Selbermach Mittwoch 52 (16.03.2016)

Was gibt es Neues?

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Wie Feministinnen deutlich machen, dass sie nicht männerfeindlich sind

In Diskussionen, in denen es darum geht, ob Feminismus Männerfeindlichkeit ist, stelle ich häufig eine Frage:

 

Kannst du mir einen Artikel zeigen, der die positive Sicht des Feminismus auf Männer darstellt?

 

Hierauf kommt meistens erschreckend wenig, viele retten sich in ein  „Such doch selbst“

Mein Hinweis darauf, dass es doch nicht schwierig sein kann einen solchen Artikel zu finden, wenn der Feminismus tatsächlich nicht männerfeindlich ist, wird üblicherweise unfreundlich aufgenommen. (für die Gegenfrage: zB hier)

Tatsächlich habe ich aber als Reaktion hierauf noch keinen wirklich positiven Artikel gezeigt bekommen. Die Artikel haben eher den folgenden Inhalt:

  • Wir hassen Männer nicht, wir glauben ja, dass Männer besser werden können.
  • Wir hassen Männer nicht einige Männer sind gut
  • Wir hassen Männer nicht, man kann sie umerziehen
  • Wir hassen Männer nicht, wir sind bereit Ihnen zu verzeihen im wenn sie hinreichend büßen und sich ändern
  • Mir persönlich bekannte Männer sind durchaus gut, leider sind nicht alle so
  • Männer sind nicht das Problem sondern die Männlichkeit, also das Verhalten des typischen Mann
  • Wie du als Mann aufhören kannst ein schrecklicher Mann zu sein indem du ein feministischer Ally wirst und deine Privilegien hinterfragst

Es gibt keine tatsächlich positiven Artikel darüber im Feminismus was Männer machen. Es gibt allenfalls Ausführung dazu, wie Männer besser werden können oder dass es einige gute Männer gibt. Selbst selbst die Artikel in denen es darum geht, dass es gute Männer geben sollte haben meistens den Ausgang, dass Männer leider doch schlecht sind obwohl man hohe Erwartungen an sie hatte. Diese hohen Erwartungen, dass Männer doch besser sein können, werden dann üblicherweise enttäuscht, dienen aber als Nachweis dafür dass man doch eigentlich auf gute Männer hoffte, ihn also gut sein zugesteht.

Aus meiner Sicht sind das Artikel, die eher das Gegenteil davon belegen, was sie eigentlich zeigen sollten: Wer einen der oben genannten Ansätze bringt, der macht damit eher deutlich, dass er gegenwärtig Männern gegenüber nicht positiv eingestellt ist (was nicht unbedingt hassen sein muss, aber doch eine gewisse Männerfeindlichkeit beeinhaltet).

Natürlich: Wenn eine mitlesende Feministin mir hier einen feministischen Artikel mit einer positiveren Sicht auf Frauen darstellen kann, dann würde ich mich freuen.