Das Gelbe Forum „Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land“ wgvdl

Hier ein paar Stellungnahmen zu dem radikalen Antifeministischen Forum „Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land“, auch als „Gelbes Forum“ bekannt.

Leser Peter schreibt:

Das wgvdl-Forum ist zu einem Sammelbecken für Maulhelden verkommen, die im Virtuellen Raum ihr Mütchen kühlen, indem sie, ganz die tollkühnen Kämpfer für die Redefreiheit, laut und deutlich “Neger” schreiben, oder von den “Homoperversen” munkeln und sonst so allerlei Heldenhaftes verlautbaren.

Was zum Teufel hat diese rassistische und schwulenfeindliche Scheisse mit Männerrechten zu tun? Ich kann Dir sagen, wie es mit wgvdl enden wird: Es bleiben am Schluss noch ein paar rechtsradikale und vor Hass triefende Spinner übrig, die sich mangels Diskutanten gegenseitig zerfleischen, so wie das auf wgvdl.net exemplarisch vorexerziert wurde. Je eher das wgvdl-Forum im Nirwana verschwindet, umso besser. Diese rechtsradikalen Spinner, die sich auf wgvdl austoben sind wie Hämorrhoiden am Arsch der Männerechtsbewegung und Hämorrhoiden sind nun mal zu nichts nütze.

Die treuesten Leser von wgvdl sind übrigens Kemper, Rosenbrock und Gesterkamp, weil sie dort ihr simples Feindbild bestätigt erhalten

wgvdl war mal deutlich besser, aber das ist schon einige Jahre her.

Und etwas später in einem weiteren Kommentar:

Der Witz ist doch, dass die Relevanz des wgvdl nur durch die Bezugnahme von Kemper, Gesterkamp, Rosenbrock und Co. in Büchern, Radiosendungen, Vorträgen etc. besteht. Ob es einem gefällt oder nicht: Die genannten Herren und ihr Anhang haben nun mal eine gewisse öffentliche Aufmerksamkeit. Diese Herren tun aber so, als sei das wgvdl die Männerrechtsbewegung. Wenn sie nur über wgvdl lästern würden, störte mich das nicht sonderlich.

Ich kenne das wgvdl seit den Anfängen. Schade was aus ihm geworden ist. Es war mal eine gute Anlaufstelle für Männer, die sich informieren und austauschen wollten. Es gab gute Diskussionen, ja sogar zwischen Linken und Rechten. Und jetzt? Eine Menge agressiver Frustabbau von Leuten, die ganz anderes im Sinn haben als Männerrechte.

Mein Eindruck ist auch, dass dort eine stark abwertende und auf Konflikt ausgerichtete Richtung vorherrscht. Viel zu oft wird abwertendes Vokabular verwendet. Es scheint einiges an Hass vorhanden zu sein.

Auf GayWest heißt es dazu:

Das maskulistische Forum “Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?” kann man mit Fug und Recht als Müllhalde der Männerrechtsbewegung bezeichnen. Denn die Ansichten die dort teilweise geäußert werden, sind grotesk, beleidigend, im schlimmsten Falle widerlich. Kein Wunder, denn es sind überwiegend Gestalten aus dem eher rechten politischen Spektrum, die sich dort äußern, also jener Spezies Mensch, deren Hauptaufgabe es ist, andere beständig über moralisches Verhalten aufzuklären, Moral aber selbst dann nicht erkennnen würden, wenn sie einen in den Hintern beißt.

Ich beschäftige mich nicht viel mit dem Forum, weil es mir entschieden zu radikal ist und die Diskussionen mir dort nicht viel bringen. Allenfalls wenn dort mal ein Link auf einen Artikel von mir erscheint schaue ich mir die Diskussion dort an.

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Germany´s Next Topmodel 2013

Falls jemand mitlästern möchte:

Germanys Next Top Model

Germanys Next Top Model

 

Ich finde es sind allgemein für Models komische Gesichter dabei. „Als Deutschlands schönste Frauen“ (wie es im Trailer heißt) würde ich sie nicht ansehen. Sabrinas Gesicht sieht abseits genau ausgerichteter Fotos nicht gut aus. Luise aus meiner Sicht noch die hübscheste der Truppe, Lovelyn hat einen hübschen Körper, aber irgendwie ein zu kindhaftes Gesicht.  Maike war gut für Quote, weil sie Streit und Zickenkrieg reingebracht hat und jemanden zum Hassen gab.

 

Der große Gatsby und die Oneitis

Gerade ist der Klassiker  „Der große Gatsby“ neu verfilmt worden – mit Leonardo DiCaprio als großer Gatsby

Die Handlung entspricht im wesentlichen dem Buch, so dass ich dessen Inhalt wiedergebe

Jay Gatsby, der Protagonist des Romans, ist ein junger Millionär und undurchsichtiger Geschäftsmann. Obwohl er in seinem Haus auf Long Island Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er einsam. Alles, was er möchte, ist, die Vergangenheit zurückzuholen und wieder mit der Liebe seines Lebens, Daisy, zusammen zu sein. Aber in der Zeit, in der Gatsby in Frankreich im Ersten Weltkrieg kämpfte, heiratete Daisy den Millionär und Ex-Footballspieler Tom Buchanan und gebar eine Tochter mit dem Namen Pammy.

Der Ich-Erzähler der Geschichte ist Nick Carraway (Cousin zweiten Grades von Daisy), ein junger Aktienmakler, der in das alte Nachbarhaus von Gatsby einzieht.

Daisy ist zwischen ihrem Ehemann Tom Buchanan und Gatsby hin- und hergerissen, bis sie am Steuer von Gatsbys neuem Auto einen Unfall verursacht, bei dem Myrtle Wilson, Toms Geliebte, stirbt. Gatsby will aus Liebe die Schuld auf sich nehmen. Tom gibt Myrtles verzweifeltem Ehemann, George Wilson, den Hinweis, dass Gatsby der Besitzer des Unfallwagens sei. Daraus schließt Wilson, Gatsby habe den Unfall verursacht. Daraufhin erschießt Wilson Gatsby und anschließend sich selbst. Zu Gatsbys Beerdigung erscheint niemand außer dem Erzähler Nick und Gatsbys Vater, Henry C. Gatz (Gatsbys echter Name war James Gatz), sowie ein Charakter, der sich zuvor in seltsamer Weise über die „Echtheit“ der Bücher in Gatsbys Bibliothek äußerte und durch sein eigenartiges Auftreten eine Art Schlüsselrolle – insbesondere im Interpretationsversuch im Hinblick auf Gatsbys Bildung – spielt.

Wie man hier sieht macht Gatsby alles, was er tut, nur für seine geliebte Daisy, die ihn bereits im wesentlichen vergessen hatte. Er betet sie an, stellt sie auf ein Podest, vergöttert sie. Er hat das Haus gebaut, damit es ihr gefällt, er schaut sehnsüchtig zu ihr hinüber auf die andere Flussseite, er sucht die Nähe von Leuten, die ihn mit ihr zusammen bringen können, er versucht ihr alles recht zumachen, ist nervös, freut sich, dass er auf das grüne Licht vor ihrem Steg auf der anderen Flussseite schauen kann. Er veranstaltet die bei ihm stattfindenden Parties nur, damit auch sie einmal ihren Weg zu ihm findet. Sobald sie da ist, will er ihr beweisen, dass er gut genug für sie ist, qualifiziert sich die ganze Zeit selbst, während sie – obwohl bei ihr keinerlei besondere Tiefen zu erkennen sind – eh schon perfekt ist.

In allen Szenen, die nichts mit ihr zu tun haben ist er ein Alphamann, kommt sie dazu wird er zum Beta, der sich ihr zu Füßen wirft.

Er würde weitaus creepier wirken, wenn er nicht gleichzeitig dabei soviel Status aufgebaut hat und sie selbst eher nichts besonderes vorzuweisen hat.

Er glaubt, dass auch sie immer nur ihn geliebt hat, was angesichts der Zeit schon unwahrscheinlich ist.

Sein Gegenspieler, der Mann von Daisy, setzt demnach auch gleich auf eine radikalere Strategie:

Er demontiert dessen Status, zeigt, dass er nur ein Emporkömmling, der zudem mit der Mafia in Verbindung steht und provoziert ihn, was auch gut aufgeht. Er setzt noch ein Costly Signal drauf, indem er ihn nach der Demontage als so schwach ansieht, dass er ihn Daisy nach Hause fahren lässt.

Sogar in seiner Niederlage bleibt Gatsby ein Beta. Er übernimmt die Schuld für einen Unfall von Daisy, für eine Frau, die ihm gerade einen Korb gegeben hat.

„Die Themen ‚Frauen als Gewalttäterinnen‘ und ‚Männer als Gewaltopfer‘ sind gesellschaftlich noch weitgehend tabuisiert“

Häusliche Gewalt und das dabei vorhandene Geschlechterverhältnis war schon einmal Thema hier.  Jetzt hat der Spiegel einen Artikel, der sich gerade der Gewalt gegen Männer durch Frauen widmet:

Herr K. ist kein Einzelfall, seine Erfahrungen sind keine Ausnahme. In einer umfassenden Gesundheitsstudie hat das Robert Koch-Institut knapp 6000 deutsche Erwachsene auch zu ihren Gewalterfahrungen befragt. Demnach üben Männer Gewalt eher im Sozialraum und am Arbeitsplatz aus, Frauen eher im häuslichen Bereich. Wie ehrlich und umfassend die Befragten Auskunft gaben, lässt sich bei einem solch heiklen Thema nur schwer sagen. „Die soziale Erwünschtheit sagt: ‚Ich habe eine heile Familie, ich bin nie Opfer geworden, ich bin natürlich auch nicht gewalttätig'“, sagt Heike Hölling, Gesundheitswissenschaftlerin, eine der Autorinnen der Studie.

Die Zahlen dazu:

Gewalt in Beziehungen
Frauen Männer
Körperliche Gewalt gegen Partner ausgeübt 1,3 0,3
Psychische Gewalt gegen Partner ausgeübt 3,8 2,8
Opfer körperlicher Gewalt von Partner geworden 1,2 0,9
Opfer psychischer Gewalt von Partner geworden 6,1 3,3
Prozentangaben beziehen sich auf zwölf Monate vor Befragung (Mehrfachantworten möglich); Quelle: DEGS

 

Das zeigt aus meiner Sicht erst einmal, dass es insgesamt eine kleine Gruppe ist, die von der Gewalt betroffen ist. Was die Probleme des Einzelnen natürlich nicht kleiner macht.

Ich habe die Studie selbst nicht gefunden, wenn jemand einen Link hat, dann bitte in den Kommentaren angeben. Interessant ist, dass weitaus weniger Männer angeben, dass sie körperliche Gewalt gegen Frauen ausgeübt haben. Ob sich hier das stärkere Tabu auswirkt (und dann entweder dahingegend, dass Männer keine Gewalt einsetzen oder aber dahingehend, dass sie es nicht zugeben) wäre interessant.

Auch interessant finde ich die sehr hohe Zahl von Frauen, die angeben, dass sie psychische Gewalt vom Partner erfahren haben. Ob hier einfach nur eine andere (niedrigere) subjektive Schwelle besteht, ab der man psychische Gewalt annimmt oder ob tatsächlich so viel psychische Gewalt gegen Frauen ausgeübt wird, wäre interessant.

Eine interessante Stelle dazu:

Als er ein Jahr nach der Trennung eine neue Freundin hatte, ging der Ärger erst richtig los. Seine Ex griff die neue Partnerin an und verbot ihm, die gemeinsame Tochter zu sehen. Zermürbende Auseinandersetzungen vor dem Jugendamt und dem Familiengericht folgten. Er zeigte sie nun auch mehrfach an, wegen Körperverletzung oder Hausfriedensbruch. Doch alle Verfahren wurden eingestellt. Fälle von häuslicher Gewalt sind nicht einfach zu ermitteln, oft steht Aussage gegen Aussage. „Wenn Männer sich als Opfer an die Polizei wenden, werden oftmals keine Verfahren eröffnet“, sagt K. „Ihnen wird nicht geglaubt.“

„Gewalt gegen Männer“-Kultur liegt da nahe. Strukturelle Unterdrückung, der Mann soll klein gehalten werden etc.

Tatsächlich wird es eine solche Verschwörung nicht geben, sondern nur jeweiliges Unwissen, dass eben auch Männer Opfer von Gewalt werden können.

Zu der Tabuisierung ist auch die folgende Stelle interessant:

„Viele Männer wagen es nicht, sich zu offenbaren, weil die Scham sehr schwer wiegt“, sagt Hölling. „Schwäche oder Angst zu zeigen, sozial nicht integriert zu sein, vielleicht sogar zu weinen, passt nach wie vor nicht zum Männerbild in der Gesellschaft.“ Opfer müssten ihre Erfahrungen ohne Angst vor Konsequenzen oder Stigmatisierung ansprechen können.

Für Männer gebe es zu wenig adäquate Hilfsangebote. Nötig sei auch mehr Aufmerksamkeit in Familie und Bekanntenkreis. „Oft gibt es von Gewaltopfern nicht die lauten Hilferufe, oft sind es schleichende Veränderungen: Jemand bleibt vom Sportverein weg, nimmt nicht mehr an gemeinsamen Unternehmungen teil, hält immer weniger Kontakt.“ In solchen Fällen gelte es, sensibel nachzufragen.

Warum nicht mal selbst zugelangt?

Dem Umfeld von Jochen K. fehlte das Verständnis für seine Lage. „Die meisten Freunde haben versucht, das herunterzuspielen“, sagt K. Er dürfe seine Freundin auf keinen Fall anzeigen, rieten einige. Seine Mutter habe ihn gar gefragt, warum er seiner Freundin nicht mal selbst ordentlich eine gelangt habe. „Männer werden gesellschaftlich nicht als Opfer anerkannt“, sagt K.

Ein Mann, der sich nicht wehren kann, verstößt eben gegen einige Regeln, die seinen Status und seine Attraktivität betreffen und unterbewußt wahrgenommen werden. Ich könnte mir vorstellen, dass solche Informationen direkt unter „schwach, nicht durchsetzungsfähig in intrasexueller Konkurrenz, selbst Frauen verachten ihn“ abgespeichert wird und unser Gehirn das nicht in positiven Kategorien abspeichert.

Reue und Bedauern nach Sex bzw. entgangenen Gelegenheiten

Eine Studie beschäftigt sich damit, was man alles bei Sex bzw. bei nicht genutzten sexuellen Gelegenheiten bedauert:

Regret and anticipated regret enhance decision quality by helping people avoid making and repeating mistakes. Some of people’s most intense regrets concern sexual decisions. We hypothesized evolved sex differences in women’s and men’s experiences of sexual regret. Because of women’s higher obligatory costs of reproducti on throughout evolutionary his- tory, we hypothesized that sexual actions, particularly those involving casual sex, would be regretted more intensely by women than by men. In contrast, because missed sexual opportunities historically carri ed higher reproductive fitness costs for men than for women, we hypothesized that poorly chosen sexual inactions would be regretted more by men than by women. Across three studies ( N s = 200, 395, and 24,230), we tested these hypotheses using free responses, written scenarios, detailed checklists, and Internet sampling to achieve participant diversity, including diversity in sexual orientation. Across all data sources, results supporte d predicted psychological sex differences and these differences were localized in casual sex contexts. These findings are consistent with the notion that the psychology of sexual regret was shaped by recurrent sex dif- ferences in selection pressures operating over deep time

Quelle: Sexual Regret: Evidence for Evolved Sex Differences

Hier etwas zu den Zahlen:

Bedauern nach Sex 1

Bedauern nach Sex 1

Wie man sieht zeigt sich ein durchaus klassisches Bild. Frauen bedauern eher als Männer die Handlungen des anderen und noch mehr ihre eigenen Handlungen und Männer bedauern mehr als Frauen sexuelle Inaktivität sowohl des anderen als auch von ihnen selbst. Frauen bedauern es hingegen weitaus weniger, wenn sie nicht selbst sexuell aktiv geworden sind.

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Auch in dieser Grafik zeigt sich der deutliche Unterschied.

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Bei den verschiedenen Punkten, die Männer und Frauen bedauern, zeigen sich moderate Unterschiede. Kaum ein Junge bedauert beispielsweise seine Jungfräulichkeit zu früh verloren zu haben, aber im Verhältnis doch einige Frauen. Und auch Sex mit einem Fremden bedauern Frauen wesentlich eher als Männer, ebenso Sex, bei dem sie sich schmutzig fühlten oder bei Sex mit einer unattraktiven Person

Männer hingegen bedauern es mehr als Frauen, wenn sie in möglichen Sex investiert haben, aber dabei nichts rausgekommen ist, dass sie früher zu schüchtern waren oder das sie sich nicht getraut haben, zu zeigen, dass sie Interesse hatten.

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Wenn sie „Casual Sex“ hatten, dann fanden diese Entscheidung  im nachhinein 52% der Männer gut, aber nur 27% der Frauen. Wenn sie möglichen Sex nicht hatten, waren 36% der heterosexuellen Männer froh es nicht getan zu haben gegenüber 61% der heterosexuellen Frauen.

 Bedauern beim Sex 2

Bedauern beim Sex 2

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Auch hier nur ein paar Punkte: Frauen bedauern es mehr, wenn es mit dem Sex zu schnell ging, sie bedauern es auch mehr, wenn sie Sex mit einem anderen hatten, um sich an ihrem Exfreund zu rächen. Ein sehr deutlicher Unterschied ist, dass Frauen sich eher schmutzig und schlampig fühlten und den Sex deswegen bedauerten. Auch ein One-Night-Stand wurde eher von Frauen bedauert. Reue entstand auch eher bei Frauen dadurch, dass  ihnen jemand vorspielte, dass eine Aussicht auf eine Beziehung besteht.

Männer zeigten größeres Bedauern darüber, dass sie einen möglichen Seitensprung nicht genutzt haben, insbesondere wenn die Seitensprungmöglichkeit sehr hübsch war. Ebenso bedauern sie es, nicht mit jemanden geschlafen zu haben, der sich sehr darum bemüht hat. Sie bedauern auch allgemein eher nicht mehr versucht zu haben oder eine Gelegenheit ausgeschlagen zu haben mit jemanden, der gut im Bett ist. Ebenso bedauern Männer sich zuviel Selbstbefriedigt zu haben.

Immerhin 12% der Frauen bedauern, kein homosexuelles Erlebnis gehabt zu haben, im Gegensatz zu 5% der Männer.

Die Veränderung der Gefühle nach dem Sex

Ein Artikel behandelt die Veränderungen von Gefühlen nach dem Sex bei Männern und Frauen:

This article develops the Aflective Ship Hypothesis, which suggests that women experience positive affective shifts following first-time intercourse as a means to facilitate a longer-term, more committed relationship. The hypothesis predicts a negative affective shift in men who pursue a short-term mating strategy; this shift is hypothesized to function to curtail commitment by motivating the man to terminate the relationship. Study 1 (N = 177) documented sex differences predicted by the affective shift hypothesis. Study 2 (A‘ = 203), using a somewhat different methodology involving reports of presex and postsex feelings, found that men with high numbers of sex partners, but not men with low numbers of partners, experienced a decrease in their partner’s physical and sexual attractiveness following first-time sexual intercourse. In contrast, women, more than men, experienced increases in feelings of love and commitment following first-time sex.

Quelle: The affective shift hypothesis: The functions of emotional changes following sexual intercourse

Also durchaus die Ergebnisse, die man nach evolutionären Betrachtungen erwarten würde. Gerade bei Männern, die viel Auswahl haben, also eher auf eine Kurzzeitstrategie ausgerichtet sind, wird diese noch bestärkt, bei Männern, die auf eine Langzeitstrategie setzen oder einen Patner den sie haben, lieber sichern sollten, tritt der Effekt nicht ein.

Hingegen tritt bei Frauen, die von einer Strategie, die auf viele Männer setzt, weit weniger haben, weil sie ja nur einmal schwanger werden können, eher eine Erhöhung der Bindungsbereitschaft nach dem Sex ein.

Es würde insoweit auch erklären, warum gerade Männer, die viele Frauen haben, immer wieder neue Frauen brauchen und warum Frauen sich bei Sex, aus dem nicht  mehr wird im Schnitt eher verletzt fühlen als Männer.

„(Extrem-) Feminismus ist eine Art der Krankheitsbewältigung“

Erzählmirnix schreibt in einem Kommentar bei Maren:

Ich lese schon seit einiger Zeit die Texte von (Extrem)feministinnen und habe mittlerweile für mich die -vermutlich auf Empörung stoßende- Theorie, dass der Feminismus eine Art der Krankheitsbewältigung ist. Leider eine dysfunktionale, in der Analyse würde man wohl Rationalisierung sagen. Viele Strukturen (z.b. die ständigen “sicheren Räume”, die aufgebaut werden) erinnern an Vermeidungsverhalten von PTBS. Ich vermute, die meisten Radikalfeministinnen haben das ein oder andere Trauma im Hintergrund und die Depressionen, Borderline und Essstörungen sind eher sekundär-komorbide Erkrankungen davon. Ich habe, ähnlich wie du im Text schreibst, das Gefühl, dass eigene Probleme nach aussen verlagert werden (nicht ich bin krank, es ist das Patriarchat, und die die nicht krank sind, sind eben Teil des Systems)… die eigene Krankheit wird damit umgedeutet als Zeichen von Überlegenheit oder Notwendigkeit, denn wer erstmal “aufgewacht ist” und sieht, dass das Patriarchat da ist, KANN ja gar nicht mehr zufrieden sein. Genau deshalb auch dysfunktional, denn es bedeutet, dass sich die eigenen Probleme gar nicht bessern können oder dürfen.

Ich meine auch, dass die Theorien ideal dafür sind, Probleme nach außen zu verlagern. Was nicht bedeutet, dass alle Feministinnen dies machen. Aber die Häufungen von seelischen Krankheiten im Feminismus sind aus meiner Sicht kein Zufall.