„Warum es sexistisch sein kann, wenn ein Mann sich beim Sex auf ihre Lust konzentrieren will“

Everydayfeminism ist aus meiner Sicht gegenwärtig wohl einer der deutlichsten Vertreter eines intersektionalen Opferfeminismus. Es ist eine dieser Seiten, bei denen man bei jedem Artikel denkt, dass es Satire sein muss und das niemand das wirklich ernst meinen kann. Es ist aber eine große feministische Seite ohne eine Spur von Humor.

Ein Artikel, der das deutlich macht, ist der Artikel „Drei Wege wie Männer sexistisch sein können, wenn sie sich beim Sex auf ihre Lust konzentrieren

1. The Focus Is Still On His Achievement
Toxic masculinity says that a man is only as good as what he can accomplish.

When it comes to sex, this can often mean “To be a man, I have to achieve orgasm/ejaculation” or “I have to win as many sex partners as I can.”

These days, it can also mean “I have to give my partner the most intense pleasure possible.” Because if she has a body-shaking orgasm, it’s a mark of his skill and prowess. And if she doesn’t have an orgasm at all, it feels like a personal failure to him.

For the female partner, this can turn into yet another way she has to perform emotional labor. When her experience of pleasure becomes tied to his ego, then she often feels pressure to have a big, showy orgasm for him… even if that’s not how her body works.

Instead of genuinely connecting with her body and experiencing the pleasure that’s there for her in the moment, she can become anxious about whether she’s satisfying him with her show of pleasure.

Ich will gar nicht bestreiten, dass es Stress sein kann, einen Partner zu haben, der nicht zufrieden ist und bei dem man das Gefühl hat, dass man ihm etwas vorspielen muss, damit er zufrieden ist. Aber das ist kein Sexismus. Das ist auch nicht toxische Männlichkeit. Das ist ein persönliches Problem zwischen zwei Leuten, die Sex haben und kann natürlich auch bei der Frau auftreten.

Ich finde es erstaunlich, wie problemlos es hier in ein sehr einseitiges Schema eingearbeitet wird:

  • Er ist voller toxischer Männlichkeit, weil er in etwas gut sein will. Interessant, dass sie das hier als Aspekt von toxischer Männlichkeit ausweisen, es wäre ja auch ein Element, welches erklären würde, warum mehr Männer in Führungspositionen sind, wo diese Eigenschaft sehr praktisch sein kann.
  • Sie muss „emotionale Arbeit“ leisten, indem sie ihm vorgaukelt, dass sie Spass hat. Und damit geht alles wieder nur um ihn. Dass er häufig auch emotionale Arbeit für sie leistet kommt einer radikalen Feministin gar nicht in den Sinn.

Natürlich lässt sich das auch auf andere umgekehrte Situationen übertragen: Sie wollen zusammen einen schönen Abend verbringen, und sie fängt bereits beim Zurechtmachen an mit „Sehe ich in diesem Kleid dick aus?“. Obwohl sie gemeinsam einen schönen Abend verbringen wollten geht es alles nur wieder um sie. Und er muss die emotionale Arbeit machen und ihr versichern, wie toll sie aussieht.

This whole dynamic makes it hard to connect in true intimacy in the moment. Instead, sex becomes a performance for both parties.

Sometimes it becomes literally a performance, when the woman fakes more pleasure than she feels (up to and including orgasm) so that her partner won’t get upset.

In addition to the pressure it puts on both parties, the “her pleasure is his accomplishment” attitude has an ugly power side to it, wherein the woman’s body becomes something for the man to manipulate.

A statement like “I love making a woman [scream, come, writhe, whatever]” carries an implication that sexual pleasure is something that he does to her, rather than a gift from her own body which he helps draw out.

Aus einer so simplen Sache wie „ich mag es, wenn ich eine Frau dazu bringen kann zu [wasauchimmer]“ wird Sexismus. Dabei kann es tatsächlich etwas sehr schönes sein, wenn man einen Partner dazu bringt, dass er besondere Lust zeigt. In der feministischen Betrachtung ignoriert er sie, ignoriert, dass ihr Körper das macht und er ihn nur unterstützt. Und deswegen ist es sexistisch.

Dass Frauen es wohl auch häufig genau so formulieren werden ist anscheinend für sie unvorstellbar. Dabei ist es normal, wenn man stolz darauf ist, dass man den anderen besonders gut erregen kann und jede Frau wird auch nicht dagegen haben, wenn ihr ein Mann bescheinigt, dass sie perfekt bläst und er dabei den Verstand verliert. Man würde auch eher irritiert schauen, wenn er sagt „Es war mein eigener Körper, der die Lust erzeugt hat, dein blasen hat diese Lust nur hervorgeholt“. Aber die Lusterzeugung bei einer Frau als etwas anderes als selbstbestimmt darzustellen, scheint hier bereits Unterdrückung zu sein

2. He’s Still Primarily Focused On His Own Enjoyment
This is another way in which a female partner’s pleasure can become more about what it does for the man.

Rather than being about feeding his sense of accomplishment, though, it’s about giving him visual enjoyment. The woman may feel pressure to perform pleasure visibly – making more noises, moving more intensely – because he likes looking at it.

I’m not saying there’s anything wrong with finding it hot when your partner is clearly gripped by ecstasy – of course not! But sometimes the erotic enjoyment of the other person becomes more of a focus than the pleasure you’re actually experiencing.

This is especially a danger for women, who are socialized to prioritize “looking good to male eyes” over their own experiences and comfort.

Male partners may be completely unaware of how, if they talk a lot about how much they enjoy seeing a woman orgasm, how hot a particular noise or movement she makes in pleasure is, and so on, they may be setting up a sense of “do this for my pleasure” in their female partner.

Auch immer wieder interessant: Das ist also Sexismus. Wenn man sich beim Sex nicht zusammenreißt und nicht beständig darauf achtet, dass sie vielleicht meint, dass sie ihm mehr visuelle oder sonstige Eindrücke bieten muss. Also: Sie meint, dass sie besser im Bett sein muss, damit es ihm mehr gefällt. Und macht deswegen Sachen, damit es ihm besser gefällt. Gerade eben war dieser Leistungsgedanke noch toxische Männlichkeit. Jetzt ist es schon wieder emotionale Arbeit für sie.

Und er soll sich in seiner Lust anscheinend zurücknehmen, damit sie nicht in diesen Leistungsdruck, diese toxische Männlichkeit verfällt. Er soll also die emotionale Arbeit übernehmen, zu überwachen, wie sie auf seine Blicke reagiert und sie damit nicht zu überfordern: Es ist okay, dass du sie geil findest, aber bitte nicht zu viel.

3. He’s Looking for a Gold Star

When I told a friend I was writing this article, she mentioned how some men will brag about how much they looove performing cunnilingus. And I laughed – because I knew just what she was talking about.

There’s a special attitude, that I’ve heard often, where a man talks about enjoying a sex act where the woman’s pleasure is the focus.

Someone can say “I like being spanked” and just be telling you some information about themselves. But when a man says “I like going down on a woman,” there’s very often a subtext of “Doesn’t that make me awesome?”

Erstaunlicherweise wollen diese miesen sexistischen Männer deutlich machen, dass ihnen beim Sex die Lust und die Befriedigung der Frau wichtig ist und sie sehen das als Werbung für sich. Wer hätte das gedacht? Man hätte auch noch nie von einer Frau gehört, die meint, dass sie sexuell interessanter ist, weil sie angibt, dass sie gerne bläst oder das ihr Analsex Spass macht.

Even while talking positively about women’s pleasure, this reinforces the idea that giving a woman pleasure is above and beyond the norm.

Oder er will deutlich machen, dass er jedenfalls einer ist, mit dem sie sehr viel Spass im Bett haben wird, weil er sie befriedigen will und  nicht nur auf seinen eigenen Spass aus sein wird. Oder das der Sex mit ihm jedenfalls nicht unter der Norm liegen wird. Oder eben, dass er super im Bett ist. Alles aus meiner Sicht unproblematisch.

I want my partners to desire and appreciate my pleasure. I want my enjoyment to be rewarding for them, just as their enjoyment is rewarding for me.

But when my pleasure gets treated as something they deserve extra credit for, all the positive feelings are erased. I start to feel like I’m supposed to be grateful for the fact that they actually care if I’m having a good time.

Gott, ist das eine arrogante Einstellung. Er darf nicht anführen, dass er ihr besondere Lust verschaffen will und das auch nicht damit werben, sonst ist ihre Lust weg. Natürlich könnte sie es auch einfach als etwas sehen, was ihn toll macht und was sie auch toll für ihn macht, wenn sie sich ebenfalls als jemand herausstellt, der besonders toll im Bett im Bett ist und ihm ebenfalls große Lust verschaffen wird.

So let me be clear about this: I deserve pleasure from my sexual encounters. So does every woman, and every non-binary person (and, of course, every man – but in our culture, that’s usually taken for granted).

Having a partner who cares whether I’m having a good time is not a treat, and it’s not something to be grateful for. It’s baseline.

Da ist wieder die alte feministische Theorie „Es gibt keine Kekse für gutes Verhalten, das kann ich erwarten“.  Dass es trotzdem etwas schönes ist, wenn jemand verspricht, sich besonders um einen zu bemühen, und nichts selbstverständliches, dass kommt ihr anscheinend nicht in den Sinn.

Important note: This does not mean that a partner of mine, of any gender, has to do things that they don’t like or feel uncomfortable with to please me. Their comfort and satisfaction is just as important as mine, and full consent comes before pleasure on all sides.

The point, in all of these cases, is that when we emphasize women’s pleasure, we need to really be emphasizing women’s pleasure – not ways that women’s pleasure makes men feel great or look great.

Ein auch gar nicht schmaler Grad. Auch gar keine überhöhten Erwartungen. Es ist okay, wenn du die weibliche Lust betonst, aber wehe du findest das geil oder meinst, dass du dafür was besonderes tun willst oder verleitest sie dazu, dass sie meint, besondere Lust zeigen zu müssen. Denn sonst bist du ein Sexist.

Advice for Men Thinking, ‘Oh Shit – This Might Be Me!’
Remember, none of this is about whether you’re a good person or not. Our culture’s messages affect us all, and learning how to grow past them is a huge part of becoming our best selves.

Dieser Text sagt nichts darüber aus, ob du gut oder schlecht als Person bist. Oder vielmehr bleibst. Denn wenn dieser Text auf dich zutrifft, dann bist du ein schlechter Mensch, du kannst aber ein besserer werden.

When you feel anxious that you’re not “accomplishing” your partner’s pleasure well enough, remember that that’s toxic masculinity talking.

Wenn du meinst, dass du deinen Partner nicht gut genug befriedigen kannst, dann ist das die toxische Männlichkeit, die aus dir spricht. Wenn du meinst, dass du ihn zu gut befriedigt und er besonders Lustvoll auf deine Bemühungen reagiert und dich das anregt, dann ist sie es allerdings auch.

Your partner’s pleasure is for them first. Your most important job, when it comes to helping your partner enjoy sex, is to be attentive to what they want.

Sometimes an explosive orgasm is not what your partner wants. Sometimes they know that mild shudders of pleasure are the most their body has to offer that day. Whatever it is, work on learning how to quiet that ego and really listen to what your partner is expressing.

Take the pressure off yourself to be the perfect lover.

Aber bitte nehme den Druck an, dass alles was du im Bett machst, sexistisch sein kann und ein Ausdruck deiner toxischen Männlichkeit ist. Und das es deine Schuld ist.

Sure, it’s nice to think of ourselves as providing an unforgettable sexual experience for our partners, being the best they’ve ever had. But despite what culture has probably been telling you, your worth is not determined by whether you’re the best lay (or the best anything).

Also versuch es auch besser gar nicht erst du sexistisches Schwein!

The best sexual encounters, in my experience, happen when everybody involved comes as they are and gives open attention to what the other person is bringing.

It’s easier, in some ways, to play the roles and enact the tropes we’ve all been taught. But when you do the work to be authentic, vulnerable, and attentive, it’s so worth it.

Wenn dir aber authentisch bestimmte Ansichen ihrer Lust gefallen oder du ganz authentisch deinen Partner befriedigen willst, dann bist du jedenfalls ein Schwein.

 

 

Sind Internet Memes Lebewesen? (Gastartikel)

Dies ist ein Gastartikel von Dominik

  • Sind Internet Memes Lebewesen ?
  • Ebola Chan

 

Eines der bekannteren Internet Memes ist vielleicht Ebola Chan, die Kunstfigur entstand  auf dem Massageboard 4Chan als Reaktion auf den Ebola Ausbruch 2014 in Westafrika.

Im Rahmen des Ebola Ausbruchs machte das Gerücht die Runde, westliche Ärzte würden Schwarzafrikaner vorsätzlich mit Ebola infizieren um entweder Schwarze oder Afrikaner auszurotten.

Als klassischer 4Chan Witz sollte Ebola Chan einerseits dieses Gerücht ins Lächerliche ziehen und gleichzeitig durch bewusste Verbreitung die Paranoia anzustacheln.

 

  • Wie sehr überlappen eigentlich Internetanschluss und Nachbarschaft zum Ebola Ausbruch ?
  • Vermutlich 0. Die haben nicht mal Toiletten – ich könnte mir vorstellen Breitband ist da nicht unbedingt am Radar.

 

  • Die haben vermutlich auch kein Radar.

Ausschnitt aus einer Diskussion zu Ebola Chan auf Reddit

Das Meme ging viral und kurz darauf begann sich ein eigenes Ökosystem um Ebola Chan zu entwickeln.

Es reichte von der vielfachen Abwandlung des Memes über Kurzgeschichten und Musikstücken bis zu Animationsfilmen. Schließlich begannen die ersten damit Ebola Chan Altäre zu errichten und Rituale zu entwickeln und ein eigener halb-ironischer Kult rund um die Figur begann sich zu entwickeln.

Damit lässt sich klar zeigen, dass Memes eindeutig der Evolution unterworfen sind. Sie breiten sich aus, mutieren, werden immer wieder abgewandelt, unterliegen einer Selektion durch die Internetnutzer und stehen dabei in Konkurrenz zu anderen Memes.

Memes liegen damit Nahe am okkulten Begriff des Egregore, das sich im tibetischen als Tulpa wiederfindet. Es handelt sich dabei, um ein eigenständiges geistiges Wesen, dass durch die Gedanken einer Gruppen von Menschen geschaffen wird und gleichzeitig auf die Gedanken der Gruppe zurückwirkt.

 

  • Pepe the Frog aka Kek

Sehen wir uns dazu das nächste Meme an, Pepe the Frog. Pepe the Frog wurde als Meme so populär, dass es zum inoffiziellen Maskottchen der Trump-Kampagne wurde und sich Präsidentschafts-Kandidatin Clinton genötigt sah Stellung zu beziehen. Auch die Tagesschau berichtete und die Anti-Defamation-League bezog gegen den Comic Frosch Stellung.

pepe

Der weniger berichtete Teil der Geschichte ist, dass Pepe schon bald mit der Figur des altägyptischen Gottes Kek identifiziert wurde, der auch als Kröte dargestellt wird. Das ist nicht weiter ungewöhnlich, da die Ägypter ihre Götter üblicherweise mit Tieren identifizierten.

Kurz darauf zeigten sich wie bei Ebola Chan die gleichen kultartigen Bestrebungen.

 

  • Die Kultmentalität des Menschen

 

Wie der  israelisch-US-amerikanischer Psychologe und Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman in seinem Buch Schnelles Denken, langsames Denken darstellt, verfügen wir Menschen über zwei grundsätzliche verschiedene Systeme Informationen zu verarbeiten.

Einerseits haben wir ein schnelles, emotionales, unbewusstes und ein langsameres, bewusstes durchdenkendes, logisches System.

Das ist eine notwendige Anpassung an unsere Umwelt, da ich mir im Normalfall über die tieferen Intention des Säbelzahntigers keine Gedanken machen möchte, sondern einfach davon laufe.

Allerdings birgt diese Zweiteilung eine Vielzahl von Schwachstellen, die man kognitive Dissonanzen nennt. Von Bedeutung sind hier insbesondere die falsche Wahrnehmung von Kausalzusammenhangs zweier Ereignisse und die Überschätzung relativer Häufigkeiten bei kleinen Stichproben.

Vereinfacht gesagt, wenn Brum-Brum auf einen Baum schlägt und Jagderfolg hat, hält er den Baum für einen magischen Baum.

Ein klassische Beispiel hierfür ist der Cargo Kult. Während des Zweiten Weltkrieges warf die US-Armee massenweise Güter, zur Unterstützung ihrer Landungsoperationen, über Melanesien ab.

Nach den Krieg imitierten die Einheimnischen einen Flughafenbetrieb den sie bei amerikanischen Truppen beobachtet hatten, in der Hoffnung die begehrten Güter würden dann wiederkommen, was sie aber nicht taten.

Ein Beispiel welche Ausmaße so etwas annehmen kann, ist die John-Frum-Bewegung.

Die John-Frum-Bewegung wurde 1957 als Religionsgemeinschaft zugelassen, ihr gehören bis heute etwa 5,6 % der Bevölkerung Vanuatus an.

Die Gläubigen sind davon überzeugt, der Sohn Gottes würde John Frum heißen und amerikanische Soldaten wären seine Gesandten. Man kann sich also grob vorstellen, wie die Bewegung entstanden ist und damit kommen wir zurück zu den Memes.

 

  • Internetreligionen

 

Zusammengefasst sind Memes in etwa Viren des Geistes, die sich von Mensch zu Mensch oder entlang der Social Media Kanäle übertragen und dabei vervielfältigen können. Im Laufe dieses Prozesses unterliegen sie Mutation und Anpassung und stehen in Konkurrenz zu anderen Memes.

Sie können dabei das Medium wechseln und als Musikstück, Animationsfilm, Kurzgeschichte oder sogar Kultobjekt wieder auftauchen.

In dieser Form können sie als Projektionsfläche für diverse Glaubensvorstellungen dienen oder sich für diese instrumentalisiert werden und dabei ein völliges Eigenleben entwickeln.

Die Chancen stehen gut, dass wir noch zu unseren Lebzeiten den einen oder anderen Memes gegenüberstehen werden, vielleicht nicht in Fleisch und Blut aber als Gott.

Alter Männer, junge Frauen

Bei Slate regt sich eine Autorin darüber auf, dass so viele (reiche und berühmte) Männer junge Frauen haben.

Interessant ist ihre Begründung:

Older men who date much younger women make the transactional, hierarchical nature of romance explicit and reveal the extent to which men and women are still playing by very different rulebooks. In other areas of life, we gesture toward valuing things beyond the superficial. For most of us, in dating those things kind of go out the window, but then people tend to pair off with partners at about the same attractiveness level that they occupy. It all evens out. Except! Some older men have this secret other option, whereby they get to opt out of the system: When they acquire enough money or power, they can basically trade that capital for the thing women have that’s valued by society: youth and beauty. The pretense of finding someone who can be a partner and equal disappears; women both young and old get to see that all that really matters is how you look in a bikini. Meanwhile, women also watch their romantic options shrink as they age—a similar amount of money or power on their part usually doesn’t bring all the boys to the yard in quite the same way.

(…)

Still, more often than not, these pairings feel icky because they are icky: The parties aren’t on equal footing; different experiences and life stages are inevitably going to make it harder to relate. Attention from an older man might feel flattering, but do your future self a solid and ask: Why isn’t this guy interested in people his own age?

The personal is political. John Waters has said, “If you go home with somebody, and they don’t have books, don’t fuck ‘em!” Let’s revise that to add that if someone wants you to be the May to their December or vice versa, don’t let ‘em. In the end, this is no time to be a traitor to your generation. Instead, find someone your own age who’s even hotter. Get you a man you can talk about Pokémon Go with—or get you a woman you can talk about the Carter administration with.

In einem Teil ihrer grundlegenden Gedanken hat sie Recht: Frauen können Macht und Geld nicht in gleicher Weise in Attraktivität umsetzen wie Männer. Was sie nicht versteht: Männer können Jugend und Schönheit eben auch nicht in der Weise in Attraktivität umsetzen wie Frauen, dass sie sich damit den Zugang zu Macht und Geld verschaffen können.

Und natürlich blendet sie aus, dass Partnerwahlkriterien und die Frage, was wir einen hohen Wert aussuchen nicht Kriterien der Gerechtigkeit oder der Gleichheit unterliegt, sondern unserer Biologie: Eine Frau kann eben nur bis zu einem gewissen Alter Kinder bekommen und damit lohnt sich eine Selektion auf Jugend eher für Männer.

Ich hatte hier auch schon einmal aufgeführt, dass der Umstand, dass Männer auf vergleichsweise junge Frauen stehen (18-25) sogar in gewisser Weise als  Ausdruck einer „männlichen Romantik“ gesehen werden kann:

Nur mit jungen Frauen kann man noch lange eine Vielzahl von Kindern bekommen.

Gut, Frauen in dem Alter sind auch auf dem Höhepunkt ihrer Fruchtbarkeit, so dass auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei kurzfristigen Sex schwanger wird, steigt, aber der andere Grund klingt doch gleich viel freundlicher.
Dazu noch mal diese Grafik:

Unfruchtbarkeit Frau Alter

 Wie man sieht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine 20 unfruchtbar ist, bei 3% und die Wahrscheinlichkeit, dass sie schwanger wird, sehr hoch.
Interessant ist, dass sie so deutlich anspricht, dass sie das ärgert, was bei intrasexueller Konkurrenz immer verständlich ist und dann als richtiges Verhalten ausgibt, dass die Partner „Gemeinsamkeiten“ haben und sich als gleichwertig ansehen. Das ein reicher mächtiger Mann eine schöne Frau als gleichwertig ansieht und sie ihn scheint merkwürdigerweise für sie ausgeschlossen, sie wertet indirekt die Frau zu etwas ab, was nur Sex ist. Bei den Gemeinsamkeiten sieht sie anscheinend eher eine Langzeitstrategie am Werk, was aus weiblicher Sicht eine gewisse Berechtigung hat: Aus seiner Sicht deckt die Beziehung eher noch den Rest seines Lebens ab als aus ihrer Sicht.