Sasha Grey zu intrasexueller Konkurrenz unter Frauen und männlichen Sexphantasien

In einem Interview mit dem (Ex-)Pornostar Sasha Grey finde ich zwei Passagen ganz interessant:

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Einmal eine Passage dazu, wie Frauen ihre Männer auch anlässlich eines Interviews von ihr fernhalten wollen:

Leute, die auf meinen Namen allergisch reagieren, wird es immer geben. In deren Weltbild passt aber auch nicht, dass ich viele junge weibliche Fans habe. Natürlich stehen die in Opposition zu all den entsetzten Frauen, deren Männer meine Filme toll finden. Frauen, die immer wieder eine Grundsatzdebatte anzetteln, ob ich das durfte, oder eben nicht. Ich wurde unlängst von einer Journalistin in Portugal interviewt, die mir sagte, dass es den Redakteuren, die mich eigentlich befragen wollten, von ihren Frauen verboten wurde. Ja, das alte Bild von Porno-Sasha-Grey, die brave Männer ihren hilflosen Frauen entreißt, um sie zu verschlingen, ist immer noch lebendig.

Das passt aus meiner Sicht gut dazu, wie einige Frauen, gerade wahrscheinlich solche, die eine ausufernde Sexualität nicht für gut halten, „schlampige Frauen“ als Gefahr sehen, insbesondere in Hinblick auf eine bestehende Partnerschaft.

Dazu hatte ich bereits einige Artikel:

Tatsächlich ist Sasha Grey bei einem Interview für die Ehemänner nicht gefährlich, sie wird wohl kaum  mit ihnen Sex haben. Aber sie ist zum einen schön und zum anderen eben sehr sexuell, also in gewisser Weise intrasexuelle Konkurrenz für die Ehefrauen, die sie deswegen als Gefahr sehen und abwerten.

Eine weitere Stelle war:

Die meisten Filme sind eine Aneinanderreihung von Sexklischees. Aber wie viele Männer kommen aus dem Büro nach Hause und wünschen sich eine Frau, die sich nackt vornüberbeugt und seufzt: „Schatz, ich bin bereit. Nimm mich.“ Die meisten Männer träumen davon, dass so ein Quatsch wahr wird, und vielleicht irgendwo ein besseres Rock’n’Roll-Leben auf sie wartet: voll mit willigen, jungen, scharfen Frauen, Kokain und schnellen Autos.

Auch hier entspringen die Klischees denke ich häufig einfach den biologischen Wünschen, eben ein Leben als sexuell sehr begehrter Mann, der Frauen anspricht und dem daher von jungen, attraktiven Frauen unkomplizierter Sex angeboten wird. Männer träumen von einem Leben, in dem sie einen hohen Status haben und deswegen sexuell attraktiv sind, sie wünschen sich, dass die sexy Nachbarin/die hübsche Sekretärin/die Verkäuferin aus dem Laden oder welche sexy Frauen sie auch sonst wahrnehmen voller Geilheit einfach genommen werden will. Das passt natürlich recht gut zu den Kosten des Sex und es wird sich aus den gleichen biologischen Gründen eben meist um relativ junge Frauen zwischen 18-25 handeln.