Frühes postnatales Testosteron ist ein Indikator für Sprachfertigkeiten

Eine interessante Studie zu Geschlechterunterschieden bei der Sprache:

Highlights

•There was a sex difference in salivary testosterone in infants aged 1–3 months.
•Testosterone in infancy predicted vocabulary in boys and in girls in toddlerhood.
•The sex difference in vocabulary was mediated by testosterone in infancy.
•Testosterone in infancy may contribute to early language development.

Abstract
During the first few years of life, girls typically have a larger expressive vocabulary than boys. This sex difference is important since a small vocabulary may predict subsequent language difficulties, which are more prevalent in boys than girls. The masculinizing effects of early androgen exposure on neurobehavioral development are well-documented in nonhuman mammals. The present study conducted the first test of whether early postnatal testosterone concentrations influence sex differences in expressive vocabulary in toddlers. It was found that testosterone measured in saliva samples collected at 1–3 months of age, i.e., during the period called mini-puberty, negatively predicted parent-report expressive vocabulary size at 18–30 months of age in boys and in girls. Testosterone concentrations during mini-puberty also accounted for additional variance in expressive vocabulary after other predictors such as sex, child’s age at vocabulary assessment, and paternal education, were taken into account. Furthermore, testosterone concentrations during mini-puberty mediated the sex difference in expressive vocabulary. These results suggest that testosterone during the early postnatal period contributes to early language development and neurobehavioral sexual differentiation in humans.

Wenig Testosteron in einer bestimmten Phase führt also zu besseren sprachlichen Fähigkeiten.

Das passt gut zu der sonstigen Forschung in dem Bereich:

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Die Beauftragung von Feministinnen als Versicherung gegen Sexismusvorwürfe

Ein Text beleuchtet, was die Beauftragung von Feministinnen und deren Einbindung in bestimmte Abläufe für einige Firmen attraktiv macht:

“Diversity training” largely serves as malpractice insurance for human resources. Companies know that at any moment they could find their name trending on Twitter as the outrage of the day. “We held a diversity training” is something legal can say to offload liability: “we told people we expected something out of them, so it’s their fault for not following whatever abstract, ill-defined advice they were given, not our fault for ignoring behavior going on in our office.” Hiring a diversity speaker costs less than a lawsuit, and thus there exists a cottage industry of professional-class women who travel the country to lecture engineers about how their very existence upsets professional-class women. Companies trumpet the commencement of diversity initiatives in press releases and on social media, but follow-ups describing the concrete achievements — or failures — of such initiatives are curiously hard to find.

Ich glaube, dass ein Großteil des „feministischen Marktes“ genau diesem Gedankenschema folgt:

  • Man möchte sich gegen einen Vorwurf der Frauenfeindlichkeit schützen, auch dagegen sexistisch zu sein oder allgemein Fraueninteressen nicht hinreichend beachtet zu haben.
  • Also beauftragt man jemand, den man gut als Entschuldigung vorzeigen kann, falls jemand fragt. Das muss ein ausgewiesener Feminist sein.

Insofern sind eine Großteil der entsprechenden Stellen, Institute, Studien und Forschungsprojekte Costly Signals, die der eigenen Absicherung dienen: Seht, wir beachten Fraueninteressen, seht wir bemühen uns um die Förderung der Frau, seht wir sind keine Sexisten.

Auch wenn dann so etwas wie diese Studie dabei herauskommt:

Glaciers are key icons of climate change and global environmental change. However, the relationships among gender, science, and glaciers – particularly related to epistemological questions about the production of glaciological knowledge – remain understudied. This paper thus proposes a feminist glaciology framework with four key components: 1) knowledge producers; (2) gendered science and knowledge; (3) systems of scientific domination; and (4) alternative representations of glaciers. Merging feminist postcolonial science studies and feminist political ecology, the feminist glaciology framework generates robust analysis of gender, power, and epistemologies in dynamic social-ecological systems, thereby leading to more just and equitable science and human-ice interactions.

kann man jedenfalls einen Haken neben das Anforderungsfeld „Haben sie Gender Mainstreaming berücksichtig oder anderweitig Genderaspekte einfließen lassen?“ und es sieht entsprechend gut aus.

Twitter arbeitet wahrscheinlich auch aus diesem Grund mit radikalen Feministinnen zusammen, weil es dadurch zwar den Unmut einiger weniger Nutzer auf sich zieht (prozentuell gesehen), aber ein Mitarbeiter kann eben einen entsprechenden Haken setzen.

Und die UN wird auch Leute wie Anita Sarkessian einladen, weil sie damit eben eine bekannte Feministin eingeladen haben, bei denen niemand sagen kann, dass sie Fraueninteressen nicht zugehört haben. Natürlich verschärft sich das noch, wenn man entsprechende Stellen schafft, die dann wiederum tatsächlich daran glauben und eine entsprechende Politik umsetzen: Die Entlastungsfunktion bleibt zwar erhalten, indem man auf diese Verweisen kann, aber es hat sich eben auch ein entsprechender Brückenkopf gebildet, der entsprechende Ideen in konkrete Projekte einfließen lässt. Auch das lässt man natürlich zu, denn sich nunmehr gegen diesen zu stellen würde erst recht Frauenfeindlich wirken und das will man ja gerade vermeiden. Es entwickeln sich entsprechende Strukturen, gegen die man nichts machen kann und um die man herum arbeiten muss.

Das man jemanden braucht, den man als Experten auf dem Gebiet ausweisen kann, macht auch Gender Studies als Studiengang so gefährlich. Man hat hier einen „Geschlechterexperten“, universitär mit Abschluß bestätigt, und es gibt ansonsten nichts vergleichbares auf dem Markt. Das ihr Wissen ideologischer Blödsinn und eher gefährlich als nützlich ist, ist dabei unwesentlich. Man hat etwas für einen Stellenausschreibung, was man als Qualifikation angeben kann und keiner kann einem vorwerfen, dass man die Stelle nicht qualifiziert besetzt hat. Das gibt den Gender Studies ein gefährliches Alleinstellungsmerkmal in dem Bereich.

Dieser Mechanismus kann meiner Meinung nach nur über eine Aufklärung über den radikalen Inhalt des modernen Feminismus durchbrochen werden. Erst wenn der Werbungs- und Absicherungseffekt sich in einen „warum beschäftigt ihr radikale Spinnerinnen, die nur auf Feindseligkeit zwischen den Geschlechtern abstellen?“-Effekt umwandelt, wird auch der Effekt zurückgehen.