Selbermach Mittwoch 53 (23.03.2016)

Mitte der Woche. Was ist so passiert im Bereich der Geschlechterthemen?

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Der Feminismus kennt keinen sachlichen Umgang mit Kritik

Elitemedium twitterte etwas sehr wahres:

Da der Feminismus Instrumente zum sachlichen Umgang mit Kritik nicht kennt, ist er auch nicht in der Lage Streit im eigenen Lager zu regeln.

Einer der Gründe, warum sich der Feminismus so sehr durchgesetzt hat, ist aus meiner Sicht die  starke Ideologisierung, die dazu führt, dass man auf alles losgeht, was irgendwie nicht „Richtig“ ist. Wobei „richtig sein“ bedeutet „Genau richtig sein“, in die richtige Richtung oder fast richtig ist genau so falsch (der „Nicht gut genug Aktivismus„). Feminismus ist ein Wettstreit, wer mehr der richtigen „Opfer“ als solche bewertet und die damit verbundene „Diskriminierung“ bekämpft.

Im IDPOL zählt nur das Opfer und im Intersektionalismus wird das noch einmal erweitert um die „Münchhausen per proxy“ Haltung, dass man andere Opfer erkennen und für sie einspringen muss.

Weil man mit dem Interesektionalismus beliebig viele unterdrückte Gruppen schaffen kann, von denen immer eine von dem anderen nicht nach Gebühr beachtet werden wird, muss es hier immer wieder interne Streitigkeiten geben.

Vernünftige Instrumente eine solche Streitigkeit zu lösen kann es nicht geben, da der moderne (intersektionale) Genderfeminismus denjenigen, der eine erkannte Opferstellung nicht verteidigt und Abweichler angreift, eben als Täter sieht, der selbst Opfer angreift.

Diese aggressive Haltung macht Widerstand gegen den Feminismus so gefährlich, weil ein klarer Feind interne Streitigkeiten am besten blockiert. Solange zB ein MANN ein Hemd mit NACKTEN FRAUEN trägt ist der Feind klar, auch wenn die gleichen Feministinnen sich unter sich vielleicht die Augen auskratzen würden, wenn man sie fragt, ob die nackten Frauen oder weiße nackte Frauen auf einem Hemd das größere Problem sind. Auch das könnte ein guter Grund dafür sein, dass der Streit nach außen, das Anschließen an den Shitstorm so beliebt ist, denn es ermöglicht einfach mal den Kopf auszuschalten und sich auf den Feind zu konzentrieren. Natürlich wird in jeder feministischen Aktion auch eine Feministin was zu meckern haben, aber wenn man Glück hat, dann kann man erst einmal über die Gegenseite herziehen und der In-Group frönen.