„Was hat mansplaining mit Frauen zu tun? Gar nichts“

In einer Diskussion bei Onyx fand ich zwei Kommentare zum Thema „Mansplaining“

Zunächst schreibt Leszek bei Onyx:

Hier wird eine bestimmte negativ beurteilte Verhaltensweise in geschlechter-essentialistischer Weise einem bestimmten Geschlecht zugeordnet anstatt auf Menschen als Individuen zu fokussieren.
Findest du sowas nicht einseitig, sexistisch und kritikwürdig?

Und selbst wenn es stimmen würde, dass Männer solches Verhalten IM SCHNITT häufiger an den Tag legen als Frauen, was erstmal durch ernsthaft wissenschaftliche Untersuchungen – also solche jenseits des Mainstream-Feminismus – zu belegen wäre, dann würde das 1. nichts daran ändern, dass es sich trotzdem um eine Minderheit handelt und 2. wären in dieser Hinsicht auch die Ursachen aus einer um Objektivität bemühten Haltung heraus zu analysieren.

Wäre es nicht möglich, dass in solchen Situationen manche Männer einfach nicht wissen, dass sich eine Frau mit einem bestimmten Thema auch gut auskennt?

Und wäre es nicht möglich, dass die – leider sozialwissenschaftlich und sozialpsychologisch gut belegte – durchschnittliche Partnerwahlpräferenz von Frauen für Selbstbewusstsein und Status bei Männern bei manchen Männern dazu führen könnte, zu versuchen ihren Partnerwert zu betonen, indem sie gegenüber Frauen Wissen und Kompetenz signalisieren?

Und wäre es nicht möglich, dass es Frauen gibt, die auf die Signalisierung von Wissen und Kompetenz positiv reagieren?

Dann wäre hier nämlich zu berücksichtigen, dass spezifische Partnerwahlpräferenzen und Verhaltensweisen von Frauen ihren Beitrag zu diesem Phänomen leisten.

Und selbst wenn ein Mann genau wüsste, dass sich die Frau mit dem entsprechenden Thema auch gut auskennt, wäre es nicht möglich, dass ein Mann sich so verhält einfach um zum Ausdruck zu bringen, dass er ihre Interessen teilt und auf diesem Gebiet kompetent ist?

Führt der geschlechter-essentialistische Vorwurf des „Mansplaining“ nicht dazu die gleichen Verhaltensweisen, wenn sie von Frauen ausgehen, großzügig zu übersehen oder gar als positives Zeichen weiblicher Emanzipation zu interpretieren, während bei Männern umstandslos eine negative Motivation unterstellt wird, obwohl auch eine ganz andere Motivation dahinter stehen kann?

Berechtigte Hinweise, dass da viel Hass drin ist und der Vorwurf gern schlicht zur Abwertung von Männern genutzt wird.

Auch interessant fand ich den folgenden Kommentar von Jochen Schmidt bei Onyx:

Als Ergänzung würde ich vielleicht den Akzent ein wenig verschieben. Ausgehend von Deiner Kritik „… eine bestimmte negativ beurteilte Verhaltensweise in geschlechter-essentialistischer Weise einem bestimmten Geschlecht zugeordnet anstatt auf Menschen als Individuen zu fokussieren“, würde ich mal vom Geschlecht des jeweiligen Zuhörers abstrahieren.

Das im Video-Clip beschriebene Verhalten erlebe ich als Berater täglich: wenn die Ingenieure mit den Monteuren streiten, wenn der Kunde mit dem Lieferanten streitet, wenn die Laborleiter mit den Abteilungsleitern streiten, wenn die Projektleiter mit den Leuten vom Controlling streiten, ich erlebe es in jedem Meeting, ich erlebe es sogar auf der Weihnachtsfeier.

Was hat mansplaining mit Frauen zu tun? Gar nichts. Männer erklären anderen Männern ständig irgendwelche Sachen, und zwar ungefragt (ähnlich „Mittelwert“ unten). Genauer: sie versuchen, es dem jeweils anderen Mann zu erklären – wobei der andere Mann sich seinerseits bemüht, dem ersteren Mann etwas zu ganz anderes zu erklären, was diesen anderen Mann jedoch zu weiteren hartnäckigen Erklärungs-Versuchen anstachelt …

Auf diesen Weise halten sich die Männer und ihre Erklärungsversuche gegenseitig in Schach. Wenn jeder dem anderen etwas erklären will, dann muß jeder mal ab und zu die Luft anhalten, sofern das Gespräch überhaupt noch aufrecht erhalten werden soll. (Nebenbei: in einem früheren Projekt hatte ich mal einen griechischen Kollegen, den habe ich aus gegebenem Anlaß gefragt: Warum sind die Griechen so unverschämt? Seine trockene Antwort: „Das kommt Dir nur so vor; die Griechen sind *alle* unverschämt, da hebt die Unverschämtheit des Einen die Unverschämtheit des Anderen auf; wenn alle unverschämt zueinander sind, dann müssen sie sich letztlich zusammenraufen, um doch noch was gebacken zu kriegen … Du bist *nicht* unverschämt – *das* ist das Problem.“)

So, was passiert nun, wenn Männern Frauen gegenüber das tun, was sie anderen Männern gegenüber ständig tun? Wenn sie also wieder irgendwelche weit hergeholten Erklärungen vom Stapel lassen? Nun, offenbar tun viele Frauen dann nicht das, was Männer in so einer Situation reflexartig tun: dagegen halten mit noch weiter hergeholten Erklärungen. Viele Frauen hören stattdessen brav zu und denken sich ihren Teil. Hinterher gehen sie dann zur Gleichstellungsbeauftragten und präsentieren ihr Opfer-Abo.

Natürlich kann man kritisieren, daß Männer offenbar ein unbezähmbares Verlangen danach haben, anderen Leuten – ungefragt – irgendwelche Sachen zu erklären. (Bei dieser Kritik sollte man allerdings jene Faktoren berücksichtigen, die Du oben genannt hast: z. B. daß es für Männer wichtig ist, in der Kommunikation ihren Status abzusichern, oder gar einen höheren Status zu erwerben). Aber eines darf man nicht: den Erklärungs-Drang von Männern gendern, d.h. darstellen als ein Verhalten, das Männer typischerweise *nur* Frauen gegenüber an den Tag legen. Wenn ich *allen* Leuten auf die Füße trete, dann soll man gefälligst nicht so tun, als würde ich immer nur den Frauen auf die Füße treten. In einem solchen Gendern offenbart sich ein doppelter Standard, der nicht zulässig ist („Mansplaining von Mann zu Mann ist OK – mansplaining von Mann zu Frau ist übel.“)

Soweit also mein kleiner Versuch, einen „geschlechter-essentialistischen“ Ansatz zu vermeiden …

Wie Du vielleicht bemerkt hast, habe ich Dir die ganze Zeit über etwas erklärt – obwohl Du mich gar nicht danach gefragt hast. Wenn Du jetzt nicht schleunigst reagierst wie ein richtiger Mann, dann würde ich einfach noch ein Dutzend weiterer Erklärungen aus dem Ärmel schütteln, die ich Dir allesamt ins Trommelfell puste😉

Die Theorie, dass kein Gesprächsstil ist, der der Herabwürdigung von Frauen dient, sondern einer, bei dem es darum geht, dass Männer gerne Fakten austauschen und erklären, würde ich auch teilen. Ich habe schon häufig Männern etwas erkärt, was ich faszinierend fand oder sie haben mir etwas erklärt, bis sie oder ich mit dem Hinweis unterbrochen worden sind, dass wir die gleiche Doku gesehen haben.

Einen weitern interessanten Beitrag gab es bei Voice for Men:

Feminists are upset—they are angry and bitter. When are they not? They say that students give higher teaching evaluations to male professors. Reviews of male professors, they say, are more likely to include the words “brilliant,” “intelligent” or “smart,” and far more likely to contain the word “genius.” Meanwhile, women are more likely to be described as “mean,” “harsh,” “unfair,” or “strict,” and a lot more likely to be called “annoying.”

Is it possible that men like to repeat what they have learned, but reconstructed in their mind to ensure clarity?

Is it possible that our ability to recapitulate—to teach—is sharpened by our constant desire to explain and re-explain?

Yes, men refuse to ask for directions. We want to figure it out ourselves; and when we do, we explain it. Approach a group of men on the street and ask for directions. Brace yourself: they will all explain at once and gesticulate in all directions, offering all sorts of improvements and considerations: rejoice in that masculine moment.(…)

It is important to ask questions, to try to answer, to try to explain to oneself, to try to state the answer in newer ways, to try to question and re-explain; and to do it aloud. If someone objects, incorporate their objection—make it your own. If they are angry and accuse you of patronizing, smile; and try to incorporate some humor next time to soften your explanation.(…)

As I go about my day-to-day business, I explain things. I explain things to myself and to imagined listeners. Even if I don’t know the final answer, I like talking about the question. Sometimes I cannot distinguish if I am talking aloud or to myself. (Yeah, alright: I talk to myself.) Sometimes, I make a fool out of myself when I talk. I mean, who wants to hear this endless splatter of questions and possible answers? So when someone tells me to stop, I learn where the line is.(…)

Why do men get such good evaluations?

When men explain things repetitively (even to people who already understand), we are organizing our thoughts, shifting them around, reformulating causality, searching for flaws in our comprehension, fixing our understanding, fleshing out connections, trying to dominate the subject matter (that’s a good thing—we’re not doing it to women; we’re doing it to the subject matter), looking for ways to rise above it.

Yes, men are mansplainers. Yes, men do get better teaching evaluations. Do you think feminists will ever show enough modesty to get off the pedestal and realize that sexism does not explain this link? Do you think feminists might ever see a connection here? (…)

Der Nutzen von „Mansplaining“ liegt aus meiner Sicht in der Tat auf der Hand. Man teilt Wissen, man kann in einer Diskussion neue Wissen erlangen, man kann darstellen, dass man Ahnung hat. Zudem kann es auch schlicht aufs einer Begeisterung für ein bestimmtes Thema aus einem heraussprudeln und auch dieses starke Interesse, Wissen zu einem Thema zu sammeln kann sehr hilfreich sein.

Wenn man dann bedenkt, dass bei den Unterschieden von Männern und Frauen gerade auch der Unterschied zwischen „systematischen und emotionalen Gehirn“ immer wieder vorgefunden wird wäre zu vermuten, dass der Ansatz zu diesem Verhalten durchaus biologisch sein könnte. Das passt auch dazu, dass Männer sich eher für Sachthemen interessieren und auch besser in Tests zum Allgemeinwissen abschneiden.

 

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142 Gedanken zu “„Was hat mansplaining mit Frauen zu tun? Gar nichts“

  1. Aber Männer können das umgekehrt von Frauen oft auch nicht ab. Insofern denke ich schon, dass es sich um ein geschlechterspezifisches Thema handelt.

    Ich gehöre zu den Leuten, die gerne mal etwas erklären, wenn es um ein interessantes Thema geht, wo ich Bescheid weiß. Und nicht selten kommen dann eher Kommentare wie „Besserwisser“ oder „wie das funktioniert muss man ja nicht wissen, Hauptsache, es funktioniert“ (bei interessanten technischen Vorgängen).
    Ich persönlich finde diese Haltung auch schwer nachvollziehbar, da ich selbst Erklärungen von Dingen, mit denen ich mich nicht auskenne immer interessant finde und den Vorteil darin sehe, etwas dazu zu lernen.
    Wenn man selbst allerdings auch Bescheid weiß, kann man das ja sagen und evtl. noch den ein oder anderen interessanten Aspekt miteinbringen.

    Wenn das also so normal ist unter Männern, warum lassen Männer (meist kommen besagte Reaktionen eben nur von diesen) sich dann so ungerne etwas von einer Frau erklären?

    • „warum lassen Männer (…) sich dann so ungerne etwas von einer Frau erklären?“

      Vielleicht erklärst du schlecht?

      „meist kommen besagte Reaktionen eben nur von diesen“

      Das wiederum ist stimmig. Frauen geben kein Feedback, sondern zerreißen sich hinterher im Frauenkreis das Maul. Wärst du ein Mann, mit der Vokabel „Mansplaining“. Keine Ahnung, was sie über dich als Frau sagen.

      Das scheint generell die Konfliktlösungsstrategie von Feministinnen zu sein, die damit wohl die berühmte weibliche Sozialkompetenz demonstrieren: Es findet keine Auseinandersetzung direkt mit dem konkreten Mann statt, sondern es gibt einen giftigen Kommentar im Feuilleton, bei der Frauenbeauftragten oder im Blog (Siehe die „Diskussion“, die onyx kürzlich mit crumar „versucht“ hat).

      Rein theoretisch (und nur da) würde das ja auch funktionieren: Frau ärgert sich über EINEN Mann; Frau fordert, dass ALLE Männer sich ändern sollen; ALLE Männer ändern sich; ergo auch der eine Mann hat sich geändert.
      Problem gelöst, direkter Konflikt vermieden.

    • @Miria

      Wenn das also so normal ist unter Männern, warum lassen Männer (meist kommen besagte Reaktionen eben nur von diesen) sich dann so ungerne etwas von einer Frau erklären?

      Hast du diesen Eindruck?
      Meiner Erfahrung nach werden kompetente Erklärungen meist durchaus aufgeschlossen angenommen.

      • @Anne:
        Ich rede vom privaten Kontext. Beruflich nicht. Dort ist aber auch meist klar, dass einer vom Thema mehr Ahnung hat als der andere und dieser das dann entsprechend erklärt.
        Privat habe ich den Eindruck, dass manche Männer dann das Gefühl haben als dumm dazustehen, wenn eine Frau in technischen Dingen besser Bescheid weiß als sie.

        • @Miria
          Oft macht auch der Ton die Musik.
          Die Männer, mit denen ich privat Umgang habe, haben jedenfalls kein Problem damit, wenn ich – bei einzelnen Themen – mehr Ahnung habe.
          Bei anderen Themen höre ich dann umgekehrt auch gerne zu, und versuche durch geeignete Rückfragen selbst dazuzulernen.
          So wird das zu einer Win-Win-Situation.

        • Könnte es sein, dass dies der Knackpunkt ist?

          Es tritt – besonders gerne bei Feministinnen – der Fall auf, dass sie in nichts Ahnung haben, und daher sich alles Erklären lassen (müssen).
          Da bekanntlich das vorspiegeln der eigenen Unzulänglichkeiten ein wenig erfreuliches Ereignis ist, musste also hier (völlig überraschenderweise) die Schuld auf der Gegenseite gefunden werden..

        • @Anne:
          „Bei anderen Themen höre ich dann umgekehrt auch gerne zu, und versuche durch geeignete Rückfragen selbst dazuzulernen.
          So wird das zu einer Win-Win-Situation.“

          Genauso sehe ich das auch. Es gibt durchaus auch Männer, bei denen das kein Problem ist, aber meiner Erfahrung nach die wenigsten.
          Ich habe den Eindruck, dass sie häufig tatsächlich einfach das Gefühl haben, dass müssten sie besser wissen, weil sie ja der Mann sind. Ich glaube nicht, dass es so problematisch wäre, wenn es um Themen wie Hausputz oder Blumen geht.
          Wenn ich aber jemandem die Schubabschaltung am Auto erkläre, dann ist ihm das komischerweise unangenehm.

        • „Es gibt durchaus auch Männer, bei denen das kein Problem ist, aber meiner Erfahrung nach die wenigsten.“

          Vielleicht kennst Du die falschen Männer 😉

          Ich kenne es eigentlich nicht, dass ein Mann geschlechtsabhängig reagiert. Allerdings kenn ich natürlich nur meine – männliche – Seite.

          „Wenn ich aber jemandem die Schubabschaltung am Auto erkläre, dann ist ihm das komischerweise unangenehm.“

          Schubabschaltung beim Auto?
          Ich dachte, sowas gibt’s nur bei Düsentriebwerken und Raketenmotoren (kratz, kratz am Kopf).

          Jedenfalls hätte ich Null Probleme damit, wenn Du sie mir erklären würdest.
          Könnte ich beim nächsten Mansplaining einbauen 😀

        • @Carnofis:
          „vielleicht kennst Du die falschen Männer“

          ist natürlich auch möglich

          „Ich kenne es eigentlich nicht, dass ein Mann geschlechtsabhängig reagiert. Allerdings kenn ich natürlich nur meine – männliche – Seite.“

          Ich kann vermutlich auch nicht beurteilen, ob das bei den einzelnen tatsächlich geschlechtsabhängig ist. Aber im Bezug auf die Aussagen hier im Blogartikel (dass das bei Männern allgemein üblich ist) habe ich den Verdacht.

          „Jedenfalls hätte ich Null Probleme damit, wenn Du sie mir erklären würdest.
          Könnte ich beim nächsten Mansplaining einbauen“

          Dann hier kurz und knapp eine Unterstützung für dein nächstes Mansplaining ;P :

          Schubabschaltung sorgt eigentlich nur dafür, dass in der Situation, wenn du den Fuß vom Gas nimmst, der Motor aber noch in einem entsprechend hohen Drehzahlbereich läuft, kein Kraftstoff mehr verbraucht wird.
          Dass kann man nutzen, um Sprit zu sparen, indem man beispielsweise beim Bremsen erst sehr spät runterschaltet. Dann verbraucht man währenddessen keinen Sprit – anders wenn man früh runterschaltet oder sogar auskuppelt.

        • „Dass kann man nutzen, um Sprit zu sparen, indem man beispielsweise beim Bremsen erst sehr spät runterschaltet. Dann verbraucht man währenddessen keinen Sprit – anders wenn man früh runterschaltet oder sogar auskuppelt.“

          Interessant.
          Gilt das für Benziner UND Diesel, oder nur für Benziner.
          Ich fahre nämlich einen Diesel und kuppel bei Bergabfahrten gewohnheitsmäßig aus, um die potentielle Energie auszunutzen. Besonders auf der A 81 kann man auf diese Weise problemlos ne halbe Minute bei Tempo 130 rollen, ohne eigenen Antrieb.
          Wenn ich das Getriebe eingekuppelt lasse, mag der Motor die Spritzufuhr abschalten, aber weil ich den ganzen Motor und das Getriebe passiv antreiben muss, verlier ich viel Schwung, muss also relativ früh wieder beschleunigen.

          Mit meiner Methode beweg ich mich beim Verbrauch meistens zwischen 5 und 6 l/100 km (Schnitt Tempo 130).
          Bin aber natürlich immer offen für weitere Einsparungen 😀

        • Gilt das für Benziner UND Diesel, oder nur für Benziner.

          Diesel hatten schon zu Zeiten der mechanisch gesteuerten Einspritzanlagen eine solche Schubabschaltung: Wenn das Gaspedal in Ruhestellung ist, wird nur beim Unterschreiten der Leerlaufdrehzahl (Fliehkraftregler) Kraftstoff eingespritzt.

        • Na, dann wollen wir hier mal ein wenig mansplaining betreiben ( schöne Idee, eigentlich, denke ich 😉 )

          Zunächst stellt sich mal die Frage:
          Watt is’n Schubabschaltung, da stell’n wa uns ersma janz dumm und sagen:
          „Schubabschaltung sorgt eigentlich nur dafür, dass in der Situation, wenn du den Fuß vom Gas nimmst, der Motor aber noch in einem entsprechend hohen Drehzahlbereich läuft, kein Kraftstoff mehr verbraucht wird.“
          Also ne schwartze Ding, und wenn de den Fuß nach rückwärts bewechs, brauch‘ er keen Benzin mehr, oder soo.

          Aber wie erkläer’n wir dat?
          Denn das Zitierte ist schlechter als ausse Feuerzangenbowle, ährlich.

          So jeht dat nämlich nich, zumindest nicht janz so einfach.

          Kraftstoffverbrauchsminderungstaktiken gibt es ja schon etwas länger.
          Fing schon spätestens mit dem Freilauf beim Fahrrad an.
          Beim Benzinmotor wurde dann recht schnell entdeckt, daß ’ne Nadel am Gasschieber, die die Haupt-Düse – je nach Schieberstellung – teilweise verschließt, einiges an Sprit spart. Das wurde dann sogar beides in Kombination beim juten alten Trabant zum Einsatz gebracht.
          Beim Diesel sah die Sache anders aus, da der den Sprit ja nicht ansaugt, sondern unter Druck einspritzt.
          Dadurch ging beim Loslassen des Pedals sowieso die Einspritzmenge automatisch auf Leerlaufwerte zurück ( wie von Nick schon erwähnt ).

          Und prinzipiell sind das auch immer noch die wesentlichen Techniken, die heute noch zum Einsatz kommen. Lediglich durch Eletronik, entsprechende Sensoren und ein paar „Nebeneffekte“ durch variable Ventilsteuerungen u.w. „etwas“ verfeinert ( wer fährt schon noch Fahrzeuge mit Vergasern, hmm? ).
          Automatische Motorabschaltung, nach definierter Lerlaufdauer im Stand z.B. ( kann einen bei schlapper Batterie ganz schön in’s Schwitzen bringen ).

          Übrigens gibt es dabei manchmal auch lustige Nebeneffekte.
          Manche Leute stören sich z.B. daran, daß extrem gut eingestellte (Vergaser-)Benzinmotoren beim Gaswegnehmen zu Fehlzündungen neigten ( Einspritzer teilweise auch, aber die bekannteste Knallbonbons waren immer der Hochleistungszweedaggder und das selbstfrisierte Brot-und-Butterauto ) , besonders Rennfahrzeuge und Motorräder waren dafür bekannt.
          Also baute z.B. der Mitsui-Konzern in seine legendäre Yamaha SR 500 eine sog. „Talfahrtanreicherung“ ein.
          Da wurde dann über den erhöhten Unterdruck im Ansaugtrakt im Schubbetrieb ( daher vermutlich der Terminus „Schubabschaltung“, was grundsätzlich nicht richtig ist, denn bspw. im Freilauf schiebt das Fahrzeuggewicht den Motor nicht weiter und wenn man an der Ampel steht, schiebt och nix ) über eines kleines federbelastetes Nebendüsenventil wieder etwas mehr Sprit angesaugt. Und das aus „Umweltschutzgründen“, denn Lärm ist ja für manche auch Dreck 😉

          So, nu kannste dat auswendich lernen tun, un ornlich wummenspläning betreiben.

          Ja… is klar, da nich für….

        • Erstmal danke fürs Mansplainen 😀

          „… besonders Rennfahrzeuge und Motorräder waren dafür bekannt.“

          Kenn ich gut. War in den ausgehenden 70ern ein beliebtes Spiel mit den damals neuen japanischen Großmotorrädern.

          Bei alten Omas gern genutzt wurde auch der Kill-Schalter, der die Zündung unterbrach, aber die Kolben weiter Sprit in den Auspuff pumpen ließ.
          Kurz vor der Omma an der Bushaltestelle dann die Zündung wieder ein, und Omma fühlte sich wieder wie damals unter Adolf bei Stalingrad, 42.
          Kostete aber auf Dauer zu viel Auspuff.

    • Narürlich lassen sich teilweise auch Männer ungern etwas von anderen Männern erklären, gerade wenn sie es bereits wissen.

      Vielleicht kommt bei Frauen bei einigen das Gefühl dazu, dass sie es wissen müssten.

      Es kann natürlich auch an der Art der Erklärung liegen

    • „Wenn das also so normal ist unter Männern, warum lassen Männer (meist kommen besagte Reaktionen eben nur von diesen) sich dann so ungerne etwas von einer Frau erklären?“

      Ist das so? Ich würde her sagen, das interpretierst Du so, weil Du auf eine weibliche Art und Weise „erklärst“.

      • @Adrian:
        „Ich würde her sagen, das interpretierst Du so, weil Du auf eine weibliche Art und Weise „erklärst“.“

        Wie erklärt man denn etwas auf weibliche und wie auf männliche Art und Weise?

    • Eine Frau die einem Mann etwas erklärt, sagt ihm implizit, er komme als Paarungspartner nicht in Frage.
      Da dies das einzige ist, was Männer an Frauen interessiert, ist er natürlich leicht bis schwer angepisst.

      • Wenn ich mir von einer Frau erklären lasse, welche Hose mit welchem Hemd farblich zusammenpasst, dann interessiert mich doch die Partnerwahl nicht..

        Wenn meine geplante Freundin mir die allgemeine Relativitätstheorie erläutert, dann ist das doch auch schick 🙂

        • „Wenn ich mir von einer Frau erklären lasse, welche Hose mit welchem Hemd farblich zusammenpasst“

          Dasa ist ja auch keine Erklärung im Sinne von Männern. Sondern ein Ratschlag, den man mitnimmt.

          „Wenn meine geplante Freundin mir die allgemeine Relativitätstheorie erläutert, dann ist das doch auch schick🙂“

          Solange sie klar macht, dass sie mit Dir ins Bett wil, kann man das Geplapper ja auch überhören und während der Erklärung versuchen, ihre Brüste auszuspähen.

        • @Adrian
          Bei einer kompetenten beratung gehört die Begründung dazu – also wär es dann eine Erklärung 🙂

          Egal wie scharf ich meine Nächste plane, die Fähigkeit mir die ART zu erläutern wird kaum ablenkbar sein.

      • @Adrian
        „Eine Frau die einem Mann etwas erklärt, sagt ihm implizit, er komme als Paarungspartner nicht in Frage.
        Da dies das einzige ist, was Männer an Frauen interessiert, ist er natürlich leicht bis schwer angepisst.“

        Ich denke nicht, dass das Einzige ist, was Männern an Frauen interessiert. Sollte das in dem Moment der Fall sein (also dass derjenige an mir interessiert wäre), kann das natürlich mit ein Grund sein.

  2. Der Artikel bei Voice for Men ist in Gänze lesenswert.
    http://www.avoiceformen.com/feminism/mansplaining/

    Er macht auf sehr überzeugende Weise plausibel, dass die hinter dem mansplaining stehende Liebe zu den Dingen DIE treibende Kraft der technischen Grundlage jeder Zivilisation ist.

    Wer mansplaining abschaffen will, will Erfindungsgeist abschaffen. Das kapieren Feministinnen nur nicht, weil sie keine Liebe zu Dingen haben.

    • Sieht irgendwie nach einem Schuldeingeständnis aus und immer dieses unwichtige spielerische, was uns Männer so auszeichnet. Eigentlich sind wir immer Kinder geblieben. Diskursfähigkeit, Eloquenz, Wissenschaft? Fakiujöte!!! 🙂 Und spätestens mit 80 werden wir wieder zu Kindern. Grüne Legosteine werden uns dann nicht mehr stören, vielleicht aber Goethes Farbenlehre…..

      • Wovon redest du?

        Richard Feynman hat seinen Nobelpreis dafür gekriegt, dass er mit dem Phänomen eines rotierenden Tellers „gespielt“ hat.

        Wer nicht mit Gedanken, Hypothesen und Theorien „spielt“, wird nie irgendein Wissen sinnvoll auf die Reihe kriegen.

        • Ich hab eine internationale Veröffentlichung als Ergebnis eines – misslungenen – Gags.

          Es ging um Mischungen unterschiedlicher Polymere in einem Lösungsmittel. Die Mischung ist fast nie homogen und deshalb trübe.
          Für eine bestimmte Lösung gab es ein Additiv, das diese Lösung bei Überdosierung gummiartig vernetzte.
          Wenn man nun in eine relativ dünnflüssige Lösung, unter schnellem Rühren mit einem Rührfisch (Magnet) dieses Additiv gab, dann konnte man einige Minuten zugucken, wie die Lösung sich scheinbar nicht veränderte und dann so schnell gelierte, dass der Rührfisch durch den rasch ansteigenden Widerstand aufstieg und aus dem Gefäß sprang.
          Das wollte ich einer jungen Gastwissenschaftlerin mal als abschließenden Gag zeigen, bevor wir unsere trüben Polymermischungen verwarfen und Essen gingen.
          Ich nahm also eine Probeflasche einer Polymermischung – nicht des reinen Polymers – und ein anderes, als das übliche Additiv, das mir durch sein „attraktives“ Fläschchen auffiel.
          Von dem tropfte ich eine willkürliche Menge in die schnellrührende Vorlage und dann beobachteten wir beide gespannt, was passiert. Meine Kollegin wusste gar nicht, was kommen würde und ich erwartete ein heraushüpfendes Rührfischchen.
          Aber es kam anders.
          Nach 5 Minuten wurde die Mischung erst dunkler und war dann plötzlich – ping – glasklar.
          Hätte man die Szene gefilmt, man hätte zwei völlig verblüffte Nachwuchswissenschaftler bewundern können 😀

          Ich hab später ausgiebige weitere Versuche zur Optimierung des Prozesses gemacht, aber nur die Kombination dieser beiden Polymere in dem Lösungsmittel, ergänzt genau nur durch dieses Additiv, führten zu demselben Ergebnis.

          In der späteren Veröffentlichung haben wir natürlich gezielt geforscht und waren überhaupt nicht vom Ergebnis überrascht 😀 😀

    • „Er macht auf sehr überzeugende Weise plausibel, dass die hinter dem mansplaining stehende Liebe zu den Dingen DIE treibende Kraft der technischen Grundlage jeder Zivilisation ist.“

      Genau das macht den Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Allgemeinbildung. Männer saugen alles auf, weil sie die Welt verstehen (und erklären) wollen.
      Frauen stellen sich schon gleich nach dem dritten Wort die Frage „Und wo ist der Bezug zu meinem Leben?“
      Lautet die Antwort „Nirgends!“ schalten sie auf Off.
      Das macht den SmallTalk mit einer Frau für mich (einen Mann) so unendlich schwierig.

      • Meiner Erfahrung nach gibt es Schwammpersönlichkeiten und meiner Erfahrung nach hat es nichts mit Geschlecht zu tun und meiner Erfahrung nach ist es meist bezogen auf eine Handvoll Themengebiete. ^^

        • „meiner Erfahrung nach gibt es Schwammpersönlichkeiten und meiner Erfahrung nach hat es nichts mit Geschlecht zu tun“
          Aber Rechthaberei ist männlich? Weil wenn etwas positv ist, dann ist es allgemein und ist keine Geschlcht zuzuordnen. Wenn es negativ ist, ist es durch die männliche Art bedingt.

          „Ich mache mir die Welt wide wide sie mir gefällt“ was?

  3. Nach meiner Beobachtung wird der Begriff mansplaining gerne bemüht, wenn sich gewisse Frauen dadurch ihre eigene Unwissenheit bewusst gemacht sehen.
    Wer schon vorher mit dem Thema bewandert ist, sollte eigentlich keine Probleme haben, einfach zu sagen: „Danke, das weiß ich schon.“

    Wie bilden sich diese Frauen eigentlich weiter, wenn es ihnen so schwer fällt, sich etwas erklären zu lassen?

    • Es gehört auch zum Sozialgefüge dazu, Menschen, die etwas wissen, auch die Möglichkeit geben, dies zu kommunizieren.
      Mit Sicherheit hat jeder schon das ein oder andere Mal den anderen einfach reden lassen – der Mensch braucht das wohl auch 🙂

      • Viel nerviger als erklärende Männer (die meist immerhin relevante Information vermitteln) finde ich z.B. redselige Seniorinnen, die einen ungebeten über ihre Enkel oder Kochrezepte volllabern.

        Aber es ist wohl ein allgemeines Kommunikationsproblem, dass nicht jeder die gleichen Interessen hat und gewillt ist, anderen zuzuhören.

        • „Viel nerviger als erklärende Männer (die meist immerhin relevante Information vermitteln) finde ich z.B. redselige Seniorinnen, die einen ungebeten über ihre Enkel oder Kochrezepte volllabern.“

          Ach Anne, von so einer Frau träumt man(n) 😉

    • „Wie bilden sich diese Frauen eigentlich weiter, wenn es ihnen so schwer fällt, sich etwas erklären zu lassen?“

      Tun sie das denn? Also Feministen offensichtlich nicht.

    • @Anne:
      „Wie bilden sich diese Frauen eigentlich weiter, wenn es ihnen so schwer fällt, sich etwas erklären zu lassen?“

      Ist nicht der Kernpunkt beim Mansplaining, dass Erklärungen ungefragt kommen?
      Wenn diese Personen sich weiterbilden möchten, fragen sie ja direkt danach bzw. besuchen Kurse o.ä.

      • @Miria

        Wenn diese Personen sich weiterbilden möchten, fragen sie ja direkt danach bzw. besuchen Kurse o.ä.

        Diesen Eindruck habe ich leider nicht, sondern viel eher, dass sie (also diejenigen, die sich über mansplaining echauffieren) sich einbilden, sie wüssten ja schon alles, und hätten zusätzliche Informationen, Erklärungen und Belehrungen überhaupt nicht mehr nötig.

      • „Ist nicht der Kernpunkt beim Mansplaining, dass Erklärungen ungefragt kommen?
        Wenn diese Personen sich weiterbilden möchten, fragen sie ja direkt danach bzw. besuchen Kurse o.ä.“

        Das scheint mir wirklich ein Kernpunkt zu sein, wenn nicht sogar eine Art von Outing!

        Nu lassen wir aber mal den Geschlechtsbezug beseite und wechseln das Gruppengefüge.
        Denn:
        Manche Menschen lernen gern und hören deshalb auch eher zu, solange sie nicht stundenlang mit irgendwelchen Binsen gestopft werden.
        Manche andere aber, absolvieren ein paar Kurse und denken dann, sie wüßten wie die Welt funktioniert.

        Die zweiteren sind es meist, die den ersteren gehörig auf den Sack gehen.

        Auf welche Gruppen ich mich hier im vorgegeben Kontext beziehe, braucht wohl kaum weiter „gesplaint“ zu werden, oder …? 😉

  4. Leider sind Feministinnen notorisch ungenau, was die Verwendung solcher Begriffe angeht. Aber neben echtem Erklären und Interesse an der Sache gibt es natürlich auch ein Erklären, was vor allem dazu dient, Dominanz im Sinne einer höheren, wissenderen Position zu demonstrieren. Das kann sogar ein taugliches Game-Mittel sein.

  5. Auch die Erklärung, warum Männer nicht nach dem Weg fragen ist evolutionsbiologisch sehr simpel. Was geschieht denn mit einem Urmenschen in der Savanne, der gegenüber Paarunhskonkurrenten und potentiellen Paarungspartnern, zugibt nicht zu wissen, wo man die neueste Kolonie schmackhafter Klippschlifer findet?

    • @adrian

      Zeichen von Schwäche zu vermeiden wäre evolutionär sinnvollerweise bei Männern eher ausgeprägt.
      Wenn man das noch damit kombiniert, dass sie meinen das „räumliche Rätsel“ wie man zu einem bestimmten Ort kommt eher selbst lösen zu können könnte das die Tendenz verschärfen

  6. Frauen haben halt einfach keine Ahnung, was die Welt für Männer auszeichnet. Dass jeder Mann entweder Kooperationspartner oder Konkurrent ist. Dass man erst bestimmen muss, wer was ist. Dass man investieren muss, um zu kooperieren. Dass man kämpfen muss, um nicht unter die Räder zu fallen.
    Nein, so was kann frau weder in einer Höhle, ausgestattet mit Lagerfeuer von Männern, noch in einem Gleichstellungsbüro, bezahlt mit den Geldern von Männern, wissen.

  7. „Was hat mansplaining mit Frauen zu tun? Gar nichts. Männer erklären anderen Männern ständig irgendwelche Sachen, und zwar ungefragt (ähnlich „Mittelwert“ unten).“

    Meine Ansicht nach trifft Jochen Schmidt hier den richtigen Punkt. Mansplaining gibt es nicht. Stattdessen ist mansplaining eine Fiktion aus weiblicher Perspektive, die glauben, das Verhalten von Männern beruhe in ähnlicherweise auf der Befolgung sozial akzeptierter Regeln wie ihr eigenes und die daher schließen, es müsse für das Erklärungsverhalten der Männer, daß ihnen als Frauen begegnet, eine Regel – eben das mansplaining geben.

    Aber das gibt es natürlich gar nicht, es ist eine sozio-optische Täuschung.

    Solchen sozio-optischen Täuschungen unterliegen auch Männer, die von einer hypoagency der Frauen sprechen. Doch das gibt es auch nicht primär ist be Frauen die Befolgung sozialer Konditionalregeln und auf die Realisation des Antecedenz durch Männer zu warten und eine Folge davon.

    Biologisten machen aus dieser sozio-optischen Täuschung übrigens ein Sexualitätsmodell – was völlig falsch und übertrieben ist und einfach nur zeigt, daß auch im Biologismus das soziale Verständnis primär ist.

    • „primär ist be Frauen die Befolgung sozialer Konditionalregeln und auf die Realisation des Antecedenz durch Männer zu warten“

      Der Agrarertrag an Solanum tuberosum hat eine hohe inverse Korrelation zur mentalen Performativity des Wirtschafters?

    • „Biologisten machen aus dieser sozio-optischen Täuschung übrigens ein Sexualitätsmodell – was völlig falsch und übertrieben ist und einfach nur zeigt, daß auch im Biologismus das soziale Verständnis primär ist.“

      Was sind denn deine Belege, Studien, Tatsachen dafür, dass das „völlig falsch und übertrieben“ ist?

      Es scheint ja, wie man aus den verlinkten Studien sieht, einen unterschied zwischen den geschlechtern dahingehend zu geben, dass Frauen eher Leute und Männer eher Sachen interessieren.
      https://allesevolution.wordpress.com/2016/03/12/unterschiede-in-den-interessen-der-geschlechter/

      The magnitude and variability of sex differences in vocational interests were examined in the present meta-analysis for Holland’s (1959, 1997) categories (Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterpris- ing, and Conventional), Prediger’s (1982) Things–People and Data–Ideas dimensions, and the STEM (science, technology, engineering, and mathematics) interest areas. Technical manuals for 47 interest inventories were used, yielding 503,188 respondents. Results showed that men prefer working with things and women prefer working with people, producing a large effect size (d=0.93) on the Things–People dimension. Men showed stronger Realistic (d=0.84) and Investigative (d=0.26) interests, and women showed stronger Artistic (d=0.35), Social (d=0.68), and Conventional (d=0.33) interests. Sex differences favoring men were also found for more specific measures of engineering (d=1.11), science (d=0.36), and mathematics (d=0.34) interests. Average effect sizes varied across interest inventories, ranging from 0.08 to 0.79. The quality of interest inventories, based on professional reputation, was not differentially related to the magnitude of sex differences. Moderators of the effect sizes included interest inventory item development strategy, scoring method, theoretical framework, and sample variables of age and cohort. Application of some item development strategies can substantially reduce sex differences. The present study suggests that interests may play a critical role in gendered occupational choices and gender disparity in the STEM fields.

      Quelle: Men and Things, Women and People: A Meta-Analysis of Sex Differences in Interests

      Das allein könnte bereits dazu führen, dass Männer auch lieber Sachen erklären.

  8. Das ist doch alles feministische Kackscheisse. Menschen kommunizieren, tauschen Meinungen aus, stellen ihren Standpunkt dar, argumentieren. Dann kommt die feministische Trulla und macht daraus ein Problem, deren Verursacher Männer und deren Leidtragende primär Frauen sind. Ist nicht ernst zu nehmen und eine eingehende Diskussion ist überflüssig, denn es gibt da kein nichttriviales Problem.

    • Und dann installiert die Trulla Gleichstellungsbeauftragte und lässt sich ins Parlament wählen und dann erlässt sie zusammen mit vielen anderen Trullas und einigen Pudeln Gesetze, die Frauen ermächtigen, nach einer Konversation den Gesprächsbeitrag des Mannes als explain-rape zu empfinden, wofür er, wenn er nicht seine Unschuld beweisen kann, empfindliche Strafe in Kauf nehmen muss.

      Wahnsinn, der politisch effektiv werden kann, muss trotz Wahnsinn ernst genommen werden.

    • Das ist ungefähr meine Meinung zum Thema und da wir mittlerweile alles ernstnehmen müssen, von Adam und Eva bis zum Armageddon, von Beschneidung bis zur Selbstkasteiung, kommen wir um dieses Thema nicht umhin.

      Ich würde mich ja gerne dem Kommunikationsproblem zwischen Männern und Frauen widmen, gäbe es da nicht dasselbe Problem zwischen Frauen und Frauen. Vielleicht löst sich alles in Wohlgefallen auf, wenn zweiteres gelöst wäre. Oder kann jefraud mir das femsplainen?

    • Ich war jetzt gerade bei meiner Ärztin. Die erklärte mir ausführlich, warum ich Medikament x einnehmen muss. Ist das jetzt womensplaining? Ich schätze es, wenn ich informiert werde und es nicht einfach heisst: Nehmen sie diese Tablette einmal täglich morgens.
      Wäre ich Feministin und mein Hausarzt männlich, dann würde ich absolut und kompromisslos auf meinem Recht bestehen, doof zu bleiben und nicht mit Informationen belästigt zu werden.

  9. Was immer auch FeministInnen schreiben: Dauernd wird der funktionale Bestandteil völlig ausgeblendet und der Positionsanteil der Kommunikation (ala Schulz-Von-Thun-Vierohrenmodell) völlig hypertroph dargestellt.
    So wie auch gesellschaftliche Positionen völlig ihrer Funktion bar gesehen auf das relative Machtverhältnis reduziert wird.

  10. Männer erklären, Frauen erzählen. Bei den einen die Dominanz des Rationalen, bei den anderen die Dominanz des Emotionalen, das war’s eigentlich schon, ganz alter Hut.
    „Mansplaining“ also nichts anderes als der Vorwurf der Emotionalen an die Rationalen, bevorzugt rational zu sein.
    „Fembabbling“ wäre da die passende Erwiderung.

  11. „Mensplaining“ ist schwer zu fassen, denn natürlich gibt es altkluge Säcke, die ungefragt (und zu jedem beliebigen Thema) jedem ihr Halbwissen vor die Füße kippen (ich habe so einen Nachbarn und kenne auch noch einige andere, alles nur Männer, aus meiner Sicht schon männlich dominiert und es kann sehr nervig sein).

    Andererseits gibt es wohl auch Frauen, die jede gut gemeinte (und auch gut gemachte) sachliche Erklärung als beleidigend empfinden, obwohl sie weder vom Tonfall her erniedrigend-belehrend noch zeitlich unpassend ist.

    Das ist halt subjektiv und Männer und Frauen kommunizieren nunmal teilweise unterschiedlich.

    Mit meiner Frau habe ich das Problem so gelöst, dass ich sie frage, ob sie wissen will, wie ich dies oder jenes gemacht habe. Manchmal will sie das (und hört geduldig zu) manchmal interessiert es sie nicht, manchmal weiß sie es bereits. Auch gut, dann verschwende ich keine Zeit damit.

    • Früher sagte man einfach „klugscheißen“ oder „angeben“ dazu.

      Heute heißt das „Mansplaining“ – also ob sich alle Männer oder nur Männer so verhalten würden.

      Schick ist außerdem, dass gar nicht mehr hinterfragt wird, ob derjenige, der „mansplaint“ nicht vielleicht tatsächlich mehr Ahnung von irgendeinem Thema hat.

      Bei feministischen Rumheul-Videos klicke ich eigentlich immer weg, trotzdem sind mir natürlich auch so ein paar Beispiele, die angeblich „mansplaining“ sein sollen, untergekommen – da hätte ich als Mann die Diskussion eher abgebrochen als meinen Standpunkt wirklich noch einmal gaaanz laaangsam für die gaaanz Merkbefreiten wieder zu käuen.

      Wer gleich „Mansplaining“ keift, zeigt nur überdeutlich, wie ungenau die tatsächliche Situation analysiert worden ist.

      „Du bist überheblich“, „Du bist unintelligent“, „Du bist frech“, „Du hast lauter Vorurteile“ Das alles könnte man doch sagen, wenn man denn kann und mal drüber nachgedacht hat, was einem am Gegenüber nicht gefällt. Stattdessen „Du bist doof“. Jeder merkt, wie kleinkindhaft das ist.

      „Irgendwie hab ich das Gefühl, in dieser Diskussion untergegangen zu sein“. Hm. Woran liegt’s? An mir? Am Gegenüber? Hab ich mich nur schlecht ausgedrückt und der andere war eloquenter? Hat man mir das Wort abgeschnitten? Hat der andere vielleicht sogar bessere Argumente? Stattdessen „Mansplaining“. Hach, ein Fachwort. Und noch dazu ein modernes.

    • „Andererseits gibt es wohl auch Frauen, die jede gut gemeinte (und auch gut gemachte) sachliche Erklärung als beleidigend empfinden, obwohl sie weder vom Tonfall her erniedrigend-belehrend noch zeitlich unpassend ist.“

      Das erinnert mich an eine Anekdote:

      Als ich studiert habe gab es einen zentralen Raum, wo man an einigen Datenbanken verschiedenes recherchieren und auch im Internet surfen konnte. Da damals das Internet bei mir doch über ein 33.6 Modem lief nutzte ich das gerne. Die Rechner liefen allerdings auf Linux mit einer KDE oberfläche. Eines Tages setzte sich eine studentin an einen freien Rechner neben mich und klickte etwas rum, erkennbar war sie recht verloren angesichts der ungewohnten oberfläche (die aber so schwer ja auch nicht war). Sie forderte mich dann relativ forsch auf, ihr zu sagen, wie das funktionieren würde. Ich habe es ihr dann wie ich fand trotz des forschen Tons freundlich erklärt.

      Als nächstes kam dann: Du musst es mir nicht erklären als wäre ich ein Idiot, nur weil ich eine Frau bin!

      • … au, da kann ich auch noch Beispiele en Masse bringen.

        Ich will gar nicht davon anfangen, wie oft ich den Rechner meiner Ex von Viren und Adware säubern durfte.

        Überhaupt der Rechner. Musste ja ein DELL sein, etwa zweieinhalb Mal so teuer wie ein leistungsfähigerer im Eigenbau (obwohl ich das schon ein Bisschen verstehen kann, Gewährleistung und so …).

        Und die ganzen anderen Fälle, wo man mich um Rat gefragt hat, es dann nach viel Gemotze komplett anders gemacht hat – wie z.B. die Waschmaschine, die für den Kurz(!!)-Waschgang zweieinhalb Stunden braucht. Und bei der man die Klappe nicht mehr aufkriegt, wenn man sie nach dem Waschen nicht rechtzeitig öffnet, weil sich die Elektronik ausschaltet … und man dann noch einen Schleudergang hinterherschieben darf. Wusste ich alles vorher, hatte Testberichte und Kundenbewertungen gelesen und mir zudem die Bedienungsanleitungen runtergeladen. Aber neee …

        Und der Stress mit dem Finanzamt – „Melde ein Gewerbe an, das gibt sonst Ärger. Ich helfe Dir!“ – Aber neee …

        Dabei habe ich wirklich ne Engelsgeduld beim Erklären und ecke eigentlich nie an. Schon gar nicht, wenn man mich fragt.

        Ich tippe da auf Überforderung und auf eine falsche Scham, so in Richtung „Bevor ich ihm sage, dass mir das grad zu hoch ist, rege ich mich lieber auf“. Und das ist eine Verhaltensweise, die ich persönlich bei Männern noch nie beobachtet habe. Männer haken immer nach, wenn sie was nicht verstehen. Frauen lassen tendenziell eher laufen und sind dann am Ende geknickt oder stinkesauer.

  12. Ich hab grad gesehen, dass onyx auf Leszek sogar geantwortet hat.
    (Meine Kommentare/Übersetzungen in kursiv)

    Findest du sowas nicht einseitig, sexistisch und kritikwürdig?

    Aber nicht doch. Es ist schlimmstenfalls, wenn es inflationär und übertrieben eingesetzt wird, „etwas unglücklich formuliert“.🙂
    Merke: Es gibt keinen Sexismus gegen Männer

    Wäre es nicht möglich, dass in solchen Situationen manche Männer einfach nicht wissen, dass sich eine Frau mit einem bestimmten Thema auch gut auskennt?

    Wenn sie besser zuhören würden, würden sie es bestimmt merken. Oder hälst du Männer für zu dumm dafür?
    Männer sind dumm oder böse. Such dir eins aus.

    Und wäre es nicht möglich, dass die – leider sozialwissenschaftlich und sozialpsychologisch gut belegte – durchschnittliche Partnerwahlpräferenz von Frauen für Selbstbewusstsein und Status bei Männern bei manchen Männern dazu führen könnte, zu versuchen ihren Partnerwert zu betonen, indem sie gegenüber Frauen Wissen und Kompetenz signalisieren?

    Und wäre es nicht möglich, dass es Frauen gibt, die auf die Signalisierung von Wissen und Kompetenz positiv reagieren?

    Die meisten Frauen finden unterbrechen, nicht zu Wort kommen lassen, über den Mund fahren, Klugscheißerei und sich ungebeten eher mittelintelligente Vorträge anhören müssen eher ätzend.
    Wenn ich dicke Klischees auffahre, kann ich vermeiden, die Frage zu beantworten.

    Und selbst wenn ein Mann genau wüsste, dass sich die Frau mit dem entsprechenden Thema auch gut auskennt, wäre es nicht möglich, dass ein Mann sich so verhält einfach um zum Ausdruck zu bringen, dass er ihre Interessen teilt und auf diesem Gebiet kompetent ist?

    Wenn er glaubt, dass das mittels „Psst, sei still, pass mal auf Kleines, mir egal was du sagst, ich rede einfach dazwischen, weil ich es gaaanz sicher besser weiß, obwohl ich merken würde dass du Ahnung hast, wenn ich nur mal zuhören würde“ funktioniert, ist er ziemlich dumm.
    Huch, schnell zurück in die Festung, indem ich Extrembeispiele bringe. Das Feld wird sicher gleich wieder frei sein.

    Führt der geschlechter-essentialistische Vorwurf des „Mansplaining“ nicht dazu die gleichen Verhaltensweisen, wenn sie von Frauen ausgehen, großzügig zu übersehen oder gar als positives Zeichen weiblicher Emanzipation zu interpretieren, während bei Männern umstandslos eine negative Motivation unterstellt wird, obwohl auch eine ganz andere Motivation dahinter stehen kann?

    Du meinst, so großzügig wie du kritikwürdige Aussagen übersiehst und schönredest, wenn sie sie von Maskulisten kommen, während du bei Feministinnen eine negative Motivation unterstellst?
    IMMER kritisierst du nur mich. Das ist GEMEIN!! Was soll das heißen, ich krieg deine Kritik an anderen nicht mit, weil ich nicht aufpasse? Hör auf, mich zu kritisieren!!

    Wenn Männer Frauen nicht verstehen, dann sagen sie „Ich verstehe Frauen leider nicht :(“

    Wenn Frauen Männer nicht verstehen, dann sagen sie „Männer sind halt Scheiße“.

    • Wenn Männer Frauen nicht verstehen, dann sagen sie „Ich verstehe Frauen leider nicht :(“

      Wenn Frauen Männer nicht verstehen, dann sagen sie „Männer sind halt Scheiße“.

      So der Zeitgeist.

      Cuntfusing

  13. Manche beschweren sich halt immer.

    Egal, ob sie A mehr Ahnung vom Thema haben, B ebensoviel Ahnung vom Thema haben, C weniger Ahnung vom Thema haben, D gar keine Ahnung vom Thema haben und es nicht merken, E gar keine Ahnung vom Thema haben und deshalb um Rat gefragt hatten.

    „Mansplaining“ ist mein männliches Verhalten, „Mansplaining“ ist eine Fehlwahrnehmung von dauerbeleidigten Leberwürsten (bewusst geschlechtsneutral formuliert).

    Eine Fehlwahrnehmung von permanent Beleidigten, die nicht in der Lage sind, auch mal zurück zu stecken. Mal nicht den größten Redeanteil zu haben. Mal nicht im Mittelpunkt zu stehen. Die nicht in der Lage sind, ihre eigenen Fähigkeiten oder ihr eigenes Wissen korrekt einzuschätzen. Die mit Kritik nicht klar kommen. Und die sich daher weder als Kollege, noch als Diskussionspartner und schon gar nicht als Partner eignen.

    Klar gibt’s tatsächlich unangenehme, ungehobelte Besserwisser, Klugscheißer und Blender.

    Aber wer für deren ein Gehabe kein besseres Wort als „Mansplaining“ weiß, zeigt damit bloß, dass das eigene Benehmen und die eigenen Reaktionen schlichtweg nicht reflektiert werden.

    Manche sind eben emotional in der Trotzphase stecken geblieben. Und für die sind selbstverständlich immer die anderen schuld.

  14. Spannend. Im Bemühen darzulegen, dass „Mansplaining“ ein falsches Wort ist, werden Gründe aufgezählt, warum es tatsächlich Männer zu eigen ist.

    „Natürlich kann man kritisieren, daß Männer offenbar ein unbezähmbares Verlangen danach haben, anderen Leuten – ungefragt – irgendwelche Sachen zu erklären. (Bei dieser Kritik sollte man allerdings jene Faktoren berücksichtigen, die Du oben genannt hast: z. B. daß es für Männer wichtig ist, in der Kommunikation ihren Status abzusichern, oder gar einen höheren Status zu erwerben).“

    Es machen zwar Männer aber nicht NUR gegen Frauen wird angemerkt. Hallo? Na und? Die Aussage bei Mansplaining ist nicht, dass es „nur gegen Frauen“ ausgeübt wird, sondern das es NUR von Männern gemacht wird.

    Und das ist schlicht falsch. Denn auf den Gebieten auf denen sich Frauen überlegen fühlen, das sind derzeit bereits alle Bereiche der Kinderfürsorge, der Ausbildung und der Sozialhilfe, begegnet man dieser Besserwisserei und Überheblichkeit von genausoviel Frauen wie in den anderen Bereichen von Männern.

    Es ist nur eine Frage eines Revierverhaltens. Und das hat bei uns kein Geschlecht. Da Menschen eben keine haarlosen Affen sind, sondern eine eigene Spezies.

    • Nur leider liefert der Ausgangsartikel genau die Gründe dafür, dass es Mansplaining geben soll. Wogegen man dort verwahrt ist nur, dass es „NUR gegen Frauen“ gemacht würde. Es würde doch auch gegen Männern von Männern auch gemacht, daher wäre der Ausdruck nicht gerechtfertigt.
      Darum geht es aber nicht. Es ist nur ein Wort für eine spezifische Eigenschaft die Männern zugeordnet wird. Ebenso wie es bei Sexismus gemacht wird. Nicht ob Männer nur Frauen gegenüber sexistisch sind, wird als Grund angegeben, sondern dass es NUR Männer sind die sexistisch agieren. Und hier wird behauptet, dass es NUR Männer wären, diese Besserwisserei an den Tag legen würden.

      „Aber eines darf man nicht: den Erklärungs-Drang von Männern gendern, d.h. darstellen als ein Verhalten, das Männer typischerweise *nur* Frauen gegenüber an den Tag legen. “

      Und damit schnappt die Falle zu. Männer beweisen selbst, dass sie mansplainen. Die „Feministin“ braucht nur lächelnd am Ende sagen: „Ich hab nie gesagt, dass Männer das nur Frauen gegenüber tun. Es ist nur wie du gerade gesagt hast. Es sind nur Männer die das tun.“
      Und dann wartet sie auf das langsam entgleisende Gesicht des biologistisch argumentierenden Antifeministen, bei dem der Groschen fällt.

  15. Ich habe es schon einmal hier angemerkt. Und hier zeigt es sich wieder.
    Die Evolutions-Biologisten sind die besten Helfeshelfer für den „Feminismus“ die sich dieser wünschen kann. Die biologistische Theorie liefert für alle Behauptungen des männerverachtenden Misandrismus Gründe und versucht trotzdem zu erklären, dass daraus nicht geschlossen werden darf, dass Männer eine primitivere, überhebliche, besitz -und machtgierige, jederzeit zu sexuellen Übergriffen fähige Menschenart sind, die man gesetzlich und soziologisch erst zähmen muss.

    Es gibt derzeit keinen Grund anzunehmen, dass Frauen und Männer irgendetwas anderes trennt, als ihr Geschlechtsteil und ihre biologische Funktion bei der Fortpflanzung. Alles andere hat kein Geschlecht. Ganz sicher nicht Besserwisserei.

    • „Die Evolutions-Biologisten sind die besten Helfeshelfer für den „Feminismus“ die sich dieser wünschen kann.“

      Selbst wenn das so wäre (Was nicht der Fall ist, die Evolutionsbiologie ist mit keinem gegenwärtig vertretenen Feminismus kompatibel):

      Wie die Realität ist kann man sich nicht aussuchen.

      Auch wenn dir die Ergebnisse nicht gefallen.

      • Es sind nur keine. Sondern eine ideologisch verengte Sichtweise, die dann Ergebnisse nur noch in eine bestimmte Richtung interpretierbar macht. Und sich auf Ausschnitte beschränkt, bei denen diese erhobenen Fakten dazu passen.
        So wie hier. Man braucht nur einmal auf einem Kinderspielplatz gewesen sein allein als Mann mit einem Kleinkind und man weiß was womansplaning ist. Oder mit dem Kinderwagen unterwegs und das Kind schreit. Auch dann wird sehr schnell klar, dass das von oben herab erklären, keine Eigenschaft eines Geschlechts ist, sondern nur mit Dominanzgefühl für einen Bereich zu tun hat.

        • das der Begriff sexistisch ist, da stimme ich vollkommen zu. Dennoch könnten Männer mehr erklären, weil sie in mehr Wissensbereichen mehr Informationen haben und diese lieber erzählen als die typische Frau – das eine schließt das andere nicht aus, weil es gar nicht um absolute, sondern nur um graduelle Unterschiede geht

          • Das ist aus meiner Sicht der Fehler. Es ist nur die Frage in wie weit sich Menschen kompetent in etwas fühlen, damit sie besserwisserisch werden. Geschlecht spielt da sehr wenig Rolle, denke ich.

    • gerks,

      „Es gibt derzeit keinen Grund anzunehmen, dass Frauen und Männer irgendetwas anderes trennt, als ihr Geschlechtsteil und ihre biologische Funktion bei der Fortpflanzung.“

      Naja, doch:

      Die größere Muskelmasse, hormonell induziert einen stärkeren Eigenantrieb bzw Risikobereitschaft (weniger Angst) und – kulturell eingehegt – die höhere Autonomie.

      Der Rest ist tatsächlich beliebig sozial drüberkonstruiert.

      „Ganz sicher nicht Besserwisserei.“

      Sehe ich auch so. Allerdings bewirkt die hormonell induzierte niedrigere Angstschwelle und (als Seiteneffekt davon) die Priorisierung des Kollektivs bei Frauen eine diplomatischere Form der Rechthaberei.

      Womansplaining kommt daher gerne mit rhetorischen Hintertürchen daher wie „Ich habe gehört“ oder „Mein Gefühl sagt mir“ und weniger imperativ formuliert. Letzteres kann allerdings durchaus nonverbal mitkommuniziert werden, Tonlage, Blick etc…

      Aber m.W. war mit „Mansplaining“ ursprünglich auch nicht das erklären selber gemeint, sondern das daraus bei Frauen induzierte Gefühl, als Dummchen dazustehen.

      Und es ist sicher ein bedenkenswertes Argument, dass mit Mansplaining bisweilen nicht (nur) Fakten vermittelt werden sollen, sondern eben auch eine Hierarchie manifestiert wird.

      • „2ie größere Muskelmasse“ ja stimmt. Vergessen. Wobei auch hier größere nur hinsichtlich einer bestimmten Art von Muskelmasse stimmt, die aufgebaut werden kann.
        “ hormonell induziert einen stärkeren Eigenantrieb“ halt ich für eine (noch immer, da keine Möglichkeit der Messung oder Abgrenzung zu sozialer Bedintheit möglich) für eine unzulässige Zuordnung von Hormon zu Verhalten. Alles andere ist aus meiner Sicht ebenfalls derzeit nur Spekulation. Es gibt keine Refferenzpersonen die nicht sozialisiert ist, daher kann nicht festgestellt werden, was vom Verhalten durch Anlagen und was durch Sozialisation auftritt.

        • „Alles andere ist aus meiner Sicht ebenfalls derzeit nur Spekulation. Es gibt keine Refferenzpersonen die nicht sozialisiert ist, daher kann nicht festgestellt werden, was vom Verhalten durch Anlagen und was durch Sozialisation auftritt.“

          Was nicht bedeuten würde, dass man Biologie damit ausschließen könnte. Biologie hat dann zwangsläufig für gleiche unsicherheit wie soziale Erklärungen. Denn deren Anteil kann man dann ja auch nicht bestimmen.

          Im übrigen hatte ich einen Artikel dazu
          https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/25/es-ist-nicht-moglich-festzustellen-was-biologischer-und-was-sozialer-anteil-ist/

          • Du schreibst im Artikel „Sprich: Um so mehr Genauigkeit man der Forschung zum sozialen Anteil zubilligt um so mehr Genauigkeit muss man auch der Abgrenzbarkeit von sozialen und biologischen Faktoren zusprechen.“
            Dem stimme ich vorbehaltlos szu. Daher schreibe ich der Forschung zum sozialen Anteil ebenso wenig Genauigkeit zu, wie der aufgrund von behaupteten evolutionär bedingten Anteilen.

          • nein. Nicht widerlegt. Nur nicht beweisbar. Es könnten beide zutreffen, jede davon aber auch falsch sein, weil die andere richtig ist. Daher ist es derzeit unentscheidbar, was der evolutions-biologische Anteil (Anlage) ist und was der ansozialisierte. Womit auch jede Abgrenzung der Anteile nicht möglich ist.

          • Ja habe ich. Das Problem ist aber kein systematisches oder das die erhobenen Daten nicht stimmen würden. Es ist ein Prinzipelles. Ich möchte es damit vergleichen. Solange man annnahm dass sich die Erde in Mittelpunkt des Weltall befindet und sich alles um diese dreht, hat man sich genauso wissenschaftlich mit den Phänomenen wie Planetenbewegung, Sonnen- und Mondfinsternissen und anderen astronomischen Gegebenheiten beschäftigt. Nur die völlig falschen Schlüsse aus den Daten gezogen.
            Hier ist es ähnlich. Es braucht sehr wahrscheinlich einen Kopernikus der Soziologie der die Welt wieder vom Kopf auf die Füße stellt. Derzeit aber ist es egal was geforscht wird und was für Studien was für Ergebnisse liefern. Mangels korrekten Maßstäben und Methoden sind alle Ergebnisse in der einen wie anderen Richtung auslegbar. Und daher gibt es derzeit auch diesen Streit zwischen den Evo-Biologisten und den Genderisten.

          • Nein Weil das Ergebnis genausoviele sinnvoll bzw. sinnlos interpretiert wird wie es bei den verschlungenen Planetenbewegungen gemacht wurde (die zeitweise sogar scheinbar rückwärts laufen)
            Die Ergebnisse stelle ich nicht in Frage Warum auch? Die Deutung ist nicht möglich bzw ebenso falsch wie die der Epizyklen, Finsternisse und Supernovas cir der Zeit der modernen Astronomie.

        • gerks,

          „Wobei auch hier größere nur hinsichtlich einer bestimmten Art von Muskelmasse stimmt, die aufgebaut werden kann.“

          Ja, die mit der mann etwas durchsetzen kann. Andere Muskeln lassen einen schöne Figuren auf dem Schwebebalken turnen. Die meine ich damit nicht.

          „halt ich für eine (noch immer, da keine Möglichkeit der Messung oder Abgrenzung zu sozialer Bedintheit möglich) für eine unzulässige Zuordnung von Hormon zu Verhalten. “

          Ich halte das für empirisch bestätigt (Hormonersatztherapie bei M2F und F2M Transidenten). Die Ausprägungen unterscheiden sich allerdings nach Grundveranlagung. Aus einem zierlich ängstlichen 1,65 m-Mäuschen machen Hormone keinen 1,95 m-Terminator-Typ…

          „Es gibt keine Refferenzpersonen die nicht sozialisiert ist, daher kann nicht festgestellt werden, was vom Verhalten durch Anlagen und was durch Sozialisation auftritt.“

          Durch interkulturelle Vergleiche und Geschichtsforschung lässt sich ein indirekter Beweis führen.

          Nicht sozialisierte Personen gab es schon öfters (z.B. Kaspar Hauser), die Verhaltensbiologen nennen entsprechende Tierversuche daher auch „Kaspar-Hauser-Methode“

          So, genug Mansplaining für heute 😉

          • Das ist ein sehr bekannter Irrtum. Kaspar Hauser wurde in dem Moment sozialisiert als er auf Menschen traf. Somit wäre er nur als Refferenzperson zulässig, wenn er isoliert geblieben wäre. Das ist aber nicht möglich wenn jemand untersucht und begutachtet wird. Daher entsteht hier eine Situation die derzeit nicht auflösbar ist. Will man etwas Unsozialisiertes haben, darf man nicht in Interaktion mit Diesem treten. Tritt man in Interaktion mit einem Wesen, ist es nicht mehr unsozialisiert.
            Genau deswegen sind nicht mal Babys nach der Geburt als unsozialisiert zu betrachten, da sie ab dem ersten Moment in Interaktion mit der Umfeld geraten. Was daher Anlage ist und was nur auf Sozialisation zurückzuführen, wird immer schwerer feststellbar, je weiter man sich von der Geburt entfernt. Da aber Menschen erst später in ihrem Leben die Verhaltensweisen entwickeln, die wir klassisch „männlich“ und „weiblich“ nennen, lässt sich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr feststellen, welcher Anteil von wo stammt.

    • „Es gibt derzeit keinen Grund anzunehmen, dass Frauen und Männer irgendetwas anderes trennt, als ihr Geschlechtsteil und ihre biologische Funktion bei der Fortpflanzung. Alles andere hat kein Geschlecht. Ganz sicher nicht Besserwisserei.“

      Moin Gerks,
      kann es sein, daß Du langsam etwas verhärtest?
      In Recht und Wert liegst Du sicherlich richtig, aber ansonsten sind Männer und Frauen schon manchmal geradezu angehörige untertschiedlicher Spezien ( wie mein Ex-Chef, der Hufschmied, sagen würde und der war gar kein Frauenhasser …. ).
      Das gilt gewiss auch für Besserwisserei, die gibt es bei beiden, aber die Ausprägungen weisen durchaus Unterschiede auf, würde ich mal so ganz bescheiden schätzen ( ohne jetzt mit „neuesten Studien“ zu glänzen ).

      • Klar kann das sein. Selber kann man so etwas nur schwer erkennen
        Zu deiner Aussage. Nein Wird sind keine zwei Spezies Wir machen nur zwei draus Wir sind eine Spezies die Menschheit. Aber Geschlecht dominiert unser Denken nich so stark, ähnlich wie es früher mit Hautfarbe war dass wir aus Äußerlichkeiten „Rassen“ machen. Oftmals werden ganz normale Charakterzüge einem Geschlecht zugeordnet obwohl es nur die jeweiligen Eigenschaften des männlichen oder weiblichen Gegenübers sind. Es ist eben sehr bequem negatives pauschal einer anderen Merkmalsgruppe zuzuschreiben und positives derjenigen der man selbst angehört. Was dann Demagogen es leicht macht die Bevölkerung zu teilen und mit „WIR Frauen“ und „IHR Männer“ Massengefühle zu wecken.
        Nicht anders als man früher von den „faulen Negern“ gesprochen hat und dies dann „wissenschaftlich“ durch Rassenlehren untermauert wurde.

        Da ist noch ein langer Weg bis wir fähig sind dem anderen Menschen zuzubilligen dass sier einen beliebes Verhalten haben kann auch wenn das Geschlechtsteil, die Hautfarbe oder der Geburtsort unterschiedlich sind.
        Diese „zwei Spezies“ jedenfalls ist nur geeignet Menschen zu separieren und künstlich Möglichkeiten für Diskrimininierungen zu schaffen. Siehe „Gender based violence“ Gesetze in Spanien und bald wahrscheinlich auch in Italien. Diese wären ohne diese Vorstellung von zwei Menschen“rassen“ die man total unterschiedlich behandeln kann nicht möglich gewesen.
        Ein eigener Männergerichtshof wie es ihn dort jetzt gibt erinnert an die dunkelsten Zeiten auf unserem Kontinent als es auch eine „gute Rasse“ und eine „verderbte Rase“ gab.
        Kein Bedarf an einer Wiederholung statt mit Abstammung jetzt mit Geschlecht. Du?

      • Die Ausprägungen von Besserwisserei, von Gewalt und anderen Zuschreibungen sind nur unterschiedlich wenn man sie nicht gesamt ansieht. „Oberlehrerhaftigkeit“ In Bereichen wo sich Menschen die zufällig weiblich geborenen worden sind als viel stärker kompetent ansehen als Menschen die männlich sind ist es nicht anders. Und sobald die jeweiligen Domänen eines „Geschlechts“ erobert werden zeigt sich das auch. Das Momsplaining im Bereich der Kinderfürsorge ist um keinen Deut weniger arrogant und selbstbezogen als bei Männern in anderen Bereichen.
        Daher ist es derzeit sinnlos sich über Ausprägungen zu unterhalten da noch nicht mal die nötige gesellschaftliche Durchmischung erreicht ist, damit Männer und Frauen annähernd gleichanteilig in allen gesellschaftlichen Bereichen auftreten. Erst wenn das der Fall ist und sich Menschen je Geschlecht signifikant auch nach einer Generation Durchmischung unterschiedlich verhalten, kann man beginnen über „geschlechterspezifisch“ nachzudenken.

        Man sieht am sich ändernden Risikoverhalten von Frauen im Straßenverkehr, dem sinkenden Abstand in der Lebenserwartung und anderen Faktoren, dass sich sehr viele „natürliche Unterschiede im Verhalten“ wahrscheinlich auf 0 reduzieren werden, wenn Männer und Frauen ähnlich leben beginnen. Was dann nach dem größten Generationen-Sozialexperiment dass gerade weltweit läuft dem Gender-Mainstreaming noch an Unterschieden übrig bleibt ist dann mit großer Sicherheit tatsächlich angeboren.

      • „Daher ist es derzeit sinnlos sich über Ausprägungen zu unterhalten da noch nicht mal die nötige gesellschaftliche Durchmischung erreicht ist, damit Männer und Frauen annähernd gleichanteilig in allen gesellschaftlichen Bereichen auftreten.“

        Was ist, wenn der Grad der „Durchmischung“ nicht mehr steigerbar ist?
        Dein Beispiel mit den Angleichungen im Risikoverhalten und bei der Lebenserwartung mag richtig sein (kann ich jetzt nicht überprüfen), aber man kann den Trend sehr wohl auch als Anomalie bezeichnen.
        Physikalisch verglichen, sagst Du: „Wir sind x vom Idealpunkt A entfernt“, übersiehst aber, dass eine Momentaufnahme keine Aussage zur Bewegungsrichtung trifft.
        Es kann also sein, dass die gesellschaftlichen Normen und Forderungen der letzten 30 Jahre an die Geschlechter die Verhältnisse aus dem Lot gebracht haben, nicht die der 5.000 Jahre zuvor.

  16. Mansplaining +5, wenn der entsprechende Mann dich mit steigender Lautstärke (die gehört dazu) von etwas überzeugen will, von dem du WEISST, dass es schlicht stimmt und du einfach nicht von diesem Standpunkt abrückst, du stures Weib („NEIN Maren, man KANN nicht zum Judentum ÜBERTRETEN!!“).

    Mansplaining -10 wenn er es am nächsten Tag googelt und sich entschuldigt.

    Mansplaining +100 wenn es beim nächsten Thema GENAUSO wieder passiert. („NEIN Maren, es heisst nicht Lummerland, es heisst NUMMERLAND!“)

    Mansplaining +10000000000000, wenn du dich demnächst einfach verweigerst, nur übers Wetter redest („Nein Maren, das ist SPRÜHREGEN!“ :D), und schlussendlich zähneknirschend einfach immer zustimmst und der Mann endlich das Gefühl hat, allwissend zu sein.

    • Und wie würdest du es Einordnung wenn jemand von anderen Geschlecht einem erklärt was man selbst als zugehöriger seines Geschlechts fühlt?

      • Da triffst Du einen wichtigen Punkt, der mir gerade an den Femis – beiderlei Geschlechts, wenn auch meist etwas unterschiedlich formuliert – immer mehr auffällt ( z.B. an Margarete – Ungleichheit und Indifferenz, oder so ähnlich ).
        Da kommt dann mit sturer Regelmäßigkeit das tolle „Argument“:
        „Du willst also …. weil Du meinst,….. denn Du denkst nämlich….“
        Anstatt sich mit dem zu befassen, was man tatsächlich gesagt, oder geschrieben hat.

    • Würde Dir so ein Getexte nicht auch auf den Senkel gehen, wenn’s von einer Freundin, einer Kollegin, Deiner Mama oder Deiner Chefin käme? Und wenn ja, wie würdest Du das nennen?

    • Aha Und was an dieser Rechthaberei ist genau Mansplaining? Ich würde eher sagen, hier schreibst du einen Charakterzug einem Geschlecht zu, weil du zufällig eine Frau und der um jeden Preis rechthabend wollende ein Mann ist.
      Also ein klarer Fall von Sexismus, Da du das umgekehrt nicht so werten würdest.

      • Irgendeine Feministin ist sauer. Und der Grund, weswegen sie sauer ist, bekommt irgendein „Fachwort“ verpasst, welches suggerieren soll, dass ärgerliches Verhalten rein männlicher Natur ist.

        „Mansplaining“ ist dafür genau so ein Beispiel wie „Manspreading“. Kein Gedanke wird daran verschwendet, wie viel mehr Platz „Einkaufs-Taschen-Ausbreiting“ einnimmt. Wir Männer finden es nur lästig, wenn Sitzplätze in der U-Bahn mit Tüten oder Taschen belegt sind. Wir erfinden aber kein Wort dafür.

        Und das ist das, was „Mansplaining“ mit Frauen zu tun hat. Nur menschliche Exemplare bar jeglicher Selbstreflexion kommen auf die Idee, so einen schwachsinnigen Terminus etablieren zu wollen.

        Peinlicherweise haben die das tatsächlich geschafft. Hut ab.

  17. „Mansplaining“ ist ein schwammiger und in der Regel sexistisch gebrauchter Begriff, mit dem Rede von Männern abgewertet wird, nur weil sie von Männern kommt. Ursprünglich bezog er sich auf den sehr speziellen Fall, dass Männer Frauen etwas über das Frausein erklären wollten, aber mittelerweile hat er jede Klarheit verloren. Da wird er benutzt, sobald ein Mann den Mund aufmacht, oder auch um simple Unhöflichkeit zu gendern.

    Ich verwies ja letztens schon auf Dick Masterson (Autor von „Man are better than Women“) und fand diesen kleinen (und mit Animationen versehenen) Ausschnitt aus seiner Talkshow, in dem er genau auf dieses Thema kommt und auch betont, Mansplaining habe nichts damit zu tun, ob der Gegenüber eine Frau sei:

    (Er mansplaint aber wirklich ausgezeichnet!)

  18. Also, wenn der Großteil der Männer mit männlichen Kollegen und männlichen Vorgesetzten (und somit auch in Hierachien) das Problem des angeblichen Mansplainings offenbar nicht in einem ähnlichen Umfang miteinander haben

    und Frauen zudem nach Umfragen (was selbst Inhalt vieler feministischer Artikel ist) viel lieber mit Männern zusammenarbeiten bzw. unter männlichen Chefs arbeiten und somit Frauen untereinander offenbar grundsätzlich die gleichen Schwierigkeiten untereinander haben (sog. nach ihnen benannte „Zickenkriege“),

    dann deutet so einiges daraufhin, dass die Ursache für die zwischenmenschlichen Probleme nicht unbedingt die männlichen Verhaltensweisen (> Mansplaining) sind, sondern anscheinend erheblich wahrscheinlicher bei den fehlenden Sozial-/Teamfähigkeiten der Frauen zu suchen sind.

    Umgekehrt kennt wohl nahezu jeder das Äquivalent bei den Frauen: das Womensplaning! Wer kennt es nicht, wenn man es einer Frau ohnehin nie recht machen kann und sie jede Belanglosigkeit zu einem Drama ausgestaltet, in welchem sie ungefragt mittels ständiger Überdramatisierungen, Abwertungen (Shaming) und Vorwürfen zu diktieren versucht, wie insbesondere Beziehungs-, Freizeitausgestaltungs- oder Haushaltsfragen einzig zu regeln seien.

    Dazu gehört auch das Problem, dass man es vielen Frauen ohnehin nie recht machen kann. Wenn man diesen Frauen z.B. Dinge zu erklären versucht, dann plärren sie über das angeblich so schlimme Mansplaining. Wenn Männer hingegen ihre Erklärungen nur anderen Männern zukommen lässt (die damit in den meisten Fällen kein Problem haben), dann plärren die Frauen darüber, dass sie aufgrund ihres Geschlechtes ausgeschlossen werden würden. Und, wenn Männer wackeldackelnickend des friedenswillen zu allem Ja und Amen sagt, egal was für einen unlogischen Schwachsinn die Frau auch von sich gibt, dann plärrt sie darüber, dass der jasagende Mann unreif und ohne eigene Persönlichkeit sei, der sie mit der harten Arbeit der Entscheidungsfindung im Stich lässt bzw. sie sich auch gerne mal in die Arme eines starken Mannes „fallen“ lassen würde.

    Frauen bzw. Womensplaining sind mit Sicherheit nicht weniger verbreitet, so dass man schon geistig sehr verblendet sein muss, wenn man seine Darstellungen nur auf Männer zu beschränken versucht.

    Machen wir doch mal einen kleinen einfachen Plausibilitätscheck: Welche Freundschaften haltet ihr für konfliktfreier? Reine Männerfreundschaften oder reine Frauenfreundschaften? Wer kennt Personen, die quasi schon seit dem Kindergarten beste Freunde sind und bei denen man auch glaubt, dass diese auch noch in 40 Jahren eine echte Freundschaft haben werden, die auch bei Problemen füreinander da sein werden? Und handelt es sich hierbei eher um Männerfreundschaften oder um Frauenfreundschaften?

    Würde die Propaganda wahr sein, dass angeblich Männer so unsympathisch bevormundend, unterdrückend und besserwisserisch seien, wie ist dann zu erklären, dass Frauen untereinander offenbar ebenfalls mehr Probleme haben als Männer untereinander? Denn richtige Freundschaften fürs Leben müssten dann ja eigentlich im Durchschnitt eher bei dem Geschlecht zu finden sein, welches sozialer und wertschätzender miteinander umgeht!

    Dass aber selbst Frauen es vorziehen, lieber mit Männern oder unter einem männlichen Chef zusammen arbeiten zu wollen, dürfte aber vermutlich daran liegen, dass Frauen selber auf die asoziale Art anderer Frauen keinen Bock haben, weil man ständig aufpassen muss, dass jedes belangloseste Wort auf eine Goldwaage gelegt werden und zum Drama führen könnte.

  19. Nimmt man die Ursprüngliche Definition des Mansplaining, dann ist dieses Verhalten für alle davon Betroffenen höchst nervtötend (auch für Männer):
    „Versuch einer Person (meist Männlich) einer anderen Person (meist weiblich) etwas zu erklären, wovon zum einer der Erklärene keine Ahnung hat, zum anderen die andere Person sehr wohl Ahnung hat. Das Ganze dann in einem übermäßig belehrenden und herablassendem Tonfall“
    (Quelle leicht umformuliert: Wikipedia)
    Been there, didn´t like it, wenn mir irgendein aufgeblasener Quatschkopf ohne blassen Dunst erklären will, wie ich meinen Job machen soll…

    Allerdings wurde der Begriff Mansplaining durch intressierte Kreise auf alles ausgeweitet, wenn ein Mann einer Frau etwas erklärt. Dadurch wird der Begriff zu einer leeren Hülle und perfekt für SJW und Radfems geeignet, andere Meinungen als die Ihre abzublocken. Insofern gehört er einfach in die Kiste der Immunisierungsstrategien.

    • Das ist normales feministisches Vorgehen: Man nimmt einen wahren Kern („Es kommt vor, dass Frauen von Männern vergewaltigt werden“), verliert jede Bodenhaftung („Männer vergewaltigen Frauen“) und verallgemeinert ungebremst („Wir leben in einer Rape Culture, in der alle Männer irgendwie mit schuld sind, dass alle Frauen Angst vor Vergewaltigung haben“).

  20. Pingback: Ein feministisches Wörterbuch | Alles Evolution

  21. Pingback: Fundstück: Männer und Frauen bei Stack Overflow – Geschlechterallerlei

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