Das Nichteinschreiten der Männer bei sexistischen Verhalten und „Yes all Men“

Auf dem radikalfeministischen Twitteraccount „feminist next door“ ging es in erweiterten Sinne um „Yes all men“ bzw die (aus feministischer Sicht) Ausrede der Männer, dass sie ja das sexistische System nicht stützen:

Ausgehend von diesem Tweet:

Wurde dann die folgende Frage gestellt:

Also:

Women: have you ever seen a man you weren’t dating or related-to step in and correct misogyny in action? Have you ever seen a man tell another that he needs to stop because it’s wrong, rather than because of his relationship to you? I can think of 1 or 2 times in my entire life.

In den Tweets darunter häufen sich dann die Stimmen von Frauen, die anführen, dass Männer nichts machen.

Das erste Argument dazu wäre: Ich bin nicht als Mann für das Handeln anderer Männer verantwortlich und muss auch nicht das Risiko eingehen, dass dieser mir gegenüber aggressiv wird um eine wildfremde Frau zu beschützen.

Das wäre eher auf einer theoretischen Ebene. Aber tatsächlich wüsste ich auch von wenigen Situationen, bei denen ich „Frauenfeindlichkeit in Aktion“ erlebt habe und Frauen verteidigen musste.

Aber da ist meine Welt vielleicht auch nicht der Maßstab.

Ein Nachteil bei Situationen zB bei denen eine Frau in einer Bar „blöd angemacht“ wird, ist das es auch nicht einfach abzuwägen ist, ob man einschreiten sollte, schlicht weil ich genug Situationen kenne, bei denen jemand was gesagt hat und die Frau ihn zurechtgewiesen hat, dass er sich nicht einmischen soll.

Aber ich bin auch dank Kindern kaum noch in wilderen Locations und mein letzter Diskobesuch ist schon einige Zeit her.