„Die Youtube-Feministen zeigen ihr wahres fürchterliches Gesicht“

YouTube’s loudest whinging gaggle of feminist SJW’s have recently revealed their horrible views on all out violence and street thuggery. Put simply – if you disagree with them, they want you they want you to be physically harmed.

The likes of Fistie Splinters (Kristi Winters), Steve Shives, Kevin Logan, Chrisiousity, Tim Blake and Garrett share this degenerate view – all while publicly virtue signalling their supposedly high-minded (fake as fuck) characters … what a bunch of cunts. Regards, Bearing.

 

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Maskulinismus und Maskulismus

Arne zitiert einen Beitrag der WDR Nachrichten:

Die virtuelle Welt muss dieselben Spielregeln und Gesetze haben wie die reale Welt“, forderte die Chefredakteurin des vor 40 Jahren erstmals veröffentlichten Frauenmagazins. Im Internet organisierten sich sogenannte Männerrechtler, Maskulinisten, die Feministinnen für Hexen und Nazis hielten, sagte Schwarzer.

Dazu merkt er an:

(Ich weiß nicht, warum es so schwierig ist, wenigstens die korrekte Bezeichnung der Gruppe zu lernen, über die frau herzieht; gemeint sind natürlich Maskulisten.)

Meine Vermutung ist ja eher, dass mit der Verwendung des Begriffs Maskulinisten eher eine Abwertung verbunden sein soll, der Begriff also ganz bewußt gewählt wird. Ich hatte mal eine Unterscheidung wie folgt gehört:

  • Maskulinisten; Menschen, die Männerherrschaft wollen
  • Maskulisten: Menschen, die sich für Männerrechte einsetzen

Das Feministen dann eher die Bezeichnung Maskulinisten verwenden, weil alles außer radikalen Feminismus eh ein Einsetzen für die aus ihrer Sicht bereits bestehende Männerherrschaft  ist, erscheint mir dann naheliegend.

Dennoch ist es interessant, die Begriffe mal etwas näher zu betrachten:

In der Wikipedia findet sich das Folgende:

Maskulinismus

Maskulinismus ist eine Ideologie naturbedingter männlicher Überlegenheit oder des Androzentrismus, welche sich in Männerbünden und antifeministischen Bewegungen artikuliert. Eine Kernthese des Maskulinismus lautet, dass Männer von Müttern und Frauen unterdrückt werden und sich auf ihre Männlichkeit zurückbesinnen sollten. Eine alternative Bedeutung von Maskulinismus ist das Eintreten für die Rechte und Bedürfnisse von Männern.

Gelegentlich wird der Begriff Maskulismus als Synonym für Maskulinismus verwendet; jedoch unterscheiden andere Autoren strikt zwischen den beiden Begriffen.

Die Darstellung mit den unterdrückten Männern und der Zurückbesinnung auf die Männlichkeit trifft eher einen älteren Stand, etwa nach dem Gelben Forum und Sons of Perseus. Vielleicht auch zumindest was die Rückbesinnung auf das männliche angeht Seiten wie etwa Rooshs Return of men.

Nun ist mir klar, dass die Wikipedia in dem Bereich sehr ideologisch ist und es wahrscheinlich schwierig wäre, den Artikel zu ändern ohne in einen Editorenkrieg zu geraten. Der Eintrag, der eher zu Maskulismus wie wir ihn hier verstehen wäre wohl – worauf auch eine Weiterleitung zum Begriff Maskulismus verweist – der Artikel zur Männerrechtsbewegung

In dem Wikipediaartikel zum Maskulinismus heißt es weiter

In den Vereinigten Staaten entstanden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert maskulinistische Männer- und Väterrechtsgruppen als Reaktion auf den Feminismus. Antifeministische Gruppierungen seit den 1970er Jahren, die Rechte und Bedürfnisse proklamieren, die sie als männertypisch betrachten, verwenden für ihre Bewegung den abgewandelten Begriff Maskulismus oder Männerrechtsbewegung.

Das wäre immerhin schon etwas klarer in dem Artikel.

Zur Geschichte des Begriffs heißt es dort weiter:

Laut dem Oxford English Dictionary wurde der Begriff masculinism (dt.: Maskulinismus) zum ersten Mal im Jahr 1911 in einem Aufsatz in der Zeitschrift The Freewoman verwendet.[13] Im Merriam Webster wurde das englische Wort masculinist (dt.: Maskulinist, maskulinistisch) erstmals 1918 aufgezeichnet.[14] Den englischen Ausdruck masculist (dt.: Maskulist) prägte und popularisierte Charlotte Perkins Gilman schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Als maskulistisch charakterisierte sie misogyne Männer, wie den Autor Otto Weininger, das androzentrische politische und kulturelle Handeln von Männern und deren Widerstand gegen das Frauenwahlrecht als Maskulismus. 1914 betitelte sie eine Vortragsreihe Studies in Masculism, in der sie den Ersten Weltkrieg als „masculism at its worst“ verdammte.

Als Maskulinismus beschreibt Michael Kimmel eine der „antifeministischen Antworten“ amerikanischer Männer auf die erstarkende Frauenbewegung und die Erosion der traditionellen Geschlechterrollen gegen Ende des 19. und zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Maskulinisten dieser Strömung des Antifeminismus opponierten gegen eine angenommene Verweiblichung der amerikanischen Kultur und wollten reine Männer-Bereiche und -Institutionen („purified pockets of virility“) schaffen, in denen Jungen zu der Manneskraft und Härte erzogen werden sollten, die ihrem Geschlecht gemäß seien.

Das wäre dann eine Auffassung, die heute in der Männerrechtsbewegung keine große Rolle mehr spielt (Roosh und Co sehen sich deswegen ja auch nichts als Teil der Männerbewegung sondern bevorzugen die Bezeichnung „Neomasculinity“

Die weitere Geschichte wird dann wie folgt dargestellt:

Begrifflichkeiten seit den 1970er Jahren

Der amerikanische Soziologe Arthur Brittan definiert Maskulinismus als die „Ideologie des Patriarchates“, die männliche Dominanz naturalisiere und legitimiere.[17][18] Diese Überzeugung wird von einem Teil der Vertreter der Männerrechtsbewegung („men’s rights movement“) vertreten;einige Männerrechtler bezeichnen sich selbst als Maskulinisten[21] oder werden so betitelt.[19] Michael Meuser untersuchte Maskulinismus als dezidiert antifeministischen Diskurs in der deutschsprachigen Männerliteratur seit Ende der 1980er Jahre, in der „in einer Umdeutung feministischer Thesen Männer als das unterdrückte Geschlecht bezeichnet werden, in dem Bestreben die Fraglosigkeit dominanter Muster von Männlichkeit wiederherzustellen“.[22]

Eine Untersuchung des Wortes „Maskulinismus“ im englisch- und französischsprachigen Raum hat ergeben, dass der Begriff auf Englisch (masculinism) sich üblicherweise auf eine patriarchale Ideologie oder eine androzentrische Sichtweise bezieht. Auf Französisch (masculinisme) wird das Wort seit den 1990er Jahren vornehmlich für antifeministische Trends verwendet. Antifeministen sind sich selbst nicht einig, wie sie sich bezeichnen sollen, und schwanken zwischen den Wörtern „Maskulinist“ (masculinist), „Maskulist“ (masculist), „Hominist“ und „Aktivist für die Rechte von Männern“ oder „von Vätern“.[8]

Aus Sicht einer radikalen Feministin wäre wohl fast jede Bewegung, die Männer nicht als Unterdrücker, sondern sogar als Leute, die benachteiligt sein können, einstuft androzentrisch, weil ja auf Männer ausgerichtet.

Analog zum Begriff Feminismus bezeichnen Männerrechtler wie Ferrell Christensen eine politische Anschauung, die davon ausgeht, dass (auch) Männer diskriminiert würden und diese Diskriminierung beseitigt werden müsse, als Maskulismus.[9] Daniel Boyarin argumentiert dagegen, dass der Ausdruck Maskulismus aufgrund seiner terminologischen Ähnlichkeit zu Feminismus problematisch sei, da Maskulismus historisch ein Projekt männlicher Dominanz über Frauen sei, wohingegen Feminismus nicht das Ziel einer weiblichen Dominanz über Männer verfolge.[23] Daniel Boyarin verwendet also „Maskulismus“, im Zusammenhang mit der traditionellen Lesart der Bibel, als Begriff für traditionelle Männlichkeitsideologie, und nicht als Begriff für die spezielle (jüngere) politische Strömung der Männerrechtsbewegung.

Das Maskulismus nicht Maskulismus heißen darf, weil das ja die Bösen sind, während die Feministen die guten sind und das nicht anders sein darf, ist ja wirklich eine nette Begründung.

Wie seht ihr den Unterschied zwischen „Maskulismus“ und „Maskulinismus“?

Meint ihr, das es sinnvoll wäre, den Artikel zum Maskulinismus zu überarbeiten und den Unterschied deutlich zu machen?

Wie könnte man das machen?

 

Was ein reicher weiblicher Promi für Anforderungen an ein Date stellt (Khloé Kardashian)

Khloe Kardashian, die 2016 immerhin 16 Millionen verdient hat, hat etwas zu ihren Anforderungen an einen Mann mitgeteilt:

Khloé Kardashian has a few demands when it comes to dating. Calling herself “old-fashioned in a lot of ways,” the reality star breaks down what she expects of her boyfriend in a new post on her app.

When it comes to making an effort, Kardashian says the guy must be the one that picks her up from her house. She adds that she prefers going out — none of this “Netflix and Chill” nonsense — and that “coffee is too casual” to be considered as a first date.

“Definitely into dinner the first time I hang out with a guy!” she writes. “I prefer to get picked up by my date!”

Kardashian also expects the man to reach for the check after their meal, explaining, “Guy pays! You do you, honey, but I personally think the guy should pay on a first date. Later on, it’s OK for the girl to offer but I’m not setting that precedent for the rest of the relationship.”

Es geht auch hier nicht darum, dass sie das Geld sparen will, sie hat genug. Es geht darum, dass er bestimmte Gesten bringt, die deutlich machen, dass er um sie wirbt und das er bereit ist zu investieren; und sei es symbolisch über die Zahlung des Essens und den Aufwand, sie abzuholen. Und natürlich hat ein Restaurant im Gegensatz zu „Netflix und Chill“ auch den Vorteil, dass es im Restaurant eben kaum direkt zum Sex kommen kann und er also abseits eines sexuellen Interesses Zeit in sie investieren muss.

However, Kardashian is a little more relaxed when it comes to communication. According to her, she has no preference whether the who makes the first move.

“I’m OK with being asked out over text message. Once we’re into the relationship, we need to call each other and talk on the phone, though. I’m big on setting the tone with relationships,” she shares. “I’m fine reaching out initially after the first date. Obviously, it gives you those butterflies if the other person does. Normally, it’s not a big deal who initiates the contact because, just like we like to be wooed, guys like the same f*cking thing.”

Auch hier geht es also in gewisser Weise darum, dass er sie weniger kurz halten kann und Zeit investieren muss. Sie will nicht nur kurze Nachrichten nebenbei, sondern richtige Gespräche. Klingt etwas als hätte sie schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, die sie sehr kurz abhandeln und nicht so interessiert sind.

„Was mich am Feminismus der heutigen Zeit stört“

Auf dem Blog „Gwendolyn Lovgren“ gibt es einen Artikel, indem die Autorin darlegt, was sie am Feminismus der heutigen Zeit stört.

Sie zählt zunächst auf, dass der Feminismus einiges an Gutem erreicht hat und kommt dann auf den heutigen Feminismus zu sprechen:

Ich selbst bezeichne mich nicht als Feministin. Das liegt zum einen daran, weil ich für die Gleichberechtigung aller Menschen bin, egal ob Mann oder Frau und weil mich der Feminismus wie er im Moment in der ersten Welt von manchen Individuen praktiziert wird abschreckt. Feminismus wurde mir erst so richtig bekannt, als die ersten Nackt-Aktivistinnen der Gruppe Femen im Fernsehen zu sehen waren. Seither habe ich immer mal wieder ein wenig verfolgt, wie sich das Ganze entwickelt. Mit den Jahren und viel Zeit im Internet sind mir dann immer wieder vermehrt Negativbeispiele von Feminismus begegnet. Negativbeispiele, die sich nun immer mehr häufen, was nicht nur dem Feminismus sondern auch dem allgemeinen Frauenbild Schaden zufügt.

Das ist hoffe ich etwas, was bei vielen Frauen passiert: Wenn sie sich anschauen, was im modernen Feminismus los ist, dann wenden sie sich lediglich kopfschüttelnd ab.

In den nächsten Abschnitten erkläre ich Dir einmal, was ich damit meine. Vorab: Die Beispiele sind zum Teil etwas überspitzt, aber ich finde es macht nochmal deutlicher was ich meine!

Überempfindlichkeit

Beispiel:
Er: Hey, wie geht’s dir? Ich finde du siehst echt hübsch aus heute!
Sie: Hi, ja eigentlich ganz gut. Aber nenn mich nicht hübsch!
Er: Aber… du bist hübsch?
Sie: Mag sein, aber ich will sowas nicht hören. Du machst mich hier gerade zu einem Objekt, okay? Weisst du was? Ich glaube du hast 0 Respekt mir gegenüber! Vergiss das ganze einfach!

Die Überempfindlichkeit bei Banalitäten muss wirklich den meisten unverständlich erscheinen. Und es gibt sicherlich noch wesentlich deutlichere Beispiele für Überempfindlichkeit, wenn man sich etwas in dem intersektionalen Feminismus umschaut, wo bereits die Erwähnung, dass Frauen schwanger werden, Transphobie sein kann oder jede Kleinigkeit eine Mikroaggression darstellen kann.

Ein weiteres gutes Beispiel dafür ist wohl Rudy Pantoja aus Seattle welcher eine Auseinandersetzung aufgrund eines Scherzes mit der Black Lives Matter Aktivistin Zarna Joshi hatte. Dieses Aufeinandertreffen ist so sehr ausgeartet, dass Rudy heute nur noch unter seinem Scherznamen Hugh Mungus bekannt ist und schon als Meme zu finden ist. Zarna hatte sein Interview mit einem Fernsehsender mit gefilmt und ihn daraufhin nach seinem Namen gefragt worauf Rudy des Scherzes halber (Halt so ein typischer Dad-Joke den viele Väter machen(Also ich kenne viele Väter/Männer mittleren Alters die gerne Sprüche klopfen)) mit Hugh Mungus antwortete was in der englischen Aussprache als humongous (kann soviel wie enorm, gigantisch oder riesig bedeuten) verstanden werden könnte, was wiederum als eine Anspielung auf seinen Penis gewertet werden könnte worauf Zarna Joshi total perplex dies als sexuelle Belästigung abstempelte und dezent ausrastete. Ich verlinke Dir hier noch rasch eine Seite mit allen Infos zu dem Fall, falls Du Dich dafür interessierst.

Auch ein gutes Beispiel, was normale Leute als (schlechten) Scherz abgetan hätten ist hier gleich eine Belästigung sondergleichen, die zum vollkommenen Ausrasten berechtigt.

Was ich damit sagen möchte ist eigentlich, dass heutzutage von vielen (und vor allem empfindlichen)Frauen ALLES als sexuelle Belästigung gewertet werden kann, selbst ein ehrlich gemeintes Kompliment. Die Sexismus- und Feminismuskeule wird geschwungen und die bösen, bösen Männer sollen sich zum Teufel scheren. Zugegeben, ich selbst fühle mich auch etwas unwohl, wenn ich mit Komplimenten von einer fremden Person überhäuft werde, nehme sie aber dennoch dankend an anstatt eine Predigt darüber zu halten, dass man heutzutage als Mann nicht einmal mehr Komplimente machen darf einigen Frauen gegenüber. (Umgekehrt herrscht das Problem: Wenn eine Frau einem Mann ein Kompliment macht ist das entweder komisch oder wird als Freifahrtschein gewertet (Hab ich alles schon gesehen *lach*). Vorsicht ist gut, aber in einem gesunden Mass! Nicht alles kann als sexuelle Belästigung gewertet werden finde ich. Man kann auch überempfindlich sein. Ich habe vor Dir bald einmal eine Story zu erzählen, wie ich selbst einmal sexuell belästigt wurde. Dort werde ich dann nochmals näher darauf eingehen.

Und diese Darstellung erscheint mir erfrischend rational, wie sie üblicherweise wohl die meisten Frauen vertreten werden. Sich über ein Kompliment aufzuregen erscheint den meisten Frauen unangebracht, auch wenn es mal creepy sein kann, aber es ist eben ein Kompliment und somit im Zweifel nett gemeint. Deswegen sieht man es eben nicht als Grund zum ausrasten an, was im radikalen Feminismus hingegen als vollkommen berechtigt angesehen werden kann, weil über den Begriff der Mikroaggression alles zu einem Teil einer größeren Ungerechtigkeit aufgeblasen werden kann.

Unnötiger Feminismus oder auch: Ich halte es für Feminismus obwohl ich keiner Frau damit helfe die WIRKLICH Feminismus und Hilfe gebrauchen könnte – Hauptsache mir als EINZELNES INDIVIDUUM geht es gut!

Beispiel: Suzie Grime (Youtuberin, Modejournalistin, Stylistin und Fotografin)
Ich verliere hier keine weiteren Worte mehr über sie, das mache ich in einem separaten Blogpost, freu Dich drauf! Ich bin gespannt, was dann Deine Meinung zu ihr sein wird.

Das ist eine interessante Theorie, die sehr in das sogenannte Virtue Signalling hinein passt. Tatsächlich schadet vieles, was der Feminismus predigt, aus meiner Sicht Frauen eher: Ihnen wird eine absolut sexistische Welt gepredigt, in der Frauen unterdrückt werden, die Netzwerke alter Männer jeden Aufstieg verhindern, Frauen selbst Frauen hassen und deswegen quasi aufgrund ihrer Gehirnwäsche gegen ihre eigenen Interessen wandeln, Vergewaltigungen und sexuelle Belästigungen alltäglich sind und einen Großteil der Frauen betreffen und Frauen für gleiche Jobs 23% weniger Lohn erhalten. Wenn man eine Ideologie erfinden wollte, die Frauen klein hält, dann wäre Feminismus gut dafür geeignet. Sie kämpfen dort gegen imaginäre Unterdrückungen und verwenden diesen Kampf als Zeichen dafür, dass sie die Guten sind. Tatsächlich bringen tut es niemanden etwas, es bringt nur mehr Feindseligkeiten, weil Gruppen gegeneinander gehetzt werden und Leute mit Forderungen überzogen werden, angebliche Privilegien abzulegen.

Was ich eigentlich mit dieser Kategorie meine sind Frauen, die glauben, dass wir hier in der ersten Welt wie im Mittelalter leben. Europa sei eine Rapeculture (Rapeculture bezeichnet soziale Milieus oder Gesellschaften, in denen Vergewaltigungen und andere Formen sexualisierter Gewalt verbreitet sind und weitgehend toleriert oder geduldet werden) und die Gender Pay Gap würde uns alle betreffen. SCHWACHSINN! Uns Frauen geht es hier gut und wir haben genug Rechte und Anlaufstellen, von denen wir Gebrauch machen können. Keiner WIRKLICH leidenden Frau ist damit geholfen, dass man als einzelne Frau keinen BH mehr trägt oder sich die Beinhaare nicht mehr rasiert und dann blau färbt. Du als einzelne hilfst einer wirklich leidenden Frau auch nicht, indem du dein Leben selbst bestimmst und dich zum Beispiel gegen eine Familienplanung entscheidest um Karriere zu machen. Das ist BULLSHIT! Damit hilfst du dir selbst, aber zum Beispiel nicht einer Frau in Saudi Arabien die froh sein kann, wenn sie nach einer Vergewaltigung nicht gleich zu Tode gesteinigt wird weil ihr Mann sie für eine Schlampe hält weil sie ihm ja fremdgegangen sei und das obwohl SIE das Opfer ist. DORT WIRD FEMINISMUS GEBRAUCHT!!! Da wo die Welt wirklich noch im Mittelalter stehen geblieben ist! Als Feministin sollte man sich für die wirklichen Probleme der Frauen einsetzen und nicht für die Luxusprobleme hier in unserer Gegend, bloss weil man sich als einzelne Person nicht auszuleben wagt (Dazu auch noch ein anderer Blogeintrag).

Schön gesagt. Im radikalen Feminismus wird man darauf wohl erwidern, dass man erstens einen Kulturrelativismus vertritt, der einem nicht erlaubt, die Praktiken einer anderen Kultur (zumindest einer nichtwestlichen Kultur) zu verurteilen und zum anderen, dass sie eben aufgrund ihres internalisierten Frauenhasses gar nicht erkennt, wie schlecht die Welt hier ist. Denn die westliche Kultur ist natürlich der Ursprung alles Übels und damit automatisch schlimmer als alle anderen. Sofern man andere schlechte Praktiken nicht über den Kulturrelativismus kleinreden kann kann man noch anführen, dass sie eigentlich Produkte des Westens und der Kolonalisierung sind. Schließlich wird man noch darauf verweisen, dass eine schlimmere Unterdrückung (so sie denn besteht) ja die hier bestehende Ungerechtigkeit (jede dritte Frau wird vergewaltigt, alle wichtigen Positionen sind männlich besetzt, Männer verdienen im gleichen Job 23% mehr und andere feministische Mythen) nicht nichtig macht.

Männerhass #killallmen

Das schiesst den Vogel meiner Meinung nach ab. Wenn Feminismus als liebenswerter klingendes Wort genutzt wird um seinen Männerhass breit zu machen. Männerhass, der zum Teil schon fast krankhaft nach aussen wirkt. Ein gutes Beispiel dafür habe ich erst letztens in einem Interview einer amerikanischen Nachrichtensendung gesehen, in welcher eine Frau dazu aufgerufen hatte alle männlichen Babys abtreiben zu lassen damit die keine weiteren weissen, heterosexuellen Männer mehr auf die Welt gesetzt würden. Die *seufz* wie wir ja alle wissen laut manchen extremen Feministinnen der Untergang des weiblichen Geschlechts sind. Hier  noch ein Youtubevideo, in welchem eine Frau genau dasselbe sagt. Bei so viel Cringe und Dummheit (Ich kann es einfach nicht anders nennen, tut mir Leid) stehen mir die Haare zu Berge. Es sind noch viele weitere Aussagen, die Feminismus einfach nur in den Dreck ziehen.

Es ist doch schön, dass eine Frau das einmal so deutlich ausspricht. Der moderne Feminismus ist leider in vielen seiner Ausrichtungen in einen Männerhass abgeglitten, der dort vollkommen unverholen gepredigt werden darf, weil die Männer eben als die vergewaltigenden Unterdrücker, die Vertreter des Patriarchats entmenschlicht werden und zu Ungeheuern gemacht werden, gegen die man sich nur wehrt. Einer radikalfeministischen Mutter eines Sohnes bleibt da nur noch ihn entweder als potentiellen Feind zu sehen oder ihn als Umerziehungsprojekt zu sehen, zumindest solange er noch jung ist.

Es wirkt so als wüssten diese Frauen gar nicht, was Feminismus bedeutet und wofür diese Bewegung seit jeher steht.

Lustigerweise würden moderne Feministen ihr ebenso vorwerfen, dass sie es eben nicht weiß, denn der Kampf gegen die Unterdrückungen der Frau, die durch den Mann ausgeübt werden, ist ja von Anfang an Teil der feministischen Theorie gewesen.

Kennt ihr das noch? Zu Schulzeiten haben wir ein Spiel gespielt. Man musste in einen Kreis sitzen mit den Klassenkameraden und die Lehrerin flüsterte dem Kind neben sich etwas ins Ohr. Das Kind muss seinem Sitznachbarn dasselbe flüstern und so geht es weiter bis die Nachricht wieder bei der Lehrerin ankommt. Schlussendlich haben sich dann viele gewundert warum die Nachricht nicht mehr komplett wieder am Anfang angekommen ist und genau so kommt es mir mit Feminismus vor. Man erzählt einander davon, bis sich schlussendlich die richtige Erzählung in Luft auflöst und man etwas total anderes glaubt.

Auch das halte ich für eine gute Beobachtung: Der moderne Feminismus bewegt sich in einer Echokammer, einer Filternblase, in der das Falsche und das Undurchdachte alltäglich und selbstverständlich geworden ist. Es wird zudem sogar noch ein Tabu errichtet, nachdem das Hinterfragen bereits verboten ist und insofern Kritik ausgeblendet werden muss. In dieser Umgebung kann der größte Unsinn bestehen bleiben und es kommt hinzu, dass das Auffinden immer kleinere Benachteiligungen als Wert gilt, der Ansehen bringen kann. Es ist eben ein Race to the Bottom

Auch habe ich das Gefühl, dass jene extremen Feministinnen gefrustet sind und nur für sich kämpfen weil es ihnen nicht gut geht und sie sich in ihrer Spirale aus eventuell nicht verarbeiteten Erlebnissen und Wut verlieren. In der ersten Welt ist Feminismus doch sowieso nur ein Wort, um sich selber besser dastehen zu lassen weil man es ja soooo schwer hat und von allen Seiten unterdrückt wird. Falls dies wirklich der Fall ist: Tut etwas. Wendet euch an Hilfehotlines und Vertrauenspersonen. Gerade hier in Europa haben wir so viele Möglichkeiten uns helfen zu lassen, die anderen Frauen in anderen Kulturen nicht haben. Wenn wir Feminismus einsetzen, dann bitte für diese Frauen!

Die moderne radikale Feministin als frustrierte und wütende, die austeilt, damit es ihr besser geht. Und die statt die Schuld auf andere zu schieben sich lieber Hilfe für ihre tatsächlichen Probleme holen sollte und nicht andere Unterdrückungen erfinden sollte. Passt aus meiner Sicht durchaus.

Ich finde es unheimlich wichtig, dass Feminismus wieder in sein richtiges Licht gerückt wird und dort eingesetzt wird, wo er wirklich gebraucht noch dringend gebraucht wird.

Das würde ich tatsächlich auch gut finden. Gegen einen nichtradikalen Feminismus, der für tatsächliche Gleichberechtigung eintritt und sich gegen tatsächliche Ungerechtigkeiten einsetzt ist nichts zu sagen, er ist sogar zu begrüßen.

Wir können uns glücklich schätzen hier in Europa geboren worden zu sein, wo die Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung gross sind und man Anschluss zu allen möglichen Leuten findet. Ich habe das Gefühl, man ist als Frau für viele Dinge gar nicht mehr dankbar, weil man sie als Selbstverständlichkeit ansieht. Das bezieht sich nicht nur auf Feminismus und Frauen, das betrifft in vielerlei Hinsicht auch Männer. Mich würde jetzt Deine Meinung zum Thema Feminismus interessieren. Brauchen wir Feminismus in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Österreich oder hier bei mir in der Schweiz noch? Wenn ja wofür? Wenn nein, vielleicht hast Du ja eine Idee wo und wie Feminismus besser eingesetzt werden kann. Ich freue mich auf Kommentare und Meinungen und wünsche dir noch einen schönen Tag. Wenn du willst, lesen wir uns im nächsten Beitrag wieder. Machs gut!

Kommentare auch gerne hier!

Selbermach Samstag 223 (28.01.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Jerry Fodors Kritik an der Evolutionsbiologie und natürlicher Selektion

Der Philosoph Jerry Fodor hat eine Kritik an natürlicher Selektion und damit der Evolutionsbiologie geäußert, die ich hier erst einmal anhand des Wikipediaartikels besprechen möchte.

Die Kurzfassung in dem Artikel über Fodor selbst lautet:

Fodor has co-written a book with the biolinguist Massimo Piattelli-Palmarini called What Darwin Got Wrong (2010) which describes neo-Darwinists as being „distressingly uncritical“ and says of Darwin’s theory of evolution that „it overestimates the contribution the environment makes in shaping the phenotype of a species and correspondingly underestimates the effects of endogenous variables.“[36][37][38] Evolutionary biologist Jerry Coyne describes this book as „a profoundly misguided critique of natural selection“[39] and „as biologically uninformed as it is strident“.[40] Moral philosopher and anti-scientism author Mary Midgley praises What Darwin Got Wrong as „an overdue and valuable onslaught on neo-Darwinist simplicities“.[41] The book also received positive review by mathematician and Intelligent Design Theorist William Dembski.[42]

In dem Wikipediaartikel zu dem Buch heißt es:

Fodor published an article, entitled „Why Pigs Don’t Have Wings“ in the London Review of Books in October 2007.[1] It stated that „In fact, an appreciable number of perfectly reasonable biologists are coming to think that the theory of natural selection can no longer be taken for granted.“

In support of this proposed disestablishment of natural selection, the article stated two arguments:

Conceptually, it argued that the theory of natural selection contains an equivocation, as to whether selection acts upon individuals or on traits, and that to juxtapose both „depends on whether adaptationism is able to provide the required notion of ‘selection for’“, and that adaptionism fails to meet this burden.

Hier merkt man bereits, dass Fodor und sein Mitautor sich anscheinend nur sehr wenig mit Biologie beschäftigt haben: Die Selektion wirkt immer auf die Gene. Das einzelne Individum kann einem noch so hohen Evoutionsdruck ausgesetzt sein, wenn keine Mutation in den Genen auftritt, die aus irgendeinem Grund einen Vorteil bringt, und diese Gene nicht in die nächste Generation weitergegeben werden, dann findet keine natürlich Selektion statt.

Fodor credits the work of Stephen J. Gould and Richard Lewontin on spandrels as being the first to notice this problem. Fodor concludes that:

The crucial test is whether one’s pet theory can distinguish between selection for trait A and selection for trait B when A and B are coextensive: were polar bears selected for being white or for matching their environment? Search me; and search any kind of adaptationism I’ve heard of. Nor am I holding my breath till one comes along.

Polarbärengene werden danach selektiert, ob diese einen Vorteil dabei bringen, Gene in die nächste Generation zu bringen. Eine Eigenschaft selbst kann vorteilhaft sein und damit bringen Gene, die sie hervorrufen, einen Vorteil. Gene für weißes Fell können dabei mehrer Vorteile bringen, Selektion kann aus mehreren Gründen ansetzen. Hier fallen beide Gründe zusammen: Weiß ist die Farbe, die in der Umgebung dominiert und die daher die beste Tarnung bietet. Daher werden Gene für die Farbe weiß selektiert, weil diese Farbe tarnt. Das vermeintliche Rätsel existiert also nicht. Beide Ansätze, die er nennt, sind falsche Kriterien.

Fodor suggested that there is also an „empirical issue“ involving phenotypic „free-riders“ (the evolutionary byproducts that Gould and Lewontin developed the ’spandrel‘ metaphor for). Fodor suggests that „serious alternatives to adaptationism have begun to emerge“, and offers evolutionary developmental theory (‚evo-devo‘) as one such alternative.

Die „Spandrel-Problematik“ wird in diesem Artikel erklärt:

In evolutionary biology, a spandrel is a phenotypic characteristic that is a byproduct of the evolution of some other characteristic, rather than a direct product of adaptive selection.

The term originated during the Roman era as an architectural word for the roughly triangular space between the tops of two adjacent arches and the ceiling. These spaces were not actually utilized until later on, when artists realized they could make designs and paint in these small areas, enhancing the overall design of the building. Stephen Jay Gould, a paleontologist at Harvard, and Richard Lewontin, a population geneticist, borrowed the word to apply to secondary byproducts of adaptations that were not necessarily adaptive in themselves.

(…)

In their paper, Gould and Lewontin employed the analogy of spandrels in Renaissance architecture: curved areas of masonry between arches supporting a dome that arise as a consequence of decisions about the shape of the arches and the base of the dome, rather than being designed for the artistic purposes for which they were often employed. The authors singled out properties like the necessary number of four and their specific three-dimensional shape. At the time, it was thought in the scientific community that everything an animal has developed that has a positive effect on that animal’s fitness was due to natural selection or some adaptation. Gould and Lewontin proposed an alternative hypothesis: that due to adaptation and natural selection, byproducts are also formed. These byproducts of adaptations that had no real relative advantage to survival, they termed spandrels. In the biological sense, a „spandrel“ or „exaptation“ (as Gould and Lewontin referred to them) might result from an architectural requirement inherent in the Bauplan of an organism, or from some other constraint on adaptive evolution.

Evolutionary biology uses the term spandrel for features of an organism arising as byproducts, rather than adaptations, that have no clear benefit for the organism’s fitness and survival. In response to the position that spandrels are just small, unimportant byproducts, Gould and Lewontin argue that „we must not recognize that small means unimportant. Spandrels can be as prominent as primary adaptions“. A main example used by Gould and Lewontin is the example of the human brain. It is explained that the human brain is the area in humans that is thought to have the most spandrels. So many secondary processes and actions come in addition to the human brain and its main functions. These secondary processes and thoughts are the spandrels of the human body, which eventually through thought and action can turn into an adaption or fitness advantage to humans. Just because something is a secondary trait or byproduct of an adaption does not mean it has no use because it may eventually be used as something beneficial to the animal.

Bereits die Metapher des Spandrille krankt daran, dass die beiden wie so viele Laien auf dem Gebiet der Evolutionstheorie anscheinend nur von natürlicher Selektion gehört haben. Eine Spandrille entsteht, wenn man einen Rundbogen hat, der auf einen rechteckigen Rahmen stößt.

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 Hier wären die Verzierungen mit den verschlungen Linien unter der Brücke die Spandrille. Natürlich wird üblicherweise der Rundbogen genutzt um Kräfte abzuleiten und etwas zu stützen. Das wäre wahrscheinlich in der Welt von Fodor noch gut mit natürlicher Selektion in Einklang zu bringen. Das man die Verzierung anbringt erfordert aber auch Geld und Aufwand, der sich eben lohnt, weil er die Brücke schöner macht. Nur deswegen entstehen dort kunstvolle Werke und filigrane Arbeiten, die einen erheblichen Aufwand erfordern. Das wird Fodor mir natürlicher Selektion nicht mehr in Einklang bringen können, es ist aber innerhalb der Evolutionsbiologie in der Übertragung leicht auf Signalling und damit sexuelle Selektion zurückzuführen und hat dort einen eigenen Wert. Solche Forme entstehen nicht schlicht als Nebenfolge, weil sich dadurch nichts komplexes bilden kann. Sie müssen ihrerseits einen Sinn haben, wie etwa das Muster eines Pfauenschwanzes:

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Wenn etwas hingegen keinen Sinn hat, dann kann es kaum erhalten bleiben. Denn eine Mutation, die in einem komplexen Gebilde auftritt, welches keinen Sinn erfüllt, wird nicht aussortiert, da sie ja keine Nachteile bietet. In dem Bereich sammeln sich daher dann Mutationen an, die das Muster schließlich zwangsläufig zerstören müssen.

The London Review of Books published eleven letters (including two from Fodor himself) over the following three months. They included negative responses from Simon Blackburn, Tim Lewens, Jerry Coyne and Philip Kitcher, and Daniel Dennett and a mixed response from Steven Rose.[1]

Coyne and Kitcher dispute Fodor’s „striking claim that evolutionary biologists are abandoning natural selection as the principal, or even an important, cause of evolutionary change“ and state that „[t]his is news to us, and, we believe, will be news to most knowledgeable people as well.“ They go on to criticise his conceptual and empirical issues, and state that „[t]he rival mechanisms Fodor cites are supplements to natural selection, not replacements“, and that „Evo-devo is not an alternative to adaptation; rather, it is a way to explain how the genes mechanistically produce adaptations.“[1] Evolutionary developmental biologist PZ Myers has expressed a similar criticism of this characterisation of evolutionary developmental biology.[2]

Dennett states that Fodor’s discussion of Gould and Lewontin’s spandrel argument misrepresents that argument, stating „that far from suggesting an alternative to adaptationism, the very concept of a spandrel depends on there being adaptations“.[1]

Eben. Was Fodor wahrscheinlich falsch verstanden hat, ist das etwas, was zuvor durch Selektion entstanden ist, dann die Vorstufe für eine neue Selektion bilden kann, obwohl das vorherige Produkt damit nichts zu tun hatte. Das ist in der Evolutionsbiologie in der Tat ein häufiges Phänomen, da ja jede einzelne Zwischenstufe einen evolutionären Vorteil für etwas, wenn auch nicht das gleiche, geboten haben muss, damit sie sich durchsetzen kann.

Wie bereits dargestellt ist dies bei der Spandrille eben – wenn sie ein biologisch selektierter Vorgang gewesen wäre – das Abfangen und Umleiten von Kräften durch Wölbungen gewesen, die als Nebenfolge eine Fläche hatten. Aus dieser konnte dann mit einer neuen „Selektion“ eine Verschönerung entstehen.

Ein Beispiel sind beispielsweise die Finger des Menschen. Die Knochen darin waren zunächst lediglich Stützelemente der Flossen, woraus sich zunächst Stützwerkzeuge entwickelt haben, die dann zu Beinen wurden, die dann über das Klettern zu Greifwerkzeugen wurden und die schließlich Feinmechaniken erlaubt haben. D

Ein vielleicht noch passenderes Beispiel wäre der Bombadierkäfer:

The full evolutionary history of the beetle’s unique defense mechanism is unknown, but biologists have shown that the system could have theoretically evolved from defenses found in other beetles in incremental steps by natural selection.[7][8] Specifically, quinone chemicals are a precursor to sclerotin, a brownish substance produced by beetles and other insects to harden their exoskeleton.[9] Some beetles additionally store excess foul-smelling quinones, including hydroquinone, in small sacs below their skin as a natural deterrent against predators—all carabid beetles have this sort of arrangement. Some beetles additionally mix hydrogen peroxide, a common by-product of the metabolism of cells, in with the hydroquinone; some of the catalases that exist in most cells make the process more efficient. The chemical reaction produces heat and pressure, and some beetles exploit the latter to push out the chemicals onto the skin; this is the case in the beetle Metrius contractus, which produces a foamy discharge when attacked.[10] In the bombardier beetle, the muscles that prevent leakage from the reservoir additionally developed a valve permitting more controlled discharge of the poison and an elongated abdomen to permit better control over the direction of discharge.

Hier liegen eine Vielzahl von Zwischenschritten vor, die ganz anderen Zwecken gedient haben, aber letztendlich die Grundlagen dafür bildeten, dass ein Verteidigungsmechanismus entstehen konnte. Wiederum gab es keine Evolution auf „Explodieren“ (Eigenschaft) oder „für ein Individuum, welches eine effektivere Verteidigung hat“, weil Evolution kein Ziel kennt. Vielmehr waren eine Reihe von Adaptionen jeweils auf ihre Art für die Weitergabe der Gene vorteilhaft, etwa weil sie das Exoskelett härter machten oder einen schlechten Geschmack erzeugt haben. Diese Vorstufen sind jeweils aufgrund ihrer jeweiligen Vorteile aufgrund von Selektion entstanden und bildeten die Grundlage für weitere Selektionen, die dann zusammen den Verteidigungsmechanismus begründeten, die heute vorlagen.

Blackburn writes that „His problem is fortunately quite easily solved […] Two traits may be found together in nature, but one can play a causal role in producing a reproductive advantage, when the other does not.“ We can thus know that the trait that gives the advantage is the one being selected. Fodor replies that the problem is not merely about our knowledge of what is being selected, but the process of selection itself: „how can the operation of selection distinguish traits that are coextensive in a creature’s ecology?“ Blackburn writes back that Fodor’s question is irrelevant to the process of natural selection as actually formulated by biologists, viz. organisms with genes that enhance reproductive success are more likely to pass on genes to the next generation, and so the frequency of those genes increases. „Is this incoherent? Nothing Fodor says bears on that question.“[1]

In der Tat: Fodor wählt bereits einen vollkommen untauglichen und so in der Evolutionsbiologie nicht vertretenen Ansatz. Daran krankt seine gesamte Kritik. Es ist kein Wunder, dass er in der Biologie auf starke Ablehnung gestoßen ist und allenfalls Philosophen seine Arbeit interessant fanden.