Ehrenmord vs Femizid

Der Begriff „Femizid“ war hier schon häufiger Thema, gerade wird er wieder aufgrund einer Äußerung von Berlins Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) diskutiert:

Berlins Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) sieht in der Tötung der 34-jährigen Afghanin Maryam H., die in Berlin mutmaßlich von ihren Brüdern umgebracht wurde, weil sie die westliche Lebensweise ihrer Schwester nicht gebilligt haben sollen, keinen Ehrenmord.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

„In Deutschland wird jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Das ist kein Ehrenmord, das ist Femizid“, sagte sie dem Tagesspiegel. „Und ich habe leider keine Idee, wie man Männer besser integrieren kann. Es geht nicht um die Herkunft und die Nationalität der Täter, es geht um die Frage des Geschlechts.“ Der Deutschen Presse Agentur (dpa) sagte Breitenbach am Montag, dass sie den Begriff „Ehrenmord“ auch deshalb für unpassend halte, weil darin „die Rechtfertigung der Täter“ stecke. „Bei Mord gibt es keine Ehre“, sagte Breitebach der dpa, weshalb sie den Begriff „Femizid“ verwende.

Es gehe dabei immer um patriarchale Strukturen. „Die Täter sind Ehemänner, Partner, Väter, Söhne, Brüder und andere männliche Angehörige.“ Diese Strukturen gelte es zu durchbrechen. „Auch deshalb wird gefordert, Femizid strafrechtlich zu definieren“, sagte Breitenbach. Es sei wichtig, Frauen zu unterstützen, zu schützen und zu stärken, wenn sie aus diesen Strukturen ausbrechen wollten.

Ihre Aussage macht auch schon deutlich, dass hier ein in den intersektionalen Theorien klassischer Konflikt über Begriffe ausgetragen wird.

Bekanntlich gibt es in diesen Theorien ganz klare Regeln, wem eine gewisse Schuld zugewiesen werden darf, die „beste“ Gruppe dafür, sind weiße christliche Männer, die schlechteste Gruppe sind Ausländer und Gegenheiten von Kulturen, die nicht überwiegend von weißen Männern geprägt worden sind-

Der Begriff „Ehrenmord“ ist dabei mit ausländischen Kulturen verbunden, gerade mit dem Islam. Damit ist der Begriff in der Hinsicht hoch problematisch, obwohl genau aufgrund dieser kulturellen Prägungen die Tat hier höchstwahrscheinlich erfolgt ist.

Der Satz „„Und ich habe leider keine Idee, wie man Männer besser integrieren kann.“ ist insoweit eine klassische Anwendung intersektionaler Theorien: Männer an sich sind schuld. Das Patriarchat. Sonderunterfälle der Männer dürfen hier aufgrund des Ausländerbezugs nicht gebildet werden. Es müssen daher alle Männer daran schuld sein. Der Mann bringt eben gerne Frauen um und alle Integrationsbemühungen der Männer an sich in eine zivilisierte Gesellschaft (der Frauen) sind bisher gescheitert.

Hier müssten alle Männer daran arbeiten, dass keine Femizide passieren, nicht etwa ein besonderes Augenmerk auf Leute gelegt werden, die einem Kulturkreis entstammen, in denen die dortigen Männer und Frauen es als Verstoß gegen die Familienehre sehen, wenn sich eine Frau wie in der westlichen Welt üblich verhält.

Dazu auch (neben zB Giffey SPD) eine weitere kritische Stimme in dem Artikel:

Der deutsch-israelische Psychologe Ahmad Mansour sieht die Gefahr, dass man Ehrenmorde klein rede. Der arabisch stämmige Autor, der seit vielen Jahren mit Flüchtlingen arbeitet und sich mit Projekten gegen Unterdrückung im Namen der Ehre befasst, erklärte in einem Interview mit dem Tagesspiegel: „In der Gesellschaft herrscht kaum ein Wahrnehmungsbewusstsein für die Probleme, die es bei der Integration von Migranten gibt. Sehr viele verdrängen oder relativieren diese Probleme. Bei Ehrenmord wird von Femizid gesprochen, vom allgemeinen Phänomen von Gewalt gegenüber Frauen.“

Natürlich gebe es es diese allgemeine Gewalt gegen Frauen, „aber wenn wir dabei die kulturellen und religiösen Hintergründe von bestimmten Phänomenen ausblenden, hilft das nicht weiter.“ Er habe den Eindruck, dass teilweise die allgemeine Diskussion über die Abwertung von Frauen und die Ablehnung von Emanzipation und Gleichberechtigung dazu führt, „dass wir im Speziellen nicht weiterkommen.“

Die kulturellen Probleme bei der Integration sind in der Tat vollkommen anders gehalten und man wird sie nicht mit allgemeinen Parolen an alle Männer ändern können. Zumal eben nicht nur Männer diese Sitten hochhalten, sondern auch viele Frauen, die dann aber Handlungen von den Männern fordern.

Das zeigt auch deutlich die Probleme der intersektionalen Theorien und ihrer Denkverbote: Sie behindern spezielle Lösungen, weil sie lieber Feindbilder bedienen.

92 Gedanken zu “Ehrenmord vs Femizid

  1. Der Begriff „Femizid“ ist grundsätzlich irreführend. Eine Tötung aus tatsächlichem Frauen hass habe ich zumindest noch bei keinem angeblichen Fall erkennen können.

    Die neueste Femizid Debatte betrifft ein Feld, das in intersektionalen Kreisen von jeher mit erheblicher konlgnitiver Dissonanz behandelt wird. Einerseits sollen nicht-westliche Kulturen ihre kulturellen Gepflogenheiten beibehalten. Andererseits können kulturelle Gepflogenheiten auch patriarchale Elemente beinhalten. Diese kultur spezifischen Verhaltensweisen zu einem allgemeinen Männerproblem zu machen, ist eine in sich kongruente Möglichkeit, diese Dissonanz aufzulösen. Ob sie sinnvoll ist und der Realität entspricht, wird wenig hinterfragt.

    Das ist denkfaul und bequem, und somit recht charakteristisch.

      • Femizid = Wenn eine Frau getötet wird, weil alle anderen Formen von Notwehr nicht wirken.

        Angesichts der ungeheuren Anzahl weiblicher Kotzbrocken finde ich „1 alle 3 Tage“ sehr wenig.
        Zeigt, wie erstaunlich zivilisiert deutsche Männer sind.
        Dann wiederum … 60 alle 3 Tage … 😢 … Vielleicht wäre „2 alle 5 Tage“ im Ganzen doch vorzuziehen?

    • Ich finde, der Begriff ist einfach bösartig falsch. Femizid wäre doch, wenn das leitende und zentrale Motiv für eine Tötung die Tatsache wäre, dass es sich um eine Frau handelt. Wenn aber das Verhalten dieser Frau zum Grund für ihre Tötung genommen wird, kann es kein Femizid sein.
      Durch die Darstellung jedes Kapitaldelikts an Frauen als Femizid wird vorsätzlich falsch die besondere Schutzbedürftigkeit von Frauen einfach nur aufgrund ihres Geschlechts zu begründen versucht.
      Die Folge ist eine jetzt in Vorbereitung befindliche Änderung unserer Strafgesetze, nach der künftig Straftaten an Frauen anders geahndet werden sollen als die an Restmenschen.

      • „Wenn aber das Verhalten dieser Frau zum Grund für ihre Tötung genommen wird, kann es kein Femizid sein.“

        Dagegen könnte man anführen: Üblicherweise dürfen Männer in diesen Kulturkreisen weit eher ein „freies westliches Leben“ führen, insbesondere Sex mit anderen Frauen haben, ohne das sie dadurch die Ehre ihrer Familie gefährden.

        • Dann hat es aber doch nur mittelbar mit dem Geschlecht zu tun.
          Sie wird ja nicht deswegen getötet, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie sich nicht an die komischen Regeln hält, denen Frauen dort unterliegen. Sonst würde ihr als Frau nichts passieren.
          Tötungsmotiv ist also die Regelverletzung und nicht das Geschlecht.
          Somit ist sie kein Opfer eines Femizids, sondern klassisches Mordopfer.

          Wenn Männer eingezogen werden, an die Front müssen und dort umkommen, ist das auch kein Androzid – der primäre Grund für ihren Tod ist dann der Krieg und nicht die Tatsache, dass sie Männer sind.

        • @Chris
          „Üblicherweise dürfen Männer in diesen Kulturkreisen weit eher ein „freies westliches Leben“ führen, insbesondere Sex mit anderen Frauen haben, ohne das sie dadurch die Ehre ihrer Familie gefährden.“

          Ja, aber unter der Vorraussetzung dass sie dieses Leben als reumütiger Sünder dann letztlich weit von sich weisen! Wir würden das schlicht eklatante Doppelmoral nennen. Tritt auch bei strenggläubigen Christen auf, dieses Phänomen.

        • #Bäucheklau
          Es ist halt eine durch und durch kriegerische Kultur.
          Man belegt auch gerne mal eine Schlampe ein paar Jahre, bis die halt vertrocknet ist und lässt sich dann wenn die Hörner abgestoßen sind was arrangieren.

          Zur Erinnerung, es zu tun ist unschöner als es zu beschreiben.

        • @Christian,
          genau Sex mit anderen Frauen, bei Homosexualität ist da auch schnell Ende mit Lustig.
          Denn es wird die Person nicht aufgrund ihres Geschlechts getötet sondern weil sie nicht innerhalb der von der Kulur vorgegebenen Normen lebt, das die Normen für Männer und Frauen unterschiedlich sind ändert das ja nicht.

  2. Dass die keine Ahnung hat, wie man die integrieren könnte, glaube ich ihr. Gerade Muslime haben nicht die geringsten Ambitionen, sich zu integrieren.

    Ansonsten sind von Ehrenmorden auch Männer betroffen.

    Und oft ist es auch so, dass die Mutter bei Ehrenmorden im Hintergrund die Fäden zieht, aber die Drecksarbeit andere machen lässt (finde die Quelle gerade nicht).

    Das Runterbrechen auf Männlichkeit als einzige Ursache ist natürlich bequem und bedient den eigenen Hass und die Ressentiments, die man pflegt, hilft aber natürlich nicht weiter.

    • Sieh an, die allwissende Müllhalde:

      Zwar sind meist nahe männliche Verwandte (Väter, Brüder, Ehemänner) die Täter; an der Tatvorbereitung sind jedoch auch Frauen beteiligt. Da die Anstiftung zum Mord in den meisten Ländern ebenfalls als schwere Straftat gilt, sind juristisch gesehen häufig auch Frauen Täterinnen, auch wenn bei Ehrenmorden die Schuld oft nicht zweifelsfrei den Familienoberen zugeordnet werden kann.

  3. Bemerkenswert ist auch, dass grade in diesen Kreisen immer wieder vor dem Generalverdacht gegen Muslime gewarnt wird, wenn mal wieder einer von denen Allahuakbar-schreiend Menschen abgestochen hat. Bei Männern ist so viel Differenzierung offenbar nicht notwendig. Wegen Patriarchat und so.

    Und natürlich dürfen die Täter auch nicht nach Afghanistan abgeschoben werden, da ihnen da ja was passieren könnte.

    • „Und natürlich dürfen die Täter auch nicht nach Afghanistan abgeschoben werden, da ihnen da ja was passieren könnte.“

      Man will doch sicher nur verhindern, dass diese Täter daheim als Helden gefeiert werden! /sarc

  4. In Breitenbachs Zitat wird es ja offen ausgesprochen: Delikte an Frauen sollen künftig juristisch anders gehandhabt werden als die an anderen Menschen. Vermutlich nicht nur bei Kapitalverbrechen, sondern auch bei Beleidigungen, Nötigungen etc. Die damit verbundene und dokumentierte Höherwertigkeit der Frau und deren besondere Schutzbedürftigkeit wird aber nirgends begründet oder ließe sich ableiten.

    Vorhang auf, wir bekommen die Gattung der Herrenfrauen.
    Und wer deren Ehre besudelt, sie angreift oder in ihrer Anwesenheit einen sexistischen Witz erzählt, dem wird eine besonders harte Strafe zuteil. So wird im Staatsfeminismus ihre Ehre wiederhergestellt, weil die Tat durch Sühne ja nicht wieder rückgängig gemacht werden kann.

    Irgendwie ist das auch nicht viel besser und zivilisierter als die anderen Kulturen mit ihrer Familienehre…

    • Du hast absolut recht, da gibt es eine tiefe Übereinstimmung in der linken Moral einerseits und in der Ehrenkultur andererseits. Diese linke Moral ist nämlich auch ganz von einm bipolaren Spannungsfeld Ehre – Scham bestimmt, in dem manche moralische Werte absolut heilig sind und deren Infragestellung absolut tabu. Und wenn ein Dissident – am besten aus den eigenen Reihen – nicht die richtige Meinung heiraten will – dann ist die Familienehre so besudelt, dass nur noch kollektive Keile hilft. Beim „Panzer“ aus dem Saarland und noch viel deutlicher beim Palmer zu beobachten ….

      Natürlich ist dieses Spannungsfeld ungleich stärker in den östlichen Kulturen. Ohne Islam geht es auch, wie zB Japan klarmacht.

      • Also darauf würde ich antworten, „Diese Progressiven sind nämlich einfach dem traditionellen rassistischen Biologismus gefolgt und verleugnen das einfach ganz platt mit dem Verweis auf eine angebliche soziale Konstruiertheit.“

        Jetzt muss man nur noch die kognitive Dissonanz auflösen, wie „progressiv“ und „traditionell rassistisch“ gleichzeitig funktionieren kann.
        Wenn letzteres zutrifft, kann ersteres nicht stimmen wäre mein Tipp.

        • Die Bezeichnung „Progressive“ ist natürlich deren Selbstbezeichnung, deren Verwendung ich mit einer Prise ironisch übernehme. Um die konkret zu bezeichnen greife ich aber sehr gerne auf die marxistisch angehauchte Bezeichnung „Reaktionäre“ zurück!

          Die andere Frage ist, wieso Leute, die eigentlich den Rassismus verabscheuen müssten, ihm trotzdem anheimfallen. Das leigt bestimmt daran, dass sie sich für so viel klüger halten als zB Leute, die vom Ehre-Scham-Denken eingenommen sind und dank ihrer eigenen Ideologie diese Menschen nicht verstehen können und daher sich grundsätzlich besser dünken.

          • Ja gut, aber wozu dann Ironie verschwenden?
            Es sind Reaktionäre.

            „Die andere Frage ist, wieso Leute, die eigentlich den Rassismus verabscheuen müssten, ihm trotzdem anheimfallen.“

            Gute Frage.
            Vielleicht liegt es daran, dass Menschen, die sich „grundsätzlich besser dünken“ ein Problem mit ihrer Selbstwahrnehmung haben?
            Wieso reagieren Feministinnen beleidigt, wenn wir sie als „Sexistinnen“ bezeichnen und wollen uns den Mund verbieten?
            Doch in erster Linie, weil wir sie mit einer Fremdwahrnehmung konfrontieren, die erheblich von ihrem Selbstbild abweicht.

            Stell dir vor, es sind eigentlich Rassisten und Sexisten (m/w/d), aber es gibt nur eine einzige Art und Weise, legitim sein Hobby der Abwertung von anderen Menschen und gleichzeitig die Aufwertung des eigenen Ichs zu betreiben.

            Du landest automatisch bei der angesagten, derzeitigen „progressiven“ Ideologie.
            Schön ist doch, man kann der in der Abwertung verbergen, dass es um eine Konkurrenz geht, in der gehofft wird, „besser zu sein als“.
            Auch die „Opfer-Olympiade“ der Intersektionalen ist letztendlich ein Wettbewerb in einer Konkurrenz.

            Ist es nicht bemerkenswert, dass die intersektionale Theorie sich als Monopol in dieser Konkurrenz setzen möchte und aus den USA stammt?
            Preisfrage: Nenne andere Monopole in den USA, die dir spontan einfallen und nenne Unternehmen, die Anhänger dieser Theorie sind.

      • Habe mal einen Vortrag zu China gesehen, wo es um die Unterschiede zwischen der westlichen Schuldkultur und der östlichen Schamkultur geht. Dem Vortragenden zufolge liegt es an der Prägung durch die christlichen Kirchenväter, dass es im Westen eine Schulkultur und keine Schamkultur gibt.

    • Vorhang auf, wir bekommen die Gattung der Herrenfrauen.

      Warum „deckt“ sie dann den Ehrenmörder?

      Vielleicht sucht sie sich nur einen neuen Mann, dem sie sich unterwerfen kann? Einem Mann, dem Familie noch etwas bedeutet? Das Männerbashing richtet sich doch nur gegen den westeuropäischen, weißen, weitgehend ungebundenen Mann.

      Vielleicht auch ein Grund, warum man Frauen nicht an die Schalthebel der Macht lassen darf.

  5. Es gehe dabei immer um patriarchale Strukturen. „Die Täter sind Ehemänner, Partner, Väter, Söhne, Brüder und andere männliche Angehörige.“ Diese Strukturen gelte es zu durchbrechen.

    Und diese patriarchalen Strukturen haben natürlich nichts mit der Herkunft zu tun.

    In der Gesellschaft herrscht kaum ein Wahrnehmungsbewusstsein für die Probleme, die es bei der Integration von Migranten gibt.

    Man ersetze „Gesellschaft“ durch „Politik und Medien“. Ich denke bis auf links-grün verstrahlte Stuhlkreise weiß jeder von den Problemen.

    • „Und diese patriarchalen Strukturen haben natürlich nichts mit der Herkunft zu tun“.
      Das ist das Paradoxon. Obwohl es sich um gesellschaftlich/soziale Konstrukte handelt sind diese auf seltsame Weise universell gleich ausgeprägt. Kann man eigentlich nur noch esoterisch verstehen.
      Im Ernst: An der Stelle platzt entweder das Dogma der sozialen Konstruktion oder das der Gleichwertigkeit der Sozialisationen in unterschiedlichen Gesellschaften

      • „das Dogma der sozialen Konstruktion“ ist praktisch Sollbruchstelle. Diese Progressiven sind nämlich einfach dem traditionellen rassistischen Biologismus gefolgt und verleugnen das einfach ganz platt mit dem Verweis auf eine angebliche soziale Konstruiertheit.

        • Biologisch geht ja auch gar nicht, dann wäre der weiße Mann ja quasi unschuldig.

          Aus dem obigen Dilemma gibt es zwei Auswege:
          a) Relativierung der Unterschiede zwischen den Kulturen im Verhältnis zum angeblich dominierendem Patriarchat. (Beispiel: vorgeschriebene Hautbedeckung der Frau: 80%-98%)
          b) (Besonders gern genommen) Stärkere Diskriminierung in anderen Kulturen als Folge westlicher Dominanz, bis hin nach Papua-Neuguinea

      • Da bietet sich der ganz böse Mann an.
        Kevin MacDonald, zum Thema Gene und Moral.
        Viel Spaß.
        Die ist nämlich nicht universal, bzw ist universal nur Europäern denkbar.

        Sieht man schön in den USA beim Thema Mauern.

  6. Der Begriff ist von einer bewundernswerten Doppelzüngigkeit.
    Feld und Festung für Fortgeschrittene.

    Im Zweifelsfall – sollte es je einen Journalisten geben, der eine der Schlangen darauf festnagelt – bedeutet „Femizid“ nicht mehr als: „Eine Frau wurde getötet“. Und das kann nicht bestritten werden.

    Die unausgesprochene Bedeutung: „Jemand wurde getötet, weil sie eine Frau ist“ wird lediglich durch den schwer zu beweisenden Kontext in die Köpfe gebracht. Da muss also auch nichts bewiesen werden. Die Insinuation steht und muss auch auf Nachfrage nicht belegt werden.

  7. In den frühen 10er Jahren, als ich mit Feminismus noch kein Problem, und von Identitätspolitik noch nie was gehört hatte, ging ein Fall durch die Zeitungen:

    Ein junger türkischer oder arabischer Mann hatte seine westlich orientierte, lebenslustige Schwester auf offener Straße umgebracht, Ehrenmord.
    Die Richterin(40) gab ihm 4 Jahre(?), und sprach in ihrer Urteilsbegründung in etwa von „kulturellen Eigenheiten“, die man ja strafmildernd berücksichtigen müsse.
    Das gab damals noch n ordentliches Rauschen im Blätterwald, das Urteil wurde prompt kassiert, und neu verhandelt.

    War halt das erste Mal, daß ich, ohne mir groß was bei zu denken, auf eine Ideologie aufmerksam wurde, die uns heute überrollt.
    Die Richterin dürfte das ja schon in ihrer Ausbildung inhaliert haben.

  8. Elke Breitenbach ist entweder ein Fall für die Psychiatrie oder klassisches Beispiel einer Opportunistin.

    Die Frau wurde 1961 geboren und hat mehr oder weniger die ganze Erfolgsgeschichte der BRD miterlebt. Wenn so ein altes Schrappnell plötzlich auf dumm macht und alle Männer pauschal aburteilt, dann nehme ich ihr das nicht ab. Die jungen verblödeten Ideologen, frisch aus der Politologiestudium-Gehirnwaschmaschine, glauben den Unsinn vielleicht tatsächlich, aber nicht eine Frau wie Elke. Vielleicht schiebt sie ja Frust, bei Wikipedia steht nichts über ihr Privatleben, vielleicht ist sie Opfer des Berliner Sumpfgases. Aber irgendwie halte ich es für wahrscheinlicher, dass sie nur ihre Fahne in den intersektionalen Wind hängt.Schade eigentlich, denn zumindest laut Wikipediaartikel (der bestimmt artig sauber gehalten wird) wirkt sie recht boden- und anständig.

    Aber eigentlich egal, ich würde nie eine Partei wählen, die mit „jeder Tag ein Frauentag“ in den Wahlkampf zieht…

    • @Androsch

      „Die jungen verblödeten Ideologen, frisch aus der Politologiestudium-Gehirnwaschmaschine, glauben den Unsinn vielleicht tatsächlich, aber nicht eine Frau wie Elke. “

      Doch, ich glaube schon, daß die das so meint, wie sie es ausspricht. Und auch so denkt.
      Ich erinnere mich noch an die Forderungen der LINKEn nach einer Migrantenquote im öffentlichen Dienst und ihre Aussagen über biodeutsche Männer:

      „Aber auch die „biodeutschen“ Männer „müssen nun nicht heulen“, so Breitenbach: „Die letzten Hunderte Jahre waren immer sie es, die alle Stellen bekommen haben.“

      https://taz.de/Quote-fuer-Menschen-mit-Migrationsgeschichte/!5741900/

      Die Frau ist durch und durch moralisch verdorben. Es gibt keine Entschuldigung für ihre dummen Aussagen.
      Und es gibt auch keine Entschuldigung dafür, daß man einem Wikipedia-Artikel über eine Politikerin der LINKEn Glauben schenkt…..

      • „Aber auch die „biodeutschen“ Männer „müssen nun nicht heulen“, so Breitenbach: „Die letzten Hunderte Jahre waren immer sie es, die alle Stellen bekommen haben.“

        Es waren ja auch keine anderen Menschen da, die sich auf diese Stellen beworben haben. Frau muss sich schon absichtlich blöd stellen, um sowas zu behaupten und zu glauben.

    • „wirkt sie recht boden- und anständig.“

      Die Chefideologen sind immer weniger das Problem. Das Problem sind die immer zahllosen willigen Helfer, Vollstrecker und Überzeugungstäter! Und die treten in aller Regel in gediegener Biederkeit auf ….

  9. „Integrationsverhinderungssenatorin“ — so, jetzt passt das zur Realität!

    Diese Leute hassen den Westen so sehr, sie würden *alles* dafür tun, dass dieser – auch mit ihnen – untergeht.

    Die Linke ist ein suizidaler Todeskult. Und deshalb lieben sie den Iran, Hamas, Hisbollah, IS usw. Die bewundern sie nämlich klammheimlich.

    • Ja, sehe ich auch so. So eine Art Todessehnsucht. Könnte aus dekadenter Langeweile heraus entstehen oder Fangirls eines 1989ff untergegangenen Staatskapitalismus als Ausprägung von Missgunst.

      Andere Erklärungsmuster für das Intersektionale könnte Beschützerinstinkt gepaart mit Übermenschenarroganz sein. „Die armen Wilden können nichts dafür wenn sie sich gegenseitig umbringen, die sind halt so. Das muss man berücksichtigen“

      • Nein, diese Menschen bewundern einfach nur Stärke. Die Bewunderung von ausgelebter Macht ist älter als die Menschheit. Würde es morgen einen echten Machtmenschen wie z.B Napoleon gehen, dann würden ihm die Linken wie die Rechten in Scharen nachlaufen. Wichtig ist immer, dass er beiden Seiten das Wort redet ohne aber Macht am diese abzugeben.

          • Tun sie doch, nur gibt es halt im Westen keine echten Männer mehr. Der urtümliche Wilde hingegen wird von links und rechts bewundert.

          • Die Beschreibung „wild“ passt eigentlich nicht so ganz. So ein Ehrenmord ist ja eine Handlung, die sich streng einem bestimmten Wertesystem unterwirft. Aber erfordert Konsequenz und Skrupellosigkeit.

          • Ich wollte sagen:
            Unterwerfung auf der einen Seite (alles für die Familie)
            Unbedingter Machtanspruch auf der anderen Seite (Eliminierung von Dissidenten, auch der eigenen Familie).

            Es geht nicht unbedingt um Exotik, mehr um Lebenssinn.

            Übrigens glaube ich, dass Anton Hofreiter bei Frauen gar nicht schlecht ankommt.

    • Und was ist mit den Rechten? Ich hau jetzt auch mal so allgemein drauf, wie du das tust. Vor noch nicht sehr langer Zeit wollten sie alle Juden umbringen, die rechten Israelfreunde. Heute hat ja jeder der Rechten ein Israelflagge in seinem Twitterauftritt. Sind jetzt plötzlich die besten Freunde. Wäre ich Jude, wäre ich vorsichtig, mich auf diese „geläuterten Freunde“ zu verlassen.

  10. Der Hass auf Männer wird durch solche Politikerinnen legitmiert. Die Frage ist: warum ist das straffrei und in einer solchen Position möglich? Welche gesellschaftlichen Strukturen fördern diesen Hass? Ist das Feminismus oder Faschismus?

    Antworten geben u.a. Bücher wie dieses ( https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/manon-garcias-buch-wir-werden-nicht-unterwuerfig-geboren-17451239.html ) , das in meinen Augen ein gesellschaftliches Zerrbild aufbaut. Die Kommentare darunter sind erhellend.

    • „Die Frage ist: warum ist das straffrei und in einer solchen Position möglich?“

      Weil unsere Gesellschaft das nicht reflektieren kann. Sie merkt nur, dass etwas nicht stimmt und wird an anderen Stellen, als Ersatzhandlung praktisch, hyperkritisch. Eine intellektuell-geistige Sorte von Krankheit ist das.

      „Welche gesellschaftlichen Strukturen fördern diesen Hass?“

      Allen voran die Institutionen der Bildung.

      „Ist das Feminismus oder Faschismus?“

      Das Phänomen hat noch keine angemessene Bezeichnung. Die kommt dann mit dem Erwachen der Gesellschaft, was sie hier hat einreissen lassen.

    • „Bücher wie dieses“

      Zitat aus der Faz:
      „zwei Gründe für die Fortdauer der (Selbst-)Unterwerfung von Frauen: Erstens seien jene Körper, die gebärfähig sind, dem Erhalt der Spezies klarer untergeordnet als die nichtgebärfähigen.“

      Das ist eine Aussage, die man nur als anti-naturwissenschaftlich bezeichnen kann, denn sie versucht die Biologie auf den Kopf zu stellen. Das ist reinster Antiintellektualismus, umgangssprachlich „brain fuck“ genannt oder Verdummung. Typisch, dass dieser non sequitur folgt:

      „Das scheint biologisch deterministisch, aber einen solchen Determinismus weist Garcia zurück.“

      Die erste Aussage ist nicht „biologisch“, sondern einfach nur anti-biologisch. Und sie ist nicht „deterministisch“, sondern einfach nur dogmatisch, eine Behauptung ohne jede Begründung, die zum Glaubensgrundsatz gemacht wird.

      Alles pseudointellektuelles und vor allem antiintellektuelles Blahgefasel, mit Zirkelschluss:

      „Wenn man begreift, dass die Frau ebenso wie der Mann ein Werden ist, ein historisches Wesen und nicht ein Anderes, von einer natürlichen Alterität und Unterlegenheit, begreift man die Unterwerfung auch als eine historische und nicht starre Haltung.“

      Besonders idiotisch ist es, dass diese Anti-Naturwissenschaftlerin nicht kapieren will oder kann, dass die Biologie historische Prozesse beschreibt.

      Richtig schlimm aber ist es, dass es Verlage wie Suhkamp gibt, die diesen irrationalen Dreck verlegen und Zeitungen wie die FAZ existieren, die diesen antiintellektuellen verstrahlten Müll dann anpreisen …

      „Dass 2021 noch eine vermeintlich natürliche Unterlegenheit von Frauen gegenüber Männern bestritten werden muss, ist deprimierend.“

      Dass hassgetriebener Unfug zu verbreiten das Geschäftsmodell von den Zeitungen wie der FAZ geworden ist, ist einfach deprimierend.

    • Vielleicht erklärt sich das durch Edward Duttons Ideen bezüglich des mutational loads.
      Spiteful Mutants nennt er die Akteure.
      Wo man sprichwörtlich im schlecht geratenen Gesicht ablesen kann, dass sich die Gendefekte eben auch auf’s Denkorgan durchschlagen.

    • „Welche gesellschaftlichen Strukturen fördern diesen Hass? Ist das Feminismus oder Faschismus?“
      Frauen wurden zu allen Zeiten gepampert wo möglich weil sie alleine für das Überlebender eigenen Gruppe relevant waren. Das ist m.E. genetisch fest verdrahtet. Parallel wurde ihnen aber auch das Recht auf freie Willensentscheidung teilweise entzogen um sie effektiver beschützen zu können.
      Im letzten Jh. wurde dann aufgrund der Notwendigkeit, die gesamte Bevölkerung für die Kriegswirtschaft zu mobilisieren allen Menschen das Wahlrecht gegeben.
      Die Frauen haben aber nie die o.a. Bevorzugung abgegeben. Könnten sie ja auch gar nicht weil, wie gesagt, fest verdrahtet.
      Im Resultat haben sie die Vorteile beider Welten.

  11. Diese (unfaßbar schwachsinnige und dämliche) Aussage wird die Linkspartei bei den Wahlen in Berlin mindestens ein Prozent kosten.

    Hoffe ich jedenfalls.

    Aber was hat das mit „intersektionalen Theorien“ zu tun? Das sollte der Autor mal erläutern.

    Denn diese Theorien sind ja nicht von vornherein schwachsinnig. Mehrfachdiskriminierung mag es geben. Dieses Postulat ist legitim.

    Was die Senatorin macht, ist einfach nur Schwachsinn, weil sie politisch korrekt verblödet ist. Man sollte vielleicht weniger von „intersektionalen Theorien“ sprechen als von der totalen Schwachsinnigkeit des linken Milieus, das sich den größten Scheiß zusammenphantasiert, nur um nicht als „islamophob“ und dergleichen zu gelten.

    Das Problem scheinen mir weniger diese Theorien zu sein, die man auch rational anwenden könnte, als der neurotische Gutmenschenscheiß drumherum. Man muß diese Theorien ja nicht so auslegen, wie vom Autor exerziert. Mir scheint das eher profane Gutmenscheritis zu sein.

    Ich verachte Linke regelrecht dafür, daß sie sich derartig selbst massakrieren und entblöden. Das ist beschämend, wenn man bedenkt, daß Linke früher einmal überkommene Pseudomoral infrage gestellt haben und Eier hatten.

    [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

    Interessanter Teil des Blog-Artikels. Ist wahrscheinlich eine intersektionale Werbeunterbrechung.

    Femizide zu verhindern ist für mich übrigens viel zu klein gedacht. Mit meiner Zivilcourage habe ich schon mindestens drei neue Holocäuste verhindert.

    Das soll mir erst mal einer nachmachen.

    Wir sollten den Tod an sich verhindern. Hat die Linkspartei sich dazu schon mal geäußert? Zumal dort sicherlich viele das Konzept der Transzendenz ablehnen, mal abgesehen vom kommunistischen Utopia, in dem wir alle wieder Trabant fahren dürfen. 🙂

    • Diese (unfaßbar schwachsinnige und dämliche) Aussage wird die Linkspartei bei den Wahlen in Berlin mindestens ein Prozent kosten.

      Warum sollte dem so sein? Sind Linken-Wähler nicht sowieso schon schwachsinnig und dämlich?

      • Müßte man mal eruieren. Also die Umfragen von jüngst bis zur Wahl und das Wahlergebnis checken.

        Es gibt auch Wählerwanderung von der Linkspartei zur AfD. Der Wähler ist ein undurchschaubares Wesen. Aber die Linkspartei ist sowieso ein Idiotenverein. Auch die SPD. Normale Leute würden sich in deren Situation fragen, woran es liegt, daß der Wähler mit diesen Parteien nicht mehr koitieren will.

        Aber das wäre ja undenkbar. Bauen wir inhaltlich etwa Scheiße? Das kann nicht sein. Die Wähler, die uns nicht zu goutieren wissen, sind Nazis.

        Das ist SED-Gestus in der Demokratie.

      • @Gendern
        „Denn diese Theorien sind ja nicht von vornherein schwachsinnig. Mehrfachdiskriminierung mag es geben. Dieses Postulat ist legitim.“

        DIESES schon, aber die intersektionalen Theorien gehen noch weiter: Die Diskriminierten/Unterdrückten hätten immer recht und dürften nicht von den Nichtdiskriminierten/-unterdrückten kritisiert werden. Alternativ oder gleichzeitig heißt es, dass sich die „Unterdrücker/Diskriminierer“ unmöglich in die Lage der Diskriminierten/Unterdrückten hineinversetzen kann. Außerdem gibt es für sie nur diese zwei Gruppen (Diskriminierte – Diskriminierer bzw. Unterdrücker – Unterdrückte). Effektiv wird so die Existenz der Empathie geleugnet, als ob alle Menschen Autisten wären, wobei Letztere nicht alle komplett unfähig dazu sind, sich in andere hineinzuversetzen, bzw. viele es lernen können.

  12. Wie viele solcher „Ehrenmorde“ braucht’s wohl um effektiv einen Bäucheklau zu betreiben, wenn man sich zwischen einer anderen Ethnie ansiedelt?

  13. Der Nestor des ganzen „Postkolonialismus“, Edward Said, war es, der mit seinem „Orientalismus“ schon ganz frühzeitig dafür sorgte, dass jedes Verständnis der arabischen Ehre-Scham-Kultur nachhaltig untergraben wurde. Diese giftigen Früchte des akademischen Denkens – Said ist einer der wichtigsten Väter des ganzen progressiven Denkens – sind die Ursache für unser fehlendes Verständnis nicht nur des Phänomens der Ehrenmorde.

    Richard Landes: Edward Said and the Culture of Honour and Shame: Orientalism and Our Misperceptions of the Arab-Israeli Conflict

    http://www.theaugeanstables.com/said-and-honor-shame/

    The more bizarre and strangely Arabs have behaved by Western ‘rational standards’, the more dramatically self-destructive and self-impoverishing their political and social behaviour, the more astounding the levels of violence and hatred their culture has generated in word and deed, then the more determined our post-Orientalist scholars become to ‘read’ this dramatically different culture as an expression of the same forces that shape ours. The key elements in their behaviour, according to this kind of analysis, are not triumphalist, theocratic religion, frustrated imperialist ambitions, need for honour, horror at humiliation, clan loyalties, self-help justice, thirst for revenge but the familiar Western categories of social and economic forces, nationalism, rationality.

    Such efforts entail what psychologists call ‘cognitive egocentrism’, or the projection of one’s own mentality onto others. …..

    Und hier ist der Trick, wie Said die Ehre-Scham-Kultur nachhaltig aus dem Blick geräumt hat:

    To follow Said’s lead, then, renders one a dogmatic victim to cognitive egocentrism: I must interpret ‘their’ mindset and behaviour as essentially the same as mine; I must give the same ‘rational’ gloss to everyone’s behaviour. We are all humans. It is as if the economist’s assumption about modern market behaviour – rational choice theory – had to work for everyone. If not, if a whole culture makes consistently self-destructive zero-sum choices that it consistently loses, if it makes an ideology of its irrationality, then acknowledging it becomes racism. Thus Abba Eban is a ‘bourgeois colonialist’, and the remark that ‘The Palestinians never miss an opportunity to miss an opportunity’, an unacceptable expression of racist imperialism.

    Das ganze Mänover mit dem „Orientalismus“ hat Edward Said vübrigens eranstaltet, um den arabischen Antisemitismus zu schützen und weisszuwaschen…., dass jede Erkenntnis in dieser Richtung als Rassismus gebrandmarkt werden kann:

    …. in order to understand is that Edward Said, by successfully condemning any discussions of honour-shame dynamics in discussing Middle East conflict as ‘Orientalist racism’, has made any such observations taboo. You cannot address these issues without being accused of demonizing the Palestinians, of cultural racism.

    Deshalb ist Progressivismus, Intersektionalismus, Postkolonialismus im Herzen und im Grunde nichts als (linker) Antisemitismus.

    Und deshalb ist Verständnis für den Islam auch immer mit (linkem) Antisemitismus einhergehend, wie Schatten mit dem Licht.

    Antisemitismus tötet und unterstützt beim Töten, auch beim Trivialisieren und Ignorien von Ehrenmorden in Berlin.

    (Richard Landes ist der, der auch das Buch über die Universalität apokalyptischer politischer Bewegungen geschrieben hat, welches ich drüben im SMS empfohlen habe.)

    • „Deshalb ist Progressivismus, Intersektionalismus, Postkolonialismus im Herzen und im Grunde nichts als (linker) Antisemitismus.“

      Selbstverständlich war Israel ein (verspätetes) kolonialistisches Projekt. Das ist keine Meinung, sondern eine Tatsache. Wer immerzu „Antisemitismus“ schreit, dem scheint es an Argumenten zu fehlen. Ich bin ja ganz bei dir, wenn es sich denn um wirkliche Antisemiten handelt, aber auch nur dann.

  14. Hier müssten alle Männer daran arbeiten, dass keine Femizide passieren, nicht etwa ein besonderes Augenmerk auf Leute gelegt werden, die einem Kulturkreis entstammen, in denen die dortigen Männer und Frauen es als Verstoß gegen die Familienehre sehen, wenn sich eine Frau wie in der westlichen Welt üblich verhält.

    Wenn eine Frau ihren natürlichen Gefühlen folgt, sich als gleichberechtigt ansieht.

    So eine Frau wie diese Breitenbach ist echt so etwas wie eine moderne Hexe. Diese Sache mit der Integration von Männern ist so strunzdumm und kaputt, daß man gar nicht mehr weiterweiß.

    • Breitenbach kann keine Integration von irgendwelchen Männern gebrauchen. Wer soll sonst den Sündenbock für alles Böse auf der Welt abgeben?

  15. Tja. Das ist so etwas, was der Feminismus in seiner ganzen Dämlichkeit bei der Hypung der Aufnahme Millionen wilder patriachal sozialisierter „richtiger Männer, die sich durchsetzen können“ wohl nicht erwartet hatten.
    Die ganze Migrationspolitik ist ein Riesenshittest an die Deutschen Männer…Den Frauen ist egal, was mit der deutsche Kultur/Gesellschaft passiert, solange sie selber (die einzelne Frau) aus einem maximal möglichen Pool verfügbarer Männer auwählen kann. Hypergamie maximiert sozusagen. (siehe Rollo Tomassis „War Brides“)
    Übel ist, dass wir augenscheinlich feststellen müssen, dass intrasexuelle Solidarität bei Frauen da aufhört, wo es zu persönlichem Risiko/Einsatz kommt. Die wenigsten Frauen äußern sich zu den ganzen Opfern…vermutlich weil sie die soziale Ausgrenzung befürchten. Teilweise nehmen sie sogar die Vergewaltigung in Kauf ohne zur Anzeige zu bringen, nur um ihr Weltbild aufrecht zu erhalten. Seppuku in weiblicher Ausführung:D.

    Viel interessanter wäre die Frage, warum Frauen und insb. Feministinnen auf diese Wortspielerein bestehen, also bei jedem Frauenmord gleich „Femizid“ kreischen. Klar..die Nähe zum Wort Genozid ist hilfreich, da jeder das sofort mit was schlimmen assoziiert. Man könnte auch maßlos übertreiben und einfach mal behaupten, in Deutschland findet systematischer Femizid statt, nur bringt das eben nichts und reduziert auch die Übergriffe nicht und die Sprechblasen aus dem Beileidsgenerator der Politik kennt mittlerweile auch jeder auswendig.

    Für mich ist das ganze amüsant. Es ist ein bisschen wie einer Katze zuzuschauen, die eine Taschenlampenstrahl an der Wand hinterherrennt, ihn aber nie schnappen kann, weil sie nicht in der Lage ist die Zusammenhänge zu erkennen. Bin gespannt ob deutsche Frauen irgendwann einmal mehrheitlich sagen, dass sie und ihre Töchter genug belästigt worden. Schaut man in die Geschichte Spaniens (insb. vor die recoquista), dürfte es eher zur Vernichtung Deutschlands kommen, als das Frauen einen Fehler in der Migrationspolitik (die mehrheitlich von Frauen getragen wird) zugeben:D.

    • Die deutschen Männerrechtlerchen scheint die Idee auch sexuell schwerst zu erregen, den Ball sollte man nicht bei den Damen alleine liegen lassen.

    • Das Wort Femizid wird gepusht um den Mord an einer Frau zusätzlich noch als Hassverbrechen zu deklarieren und damit dann besonders hart zu bestrafen, während der Mord an einem Mann weiterhin nur ein Mord ist und wenn von einer Frau begangen, dann sogar nur ei wehren gegen die Unterdrückung, die besonders schwach bestraft werden darf.

      @Kniggeldi Was meinst damit und woran machst du das fest?

      • Man wusste doch schon vorher, wozu das führt. So doof kann ja keiner sein, dass er nicht weiß welche Auswirkungen es hat, das Geschlechterverhältnis in den jungen Altersgruppen für Männer derartig zu verändern.
        Da unterstelle ich dann irgendeine Art von fehlgeleiteter Sexualität.
        Kann auch pure Bösartigkeit in Betracht kommen.

        Einfacher Wille zu Helfen kann es nicht sein.
        Denn dann hätten es ja auch reguläre Zeltstädte getan bis der Konflikt vorbei ist im nächsten friedlichen Lande, statt Ansiedelung hier.
        Und auch eine genaue Kontrolle wer da kommt und überhaupt Syrer ist und wer das nicht ist, hätte drin sein müssen.
        Mit den Ideen wäre ja geholfen gewesen. Man hätte mehr als ausreichend „Herz“ und Menschlichkeit demonstriert gehabt.
        Ist ja immerhin ein Männerstrom aus einer ‚Religion‘, die uns im besseren Fall unterwerfen und in anderen Fällen vom Hausdach runterwerfen will.

        Wie erklärt man eigentlich seinem vietnamesichem Buddhisten Freund, für den ja deren Menschenrechtserklärung eine Todesdrohung darstellt, was man da für eine Scheiße angerichtet hat?
        Mit ner überalterten Mannstärke von global 3-4%.

        • Das erklärt für mich immer noch nicht warum du behauptest „Die deutschen Männerrechtlerchen scheint die Idee auch sexuell schwerst zu erregen“.

    • warum Frauen und insb. Feministinnen auf diese Wortspielerein bestehen, also bei jedem Frauenmord gleich „Femizid“ kreischen

      Meiner Ansicht nach ist das eine gezielte gesellschaftliche Desensibilisierung, um dabei zugleich auch in der medialen Sommerpause abzufühlen, wie weit eine geplante Strafgesetzänderung gehen kann, die Delikte an Frauen anders und härter ahnden soll.

      Denn dass die Menschen je nach Geschlecht unterschiedlich juristisch behandelt werden sollen, ist ein ungerheuerlicher Vorgang, der oberste menschenrechtliche und demokratische Grundsätze aushebelt.
      Und wenn sich die gemütlichen Pudel nicht mal gegen Äußerungen erheben, dass junge Männer schwer integrierbar seien (offenbar in ein totalitär-staatsfeministisches Gesellschaftsgebilde – in was denn sonst?), dann ist beim künftigen geschelchtsspezifischen Zwei-Klassen-Recht auch kein ernsthafter Widerstand zu erwarten.
      Dann sollte man jeden frivolen Witz besser runterschlucken – sonst wird’s böse…

  16. Dass sie Integration von Männer als Ziel ausgibt, ist auch so ein Paradox.

    Wo hinein will sie denn die Männer integrieren? In das Patriarchat, dass die Femizidkultur aufrechterhält? Gibt es eine Parallelgesellschaft, vielleicht die Partei „die Linke“, die das Patriarchat schon überwunden hat?

    Peinlich auch der Versuch, die Idee von Mordmotiven abzuservieren, weil ein Motiv nach einer Rechtfertigung aussieht. Habgier kann dann auch kein Mordmotiv sein, weil Wohlstand anzustreben Morde rechtfertigt!

    Unfälle, beim Versuch zu denken.

    • Jungs werden in der Schule wie fehlerhafte Mädchen behandelt.
      Folglich sollen auch Männer sich daher in die gynozentrische Welt, mit Frauen als ideal und Männer als Nutztier, ohne eigene Wünsche, integrieren. Männer, wenn sie Umgang mit Frauen haben, sollen sein wie Frauen (und besser) UND Männer sollen noch den ganzen anderen Kram machen, den Frauen nicht machen wollen, wie z.B. im Krieg ins Schlachthaus gehen zu müssen oder 40/5 h die Wochen für jemand anderes arbeiten, um den Großteil der Lebenskosten zu bezahlen.

  17. Aber die Frauen wurden natürlich dazu gezwungen, ganz anders als wenn Männer Ehrenmorde begehen oder aber irgendwas in ihrer Kindheit hat dafür gesorgt. Auf jeden Fall sind diese Täterinnen auch nur Opfer und niemals selbstständig handelnde individuen.

    Ähnlich wie bei der Beschneidung von Mädchen in Afrika, bei der auch andere Frauen die Triebfeder sind.

  18. Gibt ja so ein paar (Erst)Helfergrundsätze.

    Man sollte es nachweislich können, die Hilfe leisten, die man leisten will.
    Denke das kann man als erwiesen ansehen, Integrieren kann man in Berlin und anderen Städten nachweislich nicht.
    Man sollte keine Dritten in Gefahr bringen durch den eigenen Tatendrang.
    Man soll denen die es können nicht im Weg stehen.
    Gab ja Leute, die Hilfe vor Ort leisten wollten.
    Erinnere mich da an Einigkeit bei der ehemaligen Tante von der AfD und der Wagenknecht.

    Naja, die ganze Lachnummer wird wohl immer schneller den Berg runtergehen.

    Allen voran die Lachnummer DRK mit der Erste Hilfe Kurs Verweigerung.

    Wird halt auch geil für die eigenen Knaben werden.
    Aber auf die geben wir ja am wenigsten.

  19. Der Begriff Femizid erinnert stark an den Begriff Genozid, was wahrscheinlich auch beabsichtigt ist. Es ist aus meiner Sicht, einen solchen Mord wie diesen, begangen von zwei Brüdern an ihrer Schwester, begrifflich und gedanklich mit einem Genozid wie beispielsweise die Armenier oder Yeziden oder Nama und Herero gleichzustellen. Das ist schlicht eine Frechheit. Dieser Mord war einer von ähnlich gelagerten Fällen, aber nicht Teil eines geplanten Massenmordes an Frauen, nur weil sie Frauen sind. Es desavouriert das Anliegen der Personen, die einen solchen Mord aus niederen Beweggründen anprangern.
    Reagiert eine Politikerin wie Frau Breitenbach mittels einer pauschalen Verallgemeinerung, rund 50% der Bevölkerung seien nicht integrierbar, wird es völlig absurd. Ein Politiker, der nicht in der Lage ist, konkrete Hintergründe und Zusammenhänge zu benennen, ist untragbar. Gerade in Bezug auf solche Morde aus niederen Beweggründen (aka Ehrenmord) geschehen diese in den meisten Fällen nicht ohne Rücksprache in der Familie (wie schon von anderen Foristen angemerkt). Gerade hier haben Frauen ein gehöriges Wort mitzureden, d.h. die Geschlechtsgenossen von Frau Breitenbach machen sich ebenfalls schuldig. Jetzt stellt sich die Frage, ist Frau Breitenbach nicht integrierbar in diese Gesellschaft.

    • „Der Begriff Femizid erinnert stark an den Begriff Genozid, was wahrscheinlich auch beabsichtigt ist.“

      Aber sicher. Früher hat der Feminismus die Hexenverfolgung als „Holocaust“ an den Frauen bezeichnet und sie glauben alle fest daran, dass die Männer gegenüber den Frauen die Weltgeschichte durch kontinierlich die allerübelsten Verbrechen begangen haben, um sie zu unterdrücken und auch aus pure Freude dran. Das steht auch so im beliebtenn feministischen Manifest „Scum Manifest“, wo sogar (ganz ernst gemeint) behauptet wird, dass die Männer in ihren Lebensfeindlichkeit den Tod überhaupt erst erfunden haben, sonst wären die Menschen nämlich unsterblich!

    • Nur weil unsere Regierung mal wieder den Kotau gemacht hat, kann man im Fall der Herero wohl kaum von „Völkermord“ sprechen. Dazu hätte es einer gezielten Absprache unter den beteiligten Truppenteilen sowie klaren Befehlen aus Berlin bedurft. Die Anerkenntnis der – möglichen – Kriegsverbrechen an den Herero und Nama durch unserer Regierung entspringt primär dem deutschen Schuldkomplex, der quasi schon zur Staatsräson gehört. Und auf Wikipedia als Quelle sollte man sich nicht verlassen.

      • Ich will hier keinen Nebenkriegsschauplatz eröffnen, nur soweit: Die Bezeichnung/Einstufung des massenhaften Mordes an Herero und Nama im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika als Genozid/Völkermord resultiert für mich nicht aus einem Schuldkomplex gleich welcher Art oder Grundlage. (Noch resultiert für mich daraus eine Anerkennung der Notwendigkeit irgendwelcher Entschädigungszahlungen).

  20. …. Die ständige Zurückweisung durch den Souverän hat die Wortführer der Linken verbittert, aggressiv und bösartig werden lassen. Letzter Skandal diesbezüglich eine unglaubliche Entgleisung, die sich eine Schlüsselfigur der linken Szene auf Twitter geleistet hat. Auslöser ein 15minütiges Gespräch, das der Bundeskanzler mit den Eltern eines Mädchens geführt hat, das Opfer einer vierköpfigen Meute zivilisatorisch komplett entgleister afghanischer Flüchtlinge wurde. Der Fall schlägt deshalb so hohe Wellen, weil hier ein Kind unter Drogen gesetzt, mehrfach vergewaltigt, zu Tode gebracht und am Ende wie ein Stück Müll auf offener Straße liegengelassen wurde. Dazu der Kommentar des Sprachrohrs der linken Twitter-Gemeinde: „Jene Eltern, die ihre Aufsichts- und Fürsorgepflicht sträflich vernachlässigt haben, erlangen jetzt ihren 15-Minuten-Ruhm über die Leiche ihrer Tochter.“

    https://exxpress.at/bernhard-heinzlmaier-die-mitleidlosigkeit-der-elitaeren-akademischen-linken-und-ein-asylskandal/

    Wer nicht weiss, wer Edward Said war und welche Wirkung er hatte, dem wird das immer ein Rätsel bleiben, wieso sowas gesagt werden konnte …..

    Hier bleibt einem normalen Menschen die Spucke weg. Einer Familie, der das völlig verantwortungslose Agieren der österreichischen Asylindustrie und von politischen Parteien, die noch immer die Abschiebung von Gaunern und Verbrechern nach Afghanistan aus „humanitären Gründen“ verhindern, ihre Tochter genommen hat, wird nun auch noch provokant und hämisch die Schuld für deren Tod angelastet.

    Genau nach dem gleichen Muster hat man die Israelis für den ganzen Terror gegen sie verantwortlich gemacht, im Rahmen des „Oslo-Friedensprozesses“. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass es ganz genau die gleiche Ursache, die gleiche ideogisch-geistige Herkunft hat.

  21. Und nocheinmal: Das ist – auch wenn das nicht so wirkt – *Antisemitismus* und auf das Wirken von Edward Said zurückzuführen, der den sogenannten „Postkolonialismus“ begründete. Lesen des Artikels von Richard Landes oben ist mal ein guter Anfang das zu kapieren.

  22. „Ehre“ ist ein Konzept von sozialen Status, den man statt durch Geld oder Abstammung durch einen bestimmten Verhaltenskodex erreichen kann.
    Hat jetzt eher semi mit dem Islam zu tun, letztens las ich von einer Jesidin, die von ihren Geschwistern ermordet wurde. Geschlechtergerechte Formulierung redlich verdient.
    Als weiterführende Literatur sei „Romeo und Julia“ genannt, wo die beiden genau vor Zwangsverheiratung und den Mordversuchen ihrer Verwandtschaft fliehen mussten, was mangels Handyempfang dann leider nicht geklappt hat – ernsthaft, das ist der Vorteil, den man heute gegenüber dem Mittelalter hat. Bessere Kommunikationsdingsbums.

    Femizid ist reine Polemik.

  23. Es geht ja nicht allein um den Begriff „Ehrenmord“:

    „„Beziehungstat“ – auch mit Hinweis auf diesen Begriff erklärte die Nachrichtenredaktion ARD aktuell vor knapp einem Jahr, warum man über den Mord an einem fünfzehn Jahre alten Mädchen in Kandel nicht berichtet habe. Es handele sich um eine „Beziehungstat“, und über „Beziehungstaten“ berichte man nicht.

    Die Kriminalstatistik kennt „Beziehungstaten“ als solche, die in Ehe, Partnerschaft und Familie, in formellen sozialen Beziehungen (Schule, Unternehmen, Behörde) und in informellen sozialen Beziehungen, wenn Opfer und Täter befreundet oder miteinander bekannt waren begangen werden. Die Bekanntschaft reicht. Damit ist der Begriff allerdings so weit gedehnt, dass er als Zuschreibung wenig taugt. Er erklärt so gut wie nichts, er wirkt vielmehr verharmlosend, er sorgt dafür, das zwischen Opfer und Täter eine Nähe hergestellt wird, die den Blick auf die Tat verstellt, auf den Mord, den Totschlag, die Vergewaltigung, auf die Verbrechen, die zumeist von Männern – mit und ohne Migrationshintergrund, von Brüdern, Vätern, Freunden, flüchtigen Bekannten, Stalkern, Tätern, die sich eine Beziehung bloß einbilden – an Frauen begangen werden.

    Eine weitere Wendung ist das in Schlagzeilen ebenfalls oft auftauchende „Familiendrama“. Dabei handelt es sich zumeist um Verbrechen, bei denen Männer ihre Frau, Kinder, Anverwandte – und sich selbst – ums Leben gebracht haben. Auch das ist mit „Beziehungstat“ nicht hinreichend beschrieben und als „Drama“ falsch ausgewiesen. Denn es ist kein Theater, sondern echt: eine Vergewaltigung oder ein Tötungsdelikt, Totschlag oder Mord.“

    https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wie-die-begriffe-familiendrama-und-beziehungstat-verharmlosen-15924570.html

    Außerdem sei noch verwiesen auf diesen sehr langen und insgesamt erhellenden Beitrag:

    „Am 22. März 2017 bestätigte der Bundesgerichtshof, dass es in besonderem Maße verwerflich ist, wenn ein Mann seine Frau tötet, weil sie ihn verlassen will oder verlassen hat. Das prägende Hauptmotiv der Mordtat, die verhandelt wurde, war die Eifersucht des Angeklagten und seine Weigerung, die Trennung von seiner Ehefrau zu akzeptieren. Diese Motivation, so argumentierte das Gericht, stehe „sittlich auf niedrigster Stufe“ und sei „Ausdruck der Geisteshaltung des Angeklagten, seine Frau als sein Eigentum zu begreifen, über das er verfügen könne“. Dass das Landgericht in erster Instanz das Mordmerkmal der „niedrigen Beweggründe“ angenommen und den Angeklagten wegen Mordes verurteilt hatte, sei daher nicht zu beanstanden.

    Damit schien eine wesentliche Wende in der Rechtsprechung gelungen. Diese war zuvor dafür kritisiert worden, den spezifischen Unrechtsgehalt von sogenannten Trennungstötungen nicht zu erkennen. Tatsächlich zeigten Bundesgerichtshof und Landgerichte in der Vergangenheit großes Einfühlungsvermögen für den verlassenen Mann, seine „Verlustangst“, seine Wut, seine „Verzweiflung“, seine „Sorge um die Kinder“, seinen zerstörten Lebenstraum. In einem „Motivbündel“ des Täters fand sich immer ein nachvollziehbarer Beweggrund, welcher es erlaubte, in einer Gesamtbewertung die Verwerflichkeit der Tat auszuschließen. Die Gerichte prüften nicht nur, von wem die Trennung ausgegangen war, sondern erörterten auch, ob die häufig eine Rolle spielende Eifersucht des Täters sich am Verhalten des Opfers festmachen konnte oder „völlig unbegründet“ gewesen sei. Laut Bundesgerichtshof sollte das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe ferner nicht vorliegen, wenn „die Trennung von dem Tatopfer ausgeht und der Angeklagte durch die Tat sich dessen beraubt, was er eigentlich nicht verlieren will“.

    Die Kritik an der Rechtsprechung bezog sich allerdings nicht nur auf die Verharmlosung von „Trennungstötungen“, sondern ebenso auf gerichtliche Diskurspraxen, welche die tödliche patriarchale Gewalt exklusiv bei den „Fremden“ zu verorten suchten. Das Verständnis der Gerichte für den verlassenen Mann fand nämlich ein abruptes Ende, wenn es sich nicht um einen weißen deutschen Täter handelte. War der Täter „im Osten der Türkei geboren“ oder „von kurdischer Volkszugehörigkeit“, wurde sein Motivbündel nicht mehr als vulnerabler emotionaler Zustand verstanden, sondern als verachtenswertes „Besitzdenken“ und illegitimer privater Herrschaftsanspruch.

    Noch markanter waren die Unterschiede in der juristischen Bewertung, wenn die Tötung als „Ehrenmord“ definiert werden konnte. Diese Einordnung stützte sich weniger auf existierende wissenschaftliche Forschung, etwa zu kollektiven innerfamiliären Wertsystemen, als auf ein paar kulturalistische Annahmen mit Verweis auf die Herkunft des Täters. Oft genügten hier zwei, drei Sätze, um die besondere Verwerflichkeit der Tat zu bejahen:

    Laut Rechtsprechung werden „Ehrenmorde“ von „ausländischen Tätern“ auf Grundlage der „archaisch-patriarchalischen Wertvorstellungen“ ihres „Heimatlandes“ (bspw. „Anatolien“) begangen. Diesen „kulturellen Werten“ sind die Täter „verhaftet“, sie sind von ihnen „durchdrungen“ oder doch wenigstens „geprägt“. Stets benannt wird die „muslimische“ oder „jezidische“ Religion der Täter, obwohl diese für die rechtliche Bewertung am Ende gar nicht relevant war, sondern ihre „sozialkulturelle Prägung“ durch „traditionell-patriarchalische“ Strukturen oder Werte eines „fremden Kulturkreises“ oder einer „Volksgruppe“. Die „Familien- und Mannesehre“ stehe für sie über allem anderen, sie orientierten sich am „Familienverbund“ oder der „Sippe“ und seien in Deutschland „nicht integriert“.

    In Abgrenzung hierzu wird in der Rechtsprechung die „moderne Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland“ gesetzt, mit ihrer „individualistischen und freiheitlichen Ausrichtung“, in der (insbesondere Frauen) volles „Selbstbestimmungsrecht“ genießen. Will der Täter in die deutsche „Rechtsgemeinschaft“ aufgenommen werden, muss er „deutsche Bräuche und Überzeugungen hinsichtlich des Verhältnisses von Mann und Frau“ verinnerlichen und sich an „mitteleuropäischen Maßstäben“ orientieren.

    Zu diesen Bräuchen und Maßstäben gehörte, polemisch gesagt, offenkundig auch das strafmildernde Verständnis der Rechtsprechung für den weißen deutschen Mann, der seine Frau tötet, die ihn verlassen will, und die Bewertung solcher Tötung von Frauen als Ausdruck von Verzweiflung, Verlustangst oder als eine Form der Selbstschädigung. …

    Übrigens ist es vor wenigen Tagen, am 12. Februar 2021, laut Presseberichten nahe Wuppertal wieder zu einem „tragischen Familiendrama“ gekommen. Ein Mann tötete sich selbst, da seine Ehe gescheitert war, wie die Polizei mitteilte. So wird sich weder die Justiz mit der Nachvollziehbarkeit seiner Motivation befassen müssen, noch wird auch nur statistisch erfasst werden, dass er zuvor seine Ehefrau, seine Schwiegermutter und seine beiden kleinen Töchter tötete. Sie sind vier weitere Opfer von Taten, für die Medien, Politik und Justiz in Deutschland keine Worte finden.“

    https://www.zeit.de/kultur/2021-02/mord-frauen-femizid-ehrenmord-justiz-rassismus-10nach8/komplettansicht

    • Bezogen auf den letzten Absatz frage ich mich allerdings: kann das denn überhaupt sein?
      Werden im Rahmen eines „erweiterten Suizids“ des Lebens beraubte wirklich nicht als Mordopfer gezählt? Das wäre eine ziemliche Ungeheuerlichkeit.

      • Macht das die Opfer wieder lebendig oder beklagst Du Dich gerade darüber, dass Dir Futter für die Statistik entgeht?

        Ich finde Deinen subtilen Zynismus erfrischend 🙂

    • @Semi
      „als „Drama“ falsch ausgewiesen. Denn es ist kein Theater, sondern echt: eine Vergewaltigung oder ein Tötungsdelikt, Totschlag oder Mord.““

      Drama ist zwar die Bezeichnung eines Theatergenres, soll aber gar nicht bedeuten, dass irgendein Drama alles „Theater“ im umgangssprachlichen Sinne wäre. Das zielt vielmehr auf die klassische Bedeutung von „Drama“ ab, in dem ein Mensch oder Menschen *selbstverschuldet* über sich Unglück bringen. Im Gegensatz zur Tragödie, bei dem nicht selbstverschuldetes Unglück, sondern schicksalshaftes Unglück, meist durch die Götter, hinter dem Unglück steckt.

    • „Das Verständnis der Gerichte für den verlassenen Mann fand nämlich ein abruptes Ende, wenn es sich nicht um einen weißen deutschen Täter handelte. ….“

      Eine reine Diffamierung der Justiz durch den „Zeit“-Verlag …. Das kennt man ja von dieser extremistischen Journaillie zur Genüge. Würg.

      • Man könnte auch sagen, dass diese gesellschaftsfeindlichen Extremisten im Geiste Saids eine art symbolischen Ehrenmord an der Justiz begehen. Um die Ehre ihrer feministisch-rassistischen Ideologie zu retten, müssen sie der deutschen Justiz unterstellen rassistisch zu sein.

  24. Femizid bezeichnet die Tötung von Frauen / Mädchen aufgrund ihres Geschlechts. Insofern ist die Tötung einer Frau – was als „Ehrenmord“ bezeichnet wird – weil sie sich nicht den kulturellen Normen unterwarf, die von Frauen in einigen Kulturen erwartet wird mit Sicherheit kein Femizid. So wie es kein Androzid ist, wenn in einigen Staaten Schwule getötet werden, weil sie schwul sind.

  25. Pingback: Many Shades of Gender (20): Gibt es auf dieser Welt nicht wichtigere Probleme und drängendere Fragen als die nach dem Anteil weiblicher Politikerinnen im Parlament, der Möglichkeit eines dritten Geschlechts im Geburtenregister und der Einrichtung von Un

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.