Wird Pornografie immer härter und brutaler, gerade gegen Frauen?

Anscheinend nicht:

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54 Gedanken zu “Wird Pornografie immer härter und brutaler, gerade gegen Frauen?

    • Insbesondere spielen Frauen als Regisseure und Produzenten von Pornos eine wichtige Rolle. Leider habe ich keine Zahlen zur Hand, aber vermutlich dürfte es zu sehr interessanten Ergebnissen führen, wenn man der Frage nachgehen würde, ob die frauenfeindlichsten Pornos von Männern oder eher von Frauen hergestellt werden.

      • Nunja, es gibt viel Kram wo die Frau gewürgt und angespuckt wird. Sowohl von männlichen als auch weiblichen Darstellern. Auch gezeigte Schläge finde ich grenzwertig. Das prinzipielle Rammen von männlichen Geschlechtsteilen in den Rachen der Frau, die dabei würgt, spuckt, kaum Luft kriegt und mit den Tränen kämpft erachte ich auch als Gewalt.
        Es scheint aber Leute zu geben die das sehen wollen. Und gefühlt hat das vor allem in amerikanischen Produktionen zugenommen.

        • „Es scheint aber Leute zu geben die das sehen wollen. Und gefühlt hat das vor allem in amerikanischen Produktionen zugenommen.“
          Hier etwas neues für dich: Es gibt sogar Frauen die explizit nach Männern suchen die so etwas mit ihnen machen und dafür weder Kosten noch Mühlen scheuen.
          Die meisten Frauen, auch viele aus dem Nicht-BDSM Bereich stehen auf Würgen und viele finden Anspucken und Erniedigen ebenfalls richtig gut. Die erzählen mir dann immer, dass ihr Freund, Mann oder wer auch immer das nie mit ihnen macht weil er glaubt, dass sie das nicht mag.
          Falsche Vorstellung der Männer durch falsche Kommunikation der Frauen.

          • „Falsche Vorstellung der Männer durch falsche Kommunikation der Frauen.“

            Ja immer wieder bemerkenswert, dass es für unser empathisches, kommunikatives Geschlecht anscheinend leichter ist, fremdzugehen, als mit dem Partner das zu tun, was sie vermeintlich am besten können: zu kommunizieren.

          • „Die meisten Frauen, auch viele aus dem Nicht-BDSM Bereich stehen auf Würgen“

            Ich glaube irgendwie nicht, dass es eine (hetero)sexuell-aktive Frau gibt, die noch nicht während des GVs gewürgt wurde – ohne drum gebeten zu haben. Pech für die, die eher nicht drauf stehen, wa?

            „und viele finden Anspucken und Erniedigen ebenfalls richtig gut. Die erzählen mir dann immer, dass ihr Freund, Mann oder wer auch immer das nie mit ihnen macht weil er glaubt, dass sie das nicht mag.“

            Ich kanns nicht ganz rauslesen aus Deinen Statements: fragst Du Frauen, ob Du das machen darfst/sollst vorher?

          • Semikolon,

            „Ich glaube irgendwie nicht, dass es eine (hetero)sexuell-aktive Frau gibt, die noch nicht während des GVs gewürgt wurde – ohne drum gebeten zu haben. “

            Wie kommst Du auf diese Vermutung? Oder verwechselst Du das mit Atemnot weil ein schwerer Körper auf ihr liegt?

          • „Ich kanns nicht ganz rauslesen aus Deinen Statements: fragst Du Frauen, ob Du das machen darfst/sollst vorher?“
            Irgendwie hab ich immer den Eindruck bei deinen Äußerungen als ob du Sex nur aus irgendwelchen Lehrbüchern kennst. Bei dir läuft das dann vermutlich so ab „Ok Schatz, dann steck mir doch bitte dein erigiertes Genital in meine Scheide und bewege deinen Körper rund 20mal hin und her. Ich werde gleich dabei stöhnen, das muss sich aber nicht beunruhigen“.

            Zu deiner Frage: Nein, natürlich frage ich nicht nach, ich merke ob die Frau darauf steht oder nicht indem ich mich generell vorher mit ihr unterhalte. Wenn ich merke, dass sie nicht auf versauten Sex steht, dann lass ich sie ihren Kaffee bezahlen und stehe auf. Meine Zeit ist zu kostbar um mich mit langweiligen Weibern abzugeben.

            übrigens sind die feministischen Frauen die ich hatte immer die schlimmsten gewesen. Was die erniedrigt werden wollten hab ich ansonsten bei normalen Frauen nie erlebt. Scheint eine Kompensationshandlung zu sein. Ich versuche übrigens diesen Frauen nie einen Orgasmus zu verschaffen – das ist meine persönliche Rache an den Feministen, kleinkariert aber durchaus befriedigend.

          • Na, natürlich weil sich das mit meinen Partnern halt immer irgendwann „einfach so ergab“. Und ich hab mir ja (wie zuletzt geschildert) nicht gerade die dominanten Draufgängertypen ausgesucht… ist für mich von daher so ne feststehende Größe wie die Annahme, dass Männer i.d.R. bzw. mehrheitlich versuchen irgendwie ums Gummi rumzukommen.

            Und hey: klar hab ich hinterher dann auch schon mal im Gespräch behauptet, das wär ok oder sogar gut so gewesen. Gewünscht hatte ich mir das deshalb aber noch lange nicht – und wenn jemals ein Typ gegen meinen Widerstand in der Situation angearbeitet hätte, dann wäre das der Todesstoß für unsere Beziehung gewesen. Mindestens!

          • „Und hey: klar hab ich hinterher dann auch schon mal im Gespräch behauptet, das wär ok oder sogar gut so gewesen. Gewünscht hatte ich mir das deshalb aber noch lange nicht – und wenn jemals ein Typ gegen meinen Widerstand in der Situation angearbeitet hätte, dann wäre das der Todesstoß für unsere Beziehung gewesen. Mindestens!“
            Dann wäre es nun ein guter Zeitpunkt zu überlegen ob du nun nicht einfach mal aufhörst weiter deine Partner anzulügen und ihnen klar sagst worauf du stehst und worauf nicht.
            Keine der Frauen mit denen ich solcherart Sex hatte haben Lust auf Diskussionen im Bett gehabt. Die haben mich alle ausdrücklich deswegen ausgesucht weil ich ihnen vom ersten Moment klar kommuniziert habe, dass ich die Richtung bestimme wie der Sex läuft. Sie wussten alle, dass ich der Jäger bin und sie die Beute. Sie können das akzeptieren oder abhauen – aber wenn sie dem Sex zugestimmt haben, können sie nur noch empfangen. Ich gebe den Frauen immer ein Safewort was zum sofortigen Abbruch meinerseits führt. Allerdings ist das Safewort dann auch das Ende der, wie auch immer gearteten Beziehung, der „Todesstoß“ wie du so schön sagst. Ansonsten können mir die Frauen natürlich jederzeit signalisieren ob ich weniger heftig agieren soll oder nicht. Daran orientiere ich mich natürlich auch. Es soll ja den ganzen Nicht-Feministen schließlich auch Spaß machen.

          • Semikolon,

            „ist für mich von daher so ne feststehende Größe wie die Annahme, dass Männer i.d.R. bzw. mehrheitlich versuchen irgendwie ums Gummi rumzukommen.“

            Also ich kann diese „feststehende Größe“ nicht bestätigen. Wie PfefferundSalz schrieb, stehen viele Frauen auf eine härtere Gangart und daher ist bereits „ohne darum gebeten zu haben“ eine Fehlannahme. Es gibt dann einen impliziten Konsens und einvernehmlicher GV ist i.d.R. auch eine Interaktion bei der auch die Frau steuert und lenkt.

            Und im Vorfeld dezente Hinweise gibt, wie sie es gerne hätte.

            Also wenn sie nicht darauf steht und auch nicht billigend in kauf nehmen möchte, wird sie Wege finden das zu verhindern.

          • @PfefferundSalz:

            »Es soll ja den ganzen Nicht-Feministen schließlich auch Spaß machen.«

            Sag‘ mal, woran erkennst Du eigentlich den Unterschied? Stellst Du den Mädels ein paar Fangfragen? Lässt Du die ein Formular ausfüllen, in dem sie die Gesinnung ankreuzen müssen? Oder verplappern die sich von sich aus deutlich genug im »Bewerbungsgespräch« 🙂

          • „Sag‘ mal, woran erkennst Du eigentlich den Unterschied? Stellst Du den Mädels ein paar Fangfragen? Lässt Du die ein Formular ausfüllen, in dem sie die Gesinnung ankreuzen müssen? Oder verplappern die sich von sich aus deutlich genug im »Bewerbungsgespräch« 🙂“
            Erinnert mich an den alten Witz:
            „Woran erkennt man einen Veganer?“
            – Er sagt es dir ungefragt

            Feministen sind so darauf bedacht ihre „Tugend“ der ganzen Welt mitzuteilen, dass du nicht lange fragen musst. Und in vielen Singlebörsen wo ich meist meine Sexpartner finde schreiben sie es direkt rein. Schau mal bei Okcupid – da steht ganz oft, dass die Frau Feministin ist.

          • „Also ich kann diese „feststehende Größe“ nicht bestätigen.“

            Damit willst Du sagen, dass Du persönlich das noch nie einfach versucht hast, auch nicht bei einer Deiner langjährigen Partnerinnen?

            „Es gibt dann einen impliziten Konsens und einvernehmlicher GV ist i.d.R. auch eine Interaktion bei der auch die Frau steuert und lenkt. Und im Vorfeld dezente Hinweise gibt, wie sie es gerne hätte.“

            Ein „dezenter Hinweis“ darauf, das frau gewürgt werden *will*, sieht dann z.B. wie aus?

            „Also wenn sie nicht darauf steht und auch nicht billigend in kauf nehmen möchte, wird sie Wege finden das zu verhindern.“

            Keinen oder weniger Sex mit diesem Mann mehr haben z.B.?

            Das Ding ist: es tut ja kaum weh und wirkliche Panik entsteht dabei normalerweise auch nicht. Lässt sich also (für ab und an) noch gut aushalten – dem Partner zuliebe, der sich so bzw. in dem Moment ja scheinbar besonders männlich fühlt/gefühlt hat.

            Vorhin hab ich mich gefragt, warum genau ich tatsächlich bis jetzt noch nie Widerstand dagegen geleistet habe – obwohl ichs so manches mal schon eher Scheiße fand z.B. im Schwitzkasten zu stecken (das ist ja die harmlosere Variante, wo frau sich sogar noch einreden kann, dass er gar nicht merken würde, dass er einem die Luft abdrückt… natürlich wird das meist so nicht stimmen, dafür steckt da ja zuviel Kraft hinter). Man könnte meinen: weil ich meinen Partnern vertraute. Aber womöglich wars zu mindestens gleichem Anteil auch einfach nur die Frucht davor, dass er trotz Signal vielleicht _nicht_ aufhören würde und damit die Beziehung potentiell gleich über den Jordan ginge.

          • „Damit willst Du sagen, dass Du persönlich das noch nie einfach versucht hast, auch nicht bei einer Deiner langjährigen Partnerinnen?“

            Nein, warum sollte ich auch?

            „Ein „dezenter Hinweis“ darauf, das frau gewürgt werden *will*, sieht dann z.B. wie aus?“

            Das ging von einem augenzwinkernden „Machs hart und grob“ ihrerseits auf dem Weg ins Bett bis hin zu „Sie nahm meine Hände während des GVs und legte sie an ihren Hals“. Ein ausgedehntes Vorspiel gibt frau ebenfalls Zeit, ihre Vorlieben ins Ohr flüsternd kund zu tun. Hatte aber auch schon weniger dezente Nummern, wo frau ihre Kopfkinoszenen nachspielen wollte und laufende Regieanweisungen gab…Seitdem ahne ich, dass Pornodarsteller ein scheiß Knochenjob ist…

            „Keinen oder weniger Sex mit diesem Mann mehr haben z.B.?“

            Nein, sondern im Vorfeld andeuten oder klar kommunizieren oder im Nachgang deutlich machen oder im Akt einen Stellungswechsel einleiten.

            „das ist ja die harmlosere Variante, wo frau sich sogar noch einreden kann, dass er gar nicht merken würde, dass er einem die Luft abdrückt… natürlich wird das meist so nicht stimmen, dafür steckt da ja zuviel Kraft hinter“

            Das meinte ich mit falsch interpretiert. Männer haben nunmal Körperkraft und es gibt auch genug Klammerstellungen wo spätestens mit der Muskelanspannung beim Orgasmus der Frau durchaus die Luft wegbleiben kann.

          • @Semikolon

            „Ich glaube irgendwie nicht, dass es eine (hetero)sexuell-aktive Frau gibt, die noch nicht während des GVs gewürgt wurde – ohne drum gebeten zu haben. Pech für die, die eher nicht drauf stehen, wa?“

            Ohne eine Umfrage wird es auch bei „glauben“ bleiben. Ich bezweifle, dass viele Männer Frauen würgen, die meisten trauen sich das nicht und erstaunlich viele mögen zwar in gewisser Weise devote Frauen beim Sex aber stoppen schon weit vor BDSM. Dass das gefühlt mehr um sich greift, liegt daran, dass Frauen zunehmend diese Vorliebe eingestehen, bzw. sich ihrer, Dank Internet, überhaupt erst bewusst werden.

            Ich wüsste auch nicht, was der Mann für einen Spaß am würgen haben sollte. Ich mache das nie, obwohl meine Frau es manchmal auch härter mag. Kotzvideos und würgen sind auch bei Pornos eher eine Nische, wenn man danach sucht, findet man sicher eine Menge, ansonsten stolpert man eher selten darüber.

        • Jau. Es gibt Leute, die wollen das sehen. Und es gibt Frauen, die das machen wollen. Eine OP ist de facto und juristisch auch Gewalt. So what? Eine Menge Frauen stehen auf dominante Männer, und das ist ein Ausdruck von Dominanz.

          Was du fühlst interessiert nicht, es interessieren nur harte Fakten. Und dann hast du natürlich auch nur eine Zunahme festgestellt, kannst daraus aber noch nichts ableiten, das müsstest du extra belegen.

        • Es gilt hier wieder einmal die Grundregel des Internets: Es gibt nichts, was es nicht gibt.
          Ich denke aber, dass gerade im Fetischbereich eher ein Wettrüsten besteht als im Mainstreambereich. Der Mainstream muss per Definition eine große Anzahl an Interessen abdecken und da man sich immer den kleinsten Nenner sucht, kontrolliert sich das System in gewisser Weise selbst.
          Wenn man jetzt aber eine einzelne Gruppe herauspickt und diese isoliert ist eine rasanten „Radikalisierung“ wohl eher möglich. Auch wenn „Radikalisierung“ es vielleicht nicht ganz trifft.

          Ich hoffe es ist halbwegs klar, was ich sagen möchte.

          • Wenn ich von mir ausgehe (ich mag BDSM) gibt es da kein „Wettrüsten“ bzw. wenn, dann eher im Bereich Qualität. Man schaut nicht mehr jeden Schei** an, sondern wird anspruchsvoller was das Personal, die Szenen und die „Schauspielerei“ angeht.

            Das extremste was ich mal gesehen habe (und definitiv abstoßend fand) war das durchbohren von Körperteilen mit Nägeln und ähnlichem. Ich glaube sowas ist selbst im BDSM eine extreme Nische.

      • Es gibt das ‚wundervolle‘ Genre des crush fetish porns.
        Wer da einmal eintaucht der weiß wer das kranke Geschlecht ist.
        einfach mal auf YT nach ‚crush fetish baby doll‘ suchen.
        Dank unsere Sozialsysteme kann ökonomische Not ausgeschlossen werden.

        • Ansonten bietet sich Daysies destruction oder Stephanie Hurt mal als Suchbegriff an.
          Und immer im Hinterkopf halten, Darstellerinnen verdienen weitaus mehr als Darsteller.

        • „Es gibt das ‚wundervolle‘ Genre des crush fetish porns.
          Wer da einmal eintaucht der weiß wer das kranke Geschlecht ist.“
          Na ja, man kann im Internet Belge für alles mögliche finden. Ein gewisser Prozentsatz der Menschen ist eben das, was wir umgangsprachlich als „krank“ bezeichnen. Inwiefern, dass jetzt belegen soll, dass ein ganzes Geschlecht krank sein soll ist mir schleierhaft.

    • Na, diese Hypothese ließe sich mit der verlinkten Studie ja dann wohl als unwahrscheinlich bis falsch zurückweisen.

  1. Auch das ist wieder so ein Ding, wo ein Scheinproblem diskutiert wird um einen unhinterfragten, aber implizit bewerteten Punkt im Hintergrund zu stärken. Wen interessiert, ob es mehr „violent and degrading acts against women“ im Porno gibt? Die eigentliche Frage ist doch, was an „violent and degrading acts against women“ im Zusammenhang mit Sex so schlimm ist?

    • „Die eigentliche Frage ist doch, was an „violent and degrading acts against women“ im Zusammenhang mit Sex so schlimm ist?“

      Um mal eine argumentative Position der Gegenseite einzunehmen: Mit der formal-rhetorischen Abwertung dieser Praktiken kann sich frau davor absichern, entsprechende Angebote oder stillschweigende Annahmen für solche Praktiken in der Realität zu erhalten.

      Die wenigsten dürften den Wunsch haben, echtes Hardcore im eigenen bett nachspielen zu wollen. Häufiger ist da schon, dass winzige Elemente davon in den realen Geschlechtsverkehr einfließen, damit das Kopfkino auch vom eigenen Körper etwas angefüttert wird.

  2. Ich habe viele Frauen kennen gelernt die viel härtere Pornographie konsumieren als ich das tue und ich bin ja selbst jetzt auch nicht der „Schulmädchen-Report-Fan“.
    Gerade die besonders frauenverachtenden Dinger waren bei den Frauen besonders beliebt. Ich glaube es gab dazu auch mal eine Studie.

    • Keine Studie, aber Statistiken einer Streamingseite. Der Konsum harter und brutaler Pornographie nimmt demnach tatsächlich zu. Hauptsächlich dadurch angetrieben, dass der Frauenanteil unter den Konsumenten stark ansteigt und Frauen deutlich häufiger nach diesen Nischen suchen.

      Der feministische Bullshit kollidiert einfach mal wieder mit der Realtität. Also nichts Neues.

        • Und was bedeutet das jetzt für Frauen, sollten sie ihr Verhalten den veränderten Wünschen in größerer Zahl anpassen, was meinste?

          • Woher soll ich wissen was das für Frauen bedeutet? Für mich ist das erst mal nur eine interessante Randnotiz. Außerdem handelt es sich nach wie vor um Nischen, die damit kaum repräsentativ sind.

            Bei den harten Pornos wird nur gerne das Narrativ verwendet, dass es da eine ganz gefährliche Entwicklung geben könnte, bei der die bösen Männer Frauen gerne in Ketten legen würden. Die Statistiken sagen nur eben was anderes. Auch Mainstream-Kram wie 50 Shades wird stark überwiegend von Frauen gelesen/gesehen und nicht von Männern.

            Würde man bei den anderen beiden Nischen das gleiche Fass aufmachen und schlicht behaupten niederträchtige Frauen würden Pornos konsumieren, in denen Männer erniedrigt werden, wäre das eben genauso falsch.

        • „Fun Fact: Auch Nischen wie Cockold, und Strapon bei Männern sind relativ stark gewachsen. Hier waren allerdings eher Männer die treibende Kraft.“
          Vermutlich suchen sich diese Männer selbst. ^^

      • „[…] Frauen deutlich häufiger nach diesen Nischen suchen.“
        Das mag jetzt vielleicht nach Haarspalterrei klingen, aber genau das zeigt die Statistik ja nicht. Die Statistik kann nur zeigen, was Personen auf dieser bestimmten Streamingseite sich als Frauen ausgeben für Inhalte suchen. Ein sonderlich starkes Indiz ist das nicht.

        Ich will damit jetzt auch nicht sagen, dass das Gegenteil zutreffen muss. Ich habe dazu schlicht keine belastbaren Zahlen.

        • “ Die Statistik kann nur zeigen, was Personen auf dieser bestimmten Streamingseite sich als Frauen ausgeben für Inhalte suchen. Ein sonderlich starkes Indiz ist das nicht.“

          Die Statistiken laufen meist über Google Profile, die das gesamte Surfverhalten auswerten und danach das Geschlecht ermitteln, wenn man es nicht ohnehin über dortige Profile offenbart hat.

          • Hast Du vielleicht nochmal kurz diesen Link wo man testen kann, für welches Geschlecht Dich Google und Konsorten halten? Weil beim letzten Mal kam bei mir das Falsche dabei raus, und ich wollt jetzt gern mal wieder überprüfen, ob es sich geändert hat durch Babybezogene Suchen usw.

          • „Die Statistiken laufen meist über Google Profile, die das gesamte Surfverhalten auswerten und danach das Geschlecht ermitteln, wenn man es nicht ohnehin über dortige Profile offenbart hat.“

            Dann besteht aber immer noch das grundlegende Problem, dass nur jene erfasst werden, die tatsächlich die Seite besuchen auch wenn von diesen das gesamte Surfverhalten ausgewertet wird.
            Das macht die Daten etwas besser aber immer noch nicht repräsentativ.

        • Belastbare Zahlen kann ich auch nicht aus dem Hut zaubern. Auch wenn dein Erklärungsansatz nachvollziehbar ist, fehlt mir ein wenig der Grund, warum sich überwiegend Männer, die sich als Frauen ausgeben genau nach dieser Sparte suchen sollten.

          • Nur um das klarzustellen: Ich will hier nicht sagen, dass das eine oder das Andere zutrifft. Es geht mir nur darum klarzustellen, dass die Daten nicht 100% verlässlich sind.

  3. Mit der leichten, freien Verfügbarkeit von Pornografie im Internet und der parallelen Abnahme sexueller Gewalt hat sich jedenfalls ein weiterer feministischer Mythos in Rauch aufgelöst: Pornografie sei die Theorie und Vergewaltigung die Praxis.

  4. Am spannendsten find ich ja die Methodik:

    „Two female coders worked on this project. Both were students with good familiarity of sexually explicit materials from previous research projects. They both coded all of the videos in the sample separately and then met to compare their coding. The coders first met several times with the project leader, who trained them in the method and coding scheme. Before coding from the actual sample, each separately coded five trial videos. The research team then met to discuss the coding and resolve unclear issues. Next, the two coders continued to code together all the videos in the sample. When they encountered disagreements over the interpretation of contents, they met with the project leader; the entire research team then discussed the issues and reached a resolution. Finally, the project leader watched all of the videos and coded each independently to ascertain coding accuracy, paying special attention to the coding of aggression. Differences in coding were then resolved through discussion among the members of the research team.

    Intercoder agreement between students’ coding and the project leaders’ coding was generally good, with 94.42% agreement for aggressive titles, 89.59% agreement for visible aggression, and 96.28% agreement for nonconsensual aggression. Kappa statistic scores for these three measures were 0.73, 0.77, and 0.81, respectively. The only measurement of aggression for which intercoder agreement was somewhat lower was the percent of the video containing aggression, with 65.67 intercoder agreement and a Kappa coefficient of 0.41, which is often considered fair or moderate. However, we should note that for this variable it is difficult to reach a high degree of agreement, as even slight variations in the recording of time (e.g., one minute and a half versus one minute and 45 seconds) generate disagreement. It is therefore important to note that when disagreements did occur they were usually fairly small, mostly within no more than five seconds difference and never more than 30 seconds difference. When such disagreements did occur, we resolved them by rewatching the video.“

    Das hätten sie mal mitfilmen sollen! Garantiert spannender und lehrreicher als jeder Porno, diese Diskussionen zwischen zwei Frauen und einem Mann (I assume…) darüber, wann in einem konkreten, abgefilmten Fremd-Sex-Akt objektiv Aggression beginnt (laut seinen Maßstäben!, I assume…) mit dem Ziel einer Einigung… (anzunehmen, dass die Frauen da „sensibler“ waren als er, nech?)

    Hier (für die Nicht-Klicker) noch ein Auszug aus den ermutigenden Ergebnissen:

    „we found that, in the overall sample (all years), visible aggression (definition not considering consent) was present in slightly less than 40% of the videos, nonconsensual aggression appeared in about 12% of the videos, and nearly 10% of the titles suggested aggression. … Videos depicting visible aggression mostly range from around 30% to 50% of all videos yearly (the trend for this measure was not statistically significant). In addition to overall time trends in aggression, we also examined time trends in each of the specific measures of aggression noted previously (e.g., biting, pulling hair, hitting of the body, choking, forced gagging, spanking, and forceful penetration). We found no significant trend for any of these practices.

    Importantly though, the average duration of visible aggression in videos shows a substantial declining trend (p < 0.05). In 2008, nearly 13% of the average video portrayed visible aggression. By 2016, this figure dropped to less than 3%. …

    Similarly, the rate of videos with nonconsensual aggression slightly declined over time, from about 20% of all videos at 2009 and 2010 to roughly 10% over the past three years, although this trend was not statistically significant. Finally, the prevalence of videos with titles that suggest aggression dropped significantly (p < 0.05) from nearly 40% of all videos in 2008 to about 5% in 2016."

    Wer weiß, vielleicht geht der Trend ja wirklich woanders hin.

  5. Pornos, in denen Frauen hart und erniedrigend behandelt werden, werden im Schnitt häufiger von Frauen als von Männern angesehen!
    Die sexuelle Erniedrigung von Frauen ist – im Schnitt – für Frauen erregender als für Männer.
    Also: es sind – im Schnitt – nicht die Männer, von denen dieses Bedürfnis ausgeht.

    Halte es für eine verfolgenswerte, interessante These, daß die Aggressivität und Ressentiments von großen Teilen des Genderismus psychologisch ihren Hintergrund in Angst und Verachtung des weiblichen – also des eigenen – Masochismus haben.
    Also: daß man sich einer inneren Wirklchkeit nicht stellen kann und sie deshalb nach außen projiziert. „Nicht ich innen – die Welt außen ist das Problem.“ Daher der Haß, die Hysterie, die Verweigerung von Diskurs: er würde genau jenen inneren Konflikt aufdecken, dem man ja durch Projektion nach außen („Rape Culture“, „Unterdrückendes Patriarchat“ etc.) entfliehen will.

    Wenn man die Sehnsucht „der Frau“ (natürlich nicht jeder einzelner) nach sexueller Dominanz einmal erkannt hat und auch mit Empathie (nicht mit Verachtung) betrachtet – dann wird das sexuelle Leben für „Mann“ recht erfreulich.
    Quoten und Ähnliches wird dann auch mit tiefgegründeter Gelassenheit bekämpft.

    Und wunderbar – die besten! – sind jene Frauen, die dieses ihr sexuelles Bedürfnis gelassen erkennen und leben, es nicht verachten – und deren Identität außerhalb des Sexuellen keinen devoten Unterton hat: sondern die als Mensch selbstbewußt in der sozialen, politischen und intellektuellen Welt stehen.
    Der Genderismus kommt von fehlender Selbsterkenntnis und deshalb fehlendem Selbstbewußtsein.
    Er kommt vom Selbsthaß. Weil ihm eine – falsche – Opferidentität zugrundeliegt.

    Wurde hier schon gut diskutiert:
    https://allesevolution.wordpress.com/2017/07/08/harte-pornos-mit-gewalt-sind-bei-frauen-beliebter-als-bei-maennern/

  6. Ich hab vor nicht allzulanger Zeit übrigens mal eine Pornosequenz gesehen, wo der Mann im Anschluss zur heulenden Frau sagte: „you hate me now because I made you do this, right?“ Sie nickte. „so go on and hit me“ … und da hat sie aber mal losgelegt! Netterweise hat er tatsächlich eine um die andere Ohrfeige stoisch hingenommen bis zur Abblende. Und ich saß da und dachte: scheiße, SOWAS würd ich aber gern mal öfter sehen! Frauen, die sich wehren. Die (anders als im Femdom-Bereich) ihre echten Emotionen rauslassen – auch wenn das ja leider nix mehr ungeschehen machen kann… soweit ich weiß hat dieses (authentische) Verhalten aber keinen zugewiesenen tag – wie sollte ich sowas also überhaupt je zielgerichtet finden können, hätte da jemand nen Tipp?

      • Ich hab mich schon seit Ewigkeiten keinen blutigen „Action“-Spielszenen mehr ausgesetzt, die Einzige bildliche Darstellung von Gewalt, die ich schon mal anschaue, ist die in Pornos zu findende.
        Damit wäre ich doch nur halb so krank wie die meisten Männer, die beides konsumieren?

      • Zweiter Gedanke: Du meintest gar nicht mich mit Deiner Diagnose, sondern die „Darstellerinnen“?
        Das mag natürlich sein.

        Mein Verständnis für sie (auch denjenigen, die privat BDSM betreiben) hält sich in Grenzen, ich meine immer „das Leben bietet doch ohnehin genug Schmerz, und intelligente Lebewesen wollen den für sich selbst eigentlich nicht noch maximieren“… hab aber auch schonmal spekuliert, dass es aus evo.-Psycho.-Perspektive heraus ein „costly signal“ von Frauen an Männer sein könnte. Nur die masochistischen Männer ließen sich damit schwer erklären, die blieben „ein Fehler der Natur“…

        • Ich glaube nicht, dass es ein weibliches „costly signal“ ist, sondern es dürfte das Überleben unter einem dominanten Anführer erheblich erleichtert haben, wenn man Erniedrigung lustvoll empfindet.

          Ob das für masochistische Männer auch gilt (die gegenüber Männern masochistisch sein müssten), weiß ich nicht. Es könnte schlicht eine vererbbare Nebenwirkung sein, so wie Männer auch eine nutzlose Brust haben.

  7. Ich halte die Frage für unglücklich gestellt. Sie müsste für den intendierten Zweck lauten „werden mehr Pornos, mit Gewalt gegen Frauen, konsumiert (und daher produziert)?“

    Denn Gewaltpornos aller Stufen gibt es vermutlich, seit die Kamera erfunden wurde, Dank Internet hat sich nur die Kundenbasis vervielfacht und die Produktion ist entsprechend mitgezogen. Wer da mutmaßlich was konsumiert, darauf sind ja schon einige eingegangen.

    Ich möchte bei der Gelegenheit auf eine Nische aufmerksam machen, die ebenfalls eine neue Quantität und Qualität erfahren hat und offenbar gut nachgefragt wird: „brutal facesitting“ eine klassische „dominante Frau – devoter Mann“ Kombination, die es wahlweise auch mit zwei Frauen gibt.

    Man kann also feststellen: Gewalt gegen Männer nimmt, in Pornos zu!1!!!
    Oder so…
    😉

  8. Wer sich so einen Scheiß reinzieht/en muss, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Warum muss v.a. die first world sich so grausame Sachen produzieren und Gefallen dran finden? Reicht Liebe und Sex nicht aus? Natürlich nicht. Immer mehr und mehr Konsum. Hirnfick.
    Euch geht’s zu gut. Dass ihr Euch über Schmerzen bei anderen noch einen abwichst. V.a. Wenn es noch die gehässigen Weiber sind, die es geil finden, zu sehen wie andere „Schlampen“ bewusstlos gefickt und geschlagen werden. Euch allen Grlangweilten geht es zu gut.
    Guckt lieber Filme von Daesch in Syrien, da seid ihr näher an der Realität.

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