„Letztendlich kaufen die Menschen vier Dinge und nur vier Dinge“

Über diesen Tweet las ich eine interessante Aussage:

 People buy 4 things and 4 things only. Ever. Those 4 things are

  • time,
  • money,
  • sex, and
  • approval/peace of mind.

If you try selling something other than those 4 things you will fail.

Deepl sagt:

Die Menschen kaufen 4 Dinge und nur 4 Dinge. Immer. Diese 4 Dinge sind

  • Zeit,
  • Geld,
  • Sex und
  • Anerkennung / Seelenfrieden.

Wenn Sie versuchen, etwas anderes als diese 4 Dinge zu verkaufen, werden Sie scheitern.

Ich habe das Gefühl, dass man das noch evolutionär klarer formulieren könnte.

Vielleicht:

  • Zeit: Finde ich durchaus passend
  • Geld: Vielleicht eher Ressourcen und Geld ist die beste Form davon?
  • Sex: Würde ich nicht ändern
  • Anerkennung/Seelenfrieden: Status in intrasexueller Konkurrenz und intersexueller Selektion evtl?

Natürlich: Letztendlich sind alle Handlungen beim Menschen auf „Sex bzw Möglichst lange  Weitergabe der Gene“ zurückzuführen. Was wären da die wichtigsten Elemente, die dabei helfen?

 

 

Wie frauenfeindlich ist die Gesellschaft? Theorie vs. Forschung (Gastartikel)

Es folgt ein Gastartikel von Titiat Scriptor

Wir leben im Patriarchat – immer noch, trotz allem. In den Gesetzbüchern sind gleiche Rechte für die Geschlechter längst verankert, nicht aber in der praktischen Umsetzung.
Im Alltag kämpfen Frauen auch im Jahr 2020 überall noch gegen strukturelle und systematische Benachteiligung. Das ist die Grundannahme feministischer Sozialkritik und zugleich ihre Existenzberechtigung.
Das Patriarchat selbst ist unsichtbar, aber seine Zeichen sind scheinbar allgegenwärtig. Frauen verdienen für dieselbe Arbeit weniger als Männer. Die besten Positionen in Wirtschaft und Politik sind von Männern besetzt, Frauen bleiben unterrepräsentiert. Ganze Berufszweige verschanzen sich gegen den Wunsch der Frauen nach Teilhabe. Das Patriarchat – so könnte man dieses Argument zusammenfassen – ist eine Struktur, die das Handeln der Leute in ungleiche Resultate für Männer und Frauen umwandelt.

Natürlich ist denkbar, dass auch eine Gesellschaft frei von geschlechtsbezogener Benachteiligung ungleiche Ergebnisse hervorbringt – zum Beispiel dann, wenn Männer
und Frauen im Kern unterschiedlich sind und deshalb verschiedene Lebensentscheidungen treffen. Diese Möglichkeit wird im feministischen Diskurs aber als eine Art biologischer Essenzialismus mehr oder minder explizit verworfen.

Möchte man dieser Logik folgen, stößt man unweigerlich im tiefsten Inneren der Patriarchats-These auf die alles entscheidende Frage: Was bewirkt denn eigentlich, dass die Welt trotz vermeintlich gleicher Interessen Männer und Frauen in unterschiedliche Positionen manövriert? Was ist die Ursache, der Antrieb, der Auslöser für Ungleichheit zwischen den Geschlechtern?

Die Antwort, die man üblicherweise auf diese Frage findet, lautet in etwa so: Wir leben
in einer Gesellschaft von Männern für Männer. Die Einstellungen, Werte und Handlungsmuster, die uns von Kindesbeinen an mitgegeben werden, stellen männliche
Bedürfnisse und männliches Verhalten an die erste Stelle. Frauen werden entweder mit einem Achselzucken ignoriert oder aktiv benachteiligt. Es geht, anders gesagt, um frauenfeindliche Vorurteile in den Köpfen der Leute.

Ein aktuelles Beispiel: In ihrem Buch „Down Girl. Die Logik der Misogynie" (2019) beschreibt Kate Manne Frauenfeindlichkeit als integralen Bestandteil westlicher Gesellschaften im 21. Jahrhundert. Von Frauen, schreibt sie, werden Verhaltensweisen erwartet, die männliche Privilegien aufrechterhalten. Rebellinnen gegen das Patriarchat werden vom System bestraft. Männer hingegen profitieren von gesellschaftlicher „Himpathy“ was sinngemäß so viel heißen soll wie ungerechtfertigte
Sympathie für misogyne und asoziale Männlichkeit.

Soweit die Theorie. Wichtiger ist die Forschung. Denn: Ob wir in der oben beschriebenen Welt leben, ist am Ende keine philosophische, sondern eine empirische

Frage: Ist es also empirisch gerechtfertigt, zu sagen, dass bestehende Geschlechtervorurteile so sehr zu Lasten von Frauen gehen und Männer so sehr bevorzugen, dass man die Gesellschaft insgesamt als frauenfeindlich beschreiben
kann?

Was folgt, ist ein Auszug aus der aktuellen sozialpsychologischen und soziologischen Forschung. Alle zitierten Studien haben eines gemeinsam: Sie zeichnen ein Bild von der
Richtung geschlechtsspezifischer Vorurteile in unserer Gesellschaft, das im harten Kontrast zu den oben skizzierten Behauptungen steht. Sie zeigen, dass es zu einfach ist, Frauen als rundherum benachteiligt zu beschreiben.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Was folgt, ist natürlich kein Beleg dafür, dass Frauen nicht an vielen anderen Stellen benachteiligt sein können. Oder dass Frauen in unserer Gesellschaft unter dem Strich weniger benachteiligt sind als Männer. Darum geht es hier im Kern nicht. Es geht um die Frage, wie viele empirische Erkenntnisse, die der Patriarchats-These zuwiderlaufen, man hinnehmen möchte, bevor man die These von der insgesamt misogynen Gesellschaft verwirft oder zumindest infrage stellt.

Was also sagt die Forschung?

Die folgenden Studien können über http://www.doi.org mit den angegebenen Nummern
identifiziert werden.

1. Die Zukunft gehört autonom fahrenden Autos. Aber wie soll der Algorithmus menschliches Leben priorisieren, wenn ein Unfall nicht mehr vermeidbar ist und sich nur noch die Frage stellt, wer sterben muss? Rund 2 Millionen Befragte in einem weltweiten Online-Survey würden mehrheitlich eher männliche als weibliche Unbeteiligte opfern (DOI: 10.2478/nimmir-2019-0015).

2. Die Tendenz, weibliches Leben höher zu priorisieren als männliches ist auch in vielen anderen Kontexten belegbar. In verschiedenen Experimenten zum Umgang mit moralischen Dilemmas werfen die Testpersonen Männer häufiger vor fahrende Züge als Frauen, um Unschuldige zu retten. Sie fügen Männern häufiger und stärkere Stromstöße zu als Frauen. Sie retten Männer seltener von sinkenden Schiffen und helfen ihnen überhaupt seltener in Notlagen (DOI: 10.1177/1948550616647448).

3. Dass aggressives Auftreten das Ansehen von Männern fördert, das von Frauen aber beschädigt, wird immer wieder behauptet. Dazu im Kontrast stehen die Ergebnisse eines Experiments mit unterschiedlichen Aggressionsszenarien. Hier bewerteten die Probanden weibliche Aggression als moralisch akzeptabler als männliche Aggression
(DOI: 10.1023/A:1019665803317).

4. Und wie steht es um negative Stereotype im Berufsleben? Forscher ließen in einem groß angelegten Experiment mit mehr als 800 männlichen und weiblichen Entscheidern MINT-Lehrstühle an Universitäten an fiktive Bewerber vergeben. Bei gleicher Qualifikation wurden Frauen mit einer Präferenz von 2:1 vor Männern eingestellt (DOI: 10.1073/pnas.1418878112).

5. Auch in anderen Bereichen findet sich kein Widerstand gegen die Ausweitung weiblicher Teilhabe am Berufsleben, im Gegenteil. In Experimenten zeigen Probanden eine größere Bereitschaft, männerdominierte Berufe durch politische Maßnahmen für
Frauen zu öffnen als frauendominierte Berufe für Männer (DOI:10.1016/j.jesp.2019.03.013).

6. Eine Untersuchung zeigt, dass Leistungsbewertungen am Arbeitsplatz weniger akkurat sind, wenn die bewertete Person weiblich ist. Offenbar sind Vorgesetzte eher bereit, Bewertungen von Frauen nach oben zu korrigieren als Bewertungen von männlichen Angestellten. Ob man hier von einem Vorteil für Frauen sprechen kann, scheint zumindest fraglich. Das Ergebnis steht aber dennoch im Kontrast zur häufig geäußerten Behauptung, Frauen würden im Berufsleben negativer bewertet als Männer (DOI: 10.5465/ambpp.2016.18003abstract).

7. Selbst in der Bewertung vermeintlich objektiver Forschungsergebnisse lässt sich ein erhebliches gesellschaftliches Wohlwollen Frauen gegenüber aufspüren. Fiktive Studien zu biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern werden von Psychologinnen und Psychologen unterschiedlich eingeschätzt, je nachdem welchem Geschlecht in den Studien positivere Eigenschaften zugeschrieben werden. Eine erfundene Studie, die Frauen größere künstlerische Fähigkeiten und mehr Ehrlichkeit attestiert, wird als relevanter, glaubwürdiger, hilfreicher und weniger schädlich eingeschätzt als dieselbe Studie mit umgekehrten Geschlechtervorzeichen (DOI: 10.1111/bjop.12463).

8. In dieselbe Richtung geht ein Experiment, in dem Probanden fiktive Ergebnisse von Leistungstests bewerten sollen. Erzielen Männer im Schnitt bessere Ergebnisse als Frauen, wird die Testmethode eher als sexistisch, unfair und inakzeptabel gesehen als im umgekehrten Fall (DOI: 10.2139/ssrn.3175680).

9. In einem anderen Experiment zeigen sich die Testpersonen eher bereit, ein wissenschaftliches Fachbuch zu zensieren, in dem Männer evolutionsbedingt als bessere Führungskräfte beschrieben werden als ein Buch mit der entgegengesetzten
Aussage (Quelle1).

10. Auch beim Thema antisoziales und kriminelles Verhalten wird Frauen mit mehr Wohlwollen und Verständnis begegnet als Männern. In Surveys erhalten zum Beispiel hypothetische Vergewaltigungsopfer mehr Empathie, wenn der Täter männlich ist. Empathie mit weiblichen Tätern ist dann besonders ausgeprägt, wenn ihr Opfer ein Mann ist. Ganz allgemein erhalten männliche Opfer die wenigste Empathie, besonders von anderen Männern (DOI: 10.1007/s11199-010-9919-7).

11. In einem weiteren Experiment beurteilen juristische Laien die strafrechtliche Relevanz von sexualisierter Gewalt und Zwang je nach Geschlecht der Täter unterschiedlich. Die Taten von Frauen gelten eher als entschuldbar und moralisch akzeptabel als die Taten von Männern (DOI: 10.1891/0886-6708.26.6.799).

12. Lässt man in Experimenten Testpersonen als Jury über das Strafmaß von fiktiven
männlichen und weiblichen Tätern bestimmen, zeigt sich, dass Männer für dieselben Taten schwerere Strafen erhalten als Frauen. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied, wenn das Opfer weiblich ist (DOI: 10.1111/j.1559-1816.1994.tb01552.x).

13. Quantitative Auswertungen von tatsächlichen Strafprozessen deuten in dieselbe Richtung. Weibliche Sexualstraftäter erhalten vor Gericht für vergleichbare Taten weniger drastische Strafen als Männer (DOI: 10.1007/s10940-019-09416-x).

14. Auch bei anderen Verbrechen bestätigt sich diese Tendenz: Eine große Auswertung von rund 77.000 Strafprozessen in den USA ergibt, dass Männer für vergleichbare Taten seltener Bewährungsstrafen erhalten als Frauen. Werden Gefängnisstrafen verhängt, sind sie für Männer tendenziell länger als für Frauen (DOI: 10.1086/320276).

Soweit eine Auswahl aus der Literatur. Viele weitere Studien mit ähnlichen Ergebnissen könnten ergänzt werden. Und selbst wenn man auf einzelne Ergebnisse nicht zu viel Gewicht legt und annimmt, dass einzelne Erkenntnisse in Kontrollstudien so nicht reproduzierbar wären, zeichnet selbst dieser oberflächliche Literaturüberblick ein deutlich differenzierteres Bild unserer Gesellschaft als eingangs beschrieben.

Es stimmt: Geschlechterspezifische Vorurteile sind allgegenwärtig. Aber in den oben genannten, durchaus zentralen gesellschaftlichen Fragen lässt sich eine systematische, allgegenwärtige Benachteiligung von Frauen nicht entdecken. Es wäre grundfalsch, daraus zu schließen, dass wir in einer insgesamt männerfeindlichen Gesellschaft leben. Ebenso falsch erscheint aber die Behauptung, dass wir in einer insgesamt frauenfeindlichen Welt zu Hause sind. Einfache Wahrheiten gehen, wie so häufig, am
Kern des Problems vorbei.

Der Autor schreibt unter dem Namen @titiatscriptor auf Twitter über
sozialwissenschaftliche Themen

„Warum Frauen sich auf Verlegenheitssex einlassen“

Die jetzt schreibt etwas dazu, warum Frauen mitunter Sex haben, obwohl sie ihn eigentlich gar nicht wollen:

Aline Halhuber-Ahlmann ist Politologin und Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums Salzburg, das Frauen und Mädchen zu Themen rund um Sexualität, Gesundheit und Frauenpolitik informiert. Sie erklärt sich Verlegenheitssex so: „Wir Frauen werden oft Opfer unserer Erziehung: Wir fühlen uns besonders stark für das Wohlbefinden unseres Umfeldes verantwortlich. Denn Frauen werden als soziale, einfühlsame und hilfsbereite Wesen erzogen. Viele von uns sind stolz, wenn sie Wünsche anderer erahnen.“ Dieses Verhalten bringe Frauen manchmal in Situationen, in denen sie über die eigenen Bedürfnisse hinweggehen. Vielleicht erklärt das auch, warum einige Frauen auch dann noch vaginalen oder analen Sex haben, wenn sie dabei Schmerzen empfinden.

Ob es Erziehung oder Veranlagung ist, ist eine andere Sache. Vieles spricht auch dafür, dass es eben nicht die Erziehung ist.

Mitunter ist es aber auch schlicht ein Selbstbelügen weil man irgendwie mitgeschwommen ist, es einfach hat geschehen lassen und es hinterher bedauert. Und nicht unbedingt das einfühlsame und hilfbereite.

Vielen Frauen fällt es laut Halhuber-Ahlmann außerdem schwer, den Sex abzulehnen, wenn sie und ihr Gegenüber sich bereits geküsst oder intime Berührungen ausgetauscht haben. „Sie fürchten, den Mann damit zu kränken oder sogar aggressiv zu machen. Sie halten es für einfacher, ja zu sagen.“

Würde man das gleiche einwerfen bei Frauen als Managerinnen, etwa „sie wollte den Vertrag nicht ablehnen, sie fürchtete den anderen zu kränken oder aggressive zu machen“, dann wäre man wahrscheinlich ein Sexist.

Und es dürfte das auch wieder davon abhängen wer der jeweilige Mann ist: Um so mehr Status sie ihm zugesteht, um so schwieriger wird es wahrscheinlich.

Victoria hatte mehrmals Sex, den sie so eigentlich nicht wollte – mit ihrem damaligen Freund, kurz vor der Trennung. Sowohl sexuell als auch emotional fühlte sie sich ihm zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nahe. „Weil er ja mein Freund war, hatten wir Sex. Ich wollte ihn nicht verletzen“, erzählt sie. Heute kommt sie zu dem Schluss, dass sie das nicht hätte tun sollen: „Ich habe mich ihm ja damals sozusagen unterworfen.“ Mittlerweile hat Annika sich verziehen, nicht nein gesagt zu haben. Ein Rest an Misstrauen ist aber geblieben: Gegenüber sich selbst und gegenüber Männern. Neben einem Mann im Bett kann sie bis heute nicht durchschlafen. Und beim Sex versucht sie immer, selbst die Initiative zu ergreifen und dem Gegenüber zuvorzukommen. „Ich möchte nie wieder in so eine Drucksituation kommen“, sagt sie.

Finde ich irgendwie eine merkwürdige Beschreibung, jedenfalls da in dem Text nichts enthalten ist, was einen besonderen Druck des damaligen Freunde nahelegt. Sex mit einem Freund ist ja keine große Sache, auch Höflichkeitssex nicht. Muss man sich das verzeihen nicht nein gesagt zu haben? Muss daraus Mißtrauen folgen? Haben sie einfach vergessen die Drucksituation zu schildern oder reicht es, dass sie sich innerlich bereits aus der Beziehung verabschiedet hatte, was er ja anscheinend nicht wußte?

Wenn man allein deswegen neben einem Mann – der einem bisher auch nichts getan hat dem Text nach – nicht durchschlafen kann, dann läuft doch irgendetwas falsch.

Und auch Mona, die im echten Leben anders heißt, hat sich auf Sex eingelassen, „weil das Ja einfacher als das Nein war“, wie sie später sagt. Der Mann, den sie erst an diesem Abend zum dritten Mal traf, lud sie zu einem teuren Geburtstagsessen ein. Das Date fand, für Mona überraschend, in einem Nobelrestaurant statt, einem von jenen, in denen jeder Gang mit einem eigenen Wein begleitet wird. Die Rechnung betrug am Ende mehrere Hundert Euro. Mona fühlte sich in eine Abhängigkeitssituation gebracht. Selber bezahlen konnte sie ihren Teil der Rechnung nicht. „Also hab ich mich betrunken und mir gedacht: Okay, du musst heute Sex haben“, erzählt sie heute. „Das fühlte sich wie die einzige Möglichkeit an, mich bei ihm zu revanchieren.“

Dann hat Mona einfach ein sehr schlechtes Selbstbild und wenig Selbstbewußtsein. Oder rationalisiert etwas, was vielleicht mit Status bei dem Mann zu tun hatte.

Es wäre ja so gesehen recht einfach gewesen zu fragen, ob er sie einlädt und sonst vorzuschlagen das Restaurant zu wechseln. Und natürlich verpflichtet sie eine solche Einladung natürlich auch nicht zum Sex. Es ist erstaunlich, was da als Drucksituation empfunden wird.

Oft machen sich Frauen wie Mona noch lange Vorwürfe, nachgegegeben zu haben – eine Mitschuld bei ihrem Partner oder Date sehen sie dagegen selten.

Ich verstehe bereits nicht warum sie sich lange Vorwürfe machen. Sex ist ja nichts, was man nur begrenzt haben kann. Es nimmt einem nichts weg, wenn man Sex mit jemanden hatte. Aber es wäre, wenn das repräsentiv ist, ja zumindest ein interessanter Einblick in die Psyche einiger Frauen (und würde Falschbeschuldigungen gleich wieder häufiger machen)

Dabei tragen die mindestens genauso viel Verantwortung dafür, dass Sex immer einvernehmlich geschieht. „Männer sollten sich der Zustimmung zum Sex immer wieder zu versichern – besonders dann, wenn es sich um einen One-Night-Stand oder ein erstes Date handelt“, sagt Halhuber-Ahlmann. „Der Mann sollte immer mal wieder nachfragen, ob das, was man gerade macht, noch in Ordnung ist.“ Durch das Nachfragen könnten Frauen innehalten und das eigene Empfinden überprüfen.

Tatsächlich bestand hier in allen geschilderten Fällen aus dem klassischen Empfängerhorizont Einverständnis. Da jetzt eine Pflicht zum beständigen Nachfragen einzurichten – wenn man auch immer auf den anderen achten sollte und ihm dem Raum geben sollte – ist doch etwas weitgehend.

Und auch dieses „durch das Nachfragen können Frauen innehalten und das eigene Empfinden überprüfen“ rückt diese Frauen eher in eine komisches Licht. Sie sollten doch entscheiden können, ob sie Sex haben wollen oder nicht ohne das man sie wie kleine Kinder oder unmündige behandeln muss.

Spätestens, wenn ein Partner oder eine Partnerin beim Sex Ekel empfindet, wird es problematisch

Grundvoraussetzung dafür, dass das dann auch hilft, sei allerdings, dass Frauen sich über ihre Bedürfnisse klar werden. „In Gesprächsrunden und bei Vorträgen beobachte ich eine große Diskrepanz zwischen technischem Wissen und der Kenntnis über die eigenen Bedürfnisse. Viele Frauen können nicht genau sagen, was ihnen beim Sex gefällt.“ Kommt es zum Geschlechtsverkehr, können Frauen ihren Standpunkt aber eben nur vertreten, wenn sie diesen auch kennen: „Will ich Sex, Analsex, Oralsex? Ist Kondom für mich ein Muss? Wenn ich diese Fragen vorher für mich abgeklärt habe, kann ich das dem Partner auch besser kommunizieren.“

Echt? Die meisten Frauen die ich kenne hatten da durchaus eine Meinung, was nicht bedeutet, dass man über bestimmten Sachen nicht auch reden kann. Das in der heutigen Zeit eine Frau keine Meinung zu Analsex hat scheint mir sogar eher fernliegend.

In langjährigen Beziehungen kommt häufig ein Phänomen auf: „Manchmal willigt man auch zu Sex ein, obwohl man nicht unbedingt Lust darauf hat. Man will dem Partner aber einen Gefallen tun“, sagt Halhuber-Ahlmann. In der Ehe diene Sex darüber hinaus auch oft dem Beziehungserhalt. Zu groß sei bei vielen Paaren die Sorge, dass sie das Konzept der Monogamie sonst nicht mehr leben könnten.

Die Frage, die sich für Halhuber-Ahlmann in diesem Kontext aber stellt, ist, wie dieses Nicht-Wollen und die Unlust bewertet werden. Manchmal könne man sich als Paar ja auch von der Lust des oder der anderen überzeugen lassen, das nimmt sie als unproblematisch war. Spätestens, wenn ein Partner oder eine Partnerin Ekel empfindet, sei es aber problematisch, das zu ignorieren. Frauen rät Halhuber-Ahlmann deshalb, zu lernen, den seelischen Ekel zu erkennen – und auf ihn zu hören: „Manchmal probieren wir aus Interesse kurz und verneinen dann.“ Und das ist in Ordnung.

Irgendwie ein recht sinnloser Artikel, der aus meiner Sicht kein gutes Licht auf Frauen wirkt und sie erneut sehr passiv darstellt. Immerhin mit der Aufforderung sich selbst aktiv Gedanken zu machen.

Friedrich Merz zu Identitätspolitik und Cancel Culture

Traditionen vs Gleichberechtigung bei Volksfestpositionen

Es gab so etwas schon in vielen Varianten, von Schützenkönig bis zum Karnevalsprinzen: Positionen die bei traditionellen Festen einem Geschlecht vorbehalten sind. Gerade scheint es wieder einen solchen Fall zu geben, ich nutze ihn mal um das Ganze zur Diskussion zu stellen:

Memminger Fischertag :Wer die größte Forelle fängt, wird König

Die Liste der Memminger Fischerkönige ist lang, sie reicht zurück bis ins Jahr 1891. Damals siegte Ludwig Schäffler, genannt „Ludwig I.“. Auf ihn folgten „Albert I.“, „Karl III.“, und schließlich, im Jahr 2019, Walter Gröner, „Walter IV., der Taucher“. Die Tradition, sie wiegt schwer in der bayerischen Stadt. Ein Eintrag auf der Liste bedeutet für viele Memminger die Erfüllung eines Kindheitstraums. Bis heute wird sie lückenlos fortgeführt

Doch eines findet sich nicht auf der Liste: der Name einer Frau. Und das sorgt im Jahr 2020 für Streit.

Denn Frauen dürfen zwar Mitglied im Memminger Fischertagsverein werden – nicht aber am sogenannten Ausfischen des Stadtbachs teilnehmen, dem traditionellen Höhepunkt des Memminger Fischertags. Das bleibt den männlichen Stadtbewohnern vorbehalten.

Christine Renz hat sich zum Ziel gesetzt, das zu ändern. „Es hat mich immer schon geärgert, dass Frauen nicht Fischerkönig werden können“, sagt Renz. Sie selbst stammt aus Memmingen, ist seit knapp 30 Jahren Mitglied im Verein – doch fischen darf sie nicht.

Da hat sie meine volle Unterstützung. Wenn etwas den Verein verlässt und für die Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft wird, dann sollte man sich nicht anstellen und die Position für jeden öffnen, egal welche Hautfarbe, welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung etc.

Natürlich: Extrawürste darf keiner erwarten. Es müssen eben für alle die gleichen Regeln gelten. Beim Fischertag gewinnt der, der die größte Forelle erwischt. Das klingt ja nun nach nichts, was zwingend ein männliches Geschlecht erfordert.

Wie seht ihr es?

Studien, die positive Sachen über Männer feststellen, werden eher angezweifelt – Das Klischee der guten Frau und des bösen Mannes

Eine interessante Studie:

Two studies investigated (1) how people react to research describing a sex difference, depending on whether that difference favours males or females, and (2) how accurately people can predict how the average man and woman will react. In Study 1, Western participants ( = 492) viewed a fictional popular‐science article describing either a male‐favouring or a female‐favouring sex difference (i.e., men/women draw better; women/men lie more). Both sexes reacted less positively to the malefavouring differences, judging the findings to be less important, less credible, and more offensive, harmful, and upsetting. Participants predicted that the average man and woman would react more positively to sex differences favouring their own sex. This was true of the average woman, although the level of own‐sex favouritism was lower than participants predicted. It was not true, however, of the average man, who – like the average woman – reacted more positively to the female‐favouring differences. Study 2 replicated these findings in a Southeast Asian sample ( = 336). Our results are consistent with the idea that both sexes are more protective of women than men, but that both exaggerate the level of same‐sex favouritism within each sex – a misconception that could potentially harm relations between the sexes.

Quelle: Reactions to male‐favouring versus female‐favouring sex differences: A pre‐registered experiment and Southeast Asian replication

Aus einem Bericht über die Studie:

Wie Psychologen um Steve Stewart-Williams im British Journal of Psychology berichten, werden solche für Männer positiven Studienergebnisse reflexhaft in Zweifel gezogen – von Männern wie Frauen gleichermaßen. Offenbart sich in vergleichbarer Forschung hingegen eine weibliche Überlegenheit, ergibt sich ein anderes Bild. Solchen Ergebnissen wird größeres Vertrauen entgegengebracht, die Methodik eher gelobt und die Aussagen als relevant bezeichnet. Auch hier gilt: Männer und Frauen reagieren gleichermaßen auf diese Weise auf Aussagen, die Frauen überlegen dastehen lassen.

Die traurige Nachricht für gequälte Männer also lautet: Sie lassen sich nicht einmal von positiven Nachrichten aus der Wissenschaft über ihr eigenes Geschlecht aufheitern. Da ist es erleichternd, dass die Studien über das Malen und Lügen erfunden sind: Stewart-Williams hat sie sich ausgedacht, um sie seinen Probanden vorzulegen – einmal in einer Version, die Männer in besserem Licht erscheinen ließ, und einmal so, dass Frauen günstiger wegkamen. Die Reaktion der Geschlechter unterschied sich dabei nur in Nuancen: Frauen bewerteten Ergebnisse sogar teils als gefährlich, wenn sie Männer besser dastehen ließen. Beide Geschlechter unterstellten dem jeweils anderen zudem, das eigene zu bevorzugen – was in diesem Fall aber nur auf Frauen zutraf.

(…)

Sie wiederholten die gleiche Studie nämlich noch einmal in Südostasien, wo aus westlicher Sicht oft eher überkommene Rollenbilder gepflegt werden. In diesem Kulturkreis ergaben sich die gleichen Ergebnisse: Positive Aussagen über Männer gelten im Vergleich als unglaubwürdig.

Frauen würden in den meisten Kulturen in einem positiveren Licht betrachtet, sagen die Psychologen, daher weckten im Vergleich bessere Aussagen über Männer Ablehnung. Diesen Punkt stützen sie sogar mit Verweis auf sehr viele (echte) Studien. Aber vermutlich provozieren auch diese nichts als Skepsis: Denn dass es Frauen irgendwie leichter haben könnten als Männer, darf doch wirklich nicht wahr sein!

Es scheint also nicht an einer bestimmten Kultur zu liegen, sondern eher etwas grundsätzliches zu sein.

Anscheinend steckt es in gewisser Weise in uns Frauen eher in Schutz zu nehmen. Und mißtrauischer bei Männern zu sein.

Selbermach Samstag 302 (08.08.2020)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

„Männer können es auch einfach besser machen, warum sollten wir Opfer was unternehmen müssen“

Ich hatte verschiedene Diskussionen, in denen ich ein Handeln von Frauen vorgeschlagen hatte und mir daraufhin Victim Blaming vorgeworfen ist.

Es wurde jeweils darauf verwiesen, dass Männer sich ändern müssen, nicht die Frauen sich besonders anstrengen müssen, damit sich ihre Position verbessert oder ein von ihnen aus Sicht von Feministen bestehendes Ziel erreicht wird.

Mir ist nach wie vor schleierhaft, was daran logisch erscheint.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Leute den Gedanken „Gruppe 1 hat ein bestimmtes Problem also hat Gruppe 1 ein großes Interesse daran es aktiv zu lösen“ merkwürdig finden.

Warum sollte man auf jemanden anders warten, der es für einen löst und warum sollte man nicht selbst etwas tun um es zu beschleunigen? Um so bizarrer, wenn man auch noch wie in den intersektionalen Theorien vertritt, dass die Gruppe, die sich „bessern“ soll angeblich große Vorteile – Privilegien – durch den Zustand hat, aber diese irgendwie aus der Einsicht, dass ihr die nicht zustehen, aufgeben soll.

Was für ein absolut bescheuerter Plan. Wenn die Grundlagen stimmen, dann verlangsamt er definitiv jeden Erfolg. Es ist in gewisser Weise auf einen „Good Will“ der Gruppe ausgerichtet, die angeblich gegen einen arbeitet

Der einzige Vorteil ist, dass man selbst nicht tun muss, aber fordern kann.

Was bewirkt, dass es anderen Leuten logisch erscheint?

„Diversity Training“ und der intersektionale Ansatz dabei bringen nicht, eher verschlechtern sie sogar die Lage

Ein interessanter Artikel über die Wirkung von Diversity Training:

In terms of reducing bias and promoting equal opportunity, diversity training has “failed spectacularly,” according to the expert assessment of sociologists Frank Dobbin and Alexandra Kalev. When Dobbin and Kalev evaluated the impact of diversity training at more than 800 companies over three decades, they found that the positive effects are short-lived and that compulsory training generates resistance and resentment.

“A company is better off doing nothing than mandatory diversity training,” Kalev concluded.

Some of the most popular training approaches are of dubious value. There is evidence, for example, that introducing people to the most commonly used readings about white privilege can reduce sympathy for poor whites, especially among social liberals.

There is also evidence that emphasizing cultural differences across racial groups can lead to an increased belief in fundamental biological differences among races. This means that well-intentioned efforts to celebrate diversity may in fact reinforce racial stereotyping.

With its emphasis on do’s and don’t’s, diversity training tends to be little more than a form of etiquette. It spells out rules that are just as rigid as those that govern the placement of salad forks and soup spoons. The fear of saying “the wrong thing” often leads to unproductive, highly scripted conversations.

This is the exact opposite of the kinds of debates and discussions that you would hope to find on a college campus.

The main beneficiaries of the forthcoming explosion in diversity programming will be the swelling ranks of “diversity and inclusion” consultants who stand to make a pretty penny. A one-day training session for around 50 people costs anywhere between US$2,000 and $6,000. Robin DiAngelo, the best-selling author of “White Fragility,” charges up to $15,000 per event.

Wer hätte es gedacht? Wenn man eine Gruppe als die Schuldigen benennt, dann reagieren die darauf eher mit Ablehnung und die Leute geben eben teilweise nur vor, dass sie etwas glauben, um keine Nachteile zu erleiden, was höchst unproduktiv ist.

In dem Artikel wird auf diesen Bericht verwiesen:

A number of recent studies of antibias training used the implicit association test (IAT) before and after to assess whether unconscious bias can be affected by training. A meta-analysis of 426 studies found weak immediate effects on unconscious bias and weaker effects on explicit bias. A side-byside test of 17 interventions to reduce white bias toward blacks found that eight reduced unconscious bias, but in a follow-up examining eight implicit bias interventions and one sham, all nine worked, suggesting that subjects may have learned how to game the bias test.4 Effects dissipated within a few days. Most of these studies look at interventions that mirror corporate and university training in intensity and duration. One important study by Patricia Devine and colleagues suggests that a more extensive curriculum, based in strategies proven effective in the lab, can reduce measured bias.5 That 12-week intervention, which took the form of a college course and included a control group, worked best for people who were concerned about discrimination and who did the exercises — best when preaching to the converted. We do not see employers jumping on this costly bandwagon. Consider Starbucks, which closed 8,000 stores for half a day to train 175,000 workers, at an estimated cost of $12 million in lost business alone. Starbucks hires 100,000 new workers each year, and to match the Devine intervention they would need a dozen halfday sessions, every year, for more than half the workforce. Unlikely they would go that far, even if the logistics of scaling a classroom intervention to 100,000 people could be worked out. Despite the poor showing of antibias training in academic studies, it remains the go-to solution for corporate executives and university administrators facing public relations crises, campus intolerance and slow progress on diversifying the executive and faculty ranks.

Auch eine interessante Darstellung: Läden wie Starbucks haben soviel wechselndes Perfsonal, dass sie das Training weiter öfter anwenden müssten, um sie überhaupt alle teilnehmen zu lassen. Aber obwohl dies die Trainings noch uneffektiver macht als sie ohnehin schon sind halten sie daran fest. Ich hatte schon mal darauf verwiesen, dass es eben ein gutes Mittel ist um nachzuweisen, dass man etwas gegen Rassismus tut, der Erfolg ist vermutlich Nebensache.

Why is diversity training not more effective? If we can answer that question, perhaps we can fix it. Five different lines of research suggest why it may fail.

Fünf Gründe, das klingt schon mal interesant

First, short-term educational interventions in general do not change people. This should come as no surprise to anthropologists. Decades of research on workplace training of all sorts suggests that by itself, training does not do much. Take workplace safety and health training which, it stands to reason, employees have an interest in paying attention to. Alone, it does little to change attitudes or behavior. If you cannot train workers to attach the straps on their hard hats, it may be wellnigh impossible to get them to give up biases that they have acquired over a lifetime of media exposure and real-world experience.

Der Gedanke, dass man Leute einfach so „umerziehen“ kann ist aus meiner Sicht eh ehr naiv. Um so mehr, wenn sie auch noch etwas mitmachen müssen ohne das sie das von sich aus wollen oder meinen, dass ihre Ansichten falsch sind.

Second, some have argued that antibias training activates stereotypes. Field and laboratory studies find that asking people to suppress stereotypes tends to reinforce them — making them more cognitively accessible to people. Try not thinking about elephants. Diversity training typically encourages people to recognize and fight the stereotypes they hold, and this may simply be counterproductive.

Dass das Training die Vorurteile eher verstärkt kann ich mir als Psychologischen Effekt sehr gut vorstellen. Gerade weil die Begründungen eben auch nicht überzeugen und es sehr einseitige Schuldvorwürfe sind. Wer etwas mit „white Guilt“ konfrontiert wird, der wird weit eher denken „ich bin doch ein guter Mensch, warum greifen die mich hier an?“

Third, recent research suggests that training inspires unrealistic confidence in antidiscrimination programs, making employees complacent about their own biases. In the lab, Castilla and Benard found that when experimenters described subjects’ employers as nondiscriminatory, subjects did not censor their own gender biases.7 Employees who go through diversity training may not, subsequently, take responsibility for avoiding discrimination. Kaiser and colleagues found that when subjects are told that their employers have prodiversity measures such as training, they presume that the workplace is free of bias and react harshly to claims of discrimination.8 More generally, in experiments, the presence of workplace diversity programs seems to blind employees to hard evidence of discrimination.

Die Ansicht, dass der Arbeitnehmer eh Maßnahmen ergriffen hat um zB Geschlechtergerechtigkeit einzuführen, lässt einen weniger Rücksicht auf das Geschlecht nehmen, weil man meint, dass der Arbeitgeber ja eh die passende Rücksicht walten lässt. Vielleicht so ein „wenn die Frauen eh gefördert werden und alle Stellen bekommen, dann brauche ich mich auch nicht zurückhalten und kann sie entsprechend kritisieren bzw dann sollen sie sich mal nicht so anstellen.

Fourth, others find that training leaves whites feeling left out. Plaut and colleagues found the message of multiculturalism, which is common in training, makes whites feel excluded and reduces their support for diversity, relative to the message of colorblindness, which is rare these days. Whites generally feel they will not be treated fairly in workplaces with prodiversity messages.10 Perhaps this is why trainers frequently report hostility and resistance, and trainees often leave “confused, angry, or with more animosity toward” other groups.11 The trouble is, when African-Americans work with whites who take a color-blind stance (rather than a multicultural stance), it alienates them, reducing their psychological engagement at work and quite possibly reducing their likelihood of staying on.12 So perhaps trainers cannot win with a message of either multiculturalism or color-blindness.

Wenig überraschend führen Bevorzugungen der „Benachteiligten Gruppen“ zu einem Widerstand und Anpragerungen der „Tätergruppe“ ebenso. Das dürfte um so mehr dadurch gefördert werden, dass in dem intersektionalen Ansätzen eben kein vermittelnder Weg mehr vorhanden ist, sondern ein ganz klares Täter-Opfer, Privilegierter und Unterdrückter Schema vorhanden ist. Es erzeugt automatisch einen Graben.

Fifth, we know from a large body of organizational research that people react negatively to efforts to control them. Jobautonomy research finds that people resist external controls on their thoughts and behavior and perform poorly in their jobs when they lack autonomy. Self-determination research shows that when organizations frame motivation for pursuing a goal as originating internally, commitment rises, but when they frame motivation as originating externally, rebellion increases. Legault, Gutsell and Inzlicht found this to be true in the case of antibias training. Kidder and colleagues showed that when diversity programs are introduced with an external rationale — avoiding lawsuit — participants were more resistant than when they were introduced with an organizational rationale — management needs. In experiments, whites resented external pressure to control prejudice against blacks, and

Überraschung, wenn man Leuten eine Weltsicht vorschreiben will, dann reagieren sie nicht positv