Wenn Männer wie Vögel flirten würden…

Es ist mir wirklich nicht verständlich, dass dem Künstler die Parallelen der ersten drei Bilder zur Realität nicht aufgefallen sind.
Und bezüglich der Vögel:

Natürlich schreien die auch nur in der Gegend rum, dass sie die tollsten sind und vertreiben ganz toxisch andere Männer aus ihrem Gebiet, weil sie meinen, dass dann alle Frauen dort nur ihnen gehören.

 

Ist das „Race to the Bottom“ in Verbindung mit der Cancel Culture und den intersektionalen Theorien der Grund, warum Politiker der Demokraten in den USA sich lange nicht gegen die gewaltsamen Proteste aussprechen konnten?

In den USA brennen derzeit einige Städte und es ist zu erheblicher Gewalt gekommen. Ursache ist aus meiner Sicht, dass die Corona-Krise bei einem sehr eingeschränkten Sozialsystem zu erheblichen Unmut führt, der sich an einem bestimmten Funken, George Floyd entzündet hat und darin auch seine Protestrichtung gefunden hat: Die Polizei und die Gesellschaft halten insbesondere die schwarzen Amerikaner klein, dazu natürlich auch die ganzen anderen Gruppen.

Bürgerrechtsbewegungen dieser Art hat es schon vorher gegeben, Martin Luther Kind wäre ein Name, der einem einfällt, Malcom X und die Black Panther Bewegung wären weitere.

Aber hier scheint mir der „Mob“ noch breiter aufgestellt zu sein und in den Nachrichten sieht man ebenso viele Weiße Antifa, die Krawall machen, teilweise im Namen von BLM, teilweise schlicht als Trump- oder Rassismus Gegner.

Irgendwie scheinen die Politiker der Demokraten keine vernünftige Abgrenzung zu finden, obwohl diese ja eigentlich ganz einfach ist.

  • Protest gegen Rassismus und Forderungen gegen Polizeigewalt ist kein Problem, auch sonstige Proteste nicht, solange sie friedlich verlaufen
  • Sachen in Brand setzen, randalieren, Geschäfte plündern und Sachbeschädigung ist schlecht und hiergegen sollte entsprechend vorgegangen werden.

Soweit ich es mitbekommen habe gelingt dort aber diese Abgrenzung nicht. Vielmehr äußern Politiker eher, dass sie die Proteste unterstützen und die Presse bemüht sich darum die Lage als absolut friedlich darzustellen.

Eine tatsächliche Abgrenzung, ein „das ist zuviel, sie schießen über das Ziel hinaus“ hatte ich bisher nicht mitbekommen und auch Biden hatte bisher dazu geschwiegen.

Die intersektionalen Theorien haben keinen wirklichen „Stop-Mechanismus“. Sie sind als Race to the Bottom angelegt, bei dem man immer noch eine Diskriminierung draussetzen kann, immer noch eine Extrabenachteiligung finden kann und auch die kleinste Micro-Aggression noch zu einem Elefanten ausgebaut werden kann.

Es ist letztendlich ein Rennen um Virtue-Signalling-Punkte bei dem man nichts falsch machen darf. Und das Schlimmste, was man machen kann, ist in diesen Theorien Leuten, die gegen eine Benachteiligung im Sinne dieser Theorien kämpfen, zu sagen, dass sie zu weit gehen und sich zurückhalten sollen. Noch schlimmer, wenn man es gar als „privilegierter Weißer“ zu Aktionen gegen Rassismus sagt. In einem Race to the Bottom bzw einem „Unterbietungswettlauf“ kann man nicht einfach aufhören und die „Vernunft“ sprechen lassen. Man würde sofort einen Nachteil haben, weil alle anderen einen sodann als „Behinderer des wahren und guten Kampfes“ bezeichnen könnten und so selbst Punkte sammeln könnten.

Obama sprach in diesem Zusammenhang von „zirkulären Erschießungskomandos“:

Die Art und Weise, wie wir die Demokratie strukturieren, erfordert, dass Sie Menschen berücksichtigen, die mit Ihnen nicht einverstanden sind“, sagte er bei einer Veranstaltung der Obama-Stiftung im Rathaus in Berlin, Deutschland. „Und das bedeutet per Definition, dass du nicht 100 Prozent von dem bekommen wirst, was du willst.“ Eines der Dinge, um die ich mich manchmal bei Progressiven sorge“, fuhr er fort, „wir fangen manchmal an, ein so genanntes „Zirkuläres Erschießungskommando“ zu erschaffen, in dem du anfängst, auf deine Verbündeten zu schießen, weil einer von ihnen von der Reinheit der Dinge abgewichen ist“.

Und genau diese „Abweichung von der Reinheit“ wäre notwendig, wenn man eine saubere Trennung vornehmen möchte.
Aber da drohen eben die eigenen Reihen zumindest teilweise über einen herzufallen.

Allerdings ist natürlich die andere Gefahr vorhanden, nämlich, dass die „normalen Leute“ sich von einem abwenden, weil Leute üblicherweise nicht in brennenden Städten wohnen wollen und sich gerne sicher fühlen. Die Umfragewerte für die Demokraten hatten sich zuletzt stark verschlechtert.
Also musste etwas geschehen. Ich vermute das daher nunmehr Bidens Kampagne entschieden hat, dass er Trump nicht mehr das „Law and Order“ Feld alleine überlassen kann und sich daher nunmehr genau an dieser Abgrenzung versucht:

Problem ist: Die Demokraten müssten nunmehr den Worten Fakten folgen lassen. Werden sie hart durchgreifen? Dann könnte Trump anführen, dass sie das viel früher hätten machen müssen und er ihnen immer Hilfe angeboten hat.

Machen sie nichts und die Lage bleibt so, dann wirken sie schwach. Zudem müssen sie auf dem Weg dahin mit diversen internen Kämpfen rechnen, eben weil man ihnen vorwirft sich gegen BLM und Antifaschismus zu stellen.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht.