Undoing Gender auf der Ölplattform

Über Arne Hoffmann bin ich auf eine Studie gestoßen, nach der „Undoing Gender“ auf einer Ölplattform zu mehr Sicherheit geführt hat.

Setting the scene in their new paper, Robin Ely and Debra Meyerson argue that dangerous work-places have traditionally encouraged male staff to ‚do gender‘ by demonstrating physical prowess, taking risks, concealing technical incompetence and coming across as fearless and unflappable. Such behaviours detrimentally affect staff training, lead to accidents and poor decision making, human rights violations, and the marginalisation of female colleagues. Oil rigs would normally be the classic example of such a work culture, but during several visits to two Gulf of Mexico rigs, the researchers and their colleagues found that a strong corporate focus on safety had led the staff to acknowledge their physical limitations, to be open about their skill shortcomings and freely express their feelings.

Ely and Meyerson highlight three specific work-place factors that they say led the workers to ‚undo gender‘: having collectivist goals (especially putting safety first); defining competence according to task requirements rather than masculine ideals; and having a learning orientation towards work.

Meiner Meinung nach ist „Undoing Gender“ hier nicht der richtige Begriff.

Einmal finde ich bereits die Zuweisung der Umorientierung sexistisch und falsch:

Männlich ist danach:

  • demonstrating physical prowess („Demonstrieren körperlicher Fähigkeiten“)
  • taking risks („Das Eingehen von Risiken“)
  • concealing technical incompetence („Verbergen von technischer Incompentenz“)
  • coming across as fearless and unflappable. („als furchtlos und unerschütterlich erscheinen“)

Undoing gender erfolgt hingegen durch:

  • having collectivist goals (especially putting safety first) („Gemeinsame Ziele haben, insbesondere die Sicherheit an erste Stelle setzen“)
  • defining competence according to task requirements rather than masculine ideals (Die Kompetenz nach dem Anforderungen der Arbeit und nicht nach männlichen Idealen definieren“)
  • having a learning orientation towards work („Arbeit als etwas ansehen, was man lernt“)

Viele der „Männlichen Eigenschaften“ sind sicherlich männlich – aber die anderen Eigenschaften sind keineswegs unmännlich oder weiblich.

Männer haben schon immer Allianzen gebildet um ihre Ziele durchzusetzen und dabei für gegenseitige Sicherheit gesorgt.  Der Mann als Beschützer ist kein ungewöhnliches Motiv und der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen keineswegs unmännlich. Natürlich haben Männer eine höhere Risikobereitschaft, aber auf einer Ölplattform lohnt sich diese nicht unbedingt. Die Aufstiegsmöglichkeiten durch risikobedingtes Verhalten sind gering und Frauen können nicht beeindruckt werden (weil die Arbeit auf einer Ölplatform für Frauen nicht sehr attraktiv ist : Schmutzig, geringer Sozialkontakt, körperlich, gefährlich trotz Risikoreduzierung). Auch das Männer Kompentenzen nur nach dem männlichen Ideal auslegen halte ich für falsch. Und natürlich lässt auch eine männliche Art das Lernen in Jobs zu. Das Einstehen für Fehler ist auch eine Eigenschaft, die man als männlich bezeichnen könnte.

Ich möchte auch folgenden Abschnitt hervorheben:

One rig had even established a ‚Millionaire Club‘ to ‚honour‘ workers whose mistakes had cost the company a million dollars (an ironic nod to the IBM sales club that recognised successful salespeople). ‚To become a member was not a source of shame,‘ the researchers explained, ‚but rather, a mark of being human.‘

Sie haben also ein Reframing durchgeführt, nachdem ein Schaden einen gewissen Status bedeutet. Das Einrichten eines Statussystems ist dabei natürlich extrem unmännlich und auch vorher noch nicht bei Männern beobachtet worden.

Ich finde es immer wieder interessant, wie einfach Geschlechtszuordnungen getroffen werden, wenn es auf das Verhalten und „Undoing Gender“ zu sprechen kommt. Und wie klare Wertungen damit verbunden sind. Aber wehe man bezeichnet Testosteron als „männliches Sexualhormon“.

52 Gedanken zu “Undoing Gender auf der Ölplattform

  1. Naja Christian es gibt ja vorteilhafte und unvorteilhafte Geschlechterstereotypen. Keine Frau beschwert sich über unterstellte soziale und sprachliche Kompetenzen. Sind die Stereotype vorteilhaft dürfen sie bleiben ansonst sollen sie verschwinden. Das sollste doch zur genüge darstelln worum es eigentlich wirklich geht. Scheinbar sind die meisten Leute ja zufrieden um den heißen Brei herumzutanzen.

    • „Undoing Gender“ bedeutet in diesem Falle eher, dass Eigenschaften, die mit Geschlechterstereotypen verbunden werden, eben NICHT nur auf Geschlechter beschränkt sind und durch das loslösen dieser Eigenschaften von der männlich/weiblich-Binarität können diejenigen Eigenschaften gefördert werden, die es braucht.

      Und natürlich sind sie dann „unmännlich“. Sind halt nur Arbeitsrahmungen und Eigenschaften.
      Find ich mal einen schönen Undoing-Gender-Ansatz.

    • Du hast ausnahmsweise mal recht, Christian.

      Alles Negative wird willkürlich als männlich apostrophiert, bzw. werden irgendwelche Eigenschaften in einen künstlich geschaffenen Geschlechtskontext gerückt. Daß niemandem dieser Schwachsinn auffällt.

      Die Männer haben einfach gelernt, konstruktiver zu handeln.

      Für Genderisten: Sie haben ihre soziale Konstruktion von Männlichkeit hinterfragt.

      Ich bin zwar nicht naiv, aber frage mich ernsthaft, wie lange das noch weitergehen soll mit diesem „Sexismus“.

      Die könnten die Welt doch mal von einem anderen Standpunkt aus „erklären“.

      Zum Beispiel, daß alle Destruktivität von „den Religionen“ herkommt. Das ist dann wenigstens nicht mehr morbus gender, sondern morbus dawkins, und erklärt auch alles wunderbar.

      Ja, ja die Geschlechtlichkeit. Nur daran liegt es. Kein undoing destructivity. Nein. Undoing gender.

      So, jetzt denk‘ noch mal über Dawkins nach und streng Dich mehr an.

  2. „„Undoing Gender“ bedeutet in diesem Falle eher, dass Eigenschaften, die mit Geschlechterstereotypen verbunden werden, eben NICHT nur auf Geschlechter beschränkt sind“

    Du meinst also es gibt Stereotypen, nachdem gemeinsame Ziele, lernen bei der Arbeit und Kompetenzen nach Anforderung der Arbeit weiblich sind und diese wurden nunmehr auf Männer übertragen?
    Meiner Meinung nach wird hier einfach ein zu simples Bild gezeichnet und das dann als Wissenschaft verkauft.

    “ und durch das loslösen dieser Eigenschaften von der männlich/weiblich-Binarität können diejenigen Eigenschaften gefördert werden, die es braucht.““

    Männerbündnisse für mehr Sicherheit bei der Arbeit sind aber eben nicht weiblich. Es gab sie lange vor dem Feminismus. Bessere und sicherere Arbeitsbedingungen waren etwas, für das Männer schon lange gekämpft haben. Selbst bei Sklaven gab es entsprechende Bemühungen. Der Ehrenkodex der Ritter ist nichts anderes als bessere Arbeitsbedingungen und Sicherheit in einem Krieg. Der Austausch von Kriegsgefangenen ist genau das gleiche. Wenn überhaupt ist der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit klassisch männlich.

    „Und natürlich sind sie dann „unmännlich“. Sind halt nur Arbeitsrahmungen und Eigenschaften.“

    kannst du noch einmal genau erklären, welche Eigenschaften da dann unmännlich sind?

  3. @Christian
    Eben. Der Wunsch nach besseren Arbeitsbedingungen und Allianzen ist nicht nur weiblich und nicht nur männlich. Und darin besteht das „unmännliche“ (und übrigens auch „unweibliche“), wenn es als allgemein menschliche und sinnvolle Eigenschaft etabliert wird.

    Du meinst also es gibt Stereotypen, nachdem gemeinsame Ziele, lernen bei der Arbeit und Kompetenzen nach Anforderung der Arbeit weiblich sind und diese wurden nunmehr auf Männer übertragen?
    Es gibt Stereotype, die etwas als „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ charakterisieren. Zu den „typisch männlichen“ Sachen zählt im allgemeinen Verständnis Wettbewerb, Konkurrenz, direkte Austragung von Konflikten über Stärke/Wissen. Als „typisch weiblich“ zählen demnach die gegensätzlichen Sachen: Konsens, Solidarität, List/Tücke, Nachgeben, Ausdiskutieren.
    Deine Beispiele haben in dieses Verständnis keinen Eingang gefunden. Und darum ist der Undoing Gender-Ansatz so wichtig um eben die Variabilität aufzuzeigen und das Unzutreffende an den Stereotypen. Sie spiegeln eben nicht oder nur sehr unzureichend Wirklichkeit wider.

    Undoing Gender ist eben nicht, etwas von männlichen Stereotypen auf weibliche zu übertragen und umgekehrt. Sondern diese Stereotype durchlässiger zu machen oder aufzulösen um Wirklichkeit besser zu erfassen. Eben weil es auch in als typisch männlichen Bereichen auch Konsens, Allianz und Solidarität gibt und das nichts mit Weiblichkeit zu tun hat.

  4. @Khaos.Kind

    „Eben. Der Wunsch nach besseren Arbeitsbedingungen und Allianzen ist nicht nur weiblich und nicht nur männlich.“

    Dann ist es aber kein „Undoing Gender“ wenn es von vorne herein neutral war. Sie sehen hier ja eine Überwindung der klassischen Männerrolle der Arbeiter. Ich denke, das wird in dem Artikel schon deutlich.

    „Und darin besteht das „unmännliche“ (und übrigens auch „unweibliche“), wenn es als allgemein menschliche und sinnvolle Eigenschaft etabliert wird.“

    Aber die Abgrenzung erfolgt ja gegenüber dem männlichen. Und das meiner Meinung nach zu unrecht.

    „Es gibt Stereotype, die etwas als „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ charakterisieren. Zu den „typisch männlichen“ Sachen zählt im allgemeinen Verständnis Wettbewerb, Konkurrenz, direkte Austragung von Konflikten über Stärke/Wissen. Als „typisch weiblich“ zählen demnach die gegensätzlichen Sachen: Konsens, Solidarität, List/Tücke, Nachgeben, Ausdiskutieren.“

    Da wird meiner Meinung nach ein falsches Bild von Männlichkeit und Weiblichkeit errichtet, das so nicht besteht, und das nicht einhalten dieses falschen Bildes dann gefeiert.
    Konsens, Solidarität, List/Tücke, ausdiskutieren, da sehe ich nicht per se weibliche Stereotypen. Gerade Ausdiskutieren und List/Tücke könnte ich mir sogar eher als männliches Stereotyp vorstellen. Und „Männerbünde“ sind ja auch ein Ausdruck der Solidarität, wenn man es so sieht.

    „Deine Beispiele haben in dieses Verständnis keinen Eingang gefunden.“

    Das meine ich schon. Vielleicht wird beim „Doing/Undoing Gender“ einfach die Zuweisung auch nicht differenziert genug vorgenommen, weil das Konzept ja bereits voraussetzt, dass es Klischees gibt, die Stimmen müssen. Es scheint mir aber losgelöst von einer tatsächlichen Situation.
    Wenn man Fragen würde „Männer haben für sich sichere Arbeitsbedingungen herausgeholt“ dann würde das nicht als weiblich angesehen werden. Sondern als normaler Vorgang im Arbeitskampf.

    Der Doing Gender Ansatz stülpt hier zunächst eine Maske über, deren Herunterziehen dann gefeiert wird.

    “ Und darum ist der Undoing Gender-Ansatz so wichtig um eben die Variabilität aufzuzeigen und das Unzutreffende an den Stereotypen. Sie spiegeln eben nicht oder nur sehr unzureichend Wirklichkeit wider.“

    Klar. Wie auch, wenn man das Ausgangsbild unzureichend ermittelt?

    „Undoing Gender ist eben nicht, etwas von männlichen Stereotypen auf weibliche zu übertragen und umgekehrt. Sondern diese Stereotype durchlässiger zu machen oder aufzulösen um Wirklichkeit besser zu erfassen. “

    Wie gesagt: Hier werden meiner Meinung nach keine Stereotypen erfasst oder aufgelöst, weil die angenommenen Stereotypen bereits zu eng dargestellt sind.

    • @Christian
      Dann ist es aber kein „Undoing Gender“ wenn es von vorne herein neutral war.
      Da müssten wir jetzt unterscheiden.
      Ansatz des Undoing Gender ist es ja, die Neutralität von z.B. Eigenschaften aufzuzeigen, von der ausgegangen wird.
      Im Mainstream werden Eigenschaften aber eben nicht neutral gesehen bzw. geschlechtlich konnotiert. Und wenn den Studien nach Arbeit(er) auf einer Ölplattform dem Stereotyp klassischer Männlichkeitsrollen entsprechen und das viele Probleme aufwirft, dann ist die Dekonstruktion dieses Stereotyps ein Ansatzpunkt, der zur Verbesserung der Rahmenbedingungen führt.

      Da wird meiner Meinung nach ein falsches Bild von Männlichkeit und Weiblichkeit errichtet, das so nicht besteht,
      Nur wer errichtet das Bild?
      Und natürlich bilden diese Stereotype falsche Bilder ab. Sie sind gleichzeitig Klischee und Normvorstellung, das macht sie so hartnäckig.

      Vielleicht wird beim „Doing/Undoing Gender“ einfach die Zuweisung auch nicht differenziert genug vorgenommen, weil das Konzept ja bereits voraussetzt, dass es Klischees gibt, die Stimmen müssen.
      Wo setzt der Ansatz voraus, dass Klischees stimmen?

      Wie gesagt: Hier werden meiner Meinung nach keine Stereotypen erfasst oder aufgelöst, weil die angenommenen Stereotypen bereits zu eng dargestellt sind.
      Wie gesagt: Die Stereotype werden nicht vom Doing Gender-Ansatz hergestellt.

      • @Khaos.Kind

        „Im Mainstream werden Eigenschaften aber eben nicht neutral gesehen bzw. geschlechtlich konnotiert.“

        Das ist der „Doing Gender“ Ansatz. Den teile ich bereits nicht, zumal die Wertung dort häufig zu schlicht ist. Der Mainstream ist da meine ich differenzierter

        „Und wenn den Studien nach Arbeit(er) auf einer Ölplattform dem Stereotyp klassischer Männlichkeitsrollen entsprechen und das viele Probleme aufwirft“

        Das wäre der erste Teil. Man müßte differenzieren, ob die Arbeit überhaupt aufgrund der klassischen Männlichkeitsrollen Probleme aufwirft (oder ob sie zB gefährlich ist, weil man sich auf einer Plattform auf dem Ozean befindet, auf der Öl, das unter Druck steht nach oben gepumpt wird). Der Schritt wird einfach vorausgesetzt, ein echter Kausalzusammenhang nicht ermittelt.

        „dann ist die Dekonstruktion dieses Stereotyps ein Ansatzpunkt, der zur Verbesserung der Rahmenbedingungen führt.“

        Dann müßte man aber erst prüfen, ob es wirklich eine Dekonstruktion des Stereotyps ist oder ob sich Männer, die bessere Arbeitsbedingungen für sich schaffen nicht vollkommen innerhalb ihrer Rolle bewegen. Man müßte überhaupt erst einmal ermitteln, ob das als unmännlich angesehen wird, denn das ist ja eine Voraussetzung für eine Dekonstruktion. Und man müßte schauen, ob die Gefahr nicht immer noch recht hoch ist und der Job klassisch männlich. Die Schritte werden aber so wie es aussieht übergangen.

        „Nur wer errichtet das Bild?“

        Diejenigen, die behaupten das geänderte Verhalten wäre eine Dekonstruktion der Männerrolle.

        „Und natürlich bilden diese Stereotype falsche Bilder ab. Sie sind gleichzeitig Klischee und Normvorstellung, das macht sie so hartnäckig.“

        Ich glaube, die Stereotypen sind nirgendwo so hart wie in „Doing Gender“. Weil das Konzept ohne feste Stereotypen ja gar nicht arbeiten kann.

        „Wo setzt der Ansatz voraus, dass Klischees stimmen?“

        Wenn man darauf abstellt, dass Handeln immer einen geschlechtlichen Hintergrund hat, dann muss man die Klischees erst einmal voraussetzen. Wenn auch nur als gesellschaftlich gemacht. Und da fehlt mir eine saubere Ermittlung, die hier genau zu dem Problem führt.

        „Wie gesagt: Die Stereotype werden nicht vom Doing Gender-Ansatz hergestellt.“

        Nach dessen Auffassung nicht. Aber die Benennung der Stereotypen im Rahmen des Doing-Gender-Ansatzes ist ja so gesehen selbst performativ. Sie meinen, dass diese und jene Vorstellung von Männern besteht („Männer achten nie auf Sicherheit“) obwohl in wahrheit lediglich eine höhere Risikobereitschaft von Männern vorhanden ist, aber natürlich auch ein Sicherheitsbedürfnis. Die These „Männer achten nicht auf Sicherheit“ wird meiner Meinung nach in der Bevölkerung so nicht vertreten und daher durch die Forscher selbst in dieser Form geschaffen.

      • Liebe Khaoskind,

        es gibt keine neutralen Geschlechtseigenschaften. Du kannst das gerne postulieren. Es gibt aber unzählige Hinweise darauf, daß es klare männliche und weibliche Präferenzen gibt. Du kannst das gerne anders sehen.

        Aber eine ganze Theorie auf dieser Annahme aufzubauen ist schlichtweg unseriös bzw. unhaltbar. Du kannst das gerne machen und alle Gender-Theoretiker auch. Sie müssen nur einkalkulieren, daß ihre Grundannahme nicht abschließend bewiesen ist und sich als Irrtum herausstellen könnte.

        Findest Du diese Arbeitsweise seriös?

  5. Ich finde die Studie bestenfalls albern.
    Als ob die Sicherheitsprogramme auf einer Ölplattform vom Genderansatz und nicht von ganz anderen Überlegungen diktiert wurden, in die sicher „Genderaspekte“ hineinspielen, die aber mit „Undoing Gender“ nicht im geringsten berührt werden.

    Männer sind genderspezifisch „the expandable sex“: Das Geschlecht, das die Gesellschaft verbrauchen kann, ohne allzu große Schmerzen zu empfinden.
    Das ist der Genderansatz hier, der mit „Undoing Gender“ nicht zu packen ist.

    Die Arbeit auf Ölplattformen ist per se anstrengend, schmutzig und gefährlich.
    Um verstümmelnde Unfälle/Todesfälle hier auszuschließen, kann ich natürlich so viel in Arbeitssicherheit investieren, dass die kaum noch vorkommen.
    Das aber würde die Ölförderung so verteuern, dass sie von Plattformen aus kaum noch rentabel leistbar wäre: die Industriegesellschaft stünde mit viel weniger Öl da, die Profite der Ölgesesllschaften sänken.

    Also strebt man ein ökonomisch „vernünftiges“ Level an Sicherheit an, was immer heißt, ein gewisses Risiko für die Arbeiter in Kauf zu nehmen, ein gewisses Ausmaß an schweren Unfällen, an Verstümmelten, an Toten.

    Dafür nimmt man Männer, weil sie die physisch schwere Arbeit verkraften, weil sie, u.a. wg. Testosteron und ihrem dringlicheren Streben nach (Einkommens-)Status dafür zu gewinnen sind, wenn man ihnen nur entsprechen hohe, „gute“ Löhne zahlt.

    Dann sind sie, gerade weil sie Männer sind, dazu bereit.
    Diese Kosten-/Nutzenabwägungen, diese zynisch – kühle Kalkulation mit der Natur der Männer und ihrer höheren, im Vergleich zu Frauen höheren „Wegwerfbarkeit“, ihrer geringeren „Mitleidstauglichkeit“ bestimmt ihre Sicherheit viel mehr als irgendein Machoverhalten.

    Eine Gesellschaft erträgt es eben viel leichter, wenn ab und an ein paar Männer in die Luft geblasen, verkokelt, zerrissen werden als wenn das Frauen passierte.
    Ob im Bergwerk, auf der Ölplattform oder bei der Hochseefischerei.

    Oder als Soldat im Krieg.

    Männer ertragen das psychisch – instinktiv eher, Frauen auch.

    Das sorgt dafür, dass ein Beruf, je gefährlicher und gesundheitsschädlicher, je tödlicher, desto „männlicher“ ist.

    Männer sind das wegwerfbare Geschlecht.

    Das „wissen“ die Alphamänner, das „wissen“ die Frauen, das „wissen“ die Männer, die sich zum „Verbrauch“ melden, ohne sich allzu groß dagegen zu wehren, weil sie ja gut verdienen (natürlich nur relativ, denn in Wahrheit kauft man ihnen nur ihre Gesundheit/Sicherheit/Leben ab).
    Auch hier wirken Instinkt, Natur, Kultur ineinander.

    Weil ein Mann letztlich viele Kinder mit vielen Frauen zeugen kann, eine Frau aber pro Jahr nur 1 Kind, auch wenn sie mit noch so vielen Männern schläft, sind Männer das in Wahrheit billige, das wegwerfbare Geschlecht, dass darum 94 % der Berufsunfalltoten stellt, die Masse der Kriegstoten, der zivilen, der militärischen sowieso.
    Frauen waren der limitierende Faktor der Fruchtbarkeit eines Clans.
    Verlor ein Clan fast alle Männer, konnten die wenigen überlebenden Männer einen Neuanfang sicherstellen, indem eben ein Mann mehrere Frauen schwängerte, ein Weiterleben war möglich, ein Weitergeben der Gene.

    Verlor ein Clan fast alle Frauen, war das sein Ende, es sei denn, die überlebenden Männer bekamen von irgendwoher neue Frauen her.
    Die aber waren auch für andere Clans kostbar.

    Das „wissen“ die Menschen, Männer wie Frauen.
    Auch das ist Teil unseres instinktiven Erbes: Frauen und Kinder zuerst.

    Und wenn’s an’s Sterben geht: Männer zuerst.
    Auf der Ölplattform, der „Titanic“, im Bergwerk, im Krieg.

    Man kann es mit ihnen machen, sie lassen es mit sich machen.

    Und fühlen sich männlich dabei.

    Aber mit ein bißchen „Theater“ à la Undoing Gender, mit „Bewusstwerdung“ von Genderrollen etc. pp. hat das alles herzlich wenig zu tun.

    Das geht viel tiefer.

    • Du beschreibst die Situation völlig richtig, aber m.E. hat es wenig Sinn sich darüber aufzuregen. Es liegt in der Natur das Männer andere Risiken eingehen als Frauen. Das zu ändern geht nicht ohne massive Eingriffe in die Freiheit der Einzelnen. Auch würde ich nicht davon sprechen dass die Gesellschaft den Verbrauch von Männern zynisch kalkuliert. Es gibt keinen Gesamtplan zum Verbrauch von Männern, man muss sich also ansehen, ob die einzelnen Entscheidungen gerecht sind. Und solange sich die einzelnen Männer etwas davon Versprechen hohe Risiken einzugehen sind sie das.

      • ..solange die Risiken nicht vermeidbar sind, und der ökonomische Druck nicht dazu zwingt die Risiken einzugehen, würde ich zustimmen. Das Risiko muss ja dann entsprechend hoch bezahlt werden.

        Sicherheitsdumping ist aber imho alles andere als gerecht.

    • @Roslin

      „Als ob die Sicherheitsprogramme auf einer Ölplattform vom Genderansatz und nicht von ganz anderen Überlegungen diktiert wurden, in die sicher „Genderaspekte“ hineinspielen, die aber mit „Undoing Gender“ nicht im geringsten berührt werden.“

      Das denke ich auch. Hier wurde keine Männlichkeit aufgewicht oder eine Geschlechterrolle bekämpft. Es wurde einfach die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht, wie in unzähligen anderen Jobs auch.

  6. „Im Mainstream werden Eigenschaften aber eben nicht neutral gesehen bzw. geschlechtlich konnotiert.“

    Wenn „traditionelle Männlichkeit“ so wäre, wie es feministische Betrachtungen des „Mainstreams“ allzu oft – und auch hier – nahelegen, dann hätte man wohl nicht einmal das Land entdecken können, aus dem diese (Geschlechter-)klischees über den „Mainstream“ hauptsächlich stammen. Eine Horde grunzender, einzelkämpferischer „Supermachos“ kann wohl kaum die vielfältigen sozialen Kompetenzen entwickeln, die erforderlich sind um als Mannschaft eine Nußschale wie die Santa Maria heil über den Atlantik zu bringen..

    Ich möchte mal den Ölplattformarbeiter sehen, der sich so verhält wie es diese Genderpsychologen als „typisch männlich“ skizzieren. Wer die Sicherheit seiner Mitarbeiter aufgrund von persönlichen Profilierungsbestrebungen existenziell gefährdet ist schon ganz lange vor dem Feminismus unten durch. Jedenfalls in allen Bereichen, in denen Arbeit gefährlich ist und Mann sich 100% auf seine Kollegen verlassen können muss.

    Im Gegensatz dazu sind gerade auch weiblich dominierte Bereiche besonders stark von Mobbing und von Groupthink betroffen („..poor decision making, human rights violations, and the marginalisation..“)

    Das größte Sicherheitsrisiko auf Ölplattformen sind nimmersatte KapitaleignerInnen und deren willfährige SchreibtischtäterInnen, die die Teams ökonomisch zu riskantem Verhalten zwingen. Ein Zerrbild des „macho-Prolls“ wurde schon immer bemüht, wenn es dann zu Katastrophen kam.

    Ich stimme Christian völlig zu, hier (re)produziert die Genderforschung mal wieder besonders eifrig ihre eigenen, uralten romantischen Geschlechterklischees von 1890. Es wird der selbst an die Wand gemalte Teufel bekämpft.

    Doing Gender seems to be unavoidable.

  7. @Roslin:
    „das „wissen“ die Männer, die sich zum „Verbrauch“ melden, ohne sich allzu groß dagegen zu wehren, weil sie ja gut verdienen (natürlich nur relativ, denn in Wahrheit kauft man ihnen nur ihre Gesundheit/Sicherheit/Leben ab).“

    Ich würde behaupten, dahinter steckt vor allem (traditionell!) das Bedürfnis, sich für den Clan/die Gesellschaft nützlich zu machen.

  8. @ Nick

    *Ich würde behaupten, dahinter steckt vor allem (traditionell!) das Bedürfnis, sich für den Clan/die Gesellschaft nützlich zu machen.*

    Na ja, ich habe keine sehr hohe Meinung von Männern, den meisten.
    Von den meisten Frauen übrigens auch nicht, weiß dabei sehr gut, dass ich selbst ein Mann bin, auch nicht besser als die meisten Männer.

    Das klingt mir also etwas zu edel, „sich nützlich machen“.

    Natürlich wollen sie sich nützlich machen, weil dann ja auch für sie etwas herausspringt, wenn sie gebraucht werden: Status, Geld, eine attraktive Sexualpartnerin etc.

    Aber ansonsten, ja, das ganze Prozedere dieser Genderisten verrät sehr viel über DEREN oberflächliche Klischeevorstellungen von Mann und Männlichkeit, so nach dem Motto „Wenn die Kerle doch nur etwas weniger primitiv wären, etwas emotional kompetenter, etwas sensibler, etwas ausdifferenzierter, mehr halt so wie Frauen, dann könnte die Welt ein wirklich schöner Ort sein.“

    Dann gehen wir sie mal missionieren, die Ölplattformmachos, wir, die bewusste Elite einer ideologisch femininen Avantgarde, damit sie ein wenig weniger troglodytisch reagieren.

    Was für ein Stumpfsinn, ein selbstgefällig-selbstgerechter obendrein.

    Wie ja feministisch-genderistische Analyse ja auch meist nur gerade so tief denkt, wie es die eigene, meist die weibliche „Wellness“ und „(Vonsichselbst-)Gutdenke“ nicht gefährdet.

    Die Sicherheit von Ölarbeitern mit Undoing Gender verbessern zu wollen, ja , dann kann ich auch hoffen, einen Tumor von einer Warzenbesprecherin erfolgreich kurieren zu lassen.

  9. @Roslin:

    „Natürlich wollen sie sich nützlich machen, weil dann ja auch für sie etwas herausspringt, wenn sie gebraucht werden: Status, Geld, eine attraktive Sexualpartnerin etc.“

    Nun ja, es fällt mir ansonsten schwer zu erklären, warum in der Vergangenheit millionen von Männern sich so bereitwillig als bloßes Kanonenfutter verheizen lassen haben. Aber Altruismus ist natürlich immer ein egoistisches Motiv, dass auch sehr stark mit Status verknüpft ist.

    Natürlich ist heutzutage bei der Arbeit auf der Ölplattform eher der Verdienst entscheidend – in einer Gesellschaft, in der das Individuelle so einen hohen Stellenwert hat. Aber traditionelle Männlichkeitsideale speisen sich imho durchaus zum großen Teil aus dem Altruismus, sein Leben für seinen Clan/die Gesellschaft zu riskieren/wegzuwerfen. Das wurde dann z.B. von den Nazis reichlich mißbraucht. Dieser Aspekt wurde/wird vom vorherrschenden Feminismus dahingehend umgedeutet, dass traditionelle Männlichkeit etwas wäre, das Männer sich zum eigenen Nutzen und zum Schaden aller Frauen ausgedacht hätten.

    „Was für ein Stumpfsinn, ein selbstgefällig-selbstgerechter obendrein.“

    In der Tat.

    • ..diesen Theorien zufolge müsste ja dann die „hegemoniale Männlichkeit“ sich in ihrer Identität massiv gestört fühlen.

      Und stürzte sie sich von der Plattform in die kalten Fluten?

      Ein Papier, das Deepwater Horizon auf gekränkte Männlichkeit zurückführt wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen, schließlich müssen die Männer aufgrund der Frauenquote sich ja besonders risikant verhalten..

  10. @ Robert Michel
    *Auch würde ich nicht davon sprechen dass die Gesellschaft den Verbrauch von Männern zynisch kalkuliert. *

    Nicht die Gesellschaft, nicht zynisch, da nicht bewusst.
    Sie nimmt nur hin, regt sich zynisch gesprochen über eine im Vorstand eines DAX-Konzerns fehlende Frau mehr auf als über 10000 obdachlose Männer.

    Soviel zur Gendergerechtigkeit.

    Man sollte allerdings den Zynismus einzelner, besonders auch einzelner Alpha-Männer nicht unterschätzen.

    All jenen, die von Männersolidarität phantasieren, sei’s gesagt.

    Napoleon sagte einmal, als er nach einer seiner Schlachten das „Feld der Ehre“ überritt zu einem Adjutanten, der sich angesichts der vielen toten jungen Männer wohl betroffen zeigte: „Eine einzige laue Sommernacht in Paris wird die Verluste ersetzen.“

    Generäle waren es gewohnt, zu kalkulieren, wieviel ein Ziel kosten darf.
    Sie kalkurlierten und kalkurlieren mit Menschenleben.

    Gut.
    Das mag nötig sein, solange Kriege nötig sind, mag zum kunstgerechten Kriegshandwerk gehören.

    @ Nick

    Warum sich so viele junge Männer etwa im 1. Weltkrieg zu Schlachtvieh machen ließen?

    Weil die meisten es für ihre Pflicht hielten.

    Sie glaubten, es sei ihre Pflicht, ihr Vaterland zu schützen.

    So hatte man sie erzogen.
    Väter und Mütter hätten sich eines Sohnes geschämt, der sich geweigert hätte, die Uniform nicht anzuziehen, die Waffe nicht anzurühren.
    Und nicht nur die Eltern.
    Auch die Schwestern wollten sich ihrer Brüder nicht schämen, auch die Geliebten wollten ihren Liebhaber in Uniform sehen, wollten stolz sein können auf einen tapferen Mann, wollten nicht an der Seite eines Feiglings gesehen werden.

    Wer in dieser Gesellschaft ohne Gesichtsverlust leben wollte, der musste nach den Regeln spielen.

    Der Druck genügte wohl, um die meisten zu willigem Schlachtvieh zu machen.
    Schließlich ist die Vorstellung, nicht mehr dazu zu gehören, einen sozialen Tod zu sterben, wenn man sich verweigert, erschreckend genug.

    Die meisten werden darüber hinaus ehrlich GEGLAUBT haben, dass sie nur die Lebensrechte ihres angegriffenen Volkes verteidigen würden/MÜSSTEN.

    Für den Rest gab’s Militärgerichte und zur Not die Todesstrafe.

    Es ist also nicht verwunderlich.

    Zumal das Ganze ja in der Dispositionsrichtung männlicher Instinkte erfolgt.

    Wie gesagt: Als das von Schwangerschaft/Stillen freigestellte Geschlecht, war es die Aufgabe der Männer, die Lebensgrundlagen des Clans zu verteidigen, Ressourcen zu verteidigen/u.U. gewaltsam zu beschaffen gegenüber/von konkurrierenden Clans und deren Männern, die das gleiche für ihre Fortpflanzungsinteressen tun wollten/mussten, für ihre Frauen und Kinder.

    Die Menschheitsgeschichte war ja kein Idyll, nie.
    Männer wurden so das „kämpfende“, das konkurrierende, das aggressivere, explosivere, physisch stärkere Geschlecht, weil sie einem anderen Selektionsdruck, anderen Selektionsbedingungen unterlagen als Frauen.

    Ohne diese Arbeitsteilung, ohne das unterschiedliche Leben, das Frauen und Männer geführt haben, gäbe es die ganze Geschlechterdichotomie nicht, nicht die physische, nicht psychische.

    Hätten Männer und Frauen die gleichen Leben gelebt, wären sie den gleichen Selektionsbedingungen ausgesetzt gewesen, was im Ergebnis zur Gleichartigkeit der Geschlechter geführt haben müsste, der körperlichen und der psychischen.

    Sie sind aber verschieden.

    So kann man Männer leichter als Frauen an diesen inhärenten instinktiven Dispositionen packen, sie zum Kämpfen motivieren, diese sinnvolle Geneigtheit zu allem Möglichen ausbeuten und auch missbrauchen.

    Die meisten Männer akzeptieren es doch als sinnvoll, ihre Frauen und Kinder, ihre weiblichen Angehörigen zu verteidigen.

    Und es ist ja auch wahr: Nur Männer können Frauen gegen andere Männer mit Aussicht auf Erfolg verteidigen.

    Das war nie anders.
    Die physische Dichotomie der Geschlechter ist in den ältesten Gräbern feststellbar: Männer größer und stärker als Frauen.

    Amazonenheere sind Phantasieprodukte.
    Frauen, hoch trainierte Frauen, hätten sicher untrainierte Männer besiegen können.
    Aber wie oft wäre ihnen das gelungen?

    Spätestens beim fünften Treffen wären sie auf hochtrainierte Männer gestoßen, die den Pfeil weiter schnellen konnten, den Speer weiter werfen, die mit dem Schwert, der Axt wuchtiger zuschlagen konnten, mit dem Schild schwerer Hiebe abfangen konnten usw. als Frauen das im Schnitt können.

    Ergebnis: Keine Chance.

    Ohne Männer, die FÜR sie kämpfen, sind Frauen Beute.

    Aufgrund dieser Arbeitsteilung können Frauen friedfertiger, oder besser gesagt, anders aggressiv sein als Männer.

    Das Sosein der Männer bedingt und ermöglicht das Sosein der Frauen und umgekehrt.

    Und beider Sosein lässt sich zu allfälligen Zwecken übersteigern, ausbeuten, missbrauchen.

    Aber der Genderismus bringt es ja fertig, das Offensichtliche, die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau, abzuleugenen, als Zuschreibung und Klischee zu diffamieren, was in weiten Teilen Beschreibung ist, wenn auch unvollkommene, ungenaue, was der Alltagserfahrung der allermeisten Menschen entspricht, was der Erfahrung aus Jahrtausenden, wahrscheinlich Jahrhundertausenden der Menschheitsgeschichte entspricht.

    Seit wenigen Jahrzehnten behauptet eine winzig kleine intellektuelle Elite im Westen, Mann und Frau seien wesentlich gleichartig.
    Eine Behauptung, die Tausenden Generationen absurd erschienen wäre, eine Behauptung, die 99,9 % der Menschheit, außerhalb westlich-akademischen Einflusses absurd erscheint.

    Erstaunlich.

  11. Soweit ich das überblicke untersuchen die Autorinnen zwei Ölplattformen eines Betreibers, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

    Sie vergleichen das, was sie in Interviews zu hören kriegen mit dem, was sie aufgrund der Connellschen Theorie der „hegemonialen Männlichkeit“ erwarten, und gelangen deshalb zu dem Schluß, dass die Vorgaben des Managements zu einem „undoing Gender“ im Laufe von 15 Jahren geführt habe.

    Keine Untersuchung der Plattformen anderer Betreiber, als Beleg „dass es früher ganz anders war“ werden lediglich einzelne Aussagen von „alten Hasen“ zitiert.

    Bezeichnend die Begründung für die These des „poor decision making“:

    Similarly, the decision process that led to the Challenger Shuttle disaster has been interpreted as a case of contract engineers deferring to the judgment and protecting the masculinity of the more powerful NASA managers (Maier and Messerschmidt, 1998)

    Nun, die die Männlichkeit der NASA-Manager schützenden Ingenieure des Boosterherstellers haben die NASA-Manager sechs Telefonstunden lang bekniet den Start abzubrechen. Diese waren fast überzeugt, und hätten nicht die Manager des Boosterherstellers ihre eigenen Ingenieure übergangen wäre der Start auch tatsächlich abgebrochen worden.

    Diese Sparte „Sozialwissenschaftler“ hat schlicht gar keine Ahnung von der realen (männlichen) Arbeitskultur. Dumpfes Ressentiment.

    • @Nick
      „Bezeichnend die Begründung für die These des „poor decision making“:“

      Ich denke, dass sie dieses Schema ohne jede weitere Hinterfragung auf jeden Unglücksfall mit männlicher Mitwirkung übertragen.
      Interessant wäre dann ihre Stellungnahme, wenn mal eine Frau die Entscheidung getroffen hat. Wäre das dann ein Unglück oder „Undoing gender“ weil sie aus den gleichen Gründen handelt wie die Männer, also um ihre Macht zu beschützen oder so.

      • @Christian:

        „ohne jede weitere Hinterfragung“

        Ja, offensichtlich. Sie haben sich ja wohl kaum ansatzweise mit dem Fall beschäftigt – sonst hätten sie nicht ausgerechnet gerade diejenigen Ingenieure bezichtigt, die ja nun weiß Gott alles getan haben um den Unfall abzuwenden.

        Bezeichnend auch, dass ausgerechnet der Chief Risk Manager der Hypo Real Estate eine Frau war – Bettina von Österreich.. Gerade bei der Finanzkrise hatten ‚zig Frauen ihre Hände im Spiel, was natürlich auch nicht im Geringsten davon abhält „hegemoniale Männlichkeit“ verantwortlich zu machen.

      • @Nick

        Im Auffinden der Sexismen zeigt sich eben leider ein großer Anteil eigener Sexismus.
        Eine gewisse „Es ist etwas schiefgegangen in einem überwiegend männlich besetzten Bereich, dann muss Männlichkeit wie wir sie verstehen auch daran schuld sein.“
        Meiner Meinung nach liegt das auch daran, dass innerhalb der Genderwissenschaften zu wenig kritisch hinterfragt wird.

  12. ..in der Vorstellungswelt dieser Psychologinnen hätten wohl offenbar die Thiokol-Ingenieure sich mit Colts bewaffnen und auf weißen Mustangs Cape Canaveral stürmen sollen, es war schließlich eine Frau an Bord. Um die „Komplizenschaft“ zur „hegemonialen Männlichkeit“ („defering to the more powerfull NASA managers“) aufzugeben reicht es ja nicht, den whistleblower abzugeben und so seine Karriere nachhaltig zu beenden. (Roger Boisjoly) I need a hero..

  13. UndoingGender als Teil des GenderMainstreamings versteht sich als Querschnittsaufgabe, welche alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ihren Maximen unterstellen soll. Dabei reproduzieren Genderisten das, was sie zu bekämpfen vorgeben: Genderstereotypen.

    Der Referenzrahmen bei der Analyse des „typisch männlichen Verhaltens“ ist die sogenannte „heterosexuelle Matrix“ einer Judith Butler und die „hegemoniale Männlichkeit“ eines R.Conell. Misandrie ist in der Soziologie mittlerweile eine zu akzeptierende Prämisse. Folgerichtig muss das defizitäre Wesen des Mannes gebessert werden, indem ihm, in der Art einer heilpädagogischen Begleitung – UndoingGender – weibliche Kompetenzen vermittelt werden, die ihm von Natur aus nicht gegeben sind.

    Aus der misandrischen Matrix der Genderisten und ihrer heilpädagogischen Hilfestellungen für das Mängelwesen Mann kann nichts als Misandrie resultieren. Die Sozialisationsthese, welche als Prämisse des GM vorausgesetzt wird, verlangt nach ein paar Geheilten (Männern), die vorgezeigt werden können, um die segensreiche Wirkung des Genderismus und die Menschwerdung des Mannes als reale Möglichkeit erscheinen lassen.

  14. „Dabei reproduzieren Genderisten das, was sie zu bekämpfen vorgeben: Genderstereotypen.“

    Das ergibt sich fast zwangsläufig aus dem letztendlich ökonomischen Zwang, immer weitere Dimensionen der Kategorie „Gender“ zu „entdecken“. Gäbe es Gelder für eine Genderforschung die feststellt dass Ölplattformarbeiter schon immer erkannt haben, dass sogenannte „Machoallüren“ unangebracht sind, wenn das eigene Leben und das der Kollegen auf dem Spiel steht?

    Durch die Installation und Pflege von Stereotypen über den „Mainstream“ – insbesondere Männlichkeit betreffend – schafft sich diese Genderforschung ihre eigene Existenzberechtigung. Ganz normales menschliches Verhalten von Männern wird dann als „Transformation von Männlichkeit“, als „Erfolg“ im Sinne von „Undoing Gender“ verkauft. Männer werden erst systematisch entmenschlicht, und wenn sie dennoch menschliche Züge zeigen dann ist das eine feminismusinduzierte Transformationsleistung.

    Hier wird mit dem Stereotyp des „harten Ölplattformmachos“ („roughneck“) gearbeitet, dem aber plötzlich „traditionell“ Eigenschaften angedichtet werden, wie sie wohl eher dem Klischee des inkompetenten Managers entsprechen.

    Das steht eigentlich sogar im krassen Widerspruch selbst zu Connell und Messerschmidt. Die Tatsache, dass eine Professorin so etwas unwidersprochen veröffentlichen und dabei obendrein die Challenger-Katastrophe – trotz der überwältigenden genau gegenteiligen Evidenz – als ethisches Versagen der Ingenieure umdichten kann zeugt von ganz massiven Groupthink-Prozessen.

  15. @ Peter Bosshardt

    *und die „hegemoniale Männlichkeit“ eines R.Conell. *

    Kleine Anmerkung am Rande: Seit wenigen Jahren bitte EINER Raewyn Connell, nicht mehr Robert.

    Robert hat sich noch mit Mitte 50 von seiner verachteten Männlichkeit chirurgisch befreien lassen und geht nun als Frau durch‘ s Leben.

    Nichts dagegen zu sagen.

    Es ist mir nur verdächtig, wie viele Schwule, Lesben, Transgender-Menschen sich im Rahmen queer-feministischer „Wissenschaft“ über heterosexuelle, traditionelle, „hegemoniale“ Männlichkeit echauffieren.

    Genau jene Männlichkeit, die für sie aus sehr persönlichen Motiven sehr problematisch ist.
    Der sie nicht angehören, der sie nicht angehören wollen, deren Erfahrungen/Motive sie aus einer sehr speziellen, sehr interessierten, einseitig interessierten Perspektive betrachten.

    Schreiben hier Farbenblinde Abhandlungen über Malerei?
    Und wollen die Farbe abschaffen, weil sie sie nicht genießen können, unter der „Farbe“ leiden, darum eine Welt ohne Farbe in ihren Augen schöner wäre?

    Ein Geschlecht, das sie für sich persönlich abschaffen und nun auch wohl gesellschaftlich-politisch-„wissenschaftlich“ hinrichten, „dekonstruieren“ wollen.

    Verdächtig ist mir das, weil ich von einer Wissenschaft, die cum ira et studio betrieben wird, nicht viel halte, denn sie steht in besonderer Gefahr, tendenziös zu sein, geformt zu werden von sehr tief reichenden, geradezu triebhaften/instinkthaften Emotionen, die entsprechende Wahrnehmungsverzerrungen/-blockaden hervorrufen können, die Wunschdenken zu „Wissenschaft“ adeln.

    Wenn ich mir die Empirie, die in Gender Studies gesammelt wird, wie sie gesammelt wird, was gesammelt wird, wie sie ausgewertet wird, wie (meist bösartig) männiches Verhalten interpretiert wird, ansehe, wird der Verdacht fast schon zur Gewissheit, dass hier „Wissenschaft“ mit massivstem persönlichen Interesse betrieben wird, mit Hass und Zorn und Verachtung dem Forschungsgegenstand gegenüber, insoweit er weiß, männlich, heterosexuell ist.

    Wer sich mit über 50 noch Schwanz und Eier abschneiden lässt, hat also ein ganzes Leben im „falschen“ Geschlecht gelebt.

    Wie objektiv wird er dieses Geschlecht zu beobachten in der Lage sein, wie objektiv wird er sein Verhalten beurteilen, seine Motive interpretieren?

    Im queer-feministischen Umfeld beschleicht mich allzu oft das Gefühl, dass hier sehr persönliche Betroffenheiten/Störungen sich ihren „wissenschaftlichen“ Ausdruck suchen.

    Die Neurose sucht sich die sie „heilende“ Ideologie.
    Die produziert dann die sie stützende „wissenschaftliche“ Erkenntnis.

  16. 6% of the participants demonstrated excellent risk perception by “stopping the job” when they were uncertain. 33% of the participants demonstrated good risk perception by following rules. 38% of the participants initially demonstrated good risk perception then broke rules when put under additional time pressure but interpreted cues and went back to following rules. 23% of the participants broke rules, then failed to respond to cues and endangered themselves.

    Eine simple Recherche bei der Society of Petroleum Engineers hätte den Autorinnen eigentlich zeigen müssen, dass ihr Klischee allenfalls auf eine Minderheit der „roughnecks“ zutrifft.

      • @Christian:

        Absolut. Hier mischen sich sehr offensichtlich die üblichen feministische Vorurteile mit Urgroßmutters viktorianische Vorurteile gegen „die ungehobelten roughnecks“, die eigentlich halbe Tiere sind.

        Der Reverend (Manager) zeigt ihnen den Weg, über Arbeit als Sinnstiftung (höheres Ziel) gelangen sie zur Menschenwürde. Das ist einfach nur sowas von US-Protestantisch..

  17. „Wenn ich mir die Empirie, die in Gender Studies gesammelt wird, wie sie gesammelt wird, was gesammelt wird, wie sie ausgewertet wird, wie (meist bösartig) männiches Verhalten interpretiert wird, ansehe, wird der Verdacht fast schon zur Gewissheit, dass hier „Wissenschaft“ mit massivstem persönlichen Interesse betrieben wird, mit Hass und Zorn und Verachtung dem Forschungsgegenstand gegenüber, insoweit er weiß, männlich, heterosexuell ist.“

    Es fällt in der Tat schwer, sich anders zu erklären warum in einer Studie über das Risikoverhalten von „roughnecks“ auf Connells etc. Allgemeinplätze rekurriert wird und die massenhaft vorhandene, konkrete empirische Forschung dazu völlig ignoriert wird.

  18. @Nick
    „“Eine simple Recherche bei der Society of Petroleum Engineers hätte den Autorinnen eigentlich zeigen müssen, dass ihr Klischee allenfalls auf eine Minderheit der „roughnecks“ zutrifft.““

    Recherche ? Wie altmodisch du doch bist 🙂 Wozu braucht der radikale Konstruktivist eine Recherche ? Das war einmal. Wozu eine Recherche, wenn das ideologische Referenzgitter die Resultate vorgibt ? Gender Studies sind keine Wissenschaft, sofern an Wissenschaft die Anforderung gestellt wird, ergebnisoffen zu forschen. Das ist aber nicht der Fall. Gender Studies sollten als das gesehen werden, was sie tatsächlich sind: Politische Agitation zwecks Verwirklichung einer politischen Agenda, die sich als Wissenschaft ausgibt.

    @Roslin
    „“Kleine Anmerkung am Rande: Seit wenigen Jahren bitte EINER Raewyn Connell, nicht mehr Robert.““

    Vor einigen Jahrzehnten wäre R.Conell mit seinem Wunsch einer Geschlechtsumwandlung als psychisch krank klassifiziert worden. Was als psychische Krankheit klassifiziert wird und was als gesund gelten soll ist zu grossem Teil lediglich eine gesellschaftliche Konvention. Nur schon die Frage zu stellen, ob R.Conells Wunsch möglicherweise einem Wahn entspringt, und ob es nicht unsinnig sei, einen Kranken in seinem Wahn zu bestärken, wird als Ausgrenzungs – und Diskriminierungsabsicht interpretiert. Ich halte im Gegenteil die Bestärkung eines Mannes wie R.Conell in seiner Absicht, sich seine Genitalien verstümmeln zu lassen und aus ihm etwas zu machen, was er nie sein kann, für verwerflich, wenn nicht zumindest eine Therapie anempfohlen wurde.

    Die Zerstörung der Identität insbesondere des Mannes ist und bleibt das ein wichtiges Ziel der Genderisten. Der neue Mensch kann nur erschaffen werden, wenn seine Identität zertrümmert wurde und durch Beliebiges ersetzt werden kann. Deshalb gilt ein Mann wie R.Conell für Genderisten als mustergültig, hat er doch den bedeutendsten Teil seiner Identität verneint und sich scheinbar der biologischen Vorgaben entledigt. Er ist der scheinbare Beweis der Radikalkonstruktivisten, dass es nichts gibt, was nicht der Dekonstruktion und der Rekonstruktion zugänglich wäre.

    Biologische Vorgaben stehen der Absicht, Menschen beliebig zu formen, im Wege. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis einem Mann auch eine Gebärmutter eingepflanzt wird und er mit einer ausgeklügelten Hormonbehandlung gebären kann. Und wer da an Frankenstein denkt, der muss ein reaktionärer Arsch sein. Doktor Money, der Frankenstein der Postmoderne, hat es in seinem Menschenexperiment bereits vorexerziert.

    Zu UndoingGender: „Soft Skills“, „emotionale Untelligenz“, „soziale Kompetenz“ und daher die „Pädagogik“ wird, ganz im Sinne des „DoingGender“, als weibliche Domäne gesehen. Und was ist nun UndoingGender konkret ? Die typisch weibliche, ziemlich penetrante Eigenart, ständig erziehen zu wollen, sei es das Kind, sei es der Greis und insbesondere Männer jeden Alters (ich weiss wovon ich rede … stööööhn). UndoingGender ? Das ist, da überwiegend von Frauen betrieben, DoingGender par excellence !

  19. @Peter Bosshard:

    Robin Ely ist „Warren Alpert Professor of Business Administration“ an der Havard Busines School. Debra Meyerson ist „Associate Professor of Organizational Behavior (by courtesy)“ und „Associate Professor of Education, School of Education“

    Es macht imho durchaus Sinn, den Nimbus von Wissenschaftlichkeit zu demaskieren, den diese Damen offenbar nur der Namhaftigkeit ihrer Organisationen entleihen.

    „Ist doch sowieso alles Agitation“ mag zwar persönlich befriedigen, ist aber letztendlich kein Argument.

  20. @Nick

    „“„Ist doch sowieso alles Agitation“ mag zwar persönlich befriedigen, ist aber letztendlich kein Argument““

    Der Radikale Konstruktivist ist der Auffassung, dass jede Wahrnehmung subjektiv und eine Objektivität als Übereinstimmung von Wahrnehmung und Realität unmöglich ist. Erkenntnistheoretisch lässt sich das nicht wiederlegen. Die RK leiten aus dieser Überzeugung ab, dass der Stand der Wissenschaft lediglich einen Konsens wiederspiegelt. In der Soziologie, wo nicht so ohne weiteres von einem Konsens über notwendige Grundannahmen wie in den Naturwissenschaften ausgegangen werden kann bedeutet dies: Die Diskurshoheit allein ist entscheidend. Mit Wissenschaft hat das wenig bis nichts, mit Poltik aber sehr viel zu tun.

    „“Die Gender Studies entwickelten sich aus den Women’s Studies, die ca. 1970 in einigen US-amerikanischen Universitäten entstanden. Die Women’s Studies beschäftigten sich allein mit der wissenschaftlichen Betrachtung von Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft (vgl. „Weiblichkeit“) – dies allerdings zum ersten Mal aus feministischer Sicht.““
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Studies

    Allein der historische Werdegang zeigt doch, dass die GenderStudies einer politischen Agenda entstammen und die Praxis bestätigt das immer wieder aufs Neue. Salopp gesagt: Da Objektivität nicht möglich ist, brauch ich mich auch nicht darum zu bemühen. So wird tatsächlich operiert.

    Wenn Objektivität, Rationalität und Logik durch Subjektivismus ersetzt und dieser auch propagiert wird, dann wird Wissenschaft im herkömmlichen Sinne in seinen grundlegensten theoretischen Annahmen verneint. Somit kann von Wissenschaft im herkömmlichen Sinne bei den GenderStudies keine Rede sein.

    • „Der Radikale Konstruktivist ist der Auffassung, dass jede Wahrnehmung subjektiv und eine Objektivität als Übereinstimmung von Wahrnehmung und Realität unmöglich ist. Erkenntnistheoretisch lässt sich das nicht wiederlegen.“

      Das ist in der Tat eines der Hauptprobleme in einer Diskussion. Über die Biologie und andere Wissenschaften kommen plötzlich Studien hinein, die das ganze dann nicht mehr beliebig machen und da hat man dann keine Diskussionsgrundlage mehr, weil solche Argumente dann gerne einfach weggewischt werden mit Hinweis auf den Diskurs.

  21. „Allein der historische Werdegang zeigt doch, dass die GenderStudies einer politischen Agenda entstammen und die Praxis bestätigt das immer wieder aufs Neue. Salopp gesagt: Da Objektivität nicht möglich ist, brauch ich mich auch nicht darum zu bemühen. So wird tatsächlich operiert.“

    Das stimmt, für die Gender Studies, und für die „kritische Männerforschung“ ebenfalls – Connell als antisexistischer anti-porn Aktivist ist da ein herausragendes Beispiel. Es wird sich ja auch offen zur politischen Agenda bekannt.

    Die ganze Soziologie hängt mittlerweile diesen Paradigmen an.

    Solche wie Ely geben sich den Anschein von Seriösität, was allerdings reichlich unbeholfen wirkt – wenn der Stand der Arbeitssicherheitsforschung geflissentlich völlständig ignoriert wird, weil sich nur so das erbärmliche Spießbürgersdamenklischee vom ungehobelten „roughneck“-Supermacho darstellen läßt.

  22. This paper presents a case study of offshore oil platforms – a dangerous workplace traditionally known for encouraging masculine displays of prowess and interactions centered on proving masculinity..

    ..das Vorurteil, das zu beweisen war. Women are traditionaly known to be irrational 😉

  23. Obwohl ich glaube, dass man garkeine großartige politische Agenda unterstellen muss. Es reicht vielleicht auch schon, eine Stelle an der Uni zu bekommen, die relativ gut bezahlt ist und wo man seinem Steckenpferd nachgehen kann.

    • ..und gelegentlich per Hubschrauber zu einen Zoo geflogen wird, um die Zivilisationsprozesse echter, ölverschmierter roughnecks zu dokumentieren.

      Ziemlich aufregend für ein braves amerikanisches Vorstadtmädchen..

      • „“..und gelegentlich per Hubschrauber zu einen Zoo geflogen wird, um die Zivilisationsprozesse echter, ölverschmierter roughnecks zu dokumentieren.

        Ziemlich aufregend für ein braves amerikanisches Vorstadtmädchen..““

        Uns so vorurteilsfrei, so gar nicht klischeebehaftet … lol. Doing Gender par excellence, sag ich doch. Der ganze Gendertrullala ist derart widersprüchlich. Tatsächlich geht die Studie davon aus, dass in diesem Fall das Stereotyp der Wirklichkeit entspricht, also keine blosse Zuschreibung, sprich Vorurteil ist.

        Nick, du hast mich (vielleicht zu Recht) kritisiert, dass es nicht genügt, die GenderStudies einfach mal so salopp als unwissenschaftlich abzukanzeln. Aber hab Verständnis: ich bin es einfach müde, mich mit diesen Widersprüchen wieder und wieder auseinanderzusetzen.

      • ..passt schon. Mit einer „Studie“, die ihre Grundannahme mit „traditionaly known as“ begründet kann man sich gar nicht sachlich auseinandersetzen.

  24. Pingback: Was wollen Feministinnen? « Alles Evolution

  25. Pingback: Ein männlicher Feminist und sein Kampf mit dem männlichen Privileg « Alles Evolution

  26. Pingback: „Feminismus und andere Verschwörungstheorien“ « Alles Evolution

  27. Pingback: Kritische Männerforschung | Alles Evolution

  28. Pingback: Ergebnisse und Empfehlungen des Beirats Jungenpolitik | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.