Europäisches Parlament: Freier sollten bestraft werden („schwedisches Modell“)

In einer nicht bindenden Resolution hat forderte das EU-Parlament, dass die Mitgliedsstaaten etwas gegen Prostituition unternehmen, indem sie auf das schwedische Modell umstellen und Freier bestrafen. Zudem sollen Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte geschaffen werden

Ein Auszug:

Die nicht bindende Resolution wurde mit 343 Stimmen angenommen. 139 Abgeordnete stimmten dagegen bei 105 Enthaltungen.

Prostitution eindämmen, indem den Freiern Bestrafung droht

Die meisten Abgeordneten glauben, dass eine der besten Wege, Prostitution und Frauen- bzw. Mädchenhandel zu bekämpfen, das sogenannte nordische Modell ist, das in Schweden, Island und Norwegen angewendet wird. Es sieht Prostitution als eine Verletzung der Menschenrechte und als eine Form von Gewalt gegen Frauen. Es kriminalisiert diejenigen, die für Sex bezahlen, und nicht die, die ihn verkaufen. Die Abgeordneten rufen die Mitgliedstaaten dazu auf, dem nordischen Modell zu folgen.

Ich finde eine Regelung, bei der einer der beiden folgenlos anbieten darf, alles in seiner Macht stehende machen darf, damit der andere seine Dienstleistung annimmt, selbst sogar vollauf und aus freien Willen damit einverstanden sein kann, diese Dienstleistung auszuüben und dies dem anderen auch so mitteilen darf und der andere dann bestraft wird, wenn er diese Dienstleistung annimmt, reichlich bescheuert.

Es scheint mir eine Verbindung aus weiblicher Unterverantwortlichkeit (Female Hypoagency) und männlicher Hyerverantwortlichkeit (Male Hyperagency) zu sein, gut durchmischt mit einer Verklärung weiblicher Unschuld („niemals kann sie so etwas wollen, sie hat nur nichts anderes, auch wenn sie evtl. richtig viel Geld verdient, das sie sonst nie verdienen könnte“) und Dämonisierung männlicher Sexualität zu sein.

Allerdings bezweifele ich, dass sich dadurch viel ändern wird. Unverbindliche EU-Resolutionen sind eben unverbindlich und damit reichlich wirkungslos. Einer der Fehler der EU, die sich durch so etwas – vielleicht auch weil jeder weiß, dass es keinerlei Wirkung hat – noch mehr Beliebigkeit vorwerfen lassen muss.

Vor einer Einführung in Deutschland müsste also noch einiges passieren. Und dann wäre es auch interessant, ob Prostituierte dagegen klagen und wie sich das BVerfG dazu aufstellt.

Am „schwedischen Modell“ zur Prostitution gibt es ja auch einiges an Kritik:

Kritik wurde laut, dass die Prostitution laut einer Studie von 2004 zwar vordergründig von den Straßen verschwunden ist, aber in den Untergrund gedrängt wurde, so dass sich die Situation für die Frauen deutlich verschlechtert hat. Auch ist die Zwangsprostitution nicht verschwunden, sondern hat sich nach neuesten Erkenntnissen sogar vermehrt[4]. In der Praxis behandelt die Polizei die Frauen offenbar weniger als Opfer, die vor ihren Kunden gerettet werden müssen, denn als Mitwissende von Straftaten; so können sie sich keine Hilfe mehr holen, wenn ihnen Gewalt und Gefahr begegnet. Die Sozialarbeiter haben Probleme, die Prostituierten noch zu erreichen. Diese sind jetzt gezwungen, sich Zuhälter zu ihrem Schutz zu suchen. Bei Stichproben gaben nur noch ein Bruchteil der betreffenden Frauen an, sich beim letzten Geschlechtsverkehr mit Kondomen vor HIV geschützt zu haben, da sie Angst haben auch diese Kunden zu verlieren. Nicht wenige schwedische Männer reisen auch als Sextouristen in die benachbarten baltischen Staaten.

Eine große Mehrheit der Schweden will nicht mehr nur die Männer, die für Sex bezahlen, sondern auch die Frauen, die dieses Gewerbe ausüben, kriminalisieren. Die Gesellschaft sieht es nicht ein, warum es gerecht ist, die eine Seite zu bestrafen und die andere nicht. Die Kontaktaufnahme hat sich ins Internet verlagert und in Kneipen, in denen Telefonnummern diskret verteilt werden

Advertisements

27 Gedanken zu “Europäisches Parlament: Freier sollten bestraft werden („schwedisches Modell“)

  1. Ist Unsinn, die meisten Prostituierten werden nicht dazu gezwungen, sondern machen das, weil man damit in 2 Nächsten einen (niedrigen) Monatslohn mit nach Hause bringen kann…

    • @ Adrian

      Na, Ehemänner sind ja schon gestraft genug, besonders wenn sie unvorsichtig genug waren, auch noch Väter zu werden.

      Aber halt.

      Hier irre ich.

      Es gibt ja immer noch welche, die heiraten.

      Du hast Recht.

      Man muss sie noch härter rannhemen, es ihnen richtig gut und hart besorgen.

    • Nur wenn sich das Gehaltsgefälle zu Gunsten des Mannes neigt. Sollte jedoch die Gattin mehr verdienen, trifft natürlich sie im gleichen Maße wie Manne die volle Härte des Gesetzes.

  2. @ Christian

    *Die nicht bindende Resolution wurde mit 343 Stimmen angenommen. 139 Abgeordnete stimmten dagegen bei 105 Enthaltungen.

    Prostitution eindämmen, indem den Freiern Bestrafung droht*

    Ein monumentales Signal, wie sehr der feministisch-femizentrische Gesellschaftsumbau nach #Aufschrei, Schlampenmärschen, Tittengates etc. in die Krise geraten und auf dem Rückzug ist.

    *Zudem sollen Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte geschaffen werden*

    Hier bin ich sehr dafür, 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Warum ausstiegswillige Nutten nicht in 30 Wochenendseminaren für Aufsichtsratsposten und Unternehmensvorstände qualifizieren, sie in die Quotensänften stecken und in die Chefetagen tragen?

    Ich glaube, kaum eine Nutte könnte diesem Anreiz, auszusteigen, widerstehen.

    Die Gehaltalternative wäre attraktiv, das Anforderungsprofil gerade auch für Dominas vertraut.

    Aber auch viele „normale“ Nutten verstehen etwas von (Selbst-)Marketin im besondern und Wirtschaft im Allgemeinen.

    Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen ließe sich ebenfalls drastisch verkleinern, ebenso die Unterrepräsentanz von Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft.

    „Was ohnhin fallen wird, das soll man stoßen!“

    • „Ein monumentales Signal, wie sehr der feministisch-femizentrische Gesellschaftsumbau nach #Aufschrei, Schlampenmärschen, Tittengates etc. in die Krise geraten und auf dem Rückzug ist.“

      Genau. Auch hier haben sich schon einige gefreut, daß es wohl langsam einen Richtungswechsel gebe.

      Ich denke die Gesetze müssen sich noch mehr verschärfen, bis endlich begriffen wird um welche Politik es sich handelt. Bis endlich die Wähler ihre Parteien fragen was das soll.

      • @ DDBZ

        *ch denke die Gesetze müssen sich noch mehr verschärfen, bis endlich begriffen wird um welche Politik es sich handelt. Bis endlich die Wähler ihre Parteien fragen was das soll.*

        Ich komme mehr und mehr zu der Überzeugung, dass der MIT unseren Instinktdispositionen vorangetriebene Wahnsinn nicht zu stoppen ist.

        Denke deshalb, eine „Politik der verbrannten Erde“ führt am schnellsten zu seiner Beendigung.

        Er muss sich so rasch wie möglich in jene Höhen der menschen-/männerfeindlichen Absurdität versteigen, in die er ohnehin strebt.

        Eine narzisstische Politik der verbrannten Erde wird von Feminist.I.nnen seit Jahrzehnten höchst erfolgreich betrieben.

        Ich plädiere nicht dafür, sie männlicherseits zu kopieren und selbst mit Hassfackeln durch die Dorfer zu laufen und die Dächer anzuzünden.

        Ich plädiere nur dafür, nicht mehr zu löschen, als Mann nicht mehr in die Breschen zu springen, die der feministische Wahnsinn aufreißt, sich nicht verheizen zu lassen, um Systeme funktionstüchtig zu halten, die feministischer Narzissmus „frauenfreundlich“ immer dysfunktionaler werden lässt.

        Nein, Feminist.I.nnen und Frauen, die sich nicht gegen sie wehren, sollen gefälligst selbst sehen, wie sie so umgebaute, in iihrem Interesse, nach ihren Regeln und Wünschen, sie fördernd, umgebaute Systeme funktinstüchtig halten.

        Ich glaube nicht, dass sie das können.

        Je mehr Männer sich zurückziehen, desto rascher wird das offenbar.

        Sollte ich mich täuschen, umso besser.

        Beide Optionen sind vernünftiger und für Männerleben und -gesundheit förderlicher, als sich in sinnlosen Kämpfen zu verschleißen und eine Bewegung zu stoppen zu versuchen, die nicht zu stoppen ist, weil zu perfide-exakt auf unsere männlichen/weiblichen Instinkte zugeschnitten, weil ihre Ermöglicher noch zu mächtig sind.

        Aber sie sägen ja selbst mit Fleiß an dem Ast, auf dem sie sitzen.

        Je weniger Männer versuchen, diesen Ast doch noch zu stützen, weil sie Angst vor dem Sturz haben, desto länger und quälender zieht sich dieser Prozess hin, quälend vor allem für jene, die das Unvermeidliche aufzuhalten versuchen.

        Ich habe auch Angst vor dem Sturz, halte ihn aber für unvermeidlich, wünsche daher, dass er eher früher als später erfolgt, denn der Baum wird höher mit der Zeit und der Sturz umso tiefer, je später er erfolgt.

        Noch bin ich nicht bereit, selbst mit zu sägen.

        Aber andere vom Sägen abzuhalten, ihnen in den Arm zu fallen und deshalb meinen Ohrensessel verlassen?

        Zu mühsam und undankbar, dieses Geschäft, jedenfalls für jemanden wie mich, der zutiefst von der Vergeblichkeit dieses Unterfangens überzeugt ist, weil die Dinge sind wie sie sind und erst zur vollen bösen Reife kommen müssen.

    • „Ein monumentales Signal, wie sehr der feministisch-femizentrische Gesellschaftsumbau nach #Aufschrei, Schlampenmärschen, Tittengates etc. in die Krise geraten und auf dem Rückzug ist.“

      Also einen Rückzug kann ich darin nicht erkennen. Das ist eine Entwicklung, die mir eher Angst macht. Hier wird eine Strafbarkeit definiert, wo es eigentlich kein Verbrechen gibt und auch keine Opfer. In so einem Staat will ich nicht leben.

  3. „Ich finde eine Regelung, bei der einer der beiden folgenlos anbieten darf, alles in seiner Macht stehende machen darf, damit der andere seine Dienstleistung annimmt, selbst sogar vollauf und aus freien Willen damit einverstanden sein kann, diese Dienstleistung auszuüben und dies dem anderen auch so mitteilen darf und der andere dann bestraft wird, wenn er diese Dienstleistung annimmt, reichlich bescheuert.

    Es scheint mir eine Verbindung aus weiblicher Unterverantwortlichkeit (Female Hypoagency) und männlicher Hyerverantwortlichkeit (Male Hyperagency) zu sein, gut durchmischt mit einer Verklärung weiblicher Unschuld (“niemals kann sie so etwas wollen, sie hat nur nichts anderes, auch wenn sie evtl. richtig viel Geld verdient, das sie sonst nie verdienen könnte”) und Dämonisierung männlicher Sexualität zu sein.“

    Dem habe ich absolut nichts hinzuzufügen.

    Ich finde es ohnehin immer sehr amüsant zu sehen, wie viel stärker das Frauenbild von Antifeministen von den Annahmen der Mündigkeit, Selbstbestimmtheit und Handlungsverantwortung geprägt ist als das ihrer vermeintlich progressiven Gegner. Die Kardinalsünde der Maskulisten: Sie nehmen Frauen und ihre Entscheidungen ernst.

  4. Sogar Amnesty ist da anderer Ansicht.
    als Femis und lila Pudel.

    Hissy fit feminist reactions:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2544983/JULIE-BINDEL-An-abject-inversion-principles.html

    http://www.huffingtonpost.ca/joy-smith-mp/legal-prostitution-amnesty-international_b_4698060.html

  5. Eine sehr zwiespältige Sache das mit dem Prostitutionsverbot! Zum einen macht sich das arrogante EP da wieder einmal wichtig (Schlagzeilen garantiert), wobei sehr fraglich ist, ob die EU überhaupt die Befugnis in Anspruch nehmen kann, das Prostitutionswesen zu regeln (in Österreich fällt das unter den Kompetenztatbestand der „Sittenpolizei“, und die Länder bzw. Gemeinden entscheiden, ob und wie die Prostitution ausgeübt werden darf). Am ehesten ginge das noch mit dem Ansatz, es müsse ein „Binnenmarkt“ für Sexdienstleistungen geschaffen werden (EU-einheitlicher „Deckel“ [= Gesundheitsausweis für Sexworker/innen] inkludiert).
    Zum anderen ist das ein moralisches Lieblingsthema streitbarer Feministinnen (teils solcher mit Steuerproble….ui, ein fieser Seitenhieb!); da verweise ich einfach auf einen eigenen Blogbeitrag: https://zeilenzwischenxundy.wordpress.com/2013/12/07/verbieten-wir-das-doch-einfach/

  6. In Norwegen gilt die gleiche Regelung, Prostitution ist verboten, aber nur für die Freier. Seltsamerweise gibt es trotzdem noch Menschen, die die Dienste von Prostituierten suchen und andere, die entsprechende Dienste anbieten. Allerdings gibt es keine legale Möglichkeit mehr, sich zu treffen in Bordellen oder Bars o.ä. Das ganze findet übers Internet oder über mündliche Weitergabe von Telefonnummern usw. statt, und zwar ohne jede staatliche Kontrolle.

    Folge sind: Ausbreitung von Krankheiten und Zuhälterei bzw. organisierter Kriminalität allgemein. Aber das ist offenbar unwichtig, wenn man nur die eigene Moral mit aller Gewalt durchsetzen kann, egal wie das in der Realität aussieht.

    • Sex ist ein gundlegendes menschliches Bedürfnis. Nun gibt es Männer und Frauen, die dieses Bedürfnis nicht befriedigen können, sei es, weil sie sexuell nicht attraktiv sind, vielleicht behindert, vielleicht zu gehemmt und ungeschickt in der Anbahnung eines sexuellen Verhältnisses oder was auch immer.

      Was fällt unseren feministischen Moralaposteln dazu ein, wenn sich beispielsweise ein Behinderter sein Bedürfnis nach Sex durch den Kauf der Dienstleistung einer Prostituierten befriedigen will? Verachtung und Kriminalisierung. Ich hingegen finde, dass der Freier lediglich ein elementar-menschliches Bedürfnis befriedigt und die Prostituierte, die diese Dienstleistung anbietet, Respekt verdient.

      So, das war die Stimme aus dem antifeministischen Paralleluniversum.

  7. In letzter Zeit drängt sich mir immer mehr der Eindruck auf, dass es vor allem eine Ursache hat, warum der Staat das Problem mit der Zwangsprostitution und dem Menschenhandel noch nicht in den Griff gekriegt hat:

    Es werden schlichtweg ZU VIELE STEUERN HINTERZOGEN.

    Denn von denen werden die Fahnder und überhaupt die Polizeibeamten bezahlt, die im Gegensatz zur Freierbestrafung auf dem Gebiet wirklich etwas erreichen können. Die Polizei gilt als personell unterbesetzt.

    P.S.: Ich habe mit Karneval zwar nicht sooooo viel zu tun. Aber dieses Jahr freue ich mich besonders auf die Live-Übertragung aus Köln am Rosenmontag Abend. Ich glaube, ich bin nicht der einzige „Masktutroll“, der sich auf die Sendung freut.

    • Diesen Spezialexperten habe ich letztens auch gelesen und gleich verwurstet im Block.

      Es nehmen zu viele Leute unbedacht das Wort „Macht“ in den Mund. Während Leute wie Broich von der vermeintlichen Macht der Freier über den Frauenleib fantasieren, helfen sie der kriminalisierenden Staatsmacht in die Steigbügel. Naiv!

      • Es nehmen zu viele Leute unbedacht das Wort “Macht” in den Mund.

        Ja, das denke ich auch:

        – der Freier hat Verfügungsmacht über sein Geld
        – die Sexarbeiterin hat Verfügungsmacht darüber, ob sie Männer sexuell befriedigt oder nicht

        Es kommt zu einem Handel (oder eben nicht), da ist also erstmal kein systematisches Machtverhältnis eingebaut.

        Wenn die Sexarbeiterin nun sehr arm ist, der Freier hingegen relativ Wohlhabend, dann kommen andere Machtungleichgewichte zum Tragen. Allerdings muss man dann fragen: Was ist mit dem Bruder der Sexarbeiterin? Dieser ist idR vergleichbar arm dran wie die Sexarbeiterin (aus Bulgarien etc) Dieses Machtungleichgewicht ist also eher nicht in Geschlecht begründet, sondern vielmehr in sozialer Klasse.

        Nun könnte man behaupten, dass die Sexarbeiterin aufgrund dieses Machtungleichgewichtes gezwungen sei, ein sehr hohes Gut gegen Geld zu tauschen, und dass der Vertrag deshalb sittenwidrig sei. Analog dazu, dass es Sittenwidrig sei wenn jemand aus einer Not heraus eine Niere verkauft.

        Allerdings offenbart man so ein recht merkwürdiges und sehr paternalistisches Bild weiblicher Sexualität, welches eine äußerst fragwürdige historische Grundlage hat: Die weibliche Zuchtwahl sei so ein kostbares Gut, dass sie nur dann von ihr selbst „hergegeben“ werden dürfe wenn DasWeib dabei im Einklang mit seinen tiefen inneren Zuchtwahlinstinkten handle. Alles Andere schade der tiefen inneren „Natur“ nicht nur DesWeibes selbst, sondern auch der rassischen „Höherentwicklung“ des „Volkskörpers“. Es kämen Männer zum Zuge, die die „gesunde Evolution natürlicherweise deselektiere“

        Der rassistische Gehalt der „white slavery“-Trope des späten 19. Jahrhunderts wurde nicht ohne Grund oft kritisiert, die Abolitionisten verwenden ihn bis heute.

        Dass Sex „eigentlich“ auf gegenseitige Lust basiert ist trivial. Allerdings lässt sich daraus nicht eben nicht so ohne weiteres ableiten, dass sexuelle Handlungen ohne bilateral-symetrische Lust schädlich sei.

        Dazu muss man eben recht merkwürdige Bilder von weiblicher sexueller Reinheit bemühen, die man ansonsten vorgibt zu bekämpfen.

        Während Leute wie Broich von der vermeintlichen Macht der Freier über den Frauenleib fantasieren, helfen sie der kriminalisierenden Staatsmacht in die Steigbügel. Naiv!

        Es sind eben recht offensichtlich klammheimliche Sehnsüchte nach dem vice-sqaud. Klammheimliche, zutiefst autoritäre Straflust weil man die Freiheit die sich andere nehmen nicht erträgt.

        • Fällt alles auf mich zu

          Man könnte sich fragen, was seine Motivation ist wenn er doch gar nicht darauf angewiesen ist, den großen Frauenbeschützer zu markieren – und ob das dann etwas ist, das DieSchwulen signifikant auszeichnet.

          Ich sehe aber gerade nicht, dass das eine für Schwule typische Position ist. Schwule dürften wohl eher einen handfesten Grund dafür haben, jeglichen Formen repressiver Sexualmoral äußerst skeptisch gegenüberzustehen.

          Ich denke, alle Männer haben da einen Grund, vor Fremdscham im Boden zu versinken.

  8. Unglaublich das nur von Frauen- und Mädchenhandel die Rede ist.

    Werden Jungs keine Opfer von sexueller Ausbeutung?

    Der größte Kinderpornoring der gesprengt wurde betraf z.B. ausnahmslos männliche Kinder und Jugendliche.

    Auch wenn Mädchen häufger betroffen sind, darf man männliche Opfer ( und auch weibliche Täter) nicht vergessen.

  9. Sexarbeit ist keine Branche, in der man gerne tätig ist. Es mag einzelne Ausnahmen geben, aber die sind meiner Meinung nach weder repräsentativ noch relevant.
    Aber es gibt Nachfrage, folglich auch ein Angebot, und das einzig relevante, was dem Staat bei diesem Stand der Dinge meiner Meinung nach bleibt, ist, dafür Sorge zu tragen, dass der Leistungsaustausch fair und innerhalb der vom Strafrecht gezogenen Grenzen erfolgt (Entlohnung einklagbar, keine Vergewaltigung, keine Nötigung, etc.).
    Wer der Meinung ist, das Nachfrage nach Sexdienstleistungen moralisch strafwürdig ist, müsste eigentlich jeden sexuellen Kontakt außerhalb einer monogamen, staatlich abgesegneten Beziehung unter Generalverdacht stellen. Es könnte da ja IMMER ein Gefälle wirtschaftlicher oder sozialer Art dahinter stecken, also müsste folglich der oder die „Überlegene“ im Zweifel beweisen, dass dieses Gefälle nicht ausgenutzt worden ist (= „Vergewaltigung im feministisch-moralischen Sinne“).
    Dann wären wir, wenn auch auf verschlungenen Pfaden, faktisch wieder bei der Sexualmoral des katholischen Katechismus angekommen.

    • Ganz genau. Feminismus führt genau zu so etwas. Es gibt Vermutungen, dass das Rollenbild der Frau in Islam genau so entstanden ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.