„Sex der Liebe wegen“

In der Welt gab es einen Artikel zu der Frage, warum Frauen mit ihren Männern schlafen und da auch gerade über das Ersterben des Sex in einer Beziehung. Da waren einige sehr deprimierende Angaben vorhanden:

Vor einer Weile habe ich mal eine Sexumfrage gelesen. Ich weiß, dass Sexumfragen heikel sind, einfach weil nirgendwo so viel gelogen wird wie beim eigenen Sex. Aber an eine Frage und an die Antworten erinnere ich mich gut, weil das, was rauskam, so schrecklich war, dass es unmöglich gelogen sein konnte. Die Frage hieß: „Warum schlafen Sie mit Ihrem Mann?“

Die häufigste Antwort war: „Weil ich meinem Mann meine Liebe zeigen möchte.“

Danach kam: „Weil mein Mann Sex will.“

Dann: „Weil mein Mann nach dem Sex großzügig ist.“

Zum Schluss: „Weil ich Lust habe.“

Am meisten beeindruckt hat mich die Topantwort: „Weil ich meinem Mann meine Liebe zeigen möchte.“ Ich stelle mir das so vor: Der Mann geht zu seiner Frau und hat Lust. Sie hat keine Lust. Sie will aber nicht sagen, „Hugo, ich hab heute keine Lust“, weil sie das gestern und vorgestern auch schon gesagt hat und weil sie ihn eigentlich liebt und weil sie ihn eigentlich nicht verletzen will und weil es ja eigentlich auch nicht schlimm ist, was er will. Also sagt sie: „Komm rauf.“ Ein bisschen wie im Bordell, nur dass es nichts kostet.

Ich hatte schon mal Beziehungen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie auch mit weitaus weniger Sex leben konnte als ich und es hat mich ehrlich gesagt an diese Szene erinnert. Sex, bei dem man das Gefühl hat, dass sie keine Lust hat und es nur einem zuliebe macht, kann etwas fürchterliches sein, gerade wenn es häufiger vorkommt. Das Gefühl ständiger Geilheit und des Hoffens auf ihre Lust kann einen durch metaphorische Reifen springen lassen und einen gleichzeitig auch wieder den eigentlich ersehnten Sex bedauern lassen, weil er seine Energie verliert. Es kann einen wütend machen auf den anderen oder den Sex für beide zu etwas unangenehmen machen. Ich glaube schon, dass es in vielen Beziehungen vorkommt, dass Frauen denken, dass er „mal wieder dran ist“ und „man schon zu häufig abgelehnt hat“. Man liebt ihn ja und will das es ihm gut geht.

Es sind, wenn die Differenz zwischen den beiden Sexualtrieben zu groß ist, irgendwie deprimierende Beziehungen.

Wahrscheinlich für beide.

87 Gedanken zu “„Sex der Liebe wegen“

    • @ ddbz

      Rechnen ist schwierig…für viele Menschen wäre es auch insgesamt billiger, sie führen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit Taxis, als ein Auto zu unterhalten.

      Der Sex ist natürlich bei authentischer Lust der Partnerin grundsätzlich anderer emotionaler Qualität als im Frauenhaus. Auch hält viele Männer (und Frauen) Anderes in einer Beziehung, als die sexuelle (Nicht)befriedigung, die diese zu bieten hat. Die Verquirlung von „Sex“ und „Liebe“ führt ja erst zu dem Unglück.

      • *Rechnen ist schwierig…für viele Menschen wäre es auch insgesamt billiger*

        Der Mensch, vor allem der Deutsche, will ja auch sparen, koste es was es wolle.

        Und Marketing schafft es ihn zum punktesammelnden Affen zu machen der glaubt er spart damit, dabei zahlt er es am Ende doch.

        Das scheint besonders gut bei Frauen zu funktionieren. Schön viele „Tomätchen“ im Bioladen gesammelt und dann gibts die Bio-Anti-Aging Creme zum halben Preis.

        Man muss halt nur an die wirklich verlässlichen menschlichen Grundwerte appelieren: Narzissmus, Eitelkeit und Dummheit. Dann klappts mit dem Geldverdienen oder mit der politischen- oder der Medienkarriere.

        Und Geiz ist sowieso Geil.

  1. Das ist einfach unfassbar traurig… Kann ich als Frau auch gar nicht nachvollziehen und es ist schwer zu glauben, dass bei der „Mehrheit“ die Situation so bedauerlich sein sollte. Da kann ich mich nur wundern, dass so viele solche Beziehungen bestehen bleiben. Ich stelle es mir für den Mann als unheimlich deprimierend…

    Da muss der Feminismus ran – gleichviel Lust für beide Geschlechter! (aber vorsichtig, nicht, dass man dann auf die Idee kommt, die Lust bei Männern verringern zu wollen…)

    • @ teo

      Da lesbische Beziehungen notorisch untersexualisiert sind (im Gegensatz zu schwulen), wird es wohl in der Tat auf eine Zwangsminderung der männlichen Libido hinauslaufen.

    • Nein, da muss der Feminismus nicht ran. Alles was dort rauskommen wird, ist schon länger bekannt. Nämlich, dass die Frau die Deutungshoheit bezüglich jeglicher Sexualität zugesprochen wird und männliche Sexualität noch weiter abgewertet wird. Das haben wir alles schon.

      Was ganz, ganz sicher nicht passieren wird, ist das ein Mann auch etwas sagen darf. Im Feminismus läuft jegliche „Kompromissfindung“ in Beziehungen schlussendlich auf auf ein einseitiges Diktat hinaus, welches aufgrund der totale Operideologie keinen einzigen Schrit in Richtung des vermeintlichen Täters machen darf.

    • (aber vorsichtig, nicht, dass man dann auf die Idee kommt, die Lust bei Männern verringern zu wollen…)

      Och, wieso? Gerade auf diesem Gebiet hat der Feminismus doch schon Bedeutendes geleistet.

      • @vanguard
        @Salvatore

        genau das meine ich doch sollte eigentlich nicht passieren und irgendwie müsste man doch diesen schrecklichen Entwicklungen entgegenwirken können. Dass manche Leute „Feminismus“ für ganz und gar nicht feministische Ideen und auf einer abstoßend radikalen und irrationalen Art und Weise verwenden, finde ich auch nicht richtig und das einzige, was das erreicht, ist alles, was mit Feminismus zu tun, abstoßend zu machen… schade

        Das geht aber zu weit vom Thema ab.

        Grade wenn doch schon männliche Sexualität gefühlt abgewertet wird, sollte dem entgegengewirkt werden – genau aus feministischer Sicht, da wird ja anscheinend jemand aufgrund seines Geschlechtes anders behandelt…

        • Wenn du als heterosexueller Mann feministische Texte(maskulistische ebenso) liest oder dich in irgendeiner Form damit beschäftigst, wirkt das wie ein schleichendes Gift, deine Interesse an und deine Lust auf Frauen nimmt langsam aber sicher ab. Selbst, wenn du denkst, du stehst drüber und du bist immun, wirkt es trotzdem.

          Wenn also jemand aktives Interesse am Zölibat hat, lies feministische Blogs. Selbst Fernsehfilme im ÖRR oder das Lesen von Spiegel- oder Sternartikeln können da Wunder wirken. Die Lustlosigkeit stellt sich dann schon irgendwann ein.

          • Entschuldigung, ich lesen anscheinend viel zu wenig feministische Texte. Anscheinend bin ich grade deshalb noch in der Lage, mein (Sex)Leben zu genießen 🙂

        • @teo

          Ach, das Diskussionsspiel, bei dem die „anderen“ den Begriff missbrauchen.

          Wenn Feministen immer und immer wieder männliche Sexualität auf übelste Weise zum Abschuss freigeben dies mit Stückchen von Dworkin garniert wird, dann muss man einfach als denkender Mensch irgendwann zum revolutionären Schluss gelangen können : Hey, die meinen und machen genau das, was sie auch sagen. Genau das eben ist Feminismus. Wenn ich die Leute nicht nach dem Beurteilen darf, was sie machen, sondern was sie sich auf die Fahnen schreiben, wären wohl alle gut.

          Der „aktuelle“ Feminismus äussert sich durchs Band positiv, wenn es darum geht Männer aufgrund ihres Geschlechts stark zu benachteiligen, vor allem auf der sexuellen Ebene. Genau deshalb wäre es aus meiner Sicht wahnsinn, diese Leute auf dieses „Problem“ loszulassen. Der Feminismus würde alles in seiner Macht stehende tun um diese Mechanik, wie sie im ersten Post beschrieben wurde als Starftat der sexuellen Nötigung abzustempeln. Der Mann würde unter diesem Blickwinkel sobald er den Wunsch auf Sex äussert wieder in die Rolle des versklavenden Patriarchaten fallen. Genau deshalb muss man den Feminismus so weit wie möglich von dieser Thematik fernhalten, ausser man hat das moralische Ziel, das Sexualverhalten von Männern noch weiter zu kriminalisieren.

        • @teo
          „Grade wenn doch schon männliche Sexualität gefühlt abgewertet wird, sollte dem entgegengewirkt werden – genau aus feministischer Sicht, da wird ja anscheinend jemand aufgrund seines Geschlechtes anders behandelt“…

          ein wesentlicher ideologischer Kern des Feminismus ist die Entwertung/Zerstörung der männlichen Sexualität. Die gesamten feministen „Sexualdebatten“ der letzten 4 Jahrzehnte variierten im unterschiedlichen Ausmaß die Schwarzer-Maxime: Jede sexuelle Penetration ist eine Vergewaltigung (abgeschwächt …. ist Gewalt oder auch: männliche Sexualität ist Gewalt)

          • @Step II

            „: Jede sexuelle Penetration ist eine Vergewaltigung (abgeschwächt …. ist Gewalt oder auch: männliche Sexualität ist Gewalt)“

            oder ganz abgeschwächt: Birgt die Gefahr von Gewalt, so dass man diese zusätzlich durch Consenttheorien, Yes means Yes etc abschwächen und reduzieren muss

    • @teo

      „Da muss der Feminismus ran – gleichviel Lust für beide Geschlechter!“

      Die potentiellen Strategien hierzu scheinen klar:
      1. Wenn die Frau keine Lust hat, dann muss der Mann das akzeptieren, jedes Stochern oder artikulieren, welches Druck ausübt ist zu unterlassen.
      2. Lust ist ein soziales Konstrukt. Sollten Frauen weniger Lust haben, dann weil sie in einer patriarischen Welt eine sozial bedingte Lustminderung erfahren. Man muss also das Patriarchat bekämpfen, damit Frauen wieder ihre Lust ausleben können. Insbesondere müssen dazu Männer ihre Privilegien hinterfragen und nicht mehr „männlich“ auftreten (da werden viele Frauen wahrscheinlich widersprechen).
      3. Soziale Konstrukte, die sich auf den Sextrieb der Frauen auswirken sind: Normschönheit, Unterdrückung, Objektifizierung der Frau in Medien, Pornographie etc. All dies muss eben geändert werden
      4. Der Glaube, dass Männer einen höheren Sexualtrieb haben liegt nur daran, dass Männer meinen einen Anspruch auf Sex zu haben und diesen Besitzanspruch für sich reklamieren.

      • Die sinnvollste Strategie scheint vielen noch nicht ganz klar:

        5. Frauen und Männer endlich richtig über die physiologischen Gegebenheiten ihrer Sexualität aufzuklären, Offenheit und einen regen Austausch über die verschiedenen Empfindungen beim Sex mit dem jeweiligen Partner ermuntern und so allen ein erfülltes und lustvolles Sexleben ermöglichen.

        Damit ist nicht moderner Quatsch wie „Frauen können einfach nicht nur durch vaginale Stimulation kommen“ etc. gemeint, der aus meiner Sicht nur der Verkauf von Dildos anregen soll und die weibliche Lust an Sex natürlich nur noch verringert, obwohl es totaler Quatsch ist…

        Es ist unglaublich, wie wenig Paare über ihre Empfindungen beim Sex miteinander reden und einfach erwarten, dass Orgasmen vom Himmel fallen oder dann aus der Schublade nach dem Sex noch kommen, weil weiblicher Orgasmus ja ehe ein bisschen Kitzler kitzeln ist… Offenheit und Experementierfreude sollten angeregt und belohnt werden, damit jeder Mensch im Klaren mit seiner/ ihrer Sexualität kommen,sein Orgasmusverhalten erkunden und kennen kann.

        • Zusammengefasst:

          Ich glaube, dass wenn Frauen keinen Lust auf Sex haben, dies meistens daran liegt, dass die den Sex nicht wahnsinnig viel genießen. Wenn sich das ändert, steigt natürlich auch den Lust auf Sex. Unsere Gehirne wollen ja auch nur das am meisten das machen, wofür sie am meisten belohnt werden. Wenn die Lust nicht stimmt, stimmt anscheinend die Belohnung beim/ nach dem Sex nicht.

  2. Komisch, ich kenne eine Menge Frauen, die außerehelich aktiv werden, weil ihr Mann keine Lust hat…ich halte das ehrlich gesagt für ein nur scheinbar geschlechtsspezifisches Problem.

    Der Hauptunterschied liegt doch wohl darin, dass Frauen (lustlos) vögeln können und Männer in aller Regel Schwierigkeiten haben, lustlos zu vögeln…ein anatomisch-physiologisches Phänomen.

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Der Sache aber den spin zu geben: „Man liebt ihn ja und will das es ihm gut geht.“, erheitert mich….

    • „in aller Regel Schwierigkeiten haben, lustlos zu vögeln…ein anatomisch-physiologisches Phänomen.“

      Und wegen solchen falschen aussagen wird z.b. immer wieder behauptet das Männer ja gar nicht vergewaltigt werden können u.ä.

      • @ st. elmo

        Eine Vergewaltigung von Männern erfolgt in aller Regel anal und durch Männer.

        Die vaginale Vergewaltigung nach nicht gewollter Stimulation des Mannes mit nicht gewollter Erektion mag vorkommen, jedoch höchst selten.

        • Ömmm…“made to penetrate“ ist nicht gleich „rape“.

          Selbst wenn man das als solches zählen würde (was die CDC Studie nicht macht! Auf die darüber hinaus gehenden statistischen pitfulls der Studie in Bezug auf „made to penetrate“ geht der Artikel ja ein) komme ich auf alles, aber nicht auf das Verhältnis von 60:40.

          Vielleicht magst Du mir das mal vorrechnen?!

          Homosexuelle Vergewaltigungen (ob im Gefängnis oder außérhalb) nicht mitzuzählen, erscheint mir etwas willkürlich. Im Übrigen gibt es bezüglich homosexueller Vergewaltigungen hohe Dunkelziffern aufgrund der damit verbundenen psychosozialen Stigmatisierung.

        • Eine Zusammenfassung des Forschungsstandes zum Thema „Vergewaltigung von Männern durch Frauen“ findet sich hier:

          „An overview of the literature on female-perpetrated adult male sexual victimization” von Nicola L. Fisher und Afroditi Pina.

          Klicke, um auf Fisher%20%2526%20Pina%20REVISED%20FV%20AVB%2010-05R.pdf zuzugreifen

          Aus dem Abstract:

          The rape of women has been an issue of concern in research literature for the past 40 years. Conversely, rape against men has only relatively recently received investigation. The current paper reviews the existing research literature regarding male rape and sexual assault, with particular emphasis on female perpetrated male sexual victimization. The review covers issues regarding biased legal definitions, rape myths, feminist theory, and stereotypical or negative
          beliefs all of which create a problematic social environment
          for male victims of female perpetrated assault to report crimes.
          The review also discusses the prevalence of female perpetrated attacks against men, with evidence from self-reports by female sex offenders to highlight the existence of male sexual victimization and the aggressive manner
          in which the sexual activity is committed. The review concludes that male sexual victimization by women should be taken as seriously as that of women by men.

        • @ leszek

          Ich sehe in der Literatur zu dem Thema, auch in dem von Dir verlinkten Artikel, zwei Probleme:

          Erstens erfährt der Begriff der Vergewaltigung eines Mannes durch eine Frau eine derartige Begriffserweiterung („male sexual victimization“), dass er für mich kein Äquivalent mehr zu dem darstellt, was allgemein als Vergewaltigung einer Frau verstanden wird.

          Damit hechelt man nur der feministischen Demagogie hinterher, die jede nicht explizit gewünschte männliche Aktion mit sexueller Konnotation (auch Blicke und Bemerkungen; selbst wenn das Nichtgewünschtsein erst retrospektiv empfunden wird) de facto als sexuelle Gewalt und dann de facto als Vergewaltigung verstanden haben möchte.
          Das ist aber in meinen Augen manipulativer bullshit.

          Zweitens wird das (unbestrittene, wenn auch seltene) Phänomen der Vergewaltigung durch Frauen im engeren Sinn in den Diskussionen oft vermengt mit male-male rape, was in der freien Wildbahn deutlich häufiger vorkommen dürfte, als eine erzwungene Penetration durch Frauen.

          Ich glaube nicht, dass man der strategischen Autoviktimisierung durch Feminstinnen sinnvollerweise durch den Versuch einer Autoviktimisierung durch Maskulisten begegnen sollte.

        • Ich stimme hier dem ratlosen voll und ganz zu. Ich müsste mir die Studien mal genauer zu Gemüte führen um zu sehen, was da faul ist, aber ich traue in dem Fall dem gesunden Menschenverstand, der mir sagt; die Anzahl von Vergewaltigung von Männern durch Frauen kann nur verschwindend gering sein.

        • „die Anzahl von Vergewaltigung von Männern durch Frauen kann nur verschwindend gering sein.“

          Es gab doch mal in Israel(?) einen Fall, wo ein Araber wegen Vergewaltigung verurteilt wurde weil er fälschlich gegenüber der Frau behauptete er sei Jude.

          Wenn nun eine Frau entgegen vorheriger Abmachung die Pille „vergisst“ wäre das nicht auch Vergewaltigung (der Frau an dem Mann)? Und öffentliche TV Auftritte nicht Aufruf zu einer solchen? (Lisa Ortgies bei Harald Schmidt)

        • @ derdiebuchstabenzaehlt

          „Wenn nun eine Frau entgegen vorheriger Abmachung die Pille “vergisst” wäre das nicht auch Vergewaltigung (der Frau an dem Mann)? Und öffentliche TV Auftritte nicht Aufruf zu einer solchen? (Lisa Ortgies bei Harald Schmidt)“

          Das schlimmste was einem Mann in Bezug
          auf Vergewaltigung durch eine Frau passieren
          kann, ist das Unterjubeln des Kindes eines
          anderen Mannes. Müsste unter schwerer
          Strafe stehen.

    • „…kenne eine Menge Frauen, die außerehelich aktiv werden, weil ihr Mann keine Lust hat…“

      Der gute alte Coolidge-Effekt…

      Andererseits sind die Gelüste nicht weniger Frauen mit Liebe nur schwer zu begründen:

      „Ich erlebe häufig, dass Frauen davon träumen, Gewalt in der Sexualität zu leben, während sich die Männer nicht trauen, weil sie den Frauen nicht wehtun wollen.“

      Vanessa del Rae, Sexcoachin in DIE ZEIT.

      Insofern ist die Zurückhaltung der Männer doch zu verstehen, wenn Art und Weise des #aufschreiens so dermaßen unterschiedlich ausfallen (Sexisten, Bonzen…).

      “Komm rauf.”

      Oft nicht mal das, wie in der denkwürdigen Bettszene zu Breaking-Bad-Walter 50. Geburtstag zu sehen.

      • „Andererseits sind die Gelüste nicht weniger Frauen mit Liebe nur schwer zu begründen:

        “Ich erlebe häufig, dass Frauen davon träumen, Gewalt in der Sexualität zu leben, während sich die Männer nicht trauen, weil sie den Frauen nicht wehtun wollen.”“

        Das kenne ich auch, man kann sich echt wundern wie viele Männer einer Frau nicht wehtun wollen…
        Aber warum kann das nicht mit Liebe zusammenhängen? Natürlich geht es auch um Lust an Sex, aber als Mann möchte man ja auch bestimmte Praktiken (und wenn es nur mal ein Blowjob ist) und nicht, dass die Frau einfach nur daliegt, weil sie das ihm zu Liebe über sich ergehen lässt. Genauso möchte ich als Frau eben auch, dass der Mann nicht einfach nur sein Programm abzieht und fertig. Kein Wunder, dass eine Frau dann keine Lust mehr auf ihren Mann hat.

        • Na ja, aber

          „Aber warum kann das nicht mit Liebe zusammenhängen?“

          das kommt einem einfach wiedersinng vor: Wie kann man einen Menschen schlagen wollen, mit dem man Liebe machen will.

          Kapier ich nicht.

          Sollen die anderen machen, was sie wollen, aber ich kann einfach nicht – vielleicht aus Höflichkeit – mit einer Frauen machen, was sie will, das ich aber überhaupt nicht will.

          Schaff ich einfach nicht. Ich geh dann lieber. Denn das gute alte Auf-die-Schnauze-haun ist genau das: Ruhe im Karton und Ende-Gelände. Und da kann es meinetwegen ruhig bleiben.

        • @elmardiederichs: „das kommt einem einfach wiedersinng vor: Wie kann man einen Menschen schlagen wollen, mit dem man Liebe machen will.“

          Aber genau deshalb. Warum sollte ich jemanden Küssen wollen, mit dem ich liebe machen will? Nur weil das eine häufig und das andere eher selten ist, muss es doch nicht falsch sein.

          „Sollen die anderen machen, was sie wollen, aber ich kann einfach nicht – vielleicht aus Höflichkeit – mit einer Frauen machen, was sie will, das ich aber überhaupt nicht will.“

          Wie soll das Höflichkeit sein, wenn sie das will und du nicht? Das ist wohl eher Egoismus. Natürlich kann sollte man gerade in dem Bereich Sex sich nicht unbedingt zu Dingen überreden lassen, was man selber nicht will.
          Aber das könnte dann innerhalb einer Beziehung eben durchaus ein Grund dafür sein, dass die Frau sich ihren Sex woanders sucht und in der Beziehung keine Lust mehr hat Sie geht dann eben auch lieber.

        • @Borat: „Ich vermute auch mal du bist der Typ unserer besten Frauen der Welt der “dominanzfreie Dominanz” will, weil wirklich dominieren muss sie ja selbst, unter dem schlimmen dominierenden Mann haben die Frauen ja die letzten Jahrtausende so sehr gelitten, und Mutti erst!
          Diese dunklen Zeiten sind ja zum Glück vorbei, da darf Frau sich doch nicht wieder reinziehen lassen!“

          Ich vermute mal Du bist der Typ Mann, der hier gerne einen auf dominant macht, aber eigentlich eher zur Kategorie Weichei gehört. Dominanz ist etwas mehr als nur mal ein Klaps auf den Hintern oder härter anfassen…

          Ach und damit Du mal ein wenig Lesestoff hat, warum man auch als Feministin devot sein kann:

          http://nur-miria.blogspot.de/2013/05/feminismus-und-bdsm-sadomasochismus.html?m=1

        • @miria

          Du hast mich durchschaut!

          Ich bin so wie alle Männer, ist doch allgemein bekannt, vor allem den besten Frauen der Welt und Feministinnen sowieso (oder auch expliziten „nicht Feministinnen“).

          Die Männer Spielen doch nur den großen Macker und was ist dahinter? Ein erbärmliches Weichei das alles nur kaputt macht, die Umwelt, das Klima und dann noch mit Kriegen alle Menschen tot machen.

          Am liebsten würde ich noch bei Mutti wohnen. Das musste einfach mal raus.

          *Dominanz ist etwas mehr als nur mal ein Klaps auf den Hintern oder härter anfassen…*

          Echt? Meine ganze Lebenslüge fliegt gerade auf.

          *Ach und damit Du mal ein wenig Lesestoff hat, warum man auch als Feministin devot sein kann: *

          Uiuiui ,da muss dein Rationalsierungshamster aber ganz schön rennen um deine sexuellen Vorlieben mit dem Zeitgeist und dem Feminismus zu vereinbaren.

          Sieht aus wie Gewalt, fühlt sich an wie Gewalt, ist dann aber doch keine Gewalt. Gutgemeinte Hiebe. Wohlwollende Verachtung.

          Heikel.

          Gibt es dann auch Vergewaltigungen die eigentlich doch keine Vergewaltigungen sind? Gutgemeinte Vergewaltigungen?

          Wäre ich eine richtige Feministin dann würde ich dir deine Selbstbezichtigung als Feminstin und Devote austreiben wollen, zu gefährlich dass ein dummes Weichei wie ich daher kommt und die ganze ideologische Kartenhaus mit ein paar Worten einstürzen lässt.

        • @Borat: „Uiuiui ,da muss dein Rationalsierungshamster aber ganz schön rennen um deine sexuellen Vorlieben mit dem Zeitgeist und dem Feminismus zu vereinbaren.“

          Mit dem Zeitgeist muss ich nichts vereinbaren, der ist mir relativ egal. Und meine sexuellen Vorlieben mit dem Feminismus zu vereinaren ist für mich kein Problem, wie ich in dem verlinkten Text bereits dargelegt habe ;P

          „Gibt es dann auch Vergewaltigungen die eigentlich doch keine Vergewaltigungen sind? Gutgemeinte Vergewaltigungen?“

          Gibt es durchaus, gehört in die Kategorie Tunnelspiele (Für weitere Informationen hierzu ist google bestimmt dein Freund ;))

          „Wäre ich eine richtige Feministin dann würde ich dir deine Selbstbezichtigung als Feminstin und Devote austreiben wollen, zu gefährlich dass ein dummes Weichei wie ich daher kommt und die ganze ideologische Kartenhaus mit ein paar Worten einstürzen lässt.“

          xD

        • *Und meine sexuellen Vorlieben mit dem Feminismus zu vereinaren ist für mich kein Problem, wie ich in dem verlinkten Text bereits dargelegt habe ;P*

          Gut, eigentlich weiss ich ja was Frauen, gerade feminstische Frauen, dank ihrer wesentlich weiter entwickelten Phantasie alles für Sachen vereinbaren können.

          Tunnelspiele?

          Sollte man sich notariell beglaubigt die Einwilligung einer Frau dazu holen, damit sie sich nicht doch plötzlich vergewaltigt fühlt?

          Oder ist das halt das Risiko was der Mann eingehen muss um mit einer von den besten Frauen der Welt spielen zu dürfen?

        • @Borat: „Sollte man sich notariell beglaubigt die Einwilligung einer Frau dazu holen, damit sie sich nicht doch plötzlich vergewaltigt fühlt?“

          Jemand, der so misstrauisch gegenüber allen Frauen ist wie du sollte das wohl tun. Und wenn du Pech hast, bist du trotzdem wegen Vergewaltigung dran – tja, so grausam ist die Welt!

          „Oder ist das halt das Risiko was der Mann eingehen muss um mit einer von den besten Frauen der Welt spielen zu dürfen?“

          Risiko bei Tunnelspielen besteht ja nicht nur einseitig…

        • *Jemand, der so misstrauisch gegenüber allen Frauen ist wie du sollte das wohl tun.*

          Also da muss ich natürlich dem Feminismus auch mal zu Gute halten dass dieser gar nicht misstrauisch allen Männern gegenüber ist.

          Auch unsere Frauen sind was das angeht vorbildlich, ja gerade zu ein Quell angstfreier und psychisch kerngesunder Sponaneität und Offenheit.
          .
          Schockiert bin ich dagegen immer wieder auf meinen Geschlechtsreisen in Asien wie entmutigt, verängstigt, eingeschüchtert und phlegmatisch die Frauen dort durch das rückständige Geschlechterverhältnis sind.

          *Risiko bei Tunnelspielen besteht ja nicht nur einseitig…*

          Deswegen rechne ich den Mut den vor allem hier Frauen aufbringen so hoch an, bei all dem was in der Welt und in fernen Ländern so schlimmes passiert, wie viele millionen Frauen deswegen ihr Leben schon lassen mussten.

          Mein Risiko ist dagegen fast ausschließlich selbstverschuldet, falls ich eine schlechte Performance liefere, nicht mit Elan bei der Sache bin, meine Erektion zu wünschen übrig lässt und vielleicht wie so oft noch was falsche sage.

          Da ist es in schweren Fällen mehr als gerechtfertigt dass ich von der Polizei am Flughafen auf meinem Weg nach Asien abgefangen werde.

        • @Borat: „Also da muss ich natürlich dem Feminismus auch mal zu Gute halten dass dieser gar nicht misstrauisch allen Männern gegenüber ist.“

          Jaja, die Ironie. Ich hatte dich aufgrund deiner Aussagen in der Vergangenheit persönlich angesprochen, du musst wieder verallgemeinern. Aber das kann ich verstehen, ist eben ein Punkt, wo du mich mal wieder überhaupt nicht treffen kannst, da ich tatsächlich kaum misstrauisch gegenüber Männern bin.

          „Auch unsere Frauen sind was das angeht vorbildlich, ja gerade zu ein Quell angstfreier und psychisch kerngesunder Sponaneität und Offenheit.“

          Wie gut, dass du das auch erkennst 😀

        • @ Miria

          „Gibt es durchaus, gehört in die Kategorie
          Tunnelspiele“

          Vergewaltigung mit Todesfolge gleich
          ultimatives Tunelspiel oder Unfall?

        • @miria

          Ja, ich weiss doch, es gibt _den_ Feminismus nicht. Feminstinnen gibt es auch oft „nicht“.

          Fur viele Frauen und insbesondere Feminstinnen gibt es vor allem das „nicht“.

          Ich bin nicht so!

          Es werde nicht!

          *..da ich tatsächlich kaum misstrauisch gegenüber Männern bin.*

          Haben dich da nicht schon mal deine „Lieblinge“ gefragt wie lange du dein Leben noch so leichtfertig aufs Spiel setzen willst?
          Für mich ist das irrelevant, ich hab doch eh Angst vor Frauen.

          Warum bekomme ich eigentlich gerade das Gefühl ein Blog ist wie eine Patientenakte der Psychopathologie?

          @Red Pill

          *Vergewaltigung mit Todesfolge gleich
          ultimatives Tunelspiel oder Unfall?*

          Mann tot -> Unfall
          Frau tot -> Unfassbares Verbrechen

      • *“Ich erlebe häufig, dass Frauen davon träumen, Gewalt in der Sexualität zu leben, während sich die Männer nicht trauen, weil sie den Frauen nicht wehtun wollen.”*

        Da bin ich als Frauenhasser klar im Vorteil.

        Mental wie körperlich, bei mir gibts das volle Programm der Schmerzen.

        Und mit meinem IQ von 195mm kann ich auch manchen Muttermund zu Tränen rühren.

        Das ist natürlich erst mal irritierend wenn man leichte Schmerzen zufügt, an ein paar Stellen der Frau mal ein bisschen fester rumdrückt und beobachtet wie sie auf einmal abgeht.

        Mit unseren besten Frauen der Welt geht das aber oft nicht, die können es sich einfach nicht eingestehen, passt einfach nicht zu ihrer Illusion der bessere Mann zu sein.

        Und dann gibt es noch welche die dabei total abgehen und erst danach wird ihnen Bewusst was passiert ist und sie schreien Vergewaltigung.

        Wie war das eigentlich bei Kachelmann?

        Ach nee, lass lieber.

        • @miria

          Ich glaub eher du verstehst die Ironie nicht.

          Gut, ich mache es den Leuten ja auch so schwer, keine Emoticons, keine Smilieys und keine inflationär-hysterische Zeichensetzung „?!?!??!???!??!?!?!?“.

          Ich vermute auch mal du bist der Typ unserer besten Frauen der Welt der „dominanzfreie Dominanz“ will, weil wirklich dominieren muss sie ja selbst, unter dem schlimmen dominierenden Mann haben die Frauen ja die letzten Jahrtausende so sehr gelitten, und Mutti erst!
          Diese dunklen Zeiten sind ja zum Glück vorbei, da darf Frau sich doch nicht wieder reinziehen lassen!

          Ist halt auch echt schwierig einen dominanzfreien Dominator zu finden, der die Schuld und die Strafe einer gespaltenen, ambivalenten Persönlichkeit auf sich läd, aus „Liebe“.

        • @christian

          Dann nenn es den Widerspruch zwischen der Aussage dass ein Mann einer Frau „aus Liebe“ Schmerzen zufügen soll und mir, der Frauen deswegen ja hassen muss.

  3. Ähm… Und was ist, wenn Frau mehr Lust hat und braucht als Mann? Gibts darüber Umfragen?

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Frau sich nach einer Weile in der Beziehung mit so einem ungleichen Bedarf so richtig schäbig bzw nymphomanisch vorkommt. Um es mal ganz übertrieben auszudrücken: Frau fühlt sich wie die Hure von Babylon. Ich hatte auch das Gefühl, dass Mann sich wohl minderwertig vorkam (ich bin ihr nicht genug bzw nicht gut genug), weil er nicht so oft konnte, wie die Frau es braucht. Somit nahm sex mit der Zeit immer mehr ab, weil die Frau sich dem Mann nicht aufdrängen wollte. Und der Mann fand irgendwann mal eine jüngere Frau mit streng konservativem Erziehungshintergrund, die eben kein Vamp.

    Die platonische Gefühle über sex zu definieren ist der Fluch des Menschen. Im Tierreich sind die Sachen simpler.

    • @lostsoul

      „Ähm… Und was ist, wenn Frau mehr Lust hat und braucht als Mann? Gibts darüber Umfragen?“

      Müsste sich ja dann eigentlich in den Befragungen der Männer niederschlagen. Es ist aber zu befürchten, dass es eher untergeht, weil es der seltenere Fall ist.

      Hier ein paar statistiken:

      https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/20/sextrieb-bei-mannern-und-frauen/

      Ard (1977) reported a survey of couples who had been married for over 20 years. He found that “husbands continued to prefer intercourse more frequently than wives” (p. 274). In fact, wives consistently reported that they were quite satisfied with the amount of sex they had in their marriages, but men on average wished for about a 50% increase. M. Brown and Auerback (1981) likewise found that a majority of husbands (60%) but only a minority of wives (32%) said they would prefer to have sex more often. A more recent study by Julien, Bouchard, Gagnon, and Pomerleau (1992) found that husbands and wives agreed that the men were more sexually active and frisky. Even more relevant, Julien et al. (1992) found that men were more likely than women to report having less sex in marriage than they wanted. With a sample of couples ages 51 to 61, Johannes and Avis (1997) found that women were more likely than men to wish for less frequent sex than they were having, whereas husbands were more likely to wish for more frequent sex than they were having. A study of elderly couples in Sweden likewise found that men wanted more frequent sex than women (Bergström-Walan & Nielsen, 1990). Indeed, the authors of that study concluded that “men are significantly more sexual than women, in all ages and in all respects” (p. 289). Those findings refer to mature couples who are well into long-term relationships. One might expect that men and women would be more similar early in relationships. Yet data show that at the start of a relationship, men desire sex more than women. Abundant evidence confirms that men are ready for sex earlier in a relationship than women. In a large Australian sample, McCabe (1987) found that the category of people who were in a committed relationship, who wanted to have sex, but who were not having sex, consisted almost entirely of men. (…) Thus, within heterosexual relationships, men want sex more than women at the start of a relationship, in the middle of it, and after many years of it. Consistent with that sweeping conclusion, McCabe (1987) found that men in relationships (across the full sample and all 246 BAUMEISTER, CATANESE, & VOHSlevels of relationship longevity) showed significantly more desire for intercourse than they were having, whereas women had about what they wanted. (…)

      Dass es natürlich auch für die Frau Mist ist, wenn sie mehr Sex will ist klar. Zumal dann tatsächlich noch die zusätzliche Komponente „er kann nicht“ dazukommt.

      • Dinge ändern sich über die Zeit. die ersten Jahre (da haben wir noch nicht zusammengewohnt) fiel mal der Satz „wäre total komisch wenn wir in einem Bett schlafen würden und nicht miteinander schlafen würden“, der kam von ihr, und ich hätte den dann auch bedingungslos unterschrieben. Dann ist man länger zusammen, und es wird weniger, das ist glaub ich, normal (auch beidseitig). Dann verändert sich das aussehen, man findet sich vielleicht nicht mehr ganz so heiss.. In der Welt Geschichte sind dann noch Kinder dabei. Wer kleine kinder hat, der weiss wie müde man sein kann.. da geht dann echt mehr luft raus. Das ändert sich dann auch alles wieder, aber dass man nach 20 Jahren nicht mehr so oft sex hat wie in den ersten Jahren, ist vermutlich beidseitig relativ normal.
        Interessant zu schauen wäre, ob sich eine (lange) feste Bindung unterschiedlich auf den Sexualtrieb von Mann und Frau auswirken. Wie du meintest, „das probiert man doch vorher aus“, funktioniert nur begrenzt.

        • Prinzipiell hast Du völlig recht (ich kann das auch über die Zeit von 20 Jahren nachvollziehen). Aber im Kommentar von @lostsoul klang es nicht nach einer Beziehung, in der es an der Zeitdauer lag.

        • Geht das bei eher von beiden seiten aus oder ist das eher einseitig?
          Aber das ist auch in kürzerer zeit als 20 jahren zu beachten.. meist dann, wenn das „verliebt“ sein nachlässt und das „kribbeln im bauch“ nicht mehr permanent ist. Wenn beide seiten sich eben nicght mehr nur von ihrer besten seite zeigen…

      • bei den 20j sind nicht alle auf meinem konto, aber wohl auf seinem. zumindest sehe ich da ein verhaltensmuster. klar, dass im laufe der jahre und der beziehung auch andere faktoren mitspielen. und das mit dem „probe fahren“ ist ja so ’ne sache… manch einer fährt nach der probefahrt jahrzehntelang dasselbe auto, manch anderer fährt alle paar jahre was neues zur probe.

  4. Wir sehen hier nur das binäre Schema: Lust oder keine Lust. Es gibt doch aber in einer guten Beziehung(*) viele Abstufungen dazwischen. Sowohl Frauen als auch Männer können sich auf ein Spiel einlassen, auch wenn sie z. B. am Freitagabend nicht von Anfang an Lust haben. Fernseher, Rechner und Smartphone ausschalten, kuscheln – und im Spiel kommt dann bei beiden Lust auf.

    (*) Sicher gibt es auch heute noch Partnerschaften, in denen die Frau nur noch denkt »Close your eyes and think of England«. Aber das dürfte doch hoffentlich eher selten sein. Ich sehe den eingangs zitierten Artikel nicht unbedingt als repräsentativ an. In dem Artikel sind Anekdoten geschildert und da ist auch viel Richtiges dabei. Aber man kann mehr aus seiner Beziehung machen, wenn der Mann nicht nur seinen spontanen Trieb durchsetzt und die Frau nicht nur »duldet« …

  5. Das Weibchen will eben bei den meisten Arten weniger Sex als das Männchen. Es kann ja i.d.R. im Gegensatz zum Männchen nicht durch immer mehr Sex den eigenen Fortpflanzungserfolg immer weiter steigern.

    Hinzu kommt noch, dass der feste Beziehungspartner eines Weibchens von Natur aus in vielen Fällen gar nicht erste Wahl ist. Denn richtig Auswahlmöglichkeiten haben Weibchen dann, wenn es in der Population gar keine Beziehungen gibt, sondern nur beziehungslosen Sex (Dann natürlich auch nicht immer, z.B. wegen Kämpfen unter Männchen.).
    Weibchen „wollen“ aber sexy Söhne produzieren, die dann die eigenen Gene gut verbreiten. Sind nun bei einer Art die Weibchen stark abhängig von elterlichen Investitionen des Beziehungspartners, wollen aber trotzdem Sex mit dem attraktivsten Männchen haben, bleibt nur der Seitensprung. Die „Frucht“ der diesbezüglichen „Sünde“ wird dann dem gehörnten Beziehungspartner untergeschoben, den man dann auch treffend als „Beta-Versorger-Trottel“ (HA HA HA – irgendwo habe ich hier die Tage dieses Wort gelesen! Beeindruckend!) bezeichnen kann.

    Fazit: Das Weibchen will erstens sowieso viel weniger Sex als das Männchen, und wenn, dann (zumindest in vielen Fällen) lieber mit George Clooney als mit dem eigenen Freund oder Ehemann. Machen wir uns nichts vor: Bei Herrn Clooney hätten die Lust auf Sex, selbst dann, wenn sie gerade Migräne haben!

    Lösung: Mit einer passenden Biowaffe die Damenwelt auf Nymphomanie (und dazu noch am besten auf Treue!) umprogrammieren läuft wohl nicht… – leider!!!

    • @Matthias

      Man könnte es auch andersrum formulieren: Evolutionär lohnt es sich bei Menschen eigentlich fast immer, wenn der Mann mehr Sex will als die Frau, sofern er die Möglichkeit zu Seitensprüngen hat ohne damit seine Beziehung zu gefährden. Denn für ihn sind die Kosten minimal.

      Angesichts des zusätzlichen Drucks durch die Vorteile der Vaterschaftssicherheit auf die Frau kann ich mir nicht vorstellen, wie sie evolutionär bei der menschlichen Konstellation im Sextrieb aufschließen kann abseits einer Nischenstrategie

      „Mit einer passenden Biowaffe die Damenwelt auf Nymphomanie (und dazu noch am besten auf Treue!) umprogrammieren läuft wohl nicht… – leider!!!“

      Nymphomanie setzt meine ich meist bei der Bedürfnisbefriedigung ein meine ich, bei Dopaminrezeptoren die häufiger einen „Kick“ brauchen.

      Es gibt allerdings Frauen mit einem sehr hohen Sexualtrieb bzw. einer sehr starken und leichten Erregbarkeit. Würde mich interessieren, ob es da Studien zu gibt.

      • @ Christian

        „Angesichts des zusätzlichen Drucks durch die Vorteile der Vaterschaftssicherheit auf die Frau kann ich mir nicht vorstellen, wie sie evolutionär bei der menschlichen Konstellation im Sextrieb aufschließen kann abseits einer Nischenstrategie“

        Ja, das sehe ich auch so. Im Sextrieb zum Männchen aufschließen schafft das Weibchen nur bei Arten wie dem Bonobo, wenn überhaupt. Dort setzt ja – so kann man es jedenfalls auch interpretieren – das Weibchen Sex als Erhebungstaktik zum „casten“ von konkurrenzstarkem Sperma ein, um Söhne zu haben, die in Spermienkonkurrenz stark sind.

        „Nymphomanie setzt meine ich meist bei der Bedürfnisbefriedigung ein meine ich, bei Dopaminrezeptoren die häufiger einen “Kick” brauchen.“

        Kann sein, weiß ich jetzt nicht. Wird wahrscheinlich auch an noch mehr dran hängen.

        „Es gibt allerdings Frauen mit einem sehr hohen Sexualtrieb bzw. einer sehr starken und leichten Erregbarkeit. Würde mich interessieren, ob es da Studien zu gibt.“

        Die wird es vielleicht schon geben, ich kenne jetzt aber keine dazu. „Umprogrammieren“ werden wir Menschen eh niemals können… – und wenn, wäre es ethisch nicht vertretbar und wahrscheinlich voller Nebenwirkungen. Aber gut, das hast Du ja wohl auch nicht vor.

        Aber an welchen Faktoren das hängt, ob eine Frau leicht erregbar ist, und wie stark ihre Triebstärke ist, das ist natürlich interessant.

        So weit ich weiß (Aber dürftest Du auch wissen.), verstärkt zusätzliches Testosteron den Sexdrive einer Frau. Die Nebenwirkungen aber bei Dauergebrauch sind nicht zu unterschätzen (männlicher Haarausfall bei ihr, vielleicht erhöhte Tumorgefahr usw.)

        • @Matthias: „Aber an welchen Faktoren das hängt, ob eine Frau leicht erregbar ist, und wie stark ihre Triebstärke ist, das ist natürlich interessant. “

          Ich glaube, dass die meisten Frauen leicht erregbar sind. Die Frage ist nur wodurch? Da Frauen sich individuell vermutlich stark unterscheiden, kann es sein, das der Gegenpart einfach nur nicht weiß, wodurch die entsprechende Frau erregbar ist. Bei Männern ist es wohl einfacher, da die Unterschiede nicht so groß sind. Diese Vermutungen beruhen auf persönlichen Erfahrungen und erheben nicht den Anspruch Fakten zu sein – Studien habe ich dazu auch keine 😉

        • @ Miria

          Glaub ich auch. Insofern haben es Männer also schwerer, wenn sie öfter nicht wissen, wie ihre Partnerin erregt werden kann.

          Obwohl: Bei Männern gibt es auch große Unterschiede, auf was sie stehen und was bei ihnen sexuelle Erregung triggert.

    • den weiblichen trieb umprogrammieren geht in den meisten fällen sehr leicht 😉 die pille allein schrumpft schon das libido. zumindest bei einem grossteil. nur merken die frauen es erst gar nicht oder recht spät, weil die im alltag ohnehin schon genug zu tun haben. wie war das in einem russ. spruch „auswährts eine Lady, im haushalt eine perfekte Hausfrau und im bett eine Hure!“ ähm… gibbets ed! für so viel ansprüche müsste man aufputschmittel nehmen, um den dauerantrieb zu erhalten 😉

      • „für so viel ansprüche müsste man aufputschmittel nehmen, um den dauerantrieb zu erhalten“

        Deshalb kann es ja Sinn machen verschiedene
        Funktionalitäten auf verschiedene Personen
        zu verteilen.
        😉

      • @ lostsoul

        Umgekehrt steigert die peri/postmenopausale Hormonsubstitution die Libido der Frauen ungemein.

        Die sich daraus ergebenden Beziehungsprobleme sind allen Psychotherapeuten und Frauenärzten bekannt, werden aber interessanterweise öffentlich kaum diskutiert.

        • weil man in unserer gesellschaft über sex im alter nicht diskutiert wird. weil die menschen ab dem alter keins haben (sollte man glauben)

          es ist profitabler über die mit hormonen überladene jugend zu berichten/diskutieren 😉

        • *Umgekehrt steigert die peri/postmenopausale Hormonsubstitution die Libido der Frauen ungemein.*

          Deswegen wurde die blaue Pille erfunden, damit die Männer nicht so darunter leiden müssen.

          Ich kann glaube ich solche peri/postmenopausale Hormonsubstituierten schon am Geräusch erkennen. Dann noch ein Blick auf die extravaganten Stöckelschuhe die so gar nicht passen, ein surreales Bild wie ein Carbonfaser-Spoiler an der Kehrmaschine und mir ist es klar.

          Ist es für diese Hormonsubstituierten nicht sehr frustrierend wenn sie zwar geil sind, aber so wenige Männer darauf anspringen, sich eher vornehm zurückhalten, entziehen oder sogar ablehnend wie ich reagieren?

          Werden die Hormonersatzpäparate auch gerne mit Antidepressiva kombiniert?

          Das Leben der peri/postmenopausalen Wohlstandsfrau scheint kein Zuckerschlecken.

        • „Das Leben der peri/postmenopausalen Wohlstandsfrau scheint kein Zuckerschlecken.“

          Dein Vergleich mit dem Carbon-Spoiler mag für
          viele (auch Männer) ziemlich brutal tönen,
          trifft den Nagel aber voll auf den Kopf.
          Auch für Männer Ü50 die etwas im Leben
          zustande gebracht haben und die sich in
          den nicht sexuellen Gebieten des Lebens
          an hohe Qualität gewohnt sind, können
          solche Frauen nicht wirklich Freude machen.
          Ist eigentlich schon von einem Standpunkt
          der Verhältnismässigkeit her logisch.
          Er wird sich deshalb wenn vielleicht auch
          nur Temporär etwas zur Brust nehmen,
          was wirklich Spass Macht.

        • *Dein Vergleich mit dem Carbon-Spoiler mag für
          viele (auch Männer) ziemlich brutal tönen,
          trifft den Nagel aber voll auf den Kopf.*

          Meine kranke Phantasie hat mich das in echt sehen lassen, praktisch inspiriert von einer Ü60-Frau auf absurd hohen, schwarz glänzenden Stöckelschuhen eine selbstgeißelnde Gehbehinderung zelebrierend.

          Haben sich da ein paar Hormone aus ihrem Fettgewebe gelöst oder hat sie die falschen Geriatrika bekommen?

          Gut, ist auch nur menschlich, so wie ganz wenige die sich ein Bein amputieren wollen um in den Genuß des Behindertenstatus zu kommen.

    • *Die “Frucht” der diesbezüglichen “Sünde” wird dann dem gehörnten Beziehungspartner untergeschoben, den man dann auch treffend als “Beta-Versorger-Trottel” (HA HA HA – irgendwo habe ich hier die Tage dieses Wort gelesen! Beeindruckend!) bezeichnen kann. *

      Sie projizieren, auch ihren Wunsch.

  6. Es ist das, was Frauen gesagt haben, es muss deshalb noch lange nicht stimmen.

    Allerdings habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass in langjährigen Beziehungen das Interesse an Sex mit dem Partner abnimmt, bei der Frau und beim Mann. Sobald ein anderer Partner ins Spiel kommt, kann das schon wieder ganz anders aussehen.

    Von Seiten der Frau kommt dazu, dass, selbst wenn sie ihren Mann liebt, sie versucht ihn zu betaisieren. Gelingt ihr das, mag sie ihn noch immer lieben, besonders geil findet sie ihn aber nicht mehr.

    Gelingt es ihr nicht, ist es der Mann, der die Lust auf seine Frau verliert.

    Man sollte sich auch überlegen, ob Liebe und Bequemlichkeit hier nicht gefährlich nahe bei einander liegen, so dass nicht mehr klar ist, was hier genau die Motivation ist, zusammen zu bleiben.

    • so ist es! bequemlichkeit. solange auf dem altenpferd reiten, bis das passende neue unterm arsch zu spüren ist. in meinen augen ist es verachtenswert und feige dem partner gegenüber. aber ehrlich sein verletzt die gefühle, bla-bla… als ob verrat nicht die gefühle verletzt.

    • „Sobald ein anderer Partner ins Spiel kommt, kann das schon wieder ganz anders aussehen.“

      Wichtig ist dabei zu beachten, dass
      die Motive etwas anderes zu suchen bei
      Mann und Frau nicht gleich sind.
      Beim Mann ist es vor allem der Wunsch
      nach Varietät, entspricht einem natürlichen
      Drang, seine Gene möglichst breit zu
      streuen.
      Bei der Frau ist es der natürliche Drang
      nach einem Partner mit guten Genen oder
      mit viel Charakt€r oder eine Kombination
      von beidem. Nennt man Hypergamie.

      • „Beim Mann ist es vor allem der Wunsch
        nach Varietät, entspricht einem natürlichen
        Drang, seine Gene möglichst breit zu
        streuen“

        Wieder mal hervorragend auf den Punkt gebracht.

        Deshalb ist das Fremdgehen in Beziehungen auch nicht das Gleiche.
        DIe Gefahr, dass für die Frau das FRemdgehen die erste Stufe zur Anbahnung einer neuen Beziehung ist, bekomt im Rahmen des Hypergamie-Konzeptes eine viel plausiblere Relevanz.

        Für den Mann ist es eher ein Verhalten im Rahmen seiner (polygamen ) Varietät, so dass er seine alte Beziehung gar nicht aufgeben will.

        Deswegen haben die „offenen “ Beziehungen in den 70 gern auch nicht funktioniert

        Wurde jedoch nie unter dem „hypergamen“ Aspekt gesehen/diskutiert. Oder ?

        ALLES EVOLUTION eben ?

    • @salvatore

      „Von Seiten der Frau kommt dazu, dass, selbst wenn sie ihren Mann liebt, sie versucht ihn zu betaisieren“

      womit er für sie eher uninteressant wird, so dass sie eher bereit ist ihn zu verlassen

      „Gelingt es ihr nicht, ist es der Mann, der die Lust auf seine Frau verliert.“

      womit sie für ihn uninteressant wird, so dass er eher bereit ist, sie zu verlassen.

      Legt mann dieses evolutionsbiologische Modell zugrunde, wäre ja die zentrale Frage in einer Partnerschaft: Gelingt die BETAISIERUNG
      des Mannes.

      Bliebe natürlich die Frage, was passiert in Partnerschaften, die lebenslang halten (und funktionieren). Sind das alles ALPHA Beziehungen ?

  7. @ Christian

    Was sagst du zu den Ergebnissen anderer Studien/Umfragen? z.B.

    http://www.freshdads.com/magazin/europ%C3%A4ische-umfrage-enth%C3%BCllt-weibliches-sexualleben-frauen-w%C3%BCnschen-sich-mehr-sex

    http://www.welt.de/vermischtes/article735774/Die-fuenf-groessten-Irrtuemer-beim-Thema-Sex.html

    (Abgesehen davon, dass ich „Die Welt“ für alles andere als ein Qualitätsmedium erachte,ging es meines Wissens nach in dem von dir zitierten Artikel eigentlich um eine Buchvorstellung)

    Es gibt zu diesem Thema bekanntlich zahlreiche Untersuchungen, habe mir auch die Pfizer-Studie vor längerem mal genauer angeschat, kann sie aber gerade auf die schnelle nicht finden.

    • @ Garconne

      Dass dieser Beitrag in der Welt kein Qualitätsbeitrag ist, liegt weniger am Medium als am Produzenten. Der ist Teil des femizentrisch-feministischen Rosa Rauschens, dessen Empirie eher anekdotisch als statistisch unterfüttert zu sein scheint:

      http://www.singleberater.de/Christian%20Thiel.htm

      Zitat:

      Was ist Ihr ultimativer Beziehungstipp für Männer, und welchen ultimativen Tipp geben Sie Frauen?

      Männer sollten öfter dankbar sein, für all das, was ihre Frauen für sie tun. Das ist in der Regel eine ganze Menge. Männer profitieren in einer Partnerschaft ganz enorm, das belegen alle Untersuchungen. Frauen schaffen ein angenehmes Heim, sorgen für die Kinder, sie kümmern sich um Freunde und Bekannte und stärken ihren Männern den Rücken. Auch in der Beziehung selber sind Frauen in der Regel die Kümmerer. Sie sprechen Konflikte an, bemühen sich um Lösungen. Manchmal bin ich in Beratungen sehr erstaunt, in welchem Ausmaß Männer das alles für selbstverständlich halten. Mehr Dankbarkeit von Seiten der Männer würde in vielen Partnerschaften wahre Wunder wirken.

      Und die Frauen?

      Frauen sollten Ihre Unzufriedenheit mit ihren Männern nicht zu lange hinnehmen. Dann kommt es nämlich zu den gefürchteten Aussprachen, die mit dem Satz: „Wir müssen reden!“ anfangen. Für viele Männer ist das keine angenehme Gesprächseröffnung, sondern eher wie eine Kriegserklärung. Sie fürchten Vorwürfe und die kommen auch prompt. In aller Regel sind es die Frauen, die schwelende Konflikte auch ansprechen. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, dass sie das höflich tun. Das hat einen einfacher Grund: Ein Konfliktgespräch endet beinah immer so, wie es begonnen hat. Wenn die Eröffnung durch die Frau also aggressiv und pampig war, dann wird der Mann entsprechend reagieren. Spricht die Frau das Problem aber höflich und ohne Vorwürfe an, dann sind die Aussichten auf eine Lösung gut.*

      http://www.elitepartner.de/magazin/interview-mit-christian-thiel-manner-sollten-ofter-dankbar-sein.html

      Im Klartext:

      Männer sollten dankbarer sein. Ihr Problem ist IHRE Undankbarkeit.

      Nicht, dass sie vielleicht auch legitime Gründe hätten, mit der Partnerin unzufrieden zu sein.

      Nein, die Kerle sind undankbar.

      Frauen dagegen sollten ihre Unzufriedenheit früher äußern, Ihr Problem: Sie sind zu geduldig mit den miesen Männern.

      Fazit: Frauen sind zu gut für die Kerle.

      Als Mann würde ich um einen so frauenlastigen „Beziehungsberater“ einen großen Bogen machen. Als Frau, mit der Absicht, meinen Mann zum Beziehungsflokati zu dressieren, würde ich ihn mit Männe im Schlepptau hoffnungsfroh aufsuchen.

      Man erzähle den Konsument.I.nnen, was sie hören wollen und mache Umsatz.

      Dasselbe gilt für die Pfizer-Umfrage, vermute ich mal, solange ich nicht weiß, wer sie wie gemacht hat, bei wem und warum.

      Wer ist Pfizer, was verkauft Pfizer?

      Die Umfrage hat keine evoluitionspychologische Forschungseinrichtung gemacht, sondern wurde wahrscheinlich von der Marketingabteilung Pfizers gesponsort, vermute ich mal

      „Männer, schluckt Viagra, damit Eure Frauen zufrieden mit Eurer Leistung sind!“

      Das ist der Marketingansatz dieser Umfrage, Seelenmassage bei den Männern, um der Göttergattin die Zellulitismassage zu ersparen.

      • @ Alexander

        Hier als Kontrapunkt zu den Ratschlägen
        dieses Schleimers C.Thiel. Ein etwas
        langer Text, deckt aber nach meinem
        Dafürhalten das Wesentlichste was ein
        Mann für den erträglichen Umgang mit
        den Weibchen unserer Spezies wissen
        muss ab.

        Punishment and Reward In Seduction

        Whether during the initial pickup or in a relationship of any kind with
        a chick, rewarding and punishing is crucial. A lot of guys will make the
        mistake of trying to alleviate bad behavior by kissing up to a girl,
        trying to distract her, or going overboard and getting angry or
        reactive. None of these are the correct solution for maintaining both
        your value and your attainability in the interaction or relationship.

        Most guys in the pickup community who are successful at picking up girls
        recognize the importance of rewarding and punishing during the pickup:
        if you don’t punish bad behavior, she will think you are a pushover,
        lose interest, and blow you out. If you reward good behavior, she will
        try harder to make you happy and hopefully the night will end with a
        romp in the sack. Where a lot of guys drop the ball later on is in the
        relationship stage.

        The fact is, most of the guys you will talk to simply don’t think of
        their relationships in terms of mapping a girl to behave the way they
        want. But it can be done, and it’s not terribly difficult – and it will
        make your relationships that much more enjoyable, supportive, and strong.

        So here’s a challenge: begin looking at your relationships in these
        terms. Everything your girl does can be interpreted as either good
        behavior or bad behavior. If you like what she is doing, you MUST reward
        her, or else she will likely stop doing it, forget about it, or just
        think you don’t care. If on the other hand you DON’T like what she is
        doing, you must punish her, or she will keep doing it and lose respect
        for you all the way.

        Rewarding is easy. Reward girls with the three A’s – affection,
        attention, and appreciation. With but a few exceptions, every girl wants
        to be loved and held and cherished. If you thank her, touch her, kiss
        her, or fuck the daylights out of her for doing something good for you –
        do you think she will want to do it again? You bet. In terms of the
        actual pickup, kinoing on the highpoints, qualifying her when she
        says/does something that impresses you, and giving her an SOI are all
        rewards. Together, they reinforce the behavior that they are being used
        to reward.

        Punishing is a bit tougher. When a lot of guys say „punish“, what they
        mean is „take“. You should never „take“ anything. This is key:

        REWARD, in the context of relationships, means to choose to give.
        PUNISH, in this context, means to choose NOT to give. A high value guy
        has no need or desire to ever take from anyone – only low value guys try
        to take from others, because they are trying to make up for what they lack.

        Punishing is done with freeze outs, zoning out, becoming distant,
        withdrawing kino. Things of that nature. You aren’t insulting her or
        getting mad at her or telling her to get lost, you are just not giving
        of yourself to her.

        If you get angry and react emotionally to anything a girl does, that is
        not punishment. It is actually, in a twisted way, a kind of reward – you
        are giving her validation by showing to her that she has emotionally
        affected you.

        The exception to this is if a girl reacts emotionally to you first.
        Typically this will happen if your attainability is too low – she is
        feeling like she can’t have you (during the pickup) or might lose you
        (during a relationship). In certain situations, if she is angry or upset
        at you, getting angry or upset at her is okay and sometimes even
        preferred. In this scenario, the fact that you are reacting emotionally
        to her actually shows that you care. Typically you should only get
        emotional if she is 1) emotional and 2) afraid that you don’t care about
        her. Otherwise, stay away from any emotional reactions like hemorrhagic
        fever. Nonchalance is the word du jour, tout les jour.

        The interesting thing about rewarding and punishing is that it is so
        subtle. Unless you are blatantly obvious about it (which you really
        shouldn’t be), girls will likely never realize what you are doing… it
        simply builds unconscious connections in their brains. They learn pretty
        quickly, „Okay, don’t give this guy shit, I don’t get good feelings when
        I do it with him like I do with other guys who kiss up to me when I give
        them shit.“ Especially in relationships, the effects build up over time.
        As you reward and punish, reward and punish, you can get a girl’s
        behavior to the point where she is pretty much always happy and positive
        and supportive around you, which is what you want. Unless she’s a fucked
        up psycho girl, in which case hopefully you realized that before you got
        involved with her and you know what you are doing. But I guess hey,
        psycho girls need love too.

        Anyway, a big key to all this is to make sure that you reward the right
        things. If you reward bad behavior (even inadvertently), you are
        reinforcing that behavior and you will see it more and more. So if a
        girl is doing something you don’t like, punish it using the two I’s –
        ignorance and indifference. Ignore her a bit, be indifferent. It will
        show her that behaving badly around you gets her nothing – and if you
        usually provide affection and good feelings to her, she will want to get
        back to that.

        Rewarding and punishing is vitally important from the moment you meet a
        chick all through pickup, seduction, and into the relationship. So long
        as you remember to reward good behavior and punish bad behavior, your
        life will be so much easier. Try it. You’ll like it.

        Reward good behavior intermittently, punish bad behavior promptly.

        • @ Red Pill

          Ja, das erscheint mir ein taugliches Verhaltensmuster zu sein. Braucht allerdings einen selbstbewussten Mann, der nicht sein Büßerhemdchen bügelt wg, Drölfzig Millionen Jahren Frauenunterdrückung, sondern der weiß, welche Lasten nicht nur Frauen für Männer, sondern auch Männer für Frauen getragen haben, der weiß, dass Männer Frauen nicht mehr schulden als Frauen Männern, der weiß, wie sehr gerade der Sozialstaat entkonkfetisiert und verschleiert, was Männer heute für Frauen leisten.

          Was bei diesen die Wahnidee aufkommen lässt, Männer seien ja eigentlich nutzlos, schließlich gäbe es da ja noch den Sozialstaat und die Helfer.I.nnenindustrie.

          Das könne man als Frau alles annehmen, ohne dankbar zu sein, ohne auch nur an GEGENLEISTUNG zu denken.

          Schließlich steht einem das ja zu!

        • Korrektur:

          wie sehr gerade der Sozialstaat entkonkretisiert und verschleiert, was Männer heute für Frauen leisten.

          Was bei diesen die Wahnidee aufkommen lässt, Männer seien ja eigentlich nutzlos, schließlich gebe es da ja noch den Sozialstaat und die Helfer.I.nnenindustrie.

      • @roslin

        *Das ist der Marketingansatz dieser Umfrage, Seelenmassage bei den Männern, um der Göttergattin die Zellulitismassage zu ersparen.*

        Die Umerziehung, Medikamentös begleitet, vom Misogynist zum Massagynist.

    • Und aus der Welt:

      *Unzufriedenheit kann zum Beispiel entstehen, wenn in einer Partnerschaft die Hausarbeit unfair verteilt ist. ….*

      Hier weiss der aufgeklärte Mann dass die Äußerungen mit der der Rationalisierungshamster ihre Unzufriedenheit bekundet weniger mit der eigentlichen Ursache sondern damit zu tun haben was zeitgestkonform und plausibel geglaubt wird.

      Das ist der allgegenwärtig beschworene unemanzipierte, rückständige Mann der den Müll nicht runter trägt, der unsere Zivilisation untergehen lässt, der die Vereinbarkeit von Kind und Karriere unserer Frauen torpediert und dessen Old-Boys Netzwerke mit der Quote zum Wohl der Menschheit, zum Endsieg des besseren Menschs, aufgebrochen werden müssen.

      (Ich komm mir langsam wie ein maskulimimiministischer Textbaustein-Bot vor, ich wurde von Roslin hypnotisiert! Oder war es das Krümelmonster?)

      Wegen der mangelnden Korrelation zwischen den Äußerungen des Rationalisierungshamsters und dem unbewussten Problem bleibt es meist auch so hartnäckig, selbst wenn Mann es „löst“.

      Sagt eine Frau auch nur Ansatzweise irgend etwas in diese Richtug, so sollten beim Mann sofort alle Warnlampen angehen und er sollte noch mal nachprüfen ob er es nicht doch mit einem tiefer liegenden und schwer bis gar nicht lösbaren typischen Fall misandristischer Verdammnis zu tun hat.

      Und nicht mit dem Schwanz denken, liebe Männer!

      • @ Borat

        *Oder war es das Krümelmonster?)*

        Das Krümelmonster ist meine wahre Natur. Nur kann man ja als Krümelmonster bei Hofe nicht reüssieren.

        (Bei Tippse schon. Die backt gerne Kekse, die ich dann mit ihr und Vergnügen zum Tee knabbere).

        Aber der Herr Thiel, Philosoph und Germanist, hat die Welt-und Frauensicht, die ich von heutigen Philosophen und Germanisten erwarte, die Kant und Schopenhauer und Nietzsche vor allen danach durchforsten, inwieweit sie FRAUENFEINDLICH SIND.

        Was an Erkenntnis darin steckt, u.a. über die zeitlose männlich-weibliche NATUR, das ist diesen weichgespülten Empathen Hekuba.

        Um das bemerken zu dürfen müssen sie erst Mama fragen.

        Und die sagt regelmäßig nein.

        Ein bißchen Evopsych könnte da nicht schaden.

        Da aber seien Papa Freud und Alfred Adler vor.

  8. Den Spruch – „Ein bisschen bi schadet nie“ – kennen wohl die meisten. Und da wir m.E. eh alle bi sind, könnten wir diese Erfahrung auch alle machen. Ja wenn, wenn dabei nur unser Kopf immer mitmachen würde. Macht er aber leider nicht. Er verhindert nämlich immer wieder mal Gefühle auf die alte tradierte hetero Art und Weise wie ein Diktator. Der Sex mit meinem Freund wird immer öder. Es kommt mir nur noch so vor, dass er sich mit meinem Körper selbst befriedigt. Alles reden nützt nix. Shit happens. Auch wenn das überspitzt klingt, wird es von der Realität noch übertropfen. Jede/r 2. Partner_in wagt nämlich den berühmten Seitensprung, weil im Bett tote Hose ist. Wer jetzt glaubt ich würde ein Loblied auf welche Beziehungsart auch immer singen, der irrt sich. Ich halte nämlich alle bekannten Versionen auf dauer für lustfeindlich. Zumal sie nur von Männern erdachte Konstrukte aus biblischen Zeiten sind, deren einziger Sinn es war und nach wie vor ist, ihnen die exklusive Verfügbarkeit über unsere Vaginen zu sichern. Wer einen festen Partner will, der sollte einen Beziehungsvertrag oder so aushandeln. Das wäre realistischer als die mit rosaroter Brille gegebenen Versprechungen, die im „normalen Zustand“ eh kein vernünftiger Mensch geben würde. Öhm, das alles heißt aber nicht, dass bi der Schlüssel zum ewigen Paradies ist. Nö, das gibt’s ja eh nicht. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass ausprobieren besser ist, als nur aus der Ferne zu studieren. Wenn es gefällt, dann kann frau sich beim Sex auch von der Schwanzfixierung lösen. Zu erfahren, dass das Erleben sexueller Lust nicht von Schwänzen abhängig ist, gibt es dann quasi gratis dazu. Sexuelle Freiheit, ick hör dir wispern. 😀 PS. Bei AbbyWinters gibt’s nur „normale“ Frauen und keine pornomäßig aufgebrezelte Tussis.

  9. Pingback: Sexlose Ehen | Alles Evolution

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