Selbermach Samstag LVIII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Arbeitsteilung bei Kindererziehung und der Wunsch nach guter Förderung der Kinder

Tom174 schreibt in einem Kommentar zu der Frage der Betreuung der Kinder durch die Eltern und die Frage der externen Betreuung:

Inzwischen ist es meist recht einfach Betreungsplätze zu finden. Das ist schon etwas Luxus. Allerdings kann ich mir für meine Kinder wenig besseres vorstellen. Es muss da einen Mix geben, auch die Peer Group ist für die kleinen wichtig. Wenn ich mir unseren Kindergarten so anschaue.. Der ist nicht wirklich gut. Von Förderung kann da keine Rede sein, das ist mehr ein Kinderabstellplatz als echte Betreuung. Trotzdem gingen meine Kinder da vormittags hin, eben um mit und durch die anderen kinder zu lernen. Das musste aber dann die ersten 2.5 Jahre (pro kind) echt nicht sein. Jup, wir leisten uns da eine sehr teure Erzieherin, würde meine Frau voll arbeiten… aber das ist egal. Wir vier sind so glücklicher, und zwar allesamt.

Er hatte ja auch zuvor dargestellt, dass er eher Hauptverdiener der Familie ist. Das ist ein gutes Beispiel, dass es eben in der Tat nicht selten von beiden Eltern als das Beste für die Kinder angesehen wird, wenn einer, und dann meist die Frau, die erste Zeit aussetzt. Es stehen dann nicht die Aspekte „wer verdient wie viel und wer beutet den anderen aus“, sondern eher der Aspekt „wie wollen wir unsere Kinder aufwachsen sehen, wie fördern wir sie und wie teilen wir uns das auf“. Also ein Miteinander im Interesse der Kinder und nicht ein gegenseitiges Belauern, wer mehr Leistung erbringt. Wenn man es aufteilt, dann muss eben auch die Folge sein, dass derjenige, der beruflich zurücksteckt eine gewisse Versorgung erhält.

Meiner Meinung nach wird gerade in dem radikalen Teil des Maskulismus zu häufig darauf abgestellt, dass die Frau quasi den Mann erpresst für ihn zu arbeiten und er dies eigentlich gar nicht will, sie sich also quasi als Parasit an ihm bereichert. Tatsächlich entspricht diese Sicht jedenfalls für die meisten Ehen eher einer Wahnvorstellung bzw einem Feindbild gegen Frauen, denn viele Männer wählen innerhalb der funktionierenden Beziehung ganz bewusst diese Vorgehensweise, weil sie sie für die Beste für ihre Kinder halten.