#Männerliebe – Die Emanzipation des Mannes (Suzie Grime)

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Sibel Schick „Tötet Männlichkeit“ und die Zusammenhänge von Amoktaten und unterdrückten Gefühlen

Sibel Schick schreibt auf Twitter:

Die These wäre also:

  • Männer werden zur Gewalttätigkeit erzogen
  • sie unterdrücken Gefühle und verleugnen sie
  • das führt zu Kontaktverlust zu den eigenen Gefühlen und zu Gewalttätigkeit
  • Jungen zeigen Zuneigung durch Gewalt (?)

Das alles ist Männlichkeit, die daher getötet werden muss.

Lustigerweise kombiniert sie das mit er Aufforderung, nicht zu heulen und diese Gefühle, dass man damit auch Männer an sich angreift, zu unterdrücken.

Aber auch ansonsten erscheint mir das Gerüst etwas wackelig:

Natürlich könnte man damit anfangen, dass die Erziehung von Kindern zuallererst von Frauen betrieben wird. Aber da ist ja auch nur wieder internalisierte Frauenfeindlichkeit der Frauen selbst und damit die Schuld der Gesellschaft.

Ich sehe aber auch keine Erziehung zur Gewalt. Sicherlich raufen Jungs gerne, aber eben auch nur bis zu einem gewissen Alter und auch ansonsten gibt es natürlich viele Regeln zu einem fairen Umgang und Gewalt gegen Frauen wird gesellschaftlich geächtet.

Auch Anzeichen dafür, dass der Täter Gefühle unterdrückt hat, fehlen. Eher scheint er sich mit anderen im Internet zusammengeschlossen zu haben und gejammert zu haben, dass Frauen ihn nicht mögen und das alle gemein zu ihm sind. Er scheint hier eine Menge Gefühle ausgedrückt zu haben, eben negative.

Hätte er sich gesagt:

„Sei ein Mann, arbeite an dir, bis du ein besseres Leben hast und höre auf Rumzuheulen und dich in Selbstmitleid zu verlieren, warum heulst du hier rum wie ein Mädchen, kein Wunder, dass sie dich nicht mögen“ dann wäre es „männlicher“ gewesen.

Und dieses „Tötet Männlichkeit, nicht Männer“ ist bereits an sich problematisch. Ähnlich wie Transsexuelle kann man sich nicht aussuchen, welche Geschlechterrolle man leben will.