„Fifty Shades of Grey“ und Interesse an entsprechender Pornographie

Am 14.02.2015 ist die Verfilmung von „Fifty Shades of Grey“ in die Kinos gekommen. Pornhub, die wohl größte Seite mit pornografischen Filmen, hat in einem Blogbeitrag mitgeteilt, wie sich dies auf die Statistiken ausgewirkt hat:

Zunächst der generelle Anstieg in Suchbegriffen mit Bezug zu BDSM:

Fifty Shades of Grey Pornhub

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Man sieht einen deutlichen Anstieg, und dieser ist noch ausgeprägter bei den Frauen.

Die folgenden Suchbegriffe sind dabei besonders gestiegen:

Fifty Shades of Grey Pornhub

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Insgesamt scheint das Thema also deutlich populärer geworden zu sein. Die Leute scheinen durch den Film also auf gewisse Gedanken gekommen zu sein. Hier dann noch die Statistik nach Geschlechtern aufgeteilt:

Fifty Shades of Grey Pornhub

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Frauen suchen also nach diesem Film deutlich mehr nach Filmen, die sich mit Dominanz, Unterwerfung, BDSM, leichten Schlägen und Fesselspielen beschäftigen. Natürlich ergibt sich aus den Suchbegriffen nicht, ob Frauen Filme suchen, in denen andere Frauen sich unterwerfen bzw von Männern dominiert werden oder ob dies andersherum der Fall ist. Da aber gerade der Film hier für die Vorlage war, spricht vieles dafür, dass sie auch den Rollen des Filmes folgen.

vlg auch:

76 Gedanken zu “„Fifty Shades of Grey“ und Interesse an entsprechender Pornographie

  1. Ach wie herrlich! Es gibt einen Gender Porn Gap? Gab es da nicht schon einmal eine Analyse des Verhaltens der User im Internet, der bewies, dass insbesondere Emma-Leserinnen auf Pornoseiten wechselten?

    Vermutlich hatten die Feminist.I.nnen damals dieses Verhalten mit der Kampagne PorNo erklärt und es unter dem Label „wissenschaftliches Interesse“ aufgewertet.

    Da gleichzeitig auch der Kabelbinderverbrauch bei Obi gewachsen ist, muss es jetzt wohl mit den gestiegenen handwerklichen Kompetenzen zusammenhängen, die am Ende der Emannzipation unsere progressive Gesellschaft prägen.

  2. Für mich ergibt sich eine noch viel interessantere Frage – da 50 Shades of Grey in der „BDSM Szene“ ja sehr kontrovers Diskutiert wird, denn aus der Pornhub Statistik geht ja auch nicht hervor, ob es sich um Neuinteressierte oder alte Hasen handelt: war oder ist 50 SoG der Auslöser für das Interesse an BDSM (habe da auch vorgestern eine Umfrage bei mir auf dem Blog dazu gestartet). Genauso, ob und in wie fern der Film (bzw. das Buch) Auswirkungen auf die Gesellschaft und deren Sicht auf BDSM („die Perversen“) hat – positiv („ist eigentlich auch ein bisschen erotisch“), neutral („mir doch egal was die in ihrem Schlafzimmer machen“) oder eben negativ („Gewalt gegen Frauen“, „Männer unterdrücken Frauen“).

    • @ karimausi

      Es geht nicht um sexuelle Präferenzen, es geht um psychische Dispositionen.

      Das Buch, der Film nehmen ja nur die bestehenden psychischen Dispositionen auf.

      Die psychischen Dispositionen sind natürlich politisch absolut inkorrekt…die Mehrzahl der Frauen sehnt sich nach Submission.

      Diese Disposition ist evolutionär eingeritzt und somit kognitiv nicht veränderbar. Frau kann Ihr politisch korrekt lediglich camoufliert als hippe „rein“ sexuelle Spielart begegnen oder aber in Form einer Überkompensation als großmäulige Mode-Feministin.

      Das egalitäre Menschenzerrbildchen hat leider dafür gesorgt, dass über die Spannungsfelder Macht/Gewalt – Beziehung/Sexualität wenn überhaupt nur noch in moralistisch verheuchelter Form gesprochen werden kann. Daran wird auch die Prinzessinnengeschichte im schniecken BDSM-soft Gewand nichts ändern.

      PS: witzig ist, dass sich die Autorin des Buchs und die Regisseurin während der Dreharbeiten gestritten haben sollen wie die Bierkutscher.

      Die Buchautorin wollte einen authentischen BDSM-Film, die Regisseurin eine Prinzessinnengeschichte…

      http://www.unz.com/isteve/the-solidarity-of-strong-women/

      • @ratloser
        Wobei ich mich frage, warum die Buchautoren dann nicht ein authentisches BDSM Buch geschrieben hat! *lach*

        Ich weiß nicht ob sich die Mehrzahl der Frauen nach Submission sehnt, aber es sind schon einige. Wobei es auch stark auf den Bereich an kommt – also rein sexuell oder auch darüber hinaus und in welcher Tiefe. Jedenfalls ist das meine Einschätzung, die daher rührt, dass ich mich auch mit vielen Frauen darüber unterhalte, bzw. von vielen zu dem Thema angeschrieben werde.

        • @karimausi

          „Ich weiß nicht ob sich die Mehrzahl der Frauen nach Submission sehnt, aber es sind schon einige“

          Es ist denke ich eher eine Frage des Grades. Die allermeisten Frauen scheinen mir gewisse Vorlieben in die Richtung zu haben, aber eher in schwacher Form. Eine leichte Dominanz, den klaps auf den Hintern etc mögen – eine gewisse sexuelle Bekanntschaft vorausgesetzt – viele Frauen nach meiner Erfahrung.

        • Naja… persönlich denke ich hat es eher damit zu tun das sie keine Dokumentation geschrieben hat und wahrscheinlich selbst nicht wirklich in der Szene unterwegs war, sondern da mehr gedichtet als berichtet hat.

          Man darf schlicht nicht vergessen das man zu Hauf irgendwelche Erotik-Geschichten findet, wo diverse Unmöglichkeiten vorhanden sind und wo der Autor nichts derartiges erlebt haben kann, ja wo der Autor selbst möglicherweise auch nicht die möglichen Akte erlebt hat.

        • @ karimausi

          Die Geschichte der „Shades“ sind aufschlußreich…es begann als privates Geschreibsel zu Stephenie Meyers Twilight Saga auf Fanfiction-Webseiten..aufgrund der enorm und rapid zunehmenden Resonanz wurden dann erst ein e-book, dann ein Paperback in einem Selbstverlag und schließlich ein internationaler Bestseller draus.

          James bekennt sich meines Wissens übrigens als BDSMlerin.

          Weibliche Submissionssehnsucht ist die Norm, weiblicher Masochismus natürlich nicht. Beides ist oft, aber durchaus nicht immer miteinander assoziiert.

          Devotheit/Dominanz sind seelischer Natur, ein Spannungsfeld, das seinen Ausdruck primär in Blicken, nicht in körperlichen Handlungen findet.

          Die Kombination von klassischer Prinzessinnengeschichte mit dem Moment beziehungsstiftender (und legitimer) Submission, die auch noch als lusterzeugend erlebt werden darf (!!!), stellt jedenfalls einen ernomen Trigger auch für Frauen dar, die ansonsten Matetee trinken und über die letzte Tupperparty klönen.

      • „Die Buchautorin wollte einen authentischen BDSM-Film“

        Vielleicht hätte die Autorin, dann einfach einen (authentischen) BDSM Roman schreiben sollen anstatt eine Cinderella Story. Aus dem Roman kann man doch nichts anderes machen als eine Prinzessinengeschichte.

        Und Hardcorefilme sind nichts für den amerikanischen Markt, jedenfalls nicht, wenn es um Sex geht.

    • Also bis jetzt sehe ich nur einige Leute die die Prävalenz von Submissionsfantasien bei Frauen für ein Argument für starke biologische Unterschiede in der Disposition von Männern und Frauen halten, ohne sich die Mühe zu machen die entsprechenden Zahlen für Männer zu betrachten.

      Meine Haltung dazu ist bis jetzt immer noch: ‚Es folgt nicht.‘

        • Nicht so sehr dass ich daraus starke biologische Unterschiede ableiten könnte. Wenn wie unten die Hälfte der Männer das auch gerne mag, und es nur 2/3 der Frauen sind, dann kann ich das mühelos Rollenbildern zuschreiben.

          In dem Zusammenhang: Ich habe mal irgendwo gelesen das Feminisierung ein ziemlich beliebtes Rollenspiel ist. Wenn es stimmt, dann frage ich mich ob das tatsächlich die hohe Varianz bei der Geschlechtsidentität von Männern ist, oder einfach eine Möglichkeit ‚kein Mann zu sein‘ um sich das Sub-sein zu erlauben, was ja als Mann nicht so angesehen ist.

          tvtropes hat den Double Standard in den Medien als:

          Bondage Is Bad: Kinky women are liberated when they are dominant, and oppressed and abused if they are submissive. Kinky men are Straw Misogynists when they are dominant, and weak and literally pussy-whipped when they are submissive.

    • @breakpoint

      „Etwas off topic, aber mich würde mal eine Analyse von SoG aus PUA-Sicht interessieren.“

      Ja, würde ich auch gerne schreiben, allerdings habe ich es noch nicht gelesen.
      ich denke schon, dass es recht klassische Elemente bedient, der Milliardär der quasi alles machen kann was er will, aber sie will. Deswegen gleitet es auch für Leute, die sich mit dieser Fantasie nicht anfreunden können, ins creepige ab. Wenn man eine Macht Fantasie genießt kann das eben ein Ausdruck von Macht sein, wenn man das nicht macht, dann ist er ein Freak mit Kotrollwahn. Die Bereitschaft bestimmte Sachen zwischen ihnen beiden auszuhandeln verkörpert einmal ihren Prozess, ihn etwas machen zu lassen und mildert diesen gleichzeitig ab. Es sind Gedankenspiele, wie viel man zulässt, insbesondere bei dem richtigen Mann.
      Aber ich habe es wie gesagt nicht gelesen, nur darüber

      Noch mehr OT: Hast du inzwischen die Probleme mit deinen RSS-Feeds lösen können?

    • @breakpoint

      „Etwas off topic, aber mich würde mal eine Analyse von SoG aus PUA-Sicht interessieren.“

      Ja, würde ich auch gerne schreiben, allerdings habe ich es noch nicht gelesen.
      ich denke schon, dass es recht klassische Elemente bedient, der Milliardär der quasi alles machen kann was er will, aber sie will. Deswegen gleitet es auch für Leute, die sich mit dieser Fantasie nicht anfreunden können, ins creepige ab. Wenn man eine Macht Fantasie genießt kann das eben ein Ausdruck von Macht sein, wenn man das nicht macht, dann ist er ein Freak mit Kotrollwahn. Die Bereitschaft bestimmte Sachen zwischen ihnen beiden auszuhandeln verkörpert einmal ihren Prozess, ihn etwas machen zu lassen und mildert diesen gleichzeitig ab. Es sind Gedankenspiele, wie viel man zulässt, insbesondere bei dem richtigen Mann.
      Aber ich habe es wie gesagt nicht gelesen, nur darüber

      „Noch mehr OT: Hast du inzwischen die Probleme mit deinen RSS-Feeds lösen können?“

      ich denke, dass es am Theme liegt. Werde mir da wohl ein neues zulegen müssen

          • Hast du bei allen URLs „https“ statt „http“ eingegeben?
            Ansonsten liegt das nicht an den Feeds, sondern wohl eher an generellen Problemen mit HTTPS.

            Beispielsweise müssen die Besucher einer HTTPS-Seite ausdrücklich bestätigen, dass sie unsicheren Content sehen wollen, wenn reine HTTP-Seiten verlinkt sind.
            Wenn sie das nicht tun, werden die Besucher z.B. bei bloggerei.de nicht gezählt, was dann scheinbar zu niedrigeren Zugriffszahlen führt.
            Ich kenne da leider auch keinen Workaround.

          • @breakpoint

            Das ist ein guter Ansatz, der hilft mir erst einmal weiter, daran könnte es liegen. Allerdings ist bei der Bloggerei die sache schon mal richtig eingestellt, bei Google finde ich es gerade nicht. Werde es aber mal daraufhin anschauen!

    • @elmar

      Sexuelle Selektion auf Status in Verbindung mit der Sexy Son Theorie ist aus meiner Sicht die wahrscheinlichste Erklärung

      Eine andere These, die ich neulich gelesen habe, und die dies ergänzt: Die Frau verleiht ihrem Mann zusätzlichen Status und Selbstbewußtsein, indem er bei ihr der Boss ist. Er kann daher auch eher gegenüber anderen entsprechend auftreten, was ihr, wenn er einen höheren Status erlangt, ebenfalls zugute kommt. Dies könnte das entsprechende Spiel für beide evolutionär interessant machen.

      Es spielen vielleicht auch die evolutionären Aspekte „Immer prüfen, ob man wirklich Sex haben sollte, wegen Schwangerschaft“ und „Kurzzeitstrategie lohnt sich bei Alphamann“ rein, es erlaubt einen Ausgleich zwischen ihnen und eine Verantwortungsabgabe

      • Vermutlich gibt es hier nicht nur eine Erklärung, sondern verschiedene Frauen haben verschiedene Gründe. Ich würde nicht so viele Gründe wie devote Frauen erwarten, aber schon Typen von Entstehungsgeschichten devoter Sexualität.

        Darunter können solche sein, die berücksichtigen, daß Kinder ohne Sexualität zur Welt kommen und diese im Laufe ihres Lebens langsam entwickeln. Eine rein evolutionäre Erklärung – sie mag nun richtig sein oder nicht – wird daher kaum alle Fälle abdecken.

        Andere Erklärungen, die Aufschluß geben, über die geschlechtsspezischen Bedingungen unter denen sich Sexualität entwickelt, sind gefragt. Und wenn man berücksichtigt – was evolutionäre Erklärungen ja nicht nicht besonders gut tun – daß Sexualität als Körpersprache für Emotionen fungiert, dann ist es ziemlich einfach, mögliche Typen von Erklärungen vorherzusagen.

        Beispiel: Ein Mensch, der einsam und verletzt ist, wird Sexualität anders ausüben als ein verbitterter Mensch. Ein Mensch, der von seiner Sexualität zum ersten Mal in Zusammenhang mit Verbrechen gehört hat und den ganzen Tag hört, sie entsetzlich sie andere Menschen quält, wird seine Sexualität anders ausleben, als ein Mensch, dessen Sexualität überall als ein Wunder der Reinheit und Schöpfungskraft geschildert wird. Offenbar gibt es ganz unterschiedliche Startpunkte der sexuellen Entwicklung bei Männern und Frauen.

        Und das ist nicht alles: Wenn ich als Mann denke, daß meine von mir selbst im Zusammenhang mit Frauen noch unentdeckte Sexualität eine Zumutung ist, dann werde ich die Erlebnisse zu ganz anderen Erfahrungen klassifizieren, als eine Frau, die glaubt, einem Mann das größste Geschenk seines Lebens zu machen und erwartet, zu höchster Lust getragen zu werden … natürlich ohne eigenen Einsatz. Das sind natürlich nur Beispiele, die Sache kann viel subtiler und komplexer sein. Aber es ist klar, daß die vorangegangenen Erfahrungen eine Rolle spielen für die Wahrscheinlichkeit späterer Erfahrungen und so weiter. Das müßte man diskutieren und evolutionär kann das nicht erfaßt werden.

        Auch die emotionale Entwicklung ist wesentlich, Frauen haben ganz andere Bedingungen als Männer, die zur Selbstkontrolle gezwungen werden, die daran gewöhnt werden, sich selbst zu ignorieren, um Belastungen und Strapzen leichter ertragen zu können. Das wird Folgen für die Sexualität haben – nicht für alle und nicht immer in derselben Weise.

        Finally sollte man sich überlegen, daß Unterwerfung eine Variante ist, Menschen an sich heranzulassen, Adrian hat da schon recht. Wenn nun viele Frauen sich unterwerfen wollen, dann sollte man darüber nachdenken, ob dies nicht ein möglicher Weg für Frauen ist, die Nähe zu Männer zu erfahren, die sie in anderen Zusammenhängen nicht mehr aufbauen können, weil sie Männer verachten und wie Scheisse behandeln – und auc gar nichts anderes mehr können. Wer sich mal durchgelesen hat, was z.B. KhaosKind über ihre Beziehung und ihre Sexualität in ihren posts zum Besten gibt, der fragt sich schon, ob Feminismus nicht Sexualität verändert.

        Ich hätte auch Interesse an der umgekehrten These: Begünstigt eine bestimmte Sexualität z.B. die Akzeptanz der feministischen ideologie?

        Wie gesagt, das sind im Moment eher Gedankenspielereien, aber der hype von 50SoG ist schon bemerkenswert – insbesondere weil ich persönlich mir nicht vorstellen kann, meine sexuellen Vorlieben zu ändern, nur weil da die übelste Schmonzette der letzten 10 Jahre verfimt wurde. Ich meine: Wie kann man etwas so Persönliches wie Sex als Körpersprache nach einer Mode ausleben? Wie unpersönlich muß das Verhältnis zur eigenen Sexualität eigentlich sein, damit das möglich ist?

        Womit wir eine weitere mögliche Erklärung haben, die sich vom Herstellen durch Nähe massiv unterscheidet. Mich würde interessieren, wie oft welchee dieser Fälle realisiert ist und was man für Rückschlüsse daraus über die emotionale Entwicklung der Geschlechter ziehen kann. Das wäre sicher ein Gebiet, auf dem die Maskulisten viel Aufmerksamkeit und männliche Sympathien sammeln können.

        • @elmar

          „Und wenn man – was evolutionäre Erklärungen ja nicht nicht besonders gut tun – daß Sexualität als Körpersprache für Emotionen fungiert, dann ist es ziemlich einfach, mögliche Typen von Erklärungen vorherzusagen.“

          Der Satz ist etwas verunglückt, ich nehme an da fehlt ein „annimmt“?

          Deine Ablehnung von Biologie finde ich nach wie vor irrational.
          Die obige Grundannahme ist ja auch relativ ins Blaue hinein aufgestellt.

          Sie ist dann eben falsch, wenn die biologischen Annahmen stimmen.
          Dominante Männchen haben ja im übrigen gerade bei Primaten aber auch anderen Tieren eine lange Geschichte (einige Millionen Jahre), in denen sie bei bestimmten Spezies als attraktiv galten. Die evolutionäre Erklärung dort ist die gleiche wie oben.

          Es ist ein recht naheliegender Schluß, dass sich dies schlicht nicht geändert hat.

          Er hat auch den Vorteil, dass er ohne die bei dir gern verwendete Frauenfeindlichkeit auskommt – nicht alle Frauen, die Dominanz mögen verachten Männer. Es sind wahrscheinlich eher die wenigsten

          • @elmar

            Ich habe es mal korrigiert, dann liest es sich klarer.

            Allerdings ist mir da nicht klar, was du sagen willst und worauf du es aufbaust. Mit Sexualität kann man natürlich Emotionen ausdrücken. Und bestimmte Emotionen können sicherlich auch zu einer anderen Form von Sexualität führen. Aber der Schluss daraus ist ja dann sehr beliebig und ihm fehlt eine tatsächliche Grundlage. Genug Frauen kommen ja ansonsten wunderbar mit Männern und ihrem Freund zurecht und finden es dennoch sexy, wenn er im Bett eine gewisse Dominanz hat.

            Mir scheinst du pathalogisierst das ganze etwas zu sehr: Was ist, wenn Dominanz schlicht deswegen sexy ist, weil biologische Merkmale sagen, dass es sexy ist? Genauso wie Brüste nur aus diesem Grund sexy sind.

        • @Elmar und @Christian

          Die Statistiken sagen gar nicht aus – die sind ein bunter Witz.

          Es wird mit „increase“ gearbeitet, also die prozentuale Zunahme des Interesses nach Geschlecht dargestellt.

          Weder weiß man aber, wie die prozentuale Verteilung des Interesses für die einzelnen Schlagworte zwischen den Geschlechtern vorher waren, noch kenne ich die absoluten Zahlen im Vergleich (männlich/weiblich, vorher/nachher).

          Mir ist auch nicht klar, wie sie das gender bei der Suchabfrage genau eingrenzen können.

          Daraus (aus den gegebenen Informationen) irgendetwas wirklich zu schließen, verbietet sich also von selbst.

          Gruß, crumar

        • Ohne Vertrauen wird kein Slave sich einem Master anvertrauen.
          Das wäre dumm und gefährlich, und darüber hinaus – warum sollte jemand so etwas tun.
          Schon allein deshalb ist ein Gedanke wie von Elmar, ein (weiblicher) Slave würde den insgeheim den Master „hassen“, ziemlich absurd.

          Eine Session ist ein Spiel.
          Neben den (in meinen Augen, zum größten Teil ausgesprochen Pathologischen) bislang genannten möglichen Gründen, so etwas machen zu wollen, möchte ich gerne ein paar weitere aufzählen.
          Gründe, warum sich jemand auf ein solches Spiel einlassen könnte, warum jemand so etwas als Bestandteil der eigenen Sexualität spannend und positiv findet, können z.B. sein:
          Intensivierung der Gefühle.
          Es handelt sich um ein emotional sehr starkes Spiel um die Themen Vertrauen, Macht, Kontrolle und Hingabe.
          Diese Themen werden in einem spielerisch sexuellen Kontext ins extreme übersteigert bzw. überhöht.

          „Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen.“
          Der Slave macht sich verletzlich.
          Das tun wir bei Sex eigentlich immer: Wir machen uns dabei verletzlich.
          Bei BDSM wird das übersteigert.

          Der Slave muss dabei darauf vertrauen, dass der Master dieses Vertrauen nicht ausnutzt.
          Viele Frauen haben sogenennte „Vergewaltigungsphantasien“.
          Aber der Unterschied zwischen einer gespielten und einer echten Vergewaltigung ist so groß wie zwischen jedem anderen gespielten und echten Verbrechen.
          Ein gespieltes Verbrechen ist keines – sonst müsste jeder Schauspieler, der mal den Bösewicht gespielt hat, in den Knast.

          • @ C
            Das ist korrekt, nur braucht es ein gewisses Grundvertrauen um einen Penis überhaupt in seinen Körper eindringen zu lassen, sich nehmen zu lassen. Es ist m. E. eine gewisse Grenzüberschreitung, ein gewisses Ausgeliefertsein.

          • @Adrian

            Mich interessiert eher, ob wir das so sehen, weil es eben teil unserer Psyche ist oder weil es so sein muss. Aber das ist wohl eine sehr theoretische Frage, gerade bei Analsex ist die Verletzungsgefahr für den „passiven“ sicherlich höher.

            Aber neulich war hier ja auch die Diskussion „Oralsex=erniedrigend“, bei der auch aufkam, dass derjenige, der einen Penis im Mund hat, auch Macht hat. In dem Fall ist ja meist auch eher der „passive“, also der in den eingedrungen wird, der aktive.

            (allerdings sind Zähne eben auch unempfindlicher und „wehrhafter“ als andere Stellen, in die eingedrungen wird)

          • „Mich interessiert eher, ob wir das so sehen, weil es eben teil unserer Psyche ist oder weil es so sein muss.“

            Wenn ich Dich mit nem Dildo penetriere, würdest Du Dich dann als der Dominate bezeichnen?

            „Aber neulich war hier ja auch die Diskussion “Oralsex=erniedrigend”, bei der auch aufkam, dass derjenige, der einen Penis im Mund hat, auch Macht hat.“

            Hat er. Aber weder mit Vagina noch mit Anus kann man zubeißen 😀

          • „Wenn eine Sexsklavin ihren Meister auf dessen Wunsch hin mit einem Dildo penetriert, ist er dann der Sichunterwerfende?“

            In diesem Moment ja.

          • Du verwechselst Devotheit schlicht mit Kontrolle abgeben an sich und Unterwerfung.

            De Frau hat in der Regel die Kontrolle über den Sex (weil sie in der überwältigenden Zahl der Fälle bestimmt, ob es überhaupt dazu kommt).

          • @lolli

            Meine Güte, ihr habt anscheinend keine Phantasie. Dann mag er halt Stimulationen seiner Prostata, darf man das als Meister nicht? Und dann sagt er ihr eben „mach es vorsichtig, sonst setzt es was?“ meinetwegen bläst sie oder eine andere ihn noch gleichzeitig, wenn es dann leichter mit den Rollen vereinbar ist.

    • Die Rollenverteilung dominant=Mann und devot=Frau dürfte damit zu tun haben, dass der Dominante den anstrengenden Part hart, er muss „performen“. Der devote Part dagegen wird quasi bedient. Diese Rollenverteilung entspricht daher der Rollenverteilung bei der Ansprache und vielen anderen Dingen.
      Auf der biologischen Ebene dürfte die unterschiedliche Schock-Reaktion der Geschlechter, die hier schon öfters thematisiert wurde, auslösend sein.
      Ich denke daher auch, dass der Reiz für devote Männer ein ganz anderer als für Frauen ist. Dem submissiven Mann dürfte es darum gehen, Sex zu bekommen ohne dabei etwas leisten zu müssen.

      • Da müsste man jetzt untersuchen wie die Fantasien ablaufen. Ich kann mir durchaus vorstellen dass ein guter Teil der männlichen Subs erst zum Ficken kommt wenn sie eine Weile brav waren, und sie sich ansonsten aufs Lecken beschränken dürfen. Bin da allerdings nicht so drin. Vielleicht können unsere BDSM-ler das aufklären.

    • Der dominante Part hat immer mehr „Arbeit“ – egal ob Millionär oder nicht. Er übernimmt ja zusätzlich für sich auch noch (teilweise) die Verantwortung für einen weiteren Menschen. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Mann sich dann bedienen lassen kann und dadurch weniger Arbeit hat – jedenfalls gilt das für die gesunden BDSM Beziehungen.

      • „dass Mann sich dann bedienen lassen kann und dadurch weniger Arbeit hat “
        Sexarbeit…
        Ich hatte eher sowas wie entspannt Spass haben im Sinn.

        Irgendwie fahren Frauen beim Sex mehr so auf soziale Rollenspiele ab – interessanterweise haben die Frauen die ich kenne aber bei „echten“ Rollenspielen immer eine Problem gespielt sozial zu interagieren, bzw. nehmen diese irgendwie dann zu ernst und persönlich (wie z.B. „Werwölfe von Düsterwald“).

        Das sind natürlich Anekdoten, keine Fakten.

      • Der natürlich dominante Mann, der, „der es einfach drauf hat“ und von dem Frauen so beeindruckt sind, hat überhaupt keine Arbeit, weil er einfach nur auf seine genetische Disposition zurückgreift. Im Gegenteil: über genetisch sicher verankertes aggressiv-dominantes Verhalten kann sogar ziemlich mühelos und „unangestrengt“ verfügt werden und das kommt auch so rüber.(*)

        Bei der Mehrzahl der weniger dominanten Männchen sind diese „Naturals“, die genetisch disponierten aggressiv-dominanten Männer, allerdings sogar ziemlich unbeliebt, weil sie es „irgendwie“ schaffen, sich Ressourcen ohne größere Anstrengungen, Mühen und ohne Arbeit anzueignen. „Irgendwie“ meint: mithilfe sozialer Dominanz, die in extremis auch durch Einschüchterung, Bedrohung, gewissenlosen Betrug oder Tötung des Widersachers ausgeübt wird. Der nicht-dominante Mann erarbeitet die Ressourcen, der dominante Alpha raubt sie ihm dann. Und Frauen sind mit ihren Kindern auf jeden Surplus angewiesen.

        https://darktriumvirate.wordpress.com/

        (*) Deshalb auch der Ratschlag der PUA-Community, auf Instrumente wie „Aloofness“ oder „Amused Mastery“ zurückzugreifen, weil das „unangestrengte Dominieren“ bei Frauen gut ankommt.

        • Das kommt es ganz auf die Frau an und das Umfeld. Ich rede vom dominanten Mann im BDSM Umfeld. Dort hat er die Aufgabe sich um seine Sub zu kümmern. Er verfügt zwar über sie, hat aber auch viele Aufgaben die er für sie übernehmen sollte (und wenn er das nicht tut, sollte sich Sub schleunigst einen Neuen suchen). So sieht jedenfalls die von den meisten BDSM-Liebhabern als für gut befundene BDSM-Beziehung aus. Nur nehmen und nicht geben wollen ist in dieser Art Beziehung verpönt.
          Und wie gesagt, ich rede hier rein von BDSM-Beziehungen – es geht ja um den Film, nicht um irgendeine Art von Beziehung.

        • „Und wie gesagt, ich rede hier rein von BDSM-Beziehungen – es geht ja um den Film, nicht um irgendeine Art von Beziehung.“

          Dass es bei „50 Shades of Grey“ NUR um die sexuelle Spielart ginge, ist eine überaus naive Lesart und eine sozial akzeptable Verschleierung.

          Wie @ratloser weiter oben schon ausgeführt hat, greift das Buch die genetisch verankerten (sozial)psychologischen Dimensionen der Weiblichkeit, und hier besonders den Wunsch nach Unterordnung/Dominiert-Werden, auf.

          Deshalb ist das Buch bei der überwiegend weiblichen Leserschaft weggegangen wie warmen Semmeln, weil es „tief drinnen“ „irgendetwas“ „anklingen“ lässt.

        • Ok. Offensichtlich ist diese Spielart von Sex nichts für mich.
          Aber angesichts des zu betreibenden Aufwandes hat das für mich schon zwanghafte Züge.

          Ich glaube das liegt aber auch daran, dass ich Gewalt nicht spielerisch leben kann, vielleicht weil ich zuviel tatsächlicher Gewalt gegenüberstand und daraus konditioniert bin in solchen Fällen final zu handeln – also derart zu reagiern, dass der ander nicht mehr in der Lage ist Gewalt auszuüben, weil Drohung oder Schmerz (oder beides ) zu gross ist – oder eben auszuweichen.

          Oldie and Goldie…
          http://www.cowboylyrics.com/lyrics/rogers-kenny/coward-of-the-county-8513.html

        • @zip
          Man kann natürlich in alles das reininterpretieren, was man möchte! 🙂 Die beste Statistik ist immer noch die, die man selbst gefälscht hat.
          Fakt ist einfach, dass die Autoren NICHT die Absicht hatte „die genetisch verankerten (sozial)psychologischen Dimensionen der Weiblichkeit“ aufzuarbeiten sondern schlichtweg – wie in diversen Interviews zum Besten gegeben – Twilight mit BDSM kombinieren wollte. Und warum? Weil sie es geil fand. Manchmal sollte man die Kirche im Dorf lassen und sich auf das beschränken, was der oder die Schreiber/in mit seinem Roman beabsichtigt hat.

        • @zip
          Man kann natürlich in alles das reininterpretieren, was man möchte. Die beste Statistik ist immer noch die, die man selbst gefälscht hat. 😉
          Wissenschaftlich gesehen könnte es natürlich sein, dass du auch ein bisschen Recht hast (bestimmt sogar), aber Fakt ist einfach, dass die Autoren NICHT die Absicht hatte „die genetisch verankerten (sozial)psychologischen Dimensionen der Weiblichkeit“ aufzuarbeiten sondern schlichtweg – wie in diversen Interviews zum Besten gegeben – Twilight mit BDSM kombinieren wollte. Und warum? Weil sie es geil fand. Und nur auf diesen Aspekt beziehe ich mich. Manchmal sollte man die Kirche im Dorf lassen und sich auf das beschränken, was der oder die Schreiber/in mit seinem Roman beabsichtigt hat.

        • Weiß jetzt nicht, ob ich das unter/hinter meinen Beitrag weiter oben druntersetzen soll, aber ich mach das mal hier her :

          Hier wird ganz schön über BDSM pathologisiert, finde ich.

          Karimausi hat bereits deutlich gemacht:
          Die Hauptrolle bei einer BDSM-Session spielt immer der Slave.
          Alles dreht sich um ihn.
          Der Master übernimmt die Verantwortung für den Slave, und es geht vor allem um die Lust des Slave.
          Der Slave tritt dabei Kontrolle ab – das erfordert eine Menge Vertrauen.
          Ohne Vertrauen wird kein Slave sich einem Master anvertrauen.
          Das wäre dumm und gefährlich, und darüber hinaus – warum sollte jemand so etwas tun.

          Vor allem im Bondage-Bereich spielt die Vorstellung der „Begrenzung“ eine große Rolle:
          Man gibt Kontrolle auf und liefert sich dem aus, was der andere einem (an Lust) „zufügt“.

          Man kann sich nicht dagegen „wehren“, bzw. umgekehrt: Man kann sich mit aller Kraft auflehnen, ohne dass es etwas nützt.
          Man kann und darf die Kontrolle über sich selbst verlieren.
          Ebenfalls: Man hat keinen Einfluss auf Tempo und Rhythmus, man ist dabei dem ausgeliefert, was der andere mit einem macht – und wenn der das gut macht, dann ist das ausgesprochen spannend und aufregend.

          Es gibt zwar tatsächlich BDSM-Beziehungen, in denen ein Part immer der Slave und der andere immer der Master ist – aber aus den genannten Gründen ist es in vielen BDSM-Beziehungen durchaus so, dass einer zwar eine bevorzugte Rolle hat, man sich aber durchaus auch mal wechselt.

          Es ist weiß Gott nicht so, dass es nicht eine Menge Männer (nicht nur im BDSM Umfeld) gäbe, die sehr sehr gerne mal den submissiven Part spielen würden.
          Hier wird grad so getan, als wäre das Bild aus SoG das dominierende (interessantes Wortspiel, gell).
          Als gäbe es nicht eine ausgeprägte Szene von Dominas, für die Männer auch Geld bezahlen, um sich von ihnen mal behrrschen zu lassen.
          Das ist ein ganz eigener Markt, mit beträchtlichen Umsätzen.

    • Nicht Millionär, MillIARDÄR! Und zwar unter 30.
      Außerdem musst du eine schlechte Kindheit haben oder zumindest glaubwürdig vorspielen können.

      „Deshalb ist das Buch bei der überwiegend weiblichen Leserschaft weggegangen wie warmen Semmeln, weil es “tief drinnen” “irgendetwas” “anklingen” lässt.“

      Aber eben nur bei manchen, bei genauso vielen Leserinnen hat es ausser Lachanfällen oder Unverständnis wieso so was Schlechtes so erfolgreich sein kann nichts bewirkt.

      • „Aber eben nur bei manchen, bei genauso vielen Leserinnen hat es ausser Lachanfällen oder Unverständnis wieso so was Schlechtes so erfolgreich sein kann nichts bewirkt.“

        Jaja, so ist das mit den Pornos: alle lechzen danach, aber keinem will’s wirklich gefallen haben.

        • Ach was, lies dir doch mal ein paar Passagen durch, ich kann schon verstehen, dass eine Menge Leute, das „ernsthaft“ nicht albern finden.
          Ich finde das genauso albern wie Twilight und kann es auch jeder Zeit verständlich begründen wieso.
          Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein großer Teil des kommerziellen Erfolges auf Hype beruht.

        • „Findest du es denn alberner als sonstige Frauen-Sex/liebesromane, die es so auf dem Markt gibt und die sich ja auch durchaus verkaufen?“

          Ja, definitiv. Es gibt Schnulzromane die wenigstens gut, erwachsen geschrieben sind und eine nachvollziehbare Story haben. Und die, die es nicht sind, die bleiben auch ein Randphänomen.

          50 Shades of Grey ist 5 Klässler Niveau, wie gesagt, genau wie Twilight. Dieselben Fehler werden gemacht.
          Es ist z.B ein Anfängerfehler, zu schreiben „Er sah unglaublich gut aus“, „Sie streichelte sein unbeschreiblich schönes Gesicht“, „Sie liebte ihn über alles“ und das ständig zu wiederholen usw. anstatt es den Leser selber nachempfinden zu lassen, durch nachvollziehbare Entwicklung und Beschreibung.
          Ein guter Autor muss nicht ständig auf etwas beharren, sondern es ergibt sich von selbst.
          Dadurch kommt bei mir zumindest kein romantisches Feeling auf, bei Titanic z.b schon eher, weil es da eine nachvollziehbare Entwicklung gab, die sich nicht nur aufs Beschreiben von „Fakten“ (gut aussehen, lieben) beschränkte, sondern greifbar wurde.

          Aber das scheinen Menschen halt unterschiedlich zu sehen, deshalb gibt es sowohl hier, als auch bei Twilight zwei gleichwertige, stark polarisierende Lager.

  3. Interessante Statistik, aber ich denke, man sollte sie schon ins richtige Verhältnis setzen. Wie wir wissen ist überwiegende Teil der Pornoseiten-Besucher im Internet männlich. Habe mal gelesen, dass nur 25% der User weiblich sind (Quelle fehlt mir aber gerade). Das heißt, die erhöhte Nachfrage an BDSM-Porno kommt von der Minderheit von Frauen, die ohnehin schon vorher ein ausgeprägtes Interesse an visuellen Sexualinhalten hatten und statt gewöhnlichem Porno jetzt eben die Submission-Kategorien intensiver betrachten. Halte es aber für plausibel, dass durch den Erfolg von 50 Shades viele neue weibliche Pornonutzer hinzugekommen sind.

  4. Das Interesse an dieser voyeuristischen Zeitverschwendung ist ein weiterer Beweis geistigen Rückganges. Die Hollywood-propagada hat mal wieder ganze Arbeit geleistet: „The Last Tango in Paris 2.0“. Jetzt geht das Rennen um die Interpretationshoheit los: Welcher Sozial-Psycho-Scharlatan darf sein Gelabere bei Lanz & Co. abladen. Oh mann…

  5. Der Artikel zitiert aus einer Umfrage.

    64.6 percent of women had fantasized about “being dominated sexually”, but only 53.3 percent of men had

    Also etwa zweidrittel der befragten Frauen und etwa die Hälfte der Männer.

      • Möglich. Man müsste ins Detail gehen und die entsprechenden Fantasien über verschiedene Kulturen vergleichen um da ein aussagekräftiges Bild zu bekommen.

    • Als alleinstehende Behauptung würde ich die beiden Aussagen:
      64,6% sind etwa 2/3
      und
      53,3% sind etwa die Hälfte
      ja gelten lassen.
      Bei diesem Vergleich unterschlägst Du aber, dass die Abweichung bei beiden so ist, dass die Differenz eben deutlich niedriger ist als durch „2/3“ gegenüber „1/2“ suggeriert.
      Der unterschied bei 2/3 zu 1/2 ist 1/6 bzw. 16,7%, der reale Unterschied 64,6% zu 53,3% aber 11,3%, ziemlich genau 1/9.

      Das ist ziemlich wenig für einen geschlechtsspezifischen Unterschied, finde ich.

      • Finde ich ja auch. Ich würde den evolutionsbiologischen Ansatz eher kaufen, wenn wir eine entsprechende Vorliebe für dominantes Verhalten bei den Männern finden könnten, Rein vom Mechanismus her ist die Idee, dass Frauen die mehr Spass am sich dominieren lassen und Männer die mehr Spass am dominieren haben sich eher fortpflanten, ja durchaus verführerisch, aber bei der Zahlenlage bleibe ich auch mal dabei dass es nicht folgt.

        Ich schrieb ja schon, dass wir die entsprechenden Vorlieben im Detail untersuchen müssten um ein aussagekräftiges Bild zu bekommen.

        • In der realen BDSM-Szene gibt es haufenweise Männer, die gerne die Rolle des Slave spielen, und ebenso haufenweise Frauen, die gerne mal die Domina machen.

          Witzig ist dabei eher, dass gerade die Literaturund die Geschichten zu Thema fast ausnahmslos dem Klischee aus SoG entsprechen:
          Männlicher Master, weiblicher Slave.
          Das is die Geschichte, die man hören (oder sehen) will, selbst wenn man in den eigenen Fantasien gere mal etwas anderes erleben möchte.

          Ich schrieb es oben bereits:
          Warum spielen in diesem Thread Dominas bislang rein überhaupt keine Rolle?
          Hat noch niemand hier davon gehört, dass es sowas gibt, und es einen Markt dafür gibt?

  6. Ich frag mich eher, ob die sklavenzentrale nun auch so einen Zulauf hat.

    Oder ob, wie es für mich zu erwarten wäre, die „wirkliche“ BDSM-Szene den meisten Menschen nicht doch zu hart wäre.
    So wie ich es verstanden habe hat die BDSM-Szene vermutlich ein einen großen Zulauf an Leuten, die BDSM in der Fantasie supitoll finden, sich über die Realität aber garnicht informieren. Die dann (körperliche und psychische) Sicherheit und Rechtliches für Pillepalle halten und BDSM wie ein Kleidungsstück tragen, so wie andere sich auf Karneval verkleiden um mal jemand anderes zu sein. (Das sind dann aber auch die, die am lautesten rumnölen dass sie in der Szene keine/n finden).

    Ich hab einfach das Gefühl, dass Worte wie „devot“ oder „dominant“ sehr dehnbare Begriffe sind, die innerhalb der BDSM-szene anders verstanden werden als in anderen Gruppierungen. (Andere Gruppierungen wären da z.B. die der „durchschnittlichen Pornokonsumenten“, die der „generellen Durchschnittsbetrachter“, die, die das Ganze politisch betrachten und die, die es aus der Sicht der Evolution betrachten. Jeder hat da eine völlig andere Definition der Begriffe, da er sie aus einem anderen Kontext nutzt. Deswegen ist 50 Shades of Grey auch nicht unbedingt ein Hinweis auf natürliche Biologie. Oder bessergesagt: es sagt etwas aus über bestimmte Menschen, taugt aber nicht unbedingt für biologische Studien. Auch bei soziologischen Betrachtungen sollte man aufpassen, dass man mehr beim Leser als beim Text selber bleibt.)

  7. Pingback: Aufgefischt: Masern, LeFloid, Putin, Gender, Shades of Grey, Panzer und all about Samsung | Gunslinger's Wilder Süden

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