„Fragen an Männer“ (#Questionsformen)

Auf Twitter läuft gerade die Aktion „Fragen an Männer“ „#Questionsformen„, die teilweise schon als „amerikanische Version des #Aufschrei bezeichnet wird.

Die Fragen sind dabei eher Vorwürfe an Männer, eine Art „Ist euch eigentlich bewußt, wie privilegiert ihr seid, und wie schwer wir Frauen es haben?“ Häufig haben sie auch die Form, dass eine aus deren Sicht unzulässige Frage an Frauen für Männer umformuliert wird. Eine Auswahl findet sich hier:

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Natürlich wurde auch hier der Hashtag umgekehrt bzw. teilweise wurden Fragen einfach beantwortet:

Vergessen wird insoweit natürlich mal wieder, dass Männer zwar gewisse Vorteile haben, aber eben auch Nachteile. Und das beide oft in Verbindung stehen. Und eben, dass Männer und Frauen auch verschieden sind.

Ich versuche mich mal an Antworten:

1.

Die Darstellung von Männerrechtlern als untervögelt ist nun nicht gerade ungewöhnlich. Kleine Schwänze, dich lässt eh keine ran, ihr seid ja nur frustriert, weil ihr keine abbekommt – eigentlich recht typisch

2.

Nein, sie haben von vorneherein erwartet, dass ich mich voll für Karriere entscheide. Die Betrachtung, dass ich etwas anderes will, kam dort gar nicht vor.

3.

Ich nehme an, sie meint die „reproduktive Organs“. Und natürlich gibt es da diverse Debatten, zB warum alle Männer schwanzgesteuert sind. Wenn sie damit Verhütung oder Abtreibung meint, dann könnte ich natürlich anführen, dass Frauen natürlich über die Folgen dessen, was ich mit meinen reproduktiven Organen anstelle mitentscheiden, nämlich bei der Frage, ob ich dann Unterhalt zahlen sollte, was ich der Frau sagen darf, also zB inwieweit ich meine Meinung mitteilen darf, dass sie abtreiben sollte, weil ich kein Vater werden möchte etc.

4.

Ich wurde Masku, Frauenfeind oder ähnliches genannt. Und natürlich auch alle übrigen Beleidigungen

5.

Nein. Aber natürlich diverse Abhandlungen, warum diverse Witze nicht lustig sind von Frauen. Und auch Abhandlungen, warum Männlichkeit an sich toxisch ist. Allerdings würde ich auch eine Abhandlung eines Mannes, dass es keine lustigen Frauen gibt, schlecht finden. Eine Abhandlung, dass mehr Männer gute Comedians sind hingegen kann durchaus Hand und Fuß haben

6.

Gut. Aber ich nehme an es geht darum, dass ich das noch nicht gefragt worden bin, Frauen aber schon: Es liegt daran, dass Männer eh keine Wahl haben. Männer allerdings, die KEINE Karriere machen, ihre Frauen aber schon, kennen die Frage durchaus, dann mit leicht ironischen Unterton auf Karriere.

7.

Nein, aber ich wollte auch noch nie in einem Frauenbereich groß werden. Allerdings ist die Frage auch nicht verwunderlich: Sie soll abklären, wie sie mit Männern zurechtkommt und ob sie da feindselig reagiert: Ich vermute mal mit der Antwort: „Nein, ich komme mit Männern gut zurecht“ fährt man da besser als mit „Diese ganzen sexistischen Schweine, mit denen ich bisher gearbeitet habe, machen es einem schwer, ich hasse Männer“. Es sei denn man bewirbt sich im feministischen Millieu. Dann wäre es umgekehrt.

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Auch hier wieder: Als Mann hat man üblicherweise nicht die Wahl auszusetzen

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Ich habe tatsächlich schon mal gesagt „Tut mir leid, ich bin vergeben“. Allerdings war es nicht gelogen.

10.

Nein, aber die war auch immer in dem für Männer erlaubten Maß. Allenfalls für das Tragen einer 3/4 Lederhose im Winter („Nein, mir ist nicht kalt“).

11.

Das Lustige daran: Der Reporter wird es meist für eine Frauenzeitschrift fragen. Männer interessiert nicht, welche Firma ihre Kleidung herstellt.

12.

Es kam schon vor, dass mich Frauen nicht zu Wort kommen gelassen haben.

13.

Nein, aber mir wurde schon von Frauen vorgehalten, dass ich sie/andere Frauen beschützen solle, damit sie nicht vergewaltigt werden

14.

Nein, männliche Charaktere sind zwar ebenfalls stark idealisiert, aber das bekomme ich problemlos hin.

15.

Als ob das bei Frauen der Fall wäre. Friends hatte mehr als zwei Frauen, How I met your Mother auch. Allerdings habe ich auch Sex in the City geschaut, ebenso wie „Orange is the new Black“ ohne das ich das jetzt problematisch finde. Auf welche Show trifft der Vorwurf denn zu?

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Nein, allenfalls meiner Mutter oder Südländerin. Wenn damit gesagt werden soll, dass es notwendig ist, weil es für Frauen gefährlicher ist, dann würde ich das ersteinmal bestreiten. Es ist eher dem Umstand geschuldet, dass Frauen in der Hinsicht ängstlicher sind.

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Sicher schon ein paar Mal. Aber auch das dürfte eben daran liegen, dass dies bei Frauen seltener der Fall ist.

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Allenfalls bei meinem Plan ein feministisches Buch rauszubringen, das gerade so keine Satire ist, dafür in der feministischen Welt gefeiert zu werden und mich dann zu offenbaren

19.

Nein, aber ich bin auch kein Gamer (mehr, früher habe ich durchaus viel gespielt, jetzt fehlt die Zeit, damals gab es aber den Begriff noch nicht)

 

Eure Antworten/Anmerkungen, sei es zu den Fragen oben oder zu anderen im Netz, würden mich interessieren.

Gerne können auch weitere Fragen, die nach eurer Auffassung an Männer gestellt werden sollten, gepostet werden.