„Kannst du eine Feministin sein und trotzdem Männer ficken?“

Arne hat einen interessanten Text übersetzt, den ich hier auch einmal besprechen möchte:

Leider ist die Schlagzeile zu diesem Artikel kein Clickbait – sondern etwas viel Schlimmeres.

„Kannst du eine Feministin sein und trotzdem Männer ficken?“ heißt eine Veranstaltung, die morgen Abend in Melbourne stattfindet.

Die Beschreibung für das Ereignis lautet:

„Während das Meiste der häuslichen und emotionalen Arbeit IMMER NOCH für Frauen anfällt und der Orgasmus bei heterosexuellen Frauen am seltensten ist: Können Frauen ihr Potenzial wirklich ausschöpfen, während sie ihr Leben mit Männern verbringen? Müssen wir unsere Fußfesseln nicht ein für alle Mal abschneiden und das Patriarchat vollständig ablehnen?“

Der „Orgasmus Gap“ war auch hier schon Thema:

Aus meiner Sicht liegt es im wesentlichen daran, dass Männer im Schnitt wesentlich mehr Sex wollen als Frauen und Männer eben auch recht einfach zum Orgasmus zu bringen sind (einige Frauen auch, aber Frauen im Schnitt sind da komplizierter).

Im Feminismus wird aber natürlich eine Benachteiligung daraus gemacht.

Ich bin mir nicht sicher, wie sich andere nach dem Lesen dieser Galle fühlen? Aber ich würde es vorziehen, mir eine rostige Gabel in die Augäpfel zu stechen, als an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Es ist einfach, in der Opferrolle zu schwelgen – während man männerfeindliche Veranstaltungen auf Facebook bewirbt. Oder auf dem Sofa liegt, Wodka trinkt und in einem Land der ersten Welt Netflix schaut.

Tatsache ist, dass westliche Mädels heute mehr Sicherheit und Privilegien genießen als jedes andere Mal in der Geschichte. Und sie haben 2018 mehr Rechte als je zuvor. Reisen Sie in den Kongo, nach Indien oder Afghanistan und vielleicht wird das Ihnen klar machen, wie toll Sie es tatsächlich haben.

Wenn du mit dem Befingern deiner Muschi fertig bist und über Ungleichheit fantasierst: Geh nach draußen und sieh dir die Häuser in deiner Straße an.

Wenn du mit dem Betrachten der Häuser fertig bist, schau dir die Wanderwege und Straßen an.

Wenn du dir die Wanderwege und Straßen angesehen hast. Schau nach oben zu den Gebäuden – dann nach unten zu den Autos.

Was glaubst du, wer diese ganze Arbeit gemacht hat? Ich gebe dir einen Hinweis – es waren keine Frauen!

Auch eine relativ klassische Position: Westliche Frauen leben in den sichersten und gleichberechtigsten Gegenden der Welt, tun aber so als wären sie brutal unterdrückt.

Ja, es gibt Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern.

Ja, Sexismus existiert – für BEIDE Geschlechter.

(…) Und was die Orgasmusraten betrifft, die bei heterosexuellen Frauen am niedrigsten sind. Wo sind die Wissenschaften und Studien, die diesen seltsamen Anspruch unterstützen? Oder hast du sie dir einfach aus dem Arsch gezogen?

Auch hier gilt eben ähnlich wie beim Gender Pay Gap: Es ist eher eine Betrachtung über den Schnitt. Ich hatte auch schon Beziehungen, bei der die Frau wesentlich mehr Orgasmen hatte als ich, weil sie sehr leicht kam und das dann eben mehrfach. Und andere Frauen, die vollauf mit weniger zufrieden waren und es eher anstrengend gefunden hätten, wenn man von ihnen verlangt, dass sie genau so viele Orgasmen haben.

Und was legt die Hübsche (die diese männerfeindliche Veranstaltung durchführt) nahe, sollen heterosexuelle Feministinnen tun? Den Schwanz aufgeben? Lesben werden? Sich mit einem Sexspielzeug anfreunden?

Da würden ihr einige Feministinnen zustimmen: Die Zwangsheterosexualisierung abschütteln und den Feind im Bett aus diesem herausschmeißen. Sie würden aber ansonsten sicherlich widersprechen, dass die Benachteiligte selbst Abhilfe schaffen muss. Dabei dürften Männer auch abseits des Sexes viele Orgasmen in Eigenregime haben, auch in Beziehungen.

Ich bin eine bisexuelle Sexkolumnistin, die wöchentlich weibliche Vibratoren und Dildos bewertet. Aber es gibt nur so viel gefälschte Phallus, mit denen ein Mädchen umgehen kann, bevor sie anfängt, sich nach der ECHTEN Sache zu sehnen.

Nennt sich auch „Nichtonanierbarer Restdruck“ (NORD)

 

Kannst du feministisch sein und trotzdem Männer ficken?

Nun, ich bin wahrscheinlich die falsche Person, das zu fragen, weil ich mich vor zwei Jahren vom Feminismus gelöst habe und es die beste Entscheidung ist, die ich je getroffen habe.

Erst letzte Woche sprach ich in meinem „Boys-Won’t-Be-Boys“-Artikel für The Spectator über die Auslöschung der Männer und wie die heutige Welt ein erotischer Traum für den Feminazi der sechziger Jahre sein würde – Valerie Solanas, die über den Völkermord an Männern fantasierte. Es scheint, dass mein Artikel hellsichtig war, wenn man den Titel und die Beschreibung dieses Ereignisses betrachtet.

(…) Wie auch immer, hier ist ein Vorschlag:

Warum ficken Feministinnen nicht einfach einander und sich selbst? Auf diese Weise müssen wir nicht mehr jeden einzelnen Tag euer ständiges Geflenne hören.

Eigentlich ein guter Vorschlag. Mit männlichen Feministinnen wollen ja selbst viele Feministinnen nicht schlafen, da bleiben eigentlich nur die Frauen selbst.

Kerle werden nichts dabei verlieren.

Es gibt viele Nicht-Feministinnen, die gerne ihre Beine für sie breit machen.

Ich glaube auch, dass der Verlust zu verschmerzen wäre