„Wie benutzt man they/them pronouns in deutsch?“

In einem Tweet wird eine interessante Frage gestellt:

They/them sind ja im englischen die „nonbinary“ pronomen und sollen irgendwie geschlechtsneutral sein. Man findet einige deutsche Feministen (m/w), die das auch so in ihren Bios zb bei Twitter stehen haben

Dilemma: Die direkt Übersetzung wäre „sie/sie“

Und „Sie“ ist alles andere als Geschlechtsneutral

Dabei will man so schön anerkannte Virtue Signalling Methoden damit aus dem englischen übernehmen, aber es klappt in der Übersetzung dann wieder nicht.

Ist Deutschland jetzt bereits feministischer/queerer/besser dank Siezen? Man darf bezweifeln, dass deutsche Feministen es so sehen würden.

Immerhin habe ich bisher auch noch keinen Text gelesen, in dem Them/They Pronomen in einer bizarren Queer-denglisch-Variante benutzt worden sind.

 

 

 

19 Gedanken zu “„Wie benutzt man they/them pronouns in deutsch?“

    • Dito. Wenn man sich mal ihre anderen Tweets anschaut, merkt man schnell, dass die Dame offensichtlich ziemlich gestört ist. Könnte vielleicht hieran liegen:
      frage mich manchmal wie es meinem vater in kasachstan geht dem guden der von einem auf den anderen tag einfach weg war
      Und ich frage mich manchmal, wie stark wohl der intersektionale Feminismus mit psychischen Traumata bei dessen Anhängern korreliert. Meine Vermutung: sehr stark.

  1. Kann man diese Feministen nicht „es“ nennen? Ich meine geschlechtsneutraler und damit objektifizierender geht es doch eigentlich gar nicht. Eine perfekte Win-win-Situation.
    Erinnert mich an „Das Schweigen der Lämmer“: „Es hat sich nicht eingecremt“.

  2. Ich verstehe sowieso nicht, was die sich als Anwendungsfall vorstellen. Im direkten Gespräch sagt man doch sowieso „du“ oder „Sie“. Und die allermeisten Leute, die ihre Pronomen in die Twitterbios etc. packen, sind so unwichtig (wie die meisten von uns), dass sowieso nie jemand über sie in der dritten Person Singular reden wird. Das heißt, all die tollen selbstgewählten Pronomen kommen eh nie zur Anwendung. Das macht sie natürlich zu einem sehr billigen Signal der Wokeness, wenn man das in seine Selbstbeschreibung packt, weil es sowieso nie eine Auswirkung haben wird und man auch nie darauf achten muss, dass die anderen sich dran halten.

  3. Der ICD 11 führt „Pronouns in der Twitter-Bio“ als deutliches Symptom einer geistigen Umnachtung – im Sinne eines schwarzen, den geistigen Blick vernebelnden Schleiers.

    Insofern halte ich es mit dem legendären War Games Zitat: „The only winning move is not to play.“

  4. Und „Sie“ ist alles andere als Geschlechtsneutral

    Doch. Das „Sie“ als 2. Person singular, förmlich, ist geschlechtsunabhängig, das „sie“ als 3. Person plural ebenfalls und nur das „sie“ in 3. Person, Einzahl ist weiblich.
    Aber das Wort „sie“ ist, wie oben mehrfach im Satz demonstriert, ist Neutrum.

  5. Niemand wird die englische geschlechtsneutralen Formen übernehmen. Viel zu einfach, viel zu elegant, viel zu neutral. Es geht ja gerade darum, penetrant die weibliche Form hervorzuheben. Männer sollen unsichtbar gemacht werden. Es soll ganz bewusst der Sprachfluss gestört werden.

    die Ärzt*in macht „der Arzt“ unsichtbar
    Student*innen macht Studenten unsichtbar
    Voluntär*innen macht Voluntäre unsichtbar
    Französ*innen macht Franzosen unsichtbar

    Letztlich geht es aber auch nicht um Sichtbarkeit. Sondern um einen Code. Man sagt damit: Ich bin voll auf dem Feminismus-Trip, ich will 50% Frauen in gutbezahlte Posten in Wirtschaft und Politik, ich will Frauen-Sondergesetzgebung, Women Are Wonderful, ich bin gleichgeschaltet.

    Insofern sind die Symbole austauschbar, solange der feministische Politaktivismus zugrundeliegt. Hauptsache, alle benutzen die gleiche Zeichensprache.

    Wenn eine halbwegs einflussreiche Gruppe aufschreit: es muss jetzt GefIüchtete heißen, dauert es nicht lange, und die ganze Bubble plappert es nach. Es ist sinnlos, darin eine Logik zu suchen. Die Logik dahinter ist bedingungslose Solidarität. Freiwillige Gleichschaltung. Der gemeinsamen (außersprachlichen) Ziele wegen.

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