Vernetzung innerhalb feminismuskritischer und männerrechtlicher Blogs

Nachdem es neulich um eine Bestandaufnahme zum Maskulismus ging wäre es interessant auch noch einmal etwas zur Möglichkeit einer besseren Vernetzung zu diskutieren.

1. Wachstum

Erst einmal ist es erfreulich, dass sich seit dem Artikel schon wieder einiges getan hat. Damals schrieb ich noch, dass einige Blogs mehr, die regelmäßig Beiträge schreiben würden, sehr begrüßenswert wären Inzwischen sind zumindest vier neue Blogs dazugekommen, die ich sehr vielversprechend finde und daher noch einmal ausdrücklich erwähnen will:

2. Veränderung

Insgesamt, ich hatte es schon in dem Bestandsaufnahmeartikel angesprochen, hat sich die Szene verändert. Es gibt viel mehr Blogs, auf die ich auch verlinken will. Dabei freut mich auch, dass zB  mit Heroinefor1day auch Frauen einen Blog mit Schwerpunkt „Kritik am radikalen Genderfeminismus“ betreiben. Dazu rechnen muss man, auch wenn der Blog insgesamt breiter angelegt ist, aus meiner Sicht auch Erzählmirnix, die mit kritischen, aber satirischen Texten wie etwa Eklat beim Grimme Online Award aber hauptsächlich mit Comics wie diesem:

Erzählmirnix Privilegien

Erzählmirnix Privilegien

 

einem viel breiteren Publikum zugänglich ist und einen höheren Verlinkungsfaktor hat, weil es eben Humor ist. Natürlich bekommen bei ihr auch Maskulisten und andere Gruppen etwas ab, ich halte sie jedoch für einen der besten feminismuskritischen Blogs.

3. Weitere Blogs

Es gibt zudem eine Vielzahl weiterer Blogs, die immer mal wieder Artikel zu dem Thema haben, allerdings in unregelmäßigeren Abständen, wenn ich das richtig sehe. Elysium scheint zB keine klare Ausrichtung auf Geschlechterthemen zu haben, aber immer wieder interessante Artikel, zB zum Thema „feministischer Ally“ oder „Gender und Lebensrealität„. Georg Jähnig hatte einen schönen Artikel über Google Autocomplete, der Pelzblog hat häufig kurze Statements, aber auch längere Artikel, etwa zu dem Thema „Warum Männerrechtler negativ wahrgenommen werden„. Und auch in Stadtfuchens Bau finden sich immer wieder interessante Artikel, etwa zum Gender-Gap-Bullshit des World Economic Forums. Auch Mädchen und Jungs bringt jetzt sehr regelmäßig Artikel, etwa dazu, warum es keine Maskutrolle gibt.  Selbst auf sich eher als feministisch sehenden Blogs wie bei Robin kommen auch interessante Artikel, etwa zur Beschneidung

4. Übersicht und bessere Vernetzung

Ich habe selbst gemerkt, dass ich vieles nicht mitbekommen habe, was in anderen Blogs an guten Artikeln erscheint. Ich denke vielen anderen wird es auch so gehen. Gerade bei Blogs, dies sehr unregelmäßig passende Artikel veröffentlichen geht so etwas schnell unter.

Meine Idee war zumindest etwas zu schaffen, was auch Leuten, die relativ neu dazukommen schnell einen Überblick über die Szene verschafft. Deswegen habe ich zunächst bei Twitter den Account „Das Patriarchat“ erstellt, der automatisch die Feeds der passenden Blogs auslist und daraus Tweets macht. Der dazugehörige Blog ist „Patriarchat„, eigentlich hatte ich vor, dass dort die ersten drei Zeilen jedes Blogbeitrags erscheinen, damit man anlesen kann, aber dazu reichte mein gewähltes System nicht aus.

5- Verlinkung der Blogs untereinander

Gut wäre es, wenn sich die Blogs auch untereinander durch Links in den Blogrolls verlinken würden. Bekanntlich werden Blogs besser gefunden um so mehr andere Blogs auf sie verlinken, wer also andere Blogs der Szene verlinkt, der erreicht so eine bessere Präsenz bei Google und Co und damit insgesamt eine stärkere Wahrnehmung von entsprechenden Positionen. Dabei sehe ich auch größere Blogs, die schon etwas etablierter sind, in der Verantwortung: Motivation zum Bloggen entsteht, wenn man merkt, dass Leute es auch lesen und das ist eben dann der Fall, wenn auch bereits bestehende Blogs grundsätzlich verlinken, aber auch auf andere Artikel Bezug nehmen. Ich denke jeder Blogbetreiber merkt den Zuwachs, wenn zB Arne, der auch ein sehr eifriger Verlinker ist, auf einen Artikel aufmerksam macht. Andere größere Blogs wie etwa Cuncti halten sich da sehr zurück: Obwohl dort beispielsweise immer wieder Artikel von Lucas Schoppe eingestellt werden gibt es nur eine sehr eingeschränkte Blogroll, man hält sich hier wohl vornehm zurück, ebenso wie bei Danish, der eine hochinteressante Klage gegen die Uni Berlin richtet und sich bemüht den dortigen Gender Studies Sumpf zu katografieren und zu erforschen.

Wenn in der nächsten zeit die bestehenden Blogs weiter publizieren und sich das Wachstum an Blogs weiter fortsetzt, dann wäre dies aus meiner Sicht sehr begrüßenswert. Der Szene sollte aber auch bewusst werden, dass sie sich gegenseitig unterstützen und sich besser vernetzen kann.