Sexy Son Hypothese

Die „Sexy Son Hypothese betrifft ein Partnerwahlkriterium innerhalb der sexuellen Selektion. Sie geht davon aus, dass es mitunter Vorteilhaft sein kann, einen Partner nur deswegen zu wählen, weil die Mehrheit der Frauen ihn „sexy“ findet, und das unabhängig davon, dass diese „Sexyness“ auf einem sonstigen evolutionär vorteilhaften Faktor beruht.

Sexuelle Selektion beruht auf abgespeicherten Attraktivitätsmerkmalen, die durch Vererbung weitergegeben werden.  Dadurch, dass die Personen, die auf dieses Merkmal stehen, sich Partner suchen, die dieses Merkmal in besonders großer Ausprägung besitzen, wird zugleich auf dieses Merkmal selektiert.

Reichert sich nun ein abgespeichertes Attraktivitätsmerkmal in der Gruppe an, dann wird die sexuelle Selektion noch verschärft

  • ein potentieller Partner, der das Merkmal nicht hinreichend ausgeprägt hat, wird immer weniger und auch weniger hochwertige Partner haben, die sich für ihn interessieren
  • er wird zudem das Merkmal auch nicht an seine Kinder des gleichen Geschlechts weitergeben, so dass auch diese keinen oder zumindest keine hochwertigen Partner finden werden.

Beide Effekte zusammen machen es noch attraktiver einen Partner zu suchen, der in Hinsicht auf Merkmale die der sexuellen Selektion unterliegen, besonders gut die Voraussetzungen erfüllt.

Bei der Wahl eines Partner mit besonders gut ausgeprägten Merkmal gilt:

  • es besteht die Chance, dass er das Merkmal an seine Kinder weitergibt und diese ebenfalls attraktiv werden
  • die Kinder mit dem Merkmal werden eine hohe Chance haben, qualitativ hochwertige Partner zu finden

Wenn die Kosten des Sex ungleich verteilt sind, etwa bei Säugetieren, bei denen die Frauen die höheren Fixkosten tragen, gleichzeitig aber nicht unbedingt eine gemeinsame Aufzucht des  Nachwuchses erforderlich ist, wenn also eine Beteiligung des Vaters nicht obligatorisch ist, um das Kind überhaupt durchzubekommen, dann kann gerade bei Männchen das Merkmal der sexuellen Selektion noch mehr ausgenutzt werden.

Weil ein Sohn theoretisch beliebig viele Nachkommen haben kann, während eine Tochter aufgrund des Austragens und des Stillens der Kinder wesentlich beschränkter ist, kann sich ein besonders anziehender Sohn noch mehr lohnen (daher der Name der Hypothese).

Nachteil einer solchen Strategie ist dann eben, dass sie sich für die Mutter gerade dann lohnt, wenn der Sohn sich nicht an eine andere Frau bindet und sie versorgt, sondern mit möglichst vielen Frauen möglichst viele Kinder bekommt. Dazu müsste sie aber im Endeffekt einen Vater aussuchen, der das gleiche mit ihr macht. Was natürlich bedeutet, dass sie dann auch wiederum die Kosten der Kinderaufzucht trägt.

Hier ist es im Prinzip reine Genmathematik: Solange die Nachteile, mit einer geringeren Chance Unterstützung zu bekommen, die Gene evtl nicht weiterzugeben bzw. nicht an einen Jungen  die Vorteile überwiegen, einen Sexy Sohn zu haben, der dann die Gene in ausreichender Zahl weitergibt,  hält sich eine entsprechende Genvariation.

Es kann sich also durchaus lohnen auf Casanovas/sehr schöne Männer ohne Bindungsabsichten zu stehen, hier wird dann sozusagen Attraktion höher gewertet als Komfort.

Zur Sexy Son Hypothese noch mal etwas aus der Wikipedia:

Female mating preferences are widely recognized as being responsible for the rapid and divergent evolution of male secondary sexual traits.[3] In 1976, prior to Weatherhead and Robertson’s paper,[4] Richard Dawkins had written in his book The Selfish Gene:

In a society where males compete with each other to be chosen as he-men by females, one of the best things a mother can do for her genes is to make a son who will turn out in his turn to be an attractive he-man. If she can ensure that her son is one of the fortunate few males who wins most of the copulations in the society when he grows up, she will have an enormous number of grandchildren. The result of this is that one of the most desirable qualities a male can have in the eyes of a female is, quite simply, sexual attractiveness itself.[5]

The idea is that if females choose physically attractive males, they will tend to get physically attractive sons, and therefore more grandchildren, because choosy females will prefer their attractive, „sexy“ sons. The theory will function regardless of the physical or behavioral trait a female chooses, as long as it is heritable, because it is possessing the trait that makes males attractive, and not the qualities of the trait in itself. Thus, traits culturally perceived as negative can still be seen as desirable; for example, females who stay with or are attracted to males they know to be disloyal in a monogamous relationship. If this trait is passed to any male children, they are more likely to themselves be non-monogamous, have several mates and spread the female’s genes to multiple grandchildren. The sexy son hypothesis is one of several possible explanations for the highly diverse and often astonishing ornaments of animals.[6][7][8]

Once a preference becomes established, females choosing males with elaborate secondary sexual traits will produce sons that carry alleles for the trait and daughters that carry alleles for the preference, generating genetic coupling that will drive self-reinforcing coevolution of both trait and preference, due to the mating advantage of males with the trait. Thus, the original viability benefits associated with the preference can be undermined by a Fisherian runaway sexy sons process.[8] Similar models have been proposed for postcopulatory female preferences, such as the time at which females removed the male’s sperm ampulla after mating. Sexual selection by direct and/or indirect benefits as well as sexual conflict determine the evolution of animal mating systems.[9]

In its original context, the „narrow-sense sexy son hypothesis“ of Weatherhead and Robertson refers to mating systems with care from both parents. In these mating systems, females that mate with a polygynous male normally receive less assistance than females mated with a monogamous male,[10] and thus suffer from direct fitness consequences that have to be (at least) compensated for by the breeding successes of their sexy sons. On the other hand, a „broad-sense sexy son hypothesis“ encompasses both polygyny and promiscuous mating systems, with and without care from both parents. Alatalo (1998)[11] argues that the costs of any additional choice may be so minor that female choice for honestly signaling males, that is good genes, may evolve even if the indirect benefits on offspring quality are small. A similar argument can be made for the sexy son hypothesis if mates of attractive males do not suffer any direct fitness consequences

62 Gedanken zu “Sexy Son Hypothese

  1. Das „Mann als Versorger“-Motiv ist in unserem Sozialstaat doch nur noch sekundär bis tertiär.

    Interessant wäre es zu schauen, wie sich die geänderten existentiellen Rahmenbedingungen für Frauen, die ohne sorgenden Vater Kinder aufziehen, auf die „Qualität“ des Nachwuchses auswirkt.

  2. Afrika! Ich sage nur Afrika. Schöne aber unzuverlässige Männer. Der Pfau-Effekt, wunderschön anzusehen, aber nutzlos.
    Es ist der Effekt, der dazu führt, dass die afro-amerikanische Gemeinschaft einfach nicht auf die Füße kommt.

    Carl Jung

    • @ Carl Jung

      „Es ist der Effekt, der dazu führt, dass die
      afro-amerikanische Gemeinschaft einfach nicht
      auf die Füße kommt.“

      Erfrischend politisch inkorrekt aber
      200% der Realität entsprechend.
      Sage jedem der das nicht begreifen
      kann/will „It`s genetic idiot“

      • Nichts gegen politisch inkorrekte Thesen. Politisch inkorrekt ist ja sowieso im rechten PC-Sprech ein Synonym für „der Realität entsprechend“.
        Ich wäre dann aber mal noch auf die Evidenz gespannt, nach der afrikanische Unzuverlässigkeit genetisch und weniger kulturell bedingt ist als beispielsweise der Mentalitätsunterschied zwischen dem Schwaben und dem Rheinländer. Und kommt mir nicht mit IQ.

        • Dazu hab ich vor ein paar Tagen was geschrieben.
          Wenn alles biologisch ist, wird der Begriff sinnentleert.
          Ist Psychologie aphysiologisch?
          Soll ich deswegen nicht mehr psychologische Ursachen eines Fahrradunfalls von den physiologischen abgrenzen?

          Also, welche Evidenz gibt es dafür, dass Unzuverlässigkeit sich als genetisches Merkmal in Afrika akkumuliert hat? Ich akzeptiere keine phänomenologische Erklärung 😉

        • @ david

          Du hast einen Gegensatz zwischen biologisch (aka genetisch) und kulturell verursacht aufgestellt. Dieser Gegensatz besteht so nicht, da alles Kulturelle im wesentlichen auch Folge des Biologischen ist.

          Umgekehrt führt das Kulturelle langfristig gesehen auch zu einer Änderung des Biologischen.

        • Ja theoretisch ist das für mich denkbar. Die Frage wäre aber auch, welche konkreten Selektionsdrücke haben eine differenzielle Entwicklung bedingt relativ zu anderen „Rassen“?

          Unzuverlässigkeit als isoliertes genetisches Merkmal, naja. Wobei sie ja durchaus zu den Big 5 gehört (Gewissenhaftigkeit).
          Ist die vermeintlich geringe Variation dieses Persönlichkeitsmerkmals über den afrikanischen Kontinent anthroplogisch plausibel (man vergleiche mal Bundesländer oder europäische Nachbarstaaten)?

          Ich denke dass das Bedürfnis nach einfachen, selbstwertdienlichen Erklärungen dahinter steckt. Der Schwarze kann’s halt nicht.
          Und der Gutmensch will die Wahrheit verschweigen.

        • @ david

          Dann stellt sich auch gleich die Frage
          nach dem Erfolg.
          Was ist denn Erfolg? Sicher nicht
          nur der persönliche Erfolg.
          Die deutsche Gesellschaft überaltert,
          die „schwarzen“ Gesellschaften
          haben dieses Problem (noch) nicht.

          Ich denke es gibt keine einfachen
          Erklärungen.

        • @ david

          „Ich denke dass das Bedürfnis nach einfachen, selbstwertdienlichen Erklärungen dahinter steckt. Der Schwarze kann’s halt nicht.
          Und der Gutmensch will die Wahrheit verschweigen.“

          Ein Motiv der „Gutmenschlichkeit“ und insbesondere der PC ist sicherlich die Angst, durch Thematisierung von Unterschieden und gar noch der situativen Wertigkeit von Verschiedenheiten ein Klima von Ressentiment, Abwertung und Benachteiligung zu schaffen.

          „Der Schwarze kanns halt nicht“ ist so ein Beispiel für eine moralisch negative und sozial destruktive Haltung.

          Nun ist es aber so, dass westafrikanische Menschen sich von mitteleuropäischen Menschen als Gruppe nicht nur in Sachen Hautfarbe unterscheiden, sondern auch in anderen körperlichen Eigenschaften und – damit in Verbindung stehend – soziokulturellen Prägungen.

          Diese Unterschiede bestehen. Das ist für sich genommen auch nicht schlimm. Jeder von uns ist „anders“…auch wenn wir Differenzen zu anderen Gruppen anders wahrnehmen als Differenzen innerhalb der Gruppe.

          Das Problem der potentiellen moralischen und sozialen Abwertung, Benachteiligung und schlimmstenfalls Verfolgung von differenten Gruppen ist ein drängendes, wird aber durch sozialen Zwang zur Verleugnung der Differenzen nicht kleiner, sondern langfristig größer.

        • Hm, ich hätte gedacht es kommt etwas mehr an Substanz als nur PC-Paranoia.

          Ich hab wie gesagt mit biologischen Gruppenunterschieden kein Problem, man muss mir nur auch etwas halbwegs belastbares liefern.
          Ich bin doch kein Gleichheitsfanatiker der glaubt dass die Aboriginie seit 50.000 Jahren denselben Genpool mitschleppen. Gerade weil Kultur die Evolution so brutal beschleunigt, darum geht es ja in diesem Artikel.
          Es ist auch immer gut, den Eindruck zu wahren, dass dieses Interesse an biologischen Unterschieden völlig unabhängig von der politischen Einstellung zu Migration und ähnlichen Themen besteht.
          Leider gelingt das am Ende dann doch sehr wenigen.
          Die einzigen politischen Forderungen, die sich imho aus dieser Meinung ableiten lassen dürfen, sind liberale (also gegen affirmative action z.B.)

        • @ david

          PC-Paranoia? Wo?

          „Die einzigen politischen Forderungen, die sich imho aus dieser Meinung ableiten lassen dürfen, sind liberale (also gegen affirmative action z.B.)“

          Keineswegs. Legitime politische Forderungen, die aus der Kenntniss biologisch (und damit auch kulturell) bedingter Gruppeneigenschaften gezogen werden können, sind auch die nach einer Einwanderungspolitik, die die sozialen Grundlagen der Gesellschaft, in die eingewandert wird, nicht zu zerrütten droht.

        • biologisch (und damit auch kulturell)

          kulturell ja, biologisch nein. Die Unterschiede zwischen BRD und DDR sind auch rein soziologisch zu analysieren, nicht biologisch. Minimale biologisch bedingte Mittelwertsunterschiede können keine Grundlage von Einwanderungspolitik in der zivilisierten Welt sein, da kann ich auch das R-Wort nicht mehr länger zurückhalten.

        • @ david

          Wenn eine Gruppe, deren tiefe über mehr als 1000 Jahre erfolgte soziokulturelle (und damit auch mehr oder weniger biologische) Prägung dazu führt, dass sie sich mehrheitlich in unserer Gesellschaft nicht integrieren will und kann, ist es nicht Ausdruck von R A S S I S M U S, sondern ist Ausdruck von Abwesenheit von Blödheit, lässt man diese Gruppe nicht in Massen einwandern.

          Dass ausgerechnet diejenigen, die so gerne zu Hexenjagden gegen „Rechte“ aufrufen, gesellschaftliche Handlungskonsequenzen aufgrund von Gruppeneigenschaften als „rassistisch“ diffamieren, ist witzig.

          Die Frage ist doch eigentlich, dürfen wir als Gruppe bestimmen, wer in unsere Gruppe kommen darf. Ich sage ja. Ich bestimme ja auch darüber, wer in meinem Haus leben darf und mit wem ich meine zeitlichen, emotionalen und materiellen Ressourcen teile.

          C´est la vie.

          Ich hab das Wort, dass Dir so im Magen drückte einfach mal per proxy hochgewürgt, ich denke es war in Deinem Interesse…*fg*

        • Nein, eigentlich nicht 😉 Ich habe mit deinem Standpunkt keine Probleme, mit dir sowieso nicht. Auch wenn ich das Untergangsgeheule von der Islamisierung in dem Ausmaß nicht nachvollziehen kann.

          Ich frage mich, wozu es für deine Ansicht den Biologismus (ein Wort, das ich gerade selbst erst zum zweiten Mal benutze, ohne es als Kampfbegriff zu bezeichnen) braucht. 1000 Jahre Islam in den Genen? Willst du mich verarschen?

        • @ david

          Im besagten Zusammenhang sind wesentlich die Art der Gruppendifferenz und die Plastizität der Differenz.

          Die Genese der Differenz spielt primär keine Rolle für die Bewertung der Differenz, sekundär spielt sie aber eine Rolle bei der Beurteilung der Plastizität und somit für die Wahrscheinlichkeit einer Anpassungsleistung.

          Jede totalitäre Ideologie (und um eine solche handelt es sich beim Islam eher als um einen spirituell ausgerichtete Glauben) fordert von ihren Anhängern bzw. ihr Unterworfenen die rigide Einhaltung bestimmter Verhaltensweisen und Wertemuster.

          Eine Abweichung, Evolution ist nicht nur nicht vorgesehen, sondern wird sogar hart sanktioniert, da sie die Basis der Gruppe gefährden würde.

          Zu den Charakteristika der im Grunde tribalistischen Regeln des Islam zählt manichäisches Weltbild zwischen Angehörigen des Islam und den Ungläubigen (letztere in unterschiedlicher Abstufung), das eine dauerhafte friedliche Koexistenz dieser beiden Gruppen aus Sicht des Islam genauso ausschliesst, wie die Anerkennung der Ungläubigen als gleichwertige, wenn auch unterschiedlich gläubige Mitmenschen.

          Jedes Frustrationserlebnis kann aufgrund der ideologischen Vorgabe eines eigenen „Besserseins“ nicht anders als als Ausdruck einer Verschwörung interpretiert werden. Dies behindert jedoch Fähigkeit zur Selbstkritik und damit Weiterentwicklung. Die soziale, kulturelle und materielle Stagnation sämtlicher islamisch dominierten Gesellschaften seit dem Mittelalter spricht für sich.

          Die Konfrontation mit der evolutionären Weiterentwicklung des Nichtislam vulgo „Westen“ wird deshalb von vielen Muslimen auch als Kränkung empfunden. Diese Kränkung wird zum Teil durch Abwertung des „Westlichen“, zum Teil durch Selbstvergewisserung der konkret körperlichen Überlegenheit versucht, zu kompensieren.

          Jede länger anhaltende totalitäre Prägung führt zu einer soziokulturellen Entwicklungshemmung, zur Ausbildung eines relativ homogenen Sozialisationstypus.

          Diese rigiden Sozialisationsmuster wirken sich selbstverständlich im Verlaufe vieler Generationen auch auf die biologischen Dispositionen aus.

          Die alltägliche Aggressionsminderung des durchschnittlichen „Neuen Mannes“, um in Deinem Bild zu bleiben, ist auch Ausdruck einer über lange Zeit stabilen soziokulturellen Prägung mit biologisch bedingter Stärkung der Impulskontrolle.

          Sie ist übrigens mehr einer verbesserten Impulskontrolle, als einer prinzipiell nicht mehr vorhandenen Aggressionsfähigkeit zu verdanken.

          Die soziokulturellen Muster prägen auf lange Sicht die biologischen Dispositionen. Je rigider und homogener die Gesellschaft, desto schneller und intensiver.

        • @ ratloser

          *Die soziokulturellen Muster prägen auf lange Sicht die biologischen Dispositionen. Je rigider und homogener die Gesellschaft, desto schneller und intensiver.*

          Ein gutes Beispiel dafür könnten die aschkenazischen Juden sein, die sich über rund 1000 Jahre hinweg einem unfreiwilligen und unbewussten „Zuchtexperiment“ ausgesetzt sahen (durch ihre Ghettoisierung, vermehrungstechnische Abschottung, rigide Beschränkung auf wenige Berufsfelder – sie durften keine Zunfthandwerker werden, kein Land erwerben, also keine Bauern sein).

          Das scheint zu bemerkenswerten Gruppenunterschieden geführt zu haben in „nur“ 1000 Jahren (am Markantesten: Sie sind die Menschengruppe mit dem höchsten Durchschnitts-IQ, eine satte Standardabweichung über dem weißen Durchschnitt, was sehr gut erklärt, warum bei 2 % Aschkenazim in den USA rund 30 % der US-Nobelpreisträger dieser Gruppe entstammen.).

        • „Das scheint zu bemerkenswerten Gruppenunterschieden geführt zu haben in “nur” 1000 Jahren“
          Das stimmt. Ihre ethnischen Brüder (Sephardim) in den arabischen Ländern (Marokko, Algerien, Irak usw.) hatten diese Entwicklung nicht.
          @ratloser
          Warum denkst du, dass der Islam eine totalitäre Ideologie ist? Seit wann repräsentiert der Jihand den ganzen Islam (als Religion)? Menschen wie Pierre Vogel werden selbst von den Muslimen verachtet. Er ist nicht der Vertreter des Islam, genausowenig der Katholizismus (oder seine radikale Gruppen) die Hauptvertreter des Christentums sind. In Israel sind viele Juden sogar der Meinung, das sie vielmehr von den Christen verfolgt und ermordet wurden als von den Muslimen. In de multireligiösen balkanischen Ländern hatte und hat ebenso die christliche Orthodoxie ein friedliches Zusammenleben mit dem Islam.

        • @ Andart

          Richtig, die Sephardim haben den IQ der Umgebungsbevölkerung, was sich auch in Israel zeigt (Sephardim und farbige Juden = Äthiopier mit noch geringerem Durchschnitts-IQ fühlen sich diskriminiert von den Aschkenazim, die weithin die Eliten stellen in Wirtschaft, Politik, Militär – die Gruppe mit dem höchsten IQ, im Schnitt, ist auch hier am erfolgreichsten, was von den weniger Erfolgreichen als Diskriminierung verarbeitet wird. Wobei, das macht die Sache so kompliziert, es immer auch tatsächliche Diskriminierungen gibt, aber die erklären nicht alles).

          Was die Integrationsmöglichkeit von Moslems angeht, bin ich prinzipiell optimistischer als ratloser, PRINZIPIELL, praktisch aber nicht, denn für eine erfolgreiche Integration müssten Voraussetzung erfüllt sein, die wir nicht erfüllen.

          Als da wären:

          1.) Nicht zu viele Einwanderer in der Mehrheitsgesellschaft, so dass keine großflächigen Parallelgesellschaften entstehen können – Voraussetzung immer weniger erfüllt.

          2.) Eine selbstbewusste, sich nicht selbst verachtende Mehrheit, der sich anzupassen Statusgewinn verspricht – das Gegenteil ist der Fall, westliche Gesellschaften werden von Intellektuellen geprägt, die diese Zivilisation verachten, die sich selbst verachten und Moslems merken das. Warum sich diesem sich selbst verachtenden Haufen anschließen?!

          3.) Eine fordernde, Anpassung verlangende Mehrheit – das Gegenteil ist der Fall, westliche Inellektuelle fordern eher von den Einheimischen, sich den Zuwanderern anzupassen, eine direkte Folge der Selbstverachtung, die hier grassiert.

          4.)Kluge, lernfähige Einwanderer – das Gegenteil war der Fall. Intellektuell weniger begabte Menschen, denen Lernen Mühe bereitet, halten viel strikter am einmal Gelernten, am Althergebrachten fest. Sie werden zudem durch Misserfolge zusätzlich gedemütigt > die Versuchung, sich in die Sicherheit der „höheren“ Moral der alten Religion zurückzuziehen, ist noch größer.

          Mit anderen Worten: Es sieht schlecht aus dank der Fehler, die gemacht wurden und munter dank rot-grüner Zeitgeistdominanz weiter gemacht werden.

          Nur noch intellektuell begabte Einwanderer zuzulassen, ist daher überlebenswichtig angesichts unserer hauseigenen miserablen (Nicht-)Reproduktion.

          Und selbstbewusst für das Eigene einzutreten, Anpassung an dasselbe einzufordern, an eine Leitkultur, definiert durch die Werte eines säkularen, aufgeklärten Rechtsstaates.

          Aber dazu müsste man ja erst einmal wissen, was das einzufordernde Eigene überhaupt ist.

          Angesichts des Zustandes unserer vor allem (selbst-)kritischen Geisteswissenschaften, die das Fremde glorifizieren, das Eigene verachten und niedermachen, eine Illusion.

          Denn die Bekämpfung der wesltichen Kultur, der „patriarchalen“ westlichen Familienstruktur, des westlichen Kapitalismus, des westlichen Christentums, des nationalen Patriotismus – all das hat natürlich Vorrang.

          Damit die Weltrevolution nicht noch einmal an der westlichen Kultur scheitert wie 1914, als die Proletarier aufeinander schossen für König, Kaiser, Vaterland anstatt auf die Kapitalisten.

          Darf nicht noch einmal passieren.

          Darum ist alles hochwillkommen, was diese böse Kultur schwächt, die zu einem so falschen, „objektiv“ falschen Bewusstsein führt.

        • @Roslin
          Einen nicht unbeachtlichen Teil des mathematischen Wissens verdanken wir Gelehrten aus der arabischen Kultur.
          Sowohl solche Kleinigkeiten, wie die Null, die arabischen Zahlen, das Wort „Algorithmus“ und auch „Algebra“ leiten sich daher ab.
          Die Neuentdeckung der vermeintlich genetisch-bedingten IQ-„Minderwertigkeit“ stößt dagegen wirklich ins Horn eines alten Kulturkonflikts.
          Ich hab da beispielsweise ein altes Rätselbuch von Sam Loyd (1841-1911), mit wirklich fiesen Beispielen aus dem letzten Jahrhundert, mit denen schon Schulkinder auf Feindschaft zu den „Muselmännern“ getrimmt werden sollten.

        • @gedankenwerk

          »Einen nicht unbeachtlichen Teil des mathematischen Wissens verdanken wir Gelehrten aus der arabischen Kultur.«

          Das ist unbestritten, allerdings sollte der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben, dass die Null und die grundsätzliche Idee eines Stellenwertsystems aus Indien stammen.

          »Die Neuentdeckung der vermeintlich genetisch-bedingten IQ-”Minderwertigkeit” stößt dagegen wirklich ins Horn eines alten Kulturkonflikts.«

          Es gibt keine Entdeckung oder Neuentdeckung der vermeintlich genetisch-bedingten IQ-”Minderwertigkeit”.
          Niemand halbwegs ernstzunehmender behauptet aktuell, dass „die Araber“, „die Türken“ oder „die Moslems“ in irgend einer Hinsicht minderwertig seien.

          Was es allerdings gibt sind, statistisch erstklassig belegte Thesen, dass eine Gesellschaft durch ihre Zuzugsregeln steuert, welchen Teil „der Araber“, „der Türken“ oder „der Moslems“ sie anzieht. Das also Zuzugsregeln Marke „D“ dafür sorgen, dass im Lande D eine andere Auswahl „der Araber“, „der Türken“ oder „der Moslems“ lebt als in einem Land mit Zuzugsregeln Marke „CA“.

          Denn, das es unter „den Araber“, „den Türken“ oder „den Moslems“ Hochbegabte und Vollpfosten jeweils aller Variationen gibt, wie es unter „den Finnen“, „den Deutschen“ oder den „den Christen“ Hochbegabte und Vollpfosten jeweils aller Variationen gibt, das sollte nun wirklich auch politisch korrekt sein.

        • @ Bellator

          *Was es allerdings gibt sind, statistisch erstklassig belegte Thesen, dass eine Gesellschaft durch ihre Zuzugsregeln steuert, welchen Teil “der Araber”, “der Türken” oder “der Moslems” sie anzieht. *

          Was allerdings unter den gegenwärtigen Zeitgeistbedingungen rational nicht diskutierbar ist, sondern von einem Antifamob im „Kampf-gegen-Rechts-Modus“ sofort niedergebrüllt wird als faschistisch, rassistisch, irgendwas-istisch.

          Selbstzerstörerisch, ob nun Teil einer politischen Strategie, die auf Zerstörung abzielt oder Teil ideologischer Dummheit und Verblödung, das ist mir noch nicht ganz klar.

          Vielleicht eine Mischung aus beidem bei je verschiedenen Personen.

          Peter Hitchens, der Ex-Trotzkist (wie sein Bruder Christopher) hat die Zerstörungsabsicht klar benannt.

          http://hitchensblog.mailonsunday.co.uk/mass-immigration/

        • @Roslin

          »Was allerdings unter den gegenwärtigen Zeitgeistbedingungen rational nicht diskutierbar ist, sondern von einem Antifamob im “Kampf-gegen-Rechts-Modus” sofort niedergebrüllt wird als faschistisch, rassistisch, irgendwas-istisch.«

          Dieses zeitgeistige Verhalten ist in sich schlüssig. Würden die Wächter der Political Correctness zugestehen, dass die Kinder eher bildungsferner Eltern mit höherer Wahrscheinlichkeit eher bildungsferne Erwachsene werden als die Kinder einer repräsentativen Gruppe, dann würden sie die Tür für Häretik aller Art öffnen.

          Das begänne mit solchen Absurditäten wie dass Kinder die Unterrichtssprache hinlänglich verstehen sollten um dem Unterricht folgen zu können. Wollen denn nicht alle Kinder von Natur aus lernen wohingegen Sprachbarrieren nur soziale Konstrukte sind? Und ist es nicht [kieks]total[/kieks] ungerecht, einem Menschen einen Arbeitsplatz zu verweigern, nur weil er und sein Chef keine gemeinsame Sprache beherrschen?
          In unserer aufgeklärten Zeit sollten solche Ausgrenzungen längst der Vergangenheit angehören. Sich ergebende Missverständnisse (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/reiserecht-kundin-bucht-bordeaux-statt-porto-a-855762.html) sollten nicht als Problem sondern als Gelegenheit zur kulturellen Bereicherung verstanden werden.

          Vor allem aber ist es von sozialen Zwängen solcher Art letztlich nur ein kleiner Schritt zu Positionen, die nur von rechtspopulistischen und radikalbiologistischen Extremrevanchisten wie Dawkins vertreten werden, der sich nicht unterstand zur Erblichkeit von Intelligenz zu behaupten: „Irgendwann muss sie mal vererblich gewesen sein, sonst gäbe es uns nicht“.
          [schnappatmung]
          Das geht ja nun sowas von aber gar nicht!1!11!!
          Das ist doch eine Lästerung der Lehre der großen Judith wie sie schlimmer nicht vorstellbar ist.
          [/schnappatmung]

          »Selbstzerstörerisch, ob nun Teil einer politischen Strategie, die auf Zerstörung abzielt oder Teil ideologischer Dummheit und Verblödung, das ist mir noch nicht ganz klar.«

          „Never attribute to malice what is adequately explained by stupidity.“.*

          *: Wer übersetzt das unseren Hausdichterinnen und Hofdenkerinnen?

  3. Irgendwie verstehe ich die Aussageabsicht der Hypothese nicht. Frauen stehen auf sexy Männer? Mütter wollen, dass ihre Söhne in der Gegend rumvögeln? Bimdungsqualitäten sind einer Frau nicht so wichtig?

    • @ adrian

      Es geht um die bekannte Diskrepanz zwischen Kriterien bei der Auswahl eines Sexualpartners und bei der Auswahl eines „Lebens“partners.

      Eigentlich sollte man ja annehmen, dass beide kongruent seien, sind sie aber nicht. Deswegen die Hypothese.

    • es geht darum, wie sexuelle Selektion wirksam werden kann und inwieweit ein Merkmal sich dabei besonders entwickeln kann. zudem geht es um die Weise in der der Prozess am Laufen gehalten wird.

      File ist dann gerade bei München mitunter eine Übertreibung eines Merkmals, etwa des Pfauenschwanzes. aber eben auch um Richtungen dieser Entwicklung

  4. Meiner Meinung nach geht es um was anderes, und ich finde die Hypothese so interessant wie plausibel. Sie widerpricht zudem den PU-Dogmen.
    Sie erklärt zum Beispiel, warum das historisch variierende Sozialprestige eines Berufsbildes einen so großen Einfluss auf die Attraktivität haben kann.
    Vor kurzem hatten es hier ein paar vom Astronauten. Aussehen, Spermaqualität, Gehalt, Tätigkeit usw. der heutigen ISS-Besatzung wird die selbe sein wie die der Apollo-Mitglieder. Trotzdem reden wir damals von Helden, heute eher von Nerds.
    Wer all things equal die besseren Karten beim anderen Geschlecht hat, ist klar.

    Kreiere einen Mythos (z.B. alle Schweden/Schwedinnen sind heiß) und glaube an seine Validität, und attraction (is not a choice) wird arbiträr.

    Auch dass brutale Männchen in brutalen Gesellschaften, aber heute lange nicht mehr hoch so im Kurs sind, wird erklärbar.

    Die extrem erstaunlichen soziologischen wie auch sozialpsychologischen Effekte auf attraction konnte ich mir nie so gut erklären wie mit dieser eigentlich simplen Theorie. Es geht nicht nur um Lebensstandard den jemand bieten kann (dafür sind evolutionstheoretische Erklärungen kognitionswissenschaftlich einfach zu unplausibel, evolvierte Module dürfen niemals auf zu abstrakten Konzepten basieren), sondern vor allem um seine kulturspezifisch erfolgreichen Gene und deren universelle Marker.

    • @ david

      Verstehe Dich gerade nicht. Wie lautet denn Deiner Meinung nach der Kern der Theorie?

      Es geht doch um die evolutionsbiologisch unterschiedlichen Auswahlkriterien für die Erzeuger des Kindes und für den Versorger der Mutter und das daraus entstehende Erklärungsmodell, warum Frauen oft mit Männern vögeln, die sie „kulturell“ ablehnen…oder umgekehrt, warum Frauen „Weicheier“ und lila Pudel „schätzen“, aber nicht mit ihnen vögeln wollen?!

      Sprich, es geht um das Primat des Biologischen bei der Vögelpartnerwahl! (und das ist gut so…)

      🙂

  5. 1. Ein Merkmal generiert in einem spezifischen kulturellen Kontext Attraktivität (z.B. hat die erste Gastarbeitergeneration hier noch reihenweise einheimische Frauen flachgelegt)
    2. Es gibt ein phylogenetisch bewährtes Modul, das Attraktivität eines Merkmals im eigenen sozialen Milieu misst.
    Bei der Wahl eines Partner mit besonders gut ausgeprägten Merkmal gilt:

    es besteht die Chance, dass er das Merkmal an seine Kinder weitergibt und diese ebenfalls attraktiv werden
    die Kinder mit dem Merkmal werden eine hohe Chance haben, qualitativ hochwertige Partner zu finden
    (besonders der letzte Punkt ist entscheidend, daher sind ökonomische Prädiktoren schwächer als Prominenz)

    Kultur definiert Attraktivität mit (arbiträre und dynamische Schönheitsideale, Rubenslady etc.), und das ist evolutionär höchst relevant.
    Der Mensch ist so anpassungsfähig, dass er auf kulturelle Veränderungen schneller reagieren muss als Tiere das könnten.
    DAS ist das humanspezifische Wundermerkmal, das Geheimnis des Menschen.

    Durch Mechanismen wie diese erkennt man auch bei der Partnerwahl die neuesten Trends. Wer Muskeln, körperliche Dominanz und Brusttrommeln immer noch für die besten Prädiktoren genetischen Erfolgs in modernen Gesellschaften hält, gerät selbst schnell in den Abstiegskampf mit seinem Muskelproll.

    Hast du eine bessere Erklärung, wie Muskelmasse innerhalb weniger Jahrzehnte so dermaßen an Attraktivität einbüßen konnte?

    • @ david

      Es geht doch gerade um offensichtlich weitgehend interkultur-stabile, genetisch verankerte Schlüsselreize, die eine Frau Attraktivität eines potentiellen Befruchters empfinden lässt.

      Kulturell werden aktuell als attraktiv bei Männern Eigenschaften wie „sensibel“, „kooperativ“, „empathisch“, „friedlich“, „kommunikativ“, skrupulös etc. gehandelt….das „Neue Männchen“ eben.

      Die Wahl der Sexualpartner sieht aber erfahrungsgemäß durchaus ganz anders aus.

      • Es geht doch gerade um offensichtlich weitgehend interkultur-stabile, genetisch verankerte Schlüsselreize, die eine Frau Attraktivität eines potentiellen Befruchters empfinden lässt.

        Richtig. Die Theorie sieht die soziale Bewertung (Bandura?) bzw. ein kognitiv flexibles Schema des „attractive female-approved male“ als Kernmerkmal an! Und diese Theorie schlägt in der Tat alle Theorien, die die Schlüsselreize ausschließlich beim Männchen verorten. Da sind natürlich immer noch einige (Testosteronmarker im Gesicht, Stimme, Größe etc.), aber ein ganz entscheidender erklärt durch die Sexy Son Theorie eben die enorme Dynamik und Verschiebungen der Attraktivitätsmerkmale.

        Kulturell werden aktuell als attraktiv bei Männern Eigenschaften wie “sensibel”, “kooperativ”, “empathisch”, “friedlich”, “kommunikativ”, skrupulös etc. gehandelt….das “Neue Männchen” eben.

        Und ganz ehrlich: das zieht auch. Männliche Sex-Ikonen vor 50 Jahren trugen diese Eigenschaften bei weitem nicht im selben Maße wie die heutigen.
        Natürlich spielt Testosteron und auch Dominanz nach wie vor eine große Rolle, die eben auch Feministinnen immer wieder ein Bein stellt. Die sind ja auch nicht in den 00ern sozialisiert.

        Mein Gefühl sagt mir, dass der „neue Mann“ tatsächlich existiert und auf dem Vormarsch ist. Weit weniger als Feministinnen, aber weit mehr die meisten hier zugeben würden.

        • @ david

          „Mein Gefühl sagt mir, dass der “neue Mann” tatsächlich existiert und auf dem Vormarsch ist. Weit weniger als Feministinnen, aber weit mehr die meisten hier zugeben würden.“

          Das mag Dir Dein Gefühl sagen, meine Erfahrungen sagen mir allerdings anderes. 😉

        • @ David

          *aber ein ganz entscheidender erklärt durch die Sexy Son Theorie eben die enorme Dynamik und Verschiebungen der Attraktivitätsmerkmale.*

          Aber die verschieben sich im Kern doch gar nicht so sehr.

          In einer Muskelökonomie und Muskelgesellschaft wurde Status eher durch Muskelmasse erworben, „Potenzausstrahlung“ eher durch Physis erzeugt.

          In einer Wissenökonmie ist eher IQ attraktiv, die Physis aber immer noch wichtig (Körpergröße ist das wichtigste einzelne männliche körperliche Schönheitsmerkmal – Frauen begehren im Schnitt Männer, die größer sind als sie selbst).

          Ebenfalls gleichgeblieben ist die Sehnsucht nach dem sanft dominanten Mann, zu dem frau ein wenig aufschauen kann, nicht nur beim Küssen.

          Weshalb der „neue“ Mann, obwohl heftigst kulturell propagiert, sexualtechnisch ein Ladenhüter ist.

          Kulturelle Änderungen sind also häufig nur modische Neuverpackungen uralter Bedürfnisse: hier der Sehnsucht nach dem beschützen könnenden, versorgen könnenden, dominieren könnenden „großen“ Mann.

          In einer Gesellschaft, in der physische Stärke wichtiger ist als IQ, ist der starke Mann attraktiver, in einer Gesellschaft, in der Intellekt zu mehr Dominanz führt, eben der Intellekt und die Physis ist nicht mehr ganz so wichtig, aber nicht unwichtig.

          Gleichgeblieben ist die Attraktivität des dominanten, imponierenden, machtvollen, „potenten“ Mannes.

    • Muskelmasse ist nach wie vor sexy allerdings ist Status sexier. Muskel Massen wie nach einem Fitness Studio wird es in der Steinzeit selten gegeben haben. Er wird ein Mann den Körper eines zehnkämpfers gehabt haben. Weil zu viele Muskeln heute primitiv wirken und einen status Verlust bewirken ist deren Bedeutung teilweise zurück gegangen. insbesondere in einem rein sexuell in context haben sportliche und muskulöse Körper aber nach wie vor eine große Bedeutung. da aber für eine Bindung Status interessanter ist kommt es mehr auf diesen Faktor an. status kann auch durch Kultur besser ausgestaltet werden.

        • @ christian

          Der primäre evolutionäre Anreiz ist in meinen Augen Machtaneignung…damit einhergehend Sicherheit und Zugang zu materiellen Privilegien.

          Status ist nur ein Ausdruck von Macht (oder auch manchmal nur der Anschein hiervon).

          Wenn die Kontrollhoheit über die Ausgabe von roten bewußtseinsmaipulierenden Pillen mal Ausdruck von Macht sein sollte, fänden Frauen früher oder später die Kontrolleure der Pillenausgabe sexy.

          • @Ratloser

            „Status ist nur ein Ausdruck von Macht (oder auch manchmal nur der Anschein hiervon).“

            Das hängt sehr davon ab, wie man Macht definiert. Der coolere Junge in der Cliquee hat so gesehen keinerlei Macht, er kann aber einen sehr hohen Status haben. Der Sänger auf der Bühne hat ebenfalls keine Macht, er kann den Leuten nichts befehlen, aber er kann Status haben. Der amerikanische Präsident hat sicherlich Macht, aber der Sänger eine angesagten Band wird dennoch von mehr Frauen angehimmelt werden. Der Casanova mit Game kann insbesondere Statusverhalten zeigen und passend dominant und zugleich umgänglich auftreten, aber er hat ebenfalls keine Macht. Er hat auch nicht den Anschein tatsächlicher Macht, man weiß, dass diese Personen nicht direkt etwas bewirken können, aber wir ordnen sie dennoch im Statusverhältnis hoch ein.

            Natürlich kann aus Macht Status folgen, deswegen ist Macht auch ein starkes Aphrodisiakum, aber es ist nicht alles was zählt.

      • Weil zu viele Muskeln heute primitiv wirken und einen status Verlust bewirken ist deren Bedeutung teilweise zurück gegangen.

        Eben. Viele Frauen finden heute sogar leptosome Männer (man schaue sich auch mal den MBI männlicher Models an) sexy und muskulöse „eklig“. Das ging verdammt schnell, dafür dass sich Muskeln über Millionen von Jahren als Schlüsselreiz bewährt haben müssten.
        Ja, Status ist ein äußerst flexibles Konstrukt.

        • @David

          „Das ging verdammt schnell, dafür dass sich Muskeln über Millionen von Jahren als Schlüsselreiz bewährt haben müssten.
          Ja, Status ist ein äußerst flexibles Konstrukt.“

          Es ist schnell mit anderen Inhalten zu füllen und gerade das macht es als Merkmal so wertvoll, weil es unabhängig von der konkreten Situation ist. Aber es ist nicht beliebig. Kinderbetreuung mit Status anzureichern würde bedeuten, dass Leute, die dies machen, soziales Ansehen erhalten und andere sie als in der Hierarchie deswegen höher stehender bewerten. Was gar nicht so einfach durchzuführen ist, weil sie eben kaum in der Öffentlichkeit auftreten und kaum Klischees von Status erfüllen. Einfacher ist es bei einer bestimmten beruflichen Tätigkeit Status aufzubauen und daneben noch Verbundenheit und Modernität (was statusaufbauend wirken kann) zu zeigen, was dann neben den beruflichen Status treten kann und sogar ein Costly Signal sein kann (er kann trotz seines tollen Berufs noch Vater sein).

          „Viele Frauen finden heute sogar leptosome Männer (man schaue sich auch mal den MBI männlicher Models an) sexy“

          Männliche Models, die auf Frauen im Sinne eines sexuellen Ansprechens ausgerichtet sind, sind durchaus muskulös. Mir kommt es auch eher so vor, als würde „mehr Muskeln“ eher mehr im kommen sein, wenn man sich verschiedene Hollywoodstars anschaut. Hugh Jackman Zb. Selbst früher eher schmächtige Stars wie Leonardo die Caprio haben erheblich trainiert.

          „und muskulöse “eklig”.“

          Das würde ich für übertrieben halten. Sportlich ist immer noch in. Nur zuviel nicht, wobei solche Männer durchaus als sexy gelten.

          „Das ging verdammt schnell, dafür dass sich Muskeln über Millionen von Jahren als Schlüsselreiz bewährt haben müssten.“

          Sie bewähren sich ja immer noch. Ins Fitnessstudio gehen und Gewichte zu stemmen etc ist immer noch einer der einfachsten Wege seinen Erfolg bei Frauen zu verbessern. Es fehlt ein Teil der zusätzlichen kulturellen Aufladung von Muskeln, weil man sie heute nicht mehr braucht um Status zu erlangen, statt dessen sind andere Wege vorhanden, aber das ändert nichts daran, dass ein „guter Körper“ ein sexuelles Signal ist.

        • @ David

          Models, männliche wie weibliche, sagen oft mehr aus über die Schönheitsvorlieben schwuler Modeschöpfer als über die der heterosexuellen Normalbevölkerung.

          Die Modellepeben sind nicht unbedingt das, was die Durchschnittsfrau begehrt.

    • @david

      „Durch Mechanismen wie diese erkennt man auch bei der Partnerwahl die neuesten Trends. Wer Muskeln, körperliche Dominanz und Brusttrommeln immer noch für die besten Prädiktoren genetischen Erfolgs in modernen Gesellschaften hält, gerät selbst schnell in den Abstiegskampf mit seinem Muskelproll“

      In bestimmten Kulturen sind dies nach wie vor Prädikatoren genetischen Erfolgs.

      In anderen Kutluren sind die Mittel intrasexueller Konkurrenz (solche sind Muskeln, körperliche Dominanz und Brusttrommeln) auch nicht verschwunden, sondern durch sozialere Mittel ersetzt worden, mit denen aber genau der gleiche Kampf geführt wird. Muskeln sind vielleicht Geld und Beziehungen, Dominanz wird eher sozial ausgedrückt und statt sich auf die Brust zu trommeln kauf man eben Luxusgüter.

  6. @ Christian

    Kleine Korrektur:

    *Solange der Nachteil, mit einer geringeren Chance Unterstützung zu bekommen, die Gene evtl nicht weiterzugeben bzw. nicht an einen Jungen die Vorteile überwiegen, einen Sexy Sohn zu haben, der dann die Gene in ausreichender Zahl weitergibt, hält sich eine entsprechende Genvariation.*

    Solange die Nachteile NICHT überwiegen muss es heißen.

    Oder der Nachteil NICHT überwiegt.

  7. Die Argumentation kommt mir reichlich zirkulär vor.

    Gene, die oft weitergegeben werden, setzen sich durch. Wenn Leute, die besonders intelligent sind, äußerliche Merkmale teilen, dann werden sich deren äußere Merkmale fortpflanzen, denn zweifellos werden sie ihren Weg finden sich fortzupflanzen.

    Oder umgekehrt: Wenn abstehende Ohren mit Genen korrelieren, die zu verstärkter Fortpflanzung führen, dann würden abstehende Ohren als attraktiv empfunden, weil bei den Frauen, die diese Männer bevorzugen, die Fortpflanzungschancen steigen und die Präferenz für abstehende Ohren so endemisch wird.

    Nur muss zu Beginn das äußere Merkmal mit einem objektiven Fortpflanzungsvorteil korrelieren, damit im Schlepptau das äußere Merkmal mitgezogen wird, welches dann mit der Zeit auf der Attraktivitätsscala steigt.

    • @user unknown

      „Nur muss zu Beginn das äußere Merkmal mit einem objektiven Fortpflanzungsvorteil korrelieren, damit im Schlepptau das äußere Merkmal mitgezogen wird, welches dann mit der Zeit auf der Attraktivitätsscala steigt.“

      Das wird häufig der Fall sein, schon weil dann der Prozess bessere Startbedingungen hat, aber es muss nicht immer der Fall sein bzw. der Vorteil kann auch nur darin bestehen, dass das Tier aufgrund eines optischen Reizes mehr auffällt und daher eher ausgewählt wird bei ansonsten gleichen Voraussetzungen. Ob das erste Pfauenschwanzauge eine auffällige Anomalie war oder was genau dazu führte, dass ein etwas längerer Schwanz auffiel ist eben schwe

      „Gene, die oft weitergegeben werden, setzen sich durchr zu klären“

      Deswegen macht es ja auch sinn darauf abzustellen, welche Merkmale andere Weibchen/Männchen abgespeichtert haben und diese Merkmale auszunutzen um die eigenen Gene zu verbreiten. Eine Selektion auf die VOrlieben anderer bei der Partnerwahl ist gerade wenn dieser Partnerwahl biologische Kriterien zugrunde liegen sehr vorteilhaft.

      • a) bloß auffallen: Dann würden ja Warzen auf der Nase und abstehende Ohren gefallen. Gerade das passiert ja nicht. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein mittleres Gesicht was die Proportionen betrifft bevorzugt wird.
        b) was andere abgespeichert haben: Verstehe ich vielleicht nicht. Angenommen mir gefallen bei Frauen lange Beine. Wer hat das jetzt abgespeichert? Die Frauen, oder andere Männchen? Ich habe den Text so verstanden, dass lange Beine bei der Jagd vorteilhaft sind, und der, der lange Beine schön findet verbreitet seine Anlagen daher besser als der, der sie nicht so schön findet und meidet, obwohl ich und der andere vielleicht selbst gleich schnelle Läufer sind.

        So kann man Schönheitsempfinden erklären, aber nicht aus sich selbst, denn jedes Merkmal könnte als schön empfunden werden, und würde damit verstärkt nachgefragt.

        Mann kann aber nicht wenn andere lange Nasen schön finden selbst eine lange Nase entwickeln.

        • @user unkown

          Bei sexueller Selektion geht man davon aus, dass bei menschen abgespeichert ist, was einen guten Partner ausmacht. Das können dann eben zB lange Beine sein. Weil das aber abgespeichert ist kann es dann dazu kommen, dass langbeinige Frauen über den eigentlichen nutzen hinaus begehrt werden und damit eine Selektion auf längere Beine eintritt, die ihre Grenze in der natürlichen Selektion findet. Dadurch wird ein Prozess in Gang gesetzt, der lange Beine noch bedeutsamer macht, weswegen Frauen mit längeren Beinen bessere Partner finden. Wer dann Frauen mit kurzen beinen als Partner wählt hat das zusätzliche Risiko, dass seine Töchter kurze Beine erben und damit schlechter einen Partner finden. Weswegen es noch wichtiger wird auf lange Beine zu achten. Eine kettenreaktion oder eine „runaway selection“, dei sich selbst speist, ist eingetreten.

          ich habe dazu auch hier noch mal was geschrieben
          https://allesevolution.wordpress.com/2011/11/03/naturliche-schonheit-vs-kulturelle-schonheit-warum-platz-fur-die-kulturelle-ausgestaltung-von-schonheit-bleibt/

          • dazu zB auch
            http://de.wikipedia.org/wiki/Sensory_Bias

            Das „Sensory Bias“-Modell postuliert, dass die Präferenzen der weiblichen Partnerwahl Nebenprodukte der natürlichen Selektion durch das sensorische System sind. Dieses Konzept wird benutzt, um zwei Phänomene zu erklären: Erstens, dass sich das Design der männlichen Signale so entwickelt hat, dass es das sensorische System der Weibchen stimuliert, und zweitens, warum Weibchen spezifische Vorlieben aufweisen. Von besonderer Bedeutung ist die Deutung der quantitativen Entwicklung weiblicher Präferenzen in der Partnerwahl, also warum sich einige männliche Merkmale durch das Verhalten der Weibchen zu sexuellen Signalen entwickelt haben und andere nicht. Die Effektivität mancher Signale hängt von der Art und Struktur des Signals ab und davon, welche der Empfänger – also das Weibchen – besser wahrnimmt. Spezifische Umweltbedingungen beeinflussen die evolutionäre Verhaltensrichtung, die sowohl einen Effekt auf die Zeit und den Ort der Signalwirkung haben als auch auf die Vorlieben des individuellen Lebensraums. Es handelt sich somit um eine Ko-Evolution zwischen den biophysischen Umweltbedingungen, der Neurobiologie und den genetischen Anlagen.
            Endler & Basolo gehen davon aus, dass es fünf verschiedene Arten von Neigungen gibt:
            Neigungen, die aus Eigenschaften resultieren, die einmal eine Funktion hatten, diese jedoch verloren haben
            Neigungen, die zufällig entstanden sind, obwohl sie keinen Einfluss und keine Funktion für den Organismus besitzen
            Neigungen, die außerhalb der sexuellen Kommunikation wichtig sind
            Neigungen, die zwar für die sexuelle Kommunikation wichtig, aber so grundlegend für das sensorische System sind, dass sie jede weitere Entwicklung beeinflussen
            Neigungen, die anfangs nicht wichtig waren, sich aber im Laufe der Evolution auf Grund von Mutation trotzdem etabliert haben

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