Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Das Geschlecht ist „nur konstruiert“, sagen die Gender Studies. Was soll das heißen? (8)

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Das Geschlecht ist „nur konstruiert“, sagen die Gender Studies. Was soll das heißen?

Tatsächlich heißt es für viele Feministinnen genau das: Das geschlechtliche Verhalten hat keine feste Grundlage, es ist allein eine Konstruktion der Gesellschaft. Daraus wird dann hergeleitet, dass es abänderbar ist und damit keine Grundlagen für Unterschiede im Verhalten im Schnitt bestehen.

Aus dem FAQ:

Dieser Satz beruht auf einem Mißverständnis – denn so einfach ist es beileibe nicht. Korrekter wäre es zu sagen, dass das Geschlecht auch sozial konstruiert ist. Die Gender Studies negieren nicht biologische oder medizinische Forschungen, das ist ein populäres Missverständnis.

Doch, leider machen sie genau das. Sie können es nur nicht zugeben. Man sieht es auch bereits daran, dass sie das nicht an Beispielen erläutern kann. Oft kennen sie die medizinische Forschung gar nicht und auf Nachfrage kommt dann so etwas wie „wir akzeptieren, dass Frauen schwanger werden können und Männer nicht“, was sie allerdings im modernen Feminismus bereits zu TERFS macht.

Zu den Unterschieden verweise ich auf meine Übersichtsartikel:

 

Manchmal wird dieses Missverständnis auch als Argument gegen die Gender Studies vorgebracht, um deren Forschung zu diskreditieren (zum Beispiel weil diese Forschung mit Emanzipation von Frauen oder der Akzeptanz von Homosexualität in Verbindung gebracht wird).

Die Akzeptanz von Homosexuellen lässt sich aus meiner Sicht sogar weitaus besser mit Biologie in Verbindung bringen, ebenso auch die Emanzipation der Frau. Ich vermute mal, dass sie hier unwissenschaftliche Biologie meint, die von absoluten Unterschieden ausgeht und nicht Unterschieden im Schnitt und daraus herleitet, dass Frauen in die Küche gehören und Homosexuelle ein „Fehler der Natur ist, den man beseitigen muss“ oder etwas in der Art.

 

Wofür sich die Gender Studies besonders interessieren ist, wann und weshalb der Geschlechterunterschied sozial und kulturell relevant wird. So gibt es zum Beispiel gesellschaftliche Kontexte die mehr und solche, die weniger stark über Geschlecht definiert sind. Und es lässt sich beobachten, dass und wie sich – zum Beispiel Männer und Frauen – als Männer und Frauen erst einmal darstellen (quasi: konstruieren) müssen, um als solche (zum Beispiel als “echter Mann”) ernst genommen zu werden.

Faszinierend wie damit das Thema Biologie anscheinend abgehakt ist. Dabei ist doch gerade einer der Kritikpunkte, dass Biologie in einem engen Verhältnis zu den Geschlechterrollen steht und damit eine Prüfung, welche gesellschaftlichen Kontexte wirksam sind ohne ein Verständnis der biologischen Grundlage gar nicht möglich ist. Statt „echter Mann“ kann man eben auch darauf abstellen, welcher Typus in der intrasexuellen und intrasexuellen Konkurrenz besonders gefragt war bzw welche Eigenschaften einen in dieser ganz besonders gut abschneiden lassen. Verordnet man das hingegen einfach unter „Sozialer Konstruktion“ und nicht als Ergebnis eines Selektionsvorganges, dann versteht man auch die kulturellen Ausgestaltungen nicht, die eben in der jeweiligen Zeit dazu dienen, bestimmte Eigenschaften darzustellen. Wenn es in der Steinzeit vielleicht die Jagdbeute war wird heute ein über die Schulter geworfenes gehäutetes Reh nicht mehr die damalige Wirkung erziehlen, ein teures Auto als Beleg für einen hohen Verdienst aber evtl schon.

Wenn wir zum Beispiel in die Welt der Mode, in Zeitschriften oder auch in die Popkultur schauen gibt es eine Unmenge an Beispielen dafür, wie voraussetzungsreich diese Konstruktionsleistungen sind und wie diese funktionieren (oder auch: sich ändern), das kann man erforschen. Wenn man sich mit diesen Forschungen beschäftigt dann wird auch ganz schnell deutlich, dass es ganz und gar nicht so ist, dass wir “unser Geschlecht wie eine Hose wechseln” könnten. Denn eben weil die Konstruktionsleistungen, das was wir alles anstellen, um eine Frau oder ein Mann zu sein, so aufwändig sind können wir nicht einfach “aus unserer Haut” – auch dann nicht, wenn wir das persönlich oder politisch wünschenswert fänden.

Mode wird gerne als Beispiel genommen, weil sie eben sehr wandelbar ist. Aber üblicherweise wird eben – wenn auch mit anderen Mitteln – ganz klassisch ein bestimmter Körperbau dargestellt. Bei Frauen eben die Stundenglasfigur, bei Männern breite Schultern etc.

‚Was aber aus Sicht der Forschung tatsächlich auch “konstruiert” – und hier vielleicht: “nur konstruiert” ist, sind manche angeblich so klaren Geschlechterunterschiede, die auf sozial und historisch gewachsenen Vorurteilen beruhen. Solche Vorurteile besagen zum Beispiel, dass Frauen per se friedlicher seien als Männer, per se zur liebevollen Erziehung von Kindern geboren oder dass Männer qua Geschlecht eben bessere Führungskräfte als Frauen und weniger liebevolle Elternteile seien.

In der Tat sind Frauen auch friedlicher als Männer, alleine schon weil Männer stärker sind und sich auch eher körperlich messen als Frauen. Aber eben nur im Schnitt. Und natürlich kann ein Mann ebenso ein Kind erziehen wie eine Frau, aber Frauen haben eben im Schnitt eine Beziehung dazu, arbeiten im lieber in Bereichen mit Kindern und wollen für diese auch eher aussetzen. Und Männer haben im Gegenzug ein anderes Verhältnis zu Status im Schnitt und sind daher auch eher Führungskräfte als Frauen weil sich für sie der hohe Aufwand durch den erworbenen Status eher „lohnt“. Auch hier sieht man an der Erklärung, dass es eben nicht so einfach ist und man die Biologie nicht einfach ausblenden kann und ebenso wenig die Unterschiede im Schnitt.

Auch mit den ganz realen Folgen solcher Vorurteile befasst sich die Geschlechterforschung, zum Beispiel angesichts der Frage, weshalb Frauen vor Gericht häufig anders behandelt werden als männliche Täter. 

Das sind interessante Fragen nur können die Gender Studies darauf keine vernünftigen Antworten finden, weil sie die tatsächlichen Gegebenheiten gar nicht erfassen können. Sie setzen den Strohmann der absoluten Unterschiede ein und rennen diesen nieder, blenden aber die Unterschiede im Schnitt und deren Wirkung vollkommen aus.

  • Sehr interessant hierzu ist die Literatur über die Bestrafung (bzw. Entkriminalisierung) von NS-Täterinnen:
    Koonz, C. 1987 Mothers in Fatherland: Women, the Family and Nazi Politics, New York: St. Martin’s Press.
    Kompisch, K. 2008 Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus, Köln: Böhlau.
    Kretzer, A. 2009 SS-Täterschaft und Geschlecht. Der erste britische Ravensbrück-Prozess 1946/47 in Hamburg, Berlin 2009: Metropol Verlag.
    Mason, T. 1976 ‘Women in Germany, 1925-40. Family, Welfare, and Work’ in History Workshop Journal, 1/1967: 74-113 and 2/1976:5-32.
  • Auch Strafrechtswissenschaften und Kriminologie widmen sich diesen Themen in den Legal Gender Studies. Zusammenfassend vgl. z.B.
    Hermann, Dieter (2009) Delinquenz und Geschlecht. In: Kröber HL., Dölling D., Leygraf N., Sass H. (eds) Handbuch der Forensischen Psychiatrie. Steinkopff, S. 175-186.
  • Zur Perspektive der Konstruktion von Geschlecht:
    “doing gender” im Gender-Glossar https://gender-glossar.de/glossar/item/80-doing-gender
    “Die soziale Konstruktion von Geschlecht”, Meißner 2008

Und auch geht es in keinem der Links um eine angemessene Abgrenzung zur Biologie. .

14 Gedanken zu “Many Shades of Gender – Ein FAQ zu den Gender Studies: Das Geschlecht ist „nur konstruiert“, sagen die Gender Studies. Was soll das heißen? (8)

  1. Eine pseudointellektuelle, schleimigen und glibschige Pseudoargumentation einer Professorin der Genderreligion, wie sie nicht typischer sein kann. Erst wird geleugnet, dass man Wissenschaft leugnet, um genau dahin unmerklich, unter maximalen Einsatz von Blendworten und -phrasen („mehr oder weniger“) zurückzukehren:

    „So gibt es zum Beispiel gesellschaftliche Kontexte die mehr und solche, die weniger stark über Geschlecht definiert sind.“

    Es gibt überhaupt keine „Definition“ irgendeiner Realität über das Geschlecht — auser in dem axiomatischen Dogma der Gender-Quasireligion von der „sozialen Konstruktion“, zu der man nicht stehen will, sonst würde ja für jeden zu sehen sein, wie wissenschafts*feindlich* diese esoterischen Pseudowissenschaftlerinnen sind.

    • „Es gibt überhaupt keine „Definition“ irgendeiner Realität über das Geschlecht“

      Nicht? Wird Realität nicht auch daran gemessen, wie man sie selbst interpretiert?

      • Der Punkt geht an Dich, wenn du „Realität“ und „Illusion“ gleichsetzt. Es stimmt ja: für Manche ist die Realität ihre Illusion. Ich meinte natürlich das, was man auch als „Objektivität“ bezeichnet, was der Feminismus aber seinerseits rundum als „Sozialkonstrukt“, als hinterhältig-patriarchales, *definiert*.

  2. Hierbei immer nicht vergessen, dass sowohl Buchholz als auch Sciencefiles _echte_ Fragen an die Gender Studies gestellt haben. Stattdessen werden hier Fragen beantwortet, die eigentlich nichtmal jemand stellt.

    Hier wäre die viel interresantere Frage: „(a) Welchen logischen Begründungen haben GS dafür, dass „Gender“ sozial konstruiert sei, (b) zu welchem Anteil ist es das, und (c) welche empirischen Forschungserbebnisse haben sie dazu vorzuweisen?“

    Tipp: Die Antworten sind „irgendwer hat das behauptet“, „wissen wir nicht“, und „keine“.

  3. Was mich an der Argumentationsweise von Villa schon immer genervt hat:
    „Solche Vorurteile besagen zum Beispiel, dass Frauen per se friedlicher seien als Männer, per se zur liebevollen Erziehung von Kindern geboren oder dass Männer qua Geschlecht eben bessere Führungskräfte als Frauen und weniger liebevolle Elternteile seien.“

    Die Vorurteile über Männer und Geschlechterbilder selbst sind offensichtlich nicht Produkt der Biologie, sondern gesellschaftlich konstruiert.
    Lucas schrieb in einem Artikel über Christoph Kucklick über deren Herkunft, es erscheint die „feindselige Rede über Männlichkeit als ein zuverlässiger Begleiter moderner Entwicklungen seit dem 18. Jahrhundert.“
    Bereits damals wurde – von Männern – die Bestimmung der maskulinen Natur kritisiert und festgelegt: „Egoismus, Sinnlichkeit, einseitige Vernunft, Gewalttätigkeit.“
    https://man-tau.com/2015/01/26/warum-mannerfeindschaft-modern-ist/

    Er fährt fort (alle Herv. von mir): „Djadmoros skizziert in seinem Text, wie „die Frau“ als Gegenstück dazu konzipiert worden sei: „Die bürgerliche Gesellschaft sucht nun in dieser Situation einen Ausweg aus der Entfremdung, indem sie die Frau als nicht entfremdetes Wesen konstruiert.“
    https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/01/20/warum-die-moderne-gesellschaft-niemals-ein-patriarchat-gewesen-ist/

    Der Vorteil dieser Sichtweise ist, hier wird die gesellschaftliche Funktion der Konstruktion von „die Frau“ sichtbar. Nämlich „die Frau“ als ein notwendiges Gegenmittel zu der wie oben bestimmten männlichen Natur, aus der bereits verschwunden ist, sie sei ein Produkt der bürgerlichen Gesellschaft.
    „Die Frau“ wurde hingegen „idealisiert als „Hüterin der Zivilisation“ (194), als „Hüterin der Ordnung“ (263), als liebesfähiges Gegenstück zum Mann.“

    Jede feministisch-genderistische Kritik wäre glaubwürdiger, würde sie eingestehen, auf dem seit zwei Jahrhunderten existierenden und konstruierten Vorurteil erfolgreich aufgebaut zu haben.
    Warum sie das nicht tun, ist ganz einfach erklärt: „Auch die idealisierenden Phantasien über Frauen seien, so Kucklick, ein Produkt der Moderne (196) – aber Weiblichkeit werde dabei eben gerade, in der Moderne, als „Gegenprojekt zur Moderne“ (197) und ihren überfordernden Entwicklungen imaginiert.“

    Liest man den legendären feministischen Satz der SPD mit diesen Erkenntnissen noch einmal neu: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“, dann verdankt dieser sich gleichermaßen der „feindseligen Rede über Männlichkeit“ und den „idealisierenden Phantasien über Frauen“.

    In den mitgedachten Dichotomien männlich=unmenschlich und weiblich=menschlich wird eine gefälschte Geschichte konstruiert, in der Frauen nur als Unbeteiligte vorkommen können.
    Deshalb muss das Patriarchat auch wirklich umfassend geherrscht und Frauen permanent ausgeschlossen haben; wie wäre sonst „die Frau“ als „Gegenstück“ zu dieser Geschichte vorstellbar?
    Dass Männer die Verderber der Geschichte und Zivilisation und Frauen „Hüterin der Zivilisation“ und „nicht entfremdete Wesen“ sind lässt sich nur halten, wenn diese Wesen durch Geschichte und Zivilisation nicht haben verderben lassen.

    Dass Frauen also per se und von Natur aus diese menschlichen Eigenschaften haben und Männer eben nicht, ist nicht etwa „essentialistischer“ Schluss, sondern einzig plausible Voraussetzung dieses Satzes.
    Es ist demnach der bürgerliche Feminismus selbst, der von den Vorurteilen, Geschlechterstereotypen und -dichotomien nicht nur profitiert, sondern diese notgedrungen produzieren muss, soll „die Frau“ als Utopie einer menschlichen Gesellschaft herhalten.
    Die Sichtweise, die bürgerliche Gesellschaft sei gleichsam barbarisch-männliche Vorgeschichte und eine menschliche Gesellschaft werde sich durch die Phantasterei einer heilen, unbeschädigten Weiblichkeit als eigentliche Gesellschaft erweisen und herstellen lassen, war jedoch bereits Bestandteil der Konstruktion von Männer- und Frauenbildern in der bürgerlichen Gesellschaft.

    Zurück zum Start: Weder ist ein Kampf gegen gesellschaftliche Vorurteile aussichtsreich, wenn über deren Herkunft und Funktion nur im Kontext eines „Patriarchats“, „männlicher Herrschaft/Macht“ diskutiert wird. Dass diese Vorurteile Männern nützen und Frauen schaden ergibt sich aus dieser „Theorie“ automatisch. Wie ich aufgezeigt habe ist dies nicht nur falsch, sondern mit diesen Vorurteilen wurde und wird erfolgreich feministische Politik betrieben und demzufolge werden diese Vorurteile auch weiterhin kultiviert werden.

    Mit Blick auf den aktuellen Edeka-Spot zugleich einen Blick zurück auf das vor 200 Jahren konstruierte Männerbild aus Lucas Artikel; der Mann „sei (…) als „Idiot der Liebe“ (249) gedacht worden, dessen „männliche Liebesdefizienz“ (253) allein die Frau heilen könne.“
    Alles Gute zum FrauenMuttertag in den Grenzen von 1819. 🙂

    • Die Vorstellung der „Frau“ ist ein antimodernistischer Mythos, der vom Feminismus entwickelt und kultiviert wurde. Der neueste Trend wird vom sogenannten „Gender“-Feminismus geprägt, der behauptet Geschlechterrollen wissenschaftlich zu reflektieren, aber im Gegenteil weiter an eben dieser Mythologisierung arbeitet, jetzt als „Wissenschaft“ verkauft.

      Weil der Feminismus ein zentraler Mythos der Antimoderne ist, ist er unbedingt anschlussfähig zu und kompatibel mit den anderen Antimodernismen: Ökologismus, Esoterik, völkischer oder sozialistischer Kollektivismus, religiöser Irrationalismus und Fanatismus. All hail Goddess Gaia!

  4. Dir sind da ein paar kleine sprachliche Fehler unterlaufen:
    „welcher Typus in der intrasexuellen und intrasexuellen Konkurrenz besonders gefragt war bzw welche Eigenschaften einen in dieser ganz besonders gut abschneiden lassen. Verordnet man das hingegen einfach unter „Sozialer Konstruktion“ und nicht als Ergebnis eines Selektionsvorganges,“
    2x „intrasexuellen“ — was ist gemeint?
    „etw. unter etw. verordnen“ gibt’s nicht — es heißt „etw. unter/als etw. einordnen“.
    „etw. als etw. verordnen“ kann’s zwar geben, ist aber hier falsch angewandt — auch hier wäre richtig: „etw. unter/als etw. einordnen“ .

    Was anderes: Ist der Selbermach-Samstag jetzt abgeschafft?

  5. Der Satz von der Autorin …:
    „Und es lässt sich beobachten, dass und wie sich – zum Beispiel Männer und Frauen – als Männer und Frauen erst einmal darstellen (quasi: konstruieren) müssen, um als solche (zum Beispiel als “echter Mann”) ernst genommen zu werden.“
    … lässt sich doch in Einklang bringen mit deiner Aussage (wie auch immer sie genau gemeint ist ;-)) …:
    „Statt „echter Mann“ kann man eben auch darauf abstellen, welcher Typus in der intrasexuellen und intrasexuellen Konkurrenz besonders gefragt war bzw welche Eigenschaften einen in dieser ganz besonders gut abschneiden lassen.“
    … zumindest dann, wenn man es bspw. so sieht wie Gunnar Kaiser hier:

    So gesehen, wäre nämlich genau die Fähigkeit, die eigene — hier bei Kaiser nur: — Männlichkeit herzustellen, notwendiger oder konstituierender Bestandteil des Typus Mann, dessen Männlichkeit dadurch, dass er sie verkörpert darstellt, von der eigenen Gruppe (Kultur) und von der weiblichen Veranlagung, einen Mann attraktiv zu finden (Natur), anerkannt wird, und der in der intrasexuellen Konkurrenz also besonders gefragt ist.

  6. Ich denke, Femis sind einfach blöde!
    Genauer gesagt differenzierungsunfähig.
    Technisch formuliert: Sie können den Unterschied zwischen Steuern und Regeln schlichtweg überhaupt nicht begreifen und würfeln deshalb entsprechende Begriffe sinn- u. verstandlos durcheinenander, was dann zu extrem bizarren Auswüchsen führt.

    Weshalb ihre Theorien auch immer in Bullshit auslaufen, weil sie ohne Verbiegungen, Lügen und faule Ausreden unmöglich funktionieren können.

    Termini: Stereotyp vs. Vorurteil
    Ein Stereotyp ist geregelt, ein Vorurteil eine Steuerungsform
    Kapieren die nicht.

    Termini: Soziales Konstrukt vs. Biologie
    Sind unmittelbar voneinander abhängig, w.H.: Sind grundsätzlich selbstregelnd und nicht steuerbar.
    Sind die zu doof für.

    Termini: historischer Kontext vs. Evolution.
    Sind 2 Aspekte ein u. derselben Sache, die ebenfalls nur als eineinander verschränkte Selbstregelung sinnvoll zu begreifen sind, als starre Steuerung gehen sie voll in die Hose.
    Können die Femis nicht, fangen sie an willkürlich vom einen zum anderen hin- u. herzuhüpfen, ohne sich den Überschneidungen auch nur ansatzweise anzunähern, im Gegenteil, sie versuchen beides mit der kaputten Axt auseinanderzukloppen ( dekonstruieren ), und wundern sich, daß nix als Splitterholz übrigbleibt.

    Setzen wir dazu ein rein fiktives Beispiel, das aufgrund seiner Primitivität schön einfach zu begreifen ist und langes Dummgeschafel einfach mit occam’s Rasierapparat wegschert:

    Eine Jäger- u. Gammlersippe irgendwann zwischen den Eiszeiten oder so!.

    Frage: Wann, warum und wie ist das Patriarchat entstanden?
    Antwort: Es entwickelte sich gleichzeitig mit dem Matriarchat, weil es notwenig war, um durch spezialisierte Kooperation das Überleben zu sichern.

    Fiktiver ( brutal verkürzter ) Ablauf:
    Zunächst richtete sich die ganze Sippe eine komfortable Höhle in der nähe einer Mammutherde ein und alle rannten los, killten eins von den Viechern und fraßen es auf. Danach putzten sie die verdreckte Höhle und legten sich ein paar satte Tage gemütlich auf’s Bärenfell und genossen die pralle Wampe.

    Nun sind Mammuts auch nicht blöde und wenn das Futter knapp wurde und sie keine Lust mehr hatten alle paar Tage eins weniger zu werden, zogen sie ein Stück weiter.

    Da wurde die Sache dann anstrengend. Zwei Tage hinter den Viechern herrennen, um eines zu plätten, zwei Tage um das transportierbare Fleisch zurückzuschleppen und kaum noch Pause dazwischen. Und die Pause war aber notwendig, da man die Kinder nicht mehr so weit mitschleppen konnte, allein schon darum, weil sie bei der Jagd arg hinderlich waren.

    Und weil nunmal nur Frauen Kinder gebaren und davor und danach als Jäger kaum zu gebrauchen waren, blieben sie spätestens bei einem Renn- u. Schleppaufwand von drei Tagen besser in der Höhle, während die Männers unterwegs waren.

    Dadurch wurden die Männers stärker und die Frauen konzentrierten sich auf Haushalt und stationäres Sozialgefüge.

    Logisch wer dan wann und wo im Zweifel die bessere Expertise entwickelt, oder?
    Ergo sagten die Männers an, wann der Jagdaufwand zuviel wurde und bestimmten v.dh. auch wann das komfortable Heim verlassen und weitergezogen werden mußte ( na ja, eigentlich die Mammuts, aber die hatten gar keine Lust, das auch noch ausgerechnet mit ihren Erzefeinden abzustimmen ).

    In logischer Folge hatten die Frauen schnell die bessere Expertise, wann man wo trockenes Feuerholz findet, wann welche Beere am besten schmeckt und wie man den anderen Mädels bei der Geburt behilflich sein kann.

    Die Männers MUSSTEN also bestimmen, wann das Außenverhältnis angepasst ( umgezogen ) werden mußte.
    Und die Frauen MUSTEN für Feuerholz sorgen, sonst wäre zuviel Fleisch verdorben und man hätte sich den Arsch abgefroren. Also bestimmten sie ( zwangsläufig ) darüber auch.

    Das nennt man Autorität und das ist nix was einfach per Titelvergabe gesteuert werden kann.
    Es MUSS verdient UND zuwiesen werden!
    Kurz gesagt: Wenn die Männers nicht freiwillig losrennen und jagen hätten wollen, hätten ihnen die Deerns in den Hintern gesteppt und sie aus der Höhle geprügelt.
    Kurzformel: Kann Keule schwingen, kriegt dafür auch die Arschkarte ( Verantwortung ), ist also eine Autorität ( ! ) im Mammtskillen UND Wohnort- u. -zeitbestimmung.
    Andersrum: Weiß wo trockenes Holz rumliegt, kriegt auch die Arschkarte dafür und meckert zu Recht, wenn Holz da ist, die Höhle supi geputzt und Männe schleppt nix zu beißen an, ist also eine Autorität im Männersloshetzen und Holzmanagen.
    Und so heiter …

    Tja – und zwischendurch mögen die ja gern mal ein wenig herumdiskutiert, gejammert und Ungerechtigkeiten beklagt haben, aber wenn es immer nur kaltes Gammelfleisch gab, MUSSTEN die Frauen eine Lösung bestimmen, sonst wäre es mit dem Überleben man schlecht gewesen.
    Und wenn die Männers erst nach ’ner Woche mit Handvoll stinkenden Luder zurückkamen, MUSSTEN sie bestimmen, daß mal wieder ein Wohnortwechsel angesagt war, selbst wenn man nicht alles Feuerholz mitnehmen konnte.

    Okay, das war nun sozial konstruiert!
    Allerdings fing diese Kontruktion schon ein paar Jahrhunderttausende vorher an und weil man das auch nicht in jeder Generation neu ausdiskutieren konnte ( sieht man ja auch an den heutigen Femis recht schön, daß die ihr Leben lang labern und eben deshalb auch nix vernünftig Kooperatives läuft, sondern nur Streit und Elend herrscht ), kam netterweise die weise genau dafür mal von der Evolution angelegte Genetik auf den Plan und speicherte diese lockeren Stereotype als funktionierende Prinzipien einfach mal ab. Das erleichterte einiges und war bis vor ein paar Jahrzehnten DAS anerkannte evolutionäre Prinzip, wie man als aufrechtgehendes Säugetier ganz erfolgreich vor sich hin leben kann. Und das ist es in seinen Grundzügen auch heute noch, nur die Femis sind zu doof das zu checken.

    Ergo: Diese Regelung ist empirisch allerbest überprüft ( besser übrigens als jeder Forscher das mit einer Modelmenge an Leuten im Modelversuch in einem Modelzeitraum unter Modelbedingungen überprüfen kann ) und kann nicht mal eben umgesteuert werden, sondern wandelt sich ( meist wohl eher en Detail ) dynamisch nach Bedarf. Und da reicht der eingebildete Bedarf einer Femipriesterin mit
    drei Silvestern Unität nunmal nicht aus, zumal die auch nicht über die Planungsfähifkeit und noch weniger über die Umsetzungsfähigkeit verfügt, um das konsequent durchzuziehen ( deshalb jammern die auch immer nach Hilfe, Zuschüssen und Boni von Männern ).

    Vorurteile sind dabei hinderlich, langfristig sogar tödlich.
    „Nur Frauen finden trockenes Holz“ beschert einem Gammelfleisch und einen kalten Arsch.
    „Männers finden immer Mammuts“ wird jeder mit einem Blick aus dem Fenster selbst negieren können, gell?

    Man kann natürlich auch modernere und realistischere Beispiele von hoher Komplexität einsetzen, kommt in der Gesamtschau exakt das gleiche bei raus.
    Ein schönes Bespiel ist der Weihnachtshoax von vor ein paar Jahren.

    Die Femis glauben es blind, wenn man eine gaussche Glockenkurve in der Mitte abhackt und sagt: „DAS IST DIE GANZE REALITÄT!“
    Femischluss: Männers sind Idioten!
    Faktum: Es gibt mehr männliche Idioten UND Genies, als es weibliche Idioten und Genies gibt.
    Sehen die Femis zwar auf der ( vollständigen ) Graphik, kapieren es aber nicht und labern wiederholen deshalb das Witzpostulat bis sie ( zu Recht! ) keine Sau mehr ernst nimmt!

    Warum ist das so? Weil es sich als nützlich erwiesen hat. Weil biologische Unausweichlichkeiten sich in sozialen Konstruktionen niedergeschlagen haben, welche wiederum zu genetisch manifesten „Biologismen“ ( lacht ) führen.

    Noch ganz anders gesagt:
    Wenn die Femis etwas an ihrer Programmierung ändern wollen, ist da überhaupt nix gegen einzuwenden. Gerne doch, sollen sie!

    Dauert aber ’ne Weile und steht und fällt mit der evolutionären Empirik ( und die ist verdammt gnadenlos! ) 😉

    Wenn sie also einen tatsächlich funktionierenden Plan entwickeln, der auch über ein paar Millionen Jahre astrein flutscht, sind vielleicht etwas stärker, bringen mehr Idioten und Genies hervor und können die Männers zum Holz suchen schicken.

    Ansonsten blinzelt die Geschichte einmal kurz und hat den Genderquatsch schon wieder vergessen, einfach weil der bisherige genetische Plan denn doch wohl etwas probater war.

    Aber ansonsten viel Spaß bei dem Versuch, nur bitte nicht auf Kosten der normalen Menschen in der Mitte der geschlechtsübergreifenden Normalverteilung, sondern auf abgezäuntem Gelände, das man dann nur noch überdachen muß und zack, hat sich auch der Sinn von beschützenden Werkstätten erfüllt.
    Und wenn ihnen keiner mehr Futter in ihre Experimentierstation schmeißt und sie ihr Modell nicht zur autonomen Realtätsschiene gebogen kriegen, … tja, dann nennt man das in der Wissenschaft eine erfolgreiche Falsifikation, aus der man eine Menge lernen und höchst erfolgreiche Stereotype und lustige Thesen für die Zukunft ableiten kann.
    🙂

    Gut, daß es Mädels gibt, die auf den ganzen Murks pfeifen und sich mit ihrer alltäglichen und seit langem bewährten „sozialbiologisch konstruierten Genetik“ einigermaßen arrangieren können ( so im Schnitt ).

  7. Genderismus ist eine Praxis der Profit-Maximierungswissenschaft.
    Klappt ja auch ganz gut, ist in gewisser Weise aufgebaut wie das Quängelregal vor der Kasse.

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