Mal wieder „strukturelle Diskriminierung“

Eine Feministin tweetet:

Ich nehme das Folgende mal direkt als Tweet:

weiße Männer missverstehen „keine strukturelle Diskriminierung“ sehr gerne als „keine Probleme im Leben haben und kein Leid empfinden können“

daraus entsteht ein mühsames strohpuppenargument, auf das eins sich gar nicht einlassen sollte. niemals hat jemand behauptet, dass weiße männer keine schwierigkeiten haben können

(ganz im gegenteil. die schwierigkeiten machen sie sich aber durch das propagieren toxischer männlichkeit oft selbst)

Ähnliche Begründungen liest man gerade wieder zuhauf. Natürlich kommt auch dort üblicherweise keine Definition dafür, wann man eine strukturelle Diskriminierung annehmen kann und wann es nur „Schwierigkeiten“ sind, die man selbst verschuldet.

Beispielsweise lässt sich ja der Gender Pay Gap inzwischen gut aufklären und die Faktoren könnten durchaus von Frauen vermieden werden.

Aber ich finde die Tweet sehr bezeichnend. Sie zeigen das typische Denkgerüst des Feminismus:

  • Alle Nachteile einer „Opfergruppe“ beruhen auf strukturellen Diskriminierungen
  • Alle Nachteile einer „Nichtopfergruppe“ sind deren Schuld und könnten gerade vermieden werden, wenn sie nicht andere zu Opfern machen würden.

Es ist so wunderbar selbst immunisierend, dass es mich immer wieder fasziniert.

 

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