Many Shades of Gender (15): Andere soziale Platzanweiser sind doch viel wichtiger als Geschlecht: Einkommen und Bildung z.B., oder Religion und Region.

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Andere soziale Platzanweiser sind doch viel wichtiger als Geschlecht: Einkommen und Bildung z.B., oder Religion und Region.

Das ist ein interessantes Argument, wenn auch hier sehr reduziert dargestellt. Dieses FAQ würde inhaltlich sehr gewinnen, wenn Frau Villa Braslavsky sich die Mühe machen würde die „Mythen“ nicht nur als kurze These in einem Satz darzustellen, sondern wirklich einmal die Gegenargumentation darstellen würde, die Sicht der „anderen Seite“. Aber dann wären die Positionen natürlich logischer klingend, könnten weniger bei Seite gewischt werden. 
Aus meiner Sicht beinhaltet dieser Ansatz sogar zwei unterschiedliche Argumentationslinien:

  • Gender Studies ist zu einseitig und nimmt in dieser Einseitigkeit zu viel Raum ein, wir brauchen also „Einkommen Studies, Bildung Studies etc“ und das dringender als Gender Studies 
    oder
  • Das Geschlecht ist nur eine Variabel, die an sich eine geringe Aussagekraft hat. Um zu ermitteln, was wirklich zur Ungleichheit führt müssen wir die tatsächlichen Gründe, die vielleicht nur zufällig oder aus anderen Gründen vermehrt und nicht ausschließlich bei Frauen auftreten analysieren. Zudem müssen wir uns bewusst machen, dass bei einem Faktor, der bei Frauen häufiger auftritt eben dennoch dieser Faktor auch bei Männern auftritt und dort ähnliche Effekte haben kann. 

Ihrer Begründung nach will sie auf den ersten hinaus:

Was stimmt ist, es gibt zahlreiche soziale Platzanweiser zum Beispiel die oben genannten und andere. Diese sind je nach Person, Situation und Kontext in spezifischer Weise miteinander verschränkt. In der wissenschaftlichen Theorie spricht man von Intersektionalität. Das Zusammenwirken mehrerer Kategorien widerspricht aber nicht der Bedeutung von Geschlecht. Mehr zum Thema Intersektionalität: http://portal-intersektionalitaet.de/theoriebildung/ueberblickstexte/walgenbach-einfuehrung/ 

Das ist eine sehr billige Antwort, gerade wenn man bedenkt, was die Gender Studies aus der Intersektionalität gemacht haben, nämlich ein Konstrukt, welches es erlaubt Kategorien nebeneinander stehen zu lassen (mit leichten Hierarchien) und innerhalb dieser „Gut“ und „Böse“ bzw „Privilegiert“ und „Benachteiligt“ nach Gruppenzugehörigkeit zu bilden. Ein wirkliches Betrachten von anderen Gründen oder gar das Erforschen, welche Faktoren sich wie genau auswirken oder welche Geschlechterübergreifend vorliegen kann in einem solchen System gar nicht erforscht werden, weil dort die Gründe immer schon feststehen und allenfalls ermittelt wird inwiefern jemand durch eine „Doppelbetroffenheit“ noch schwerer unterdrückt wird.

Allerdings ergibt es wenig Sinn, diese sozialen Platzanweiser pauschal zu hierarchisieren. Je nach empirischem Kontext und Zusammenspiel ergeben soziale Kategorien – und dazu gehört auch Geschlecht – verschiedene Ungleichheitslagen. So lässt sich beispielsweise empirisch untersuchen, welche regionalspezifischen Geschlechterungleichheiten bestehen. Auch in Deutschland geht es selten um die Frauen, sondern um Männer und Frauen in verschiedenen Klassen bzw, Schichten, Communities, unterschiedlichen Alters, auf dem Land, in der Stadt, migrantisch und nicht migrantisch. Dabei bleibt aber Geschlecht eine von vielen entscheidenden Strukturkategorien wenn es um die Erforschung von Ungleichheit geht.

Da sagt sie es ja selbst: An der Benachteiligung der Frau kann nicht gerüttelt werden, allenfalls kann man noch in anderen Bereichen zusätzlich in eine andere Opfergruppe eingeordnet werden. 

auch hier wieder einmal kein wirkliches Eingehen auf den Kritikansatz, der eigentlich viel interessanter ist: Ist es tatsächlich schlicht das Geschlecht oder liegt es an bestimmten Eigenschaftsausprägungen, bestimmten Vorlieben, bestimmten Geschlechterunterschieden, dass Frauen zB im Schnitt (!) weniger Geld verdienen?

Das ist ja weitaus eher die interessante Frage, sie führt aber schnell dazu, dass man nicht einfach Opfer ist, sondern etwas an sich ändern müsste, damit man in einem Bereich besser abschneidet. Und das ist den Gender Studies nicht vermittelbar: Die Opferrolle ist heilig, das Opfer muss nie handeln, sondern die Unterdrücker müssen die Welt besser machen.

Wie viel interessanter die anderen Fragen aber eigentlich sind und wie viel mehr man damit wirklich erklären könnte ist egal, denn das will man gar nicht. 

Dennoch hier dazu diese wunderbare Erklärung von Jordan Peterson aus dem legendären Interview:

Newman: But that’s not true, is it? That 9 percent pay gap, that’s a gap between median hourly earnings between men and women. That exists.

Peterson: Yes. But there’s multiple reasons for that. One of them is gender, but that’s not the only reason. If you’re a social scientist worth your salt, you never do a univariate analysis. You say women in aggregate are paid less than men. Okay. Well then we break its down by age; we break it down by occupation; we break it down by interest; we break it down by personality.

Newman: But you’re saying, basically, it doesn’t matter if women aren’t getting to the top, because that’s what is skewing that gender pay gap, isn’t it? You’re saying that’s just a fact of life, women aren’t necessarily going to get to the top.

Peterson: No, I’m not saying it doesn’t matter, either.

Newman: You’re saying that it’s a fact of life…

Peterson: I’m saying there are multiple reasons for it.

Newman: Yeah, but why should women put up with those reasons?

Peterson: I’m not saying that they should put up with it! I’m saying that the claim that the wage gap between men and women is only due to sex is wrong. And it is wrong. There’s no doubt about that. The multivariate analysis have been done. So I can give you an example––

Newman: I’m saying that nine percent pay gap exists. That’s a gap between men and women. I’m not saying why it exists but it exists. Now you’re a woman that seems pretty unfair.

Peterson: You have to say why it exists.

Newman: But do you agree that it’s unfair if you’re a woman…

Peterson: Not necessary

Newman: …and on average you’re getting paid nine percent less than a man that’s not fair, is it?

Peterson: It depends on why it’s happening. I can give you an example. Okay, there’s a personality trait known as agreeableness. Agreeable people are compassionate and polite. And agreeable people get paid less than disagreeable people for the same job. Women are more agreeable than men.

Newman: Again, a vast generalization. Some women are not more agreeable than men.

Peterson: That’s true. And some women get paid more than men.

Newman: So you’re saying by and large women are too agreeable to get the pay raises that they deserve.

Peterson: No, I’m saying that is one component of a multivariate equation that predicts salary. It accounts for maybe 5 percent of the variance, something like that. So you need another 18 factors, one of which is gender. And there is prejudice. There’s no doubt about that. But it accounts for a much smaller portion of the variance in the pay gap than the radical feminists claim.

Newman: Okay, so rather than denying that the pay gap exists, which is what you did at the beginning of this conversation, shouldn’t you say to women, rather than being agreeable and not asking for a pay raise, go ask for a pay raise. Make yourself disagreeable with your boss.

Peterson: Oh, definitely. But also I didn’t deny it existed. I denied that it existed because of gender. See, because I’m very, very, very careful with my words.

Newman: So the pay gap exists. You accept that. But you’re saying… I mean the pay gap between men and women exists—you’re saying it’s not because of gender, it’s because women are too agreeable to ask for pay raises.

Peterson: That’s one of the reasons.

Newman: Okay, one of the reasons… so why not get them to ask for a pay raise? Wouldn’t that be fairer way of proceeding?

Peterson: I’ve done that many, many, many times in my career. So one of the things you do as a clinical psychologist is assertiveness training. So you might say––often you treat people for anxiety, you treat them for depression, and maybe the next most common category after that would be assertiveness training. So I’ve had many, many women, extraordinarily competent women, in my clinical and consulting practice, and we’ve put together strategies for their career development that involved continual pushing, competing, for higher wages. And often tripled their wages within a five-year period.

Newman: And you celebrate that?

Peterson: Of course! Of course!

Newman: So do you do you agree that you would be happy if that pay gap was eliminated completely? Because that’s all the radical feminists are saying.

Peterson: It would depend on how it was eradicated and how the disappearance of it was measured.

Newman: And you’re saying if that’s at a cost of men, that’s a problem.

Peterson: Oh there’s all sorts of things that it could be at the cost of it. It could even be at the cost of women’s own interests.

Newman: Because they might not be happy if they could equal pay.

Peterson: No, because it might interfere with other things that are causing the pay gap that women are choosing to do.

Wie woh Paula-Irene Villa Braslavsky Antwort darauf aussehen würde?

18 Gedanken zu “Many Shades of Gender (15): Andere soziale Platzanweiser sind doch viel wichtiger als Geschlecht: Einkommen und Bildung z.B., oder Religion und Region.

  1. Intersektionale faktoren eben. Diese Platzanweiser*innen unserer Geselschaft (Einkommen eigenes und auch der Eltern, Bildung, Religion, Region, Herkunft, Hautfarbe, „behinderung“ usw.) sumieren sich exponentiell miteinander. Das ist Fakt. Die Frage ist vielmehr, wie damit Umgehen. Afirmative Action verbessert nicht die bedingungen derer die es schwerer haben, sondern verschlechtert nur die bedingungen derer die es besser haben und ist deshalb meiner auffassung nach ungeeignet. Am ende soll es schließlich ALLEN besser gehen, und nicht allen gleich schlecht.

    • Den von dir behaupteten Automatismus gibt es nicht.
      Weder summieren sich die Faktoren per se, noch gibt es eine exponentielles Wachstum der Benachteiligung.

      Das mein erstes Problem mit einer Behauptung, wie „Das ist Fakt.“ – statt nachzuweisen, dass sich eine Sache so verhält, wird einfach nur behauptet.
      Auch ein Stapel von Behauptungen wird nicht qua Menge zur Wahrheit.
      Es sind einfach nur unbewiesene Behauptungen.

      Das zweite Problem mit diesen Behauptungen habe ich, weil die verborgenen Grundannahmen – hier: „Es existiert ein Patriarchat, das Frauen unterdrückt.“ – als normative Setzung die „Ergebnisse“ bereits vorwegnehmen soll.
      Es werden also „Platzanweiser“ konstruiert, die die Existenz einer Strukturkategorie beweisen sollen, die aber nur existiert, weil man die „Platzanweiser“ so konstruiert hat.
      Das ist keine Wissenschaft, das ist eine Mischung aus Ideologie und politischer Propaganda.

    • @Jeanne Emilia Riedel:

      »Intersektionale faktoren eben.«

      Bevor in den 1970er Jahren Frauen wie Esther Vilar und Erin Pizzey mitsamt ihren Standpunkten vom Radikalfeminismus gewaltsam aus dem Diskurs verdrängt wurden, konnte man noch wissen, dass das Geschlechterverhältnis zwar asymmetrisch konstruiert ist, aber dennoch komplementär, dass es also im sogenannten Patriarchat auch Vorteile für Frauen gibt, die Männer nicht haben, und Nachteile für Männer, die Frauen nicht haben.

      Das ergibt eine nette Vierfeldertafel, von denen der Feminismus zwei Felder empirisch leerstehen lässt. Gegen jegliche empirischen Einwände, die diese Felder ausfüllen können, ist der heute dominierende Feminismus ideologisch verriegelt und dadurch nicht nur politisch zu einer Herrschaftsideologie mutiert, sondern auch intellektuell steril geworden.

      Die Rede von den »intersektionalen Faktoren« ist bloß das jüngste ideologische Stadium dieser Verriegelung.

  2. „Wie woh Paula-Irene Villa Braslavsky Antwort darauf aussehen würde?“

    Peterson: No, because it might interfere with other things that are causing the pay gap that women are choosing to do.
    PIVP: Sie behaupten also, Frauen wollen gar kein Geld? Das ist doch Unsinn

    Genau wie Newman also.

  3. Das Problem bei den Gender Studies zeigt sich doch nur schon in der Lehre und Forschung.
    Ich habe bisher im deutschsprachigen Raum noch keinen Lehrgang von Gender Studies gefunden, der quantitative Forschungsmethoden anbietet, also so etwas wie Statistik und Versuchsplanung etc. Und ohne quantitative Forschungsmethoden sind nun einmal keine Kausalitäten bzw. Korrelationen etc. nachzuweisen; eine rein qualitative Forschung, wie dies die Gender Studies anbieten, ist dazu schlichtweg nicht in der Lage. Qualitative Methoden sind dort sinnvoll, wo es darum geht, den Forschungsgegenstand neu zu erkunden (explorative Forschung) oder Theorien zu generieren, die jedoch dann wieder mittels quantitativer Forschung empirisch überprüft werden müssen.
    Dieser Umstand dürfte dazu führen, dass die Gender Studies zwar haufenweise Theorien produzieren (beispielsweise die Theorie der Intersektionalität), aber diese empirisch völlig unzureichend überprüft werden.
    Schlussendlich haben wir es hier auch eher mit Sozialphilosophie zu tun und weniger mit empirischer Sozialforschung. 🙂

    • Manchmal kommt mir schon Sozialphilosophie als zu hoch gegriffen vor. Dann wirkt es eher wie eine institutionalisierte Gesprächstherapie aus dekadenter Langeweile…

    • Ich würde nicht so weit gehen, dem Auswurf der Gendersens und ihrer Art- bzw. Anverwandten den Status einer Theorie beizumessen. Es handelt sich i.d.R. (bestenfalls) um Hypothesen.

      • Ich bin der Meinung, „Hypothese“ adelt sie noch.
        Villa: „Was stimmt ist, es gibt zahlreiche soziale Platzanweiser zum Beispiel die oben genannten und andere. Diese sind je nach Person, Situation und Kontext in spezifischer Weise miteinander verschränkt.“

        Das ist aber eine Binse, denn wenn ich definiert habe, dass sie sich verschränken, dann sind sie per Definition „verschränkt“.
        Die eigentliche Frage, wie und ob die „Verschränkung“ wirkt, müsste man testen, d.h. empirisch überprüfen.
        Wie Mark oben bereits schrieb, „ohne quantitative Forschungsmethoden sind nun einmal keine Kausalitäten bzw. Korrelationen etc. nachzuweisen.“

        Auch bei der Säulenheiligen der Intersektionalen, Crenshaw, beruhen die spezifischen Diskriminierungserfahrungen als „schwarze Frau“ darauf, dass sie in einem theoretischen Koordinatensystem einer zweifachen „Unterdrückung“ existiert, welches dieser Behauptung vorausgesetzt ist.

        Dabei hätte sie große Schwierigkeiten, aktuelle Entwicklungen in den USA zu erklären: „Black women currently earn about two thirds of all African-American bachelor’s degree awards, 70 percent of all master’s degrees, and more than 60 percent of all doctorates. Black women also hold a majority of all African-American enrollments in law, medical, and dental schools.
        Looking exclusively to undergraduate higher education, the latest Department of Education figures show that black women account for 63.6 percent of all African-American enrollments.“
        https://www.jbhe.com/news_views/51_gendergap_universities.html

        Intersektionalität konzentriert sich vorgeblich auf Macht- und Herrschaftsverhältnisse in denen diese über die Kategorien „Rasse“ und Geschlecht soziale Platzanweiser spielen – also Ungleichheit erzeugen und reproduzieren. Hätten daraus abgeleitete Hypothesen eine prognostische Qualität gehabt, wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen.

        • Deshalb schrob ich (bestenfalls). Mir ist auch nichts nennenswertes bekannt, das sich als Hypothese im wissenschaftlichen Sinne bezeichnen ließe, aber ich beschäftige mich auch nur am Rande mit deren Elaboraten sondern wenn überhaupt mit (sofern nicht von Insassen der ähnlicher Irrenhäuser verfasst, i.d.R.) vernichtenden Kommentaren zu eben solchen.

      • …eine (wissenschaftliche) Hypothese muß falsifizierbar sein; die gender-dogmatischen Setzungen sind es nicht. Ich kenne jedenfalls keine als „wissenschaftlich“ qualifizierbare Hypothese von denen…

        • Das ist ja mein Punkt, Sabrina.
          Ganz offensichtlich sind die „Intersektionalisten“ zu einer Zeit entstanden, als es eine gewisse „Anscheinsplausibilität“ für ihre „Theorien“ auf der Basis der Sozialstruktur der USA gegeben hat.
          Nur hat sich die Gesellschaft seitdem geändert und sie haben sich bisher hinter ihrer Propaganda verschanzt, weil sie – noch – wirkt.

          Scherzfrage: Seit wann haben Frauen Männer in den USA prozentual bei Bachelor und Master-Abschlüssen übertroffen?
          Antwortmöglichkeit:
          1. Seit 10 Jahren.
          2. Seit 15 Jahren.
          3. Seit 20 Jahren.

          Die korrekte Antwort: Seit 1991, also seit dreißig Jahren.
          Der faktische Gleichstand (Bachelor: 49.8%, Master: 49.5%) wurde hingegen bereits 1981 erreicht.
          Also vor vierzig Jahren.
          https://en.wikipedia.org/wiki/Women%27s_education_in_the_United_States#Surpassing_equality_and_overrepresentation

          Ich bekomme Zuckungen, wenn Zeitungen dieses Missverhältnis auf einmal „entdecken“.

          Hier gilt, dass „Strukturen“ entstanden sind, die ihre gesamte Berufskarriere der institutionalisierten Erforschung der eigenen „Unterdrückung“ gewidmet haben. Wenn diese wahrheitsgetreu das Ende der Diskriminierung verkünden würden, müssten sie zum Jahresende ihr Institut schließen.
          Welches Interesse haben sie also an Wissenschaft?
          Ich würde mutmaßen, das Interesse ist nicht sonderlich ausgeprägt.

  4. Wenn die Genderstudiesden noch 20,30 Jahre weitermachen und andere Faktoren als Geschlecht nicht nur im Rahmen des per Definition „Diskriminierung“ darstellenden Intersektionalitäts-Opferkults, sondern auf Basis von Fakten (statt einer moralischen Wertung) darstellen, kommen sie vielleicht sogar irgendwann zu einer Wissenschaft, der Sozialogie (Nicht: Soziologie, die haben schließlich alte weiße Männer schon vor 200 Jahren erfunden). Mit etwas Glück erfinden Frauen dann in 80 Jahren das Auto.

  5. Paula-Irene Villa Braslavsky. Die Frau hat meines Wissens auch mal ein paar billige Artikel in Medien wie dem „Tagesspiegel“ verfaßt. Vor Jahr und Tag, als der ganze Gender-Scheiß richtig Fahrt aufnahm. 🙂

    Da geht es dann darum, wie schlümm rechts diese ganzen Antifeministen sind und gegen Gleichberechtigung. Dabei sind die Gender Studies total super und der Ausbund an Wissenschaftlichkeit und Neutrailtät. Diese tolle fortschrittliche Wissenschaft muß verteidigt werden gegen die bösen reakitonären, frauenfeindlichen Kräfte.

    Wenn man diese Pamphlete liest, bekommt man quasi gratis, frei Haus die Erkenntnis geliefert, daß Gender Studies in wissenschaftlichen Gestus verpackte Esoterik sind. Die beherrschen ja durchaus diese peinliche pseudowissenschaftliche Phrasen-Rhetorik mit diesen ganzen weltfremden Blablameter-Formulierungen etc., wie man auch schön an den Zitaten sieht. 🙂

    Aber hinten raus kommt halt nur Nonsens bzw. Kartenhauswissenschaft. Alles hoch spekulativ, selektiv und tendenziös. Wo das Endergebnis von vornherein schon feststeht.

    Ich meine mich auch zu erinnern, daß die Frau Lesbe ist. Ist Lesbentum ein sozialer Platzanweiser für Gender-Professuren? Da scheint es massivste Benachteiligungen von Heterosexuellen und Männern zu geben.

    Habe ich jüngst in dem von mir persönlich gegründeten Institut für präastronautische Genderforschung herausgefunden. 🙂

    Man müßte auch mal checken, wieviel Ossis unter diesen Gender-Lesben sind. Meine Vermutung: Ossis sind unterrepräsentiert, weil diese ganze feministische Esoterik bei Ossis im Schnitt einfach schlechter ankommt.

    Gender Studies sind nichts anderes als eine Therapie für Frauen mit MInderwertigkeits- und Vaterkomplex. Und wieder mal ist das „Patriarchat“ so großzügig, daß es diese Opferfrauentherapie aus überwiegend von Männern erwirtschafteten Steuergeldern bezahlt.

    Ergo: Positiver Sexismus.

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