Many Shades of Gender (13): Was sollen diese ganzen Schreib- und Sprechverbote und -gebote, wie z.B. Sternchen, Unterstrich usw.?

Paula-Irene Villa Braslavsky, Genderprofessorin, hat ein FAQ zu Mythen über die Gender Studies erstellt. Ich wollte sie nach und nach hier besprechen:

Heute:

Was sollen diese ganzen Schreib- und Sprechverbote und -gebote, wie z.B. Sternchen, Unterstrich usw.? Das nervt, verhunzt die Sprache, bringt nichts und ändert auch gar nichts an bestehenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern.

Das ist zumindest etwas, was auch schon bei der letzten Frage eine Rolle gespielt hat.

Niemand in den Gender Studies würde behaupten, dass Sternchen oder Unterstriche alle Geschlechterungleichheiten beseitigen. Auch sagt niemand, dass dies das einzige oder gar wichtigste Problem sei. Allerdings weisen viele Studien schon lange und immer wieder neu durchaus darauf hin, dass Sprache unsere Wirklichkeit mit-bestimmt. Sprache, Worte, Begriffe, auch Grammatik rahmen unsere Wahrnehmung und machen die Welt in einer bestimmten Weise erfahrbar. In Bezug auf Geschlecht gibt es Studien die zeigen, dass die männlichen Allgemeinformen (Arzt, Lehrer, Professor, Schüler …) das, worum es jeweils geht, als tendenziell männlich prägen. Das ist nicht alles-entscheidend, schließlich gibt es ja trotzdem Lehrerinnen, Ärztinnen, Professorinnen und Schülerinnen. Aber die gewissermaßen idealtypische Person eines solchen Konzepts wird eher männlich gedacht, die männliche Form ist also die Norm. Daher gibt es seit vielen Jahrzehnten Versuche, andere Geschlechter auch sprachlich abzubilden – was der empirischen Wirklichkeit auch eher entspräche. Dazu gibt es in den Gender Studies viel Forschung, und auch unterschiedliche Ansätze sowie Praxen im eigenen Schreiben, Lehren und Forschen. 

Da nennt sie leider die Studien, auf die sie Bezug nimmt, nicht. Mal sehen was noch unten kommt. „Die männliche Person als Norm“ halte ich auch für kein sehr starkes Argument, wenn man bedenkt, dass Länder mit neutraleren Sprachen auch nicht emanzipierter sein müssen. 

so ist auch die angemessene Adressierung als Person, z.B. für Menschen, die sich nicht in der binären weiblich/männlich-Form verorten, selbstverständlich wichtig und ein simpler Akt der Anerkennung und der Höflichkeit.

Nur das es davon eben sehr wenige gibt was die Entwicklung eines entsprechenden Sprachgebrauchs stark erschwert. 

Im Übrigen ist ein bewusster Umgang mit den Vergeschlechtlichungen in der Sprache im Allgemeinen und in der Grammatikalisierung im Besonderen weder besonders kompliziert noch verhunzt es zwingend die Sprache bzw. das Sprechen. Es fordert aber die Phantasie heraus. Es gibt Schlimmeres. 😉

Es einfach zu Behaupten ist kein Argument. Es ist auch keine Entkräftung. Man könnte weit eher behaupten, dass alles, wozu man seine Phantasie benötigt komplizierter als etwas, bei dem man keine Phantasie braucht. „Es gibt Schlimmeres“ ist auch kein Argumen, es ist vielmehr indirekt eine Bestätigung, dass es zumindest eine gewisse Erschwernis ist. Es wird um so schwieriger, wenn immer wieder bisherige Vorschläge als nicht inklusiv genug angesehen werden und deswegen nachgebessert werden müssen. 

Sprech- und Sprachverbote zum Beispiel. Damit haben die Gender Studies nicht viel im Sinn. Wo sie einem, pardon einer, doch begegnen: ansprechen und klären.

„Mit Sprech- und Sprachverboten haben Gender Studies nichts im Sinn“ ist eine irgendwie kontextlose Aussage. Meint sie damit, dass keiner in den Gender Studies das Gendern vorschreiben will? Da unterschätzt sie wohl eher den Fanatismus vieler dort, die das sehr wohl gerne machen würden, wenn sie könnten. 

Ganz wichtig noch: Vorschläge zur Sichtbarmachung von Geschlechtervielfalt verstehen sich als inklusive Praxis und sind im Einklang mit dem Urteil des BVerG zum Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, welches bestehende zweigeschlechtliche Sprachnormen als diskriminierend verurteilt: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/bvg17-095.html 

Tatsächlich enthält der Text dort nichts zu zweigeschlechtlichen Sprachnormen, schon gar nicht für Privatpersonen. Auch hier eher ein Scheinargument. 

Zum Zusammenhang von Sprache und Geschlecht:

Der Abstract:

Zusammenfassung
Wer die auf Geistes- und Sozialwissenschaften basierende Literatur aus dem Kanon der Geschlechtertheorie betrachtet, erhält den Eindruck, dass die Psychologie innerhalb dieses Forschungsbereichs keine tragende Rolle spielt. Ein möglicher Grund für die fehlende Integration psychologischer Forschung scheint ihr Zugriff auf quantitative empirische Methoden zu sein, ein Ansatz, der für die naturwissenschaftlich orientierte psychologische Forschung zentral ist. In diesem Artikel wollen wir eine Lanze brechen für eine geschlechter theoretisch informierte quantitative Experimentalpsychologie. Anhand unseres Forschungsgebietes Psychologie der Sprache illustrieren wir, an welchen Punkten die neueren behavioralen und neurowissenschaftlichen Methoden einen Beitrag leisten können und wie sie Erkenntnisse aus der qualitativen Genderforschung komplementieren. Der erste Teil befasst sich mit aktuellen Studien, die unter anderem mit Reaktionszeitmessungen und evozierten Potenzialen zeigen, wie stark Genderstereotypien in der Semantik verankert sind. Der zweite Teil
thematisiert neuere Befunde aus der Neurobildgebung, die Geschlechtsunterschiede in der Lateralisierung von Sprachverarbeitung
infrage stellen. Abschließend skizzieren wir neuere Forschungsansätze und plädieren für eine transdiziplinäre Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden.

Aus dem Text:

Lust auf einen kleinen Selbsttest? Hier die Geschichte: Vater und Sohn sind im Auto unterwegs und werden in einen schweren Autounfall verwickelt. Der Vater stirbt noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Sohn wird, kaum im Krankenhaus angekommen, in den Notfall-Operationssaal gefahren, wo schon die Dienst habenden Chirurgen warten. Als sie sich jedoch über den Jungen beugen, sagt jemand vom Chirurgenteam mit erschrockener Stimme: »Ich kann nicht operieren – das ist mein Sohn.«

Legt man diesen Text Studierenden vor, wenden die häufig spontan ein: »Moment mal – der Vater ist doch tot. Wieso steht der jetzt plötzlich als Chirurg im OP? Ist der andere gar nicht sein leiblicher Vater?« Erst im zweiten Denkschritt ist die Lösung klar: Es gibt mindestens eine Chirurgin im Team, die Mutter des Jungen.

Das ist ja in der Tat ein Klassiker. Aber gerade bei Ärzten sieht man auch gut: Es hat Frauen in keiner Weise abgehalten Medizin zu studieren. Inzwischen studieren mehr Frauen Medizin als Männer. Sie werden zwar seltener Chirurgen, aber dafür lieber Kinderärzte. Dabei werden beide Bereiche gleich gegendert. 

Auch daraus einfach mal ein Zitat vom Anfang der zweiten Seite, auf die hier verlinkt ist:

Nun gibt es hiervon berühmte Ausnahmen: das Mädchen, das Fräulein, das Weib, die Schwuchtel, die Memme, der Vamp. Sie werden oft bemüht, um diesen Genus-Sexus-Zusammenhang zu widerlegen. Schaut man jedoch genauer hin, dann bestätigen sie diesen Zusammenhang sogar auf geradezu frappierende Weise: Sie markieren nicht das Geschlecht, sondern Geschlechterrollen, also die sozialen Erwartungen daran, wie sich die Geschlechter zu verhalten haben. Bei all diesen „Ausnahmen“ handelt es sich nämlich um gesellschaftlich missbilligte Verstöße gegen Geschlechtsrollen. Die betreffenden Personen werden aus ihrer „richtigen“ Genusklasse verbannt, weil sie sich „falsch“ verhalten, der soziale Verstoß wird durch einen grammatischen geahndet. Das betrifft zum einen homosexuelle Männer, die aus Sicht einer solchen Gesellschaft dasjenige Geschlecht begehren, das „normalerweise“ Frauen begehren. Deswegen stehen ihre Bezeichnungen häufig im Femininum (die Schwuchtel, die Tunte, die Tucke). Der feige Mann wird durch die Memme ausgestellt. Umgekehrt geriert sich der Vamp im Maskulinum durch die Macht über Männer „wie ein Mann“.

Im Neutrum werden hingegen verachtete, abstoßende Frauen (das Weib, das Luder) bezeichnet, zum anderen noch nicht „voll entwickelte“, also in der alten Geschlechterordnung solche, die noch unverheiratet sind: das Dirndl, das Wicht, das Fräulein, das Girl. Jungen erscheinen von Anfang an, auch in den Dialekten, im maskulinen Genus: der Kerl, der Bub, der Junge. Mehr noch: Verkleinerte Männernamen wie Peterle scheuen in vielen Dialekten das Neutrum, indem sie trotz ihrer Diminutivendung im Maskulinum verbleiben (der Peterle). Umgekehrt bekommen Mädchen und Frauen sehr viel häufiger und oft auch lebenslang diminuierte Namen, die immer im Neutrum stehen (’s Annele).

Das ist eben auch eher eine Herleitung als der Nachweis, dass deswegen „Das Mädchen“ für den Verwender weniger Wert ist als „der Junge“. Grammatik mag einen geschichtlichen Hintergrund haben, aber das Bedeutet nicht das die dahinterstehende Bedeutung erhalten bleibt. Ein grammatisches Geschlecht ist für uns häufig zufällig ohne das wir damit wirklich etwas geschlechtliches Verbinden. Im französischen ist die Sonne beispielsweise männlich, im deutschen weiblich. Sieht man deswegen die Sonne in einem anderen Geschlecht? 

Stefanowitsch ist hier vielleicht dem ein oder anderen bekannt. Er bespricht diese Studie:

Many countries face the problem of skill shortage in traditionally male occupations. Individuals’development of vocational interests and employment goals starts as early as in middle childhood and is strongly influenced by perceptions of job accessibility (status and difficulty) and self-efficacy beliefs. In this study, we tested a linguistic intervention to strengthen children’s self-efficacy toward stereotypically male occupations. Two classroom experiments with 591 primary school students from two different linguistic backgrounds (Dutch or German) showed that the presentation of occupational titles in pair forms (e.g., Ingenieurinnen und Ingenieure, female and male engineers), rather than in generic masculine forms (Ingenieure, plural for engineers), boosted children’s self-efficacy with regard to traditionally male occupations, with the effect fully being mediated by perceptions that the jobs are not as difficult as gender stereotypes suggest. The discussion focuses on linguistic interventions as a means to increase children’s self-efficacy toward traditionally male occupations.

Yes I Can! Effects of Gender Fair Job Descriptions on Children’s Perceptions of Job Status, Job Difficulty, and Vocational Self-Efficacy

Da findet sich diese Grafik:

Von 3,85 auf 3,71 und von 3,76 auf 3,69 ist jetzt kein sehr großer Unterschied, der in der Grafik auch gleich mal stark verfälscht dargestellt wird. Würde man eine saubere Y-achse haben würde auffallen, dass der Unterschied nicht sehr groß ist. 

Das scheint sich mir auch hier zu bestätigen:

Dieser Link bespricht genau die gleiche Studie. 

91 Gedanken zu “Many Shades of Gender (13): Was sollen diese ganzen Schreib- und Sprechverbote und -gebote, wie z.B. Sternchen, Unterstrich usw.?

  1. Nicht binäre Menschen bringen den Stern. 150 Menschen in Deutschland haben als Geschlecht „divers“ eingetragen haben. Es gibt ca. 90.000 Juden in Deutschland, denen im Namen dieser 150 ein Stern umgehängt wird.

    Transmenschen identifizieren sich als Mann oder Frau. Die brauchen keinen Stern.

    Der Stern ist totaler Bullshit und reine Schikane. Einer verschwindend kleinen Gruppe, die statistisch so wenig signifikant ist, dass man sie kaum findet wenn man nach ihr sucht, und die kleiner wird, je genauer man hinsieht.

  2. Man sollte ev. diese sprachwissenschaftlichen Studien, die ja überall Sexismus wittern, mit diesen Ergebnissen von ERIC KAUFMANN
    konfrontieren, die er im Kontext von Rassismus gemacht hat.
    Das heisst, umso mehr gewisse Milieus quasi auf Rassismus sensibilisiert werden, um so eher sehen sie überall Rassismus und fühlen sich immer mehr als Opfer und fühlen sich beleidigt. DAs ist irgendwie fast wie eine selbst erfüllende Prophezeiung bzw. ein Perpetuum mobile.

    The Media Is Creating a False Perception of Rising Racism. My New Study Proves It | Opinion
    https://www.newsweek.com/media-creating-false-perception-rising-racism-my-new-study-proves-it-opinion-1583264

    Es würde ja irgendwie auch gut zu dem Buch von Caroline Fourest (Generation beleidigt) passen:
    Die heutige Generation ist eine beleidigte Gesellschaft, zumal sie überall Diskriminierung wittert:
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/buchkritik-zu-caroline-fourests-generation-beleidigt-17248164.html

    • „Man sollte ev. diese sprachwissenschaftlichen Studien, die ja überall Sexismus wittern, mit diesen Ergebnissen von ERIC KAUFMANN
      konfrontieren, die er im Kontext von Rassismus gemacht hat.
      Das heisst, umso mehr gewisse Milieus quasi auf Rassismus sensibilisiert werden, um so eher sehen sie überall Rassismus und fühlen sich immer mehr als Opfer und fühlen sich beleidigt. DAs ist irgendwie fast wie eine selbst erfüllende Prophezeiung bzw. ein Perpetuum mobile.“
      Ich würde sogar noch weiter gehen, je mehr dieser „Antirassismus“ grassiert, desto weniger identifizieren sich Zugewanderte mit Deutschland. Ich kann dies nur von meinem Umfeld sagen aber die meisten Ausländer oder Mischlinge die ich kenne, egal ob hier geboren, deutsche Staatsbürgerschaft oder sonst etwas, sprechen von „den Deutschen“. Deutschland verliert kulturell immer mehr an Attraktivität, keiner will mit einem Land assoziiert werden, das immer mehr für Idiotie steht. Jedenfalls wenn er eine andere Wahl hat. Meist ist das nur eine Einstellung, ein Gedanke aber aus solchen Gedanken werden Worte und aus solchen Worten Taten.

        • Kann ich verstehen, geht vielen so. Ich muss leider sagen, dass dieses Land schon ziemlich effektiv zugrunde gerichtet wurde. Identitäre, Bürokratie, Ignoranz und Ideenlosigkeit sind halt eine schlechte Kombination.

          • Das erste mal in Deutschland war sie 2006, während der WM. Sie hatte damals einen sehr guten Eindruck von unserem Land. Dieser unverkrampfte Patriotismus, der bereit ist, andere Patriotismen als gleichwertig anzuerkennen ohne die eigenen Art gering zu schätzen ist nicht mehr da. Danke Frau Merkel.

        • Mein Kyrillisch sagt mir: Fritzui Pidarui.

          Ich habe nur mal für die Lateiner übersetzt. Die Deutschen werden Fritzui genannt, lustig. Und Pidarui erinnert mich ein bißchen ans Franzmännische, wo schwul pedé heißt, wenn ich noch auf der Laufenden bin. 🙂

          Aber nur ein bestimmter Typus Deutscher ist schwuchtelig. Und die Russen sind eben leider auch ein gutes Stück vormodern, illiberal, autoritär etc.

          Die haben ein Defizit an Modernität. Wir haben einen dekadenten Überschuß an Pseudomodernität.

        • Ich würde nicht sagen, dass Deutsche Schwuchteln sind, es ist eher eine Verweichlichung (das soll Schwuchtel eigentlich aussagen) die hier eine Rolle spielt. Man konzentriert sich nicht mehr auf die wirklich essenziellen Dinge, da es dafür andere gibt die es machen. In Russland war das immer schon anders, da es keine echte Wohlstandsperiode gab, in den meisten arabischen Staaten ist das auch so. Andererseits sehen viele Iraker oder Syrer die saudische Bevölkerung ebenfalls als verweichlichte Deppen an, wobei da die Religion bis zur kurzem scharfe Grenzen gesetzt hat. Im Islam ist es nämlich eine Tugend sich fit zu halten.
          Und ich glaube hier ist das Problem, je mehr in einer Gesellschaft die essenziellen Aufgaben an Subdienstleister vergeben werden, desto eher bekommt man ein Gefühl feudaler Größe, was vor allem viele Linke betrifft. Links wird nämlich schon lange nicht mehr mit der harten Arbeiterklasse assoziiert, sondern mit diesem urbanen, gutsituierten Milieu, welches entweder eine gutbezahlte Stelle im Staatsapparat wahrnimmt oder geerbt hat.
          Man kann das nur ändern, indem man jeden der in diesem Land lebt auch mal zwingt ganz unten zu arbeiten, egal ob aus einer HARTZ IV Familie oder aus einer Familie von Multimilliardären, jeder sollte gezwungen werden auch mal Obdachlose zu waschen oder Hundescheiße wegzuräumen. Dann bekommt man einen ganz anderen Blick auf die Welt und merkt, dass Gendersterne und irgendwelcher woker Scheiß keinem Menschen den Teller voll macht.

          • Mein Reden. Die ganzen in D existierenden parasitären Organisationen, die ihre Zeit einfach überlebt haben, sind obsolet. Ebenso wie das Beamtentum.
            Das schöne in Coronazeit ist allerdings, dass es heute auffällt, man braucht die Leute gar nicht. Sie gehen nicht zur Arbeit und dennoch funktioniert alles mehr oder weiniger.
            Jede Organisation, die eine gewisse Größe erreicht hat und eine zeitlang existiert, wird früher oder später den Großteil ihr zugedachten Ressourcen für den Selberhalt und nicht für den ursprünglichen Zweck aufwenden. Sehr schön zurzeit an der GEZ zu sehen.

    • Das sind größtenteils keine von Sprachwissenschaftlern durchgeführten Studien, sondern das waren voreingenommene Soziologen, die von Sprachwissenschaften (vor allem den historischen) nicht die geringste Ahnung haben.
      Und die Studien, die ich kenne, haben außerdem gravierende methodische Mängel.
      Wenn es stimmen würde, daß Sprache die Wirklichkeit formt, dann müßten Länder, in denen genuslose Sprachen gesprochen werden, geradezu ein Hort der Gleichberechtigung sein. Türkisch gehört da übrigens dazu, und die Türkei ist ja geradezu ein Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung, nicht wahr?

  3. „Allerdings weisen viele Studien schon lange und immer wieder neu durchaus darauf hin, dass Sprache unsere Wirklichkeit mit-bestimmt“

    Die Sprache ist ein vom Menschen gemachtes Werkzeug zum Ausdrücken der eigenen Gedanken. Sie hat keine mystischen Eigenschaften, die Gedanken zu lenken. Hätte sie diese Macht,, müsste man die Sprache als defekt ansehen, und Schuld wären dann diejenigen Menschen früherer Generationen die sie so konstruiert haben dass sie eine solche illegitime Wirkung hätte. Dafür gibt es entgegen der obigen Beteuerung jedoch nicht den geringsten Beleg.

    „Daher gibt es seit vielen Jahrzehnten Versuche, andere Geschlechter auch sprachlich abzubilden“

    Erst recht ist es keine Rechtfertigung dass der Feminismus selbst sich aufschwingt, die Sprache so umzukonstruieren dass sie die Gedanken lenke. Es kann zwar sowieso nicht gelingen, aber bereits der Versuch ist ein unfreundlicher Akt. Die Beteuerung „Wir sind ja die Guten, wir meinen es gut damit“ zieht nicht: Nein, ihr seid nicht die Guten.

    „Sprech- und Sprachverbote zum Beispiel. Damit haben die Gender Studies nicht viel im Sinn.“

    Doch, die „Gender Studies“ stellen „Richtlinien“ zum Sprachgebrauch auf, und diese sind bereits zum Teil in Gesetze und Verordnungen umgesetzt, die für Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes verbindlich sind.

    „Wo sie einem, pardon einer, doch begegnen: ansprechen und klären.“

    Mit dem Dienstherrn, der einen bei Verstoß entlassen kann?

    „Erst im zweiten Denkschritt ist die Lösung klar: Es gibt mindestens eine Chirurgin im Team, die Mutter des Jungen.“

    Der Propagandatrick dieses Beispiels besteht darin, dass es eine Position angreift die niemand vertritt. Auch im ungegenderten Hochdeutsch gibt es nämlich weibliche Formen, es gibt manchmal Situationen wo deren Verwendung geboten ist um Missverständnisse zu vermeiden, und niemand behauptet etwas anderes. Nur sind im Hochdeutschen die Regeln, wann die weibliche Form zu verwenden ist und wann sie fakultativ oder sogar falsch ist, andere als im politisch korrekten Dialekt des Deutschen.

    „Verkleinerte Männernamen wie Peterle scheuen in vielen Dialekten das Neutrum, indem sie trotz ihrer Diminutivendung im Maskulinum verbleiben (der Peterle).“

    Unfug. Korrekt ist in dem Fall nur „DAS Peterle“

    “ (die Schwuchtel, die Tunte, die Tucke)“

    Rosinenpickerei um etwas zu „beweisen“ was nicht stimmt. Die Koryphäe, die Führungskraft, die Person.

    • Mir ist nicht klar, auf welchen Text sich dein Kommentar bezieht. Wo kommen die Zitate her?

      Zwei inhaltliche Bemerkungen.

      1. Kommt dieses Beispiel mit der Chirurgin nicht aus dem Englischen? Da gibt es nur „surgeon“. Trotzdem denken Menschen bei „surgeon“ an einen Mann, wahrscheinlich weil es so wenig weibliche Chirurgen gibt. Das Beispiel beweist dann eher das Gegenteil, nämlich dass eine geschlechtsneutrale Sprache unsere Vorstellung, ob es ein Mann oder eine Frau ist, gar nicht ändert.

      2. Bei Zahnarzt denke ich in der Tat eher an einen Mann, aber auch nur deswegen, weil es das Wort Zahnärztin gibt. Bei Zahnarzttermin denke ich nicht an einen Mann, weil niemand das Wort „Zahnärztinnentermin“ verwenden würde. Ich fände es viel einfacher, grundsäztlich auf die feminisierte Form zu verzichten. Wie bei dem Wort Fräulein. Bei „Frau Schneider“ denkt ja auch niemand mehr, dass sie verheiratet sein muss. Neulich hatte ich eine Talkshow ich glaube zu Corona mit einer Unternehmerin gesehen. Die sagte an einer Stelle so was wie: „Ich bin Unternehmer und muss nunmal auch ökonomisch denken“. Die hatte überhaupt kein Problem mit der männlichen Form.

      • „Neulich hatte ich eine Talkshow ich glaube zu Corona mit einer Unternehmerin gesehen. Die sagte an einer Stelle so was wie: „Ich bin Unternehmer und muss nunmal auch ökonomisch denken“. Die hatte überhaupt kein Problem mit der männlichen Form.“

        Ja die hat auch wichtigeres zu tun, als sich mit diesem Käse zu beschäftigen.

      • „Unternehmer“ ist auch keine männliche sondern in Wirklichkeit die geschlechtsneutrale Form. Man sollte halt nicht das natürliche Geschlecht mit dem Genus verwechseln!

      • @Navido

        Erinnerst du dich noch an den Namen der Talkshow und den Sendetag? Ungefähr? Solche Talkshows haben ja in der Regel bekannte Moderatoren.

        Ich suche ja bekanntlich nach solchen Beispielen und bitte die anderen Leser höflichst, auch solche Erlebnisse zu posten. Im Alltag hört man diese genderungerechte Sprache auch sehr häufig. 🙂

          • Ich werde dein Beispiel trotzdem bei mir unterbringen. 🙂

            Vielleicht kommt die Erinnerung ja noch. Ich kann nur empfehlen, mal bei Frauen genauer hinzuhören. Die verwenden sehr häufig die Masku-Sprache.

            Andererseits sehe ich es auch so, daß dieser Schei* schon in fünf bis zehn Jahren Geschichte sein wird. Das wird sich aufgrund seiner so offensichtlichen Lächerlichkeit und ästhetischen Folterqualität deutlich schneller abnutzen als anderer feministischer Unsinn. 🙂

            PS: Du kannst ja den Satz der Unternehmerin eventuell noch präziser wiedergeben, falls es möglich ist.

          • Ich hab es gefunden. Es war bei Anne Will, 31.1.2021. Die Unternehmerin war Brigitte Meier.
            https://daserste.ndr.de/annewill/archiv/Ein-Jahr-Corona-Pandemie-Zeit-fuer-neue-Perspektiven,erste11564.html

            Den Wortlaut hatte ich nicht richtig in Erinnerung, aber das mit der männlichen Form war schon richtig, und darum geht es hier ja. Ca. bei Minute 17:30 sagt Brigitte Meier:
            „.., den Handel einfach zuzusperren, an so was muss man sich auch erst mal gewöhnen, also nicht ich als Unternehmer ….“

            Sie verwendet übrigens ziemlich konsequent immer die männliche Form, soweit ich das sehen kann
            (ich hab jetzt nur so weit geguckt, bis ich die Stelle gefunden habe), und sagt z.B. am Anfang „Ich bin ja kein Wissenschaftler ..“, and das war ganz sicher nicht so gemeint, dass sie ja eine Frau ist.

          • @Gendern bis der Arzt kommt:
            Das wird schon wegen der Sprachökonomie verschwinden. Man sieht das schon daran, daß auch die Verfechter dieses Unsinns den Quatsch in ihrer alltäglichen Sprache nicht verwenden. Es ist einfach ein völlig unnötiger Aufwand. Abgesehen davon, daß es die Sprache verarmen läßt, verschwinden doch die neutralen Formen. Sätze wie „Frauen sind die besseren Autofahrer.“ werden dann unmöglich. (Und nein, das Partizip Präsens löst das Problem auch nicht.)

    • „Erst recht ist es keine Rechtfertigung dass der Feminismus selbst sich aufschwingt, die Sprache so umzukonstruieren dass sie die Gedanken lenke.“

      Und spätestens bei dem Gedanken, die AfD oder NPD würde dies nach ihrem Geistesgut/Ideologie machen, wäre klar warum auch der Feminismus dazu keinen gesellschaftlichen Auftrag dazu haben kann. Sprache verändert sich oder Sprache wird verändert, darin besteht ein Unterschied.

      • Am Ende ist es eine reine Machtfrage: Feministas verändern die Sprache weil sie es können und sich davon einen Vorteil versprechen.

        Und sie werden dabei von denen unterstützt, die sich selber einen (eigenen aber vielleicht anderen) Vorteil versprechen.

    • @Navido „Mir ist nicht klar, auf welchen Text sich dein Kommentar bezieht. Wo kommen die Zitate her?“

      Aus dem Haupttext, aber der wurde danach anscheinend gekürzt. Bin auch gerade verwirrt 🙂

      „Kommt dieses Beispiel mit der Chirurgin nicht aus dem Englischen?“

      Mag sein, ich bin auf die Version eingegangen wie sie hier zitiert wurde.

  4. Daniel Scholten von dem Blog Belles Lettres, seines Zeichens historischer Sprachwissenschaftler, hat die unwissenschaftliche Argumentation der „Linguisten“ Lobin und Nüblin schon vor einiger Zeit auseinandergenommen:
    https://www.belleslettres.eu/content/deklination/gender-nubling-lobin-sueddeutsche.php
    Das Video dauert fast zwei Stunden, lohnt sich aber. Das im Artikel genannte Beispiel „die Memme“ findet sich ab 36:07.

    Stefanowitsch scheint sein besonderer Freund zu sein:
    https://www.belleslettres.eu/content/wortkunde/busen-etymologie.php
    https://www.belleslettres.eu/content/deklination/genus.php
    https://www.belleslettres.eu/content/wortkunde/sympathie-etymologie.php

    • Tatsächlich suche ich seit Jahren eine Studie, die tatsächlich wissenschaftlich aussagekräftig ist, und die Behauptung belegt. Ich werde die Frau Mal anschreiben.

  5. Was soll‘s, wenn sie in 30 Jahren irgendwann merken, dass das Gendern in der Sprache nicht für mehr Frauen in Führungspositionen gesorgt hat, wird das Ganze wieder zurückgerollt.
    Wahrscheinlich kommt dann jemand auf den Trichter, dass „gendergerechte“ Sprache sexistisch ist.

    • Solange hält sich das nicht.
      Meine Prognose: Das wird noch in diesem Jahrzehnt beerdigt, mitsamt dem Staatsfeminismus. Alles kontraproduktiv und viel zu teuer für die Gesellschaft angesichts echter drängender Probleme. Der Backlash ist gewiss (kann natürlich hässlich werden).

      • „Der Backlash ist gewiss (kann natürlich hässlich werden).“

        Eben darin sehe ich auch ein Problem. Das Pendel ist auf der femi-faschistischen Seite so extrem Richtung Feminismus ausgeschlagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie weit es in die Gegenrichtung zurückschlagen wird. Wird es, vergleichbar mit Entnazifizierung, eine Entfeminimisierung geben? Einen Erlass gegen feministische Umtriebe, vergleichbar mit dem Radikalenerlass in den 70ern?

        • Entfeminisierung im Sinne einer Entnazifizierung wär in Ordnung. Die Gefahr besteht darin, dass sich dann ein neuer/alter Konservatismus vereint mit Schwulenhass udgl obenauf sehen könnte. Die Keime dafür existieren. Indirekt wäre an der Entwicklung zwar der extreme Genderismus schuld, aber das Wissen würde dann auch nichts mehr nützen.

        • Glaube ich nicht. Männer aus unseren Breitengraden werden niemals gegen Frauen antreten und diese sanktionieren wollen.

          Der Backlash wird eher darin bestehen, dass Männer aus unseren Breitengraden auch nichts gegen z.B. einen allgemeinen Burkazwang unternehmen würden, solange es genug Ilhan Omar Klone gibt, die ihnen versichern, dass Schleier voll pro-Frau ist.

        • Alle rein ideologischen Gesetze halte ich für einen Fehler.

          Viel wichtiger wäre, dafür zu sorgen, dass wichtige Stellen mit klugen Leuten, Leuten mit Rückgrat besetzt werden und Psychopathen draußen bleiben. Außerdem müssen die bestehenden Gesetze endlich wieder durchgesetzt werden, den ÖR kann man allein dadurch schon aufräumen, weil die in gravierender Weise die Gesetze verletzen, an die sie gebunden sind. Kontrolliert nur niemand.

          Weiterhin wichtig: die Strukturen austrocknen. Die lesbischen Netzwerke, ebenso wie die linksradikalen und die im Aufbau befindlichen islamischen, lassen sich in nicht unerheblichem Maße von der Politik finanzieren, siehe z.B.
          https://www.danisch.de/blog/2021/04/13/bundesregierung-foerdert-terroristen-und-islamisten/

          Die Förderung ideologischer Vereine usw. von Seiten der Politik muss komplett unterbunden werden, ebenso die Förderung durchs Ausland, die Förderung per Stiftung sollte man zumindest im konkreten Fall untersuchen, inwiefern sie mit unserem GG vereinbar ist.

          Und last but not least, mehr direktdemokratische Mitbestimmung, um durchgeknallten Gesetzen von vornherein den Boden zu entziehen.

          Das reicht, um den aktuellen Feminismus in die Schmuddel-Ecke zurückzutreiben, in die er gehört. Ganz ohne, dass man das Pendel in die Gegenrichtung schwingen lässt.

          • Es gab da mal eine Idee, die mir gefallen hat. Wahlrecht aktiv/passiv gibt es nur für echte Steuerzahler. Das würde reichen. Wer zahlt, der bestimmt. Schutz für Minderheiten muss natürlich gelten.
            Feminismus und Gendertröten kauft keiner mit eigenem Geld. ÖR kauft auch keiner. Illegale Zuwanderer nimmt auch niemand von eigenem Geld. Subventionen wären Vergangenheit und ein Parlament braucht keine 7xx Abgeordnete, die doch nur nach Kommando abstimmen.
            Dann noch eine sehr hohe Mauer um Berlin, damit keiner mehr raus kann und fertig.

          • @Mika: Warum sollte dann ein Millionär, der selbst nicht arbeitet aber andere für sich arbeiten lässt, das Wahlrecht genießen? Leuchtet mir nicht ein.

          • @y

            sieh es mal von der anderen Seite. Warum sollen Gendertrullas, die keinen Mehrwert bringen, wählen dürfen.

          • @Mika

            Was ist ein „echter“ Steuerzahler?

            Ich habe meine ersten Steuern übrigens im Alter von sechs Jahren gezahlt. Wahlrecht also auch für Kinder?!?

          • @Mika das hatten wir im 19. Jahrhundert. Demokratie bedeutet one man one vote, ohne wenn und aber. Warum auch Habenichtse das Recht haben sollen die Politik mitzubestimmen, und wo das Problem liegt „nutzlose Gendertrullas“ auszugrenzen, gebe ich dir als Hausaufgabe.

          • „Und last but not least, mehr direktdemokratische Mitbestimmung, um durchgeknallten Gesetzen von vornherein den Boden zu entziehen.“
            Was erleichtert würde, wenn das Volk allen oder zumindest allen vom Parlament erlassenen Gesetzen zustimmen muss, was geht, wenn alle 3 Monate über eine Menge Gesetze abgestimmt wird, wobei jeder, der zur Abstimmung erscheint, über nur ein Gesetz abstimmen darf. Welches das wird per Los oder alternativ von ihm selbst bestimmt.
            Nachteil von erster Variante: Man muss sich über viel informieren, wofür man sich nicht interessiert.
            Nachteil von zweiter Variante: Leute, die ein wirtschaftliches Interesse am Gesetz haben sind überrepräsentiert.

            @Steuer nur für Steuerzahler:
            Das würde ich eh nur in Betracht ziehen*, wenn die obere Mittel- und die Oberschicht weniger Stimmen bekäme, um nicht überrepräsentiert zu sein, und dann auch nur für klientelistische Gesellschaften, da in solchen Gesellschaften die Politiker extra unnötige Arbeitsplätze und so schaffen, nur um sich Stimmen quasi zu kaufen.
            *Nicht, dass ich dafür wäre.

          • 1) Bei der Zahlung der Steuer wird das Geschlecht des Steuerpflichtigen erfasst.

            2) Ausgaben des Staates(Bund,Länder,Kommunen), die ausschließlich einem Geschlecht zur Gute kommen, werden in der Höhe der Steuereinnahmen des jeweiligen Geschlechtes gedeckelt.

            3) Überschüsse eines Geschlechtes dürfen nicht zur Finanzierung eines anderen Geschlechtes genutzt werden.

            4) Steuern, die nicht geschlechtsbezogen erfasst werden können(z.B. MwSt im Einzelhandel) werden für allgemeine Steuerausgaben des Staates verwendet.

  6. Das Tolle ist doch, dass auch in Amerika Leute bei der Erwähnung eines „surgeon“ an einen Mann denken. Ganz ohne grammatikalische Geschlecht. Damit ist das Hauptargument schon mal in seiner einfachen Version widerlegt. Es bräuchte einen Nachweis, dass dieser Effekt in Sprachen mit grammatikalischen Geschlecht signifikant grösser ist um überhaupt einen Anfangsverdacht zu haben.

    Meine Erwartung wäre aber dass da kein Unterschied besteht, weil Sprache nur ein Code ist für die Realität.
    Man müsste die Riesenkraft der Sprache ja auch bei bereits bestehenden weiblichen Formen messen können: denken die Leute bei Koryphäen als erstes an Frauen? Es würde mich wundern – aber diese Vögel versuchen ja nie ihre Hypothesen zu widerlegen und meiden so die Wissenschaft wie der Teufel das Weihwasser.

    • Der Ansatz ist doch genau andersherum: Es soll den Menschen beim hören/lesen einer Bezeichnung das Bild einer Frau in den Kopf gehämmert werden.

      In Sprachen mit generischem Maskulin ist das über die Sprache selber möglich. Deswegen schrauben die Feministas hierzulande ja auch genau auf der Baustelle so hingebungsvoll herum.

      In anderen Sprachräumen braucht es dafür dann andere Mittel, das Ziel bleibt aber das gleiche.

      • „Der Ansatz ist doch genau andersherum: Es soll …“

        Das ist aber schon normativ. Und wahrscheinlich ist das genau auch der Hintergedanke.

        Frank 2 bezieht sich aber auf die vorgeblich nicht-normativen Studien, die angeblich zeigen, dass man bei „Maurer“ deshalb typischerweise an männliche Personen denkt, weil dieses Wort ein Maskulinum ist (und nicht, weil man bisher nur männliche Maurer zu Gesicht bekommen hat).

        Frank 2 nimmt diese Studien als das, was sie zu sein vorgeben (nämlich nicht-normativ), wogegen Du sie als bloß verschleierte Mittel eines normativen Ansatzes interpretierst und vielleicht auch entlarvst.

    • Wenn ich zum Zahnart oder Allgemeinarzt oder der Apotheke muß, denke ich an die Funktion, nicht an eine Person.
      Mein Hausarzt z.B. hat eine Gemeinschaftspraxis m/w gemischt.
      In der Apotheke ist die Mehrzahl w vorhanden, nur ein m.
      Ist mir da auch schnurz wer mir meine Medikamente gibt.

  7. viele Studien schon lange und immer wieder neu durchaus darauf hin, dass Sprache unsere Wirklichkeit mit-bestimmt

    Ah, die Dame von der Gedankenpolizei. Man könnte auch ganz viele Studien immer wieder neu und durchaus damit füllen, dass in meinem Kopf bei „Kanalarbeiter“ oder „Fernfahrer“ männliche Personen erscheinen, bei „Lehrer“ oder „Erzieher“ aber nur weibliche. Wenn ich ganz tief in mir wühle, dann finde ich doch noch einen männlichen Lehrer, nämlich die Strichzeichnung von Lehrer Lämpel von Max & Moritz.

    Daher würden meine immer wieder neuen Studien durchaus darauf hinweisen, dass die Wirklichkeit unsere Wirklichkeit bestimmt – und dass Sprache lediglich ein Mittel ist, diese zu beschreiben.

    Aber in der Wirklichkeit gibt mir keiner Geld, Institutionen und Studiengänge, diese Studienergebnisse anfertigen zu lassen.

  8. Allerdings weisen viele Studien schon lange und immer wieder neu durchaus darauf hin, dass Sprache unsere Wirklichkeit mit-bestimmt.

    Diese Floskel wird leider immer häufiger als Argument verwendet. Leider lassen sich wahrscheinlich viele Menschen davon blenden, da sie denken, dass diese Studien schon ihre Richigkeit haben werden und sie daher nicht weiter prüfen. Hauptsache das eigene Weltbild wird bestätigt.

    In Bezug auf Geschlecht gibt es Studien die zeigen, dass die männlichen Allgemeinformen (Arzt, Lehrer, Professor, Schüler …) das, worum es jeweils geht, als tendenziell männlich prägen.

    Und dennoch sind an den Grundschulen 90 % der Lehrer weiblich und an den Gymnasien 60 %. Und das ganz ohne gendergerechte Sprache. Wie ist das möglich, wo doch häufig behauptet wird, dass männliche Berufsbezeichnungen Frauen eher davon abhalten diesen Beruf zu ergreifen? Ach das ist alles so dumm.

    • Dem wäre noch hinzuzufügen, daß es völlig irrelevant ist, ob Probanden in Experimenten sich bei generisch maskulinen Ausdrücken eher Männer vorstellen.

      Es ist nicht verboten, sich eher Männer vorzustellen. Und wir fragen uns auch im Alltag, wenn wir z.B. „Liebe Nachbarn“ lesen, nicht, was wir uns da vielleicht vorstellen mögen. Weil es für die Verständigung zwischen den Menschen schlicht irrelevant ist.

      Würden diese unfaßbar kaputten Pseudowissenschaftler ihren Probanden die Frage stellen „Glauben Sie, daß mit dieser Formulierung, auch Frauen gemeint sind?“, dann könnten sie von heute auf morgen ihren Professorensessel räumen und die gesamte „feministische Linguistik“ und all ihren Gedankenschrott für Geschichte erklären.

      Nur diese Frage ist für den Alltag relevant.

      Aber diese „Wissenschaftler“ haben kein Interesse daran, ihre eigenen Phantasmen zu falsifizieren bzw. die Funktionalität der etablierten Sprache zu validieren.

      Ihnen geht es allein um die übliche Benachteiligungstheatralik. Und diese sprachliche „Benachteiligung“ haben sie mit der Art ihrer Fragestellung bewiesen. 🙂

      PS: Ich bin übrigens weder Wissenschaftler noch habe ich irgendein Sprachfach studiert. Man kann also sehen, was für Banausen wir heute mit unseren Steuergeldern an den Universitäten bezahlen. Diese Leute wollen, daß wir die „richtigen“ Gedanken denken. Daß wir nicht mehr die „falsche“ Sprache sprechen. Das ist eigentlich alles mehr als ein schlechter Witz.

      Ich habe diese Dinge auch im folgenden Artikel mal besprochen:

      Nicht ganz geschlechtergerechte Sprache auf „Spiegel Online“

  9. Frau Braslavsky schreibt oben:

    „Aber die gewissermaßen idealtypische Person eines solchen Konzepts wird eher männlich gedacht, die männliche Form ist also die Norm. Daher gibt es seit vielen Jahrzehnten Versuche, andere Geschlechter auch sprachlich abzubilden – was der empirischen Wirklichkeit auch eher entspräche.“

    Verstehe ich nicht. Maurer z. B. sind typischerweise männlich. Wieso macht dies die männliche Form zur Norm? Wieso schreibt sie: „die männliche Form ist also die Norm? Wie rechtfertigt sie dieses Also? Wieso können Frauen keine Maurer sein?

    Und was entspricht eher der „empirischen Wirklichkeit“? Dass viele Maurer weiblich sind? Oder dass viele Maurer, nicht heterosexuell sind, sondern ein „diverses“ Geschlecht haben?

    Übrigens sind inzwischen viele Frauen in Führungspositionen tätig – nicht weil sie qualifiziert dazu wären, nicht weil sie ambitioniert und ehrgeizig wären, sondern allein wegen „Diversity“ und „Inclusion“. Das entspricht der „empirischen Wirklichkeit“. Frage: Soll vielleicht diese Tatsache „sprachlich abgebildet“ werden? Warum nicht?

    Wie oben von anorak2 schon bemerkt worden ist, verfolgt der gesamte Text von Frau Braslavsky eine „Motte and Bailey strategy“.

    https://rationalwiki.org/wiki/Motte_and_bailey

  10. Ich muß das gar nicht weiterlesen, denn schon die ersten Formulierungen erzeugen Brechreiz. Ich bin immer wieder fassungslos, wie extrem dumm solche Gender-Professoren sein können.

    Gleich zu Anfang faselt sie etwas von der „Ungleichheit von Mann und Frau“, die es zu beseitigen gelte. Sie ist also als Professorin zu dumm, um zu begreifen, daß Ungleichheit per se weder etwas Negatives noch etwas Positives ist. Ungleichheit ist kein Synonym von Ungerechtigkeit. Genauso primitiv denken aber diese Gender-Fuzzis.

    Und dann reden wir selbstredend nur von „feministischen Ungleichheiten“. Also Männer und ihre Probleme interessieren nicht. Siehe Obdachlosigkeit, Selbstmordrate, Sorgerecht, Beschneidung etc.

    Das sind Professoren! Die sticht jeder gebildete Zehntklässler aus.

    Daß Sprache unsere Wirklichkeit bestimme, ist eine extrem hohle Phrase ohne argumentativen Wert und die impliziert, daß die etablierte Sprache angeblich defizitär sei, was niemand außer Gender-Fuzzis so empfindet.

    Das nennt man Empirie. Aber mit dieser Empirie wollen diese Gender-Zombies nichts zu tun haben.

    Das ist eine Sekte, die sich in der Universität breit gemacht hat. Und echte Linke mit Eiern würden diese Sekte bekämpfen und sich wieder um echte Probleme kümmern.

    Sprache ist von ihrem Wesen her repräsentativ und reguliert sich selbst. Da sie sonst im Alltag nicht funktionieren würde. Echte „Repräsentationslücken“, also wo ein tatsächlicher Bedarf, eine Nachfrage besteht, werden notgedrungen sofort geschlossen. Dafür bedarf es keiner Psychopathen, die an den ewigen Unterstrich glauben.

    Sprache ist gewissermaßen Marktwirtschaft. Das Beste, das Nachgefragteste setzt sich durch. Jetzt könnten sich diese „Wissenschaftler“ ja mal fragen, warum im normalen Volk keinerlei Nachfrage nach der Gendersprache besteht – und auch keine Repräsentationslücken. Man muß sich aber immer klarmachen, daß diese Unwissenschaftler mental gar nicht dazu in der Lage sind zu erkennen, daß die von ihnen postulierten Repräsentationsdefizite im Alltag gar nicht existieren. Die sind so elitär verblendet, daß sie zu diesem Erkenntnisschritt gar nicht mehr fähig sind.

    Feministische Linguistik ist sprachliche Planwirtschaft, wie man an all den Verordnungen und Zwängen sehen kann. Wobei die sozialistische Planwirtschaft immerhin noch versucht hat, echte Bedürfnisse zu befriedigen. Das ist bei den Gender-Autokraten nicht der Fall.

    Diese Gender-Professoren verstehen rein gar nichts von dieser Materie und bauen ihre Ansichten auf völlig spekulativen, politisierten und gewollten Postulaten auf. Eigentlich eine Schande für die deutsche Wissenschaft, daß solche Leute an der Universität beschäftigt werden.

    PS: Jeder Normalbürger, der ein bißchen über Sprache nachdenkt, ist kompetenter als diese Genderfuzzis. Und eigentlich wäre es die Aufgabe echter Konservativer, diesen Schwachsinn z.B. in Talkshows in der Luft zu zerreißen. Aber dafür sind Konservative nicht intellektuell genug. 🙂

    • Zu kompliziert.
      Man sollte das Gendersternchen oder (:x_) weglassen und einmalig den Schalter ♂ verwenden. Beim Sprechen das Gleiche(*)
      Ähnlich wie der einleitende Tag und der ausleitende Tag .
      So kann man anzeigen, daß das generische Maskulinum gemeint ist.

      Um herauszufinden, wie der einleitende und ausleitende, gesprochene Schalter auszusehen hat, ist ein Professorenprogramm mit anfangs 500 Lehrstühlen einzurichten.

  11. „,dass Sprache unsere Wirklichkeit mit-bestimmt“ ist eine extrem unkonkrete Formulierung, und in dieser Allgemeinheit wohl kaum zu bestreiten. Es läge an den Feministen, nachzuweisen, in wie fern das „mit gemeint“ werden diskriminierend ist. Mitgemeint wird ständig; ich bin als Mann auch eine Person oder eine Arbeitskraft, ohne dass ich sehen könnte, in welcher Weise mich das benachteiligt.

    Darüber hinaus müsste nachgewiesen werden, in wie fern die feministische Sprachverbesserung die angebliche Diskriminierung beseitigt. Wenn im Radio von Radfahrenden statt von Radfahrern gesprochen wird, denke ich dabei in keiner Weise mehr an Frauen (höchstens an Feministinnen und ihren Wahn), warum sollte ich auch?

    Solange diese Nachweise nicht erfolgen, halte ich die feministische Sprachverhunzung einfach nur für einen Versuch, anderen ohne jede demokratische Legitimation den eigenen Willen aufzuzwingen.

  12. Man kann da nur immer wieder Anatol Stefanowitsch zitieren, denn der muss es ja wissen.
    Anders als bei den eingangs diskutierten geschlechtsneutralen Formulierungen handelt es sich bei den orthografischen Konventionen nämlich um das, was in der Sprachwissenschaft als „soziolinguistischer Marker“ bezeichnet wird – sprachliche Merkmale, die von der Sprachgemeinschaft mit bestimmten sozialen Gruppen assoziiert werden. Indem man die Bediensteten der Stadt Hannover zum Gendersternchen verpflichtet, zwingt man sie kurzfristig in eine Community of Practice, zu der sie eigentlich nicht gehören. Mittelfristig löst man damit dann die Verbindung des Markers zu dieser Gemeinschaft auf: Solange ich das Gendersternchen freiwillig – vielleicht sogar gegen gewisse Widerstände – verwende, kommuniziere ich damit auch, dass ich mich zu einer Gruppe von Menschen mit bestimmten Vorstellungen über Geschlecht rechne. Je mehr Menschen eine bestimmte Form verwenden, weil sie dazu gezwungen sind, desto schlechter lassen sich solche Rückschlüsse ziehen. Das Gendersternchen verliert so nicht nur seine Bedeutung im engeren Sinne, sondern auch seine Fähigkeit, die Weltsicht derjenigen zu vermitteln, die es verwenden.
    https://zeit.de/kultur/2019-01/gender-sprache-geschlechtergerechtigkeit-hannover-leitfaden-gleichstellung/komplettansicht

    Gendersprache und Gendersternchen sind soziolinguistische Marker.

  13. „Mädchen gelten tendenziell als brav,.. – Jungen als laut … Schulen belohnen daher Mädchen. Aber eben auch nur die, die ‘mädchenhaft’ sind. Mädchen und Jungen also, die diesen Klischees nicht entsprechen, haben es beide schwerer. “

    Wieso Jungen es schwerer haben sollen, wenn sie nicht den Klischees entsprechen, leuchtet mir nicht ein. Das gilt ja wohl eher nur für Mädchen, wenn sie entgegen dem Klischee undiszipliniert sind. Es ist nicht erlaubt, Noten zur Disziplinierung einzusetzen. Passieren tut es natürlich trotzdem. Der richtige Ansatz wäre es, erstens diese Praxis zu verurteilen und dagegen vorzugehen, und sich zweitens nicht zu wundern, wenn Jungen bei gleichen Schulnoten als kompetenter eingeschätzt werden.

    Interessant ist, dass diese Gender-Professorin gar nicht leugnet, dass Jungen in Schulen benachteiligt sind, sondern nur darauf hinweist, dass es auch andere Ursachen für Benachteiligung gibt.

  14. Öh, liegt das jetzt an meinem Browser, oder fehlt da jetzt irgendwie die Besprechung? Bei mir besteht der Beitrag fast nur aus der Frage (dem „Mythos“) und der Antwort von Frau Dingenskirchen, die mit dem Satz „Dazu gibt es in den Gender Studies viel Forschung, und auch unterschiedliche Ansätze sowie Praxen im eigenen Schreiben, Lehren und Forschen.“ endet. Allerdings erwähnen die Kommentare hier Textteile, die ich in dem Blogeintrag gar nicht sehe.

  15. Ich bin ja mal gespannt wann die Forderung nach männlichen Formen für Person, Kraft, Koryphäe etc kommt. Von feministischer Seite natürlich, damit mit Koryphäen und Koryphäer Frauen auch explizit erwähnt werden und sich nicht im generischen Femininum verstecken müssen.

    • Bei Luise Pusch ist alles möglich. Die ist so etwas wie die Psycho****in der Femi-Linguistik. Ich sage nur „das Arbeit“, „das Fliesenleg“, „das Bildungsverlier“.

      Bei der, aber auch den anderen Linguistinnen sieht man schön, was für einen völlig kranken und größenwahnsinnigen Zugang die zum Thema Sprache haben. Die haben nicht das geringste Verständnis davon, wie Sprache funktioniert.

      PS: In einem ihrer vielen sich meist widersprechenden Vorschläge empfahl sie die Abschaffung jeglicher Geschlechtsendungen + Neutralisierung.

      Tja, es ist ein Grundproblem der Linken, daß viele Menschen soziale und andere Gerechtigkeit wollen, nur daß linke Spinner eben mit windigen, weltfremden Konstruktionen behaupten, völliger Unsinn müsse unbedingt durchgesetzt werden, weil das gerecht oder fortschrittlich sei.

      Die Leute sind unfähig, hinter Begriffe zu schauen, und bezeichnen Kritiker dann schnell als Klassenfeind, wie man aktuell bei Sahra Wagenknecht beobachten kann.

  16. Weil häufig das Argument kommt, dass ein Gendersternchen die Sprache unleserlich macht, hier ein paar ganz normale deutsche Wörter:

    Autorennennung
    Barankauf
    Domorgel
    Alpenostrand
    Urinsekten
    Zwergelstern
    Kreischorverband
    Talentwässerung
    Brathering
    Altbaucharme

    • Hurra, Hurra, der Pumuckl ist wieder da!!

      Mal ganz im Ernst, was willst Du uns mit diesem Mental-Durchfall sagen? Dass das Vorhandensein einiger weniger – besonders ohne Kontext – schwer(er) lesbarer Wörter die zwingende Folge haben muss, den gesamten Wortschatz zu verstümmeln?

      Selbst Du hattest schon einmal (etwas) weniger lächerliche Argumente.

    • „Dass das Vorhandensein einiger weniger – besonders ohne Kontext – schwer(er) lesbarer Wörter die zwingende Folge haben muss, den gesamten Wortschatz zu verstümmeln?“

      Die betreffenden Wörter könnte man übrigens leicht leichter lesbar machen, während die Gendersprache ein Zusatz ist, der das Gegenteil bewirkt:

      Autoren.nennung
      Bar.ankauf
      Dom.orgel
      Alpen.ost.rand
      Ur.insekten
      Zwerg.elstern
      Kreis.chor.verband: Das einzige, was Sinn ergibt
      Tal.entwässerung
      Brat.hering
      Oder so:
      Alt’bau’charme

      Dann steht die Rechtschreibkorrektur nicht mehr im Weg. Hat eigentlich schon mal jemand so einen Rechtschreibreformvorschlag gemacht?

  17. Ich grübelte gerade eine Weile über den scheinbar sinnlosen Satz von @GbdAk:

    „Aber Spaß beiseite: Eine der dümmsten Formulierungen des Genderwahns ist wohl „jeder“ – als „geschlechtergerechter“ Ersatz für „jeder“.

    Jetzt habe ich den Grund gefunden:
    Mein Browserplugin „Binnen-I-be gone“ war natürlich – wie immer – an und hat alle Beispiele fürs gendern entgendert.

    Kann ich aber trotzdem empfehlen, das Plugin.

  18. „Allerdings weisen viele Studien schon lange und immer wieder neu durchaus darauf hin, dass Sprache unsere Wirklichkeit mit-bestimmt.“

    „mit-“ und „viele Studien“. Wenn ich sowas schon höre…

    Abgesehen davon gehe ich davon aus, dass bei der Psyche das Sein das Bewusstsein bestimmt, nicht umgekehrt. Und Nu? Jetzt sind wir im weltanschaulich-religiösen Bereich, der sich dem Diskurs entzieht.

    Abgesehen davon gibts eine Gegenprobe zur impliziten Behauptung der Dame, durch Verbesserung der Sprache die Welt verbessern zukönnen: Man verbiete ein Schimpfwort. Was wird passieren? Für dieselbe Sache entsteht nach kurzer Zeit ein neues Schimpfwort.

    Das Ganze ist Besserwisserei und Unterwerfungsgeste als billige Waffe im Machtkampf. Mehr nicht. Vielleicht noch ein Scheinerfolg. Man kehrt den Dreck unter den Teppich und feiert sich dann.

  19. Pingback: Sprachen ohne Genus, Gesellschaften ohne Sexismus | uepsilonniks

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