Was Männer bzw Frauen erregt

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Weibliches Signalling mit Sexappeal oder mit Tugend

Crumar schrieb in einem Kommentar:

Auch die Verschleierung der jungen, konservativen islamischen Frauen ist zweitens nichts anderes als virtue signalling.
Sie bekunden selbstverständlich ihren sexual market value mit diesem Signal, auch wenn das ein anderes als das gewohnte Signal ist.
Ob eine Frau mit „hoppla-meine-Möpse-fallen-raus“ Männer zum lechzen bringen willst oder mit „seht-her-ich-bin-eine-Jungfrau“ ist für die Funktion, nämlich die Absicht „lechzen“ zu produzieren Wurst.

Wenn ihr bitte akzeptiert, dass es linke und rechte PC gibt, dann haben wir es in Zukunft einfacher mit der Detailanalyse.

Ich schrieb dazu:

Vollkommen richtig, es ist virtue signalling in beiden Fällen.
Das eine ist sexueller, das andere anständiger, weil beide Gesellschaften andere Schwerpunkte setzen.
Gerade wenn es eine starke Unterteilung in „Frauen zum Spass haben, aber niemals heiraten“ und „Frauen zum Heiraten“ gibt, dann macht es Sinn sich, wenn man in die zweite Kategorie fallen will, deutlich dieser Gruppe zuzuordnen.
In unserer Gruppe wäre „ich suche eine Frau zum Spass haben und wenn dann alles gut klappt wird darauf eine dauerhafte Partnerschaft“ eher vorherrschend, so dass das Virtue signalling darauf ausgerichtet wird.

Crumar führte dazu noch aus:

Wir haben ebenfalls ein transaktionales Modell, aber werfen weitaus mehr wechselseitig abzuverlangende Eigenschaften und Einstellungen in die Waagschale als das bei den traditionellen Partnerschaften der Fall ist.
Gelungener partnerschaftlicher Sex gehört u.E. zu den Kriterien für das Gelingen einer dauerhaften Partnerschaft.

Uns kommt daher das Geschäft „exklusiver Zugang zur weiblichen Sexualität ohne Vorerfahrung im Eintausch gegen den männlichen Vollversorger“ bescheuert vor.
Aus der weiblich-feministischen Perspektive wird ständig die repressive islamisch-konservative Sexualmoral betont, insofern sie sich sich gegen Frauen richtet, denen abverlangt wird, ohne sexuelle Vorerfahrungen in die Ehe zu gehen (dass das real ist, wage ich zu bezweifeln).

Aus der männlichen Perspektive jedoch sind die Fragen relevant, warum er sich auf diesen Handel einlassen sollte, wenn a. die Kosten für Sex fallen, weil er – mehr oder weniger – frei verfügbar und es b. nicht absehbar ist, ob überhaupt eine gelungene Sexualität in der Ehe existieren wird.
Alle Charakteristika eines „bad deal“.

Wenn man einen rein ökonomischen Blick auf diesen deal richtet, kommt man schnell darauf, dass ein Geschlecht ein solides Interesse daran hat, gegen die verdorbenen Werte westlicher Gesellschaften zu sein.
Denn unter diesen Umständen ist „seht-her-ich-bin-eine-Jungfrau“ wertlos.
Das „seht-her-ich-bin-eine-Jungfrau“ als virtue signal und also Distinktionsmerkmal gegenüber anderen Frauen, als eigenständiger Wert auf dem Sexual- und Heiratsmarkt funktioniert nur, wenn man eine Kultur produziert und reproduziert, in der dieses einen Wert besitzt.

Ergänzen möchte ich noch, dass die Frage des „Kein Sex vor der Ehe“ natürlich wegen der „Vatersicherheit“, also der Frage, inwiefern man tatsächlich der Vater späterer Kinder ist, interessant war.

Das Problem entschärfte sich natürlich mit der Entwicklung der modernen Verhütung, was Männern und Frauen mehr sexuelle Möglichkeiten gab. Es ist insofern eine zu erwartende Folge einer solchen Entwicklung, dass man, wenn man folgenlosen Sex haben kann, weitaus früher mehr ausprobieren kann, ohne sich zu binden und gleichzeitig die Zeit einer festen Bindung im Sinne einer Heirat nach hinten verlagert werden kann (was gleichzeitig den Vorteil mit sich bringt, dass man bis zur Heirat üblicherweise die Möglichkeit hat festzustellen, ob sie schwanger war von einem anderen Mann, mit dem sie vor der Beziehung Sex hatte, weil man ja Sex mit Verhütung mit ihr hat. Insofern hat man dann theoretisch sogar eine genauere Information als derjenige, der nach der Heirat mit ihr schläft, vorher aber weitaus weniger Möglichkeiten des Kennenlernens hatte)

In konservativeren Gesellschaften dauert insofern die Umstellung noch an. Diverse „Umgehungspraktiken“ wie etwa Oral- und Analsex werden ebenso im Gebrauch sein wie ein Vortäuschen von Tugendhaftigkeit nach außen zur Wahrung des Gesichts.

Mit gefällt (natürlich) das Modell wesentlich besser. Ich würde gar nicht verstehen, warum man da mit den modernen Möglichkeiten warten sollte und ich finde auch nichts untugendhaftes daran, seine Sexualität im normalen Umfang auszuleben und in der Hinsicht Erfahrungen zu sammeln.

Aber das ist sicherlich eine Kulturfrage. Wo mich ein Kopftuch abschreckt mag es für andere als Signal funktionieren. Meine Vermutung ist, dass es heute dann auch bei vielen weniger für tatsächliche Enthaltsamkeit steht, eher für eine verborgenere und eine Beziehung voraussetzend Sexualität, die eine längere Anlaufzeit benötigt. Bei anderen mag es auch nur als rein kulturelles Zeichen der Zugehörigkeit funktionieren.

 

„Nun mach doch endlich und küss mich“

Neulich schaute ich etwas fernsehen und ein Paar berichtete über seinen ersten Kuss.

Sie schilderte es als etwas, bei dem er ewig brauchte und viel zu vorsichtig war. Sie habe schon gedacht er traut sich nie.

Er sagt, dass er sich unsicher war, wie sie reagiert, also habe er erst einmal vorsichtig mit seiner Nase ihre Nase berührt und geprüft wie sie reagiert. Dann habe er ihr einen Kuss auf die Wange gegeben und als sie dann nicht negativ reagiert habe, da habe er dann gedacht, dass er sie ja dann auch küssen könne.

Es wird auf sie zurückgeblendet und sie wirft noch ein, dass sie es etwas komisch fand mit der Nase, und das er dann ewig gebraucht habe, aber als er sie dann endlich endlich geküsst habe, da wäre es zum einen auch Zeit gewesen und dann sehr schön.

Eine banale Geschichte, wie sie sich wahrscheinlich immer wieder ergibt. Der Mann ist derjenige, der aktiv sein muss. Die Frau meint ihm tausende von Zeichen gegeben zu haben, für sie ist alles ganz klar, sie sieht, auf was es hinaus läuft und wundert sich, dass er es dann nicht einfach macht, denn sie sitzt doch ganz passend da. Sie findet seine Untätigkeit geradezu anstrengend, aber wird auch selbst nicht aktiv.

Theoretisch verhält er sich sehr vorsichtig, tastet sich heran, weil er eben Ablehnung fürchtet und sie nicht beleidigen will bzw eine Szene vermeiden will. Weil er aktiv sein muss fällt es ihm wesentlich schwerer als ihr, die eben nichts riskiert, obwohl im Zweifelsfall wahrscheinlich eh die Frau das größere Hindernis ist und sie es leichter hätte.

Es erinnert mich immer an eine Szene von Coupling:

Susan: You know you’re a lot more fun when you’re relaxed. Not as funny, but a lot more fun.
Steve: Thank you.
Susan: I mean what is about men? I mean, you’re supposed to be the confident ones. You’re supposed to be chasing us! It’d take some of the excitement away if we keep having to shout “Hurry up!”
Steve: Oh, hang on. First dates are more stressful for men. For us it’s the unknown.
Susan: Well, for us too.
Steve: Uh-uh. You know one more thing than we do.
Susan: What?
Steve: Well, you know.
Susan: *laughs* I don’t.
Steve: Okay, um, on a date, right? Any date, I’m not saying this date in particular, um, the guy’s wondering if he’s gonna get lucky… or not. That’s what he’s thinking.
Susan: *nods in agreement* True.
Steve: And the woman, she already knows.
Susan: Also true.
Steve: Now, so you see, we’re dealing with the unknown. *takes goblet for a drink*
Susan: I always thought it was because you were worried about your equipment.
Steve: *sputters his wine in his goblet* M-my what?
Susan: Well, you know, *looks in Steve’s groin’s direction* if he’s gonna fire off too soon or something.
Steve: You uh, you really are upfront, aren’t you? *they laugh* I mean I, personally, never had any worries about premature… *gestures with his hand* firing.
Susan: Just about the unknown.
Steve: Exactly.
Susan: Steve.
Steve: Yeah?
Susan: You’re definitely getting lucky tonight. *Steve is dumbstruck* Just to take the pressure off.

Eine solche Ankündigung würde ich persönlich sehr sexy finden und jedenfalls auch sehr zeitsparend, sie wird aber selten kommen. Meist wollen Frauen weitaus eher, dass der Mann die Führung übernimmt. Es wird aber in der Tat einfacher, wenn man sich etwas mit den passenden Zeichen beschäftigt und auch, wenn man bereits früher etwas „eskaliert“ und harmlose Berührungen versucht, statt damit erst dann anzufangen, wenn man zum Kuss kommen will.

 

Feministische Pornos verstehen weibliche Lust nicht

Ein interessanter Beitrag behandelt feministische Pornos:

Der ganzen Diskussion um feministische Pornos liegt ein Missverständnis zugrunde. Wir alle wissen, dass Männer stärker über visuelle Reize funktionieren und Frauen eher auf erotische Geschichten reagieren. Das bestätigen psychologische wie neurologische Studien. Aber heisst das, dass nur ein Pornofilm mit einer Handlung ein guter Porno ist? Natürlich wird Pornografie vornehmlich für Männer gemacht, und manches ist für Frauen schwer erträglich. Aber es sei hier etwas verraten: Auch Männer können nicht mit jedem Angebot etwas anfangen. Und es gibt nicht wenige Frauen, die auch herkömmliche Porno­grafie ziemlich scharf finden.

Wenn feministische Pornografinnen betonen, Frauen brauchten vor allem schöne Kleider und eine tolle Geschichte, um in die Gänge zu kommen, dann tönt das so, als müsse man ihnen die expliziten Szenen fast heimlich andrehen. Als ob sie das nötig hätten. Viele Frauen können mit den verquasten feministischen Pornofilmen einfach nichts anfangen und stehen eher auf Herkömmliches. Denn Frauen und Männer mögen unterschiedlich begehren, aber eines haben sie gemeinsam: Der Lust sind die Erfordernisse des politisch Korrekten egal. Frauen, die schon die Kompatibilität von Feminismus und Stöckelschuhen fragwürdig finden, stossen in Tiefen des weiblichen Begehrens auf noch viel grössere Widersprüche. Kann man im normalen Leben Stärke und Unabhängigkeit propagieren und sich im Bett dennoch gern dominieren, vielleicht sogar schlagen lassen? Wie kann eine Frau die Darstellung einer Vergewaltigung erregend finden, wenn die reale Vorstellung zu den tiefsten Ängsten gehört? Darüber sprechen Frauen ungern, weil sie glauben, es könne etwas nicht stimmen mit ihnen. Sie fürchten, missverstanden zu werden – und das wohl zu Recht.

Der kleine Unterschied

Tatsächlich gibt es aber eine Reihe von einleuchtenden Gründen für diese verwirrenden Empfindungen. Erstens ist die Grenzüberschreitung an sich schon erregend, wie jeder Fremdgeher weiss. Zweitens funktioniert das weibliche Begehren narzisstisch: Wo Männer begehren, wollen Frauen begehrt werden. Und sind Pornostars die Verkörperung dessen, das Objekt besinnungsloser Begierde. Drittens spielt der Kontext für weibliche Lust eine grosse Rolle. Neurologische Untersuchungen zeigen, dass weibliches Begehren auf eine Vielzahl von Reizen reagiert. Während Männer beim Pornokonsum vor allem den weiblichen Körper betrachten, wechselt der weibliche Blick zwischen Gesicht und Körper. Nicht nur demjenigen des Mannes, sondern vor allem auch der Frau. Sie können sich dort mit der Frau identifizieren, ohne sich den realen Risiken einer solchen Begegnung aussetzen zu müssen.

Für eine feministisch orientierte Generation von Frauen mag das vielleicht schwierig zu akzeptieren sein: Aber auch Feministinnen haben zuweilen ganz unfeministische Gelüste. Sie sollten sich deswegen nicht schämen.

Das feministische Vorstellungen von Sex und Lust oder auch nur Begehren von vielen Frauen nicht geteilt werden, war ja schon häufiger Thema in diesem Blog. Interessant finde ich auch die Passage zum narzisstischen Begehren: Es passt nicht zu den Gefahren des Male Gaze

Harte Pornos mit Gewalt sind bei Frauen beliebter als bei Männern

Anhand einer Auswertung von Suchanfragen bei Google kommt ein Forscher zu der Ansicht, dass harte Pornografie mit Gewalt auch gerne von Frauen geschaut wird.

Aus einem Artikel dazu:

The popular feminist narrative would have you believe that porn is largely consumed by men, and that depictions of violent — or at least rough — sex would be a primarily male-dominated interest.

This is untrue, states researcher Seth Stephens-Davidowitz, who says that porn featuring violence against women is significantly more popular among women compared to men.

His findings might explain the popularity of the BDSM-heavy “Fifty Shades of Grey” series of novels among female readers.

Speaking to Vox in an interview about how Google data proves that most Americans lie about their sexual preferences, the researcher and author of “Everybody Lies” asserts that more women enjoy the genre compared to male porn watchers — despite common sense and politically correct claims to the contrary.

“Porn featuring violence against women is also extremely popular among women,” said the author. “It is far more popular among women than men.”

“I hate saying that because misogynists seem to love this fact,” he added. “Fantasy life isn’t always politically correct.”

Stephens-Davidowitz calls Google’s data a “digital truth serum.” With an illustrious career in academia, the researcher has produced extensive volumes of original research into the field of big data, published in academic journals and The New York Times. He presently serves as a quantitative analyst at Google, where he researches internet searches to understand human behavior.

Americans aren’t the only people susceptible to self-deception, claims Stephens-Davidowitz.
“The rate at which women watch violent porn is roughly the same in every part of the world. It isn’t correlated with how women are treated,” he stated.

The researcher also highlighted a curious instance in India, where the number one search for “my husband wants…” ends with breastfeeding, and that porn featuring adult breastfeeding is more popular in India compared to anywhere else.

“In just about every country, just about every Google search looking for advice on breastfeeding is looking how to breastfeed a baby,” he said. “In India, Google searches looking for breastfeeding advice are about equally split between how to breastfeed a baby and how to breastfeed a husband.”

Likewise, another oddity comes from Japan, where at least 10 percent of the porn-related searches involve tickling. The author says calling these preferences “weird” isn’t the correct response.

“The data from porn tells us that everybody is weird,” he said. “Thus, nobody is weird.”

Nach der Auswertung der Daten schauen also eher Frauen als Männer Pornografie, in der Gewalt gegen Frauen gezeigt wird.

Das passt zu anderen Funden:

1. Vergewaltigungsfantasien bei Frauen

This study evaluated the rape fantasies of female undergraduates (N = 355) using a fantasy checklist that reflected the legal definition of rape and a sexual fantasy log that included systematic prompts and self-ratings. Results indicated that 62% of women have had a rape fantasy, which is somewhat higher than previous estimates. For women who have had rape fantasies, the median frequency of these fantasies was about 4 times per year, with 14% of participants reporting that they had rape fantasies at least once a week. In contrast to previous research, which suggested that rape fantasies were either entirely aversive or entirely erotic, rape fantasies were found to exist on an erotic-aversive continuum, with 9% completely aversive, 45% completely erotic, and 46% both erotic and aversive.

2. Vergewaltigungsfantasien II

On the contrary, in fact: This new study found that the less repressed about sex women said they were and the more positive attitudes they had about sex, the more likely they were to fantasize about rape or ravishment. It makes sense, when you think about it: These women are more open to fantasy in general, and are less likely to feel guilty about their fantasy lives.

…And just in case that doesn’t completely shut down the slut-shame theory: Women who reported more rape fantasies were more likely to have high self-esteem.

3. Fifty Shades und Interesse an entsprechender Pornographie

Fifty Shades of Grey Pornhub

Fifty Shades of Grey Pornhub

4. Was Frauen antörnt XVII

Aus „Fifty Shades of Grey“

“Suddenly he grabs me, tipping me across his lap. With one smooth movement, he angles his body so my torso is resting on the bed beside him. He throws his right leg over both mine and plants his left forearm on the small of my back, holding me down so I cannot move … He places his hand on my naked behind, softly fondling me, stroking around and around with his flat palm. And then his hand is no longer there … and he hits me—hard.” (273, 274) (…)

We lie there, panting together, waiting for our breathing to slow. He gently strokes my hair … Boy … I Survived. That wasn’t so bad. I’m more stoic than I thought. My inner goddess is prostrate … well, at least she’s quiet.” (276) “At the touch of leather, I quiver and gasp. He walks around me again, trailing the crop around the middle of my body. On his second circuit, he suddenly flicks the crop, and it hits me underneath my behind … against my sex … The shock runs through me, and it’s the sweetest, strangest, hedonistic feeling … My body convulses at the sweet, stinging bite. My nipples harden and elongate from the assault, and I moan loudly, pulling on my leather cuffs.” (323)

“His arms are wrapped around me, and he’s pulling me to him, hard, fast, gripping my ponytail to tilt my head up, kissing me like his life depends on it … He drags the hair tie painfully out of my hair, but I don’t care. He needs me, for whatever reason, at this point in time, and I have never felt so desired and coveted.” (478)

5. Maskuline, attraktive und dominante Männer bringen Frauen schneller und häufiger zum Orgasmus

It has been hypothesized that female orgasm evolved to facilitate recruitment of high-quality genes for offspring. Supporting evidence indicates that female orgasm promotes conception, although this may be mediated by the timing of female orgasm in relation to male ejaculation. This hypothesis also predicts that women will achieve orgasm more frequently when copulating with high-quality males, but limited data exist to support this prediction. We therefore explored relationships between the timing and frequency of women’s orgasms and putative markers of the genetic quality of their mates, including measures of attractiveness, facial symmetry, dominance, and masculinity. We found that women reported more frequent and earlier-timed orgasms when mated to masculine and dominant men—those with high scores on a principal component characterized by high objectively-measured facial masculinity, observer-rated facial masculinity, partner-rated masculinity, and partner-rated dominance. Women reported more frequent orgasm during or after male ejaculation when mated to attractive men—those with high scores on a principal component characterized by high observer-rated and self-rated attractiveness. Putative measures of men’s genetic quality did not predict their mates‘ orgasms from self-masturbation or from non-coital partnered sexual behavior. Overall, these results appear to support a role for female orgasm in sire choice.

6. Frauen finden Dominanz beim Sprechen anziehend

Men’s copulatory success can often be predicted by measuring traits involved in male contests and female choice. Previous research has demonstrated relationships between one such vocal trait in men, mean fundamental frequency (F0), and the outcomes and indicators of sexual success with women. The present study investigated the role of another vocal parameter, F0 variation (the within-subject SD in F0 across the utterance, F0–SD), in predicting men’s reported number of female sexual partners in the last year. Male participants (N = 111) competed with another man for a date with a woman. Recorded interactions with the competitor (“competitive recording”) and the woman (“courtship recording”) were analyzed for five non-linguistic vocal parameters: F0–SD, mean F0, intensity, duration, and formant dispersion (Df , an acoustic correlate of vocal tract length), as well as dominant and attractive linguistic content. After controlling for age and attitudes toward uncommitted sex (SOI), lower F0–SD (i.e., a more monotone voice) and more dominant linguistic content were strong predictors of the number of past-year sexual partners, whereas mean F0 and Df did not significantly predict past-year partners. These contrasts have implications for the relative importance of male contests and female choice in shaping men’s mating success and hence the origins and maintenance of sexually dimorphic traits in humans.

7. Pornos – was Männer und Frauen sich ansehen (Pornhub Auswertung)

Welche Porno-Kategorien sprechen Frauen eher an

Welche Porno-Kategorien sprechen Frauen eher an

 

Antifeministische Widersprüche: Sexuelle Selbstbestimmung

Onyx hat eine Vielzahl antifeministischer Widersprüche ausfindig gemacht. Mal sehen was sie gefunden hat:

-sexuelle Selbstbestimmung

Die sexuelle Selbstbestimmung ist im Antifeminismus nur ein Wert, wenn sie entweder Männer selbst betrifft, oder wenn sie dem Vergnügen von Männern dient. Denn während das Rechtsgut der sexuellen Selbstbestimmung (also der Schutz vor Übergriffen und Gewaltdelikten) gern insofern polemisch diffamiert wird, indem gern behauptet wird, dass Feministinnen am liebsten alle Männer in den Knast bringen wollten, die Frauen auch nur angucken, ist die sexuelle Selbstbestimmung plötzlich dann ein ganz wichtiger Faktor, wenn es um das Recht geht, Männern Spaß zu bereiten oder sich ihnen unterzuordnen. Siehe Prostitution, BDSM.

Da bringt Onyx keine wirklichen Beispiele oder Verweise, die ihre Position stützen. Ich finde es eine erstaunlich haltlose Position.

Vielleicht erscheint es aus der Sicht von jemanden, der die Rape Culture Theorie berechtigt findet so. Angegangen werden aus meiner Sicht übertriebene Vorstellungen im Feminismus dazu, dass man jeder Frau glauben muss, dass man eine Beweislastumkehr will oder das man übertriebene Formen des Konsens verbindlich machen will (von „Yes means Yes “ bis „Enthusiastic consent“ oder in der Karikatur den beiderseitigen Rechtsanwälten, die neben dem Bett sitzen müssen).

Angegriffen wird auch der Gedanke, dass jeder kleine Übergriff ein unsägliches Verbrechen ist. Und die Panikmache mit falschen Zahlen.

Das beruht nicht zuletzt darauf, dass Männer und Frauen verschiedene Rollen haben, bei denen der Mann häufiger die aktivere hat, was dazu führt, dass er den schwarzen Peter bekommt, wenn er die Lage falsch einschätzt. In der Hinsicht scheinen es mir auch eher die meisten Frauen vollkommen anders zu sehen als der Feminismus. Sie erkennen an, dass Männer sich verschätzen können und sind häufig der Auffassung, dass das eben auch nicht schlimm sein muss und sogar besser sein kann, als ein Mann, der sich nichts traut.

Das tatsächlich jemand einer Frau das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung abgesprochen hat ist mir aus der Szene nicht bekannt. Natürlich darf eine Frau nein sagen und sollte eine Vergewaltigung strafbar sein (selbst die wenigen Leute, die der Auffassung sind, dass die Strafbarkeit der Körperverletzung ausreichend wäre sehen eine Strafbarkeit).

Vor dem Hintergrund ist es auch keine Polemik, wenn man die übertriebenen Vorstellungen des Feminismus fürchtet: Wären radikale Feministinnen an der Macht, dann hätten wir wahrscheinlich Prozesse wie an amerikanischen Universitäten, also ohne jede Verteidigungsmöglichkeit, mit Beweislastumkehr Was eine Vergewaltigung wäre bestimmte dann immer der Sexualpartner, der sich darauf beruft, da diesem die Deutungshoheit zukommen würde.

Hier zeigt sich auch mal wieder, dass Onyx nicht in der Lage ist, die radikalen Positionen des modernen Feminismus als solche zu erkennen und ihre Radikalität zuzugestehen. Was wirklich erstaunlich ist in einem solchen Feld.

Und das Onyx im Grunde ihres Herzen dem sexfeindlichen Feminismus zuneigt ist, erkennt man auch immer wieder an ihrer Ablehnung von Prostitution und Kink wie BDSM. Irgendwie macht sie einen Vorwurf daraus, dass man das akzeptiert, und natürlich „weil es Männern Spass macht“. Das man es akzeptieren kann, weil man der Auffassung ist, dass erwachsene Menschen handeln können wie sie wollen, solange sie keinen anderen Menschen beeinträchtigen, auch dann wenn man davon selbst nicht profitiert, kommt ihr anscheinend gar nicht in den Sinn.

Und das diese Liberalität auch insofern ein konstantes Bild bietet, weil man eben das konservative und autoritäre des Feminismus ablehnt („Die Sexualität einer Frau ist heilig, sie muss um jeden Preis vor dem Biest Mann geschützt werden“ und „jeder hat so Sex zu haben, wie wir das wollen, auch wenn er dazu keinen Anlass sieht, weil Rape Culture“) kommt ihr nicht in den Sinn.

Wie auch: Für sie muss es Hass sein, denn ohne die Abwertung der Kritiker bleibt ihr wenig.

Wie seht ihr es?

 

Warum es sexistisch ist, dass Männer weibliche Orgasmen mögen

Cosmopolitan bespricht eine Studie (zu etwas sehr ähnlichen vergleiche auch diesen Artikel zu einem Artikel in Everyday Feminism:

The study gathered 810 men to read a story where they had to imagine an „attractive woman“ either did or did not orgasm during sex with them. Each man was then asked to rate their sexual esteem and the extent to which they’d feel „masculine“ after experiencing the scenario. The results are what you’d expect: Men felt more masculine and felt high self esteem when they imagined a woman orgasmed during sex with them. „These results suggest that women’s orgasms do function — at least in part — as a masculinity achievement for men,“ researchers wrote.

Let’s be clear — there’s nothing wrong with feeling good about making your partner feel good (in this case, orgasming). It’s nice to bring pleasure to your partner! But the researchers point out a sexist flaw in the masculinity boost thing.

„Despite increasing focus on women’s orgasms, research indicated that the increased attention to women’s orgasms may also serve men’s sexuality, complicating conceptualizations of women’s orgasms as women-centric,“ researchers wrote.

In a separate statement from Chadwick and van Anders, they explained why it’s a bad thing for men to gain masculinity points for bringing female partners to orgasm. „One reason is that it might pressure some heterosexual men to feel like they have to ‚give‘ women orgasms, as if orgasm is something men pulled out of a hat and presented to women,“ they wrote. „This ties into cultural ideas of women as passive recipients of whatever men give them.“

Es ist schon faszinierend, dass man aus allem etwas negatives machen muss. Männer, die schon Sex mit einer gewissen Anzahl von Frauen hatten, dürfte recht schnell bekannt sein, dass einige Frauen sehr schwer zum Orgasmus zu bringen sind und andere sehr leicht und das es jeweils von der Situation abhängt. Ihre Fähigkeit sich auf den Sex einzulassen, sich zu entspannen und sich zB auch mit jemanden, den sie noch nicht so lange kennt, wohlzufühlen, trägt dazu bei, wie viel Arbeit der Mann hat und ob es überhaupt klappt. Aber natürlich spielen auch die Fähigkeiten des Mannes eines Rolle, weswegen beispielsweise viele Frauen die Idee, mit einem „Jungmann“ zu schlafen uninteressanter finden als viele Männer. „Gut im Bett sein“ ist eine Eigenschaft, die beide Geschlechter haben können, allerdings ist es eben zumindest einfacher einen Mann zum Orgasmus zu bringen als eine Frau (was es allerdings nicht weniger wertvoll macht, wenn eine Frau ihn zu einem großartigen Orgasmus bringen kann oder der Sex an sich großartig ist).

Im übrigen tritt dieser Effekt natürlich auch umgekehrt auf: Ein Mann, der aus irgendwelchen Gründen keinen hoch bekommt, wird einige Frauen auch verunsichern, es kann sie in eine Krise stürzen, bei der es darum geht, dass er sie nicht attraktiv findet. Und einen Mann nicht zum Orgasmus bringen zu können wird auch viele Frauen verunsichern, wenn es nicht einen Grund dafür gibt.

Allerdings ist weibliche Lust und ein einfacher und häufiger weiblicher Orgasmus in der Tat etwas, was den Sex sehr gut machen kann. Ich hatte dazu schon mal etwas geschrieben:

  • Die anstrengendste Variante Frau in Hinsicht Orgasmus ist die Frau, die nur auf eine ganz bestimmte recht komplizierte Art und Weise zum Orgasmus kommen kann und davon ausgeht, dass Männer, die das nicht hinbekommen können, keine Ahnung von Frauen haben und man sie herumkommandieren muss. Ich kann mir vorstellen, dass es für diese Frauen durchaus frustrierend ist, dass sie wissen, wie sie kommen und das natürlich auch erreichen wollen, aber wenn Sex erfordert, dass man detailierte Anweisungen im Befehlston umsetzen muss, dann macht er eben wenig Spaß. Nichts gegen helfende Anweisungen, jeder Mensch ist da anders und kennt sich selbst am besten, aber auch die sollten eben dem Anlass entsprechend sein (also nichts gegen ein „schneller, tiefer, nicht so tief“ aber eben kein „du musst in einer Violinschlüsselform lecken und das für X Minuten, aber nicht so, und dann in einem genauen X Takt stoßen, X takt habe ich gesagt, nun mach schon, nein genau der Takt, warum bekommen Männer das eigentlich nicht hin“). Wenn eine Frau sagt, dass Männer von Sex keine Ahnung haben, und alle schlecht ist, dann gehe ich inzwischen davon aus, dass es genau dieser Typ ist (und auch wenn es ein Shittest ist ist es eine gute Reaktion es umzudrehen „Ah, du bist eine von diesen komplizierten Frauen, die nur auf eine Weise kommen können und meinen alle Frauen sind so? Oh weh, wie anstrengend“)
  • Die am wenigsten anstrengende Variante ist aus meiner Sicht die hypersensitive, überaus leicht erregbare Frau. Bei ihr ist der Vorteil, dass sie eine dünnere Haut oder/und feinere Nerven oder was auch immer hat und sie durch normale Berührungen wesentlich schneller, leichter und stärker erregt wird als andere Frauen. Sie ist schlicht ein Genuss, weil sie aufgrund der leichten Erregbarkeit schnell zu Sex zu überreden ist und sie fast alles zum Orgasmus bringt. Stimmulieren der Brüste kann sie kurz davor bringen, bei vaginalen Sex kommt sie ohne Probleme mehrmals, Analsex ist ebenfalls sehr einfach etc. Es ist mit einer solchen Frau einfach, sich als Sexgott zu fühlen.

Aber zurück zum Artikel:

They also mention another sexist orgasm trope: women feeling pressured to fake orgasms in order to appease a male partner, or in their words, „to protect men’s feelings.“ For women who have sex with male partners, the pressure to orgasm is a relatable feeling. Hence all the faking that we know is going down in hetero bedrooms all over the country.

Interessant, dass sie meint, dass es nur in heterosexuellen Schlafzimmern passiert. Ich vermute auch bei lesbischen Beziehungen wird schon mal was vorgetäuscht werden.

Aber in der Tat täuschen Frauen häufig vor, damit sie den Partner nicht enttäuschen:

Women sometimes engage in such behaviors to emphasize love and care. Because men are attentive and interested in a female partner’s orgasm, women may pretend orgasm to keep their partner happy. Darling and Davidson (1986) asked participants open-ended questions regarding pretending orgasm; the primary response by 51% of women who pretended orgasm was “feel guilty, but it is important to satisfy my partner”

Ich schrieb unter dem gleichen Link dazu:

Der Umstand, dass der Partner kommt, ist eben häufig für beide wichtig. Der Mann möchte, dass die Frau kommt und es macht ihn glücklich, wenn das der Fall ist (was biologisch sowohl für Befruchtung und aufgrund der ausgeschütteten Hormone auch für die Partnerbindung (und damit auch wiederum für die Fortpflanzung, da das wiederum mehr Sex und geringere Fremdgehwahrscheinlichkeit bedeutet) interessant ist). Die Frau möchte auch, dass der Mann kommt, einmal weil es ebenfalls Partnerbindungsaspekte hat, aber mitunter eben auch, weil sie weiß, dass er versuchen wird seinen Orgasmus zu verzögern bis sie kommt, aber auch weiß, dass sie nicht kommen kann und es im Sinne der Partnerschaft besser ist, einen Orgasmus vorzuspielen, damit er dann kommen kann.

Beim Mann dürfte es ähnlich sein. Er weiß, dass die Frau ihn zum Orgasmus bringen will, aber er nicht kommen kann (Alkohol, schon zuviel Sex, zuviel Stress, was auch immer). Sie wird sich schlecht fühlen, wenn sie ihn nicht zum Orgasmus bringen kann, er hat aber einfach keine Lust mehr, es weiter zu versuchen. Der Mann hat allerdings das Problem des Ergusses, der mit dem Orgasmus verbunden wird und schwerer vorzutäuschen ist.

Sicher haben Frauen das Problem einen Orgasmus vorzutäuschen häufiger, aber Männer haben häufig das Problem, dass sie, damit die Frau nicht zu kurz kommt, nicht zu früh kommen dürfen, weswegen sie mitunter an allerlei unerotisches Denken, während sie gleichzeitig versuchen, sich nichts davon anmerken zu lassen oder dann, wenn sie sich dem Orgasmus nährt, auch zu kommen, und das eben tatsächlich.

Und beide Verhaltensweisen können sich gegenseitig bedingen. Er hält sich zurück und genießt des Sex nicht, weil er nicht zu früh kommen will, damit sie auch was davon hat. Sie spielt ihm Lust vor, damit er wenigstens Spass hat und sich gut fühlt.

Der Blick auf dass sexuelle ist hier in Studie und Besprechung also eher einfach ausgestaltet.

The researchers draw a fairly frightening conclusion from the research findings. When women’s orgasms begin to serve as a masculinity achievement for male partners, the orgasms cease to be about women’s liberation or sexual pleasure. They just become another opportunity for men to flex, or „shore up their sense of masculinity.“

„These men, therefore, were more likely to view women’s orgasms as a notch on the bedpost of their manliness,“ Chadwick and van Anders wrote in the statement. They end their note with an encouragement for men to think of orgasms less as achievements to be unlocked, and truly view them for what they are: tiny little pleasure explosions that should be enjoyed — frequently — by female partners.

Ein sehr negativer Ausblick. Natürlich kann alles schlecht sein. Aber wenn beide Lust auf Sex haben, dann ist „ich will meinem Partner so viel Lust bereiten wie möglich“ ein hervorragender Ansatz. Auch dann wenn er die Nebenfunktion hat, dass der andere einen für unglaublich gut im Bett halten soll oder man das gute Gefühl, den anderen befriedigt zu haben, auch für sich selbst braucht.