Film: „Weil du mir gehörst“

Hier ein paar Besprechungen des Films „Weil du mir gehörst“: (zur Eltern-Kind-Entfremdung an sich hier klicken)

Frankfurter Rundschau:

Ohne Hintergrundwissen wirkt „Weil du mir gehörst“ wie ein frauenfeindliches Pamphlet: einseitig, ungerecht und völlig übertrieben. Berechtigt wäre jedoch allenfalls der Einwand, dass die Menge der Männer, die sich keinen Deut für ihre Kinder interessieren und regelmäßig die Unterhaltszahlungen schuldig bleiben, deutlich größer sein dürfte als die Zahl der entsorgten Väter. Davon abgesehen hält sich das Drehbuch von Katrin Bühlig jedoch an die Tatsachen: Was Tom erlebt, deckt sich exakt mit den Erlebnissen, die Wolfspergers Leidensgenossen in dessen Film geschildert haben; mittlerweile gibt es zudem diverse Artikel über das Phänomen.

Taz:

taz: Frau Möller, am Mittwoch zeigt die ARD das Drama „Weil du mir gehörst“. Warum kommen Mütter darin aus Ihrer Sicht schlecht weg?

Sybille Möller: Ich denke, weil in diesem Film eindeutig die Mutter diejenige ist, die dem Kind etwas einredet, und weil der Film gleichzeitig in misogynen Gruppen exzessiv geteilt wird. Die Botschaft ist aber sehr verflacht, die Vielschichtigkeit so eines Konflikts kommt gar nicht heraus. So entsteht eine Welle an Vorurteilen gegen Mütter.

(..)

PAS ist stark umstritten. Die relevanten Wissenschaftsverbände lehnen es international als unwissenschaftlich ab. Es gibt Gruppen, die möchten PAS als psychische Erkrankung im ICD-Katalog definiert haben, was es nach bisherigem Stand nicht ist. Gleichzeitig warnen Fachleute davor, weil dies so viele Gefahren birgt.

Zum Beispiel?

Fremdsein zwischen zwei Menschen kann sich ja auf ganz verschiedene Weise entwickeln. Es kann am nicht betreuenden Elternteil liegen, an Desinteresse. Oder die Bindungsqualität zum Kind ist zu wenig ausgeprägt, weil ein Elternteil zu wenig feinfühlig ist oder zu kontrollierend. Die Mutter kann Gewalt erfahren und Angst haben. Die Forschung belegt eine große Bandbreite an Gründen. Manipulieren ist nur eine Erklärung von vielen.

 dafür, dass ein Kind den Papa nicht sehen will.

Es kommt auch vor, dass eine Mutter die Trennung nicht verarbeitet hat und das Kind instrumentalisiert. Aber: Wie gewichtet man das in der Öffentlichkeit beim Thema Trennung? Installiert man da jetzt pauschal ein Feindbild? Oder schaut man passgenau bei jeder Familie nach den Ursachen? Die Ursache für die Ablehnung kann auch beim Kind selbst liegen. Es kann den eigenen Konflikt damit vermeiden wollen, eine schlechte Beziehung zum Elternteil haben oder misshandelt worden sein.

Spielt PAS bei Gerichten eine Rolle?

Nicht direkt, es gibt dafür Synonyme. Jugendämter, Richter und Gutachter sprechen gerne von „Bindungsintoleranz“. Die Mutter soll „Bindungsfürsorge“ zeigen. Selbst bei Gewalt verlangen manche Verfahrensbeteiligte, dass die Mutter in der Wohnung Bilder vom Vater aufstellt. Teils müssen Mütter Strafe zahlen, weil ihr Kind den wegen Missbrauch verurteilten Vater nicht sehen will.(…)

Ist der Film Väter-Lobbyarbeit?

Zumindest einseitig beraten. Derjenige, der die Drehbucharbeiten beraten hat, arbeitet nachweislich mit der Szene zusammen. Das merkt man auch an der verengten Perspektive des Films, der sich objektiv gibt, aber nur eine einseitige Sicht darstellt. Selbst die strategischen Wordings und vermeintlichen Lösungen dieser Lobby sind bewusst in dem Film platziert worden.

Was will die Väter-Lobby?

Die Väterverbände möchten bei strittigen Trennungen das Wechselmodell als Regel und preisen es als Pauschallösung gegen das Schreck­szenario „Entfremdung“ an. Demnach sollen Kinder im Streitfall immer hälftig bei beiden Eltern wohnen, egal unter welchen Bedingungen. Will eine Mutter das nicht, hätte sie zu beweisen, warum das für das Kind nicht gut wäre. Der Film passt also gut zur populistischen Strategie, weil er Ängste schürt und Feindbilder pusht.

Wie sähe Ihr Film aus?

Wir erleben, dass Müttern, die sehr bindungsfördernd sind, trotzdem vor Gericht PAS unterstellt wird. Schon wenn sie sagen, „meinem Kind geht es nicht gut“, wird ihnen Bindungsintoleranz zur Last gelegt. Es gibt zunehmend Forschung aus den USA darüber, dass PAS einen Genderbias hat, der Männer bevorzugt und Frauen benachteiligt.

Wieso ist PAS so präsent?

Es gibt eine starke, international vernetzte Väterrechtsbewegung. Diese hat viele Jahre Vorlauf gegenüber den Müttern. Auf Genderkongressen war das immer Thema: Trennungskinder sollen nicht mehr so viel bei den Müttern wohnen. Da hat sich eine Eigendynamik entwickelt, die schwer zu bremsen ist. Man sucht nach Schablonen und nach Schuldigen.

Trifft es Alleinerziehende?

Ja. Bei Gericht und im Jugendamt ist das Klima mütterfeindlicher geworden. Jugendämter werden auch von Lobby-Akteuren weitergebildet, die auf die PAS-Ideologie ausgerichtet sind.

Weser Kurier:

Selten hat man einen härteren Einstieg in einen psychologischen Film gesehen als in Alexander Dierbachs ARD-Drama „Weil du mir gehörst“: „Anni, wie ist dein Verhältnis zu deinem Vater?“, fragt da ein Richter ein achtjähriges Kind. Anni antwortet darauf mit versteinerter Mine: „Nicht gut. Ich hab‘ Angst vor ihm“, sagt sie und fügt hinzu, dass der Papa jähzornig und egoistisch sei, „das weiß ich genau.“ Als sei das alles noch nicht genug, fügt Klein-Anni auch noch hinzu: „Er schlägt die Mama, und mich auch.“

(…)

Katrin Bühlig, die Drehbuchautorin, berichtet, sie habe die Geschichte anfänglich nur aus der Sicht des Kindes erzählen wollen. Der Gedanke wirkt äußerst einsichtig. Schade, dass die Umsetzung nicht möglich erschien, weil – Zitat – so „die ganzen juristischen Auseinandersetzungen der Eltern und die daran gut verdienende Scheidungsindustrie“ weggefallen wäre. Die kindliche perspektive hätte sicher für mehr Empathie gesorgt. So aber werden einem die zwielichtigen, am Gesetz orientierten Verhaltensmaßregeln und die schlauen Richtersprüche auf Dauer etwas zu viel. Dennoch ist „Weil du mir gehörst “ ein wichtiger und aufrüttelnder Beitrag darüber, was Erwachsene sich – und vor allem ihren Kindern – antun können, wenn sie von ihren Gefühlen aus der Bahn geworfen werden. Das Phänomen einer Eltern-Kind-Entfremdung („Parental Alienation Syndrom“, PAS) nach einer Scheidung wird niemand, der diesen Film gesehen hat, mehr unterschätzen.

Mann-Tau:

Anni, enorm verletzt, möchte schließlich gar nichts mehr mit dem Vater zu tun haben, und Tom wird erst von einer Mitarbeiterin des Jugendamtes aufgeklärt, dass sie offenbar unter dem Eltern-Entfremdungs-Syndrom (PAS – Parental Alienation Syndrome) leide. Julia aber setzt vor Gericht das alleinige Sorgerecht durch, weil dort nicht geklärt werden kann, ob sie selbst die Verantwortung für die Vater-Tochter-Entfremdung trägt.

Als sie aber auch noch die Besuche Toms ganz unterbinden möchte, schreitet der Richter ein, den wir in der ersten Szene des Films kennengelernt haben. Er widerspricht einem Aussetzen des Umgangs, setzt wieder beide Eltern als Sorgeberechtigte ein und verpflichtet sie zu einer gemeinsamen Beratung. Auch wenn der Richter reale Vorbilder hat, vor allem wohl den Entwickler des Cochemer Modells Jürgen Rudolph, wirkt er hier wie ein Deus ex machinaaus dem klassischen Drama, der die Handlung zu einem versöhnlichen Ende führt, das nicht mehr zu erwarten war.

(…)

„Weil du mir gehörst“ konterkariert die gängigen, auch politisch gern genutzten Bilder der fürsorgenden und aufopferungsvollen Mutter und des desinteressiert-egoistischen Vaters, indem es diese Bilder aufgreift und dann seine eigene Geschichte dagegen erzählt. Allein dieses Aufbrechen von Geschlechterklischees ist ein großes Verdienst, und ein noch größeres ist es, dass die Schädigung der Tochter durch die Entfremdung vom Vater überzeugend und einprägsam sichtbar wird.

Nachvollziehbar zeigt der Film auch die Hilflosigkeit des Vaters, der wütend ist – der nicht versteht, warum er nicht einfach bei seiner Tochter sein kann – und der einsehen muss, dass jeder offene Konflikt seine und seiner Tochter Situation nur noch schlimmer macht. Das wird hier so präsent, dass ich beim Anschauen in der Mediathek die Handlung öfter einmal anhalten musste, weil sie mich zu sehr an meine eigene Geschichte mit unserem Sohn und seiner Mutter erinnerte.

Und noch ein paar Twitterstimmen:

23 Gedanken zu “Film: „Weil du mir gehörst“

  1. „Filmförderung hat #genderbias mit der Folge: bestimmte Geschichten werden erzählt und andere nicht.“

    Aha. Täglich eine Million Artikel in den größten Zeitungen über weibliche Careabeit, bashing von vermeintlich nicht zahlenden Vätern, Glorifizierung von Alleinerziehenden Müttern und dann noch Twitterhetzerinnen, die ungehindert ihr Hasshandwerk ausüben können, wie Christine Finke „Mama_arbeitet“, die bei einem der größten Verlage veröffentlicht, reichen noch nicht?

    Feminismus ist eben auch gut für Männer. Aber wenn es ein einziges Mal um Männer geht, Feministinnen:

    • Das habe ich mir auch gedacht. Wie oft liest man den Satz. Die Männer ertragen es nicht das es einmal nicht um sie geht ?

      Genaugenommen geht es hier ja nichtmal um Männer, sondern um Kinder.

      • Genaugenommen geht es hier ja nichtmal um Männer, sondern um Kinder.

        Ja das stimmt. Die haben jetzt einfach Angst, dass sich nicht mehr alles nur noch um den weiblichen Bauchnabel dreht, sondern vielleicht auch anderen Perspektiven Beachtung geschenkt wird.

        • Das Widerliche daran ist ja, dass sie aber das Kindeswohl bei jeder sich bietenden Gelegenheit als Feigenblatt missbrauchen, um damit ihren schieren Egoismus, ihren unfassbaren Narzissmus zu verdecken. Im Zweifel gilt eben die Faustregel: was für die Mutter gut ist, ist auch für das Kind gut.

          Da es aber für Menschen, die nicht derart tief und wohl auch unlöslich fest verkeilt mit dem Kopf im eigenen Arsch stecken, schwer vermittelbar ist, warum mütterliche Sorge in jedem Fall etwas Gutes sein soll, väterliche aber immer erst mit einem Güteprüfsiegel versehen werden muss, welches in der Regel zuvorderst von der Mutter zu vergeben ist und ihr dabei auch jederzeit alle Vetorechte einzuräumen sind, ist es ja auch so wichtig, dass immerzu, wie auch im Interview zwischen taz und Frau Möller immer wieder getan, eine intuitive Assoziation aufrecht erhalten werden muss, indem man es einfach so oft wie möglich so erwähnt: Väter stellen eine potentielle Gefahr für Kinder und Mütter dar und wenn man ihnen einfach mal eben so die gleichen Rechte wie Müttern einräumt… hei, was da so alles passieren kann.

          Man kann ja mal im eigenen Umfeld als „kleines Sozialexperiment“ ein Bisschen schauen, wie sehr bei der Erwähnung des Themas Kindesmisshandlung sofort als erstes an schlagende Väter gedacht wird. Dass die Realität anders aussieht, dass kriminalstatistisch die – bei schweren Fällen sogar deutliche – Mehrheit solcher Taten von Müttern verübt werden, weiß kaum jemand. Das ist schlichte Propaganda und diese Propaganda funktioniert, weil Leute vom Schlage dieser Frau Möller mühelosen Zugang zu Institutionen und Medien haben, um sie zu verbreiten. Und gleichzeitig stellen sie sich als schutzlose „Damsel in Distress“ hin, die von allen Seiten von der überwältigenden Macht der ganzen Maskulisten und Väterrechtler bedroht werden, wie ja auch im Interview wieder wunderbar beispielhaft zelebriert. Das ist so skurril, man kann eigentlich nicht wirklich nachvollziehen, wie jemand ein Mindset entwickeln und aufrecht erhalten kann, das sich so offenkundig und unzweifelhaft 24/7 mit jeder Form von erfahrbarer Lebenswirklichkeit bricht.

  2. „Die Botschaft ist aber sehr verflacht, die Vielschichtigkeit so eines Konflikts kommt gar nicht heraus. So entsteht eine Welle an Vorurteilen gegen Mütter.“

    Ach, JETZT ist eine angeblich flache, einseitige, Vorurteile und Klischees fördernde Darstellung auf einmal ein Problem?

    Was sie sagt lässt sich 1:1 anwenden auf
    * GPG
    * Frauenanteil in Führungspositionen
    * Beziehungsgewalt
    * Die angeblichen Auswirkungen von „Strukturen“
    *
    mit dem Unterschied, dass die genderfeministische Deutung bei alle diesen Punkten TATSÄCHLICH einseitig und klischeehaft ist. Der Film, dem sie eben dieses vorwirft, zeigt jedoch ein angemessenes Bild der wirklichen Zustände. Sieht mir nach Projektion aus.

    Was für eine Heuchlerin.

  3. „PAS ist stark umstritten. Die relevanten Wissenschaftsverbände lehnen es international als unwissenschaftlich ab.“

    Was eben feministisch als „relevant“ gewertet wird.
    PAS wird besonders im deutschsprachigen Raum vehement bestritten, was logisch ist, müssten doch die gesamten Verfahrenspraktiken geändert werden, würde man das Syndrom anerkennen.
    Und mehrheitlich hätten die Folgen negative Auswirkungen auf die Mütter.

    „Es gibt eine starke, international vernetzte Väterrechtsbewegung.“

    Donnerschock!
    Und wieso hat das mir keiner gesagt? Ich muss da mal beim Vorstand des VAfK nachfragen, ob die da vernetzt sind, oder von so einer Vernetzung wissen und wenn ja, warum sie nicht vernetzt sind.

    Und die Frankfurter Rundschau weiß „Berechtigt wäre jedoch allenfalls der Einwand, dass die Menge der Männer, die sich keinen Deut für ihre Kinder interessieren und regelmäßig die Unterhaltszahlungen schuldig bleiben, deutlich größer sein dürfte als die Zahl der entsorgten Väter“ woher?
    Oder sind das nicht eher die reflexhaft ausgestoßenen Platitüden von Feminilistinnen und ihrer lila Pudel?
    Bis heute bleiben die Apologeten väterlichen Desinteresses Belege schuldig. Was aber beim Feminismus nichts Neues ist. Wann hat sich schon je eine feministische These als wahr erwiesen?

  4. Wenn sich in meinem Bekanntenkreis jemand getrennt hat und Kinder im Spiel waren, lief es IMMER so ab. Auch in dem einen Fall, wo der Vater das Sorgerecht bekommen hat, hat der sich keinen Deut besser verhalten.
    Ich habe mir den Film nicht angesehen, da ich vorher wusste, dass ich mich viel zu sehr aufregen würde. Habe mir stattdessen lieber „Machete“ angesehen, da ging es wahrscheinlich friedlicher zu.

    • „Auch in dem einen Fall, wo der Vater das Sorgerecht bekommen hat, hat der sich keinen Deut besser verhalten.“

      Ist auch meine Erfahrung aus der Praxis. Es ist letztlich keine Frage des Geschlechts, sondern eine der Macht. Gibst Du sie einem, so missbraucht er sie, wenn er nicht ein großes Quantum Selbstdisziplin hat, oder wenn diese Macht staatlich kontrolliert wird. Nicht zuletzt deshalb haben wir in unserem Ortsverein auch Mütter in ähnlichen Situationen gleich betreut. Das Motto des VAfK lautet: „Allen Kindern beide Eltern“ und nicht „Väter zuerst!“.
      Ein Mütterproblem ist es nur deshalb, weil Frauen 6x häufiger die Kinder zugesprochen bekommen, als Männer und bei den zuständigen Professionen einen riesigen Glaubwürdigkeitsbonus haben. Ein paar Tränchen an der richtigen Stelle – und schon sieht der Ex die Kleinen nie wieder.

      • Nein, Macht ist ein Teil dieser Entfremdun.
        Es gibt viele Bereiche wo es „vernünftig“ läuft und Eltern sich irgendwie einigen.

        Es gibt in meinen Augen drei Gründe für PAS:
        1. Rache, wobei hier auch mitspielt, er hat mir wehgetan (mich betrogen, nicht mit zu meiner Mama gefahren, nicht die Hose angezogen die ich wollte), so wird er auch meinem Kind wehtun. Das zu einer Trennung ZWEI gehören versteht diese Person nicht, dass der andere evtl. auch ne Rechnung offen hat ebenso nicht.
        2. Sehr oft ist, auch Mama hat den Papa nicht gebraucht, also brauche ich den auch nicht. Also aus der PAS Beziehung, die nie aufgearbeitet, nicht erkannt wurde, geht es in die nächste PAS. Wobei ich denke, dass dies auch einer der Gründe sein kann für Männer die nicht Vater sein wollen, weil sie selber in einer PAS aufgewachsen sind.
        3. Man wird von seinem Umfeld in eine PAS getrieben und es entwickelt sich eine Dynamik. Gib ihm blos nicht das Sorgerecht, so kann er Dich nicht am Umziehen hindern. Der andere Antwortet darauf, und so geht der Konflik immer weiter und die Person die das Kind hat treibt den anderen ganz raus, weil sie irgendwann Ruhe haben will. Ggf. auch die Kinder schützen, die immer im Konflikt sind. Das dieser Konflikt aber durch Kompromisse gelöst werden könnte sieht keiner.

        Somit denke ich, das Mütter wegen Punkt 2 häufiger entziehen würden. Ob das Sinn macht über solche Kinkerlitzken zu diskutieren sei dahingestellt. Doch denke ich, das PAS eben auch eine spätere Eigendynamik entwickelt. Übrigens in BEIDE Richtungen, ich kenne auch Fälle, da kommt das PAS Kind an und will sich beraten lassen wie es mit dem Papa am Besten verhandeln kann etc. pp. Gerade um die eigenen Erfahrungen nicht an das Kind weiterzugeben…

        Meine bescheidene Meinung und Beobachtung am Rande. Sollte mal genauer untersucht werden. Vor allem warum Eltern den Kontakt verlieren.

        FAZ dreht in diesem Bereich immer mehr ab, die taz erwartbar. Am besten zusammengefasst hat es der letzte Tweet, dreht sich nicht einmal alle um Frauenz drehen Feministinnen komplett am Rad…

    • Zumindest musste niemand lange leiden… 😉

      So manch entsorgtem Elternteil käme es wohl vergleichsweise gnädig vor, den Bauch aufgeschnitten zu bekommen, um ein Darmende in einen Helikopterrotor zu werfen und an besagtem Darm dann in besagten Rotor reingezogen zu werden.

  5. Die Frau Möller im taz-Interview ist sich der Güte der eigenen Position auch so sicher, dass sie wirklich vor keiner Selbstoffenbarung zurückschreckt:

    „Demnach sollen Kinder im Streitfall immer hälftig bei beiden Eltern wohnen, egal unter welchen Bedingungen. Will eine Mutter das nicht, hätte sie zu beweisen, warum das für das Kind nicht gut wäre.“

    Heißt also nichts anderes, als dass der Status Quo – denn das hier beschriebene stellt ja nur die „Forderungen“ der ominösen und ganz sicher ganz doll bösen „Väterverbände“ dar – so aussieht, dass eine Mutter, entgegen ihrer sonstigen Opfer-sind-Frauen-sind-Opfer-Lamenti im Interview, die Möglichkeit hat, eine väterliche Teilhabe zu unterbinden und sich dabei der Unterstützung zahlreicher Institutionen sicher sein kann, ohne auch nur einen Beweis dafür erbringen zu müssen, dass der Vater für das Kind, wie auch immer, schädlich wäre.

    Und das alles natürlich immer gleich in Verbindung mit deutlichen Assoziationen und Implikationen von Gewalt und Missbrauch. Derselbe Scheiß, den Semi und andere feministisch hirnsediert auch immer ablassen, wenn es um bedingungslose väterliche Rechte geht. Eine Mutter ist automatisch gut, ein Vater muss dies erst beweisen und wenn die Mutter sagt, dem wäre nicht so, wird ihm dafür noch nicht mal eine Gelegenheit mehr eingeräumt. Es wird einfach belegfrei irgendein Scheiß erzählt wie dieser: „Selbst bei Gewalt verlangen manche Verfahrensbeteiligte, dass die Mutter in der Wohnung Bilder vom Vater aufstellt. Teils müssen Mütter Strafe zahlen, weil ihr Kind den wegen Missbrauch verurteilten Vater nicht sehen will.“

    Und im Zuge all dieser väter- und männerfeindlichen Polemik lässt die Schnepfe dann noch Dinger los wie: „Es kommt auch vor, dass eine Mutter die Trennung nicht verarbeitet hat und das Kind instrumentalisiert. Aber: Wie gewichtet man das in der Öffentlichkeit beim Thema Trennung? Installiert man da jetzt pauschal ein Feindbild?“

    Wir halten also fest: an sich ist die populistische Installation von Feindbildern ganz OK, aber nur wenn WIR das machen und wenn es die RICHTIGEN trifft.

    Man möchte bei all dieser filterblasenproduzierten Weltfremdheit, die sich durch das gesamte Interview zieht, bei all dieser bornierten Merkbefreitheit, all dieser ekelerregenden Doppelmoral solcher widerlichen Geist- und Charakterprekären am liebsten mit dem Kopf voran gegen eine Wand rennen, aber sieht man bei Leuten wie dieser Frau Möller ja als abschreckendes Beispiel, was offenkundig dabei rauskommt, wenn man das zu oft und zu heftig tut…

  6. „Demnach sollen Kinder im Streitfall immer hälftig bei beiden Eltern wohnen, egal unter welchen Bedingungen. Will eine Mutter das nicht, hätte sie zu beweisen, warum das für das Kind nicht gut wäre.“

    Was Stuss ist – und auch niemand je gefordert hat.
    Die jeweiligen Bedingungen sollten schon ein Kriterium sein. Aber wenn sie gut sind, dann gibt es eben auch keinen Grund dafür, den Vater zum Besuchsonkel zu machen. Bis vor Kurzem wurde er es ja auch dann, wenn er im selben Treppenaufgang des Miethauses wohnte. Mag sein, dass das sogar immer noch so gehändelt wird, ich bin da nur nicht auf dem aktuellen Stand, deshalb meine zeitliche Einschränkung auf die Vergangenheit.

    „Selbst bei Gewalt verlangen manche Verfahrensbeteiligte, dass die Mutter in der Wohnung Bilder vom Vater aufstellt. Teils müssen Mütter Strafe zahlen, weil ihr Kind den wegen Missbrauch verurteilten Vater nicht sehen will.“

    Ebenfalls beides die feuchten Phantasien einer Feministin. Es ist schon merkwürdig, dass ganz „normale“ Väter um den Kontakt zum gemeinsamen Kind kämpfen müssen – und dann sollen sie solche Extravaganzien durchgedrückt kriegen?

    Es gab in der Vergangenheit Gerichtsurteile, wo der Mutter aufgetragen wurde, jedes (halbe?) Jahr ein aktuelles Photo des Kindes dem entsorgten und mit Kontaktverbot belegten Vater zu schicken, damit er am Aufwachsen des Nachwuchses angemessen emotional beteiligt würde. Aber das sind Auswüchse einer sozial retardierten Familienjustiz.

    • Jein, denn wenn man ihre Aussage mal konkret analysiert, stellt sie dort als Schreckgespenst das in den Raum, was in so ziemlich allen anderen rechtlichen Angelegenheiten als Basis jeglicher Rechtsstaatlichkeit gilt: derjenige, der durchsetzen will, dass einem anderen Rechte genommen / vorenthalten werden, muss dieses Anliegen mit objektiv nachvollziehbaren Gründen belegen und diese auch beweisen. Was die Dame mit diesem Satz verteidigt, ist ihr narzisstischer Wunsch auf Erhalt des Status Quo – ihres Privilegs, wenn man mal feministische Floskeln so verwenden will, dass sie, im Gegensatz zu feministischer Verwendung, sogar auch mal Sinn ergeben. Wenn eine Mutter nicht will, dass der Vater zu gleichen Teilen oder überhaupt an der Erziehung beteiligt ist, so soll ihr dieser Wunsch gefälligst auch umgehend gewährt werden, ohne von ihr die Beschwerlichkeiten abverlangen zu dürfen, diesen Wunsch auch mit irgendetwas zu belegen. Mütter würden schließlich niemals nicht lügen und niemals etwas wollen, was nicht umfänglich dem Kindeswohl dient und Väter sind bekanntlich sowieso ständig damit beschäftigt ihre Kinder wechselweise zusammenzuschlagen oder zu missbrauchen, manchmal wohl sogar beides gleichzeitig oder so ähnlich…

      „Es gab in der Vergangenheit Gerichtsurteile, wo der Mutter aufgetragen wurde, jedes (halbe?) Jahr ein aktuelles Photo des Kindes dem entsorgten und mit Kontaktverbot belegten Vater zu schicken, damit er am Aufwachsen des Nachwuchses angemessen emotional beteiligt würde. Aber das sind Auswüchse einer sozial retardierten Familienjustiz.“
      Tja, und folgt man andererseits der argumentativen „Logik“ der Schnepfe aus dem taz-Interview, ist wohl selbst dies schon nur ein weiterer Akt reiner Mütterfolter durch unseren frauenhassenden, patriarchalen Unrechtsstaat. Und da bekanntlich alle entsorgten Väter dieses Schicksal auch verdient haben (siehe deren Charakterisierung im obigen Absatz), stellt dies auch noch zusätzlich Missbrauch der Kinder dar, denn ganz bestimmt werden diese Fotos dann wiederum nur vom Vater dafür benutzt, um darauf zu onanieren. Und wem bei diesem Satz jetzt gerade umgehend flau im Magen wurde: willkommen im Kopf von Gestalten wie der Frau Möller. Und keine Sorge, ihr werdet hier noch viel mehr und viel widerlicheren vorurteilsgetriebenen Hass finden. Es wird hier wirklich nie langweilig. Man sollte sich nur mit dem Verlust jeglichen gesunden Menschenverstandes anfreunden.

  7. „taz: Frau Möller, am Mittwoch zeigt die ARD das Drama „Weil du mir gehörst“. Warum kommen Mütter darin aus Ihrer Sicht schlecht weg?
    Sybille Möller: Ich denke, weil …, und weil der Film gleichzeitig in misogynen Gruppen exzessiv geteilt wird.“

    Daß der Film in misogynen Gruppen exzessiv geteilt wird (sofern das tatsächlich der Fall ist), könnte allenfalls eine Wirkung der Darstellung von Müttern in diesem Film sein, aber nicht eine Ursache oder ein in dem Film liegender Umstand, der der dortigen Darstellung von Müttern zugrundeliegt. Offenbar hat diese Frau Möller große Probleme mit logischen Kategorien. Ist ja auch was Patriarchalisches, diese Logik, die so hinderlich ist beim frei flottierenden gesinnungsgerechten Faseln.

  8. Mein Kommentar-Favorit zum Film, der nicht nur spezifisch, sondern ganz allgemein die absolut goldrichtige Frage stellt, ist von Lukas Schoppe, der hier:

    Nur ganz kurz klingt in dem Film daher auch eine Frage an, die früher einmal für politische Analysen mit einem halbwegs linken, aufgeklärten Anspruch selbstverständlich war: Nämlich die Frage nach der ökonomischen Basis der vorgeführten furchtbaren Situation. In einer Szene erzählt ein Vater, dass der Versuch, den Kontakt zu seinem Kind zu behalten, etwa 80.000 Euro an Anwalts- und Gerichtskosten verursacht hat. In einer anderen Szene bittet der Anwalt Julias um einer schnellere Zahlung.

    Tatsächlich sind die Eltern-Kind-Konflikte, die hier vorgeführt werden, Grundlage für ein Millionen-, vermutlich auch Milliardengeschäft ….

    https://man-tau.com/2020/02/12/pas-weil-du-mir-gehoerst/

    Es kann ja nicht wirklich die Überzeugungskraft der geradezu idiotischen Mütter-sind-die-Einzigen-Ideologie sein, die alles im Leim zusammenhält, oder?!

    • Wie sagte mal jemand: In Familienkonflikte Anwälte einzubinden bzw. solches sogar vorzuschreiben, dass ist so, als würde man Waffen an Krisengebiete liefern.

      Übrigens hat diesen Anwaltszwang eine ehemalige SPD-Ministerin der Justiz so ins Familienrecht hineinbetoniert. Wohl müßig zu erwähnen, dass diese Brigitte Zypries, um die es hier geht, eine „Ohnegliederin“ im feministischen deutschen Juristinnenbund ist.

      Und zahlen darf diesen ganzen Mist am Ende zumeist der entsorgte Vater!
      Das Alles ist Deutschland …

  9. Der Film nimmt mich richtig mit. Bin fix und alle. Mal sehen, ob ich dieses Wochenende noch mal lachen kann. Bin selbst betroffen.

    Die ungeheure Gewalt, die sich hinter den drei Buchstaben PAS befindet, macht mich fertig.

  10. Pingback: Weil Du mir gehörst – NICHT" – apokolokynthose

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