertility will be replaced in the end, whether by a more conservative form of its own values, or something entirely different.“

  5. Aus einem Artikel der Tagesschau über die Akzeptanz von Gewalt als Mittel zur Erziehung von Kindern:

    „Von Männern werden sogenannte Körperstrafen eher befürwortet als von Frauen.“

    und dann:

    „Bei der Untersuchung stellte sich unter anderem heraus, dass Befragte mit eigener Gewalterfahrung im Kindesalter Körperstrafen in der Erziehung eher zustimmen als ohne Gewalt aufgewachsene Menschen. So ist die Wahrscheinlichkeit, der Aussage „Ein Klaps auf den Hintern hat noch keinem Kind geschadet“ zuzustimmen, bei der Gruppe mit eigenen körperlichen Gewalterfahrungen fast 16 Mal so hoch wie bei den anderen Menschen.“

    Die Tagesschau schreibt es nicht aber man kann hier natürlich 1 und 1 zusammenzählen: Wenn Männer häufiger Körperstrafen zustimmen und die Wahrscheinlichkeit einer solchen Zustimmung deutlich höher ist wenn man als Kind selber Gewalt erfahren hat, dann bedeutet das zwangsläufig dass Männer in ihrer Kindheit häufiger Gewalterfahrungen gemacht haben als Frauen. Wird aber wie gesagt so von der Tagesschau (im Gegensatz zum überdeutlichen Verweis auf weibliche Opfer in anderen Artikeln) nicht geschrieben.

    Hier der Artikel: https://www.tagesschau.de/inland/umfrage-koerperliche-gewalt-101.html

    • Among 747 males the risk of being a perpetrator was positively correlated with reported sexual abuse victim experiences. The overall rate of having been a victim was 35% for perpetrators and 11 % for non-perpetrators. Of the 96 females, 43% had been victims but only one was a perpetrator. A high percentage of male subjects abused in childhood by a female relative became perpetrators. Having been a victim was a strong predictor of becoming a perpetrator, as was an index of parental loss in childhood.

      Quelle

      • An alle Männer, die dazwischen gehen, wenn die besoffene fette Alte wieder mal den zehnjährigen Sohn verprügeln will:
        Eure Arbeit ist wichtig und nachhaltig! Ihr seid die Guten – lasst euch nichts anderes einreden.

        An alle Kinder, die keinen Vater mehr haben, der dazwischen gehen könnte, weil er dazwischen gegangen war:
        Prügelnde Mütter sind scheiße. Erinnert euch später daran, wie schlimm das war. Und versucht es nicht zu tun.

  6. Ein weiteres Beispiel für toxische Männlichkeit.
    Eine Teenie-Gruppe geht zu einem Skate-Park wo eine Mutter den Geburtstag ihres fünfjährigen autistischen Sohnes Carter feiern will. Größere Gruppen älterer Kinder können ihn beunruhigen und seine Mutter kriegt schon Muffensausen und denkt über eine „Flucht“ nach.
    Es kommt aber anders als man denkt (oder sie und der Reporter), denn die Clique kümmert sich um den autistischen Jungen – allen voran der 13-jährige Gavin.

    Wie und wieso der Reporter darauf kommt, es wäre überraschend, dass Gavin, der „Anführer“ nicht auf Stunk aus ist, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Tatsächlich kümmert sich Gavin geradezu liebevoll um den kleinen Carter und verhält sich damit ziemlich normal.
    Leider leben wir aber mittlerweile wohl in einer Gesellschaft, in der es eben nicht mehr normal ist, sich um andere Menschen zu kümmern, selbst wenn es ihnen nicht gut geht. Und wenn es Jungen und Männer betrifft, sowieso nicht.
    (Siehe Video von Daily Mail vom letzten Selbstmach-Mittwoch.)

    • Watt’n ditte? Ein Gruppe von Teenagern mit einem männlichen Anführer, die einen kleinen Jungen auf dem Spielplatz NICHT vermöbelt und mobbt?
      Das muss in die Nachrichten. Präsentiert von den vor Glück und Stolz weinenden Moms.

      • Würde ich jetzt nicht so krass sehen. Das Video ist Teil einer ganzen Serie von Herz-Schmerz-Friede-Freude-Berichten. Im Grunde soll wohl die positive Berichterstattung im Vordergrund stehen.
        Wie bei Männer-Themen kommt man aber offenbar trotzdem nicht ohne Negativ-Klischees aus.
        Und das kotzt mich dann doch an,

        • Ok, ich dachte, das wären News da drüben. Eigentlich schlimm, dass ich das für mögllch hielt. Dass aber gleich zwei Frauen vor Glück heulen, nur weil ein männliches Kind sich nicht erwartungsgemäß verhalten und ein noch kleineres nicht geschlagen, gepeinigt oder misshandelt hat, ist trotzdem bemerkenswert.

  7. Langsam komm ich dahinter, Grünen- Politiker kennen das Grundgesetz WIRKLICH nicht.

    Renate Künast trumpfte ja auch vor ca einem Jahr auf Twitter mit dem Spruch auf „Also in meinem Grundgesetz steht „Gleichstellung“, was steht denn in ihrem?

    Gab ein großes Gewieher und Erklärungsversuche von hunderten Accounts, sie hat offensichtlich nur verstanden: Tragende Säulen des Grundgesetzes müssen rausgerissen werden.

    • Hihi, irgendwie fühlte ich mich bei dem Video an das hier erinnert:

      Leider verhindert ja Corona dieses Jahr, dass der derzeitige Launch der PS5 ähnliche Szenen verursachen kann, wobei diesmal der Konsolenlaunch auch grundsätzlich nicht annähernd mit so viel Buhei von Microsoft und Sony angeteast worden ist. Ich sage mal so: es gab nicht umsonst eine sich über drei Folgen erstreckende South-Park-Episode, in der der Konsolenlaunch damals im Zusammenhang mit der allgemeinen Black-Friday-Hysterie gewaltig durch den Kakao gezogen wurde. Grandios dabei der finale Kampf auf Leben und Tod zwischen Bill Gates und dem Sony-Chef mitten im Einkaufszentrum… XD

  8. Schweden, immer wieder Schweden

    • Fragt ihr euch auch, warum die das vor der französischen Botschaft machen?

      Wenn ich es richtig verstehe, steht auf dem Zettel, dass es ungesetzlich sei, Juden zu „verhöhnen“,es sei gegen die Meinungsfreiheit in Schweden, Islam und Prophet zu verhöhnen, dass es Grenzen brauche und die Verfasser des Zettels es unter Srafe gesetzt sehen wollen, „andere“ (gemeint ist vermutlich andere als die eigene) Reiligionen in der ganzen Welt zu verhöhnen.

      Weiß jemand, ob Schweden
      – Juden/das Judentum unter besonderen Schutz gegen Verhöhnung stellt
      – einen Blasphemieparagraphen hat
      – die Autoren etwa ein Gesetz wollen, dass es in Schweden unter Strafe stellt, wenn man in einem anderen Land Religionen verspottet?

  9. Die steht da exakt in der Pose „Lass das Geld vom Himmel regnen“:

    Politisches Märchentheater vom Allerfeinsten!

    • Das funktioniert nicht, weil da nicht alle mitspielen. China z.B. wird es nicht tun, aber die können es ausnutzen, wenn der Westen dazu übergeht. Man hat dann nicht mehr das Problem, dass die Unternehmen auf Gewinnmaximierung ausgelegt sind, sondern das die Unternehmen alle ins Ausland abhauen, wenn hier die Lohnnebenkosten in die Höhe springen.

      Ich wette Baerbock ist auch nicht bereit ihre Version mit ihrem Unternehmen umzusetzen, wenn sie denn eines hätte. Das Risiko sollen doch bitte andere tragen.

      • Richtiger: das funktioniert im aktuellen Freihandels- und Kapitalfreizügigkeitssystem nicht. Deshalb hat man das ja etabliert, damit die nationale Politik weder die großen Gewinne besteuern, noch irgendwie nennenswert was gestalten kann ohne bei den Kapitalmächtigen vorher darum zu betteln.

        Ich sehe die aktuellen Entwicklungen daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wohl wissend, dass die Grünen selbst auch globalistisch sind und ihre angestrebten Ziele daher nicht verwirklichen können, weil sie sich selbst ideologisch im Wege stehen, so wie auch die Linke. Angesichts des Personals dort, ist das wohl auch besser. Ich fürchte nur, sie werden ben Versuch trotzdem wagen und ein Desaster anrichten…

    • Das ist Propaganda von Baerbock für den Great Reset.
      Dass es hier tatsächlich um Fiatmoney-Systemüberschuldung geht, erklärt Prof. Max Otte in diesem Zusammenschnitt einer Rede von ihm:

      „Prof.Dr.Max Otte sehr erschreckt :“WAHNSINN, DAS ALLES wurde vor 10 Jahren vorher geschrieben !!!““
      (8 Minuten. Das dazu erstellte Bildmaterial von dem Videoersteller braucht man sich nicht anzugucken. ;-))

    • So wenig wie ich eine Baerbock oder die Grünen damit beschäftigt sehen will (die sind einfach zu dumm dafür), so sehr haben sie dennoch Recht damit, dass es in diese Richtung gehen wird oder sollte.

      • Schuldabwehr durch Schuldumlenkung ist das eher, aber vielleicht ist das ohnehin der grundlegende Mechanismus, der bei allem „Selbsthass“ und Geisselungen des Eigenen abläuft. Hexen-Holocaust, Hühner-Holocaust, dann nuklearer Holocaust und jetzt eben der ökologische Holocaust, bzw „Ökozid“.

        • Das sehe ich anders.
          Wenn sich die Genozide multiplizieren lassen, dann ist der Holocaust nur noch einer unter vielen.
          Das ganz allgemein gesagt und ich unterstelle, es ist beabsichtigt, hier zu relativieren.

          Es gibt konkret keine einzige Gruppierung, die sich bewusst auf die Fahnen geschrieben hätte: „Ab dem nächsten Jahr zerstöre ich die Umwelt Europas so nachhaltig, dass hier keiner mehr leben kann!“ oder gar „Die Existenz einer Umwelt in Europa ist unser aller Unglück!“
          Die Gleichsetzung mit einem Genozid ist ebenso dummdreist wie perfide, weil der Vorsatz fehlt.

          Auch wenn man einem kapitalistischen Unternehmen vorwerfen kann und sollte, eine Umweltzerstörung billigend in Kauf zu nehmen, ist das nicht identisch mit einer vorsätzlichen, geplanten und so exekutierten Handlung. Die Industrien verharmlosen oder leugnen die Umweltschädlichkeit bestimmter Produkte, sie produzieren sie jedoch nicht bewusst, um die Umwelt zu schädigen.

          Hier geht es – analog zur Kritischen Rassentheorie – darum, dass nicht die Intention zählt, sondern die subjektiv empfundene Auswirkung auf die „Betroffenen“.
          Der empfundene „Ökozid“ ist ein versuchter Genozid.
          Was sie damit erreichen wollen, ist eine „Pluralisierung“ der nur empfundenen „Täterschaft“.

          Es wird sich die Tautologie ergeben, an den Verbrechen an der Menschlichkeit wg. „Ökozid“ ist beteiligt und daher verantwortlich: Die Menschheit, bzw. in der Form des „industrialisierten Nordens“, der „kapitalistischen Staaten“, der „entwickelten Staaten“ usw. usf.
          Was wiederum – einfach nur per moralinsaurer Argumentation – bedeutet, einen Vorsatz zu unterstellen, wo keiner existiert.

          Auch von diesen Staaten besondere Anstrengungen bspw. für die CO2-Reduktion zu verlangen, verlässt sich implizit darauf, es existiert die auf Wissen und Wissenschaft basierende Möglichkeit, diese zu ermöglichen.
          Wohlbemerkt sind das die identischen Irren, die die Wissenschaft des „alten weißen Mannes“ ablehnen und verachten.
          Was passiert eigentlich, wenn Minderwertigkeitskomplexe Amok laufen?

          • „Billigend in Kauf nehmen“ ist übrigens Vorsatz, wenn auch die schwächste Form. Die stärkste ist dann Absicht. *klugscheißmodusaus*

            Ansonsten ist das alles doch nur wieder der (untaugliche) Versuch, durch Überemotionalisierung und -dramatisierung irgendwen zu bewegen. Wenn man keine guten Argumente hat, muss man es eben so versuchen.

          • „Die Gleichsetzung mit einem Genozid ist ebenso dummdreist wie perfide, weil der Vorsatz fehlt.“

            Ganz genau! Ob gewollt oder nicht, es relativiert gewaltig. Genu das, was man immer vermeiden wollte.

    • Danke!

      Wenn man sich noch die finanziellen Verknüpfungen und Sachen wie „Event 201“ zu Gemüte führt, welches Ende 2019 eine corona-Pandemie durchspielte (u.a. organisiert von B. Gates), dann wird auch die Antwort auf die Frage, ob da Absicht oder Unfall dahinterstecken, zunehmend klarer. Es müssen nichtmal die Chinesen gewesen sein, m.W. gab es mit Wuhan auch Kooperationen und das was all die anderen Biowaffenlabore treiben, dürfte sich nicht nennenswert unterscheiden. Geht man davon aus, dass das Virus absichtlich freigesetzt wurde, dann muss man sogar annehmen, dass die Chinesen nichts davon wussten, denn die hätten das ganz sicher nicht in Wuhan gestartet.

      Bleibt die Frage nach der Absicht dahinter. Da es unübersehbar keine nationale sein kann (da kein Volk vorher dagegen immunisiert wurde) muss es eine globale Agenda sein. Bei Event 201 kommt das ja m.W. schon zum Ausdruck: es wird betont, dass es eine public-private-partnerhsip geben muss, in einer Pandemie. Man kann auch sagen: es muss Geld gedruckt werden, um die „too big too fail“-Firmen zu finanzieren. Ein Dammbruch in diesem Bereich hat das Zeug einen globalen Crash noch sehr lange hinauszuzögern, auch wenn inflationäre Tendenzen und Verwerfungen zu erwarten sind.

      Außerdem kann man unter dem Deckmäntelchen allerlei andere Projekte vorantreiben, von einem Impfregime bis hin zu mehr Überwachung, mehr Zensur („Kampf gegen gefährliche FakeNews“) usw. dass man Unmengen Geld damit verdienen kann, wenn man die richtigen Aktien ver-/gekauft hat und die richtigen Projekte am Start hatte, dürfte ebenfalls klar sein.

      Aber wer weiß, der endgültige Beweis steht aus und wird es wohl auch weiterhin…

    • Egal die Nerven liegen bei mehr und mehr Leuten blank, milde Töne mehr Verständnis wäre angesagt. Das sich steigernde Bashing geht mir auf den Zeiger, und die Wortwahl wird immer inhumaner…

    • Das, was da auf dem leeren, kalten und windigen Platz in Hannover passiert ist, wird ja immer spannender.
      Ein einsames Schneeflöckchen steht auf dem Podest wie ein armer Tropf und erzählt, sie fühle sich wie Sophie Scholl. Ein Ordner gibt seine Binde ab und will nicht mehr mitmachen bei sowas.
      Das Schneeflöckchen wird zu einer Träne. Die Twitter-Welt schüttelt den Kopf oder ist wahlweise wütend.

      Dann schaltet sich der Außenminister ein und zwitschert Empörung (nein, nicht dass das Flöckchen weinen musste, sondern über den Vergleich mit Scholl).
      Nulleberg und Fleischhauer verbreiten sogleich freche Kommentare zur Außenpolitik.

      Und keiner denkt mehr an die Gefühle des Schneeflöckchens. Wenn sich dieses jetzt ob des gigantischen Cybermobbings etwas antut – wer ist dann eigentlich schuld?

      • Hihi, der Heiko mal wieder. Dass von den Geschwistern Scholl der Bruder Initiator und treibende Kraft des Widerstands war, will ich ihm hier mal gar nicht erst unter die Nase reiben; der Verweis auf Sophie kam ja von der Göre zum Zwecke der Selbstviktimisierung. Aber es hat was Lustiges, wenn der kleine Heiko anderen Geschichstvergessenheit unterstellt und im selben Atemzug Anne Frank als Widerständlerin bezeichnet. Bei allem Mitgefühl für das Mädel, aber das war sie einfach nicht. Sie ist schlicht durch ihr postmortem gefundenes Tagebuch in die Geschichtsbücher eingegangen. Sie hat nichts gemacht, was ihr das Prädikat „Widerstandskämpferin“ hätte einbringen können. Sie war natürlich gegen die Nazis, schon alleine weil diese sie und ihre Familie ermorden wollten und letztlich auch haben, nur weil sie Juden waren, aber das alleine hat nichts mit Widerstand im üblichen Sinne dieses Wortes zu tun.

        Generell würde ich auf solchen Kleinigkeiten ja gar nicht rumreiten, aber wenn einer wie unser Außenministerdarsteller vom hohen Ross herunter in den Pöbel reinquakt und andere der Geschichtsvergessenheit zeiht, fällt mir in diesem direkten Zusammenhang von dieser Person geäußerter Quatsch irgendwie besonders unangenehm aus.

  10. Steile These von einem Evolutionsforscher hinter der Bezahlschranke im „Spiegel“, die genau in dieses Blog passt. Er hat ein 700 Seiten starkes Buch über das Patriarchat geschrieben:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/das-patriarchat-ist-eine-anomalie-in-der-menschheitsgeschichte-a-00000000-0002-0001-0000-000174103658

    Hier mal ein Ausschnitt:

    Van Schaik: Hätten wir unser Buch vor 10.000 Jahren geschrieben, wäre es wahrscheinlich um die armen Männer gegangen, die nichts mehr zu tun hatten. Das war zu der Zeit, als die Menschen begannen, einfache Landwirtschaft zu betreiben. Damals entstanden matrilineare Hackbaukulturen. Die Frauen bearbeiteten das Land in Gemeinbesitz und hatten somit großen sozialen Einfluss – und die Männer nichts mehr zu jagen. Das Wild um diese kleinen Weiler herum war früher oder später ausgerottet. Wahrscheinlich hockten die Kerle herum und trauerten um ihre glorreiche Vergangenheit als Jäger.

    SPIEGEL: Noch einen Schritt zurück, bitte. Vor dieser Zeit, bei den Jägern und Sammlern, gab es ihn, den speerbewehrten Mammutjäger mit der Frau, die daheim die Felle schabt?

    Van Schaik: Nein, das ist und bleibt ein Zerrbild. Es stimmt, Großwild wurde hauptsächlich von Männern erlegt. Frauen waren aber genauso unterwegs und haben erheblich zur Versorgung beigetragen, wenn auch eher mit Knollen, Früchten und Kleinwild.

    SPIEGEL: Kürzlich haben Archäologen vermeldet, dass sie in den Anden in einem 9000 Jahre alten Grab eine Großwildjägerin gefunden haben. Ändert das Ihren Blick?

    Van Schaik: Nein, weil es ja immer noch ins Bild passt. Niemand sagt doch, dass es Frauen nicht möglich war zu jagen! Was wir Wissenschaftler beschreiben, ist ein Spektrum an Kooperation; nur über deren Extreme – den heldenhaften Mammutkiller, die vorsichtige Beerensammlerin – zu sprechen, führt zu diesen Klischees. Dazwischen liegen jede Menge Tätigkeiten, die in Jäger-Sammler-Gemeinschaften von beiden Geschlechtern erledigt wurden. Das Erfolgsgeheimnis des Menschen liegt in seiner einzigartigen Fähigkeit zum Teamwork.

    SPIEGEL: Jenseits der Großwildjagd wurde kleinere Beute in Netze gehetzt – auch dies war Teamwork beider Geschlechter.

    Van Schaik: Genau das ist doch interessant. Es waren die ökologischen Bedingungen vor Ort, die den Ausschlag dafür gaben, wie zusammengearbeitet, wie gelebt wurde. Und diese Jägerin aus den Anden zeigt, wie flexibel diese Systeme sind. Es gibt keine natürliche Bestimmung, die über unsere Art zu leben entscheidet. Wir sind nicht gefangen in der Biologie! Oft ist die Kultur viel einengender.

    SPIEGEL: Was ist mit Körpergröße und Muskelkraft? Auch werfen können Männer besser. Was sagen diese Geschlechtsunterschiede über die Dominanz des Mannes?

    Van Schaik: Eher wenig. Dazu muss man sich nur bei unserer tierischen Verwandtschaft umschauen. Da gibt es Arten, Bonobos beispielsweise, die in Gruppen leben wie wir. Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen – aber die Weibchen dominieren trotzdem die Gemeinschaft. Sie haben nämlich einen versteckten Eisprung, übrigens wie bei uns Menschen. Die Männchen wissen also nicht, wann sie jeweils empfänglich sind. Das Männchen ist, wenn es den richtigen Moment zur Begattung nicht verpassen will, angewiesen auf ein gewisses Entgegenkommen des Weibchens – und auf dessen Vorlieben. Und wenn da ein Männchen zu frech wird, tun sich die Weibchen zusammen und verprügeln den Übeltäter. Es kann sogar sein, dass unsere Vorfahren so ähnlich getickt haben. Das sehen wir in der Ethnologie auch bei noch existierenden Jäger-und-Sammler-Gesellschaften. Da können die Männer die Frauen nicht einfach dominieren. Und schon gar nicht mit Gewalt, das erlauben diese Gruppen nicht.

    SPIEGEL: Mindestens das Kümmern um die Kinder habe die Natur der Frau aufgetragen, sagen Biologisten; und tatsächlich interessieren sich kleine Mädchen eher für Puppen, Jungs für Bagger. Wie erklären Sie das?

    Van Schaik: Wenn wir jetzt über Bonobos oder Orang-Utans reden würden, würde ich zustimmen. Aber das ist bei uns Menschen ganz anders. Wir betreiben »Cooperative Breeding«, die gemeinschaftliche Jungenaufzucht. Hier haben Sie es wieder, das Erfolgsrezept des Homo sapiens: Teamwork. Nicht umsonst gibt es bei uns Großmütter, also Frauen, die sich nicht mehr selbst fortpflanzen; das ist eine große Seltenheit im Tierreich und evolutionär nicht einfach zu verstehen. Es ist gut belegt, dass diese älteren Frauen sich in der Regel intensiv um die Enkel kümmern.

    SPIEGEL: Und die Väter sind raus?

    Van Schaik: Nein. Auch Männer waren immer bei der Ernährung und Erziehung der Kinder dabei; sie sind biologisch dazu veranlagt. Beispielsweise reagieren sie mit hormonellen Veränderungen, sobald ein Kind geboren wird. Das kenne ich übrigens von mir selbst. Ich habe jetzt eine kleine Enkelin, und ich bin … wie sagt man auf Deutsch?

    SPIEGEL: Völlig vernarrt in das Kind?

    Van Schaik: Genau! Aber noch mal objektiver: Es gibt sehr gute Erkenntnisse über Jäger-und-Sammler-Gesellschaften und über matrilineare Hackbaugesellschaften. Da kann man sehen, dass alle in der Community beteiligt sind. Der Spruch ist ein bisschen überstrapaziert, aber er stimmt: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Die Mutter ist am Anfang vielleicht die Hälfte der Zeit in direktem Kontakt mit dem Kind. Aber die andere Hälfte oder sogar mehr steuern andere bei.

    SPIEGEL: Das ist heute eher nicht mehr so.

    Van Schaik: Weil wir dieses System spätestens mit der Industrialisierung kaputt gemacht haben. Wir haben die Großfamilie zerstört und das Prinzip der Neolokalität erfunden: dass alle irgendwo anders wohnen, nur nicht an dem Ort, an dem sie aufgewachsen sind. Wenn dann der Mann zur Arbeit geht, wie sich das bei uns historisch entwickelt hat, muss plötzlich die Mutter ohne jegliche Hilfe mit den Kindern zu Hause bleiben. Aber diese spezielle Arbeitsteilung ist weder gott- noch naturgegeben, auch wenn Religion und Wissenschaft allzu lange Frauen auf Mutterschaft reduziert haben.

    • Das ist euch schon ein Frauenkult. Warum sprechen wir die nicht alle heilig? Männer hatte es zwar auch schwer und durften viel häufiger ihr Leben lassen, aber wie wir wissen sind Frauen immer die Hauptopfer wenn Männer sterben.

    • Interessant aber vermutlich auch Spiegel-typisch verzerrt. Die berüchtigten Suggestivfragen die einen am Ende wie einen Idioten dastehen lassen wenn man sich hinreißen lässt.

      Also richtig ist: „Es waren die ökologischen Bedingungen vor Ort, die den Ausschlag dafür gaben, wie zusammengearbeitet, wie gelebt wurde.“

      So war es und so ist es und so wird es auch in Zukunft sein.

      Damit widerspricht er im übrigen auch direkt seiner eigenen blühenden Phantasievorstellung am Anfang von den armen Männern die nichts mehr zu tun hatten „Wahrscheinlich hockten die Kerle herum und trauerten um ihre glorreiche Vergangenheit als Jäger“

      Dass die damaligen Siedlungsverbände matrilinear waren ist reine Spekulation.

      Anzunehmen ist, dass dem damaligen Männern Frauen etwas mystisch vorkamen. Zum einen diese komische Anziehungskraft und das befreiende Gefühl wenn mann sein Ding in sie reingesteckt und Flüssiges reingespritzt hat. Und dann bekamen die ab und an plötzlich einen dicken Bauch und es purzelte ein Baby raus. Bei ~9 Monaten Latenzzeit ist der Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Gebären nicht so offensichtlich.

      Hackbaukulturen in denen hauptsächlich Frauen das Land genossenschaftlich bearbeiten sind rein von den klimatischen Bedingungen nur in einer Zone ober- und unterhalb des Äquators möglich. In Westafrika ist da heute noch so verbreitet. In Mitteleuropa ernährt man damit aber keine Sippe.

      „Großen sozialen Einfluss“…tja da hat er die Hälfte weggelassen. Gemeint ist wohl die eng überwachte Kollektivierung in der jede Frau argwöhnisch auf die anderen schaut damit nur ja keine sich vor dem Hacken drückt. Spaß am poppen (womöglich noch mit allen Männern) gönnen sie sich untereinander auch nicht. Nicht von ungefähr stammt die rituelle Infibulation aus genau diesem Kulturkreis.

      Das „patriarchale Element“ in diesen so romantisierend beschriebenen Gesellschaften kommt übrigens nicht aus der Jagd sondern aus der Verteidigung. Es genügt nämlich nicht, ganz dolle zu hacken. Man muss auch die Feldfrüchte verteidigen. Sonst landen sie in anderen Mägen.

      Aber vielleicht schreibt er das ja auch verschämt irgendwo in seinem 700 Seiten-Werk. Die Spiegel-Redakteuse wird sich hüten, danach zu fragen. Da würde ja ihr Ponyhof-Weltbild zusammenstürzen.

      • Auf die Leseprobe hab‘ ich jetzt schon keinen Bock mehr.
        Jeder, der das regelmäßig macht, weiß das und schüttelt nur den Kopf darüber, denn das händische Bearbeiten eines Ackers beansprucht dermaßen krass Bauch-und Beckenbodenmuskulatur, im schwangeren Zustand hochproblematisch bis eigentlich unmöglich.
        Das ist doch keine Arbeit, die sich mal eben mit ’nem Fingerschnipp erledigt und die Muskelkraft von Männern verzichtbar macht.

        • Weil am WE eine interessante Doku dazu kam, die chinesischen Schriftzeichen geben das auch so wieder, z.B. ist „Frieden“ ein kombiniertes Zeichen aus „Frau unter Dach“ (der Mann arbeitet auf dem Feld, die Frau kann sich ums Heim kümmern, in Kriegszeiten nicht der Fall):
          http://chinesisch-trainer.de/index2.php?ww=75

          Das Zeichen für „Mann“ 男 setzt sich aus den Zeichen „Feld“ 田 und „Kraft“ 力 zusammen 🙂

          Faszinierende Kultur, die sich in 3k Jahren in deren Schrift verewigt hat.

          • Oder auch:
            Holz machen. Noch so ein schönes Beispiel.
            Ich bin neulich mal wieder sowas von abgekackt dabei, die Spaltaxt habe ich zwar mit Mühe und Not und viel Gezeter bewegt bekommen, aber den Klotz, den es zu spalten gab, beeindruckte das wenig. Mein Mann hat sich sehr amüsiert über mich, während er einen nach dem anderen fast mühelos zerkleinerte. Und er ist kein Bär, absolut nicht.
            Wie kann man das eigentlich ausblenden?

          • @Freya:
            Die blenden das nicht aus; die können sich das nicht vorstellen.
            Die wenigsten Akademiker haben jemals so richtig körperlich gearbeitet (sprich: malocht).

          • Das Witzige ist, dass ein Satz wie „die Frauen machten die Feldarbeit die Männer saßen herum“ im Chinesischen einen Widerspruch zu den Symbolen ergibt und damit kontraintuitiv wird.

            Das erscheint mir ein Grund, warum diese Kulturen weniger anfälliger für den westlichen Hirnschmus sind, als wir. Die Woken haben Probleme ihre verque(e)ren Ideen in einer uralten Zeichensprache zu formulieren. Sie müssten direkt die Symbole ändern (statt Endungen anhängen usw.) um „Diskriminierung“ wegzubekommen, aber damit versteht sie prompt niemand mehr 🙂

            Gott sei Dank!

          • Androsch Kubi,

            ich finde ja, „Frau unter Dach – Mann außer Hörweite“ ist ein schönes Symbol für Frieden 🙂

            Aber Feminismus setzt sich überall fest wo die ökonomischen Rahmenbedingungen es erlauben. Bei den Chinesen etwas modifiziert, da die Kultur sehr stark auf Rollen basiert die weiter als im dekadenten Westen von der Biologie entfernt sind.

            Aber am Ende überwiegen die Ähnlichkeiten der Feminismen beider Kulturen: Gibt sogar zwei Basisrichtungen, Nv Xing Zhu Yi und Nv Quan Zhu Yi welche das Äquivalent der hiesigen Egalitäts- und Differenzfeminismen sind.

            https://en.wikipedia.org/wiki/Feminism_in_China

    • van Schaik hat sogar einen Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Carel_van_Schaik

      Das Buch ist dieses hier:

      Carel van Schaik, Kai Michel: Die Wahrheit über Eva: Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern. Rowohlt Buchverlag, 17.11.2020. https://www.rowohlt.de/buch/carel-van-schaik-kai-michel-die-wahrheit-ueber-eva-9783498001124

      Die ersten 70 Seiten gibt es hier als Leseprobe: https://www.book2look.com/book/9783498001124

      Ist bei Amazon gleich Bestseller Nr. 1 in den Rubriken „Archäologie“, „Politik & Geschichte der Klassischen Antike Allgemein“ und „Bibelausgaben“ (!?), hat sich also finanziell gelohnt.

      Das Buch ist politisch / feministisch überkorrekt, daher überschlagen sich die feministischen Rezensionen umgehend vor Begeisterung:

      ** Susanne Billig: Wie die Ungleichheit von Frauen und Männern erfunden wurde. Deutschlandfunk Kultur, 18.11.2020. https://www.deutschlandfunkkultur.de/carel-van-schaik-kai-michel-die-wahrheit-ueber-eva-wie-die.950.de.html?dram:article_id=487640

      „Eine leidenschaftlich feministische Wortmeldung“ … Frauen werden systematisch benachteiligt und unterdrückt. Doch warum eigentlich? Wer organisiert das und seit wann ist das so? … Präzise zeichnen die Autoren nach, wie .. Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften über Zehntausende von Jahren hinweg weitgehend egalitär und geschlechtergerecht zusammenleben

      Ich habe zwar nicht viel Ahnung von Anthropologie, bezweifle aber, ob sich solche pauschalen, extrem weitgehenden Behauptungen ernsthaft vertreten lassen. Wo steckt eigentlich djadmoros?

      ** Léa Burger: Am Anfang war die Gleichheit von Mann und Frau. Radio SRF 2 Kultur, Kultur Aktuell, 18.11.2020, 17:20 Uhr, 18.11.2020. https://www.srf.ch/kultur/literatur/buch-die-wahrheit-ueber-eva-am-anfang-war-die-gleichheit-von-mann-und-frau

      Die beiden Erfolgsautoren .. durchforsten zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte, um herauszufinden, wann und wie die Ungleichheit von Männern und Frauen erfunden wurde. … Tatsächlich lebten die Frauen der Jäger und Sammler-Gemeinschaften gleichberechtigt mit den Männern: «Das waren starke und selbstbewusste Frauen», sagt Carel van Schaik. Sie pflegten Netzwerke mit anderen Frauen oder verschleierten Vaterschaften aufgrund ihres polyandrischen Sexuallebens.

  11. Wie in den USA. Ein Konjunkturpaket soll Branchen helfen, die es schwer getroffen hat, aber das ist natürlich falsch. Ein Konjunkturpaket muss natürlich in erster Linie Frauen helfen.

  12. Die Grünen haben ja grad ihr neues Grundsatzprogramm für die Bundestagswahl verabschiedet. Darin findet sich auch folgender Punkt:

    Feminismus und Geschlechtergleichstellung

    Feminismus ist sowohl die Vision einer gleichberechtigten Gesellschaft als auch der Weg dorthin. Er verspricht, echte Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen einzulösen – rechtlich, kulturell und ökonomisch. Eine Gesellschaft, in der gleiche Teilhabe für alle Geschlechter Wirklichkeit ist, schützt und stärkt die Rechte aller Frauen in ihrer Unterschiedlichkeit und unabhängig von Herkunft, Alter, Religion, Behinderung, Sexualität oder Klasse. Deshalb verfolgen wir einen Feminismus, der verschiedene Diskriminierungsformen auch in ihrer Verschränkung erkennt und an ihrer Beseitigung arbeitet. Gesellschaftlich vorgegebene Rollenzwänge führen zu ungleichen Chancen und häufig zu individuellem Leid. Sexismus behindert Frauen im Job, in der Schule, in der Uni, vor Gericht, im Privatleben, in den Medien, im Internet. Menschen aller Geschlechter profitieren von der Überwindung feststehender Geschlechterrollen. Menschen benötigen von klein auf vielfältige Vorbilder, um sich frei entfalten zu können. Gemeinsam schaffen wir eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei von einschränkenden Rollenbildern leben können. Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben muss auch für Frauen, Mädchen, trans*, inter* und nicht-binäre Menschen uneingeschränkt gelten. Dieses Recht zu realisieren ist Teil einer guten öffentlichen Gesundheitsversorgung. Zu ihr zählen auch selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche, die nichts im Strafgesetzbuch verloren haben. Menschen mit einer nichtbinären Geschlechtsidentiät haben ausschließlich selbst das Recht, ihr Geschlecht zu definieren. Selbstbestimmung setzt einen umfassenden Schutz vor Gewalt voraus. Im Sinne der Istanbul-Konvention ist jegliche Form geschlechtsspezifischer, körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt konsequent zu bekämpfen. Frauen sollen in allen Bereichen der Gesellschaft mitbestimmen und Verantwortung übernehmen können. Gleichberechtigung bedeutet nicht nur, aber auch mehr Frauen in Führungspositionen – in der Politik, in der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft. Wo freiwillige Selbstverpflichtung nicht hilft, sind Quoten ein wichtiges Instrument für mehr Parität. Sie zielen dabei immer auf eine Welt, in der sie sich selbst überflüssig machen. Eine offene Gesellschaft ist eine der Geschlechtervielfalt, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sein können. Freiheit und Würde bedeuten, sich einem Geschlecht zuordnen zu können oder auch nicht. Und es bedeutet, die eigene sexuelle Identität selbstbestimmt zu finden. Freiheit und Würde bedeuten auch, gemäß der eigenen sexuellen Orientierung die Lebensform, die Partnerschaft und das Familienmodell selbst zu wählen und dafür jeweils die gleichen Rechte und den gleichen Schutz vom Staat zu erhalten. Antiqueere, homo-, bi- und transfeindliche Ressentiments und Diskriminierung sowie Angriffe auf lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter*, nicht-binäre und queere Menschen sind menschenrechtliche Verstöße und müssen von der gesamten Gesellschaft klar zurückgewiesen werden.

    Ich hoffe die Grünen werden höchstens Juniorpartner, aber selbst das wäre schon übel, denn sie werden sicherlich die Ressorts besetzen, in denen sie ihre Propaganda möglichst effizient weiterbetreiben können.

    • Irgendwas in mir weigert sich beharrlich, sowas als Wirklichkeit anzuerkennen … „Das darf doch nicht wahr sein.“ … und mir schwant als sei das ein ganz grosser Fehler ….

  13. Wie kann die bloß jemand wählen?

    Und die AfD ist gerade gegen die Erhöhung der ÖRR-Zwangsgebühren.

    Also darf sonst niemand dagegen sein. Wieso war die AfD nicht für die Frauenquote?

  14. Hatten wir hier eigentlich die Studie besprochen, nach der wissenschaftliche Ergebnisse eher geglaubt werden, wenn sie Frauen als besser oder in einem positiven Licht darstellen und nach der Ergebnisse, die Männer als besser darstellen, in Zweifel gezogen werden? Christian hat hier gerade das perfekte Beispiel:

    Gibt ja auch andere Studien, die ähnliches zur Sisterhood aussagen:

    Aber es darf nicht sein, was nicht sein darf. Also anstatt das Ergebnis zu akzeptieren, soll es gelöscht werden.
    Das Frauen die größeren Sexisten sind, kann einfach nicht sein! Das ist Frauenwissen 😉

    Aber es deutet einiges genau darauf hin:

    • Das inkriminierte Papier ist dieses hier:
      Bedoor AlShebli, Kinga Makovi, Talal Rahwan:
      „The association between early career informal mentorship in academic collaborations and junior author performance“
      Nature Communications volume 11, Article number: 5855
      https://www.nature.com/articles/s41467-020-19723-8

      Man kann es jetzt noch als PDF herunterladen, also schnell 😉 Man beachte die Warnung des Verlags vor dem Papier.

      Die arme Ms. AlShebli ist „Assistant Professor of Computational Social Science“ @NYUAbuDhabi, Talal Rahwan ist Associate Prof. @NYUAbuDhabi. Karriere beendet?

      Von Social Science scheinen sie keine Ahnung zu haben, sonst wüßten sie, daß sie geteert und gefedert werden, wenn sie einen Text schreiben, der Männer besser als Frauen aussehen läßt.

      Die Cancel-Maschine läuft unterdessen mit voller Kraft:

      Ob die Vorwürfe, das Papier sei inhaltlich nicht haltbar, zutreffen, kann ich nicht beurteilen, dazu müßte ich 2 Stunden Zeit zum Lesen haben (jemand anders hier?). Auffällig ist immerhin der extreme Eifer, Fehler in dem Papier zu finden, während sonst der größte Schrott, solange er feministische Narrative bedient, NULL Kritik abbekommt.

      • Oha, ein Warnhinweis wie bei Trumps Tweets.
        Nach dem betreuten Lesen kommt jetzt die betreute Forschung, die genauso geframed wird – weil sich ja weder Wissenschaftler noch lesende und denkende Menschen eine eigene Meinung bilden können.

        Früher drehten sich Kriege um materielle Güter, um Territorien. Heute finden Kriege auf anderen Schlachtfeldern statt.

        Es geht dabei darum, die Bestimmungshoheit zu erkämpfen.

      • „Ob die Vorwürfe, das Papier sei inhaltlich nicht haltbar, zutreffen, kann ich nicht beurteilen“

        Ich auch nicht, vielleicht sind sie ja falsch. Für den Bereich Gender-Studies würde mich es schon überraschen. Die Reaktion ist aber trotzdem entlarvend.

  15. Er hat leider das Charisma eines aus einem Tümpel krabbelnden Faultiers, dem jetzt alles viiiiel zu anstrengend ist.

    Die explizite Auflistung und Diskussion, welche Formen von Macht Frauen haben, ist aber ganz interesssant.

    1. Sexual Leverage Power
    2. Beauty Power
    3. Presumed Innocence / Moral Superiority Power
    4. Majority Vote Power
    5. Net Worth Power
    6. Spending Power
    7. Procreation Power (Power of Choice)
    8. Domestic Power (Power over Private Network)
    9. Empathy Power
    10. Protection Power (Chivalry)
    11. Power to Shame („Real men“)
    12. Power of Accusation („Not all women need to falsely accuse to keep all men in fear“)
    13. Academia Power
    14. Victim Power (Power to define terms and overton window etc)

  16. https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Maennlichkeit-heute-und-einst/Terror-strahlt-aus-vom-Mann-Terror-erleuchtet-sein-Wesen/posting-37847889/show/

    Es interessiert einfach niemanden, wenn Jungen misshandelt werden.

    Was für ein Patriarchat!

  17. Morgen in den Twitter-Trends: Gott

    Heute abend schon im Ersten: „Gott“ von Schierach. Es geht um Sterbehilfe. Ob ich selber die Reißleine ziehen darf und ein entsprechend niederschwelliges Angebot dafür vorfinde.
    Dann muss ich mich nicht aus dem Fenster stürzen, was für Notarzt und Rettungskräfte wohl eine ziemliche Sauerei sein soll. Birne wegpusten geht auch nicht, weil eine Waffe sicher nicht leichter zu bekommen ist als ein Giftcocktail, das mich nicht jämmerlich verenden lässt mit gefühlt ewigem Todeskampf.

    Oder muss ich womöglich wirklich in so eine Siechenanstalt, weil ich es aus eigener Kraft nicht mehr zum Fenster schaffe? Kriege ich dann Tubus und Schläuche von den Astronauten reingesteckt und sehe und fühle meine Liebsten nie wieder?

    https://www.daserste.de/unterhaltung/film/gott-von-ferdinand-von-schirach/index.html

  18. Franzjörg Krieg, seit Jahrzehnten Väteraktivist, hat in seinem lesenswerten Blog einen Beitrag über die menschlichen Besitztümer der Frauen geschrieben. Auszug:

    Eine der ersten Errungenschaften der Emanzipationsbewegung der Frauen in Deutschland, die bisher nie öffentlich diskutiert wurde, ist die Alleinverfügungsmacht von getrenntlebenden Müttern über ihre Kinder. Die Forderung der Frauen in der Diskussion um die Abtreibung „Mein Bauch gehört mir!“ wurde einfach auf das erweitert, was diesem Bauch erwächst. Und: Es wurde Müttern ermöglicht, über den Besitz des Kindes einen Vergütungsanspruch zu begründen, der ihren Lebenszweck und auch ihre ökonomische Lebensgrundlage garantiert.

    Für Frauen konnte damit nicht nur ihr Körper gegebenenfalls auf dem Markt als Ware genutzt werden, sondern es wurde ihnen die Option geboten, auch die Frucht ihres Körpers zum Garanten für Barwert zu machen – natürlich nur wie vom Himmel gefallen über eine anonyme Banküberweisung pünktlich vor dem Monatsersten.

    Dass mit diesem Modell des mütterzentrierten Kindesbesitzes immer dem Kind ein Elternteil menschenrechtswidrig weitgehend entzogen und ein Elternteil menschenrechtswidrig von gelebter Elternschaft ausgeschlossen wird, begründet natürlich rechtlich und ethisch gesehen einen katastrophalen Makel, den unser Staat nicht gerne verantworten möchte.

    Also haben unsere profeministischen Chefideologinnen im Bundestag Mittel ersonnen, diese Schuld von sich abzuwälzen:

    Schiebe Deine Schuld einfach einem anderen zu und schaffe Bedingungen, unter denen dies möglichst einfach durchzusetzen ist.

    Diese Vorgehensweise ist ja nicht neu. Sie ist eine Handlungsleitlinie, die immer wieder die Geschichte von Staaten geprägt hat.

    Die Schuld an der Verbreitung der Pest im Mittelalter, die Schuld an Kriegen, an Hungersnöten und Naturkatastrophen, auch die Schuld an den letzten beiden Weltkriegen wurde immer einer weniger privilegierten, dabei aber konkurrierenden Gruppe zugewiesen.

    In Deutschland und im Kontext des Familienrechts sind dies die Väter.

    So verwundert nicht, dass in allen Fachartikeln zur Geschichte des Familienrechts zu lesen ist, das „Schuldprinzip“ sei durch das „Zerrüttungsprinzip“ abgelöst worden. Weiter darf nicht gedacht werden. Jeder soll glauben, dass dies so sei. Tatsächlich aber wurde die Ermittlung einer Schuld ersetzt durch die festgelegte Vermutung der Schuld des Vaters. Diese muss nicht erst ermittelt werden – sie muss nur noch bewiesen werden.

    Wie geht das?

    Es geht gut weiter…

    https://vater.franzjoerg.de/wie-politikerinnen-den-staat-zerstoeren/

  19. https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/betrug-bei-arbeitszeiten-so-begruendeten-die-richter-warum-ehemann-von-familienministerin-franziska-giffey-seinen-job-verlieren-musste/

    Ehemann von Giffey verliert Beamtenstatus, fehlerhafte Dienstzeiten u. Reisekosten, da Schaden größer als 3000€ u. Strafrechtlich relevant.

    Sozialsenatorin Breitenbach (Linke) , ersetzte internen Ermittler mit einem der die Absetzung v. K. Giffey nicht mehr empfahl.

    Inzwischen wird geprüft ob Elke Breitenbach wegen „der Strafvereitelung im Amt“ verurteilt werden könnte (https://www.tagesspiegel.de/berlin/weil-sie-keine-strafanzeige-wollte-staatsanwaltschaft-prueft-vorgehen-von-senatorin-breitenbach-im-fall-giffey/25601646.html).

    Ist das die so gelobte „weibliche u. soziale Kompetenz“?

    • Die wollen es ja anscheinend…

      Sie hätte den auch nicht anders drehen können. Wieso nicht die Frau als die Dumme? Wieso nicht ein Nicht-Weißer, der mit einem Weißen betrogen wird?

  20. In a talk in 2018, Butcher said: “Feminism, like other forms of identity politics, has become obsessed with female victimhood. Whereas it once used to be about the portrayal of women as mature, equal partners in society, it now seems more to be about girl power – and yet it disempowers, assumes that we’re weak and defenceless, like children.”

    She added: “Working-class girls have been deprived of jobs that they love such as Page 3 girls and [Formula One] grid girls because other women disapprove of them. What happened to ‘my body, my choice’?”

    She also criticised the MeToo movement: “Men have had their careers and reputations ruined overnight by MeToo – some possibly justly, but without any due process, no innocence until proven guilty.”

    Butcher has also criticised a feminist “narrative of discrimination” for reducing women’s confidence in pursuing careers. She does not deny that gender discrimination exists, but in an interview last year, she suggested that women who think they have been discriminated against should find a way around it rather than complaining.

    “Even if it was due to discrimination, the most productive reaction to that is not wounded insecurity, go cry to someone about how you might have been gender-discriminated against,” she said, “but it’s to actually go ‘well come on then, I’ll show you’ and take the onus to circumvent the situation in some way.

    You know, resilience, it should be about resilience, and I feel that the narrative of discrimination and victimhood undermines both that confidence and that resilience and also the individual onus to take ownership of how you put yourself forward, and to mould yourself, change yourself to the circumstances as required.

    Bitte mehr davon und wenige Politikerinnen, die denken das sei alles um sie selbst herum ändern muss.

    • Spoiler

      Leider bietet der Film keine Lösung. Der Vater hat hier einfach Glück, dass er an einen Richter kommt, der sie zur Zusammenarbeit zwingt. Ob es klappt, weiß man dann auch nicht.

  21. In 2020—as opposed to 1920—I neither need nor want anyone to muse on how whiteness privileges them over me. Nor do I need wider society to undergo teachings in how to be exquisitely sensitive about my feelings. I see no connection between DiAngelo’s brand of reeducation and vigorous, constructive activism in the real world on issues of import to the Black community. And I cannot imagine that any Black readers could willingly submit themselves to DiAngelo’s ideas while considering themselves adults of ordinary self-regard and strength. Few books about race have more openly infantilized Black people than this supposedly authoritative tome.

    The Dehumanizing Condescension of White Fragility

  22. Ich liebe solche Umfragen:

    Knapp zwei Drittel der Bundesbürger sind laut einer aktuellen Umfrage dafür, das Silvesterfeuerwerk 2020/’21 wegen der Corona-Krise zu verbieten. … Gefragt wurden die Teilnehmer, ob sie ein Feuerwerksverbot «in diesem Jahr aufgrund der coronabedingten Überlastung von Gesundheitssystem und Krankenhäusern» befürworten oder ablehnen.

    Bei dieser Umfrage wird also unterstellt: 1. Unser Gesundheitssystem ist aktuell überlastet, und 2. Silvesterfeuerwerk führt zu einer weiteren untragbaren Belastung. Wenn man das unterstellt, gibt es natürlich nur eine vernünftige Antwort. Nur lassen sich diese Unterstellungen aktuell schwer begründen.

    Das scheint heutzutage bei Umfragen weitgehend üblich zu sein, den befragten die „richtige“ Antwort quasi in den Mund zu legen. Zudem werden Umfragen gern abgehalten, nachdem zuvor tagelang auf allen Kanälen für eine bestimmte Politik getrommelt wurde. Da sind dann die Umfrageergebnisse erwartbar – und diese Ergebnisse werden dann gern wiederum als Beweis für die Richtigkeit dieser Politik verwendet…

    • Danke! Guter Punkt. Ja, ich liebe solche suggestiven Umfragen auch, die den Verdacht nahelegen, einfach nur eine medial transportierbare Scheinunterstützung durch die Bevölkerungsmehrheit für etwaige Regierungsmaßnahmen erzeugen zu können, indem man Fragestellungen so aufbaut, dass jeder, der es wagt, nicht der gewünschten Meinung zu sein, sich dann wenigstens darob wie ein Unmensch fühlen muss.

      „SIE sagen also, es ist in Ordnung wenn das Gesundheitswesen kollabiert und unabsehbar viele Menschen sterben müssen, nur damit SIE ein Bisschen Böller anzünden können?!?!?!“

      Und ja, das ist vollkommener Schwachsinn. Wenn es um Veranstaltungen geht, wie denen von den Öffentlich Rechtlichen vorm Brandenburger Tor, kann ich es verstehen, denn die sind geradezu die Definition von Massenversammlungen. Aber was bitte hat denn Knallen mit Coronaverbreitung zu tun? Seit wann stehen hunderte wenn nicht gar tausende von Menschen so dicht an dicht, dass eine Virusübertragung unter freiem Himmel und bei frischer, bewegter Luft auch nur annähernd wahrscheinlich erscheint – und das WÄHREND sie Böller und Raketen anzünden??? Einzelne Bescheuerte gibt es sicher immer, die da schmerzfrei wären, in dicht gedrängter Runde eine Rakete zu starten, aber seit wann nehmen wir Bekloppte als Maßgabe zur Reglementierung jedes einzelnen Bürgers? Wenn ich bei uns Leute Knallen sehe, dann stehen da nur mit Abstand von einigen dutzend Metern kleine Gruppen des kleinsten Familienkreises an den Straßen und Papa und ggf. der Sohnemann zünden einen Böller und eine Rakete nach der anderen an. Virusverbreitungsgefahr = 0,0000000000000 %.

      Heute früh im Radio (ÖRR-Sender) hörte ich auf dem Weg zur Arbeit auch, wie sie dort einzelne Äußerungen dazu aus sozialen Medien zitierten – ganz dem Staatsauftrag des ÖRR folgend natürlich nur welche, die die geplante Maßnahme der Regierung gut finden. Entlarvend dabei, dass sämtliche zitierte Kommentare keine Verbindungen zu Corona haben herstellen können. Aus allen triefte nur die Gehässigkeit von Menschen, die die Knallerei schon immer doof fanden und sich nun freuen wie Bolle, dass es anderen, die es weniger doof finden, nun erst einmal verboten werden soll.

      Staatliche Willkür fand schon immer ihren besten Nährboden im Egoismus Einzelner, die jede Willkürmaßnahme in Ordnung fanden, so lange sie eben nur die doofen Anderen traf.

      • Ich glaube, die Verbindung zwischen Feuerwerksverbot und Corona soll sein, dass wegen des Silvesterfeuerwerks jedes Jahr diverse Verletzungen entstehen und das die Krankenhäuser zusätzlich belasten würde.
        Richtig ist insoweit durchaus, dass Silvester bei den Notausnahmen oft Hochbetrieb ist, weil Idioten sich ihre Finger wegsprengen o.ä. Aber dass das, anders als sonst, in diesem Jahr coronabedingt nicht stemmbar wäre, dafür gibt es m.E. bisher keine belastbaren Anhaltspunkte (und es wird meiner Kenntnis nach auch nicht einmal versucht, das konkreter zu begründen). Wohl ein weiteres Beispiel dafür, wie Corona als Vorwand benutzt wird, um gewünschte Politik durchzusetzen.

          • Von Böllern hat sicher keiner was außer die Hersteller und Handel. Und Feuerwerk kommt meistens als Screensaver besser.
            Aber:
            Die neumodische pseudomoralisierte sich links fühlende Verbotskultur gehört bekämpft, weil sie uns Menschen beliebig unterdrückt und uns die Freiheit nimmt.
            Dafür akzeptiere ich auch die scheiß Böller.

          • @ El Mocho

            Siehe dazu den Kommentar von beweis hierunter über die „Grünen-Zofe“. Ehrlich gesagt, war das auch mein erster Verdacht, als ich davon hörte, dass dieser Floh vor allem aus Grünen Kreisen der Regierung ins Ohr gesetzt worden ist. Die diesjährige Lage lässt sich wunderbar instrumentalisieren, um dem duldsamen Michel ein einmaliges Verbot plausibel zu machen und im Frühjahr werden uns dann die ganzen „unabhängigen Studien“ präsentiert, die die geradezu epischen Verbesserungen der Zustände vom Jahreswechsel 20 / 21 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausrollen. Alles pflichtschuldig und kritiklos verbreitet von unseren „Qualitätsmedien“ mit der nachgestellten Frage, ob wir vor diesem Hintergrund den ganzen Schwachsinn denn überhaupt noch brauchen; denn gestorben ist ohne Knallerei doch sicher auch keiner, was Grund genug ist, es auch künftig zu verbieten.

            Ich hoffe, ich klinge jetzt nicht gerade wie ein totaler Verschwörungstheoretiker, aber irgendwie ist es bisweilen schwer, Paranoia komplett zu vermeiden, wenn man immer wieder mitkriegt, mit was für dreckigen Methoden Parteien teils arbeiten, gerade wenn es um stark ideologisch aufgeladene Themen geht und mit welch irritierendem Mangel an kritischer Distanz sich unsere Medien, allen voran die Öffentlich Rechtlichen, allzu oft zu Entscheidungen „von oben“ positionieren.

        • Ich habe letztens im Radio eine Zofe von den Grünen dazu gehört, die wohl keine Böller mag (ich übrigens auch nicht). Die klappte gleich die große Kiste auf mit Feinstaub, CO2, Plastikmüll, Geräuschemissionen und natürlich auch Verletzungen. Andere Parteien + RKI + Virologen befürchten wohl eher, dass Menschen sich ob des Proseccos umarmen und liebhaben könnten.

          Mir geht diese Bevormundung gehörig auf den Sack. Dahinter steckt immer die Vorstellung vom Bürger auf Kleinkindniveau, der nicht mitdenken kann und nicht aufpassen will. März/April haben ja genau das Gegenteil bewiesen…

          • Ich glaube ja nicht mal an böswilligen Vorsatz, uns gängeln zu wollen. Die meinen das vermutlich ernsthaft gut, wenn sie uns zu vollverblödeten Mündeln erklären und entsprechend reglementieren.
            Im Sinne des Guten und Richtigen nimmt die Regelungswut und Verbotskultur ihren Lauf.
            Und irgendwann sind viele so angepisst, dass sie einfach eine Glasflasche in den Restmüll schmeißen. Absichtlich.
            Und das fühlt sich dann befreiend an.

          • „Ich meinte auch eher wer etwas vom Verbot hat.“

            Kurz zusammengefasst – das „Brot statt Böller“-Klientel. Böllern ist pfui bäh, das soll man dem Pöbel abgewöhnen.

            Dasselbe Klientel übrigens, dass (durchaus nicht ohne Grund) den Corona-bedingten Ausfall von Theaterveranstaltungen u.ä. beklagt, gleichzeitig aber Zuschauerverbote bei Fussballspielen richtig findet…

          • @ beweis

            „Und irgendwann sind viele so angepisst, dass sie einfach eine Glasflasche in den Restmüll schmeißen. Absichtlich.
            Und das fühlt sich dann befreiend an.“

            Boah!!! Also für deutsche Verhältnisse grenzt solche Form zivilen Ungehorsams ja schon an Terrorismus… 😉

          • Mir geht diese Bevormundung gehörig auf den Sack.

            Es fehlt zu oft an der Einordnung, was wichtig ist und was nicht. Ich bin nicht gegen Regeln, die auch wirklich was bewirken. Aber solcher Firlefanz wie beispielsweise der Vorschlag, Plastiktrinkhalme zu verbieten ist einfach nur Aktionismus.

        • Ich muss mich da übrigens etwas korrigieren, zumindest teilweise geht es beim Böllerverbot anscheinend doch auch um die Abstandsregeln, denn Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen wollen die Ministerpräsidenten untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden.
          Da wird ernsthaft ansteckungsrelevante Freiluft-Gruppenbildung wegen Feuerwerk befürchtet?

  23. Ich muss auch noch mal was zu Corona loswerden:

    Es geht um Menschenleben. Diese oberste Maxime ist nicht diskutierbar, nicht zu leugnen.
    Die Infektionswellen brechen, exponentielles Wachstum verhindern, Gesundheitssystem entlasten.
    Wie oft haben RKI und Spahn in den letzten Monaten gerufen: „Das könnte in zwei Wochen ganz anders aussehen“?

    Seit neun Monaten halten wir nun den Atem an, distanzieren uns, wo immer es geht. Wir schleichen heimlich durch dunkle Häuserschluchten, essen nur noch im Stehen oder hängen vor der Glotze. Wirtschaftszweige sind komplett ruiniert, die Druckerpresse für Banknoten glüht, bis die Ersatzteile ausgehen.

    Und jetzt das: Die Politik drückt die Covid-Pausentaste. Ungeachtet der rasanten Entwicklung der gemessenen Corona-Fälle wird Weihnachten gelockert.
    Weihnachten, beim Fest der Liebe, nehmen wir plötzlich Infektionen in Kauf, nachdem wir vorher die Alten einsam sterben ließen. Nachdem wir vorher das gemeinsame Singen verboten haben. Nachdem wir vorher Wohlstand und Menschlichkeit der Angst untergeordnet haben.

    Was ist plötzlich passiert mit der unverhandelbaren Maxime des Lebens?

    Die Covid-Weihnachtsbeschlüsse der Politik sind eine Zeitenwende mitten im Exzess der Angst. Der Beweis, dass es etwas jenseits von Balkendiagrammen gibt, jenseits der geradezu gottgleichen Anmaßung, wir Halbwissenden könnten ein solches Virus beherrschen.

    Das größte Geschenk: Der Damm ist gebrochen.
    Weihnachten 2020 – ab jetzt wird zurückgerudert!

    • Ich nehme an, die Politiker befürchten, dass selbst die trägen Deutschen sich ein Weihnachtsverbot nicht bieten lassen würden.
      Aber natürlich zeigt diese Inkonsequenz mal wieder, dass in der Politik niemand wirklich von der dramatischen Bedrohungslage ausgeht, die uns immer wieder suggeriert wird.

    • Ich frage mich, was die damit bezwecken oder ob die einfach tatsächlich so dumm und verlogen sind. Als ob die meinen, wenn die Deutschen alle glauben, Biden wird’s, dann wird er’s wirklich.

      Wenn die noch nichtmal bei einem, von außen nicht mehr beeinflußbaren, außenpolitischen Thema mehr die Wahrheit sagen, um wieviel weniger bei einem wichtigen innenpolitischen? Kann man den Laden nicht irgendwie zu machen? Die verstoßen doch eindeutig gegen die Gesetze an die sie eigentlich gebunden sind.

      • Auch ich sehe die Einseitigkeit und den Messianismus beim ÖR, aber der Laden gehört reformiert, nicht dicht gemacht. Eine vollprivatisierte Medienlandschaft macht alles nur noch schlimmer.

  24. Leistung im Feminismus. Ich glaube, ich leg mich wieder schlafen…

    • Ich bin auch immer stolz, wenn ich mich in der Konkurrenz gegen einen 3 Monate alten Jungen und einen 92-Jährigen auf der Intensivstation durchsetzen konnte.

    • „Wer als #Quotenfrau einen Job bekommt, muss sich gegen 40 Millionen andere Frauen durchsetzen.“

      Machen die das mit Absicht oder merken die wirklich nicht wie dumm das ist.

      Wenn eine Quotenfrau sich gegen 40 Mio andere Frauen durchgesetzt hat (was sie nicht hat, denn es bewerben sich ja nicht 40 Mio Frauen zeitgleich auf diese Stelle), dann bedeutet das, dass ein Mann sich gegen 40 Mio Männer und 40 Mio Frauen durchgesetzt hat. Also noch besser ist. Denn es gibt keine max. Frauenquote. Auf jede Stelle auf die sich ein Mann bewerben kann, kann sich auch eine Frau bewerben. Anders herum aber eben nicht. Männerquote verstoßen ja gegen die Verfassung, wie man festgestellt hat.

      Heißt es nicht immer, das es ja kein Problem ist, wenn durch die Frauenquote die Bestenauslese umgangen wird, weil ja auch nicht immer nur die besten Männer den Job bekommen. Wie kann es dann mit der Frauenquote wieder zu einer Bestenauslese bei Frauen kommen. Dann müsste ja das gleiche doch auch für Männer gelten, bloß das die Männer eben nicht per Gesetz Anspruch auf einen Platz haben, sondern auch noch irgendetwas anderes können und tun müssen, z.B. Beziehungen aufbauen, um den Job zu kriegen, was dann auch wieder mehr ist, wie das was man von Frauen erwartet. Denn die müssen ja nur alt genug werden, damit sie als Frau gelten.

      • „Machen die das mit Absicht oder merken die wirklich nicht wie dumm das ist.“

        Ich denke inzwischen, die sind in ihrer Selbstbezogenheit so gefangen, dass sie es nicht mehr merken. Da sind jetzt schon Generationen von Frauen, die mit der Botschaft großgezogen wurden, sie hätten aufgrund ihres Geschlechts einen Anspruch auf mindestens die Hälfte dessen, was sie bei Männern sehen.

        Dabei verkennen oder ignorieren sie total, dass ihresgleichen bereits den ganzen Globus beherrscht.
        Entweder über die Ressource Mensch, den die Frauen maßgeblich prägen – und neuerdings auch in den meisten anderen Bereichen, in die sie aufgrund ihres Geschlechts gehebelt werden.

        Sie wollen uns weißmachen, dass sie wichtiger, systemrelevanter und wertiger wären, weil ohne sie ja keine Kinder gezeugt werden könnten – darauf reduziert es sich am Ende immer.

        Dass aber die überbevölkerte Welt ihre komischen Gören nicht braucht und will, nachdem schon sie selbst als Schneeflöckchen mit einer Überdosis Selbstbewusstsein wie von einer Schneekanone aus dem Muttermund geprustet wurden, das können und wollen sie nicht begreifen.

  25. Du, du, du, das war aber nicht nett einen Mann mit Jahren Freiheitsentzug aufgrund einer Falschbeschuldigung zu drohen, nur weil weil du Geld haben willst.

    -.-

    Jetzt haben sie es ihr aber gezeigt. 6 Wochen für ein Verbrechen das einen Mann wirklich das Leben ruinieren kann und i.d.R. tut.

    • Man muss das noch etwas ausführen, für diejenigen, die aus Prinzip nicht bei PI lesen, weil ihre Weltbild dabei Schaden nehmen könnte:

      „Mehrere Vermummte hatten auf den hilflos am Boden liegenden Mann eingetreten. Dabei sollen sie laut Polizei auch auf den Kopf des wehrlosen Opfers gesprungen sein. Um das Leben des Mannes zu retten, zückte ein Beamter seine Dienstwaffe und schoss in die Luft. Die Täter, nach Zeugenaussagen etwa ein Dutzend Vermummte, flohen daraufhin.“

      Ich hätte nicht in die Luft geschossen, sondern einige dieser Verbrecher wenigstens verwundet, jetzt werden die radikalen Dre*kschweine wieder ungestraft davonkommen, wie viel zu oft.

  26. Insbesondere unseren Diskutierenden hier, die allzu oft und „unbedarft“ von „Verschwörungstheorie“ und „Verschwörungstheoretikern“ sprechen, lege ich die Auseinandersetzung mit nachfolgendem Beitrag (link) nahe; vielleicht kann der Beitrag ja ein Impuls sein, zur Reflexion über die mit der Begriffs-Verwendung oft (ungewollt) einhergehende Überheblichleit. und kann genutzt werden, zur kritischen Hinterfragung der eigenen „guten“ (einzig wahren) Position?!:
    https://www.journalistenwatch.com/2020/11/23/the-great-reset/

  27. Daniela Ludwig CSU Drogenbeauftragte.de gibt den Jahresbericht raus.

    Klicke, um auf DSB_2020_final_bf.pdf zuzugreifen

    Aus 200 S. wurden 85, viele informative Tabellen fielen weg, aber immerhin sind im Bericht 27 Fotos von ihr, ohne Inhalts- und Quell-Verzeichnis ist das ein Foto alle 3 Seiten… https://twitter.com/NiemaMovassat/status/1331912736423501824

    Bei einem Interview wusste sie nicht was das „portugiesische Modell“ ist. Mir völlig unverständlich, da Portugal revolutionäres in der Drogenpolitik erreichte, und so extremes Leid mehr als erheblich verringerte.

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