Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Die Ausbreitung der GS an den Unis geht zu Lasten anderer Fächer. (9)

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Die Ausbreitung der GS an den Unis geht zu Lasten anderer Fächer.

Gemeint ist vermutlich, dass sich die Gender Studies immer mehr in andere Fächer einmischen und immer mehr – gerade in den USA – Gender Studies Grundlagen auch in andere Fächer einbezogen werden. Und natürlich verbrauchen die Gender Studies auch Resourcen und besetzen Stellen, in den USA noch mehr als in Deutschland über die dortigen strengeren „Gleichstellungsbüros“

Aber mal schauen was kommt.

Die Gender Studies stehen im Gros nicht im Konkurrenzverhältnis mit anderen Disziplinen. Im Gegenteil verorten sich die meisten Gender-Wissenschaftler_innen in mehreren Disziplinen. Gender Studies wirkt demnach in verschiedenen Disziplinen mit und erweitert diese. Zugleich sind im deutschsprachigen Raum ca. 0,4% (Stand 2016) aller Professuren mit einer klaren, eigenen (Teil- oder Voll-)Denomination für (manchmal Frauen- und) Gender Studies/Geschlechterforschung ausgewiesen. Das ist keine derart bedeutender Anteil, als dass er andere Fächer oder Disziplinen wirklich verdrängen könnte.

Sie erweiteren eben gerade nicht, weil sie von vollkommen falsche Voraussetzungen ausgehen. Klar ist der Anteil insgesamt klein, weil es ja noch viele andere Bereiche gibt. So ist die Zahl auch schwer zu vergleichen: Welchen Anteil haben den Physik- oder Informatikprofessoren an den Professuren? Aber ungeachtet dessen: Eine Wissenschaft, die keine ist, hat keinen Anteil verdient und sei er noch so klein.

 

Zahlen und genaue Auflistung der Professuren sowie Gender Studies Zentren finden sich hier:
https://www.mvbz.org/anmerkungen-zur-datensammlung.php

Zuordnungen von Professuren und Ausrichtungen von Lehr- und Forschungseinheiten werden von Instituten und Universitäts- oder Hochschulleitungen, manchmal auch von Stiftungen oder öffentliche Forschungsmittelgeber vorgenommen.

Gender Studies könnte ein interessantes Fach sein, wenn es vernünftig gemacht wäre und den aktuellen Stand der Biologie voll berücksichtigen würde. Macht es aber leider nicht.

 

Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Das Geschlecht ist „nur konstruiert“, sagen die Gender Studies. Was soll das heißen? (8)

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Das Geschlecht ist „nur konstruiert“, sagen die Gender Studies. Was soll das heißen?

Tatsächlich heißt es für viele Feministinnen genau das: Das geschlechtliche Verhalten hat keine feste Grundlage, es ist allein eine Konstruktion der Gesellschaft. Daraus wird dann hergeleitet, dass es abänderbar ist und damit keine Grundlagen für Unterschiede im Verhalten im Schnitt bestehen.

Aus dem FAQ:

Dieser Satz beruht auf einem Mißverständnis – denn so einfach ist es beileibe nicht. Korrekter wäre es zu sagen, dass das Geschlecht auch sozial konstruiert ist. Die Gender Studies negieren nicht biologische oder medizinische Forschungen, das ist ein populäres Missverständnis.

Doch, leider machen sie genau das. Sie können es nur nicht zugeben. Man sieht es auch bereits daran, dass sie das nicht an Beispielen erläutern kann. Oft kennen sie die medizinische Forschung gar nicht und auf Nachfrage kommt dann so etwas wie „wir akzeptieren, dass Frauen schwanger werden können und Männer nicht“, was sie allerdings im modernen Feminismus bereits zu TERFS macht.

Zu den Unterschieden verweise ich auf meine Übersichtsartikel:

 

Manchmal wird dieses Missverständnis auch als Argument gegen die Gender Studies vorgebracht, um deren Forschung zu diskreditieren (zum Beispiel weil diese Forschung mit Emanzipation von Frauen oder der Akzeptanz von Homosexualität in Verbindung gebracht wird).

Die Akzeptanz von Homosexuellen lässt sich aus meiner Sicht sogar weitaus besser mit Biologie in Verbindung bringen, ebenso auch die Emanzipation der Frau. Ich vermute mal, dass sie hier unwissenschaftliche Biologie meint, die von absoluten Unterschieden ausgeht und nicht Unterschieden im Schnitt und daraus herleitet, dass Frauen in die Küche gehören und Homosexuelle ein „Fehler der Natur ist, den man beseitigen muss“ oder etwas in der Art.

 

Wofür sich die Gender Studies besonders interessieren ist, wann und weshalb der Geschlechterunterschied sozial und kulturell relevant wird. So gibt es zum Beispiel gesellschaftliche Kontexte die mehr und solche, die weniger stark über Geschlecht definiert sind. Und es lässt sich beobachten, dass und wie sich – zum Beispiel Männer und Frauen – als Männer und Frauen erst einmal darstellen (quasi: konstruieren) müssen, um als solche (zum Beispiel als “echter Mann”) ernst genommen zu werden.

Faszinierend wie damit das Thema Biologie anscheinend abgehakt ist. Dabei ist doch gerade einer der Kritikpunkte, dass Biologie in einem engen Verhältnis zu den Geschlechterrollen steht und damit eine Prüfung, welche gesellschaftlichen Kontexte wirksam sind ohne ein Verständnis der biologischen Grundlage gar nicht möglich ist. Statt „echter Mann“ kann man eben auch darauf abstellen, welcher Typus in der intrasexuellen und intrasexuellen Konkurrenz besonders gefragt war bzw welche Eigenschaften einen in dieser ganz besonders gut abschneiden lassen. Verordnet man das hingegen einfach unter „Sozialer Konstruktion“ und nicht als Ergebnis eines Selektionsvorganges, dann versteht man auch die kulturellen Ausgestaltungen nicht, die eben in der jeweiligen Zeit dazu dienen, bestimmte Eigenschaften darzustellen. Wenn es in der Steinzeit vielleicht die Jagdbeute war wird heute ein über die Schulter geworfenes gehäutetes Reh nicht mehr die damalige Wirkung erziehlen, ein teures Auto als Beleg für einen hohen Verdienst aber evtl schon.

Wenn wir zum Beispiel in die Welt der Mode, in Zeitschriften oder auch in die Popkultur schauen gibt es eine Unmenge an Beispielen dafür, wie voraussetzungsreich diese Konstruktionsleistungen sind und wie diese funktionieren (oder auch: sich ändern), das kann man erforschen. Wenn man sich mit diesen Forschungen beschäftigt dann wird auch ganz schnell deutlich, dass es ganz und gar nicht so ist, dass wir “unser Geschlecht wie eine Hose wechseln” könnten. Denn eben weil die Konstruktionsleistungen, das was wir alles anstellen, um eine Frau oder ein Mann zu sein, so aufwändig sind können wir nicht einfach “aus unserer Haut” – auch dann nicht, wenn wir das persönlich oder politisch wünschenswert fänden.

Mode wird gerne als Beispiel genommen, weil sie eben sehr wandelbar ist. Aber üblicherweise wird eben – wenn auch mit anderen Mitteln – ganz klassisch ein bestimmter Körperbau dargestellt. Bei Frauen eben die Stundenglasfigur, bei Männern breite Schultern etc.

‚Was aber aus Sicht der Forschung tatsächlich auch “konstruiert” – und hier vielleicht: “nur konstruiert” ist, sind manche angeblich so klaren Geschlechterunterschiede, die auf sozial und historisch gewachsenen Vorurteilen beruhen. Solche Vorurteile besagen zum Beispiel, dass Frauen per se friedlicher seien als Männer, per se zur liebevollen Erziehung von Kindern geboren oder dass Männer qua Geschlecht eben bessere Führungskräfte als Frauen und weniger liebevolle Elternteile seien.

In der Tat sind Frauen auch friedlicher als Männer, alleine schon weil Männer stärker sind und sich auch eher körperlich messen als Frauen. Aber eben nur im Schnitt. Und natürlich kann ein Mann ebenso ein Kind erziehen wie eine Frau, aber Frauen haben eben im Schnitt eine Beziehung dazu, arbeiten im lieber in Bereichen mit Kindern und wollen für diese auch eher aussetzen. Und Männer haben im Gegenzug ein anderes Verhältnis zu Status im Schnitt und sind daher auch eher Führungskräfte als Frauen weil sich für sie der hohe Aufwand durch den erworbenen Status eher „lohnt“. Auch hier sieht man an der Erklärung, dass es eben nicht so einfach ist und man die Biologie nicht einfach ausblenden kann und ebenso wenig die Unterschiede im Schnitt.

Auch mit den ganz realen Folgen solcher Vorurteile befasst sich die Geschlechterforschung, zum Beispiel angesichts der Frage, weshalb Frauen vor Gericht häufig anders behandelt werden als männliche Täter. 

Das sind interessante Fragen nur können die Gender Studies darauf keine vernünftigen Antworten finden, weil sie die tatsächlichen Gegebenheiten gar nicht erfassen können. Sie setzen den Strohmann der absoluten Unterschiede ein und rennen diesen nieder, blenden aber die Unterschiede im Schnitt und deren Wirkung vollkommen aus.

  • Sehr interessant hierzu ist die Literatur über die Bestrafung (bzw. Entkriminalisierung) von NS-Täterinnen:
    Koonz, C. 1987 Mothers in Fatherland: Women, the Family and Nazi Politics, New York: St. Martin’s Press.
    Kompisch, K. 2008 Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus, Köln: Böhlau.
    Kretzer, A. 2009 SS-Täterschaft und Geschlecht. Der erste britische Ravensbrück-Prozess 1946/47 in Hamburg, Berlin 2009: Metropol Verlag.
    Mason, T. 1976 ‘Women in Germany, 1925-40. Family, Welfare, and Work’ in History Workshop Journal, 1/1967: 74-113 and 2/1976:5-32.
  • Auch Strafrechtswissenschaften und Kriminologie widmen sich diesen Themen in den Legal Gender Studies. Zusammenfassend vgl. z.B.
    Hermann, Dieter (2009) Delinquenz und Geschlecht. In: Kröber HL., Dölling D., Leygraf N., Sass H. (eds) Handbuch der Forensischen Psychiatrie. Steinkopff, S. 175-186.
  • Zur Perspektive der Konstruktion von Geschlecht:
    “doing gender” im Gender-Glossar https://gender-glossar.de/glossar/item/80-doing-gender
    “Die soziale Konstruktion von Geschlecht”, Meißner 2008

Und auch geht es in keinem der Links um eine angemessene Abgrenzung zur Biologie. .

Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Bei den Gender Studies gibt es nur Frauen, vor allem auf den Professuren. Werden da nicht Männer diskriminiert? (7)

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Bei den Gender Studies gibt es nur Frauen, vor allem auf den Professuren. Werden da nicht Männer diskriminiert?

Ein klassischer Vorwurf: Ihr wollt für Gleichberechtigung sein, aber ihr habt kein gleiches Verhältnis von Männern und Frauen.
Was wäre aus meiner Sicht die ehrliche Antwort:

Da in den Gender Studies die Theorie vertreten wird, dass Männer privilegiert sind und Privilegierte oft ihre eigene Privilegierung übersehen und zudem Männer nicht den Raum einnehmen sollen, der eigentlich Frauen zusteht, ist es nur folgerichtig, dass Männer seltener auf solche Posten gelangen. Männer sollten nicht lehren, sondern zuhören, ihre Privilegien reflektieren und sich allenfalls als „Allys“ hilfsbereit im Hintergrund halten. Gender Studies soll ja gerade die Vorherrschaft der Männer aufbrechen und das kann man nicht, wenn dort genau so viele Männer wie Frauen sind. Etwas in der Art.

Ihre Antwort:

Es stimmt, bei den Professuren und den festen Stellen in den Gender Studies gibt es auffällig wenig Männer (vgl. https://www.mvbz.org). Über die Gründe ist wenig geforscht, darüber lässt sich also nur spekulieren. Einerseits mag der geringe Männeranteil daran liegen, dass nach wie vor sich deutlich mehr Frauen als Männer für diesen Studien-, dann auch Forschungsschwerpunkt interessieren. Denn sehr oft gilt noch die stereotype Form: wo Geschlecht oder Gender drauf steht, sind Frauen drin. Zum anderen kann es gut sein, dass Frauen in diesem Feld eher gesehen und gefördert werden. Angenommen werden kann aber zugleich, dass die meisten im Feld sich bemühen, allen Geschlechtern faire Chancen zu geben und alle Geschlechter auch als Interessierte zu adressieren. Anders gesagt: wir möchten gern Männer und alle Geschlechter ermutigen, sich in diesem Forschungsbereich ernsthaft zu engagieren!

Warum macht sie eigentlich so einen FAQ, wenn sie die tatsächlichen Antworten eigentlich nie liefert, sondern sich immer mit „dazu ist wenig geforscht“ rausredet? Das die Opfer ein Deutungsprivileg haben und das Männer in diesem Fach insofern eben weitaus weniger eine Autorität haben können, ist doch nun wirklich einfach in der Theorie zu erkennen. Wenn dort Männer sind, dann müssten es allenfalls Transmänner sein oder zumindest solche, die schwul sind und diesen Bereich als diskriminierte Minderheit bearbeiten oder in irgendeiner anderen Form einer Minderheit angehören. Ansonsten kollidieren sie viel zu schnell mit den eigentlichen Theorien in den Gender Studies, wenn sie etwa weiße, alte Männer wären und über diese herziehen oder deren Macht anzweifeln, während sie gleichzeitig weiblichen Studenten Noten geben. Ein Gender Studies Professor ohne Minderheitenstatus zumindest als PoC in der weiten Version, also irgendwie mit zumindest einen arabischen Touch kann seinen Beruf nicht ausüben und die Theorien gleichzeitig ernst nehmen.

Das wäre interessant: Gibt es einen männlichen Gender Studies Professor, der sich keiner Minderheit im intersektionalen Sinne zurechnet und eher auf dem Gebiet forscht, in dem er diskriminiert ist? Ich vermute selbst ein männlicher weißer Fat studies Professor wäre nicht ausreichend.

 

Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Warum forschen die GS nicht zum Islamismus und der Frauenverachtung bei Muslimen? (6)

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Warum forschen die GS nicht zum Islamismus und der Frauenverachtung bei Muslimen?

Die Frage ist ja aus meiner Sicht bereits wieder schlecht gestellt. Es geht üblicherweise nicht darum, warum dazu nicht „geforscht“ wird, sondern es geht darum, dass im intersektionalen Feminismus üblicherweise eine Form des Kulturrelativismus vorherrscht und zudem an einer Gruppe, die als Nichtprivilegiert angesehen wird, keine Kritik geäußert werden darf.

Zum Kulturrelativismus hatte ich schon mal eine Kritik von Sam Harris angeführt:

Moral Blindness in the Name of “Tolerance”

There are very practical concerns that follow from the glib idea that anyone is free to value anything—the most consequential being that it is precisely what allows highly educated, secular, and otherwise well-intentioned people to pause thoughtfully, and often interminably, before condemning practices like compulsory veiling, genital excision, bride burning, forced marriage, and the other cheerful products of alternative “morality” found elsewhere in the world. Fanciers of Hume’s is/ought distinction never seem to realize what the stakes are, and they do not see how abject failures of compassion are enabled by this intellectual “tolerance” of moral difference. While much of the debate on these issues must be had in academic terms, this is not merely an academic debate. There are girls getting their faces burned off with acid at this moment for daring to learn to read, or for not consenting to marry men they have never met, or even for the “crime” of getting raped. The amazing thing is that some Western intellectuals won’t even blink when asked to defend these practices on philosophical grounds. I once spoke at an academic conference on themes similar to those discussed here. Near the end of my lecture, I made what I thought would be a quite incontestable assertion: We already have good reason to believe that certain cultures are less suited to maximizing well-being than others. I cited the ruthless misogyny and religious bamboozlement of the Taliban as an example of a worldview that seems less than perfectly conducive to human flourishing.

As it turns out, to denigrate the Taliban at a scientific meeting is to court controversy. At the conclusion of my talk, I fell into debate with another invited speaker, who seemed, at first glance, to be very well positioned to reason effectively about the
implications of science for our understanding of morality. In fact, this person has since been appointed to the President’s Commission for the Study of Bioethical Issues and is now one of only thirteen people who will advise President Obama on “issues that may emerge from advances in biomedicine and related areas of science and technology” in order to ensure that “scientific research, health care delivery, and technological
innovation are conducted in an ethically responsible manner.

Here is a snippet of our conversation, more or less verbatim:
She: What makes you think that science will ever be able to say that forcing women to wear burqas is wrong?
Me: Because I think that right and wrong are a matter of increasing or decreasing well-being—and it is obvious that forcing half the population to live in cloth bags, and beating or killing them if they refuse, is not a good strategy for maximizing human wellbeing.

She: But that’s only your opinion.

Me: Okay … Let’s make it even simpler. What if we found a culture that ritually blinded every third child by literally plucking out his or her eyes at birth, would you then agree that we had found a culture that was needlessly diminishing human well-being?

She: It would depend on why they were doing it.
Me [slowly returning my eyebrows from the back of my head]: Let’s say they were doing it on the basis of religious superstition. In their scripture, God says, “Every third must walk in darkness.”
She: Then you could never say that they were wrong.

(…)

While human beings have different moral codes, each competing view presumes its own universality. This seems to be true even of moral relativism. While few philosophers have ever answered to the name of “moral relativist,” it is by no means uncommon to find local eruptions of this view whenever scientists and other academics encounter moral diversity. Forcing women and girls to wear burqas may be wrong in Boston or Palo Alto, so the argument will run, but we cannot say that it is wrong for Muslims in Kabul. To demand that the proud denizens of an ancient culture conform to our view of gender equality would be culturally imperialistic and philosophically naïve.

This is a surprisingly common view, especially among anthropologists. Moral relativism, however, tends to be self-contradictory. Relativists may say that moral truths exist only relative to a specific cultural framework—but this claim about the status of moral truth purports to be true across all possible frameworks. In practice, relativism almost always amounts to the claim that we should be tolerant of moral difference because no moral truth can supersede any other. And yet this commitment to tolerance is not put forward as simply one relative preference among others deemed
equally valid. Rather, tolerance is held to be more in line with the (universal) truth about morality than intolerance is.

The contradiction here is unsurprising. Given how deeply disposed we are to make universal moral claims, I think one can reasonably doubt whether any consistent moral relativist has ever existed. Moral relativism is clearly an attempt to pay intellectual reparations for the crimes of Western colonialism, ethnocentrism, and racism. This is, I think, the only charitable thing to be said about it. I hope it is clear that I am not defending the idiosyncrasies of the West as any more enlightened, in principle, than those of any other culture. Rather, I am arguing that the most basic facts about human flourishing must transcend culture, just as most other facts do. And if there are facts that are truly a matter of cultural construction—if, for instance, learning a specific language or tattooing your face fundamentally alters the possibilities of human experience—well, then these facts also arise from (neurophysiological) processes that transcend culture

Im intersektionalen Feminimus verbindet sich das mit der Haltung, dass der weiße Mann und die westliche Welt Unterdrücker sind und daher immer die Bösen sein müssen, die nicht weißen und die nichtwestliche Welt damit aber die Guten und die Unterdrückten. Wenn man jetzt anführen müsste, dass Muslime, die überwiegend Nichtweiß sind, ein schädlicheres Frauenbild haben, dann wankt dieses einfache Bild. Demnach kann allenfalls angegeben werden, dass das Frauenbild oder die Art wie Männlichkeit gelebt wird, doch eigentlich gut ist und nur verkannt wird oder das es ursprünglich gut war und durch den weißen Mann korrumpiert worden ist.

Dazu wiederum kann dann auch geforscht werden, nur eben mit feststehenden Ergebnis.

Aus dem Text:

Diese Frage ist angesichts der aktuellen Debatten rund um Flucht, Religion/Kultur und Geschlechterfragen mehr als berechtigt. Das Thema ist wichtig. Und tatsächlich lässt sich sagen: darüber wird zu wenig geforscht. Was nicht heißt, dass das gar nicht stattfindet.
Innerhalb der Gender Studies forschen einzelne Wissenschaftler_innen schon seit vielen Jahren zu Islam und Geschlecht und/oder zur Lebenswirklichkeit und Einstellung muslimischer Menschen in Bezug auf Geschlechterfragen.

Sie nutzt jeden Vorhalt zur Widersprüchlichkeit in den Gender Studies, weil diese auf einem bestimmten Auge blind sind, aus um zu sagen, dass man dazu ja mehr foschen sollte, also quasi mehr Gender Studies braucht. Was der eigentlichen Kritik eben gerade nicht gerecht wird.

Eine Auswahl:

Aus der zweiten Studie:

Der Aufruf besorgter Feministinnen wie der Marokkanerin Fatima Mernissi (1991) oder in jüngerer Zeit iranischer Frauenrechtlerinnen an feministische Gelehrte, sich verstärkt ernsthaften Untersuchungen der islamischen Tradition zu widmen, um dieses Terrain nicht allein konservativen, ja anti-feministischen Zirkeln zu überlassen, hat einige Früchte getragen. Die Sorge wird vor allem genährt durch den vermehrten Anklang findenden ‚islamistischen Diskurs‘. Dieser geht von der ‚naturgegebenen‘, körperlich bedingten Komplementarität der Geschlechterrollen aus: Der Betonung von Ehe und Mutterschaft steht die Verantwortung des Mannes für die Versorgung der Familie gegenüber. Das impliziert zwar Gleichwertigkeit, nicht aber Gleichberechtigung. Verblüffend sind die Parallelen zwischen dem zeitgenössischen islamistischen und dem orientalistischen Diskurs vergangener Tage. Beide vermitteln das falsche Bild  eines monolithischen und unveränderlichen Islam, der – abgesichert durch das
islamische Gesetz, die Scharia, die sich als umfassende Lebensweise begreift – die Geschlechterrollen diktiert.
Barbara Stowassers Arbeit zum Bild von Frauen in Koran und Koranexegese über die Jahrhunderte (1994) und Denise Spellbergs Monografie (1994) zum Vermächtnis der Lieblingsfrau des Propheten, Aischa, stellen zwei exzellente Beispiele dar, wie genaue und systematische historische Untersuchungen zur Entwicklung islamischer Vorstellungen von gender zahlreiche und komplexe Sichtweisen zu Tage fördern, die nicht auf simple misogyne oder patriarchalische Positionen reduziert werden können

Das finde ich immer wieder faszinierend: Da wird einfach ein Idealbild herausgegriffen und dann angeführt, dass man damit einfach komplexer denken müsse und damit ist die Kritik beiseite gewischt. Das könnte man natürlich auch bei den „weißen“ machen und dort „zahlreiche und komplexe Sichteweisen zu Tage fördern“, aber da ist eben das Feindbild vor.

Und auch dort wird schlicht das strikte an den Geschlechterrollen ausgeblendet:

Die deutsche Integrationsdebatte über den Islam wird in den letzten Jahren vom Thema »Unterdrückung der muslimischen Frau« dominiert. Erfahrungsberichte zeigen, dass androzentrische Strukturen auch in Deutschland immer noch religiös begründet werden. Auf der anderen Seite jedoch offenbaren Einzelfallstudien, dass sich Muslima durch intensive Beschäftigung mit ihrer Religion emanzipieren und nicht mehr nur als unterdrückte Wesen wahrgenommen werden möchten. Sie schließen sich in selbstorganisierten Gemeinschaften zusammen, um ihrer feministischen Haltung Rückhalt zu verleihen. Markus Gamper beleuchtet die neuen Formen der Zusammenschlüsse in Deutschland und zeichnet ein erstes Bild dieser Frauen und ihrer Vereine.

Das Buch bietet erkenntnisreiche Einblicke in eine bisher zu wenig beleuchtete Facette gelebter muslimischer Praxis.

Ein Artikel aus den Gender Studies, der darauf hinweist, dass das Kopftuch als Symbol der Reinheit der Frau und ihrer Anständigkeit ein fürchterliches Symbol ist und die sexuelle Freizügigkeit vieler Mädchen und Frauen einschränkt ist wohl eher nicht zu erwarten.

 

und auch hier wieder:

Die oft pauschale Zuordnung islamischer KULTUREN zu einer Gruppe von Gesellschaften, die durch klassisch patriarchalischen Strukturen gekennzeichnet sind, ist sowohl von Ethnologinnen und Islamwissenschaftlerinnen aus westlichen Ländern als auch durch den feministischen Diskurs in den islamischen Ländern selbst in Frage gestellt worden. Im Alltagsverständnis des Islams in westlichen Ländern bleibt diese Vorstellung jedoch weiter relativ ungebrochen bestehen. Gendernormen dienen dabei als Marker der Inklusion und Exklusion und sind deshalb oft mit Symbolen und Ritualen behaftet. Umgekehrt hat der politische Islam in vielen Ländern mit neuen Vorschriften über den Platz der Frauen in der Gesellschaft seine neue Wirkung dokumentiert und eine Vielzahl islamischer Debatten zur Geschlechterordnung in Gang gesetzt. Die Artikel in diesem Heft setzen sich mit innerislamischen Diskursen über die „richtige“ Geschlechterordnung, Frauenbewegungen in islamischen Ländern, lokalen Aushandlungsprozessen von Geschlechteridentitäten, dem Islam als Marker der Abgrenzung und der Identitätsfindung für moslemische Frauen in nicht-moslemischen Gesellschaften sowie mit der Aneignung von Handlungsspielräumen durch den Rückgriff auf einen „wahren“ Islam auseinander.

Was schadet es schon, wenn in islamischen Ländern Frauen wegen ausserehelichen Sex oder wegen einer Vergewaltigung gesteinigt werden? Oder weder Autofahren dürfen noch sonstige Rechte haben?

Aus dem Abstract:

This book addresses the increasing role of queer politics within forms of Islamophobia, both by exploring the framing of lesbian, gay, bisexual, and transgender (LGBT) issues as a key marker of western superiority and by identifying the ways in which Muslim homophobia contributes to this dialectic.

Wie kann man nur etwas gegen Muslime haben nur weil die dort Schwule von Hausdächern werfen oder hängen? Wirklich schrecklich diese Marker der westlichen Überlegenheit

Um mal den ersten Artikel herauszugreifen:

Celibate Women, the Construction of Identity, Karama (Dignity), and the “Arab Spring”

Klingt auch sehr kritisch.

aus der Studie:

„ Gleichberechtigung als universelles Menschenrecht stellt unabhängig von Religion und Herkunft sowohl unter den befragten Christen als auch unter den befragten Muslimen in Deutschland einen fest verankerten Wert dar. Nur jeweils eine Minderheit – unter Christen rund 11 % und unter Muslimen rund 17 % – weist Ansichten auf, die zumindest teilweise als frauenbenachteiligend einzustufen sind.

„ Personen mit einer nicht in Deutschland erworbenen sehr geringen
formalen Bildungsqualifikation stimmen weniger häufig für eine Chancengleichheit von Frau und Mann.

6 Zentrale Ergebnisse
„ Klassische Rollenbilder, bei denen der Frau Haushalt und Familie zugeordnet und der Mann in der Ernährerrolle gesehen wird, sind bei Muslimen (Liberalitätswert = 57,3) deutlich stärker verbreitet als bei Christen (Liberalitätswert = 74,1). Unter Angehörigen der Folgegeneration findet unabhängig von der Religionszugehörigkeit eine deutliche Ablösung vom klassischen Rollenmodell statt (Liberalitätswert: Christen = 85,5; Muslime = 71,1).
„ Ansichten über Keuschheitsnormen bleiben unter Muslimen vom allgemeinen Liberalisierungstrend unberührt. Rund die Hälfte der in Deutschland geborenen oder aufgewachsenen Muslime misst Keuschheitsgeboten weiterhin eine hohe Bedeutung zu. Hingegen haben Keuschheitsnormen für Christen der Folgegenerationen so gut wie keine Bedeutung mehr.
„ Unabhängig von der Religionszugehörigkeit vertreten Personen, die
ihren Alltag an religiösen Vorschriften ausrichten, traditionellere Einstellungen zu Geschlechterrollen.

Das ist immerhin einigermaßen kritisch, aber beide Autorinnen scheinen auch nicht per se Gender Studies zu vertreten. Daneben werden eben auch Christen und Muslime  in Deutschland verglichen, nicht die Vorstellung in islamischen Ländern.

Diese Liste ließe sich fortführen. Gleichwohl bleibt es doch so, dass zum Themenkomplex unbedingt mehr geforscht werden sollte, insbes. im empirischen Kontext von Flucht und Integration hier und heute. Diese Forschung sollte jenseits von pauschalen Vor-Urteilen und diesseits von Ängsten vor ‘falschen’ oder inopportunen Ergebnissen geschehen.

Auch hier tanzt sie etwas um das eigentliche Thema herum. Die eigentliche Kritik wird nur scheinbar angesprochen und lediglich anerkannt, dass man das Thema aus einem politischen Blickwinkel sieht.

 

Womöglich, so ließe sich vermuten, gibt es in den Gender Studies durchaus eine gut gemeinte Sorge, bestimmte Gruppierungen – ‘die Muslime’ oder ‘die Flüchtlinge’ – nicht vorab als gegebene homogene Einheit zu setzen.

Aber „weiße“ „Männer“ „heteros“ etc kann man problemlos als eine homogene Gruppe sehen.

Das Heuchlerische ist ja etwas häufig auftauchendes: Wenn es darum geht, dass eine Gruppe den „bösen“ zugerechnet werden kann, dann sind sie natürlich eine homogene Gruppe, man kann pauschal über sie urteilen, es gilt zB „yes all men“ und andere Sprüche. Sobald hingegen etwas von einer „guten“ Gruppe wegzudiskutieren ist muss unbedingt differenziert werden.

Dies wiederum basiert wahrscheinlich aus einer gut begründeten Skepsis gegenüber hoch problematischen und aus der deutschen wie internationalen Geschichte wohl bekannten und berüchtigten ‘Versämtlichungen’ (‘die Frauen’, ‘die Schwulen’, ‘das Mädchen usw.). Es gibt auch eine gute begründete Skepsis gegenüber der Frage nach der (angeblichen oder tatsächlichen, das wäre eben die Frage) Frauenverachtung oder der gewaltsamen Sexualität muslimisch sozialisierter Männer – aus politischen Gründen. Denn wir haben in den letzten Jahren durchaus erlebt, wie die ebenso heikle wie vielschichtige und ganz und gar nicht neue Thematik sexualisierter/vergeschlechtlichter Gewalt (etwa gegen Frauen) ideologisch und politisch in extrem affektiver Weise instrumentalisiert wurde. Und noch wird.

Das hat dann aber eben nichts mehr mit Wissenschaft zu tun. Wenn sie meinen, dass sie Elemente „toxischer Männlichkeit“ ermitteln und beurteilen können, dann können sie diese nicht bei einer Gruppe, bei der sie sie aus politischen Gründen nicht sehen wollen, ausblenden, schon gar nicht wenn sie dort eigentlich sogar stärker vorliegen.

Umso wichtiger aber ist die differenzierende, gründliche und vorurteilslose Forschung auch zum Thema Flucht/Religion-Kultur/Geschlecht/Gewalt.

Nur das diese in den Gender Studies eben wegen der oben angesprochenen Probleme nicht stattfinden kann

 

Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Männer sind doch auch Opfer, warum befassen sich die Gender Studies nicht damit? (5)

Paula-Irene Villa, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Männer sind doch auch Opfer, z.B. ist die Suizidrate bei Männern höher als bei Frauen, ihre Lebenserwartung ist geringer als die von Frauen, sie sind auch Opfer von Gewalttaten. Warum befassen sich die GS nicht damit?

Auch das ist letztendlich wieder ein Strohmann. Denn eigentlich geht es doch um die Theorie, ob die Gender Studies überhaupt männliche Diskriminierungen anerkennen und in ihrem System unterbringen können.
Das besagt ja im wesentlichen das Folgende, wenn man auf den intersektionalen Feminismus als gegenwärtig im Feminismus vorherrschende Auffassung abstellt:

  • Ein Diskriminierung von Männern ist nicht möglich, denn Diskriminierung erfordert Macht + Vorurteile der diskriminierenden Gruppe (Power + Prejudice).  Männer sind aber selbst die Gruppe mit der Macht, innerhalb der Kategorie Geschlecht sind sie allein privilegiert, daher können sie nicht von struktureller Diskriminierung betroffen sein.
  • Alle Nachteile (nicht: Diskriminierungen, die gibt es nicht wegen des Geschlechts) die Männer haben, sind damit lediglich Nachteile, die aus dem von ihnen errichteten System, also dem Patriarchat, herrühren („Das Patriarchat schadet auch Männern„)

Wenn sie das so ausgeführt hätte, dann wäre es zumindest eine faire Darstellung gewesen.

Was kommt:

Tatsächlich wird insgesamt in den Gender Studies weniger – manche Kolleg_innen in den Gender Studies meinen auch: zu wenig – zu Männlichkeit und zur Situation von Männern geforscht als zu Frauen. Was jedoch nicht bedeutet, dass Männer und Männlichkeiten übersehen würden. Vielmehr hat sich seit ca. 20 Jahren ein ganzer Strang innerhalb der Gender Studies etabliert (https://www.bpb.de/apuz/144861/wie-aus-jungen-maenner-werden?p=all; für die Geschlechtergeschichte vgl. Martschukat/Stieglitz 2018), der (manchmal: ‘kritische’) Männlichkeitsforschung betreibt (Schölper 2008).

„Kritische Männerforschung“ ist eben üblicherweise genau das oben angesprochene: Wie das Patriarchat Männern schadet und was sie machen können, um das Patriarchat zu stürzen, allen Vorteilen zu entsagen und damit ein besserer Mensch zu werden.

Männerforschung in den Gender Studies beschäftigt sich damit mit folgenden Themen:

  • Wie funktioniert die Aufrechterhaltung des Patriarchats und der toxischen Männlichkeit und die Unterdrückung der Frau
  • Wie können Männer die von ihnen verursachten Nachteile des Patriarchats beheben, indem sie das Patriarcht beseitigen, bzw inwiefern ergeben sich aus dem Patriarchat Nachteile für Männer an denen sie selbst schuld sind
  • Männer die aus ihren Rollen als böse klassische Männer ausbrechen und damit auch etwas das Patriarchat stürzen
  • warum sind Männer zwar schlecht, aber Männer, die gleichzeitig in anderen Kategorien nichtprivilegiert sind, dennoch nicht so toxisch wie weiße, heterosexuelle Männer

Dabei geht es um sehr viele sehr unterschiedliche Themen, etwa

Diese Liste ließe sich noch sehr, sehr lange fortsetzen. Das heißt, es wird reichlich zu Männern geforscht, auch zu ihren Risiken oder Benachteiligungen. Mehr Forschung geht allerdings immer.

Um mal ein paar Texte herauszugreifen:

Muslim masculinities: what is the prescription of the Qur’an?*

Orientalist art and literature have historically associated Islam with violence, but since the 1990s, this association gathered greater depth. Muslim men started to be stereotyped as terrorists, and various armed Muslim groups further cemented this stereotype. Although committing violence, for religion or other causes, is not limited to Muslim men, recent developments reinforced the popular notion that Islam encourages male violence. This paper examines the message of Muslim masculinities conveyed in the Qur’an – the sacred text that is regarded by Muslims as the word of God and as the highest authority for moral guidance. The content analysis of the Qur’an reveals at least five salient character traits that may be taken as prescriptions of masculinities. These traits – submissiveness, altruism, righteousness, steadfastness and combativeness – however, are not only overlapping but are also contradictory, depending on the institutional context in which the people are acting, as well as their religious status (e.g. prophet, believer, hypocrite, etc.). Thus, the message of the Qur’an is complex, and it can be put into practice properly only when it is examined and absorbed holistically.

Da wäre dann die Botschaft, dass muslimische Männer dem Koran nach gar nicht gewaltbereit und aggressiv sein sollen, sondern viele positive Eigenschaften haben sollen. Der Koran will also gar nicht den toxischen Mann, sondern eigentlich den geradezu feministischen Mann

Zwischen Vorbild und Verdacht
Wie Männer im Erzieherberuf Männlichkeit konstruieren

​Politik und Eltern fordern zunehmend mehr Männer in Kindertagesstätten, gleichzeitig lösen männliche Erzieher nach wie vor Irritationen aus, da sie mit gängigen Männlichkeitsmustern brechen. Während sie einerseits v. a. für Jungen als Vorbilder umworben werden, gibt es andererseits durchaus auch Misstrauen den Männern gegenüber. In dieser Studie über das ‚Doing Masculinity‘ männlicher Erzieher untersucht Anna Buschmeyer die Zuschreibungen an Männer und Männlichkeit im Erzieherberuf sowie deren Auswirkungen auf das Arbeitshandeln und trägt zur Differenzierung der Sicht auf Männlichkeit bei. Es wird deutlich, dass Erzieher sehr unterschiedlich mit den Anforderungen an ihr ‚Mann-Sein‘ umgehen. Diese Unterschiedlichkeit greift die Autorin über die Entwicklung des Typus alternativer Männlichkeit, als Ergänzung zu Connells Modell hegemonialer Männlichkeit, auf und macht sie dadurch empirisch und theoretisch sichtbar.

Erzieher sind nicht einfacher Männer, sie brechen das Männerbild auf und können – wenn sie den richtigen Typus bilden – gute Männer sein

Jungen als Bildungsverlierer?

Über Jungen in der Schule wird aktuell viel geredet, eine umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung steht jedoch bislang noch aus. Der Stand der Jungenforschung erweist sich als empirisch und theoretisch wenig fundiert, ein systematischer Bezug auf die Schule als Institution fehlt weitestgehend.
Dieses Buch zeigt aktuelle Perspektiven im Anschluss an das Habituskonzept auf und stellt Bezüge zwischen Schule, Jungen und Peerkultur aus nationaler und internationaler Sicht her. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass Jungen eine höchst heterogene Gruppe sind und dass das vereinfachte Bild der Jungen als Bildungsverlierer nicht haltbar ist.

Frauen sind auch eine höchst heterogene Gruppe was das Gehalt angeht. Daraus lässt sich allerdings das vereinfachte Bild herleiten, dass Frauen Gehaltsverlierer sind.

Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Gleichstellung ist doch längst erreicht, womit beschäftigen sich die GS denn noch?(4)

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Gleichstellung ist doch längst erreicht, womit beschäftigen sich die GS denn noch?

Das ist gleich erst einmal ein Strohmann, denn die tatsächliche Gegenposition ist ja:

GleichBERECHTIGUNG ist doch bereits erreicht und aus Unterschieden im Ergebnis kann man nicht aus Diskriminierung schließen, vielmehr muss man sich anschauen, ob es nicht gute Gründe dafür gibt, dass ein Geschlecht anders abschneidet, warum beschäftigen sich die Gender Studies nicht mit den Gründen und untersuchen diese ohne direkt auf „Das Patriarchat“ als Grund zu springen, was für eine Wissenschaft keine richtige Vorgehensweise ist

 

Dass Gleichstellung noch nicht erreicht ist, zeigen nicht nur offizielle Statistiken, so wie die der WHO zum Thema Gewalt gegen Frauen (https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/gewalt-gegen-frauen-zahlen-und-fakten.html), sondern auch aktuelle Debatten zu Themen wie Abtreibung, Altersarmut, Pflegenotstand oder Quotenregelungen. Frauen tragen die Risiken von Schwangerschaft und Geburt, verdienen weniger, arbeiten in schlechter bezahlten Berufen oder andersherum: Berufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten sind schlechter entlohnt, haben weniger Aufstiegschancen und Prestige. Das führt zu einem erhöhten Risiko von Altersarmut, flankiert von institutionellen und gesetzlichen Arrangements wie dem Ehegattensplitting.

Und da führt sie es im Endeffekt auch gleich ganz wunderbar aus. Tatsächlich leben wir in einer sehr friedlichen Gesellschaft, einer der friedlichsten jemals und Gewalt gegen Frauen kommt natürlich vor, genau wie Gewalt gegen Männer. Tatsächlich erleiden Männer nach wie vor wesentlich mehr Gewalt.
Frauen verdienen auch nicht weniger für die gleiche Arbeit, sondern Frauen verdienen weniger, weil sie andere Arbeiten haben, weniger Überstunden amchen, länger aussetzen, weniger auf eine Beförderung hinarbeiten, wesentlich kürzere Arbeitszeiten wollen etc.

Und wenn Gender Studies das alles tatsächlich wissenschaftlich untersuchen würden, also die jeweiligen Gründe dafür wirklich wissenschaftlich angehen würden, dann wäre es auch okay. Genau das passiert aber nicht. Weit eher wird jeder Versuch auf Gründe für Lohnunterschiede zu verweisen eher als patriarchaler Angriff oder als Versuch gesehen, die Unterdrückung der Frau zu rechtfertigen. Wenn gar jemand anführt, dass Frauen selbst es in der Hand haben, dass sie wesentlich mehr verdienen, wenn sie ihre Berufswahl und ihr Verhalten darauf ausrichten, dann ist man ganz unten durch.

Gleichstellung ist also nur in dem Maße erreicht, wie festgeschrieben ist, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Empirisch aber zeigt sich, das erforschen die Gender Studies mit Methoden der Soziologie und Ökonometrie, dass Frauen nach wie vor ein höheres Risiko haben, arm zu sein und sexualisierter Gewalt zu erfahren, um nur die beiden prägnantesten Marker sozialer Ungleichheit zu benennen.

Gleichzeitig haben Männer eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit Obdachlos zu sein.

Verdeckte Einkommen und Renten bei den Frauen werden in dieser Betrachtung auch vergessen: Auf dem Papier mag ein Vater zB viel Geld haben, aber wenn er tatsächlich Unterhalt für 2 Kinder an seine von ihm getrennt lebende Frau zahlt, die gleichzeitig in einer neuen Ehe mit einem gut verdienenden Mann lebt, dann ist sein Lebensstandard schlecht und ihrer gut, auch wenn sie auf dem Papier kein Geld hat.

Genauso wird vergessen, dass die Hausfrau später von der Rente bzw Witwenrente ihres Mannes leben kann, die je nach dessem Einkommen ein gutes Leben bringen kann und das es für diesen Mann auch nicht besser ist, weil er den gleichen Lebensstandard wie seine Frau hat, auch wenn sie auf dem Papier eine schlechte Rente und er eine gute Rente hat. Und auch im Fall einer Scheidung hat sie über die Scheidung erhebliche Übertragungsansprüche im Versorgungsausgleich, die bei einer langen Ehe dafür sorgen können, dass beide die gleiche Rente bekommen (und seine größeren Ansprüche plötzlich deutlich kleiner sind).

Das Thema Gleichstellung ist außerdem weitaus komplexer und nicht nur auf die Kategorie Geschlecht begrenzt. Gleichstellung ist damit weder ein linearer Prozess noch bringt Gleichstellung in einem Bereich oder für eine Gruppe automatisch Gleichstellung für andere Gruppen. So würde ein größerer Anteil von Frauen in Führungspositionen zwar für eine ausgewogene Gender-Verteilung sorgen, aber nicht garantieren, dass alle Frauen ungeachtet ihrer unterschiedlichen Lebensrealitäten und sozialen wie kulturellen backgrounds gleichsam profitieren.

Das muss man sich mal wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Die eine feministische These ist, dass Männer die Macht haben, weil Führungspositionen überwiegend männlich besetzt sind. Ein klassischer Gipfeltrugschluss, bei dem man die ganzen Männer, die keine Macht haben, ausblendet. Der Feminismus stellt schlicht auf die Gruppe ab und der Obdachlose Mann hat eben Privilegien, weil Männer im Schnitt mehr verdienen, auch wenn er selbst gar nichts bekommt.

Das ist ein fester Grundsatz feministischer Theorie: In einer Kategorie hat die ganze Gruppe das Privileg.

Jetzt wären plötzlich gleich viele Führungspositionen mit Männern und Frauen besetzt. Aber da darf man dann natürlich nicht innerhalb der Gruppe bleiben, sondern plötzlich müssen Frauen ungeachtet ihrer unterschíedlichen Lebensrealitäten gleichsam profitieren, damit es für Frauen gerecht ist.

Geht es eigentlich noch viel heuchlerischer?

Dies wird besonders auch bei Themen wie Care- und Hausarbeit deutlich, da hier das Zusammenwirken mehrerer Kategorien die Unterschiede zwischen einzelnen Gesellschaftsgruppen – auch innerhalb von Geschlechtszugehörigkeiten – offensichtlich wird. In anderen Worten: wenn mehr Frauen in Vorständen der DAX-Unternehmen sind, müssen “andere” Menschen die Arbeit erledigen, die historisch Frauen zugewiesen wurde, unentgeltlich und unsichtbar zu verrichten:

Wenn Männer in Vorständen von DAX-Unternehmen sind, dann müssen andere Männer dennoch den Müll abholen, die Kanäle reinigen, den Straßenbau machen und im Haushalt die Bohrmaschine benutzen und die männliche „Care-Arbeit“ leisten, indem sie sich um Familie und Partner kümmern.

Sorgen, pflegen, reinigen. Diese “anderen” sind meistens auch Frauen, wie aktuelle Phänomene um die sog. “24 Stunden Pflegekraft aus Polen” eindrucksvoll beweisen. Gleichstellung betrifft also nicht nur akademisch gebildete weiße Frauen in Deutschland und schlägt sich in Quotengesetzen nieder, sondern ist ein vielschichtiges, widersprüchliches und globales Phänomen, mit dem sich die Gender Studies beschäftigen.

Es scheint Feministinnen wirklich schwer zu fallen, eine andere Perspektive als die der Frau einzunehmen, etwa einmal den Mann nicht als Bestandteil einer Gruppe, sondern als handelndes Subjekt zu sehen, welcher nicht von oben Frauen unterdrückt, sondern ebenfalls einen normalen Job hat, seine Frau und seine Kinder unterstützt und dem es auch nicht besser geht als weiblichen Angestellten. Dieser Abschnitt ist ein wirklich überzeugender Beweis für die Blickverengung im Feminismus und die Fähigkeit dort alles durch die ideologische Brille zu sehen, bei der Männer Macht haben und als Gruppe unterdrücken und Frauen niemals Macht haben können, selbst dann nicht, wenn sie sie in gleicher Verteilung hätten wie die Männer, weil man bei Frauen andere Maßstäbe anlegen muss.

 

Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Wollen die Gender Studies das Geschlecht abschaffen? (3)

Paula-Irene Villa, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Wollen die Gender Studies das Geschlecht abschaffen?

Die Gender Studies wollen insgesamt weder Geschlecht abschaffen noch, wie manchmal auch vermutet wird, es allen aufzwingen. Vielmehr wollen die Gender Studies forschend herausfinden, wo wie für wen warum in welcher Weise und mit welchen Folgen Geschlecht überhaupt eine Rolle spielt (oder auch nicht). Dabei hat sich im Laufe der Forschung, insbesondere in historischer Hinsicht gezeigt, dass ‘Geschlecht’ im Laufe der Geschichte sehr Verschiedenes bedeutet hat

Eine sehr ausweichende Antwort. Denn die Gender Studies wollen es ja weniger erforschen, sie haben eine sehr klare Meinung davon, was „Geschlecht“ eigentlich ist und sie sehen es üblicherweise als eine rein soziale Konstruktion, bei der zwar gewisse Körperliche Gegebenheiten vorhanden sind, alles darum aber sozial „erfunden“ worden ist. Hier wird dann auch wieder nicht zwischen Geschlecht und Gender unterschieden, wobei diese Unterteilung letztendlich im radikaleren „Trans-Feminismus“ auch irrelevant wird, weil man dort ist, was man selbst festlegt und fühlt und eine Aussage wie „Männer haben einen Penis, Frauen eine Vagina“ transfeindlich und falsch wäre.

Auch in diesem Absatz wird schon eine Beliebigkeit vorgetäuscht, die so in der Geschichte eben gerade nicht vorhanden war: Selbst in frühsten Überlieferungen kennt man die Einteilung in Männer und Frauen und selbst wenn Transsexuelle oder „männlichere Frauen“ und „weiblichere Männer“ vorhanden waren ändert das nichts an der ganz wesentlichen Einteilung in zwei Geschlechter.

Letztendlich ist die angebliche Unsicherheit hier eine relative:

Biologisch ist männlich, wer die kleineren Geschlechterzellen produziert und weiblich, wer die größeren Geschlechterzellen produziert, eben beim Menschen Spermien und Eizellen. Das geschlechtliche Verhalten hingegen entsteht im wesentlichen unter der Wirkung pränataler und postnataler Hormone, deren Menge graduell schwanken kann, aber üblicherweise bei den Geschlechtern schon deswegen festgelegt ist, weil Männer eben Hoden haben, die sehr viel Testosterone produzieren und Frauen Eierstöcke, die sehr viel Östrogene etc produzieren.

(z.B. in Bezug auf Männlichkeit https://www.univie.ac.at/igl.geschichte/maennlichkeiten/Mueller/literatur_maennlichkeiten.htm; Waldner o.J. für die Altertumswissenschaften; https://www2.hu-berlin.de/nilus/net-publications/ibaes2/Waldner/text.pdf), auch körperlich (z.B. Laqueur 1993) sein kann. Auch im regionalen Vergleich, oder entlang von religiösen oder kulturellen Differenzen kann Geschlecht enorm variieren. Zudem hat sich in empirischen Studien gezeigt, dass ‘Geschlecht’ ganz Unterschiedliches und nicht etwas immer Gleiches meinen muss (eine Übersicht zur Forschung in der Anthropologie bei Shahrokhi o.J.: https://www.eolss.net/sample-chapters/C04/E6-20D-68-22.pdf oder für die Ethnologie S. Schröter http://www.bpb.de/apuz/135446/grenzverlaeufe-zwischen-den-geschlechtern-aus-ethnologischer-perspektive?p=all): Geschlecht bezieht sich im Alltag auf Gefühle, Sexualität, Körper, Tätigkeiten, Lebensentwürfe, Identität, Zuständigkeiten usw. All’ dies zusammen genommen bedeutet, dass es gar nicht so klar ist, wie und als was ‘das Geschlecht’ fest zu machen ist.

Auch da eine klassische Taktik: Leichte Abweichungen, die teilweise enorm selten vorkommen, und üblicherweise Vermischungen der beiden Geschlechter darstellen, werden als Argument dafür genommen, dass die zwei Hauptkategorien nicht bestehen. Aber selbst wenn Abgrenzungen nicht genau sind kann man Kategorien bilden (Fuzzy Sets) und dies natürlich erst recht, wenn in geringen Fällen „Vermischungen“ in den Randbereichen vorliegen. Nur weil es zB Kreuzungen von Eseln und Pferden gibt bedeutet das nicht, dass es Esel und Pferde nicht als Kategorie gibt.

In diesem Link verweisen sie auf Mead, deren Forschung sich im wesentlichen als falsch herausgestellt hat, weil die Eingeborenen ihr Geschichten erzählt haben

In diesem Text geht es um Frauenfeste im antiken Griechenland

Und dieser Text führt bestimmte Formen „dritter Geschlechter“ (im wesentlichen Transsexuelle oder Sonderformen der Hormonverläufe) und deren Namen in bestimmten Regionen an.

All das kann wie gesagt die grundsätzliche Einteilung in Mann und Frau wenig angreifen.

Geschlechtlichkeit ist, wie manchmal in der Forschung gesagt wird, prekär oder fragil; eine hoch wirksame und wichtige ‘Uneigentlichkeit’ gewissermaßen. Diese Uneigentlichkeit hat Folgen. Auch wenn Geschlecht bei näherer Betrachtung gar nicht so eindeutig ist, zeigen sich dann aber oft eindeutige Folgen in Bezug auf soziale Ungleichheit (Pay Gap, Pension Gap, Zeitverwendung auf unbezahlte und bezahlte Arbeit). Gender Studies wollen also weder Geschlecht wichtiger machen als es ist, noch es abschaffen, sondern herausfinden, wieso etwas, das gar nicht so einfach und eindeutig und immer gleich bestimmbar ist, sich in sozialer Ungleichheit verhärtet.

Das große Problem ist eben, dass sie eben nicht herausfinden wollen, wieso etwas ist: Sie haben die Antwort bereits gefunden: Männer sind aufgrund ungerechter sozialer Konstruktionen der Gesellschaft privilegiert, Frauen benachteiligt. Gerecht ist nur Ergebnisgleichheit. Unterschiede zwischen den Geschlechtern aus ihrer Biologie heraus in Interessen und Fähigkeitsausprägungen werden ignoriert.

Manche (nicht alle!) Positionen in den Gender Studies möchten tatsächlich dazu beitragen, die großen Folgen des ‘kleinen Unterschieds’ abzumildern oder ganz zu überwinden. Das hieße dann nicht, ‘das Geschlecht abzuschaffen’, sondern dessen ungleichen Folgen auf dem Arbeitsmarkt, beim Einkommen, in der Lebenserwartung oder der Gesundheit usw. Wenn etwa bei Karrieren oder der Berufswahl tatsächlich die Geschlechtszugehörigkeit gar keine Rolle spielte oder bei der Frage, wer sich hauptsächlich um den Haushalt und die Kinder kümmert. Man kann sich ja durchaus zudem die Frage stellen, was gewonnen – oder verloren – wäre, wenn Geschlecht ein derart relativ unwichtiges Merkmal wäre wie, sagen wir, die Form des Ohrläppchens. Solche Phantasien gehören aber eher in das Reich der Belletristik.

„Wenn etwa Geschlechtszugehörigkeit keine Rolle spielte…“ eine sehr vorsichtige Formulierung, die deutlich macht, dass man hier Feld und Festung betreibt. Denn ein Ansatz, der das tatsächlich hinterfragt, gibt es ja bei den Gender Studies nicht: Geschlechtszugehörigkeit DARF keine Rolle spielen.

Insofern mal wieder ein Text, der Kritik entkräften soll, dabei aber unehrlich vorgeht und wenig Argumente bringt.