Miss Germany 2020: Leonie von Hase

Es war hier bereits Thema, dass die Miss Germany Wahl geändert worden ist, es jetzt nur noch weibliche Juroren gab und es zudem mehr auf die Persönlichkeit ankommen sollte.

Gewählt worden ist nunmehr Leonie von Hase aus Schleswig-Holstein

(Links mit der Krone)

Hier noch mal ein Bild von Instagram

Hier die Zweitplazierte Lara Rúnarsson:

 

und die Drittplazierte  Michelle-Anastasia Masalis:

 

Die Zeit nach Merkel: Der nächste Bundeskanzler wird wahrscheinlich ein Mann und was hat Merkel eigentlich den CDU-Frauen gebracht?

Nachdem AKK ihren Rücktritt angekündigt hat sind in der CDU nur noch männliche Kanzlerkandidaten im Gespräch.

Die FrauenUnion mahnt an, dass man keinen Rückschritt vornehmen soll:

Derzeit sind Kanzleramt, Parteivorsitz und die EU-Kommission in der Hand von CDU-Frauen“, sagte Widmann-Mauz. „Schlagzeilen wie ‚Genug von der Damenriege‘ zeigen allerdings, dass das auch 2020 noch keine Selbstverständlichkeit ist.“ Die Strukturen in Partei und Gesellschaft müssten weiter verändert werden. „Wir sind noch längst nicht da, wo wir hinmüssen.“

(…)

An den künftigen Kanzlerkandidaten der Union richtete Widmann-Mauz Forderungen: „Natürlich kann es auch männliche Kanzlerkandidaten geben, aber Inhalte und Stil sind entscheidend“, sagte sie. Der Kandidat müsse sich darüber im Klaren sein, dass die CDU bislang überdurchschnittlich von Frauen gewählt worden sei. Die CDU müsse also für Frauen attraktiv bleiben.

Tatsächlich verknüpft sie da etwas als selbstverständlich, was keineswegs selbstverständlich ist: Nämlich Frauenanteil in der Partei und Attraktivität der Partei für weibliche Wähler.
Beides muss nicht in einem Zusammenhang stehen.

Auch jüngere Frauen aus der CDU melden sich zu Wort:

„Wir haben einen Plan. Und bis zum Sommer hoffentlich auch eine Kanzlerkandidatin, die das wieder verkörpert (oder der).“ Was Jenna Behrends, Bezirksverordnete für die CDU in Berlin-Mitte, kurz nach der Rücktrittankündigung von Annegret Kramp-Karrenbauer twitterte, war optimistisch. Denn faktisch sind ausschließlich Männer als Nachfolger im Gespräch.

Behrends bedauert selbst, keine Frau aus der CDU für das Amt des Parteivorsitzes vorschlagen zu können. „Ich wünschte, es wäre anders, aber ich kann keinen Namen guten Gewissens in den Raum werfen“, sagt die 29-Jährige. Es brauche für den Posten viel Rückhalt in der Partei. Auf diesem Level gebe es in der CDU aktuell keine Frauen.

Woran das liegt? Für Jenna Behrends ist das ziemlich klar. Die Versäumnisse sieht sie in der Vergangenheit. Und sie selbst hat bereits öffentlichkeitswirksam auf diese Versäumnisse hingewiesen. 2016 veröffentlichte sie einen offenen Brief an ihre Partei, in dem sie Sexismus und sexistische Strukturen in der CDU kritisierte. Ein „Scheinargument“ habe sie seitdem immer wieder gehört: Die Partei hätte doch zwei Frauen an der Spitze. „Aber zwei Frauen an der Spitze reichen nicht, wenn dahinter nur Männer stehen“, sagt Behrends heute.

Auch Sophia Nückel fällt keine CDU-Politikerin ein, die jetzt infrage käme für den Parteivorsitz und damit für eine mögliche Kanzlerinnenkandidatur. „Die CDU hat definitiv ein Nachwuchsproblem“, meint die 22-Jährige. Sie selbst ist schon mit 16 der Jungen Union beigetreten und seit einem Jahr Mitglied in der CDU. Aus dem Impuls, sich engagieren zu wollen, etwas zu bewegen. „Im Sauerland macht man das dann in der Jungen Union“, sagt sie.

(…)

„Frauen werden in der Politik noch immer anders betrachtet als Männer“, sagt Nückel. So werde Frauen Führungsschwäche zugeschrieben, während bei Männern Führungsqualitäten gar nicht hinterfragt würden. Auch Merve Gül sieht immer wieder, wie über Führungsqualitäten von Frauen gestritten werde. „Dann frage ich mich: Habt ihr euch mal Andreas Scheuer angeschaut?“

Eine weitere Erklärung für das personelle Loch in der Partei von Frauen zwischen Mitte 20 und Mitte 40 sieht Jenna Behrends in der gesellschaftlichen Aufteilung von Care-Arbeit und der gleichzeitigen Unvereinbarkeit von Politik und Familie. Behrends selbst ist Mutter von zwei Kindern. „Da muss ich dann entscheiden, ob ich am Wochenende mit meinem Kind in den Zoo gehe oder zu einer Parteiveranstaltung“, sagt sie.

Ein politischer Abendtermin bedeutet dann, die Wäsche liegen zu lassen oder einen Babysitter bezahlen zu müssen. Vor allem für Alleinerziehende ist das ein Problem. „Und dann kommt noch dazu, dass man weniger präsent ist – so wird man bei der Vergabe von Posten auch mal vergessen.“

„Frauen sollen gefälligst genauso Karriere in einer Partei machen können, auch wenn sie statt zur Parteiveranstaltung lieber mit den Kindern in den Zoo gehen“ finde ich jetzt nicht so eine realitätsnahe These. Und auf einzelne Männer schauen bringt auch wenig, wenn man darüber die Frauen vergisst, wie etwa von der Leyen, die genug Skandale gegen sich hatte etc.

Aber was mich mal interessieren würde:

Was hat aus deren Sicht jetzt eigentlich Merkel als Frau an der Spitze für Frauen gebracht?
In den USA haben sie ja den Vorteil, dass noch nie eine Frau Präsident war und man daher immer noch alle Fantasien und das Ende des Patriarchats dort hineindeuten kann.

In Deutschland ist man da schon etwas weiter, aber dennoch sind Frauen anscheinend nicht in Scharen bei der CDU eingetreten.