Many Shades of Gender (17): Die GS sind ideologisch, nicht wissenschaftlich. Das hat der jüngste Publikationsskandal (peer review Skandal 2018) doch deutlich gezeigt.

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Die GS sind ideologisch, nicht wissenschaftlich. Das hat der jüngste Publikationsskandal (peer review Skandal 2018) doch deutlich gezeigt.

Erstaunlicherweise hatte ich, wenn ich nicht etwas übersehen hatte, zu der Aktion gar keinen Artikel, so dass es sich nunmehr doppelt anbietet diese Aktion noch einmal zu besprechen.

Mal sehen, was sie sagt:

Drei US-Amerikaner_innen, James A. Lindsay, Peter Boghossian und Helen Pluckrose, publizierten Anfang Oktober 2018 auf einem Portal ihre Erfahrung mit der absichtsvollen Veröffentlichung von nonsense-Aufsätzen in möglichst angesehenen Fachzeitschriften der Gender und anderer ‘studies’. Die drei Autor_innen hatten die explizite Absicht‚ “to study, understand, and expose the reality of grievance studies, which is corrupting academic research” (https://areomagazine.com/2018/10/02/academic-grievance-studies-and-the-corruption-of-scholarship/), d.h. von ihnen so bezeichneten Jammer- oder Beschwerde-Studien sollten ob ihres ideologischen Gehalts überführt und dabei deren schädliche Wirkung auf das ganze Wissenschaftssystem gezeigt werden. Die Veröffentlichung erregte eine relativ große Aufmerksamkeit und schien für viele Kritiker_inner der Gender Studies der endgültige Beweis, dass es den Gender Studies an Wissenschaftlichkeit mangelt. Dabei ist die Studie in Bezug auf die Gender Studies weniger aussagekräftig als viele denken:
Die Autor_innen schrieben über einen längeren Zeitraum 20 Paper, die sie versuchten in hochrangigen Journals zu veröffentlichen. Dies gelang ihnen nur bedingt: insgesamt wurden bis zur Bekanntgabe ihrer Unternehmung 7 Paper angenommen, und dies meist in weniger etablierten bzw. unseriösen ‘pay-to-publish’ Journals (das sind sich wissenschaftlich gerierende Zeitschriften, in denen Wissenschaftler_innen für die Publikation ihrer Texte selber zahlen. So wird Qualitätskontrolle untergraben oder ganz umgangen. Es gibt solche fake oder mindere Journals in so gut wie allen Disziplinen. Für die Physik: https://phys.org/news/2017-03-publish-schemes-rampant-science-journals.html). Dass selbst diese 7 Paper trotz offensichtlicher Mängel veröffentlicht wurden, und zwar in einigen wenigen Fällen in tatsächlich hoch renommierten Zeitschriften der Gender Studies, verdeutlicht durchaus bestehende Probleme im wissenschaftlichen Publikationsbetrieb. Das ist ein ernsthaftes Problem, das auch die Gender Studies betrifft.

Hier noch einmal die Darstellung in der Wikipedia

Sokal Squared (im Englischen auch Grievance Studies affair, deutsch etwa „Sokal[-Affäre] im Quadrat“) bezeichnet eine Kontroverse um Qualitätsstandards in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Drei US-amerikanische Autoren haben von 2017 bis 2018 unter wechselnden Pseudonymen insgesamt 20 Hoax-Artikel bei akademischen Zeitschriften eingereicht,[1] um deren Peer-Review-Praxis zu testen. Die Bezeichnung, zurückgehend auf einen Beitrag von Yascha Mounk,[2][3] hebt ab auf die Sokal-Affäre aus dem Jahr 1996.[4]

Nach Aussage der Urheber – James Lindsay, Peter Boghossian und Helen Pluckrose – entstand ihr Projekt aus Sorge um die Korruption einiger Teile der Wissensproduktion in den Vereinigten Staaten.[5] Die Affäre ist auch unter dem Begriff Grievance Studies (deutsch etwa „Misstand-Studien“) bekannt.[6]

Zum Zeitpunkt des frühzeitigen Bekanntwerdens des Projektes im Oktober 2018 waren von den 20 eingereichten Artikeln vier bereits veröffentlicht und drei weitere zur Veröffentlichung angenommen. Sechs der Artikel wurden zurückgewiesen und sieben weitere waren noch im Review-Prozess.

Da zeigt sich schon einmal, dass in dem Artikel etwas geschummelt wurde. Da steht, dass von 20 Artikeln 7 angenommen worden sind, was richtig ist, aber es steht eben nicht da, dass noch sieben weitere im Review Prozess waren, also möglicherweise noch durchgekommen wären (oder zurückgewiesen worden wären)

Einer der Artikel (Nr. 1 in der Tabelle unten) wurde vom veröffentlichenden Fachblatt wegen seiner exzellenten Qualität besonders geehrt.[7] Dem Projekt vorangegangen war die Veröffentlichung eines Hoax-Artikels mit dem Titel The conceptual penis as a social construct, in dem die Autoren in der Tradition des radikalen Konstruktivismus argumentieren, dass der Penis des Menschen mit einer performativen toxischen Maskulinität gleichzusetzen sei und in enger Verbindung mit dem Klimawandel stehe:

“A change in our discourses in science, technology, policy, economics, society, and various communities is needed to protect marginalized groups, promote the advancement of women, trans, and gender-queer individuals (including non-gendered and gender-skeptical people), and to remedy environmental impacts that follow from climate change driven by capitalist and neocapitalist overreliance on hypermasculine themes and exploitative utilization of fossil fuels.”

„Ein Wandel in unserem Diskurs in den Naturwissenschaften, der Technologie, der Politik, der Wirtschaft, der Gesellschaft sowie in verschiedenen Communities ist notwendig, um marginalisierte Gruppen zu beschützen, das Vorankommen von Frauen, Trans- und Gender-Personen (inkl. sich keinem Geschlecht zugehörig Fühlender und Gender-Skeptikern) voranzubringen, und um den Problemen Abhilfe zu schaffen, die aus dem Klimawandel folgen, der von der kapitalistischen und neo-kapitalistischen Überabhängigkeit hypermännlicher Motive sowie der ausbeutenden Nutzung fossiler Brennstoffe vorangetrieben wird.“
– Jamie Lindsay & Peter Boyle (Pseudonyme)[8]

Die 20 Artikel wurden absichtlich mit haarsträubenden Thesen formuliert, um zu testen, ob eine gewisse Wortwahl und Haltung ausreiche, um in teils führenden Journals (wie Hypatia in den Gender Studies) Artikel platzieren zu können. So behaupteten die Autoren etwa, das Verhalten von Hunden in verschiedenen Hundeparks untersucht und mit der Analyse von 10.000 Hundepenissen angereichert zu haben. Sie seien dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass es dort eine Vergewaltigungskultur (rape culture) gäbe, die einer menschlichen vergleichbar sei, und dass das Verhalten von Männern folglich wie bei einer Hundedressur geändert werden könne und müsse.[4] Andere Artikel behandeln eine feministische Lesart von Hitlers Mein Kampf (Nr. 7) oder behaupten, Männer könnten und sollten durch das anale Einführen von Gegenständen ihre Homo- und Transphobie verringern (Nr. 3).[7] Im Sinne der Transparenz haben die Urheber einen Google-Drive-Ordner freigegeben, auf dem sich eine Selbstbeschreibung ihres Projektes, Pressefotos, die eingereichten Paper sowie die einzelnen Rückmeldungen der Peer Reviews finden.

Und das ist eben auch etwas was zu kurz kommt: Es wurde eben gerade versucht so absurde Studien zu produzieren, dass sie kein normaler Mensch veröffentlichen würde, die aber gleichzeitig die „richtige Botschaft“ hatten, also etwa „Männer böse, Frauen gut“ oder „Rape Culture bestätigt“. Das trotz dieser Absurdität überhaupt von den bisher geprüften 13 Studien 7 durchgekommen sind, also mehr als die Hälfte, sollte den Gender Studies peinlich sein.

Noch peinlicher sollte den Gender Studies sein, dass sie diesen Betrug nicht selbst aufgedeckt haben, sondern ein Twitter Account, der blödsinnige, aber peer reviewte Studien veröffentlicht, davon ein sehr hoher Anteil aus den Gender Studies, die Studien entdeckte und ihnen damit wegen ihrer Absurdität eine hohe Aufmerksamkeit bescherte, bei der auffiel, dass es die Autoren nicht gab.

Allerdings gingen die drei Autor_innen weit über diese sinnvolle Kritik hinaus: Denn der Nachweis schludriger Peer-Review und mangelnder Qualitätskontrolle bei pay-to-publish Journals macht nicht zwangsläufig einer Aussage über die generelle Fachdisziplin, in der die Hoax Paper verordnet wurden und sogar nicht einmal über andere Paper in denselben Journals. Dieser logische Fehlschluss wirft ein Licht auf weitere Schwächen des Studiendesigns.

Ich würde sogar zustimmen, dass damit die Gender Studies nicht „wissenschaftlich widerlegt“ werden können.  Es ist aus meiner Sicht weitaus eher ein Projekt, dass weniger für die Wissenschaft als für die öffentliche Meinung gedacht war und da hatte es natürlich seinen Erfolg.

Theoretisch können auch in einem Wissenschaftsbereich in dem einige unglaublich schlechte Studien veröffentlicht werden, sehr gute Studien vorhanden sein. Und das gerade bei einer These über eine rein soziale Begründung der Geschlechter, die weitaus mehr Raum für Interpretationen und Mutmaßungen bietet.

Die Gender Studies kann man auf anderer Weise wissenschaftlicher angreifen, was ja auch gemacht wird. Aber hier werden sie eben der Lächerlichkeit preisgegeben, was in dem Kampf um die öffentliche Meinung das höhere Gewicht haben kann als etwa eine detailierte Beschreibung der Wirkung pränataler Hormone.

Die ‚Grievance Study‘ folgt selbst nicht den wissenschaftlichen Standards, die sie vorgeblich für unabdingbar hält. Die Unwissenschaftlichkeit der sogenannten ‚Grievance Studies‘ ist mitnichten bewiesen. Dafür basiert das Ganze auf zu viele resultatverzerrende Formen (verschiedene Journaltypen, Peer Review System, Publikationsindustrie). Um zu beweisen, dass es sich hier um ein disziplinspezifisches Problem handelt, hätte es in der Studie selbst eine Kontrollgruppe in anderen Disziplinen geben müssen (so u.a. Richardson hier https://www.buzzfeednews.com/article/virginiahughes/grievance-studies-sokal-hoax).

Welche Disziplin würde sich denn für eine Kontrollgruppe für eine Studie über eine Rape Culture bei Hunden anbieten? Was kommt der Verrücktheit dieses Ansatzes in anderen Disziplinen gleich?

Vielleicht wäre als Disziplin der Bereich der Evolutionsbiologie interessant gewesen, mit irgendeiner verrückten Selektionstheorie, aber das ist ja häufig schwieriger als viele Kritiker meinen.

Ich würde im übrigen einen „Hoax Versuch“ in dem Bereich durch Gender Studies Anhänger voll befürworten. Mal sehen ob was durchkommt, was nur annährend si verrückt ist wie die Hunde Rape Culture.

Man müßte vielleicht mal  Joan Roughgardens Studien  durchschauen, ihren Büchern nach zu urteilen.

Im Übrigen hat es in der Geschichte vieler Disziplinen ähnliche Hoax Paper gegeben: u.a. in der Mathematik, der Physik, Chemie und IT. Überhaupt haben derzeit insbes. die experimentellen Disziplinen mit einer seit Jahren andauernden ‘Replikationskrise’ https://www.nzz.ch/wissenschaft/physik/fallstricke-der-statistik-die-wissenschaft-in-der-replikationskrise-ld.86330) zu kämpfen, d.h. viele Ergebnisse sind nicht reproduzierbar, nicht wenige scheinen geschönt oder gefälscht. Die medienwirksame Anprangerung der vermeintlichen disziplinspezifischen Missstände der ‚Grievance Studie‘ blendet diese Problematiken bewusst aus.

Wie gesagt, ich sehe die Beweiskraft auch nicht als so hoch auf wissenschaftlicher Ebene an.

Abschließend lässt sich sagen, dass wissenschaftliche Kritik gut und nötig ist. Die Aufdeckung von Problemen in der Wissenschaftspraxis sind berechtigt und wichtig und sollten ernsthafte Lösungsansätze zur Folge haben. Auch inhaltliche bzw. Methodenkritik hat ebenso ihren Platz wie die Kritik an ideologisierter Wissenschaft. Studien hingegen deren erklärtes Ziel es ist, eine Disziplin zu delegitimieren sind genau das, was sie vorgeben nicht zu sein: unwissenschaftlich und ideologisch.

Aber immerhin musste man darauf reagieren. Auf genug andere wissenschaftliche Angriffe wird eben nicht reagiert. 

Aber ein netter Spin. Das die Gender Studies auch eigentlich alles, was nicht ihrer Meinung ist, delegitimieren wollen, wird da eher verschwiegen.

Zum Weiterlesen:

https://ethxblog.blogspot.com/2018/10/sokal-on-steroids-why-hoax-papers.html
https://www.pressreader.com/germany/neues-deutschland/20181027/281582356621186
https://slate.com/technology/2018/10/grievance-studies-hoax-not-academic-scandal.html

Ich spare mir eine Besprechung dieser Links, wer etwas interessantes findet: Bitte in den Kommentaren berichten.

 

29 Gedanken zu “Many Shades of Gender (17): Die GS sind ideologisch, nicht wissenschaftlich. Das hat der jüngste Publikationsskandal (peer review Skandal 2018) doch deutlich gezeigt.

  1. Hm, sehe ich anders. „Grievances“ waren es die die amerikanischen Siedler gegenüber dem englischen König adressierten. Das sind schon „Misstände“.

  2. na es geht definitiv beides. „Jammern“ oder „klagen“ im Sinne von „ich setz mich in die ecke und jammere“ ist definitiv genau so möglich das offensive „Beschwerde“ oder „Klage“, „to file a grievance“ ist gängig

  3. > Die Unwissenschaftlichkeit der sogenannten ‚Grievance Studies‘ ist mitnichten bewiesen

    Die Nichtexistenz von Gott auch nicht.

    Die Dame und ihr Fach haben ein Epistemologie-Problem. Zum Beleg der nicht-Weiß-heit aller Schwäne braucht der Wissenschaftler einen (!) schwarzen Schwan (nicht: 7).

    Ob Eisbären weiß sind oder nicht ist eine andere Frage. Wenn das die Frau interessiert – und sie Wissenschaftlerin wäre – könnte sie das ja selbst untersuchen.

    Ist sie aber nicht.

  4. Wenn man eine Parodie auf Fachartikel in einer Fachzeitschrift veröffentlichen kann, und nicht beim Postillon oder Onion, ist das schon peinlich.

    Offenbar ist die Parodie und die Sache kaum zu unterscheiden.

  5. „Wie gesagt, ich sehe die Beweiskraft auch nicht als so hoch auf wissenschaftlicher Ebene an.“

    Ja, vielleicht. Nur findet trotz allem eine entsprechende mediale Verarbeitung statt, die entsprechend zur Meinungsbildung missbraucht wird. Da spielt es dann keine Rolle mehr, ob das wissenschaftlich ist, ob es in Details unwissenschaftlich ist oder ganz erlogen. Die Grünen, Linken oder SPD stricken daraus ihre täglichen Empörungsnachrichten (eine gewisse Frau Jelpke ist da immer wieder sehr gut) und bauen entsprechenden Druck auf, diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen und die Opfermythen zu bestärken oder ihren Hass auf Usurpatoren des Patriarchats zu bekräftigen.

    • Man könnte meinen, bei Gender Studies geht es genau darum: Futter für die Medien zu produzieren. Sex sells, auch wenn es sich als Gender tarnt 😉

  6. Helen Pluckrose ist keine US-Amerikanerin, sondern Britin. Die Behauptung, drei „US-Amerilaner_innen“ hätten Sokal Squared zu verantworten ist also falsch.

  7. Gut, das Paper von James A. Lindsay et al. ist nicht das einzig berühmte, sondern hatte einen berühmten Vorgänger:

    Und die Gender-Studies stehen nun mal in der Tradition der Postmoderne:
    Die Kritik an der postmodernistischen Epistemologie und Ontologie kommt ja auch von Personen, auf die sich die Grievance Studies sonst gerne beziehen wie Pierre Bourdieu und Noam Chomsky. Bourdieu und Chomsky kritisieren deutlich diese Art von Wissenschaft.

    Und dann halt noch einmal:
    Im deutschsprachigen Raum habe ich bisher noch keinen einzigen Lehrgang für Gender-Studies gefunden, der Quantitative Forschungsmethoden lehrt, sondern höchstens qualitative Methoden der Sozialforschung. Wer natürlich einen so wichtigen Zweig wie die quantitativen Forschungsmethoden ignoriert, der muss m.E. zwangsläufig verzerrte bzw. ideologisierte Wissenschaft betreiben.

      • @ Christian

        Ich halte eigentlich alle quantitativen Verfahren wichtig für die Gender Studies also:

        Standardisierte Befragung – mithilfe von geschlossenen und Multiple-Choice-Fragen (z. B. als (Online-)Fragebogen, Experteninterview oder Gruppendiskussion)
        Standardisierte Beobachtung – von Verhaltensmustern
        Experimente und Versuche – zur numerischen Datenerhebung
        Quantitative Inhaltsanalyse – unter Erfassung von messbaren Daten wie Texten und Abbildungen

        Weshalb sie das nicht machen? Hat vermutlich etwas mit Pfadabhängigkeit zu tun: Sie kommen eher aus der Philosophie, Sozialphilosophie, Kulturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Dort finden wir nirgends quantitative Verfahren.

        Und die Leute denken vermutlich, der Mensch ist mehr als Quantität und somit sei dies eine reduktionistische Vorgehensweise. Aber nur über Qualität kann man keine Strukturen und Ursachen erfassen, dazu ist qualitative Forschung m.E. nicht in der Lage.

      • „warum praktizieren sie [die quantitativen Forschungsmethoden] nicht?“

        1. Weil fast alle Gender-Aktivisten sie nicht gelernt haben. Dazu müßte im Curriculum ein größerer Block für Studiendesigns und die mathematischen Verfahren sein. Das findet man so gerade in Psychologie-Curricula, wohl kaum in Literaturwissenschaften, Pädagogik und ähnlichen Gebieten, aus denen die meisten Gender-Forscherinnen kommen.

        2. Selbst wenn im Curriculum vorhanden, fehlt das Talent und Interesse. Von diesen Studiengängen angezogen werden ja vor allem politisch interessierte, die missionarisch für den Feminismus tätig werden wollen. Es gibt Berichte, wonach regelrechte Gesinnungstests vor dem und während des Studiums anfallen, Empirie stört da nur. Alleine das Problem der hier nötigen Statistik-Kenntnisse sollte man nicht unterschätzen, Statistik gehört selbst unter Mathematikern zu den unbeliebten Fächern. Ich würde die These wagen, daß die durchschnittliche Gender-Studentin kaum Chancen hat, in Statistik fit genug zu werden, um Hypothesentests sauber durchzuführen. Nicht zu reden davon, daß ihr die Beschränkungen der heute noch dominierenden frequentistischen Ansätze (p-Werte usw.) bewußt sind.

  8. Auf Psiram gabs mal ausschweifende Diskussionen von fachlich kompetenten Leuten, welchen wissenschaftlichen Wert der Lindsay- Boghossian-Pluckrose-Aktion zuzumessen sei. Gab meiner Erinnerung nach keinen Konsens, die Altvorderen haben aber eher zu „sehr geringe Aussagekraft“ tendiert.
    Kanns jetzt nicht raussuchen, aber ist vielleicht bekannt.

    • @Blue Jaw @mitm @Mark

      Dann hätten sie die vielleicht wichtigsten Punkte des zweiten (! nach Sokal) Hoaxes diskutieren sollen:
      1. drei völlig fachfremde Wissenschaftler fräsen sich in kürzester Zeit in den Jargon mehrerer „Wissenschaften“ ein.
      2. Es gelingt ihnen (ebenfalls in kürzester Zeit) das x-fache an üblichen Fachartikeln (normal wäre einer pro Jahr) zu verfassen,
      3. die hanebüchener Schrott sind und sie werden dennoch veröffentlicht und enthusiastisch gelobt.

      Bisher wurde immer Punkt 3 diskutiert, ich möchte Punkt 1 und 2 in Kombination herausstellen: Da die Anzahl der Veröffentlichungen eine wissenschaftliche Karriere befördert oder verhindert heißt das, hier hat sich eine Sumpfblütenkultur etabliert, die Ansprüche an Wissenschaft/lichkeit herabsetzt.
      Und bzw. besonders die intellektuell schlichte, schablonenhafte Theorie begünstigt einen hohen output an Schrott, der dennoch Universitätskarrieren begünstigt („publish or perrish“).

      Die „x-studies“ als neue „Leitwissenschaft“ erfreuen sich m.E. auch deshalb einer so hohen Beliebtheit, weil man mit minimalem Aufwand in der Wissenschaftskonkurrenz bestehen, bzw. weiterkommen kann.
      Der „große Gleichmacher“ ist doch, nehme zwei Veröffentlichungen, bspw. eine aus einer renommierten Zeitschrift für Familiensoziologie und eine aus den Gender Studies und sie sind nominal in der Liste der Publikationen gleich viel wert. Zeitaufwand für den ersteren ist ein Jahr, für den zweiten 1,5 Monate maximal. Nur bei letzterer Variante hat man frei verfügbare Zeit, außerwissenschaftlichen Polit-Aktivismus zu betreiben.

      Mark schreibt: „Im deutschsprachigen Raum habe ich bisher noch keinen einzigen Lehrgang für Gender-Studies gefunden, der Quantitative Forschungsmethoden lehrt.“
      Und mit meiner Hervorhebung: „Aber nur über Qualität kann man keine Strukturen und Ursachen erfassen, dazu ist qualitative Forschung m.E. nicht in der Lage.“
      Stimme ich zu.
      Dies ist aber der Kern ihrer fortwährenden Behauptungen.
      Die „strukturelle Diskriminierung“, der „strukturelle Rassismus“ und „strukturelle x“ – weder können sie die Existenz von Strukturen, noch Ursachen beweisen.
      Es erschöpft sich demnach in penetranten Unterstellungen, Behauptungen und Propaganda, die sie für einen Beweis ausgeben.

      Mitm weist m.E. in zwei richtige Richtungen: „Selbst wenn im Curriculum vorhanden, fehlt das Talent und Interesse. Von diesen Studiengängen angezogen werden ja vor allem politisch interessierte, die missionarisch für den Feminismus tätig werden wollen. Es gibt Berichte, wonach regelrechte Gesinnungstests vor dem und während des Studiums anfallen, Empirie stört da nur.“

      Sektenmitglieder wollen die „richtigen Argumente“ (=Bestätigung) für ihren Glauben und ihren missionierenden Aktivismus – keine Methoden zur Prüfung der Richtigkeit ihres Glaubens.
      Es geht nicht nur darum, sie können nicht. Sie wollen nicht.

      „Alleine das Problem der hier nötigen Statistik-Kenntnisse sollte man nicht unterschätzen.“

      Es sind mehrere Semester, die erforderlich sind, um sich diese Kenntnisse anzueignen und alleine die Statistik-Software zu verstehen und zu beherrschen ist nicht trivial. Ohne ein gewisses mathematisches Grundverständnis, Neugier und ein bisschen Talent geht es aber nicht.

      Wenn Mark das Personal charakterisiert: „Sie kommen eher aus der Philosophie, Sozialphilosophie, Kulturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Dort finden wir nirgends quantitative Verfahren.“, dann brauchen wir nicht rätseln, nach welchen Kriterien die Studienwahl erfolgte.
      Das mathematisches Grundverständnis, Neugier und Talent waren nicht vorhanden und „begünstigte“ daher die Wahl von Studienfächern, in denen man „nirgends quantitative Verfahren“ findet.
      Es ist mit den „Präferenzen“ nämlich so, dass sie auf einer durchaus richtigen Einschätzung der eigenen Kompetenzen basieren.
      Sie könnten es gar nicht, auch wenn sie wollten (und – s.o. – sie wollen nicht).

      Jetzt noch einmal zurück zu der Hauptthese des Hoax von Sokal von 1996: „Die Vorstellung einer objektiven Welt, deren Eigenschaften unabhängig vom Menschen existieren und die durch feste physikalische Gesetze beschrieben werden kann, ist überholt.“

      Selbstredend, denn diese Welt ist „sozial konstruiert“ und wäre ohne den „Diskurs“ über sie gar nicht auf die Welt gekommen (s. „Am Anfang war das Wort.“) 😉
      Aber abgesehen vom epistemologischen Problem sehe ich eine weitere Parallele zur „Präferenz“ des oben beschriebenen Personals. Denn individuelle Schwierigkeiten mit dem Verständnis physikalischer Gesetze wären als Problem verschwunden.
      Das Problem an der Physik aus dieser Sicht ist die männliche Dominanz in der Physik (erkennbar an der Tatsache, dass physikalische Gesetze so schwierig zu verstehen sind) und warum sollten Mythen über die Entstehung und Entwicklung der Welt nicht gleich viel wert sein?
      Und zufällig, nur rein zufällig kann man mit der „Präferenz“ für „Philosophie, Sozialphilosophie, Kulturwissenschaften und Geisteswissenschaften“ Mythen wesentlich besser analysieren.

      D.h. ich sehe einen engen Zusammenhang zwischen Kompetenzen und Präferenzen des Personals und dem Forschungsgegenstand und dessen Verwandlung nach eigener Neigung und politischem Gusto.

      Kleiner Schlenker zum Schluss und weil der Vorwurf „einer reduktionistischen Vorgehensweise“ von Intersektionalisten auch gegenüber Marxisten erhoben wird.
      In der Zeitschrift „Z“ (Zeitschrift Marxistische Erneuerung) vom Juni 2021 ging es schwerpunktmäßig um den Intersektionalismus und besprochen wurde u.a. Ashley Bohrers Artikel „Marxism and Intersectionality“, in dem natürlich der Intersektionalismus als bessere Alternative dargestellt wird.

      Christian Stache nimmt sich immerhin drei Seiten Zeit, um festzustellen, Bohrers Interpretation des Marxismus sei „in sich fehlerhaft“. (S. 94)
      Bohrer behauptet, nach Marx komme Mehrwert zustande, weil den Arbeitern der „echte Wert“ der Arbeit vorenthalten werde. Tatsächlich bezahlt der Kapitalist den Wert, aber nicht der Arbeit, sondern der Arbeitskraft.
      Ihre Interpretation ist von Grund auf falsch, nicht nur „fehlerhaft“. Das ist fast wortwörtlich so, als würde man beim ABC bei A scheitern.

      Hier liegt der tatsächliche Grund für die Fehlinterpretation der Marxschen Theorie der Wertproduktion und des Arbeitsbegriffs m.E. an dem, was sie gerne hätte, nämlich „soziale Systeme der Bewertung“ (Bohrer) von Arbeit, die entscheiden, welche Arten von Arbeit als Arbeit angesehen und als (ent)lohnenswert betrachtet werden.
      Diesem Subjektivismus in der Betrachtung wertschaffender Arbeit erteilt Stache eine klare Absage, bitte achtet hier auf die Formulierung (kursiv von mir): „Ausschlaggebend dafür sind die unabhängig von Willen oder Moral der Menschen praktisch hergestellten und reproduzierten historisch spezifischen sozioökonomischen Beziehungen in Produktion und Verteilung.“

      Zum Vergleich Sokals Hoax: „Die Vorstellung einer objektiven Welt, deren Eigenschaften unabhängig vom Menschen existieren und die durch feste physikalische Gesetze beschrieben werden kann.“

      Die vorgeführte Geisteshaltung ist identisch, Sokal macht daraus einen (ernsten) Witz, Stache nimmt sie erst einmal ernst. Die Idee, man müsse einfach nur „wertschätzen“ und damit habe eine Sache einen „Wert“ verweist wieder auf die „Präferenzen“ des Personals (vgl. Mythen).

      • @ Crumar

        Hm, also ich muss gestehen, dass ich (soweit ich sie bisher gelesen habe) den Hoax-Texten von James A. Lindsay, Peter Boghossian und Helen Pluckrose – so schlecht sie von jedem wissenschaftlichen Standpunkt auch sind und sie sind m.E. sehr schlecht – immer noch ein relativ höheres wissenschaftliches Niveau zusprechen würde als vielem, was die drei ansonsten so von sich geben. (Wobei auch da m.E. differenziert werden sollte: Helen Pluckrose ist m.E. keine gute Geisteswissenschaftlerin, aber im Vergleich zu einer derartigen pseudo-intellektuellen und unwissenschaftlichen Vollkatastrophe wie James Lindsay erscheint selbst sie schon als halbwegs passabel.)

        Und m.E. ist das Problem nicht, dass Vertreter oder Dozenten oder Studenten der Gender Studies oft aus den Geisteswissenschaften bzwl. Kulturwissenschaften stammen, das Problem ist, dass die Gender Studies schlechte bzw. keine Wissenschaft sind:

        https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2016/08/04/gastartikel-leszek-zu-der-frage-ob-gender-studies-unwissenschaftlich-sind/

        Es gibt viele ausgezeichnete Geisteswissenschaftler/Kulturwissenschaftler, die Vertreter der Gender Studies gehören nur eben nicht dazu.

        Und wer erwartet denn bitte ernsthaft, dass wennn Vertreter der Gender Studies sich quantitativer Methoden der Sozialforschung bedienen würden, dabei etwas anderes herauskäme als ihre übliche Pseudowissenschaft.
        Quantitative wie qualitative Methoden lassen sich falsch anwenden.

        Und wenn Mark behauptet die Gender Studies seien wesentlich philosophisch oder sozialphilosophisch fundiert, zeigt er dadurch nicht nur, dass er keine Ahnung vom derzeitigen Diskussionsstand in der Philosophie im Allgemeinen oder der Sozialphilosophie im Besonderen hat, sondern auch, dass er kein Lehrbuch der Gender Studies gelesen hat.

        In den zeitgenössischen Debatten der Philosophie oder Sozialphilosophie spielen die Gender Studies keine nennenswerte Rolle und die Gender Studies wiederum beziehen sich in der Regel nicht auf die zeitgenössischen Debatten in der Philosopohie oder Sozialphilosophie. Philosophie und Sozialphilosophie einerseits und die Gender Studies andererseits sind zwei sehr weitgehend getrennte Bereiche.

        • Insbesondere die analytische Philosophie ist ja sehr interdisziplinär ausgelegt. Sie bedient sich der Erkenntnisse aus Neurologie, Psychologie, Mathematik/Logik etc.
          Es herrscht dort eine rege Diskussionskultur, wenn neue Aufsätze erscheinen, werden die erstmal regelrecht von Vertretern anderer Standpunkte zerpflückt.
          Genderstudies ist wahrscheinlich eher ein gegenseitiges Schulterklopfen. Einfach paar stylisch klingende Worte „transgressing the boundaries towards a transformative hermeneutics of quantum gravity“ aufs Papier gerotzt und schon ist das die Promotion und man hat einen Doktor-Titel.

        • @Leszek

          „Hoax-Texten von James A. Lindsay, Peter Boghossian und Helen Pluckrose – so schlecht sie von jedem wissenschaftlichen Standpunkt auch sind und sie sind m.E. sehr schlecht“

          Das ist nicht mein Punkt.
          Alle haben bisher betont, was für ein hanebüchener Nonsens die Texte sind, die es durch Peer-Review bis zur Veröffentlichung geschafft haben.
          Also ein doppelt qualitatives Problem; a. der Texte und b. der Fachzeitschriften.
          Ich frage mich umgekehrt, was eine „Wissenschaft“ so attraktiv macht, die hanebüchene Nonsens-Texte in Nonsens-Fachzeitschriften veröffentlicht und stoße auf das Argument der Produktivität im Rahmen der Konkurrenz.

          Hättest du dich für diesen Nonsens entschieden, hättest du eine eindrucksvolle Publikationsliste für die Bewerbung um die nächste Stelle im Wissenschaftsbetrieb.
          Aus gesellschaftlicher Perspektive hättest du zwar qualitativ einen Haufen nutzlosen Schrott produziert, aber die Liste umfasst quantitativ mehr Veröffentlichungen als dein Konkurrent um diese Stelle.
          Zusätzlich hättest du Zeit gewonnen für politischen Aktivismus und „netzwerken“ im Gerangel um Ressourcen.

          „Und wer erwartet denn bitte ernsthaft, dass wenn Vertreter der Gender Studies sich quantitativer Methoden der Sozialforschung bedienen würden, dabei etwas anderes herauskäme als ihre übliche Pseudowissenschaft.“

          Genau das hat das Hoax-Trio mit „Human Reactions to Rape Culture and Queer Performativity at the Dog Park“ auch unter Beweis gestellt.

          Die Autoren: „Our papers also present very shoddy methodologies including incredibly implausible statistics (“Dog Park”), making claims not warranted by the data (“CisNorm,” “Hooters,” “Dildos”), and ideologically-motivated qualitative analyses (“CisNorm,” “Porn”). (NB: See Papers section below.)
          https://areomagazine.com/2018/10/02/academic-grievance-studies-and-the-corruption-of-scholarship/

          Der wichtige Punkt hier, sie waren hocherfreut, dass sich jemand quantitativer Methoden bedient hat, aber inkompetent zu bemerken, was für einen Schrott dort geschrieben steht (implausible statistics, claims not warranted by the data).
          Wenn sie keine Ahnung haben, warum ziehen sie nicht jemanden hinzu, der die Statistiken beurteilen kann?
          Auch Sokal hat zu seinem Hoax gefragt, warum sie nicht einen Physiker herangezogen haben, um das Papier vorab auf Fehler abzuklopfen.

          Die Antwort erstens: „Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet die kognitive Verzerrung im Selbstverständnis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen.“ (Wiki – zu diesem Effekt werde ich noch etwas schreiben).
          Aber zweitens ist die eigentliche Motivation die Bestätigung ihrer eigenen Weltsicht, genauer gesagt der eigenen Vorurteile (es ist ironisch).
          Diese „Wissenschaft“ ist ausgestattet mit durch und durch religiös und narzisstisch korruptem Personal.

          Die (empirische, objektive) Realität hat für sie nur insofern eine Existenzberechtigung, als sie durch diese (subjektiv) bestätigt werden. Dass sie bei diesem Titel: „Die Grenzen überschreiten: Auf dem Weg zu einer transformativen Hermeneutik der Quantengravitation“ meinten, ihre Kenntnisse seien ausreichend, um den Text zu verstehen, lässt sich nur vor dem Hintergrund beurteilen, dass was da steht, sie ohnehin glauben und hören wollten. Die kritische Überprüfung ist deshalb ausgeblieben.

          „Und wenn Mark behauptet die Gender Studies seien wesentlich philosophisch oder sozialphilosophisch fundiert, zeigt er dadurch“

          Das bezieht sich auf den offensichtlichen Verzicht auf die Überprüfung ihrer Thesen mit den Mitteln der quantitativen Sozialforschung.
          Was sie drastisch von bspw. der Frankfurter Schule und Bourdieu unterscheidet.
          Tatsächlich stellen sie mit ihren „Theorien“ einfach nur Thesen in den Raum und der „Beweis“ findet sich in der penetranten Wiederholung der Thesen.
          Noch einmal: Wer das hinnimmt, der gibt ihrer Behauptung recht, wonach „Kritische Theorie“ und „critical theory“ gleich viel wert sind.
          Weil sie das so sagen.

          • Hättest du dich für diesen Nonsens entschieden, hättest du eine eindrucksvolle Publikationsliste für die Bewerbung um die nächste Stelle im Wissenschaftsbetrieb.

            Also ich kenne mich bei Berufungen in den MINT-Fächern ein bißchen aus, da ist es unwahrscheinlich, daß dieser Trick mit Fake-Publikationen funktioniert. Bei den Geisteswissenschaften ist es vermutlich nicht völlig anders.

            In seriösen Berufungsverfahren werden die Publikationen der Bewerber sehr genau durchleuchtet. Man benutzt Datenbanken bzw. Rankings der Relevanz und Reichweite von Zeitschriften oder anderen Outlets der jeweiligen Disziplin. Teilweise sind der Hirsch-Index oder andere bibliometrische Methoden (die ich für sehr problematisch halte) ein regelrechter Fetisch bei Berufungen.

            Außerdem sind die Publikationen nur ein Teil des Gesamtbilds, genauso wichtig sind Erfolge bei der Projektacquise und nicht zuletzt in der Lehre.

            Mit einer „eindrucksvollen“ Liste voller Nonsens-Publikationen in den Gender Studies kann man trotzdem seine Chance auf einen Professur oder eine andere Dauerstelle an einer Uni erhöhen – das liegt aber vor allem an der wachsenden Zahl der Gender-Stellen, die die Politik an den Unis sehen will, oder genereller an der Ideologisierung der Unis.

            Beispielhaft dazu: ein entfernter Bekannter von mir, der sich an einer US-amerikanischen Uni beworben hat, mußte neben dem üblichen Research- und Teaching-Statements (also seinen Plänen in Forschung und Lehre) auch ein Diversity-Statement als Teil der Bewerbungsunterlagen abliefern. Dieses Diversity ist nichts anderes als ein feministisches (bzw. in den USA vor allem „antirassistisches“) Glaubensbekenntnis. Zu den offenbar harten Evaluationskriterien, nach denen die Bewerber gesiebt bzw. gerankt werden (in einem MINT-Fach!), gehört aktive Frauen- oder Minderheitenförderung bzw. -Bevorzugung.

            M.a.W. können solche Nonsens-Publikationen die entscheidende Eintrittskarte in alle möglichen Positionen sein.

          • So, wie ich das sehe, juckt den GS Reflexionen über den Inhalt nicht. Es geht nicht um den Inhalt, sondern das Interesse, d.i., Transformation der Gesellschaft zur Mehrung eigener (materieller oder ideeller) Ressourcen. GS bedient sich auch aus den Inhalten der KT, soweit es nützt. KT und GS sind aus dem gleichen Holz geschnitzt und haben beide einen schwachen Begriff von Wahrheit. KT würde ich eine männliche (weil intellektuell anspruchsvoll) und GS die feministische Methode (weil sehr dumm) zur Auflösung freiheitlicher Gesellschaften bezeichnen (in autoritären System gedeihen weder GS noch KT, was impliziert, dass beide am Ende zu autoritären Gesellschaften führen). Ich denke, dass ist unvermeidlich. GS und KT haben ein Interesse und sind insofern nachvollziehbar. Personen, die den Inhalt von GS oder KT als für sich bedeutungsvoll halten, wären dann eine Art nützliche Idioten, was bei Feministen unmittelbar klar, bei Anhängern der KT erst auf dem zweiten Blick einsichtig wird.

        • @crumar
          „Der „große Gleichmacher“ ist doch, nehme zwei Veröffentlichungen, bspw. eine aus einer renommierten Zeitschrift für Familiensoziologie und eine aus den Gender Studies und sie sind nominal in der Liste der Publikationen gleich viel wert. Zeitaufwand für den ersteren ist ein Jahr, für den zweiten 1,5 Monate maximal. Nur bei letzterer Variante hat man frei verfügbare Zeit, außerwissenschaftlichen Polit-Aktivismus zu betreiben.“

          Das erinnert mich an die Aussage von Danisch, nach der Gender Studies nichts als organisierter Betrug sind.

          @Leszek
          „Hm, also ich muss gestehen, dass ich (soweit ich sie bisher gelesen habe) den Hoax-Texten von James A. Lindsay, Peter Boghossian und Helen Pluckrose – so schlecht sie von jedem wissenschaftlichen Standpunkt auch sind und sie sind m.E. sehr schlecht – immer noch ein relativ höheres wissenschaftliches Niveau zusprechen würde als vielem, was die drei ansonsten so von sich geben. “

          Irgendwie scheinen dir inzwischen ziemlich die Maßstäbe verrutscht zu sein: Entweder jemand entspricht exakt deiner Meinung oder ist ein totaler Scharlatan oder Schlimmeres!

          • @Antidogmatiker

            „Das erinnert mich an die Aussage von Danisch, nach der Gender Studies nichts als organisierter Betrug sind.“

            An dem Punkt muss ich wirklich dazwischen grätschen, denn Danisch hat trotz mehrfacher Aufforderung noch kein einziges sozialwissenschaftliches Buch gelesen. Darunter auch keines aus dem Bereich der Gender Studies.
            Er kann gerne eine Meinung äußern; bei ihm kann man aber davon ausgehen, sie beruht nicht auf Kenntnis, sondern auf Vorurteilen.
            Von daher ist mir egal, was Danisch von sich gibt.

            Leszek hat den treffenden Punkt vor langer Zeit gemacht – man muss GS evaluieren und entweder sie arbeiten wissenschaftlich oder nicht.
            Wenn letzteres zutrifft, dann abwickeln und dicht machen.
            Da toppt ihn Danisch auch nicht in Sachen Radikalität.

            Aber mein Ansatzpunkt liegt vor dem von Leszek.
            Ich habe mich gefragt, was eine solche „Wissenschaft“ eigentlich attraktiv macht und kam auf die Erkenntnis, dass es sich um eine Reaktion auf die gestiegene Konkurrenz auf dem Markt handelt.

            Die Universitäten spucken (m.E. bewusst) eine Überproduktion an Promovierten aus, die sich mit prekären Arbeitsbedingungen (Zeitvertrag, dadurch häufige Ortswechsel, unsichere Zukunft, niedrige Bezahlung) herumschlagen müssen, wenn sie sich auf den akademischen Wissenschaftsbetrieb einlassen.

            Das Alleinstellungsmerkmal ist die Liste an Publikationen in dieser Art von Karriere und die Hoffnung, irgendwann eine Festanstellung zu landen.
            Wenn nun eine wissenschaftliche Subkultur eine Infrastruktur schafft, in dem die Anforderungen an solche Publikationen künstlich tiefer gelegt werden und eine simplifizierende („unterkomplexe“) Theorie dazu tritt, dann hat sich diese Subkultur durch das „dumbing down“ einen Konkurrenzvorteil erschlichen.
            Das ist aber ein „race to the bottom“.

            Ich denke hier laut, denn wenn ich die APA „guidelines“ lese, dann sehe ich nicht einen intellektuellen Abfall im Niveau, ich sehe einen regelrechten Zerfall. Die APA haben mit der „toxic masculinity“ zuerst hantiert, aber wenn man sieht, auf was sie zurück greifen, was sie auslassen, wie sie herum eiern… Das Niveau ist so grottig, dass es auf Selbstabschaffung hinausläuft.
            Natürlich ist „toxic masculinity“ ein Witz von „Wissenschaft“ und mich interessiert der „Befund“ auch nicht.
            Mich interessiert nur, in welchem Kontext von „Wissenschaft“ er hat notwendig entstehen können und müssen.

          • @crumar
            „…denn Danisch hat trotz mehrfacher Aufforderung noch kein einziges sozialwissenschaftliches Buch gelesen. Darunter auch keines aus dem Bereich der Gender Studies. (…) Von daher ist mir egal, was Danisch von sich gibt.“

            Mir ging es ja auch eher darum, dass deine Äußerungen die Seinen zu bestätigen scheinen. Zumindest sind sie diesen ähnlich. Auch ein blindes Huhn findet ja mal ein Korn…

          • @ Crumar

            „Aber mein Ansatzpunkt liegt vor dem von Leszek.
            Ich habe mich gefragt, was eine solche „Wissenschaft“ eigentlich attraktiv macht und kam auf die Erkenntnis, dass es sich um eine Reaktion auf die gestiegene Konkurrenz auf dem Markt handelt.

            Die Universitäten spucken (m.E. bewusst) eine Überproduktion an Promovierten aus, die sich mit prekären Arbeitsbedingungen (Zeitvertrag, dadurch häufige Ortswechsel, unsichere Zukunft, niedrige Bezahlung) herumschlagen müssen, wenn sie sich auf den akademischen Wissenschaftsbetrieb einlassen.

            Das Alleinstellungsmerkmal ist die Liste an Publikationen in dieser Art von Karriere und die Hoffnung, irgendwann eine Festanstellung zu landen.
            Wenn nun eine wissenschaftliche Subkultur eine Infrastruktur schafft, in dem die Anforderungen an solche Publikationen künstlich tiefer gelegt werden und eine simplifizierende („unterkomplexe“) Theorie dazu tritt, dann hat sich diese Subkultur durch das „dumbing down“ einen Konkurrenzvorteil erschlichen.“

            Ich denke, mit dieser Analyse liegst du völlig richtig.

  9. Die Verteidigungsstrategie von Villa-Braslavsky ist ziemlich durchsichtig, i.w. nach dem Muster „wahrer Schotte“: Die skandalös schlechten Publikationen waren eben in „bezahlten“ Zeitschriften, also keine „wahren“ Gender Studies-Publikationen. Und wenn dann mal ein Springer-Journal dabei war, dann war das nur eine bedauerliche Ausnahme.

    Sie geht der eigentlichen Frage, ob in den Gender Studies etwas grundsätzlich faul ist, geschickt aus dem Weg. Sie reduziert diese sehr allgemeine Frage unzulässig darauf, was bei dem Experiment von Pluckrose et al. herausgekommen ist. Mit einer Stichprobe von n=20 eingereichten Papieren kann man natürlich kaum etwas über die Qualität der vermutlich weit über 10.000 Veröffentlichungen, die man irgendwie zu den Gender Studies zählen kann, aussagen. Das ist „nur“ ein starkes Indiz dafür, daß die Qualitätssicherung in den Gender-Zeitschriften gravierende Mängel hat.

    Die Ausweichtaktik von Villa-Braslavsky ist typisch. Man kann eher einen Pudding an die Wand nageln als genau feststellen und abgrenzen, wer alles Gender-Forscher ist, welche Elaborate noch ernst gemein sind (und nicht nur Meinungsäußerungen in der befreundeten Presse) usw. Ich habe in meiner eigenen Kritik der Gender Studies drei Dimensionen der Kritik unterschieden (s. http://maninthmiddle.blogspot.com/p/gender-studies.html#zusammenfassung):

    1. personelle und strukturelle Verzahnung mit der feministischen Ideologie
    2. fehlende thematische und methodische Eingrenzung als (angeblich interdisziplinäre) Wissenschaft
    3. Nutzung wissenschaftlich unhaltbarer feministischer Dogmen und Wissenschaftstheorien bzw. -Methoden

    Die Mängel der Qualitätssicherung sind nur ein Unterpunkt von Punkt 3, d.h. Villa-Braslavsky reduziert die enorme Bandbreite der Mängel auf einen winzigen Ausschnitt.

  10. Eigentlich ist alles gesagt. In der Praxis mache ich mir es aus psychohygienischen Gründen aber einfacher: Wie kommst Du zu Deiner Behauptung, Empirie oder Spekulation? Fertig. Echt, es nervt zu sehr. Eigentlich ist es entsetzlich, wie wenig die einfachsten Urgründe der Erkenntnistheorie bekannt sind. Mit sowas an der Uni könnte sich eigentlich auch Hare Krischna mit der Bhakti-Wissenschaft der Hingabe an Krischna mit Fug und Recht einklagen.
    Das hier 1728 mal pro Tag und alles ist gut: https://www.youtube.com/watch?v=ZKMsJ1D0HwU

  11. Dass selbst diese 7 Paper trotz offensichtlicher Mängel veröffentlicht wurden, und zwar in einigen wenigen Fällen in tatsächlich hoch renommierten Zeitschriften der Gender Studies, verdeutlicht durchaus bestehende Probleme im wissenschaftlichen Publikationsbetrieb.

    Ich frage mich, was „einige, wenige Fälle“ als Teilmenge von 7 bedeuten mag.

    Wäre es ein einziger Fall, dann wäre die Verwendung der Mehrzahl falsch. Es müssen also mindestens 2 gewesen sein. 4 von 7 wäre aber schon die absolute Mehrzahl. Also sprechen wir von 2 oder 3 Fällen von 7, was jetzt schlecht für Prozentrechnung ist, weil 7 eine Primzahl ist, die nicht 5, 2 oder 3 ist. (20%, 50%, 33,3%).

    2/7 bzw. 3/7 sind 28% bzw. 35% – das als „einige wenige“ zu bagatellisieren ist Rabulistik. 3 von 7 wäre ja schon fast die Hälfte; dennoch rate ich mal, dass es 3 von 7 waren,

    Ich frage mich auch, ob es eine oder mehr Personen gibt, die glaubt, bei Genderstudies würde ergebnisoffene Forschung betrieben. Das ist doch kein Streitpunkt, sondern lediglich, ob es gerechtfertigt ist, dieser ideologischen Strömung die Uni als Propagandaplattform zu überlassen.

  12. Pingback: Gender Studies und quantitative Forschungsmethoden | Alles Evolution

  13. @Mark Smith

    Wer natürlich einen so wichtigen Zweig wie die quantitativen Forschungsmethoden ignoriert, der muss m.E. zwangsläufig verzerrte bzw. ideologisierte Wissenschaft betreiben.

    Mir ist das noch viel zu brav. Der entscheidende Punkt ist doch der, daß diese Gender-Zombies ständig mit Prämissen und Wertungen arbeiten, die sofort als ideologisch zu entlarven sind.

    Wer prozentuale Disparitäten ohne Umschweif als „Frauenbenachteilgung“ oder „soziales Konstrukt“ etc. deutet, hat sofort verkackt (wie z.B. diese Fake-Soziologin Allmendinger).

    Dieser ganze Gender-Scheiß funktioniert doch nach der Devise, brutalstmöglich jeden gesellschaftlichen Umstand als Frauenbenachteiligung zu interpretieren.

    Die gleichen (pauschalen) Interpretationsstandards finden bei Männern aber nicht Anwendung.

    Mit diesen paar Zeilen hat man bereits den Ideologiecharakter des Gender-Voodoos entlarvt. Dieses Muster findet man doch in fast jeder Gender-Arbeit. Gender Studies sind letztlich nichts anderes als Gleichstellungsbeauftragte, die an Unis arbeiten und pseudowissenschaftliches Gedöns verfassen. Die null emotionale Distanz zu ihrem Untersuchungsgegenstand haben und mit den immergleichen Zwangsdeutungen kommen.

    Man müßte diesen Leuten mal dermaßen in die Eier treten – rein verbal natürlich 🙂 -, daß denen Hören und Sehen vergehen.

    Ergo: Es geht darum, die impliziten Wertungen herauszufiltern, die diesen Gender-Zombies natürlich nicht bewußt sind, die sie aber als seriöse Wissenschaftler diskreditieren und vor allem zeigen, was für Banausen sie sind.

    Ich beschreibe diese Zusammenhänge auf http://gender-ideologie.de

    Ich hasse dieses ganze Gutmenschengeschmeiß, das sich in unserer Gesellschaft breitmacht und nichts als Naziparanoia zu bieten hat, wenn man sich mal kritisch äußert. Es gibt ja auch unter Journalisten kaum Leute mit Eiern, die diesen Schwachsinn mal als solchen entlarven.

    Ich würde sogar zustimmen, dass damit die Gender Studies nicht „wissenschaftlich widerlegt“ werden können. Es ist aus meiner Sicht weitaus eher ein Projekt, dass weniger für die Wissenschaft als für die öffentliche Meinung gedacht war und da hatte es natürlich seinen Erfolg.

    Es ist eine indirekte Widerlegung. Gewiß ist die direkte Widerlegung essentiell. Aber auf diese indirekte Weise konnte gezeigt werden, wie morbide und verkommen das Gender-Milieu ist und daß Wissenschaftlichkeit eben zweitrangig ist.

    Es zählt das pseudoprogressive Gender-Aroma.

    PS: Dieser ganze Schwachsinn wird sowieso jämmerlich zusammenkrachen. Wir Ossis wissen, wovon wir reden. Für mich stellt sich vielmehr die Quentin-Tarantino-Frage: Wie können wir noch den maximalstmöglichen Spaß aus der Sache holen, bis dieser Gender-Scheiß auf dem Müllhaufen der Geschichte landet und die Gutmenschen alle heulend zu Mutti laufen. 🙂

    Ich plädiere für zivilen Ungehorsam und Guerilla-Aktionen. Man müßte sich mal dezidiert irgendwelche Verarschungsaktionen ausdenken.

  14. Ich habe jetzt mal dieses verlinkte FAQ, das diese Paula Irene Sonstwas verbrochen hat, gelesen. Das ist so widerlich, verkommen und verlogen, daß man richtig Brechreiz bekommt.

    Und gendern kann die Tante auch nicht:

    Ist es nicht auch eine Befreiung, sich die Familienverantwortung mit eine_r Partner_in teilen zu können

    Wenn nicht mal mehr Gender-Tanten gendern können, dann läuft gewaltig etwas schief.

    Also wenn ich mir dieses widerliche FAQ angucke, dann kriege ich schon Zustände und verspüre Lust, diese Tante mal richtig auflaufen zu lassen.

    Aber als Student ist man einfach zu jung dafür. Und später hat man Wichtigeres zu tun bzw. würde auffallen in so einem Seminar. 🙂

    Man sieht jedenfalls, daß diese Leute intellektuell Totalausfälle sind und so etwas wie Ponyhofwissenschaft betreiben. An Paulas Fachbereich sind übrigens nur Frauen aktiv, wie man dem FAQ entnehmen kann.

    Paula hätte also sofort jede Gelegenheit, etwas für „Gleichstellung“ zu tun und Männer einzustellen. Ihr Forschungszweig hat ja praktisch bewiesen, daß Männer sich genauso für Gender Studies interessieren, würden sie nicht von normativen Rollenvorgaben daran gehindert.

    Ach lassen wir das.

    Schade ist, daß dieses riesige Verarschungspotential namens Gender Studies bisher nur sehr unzureichend genutzt wird.

  15. Die LMU ist offenbar ein Kindergarten. Paula:

    Wir wissen heute, auch den Gender Studies sei dank, dass es nicht angeboren ist, dass nur Männer Flugzeuge fliegen oder nur Frauen sich um kleine Kinder kümmern können.

    So etwas lehrt heutzutage an deutschen Universitäten. Sie ist ja beileibe nicht die einzige.

    Das ist totaler intellektueller Kindergarten. Niemand behauptet ernsthaft, daß nur Männer fliegen und nur Frauen sich um kleine Kinder kümmern können.

    Die Frau sollte sich schämen für solch einen Unsinn. Leider konnten die Gender Studies offenbar noch nicht nachweisen, daß das bessere räumliche Vorstellungsvermögen von Männern nicht angeboren ist. Oder das größere psychische Vorstellungsvermögen von Frauen (=Empathiefähigkeit).

    Die Frau hat nicht das Geringste an einer Universität verloren. Das ist einfach unsagbar peinlich dieses Niveau.

    Dasselbe Niveau bringt übrigens auch Sigrid Schmitz zustande. Ich will es ja selbst kaum glauben, was da an unseren Universitäten los ist.

    Wie im Kindergarten. Ätschibätsch. Die lügen sich mit billigsten Argumenten selbst in die Tasche.

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