WM 2018: Deutschland vs. Mexiko

Es ist eine alte Tradition hier Beiträge zu den Spielen der EM und WM einzustellen auf das man gemeinsam schöne Ereignisse wie etwa die letze großartige WM mit dem Sieg im Finale und dem unvergesslichen 7:1 im Halbfinale gegen Brasilien(!) aber auch traurigere Ereignisse wie ein Ausscheiden erleben kann.

Dieses Jahr ist da natürlich keine Ausnahme.

Man darf gespannt sein, wie es dieses Mal wird:

Hält Neuer durch und spielt er trotz langer Pause durch? Können sie an das letzte Jahr anschließen oder sind zu viele Spieler raus?

Bewahrheitet sich erneut der alte Spruch der „Turniermannschaft“?

Das erste deutsche Spiel der WM 2018 findet heute um 17:00 Uhr statt.

Die Mexikaner sollten immerhin vorher gut gefeiert haben, ob das die richtige Strategie war, wird man sehen.

Ich gehe mal davon aus, dass Deutschland die Gruppe als Gruppenerste gewinnt und tippe dennoch auf einem mühseligen Anfang mit einem 1:0.

 

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„Wenn Frauen an eineZustand der Ungleichheit selbst etwas ändern sollen, dann bin ich raus“

Ich hatte mal wieder eine Diskussion, in der dann auch angeführt worden ist, dass Frauen ja selbst zB an der Differenz des Durchschnittslohns etwas ändern können.

Es kam dann dieser Tweet dazu:

Und Vergleichbares ist ist mir schon häufig untergekommen:

  • Unterschiede werden mit Diskriminierung gleichgesetzt
  • Diskriminierung kann immer nur von einer Seite ausgehen und liegt daran, dass eine Seite alle Macht hat
  • Die Seite mit der Macht muss sich ändern, damit die Diskriminierung abgebaut wird.
  • Wer von der diskriminierten Seite verlangt, dass sie selbst etwas ändert, damit sie besser abschneidet, der betreibt Victim Blaming und das ist eine unerhörte Frechheit.

Ich stelle mir dann immer vor, wie albern so etwas klingen würde, wenn ein Mann es über seine Arbeit sagen würde:

Er: Alle haben sich gegen mich verschworen! Da ist diese Gruppe von Leuten, die alle ´Geheimabsprachen sprechen und deswegen kommen Leute wie ich nie nach oben! Ich bin überall benachteiligt. Ich verlange, dass die Leute wie mich auch nach oben lassen

Anderer: Aber die arbeiten auch viel mehr als du und haben die Jobs studiert, die man für das Nach-oben-kommen braucht.

Er: Es ist total ungerecht, weil das nur an der Art liegt, wie die Gesellschaft strukturiert ist. Warum wird ein Studium in rhythmischen Ausdruckstanz nicht genauso gut bezahlt wie ein Studium in den Ingenieurwissenschaften? Die hätten mich so erziehen sollen, dass ich genau so gerne Ingenieurwissenschaften studiert hätte wie Leute, die nicht in meiner Gruppe sind! Sonst ist das Diskriminierung

Anderer: Aber es hat dich doch niemand abgehalten, dass zu studieren und du kannst doch auch in deinem Bereich aufsteigen, wenn du hart arbeitest und damit wettbewerbsfähig bist. Fang doch mal bei dir an, die passenden Änderungen zu machen

Er: Nein, ich verlange, dass sich alle anderen ändern, ich bin ja das Opfer dieser Machenschaften und muss daher gar nichts machen. Die müssen dafür sorgen, dass Leute wie ich nach oben komme!

Man würde ihn für ein trotziges kleines Kind halten, dass zu recht nicht nach oben kommt.

Wer nie die Fehler bei sich sieht, aber immerimme anderen, der ist eben auch nicht fähig sich zu verbessern.

Und da man den Gender Pay Gap beispielsweise stark bereinigen kann bleibt eine Menge Platz für eigene Verbesserungen. Selbst wenn man ihn teilweise bereinigen kann bliebe Platz für Verbesserungen. Und Teile davon liegen natürlich auch in den Händen der Frauen (die aber häufig wiederum gar kein Interesse daran haben eine schlechtere Life-Work-Balance einzugehen).

Gerade im übrigen wenn die Gehirnwäsche durch das Patriarchat so schlimm wäre, dann würde sich vieles anbieten: Von Abhärtungstraining für Frauen bis zum absoluten Drillen auf Status und Ressourcenerwerb durch eigene Arbeit oder auch das Abstellen darauf, dass man für eine Partnerwahl gelobt wird, bei der der Partner sehr gut dafür geeignet ist einem den Rücken für die 60 Stunden Woche im Büro freizuhalten.

Aber natürlich macht es die schöne Opferhaltung kaputt, in der man einfach nur fordern kann.