Akzeptanz für LGBTQ+ in einigen Ländern

Eine Yougov Umfrage zur Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen in einigen europäischen Ländern finde ich ganz interessant:

Die erste Frage ging darum inwieweit sich selbst jemand der LGBTQ zugehörig fühlt oder enge Freunde oder Familienmitglieder hat, die sich zugehörig fühlen:

Die Zahlen der Zugehörigkeit bewegen sich zwischen 5% und 10% , die Zahlen bei engen Freunden und Familienangehörigen schwanken zwischen 24 und 54.

Spanien tut sich da etwas hervor, mit 54% die entweder einen engen Freund oder einen Familienangehörigen haben, wobei die Zahl derjenigen, die sich selbst als zugehörig identifizieren mit 10% auch nicht so viel höher ist als in anderen Ländern (Deutschland hat zB nur 3%-Punkte weniger, aber nur 24% die jemanden im engen Freundeskreis oder im Familienkreis haben)

Eine Erklärung wäre natürlich, dass in Deutschland anders als in Spanien die Szene eher unter sich bleibt, eine andere, dass in Spanien der Familienkreis größer ist oder die Toleranz höher ist, so dass man sich dort eher outet.

In meinem engen Freundeskreis (außerhalb der virtuellen Welt) und in meiner Familie habe ich auch keine Angehörigen der LGBTQ Bewegung, im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis ein paar schwule Paare aber das war es auch schon. In Südländers weiteren Familienkreis vermuten wir stark, dass einer schwul ist, die starren südländischen Geschlechterrollen verbieten ihm aber das zuzugeben, auch wenn er sonst recht klischeehaft schwul wäre, was wirklich tragisch ist.

Interessant auch, dass Schweden, ja eigentlich als sehr tolerantes Land bekannt, da eher schwach abscheidet.

Eine weitere Grafik:

Hier geht es darum, wie jemand reagieren würde, wenn ein Familienmitglied sich als lesbisch, schwul oder bis outen würde bzw als Trans oder „Nichtbinär“

Hier schneidet Spanien wieder sehr tolerant ab, Frankreich bildet das Schlusslicht, wobei hier viele angegeben haben, dass sie entsprechende Personen im Freundeskreis oder in der Familie haben.

Die Zustimmung für LGB ist überall höher als für Trans und Nonbinär. (wobei ich „nonbinär“ auch eher skeptisch sehen würde, weil darunter eben viel Mist läuft)

Ein wirklicher Zusammenhang zwischen „Unterstützung“ und „habe entsprechenden Fall im engeren Freundschaftskreis oder in der Familie“ scheint nicht zu bestehen.

Auch ein Zusammenhang zwischen klischeehaft bestehenden Annahmen über Männlichkeit scheint nicht zu bestehen, denn gerade der italienische oder spanische Macho wären ja bekannte Figuren.

Erstaunlich auch die Ablehnung in Frankreich.

Kann jemand was zu den nationalen Unterschieden sagen?

38 Gedanken zu “Akzeptanz für LGBTQ+ in einigen Ländern

  1. In Spanien sollen 1 von 10 lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder queer sein?

    Die Umfrage scheinen sie in großen Städten gemacht zu haben.

    Mit Ausnahme von politischen Lesbentum, habe ich mit GLB – wie sie früher hießen, bevor die Lesben den für sie wichtigen Kampf geführt haben, das „L“ an erster Stelle zu setzen, keinerlei Probleme.
    Mit richtigen Transgender auch nicht, aber da sollte die Person sich sehr sicher sein und das alles von sich aus wollen und nicht weil es ihr jemand eingeredet hat oder das gerade in Mode ist. Für diejenigen, die nur Aufmerksamkeit wollen oder für die das ein Fetisch ist, wie Transvestie, und die dann unbedingt Zugang zu Frauenbereichen haben wollen, habe ich eher keine Toleranz.

    Queer oder Non-binary… sowas kenne ich nur von Twitter oder Aktivistinnen-Webseiten und diese Leute scheinen in der Mehrheit menschlich de Typ Spacken zu sein, egal welche Sexualität und welches Geschlecht sie sich gerade an den Hut hängen.

  2. Ich habe im Recht überschaubar großen Freundeskreis auch niemanden. Liegt aber natürlich auch am Umfeld. Ich bin Ingenieur und meine Freunde sind überwiegend über die Arbeit zustande gekommen. Da hatte ich drei schwule Kollegen und zur Zeit einen bei dem ich das annehme, aber ich vermute dass das Gebiet auf Schwule ungefähr so attraktiv ist, wie für Frauen.
    In der Familie wüsste ich auch niemanden. Somit ist das ganze aus meiner Perspektive eher exotisch. Aber gleichzeitig wäre es mir völlig egal ob jemand schwul oder was weiß ich was ist.
    Nebenbei finde ich es auffällig wie sehr das Bild von ingenieurdominierten Bereichen in den Medien (und vermutlich in der linken Blase) von dem meiner Erfahrung abweicht was den Umgang damit betrifft. Die schwulen Kollegen waren verheiratet (nicht miteinander) und das war für alle völlig in Ordnung. Ähnlich ist es mit der angeblichen Anfeindung von Frauen.
    Daraus schließe ich immer, dass es in Ämtern, Schulen und insgesamt dem öffentlichen Dienst und Dienstleistungssektor, wo die woke Soldateska ihr Dasein fristet, weit schlimmer sein muss und die einfach ihre Erfahrungen extrapolieren…

    • “ Ich bin Ingenieur und meine Freunde sind überwiegend über die Arbeit zustande gekommen. Da hatte ich drei schwule Kollegen und zur Zeit einen bei dem ich das annehme, aber ich vermute dass das Gebiet auf Schwule ungefähr so attraktiv ist, wie für Frauen.“

      Weil Schwule vor allem Balletttänzer und Frisöre werden? Klischeealarm 🙂 Schwule sind primär Männer und im Schnitt genauso technik-nerdig wie andere Männer.

      • Ok,
        Es ist also hier Konsens, dass Frauen aufgrund einer vorgeburtlichen Disposition eher zu Berufen mit Menschen und Männern zu Berufen mit Dingen neigen, aber gleichzeitig möchtest du mir jetzt sagen, dass das für homosexuelle Menschen keine Konsequenzen haben kann? Ich sage bewusst kann, weil ich es nicht belegen kann. Aber wundern würde es mich keineswegs.
        Und ich habe auch nicht gesagt „alle“.
        Wir wollen doch nicht in feministische Argumentationsmuster abrutschen.

  3. Was heißt denn bitte in diesem Zusammenhang „supportive“ und „not supportive“? Wenn sich jemand mir gegenüber zu irgendeiner Sexualität bekennt, bin ich streng genommen, „not supportive“. Denn ich nehme es einfach nur zur Kenntnis. Wie sollte ich denn diesen Menschen unterstützen? Indem ich ihm Sexualpartner besorge?

    • Ja, die Erwartungshaltung der Minderheiten. Die wollen so eine Art betreutes Anderssein. Man soll sie in der Schlange an der Kasse vorlassen, weil sie ja eine lange schon unterdrückte Gruppierung sind. Man soll gut finden, mit wem und was die sich sexuell ausleben, das sogar unterstützen.
      Sexuelle Neigungen und Ausrichtungen werden zum zentralen Bewertungsmaßstab von Menschen. Gleichzeitig wird man aber Teil der Kriminalstatistik, wenn man den Ausschnitt im bunten Kleid einer jungen Frau lobt. Diese Ambivalenz im Umgang mit Sex ist total krank.

      Über mich hat sich im Laufe meines bisherigen Lebens ein ganzes Füllhorn von Verwandten und Bekannten mit nicht heteronormativer Sexualität ergossen. Mutter wandelte sich zur Lesbe, Vater zum MGTOW. Als schwul oder hetero deklarierte Lehrer entpuppten sich (auch) als Päderasten. Ein Kollege wandelte sich zur Frau. Über das feministisch-lesbische Umfeld meiner Mutter verfolgte in den langen den Kampf um Benachteiligungspunkte zwischen Lesben und Queeren.

      Dazwischen fühlt man sich irgendwann ganz alleine als einer, der nur auf Frauen geil ist. Fast etwas schmutzig und verkommen.

      • Ja, ich verstehe was du meinst. Ich habe in vielen Punkten in Deutschland, das Gefühl, dass wir in dem Land leben das Verrückte macht. Es ist alles so Bekloppt geworden und ich weiß inzwischen auch woran das liegt. Im Gegensatz zu machen welche hier die Weltverschwörung oder die Amerikaner/Russen/Juden/das Großkapital/die Illuminaten/Aliens am Werk sehen ist das was wir gerade hier erleben ist wahre Demokratie.
        Kleine Gruppen von Personen können in der Demokratie sich zusammenschließen und Dinge durchbringen welche von der Übergroßen aber viel trägeren Mehrheit abgelehnt werden. Z.B. hatte ich einen Fall, wo eine Interessengemeinschaft von 60 Personen ein Projekt von 10 Mio. € durchgedrückt haben. Das muss man sich mal vorstellen, eine Gruppe von der Größe zweier Schulklassen hat einen derartigen Hebel. Und das war nicht einmal etwas Ideologisches. Jetzt stelle man sich diese Gruppe vor, wenn sie für irgendwas anderes kämpft aber total ideologisiert ist. Genderstern, Essensvorschrift usw. In Berlin hat es der ASTA geschafft, das gesamte Essen der Berliner Mensen auf Vegan/Vegetarisch umzustellen. Eine Gruppe die regelmäßig von nur 1-2 % aller Studenten gewählt wird. Die große Mehrheit macht natürlich nichts, weil sie als großer monolithischer Block das nicht mag, aber nicht in der Lage ist entsprechend dagegen zu halten. Und das ist Demokratie, denn wer glaubt, dass diese nur alle paar Jahre auf dem Wahlzettel stattfindet, der hat sie nicht verstanden. Es ist der persönliche Einsatz und das Bilden von kleinen aber schlagkräftigen Gruppen, die ein Vielfaches des eigenen Kampfgewichts haben. Wir sehen das an den Klimahüpfern die den Verkehr ganzer Stadtteile in Berlin durch 1-2 Personen zum Erliegen gebracht haben.
        Deswegen sollte jeder daran denken der aus Protest die AfD, DKP oder die Bibeltreuen Christen wählt. Eine Protestwahl bringt euch gar nichts, gar nichts. Solange ihr nicht in der Lage seid euch zu vernetzen und als kleine, schlagkräftige Gruppe die Politik dazu zu zwingen eure Wünsche zu erfüllen. Und das geht nur, wenn man sich persönlich trifft. 10 Leute im echten Leben, die zusammen etwas machen bringen mehr als 10.000 Leute die einem bei Twitter oder Facebook zustimmen.

        • „… das was wir gerade hier erleben ist wahre Demokratie.“
          „Deswegen sollte jeder daran denken der aus Protest die AfD, DKP oder die Bibeltreuen Christen wählt. Eine Protestwahl bringt euch gar nichts, gar nichts.“

          Ich habe den Eindruck, daß sich Deine beiden Aussagen widersprechen, denn die von Dir genannten Parteien sind keine „System“-Parteien, und waren bislang nicht an der Regierung.

          • Es spielt keine Rolle wen du wählst, weil diese Leute in den Parteien ihre eigenen Interessen haben und die sind garantiert nicht mit deinen eigenen deckungsgleich. Die machen nur das, was du willst, wenn du sie zwingst. Du kannst JEDE Partei zu dem zwingen was du willst. Du kannst die Grünen morgen dazu bringen Grenzzäune und Mauern zu bauen, wenn du sie dazu zwingst. Natürlich ist das mit Parteien leichter die generell eine dir gewünschte Stoßrichtung haben aber mit dieser Art von Protest, den andauernden Nadelstichen usw. kannst du ziemlich viel machen, jedenfalls vieeeeeeeeel mehr als wenn du nur irgendwo dein Kreuzchen machst. Und Systemparteien sind sie alle, denn durch ihre Teilnahme an der Wahl haben sie sich bereits dem System unterworfen.
            Nur mal ein Beispiel für Nicht-Systemparteien. In Köln gab es vor einigen Jahren den „Kaplan von Köln“, eine Paralleljustiz die bei Muslimen geurteilt hat. Das ist ein Beispiel für eine Nicht-Systempartei, da sie sich nicht dem System unterworfen hat. Es handelte sich um eine Gruppe die außerhalb des politischen Systems Deutschlands existierte und sie hat eine eigene Rechtssprechung etabliert.
            Ich rate stark dazu Begriffe die von den Qualitätsmedien, ebenso wie von den alternativen Medien gestreut werden zu hinterfragen. Oftmals stellt sich heraus, dass es Propagandabegriffe ohne Substanz sind, ebenso sind die Konzepte meist was anderes als sich der Leser dies im ersten Moment vorstellt.

        • „Und das ist Demokratie, …. Es ist der persönliche Einsatz und das Bilden von kleinen aber schlagkräftigen Gruppen, die ein Vielfaches des eigenen Kampfgewichts haben.“

          Interessante Sicht, aber zu eng.
          Als „Demokratie“ bezeichnet man viel besser, wenn die verschiedensten Interessen in einem Prozess auf einen gemeinsamen Nenner zusammenfinden. Wenn dieser Prozess nur noch von „kleinen Gruppen“ bestimmt wird, dann müsste man von einer nicht oder schlecht funktionierenden Demokratie sprechen, denn die verschiedenen Interessen der Menschen bestehen ja weiter fort, auch wenn sich niemand für sie mehr einsetzt.
          Ich denke Demokratie braucht sowas wie Musse und Zeit: Leute müssen sich auch mit Dingen beschäftigen, auch wenn sie gar nicht ihr unmittelbares Interesse berühren. Heute ist das nicht mehr angesagt, man ist vollauf mit den engsten Interessen seines Lebens beschäftigt.
          In einer Gesellschaft, die zusehens lebt um zu arbeiten und nicht arbeitet um zu leben läuft das mit der Demokratie auch nicht mehr so gut, wie auch „Hobbys“ und andere Laienveranstaltungen.

          • „Als „Demokratie“ bezeichnet man viel besser, wenn die verschiedensten Interessen in einem Prozess auf einen gemeinsamen Nenner zusammenfinden.“
            Du gehst hier von der Buchdefinition einer Demokratie aus die aber den Test der Realität nicht standhält. Ist ein bisschen wie Kapitalismus und Kommunismus, das funktioniert im Elfenbeinturm auch immer anders als es in der Realität funktioniert. Die kleinen Gruppen die Dinge zu ihren Gunsten ändern wollen nehmen an der Demokratie teil, während die große Masse dies nicht tut. Die sind wie ein Stück Land oder eine Kuh gar nicht Akteur sondern nur Objekte die man verschieben kann.
            Demokratie funktioniert nicht durch Vereinzelung. Das war du bereits erwähnt hast, die Zeit, ist ein wichtiger Baustein aber es ist noch mehr. Der Zusammenhalt ist geschrumpft. Früher sind die Leute nach der Arbeit in die Vereine gestürmt und haben gemeinsam Sport gemacht. Es gab viele Arbeitersportvereine bei den Linken und bei den Rechten eher die Bibelstunden und die Kegelrunden. Da haben sich die Leute kennengelernt und vernetzt. Durch das enorme Unterhaltungsangebot sind diese Vereine nur ein Angebot unter vielen und sie schneiden eher schlecht ab. Deswegen haben Männer heutzutage immer weniger reale Freunde und Menschen die ihre Interessen teilen. Und dadurch sind nur noch Leute deren Ideen radikal genug sind, dass sie es schaffen die Ablenkung hinter sich zu lassen in der Lage ihre Interessen durchzusetzen.
            Natürlich ist das Thema noch komplexer und eher eine Zusammenfassung aber meine Erkenntnis ist, dass Demokratie wie sie heute existiert, nicht mehr funktioniert.

          • Dass die Demokratie nicht funktionieren würde, ist der ewige Einwand gegen sie. Der daher kommt, dass alles so unharmonisch wird, diese Veranstaltung ist eher nichts für Ästheten. Am Ende stimmt aber die „Buchdefinition“, dass sie eine Interessenausgleichmaschine ist und hier wird dann interessant, wer daran teilnimmt. Und es stimmt schon, dass Leute bei extremeren Ansichten vermutlich dazu neigen, ihre Ideen eher zu platzieren als wenn diese so mittenmang sind. Theoretisch aber sollten diese demokratischen Fliehkräfte in alle Richtungen wirken, so dass am Ende doch der grosse Kompromiss übrigbleibt. Aber auch jede Demokratie kann am Ende des Tages nur so gut sein, wie die Leute in ihr. Und vor allem solange es Leute gibt, die als Politiker leidenschaftlich die Interessen anderer vertreten möchten. Dazu brauch es eine Art aristokratischer Gesinnung, was schon den guten alten Aristoteles dazu veranlasste die Demokratie zu den „aristokratischen“ Gesellschaftsformen zu zählen, im Gegensatz zu den „pöbelhaften“ (die Herrschaftsform der Progressiven wäre das „pöbelhafte“ Pendent zur „aristokratischen“ Demokratie). Deshalb ist das Wesen der Demokratie die Repräsentation und nicht eine „Basisdemokratie“ wie so viele meinen.

        • Das ist ein wichtiger Punkt. Es geht nicht um die Masse, es geht um die Intensität. Wenn zum Beispiel sechs enttäuschte Zofen ihr Leben der Aufgabe widmen, mittels Publikationen und Social Media Väter als ein überflüssiges Übel der Menschheit einzuordnen, dann können sie die entsprechende Thematik bis in die Wahlprogramme von SPD, Grünen und Linken bringen, wenn sie es nur verbissen und moralisiert aufgeladen betreiben. Von da rutscht der Rotz in die Wikipedia und gilt fort an als Allgemeingut und gesellschaftlicher Konsens.

          Aber warum entstehen nirgends entsprechend gegensätzliche Initiativen aus der Welt der Pudel? Denn unter denen gibt es ja schon noch den einen oder anderen Terrier.

          • „Aber warum entstehen nirgends entsprechend gegensätzliche Initiativen aus der Welt der Pudel? Denn unter denen gibt es ja schon noch den einen oder anderen Terrier.“
            Ganz einfach, für Frauen sind die sozialen Medien ein Segen, für Männer ein Fluch. Frauen können stundenlang am Telefon quatschen aber ich kenne keinen Mann der das mag. Frauen haben heute mehr Freundinnen (echte, reale) als jemals zuvor, Männer haben weniger Freunde (echte, reale) als jemals zuvor. Männer brauchen ein Grund um sich zu treffen und zu reden, Frauen brauchen keinen Grund, deswegen sind Männer in dem Zeitalter der sozialen Medien im Nachteil. Um etwas durchzusetzen brauchst du aber Leute auf die du dich verlassen kannst, die dich nicht beim ersten Gegenwind verlassen. Und genau deshalb wird es nix mit der Gegenbewegung. MGTOW ist deswegen so ein gutes Konzept für Männer, weil es diese Schwäche nutzt und zu einer Stärke ummünzt aber mit diesem Konzept kann man keine soziale Veränderung erzielen, sondern nur sich selbst schützen.
            Die einzige Möglichkeit hat uns Peter Lustig schon vor 30 Jahren genannt, „Abschalten“.

      • Deine Mutter wurde lesbisch?

        Aber wie paßt das zu den wunderbaren Homo-Theorien (dieses Blogs), die Homo-„Sexualität“ biologisch verankern?

        Deine Mutter ist zudem Feministin. Da liegt der Verdacht nahe, daß sie als Kind sexuell mißbraucht wurde. Feminismus speist sich bekanntlich zu einem erheblichen Teil aus solch traumatischen Kindheitserfahrungen mit Männern/Vätern.

        Irgendwo müssen die paranoiden Männerphantasien ja herkommen. Schreibe ich nur für die, die solche gesellschaftlichen Phänomene wirklich verstehen wollen.

        Ich erwähne noch mal, daß laut Studien bis zu 70% der Lesben als Kinder sexuell mißbraucht wurden.

        • Also deine Fernanalysen hier kommen immer nur zu einem und stets dem selben Schluss: Abweichung von der Norm = Missbrauch als Kind. Das ist sehr auffällig und wirkt auf Dauer etwas eintönig.

          Nehmen wir mal an, es gäbe da einen Zusammenhang in manchen Fällen, was wäre die Konsequenz?
          Kinder von Erwachsenen künftig separieren? Alle nicht normgerechten Erwachsenen zu Miller-zertifizierten Seelensäuberungskursen, um sie wieder in die Norm einzufügen?
          Ich glaube, monokausale und pseudoreligiöse Erklärungsversuche helfen wirklich keinem weiter, der im Jetzt lebt und die Augen nach vorne richtet.

          Oder wie wollen Alice und du die Welt besser machen?

    • ZBsp. könnteste einen Kollegen in der Mittagspause vor versammelter Mannschaft lautstark outen, verkünden, daß er bevorzugt befördert wird, jedem Probleme androhen, der nur einen schrägen Blick in seine Richtung wagt, deine Aktion auf social media posten…und ihn dann sich selbst überlassen. 😉

  4. LGBTXYZ ist eine Bewegung, es ist keine Bezeichnung für Leute die schwul oder lesbisch sind. Kenne auch Schwule die sich aber dagegen verwehren Teil dieser Community zu sein. Alle die die bestimmte sexuelle Neigungen haben in diesen Topf zu werfen ist genauso Schwachsinnig wie zu meinen alle Biodeutschen sind auch Nazis und ziehen alle am gleichen Strang.

    • „Alle die die bestimmte sexuelle Neigungen haben in diesen Topf zu werfen ist genauso Schwachsinnig wie zu meinen alle Biodeutschen sind auch Nazis und ziehen alle am gleichen Strang.“

      *Genau das* ist aber „progressive Identitätspolitik“. Und dass das „schwachsinnig“ ist, spielt keine Rolle, dies ist mittlerweile das Primat der politischen Parteien Deutschlands – und längst nicht nur der linksextremistischen.

  5. Spanien und Italien sollen in Punkto Toleranz führend sein? Das kann doch nicht sein?! Wahrscheinlich sind in der Umfrage die nicht-urbanen Regionen dieser Länder hoffnungslos unterrepräsentiert. Im Falle Frankreichs ist dieses vermutlich einfach ausgewogener gewesen…..

    • Ich halte die Umfrage und deren Ergebnisse auch aus verschiedenen Gründen für recht fragwürdig.
      Die gravierenden Ergebnisunterschiede zwischen Spanien und Frankreich stützen die begründeten Zweifel.
      Wie auch Adrian schon nachvollziehbar anmerkte, kann er, und sicher viele andere auch, mit einer „supportive“ Einstellung (oder gar einem entspr. Verhalten?) wenig anfangen, bzw. neigt man aufgrund dessen vielleicht eher mit „not supportive“ zu antworten.

      Viele i.w.S. „Betroffene“ fühlen sich durch ihre Zwangs-Vereinnahmung der klamaukigen „Community“, und deren „Sammeln um Benachteiligungspunkte“, überhaupt nicht „zugehörig“ bzw. vertreten.

      Die politisch-medial gewollte und gezollte Aufmerksamkeit für diesen anmaßenden Dauerkarneval dient letztlich dem Ziel, die Geschlechter-Binarität zu beschämen und abzuschaffen.

    • Gibt es zuverlässige Informationen darüber, wie der Teilnehmerkreis der Umfrage bestimmt wurde? Durfte womöglich jeder teilnehmen, der Interesse an dem Thema hatte? In diesem Fall würde ich mit einem weitgehend irrelevanten Ergebnis rechnen.

    • Ihr müsst mal eure Klischees aus den 50er Jahren entstauben. Spanien, Italien und Griechenland sind heute sozial recht modern. Dass Spanien am liberalsten ist, wundert mich überhaupt nicht.

  6. Da hat meine Aufklärungsarbeit über die Homo-Ideologie offenbar in Deutschland gefruchtet. Ich bin stolz auf mich.

    Eine Pathologisierung der Homosexualität ist übrigens nichts Verwerfliches. Entscheidend ist, ob es dafür Argumente gibt. So müßte das jedenfalls in modernen, aufgeklärten Gesellschaften laufen.

    Die Werte zwischen Schweden, Dänemark und Italien auf der einen Seite und Spanien auf der anderen sind übrigens durchaus vergleichbar, da beide Variablen jeweils ungefähr halbiert sind. Aber auf solche Umfragen kann man eh nicht viel geben. Da gibt es viele verzerrende Faktoren. In Franzreich leben viele Musels.

    Erschreckend finde ich ja, daß der Autor offenbar dem omnipräsenten Toleranzgeschwafel das Wort redet und es als erstrebenswert ansieht, diesen ganzen gutmenschlichen Homo- und Transzeitgeist zu unterstützen. Man kann das auch alles hinterfragen.

  7. Hier hatte doch Einer mal einen schönen Javascript Link geschrieben, um Kommentare bestimmter Personen für sich selbst auszublenden. Kann man den vielleicht noch einmal für „Gendern, bis der Arzt kommt“ fertig machen. Die Kommentare sind inzwischen so dumm, dass man Kopfschmerzen davon bekommt wenn man nur drüberscrollt. Danke

    • Wenn Leute behaupten, meine Kommentare seien dumm, und ich frage sie, warum, kommt da meist nur Stuß oder gar nichts.

      Die Auffassungsgabe vieler Leute hier ist äußerst gering, sodaß du davon ausgehen mußt, daß es an dir liegt, wenn du meine Kommentare als dumm ansiehst.

      Würde ich einen dummen Kommentar erspähen – und das tue ich häufig – würde ich wenigstens auch ein paar Sachargumente äußern. Und ich habe auch noch nie das Bedürfnis nach Ignore-Funktionen oder Exkommunikation verspürt.

      Das ist vermutlich der Unterschied zwischen Intelligenz und Dummheit.

      • „Würde ich einen dummen Kommentar erspähen – und das tue ich häufig“

        Leider immer erst, nachdem du auf „Kommentar absenden“ geklickt hast?
        Spähe doch bitte vorher und halt dich dann zurück.

    • So, ich habe es raus. Wer die Nase voll von dem Troll hat, der nutzt einfach das folgende als Link, dann wird der ausgeblendet und man kann in Ruhe lesen:

      javascript:(function()%7Bvar all=document.querySelectorAll(‚.comment‘);for (var n = 0; n < all.length; n++)%7Bvar c = all%5Bn%5D; if (c.querySelector('cite').innerHTML.search('Testuser') != -1%7C%7Cc.querySelector('cite').innerHTML.search('Gendern, bis der Arzt kommt') != -1)%7Bc.querySelector('footer').style.display='none';c.querySelector('.comment-content').style.display='none';c.querySelector('.comment-actions').style.display='none';%7D%7D%7D)()

      • Ich weiß, es ist schwer, sich einzugestehen, daß man anderer Leute Meinungen nur aus purer Dummheit und ideologischer Fixierung ablehnt. Das Ausmaß an Wahrheit und Intelligenz in meinen Kommentaren muß ja schlimm sein, wenn man sich nur noch mit Ignore-Funktionen zu helfen weiß.

        So intelligent seid Ihr beiden offenbar nicht, daß Ihr erkennen könntet, daß so ein Gebaren eher eine gewisse Engstirnigkeit illustriert.

        Na ja. Und irgendeine handfeste Kritik sucht man sowieso vergebens.

  8. Ich finde das Thema extrem aufgeblasen und eigentlich nur als „rumopfern“ der entsprechenden Gruppierungen. Die, die ich kannte/kenne, haben ihr schwul oder was-auch-immer-sein mehr oder weniger ausgelebt.
    Arschloch bleibt Arschloch, egal welche Farbe oder Orientierung. Da macht schwul oder lesbisch sein keinen Unterschied. Heten können einem genauso auf den Schlitz gehen, wie LGBTQ Bewegte oder Buntlackierte.
    Dieses ganze Bohei von wegen „wir sind besser, weil anders“ der letzten Jahre geht mir eher auf den Zeiger. Die bunten Bilder vom CSD in den Primetimenachrichten, grauenhaft. Was soll der Nachrichtenwert daran sein? Freies Leben in Deutschland? Hey, gerade werden Querdenker und Feminismuskritiker verfolgt (siehe Genderama von heute). Wo sind die Nachrichten darüber? Warum wird nicht über diese echte Diskriminierung (z.B. in der „Gendersprache“, vgl. auch Genderama von heute) berichtet?
    Und ich gebe zu: mich interessiert es heute mehr denn je weniger, wer wo wie diskriminiert wird, weil wir gesellschaftlich ganz andere Probleme haben, als schwule Spanier oder lesbische Französinnen (die sind höchstens im film noir nett).
    Es werden immer mehr feministische Mythen aufgebaut, immer weiter die neuere Geschichte gefälscht um ideologische Ziele umzusetzen.

    In meinem eigenen Bundesland erlebe ich, wie die ideologische Umsetzung im Bildungsbereich (grün-roter Bildungsplan mit Schwerpunkt auf „wir-sind-alle-gleich“) den Schulen massiv geschadet hat. https://www.nzz.ch/international/neuer-bildungsmonitor-die-schulqualitaet-in-deutschland-sinkt-ld.1641065 „Baden-Württemberg, dessen Schulsystem traditionell wie jenes von Bayern den Ruf hat, eines der besten zu sein, ist nur noch im mittleren Feld auf Platz 6.“

    Dazu heißt es vollmundig im Bildungsplan: „Die Aufmerksamkeit richtete sich nicht mehr allein auf die Frage, welche fachlichen Inhalte, welcher „Stoff“ also in der Schule beigebracht werden soll, sondern stärker auch auf die Frage, was Schülerinnen und Schüler am Ende bestimmter Bildungsabschnitte wirklich wissen und können (sollen). Aus stoff-inhaltlich geprägten, traditionellen Lehr- oder Rahmenplänen wurden kompetenzorientierte Bildungspläne.“ https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/EINFUEHRUNG
    Weiter heißt es: „In sechs Leitperspektiven werden Fähigkeitsbereiche angesprochen, die nicht einem einzigen Fach zugeordnet, sondern übergreifend in verschiedenen Fächern entwickelt werden sollen. Leitperspektiven sind: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV)*, Prävention und Gesundheitsförderung (PG), Berufliche Orientierung (BO), Medienbildung (MB), Verbraucherbildung (VB).“

    *Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV) im Sinne der Befähigung zu Toleranz und Akzeptanz von sowie zu diskriminierungsfreiem Umgang mit Vielfalt in personaler, religiöser, geschlechtlicher, kultureller, ethnischer und sozialer Hinsicht

    weiter: „Erziehung zum Umgang mit Vielfalt und zur Toleranz ist damit auch ein Beitrag zur Menschenrechts- und Friedensbildung und zur Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft.“
    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/LP/BTV

    Das wurde natürlich entsprechend sofort aufgegriffen: „Schulen sollen Orte sein, an denen die Vielfalt der Lebensweisen Raum erhält. In Unterrichtsinhalten, Lernmitteln und im Schulalltag wird dann deutlich: LSBTI sind Teil der gesellschaftlichen Vielfalt, sie sind gleichwertig und gleichberechtigt. Eine Förderung der Akzeptanz von LSBTI beinhaltet die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Stereotypen und gesellschaftlicher Homo- und Transphobie. Ob im Deutsch-, Fremdsprachen-, Politik-, Sozialkunde-, Ethik- oder im Geschichtsunterricht: Beispiele und Informationen über die Lebensrealitäten von LSBTI können und müssen fächerübergreifend vermittelt und in den Lehrplänen verankert werden. Und warum soll im Matheunterricht nicht auch einmal der Einkaufswagen einer Regenbogenfamilie als Rechenbeispiel dienen?“ https://ba-wue.lsvd.de/regenbogenfamilienseminar-international/bildungsplan/vielfalt-und-toleranz-in-den-schulen-in-ba-wu/

    Tatsache ist aber folgendes: „“Es ist sehr enttäuschend, dass das Kultusministerium es in mehr als drei Jahren nicht geschafft hat, die Lebensrealitäten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern, Intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) in Schule, Unterricht und Lehrkräftefortbildungen zu berücksichtigen, geschweige denn fachbezogene Ansprechpersonen in der Schulverwaltung zu schaffen oder sich für das Lehrpersonal beratend von außen zu suchen. Das gleicht einem Totalausfall. Bereits 2016 wir vorfehlender Verbindlichkeit und Überprüfbarkeit gewarnt. Leider sehen wir uns damit in unseren Befürchtungen bestätigt“, erklärt Kerstin Fritzsche aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg.“ https://ba-wue.lsvd.de/tag/geschlechtliche-vielfalt/

    Die von oben geforderte und geförderte Vielfalt, sie lässt sich nicht erzwingen.

  9. Ich würde auf so eine Frage nicht viel geben, da sie uneindeutig gestellt ist. LGBTQ+ ist primär eine politische Einordnung, und die Bedeutung der Antwort hängt davon ab ob das dem Befragten bewusst ist. Es ist durchaus denkbar, dass ein Schwuler oder eine Lesbe diese Frage mit nein beantwortet, und beim Rest der Bevölkerung hängt die Antwort davon ab ob sie den Begriff und seine Bedeutung kennen.
    Unproblematischer wäre die Frage „Sind Sie bi/lesbisch/schwul/trans“ bzw. „Kennen Sie jemand …“

    „die starren südländischen Geschlechterrollen“

    Das sagt nicht viel, es hängt davon ab welches Südland. Spanien scheidet schonmal aus 🙂 Auch Griechenland hat sich sehr verändert.

  10. Spanien war bis 1975 eine Diktatur, an der Spitze stand mit Francisco Franco ein Freund von Hitler. Entsprechend konservativ bis reaktionär war alles ausgerichtet. Als Franco 1975 starb, erfolgte der Übergang zur Demokratie ziemlich reibungslos, ohne Gewalt.

    In den Folgejahren modernisierte sich die spanische Gesellschaft schnell und es entwickelte sich eine „Movida“ genannte hedonistische Bewegung, die alles nachholen wollte, was Spanien in fast 40 Jahren Diktatur versagt geblieben war.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Movida_madrile%C3%B1a

    Heute ist die spanische Gesellschaft sicher eine der modernsten in Europa, der Einfluss der katholischen Kirche z.B. ist im Land der Inquisition nur noch minimal. In diesem Zusammenhang muss man wohl auch die Haltung zu LGBTusw. sehen.

    In Spanien gibt es aktuell auch einen besonders aggressiven Feminismus, der große Einfluss hat.

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