Hamburger Staatsanwaltschaft will bei gleicher Eignung Männer bei der Einstellung bevorzugen

Die Staatsanwaltschaft Hamburg will, wie auch Arne schon berichtete, bei Stellenbesetzungen gerne mehr Männer einstellen, weil die Frauenquote zu hoch ist:

Die Staatsanwaltschaft Hamburg sucht fortlaufend Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerbungsvoraussetzungen sind neben den in § 9 DRiG genannten Anforderungen überdurchschnittliche Rechtskenntnisse, belegt durch Staatsexamina mit der Mindestnote „vollbefriedigend“, sowie überdurchschnittliche Leistungen im Referendariat. Ausnahmsweise können auch Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die in einem juristischen Staatsexamen die Note „vollbefriedigend“ und in dem anderen ein gehobenes „befriedigend“ (mindestens 8 Punkte) erreichen, falls sie sich zusätzlich durch besondere fachliche oder persönliche Kompetenzen auszeichnen. Hierzu gehören unter anderem Berufserfahrung, sonstige juristische Tätigkeiten, Promotion, Ehrenamt, soziales Engagement oder Auslandserfahrung. Entsprechende Qualifikationen sind auch bei allen übrigen Bewerberinnen und Bewerbern erwünscht.

(…)

Bei der Staatsanwaltschaft Hamburg sind männliche Beschäftigte unterrepräsentiert. Männliche Bewerber werden daher bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.Für eventuelle Fragen steht Ihnen Herr Oberstaatsanwalt Rinio (Tel.: 040-42843-1716) jederzeit zur Verfügung.

Das Hamburger Abendblatt hat etwas mehr Fakten dazu geliefert:

Hamburg Der Hamburger Staatsanwaltschaft fehlen Männer. Die Anklagebehörde ist längst weiblich dominiert: Von den 195 Staatsanwältinnen und Staatsanwälten sind 125 Frauen (64,1 Prozent) und nur 70 Männer (35,9 Prozent).

Bei der ersten, für Neueinstellungen bedeutsamen Besoldungsstufe R 1 (ohne Oberstaatsanwälte) ist das Missverhältnis der Geschlechter noch krasser: Von 155 Posten sind 111 weiblich (71,6 Prozent) und nur 44 männlich (28,4 Prozent) besetzt.

(…)

Also eine deutliche Überrepräsentation der Frauen, was auch daran liegt, dass es eine vergleichsweise angenehme Behörde ist: Man ist Beamtin, also abgesichert, im Staatsdienst kann man auch gut Aussetzen ohne das es Probleme gibt, die strafrechtliche Akten bleiben häufig relativ dünn und die Staatsanwältin muss eben auch nur eine sehr allgemeine Anklage schreiben und danach kein Urteil.

Man hat eine relativ hohe Unabhängigkeit und kann auch von zuhause arbeiten und häufig sind die Einstellungsvoraussetzungen, gerade auf dem Land, auch niedriger als für Richter.
Insofern ist der Wechsel in eine Behörde aus einem anderen juristischen Beruf, gerade Rechtsanwalt, nach der Geburt des ersten Kindes durchaus beliebt.

Die bevorzugte Einstellung von Männern unter diesen Voraussetzungen ist gesetzlich vorgegeben. Das Hamburger Gleichstellungsgesetz legt fest, dass ein Geschlecht dann unter­repräsentiert ist, wenn der Anteil unter 40 Prozent der Beschäftigten in einer Dienststelle fällt. „Das ist gelebte Gleichstellung. Die Instrumente gelten für Frauen und Männer. Wenn bei der Staatsanwaltschaft Männer unter­repräsentiert sind, greifen diese Regeln, um jungen Juristen zu signalisieren: Bewerbt euch, kommt zu uns!“, sagt Justizsenator Till Steffen (Grüne).

Im Hamburger Gleichstellungsgesetz heißt es dazu:

§ 5
Vorrang des unterrepräsentierten Geschlechts
(1) Bei der Begründung eines Dienst-, Arbeits-, oder Ausbildungsverhältnisses, der Übertragung höherwertiger Tätigkeiten, der Übertragung eines Beförderungsdienstpostens oder der Beförderung in einem Bereich, in dem ein Geschlecht unterrepräsentiert ist, sind Personen dieses Geschlechts bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig zu berücksichtigen, bis die Unterrepräsentanz beseitigt ist.

(2) Wenn ein Bereich gemäß § 3 Absatz 3 zu wenige Beschäftigte umfasst und damit als Bezugsgröße für Beförderungs- und Auswahlentscheidungen nicht geeignet ist, ist er mit der darunterliegenden Besoldungs- und Entgeltgruppe beziehungsweise den darunterliegenden Besoldungs- und Entgeltgruppen zusammen zu fassen, solange die Summe der Beschäftigten fünf – einschließlich der zu besetzenden Position – nicht übersteigt. Abweichend von Satz 1 können zur Wahrung der Zielsetzung dieses Gesetzes ausnahmsweise auch vergleichbare Arbeitsplätze dienststellenübergreifend zu einem Bereich zusammengefasst werden.

Demnach hätte da eigentlich schon lange etwas gemacht werden müssen, denn die 70% Frauen werden schon länger bestehen.

Ich vermute mal, dass man diese Klausel gerade so gestaltet hat, damit sie Kritik abfängt, dass nur einseitig Frauen gefördert werden, aber dabei gar nicht umbedingt gedacht hat, dass es auch zulasten von Frauen gehen könnte.

Aber für eine Behörde kann es durchaus ganz interessant sein, die Frauenquote etwas zu reduzieren. Ein befreundeter Staatsanwalt sagte mir mal, dass es einige Probleme bietet, zum einen, weil eben viele Frauen nur in Teilzeit arbeiten, man aber dennoch für jede ein Büro brauchen würde und ihnen so langsam die Büros ausgehen würden und natürlich auch die Ausfälle durch Schwangerschaft problematisch sind.

Allerdings: Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft hat es noch keinen Fall gegeben, bei dem ein Mann exakt gleich qualifiziert wie eine Frau war. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung als Staatsanwalt sind die Note „vollbefriedigend“ im Staatsexamen sowie „überdurchschnittliche Leistungen“ im anschließenden Referendariat. Auch ein Vorstellungsgespräch fließt in die Beurteilung ein. Frauen haben viel häufiger als Männer die Nase vorn. Seit 2015 sind 34 Staatsanwältinnen eingestellt worden, aber nur 13 Männer.

Ja, genau gleich ist schon sehr schwer umzusetzen. Wahrscheinlich wird man das dann auch eher über das Vorstellungsgespräch regeln, oder bei anderen Punkten, die etwas subjektivität zulassen, weil „genaue Gleichheit“ sehr angreifbar ist: Kann man nur einen kleinen Unterschied benennen, dann verschiebt sich schon alles und gerade bei Juristen muss man sich da absichern.

Die Ursachen sind vielfältig. Ein naheliegender Grund ist, dass Juristinnen bessere Examina ablegen. Seit 2011 bewerben sich zudem durchgehend mehr Frauen als Männer. Eventuell werden sehr qualifizierte Männer auch in größerem Maße von hoch dotierten Posten und Karrierechancen in internationalen Großkanzleien angelockt.

Das wird in der Tat der Fall sein: Dort lässt sich mit viel Arbeit viel Geld verdienen und es ist auch häufig ein Sprungbrett in Wirtschaftsunternehmen.

Der „Deutsche Juristinnenbund“ regt sich darüber in Gestalt der Vorsitzenden, Prof Wersig, eine überzeugte Feministin, die meines Wissens auch über Genderbezug zur Juristerei auf eine Professorenstelle gekommen ist, auf:

Verfassungswidrige Männerquote bei der Hamburger Staatsanwaltschaft
Pressemitteilung vom 28.06.2018

Die Staatsanwaltschaft Hamburg stellt juristischen Nachwuchs ein: Weil bei ihr männliche Staatsanwälte unterrepräsentiert sind, will sie Männer bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigen*. „Dies entspricht nicht dem Grundgesetz“, erklärt die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbunds e.V. (djb) Prof. Dr. Maria Wersig. „Art. 33 Abs. 2 GG und Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG verbieten im Grundsatz, das Geschlecht als Anknüpfungspunkt für die Einstellungsentscheidung zu nehmen. Soweit es im Falle eines Leistungspatts Ausnahmen für Frauen gibt, sind diese auf der Grundlage von Art. 3 Abs. 2 GG nur deshalb zu rechtfertigen, weil Frauen in Staat und Gesellschaft immer noch strukturell benachteiligt sind. Eine solche faktische Benachteiligung ergibt sich für Männer nicht schon daraus, dass sie in einer Behörde zahlenmäßig unterrepräsentiert sind.“

Eine Unterrepräsentanz, die nicht aus struktureller Benachteiligung resultiert, entspricht nicht den Anforderungen des Art. 3 Abs. 2 GG.

Also der Versuch klassische feministische Theorien in Art 3 Abs 2 GG unterzubringen. Tatsächlich hat das Bundesverfassungsgericht meines Wissens nach zu keinem Zeitpunkt darauf abgestellt, dass „strukturelle Benachteiligungen“ vorliegen müssen. Insofern dürfte sie mit dieser Meinung recht alleine stehen.

So haben männliche Examensabsolventen in anwaltlichen Großkanzleien und in der Privatwirtschaft bei vergleichbarer Qualifikation erheblich bessere Einstellungschancen. Zudem erwartet sie dort ein Mehrfaches an Einstiegsgehalt – bei erheblich größeren Steigerungsmöglichkeiten im Laufe der Jahre.

Da wäre natürlich die Quelle interessant. Wersig veschweigt auch, dass man dort erheblich mehr arbeitet, dass man einen wesentlich höheren Erfolgsdruck hat und das Teilzeit häufig bedeutet, dass man dennoch rund um die Uhr telefonisch und per Email erreichbar ist und das man dann eben immer noch sehr viel arbeitet (eine halbe Stelle bei 60 Stunden die Woche sind eben immer noch dreissig).

Frauen werden hingegen trotz ggf. besserer Examensergebnisse im nichtstaatlichen Sektor noch vielfach benachteiligt.

Sie bewerben sich dort eben auch wesentlich weniger. Und Studien legen auch in diesem Bereich einen „Gender Performance Gap“ nahe

Hinzu kommt, dass Frauen ungeachtet der bescheideneren Verdienstmöglichkeiten im öffentlichen Dienst an den generell besseren radMöglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie dort interessiert sind. „Angesichts der immer noch klassischen Rollenverteilung in den meisten Familien muss der Staat ein Interesse daran haben, dass die für die nachwachsende Generation vorrangig zuständigen Frauen nicht wiederum benachteiligt werden.

Das ist auch eine klasse Argumentation: Eine Verdammung der klassischen Rollenverteilung, die dann gleichzeitig als Argument benutzt wird, dass die Frauen Jobs brauchen, in denen sie diese Rollenverteilung leben können. Ein Politiker, der sagen würde, dass man Frauen Plätze in dem öffentlichen Dienst freihalten soll, weil sie ja nun einmal für die Kinder zuständig sind, würden Feministinnen wahrscheinlich mit einem gewaltigen Shitstorm überziehen.

Es ist erst gut 25 Jahre her, dass im öffentlichen Dienst mit Hilfe von Gleichstellungsgesetzen die jahrzehntelange Praxis informeller Männerquoten offiziell gestoppt wurde. Hamburg befindet sich mit seinem Gleichstellungsgesetz und seiner Praxis auf einem Irrweg“, resümiert djb-Präsidentin Prof. Dr. Maria Wersig.

Es darf eben keinen Ausgleich für Nachteile bei Männern geben. Noch nicht einmal einen eher symbolischen wie diesen.

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46 Gedanken zu “Hamburger Staatsanwaltschaft will bei gleicher Eignung Männer bei der Einstellung bevorzugen

  1. »Also der Versuch klassische feministische Theorien in Art 3 Abs 2 GG unterzubringen. Tatsächlich hat das Bundesverfassungsgericht meines Wissens nach zu keinem Zeitpunkt darauf abgestellt, dass „strukturelle Benachteiligungen“ vorliegen müssen. Insofern dürfte sie mit dieser Meinung recht alleine stehen.«

    Richtig, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Dieser ganze sexistische und rassistische Unterton des Intersektionalismus ist nicht Teil irgendwelcher Antidiskriminierungsgesetze. Kann er ja auch gar nicht sein, wegen seiner Grundrechtswidrigkeit. Der wird nur politisch von SJWs vertreten. Deshalb ist es ja auch so wichtig, dass Zensurzwänge für Plattformbetreiber ins Privatrecht verschoben werden. Dort kann man dann durch Auswahl von passend konditioniertem Personal den intersektionalen Rassismus und Sexismus („Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße/Sexismus gegen Männer“) wieder einbauen, ohne dass die zugrundeliegenden Regeln dies verraten.

    • „Insofern dürfte sie mit dieser Meinung recht alleine stehen.«

      Keineswegs! Der djb dürfte bis auf wenige Ausnahmen geschlossen ihrer Ansicht sein und ist als RadFemOrg recht groß und mächtig. Und die sonstigen größeren Frauen-/Feministenlobbies in der Politik werden sich bei Bedarf traditionell ebenfalls anschließen, wetten?

      @Marco:
      „Dieser ganze sexistische und rassistische Unterton des Intersektionalismus ist nicht Teil irgendwelcher Antidiskriminierungsgesetze.“
      Doch, selbstverständlich, er ist ziemlich durchgehend Tenor derselben. Nicht intersektional, sondern speziell auf die holde Weiblichkeit bezogen.Insofern dürfte das entsprechende Hamburger Bequotungsgesetz eine Ausnahme sein.

  2. Ist schon so bei Hochschulgesetz in NRW:

    und da ganz offen eine Ungleichbehandlung.

    Und hier war es schon das gleiche 2015:

    Union und SPD hätten sich darauf geeinigt, das bisher angestrebte Ziel, alle Führungsgremien im öffentlichen Dienst zu jeweils 50 Prozent mit Männern und Frauen zu besetzen, zu streichen. Das teilte die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Nadine Schön, mit. „Männerförderung soll es nur geben, wenn eine strukturelle Benachteiligung von Männern existiert“, sagte sie.

    Mehrere Gutachter hatten erklärt, das Ziel der paritätischen Besetzung in den Führungsgremien des öffentlichen Dienstes sei „offensichtlich verfassungswidrig“ und mit EU-Recht unvereinbar.

    [..]

    Das Ziel sei, „dass auch Männer künftig in denjenigen Bereichen gefördert werden müssen, in denen sie benachteiligt sind“. Das heißt de facto, dass Männer bei Einstellung und beruflichem Aufstieg bevorzugt würden, falls sie im jeweiligen Bereich unterrepräsentiert sind.

    Diese Form der „Männerförderung“ sei verfassungswidrig, stellten mehrere Experten fest. Denn allein aus der Feststellung, dass ein Geschlecht in einem bestimmten Bereich in der Minderheit sei, folge noch keine tatsächliche Benachteiligung.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/frauenquote-koalition-bessert-gesetzentwurf-nach-a-1021432.html

    Außer es sind Frauen, die in der Minderheit sind, dann ist das auch ohne irgendwelche Belege eine Diskriminierung, die ein Gegensteuern durch Frauenbevorzugung erlaubt.

    Feministen haben nur einen Standard: den Doppelstandard

    • Und so eine „strukturelle Benachteligung“ kann man immer hin oder weg konstruieren, wie man es gerade braucht, weil es dafür keine eindeutigen Nachweismöglichkeiten gibt, sondern das eine Sache der gefühlten Diskriminierung ist.

      So fühlt sich dann wohl auch so jemand wie die Chefin eines Weltkonzerns „strukturell Benachteiligt“, weil sie auf Geschäftstreffen sonst fast nur Männer in gleicher Position sieht und sie es in einem Zeitungsartikel gelesen hat, dass Frauen generell benachteiligt wären.

  3. Die RaFems können nicht einmal die kleinste Kleinigkeit hinnehmen, die ihrem erbarmungslosem Ideologie-Gott ein Missfallen sein könnte… nicht zu fassen.

    Das Argument „Woanders geht es Männern ja viel besser“ ist auch eine neue Dimension von Hirnrissigkeit. So sehr ich dagegen bin, VERSTEHE ich ja den Gedanken hinter Frauenquoten in einem Unternehmen, aber als Argument ANDERE Unternehmen hinzu zu ziehen, ist schon absurd.
    Obwohl… im Grunde entspricht es ja der genrellen „insane troll logic“ dieser Leute. Ich muss ja auch anerkennen, hierarchisch über Barak Obama zu stehen, weil die Schwarzen in Afrika im Schnitt ärmer sind, als die Weißen in Europa.

    Na ja… langfristig schneiden sie sich damit ja ins eigene Fleisch. Denn die Mehrheit der Frauen, die jetzt Staatsanwältinnen werden, sind ja keine RadFems, sondern normale Frauen. Das könnte im Endeffekt dazu führen, dass die Bevorzugung weiblicher Angeklagter zurückgeht, weil Frau StA nicht vom Urtrieb beherrscht wird, die Weibchen des Rudels zu beschützen.

  4. Bei Prof Wersig fühle ich mich an die Aussage erinnert, dass „Sprache der Rechtfertigung bevorzugter Handlungen dient“.

    Sie möchte Frauen – und nur Frauen – bei gleicher Sachlage bevorzugen.

    Da der Gleichbehandlungsgrundsatz bei gleicher Sachlage im Wege steht, muss argumentativ etwas gefunden werden, dass nur auf Frauen, nicht aber auf Männer Anwendung findet.

    „Strukturelle Diskriminierung“ ist das Sachverhaltsvehikel, welches dann aus einem gleichen Sachverhalt einen ungleichen Sachverhalt macht.

    Dies soll dann möglichst ein unscharfes Konzept sein, damit
    1. es nicht widerlegt werden kann
    2. die Männer sich nicht darauf berufen können
    3. es im Fall der Förderung von Frauen nicht Tatbestandsmerkmal des Gesetzes wird
    4. das Vorliegen desselben bei der Gruppe der Frauen dem Einschätzungsspielraum des Gesetzgebers unterliegt.

    Hier wird bewusst der Grund der Ungleichbehandlung außerhalb des Gesetzes gelassen, um eine Bevorzugung der Frauen weniger angreifbar zu machen.

    In der Wirkung wird ein (indirektes) Kollektivrecht eingerichtet.

    • Natürlich, die Unterscheidung von angeblich struktureller Benachteiligung von Frauen und angeblich nichtstruktureller Benachteiligung von Männern ist völlige Willkür, die nur das feministische Dogma wiederholt. Und sowas soll auch noch Gesetz werden!

  5. Also die staatsanwaltschaftliche Tätigkeit ist jetzt nicht auch immer stressfrei und Akten im Strafrecht sind nur dünn wenn man Glück hat. Ein paar blöde Fälle und schon schiebt man Überstunden vor sich her, die man nicht bezahlt bekommt.

    Trotzdem besser als in der Privatwirtschaft aber dafür ist das Gehalt auch deutlich schlechter. Inzwischen kann man als Einsteiger in der Privatwirtschaft als Jurist auch einmal schnell das doppelte verdienen.

    • In der Tat, „eine vergleichsweise angenehme Behörde“ ist dann doch eher das Gericht: weisungsfrei (statt weisungsgebunden wie die StA), man terminiert seine Sitzungen selbst, in der Regel etwas weniger überlaufende Dezernate (auch wenn das gerade am AG auch ganz ordentlich sein kann). Staatsanwaltschaftliche Tätigkeit ist oft „portionierbarer“, aber typischerweise viel, inhaltlich oft mäßig spannende Arbeit.

      Die „sehr allgemeine Anklage“ muss schließlich auch den Anforderungen an die Umgrenzungsfunktion genügen und kann in Umfangssachen auch mal sehr ans eingemachte gehen. Ohnehin dürfte es heute eher die Hauptaufgabe der Staatsanwälte sein, großzügig ihr Einstellungsermessen aufzuüben. Nicht unbedingt juristisches Hochreck, aber das gilt für andere Berufe gleichermaßen.
      Schließlich ist es mit „von zuhause arbeiten“ wesentlich schwieriger als bei Richtern. Unterschiede bei den Einstellungsvoraussetzungen kann es nur geben, wo Einstellungen für Richter und Staatsanwälte separat gehandhabt werden. Du kommst also offensichtlich nicht aus einem südlichen Bundesland, Christian. Schließlich „auf dem Land“ ist gerade für Hamburg sicher keine Erklärung für eine ungleiche Verteilung…

      Die Jobsicherheit dürfte m.E. oft der entscheidende Faktor sein, zumal wenn die hohe Vergütung nicht das Hauptziel ist.

  6. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in Behörden und Institutionen wie Krankenhäusern ein übles Erwachen geben wird, wenn der Frauenanteil auf 70%+ ansteigt.

    Alles – die Architektur (also das Raumangebot), selbst die Kantine, die Parkplätze, die Personalabteilung, die Urlaubsplanung usw. usf. – ist letztlich auf Vollzeitstellen und frei verfügbare Männer eingestellt.
    Wenn du mit 100 Vollzeitkräften kalkulierst und 70 in Teilzeit arbeiten, dann sind 170 Arbeitskräfte zu verwalten. Allein für Lohnbuchhaltung und Urlaubsplanung kein Zuckerschlecken.
    Auf einmal hat man aber Mutterschutz, Erziehungsurlaub usw. als überaus relevante Stellschrauben zu berücksichtigen.
    Und ein großer Teil der Belegschaft kegelt sich qua Biologie aus Nacht- und Wochenenddiensten oder komplett aus dem Schichtbetrieb.

    Das wird ein sich selbst verstärkender Faktor, wenn Männern schwant, dass die lieben Mütter per Gesetz from 9 to 5 arbeiten und der „Rest“ von ihnen erledigt werden muss.
    Wenn in einer Abteilung mit 10 Mitarbeitern 7 Frauen um die 30 arbeiten, dann kann man sich doch an zwei Fingern einer Hand ausrechnen, wohin das führt, da irgendwer die anfallende Arbeit erledigen muss.
    Frauen werden lecker Rosinen picken und darauf insistieren schön quotiert bei der nächsten Beförderung berücksichtigt zu werden.

    Wer will – als Mann – dann in so einem Schuppen arbeiten?

    • Völlig richtig.

      Dürfte aber alles bekannt und auch so gewollt sein.

      Lösung: Mehr Mitarbeiter einstellen für Verwaltung usw., vorzugsweise Frauen. Dann natürlich: Steuern erhöhen, wegen höherer Kosten.

    • Im Bereich Medizin ist das, zusammen mit der Absenkung der Ansprüche an den Unis, jetzt schon zu einem äußerst heftigen Problem geworden, Tendenz überproportional steigend.

      Als Bauer am WE einen Vet. für Rinder, Pferde o. Schweine zu bekommen, ist ein reines Glücksspiel.
      Es zählt nur niemand die verreckten Viecher, die gerettet hätten werden können.

      Und wenn der ( medizinischen UND administrative ) Leiter eines der führenden Herz- u. Gefäß- ( Ausbldungs- ) Zentren in D. ( Bad Bevensen ), gleichzeitig auch der aktivste Notfallchirurg sein muß, führt das dazu, daß er mal eben am WE eine „reguläre“ 36 Stundenschift schiebt, aus Personalmangel hinterher noch locker drei komplizierte Notfälle verarztet, Montag vormittags die Chefvisite abnimmt und kurz nach Mittag in Zivil seinen üblichen Rundgang als Administrations- u. Verwaltungsschef durch die Anlage macht.. D.h., daß er nur von Freitag nachmittag bis Montag abend, ohne überhaupt zu schlafen, mehr Stunden unter Vollast durchzieht, als normalerweise für die ganze Woche zumutbar währen.
      Und das ist nicht fiktiv von mir erdacht, sondern live und in Faabe von mir so beobachtet worden.
      Hätte mich leicht beide Beine, oder auch das Leben selbst kosten können. Der normal diensthabendde Chirurg hatte zumindest mein Fahrgestell schon als wahrscheinlich unrettbar abgeschrieben.
      Glücklicherweise ist Prof.Dr. Nolte, sein Chef, aber ein dermaßen unglaublich leistungsfähiger Kerl, daß er mich, als letzten zusätzlichen Notfall am frühen Montagmorgen ( also nach weit über 40 Stunden Daueranwesenheit im OP ) „mal eben“ komplett wieder zurechtgeflickt hat.

      Solche Superhelden werden aber immer weniger und die Personalprobleme eskalieren immer mehr.
      Dank billig-akademischer Wellnesslobby.

    • Ich glaube nicht das es da ein Erwachen geben wird. Das es an dem Arbeitsverhalten der Frauen an sich liegen könnte, wird gewohnt ignoriert werden und stattdessen werden lieber irgendwelche mentalen Verrenkungen angestellt, warum das alles nicht funktioniert. Die Folge wir sein das man das System ändert, es teuer und langsam macht.

    • @Jochen @Fiete @Matze

      „Lösung: Mehr Mitarbeiter einstellen für Verwaltung usw., vorzugsweise Frauen. Dann natürlich: Steuern erhöhen, wegen höherer Kosten.“

      Ja, darauf wird es herauslaufen.
      Wenn man bspw. Krankenversicherungsbeiträge auch als Steuern sieht.
      Nächste feministische Offensive wird sein, die Löhne für typische Frauenarbeitsplätze nach oben zu schrauben, was das gleiche Resultat zeigen dürfte und auch schon geschehen ist.

      Hier für Erzieherinnen Stand 2015:
      „Tatsächlich hat sich die Bezahlung von Erziehern in Deutschland nicht zuletzt durch das Engagement der Gewerkschaften in den letzten Jahren schon enorm verbessert. Seit 2009 stiegen die Löhne um gut 30 Prozent. Das sind Lohnsteigerungen weit über dem Durchschnitt der meisten Branchen.“
      https://www.zeit.de/karriere/beruf/2015-04/beruf-erzieher-gehalt-arbeitszeit-arbeitsbedingungen

      „Im Bereich Medizin ist das, zusammen mit der Absenkung der Ansprüche an den Unis, jetzt schon zu einem äußerst heftigen Problem geworden, Tendenz überproportional steigend.“

      Was ich bizarr finde, die Ausbildung zum Mediziner kostet die Gesellschaft eine halbe Million Euro, verpflichtet diese aber zu gar nichts.
      Als anerkannt autoritärer Linker würde ich die Absolventen erst einmal für zwei Jahre aufs Land verschicken, um die Versorgung der dortigen Bevölkerung zu gewährleisten.

      „Das es an dem Arbeitsverhalten der Frauen an sich liegen könnte, wird gewohnt ignoriert werden und stattdessen werden lieber irgendwelche mentalen Verrenkungen angestellt, warum das alles nicht funktioniert. Die Folge wir sein das man das System ändert, es teuer und langsam macht.“

      Matze, es ist schon jetzt teuer und langsam.
      Meine Hoffnung ist männliche „Abstimmung mit den Füßen“ und ich setze auf Frauen, die keine Lust haben Kinder zu bekommen.
      Die kann man mit dem Mutterkult nämlich nicht beeindrucken und sie agieren nicht wie korrupte Männer, die klammheimlich hoffen, dass die privilegierten Frauen ihre Ehefrauen sind oder werden.
      Das sehe ich nämlich als eigentlichen Grund für den Opportunismus der traditionellen Männer; es kommt ihnen über den Umweg ihrer Ehefrauen selber wieder zugute.

      • @ Crumar&all:
        „Als anerkannt autoritärer Linker würde ich die Absolventen erst einmal für zwei Jahre aufs Land verschicken, um die Versorgung der dortigen Bevölkerung zu gewährleisten. “

        Kann einem da schon mal im Kopp rumgeistern, sowas. absolut!
        Zumal das approbat ist.

        Ohne jegliche Absicht ( zumindest keinerlei klare, oder gar „polittheologische“ ) habe ich mir gut dreizehneinhalb ( stimmt gaa nicht, insgesamt waren es rund 15-16 ) Jahre „Landverschickung“ gegönnt, hat geholfen … 😉

        Wie ich immer mal sage: „Unkrautrupfen schafft Bodenständigkeit!“ 🙂

        „Die kann man mit dem Mutterkult nämlich nicht beeindrucken und sie agieren nicht wie korrupte Männer, die klammheimlich hoffen, dass die privilegierten Frauen ihre Ehefrauen sind oder werden.
        Das sehe ich nämlich als eigentlichen Grund für den Opportunismus der traditionellen Männer; es kommt ihnen über den Umweg ihrer Ehefrauen selber wieder zugute.“

        Ersteres ja, sehe ich auch so ähnlich, aber zweiteres habe ich so meine Zweifel, an der Nachhaltigkeit des „erfolgreichen Umwegs“.
        Vordergründig mag das wohl in sehr vielen Musterfällen so erscheinen.
        Meist ist es aber bestenfalls Prinzip Hoffnung.
        Langfristig und auf die ganze Familie gerechnet, dürfte die „soziale Bilanz“ sehr oft aber wohl recht sicher „noch’n Büschen“ ungünstiger ausfallen ( hust ).

        Wer da Glück hat und eine erwischt, die ihren Reproduktionsdrang im Griff hat ( und da mit klarkommt; können ja auch nich alle … ) hat allerdings in der Regel ( und außerhalb ) so ziemlich die besten Changsen, ggf. einigermaßen billich und heil aus der Sache rauszukommen ( schwitz! ) 🙂
        Dann noch den staatlich-kirchlichen Knebelvertrag wechlassen und man is halbwechs auffer sicheren Seite, würde ich mal so als guten Tipp an Beziehungswütige aus’m Schaukelstuhl heraus herumpostulieren.

        • Ach so, die kleine Pointe der Krankenhausgeschichte:
          Das mit dem Ausbildungsanforderungen, ist einen Extrakasten wert.
          Das OP-Team für die zuerst versuchte normale OP sind drei Leute. Der Prof. eine „Assistentin“ ( Azubi im Arztpraktikum, keine Ahnung, sowas ) und einer im Glaskasten, der den Radiologen mimt ( war in dem Fall aber ebenfalls ’n Chirurg im Ausbildungsbetrieb ). Lokale Anästhesie ( was bei mir nich klappt ), man liecht auf’m scheißschmalen Röntgenbrett und es wird mit Sonden in einem herumgefummelt ( und das kann Fiete’s Eidechsenhirn einfach nich leiden, da wird er zum Zitteraal ).
          Die Azubine steht freundlich lächelnd wie ’ne germaische Geisha in reschpecktvollem Anstands-Abstand herum und bewegt sich auch ungefähr so viel.
          Sagt der Prof. mal ’n Wergzoich an, fummelt sie nebulös auf der Ablage herum und ist meist ’n Tick langsamer als der Prof., den das gerade nicht so richtich amused.
          Nachdem sie in ihrem Eifer dann mit dem lang runterschlappernden Ärmelende ( hatte die vielleicht ’n anstößiges Tattoo zu verbergen? ) vier mal ( sic! ) mitten in’s OP-Feld gepatscht hat, platzte dem der Kittelkragen … … und er schmiss sie raus.
          Der „Radiobediener“ ist dann eingesprungen, hat noch ’ne andere Stelle aufgemacht und dann hab’n se ’ne Weile zu zweit in mir rumgepopelt ( die Hölle – und zieht sich wenn man praktisch gelähmt is, mit dem kleinen Manko, daß das, was man nicht bewegen kann, auch noch schweinische Schmerzen verursacht und ohne zu wackeln unter dem Röntgen-Teil stillliegen soll ), bis zum Abbruch wg. geht nich…
          Der Vollständigkeit halber:
          Danach bekam ich dann, nach einer kurzen Diskussion mit Doc Nolte, einen Anästhesisten ( vermutlich auch Praktikant, die sah man da täglich auf wechselnden Stationen herumüben ) und ein Schwesterchen zur Seite und durfte auf eigene Verantwortung erstmal für ein paar Stunden in’s Kasperland und auf Halde, quasi zur Erholung ( nee, Quatsch, rational natürlich weil die beiden vor mir wohl etwas akuter waren ), aber das eine Wohltat, ich schwör – und hinterher war feddich …. )

          Von wg. Wohlfühluni, mit Wellness-safe-Space und Schneeflöckchenleergang.
          Is klar, nä?

      • Ich glaube nicht an ein Erwachen. Es gibt so viel Flachpfeifen, die denken das es so unglaublich wichtig ist das man Frauen unbedingt nach oben bringt und dabei ist es ihnen auch egal wie absurd hoch der Aufwand dafür ist.

        Das ist wie mit religiösen Fanatikern. Egal wie oft sie scheitern, sie werden nicht aufgeben. Und der Atheist will einfach nur in Ruhe gelassen werden und wird niemals den gleichen Elan an den Tag legen wie der Fanatiker, wegen die Fanatiker am Ende Stück für Stück kriegen was sie wollen.

  7. Redet eigentlich einer mal über die „strukturelle Benachteiligung“ von Männern, die mit dazu führt, dass weniger Männer als Frauen einen entsprechend passenden Abschluss an der Uni machen?

    „Mädchen würden sich im Durchschnitt „schulschlauer“ verhalten, stellen sie fest. Das bedeutet, dass Mädchen sich besser an die Anforderungen der Schulen anpassen. Lehrer müssten deshalb stärker darauf achten, Jungen bei gleicher Leistung „nicht aufgrund ihres weniger angepassten Verhaltens“ schlechter zu beurteilen als Mädchen.“
    http://www.sueddeutsche.de/karriere/neue-bildungsstudie-benachteiligte-jungs-erfolgreiche-maenner-1.410537

    Natürlich nicht, die „strukturelle Benachteligung“ kommt immer nur dann zum Tragen, wenn Frauen im Nachteil sind. Dann reicht ein einfacher Gehaltsunterschied über alle Berufe und Karrierewege, um so eine „Struktur“ zu sehen, wie auch in dem Artikel der Süddeutschen auf der zweiten Seite wieder relativiert wird.

    „Trotz ihrer Erfolge im Bildungssystem sind Frauen im Berufsleben aber immer noch im Nachteil. Dafür spreche die geringere Erwerbsquote und das geringere Einkommen von Frauen, sagten die Experten.“

    Wenn eine nachgewiesene schlechtere Benotung bei gleicher Leistung auf Grund von Verhalten zu einem Unterschied führt, ist das keine „strukturelle Benachteligung“, wenn aber Frauen in allen Berufen zusammen genommen durschschnittlich weniger verdienen, dann ist es genug für „strukturell“.

    • Ja, ja… Dass Frauen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu annähernd 100 % auf persönlichen Entscheidungen basierend, eine im Schnitt geringere Erwerbsquote haben und in weniger gut bezahlten Branchen tätig sind, relativiert es natürlich umfänglich, dass Jungen aufgrund von geschlechtstypischen Verhaltensmustern gegenüber Mädchen bei schulischen Beurteilungen willkürlich benachteiligt werden. Herrlich auch, wie man sich rhetorisch drum herum windet, über Mädchen, wie über Frauen, auch nur ein negativ konnotiertes Wort in den Mund zu nehmen. „Schulintelligenter“! In diesem Kontext deucht es mich, das ist dann wohl der Euphemismus für „angepasster“ oder schlicht „duckmäuserischer“ und „weniger zu eigenem Denken tendierend“. Die sogenannten „Experten“ stammen wahrscheinlich aus dem „Expertinnenbund“… 🙂

    • @mindph

      „Mädchen würden sich im Durchschnitt „schulschlauer“ verhalten, stellen sie fest. Das bedeutet, dass Mädchen sich besser an die Anforderungen der Schulen anpassen. Lehrer müssten deshalb stärker darauf achten, Jungen bei gleicher Leistung „nicht aufgrund ihres weniger angepassten Verhaltens“ schlechter zu beurteilen als Mädchen.“

      Zu den politischen Implikationen dieses Satzes:
      „Schlau“ wird Verhalten mit Leistung verknüpft, als wäre aus dem Verhalten heraus bzw. einhergehend mit einem Verhalten eine bestimmte Leistung zu erwarten.
      Wäre es so, gäbe es aber nicht den Hinweis an die Lehrer „stärker darauf (zu) achten, Jungen bei gleicher Leistung“ schlechter zu bewerten.
      Würde „schulschlau“ zu agieren tatsächlich zu einer besseren Leistung führen, gäbe es das Dilemma der schlechteren Benotung bei gleicher Leistung nicht.
      Gemeint ist daher, „sich besser an die Anforderungen der Schulen“ anzupassen wird besser benotet und zwar völlig unabhängig von der erbrachten Leistung.

      Abgestraft wird also unangepasstes Verhaltengerechtfertigt wird diese Strafe mit dem Geschlecht, aber gemeint ist sehr wohl die Belohnung angepassten Verhaltens.
      Hier dient der „Geschlechterkrieg“ m.E. bloß als Kulisse für ein Stück, mit dem etwas ganz anderes durchgedrückt werden soll.

    • Gleich die ersten zwei Zeilen aus dem SZ-Artikel:

      Jungen landen häufiger auf Hauptschulen und machen seltener als Mädchen Abitur. Trotz der Misserfolge sind sie später im Vorteil.

      Das ist so unfassbar dumm und bösartig. Sicher, Kevin, der die Schule ganz Abschluss verlässt, ist später im „Vorteil“ gegenüber Gaby, die einen entspannten Teilzeitjob schiebt in einer Branche, die ihren Interessen entgegenkommt…

      Dumm. Bösartig. Dumm.

      Aber verständlich, dass die das Leserforum abgeschafft haben. Es ist einfach zu einfach, ihnen ihr unterirdisches Niveau nachzuweisen…

      • Das ist auch dumm weil sie einfach aufgrund des Geschlechts davon ausgehen das die Jungen mit schlechter Schulausbildung trotzdem irgendwie am Ende besser dastehen wie die Mädchen mit 1ser Abitur, weil ja JETZT auch hauptsächlich (viel-viel-ältere) Männer in Führungspositionen sitzen.

        Das sich der Arbeitsmarkt zwischen der Zeit als die jetzigen Führungspositionen zur Schule gingen und heute deutlich verändert hat, soll dabei keine Rolle spielen.

        Getreu dem Motto „das wird schon irgendwie hinhauen“. Auch wenn alles dagegen spricht.

        Ja, bösartig sind sie. Sie können nicht anders als in kleinen Jungen nur potentielle Vergewaltiger und Paschas zu sehen, denen man jede Hilfe verweigern sollte.

      • @uepsilonniks

        Im folgenden Text kann das Geschlecht beliebig getauscht werden:

        „Warum ist der Narzisst sadistisch?

        Der Narzisst ist sadistisch, weil er gezwungen wurde, seine eigene Schuld und Selbstbestrafung, seine Selbstvorwürfe auf diese Art auszudrücken:

        Es ist sein “Superego“, welches unberechenbar, kapriziös, launisch, widersprüchlich, grausam, verurteilend ist. Und dabei ist es doch so makellos?

        Bestimmte interne Eigenschaften zu “externalisieren” ist eine Möglichkeit, innere Konflikte und Ängste zu vermeiden, die natürlich durch die innere Aufruhr erzeugt werden.

        Der Narzisst projeziert seinen “inneren Bürgerkrieg” und zieht jeden um sich herum in einen Strudel der Verbitterung, des Misstrauens, der Aggression und des Selbstmitleides.

        Die Beziehungen des Narzissten sind die Spiegelung seiner inneren psychologischen Landschaft: Er fühlt sich verdammt dazu, anderen anzutun, was er sich innen drin selber antut. Die äusseren Konflikte spiegeln seinen inneren Kampf wieder.

        Einige Narzissten sind subtiler als andere. Sie tarnen ihren Sadismus:

        Sie “erziehen” ihre Partner und Angehörige ( zum Wohle der Zukunft, wie sie es präsentieren). Diese “Erziehung” ist kompulsiv, besessen, besitzergreifend, überkritisch, scharf, gewaltsam und streng.

        Der Effekt diese “Erziehung” ist, dass das Subjekt der erzieherischen Massnahmen ausgewaschen, ausgeätzt wird.
        Es wird kontrolliert, paralysiert und gedemütigt.

        Emotionale Abhängigkeit durch Verinnerlichung der Kritik

        Vor allem aber erzeugt diese Art der “Erziehung” eines:
        Emotionale Abhängigkeit des Partners vom Narzissten.

        Das Subjekt verinnerlicht die endlosen Predigungen und die scharfe Kritik und macht sie sich zu eigen.
        Die Partnerin beginnt also Gerechtigkeit zu erkennen da, wo lediglich verdrehte Logik ist, die auf brüchigen Annehmungen basiert. Sie beginnt sich selber zu bestrafen, sie fühlt sich schlecht, wertlos und schuldig.

        Sie beginnt, ihre eigene Identität, die durch die scharfe Kritik des Narzissten immer mehr ausgehöhlt und entwertet wurde ( erst von ihm und dann von ihr selber ) aufzugeben. Sie hält nichts mehr von sich selber und hat nichts mehr zu verlieren, denn von ihr ist nichts mehr übrig, was es wert wäre, behalten zu werden. Die Suggestionen des Narzissten, mal früher manchmal erst nach Jahren, haben sie ausgehöhlt und umprogrammiert.

        In der emotionalen Abhängigkeit gefangen, bleibt ihr nichts mehr als der Narzisst, an den sie sich klammert, und sie wird alles tun, um ihn nicht zu verlieren. In der Hoffnung, dass die grausamen Qualen aufhören werden, versucht sie ihm nun, jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

        Das ganze läuft ab wie ein Überlebenskampf von ihrer Seite und sie ist deshalb bereit, alles, aber auch alles aufzugeben, nur um ihn nicht zu verlieren.

        Andere Narzissten sind weniger weltmännisch und sie benutzen alle Arten des Missbrauchs, um ihre Kinder und Partner zu domestizieren.

        Das geht von physischer über verbale Gewalt (bei intensiven Wutanfällen)bis hin zu psychologischem Missbrauch, sexuellem Missbrauch, brutalster “Ehrlichkeit” , krankem Sinn für Humor und so weiter.

        Beide Arten von Narzissten benutzen aber sehr simple und einfache Verhaltensweisen, die irreführend für die Angehörigen sind, um ihre Ziele zu erreichen.“
        https://www.narzissmus.net/schuld-und-verantwortung-in-der-narzisstischen-beziehung/

        „Dumm. Bösartig. Dumm.“ oder Narzissmus+Sadismus+Feminismus.

        Man kann darüber trefflich streiten, ob Feminismus nicht einfach nur ein Vehikel ist, um die anderen beiden mit einer Rechtfertigung zu versehen.
        Wenn es bis zu 3 Milliarden Jahre patriarchaler Unterdrückung gab, dann ergibt das eine satte Pseudo-Rechtfertigung für den eigenen Hass/Sadismus.
        Es könnte aber umgekehrt auch zutreffen – vergleiche den hohen Anteil an Psychopathinnen im Feminismus z.B. Solanas und Firestone – dass sich der Feminismus geradezu anbot, Narzissmus und Sadismus zu befeuern.
        Das eigene Gefühl der Minderwertigkeit wurde kompensiert durch zahllose Artikel, in denen wieder und wieder und wieder herausgestellt wird, wie überlegen man dem männlichen Geschlecht (von Natur aus) ist.

        Was mir in dem Kontext (siehe Doris Lessing) immer aufstößt – hier vertausche ich einmal die Objekte des Textes:

        „Einige Narzissten sind subtiler als andere. Sie tarnen ihren Sadismus:
        Sie “erziehen” die Jungen (zum Wohle der Zukunft, wie sie es präsentieren). Diese “Erziehung” ist kompulsiv, besessen, besitzergreifend, überkritisch, scharf, gewaltsam und streng.“

        Dass sich der sadistische Narzisst / die narzisstische Sadistin also im Erziehungssektor austoben will und darf.
        Ich bin der Meinung es ist unsere Pflicht, das zu stoppen.

  8. Das Übliche. Gleichstellung bedeutet, MINDESTENS 50% Frauen und MAXIMAL 50% Männer.
    Ich habe von einer Ex (Juristin) auch schon gehört, dass der Frauenanteil in Gerichten sehr hoch ist, und das führt teilweise halt zu Chaos. Wenn das Büro fast geschlossen aus Frauen besteht, und 4/5 gleichzeitig in Elternschaft geht, müssen eben alle übriggebliebenen das ausgleichen. Was eben auch nicht immer klappt, und so bleibt’s halt liegen.

    • Mal davon abgesehen, dass „Gleichstellung“ im Grundgesetz überhaupt nicht auftaucht und eigentlich nur zum Zwecke der politischen Agitation konsequent mit „Gleichberechtigung“ synonymisiert wurde, obwohl beides eigentlich Grund verschieden ist und sich ggf. sogar ausschließt.

      • Korrekt. Schleichende Umdefinitionen und stetiges Wiederholen von Lügen, so soll dann eben die Realität an die Vorgaben angepasst werden. So geht es plötzlich um Gleichstellung statt um Gleichberechtigung, und natürlich gilt es nur im Falle von struktureller Benachteiligung. Wie, Männer können nicht strukturell benachteiligt werden? Wie schade, dann gelten Quoten wohl nur für Frauen.
        Es ist wirklich erstaunlich nah am Orwell’schen Neusprech. Gleichberechtigung ist Unterdrückung.
        Wobei die intersektionalen Feministen im englischsprachigen Raum ja erstaunlich ähnlich zu Scientology sind in ihrer Sprache. Mal aufgefallen? Diese sperrigen Wortneuschöpfungen mit einem -ness Suffix wie „situatedness“ wird 1:1 so in Scientology benutzt. Auch sonst ist das ständige, sture Wiederholen von Definitionen statt tatsächlicher kritischer Denkleistung haargenau das Prinzip der Scientology „Technology“. Dazu kommt das Verstoßen aus der Gemeinschaft bei Apostasie, Zerstörung der Familienbande und der Hang dazu, alle möglichen Institutionen unter Tarnnamen zu infiltrieren.

        • @ crumar @ John:
          Sehr gut ausgedrückt.

          Ich vertrete schon lange die Ansicht, AN SICH, also aus sich selbst, ist der Feminismus vor allem Anderen eine Sekte, viel mehr als er eine politische Bewegung ist. Die Kennzeichen sagen das aus.
          Scientology ist ein guter Vergleich, vielleicht sind auch viele feministische Spindoctors Scientologen? Wer weiß?

          Wofür der Feminismus EXTERN instrumentalisiert wird, bzw. sich instrumentalisieren lässt, ist für mich klar ein politischer Zweck, aber der Feminismus „denkt“ weder politisch (in einem modernen, demokratischen Sinn) noch wissenschaftlich, sondern eher autokratisch/aristokratisch, er stellt allerdings Ansprüche auf politische Machpositionen per Geburtsrecht (deswegen „aristokratisch“).

          Das ideologische Vehikel, die axiomatische Behauptung, die Grundrechtfertigung, das unbezweifelbare Böse, ist die idealistische, metaphysische Figur vom „Patriarchat“.
          Das ist einfach magischerweise „strukturell“ immer vorhanden, das ist gesetzt, welche Tatsachen auch immer gegen die Behauptung angeführt werden, es ist trotzdem „irgendwie“ da; dafür wird das Füllwort strukturell benutzt.
          Diese Struktur braucht man nicht aufzeigen, die ist „einfach so“ irgendwie immer da.
          Immer da, wo Männer in einer modernen, komplexen Geseellschaft in Strukturen leben, und das ist überall, da sind die Strukturen automatisch patriarchalisch.
          Sogar die Hirn- und Gedankenstrukturen der „noch uneinsichtigen Frauen“ gelten als strukturell patriarchalisch, weil sich da anscheinend noch irgendwie etwas Männliches eingenistet hat, und sei es nur sowas patriarchales wie Logik, Verstand oder gar Vernunft.

          Dumm nur, wegen dem Patriarchat muss man halt leider noch das (äußere) Zugeständnis an die „patriarchale Wissenschaft“ machen, und irgendwelche gefälschten Studien zusammenbasteln und in die Öffentlichkeit stellen (intern sind die aber eher belanglos, intern geht es um Glauben und Glaubenstreue).
          Gegen die Idee „vom strukturellen Patriarchat“ kann man anargumentieren, wie man will, sie steht unverrückbar über der Welt wie damals Gott der Schöpfer.
          Es ist ein wolkiger axiomatischer Begriff, der mit allen Mitteln in „alles Männliche“ hineinsubstanziiert wird, wie umgekehrt der gute Heilige Geist in die Hostie.
          Das Geistwesen „strukturelles Patriarchat“ wird mit ideologischer und politischer Gewalt in alles Männliche reingeprügelt, damit es ein Substrat hat, damit es materialisiert, und nicht ganz nebenbei dient das dann als universelle Schuldzuweisung, wenn da keine juristische Schuld gefunden werden kann, EGAL, das Schuldige ist dem Männlichen immer schon eingeschrieben, es hat sich nur noch nicht manifestiert.
          Der Feminismus ist in dieser Hinsicht, als real werdende Utopie, die soziale Realität von „Minority Report“.
          Oder von allgegenwärtiger männlicher Erbsünde als Verdammtheit, immer schuldig werden zu können, nein, zu MÜSSEN, und dem allgegenwärtigem „Versucher“ alias Satan, so hätte man ganz früher formuliert.

          Die Frauen können natürlich nichts für ihre angeborene Erbsünde, aber wenn die sich (als bloße Fähigkeit zur Sünde) in wirkliche Sünde manifestiert, dann geschieht das durch „den Versucher“, „den Verführer“, das sei, „der Mann“, der das Streben der Frau nach moralischer Reinheit zunichte macht, der alle ihre Mühen, der Jungfrau Maria ähnlich zu sein, vergeblich macht.
          Weil „das Männliche“ eben als das axiomatisch Böse, Satanische ideell gesetzt ist.
          Die männliche „Erbsünde“ manifestiert sich ZWANGSLÄUFIG in tatsächlicher Schuld, die der Frauen nur MÖGLICHERWEISE, bedingt durch das böse Männliche in Aktion.
          Das ist der Hauptunterschied der feministischen Religion zur christlichen, dort konnten noch beide Geschlechter schuldig werden.
          Im Feminismus können Frauen nur durch bzw. nach „Abfall vom Glauben“ schuldig werden, aber „im Glauben“ gibt es für Frauen keine Schuld. Das nennt sich dann Frauensolidarität.

          Jedenfall, wie man so oft sieht: Ohne dieses Axiom des irgendwie substanzlosen, alles magisch durchdringenden und bedingenden, des „allseienden“ Patriarchats blamiert sich der heutige Feminismus auf allen Ebenen, politisch, philosophisch, soziologisch, in der Regel gründlich.

          Was der Feminismus genau NICHT tut, ist reale Macht infrage zu stellen. Deswegen muss auch er als Übersprunghandlung immer besonders die machtlosesten Männer, wie Obdachlose, Kranke, hilflose, oder Jungen verhöhnen.
          Er lutscht die Schwänze der Macht, und sei es nur, weil er die allgemein von der Macht angestrebte Verdummung willig antizipiert und besonders an Frauen und selbstbildgestörten Männern eifrig praktiziert.

          Es ist wie sonst mit der Fußball WM (ok, diesmal war sie nur kurz), da schlüpft Vieles unter dem Radar durch, der Feminismus verdeckt insgesamt Vieles, und verhindert tendenziell, das insbesondere Frauen sich mit wirklichen strukturellen Problemen und wirklichen Machtfragen auseinander setzen.
          Und sei es nur, weil er ihnen das Denken abtrainiert, sie ihre ewige Opferrolle lieben lässt, und Frauen prinzipiell IN DER PRAXIS als unmündig darstellt und ihnen alles abtrainiert, was einen mündigen Menschen,bzw. einen mündigen Bürger ausmachen könnte.
          Sie sollen blind irgendwelchen unhinterfragbaren Autoritäten trauen lernen.

          • Wow! Chrissy’s Block wird zun lidderrrarischen Zirgl, ey!
            Kann das mal wer mit Marzel Ratznicky’s Stimme und Aussprache auf .mp3 o. 4 sprechen?
            Beste Füsolohfie, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, übertrifft m.E. Pfaller ( der traut sich wahrschenlich nich so richtich ).

    • Eine lakonische Antwort, und damit ist eigentlich alles gesagt.

      Das Ziel der heutigen Politik ist die totale Regulierung von jeder Kleinigkeit und damit der totalitäre Staat. Das Vorgehen der Hamburger Staatsanwaltschaft auf der Basis des Gleichstellungsgesetz ist somit ganz im Sinne der herrschenden Ideologie.

      Dass (wieder) mehr Männer bei der Staatsanwaltschaft arbeiten, mag durchaus wünschenswert sein. Der Weg über die Gleichstellungsideologie ist jedoch grundfalsch. Sämtliche Gleichstellungsgesetze gehören ersatzlos gestrichen, dann stellt sich die gewissermassen natürliche Ordnung automatisch ein.

  9. Im feministischen Argumentationsmuster der „strukturellen Benachteiligung“ fehlt eigentlich nur noch die Begründung, dass Frauen im Strassen-, Hoch- und Tiefbau sowie bei der Müllabfuhr signifikant unterrepräsentiert seien und deshalb eine Quote zu Gunsten von Männern andernorts abzulehnen sei. Die sind so korrupt, denen traue ich jede noch so absurde Begründung zu, um ihre Privilegien abzusichern.

  10. Hat es eigentlich schon mal einer geschafft, eine Feministin zu fragen, welche empirischen Befunde sie jemals davon überzeugen könnten, dass die strukturelle Benachteiligung von Frauen überwunden sei UND auch eine rationale Antwort bekommen?

  11. Alles deutet darauf hin, dass die Etablierung einer weiblichen Aristrokratie voranschreitet, die vom Steuerzahler alimentiert wird. Erstaunlich ist, dass es offenbar keine unabhängige soziologische Forschung zum Thema ’strukturelle‘ Benachteiligung gibt, obwohl der Begriff so omnipräsent ist. Wahrscheinlich muß der Karren erst im Dreck landen, bevor die Auswirkungen der fortschreitenden Feminisierung der Gesellschaft wahrgenommen werden. Das wird wohl erst kommen, wenn eine islamische Partei die SPD verdrängt hat oder China die Dominanz der USA.

    • Ich würde allerdings von „Feministisierung“ sprechen, denn es kommt hier auf die feministische Ideologie an, nicht auf das Geschlecht. Wenn irgendwo mehr Frauen sind, weil es sich halt gerade mal so ergeben hat, habe ich da kein Problem mit, wenn das aber von feministischer Ideologie getragen wird, wie zB bei Prof. Dr. Maria Wersig, aber schon.

      • Mit der mafiösen Macht, die hinter dem Feminismus steht, ergibt sich eine Überrepräsentation von Frauen aber nicht einfach „gerade eben mal so“.
        Wenn wir mal den pädagogischen Bereich betrachten, dann stammt die anhaltende Männerdiskriminierung dort noch aus den traditionellen Geschlechterrollen, die doch der Feminismus angeblich bekämpfen wollte.
        Und gerade in diesem Bereich ist durch die feministische Unterwanderung der verfassungsmäßigen Ordnung eine strategische Position geschaffen worden, die massenhafte kriminelle Kindesmisshandlung ermöglicht, denn die systematische Behinderung der persönlichen, besonders auch der frühkindlichen und der schulischen Entwicklung, ist eine organisierte Straftat, und widerspricht auch allen Verfassungsgrundsätzen und Kinderrechtskonventionen.
        Hinzu kommt dann, dass die Staatsanwaltschaft erstens maßgeblich die Entscheidungen trifft, welche Verfahren überhaupt eröffnet, ob überhaupt Ermittlungen eingeleitet werden, oder ob Verfahren niedergeschlagen bzw. eingestellt werden, oder einfach ein öffentliches Interesse verneint wird.
        Zweitens ist die Staatsanwalt eine politische, keine unabhängige Behörde (man vergleiche Italien, wo es unabhängige Ermittlungsrichter gibt, die über Aufnahme von Ermittlungen und Verfahrenseröffnungen entscheiden).
        Also mit dem Einschleusen feministischer Sektenangehöriger per Quote bzw. Verweigerung tatsächlicher Gleichstellung, wo Männer benachteiligt sind, ist nicht nur ein politischer Durchgriff pro Feminismus möglich, sondern auch die Möglichkeit aufrechter, verfassungstreuer Staatsanwälte und Staatsanwältinnen, nach eigenem Ermessen „wider den Stachel zu löcken“, per positiver Diskriminierung stärker eingeschränkt.

        Es geht hier nicht um mehr oder weniger Gleichstellung, oder Gleichstellung für Alle, oder gar geschlechtsneutrale Bewertung nach Qualifikation, oder Förderung aller Frauen, sondern um Stärkung administrativer Machtfunktionen für Feministinnen in einem sensiblen Bereich, wo es nämlich um Strafrechtsauslegung, Falschbeschuldigung, Strafvereitlung und Beihilfe zu Straftaten im Amt, Existenvernichtung durch Haft oder Jobverlust geht.

        Das ist eine strategische Bastion, die der Feminismus erobern will, klar kann und muss man hier in Richtung „demokratische Öffentlichkeit“ mit Gerechtigkeit und gleichmäßiger Rechtspraxis usw. argumentieren, aber solange in nahezu allen Parteien die fortgesetzte Bereitschaft zum Verfassungsbruch oder vorsätzlicher politischer Fehlauslegung vorhanden ist, braucht das die Femi-Mafia nicht kratzen, ganz besonders hier, wo wie gesagt die Behörde politisch weisungsgebunden ist, und quasi die Eingangspforte kontrolliert, ob und wie überhaupt Rechtsprechung und Strafverfolgung stattfindet.

        Umso mehr, wenn in Forschung, Politik und Medien reihenweise korrupte alte weiße Männer diese Schleifung der Verfassung unterstützen und gutheißen, warum auch immer (um sich selbst reinzuwaschen von ihren eigenen Vergewaltigungen, aus Opportunismus, aus persönlicher Besitzstandswahrung, aus politischem Kalkül, um unter dem Radar zu bleiben, wer weiß).
        Besonders diese Männer müsste man eigentlich mal hinterfragen, es muss endlich mal darauf hingearbeitet weden, dass auch diese „Revolution“ endlich ihre Kinder frisst, besonders die alten, weißen, mächtigen, männlichen.
        Ich glaube, es ist selbstredend, dass diese korrupten Mittäter Solidarität gerade aus dem Maskulismus nicht beanspruchen können sollten.

        • @Werdenken …:
          Jo, schön gesacht! Passt wohl ….

          „(um sich selbst reinzuwaschen von ihren eigenen Vergewaltigungen, aus Opportunismus, aus persönlicher Besitzstandswahrung, aus politischem Kalkül, um unter dem Radar zu bleiben, wer weiß).“

          Lezteres vermutlich öfter als man so denkt.

    • „keine unabhängige soziologische Forschung zum Thema ’strukturelle‘ Benachteiligung gibt, obwohl der Begriff so omnipräsent ist.“

      ’strukturelle‘ Benachteiligung ist ein Kampfbegriff, der mit einer plumpen Begriffsverschiebung arbeitet, das ist Teil der Verdummungsstrategien in der feministischen Propaganda. Mit (seriöser) soziologischer Forschung hat das nichts zu tun, die ist das Gegenteil davon. Vermutlich könnte ein Politologe oder jemand aus der Massenpsychologie darüber forschen, wie politisch wirksam solche Verdummungsstrategien sind.

      • @mitm:

        „’strukturelle‘ Benachteiligung ist ein Kampfbegriff, der mit einer plumpen Begriffsverschiebung arbeitet, das ist Teil der Verdummungsstrategien in der feministischen Propaganda. Mit (seriöser) soziologischer Forschung hat das nichts zu tun, die ist das Gegenteil davon. Vermutlich könnte ein Politologe oder jemand aus der Massenpsychologie darüber forschen, wie politisch wirksam solche Verdummungsstrategien sind.“

        Wieder mal ein Volltreffer!
        Nach meiner Erfahrung sind die Strategien leider durchaus wirksam. Aber nur, solange man keine validen Gegenargumente hat.
        Nochmals: Danke für dein Blog!

  12. Die strukturelle Diskriminierung der Frau besteht darin das sie bis zur Rente im Schnitt 10 Jahre weniger erwerbstätig ist, dafür im Schnitt 5 Jahre länger Rente bezieht und 80% aller privaten Kaufentscheidungen trifft, während der Mann in Beziehungen im Schnitt ca. 77% der gemeinsamen Ausgaben finanziert.

    • Und nicht zu vergessen, dass Frauen auch dadurch strukturell diskriminiert werden, dass sich Staaten in ihren Verfassungen nicht rausnehmen, im Krisenfall über deren körperliche und seelische Gesundheit nach freiem Gutdünken zu verfügen, ihnen also mal eben wesentliche Grundrechte zu entziehen.

      Aber diese Form der strukturellen Diskriminierung von Frauen wurde ja zum Glück schon abgemildert, als man in hysterischer Realitätsentfremdung thematisierte, dass Frauen gar nicht zum Wehrdienst dürfen. Die schnell geschaffene Lösung war natürlich: die Frauen die wollten, durften, die anderen machten einfach so weiter; und alle vereinte die Überzeugung, egal was sie taten, dass sie natürlich als Frau in der Gesellschaft die Arschkarte haben. Und die seinerzeit erdrückende Mehrheit der privilegierten Patriarchen, die per staatlichem Zwang und unter Androhung von Freiheitsstrafen diesen Dienst leisteten, die sollten ja die Schnauze halten und mal ihre Privilegien checken.

      Was dein Beispiel mit den Renten angeht: da finde ich es ja erst recht krass, wenn irgendwelche lila Pudel aus Österreich oder der Schweiz in diese „Women-have-it-worse“-Litanei einstimmen. Da haben Frauen, trotz statistisch höherer Lebenserwartung, sogar ein früheres Renteneintrittsalter als Männer. Da ist die Quersubventionierung weiblicher Renten durch männliche Beitragszahler nicht nur biologisch gegeben, sondern wird sogar noch per Gesetz festgeschrieben. Ein unfassbarer Skandal geschlechtsbezogenen Sozialraubs, der aber nur dann als ein solcher erkannt und schnellstens behoben werden würde, wären die Geschlechtervorzeichen umgekehrt. Und allein dass solche Dinge immerzu vollkommen unter dem Radar öffentlicher und vor allem medialer Aufmerksamkeit bleibt, medial stattdessen ja sogar in Endlosschleife auf Männer eingedroschen werden darf, zeigt meines Erachtens deutlich, in welche Richtung wohl tatsächlich „strukturelle“ Diskriminierung in der Gesellschaft läuft. Und obwohl Männer, wenn sie es sich denn mal trauen, dies sogar mit derlei unwiderlegbaren Fakten untermauern können, werden sie nur entweder niedergebrüllt oder / und lächerlich gemacht und weiterhin die vollends faktenfreie Mär von der strukturellen Diskriminierung der Frau fortgeschrieben…

      • „Da ist die Quersubventionierung weiblicher Renten durch männliche Beitragszahler nicht nur biologisch gegeben, sondern wird sogar noch per Gesetz festgeschrieben.“

        Ich habe letzte Woche in einem anderen Zusammenhang für D mal die Rentenbezugshöhen ins Verhältnis gesetzt. Hintergrund war die geplante Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 69+x Jahre, was letzten Endes nichts anderes als eine Rentenkürzung ist.
        Nach den Daten aus destatis erhält eine Frau bei gleichem Lebensarbeitseinkommen heute bei einem Renteneintrittsalter von 65 Jahren 137% der Rente, die ein vergleichbarer Mann erhält.
        Nach Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre (2020) steigt das Verhältnis auf 141% und bei einer Verlängerung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre (vorgeschlagen für 2030) auf 142%.
        Die jeweils gestiegenen Lebenserwartungen sind bei der Rechnung eingepreist.

        Steigen die Lebenserwartungen nicht, wie prognostiziert, dann würde eine Frau über die Rente sogar 153% dessen abgreifen, das ein vergleichbarer Mann erhielte.

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