Präferenz Theorie nach Chaterine Hakim

Die Präferenztheorie nach Catherine Hakim stellt darauf ab, dass Frauen heutzutage in modernen Gesellschaften andere Wahlmöglichkeiten haben und demnach verschiedene Entscheidungen treffen, wie sie ihr Leben gestalten.

Aus der englischen Wikipedia zu diesen veränderten Bedingungen:

Preference theory is a multidisciplinary (mainly sociological) theory developed by Catherine Hakim.[1] It seeks both to explain and predict women’s choices regarding investment in productive or reproductive work.[2]

The theory sets out five socio-economic conditions which jointly create a new scenario:[3][page needed]

  • The contraceptive revolution gives women reliable control over their own fertility for the first time in history.
  • The equal opportunities revolution gives women genuine access to all positions and occupations for the first time in history
  • The expansion of white-collar occupations, which are more attractive to women.
  • The creation of jobs for secondary earners, such as part-time jobs, working at home, teleworking, and annual hours contracts.
  • The increasing importance of attitudes and values in affluent modern societies, which gives everyone the freedom to choose their lifestyle.

Also übersetzt:

  • Aufgrund der Verhütungsrevolution haben Frauen zum ersten Mal in der Geschichte eine verlässliche Kontrolle über ihre Fruchtbarkeit
  • Die Revolution hin zu gleichen Gelegenheiten gibt Frauen zum erten Mal in der Geschichte Zugang zu allen Positionen und Beschäftigungen
  • Die Ausweitung von Bürojobs ist für Frauen attraktiver
  • Die Schaffung von Arbeitstellen für Zweiteinkommen, etwa Teilzeitstellen, Heimarbeit, Telearbeit und Stundenverträge
  • Die steigende Bedeutung von Einstellungen und Werten in modernen Gesellschaften, die jedem die Freiheit gibt seinen Lebensstil zu wählen

Da ist viel wahres dran, moderne Verhütung hat die Frauen freier gemacht, ihre Sexualität auszuleben und insbesondere Sex zu haben, ohne Kinder einplanen zu müssen, hat also die effektiven Kosten des Sex gesenkt. Durch die gleichzeitige Schaffung von mehr Arbeitsstellen, in denen Frauen arbeiten können, ist auch ansonsten die Möglichkeit zur Selbständigkeit gestiegen. Und mit der Akzeptanz verschiedener Lebensmodelle besteht weitere Wahlfreiheit.

Hier noch einmal die Darstellung in der Wikipedia dazu:

Preference theory posits that in the rare countries that have fully achieved the new scenario for women (she cites only Britain and the Netherlands), women have genuine choices as to how they resolve the conflict between paid jobs and a major investment in family life. These choices fall into three main groups: women who prioritise their careers and espouse achievement values (a work-centred lifestyle) and often remain childless by choice (about 20%); women who prioritise family life and sharing values (a home-centred lifestyle) and often have many children and little paid work (about 20%); and the majority of women who seek to combine paid jobs and family work in some way without giving absolute priority to either activity or the accompanying values (the adaptive lifestyle).[2] Catherine Hakim carried out two national surveys, in Britain and Spain, to test the theory, and showed that questions eliciting personal preferences can strongly predict women’s employment decisions and fertility. In contrast, women’s behaviour did not predict their attitudes, showing that lifestyle preferences are not post hoc rationalisations.[4][page needed] This study also showed that other sex-role attitudes do not have the same impact on women’s behaviour; notably, the patriarchal values measured by most social surveys, including the European Social Survey, have virtually no impact on women’s personal choices and behaviour

Dies führt nach Hakim zu folgenden Verhältnissen:

Als Resultat zweier repräsentativer Bevölkerungsstudien in Großbritannien und Spanien ließen sich drei weibliche Präferenzen unterscheiden:

  • Die erste Gruppe lege ihre Priorität auf Familie und Haushalt (home-centered). Ihr Anteil betrage im Mittel ca. 20 Prozent.
  • Eine zweite Gruppe lege ihren Schwerpunkt auf den Beruf (work-centered). Ihr Anteil betrage im Mittel ca. 20 Prozent.
  • Eine weitere Gruppe versuche, beide Modelle zu kombinieren, z. B. mittels Teilzeitarbeit (adaptive) . Ihr Anteil betrage im Mittel ca. 60 Prozent.[1]

Es würden also einige Frauen sich spezialisieren und ein größerer Teil Kompromisse finden zwischend en beiden Wahlmöglichkeiten. Dabei ist aus meiner Sicht zu vermuten, dass Frauen mit mehr (pränatalen) Testosteron eher „work centered“ agieren, Frauen mit weniger eher „home centered“, was gut zu Udrys Forschung passen würde. Nimmt man dann noch unterschiedliche sonstige Neigungen dazu, etwa das Frauen eher in personenorientieren Berufen statt in objektorientierten Berufen arbeiten, dann bewirkt dies eine weitere Selektierung.

Es würde ebenfalls erklären, warum wesentlich weniger Frauen als Männer in Spitzenpositionen zu finden sind. Denn diese erfordern eben eine noch deutliche Fokussierung auf den Bereich Arbeit, für den ohnehin nur ein kleiner Teil der Frauen, nämlich die oben genannten 20% zur Verfügung stehen würde. Da dies keine starren Blöcke sind könnte dies in den Spitzenbereichen noch dünner sein.