Feministische Fantasien von Männern, die ohne sie hilflos sind

Ein Theaterstück übt „Rache für 5000 Jahre Patriarchat“:

Am Ende kriegen sie, was sie verdienen. Der Finanzanalyst, der nach Puffbesuchen regelmäßig seine Frau verprügelt hat. Der Polizist, der bei Notrufen wegen häuslicher Gewalt wegschaut und seine eigene Schwiegertochter vergewaltigt. Der Sohn des Polizisten, der seinen Vergewaltiger-Vater in Schutz nimmt. Der selbstmitleidige Sexshop-Betreiber, der gerne seine Kassiererinnen befummelt. Der Arzt, der für In-vitro-Fertilisationen großzügig den eigenen Samen verwendet hat. Sie alle sind zu kümmerlichen Männchen geschrumpft, nachdem ihre Frauen, Töchter, Mütter sie verlassen haben.

Weil wir im Theater sind, wird das Problem nicht von Familientherapeuten, Staatsanwälten oder einem Scheidungsrichter gelöst, sondern mit einem knalligen Showdown und jeder Menge Kunstblut. Die Problemmänner machen den Fehler, noch einmal leicht wimmernd Kontakt zu ihren Frauen zu suchen, die inzwischen in einer feministischen Landkommune zusammenleben. Das bekommt den erschöpften Herren der Schöpfung nicht gut, sie werden in einem Akt der Befreiung fachgerecht massakriert – sozusagen Rache für 5000 Jahre Patriarchat.

Die idyllische Landkommune und der empowernde Mord an den schwachen Männern, die auch noch an allem Schuld sind, weil sie eben selbst Schweine sind.

Selbst die besseren Jobs der Männer sind da die Bösen, die man lieber nicht übernimmt, sondern ganz matriarchisch in eine landwirtschaftliche Selbstversorgung eintritt.

Aber umbringen muss man die Männer natürlich trotzdem. Gute Männer gibt es nicht. Frauen bleiben unter sich und leben das gute Leben, im Einklang mit der Natur.

 

 

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57 Gedanken zu “Feministische Fantasien von Männern, die ohne sie hilflos sind

  1. Haha, der Traum der friedlichen Landkommune.
    Meiner Meinung nach können Radikalfeministinnen gerne sowas aufmachen. Ich helfe auch, ne Mauer drumherum zu bauen 🙂
    Dann können wir Wetten abschließen, wann die ersten auf Knien angekrochen kommen, um wieder in unsere Welt aufgenommen zu werden. Die Welt mit Maschinen, Antibiotika, Supermärkten, Straßen, Strom, fließend Wasser und und und…

    • Die friedliche Landkommune ist scheißanstrengende Arbeit.
      Da muss ich leider immer wieder reingrätschen.
      Selbstversorgung hat nichts mit Romantik zu tun. Hier hilft nur Arbeitsteilung, gegenseitige Wertschätzung, Fleiß und Bescheidenheit.
      Ein Hoch auf die Männer, die Säge, Hacke, Fräse führen können, auch wenn die schon Benzinmotor haben. Ich schäl‘ dann lieber die Kartoffeln, echt mal.
      Zeit, zum fett werden, bleibt da nicht.
      Man ist sogar abends oft zum Vögeln zu müde, hahaha.
      Aber man schläft gut und hat nicht soviel schwurbelige Gedanken im Kopf.

      • Ja, der „gute alte“ utopische Sozialismus, der Traum von der Aufhebung der Entfremdung und dem Leben im Einklang mit der Natur – die Realität sieht dann doch ganz anders aus.
        Mussten auch die Hippies Mitte der siebziger in Deutschland feststellen, die in Landkommunen den ökologischen Anbau von Lebensmitteln probierten.

        Interessant ist im vorliegenden Fall eigentlich nur, dass Frauen (TM) unumwunden nicht als Metapher für diese Utopie stehen, sondern sie selbstverständlich schon sind.
        In der SZ wird in einer Zwischenüberschrift immerhin bezweifelt: „Völlig unverständlich, dass diese tollen Frauen solche Dumpfbacken geheiratet haben“.
        Das spräche nämlich für ein ausgesprochen schlechtes Urteilsvermögen der Powerfrauen (TM), was zwar nicht gesagt, aber immerhin angedeutet wird.

        Der angelsächsische Holzschnitt der Charaktere führt letztlich zu dem Resümee in der SZ: „Wenn ein gut dreistündiger Theaterabend etwa das Gleiche sagt wie ein Vier-Minuten-Popsong der Ärzte, nämlich dass Männer Schweine sind, hat die Inszenierung ein Problem hinsichtlich ihrer Tiefendimension und Konfliktzeichnung.“

        Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass damit über den Zustand der feministischen Theorie, die in diesem Theaterstück zu Grunde liegt, alles gesagt ist.

        • Zwischenüberschrift immerhin bezweifelt: „Völlig unverständlich, dass diese tollen Frauen solche Dumpfbacken geheiratet haben“.
          Das spräche nämlich für ein ausgesprochen schlechtes Urteilsvermögen der Powerfrauen (TM)

          Ist das nicht die besondere weibliche Empathiefähigkeit?

          • Frauen sind definitiv empathischer. Das heißt aber nicht, dass sie stets Entscheidungen zu ihrem eigenem Wohl treffen. Insbesondere nicht in Bezug auf Partnerwahl. Die Durchschnittsfrau scheint mir in einer Ambivalenz aus Selbstbehauptungswillen und dem Wunsch nach Erniedrigung gefangen zu sein. Alleine schon die Partnerschaftskriterien nach Intelligenz und Körpergröße (Mann immer klüger und größer wenn möglich), zeigen, dass Frauen in der Regel gerne die unterlegenen Partner sind. Und ich bin mir nichtmal mehr sicher, ob ich psychosexuell durch die Östrogene in einer ähnlichen Ambivalenz stehe, oder ob es schon immer so war. Aber es ist definitiv so, dass es sehr viele Frauen betrifft.

          • „Alleine schon die Partnerschaftskriterien nach Intelligenz und Körpergröße (Mann immer klüger und größer wenn möglich), zeigen, dass Frauen in der Regel gerne die unterlegenen Partner sind.“

            So kann man das auch sehen. Ich allerdings vermute eher das archaische Partnersuchprogramm von Frauen nach Männern, die sie – und ihre(!) Kinder – versorgen können. Ein großer kräftiger und intelligenter Mann bietet die größere Gewähr, Frau und Kinder durchs Leben zu bringen.

            Deine persönliche Kindheitserfahrung mag eine andere sein, aber in meinem sehr großen Verwandtenkreis würde JEDE der Frauen in höhnisches Gelächter ausbrechen, würdest Du sie als „unterlegenen Partner“ bezeichnen.
            Auf einer der regelmäßig großen Familienfeste hatte man ein Onkel von mir – mit einem Augenzwinkern – geprahlt, dass der Mann das Haupt der Familie sei.
            Meine Mutter konterte ihn mit der Antwort „… und die Frau ist der Hals, der es dreht“ süffisant aus.
            Männer dürfen seit jeher Königreiche regieren und Konzerne lenken, aber zuhause ist die Frau der Boss.

          • Die Frau trifft in Wirklichkeit alle wichtigen Entscheidungen in Bezug auf Beziehung wenn es Differenzen gibt, deshalb finde ich es, wie du anmerkst, umso absurder, dass die meisten Frauen sich doch das Gefühl wünschen, dominiert zu werden. Habe grade eine interessante Fallstudie hier wo ich quasi Alles mitkriege 😀

          • @ Nani:
            Wenn Du Frauen ( in Beziehungsdingen ) grundsätzlich absurd findest, wie Du gerade unmißverständlich geschrieben hast, wieso hast Du Dich dann zu einer umbauen lassen?
            Um ( Zitat wortgenau ) „interessante Beobachtungen“ zu machen.
            Curiosity kills the cat ….

          • „… deshalb finde ich es, wie du anmerkst, umso absurder, dass die meisten Frauen sich doch das Gefühl wünschen, dominiert zu werden.“

            Ich bin keine Frau, werde mich also hüten, über deren Seelenleben zu spekulieren.
            Daher eher meine Gegenfrage: wünschen sich Frauen das Gefühl, dominiert zu werden, oder wünschen sie sich eher das Gefühl von Sicherheit, das ihnen ein dominanter Mann an ihrer Seite gibt?

            Bei Interviews in den 60ern und 70ern zu welt- oder bundespolitischen Themen reagierten Frauen auf der Straße oft mit der ausweichenden – aber wohl auch ehrlichen – Antwort: „Da kann ich nichts zu sagen, dafür ist mein Mann zuständig“.
            Es hat eben auch was Tröstliches, wenn da ein anderer ist, der für einen entscheidet. Und Frauen können im Gegensatz zu Männern diese Verantwortung grundsätzlich delegieren.

  2. Auf den ersten Blick könnte man einmal mehr unter Verweis auf den Zeitgeist die Berliner Kulturarbeit und die Claqueure der Leitmedien achselzuckend als feministische Verirrung hinnehmen.

    Doch das von Christian angesprochene Theaterstück des Berliner Ensembles hat die Grenze des Erträglichen für mich weit überschritten. Kein Störgefühl dabei zu empfinden, wenn Männer ohne rechtsstaatliches Verfahren in weiblicher Selbstjustiz abgeschlachtet und die Leichen dann auch noch genüsslich geschändet werden, hat nix mehr mit Kunstfreiheit zu tun, sondern mit Hass und Sadismus.

    Da kann man sich nur noch angewidert abwenden!

    • Und es reicht noch nicht mal aus:

      „Damit, dass er Frauen bis zum finalen Rache-Amoklauf durchgängig als männerfixierte Opfer sieht, dürfte sich Stone nicht ganz auf dem Stand der aktuellen Genderdebatten befinden.“

      Typisch Süddeutsche Zeitung; Prantl-Prawda.

      Der Autor des ganzen ist natürlich ein Mann.

      • Ich würde es gern als Satire sehen können aber diese entmenschlichte Darstellung von Männern, die Freude über deren Ermordung, schnürt mir den Hals zu.

        Das ist eine neue Dimension. Man versteckt den eigenen Hass nicht mehr, man trägt ihn zur Schau – macht den eigenen Sadismus zum Amüsement – und die Verantwortlichen (Kulturdezernent Berlin, Intendant des Berliner Ensembles etc.) tragen es mit.

  3. Wenn für so einen feministischen Stuss Kunst bis auf’s Blut gequält werden muss und kein Monatsblut Anwendung findent, dann ist das nicht mehr mein Scum.

    • „My roommate had been promoting that particular series to me and the other students in the house for weeks because it would show us, according to her, what a society run by women – free from the evils of patriarchy – would be like.

      And it did. Oh it did.

      Here is what happened: initially both groups were dropped on their respective islands, given some supplies to get started and left to fend for themselves. In both groups there was some initial squabbling as people tried to figure out a local hierarchy. The men pretty much did whatever they felt was necessary – there was no leader giving orders. Men who felt like hunting, foraging or fishing did so. Another guy decided he was fed up with sitting on sand and started making benches. Others built a hut that gradually grew and evolved. Another guy cooked every night. Within days a neat little civilization was thriving, each day being slightly more prosperous than the previous one.“

      Wie kommt die Hierarchie ins Patriarchat?
      Ja wer mag da nur am Rande sitzen und die Tuenden bewerten und somit eine Rangordnung etablieren.
      Welches Element mag auf der Insel abwesen sein, welches die Männer sich von innen heraus nach Bedarf organisieren lässt, und keinen Anführer aufzustellen benötigt?

      😉

      • Das ist eine interessante, wenn auch etwas gewagte These.

        Es gäbe keine (Dominanz-) Hierarchie unter Männern in einer Gesellschaft aus Männern, weil es sich ohne Frauen gar nicht lohnen würde, eine solche Hierarchie zu etablieren.

        Habe ich dich richtig verstanden?

        • Richtig.
          Es gibt bestimmt eine an Notwendigkeiten orientierte Hierarchie während man was macht, aber ansonsten ist die unnötig.
          Hat man dann die Frauen dabei, wird’s nicht lange dauern, bis die erste ihrem Kerl sagt, er wäre doch viel besser für Posten XY geeignet.
          Großartige Streitereien darum wer wessen bester Kumpel sein darf sehe ich bei Männern nicht gegeben. 😉

          • @Ph. DLC

            Nur das eine solche Gesellschaft nicht länger als genau eine Generation existiert. Insofern also ein, sagen wir, »unhistorisches« Beispiel. 🙂

          • @ Djad:
            😉
            Schön gesagt!
            Die Absurdität wird deutlich, wenn man sich mal klar macht, daß funktionierende Interaktionen ab einer gewissen Gruppengröße zwischen den Gruppen, aber auch innerhalb derselben nicht mehr en Detail von jedem Menschen zu jedem Menschen geklärt werden können, eine gewisse Sprecherauswahl logischerweise zur Mindestbedingung wird.
            Und zack, exisiert per se eine Hierarchie, die es möglichst schadensfrei zu beherrschen gilt ( das klingt jezz etwas dobbeldeudich, nä? Isses auch …)

        • Steile These, die man eigentlich nur aufstellen kann, wenn man noch nie in einem Team gearbeitet hat.

          Sobald x Männer an einer komplexen Aufgabe arbeiten, stellt sich schnell raus, wer was besonders gut kann und wer was gar nicht kann. Es bilden sich also sofort im Rahmen dieser Aufgabe viele (unscharfe) Kompetenzhierarchien, so dass – solange Neid und Eifersucht keine Rolle spielen – jeder automatisch für jede Teilaufgabe dem Kompetenteren den Vortritt lässt.

          Der Bericht oben zeigt m.E. ganz gut, dass Männer im allgemeinen ziemlich gut darin sind, auf der Sachebene zu bleiben und diese Kompetenzhierarchien zum Funktionieren zu bringen.

          Ich würde phasendrescher allerdings insofern zustimmen, dass das Spiel wesentlich komplizierter und destruktiver wird in dem Moment, wo die Männer qua erarbeitetem Status um Frauen buhlen.Da lässt man so leicht keinem mehr den Vortritt, sondern will selbst glänzen.

    • „bei ‚Traum von der friedlichen Landkommune‘ musste ich irgendwie hieran denken:“

      Auch wenn es unserem Ego schmeichelt, würde ich das Experiment nicht überbewerten.
      Zwar bin auch ich sicher, dass Männer wesentlich schneller und besser in der Lage sind, sich in einer schwierigen Umgebung selbst zu organisieren, aber sooo dumm und hilflos, wie die Zuckerpüppchen in den Beispielen wären Frauen im RL nun auch nicht.
      Bei den TV-Experimenten WUSSTEN die Herzchen, dass sie nie ernsthaft in Gefahr geraten würden, zu darben, sind also mit dem Ziel losgezogen, auf einer Südseeinsel einen leicht aufregenden Erholungsurlaub zu genießen. Als der Spaßfaktor unter den Spitzenlevel sank, wurde das Experiment ja auch sofort dahingehend abgeändert, dass die Frauen die gewohnte Rundumversorgung erhielten.
      Die Männer dagegen nahmen die AUFGABE ernst und wollten selbst wissen, ob sie in der Lage wären, so eine Ausnahmesituation zu meistern. Sie gingen also mit ganz anderen Intentionen an den Start, als die Frauen.
      In tatsächlich schwierigen Situationen erweisen sich Frauen aber ebenfalls als wesentlich belastbarer und erfindungsreicher, als sie es selbst erwartet hätten.
      Meine Großmutter z.B. war in einem großbürgerlichen Haushalt behütet aufgewachsen und hatte später selbst einen solchen mit Dienstpersonal und allem technischen Schnickschnack, den die 30er Jahre bieten konnten. Dann wurden sie 1943 ausgebombt (Hamburg, „Operation Gomorrha“) und meine Oma mutierte sozusagen über Nacht zu einer Frau, die mit viel Geschick und disziplinierter Arbeit sich und ihre Familie verwaltete.

  4. Das ist genau wie dieser Artikel, der hier schon neulich verlinkt wurde:

    https://amp.n-tv.de/wissen/Frauenherrschaft-Das-ist-Unfug–article3974511.html

    Dekorativ mit Hackebeilchen und Kind im Tragetuch auf meinem Acker rumstehen, kann ich auch. Sieht schön und friedlich aus.
    Ich glaube nur, dass da einige grundlegende Dinge explizit NICHT erwähnt werden.
    Diese Beschreibungen der letzten Matriarchate sind mir irgendwie immer zu eitel Sonnenschein.

  5. Geschichte zero points setzen….

    „Laut dieser soll sich der Penisknochen bei Säugetieren vor mehr als 95 Millionen Jahren gebildet haben, also noch zu Zeiten, als die Dinosaurier die Erde beherrschten. Auch die ersten Primaten, die vor rund 50 Millionen Jahren auftauchten, hatten einen Penisknochen. Sie waren die Vorfahren der heutigen Menschen und Affen.“ n-tv

    Da kann noch viel schrumpfen – Huffington Post „Verglichen mit euren Primatencousins haben Menschen den längsten Penis“

    „… Schimpansenweibchen töten die Nachkommen von Artgenossen, und zwar durchaus mit System.“ xxx.biologie-seite.de

  6. Geschichte zero points setzen….

    „Laut dieser soll sich der Penisknochen bei Säugetieren vor mehr als 95 Millionen Jahren gebildet haben, also noch zu Zeiten, als die Dinosaurier die Erde beherrschten. Auch die ersten Primaten, die vor rund 50 Millionen Jahren auftauchten, hatten einen Penisknochen. Sie waren die Vorfahren der heutigen Menschen und Affen.“ n-tv

    Da kann noch viel schrumpfen – Huffington Post „Verglichen mit euren Primatencousins haben Menschen den längsten Penis“

    „… Schimpansenweibchen töten die Nachkommen von Artgenossen, und zwar durchaus mit System.“ xxx.biologie-seite.de

  7. Was einem bei Frauen ziemlich schnell auffällt ist eine extreme Selbstüberschatzung, die in keinerlei Verhältnis zu ihren historischen und gegenwärtigen Leistungen steht.

  8. Und währenddessen in UK: Feministinnen echauffieren sich, dass auch Männerhass als „Hate Crime“ gelistet werden soll.

    https://www.independent.co.uk/voices/misandry-men-hate-crime-women-sexism-racism-feminism-a8586591.html

    Natürlich immer einhergehend mit dem Gejammer, Frauen hätten es ja viiiiieeeeel schlimmer. Und das immer untermauert mit „alamierenden“ Resultaten feministischer „Studien“, die zum einen verlässlich ausnahmslos durch suggestive Fragestellungen und natürlich durch die gezielte Ausklammerung von Männern als potentieller Vergleichsgruppe einen Popanz veranstalten.

    Diese larmoyante Selbstviktimisierung, die da immerzu abgefeiert wird, finde ich ohnehin überaus befremdlich. Immerzu darf man sich als Mann anhören, man wisse ja gar nicht, wie das Leben als Frau so sei. Wissen diese überprivilegierten Labertanten eigentlich wie es ist, per Gesetz jederzeit bei Bedarf mit Leib und Leben dem Staat zur Verfügung zu stehen, nicht einmal das Grundrecht auf seelische und körperliche Unversehrtheit mehr zugestanden zu bekommen? Können sich diese stumpfsinnigen Puderplunzen ausmalen, wie sie es fänden, tagtäglich in unzähligen Medien vorgebetet zu bekommen, was man, per Geschlechtszugehörigkeit, doch für ein furchtbarer Mensch ist? Und wie empfänden es diese Vertreter des Intelligenzprekariats wohl, wenn man sich in der „Kunst“ an ihnen per biologischer Gruppenzuordnung in einer Art und Weise abarbeitet, die sich von Hasspropagandawerken wie „Jud Süß“ nur darin unterscheidet, dass sie die „Utopien“ der dafür verantwortlichen Ideologen hier auch gleich noch unverblümt im Werk mit untergebracht werden; etwas, was sich so seinerzeit tatsächlich noch nicht einmal die Nazis getraut haben.

    Könnte die feministische Angst vor der Etablierung von Männerhass als „Hate Crime“ damit zu tun haben, dass sie irgendwo tief drin berechtigt befürchten, das könnte bei konsequenter Verfolgung (wir alle wissen, dass es zu so etwas im Leben nie kommen wird, dass man Frauen konsequent für ihr Handeln zur Verantwortung ziehen würde) damit enden, dass irgendwann alle medial und twitternd tätigen, feministisch sozialisierten Menschen ihrem Handwerk nur noch im beengten Umfeld öffentlicher Einrichtungen nachgehen würden, in die reinzukommen man sich einiges leisten und aus denen rauszukommen man sich einiges einfallen lassen muss?

  9. Sorry, Leute. Aber es bringt nichts, sich an den Neurosen und bizarren Phantasien irgendwelcher Radikalfeministinnen abzuarbeiten. Solche Theaterstücke sind weitgehend irrelevant, weil sie sich an ein sehr begrenztes Publikum wenden. Wer den dort dargebotenen Schrott ernst nimmt, der ist selbst derart durchgeknallt, dass jegliche Diskussion aussichtslos ist.

    Hier hilft vor allem eines: Abstand halten, damit man sich selbst nicht zu sehr in diesen Wahn verrennt und damit beginnt, ihn wie weiland Don Quijote zu bekämpfen. Und in Bezug auf Frauen, die solche Männerdiffamierungsphantasien gut finden bzw. jenen, die sie eben nicht gut finden, gilt eine einfache Regel: die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Wenn man(n) sich nur noch mit vernünftigen Frauen abgibt und die Durchgeknallten konsequent meidet, dann dient das der eigenen psychischen Gesundheit.

    • Das Problem ist nicht dass es irgendwelche Spinner gibt die sowas produzieren, sondern dass es mainstream-fähig ist. Offensichtlich fließen dafür Steuergelder und es wird von ÖR-Medien gefeiert.

      • Das ist für mich auch der entscheidende Faktor. Ich glaube, keiner regt sich hier auf, dass es solche Idioten gibt. Das ist gar nicht der Punkt.

        Es gibt ja auch Idioten, die davon überzeugt sind, dass Menschen aufgrund ihrer Rasse und / oder Ethnie weniger Wert und moralisch per se verdorben sind und diese Ansichten bei jeder sich bietenden Gelegenheit unters Volk zu bringen versuchen. Dass es so etwas gibt, das muss man in einer freiheitlichen Massengesellschaft schlicht ertragen und kann es in der Regel getrost ausblenden. Wenn dann aber Steuergelder ausgegeben werden, um „Kunstaktionen“ solcher Leute mit genau solchen Aussagen eine Bühne zu bieten und diese Aussagen dann auch noch von vielen großen Medien wohlwollend kommentiert bis euphorisch als großartige Beiträge zur sozialen Debatte gefeiert werden, dann muss man doch langsam zu dem Punkt gelangen, dass da irgendwas in der gesellschaftlichen Entwicklung ziemlich schief gelaufen sein muss.

        Es ist eben für mich das gleichermaßen Erschütternde wie auch Unverständliche, dass einfach nur durch das Ersetzen der Männer bei so etwas durch irgendeine andere x-beliebige Gruppe jedem sofort ins Auge springen würde, dass dort absolut 1 zu 1 die menschenverachtende, agitatorische und propagandistische Brachialmethodik der Nazis wiederbelebt wird. Sofort wären sich alle einig: wehret den Anfängen und lernt aus der Geschichte. Aber wenn die Gruppe „Männer“ heißt, dann werden die „Lehren der Geschichte“ auf einmal nur noch als Verfahrensanleitung verstanden. Es ist so bigott, so dumm und so blind. Ich kann es einfach nicht begreifen. Alle gern genommenen Erklärungen für den Gender Empathy Gap hin oder her. Aber gerade bei etwas so essenziellem sollte es doch zu erwarten sein, dass da mal gerade Leute in einflussreichen Medien oder politischer Verantwortung hin und wieder ihr Hirn einschalten und sich nicht archaischen Affekten aus den frühesten Stadien menschlicher Evolution hingeben und diese dann noch als „progressive Haltung“ verklären.

    • „Das Problem ist nicht dass es irgendwelche Spinner gibt die sowas produzieren, sondern dass es mainstream-fähig ist. Offensichtlich fließen dafür Steuergelder und es wird von ÖR-Medien gefeiert.“

      Steuergelder werden für gar manchen Unsinn ausgegeben, da muss eine demokratische Gesellschaft mit leben. Und mainstreamfähig ist auch Vegetarismus, ohne dass das relevanten Einfluss auf das Denken der Gesellschaft hätte.
      Der entscheidende – und sehr problematische – Unterschied zu diesen ganzen anderen Strömungen ist, dass der Gender-Feminismus nicht nur massig Steuergelder frisst, sondern dass er über seine Jünger Einzug in die Judikative gefunden hat und humanistische Normen außer Kraft setzt.

      „Es gibt ja auch Idioten, die davon überzeugt sind, dass Menschen aufgrund ihrer Rasse und / oder Ethnie weniger Wert und moralisch per se verdorben sind und diese Ansichten bei jeder sich bietenden Gelegenheit unters Volk zu bringen versuchen.“

      Gefährlich sind die Idioten, die die Robe anziehen und beispielsweise als Familienrichter überzeugt sind, eine feministische Heilslehre unters Volk zu bringen, wenn sie Männern als Väter essenzielle Grundrechte vorenthalten.
      Während man mit den Schrullen der Gendas vom Schlage einer Anne Wiezorek leben kann, zersetzen solche vom Schlage einer Sabine Heinke das Fundament und die Normen der Gesellschaft.

      Wir KÖNNEN diesen geistigen Tiefflug kleiner gesellschaftlicher Kreise also leider nicht ignorieren.

  10. Ich nehme an der Autor ist dieser hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_Stone_(Regisseur)
    bzw. https://en.wikipedia.org/wiki/Simon_Stone

    Stuart Stone (sein Vater) died of a heart attack aged 45; Stone, aged 12, witnessed it, and has spoken about the ways in which that trauma has influenced his work.“

    „he acknowledges that his own art has its roots in finding a language for the trauma of his father’s death. „I certainly couldn’t talk to people about what had happened to me. Especially at a young age, people are very confronted by ‚how on earth do I even talk about that absurdly dark thing that happened to Simon?‘. Of course, in cinema and literature, you find conversation partners. They’re not talking back but they kind of are because they’re telling you you’re not the only person who’s been through that thing.“

    Sollte der junge Mann wirklich einen Knacks haben weil er den Tod seines Vatwers mitansah?

  11. Ich bin gespannt, wann das bzw. so etwas im ör Fernsehen läuft. Da das Berliner Ensemble meines Wissens einen „avantgardistischen Anspruch“ hat, wird das noch ein paar Jahre dauern.

  12. Was mir hier, wie so oft, fehlt, ist ein Vorschlag konkreter Gegenmaßnahmen:
    Strafanzeige wegen Volksverhetzung oder Aufruf zu Straftaten etc. pp. dürfte wohl ausfallen wegen Kunstfreiheit
    Beschwerde beim Ministerium des Landes Berlin? Aber Welches? „Gleichstellung“? Kultur? Beide? Die öffentlichen Subventionen für das Berliner Ensemble lassen sich mit einer oberflächlichen Google-Suche jedenfalls nicht sofort finden.

    • Jedes Theater mit einer räumlichen und personellen Ausstattung wie sie das Berliner Ensemble hat, wird subventioniert. Wäre dem nicht so, müsste der Eintrittspreis deutlich höher sein. Man sieht das an den privaten, nicht subventionierten Musical-Theatern (mit z.B. Andrew LLoyd-Webber-Stücken), die in der Regel deutlich teuerer sind.

      • Ja, diese Kenntnis geht aus meinem Posting hervor. Deswegen frage ich ja auch, wo man finden kann, wer ganz konkret welche konkreten Beträge an das BE zahlt. Geht das aus dem Haushaltsplan des Landes Berlin hervor? Und/oder aus der Regierung des Stadtbezirks? Und/oder des Kulturministeriums? Und/oder irgendwelche Stiftungen? Und/oder der Bund? Weiss das vielleicht jemand?

        • Das BE wird laut Impressum im Form einer GmbH betrieben. Laut Wiki, in Form einer gGmbH, deren Gesellschafter Oliver Reese (auch Geschäftsführer lt. Impressum) sein soll. Nach Wiki soll das Gebäude von der Eigentümerin (Stiftung) an Berlin vermietet sein.
          In der Beteiligungsübersicht des Landes Berlin findet sich kein Hinweis auf eine (Mit-)Beteiligung.

          Wenn man beispielsweise die Zahlen der 100% Beteiligung Hebbel Theater Berlin GmbH anschaut, hat diese in 2016 Umsatzerlöse von 1,32 Mio (bestes Jahr seit 2012, 67 T Zuschauer) und Aufwendungen von 8,95 Mio.
          Übrige Erlöse (hier könnten Zuschüsse enthalten sein) von 7,68 Mio sorgen für einen geringen Überschuss der GmbH.

          Der Umsatz pro Vollzeitmitarbeiter beträgt mit 30T Euro (Vorjahre<20 T Euro).

  13. „die inzwischen in einer feministischen Landkommune zusammenleben“

    Muhahahahahahaha! Muhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahah!!!
    Muhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha!!!

    Wie geil!
    Ein dörfliches Lesbenparadies. Jede Wette: die haben das noch nie probiert: Landkommune ist sackharte Arbeit und schon mit Männern alles andere als leicht. Oder kurz: das Gegenteil von Feminismus.

    Überhaupt: Kommunen. sind das nicht diese Dinger, die immer voller Idealismus starten und nach wenigen Monaten/Jahren an der Realität zerschellen? Zerstritten, ernüchtert, frustriert? Wie lange hätte wohl eine reine Frauenkommune Bestand?

    Das Theaterstück scheint eine Komödie zu sein. Falls nicht, sollten die Macherinnen sich unbedingt diese Erfahrung gönnen und das mal im realen Leben durchexerzieren…

    • @ Androsch Kubi

      „Überhaupt: Kommunen. sind das nicht diese Dinger, die immer voller Idealismus starten und nach wenigen Monaten/Jahren an der Realität zerschellen?“

      Nicht anders als bei vielen anderen menschlichen Unternehmungen. Aus einem Artikel zum Thema:

      „Interestingly, attrition rates for intentional communities are not all that different from many other types of human endeavour. The failure rate for start-ups is around 90 per cent, and the longevity of most companies is dismal: of the Fortune 500 companies listed in 1955, more than 88 per cent are gone; meanwhile, S&P companies have an average lifespan of just 15 years. Can we really expect more longevity from experimental communities?“

      Was den Unterschied zwischen längerfristig und kurzfristig bestehenden Kommunen ausmacht, wird in folgendem interessanten Artikel (aus dem ich gerade zitierte) analysiert:

      Alexa Clay – Utopia Inc. Most utopian communities are, like most start-ups, short-lived. What makes the difference between failure and success?

      https://aeon.co/essays/like-start-ups-most-intentional-communities-fail-why

  14. Pingback: Politik als Dreigroschenoper – Joachim A. Langs "Mackie Messer" | man tau

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